— u, Leran der G. Dai 10 10, nun — e lrme All, chlun, 5 u. ben Wirte! d russische Blum N bezogen von Qbesier, Neussadt! a ngerstr. 12, bes t u. diskret Aus u eder Art, Bech die alle sonst nhesten. Prospt l 3 1897: gendfest ld. h dem Fellplatz. reisturnen, Sat l. Zum Schluß 168 Vorverkauf zpeier, Auguf! Barbier. ud sind freundlich ö omite. Tage später fiat. 15 ider erke usführung l anderen Marke!“ jeder Preite NI. 141 Gießen, Somabend, den 19. Juni 1897. Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. Ausgabe ssche Landeszei Gießen. Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. Medaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 3 5 Lokales und Provinzielles. * Gießen, 18. Juni. Aus dem Staats— hudget 1897/1900. Unter dem Kapitel Land⸗ serichte und Amtsgerichte, das mit einer Au— ürderung von 1 567 378„ jährlich— 87 515& mehr ils bisher— abschließt, sind einmal zwei neue Amts⸗ chterstelen zu Worms und Mainz— nun im ganzen 11 Amtsrichter— vorgesehen, sodann sind 17 000, gehr an Gehalten für Hilfsgerichtsschreiber und 4650, eue Lokalzulagen für solche Beamten in Orten mit be— unders hohen Preisen für die allgemeinen Lebensbedürf⸗ lsse angefordert. Die Mehrforderung für Hilfsgerichts⸗ chreiberstellen ist darin begründet, daß die Notwendigkeit kriegt, die Zahl der Hilfsgerichtsschreiberstellen bei den Amtsgerichten(bisher 50) um 7(nämlich bei den Amts⸗ krichten Darmstadt II, Gießen, Worms und Lorsch um eine und bei dem Amtsgericht Mainz um drei) zu rmehren. Ferner mache es das stetige Anwachsen der beiten, die auf den Schreibstuben der Staatsanwalt⸗ haften bei den Landgerichten zu erledigen sind, unum⸗ zänglich nötig, einem jeden der drei Staatsanwaltsgehilfen inen zweiten Gehilfen an die Seite zu stellen, der die herichtsschreiberprüfung bestanden haben müsse und mit zn gleichen Bezügen, wie ein Hilfsgerichtsschreiber, zu derruflicher Anstellung gelangen könne. Zu einer weiteren Mehrforderung von 31000 4 für Ichreibhilfe bei den Amtsgerichten— um 155 000 l ahrlich— ist bemerkt: Eine wesentliche Vermehrung des Schreibhilfeperso nals Ard insbesondere auch im Hinblick auf die Vermehrung ii Hilfsgerichtsschreiberstellen nicht beabsichtigt. Dagegen eine Aufbesserung des Diensteinkommens der Gehilfen boten, einmal im Interesse des Dienstes, um den Ge⸗ chtsschreibereien ein tüchtiges Personal zu verschaffen und erhalten, sodann aber auch im Interesse der Gehilfen Abst, denen ein ihrem Alter, ihrer Lebensstellung und stheitsleistung entsprechendes Einkommen gesichert wer— it muß. Es sind durchschnittlich folgende Vergütungen vor⸗ sehen: 1. Für geprüfte Gehilfen: l Alter von 20— 24 Jahren 25— 28 5 855 „„ 29 Jahren und darüber 2, für nicht geprüfte Gehilfen: Alter bis zu 19 Jahren 850& jährlich. 1000„„ 1250 1 1 1„ 7 450, jährlich. „ von 20— 24 Jahren 600„ 5 „„ 2528„ 00, 75 „„ 29 Jahren und darüber 1050„ 5 Unter Zugrundelegung des seitherigen Bedarfs von wa 62 geprüften und 123 nicht geprüften Gehilfen echnet sich das Bedürfnis an Mitteln auf etwa 153 300 l. Bemerkt wird noch, daß weit über die Hälfte der prüften Gehilfen bereits das Alter von 29 Jahren utückgelegt hat und der größere Teil der übrigen diesem Alter nahesteht und dasselbe jedenfalls im Laufe der gudgetperiode erreichen wird. Es mußte aus diesem Munde für nah zu/ des Bedarfs an geprüften Ge⸗ fen die höchste Durchschnittsvergütung zugrunde gelegt gerden. Es bleibt vorbehalten, nichtgeprüfte Gehilfen, welche s Alter von 35 Jahren zurückgelegt und sich min⸗ tens 15 Jahre lang ununterbrochen zur vollen Zu⸗ stiedenheit ihrer Vorgesetzten im Gerichtsschreibereidienste eschäftigt haben, mit einem Gehalte bis zum Höchst⸗ rage von 1200/ widerruflich als Gerichtsschreiberei⸗ sehilfen anzustellen. Aus obiger Summe von 153 300& wurden noch 0% zur Unterstützung erkrankter oder ohne ihr Ver⸗ shulden dienstunfähig gewordener Schreibgehilfen, sowie Ar Bestreitung der Beitragsanteile des Staates zur In⸗ saliditäts⸗ und Altersversicherung vorgesehen. * Gießen, 18. Juni.(Von der Feuerwehr.) die Vorstände der beiden hiesigen Feuerwehren waren am egangenen Dienstag Abend im„Wiener Hof“ ver⸗ anmelt, um sich von dem seitherigen Branddirektor, bern Stadtbaumeister Schmandt, zu verabschieden und an sein Amt einzuführen. et Nachfolger im Amte, Herrn Hauptlehrer Traber, In seiner Anrede wies der sstere darauf hin, wie er nahezu fünf Jahre lang das Ait eines Branddirektors der Stadt versehen und mit et Mitgliedern beider Wehren ernste und heitere Stunden selebt habe. Er gedachte des vor drei Jahren hier ab⸗ schaltenen Feuerwehrfestes, bei welchen die Anforderungen u die hiesigen Wehren und an ihn selbst aufs höchste lekeigert waren, da in der Nacht vor dem Hauptfesttag, welchem die große Parade und Uebung beider Wehren siktfand, infolge Brandstiftung eine zweimalige Alarmie⸗ urg stattfand. Solche Dinge vergesse man nicht so leicht, bin man daran beteiligt. Herr Schmandt bemerkte ucter, daß es ihm nicht leicht gefallen sei, dem trotz miuncher früheren Schwierigkeiten lieb gewordenen Amt zu sufagen, daß aber die mit dem Amte des Stadtbau⸗ Alters einer sich rasch entwickelnden Stadt verbundene ligende Arbeitslast und Verantwortlichkeit es ihm immer or erschwert hätten, gleichzeitig noch den Pflichten eines kotischen Branddirektors gerecht zu werden. Indem er e neuen Branddirektor, Herrn Traber, vorstelle, bitte 1 das Vertrauen, das man ihm während seiner fünf⸗ eigen Amtsthätigkeit entgegengebracht habe, auf seinen lachfolger im Amte zu übertragen. Er sei überzeugt, 10 die beiden freiwilligen Feuerwehren den ihnen anver⸗ maten Dienst, die Stadt vor Feuersgesahr zu bewahren, u wie vor mit Pflicht und Llebe zur Sache versehen 1 mit Liebe insbesonddre zur Stadt Gießen, über gen sichtliches Aufblühen sich jedermann freue und der anzugehören man stolz sein dürfe. Sein Hoch gelte dem Wachsen, Blühen und Gedeihen der schönen Stadt Gießen. Freudig stimmten alle Anwesenden darin ein. Herr Branddirektor Traber erwiderte in seiner Ansprache, daß er hoffe, an Hand der guten Organisation der Feuerwehr sich bald mit seinem neuen Amte und dessen Aufgaben vertraut zu machen. Er bitte die Mitglieder beider Wehren, ihm das gleiche Vertrauen, wie seinem Vorgänger, entgegen zu bringen und in gemeinsa ner Arbeit mit ihm den Schutz der Stadt fördern zu helfen. Er trinke in dem Sinne auf das Wohl beider freiwilligen Wehren. Der Hauptmann der freiwilligen Gailschen Feuerwehr, Herr Loos, hob hervor, wie man früher den Mangel einer einheitlichen Leitung des Feuerlöschwesens empfunden, aber trotzdem sich mit der neuen Einrichtung eines städti⸗ schen Branddirektors anfangs nicht habe befreunden können. Der seitherige Inhaber dieses Amtes aber habe es ver— standen, manche Schwierigkeiten zu überwinden, die beiden Wehren mit den neuen Verhältnissen vertraut zu machen und die Eintracht unter ihnen zu pflegen, sodaß sie sich unter seiner Leitung wohl gefühlt hätten. Er gedachte ferner der unstreitbaren Verdienste, die sich Herr Stadt— baumeister Schmandt um die Organisation und Förderung des Feuerlöschwesens der Stadt Gießen erworben habe. Sein Hoch auf denselben fand lebhaften Beifall. Der Hauptmann der Gießener freiwilligen Feuerwehr, Herr C. L. Gail, toastete auf den neuen Branddirektor, Herrn Traber, und erregte mit seiner humoristischen Anspielung auf dessen Thätigkeit die Heiterkeit und den Beifall der Anwesenden. Mit der Vorstellung der einzelnen Vor⸗ standsmitglieder schloß der offizielle Teil der Versammlung und blieb man noch lange in höchst angeregter Stimmung gemütlich vereint, wobei manche launige Rede und Gegen⸗ rede den Abend würzte— ein schönes Bild der Eintracht beider freiwilligen Wehren! * Gießen, 18. Juni. Die Kreisgesund⸗ heitsämter haben kürzlich von dem Ministerium (Abteilung für Gesundheitspflege) ein Aus⸗ schreiben erhalten, dem Folgendes zu entnehmen ist: Die sich in neuerer Zeit mehrenden Nach— richten über Vergiftungen durch Subli— mat, namentlich bei dessen Anwendung in der Form von Pastillen, lassen besondere Vorsicht bei der Anwendung dieses Mittels erwünscht er⸗ scheinen. Es empfiehlt sich daher, darauf hinzu— wirken, daß die Sublimatpastillen, deren Verkauf den Apothekern vorbehalten ist und die in den Apotheken nur auf ärztliche Verordnung abge⸗ geben werden dürfen, möglichst nur sachverstän⸗ digen Personen, die über die mit dem Gebrauch dieses Stoffes verbundenen Gefahren vollständig unterrichtet sind, zugängig gemacht werden, und daß auch diese Personen nicht mehr Sublimat erhalten, als für den unmittelbar vorliegenden Zweck gerade genügt. Das Kreisgesundheitsamt ist beauftragt worden, den Aerzten des Kreises diese Angelegenheit zu unterbreiten. * Gießen, 18. Juni. Allen Badelustigen seien folgende Regeln zur Beherzigung empfohlen: 1. Lege den Weg zur Badeanstalt in mäßiger Schnelligkeit zurück. 2. Bei der Ankunft am Wasser beachte Strömung und Bodenverhältnisse. 3. Entkleide dich langsam und gehe aber dann sofort ins Wasser. 4. Springe mit dem Kopf voran ins tiefe Wasser oder tauche wenigstens schnell ganz unter, wenn du das erste nicht kannst oder magst. 5. Bleibe nicht zu lange im Wasser, zumal wenn du nicht sehr kräftig bist. 6. Kleide dich nach dem Bade schnell wieder an. Unterlaß das Baden: 1. Bei heftigen Gemüts⸗ bewegungen. 2. Nach durchwachten Nächten. 3. Bei Unwohlsein. 4. Nach Mahlzeiten und besonders 5. nach dem Genuß geistiger Getränke. * Gießen, 18. Juni. Auf das im Inse⸗ ratenteil bekannt gegebene große Som merfest der„Gießener Floresei“ machen wir auch an dieser Stelle noch besonders aufmerksam. Den getroffenen Vorbereitungen zufolge wird das Fest mit zu den größten bis jetzt dahier abgehaltenen Sommerfestlichkeiten gehören. Es ist das erste Sommerfest, welches in diesem Jahre auf der Liebigshöhe stattfindet, und dürfte die Witterung auf das Gelingen desselben insofern keinen Einfluß haben, als die auf der Liebigshöhe von Herrn Brauereibesitzer J. 1 Ihring aus Lich neu erbaute große Festhalle einige Tausend Sitzplätze enthält. Außer Mili⸗ tärkonzert der Kapelle des hiesigen Inf.⸗Regts. sowie allerlei Volks⸗ und Kinderbelustigungen ist den Besuchern des Festes noch gegen ein sehr mäßiges Entree Gelegenheit geboten, das seit einigen Tagen hier anwesende Theater leben- der Photographien durch den neuesten Kinematographen Vitagraph(Clement und Gilmer⸗Paris) sehen zu können. Der bei dem Fest etwa zu erzielende Ueberschuß soll teilweise zu wohlthätigen Zwecken verwendet werden. * Gießen, 17. Juni. Der Konzertmeister Willy Kruse, Sohn des Restaurateurs Chr. Kruse hierselbst, hat einen Ruf an das großh. Hoftheater nach Mannheim als erster Violinist erhalten. Diese Berufung ist für den jungen Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Bspaltige Petitzeile. Künstler, welcher ja in Gießen vorteilhaft be⸗ kannt, ist um so ehrenhafter, als für diese Stelle sich 15 Bewerber gemeldet hatten. X. Leihgestern, 18. Juni. Der bekannten Messeraffaire, in welcher der Landwirt Georg Will vor der Strafkammer zu 8 Monaten Ge— fängnis verurteilt wurde, scheint noch ein weiteres Nachspiel zu folgen. Dieser Tage wurde ein junger Mann von hier, namens Ernst Schiffer, der in jenem Prozeß als Zeuge vernommen wurde wegen Meineid-Verdachts verhaftet. Schwurgericht. W. Gießen, 18. Juni. Heute Vormittag wird gegen den 19 Jahre alten Schreinergesellen Johannes Weppler von Schlitz wegen Versuchs der räuberischen Erpressung verhandelt. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Koch. Als Verteidiger des Angeklagten ist Rechtsanwalt Metz erschienen. Es sind 7 Zeugen zu hören. Angeklagter ist unbestraft und war zuletzt in Lauterbach thätig. Der Thatbestand der Anklage ist der Folgende: Am Sonntag, den 7. März, war Angeklagter in der Wirtschaft von Schnell und will dort scharf getrunken haben, da begegnete ihm der Knecht Scheiermund, der vom Angeklagten eingeladen wurde, mit ihm noch weiter Bier zu trinken, Der Angeklagte verfügte aber nur über 7 Pfg. Scheiermund, angegangen, ihm noch 7 Pfg. dazu zu geben, damit er für beide zusam⸗ men 2 Maß Bier bezahlen könne, hatte aber auch nur 2 Pfg. die er sofort hergab. Beide Burschen gingen nun nach der Stumpfschen Wirtschaft. Hier begegnete ihnen Hrch. Sterz, der von Weppler angeredet und ersucht wurde, ihm 5 Pfg. zu geben, worauf Sterz erklärte, er sei jenem keine 5 Pfg. schuldig. Weppler forderte noch ein⸗ mal 5 Pfg., mit dem Bemerken, er würde dem Sterz am anderen Tage 20 Pfg. geben. Er erhielt hierauf eine schnodderige Redensart von diesem, worauf er dem Spötter eine Ohrfeige verabreichte. Scheiermund, sowohl als auch der geohrfeigte Sterz wollten jedem Streit aus dem Wege gehen. Der Letztere mußte über die Brücke des Lauterbachs, der durch den vorher niedergegangenen Regen angeschwollen war, gehen, um nach Hause zu kommen. Kurz vor der Brücke wurde er gepackt und mit den Worten:„Hinunter ins Wasser!“ soll der Angeklagte versucht haben, jenen mit Gewalt ins Wasser zu drängen. Sterz rief um Hilfe, worauf Scheiermund herbei kam und die beiden auseinander⸗ brachte. Der Angeklagte erklärt, er wisse von dem Vorgang so gut wie nichts, denn er sei betrunken gewesen. Hrch. Sterz, als Zeuge vernommen, schildert die ganze Affäre, wie sie die Anklage behauptet. Er habe dabei das Gefühl gehabt, daß der Angeklagte ernstlich den Willen gehabt habe, ihn ins Wasser zu werfen, wenn er die 5 Pfg. nicht herausrücke. Der Zeuge, ein Schul⸗ und Altersgenosse von Weppler, will bei dem Angriff das gewaltsame Drängen seines Gegners gefühlt haben. Auch der Zeuge Scheiermund will wahrgenommen haben, wie Angeklagter seinen Gegner nach dem durch eine Barriére geschützten, an dieser Stelle sehr steilen Ufer des Wassers, gedrängt hat. Nachdem Sterz zu Hause gegangen, brachte der Zeuge auch den Angeklagten Weppler nach Hause, wobei derselbe mit dem offenen Messer in der Luft fuchtelte und erklärte, es sei ihm ganz egal und wenn 2 Mann kommen. Auf Befragen des Staatsanwalts erklärte dieser Zeuge gehört zu haben, daß Weppler zwei Mal gerufen: Gieb 5 her, sonst werf ich Dich ins Wasser. Auf Befragen des Verteidigers bemerkt der Zeuge, als er die beiden, die sich fest gepackt hatten, antraf, um sie auseinander zu bringen, befanden sie sich etwa ein Schritt von der das Ufer schützenden Barrière entfernt, er habe die Situation un⸗ möglich für Scherz ansehen können. Scheiermund ist der Ansicht, Weppler wäre stark angetrunken gewesen. Durch Vernehmung des Gendarmen von Lauterbach wird festgestellt, daß der Angeklagte als streitsüchtiger Mensch bekannt ist, daß weiter das Wasser in dem Lauter⸗ bach nicht so hoch gewesen sei, daß ein Mensch leicht hätte darin umkommen können, wohl aber sei das Ufer wo die Attacke stattgefunden, mindestens 2 Meter hoch und sehr steil, so daß ein dort herabstürzender Mensch sehr leicht das Genick brechen kann. Die weitere Beweisaufnahme ist ohne Belang. Den Geschworenen werden folgende Fragen vorgelegts: 1. Ist der Angeklagte schuldig des Ver⸗ suchs der räuberischen Erpressung? 2. Sind mildernde Umstände vorhanden? Auf Antrag des Verteidigers wird für den Fall der Verneinung der Frage 1 an die Jury noch die Frage gestellt, ob in der That des Angeklagten ein grober Unfug zu erblicken sei. Vermischtes. — Das Schicksal der Familie Lortzing. Wir lesen im Wiener„Ill. Extrablatt“:„Die Tochter Lortzings, des berühmten Komponisten, der mit seinen Opern Tausenden Stunden der Freude und Unterhaltung verschafft hat, ist der Not und Entbehrung preis⸗ gegeben. Sie muß sich— 68 Jahre alt— sowie ihren alten, kranken Mann, welcher seit zwanzig Jahren vollständig erwerbsunfähig ist, und eine schlaggerührte Tochter mühselig durch Klavierunterricht erhalten, bei dem sie durch eine Tochter unterstützt wird. Mit der ein⸗ tretenden Sommersaison hört auch dieser Verdienst auf und die bange Sorge lastet schwer auf der betagten Frau. Rasche Hilfe thut not.“ edition: Kreuzplatz Nr. 4. 55 E — Ein lebendiger Damenschmuck. Das Pariser„Journal“ schreibt:„Als Besucherin der letzten Hundeausstellung wurde eine Dame viel bemerkt, die einen nicht alltäglichen Schmuck trug. Dieser Schmuck bestand aus zwei lebenden kleinen Schildkröten, die von den Ufern des Ganges kommen sollen und kaum so groß sind, wie der kleinste Finger einer Hand. Auf der Schale der beiden Tiere befinden sich kostbare Edelsteine, die nach einem nur in Judien bekannten System eingesetzt waren Dieser lebende Schmuck wurde auf der Brust der Dame durch ein goldenes Kettlein festgehalten. Das lebendige Tier ersetzt also bei der Kleidung unserer Damen jetzt vollständig das ausgestopfte Tier oder die langweilige Kopie aus Metall, Stoff ꝛc. und die„Modedamen von morgen“ werden bald aussehen wie die indischen Schlangenbeschwörerinnen. — Typhusansteckung durch den Genuß von Salat. Der Pariser Korrespondent der Londoner Zeitschrift„Lancet“ teilt dieser den merkwürdigen Fall mit, daß neulich in einem militärischen Depot in Paris mehrere Offiziere plötzlich an typhösem Fieber erkrankten, während die auswärts wohnenden und speisenden Sol⸗ daten von der Krankheit verschont blieben. Da das Wasser der Anstalt als tadellos befunden wurde, so wur⸗ den die Speisen mikroskopisch untersucht. Dabei stellte sich heraus, daß sich der Typhusbazillus in Mengen auf den Salatblättern fand, in Gesellschaft übrigens mit zahl⸗ reichen Eiern von Taenia selium, dem Bandwurm. Wahrscheinlich rührte diese gefährliche Verunreinigung der Salatblätter von einer zu reichlichen Düngung des Bodens her. Es ist aus diesem Fall die Lehre zu ziehen, daß man in der Bereitung ungekochter Gemüse für die Tafel gar nicht vorsichtig genug sein kann. — Das Erdbeben in Indien. Aus fast allen Städten Indiens nördlich von Madras laufen Mel⸗ dungen ein über den Schaden, den das Erdbeben dieser Tage angerichtet hat. In Tschittegong soll das Postge⸗ bäude in die Erde versunken sein. Der reichlich nieder⸗ gegangene Regen hat den durch das Erdbeben entstandenen Schaden noch vergrößert. Das aus Anlaß des Jubi⸗ läums der Königin Viktoria geplante große Festmahl hat verschoben werden müssen, da die Ansammlung vieler Personen in demselben Hause eine Gefahr für dieselben sein würde. Auch das Salutschießen zum Jubiläum dürfte unterlassen werden, um eine weitere Erschütterung der stark beschädigten Gebäude zu vermeiden. Tausende von mittellosen Europäern und Eurasiern lagern auf freiem Felde und sind dem Monsun ausgesetzt. — Etwa 120 Nägel verschluckt. Wie die „Deutsche Med. Wochenschr.“ berichtet, stellte jüngst Dr. Graff im ärztlichen Verein in Ham burg einen para⸗ noischen Kranken aus der Irrenanstalt Friedrichsberg vor, der vor vier- Jahren in einem Anfall ca. 120 Nägel ver⸗ schiedenster Größe verschluckt hat. Ein Teil ist auf natürlichem Wege abgegangen, ein zweiter bald nach der That in Lübeck durch Gastrotomie entfernt. Patient ist bis acht Tage vor der Overation gesund und vollkommen beschwerdefrei gewesen. Jüngst mußte er wieder in das Krankenhaus aufgenommen werden. Bei der Aufnahme zeigte sich rechts vom Nabel ein faustgroßer, unebener, sehr verschiebbarer Tumor, von dem sich ein Zusammen⸗ hang mit irgend einem Organ durch Untersuchung nicht nachweisen ließ. Bei der Laparotomie, die Dr. Krümmell ausführte, erwies sich der Tumor als ein Convolut fest und schwielig verwachsener Dünndarmschlingen, in deren einer sich ein 14 Centimeter langer Gegenstand befand, der sich als eine Häkelnadel präsentierte und wahrschein⸗ lich zu den vor vier Jahren verschluckten Gegenständen gehörte. Die Heilung erfolgte reaktionslos. Der neue Mäcenas. Der amerikanische Millionär Vanderbilt hielt sich eines Tages in Konstan⸗ tinopel auf; er verweilte mit seiner Familie an Bord seiner Vergnügungsyacht. Eines Tages lud er den fran⸗ zösischen Schauspieler Coquelin, der gerade in Konstan⸗ tinopel gastierte, ein, ihn zu besuchen und mit einigen Vorträgen zu erfreuen. Coquelin sprach drei seiner Mono⸗ loge, und der amerikanische Krösus setzte das Honorar für diese Vorträge, dem„B. T.“ zufolge, wie folgt fest: „Sie haben uns sechsmal zu Thränen gerührt, und ich betrachte die Summe von 100 Dollar für jedes Mal für nicht zu hoch. Außerdem haben Sie uns zwölfmal zum Lachen gebracht, was ich für jedes Mal mit 200 Dollar berechnet habe.“ Mit diesen Worten zog er ein Stück Papier aus der Tasche, auf welchem sich folgende Auf⸗ stellung befand: Rechnung von Herrn Coquelin für Herrn Vanderbilt. Für eine Nachmittagsvorstellung: 6 Thränen A 100 Dollar— 600 Dollar. 12 Lachanfälle 3220— 2400. 1 Summa 3000 Dollar. Coquelin soll auf diese Honorarberechnung, die für das künstlerische Verständnis des amerikanischen Mäcenas ungemein bezeichnend ist, eingegangen sein! — Das getaufte Wildpret. Der Misstonar E. R. Joung, der Jahre lang unter den Salteaux⸗In⸗ dianern des nördlichen Amerikas lebte, erzählt im„Evange⸗ lischen Missionsmagazin“: In jenem Gebiete war auch die katholische Mission thätig. Die kirchlichen Förmlich⸗ keiten, die die katholischen Missionen, meist Franzosen, vorschrieben, standen jedoch mit den Lebens möglichkeiten der Indianer und den klimatischen Verhältnissen nur wenig im Einklang; namentlich die Freitagsfasten waren im Winter, wo die Flüsse zehn Fuß dickes Eis bedeckte, schwer zu befolgen. An einem Freitag kam nun ein französischer Priester in einem Wigwam und fand einen seiner besten Indianer dabei, wie er sich gerade ein großes Stück deir Arbeiter bei der Ernte statt. Es wurde konstatiert, daß der Minister des Innern weitgehende Maßregeln zum Schutze derjenigen Arbeiter getroffen hat, welche sich dem Streik nicht anschließen. Zu diesem Zweck wird auch die Gendarmerie in den bedrohten Komitaten beträchtlich vermehrt werden. Nach den am meisten bedrohten Punkten soll Militär ab⸗ gehen. Hd. Lemberg, 18. Juni. Aus Kolbuszöwa wird gemeldet, daß unmittelbar nach dem Einzuge des Bischofs in die dortige Kirche der Blitz ein⸗ die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche gemeinde. Pfarrer Schl o sser. In der Johanneskirche. Vormittags 7/ Uhr: Pfarrer Dingeldey. Gottes⸗ dienst mit Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Beichte heiliges Abendmahl. Pfarrer Dingeldey. Sonntag, den 27. Juni, wird eine Kollekte für den Bau einer evangelischen Kirche in Groß⸗ weil eben um 6 oder 6/ Uhr morgens ein 6 jähriges Kind noch nicht ausgeschlafen haben kann. Aus meinem Bekanntenkreise wird mir versichert, daß es, genau wie in meiner Familie, jeden Morgen die größte Mühe kostet, die Kinder munter zu bekommen. Meine Kinder sind im Winter um 7 Uhr stets von selbst erwacht. Das ist ganz erklärlich, weil sie abends um 7 Uhr zu Bett mußten. Sie hatten also 12 Stunden Schlaf. Jetzt kann man die Kinder nicht vor 9 Uhr ins Bett bringen, sie würden nicht einschlafen, sondern Allotria im Bette treiben. Von abends 9 Uhr bis morgens 6 Uhr sind aber nur 9 Stunden, also ganz entschieden zu wenig Schlaf für die Kleinen. Wildpret schmecken ließ. Mit der ganzen Erregtheit eines Franzosen fuhr der Prlester auf den Mann los und schrie ihn an:„Was sehe ich da! Habe ich nicht gesagt, daß 1 man am Freitag kein Fleisch essen darf?“ Der Indianer schob mit aller Seeleuruhe einen weiteren Bissen in den Mund und entgegnete gelassen:„Das ist kein Fleisch, sondern Fisch.“„Aber ich sehe es doch mit meinen eigenen Augen, daß Du Wildpret ißt,“ eiferte der Priester. „Es ist kein Wildpret, sondern Fisch,“ sagte wieder der Indianer. Der Priester wurde jetzt ärgerlich und rief: „Bist Du von Sinnen oder bin ichs? Ich sage Dir, das ist Wildpret und nichts Anderes.“ Hierauf beteuerte für die Matthäus⸗ und der Indianer aufs Neue:„Nein, es ist kein Wildpret, i f 1 5 0 8 sondern Fisch. Vor einiger Zeit kamst Du zu mir und Halb im Schlaf noch müssen die Kinder angekleidet, Steinheim erhoben werden. Air geube ue ktröffen sagtest:„Ukusketus, ich wünschte, Du wärest einer von gewaschen und gekämmt werden. Mit Gähnen nehmen vi! 10 7 5 i 5 05 175 meinen Leuten.“„Ja,“ sagte ich,„wie soll ich das an⸗ sie Abschied und sttzen wahrscheinlich auch— wie das Monuofte Tele nr unbe 5 ö a e fangen?“ Du sagtest:„Nun, ich will Dich taufen.“ Und ja Ihrem oben erwähnten Artikel zufolge ein Lehrer aus⸗ At uefte Tele gramm g Hd Barcelona 18. Juni. Gestern wurd als ich mich taufen ließ, weil Du mir ein Hemd dafür probiert hatte— die erste Stunde halb schlafend in der Hd. Berlin, 18. Juni. Die Ver⸗ Valente 11 e n 19 8 1 5 N a Schule. Liegen zwingende Gründe vor, etwa Mangel an Lehrkräften oder Schulräumen, dann ließ sich der frühe Schulbeginn wenigstens erklären. Da unseres Wissens derartige Gründe hier nicht vorliegen, sollte sofort von zuständiger Stelle späterer Schulbeginn angeordnet werden. Die Gesundheit unserer Kinder über alles. Daß un⸗ genügender Schlaf für Kinder gesundheitsschädlich i st, wird sicherlich jeder Arzt der Schulbehörde gern bestätigen. I. gabst, sagtest Du zu mir:„So, jetzt habe ich Dich ver⸗ wandelt; jetzt bist Du nicht mehr Ukusketus, sondern Peter.“ Nun kommt der Freitag, und ich habe keinen Fisch, denn die Flüsse sind gefroren. Da ich aber hungrig bin und nicht den ganzen Tag hungern kann, so denke ich, Du machst es, wie der Priester es gemacht hat. Ich nahm etwas Wasser, und nun ist es kein Wildpret mehr, sondern Fisch!“ schwer, aufgefunden. Die Nachricht rief in Barcelona die größte Aufregung hervor. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 19. Juni 1897. Vorabend: 7,30 Uhr. Morgens: 8,30 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr. Sabbathausgang: 9,35 Uhr. handlungen über die Personal⸗Ver⸗ änderungen im preuß. Staats⸗ ministerium und in den Reichsämtern wurden auch gestern fortgesetzt. Nach dem„Lok.⸗Anz.“ stattete Herr Lucanus gestern dem Finanzminister Miquel einen längeren Besuch ab, worauf dieser eine eingehende Besprechung mit dem Fürsten Hohenlohe hatte. Eingesandt. Sie veröffentlichten kürzlich in Ihrer geschätzten Zeitung einen Artikel, der sich gegen das allzu frühe Be⸗ ginnen des Schulunterrichts für kleinere Kinder aussprach. So weit ich unterrichtet bin, hat jener Artikel in Gießen allgemeine Zustimmung gefunden. Es ist entschieden zu verurteilen, Kinder im Alter von 6 oder 7 Jahren vormittags 6 Uhr aus dem Schlafe zu wecken. Der Schulunterricht beginnt in den Stadt⸗ schulen selbst für die jüngste Altersklasse an drei Tagen um 7 Uhr. Das ist viel zu früh und m. E. für die Gesundheit der Kinder sehr schädlich, Vormittags 9½ Uhr: Friedberg. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 20. Juni, 1. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Friedhofskapelle. Kandidat Scheunemann Im Konsirmandensaal, Neustadt 61: Vormittags 8 Uhr: Gottesdienst mit Christenlehre für Hd. treten. Kaiser den am aus sterium des Berlin, 18. Juni. die Nordlandreise am 4. oder Die Rückkehr Nach dem Besuch am russischen Hofe wird der 23. August stattfindenden großen Uebungen der Flotte geiwohnen. Hd. Budapest, 18. Juni. Innern und im Ackerbau⸗ Ministerium finden fortgesetzt Beratungen wegen Vorkehrungen gegen Der Kaiser wird 5. Juli an⸗ 2 275 Juli. Sterhefãlle. Am 17. Juni. Wilhelm Schröder, 27 Jahre alt, Ziegler von Wilmenrod, Reg.⸗Bez. Wies⸗ baden. Gestorben in der alten Klinik. erfolgt am Im Mini⸗ Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmannschen Buchdruckerei, Gleßen, Schloßgasse 13. den drohenden Streik 5 r— R — r... e Verdingung. Die Arbeiten und Lieferungen für den Erweiterungsbau des Realgymnafiums und der Realschule zu Gießen sollen, wie nachstehend im Wesentlich en aufgeführt, Donnerstag, den 8. Juli d. J., vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. 1. Erd⸗ und Maurerarbeiten. Grabarbeit 195 ebm, Betonfundamente 112 ebm, Zement⸗Estrich und Verputz 275 qm, Bruchsteinmauerwerk 220 ebm, Backstein⸗ mauerwerk 1090 cbm, Eyklopenwauerwerk aus Lun zsteinen 150 ebm, Zement⸗ Kalkputz 165 qm, Luf, Heiz- und Schornstei nröhren 400 lfde. Mtr., Rabitz⸗ wände 70 qm, Versetzen von Steinhauerarbeit 140 ebm, Verlegen von Guß⸗ und Walzeisen 35 600 kg, Fliesenbelag 160 qm, Schürmannsche Decken 1025 qm, Schlackenmehlbeton 105 ebm, Gipsdielen 100 qm. 2. Steinhauerarbeiten. Pfälzer graugrüner Sandstein 8.50 ebm, Lungsteine 13,00 ebm, Marburger(Gisselberger) Sandsteine 110,00 ebm 3. Zimmerarbeiten. Balken⸗ und Verbandhölzer aus Tannenholz 32,00 ebm, Balken⸗ lagen und Dachhölzer aus Tannenholz 2200,00 de. Mtr., Kastenrinne 95,00 lfde. Mtr. 4. Dachdeckerarbeiten. Haupt- und Turmdach mit Langhecker Schiefer 455,00 qm, Guß⸗ eiserne Dachfeuster 7 Stück, Verzinkte Schneeschutzyitter 95,00 lfde. Mtr. 5. Spenglerarbeiten. Kasteurinne 95,00 lfde. Mtr., Hängekandel 10,00 lfde. Mtr., Ab⸗ fallrohr 105,00[fde Mtr., Schottische Rohre 13,00[fde. Mtr., Zinkkasten 40,00 qm. 6. Schlosserarbeit mit Lieferung von Guß⸗ und Walzeisen. Bohren von Löchern für Ankerschrauben ca. 100 Stilck, Anker, Klammern, Deibel ꝛc. 600 kg, Liefern 5 0(D. N. P.) 29 000 kg, Liefern von Gußeisen(Säulen ꝛc.) 630 g 7. Aulage eines Blitzableiters, einschl Lieferung der Materialien. 8. Asphaltarbeiten ca. 55,00 qm. Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Amtsstunden auf dem Stadtbauamt, Zimmer Nr. 6, offen. Angebote sind auf vorgeschriebenem Formular verschlossen und mit ent prechender Auf⸗ schrift versehen bis zum genannten Termin einzureichen.— Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 17. Juni 1897. Das Stadtbauamt. Schmandt. Heugras⸗Versteigerungen. Wieseck. Das diessährige Heugras von den Wiesen der Gemeinde soll uächsten Dienstag, den 22. Juni versteigert werden. Der Anfang zu den Wiesen bei Wieseck ist vormittags 10 Uhr in dem Dor feld schen Garten dahier, und zu den Wiesen bei der Baden- burg nachmittags 5 Uhr auf der Badenburg. —— FT Bekanntmachung. Nachdem der Beschluß der Stadtverordneten⸗ Versammlung vom 25. März d. J. über Fest⸗ stellung neuer Fluchtlinien für die Wolkengasse von Großh. Ministerium des Innern geneh⸗ migt worden ist, bringen wir dies in Gemäß⸗ heil des Art. 7 der allgemeinen Bauordnung mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenntnis, daß die Einsicht des bezüglichen Planes auf dem Stadtbauamt Jedermann freisteht. Gießen, den 14. Juni 1897. Großh. Bülgermeisterei Gießen. Gnautb. Mo d 0 erdingung. Die Lieferung von 1) Baumstaugen aus Tannenholz 136 Stück 2) Hektometerpfählen aus Ei benh. 74 Stilck soll Dienstag, den 29. d. M., Vorm. 11½ Uhr, verdungen werden. Beschreibung und Muster liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genann⸗ ten Termin einzureichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 18. Juni 1897. Das Stadtbauamt. Schmandt. Ich nehme hierdurch die Be⸗ leidigung gegen Christian Jaber zurück. 1723 Konrad Funk. Daz Haus in der Neustadt Nr. 39 mit etwas Hofraum u. Garlen am Hamm zu verkaufen. 1511 670%%%%%%%%%% S Renn bahn des„Guratorlum“ und der„Wanflerer“, G. R.-G., verbunden mit Lawn- Tennis- und Kinderspielplätzen. * In den Restaurationsgebäuden auf Textors Terrasse für Vereine und Gesellschaften separate Räumliehkeiten zur Verfügung. Vorzügl. Biere aus der Brauerei G. Bichler. Per Glas 10 Pfg. Reingehaltene Weine. Warme und kalte Speisen à la carte. 1549 Täglien Waffeln. iekirische Beleueilung. Scliöner Bliest nach i der Stadt und Umgebung. does ee οοο,ẽee eo οοꝙee Restaurant und Café Oranien⸗ Bräu 6 Ludwigsstraßze 6. a Diners von 12—2 Uhr. Speisen à la carte zu jeder Tageszeit. Sep. bürgerlicher Mittagstisch zu 30 Pfg. Mittagstisch im Abonnemet 63—83 Pfg. Separate Zimmer für Gesellschaften. f i 5 i i 3 c ldd b sntelt werden.. Gehen, 19. J. u Morgen ab werden ligen Feuer weh! hr nachmittags kalt Brand we faul, die in Intere leschaft liegt, wi Faen begrüßt werden. Gießen, 17. atsstzung.) Heute Faeler Gustab M n Betrugs zu ber Te it einmal wegen Amp vorbestraft. in die Wirlschaft br g, boselbst sich der „ minia⸗Straßburg cen Aminen vorst 1 Heitlächer, jedoch d dem Amte en A Uilensäußerung z Ah ggg sech Angeklag i Studenten bekank fle er seine Begegm . A angab, das Gel Fil nach Bingen, f kitwendet worden. A Pot eine Postan Wieseck. Das Heugras von den Pfarrwiesen wird nächsten Dienstag, deu 22. i 2 1312 H. Weine. Bie Li f Juni, vormittags 10½ Uhr, in dem Dorfeld schen Garten dahier versteigert. ö G. Wienerts Filiale 2 lere und Higu ere eile Frau geschickt Wetzlar. Samstag, den 19. Juni, vormittags 9 Uhr, wird auf dem Rathaus⸗(Juh. A. Rudner) 1 0 siht laitimieren saale die Grasnutzung auf den Wegen und Grenzgräben der städt. Walddistrikte: Tannenwald, Hirschkopf, Hochwald, der Hospitalwalddistrikte: Finsterloh, Pfingstwäldchen, am Weinbrunnen, Dachsban, Eichen, an der Brühlsbacher Warte, oberhalb des Sensenschmieds, Sturzkopf pp. öffentlich versteigert. Tarl Stäckrath, Möbelfabrik, Neuebäue 1 Neuebäue 1 empfiehlt: Ia. Himbeermarmelade à Pfd. 35 K, 10⸗Pfd.⸗Elmerchen 3 l, täglich frische Süßrahmtafelbutter in% und ½⸗Pfund⸗ 5 146 stücken 5 Textors Terrasse 2 = neumeobert Stuhl gn empfiehlt sein Lager in Arbeiterkleidern N ether gekommen da gufznsuchen, d ug Auge helfen wi e Tagen zu Ha t mme, sei 12 ö 0 8. Thel erbot sch Asterweg 47. GIESSEN, W 0 täglich frische Waffeln. En. 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