5 N— d, Verantw. Neal mann, beide in Gießen. —— —— tlia. sebruar 1897, Ninute, i (cat leib) hrungen. u ganz neu zur Auf nische Jagd- aus Afrika“, u des Vereins(Marlt⸗ bis zur Demaskierung gliedern Herren Friseur is Ockel, Neustadt und 191 endaselbst und abends e à 20 Pfg. ebendaselost Vorstand. 5 ion ge 0 Mark. — — — — — — — — — — — — — — d 5 polierten% sow gager in soi öbeln nöbel K 71785 Polsirme bel cbeittt etien ute fgllt. 3.2 Gießen, Freitag, den 19. Febrnar 1897. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon ⸗Nr. 112. Ausgabe Gießen. Postztg. Nr. 32399. Telephou⸗Nr. 112. Medaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 8 8 Lokales und Provinzielles. * Gießen, 18. Febr. Für die am Montag, den 8. März, vormittags 9 Uhr, beginnende Schwurgerichtsperiode wurden folgende Herren Geschworenen ausgelost: 1. Bernbeck, Karl Wilhelm, Kaufmann in Friedberg; 2. Hahn, Karl, Pachter in Wenings; 3. Klingspor, Karl, Fabrikant in Gießen; 4. Roth, Otto, Buchhändler in Gießen; 5. Luh Y, Johann, Landwirt in Großen⸗Linden; 6. Bierau, Karl, Oberkammer⸗ rat i. P. in Friedberg; 7. Altmannsperger, Phil. Wilh., Rentner in Friedberg; 8. Schmal⸗ bach VI, Heinrich, Landwirt in Crainfeld; 9. Pflug, Georg, Professor in Gießen; 10. Christ, Louis, Müller in Griedel; 11. Vogt, Gustav, Kaufmann in Butzbach; 12. Riedesel, Friedrich, reiherr zu Eisenbach, Major a. D. in Lauter⸗ ach; 13. Stephan VI, Heinrich, Landwirt in Gettenau; 14. Weiß II, Georg, Landwirt in Altenburg; 15. Berk, Karl Valentin, Fabrikant in Alsfeld; 16. Schneider J, Karl, Buchhändler in Büdingen; 17. Stein, Konrad, Landwirt in Windhausen; 18. Weidner, Sebastian, Bürger⸗ meister in Herchenhain; 19. Schmidt, Heinrich Konrad, Rechner in Londorf; 20. Heil J, Heinrich, Landwirt und Bürgermeister in Queck; 21. Görtz, Karl, Rentner in Friedberg; 22. Löberich II, Heinrich, Landwirt in Eberstadt; 23. Borne⸗ mann, Richard, Gutspächter in Obbornhofen; 24. Lung III, Konrad, Landwirt in Wohnbach; 25. Mäser, Wilhelm, Landwirt in Selters; 26. Seum, Hermann, Landwirt in Fauerbach bei Nidda; 27. Rupp, Konrad Jakob, Landwirt in Dortelweil; 28. Schneider, Otto, Beigeord⸗ neter in Inheiden; 29. Weil III, Konrad, Land⸗ wirt in Lang⸗Göns; 30. Helm, Friedrich, Wein⸗ händler in Gießen. Gießen, 18. Februar. Das Ministerium, Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege, hat kürzlich an die Kreisgesundheitsämter ein Aus⸗ schreiben mit dem Ersuchen erlassen, über die in den letzten Jahren in den daselbst allenfalls vor⸗ gekommenen Erkrankungen an Lepra Bericht u erstatten. Nach dem Ausschreiben des Mini⸗ eriums sollen im ganzen deutschen Reichsgebiet zuverlässige Nachrichten über die dermalige Ver⸗ breitung der Lepra zusammengestellt werden. * Gießen, 18. Februar. Nach amtlicher Rache ertrug im Oberpostdirektions⸗ bezirke Darmstadt im Januar 1897 die Wechselstempelsteuer 13423., einschl. der Vormonate des laufenden Berichtsjahres 118 769,40 4 oder 2994% mehr als im ent⸗ sprechenden Zeitraume von 1895-96. Gietzen, 18. Februar. Dem Kaufmann Jakob Kölsch in Mainz ist das Exequatur als Konsuld der Republik Paraguay erteilt worden. Gießen, 18. Febr. Wie aus dem Inse⸗ ratenteil unserer Zeitung ersichtlich, wird am Freitag Abend Herr Landtagsabgeordneter Dr. David aus Mainz im Lokale des Herrn Orbig dahier einen Vortrag halten über„Patriotismus und Sozialismus“. Da sich Herr Dr. David als früherer Gymnastallehrer in unserer Stadt eines großen Bekanntenkreises erfreut, ist anzu⸗ nehmen, daß der Vortragsabend gut besucht wird. “Gießen, 17. Februar. In der gestrigen Versammlung des Lokalvereins Gießen wurde die Schlachtviehversicherung im Schlacht⸗ haus in Gießen von den versammelten Land⸗ wirten einer scharfen Kritik unterzogen. Man klagt hauptsächlich wegen der überängstlichen Aufnahme der zu schlachtenden Tiere bei der Versicherung, über das Verlangen der Impfung bei Tieren, welche äußerlich kein Symptom einer Krankheit an sich haben und wegen ungerecht— fertigter Abzüge am Gewicht bei auf die Frei⸗ bank verwiesenem Fleisch. Ferner wurde ge— tadelt, daß es städtische Beamte sind, welche die Geschäfte dieser Privatgesellschaft besorgen, ebenso wurde diesen Mangel an Höflichkeit vor— geworfen. Von mehreren Seiten wurde darauf hingewiesen, daß unter den heutigen Verhält⸗ nissen es die meisten Mitglieder des Landwirt⸗ schaftlichen Lokalvereins es prinzipiell ablehnen, ihr Vieh an Gießener Metzgern zu verkaufen und dasselbe nach Frankfurt, Köln, Worms ꝛc. abgeben, wo man die rigorose Fleischbeschau nicht kenne. Von verschiedenen Seiten wurde darauf hingewiesen, daß man bezüglich der strengen Anforderungen betreffs der Beschaffen⸗ heit des Fleisches in hygienischer Beziehung den Kontrollbeamten des Gießener Schlachthauses keinen Vorwurf machen könne, weil diese die Fleischbeschau streng nach dem Gesetz handhaben, wenn man an anderen hessischen Plätzen, wie be— hauptet wurde, darin nachsichtiger verfahre, so treffe doch den Gießener Beamten kein Vorwurf, wenn sie gewissenhaft seien; nur durch Abände⸗ rung unserer strengen Bestimmungen könne nach dieser Richtung Wandel geschaffen werden und es sei Aussicht vorhanden, daß dies bald ge— schehen würde. Aus der Mitte der Versamm⸗ lung wurde der Autrag gestellt, der Lokalverein wolle beim Stadtvorstand beantragen, daß die Stadt eine Schlachtviehversicherung einrichten möge, weil die bestehende Privatgesellschaft nicht das Vertrauen der Landwirte besitze und fand dieser Antrag auch die Annahme der Versamm⸗ lung. Obermeister Pirr teilte mit, daß die Fleischerinnung einen gleichen Antrag an den Stadtvorstand richten werde. Vor Beginn der Verhandlung wurde der Versammlung noch mit⸗ geteilt, daß der Schlachthofstierarzt Liebe und der Verwalter Möhl zu dieser Versammlung eingeladen, aber nicht erschienen seien. * Gießen, 18. Februar. Der Werkmeister Daniel Wehrum auf dem Gießener Braun⸗ stein⸗Bergwerk feiert heute sein 40 jähriges Arbeitsjubiläum. Wir erfahren, daß die Werkleitung dem Jubilar am Vormittag ihre Glückwünsche ausgesprochen, unter der ausdrück⸗ lichen Anerkennung der ausgezeichneten Leistungen während seiner 40jährigen Thätigkeit. Wehrum ist nicht nur bei seinen Vorgesetzten beliebt und geachtet, sondern die unter ihm stehenden Ar⸗ beiter sind es besonders, welche in demselben den allezeit freundlichen und wohlwollenden Menschen verehren. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, das goldene Jubiläum in Rüstigkeit zu erleben. Glück auf!! Gießen, 18. Februar. Gestern Abend hielt der Gießener„Zitherklub“ in der Wirt⸗ schaft des Gastwirts Drescher, Brandgasse, Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen 10 Pfg. für die Fspaltige Petitzeile. seine Monatsversammlung ab, in welcher das Finanzresultat des letzten Maskenballs be⸗ kannt gegeben wurde. Die Einnahmen betrugen 633. 02, während die Ausgaben sich auf 207 q 30& beliefen. Mithin bleibt ein Ueberschuß von 425 1 72 H. U. a. wurde beschlossen, daß nächsten Sonntag ein Familienabend verbunden mit humoristischen Gesangsvorträgen auf dem Lenzschen Felsenkeller stattfinden soll. * Gießen, 18. Februar. Der Vorstand des Detaillistenvereins beschloß, sogenannte Diskussionsabende zu veranstalten, wobei die Mitglieder des Vereins ihre geschäftlich en Erfahrungen und gegenseitig ihre Meinungen austauschen können. * Gießen, 18. Febr. Den horrendesten Wahnsinn, den wir jemals gelesen, veröffent⸗ licht in ihrer gestrigen Nummer die hiesige „Gießener Zeitung“. selbst urteilen. Hier die Original⸗D.⸗Korrespon⸗ denz des genannten Blattes: D. Grünberg, 16. Febr. Ein erdbeben⸗ artiges Phänomen hat heute in der Abendstunde die Bewohner hiesiger Stadt und Umgegend in einigen Schrecken versetzt. Ein intensiv leuchtender, feuriger Streifen am östlichen Abendhimmel lockte kurz nach 5¼ Uhr viele unserer Bewohner an die Fenster; an freiliegenden Plätzen hatten sich zahlreiche Menschen angesammelt, um diese seltene Erscheinung zu beobachten. Viele glaubten, einen Meteor zu sehen, allein, da Meteore nur nach Augenblicken sichtbar sind, mußte man sich bald überzeugen, daß man es mit einer und zwar recht seltenen Naturerscheinung zu thun hatte. Plötzlich verschwand dieses Phänomen und man sah noch staunend nach der Gegend des Himmels, die bald wieder ihren früheren Wolkenschleier zur Schau trug. Da glaubte man mit einem Male den Erdboden unter den Füßen schwanken. Ein unterirdisches Rollen glaubte man zu hören. Nach einigen Augenblicken schien es, als erfolge ein leichter Stoß, kurz darauf ein zweiter, der offenbar ein wellenförmiges Schwanken verursachte. Daß es keine Täuschung sein konnte, ging deutlich aus dem Umstande hervor, daß von vielen Dächern Ziegelstücke und Schiefersteine zur Erde fielen. In den Häusern tanzten die Möbel, Wassergefäße ent⸗ leerten sich und vom sogen. Wasserturm, dem Wahr⸗ zeichen der Stadt Grünberg, lösten sich Mauersteine los, die mit lautem Getöse in den unter dem Turm befind⸗ lichen Wassertümpel stürzten. Einer Frau soll die gefüllte Waschbütte umgestürzt sein. Auch in der Um⸗ gebung unserer Stadt hatte man die Erscheinung beobachtet. In Queckborn wurden viele Personen durch herabstürzende Ziegel verletzt. In Saasen, Reiskirchen und Stangenrod hatte man die Stöße ebenfalls wahr⸗ genommen. Gleiches berichteten noch am Abend Leute aus Münster, Beltershain und Kesselbach.— Allerdings hatten sich die meisten Leute das Phänomen nicht zu erklären vermocht. Man wollte an dem rktlichen Streifen— so sagten die Landleute— eine„wässerige Lufterscheinung“ bemerkt haben. Nach den auswärtigen Beobachtungen zu urteilen, war die Richtung der Er⸗ schütterung von Südost nach Nordwest. Das Zentrum war offenbar die Stadt Grünberg, da hier die Er⸗ scheinung am heftigsten auftrat. Die Erscheinung ver⸗ lief demnach in konträr laufenden Winkeln. In den 50 er Jahren ist dieses Phänomen bereits schon einmal beobachtet worden, allerdings nicht mit der Inten sivität wie das heutige. Daß der Bergkegel, auf dem sich Grünberg erhebt, vulkanischen Ursprungs ist, weist ja die„geologische Chronik“ der Umgegend nach. J Sei es, daß die Konstellationen der Gestirne; die Erscheinung Ihre erste Liebe. Novelle von E. von Bischdorf. (Nachdruck verboten.) WWW Gortsetzung.) Der Westwind blies, und hoch auf bäumten sich die dunkelgrünen Wellen, gewaltig drohend, um ssich dann mit lautem Tosen zu überschlagen und scheinbar harmlos über den weißen Sand zu lecken. Hier und da, wo man sich am sichersten vor ihnen glaubte, schlichen sie sich heimtüclisch heran an ein zierliches Damenkleid und bedeckten es mit ihrem klebrigen Schaum, und die also Ueber⸗ fallene diente dann noch zum Gegenstande allge⸗ meiner Heiterkeit. (Eben hefteten sich aller Blicke schadenfroh auf eine weiße Wollentoilette mit überreichem Spitzen⸗ besatz, deren Trägerin bestürzt die gelbliche Kante musterte, mit der die salzige Feuchtigkeit sie soeben bedacht hatte. Es war eine jugendliche Erscheinung, aber ohne Frische, mit übermäßig fein geschnürter Taille und großem, hochmodernem Hute, auf dem die, von der nassen Luft erschlafften, grellgrünen Federbüschel traurig nach allen Seiten nickten. Man befürchtete beinahe, daß der schlanke Hals einmal abbrechen möchte unter der Wucht dieses Monstrums, das immer die Neigung zeigte, mit dem Winde auf und davon zu gehen. „Welch eine unglaubliche Idee, sich hier am Strande mit einem derartigen Federhute auszu⸗ rüsten“, sagte Regine, die neben Lottchen im Strand⸗ zelte saß, während ihre Kinder mit den Rechowschen Buben eine großartige Sandburg schaufelten,„wer die geschmacklose Person nur sein mag?“ „Das kann ich Dir ganz genau sagen“, er— widerte Lottchen in dem angenehmen Bewußtsein, eine unerwartete Neuigkeit zu verkünden.„Sie heißt Constanze von Lossen, geborene Pottmüller.“ Ein Blitzstrahl aus heiterem Himmel hätte auf Regine nicht verblüffender wirken können, als diese Kunde. Constanze Pottmüller, die ein Lothar von Lossen für würdig erachtet, seine Frau zu werden! Wie so eine ganz andere Erscheinung hatte sie sich zu diesem Namen gedacht; einfach vornehm, auch äußerlich ihm angemessen— konnte es wirklich kein Irrtum sein? Doch nein, jetzt kam er ja auf die besprochene Dame zu, und Regine konnte sogar aus der ge— ringen Entfernung seine Stimme hören, die nicht eben freundlich klang. Einzelne Worte, wie„albernes Gehabe“,„auffällige Plundern“, schlugen an ihr Ohr. Dann wandte er sich um und erkannte Regine. Der ärgerliche Ausdruck in seinen Zügen machte sosort einem verbindlichen Lächeln platz, als er nun auf sie zu schritt. Aber Frau von Lossen war ihrem Manne ge— folgt, und dieser mußte sie vorstellen, obgleich er es sichtlich ohne Freudigkeit that. Lottchen Rechow in ihrer Gutmütigkeit erleichterte die Situation. „Meine Cousine und ich sind alte Bekannte Ihres Herrn Gemahls“, sagte sie und bot der sie neugierig Musternden die Hand,„das Gut meines Vaters liegt in der Nähe von Falkenberg, und Herr von Lossen brachte dort zuweilen etwas Leben in unsere ländliche Einsamkeit.“ „Wie interessant!“ rief Constanze lebhaft,„nun nimm Dich nur in acht, Lothar, ich werde mir alle Deine Junggesellenstreiche von den Damen hinter⸗ bringen lassen! Ein sehr liebenswürdiger Gesell⸗ schafter kann er damals eigentlich nicht gewesen sein“, fuhr sie mit einem Versuch zur Schelmerei fort, der doch eine gewisse Gereiztheit nicht verbergen konnte.„Ich habe ihn noch als recht ungeleckten, kleinstädtischen Brummbären übernommen und erst etwas aufmöbeln müssen. Und Sie, meine Damen, fühlen Sie sich wohl hier? Sie vermissen Ihren Herr“ Gemahl, Frau von Rechow? O, eigentlich sind Sie doch beneidenswert in ihrer Strohwitwen⸗ schaft! Wir arten Frauen leben im Grunde erst so recht auf, wenn wir den Haustyrannen ein Weilchen los sind. Dann steckt man den Trauring in das Portemannaie, damit er einen nicht beständig an seine Sklaverei erinnert, und freut sich seiner goldenen Freiheit. Für mich hat diese schöne Zeit nun aufgehört!“— Dabei schielte sie herausfordernd nach Lossen hinüber. Sie wußte, daß sie ihn ärgerte mit ihrem freien Wesen; aber gerade das war ihr Zweck, sie wollte sich rächen für die eben erhaltene Zurechtweisung. Auch Regine blickte ihn an, und zwar war es das erste Mal, daß sie ihn kritischer betrachtete. Unsere Leser mögen nach ihrer 8 edition: 21 Kreuzplatz Nr. 4. verursachten, sei es eine andere Veranlassung,— zur Beruhigung der Einwohner Grünbergs und Umgegend sei bemerkt, daß an eine nochmalige Thätigkeit des schon seit Jahrtausenden ruhenden Vulkans aus geo⸗ logischen Gründen nicht zu denken ist.— Immerhin hat das heutige Phänomen ein wissenschaftliches Interesse. In Grünberg hat man natürlich weder einen„feurigen Streifen“ am Abendhimmel, noch ein„Meteor“ gesehen. Auch hat man weder den Erdboden unter den Füßen schwanken, noch ein„unterirdisches Rollen“ 1„Tanzunter⸗ richt“ haben bis jetzt die Möbel in Grünberg auch noch nicht genommen. Nach„losgelösten Mauersteinen“ wird wohl immer vergeblich ge: sucht werden. Die„wässerige Lufterscheinung“ ist wohl das tiefste Geheimnis des Original⸗ korrespondenten der„Gießener Zeitung“. Daß die ganze Erscheinung„in konträr laufen⸗ den Winkeln“ verlief, glauben wir der „Gießener Zeitung“, daß die ganze Geschichte aber in der Sonnenstraße zu Gießen zur Explo⸗ sion kam, thut uns von Herzen leid. Hoffentlich vergißt die„Gießener Zeitung“ nicht, die. schreck⸗ liche Begebenheit der„geologischen Chronik der Umgegend“ einzuverleiben. Daß die„Konstella⸗ tionen der Gestirne“ die„Erscheinungen“ ver⸗ ursachten, scheint uns wenig glaubwürdig, wahr⸗ scheinlich liegt ein Druckfehler vor, und sollte es wohl heißen„die Konstellationen der Gehirne“ usw. Für den glänzenden Reinfall der„Gießener Zeitung“ unser herzliches Beileid. * Gießen, 18. Februar.(Besitzwechsel.) Das dem Herrn Spediteur Lynker gehörige Geschäftshaus, Neuenweg Nr. 17, ging durch 111 in den Besitz des Herrn Kaufmann Kuder über. * Nieder Florstadt, 18. Febr. Bei der Verpachtung der hiesigen Gemeindejagd hatte eine Gesellschaft Frankfurter Herren mit 2550 KA. das letzte Gebot und erhielt den Zuschlag. Seither war Baron v. Löw hier Pächter; der jährliche Pachtpreis war 1505. Die Ge⸗ meindejagd vom benachbarten Ober⸗Florstadt wurde von derselben Gesell schaft bei der kürzlich stattgehabten Verpachtung für 920 über⸗ nommen, während sie früher 230&& galt. Vermischtes. — Ein Dorf, das zusammengeschossen wird. Aus Berlin wird berichtet: Im Mittelpunkt des Uebungsplatzes für das Gardekorps zwischen Spandau und Potsdam ist das alte Dorf Döberitz gelegen, dessen Kirche auf ein Alter von 500 bis 600 Jahren geschätzt wird. Durch die Anlage des Uebungsplatzes, dessen ganzes eine Quadratmeile großes Gelände die Militär⸗ verwaltung im Wege der Enteignung erworben hat, ist das Dorf von seinen sämtlichen Bewohnern geräumt worden. Darauf hat das ständige, 150 Mann starke Wach⸗ und Arbeitskommando in den Gebäuden des Dorfes Quartier genommen und sich darin ganz heimisch eingerichtet. Es wird Ackerbau und Viehzucht getrieben, und das Ganze gleicht einer militärischen Ackerbaukolonie. Dieser landwirtschaftlichen Idylle mitten in dem Kanonen⸗ und Gewehrfeuer der Garde soll nun auch bald ein Ende gemacht werden. Das Kommando des Uebungsplatzes hat beschlossen, daß für jene Truppenabteilung an dem Haupteingang des Platzes eine eigene Kaserne erbaut und Ingebrauchnahme die sämtlichen Gebäude des —.— Er war äußerlich doch verändert. Das Wohlleben hatte die frühere, vornehme Schlankheit der Figur in ein gewisses Enbonpoint verwandelt; seine Züge erschienen ihr schlaff, gealtert,— oder war es nur der Mißmut über seine Frau, der ihn entstellte? Constanze merkte, daß er sie über alle Berge wünschte, und gerade darum blieb sie. ö „Gestatten Sie, meine Damen, daß ich mich ein wenig zu Ihnen setze? Es ist ein solcher Ge⸗ nuß, einmal wieder mit seinesgleichen reden zu können. Bisher war noch wenig Adel hier ver⸗ treten, die Haute-volèe kommt immer erst im August. Mit den Professoren⸗ und Doktorfrauen in meinem Hotel mochte ich mich natürlich nicht einlassen; man ist doch aus zu verschiedenen Gesell⸗ schaftsphären. Ich bin überhaupt sehr vorsichtig mit Badebekanntschaften, man kann damit schrecklich hereinfallen, so habe ich mich nur wenigen an⸗ geschlossen.“— 5 1 5 Nun plauderte sie so unaufhaltsam weiter, als habe sich der Strom ihrer Rede lange angestaut und lasse sich nun nicht mehr zurückhalten. nachdem sie endlich ein Publikum gefunden hatte mit dem sie sich sorglos„einlassen“ konnte. Sie schien troßz der angeblichen Zurückgezogenheit jeden Menschen und alle Klatschgeschichten von Westerland zu kennen und setzte bei ihren Zuhörerinnen ein lebhaftes Interesse daran voraus. (Fortsetzung folgt). ssche Landeszeitung, Dorfes geräumt werden sollen. Döberitz soll künftighin für die Schießübungen des Gardekorps den Zwecken eines Zieldorfes dienen. — Der Staatsanwalt vom Verteidiger gefordert. Wegen Herausforderung des Ersten Staats⸗ anwalts Settegast zum Duell wurde vor der Straf⸗ kammer in Stolp i. P. Rechtsanwalt Zielesch zu drei Monaten Festung, Rittmeister a. D. v. Puttkamer wegen Kartelltragens zu einer Woche Festungshaft verurteilt. Der Grund zum Duell war, daß der Staatsanwalt die Erklärung verweigert hatte, er habe in einer Strafsache wegen Erpressung mit einer gewissen Aeußerung nicht Zielesch, der Verteidiger war, persönlich gemeint. Der Staatsanwalt hatte die Herausforderung abgelehnt. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 18. Febr. Im süd⸗ lichen Eismeer wird in nächster Zeit eine deut sche Station, und Berliner universität soll ein dritter Lehrstuhl der Volks ⸗ Wirtschaft geschaffen und auf diesen ein außerordentlicher Professor berufen werden. Berlin wird alsdann die einzige Universität Europas sein, welche drei ordentliche fachwissenschaftliche Lehrstühle besitzt. der Matrose Christiansen scheint gerettet zu sein. Hd. Paris, 18. Febr. In unterrichteten Kreisen wird die Kriegsgefahr als ver⸗ ringert betrachtet. Der Sultan scheint sich den Ratschlägen der europäischen Regierungen gegenüber zu fügen. Was Griechenland betrifft, Hd. stellt bei Bes in der kretensischen Frage fest, die Aufrichtigkeit Kaiser Wilhelms bauen könne. in dieser Beziehung sei weder für Europa noch für Frankreich gleichgültig. Hd. Athen, 18. Hd. Bremen, 18. Februar. Das der Armee des Obersten Vassos griff den.—— Segelschiff„Baltimore“, von festen Turm von Bukolion an und nahm 5 London nach New⸗Hork unterwegs, be. ihn nach m Widerstande. Die Sterbefälle. kam ein Leck und ging unter. Nur Türken übergaben den Turm, den die Am 16. Februar. Karl Wilhelm Simmer, Griechen besetzten. Hd. Kanea, Operationskorps liegt unthätig vor Kanea. laudeten gemis Rothymo un griechischen Konsule, dia, Paris, 18. Februar. prechung der Haltung Deut chlands der 18. Febr. chte Truppenabteilungen in Kan⸗ d Sitia und unseren jetzigen Spediteur Herrn Karl Häuser J wen⸗ den zu wollen. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 20. Februar 1897. Vorabend: 5.30 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 6.30 Uhr. Der„Figaro“ daß man auf friedlichen Absichten Eine Gewißheit Februar. Ein Th eil 1¼ Jahr alt, Sohn von Bureaugehülfe Franz Josef Simmer dahier, Tiefenweg 10. Die Be⸗ erdigung findet vom Sterbehause aus statt. Am 17. Febr. Gertrud v. Kurnatowski, geb. v. Skopnik, 37 Jahre alt, Ehefrau von Major Otto v. Kurnatowski dahier. Die Beerdigung sindet Freitag, den 19. d. Mts., vormittags Das griechische des Obersten Vassos Die Großmächte ersuchten die diese Punkte freizugeben zwar auf Viktoria⸗Land unter Leitung von Dr. Rudolf Mewes ge⸗ gründet werden. Der Zweck der Station ist, zur Vorbereitung für die geplante deutsche Südpolar⸗ Expedition so glaubt man, dieren. daß das Abenteuer, in welches sich die Regierung aus Rücksicht auf die natio⸗ nale Stimmung gestürzt hat, nicht bis zum äußersten fortgesetzt werden wird. die meteorologischen Verhältnisse zu stu- ihrerseits werden der schwierigen Lage des Königs und der griechischen Regierung Rechnung tragen und von jeder Aktion abzustehen. Die Mächte Leihgestern. Briefkasten. St. hier. Ist das gewünschte Straßenbegießen ernst gemeint, oder soll es ein Karnevalscherz sein? Die verehrlichen Abonnenten werden gebeten, sich wegen pünktlicher Zustellung der Zeitung an 11½ Uhr von der neuen Klinik aus statt. Hd. Berlin, 18. Februar. An der un in schonender Weise intervenieren. 12 zr... ͤ—ö[— A———— 2 Holzversteigerungen. Bekanntmachung. Beuern(Gemeindewald). Freitag, den 19. Februar, von vormittags 9 Uhr an, im Distrikt Rothebusch. 195 rm Buchenscheitholz, 4 rm Eichenscheitholz, 6 rm Buchenknüppel, 8 rm Eichenknüppel, 12 rm Nadelknüppel, 86 xm Buchenstöce, 44 rm Eichen- und Nadelstöcke, 5550 Wellen Buchenreisholz, 5000 Wellen Eichen- und Nadelreisholz. Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünfhausen. Ehringshausen(Gemeindewald Kölsch hausen). Dienstag, den 23. Februar, aus den Distrikten: Vorderes und Hinteres Koppenstück, Schwingedebach und Großes Triesch: 5,20 fm Eichenstammholz, 21,4 rm Eichenscheit und Knüppelholz, 86,3 rm Buchenscheit und Knüppelholz, 4 rm Kieferuscheit und Knüppelbolz, 4275 Stück Buchenreiser in Wellen, 710 Stück Eichenreiser in Wellen, 33 Stück Kiefernreiser in Wellen. Versammlung morgens 9 Uhr beim Vorsteher. Nach Schluß der örtlichen Versteigerung wird im Gemeindehause zu Kölsch⸗ hausen aus dem Distrikt Kurzenbach verkauft: 11,05 fm Eichenstammholz, 4 xm Eichen⸗Nutz⸗ Külferbolz, 16 rm Eichenscheit und Knüppelholz, 84 Stück Eichenreiser in Wellen. Reflektanten werden gebeten, dieses Holz vorher an Ort und Stelle anzusehen. l Braunfels(Forst Altenberg). Samstag, den 20. Februar, nachmittags 2 Uhr, in den Distrikten Willberg, Arnsburg, Schäf'rburg und Wildemann: 52 rm Buchenscheit⸗ holz, 138 1m Buchenprügelholz, 17,5 m Eichenprügelholz, 4110 Buchenwellen, 835 Eichenwellen. Sammelplatz: Willberg bei Nr. 648. 8 Niederbiel(Gemeindewald). Montag, deu 22. d. M., morgens 9 Uhr anfangeno, in den Distr. Za, 4 und Ha. 14 rm Eichennutzholz, 150 rm Eichenscheit und Knüppelholz, 493 rm Eichenreiser in Haufen. Anfang im Distrikt Rr. 4. f Schwalbach(Gemeindewald). Mittwoch, den 24. d. M., vormittags 10 Ubr ansangend. Distrikt Sangwald. 1 Eichenstamm J. Cl. mit 2,74 fm, 4 Eichenstämme 2. Cl. mit 7,29 fm, 28 Eichenstämme 3. Cl. mit 17,76 fm, 25 Stilck Haustöcke, worunter Schneid- und Glaserstämme sind. g 95 Krofdorf. Dienstag, den 23. d. M., von vormittags 9 Uhr ab, bei Wirtin Weißbrod zu Salzböden. 3,5 km Eichen⸗ und 10 fm Kiefernstämme, 56 rm Kiefer n⸗ nutzholz, 27 rm Eichen, 252 rm Buchen- und 27 rm Kiefernscheit⸗ und Knüppelholz, 1062 rm Reiser, 49 rm Stöcke. Das Holz liegt in den Distrikten Reinbach, Austück, Hardt und Itscheid im Gemeindewald Salzböden. 3 Gr.⸗Rechtenbach(Gemeindewald N iederkleen). 1. Donnerstag, den 25. d. M. Beginn vormittags 9 Uhr, Pfingstweide 3b. Eichen: 30 rm Derb, 24 rm Stock, 330 rm Reiser; Buchen: 51 xm Derb, 47 xm Stock, 114 rm Reiser; Nadel: 115 rm Derb, 50 rm Stock, 560 rm Reiser; Weichholz: 2 rm Derb, 3 m Reiser.— 2. Samstag, den 27. d. M. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Viehweg(nach Vollnkirchen) vor dem Wald. Eichen? 43 rm Derb, 10, rm Stock, 33 rm Reiser; Buchen: 270 xm Derb, 127 xm Reiser; Nadel: 14 rm Derb, 90 rm Reiser. Oberförsterei Herborn.(Holzverkauf in der Hörr). Montag, deu 22. Februar. a) Morgens 10¼ Uhr mit Nr. 585 an der Amselswiese beginnend im Staatswald Heuboden Distrikt 40, Schutzbezirk Ballersbach, Eichen: 20 rm Prügel; Buchen: 310 rm Scheit(beste Qualität), 314 rm Prügel, 3400 Wellen. Entfernung von Dreisbach/ Stunde und gute Abfahrt dahin und nach Kölschhausen. p) Mittags 1 Uhr im Staatswald Flacheboden, Distrikt 52, Schutzbezirk Bicken, am Reunweg beginnend, Eichen: 12 xm Prügel; Buchen: 300 rm Scheit(beste Qualität), 200 rm Prügel, 2000 Stck. Wellen. Entfernung von Bellersdorf 1 Stunde. Papiermühle(Oberförsterei Raben a u). Montag, den 22. Februar, nach Zusammenkunft im Distrikt Märzacker auf der Weitershainer Chaussee vormittags 10 Uhr aus den Distrikten Märzacker und Sodenberg: Stämme: Buche 1 Stün von 61 em mittl. Durchm. und 3 m Länge= 0,88 fa. Scheiter: Buche 254 rm 1. Cl., 4 rm 2. Cl., Eiche 2 rm. Knüppel: Buche 34 rm, Eiche 4 rm. Reiser: Buche 338 rm, Eiche 12 rm, Weide 16 rm. Stöcke: Buche 49 rm 1. Cl., 2 rm 2. Cl., Eiche 2 1m. Kesselbach(Gemeindewald). Dienstag, den 23. Februar, vormittags 9½ Uhr, soll in verschiedenen Distrikten, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 48 Eichenstämme, bis 42 em Durchm., 12 m Länge, 21,39 fm, 80 Nadelstämme, bis 26 em Durchmesser, 17 m Länge, 31,57 fm, 1 Buchenstamm, bis 40 em Durchm. 3 m Länge, 0,38 km, 15 Nadelderbstangen, 9 em Durchm., 10 m Länge, 0,77 fm, 41 rm Buchenscheitholz, 8 rm Buchenknüppel, 10 xm Eichenknüppel, 162 rm Nadelknüppel, 300 rm Buchenreisig, 68 rm Eichenreisig, 163 rm Nadel⸗ reisig, 10 rm Buchen- und Eichenstöcke. Der Anfang und die Zusammenkunft ist am Hainberg am Fußpfad von Kesselbach nach Odenhausen. Ehringshausen(Gemeindewald). Montag, den 22. d. Mts., aus den Dist⸗ rikten Kompach, Langenstrauch, Hoherstrauch und Thalberg: 166,53 tm Eichenstammholz 24,42 km Kiefernstammholz, 12,32 fm Kiefernstangen, 6,1 rm Eichennutzholz. Versammlung morgens 84/8 Uhr beim Vorsteher. Ruppertsburg(Gemeindewald). Freitag, den 19. Februar, vormittags 10 Uhr, 2 Eichenstämme von 50 em Durchm. 12 ut Länge= 3,90 fm, 4 Fichtenstämme von 45 em Durch, 16 m Länge= 8,96 km. Die Zusammenkunft ist beim Ort, am alten Friedhof. Wetzlar. Montag, den 22. d. Mts., vormittags 9 Uhr anfangend, soll das auf der Provinzialstraße Wetzlar⸗Butzbuch lagernde Holz an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden und zwar: 1. 43 Stück Eschenstämme 9,62 fm, 2. Eschenknüppelholz= 8,50 xm, 3. Eschenreiserholz= 64,00 rm, 4. 46 Stück Abornstämme 9,91 fm, 5. Ahornknüppelbolz = 10,50 rm, 6. Ahornreiser= 46,00 xm. Zusammenkunft diesseits Großrechten bach bei Stations⸗Nummerstein 5,5 der Provinzialstraße. Braunfels(Gemeindewald). Freitag, den 19. d · M., in den Distrikten„Strecke, Guter-Graben, Alte Fichten, Junge Eichen und Jungfer“: 1 Eichenstamm 4. Cl., 2 Eichen⸗ stangen 2. Cl., 1 Fichtenstange 2. Cl., 2 Fichtenstangen 3. Cl., 4 rm Eichennutzholz, davon die Hälfte in 2 m langen Knüppeln, 29 ½ rm Eichenscheit und Knüppel, 34 rm Eichenreiser 7 1m Buchennutzholz, 337 rm Vuchenscheit und Kuppel, 17 rm Buchenstockholz, 105 rm Buchen- Oberholzreiser, 732 rm Buchendurchforstungsreiser. Zusammeukunft um 9 Uhr im Distrikt „Strecke“. Krofdorf. Die nachbenannten Loherträge sollen verkauft werden. Angebote bitte ich bis zum 1. März hierher einzureichen. Gemeinde Atz bach, Distrikt Groß ⸗Eichelstück, cd. 120 Centner, Classe 1. Gemeinde Dor lar, Distrikt Himberg, ca. 90 Centner, Classe 1. Gemeinde Garbenheim, Distrikt Dürreberg, ea. 150 Centner, Classe 1. Gemeinde Kinzenbach, Distrikt Schnittergrund, ca 120 Centner, Classe 1. Gemeinde Launs bach, Distrikt Wäldchen, 30 Centner, Classe 2. Gemeinde Launsbach, Distrikt Hintermark, 45 Centner, Classe 2. Ausschreibungen. Gießen. Für die Großh. neuen Kliniken sollen pro 1897/98 auf dem öffentlichen Sub⸗ missionswege vergeben werden: a. Die Lieferung von: 1. Backwaren, 2. Fleischwaxen, 3. Spe⸗ zereiwaren und Unterhaltungsgegenständen, 4. Kaffee, 5. Butter und Eier, 6. Milch, 7. Bier, 8. Schreibmaterialien, 9. Maschinenöl und Putzwolle, 10. Bürstenwaren, 11. Seife, 12. Korn⸗ stroh, 13. Eis in Eimern, 14. Porzellanwaren, b. die Reinigung der Wäsche für das Dienst⸗ personal, 0. die Reinigung des Heerdes und der Oefen, d. die Entleerung der Kehrichtgrube, e. Die Abgabe von Knochen, Gespül, leeren Oel⸗ und Weinfässern und leeren Flaschen. Die Bedingungen können auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen nachmittags von 3—5 Uhr eingesehen werden. Proben der unter a 3, 4, 7, 8, 9, 10, 11 und 14 bezeichneten Gegenstände sind nebst den verschlosfenen Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Freitag, den 5. März, mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben: Zuschlagsfrist bis zum 12. März 1897. Arbeiter-Bildungsverein. Oeffentlicher Vortrag am Freitag, den 19. Februar, abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Orbig, Rittergasse über % Patriotismus und Sozialismus. 0 Referent: Dr. David, Mainz. Entree 20 Pfg.(262) Entree 20 Pfg. Es ladet freundlichst ein Der Vorstand. Nachdem sich bei dem bisber geduldeten Fußgängerverkehr über den Hof der Stadt⸗ knabenschule Mißstände ergeben haben, dabei auch unbefugter Weise der Hof der Aliceschule betreten worden ist, bringen wir auf Beschluß der Stadtverordneten⸗Versammlung vom 21. d. Mts. hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß von nun ab der Hof der Stadtknabenschule von abends 8 Uhr(in den Monaten April bis September bis abends 9 Uhr) bis zum anderen Morgen verschlossen gehalten werden und daß während dieser Zeit das Betreten des Hofes der Stadtknabenschule und dasjenige des Hofes der Aliceschule überhaupt Unbefugten aus- drückltch untersagt ist. Zuwiderhandelnde haben Anzeige und Bestrafung zu gewärtigen. Gießen, den 15. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Rindfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 48 Pfg. in Rechtssachen, Aus⸗ 8 kunft in Juvalivilats⸗ und Altersversicherungs⸗ Sachen, Fertigung v. Ge⸗ 8 suchen, Reklamationen, Verträgen, Testamenten, Beitreibung v. Forderungen, Einkassieren v. Geldern und dergleichen. 178 Poppelsdorf, Hammstraße 12. Peter Leppla, Neustadt 79, offeriert 5 328 rein wollenen Chevio t, Restkoupons, passend zu kompl. Anzügen, zu bekannt billigen Preisen. 5 Guter, billiger Mittagstisch a in und außer Abonnement 1842 bei J. F. Sorger,„Deutscher Hof“. Restauration„Westendhalle“ empfiehlt ein vorzügliches Frühstück von 30 Pfg. an, Mittagstisch von 70 Pfg. an, ferner Abendessen à la carte in verschiedenen Preisen, sowie ein vorzügliches Glas Bier aus der Brauerei Hildebraud⸗ Pfungstadt, per Glas 10 Pfg. 172 Suppen-Tafeln, fertige Suppen à 6 Portionen, Erbswurst mit u. ohne Speck empfiehlt 327 Carl Retter. Lindenplatz. Ne sigam and und Cue Oranien- Hrau= 6 Ludibigstrusse 6. f Gründlichen „ AZitherunterricht erteilt Irl. Kathinka Schmidt, 390 Neustadt 59 III. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide iu Gießen. [eee 960%%%%%% 0% billigst. Gasalühlicht 78 Pfg. Von heute an ist der Preis der von mir geführten Glühstrümpfchen, die auf jedes Brennersystem passen, nur 75 Pfg. frei ins Haus. Komplette Brenner, bestehend aus Brenner, Glüh⸗ strumpf und Cylinder nur 3 Mk. 70 Pfg. Ebenso empfehle Blacker, Glocken, Schirme, Cylinder u. s. w. A. Gretscher, Neustadt 78. 1779 Angebot der Arbeitnehmer. 1 Bürstenbinder, 1 Dreher(Holz), 1 Steindrucker, 1 Gelbgießer, 1 Barbier, 1 Glaser, 1 Lackierer, 1 Tapezier, 3 Bauschlosser, 1 Maschinenschlosser, 2 geprüft. Heizer, 1 ungeprüfter Heizer, 3 Schuhmacher, 5 Pferdeknechte, 1 Kutscher(Fahrbursche), 5 Lauffrauen, 4 Taglöhner, 6 Hausburschen, 1 Aushilfsköchin, 2 Schlosserlehrlinge, 1 Bäckerlebrling, 8 Dienstmädchen bezw. Hausmädchen, 1 Schneiderin für Knaben⸗ und Mädchen- kleider für in und außer dem Hause. . Städt. Arbeitsnachweis, Gießen. Gartenstraße 2. Nachfrage der Arbeitgeber. 1 Dreher für Dampfmaschinendrechslerei bel hohem Lohn nach auswärts, Gelbgießer, tücht. Glaser(Rahmenmacher), Wagner nach auswärts, Schuhmacher, tilcht. Bauschreiner nach auswärts, tücht Bau⸗ und Möbelschreiner nach Gießen, 1 3 1 1 4 1 1 kräftiger Hausbursche von 16—18 Jahren, 1 Schneiderin, 1 Hausbursche unter 16 Jahren, 1 Laufmädchen, 1 Schmiedgeselle, 1 Bauschlosser nach auswärts, 2 Schuhmacherlehrlinge, 5 Schlosserlehrlinge, 2 Buchbinder⸗„ 2 Bäcker⸗ 10 1 Setzer⸗ 75 1 Schmiede⸗„ 2 Schneider⸗ 5 1 Schreiner⸗„ 1 Glaser⸗ 5 1 Bürstenbinderlehrl. 1 Lackierer⸗ 1 1 Steindrucker„ 1 Gelbgießer⸗ 1 1 Sattler⸗ 4 1 Kupferschmied⸗„ 1 Barbier⸗ 5 1 Maschinenbauerlehrl. 2 kräft. Kindermädchen, 14 Dienstmädchen für Küche und Haus bei hohem Lohne, 3 Dienstmädchen nach auswärts. Stehbier halle No. „Zum feuchten Eck“ 5 Lindenplatz 5 empfiehlt vorzügliches Exportbier aus der 4⁵ — Oranienbrauerei Dillenburg. Hell, ½ Ltr. 5 Pfg. Belegte Brödchen 10 Pfg. W. Teitge. Zu zahlreichem Besuche ladet ein Dunkel, ½0 Ltr. 10 Pfg. —— saberbrücung der? Jutwendigkeit scho Den bewilligten 1 4000 4 Straße Keenüber.— Sta dieser Gelegenheit betlängerten Astert daß hier schon seit herrschen. Der d Mißstände in der und Ganzen au, Gefällverhältnisse als bis der St lich der Steinstre dieser Strecke des beit zurück, daß Strecke der Straß klotzdem war der! Budget eingestellt. au, daß eine Pfl. war, treng gero! Aserweg nicht be den 1 55 Umst geschehen.— Zur Klebits bemerkt dei uf es sich hier n ullgung zum G. säuser und Plat langt und bewil von Vordsteinen. wege im bereits üdter Feldes w Herrichtung einez ind des Mittel. ker a,—1 eals 78750 e die Erbauung den südoslich Die vom Stadt 5 Zustinmunt och kostet deren Textors Terrasse täglich geöffnet. Ph. Bob.(139 120) Einfach möbliertes Zimmer billig zu verm. Seltersweg 35, Kiuterb., 2. St. 0. Wenests Fae (A. Rudner) 11 Kirchenplatz 11 Schweineschmalz, westphälisches, rein aus⸗ gelassen, à Pfd 45„(bei 10 Pfd. 43 4), Feinster Westphäl. Schinken à Pfd. 75&, Rechte Frankf. Würstchen p. 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