münue, für Verelne 0 n aur Verfgug 1 re aus der Bug ö 8 Per Glas 10 bh J ene Welne 0 hung. Tageszelt. 1 6383 Pig. 4 Liqueuer. 5 —— 77 E. olle. matismus. 9 durchdringenden Weinrückständen benden Attezten ut. Die Frlolge items leidende auch nur dure Alle Atteste be. ie Beulen 71 len Kranken len Kar 11 ———— r un, Arnica man-% peri, Herbe 18“ 4 4 seken und 1 5 5 lll. 4 ni. ust offeriet. 1000 hebt een 9 A1 5 and du 7 bi. billige ö alt Dorfstraße in Streit, N Messer Gebrauch machte 1005 4 Postztg. Nr. 3819. Telephou⸗Nr. 112. Gießen, Sonntag, den 17. Oktober 1897. Ausgabe * ießen. Weitung. Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. Medaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 2 W 4 zel Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Fetertagen. 9 e Metltz e Expedition: N E Kreuzplatz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 16. Okt. Zum Steueraufseher wurde ernannt am 12. Oktober l. J. der Steueraufseheraspiraut Heinrich Karl Wilhelm Wetzstein aus Gießen. * Gießen, 15. Okt. Die Sektion Gießen des Vogelsberger Höhenklubs hat dem Gleibergverein, in Rücksicht auf die projektierte Vederherstellung des sogenannten Ludwigsturmes auf der Burg Gleiberg, eine Summe von 50 K. ur Verfügung gestellt. Vielleicht veranlaßt dies le anderen touristischen Vereine Gießens und auch Wetzlars, ebenfalls Beihilfen zu diesem Zweck zu geben. Zur Ehrung des verstorbenen Professors Buchner, der doch 10 große Verdienste um die Hebung des Touristenwesens in unserer Gegend hat, könnten die betreffenden Vereine nichts besseres thun, als mit ihren Mitteln mit⸗ zuhelfen, den Lieblingsgedanken Buchners zu ver— wirklichen. * Gießen, 16. Oktober.(Straf kammer.) Auf der Anklagebank nahmen gestern morgen Mer Burschen von Burkhardsfelden, nämlich der 19 Nahr alte Maurer Heinrich Albach, der 20 Jahre alte Weißbinder Heinrich Launs⸗ ach, der 19 Jahre alte Maurer Heinrich agel und der 18 Jahre alte Zigarrenmacher Friedrich Launspach— die beiden Ersteren seit 5 Monaten in Untersuchungshaft— Platz. Die Anklage lautet gegen die Inhaftierten auf 1 Körperverletzung mittels des essers, während die anderen Angeklagten une gegenseitige Körperverletzung begangen haben sollen. 18 Zeugen und Dr. med. Schaad, hrakt. Arzt von Burkhardsfelden, waren zu hören, während drei Verteidiger, nämlich Assessor Dr. Römheld für Albach, Rechtsanwalt Katz für die Brüder Launspach und Rechtsanwalt Dr. Jung für Magel erschienen waren. Die Ver⸗— pol dauerte den ganzen Vormittag und atte folgendes Ergebnis: Zwischen den Ange⸗ llagten und anderen Burschen des Ortes herrschte, und zwar anscheinend der Dorfschönen wegen elne gewisse Spannung. Am zweiten Osterfeier⸗ tage abends zwischen 11 und 12 Uhr geriet der Angeklagte Albach mit Hrch. Möbus auf der wobei der erstere von dem und seinem Gegner eine Verletzung am Unterschenkel und einen gefähr⸗ lichen Stich in den Hals beibrachte. Bürger⸗ meister Hofmann und der Nachtwächter hatten faum die Gegner auseinandergebracht, da kamen die vier Angeklagten mit den Brüdern Louis und Heinrich Heuser, Nikolai und Ph. Möbus wieder aneinander. Nun entwickelte sich eine 8 55 Rauferei, bei der wieder der Angeklagte Albach von dem Messer Gebrauch machte un dem Louis Heuser mehrere leichte Wunden und eine gefährlsche Stichwunde in der Nähe der .————ê d] Strafe wurde Lunge beibrachte, sodaß dessen Heilung nur als ein Wunder zu betrachten ist. Heinrich Heuser kam mit zwei leichten Verletzungen am Kopfe davon. Staatsanwalt Koch, welcher die Anklage vertrat, beantragte gegen Albach, auf eine Ge— fängnisstrafe von drei Jahren zu erkennen. Von Zubilligung mildernder Umstände könne bei keinem der Angeklagten die Rede sein, weshalb Heinrich Launspach zu sechs Monaten, die beiden anderen Angeklagten aber zu vier Monaten Ge⸗ fängnis zu verurteilen seien. Die Verteidiger plaidieren für eine mildere Bestrafung wenigstens derjenigen Angeklagten, welche das Messer bei der Rauferei nicht gebraucht haben. Der Gerichtshof verurteilte Albach wegen gefährlicher Körperver— letzung in drei Fällen zu zwei Jahren Gefängnis, von denen vier Monate durch die Untersuchungs— haft als verbüßt anzusehen seien. Hrch. Launs— pach erhielt fünf Monate Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Heinrich Magel wurde zu drei Monaten Ge— fängnis und Friedrich Launspach zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Während der Beratung des Gerichtshofes hatten sich wohl an 50 Ar— beiterinnen aus Zigarrenfabriken im Strafkammer⸗ saal eingefunden und schauten bedauernd auf die vier Angeklagten, von denen sie wußten, daß die Eifersucht diese nur ins Unglück gebracht. * Gießen, 16. Okt. Den Tod durch eine Ohrfeige erlitt, wie die„Zeitschrift für Ohren⸗ heilkunde“ in ihrer letzten Nummer berichtet, ein bis dahin völlig gesunder Knabe. Derselbe war aus unbedeutender Veranlassung geohrfeigt wor— den; unmittelbar darnach floß infolge der Zer⸗ reißung des Trommelfells etwas Blut aus dem linken Ohr und der Erkrankte wurde von leichtem Schwindel befallen. Nach 36 Stunden entstand blutiger Ausfluß, schweres Schwindelgefühl, kleiner und rascher Puls, die Temperatur sank von 36,9 allmählich auf 36 Grad herab, und der Tod trat nach Ablauf einer Woche ein. Die Sektion ergab neben Trommelfellzerreißung und Eiter in der entzündeten Trommelhöhle noch Blutüberfüllung und Bluterguß in die Hirnhaut und die Seitenventrikel des Gehirns, außerdem linksseitige trockene Brustfellentzündung und Lungenhyperämie. * Gießen, 16. Okt. Der durch seine Gast⸗ spiele auch außerhalb seines Garnisonortes wohl⸗ bekannte Stabstrompeter Hecht von der Bockenheimer Husarenkapelle stand vorgestern vor dem Frankfurter Militärgericht unter der An⸗ schuldigung der Unterschlagung von den Mann⸗ schaften der Kapelle auszuzahlenden Spielgeldern. Er wurde zu zwei Jahren Festung und zur Degradation verurteilt. Noch vor wenigen Tagen hatte er seine Kapelle dirigiert.— Die deshalb so hoch bemessen, weil Hecht seinen Putzer zu falschen Aussagen beim Auditeur verleitet hat. Die Uutersuchung datiert 9—— p78 Sufis Modifikation. Humoreske von Martha Renate Fischer. (Nachdruck verboten) (Fortsetzung) Die gnädige Frau saß bei der Kousine, sagte: „Hier Pralinses und Makronen! und nun höre, was mir begegnet ist.“ Folgte die Erzählung des Mißgeschickes.„Nun sieh mich bloß mal an— fünfundzwanzig Jahre älter, nicht wahr?“ „Dreißig“, sagte die Kousine. „Es ist schauderhaft!“ „Ja. Arme Person! Und siebst Du, Susi, Du haft ein Mausegesichtchen— schmal, fein, ganz eatzückend! Aber wenn Du lachst, sieht man Dir bis an die fehlenden Weisheitszähnchen. Das war bis dahin sehr schön— aber nun——“ „Nun kommst Du mit zum Zahnarzt“, fagte Susi und schlug mit Seelenstärke einen leichtfertigen on an. „Und Dein Mann, der sich von Dir scheiden st?——“ „Mein Mann?— Gestatte— Ich will doch leinen unechten Zahn einsetzen lassen—— Ich will doch nur eine Modifikation!— Mein eigenes Zähnchen— hier— siehst Du— das soll er mir fest machen.— Ein bischen Gold dazu— oder — K Kautschuk—— oder—“ und Susi drückte das Tüchlein vor die Augen und brach in Schluchzen aus. 1 Die Kousine sprach:„Frauenzimmerchen, sel gescheidt! weine nicht!“ setzte den Hut auf und war wegefertig. a Zwei Tage später saß das entzückende kleine Seitenzähnchen wieder an dem Platze, der ihm von rechtswegen zukam, saß da auf einem Stühlchen don Gold und Kautschuk, und das war so geschickt angebracht worden, da kein noch so argwöhnisches Auge die kleine Modifikation bemerken konnte. Aber— aber—— Susi hatte ein allerliebstes, wichtiges Lispelstimmchen, das allem, was sie sprach, einen naiven, drolligen Reiz verlieh; man sah förmlich das eifrige Zünglein gegen die Zähnchen poltern, als sei es ihm zu eng in der Kiefernbehausung— die nun noch verkürzt worden war— nur um ein Weniges zwar— aber doch mit der Folge verkürzt, daß Susi jetzt wie ein Schlänglein zischte. Man sagte ihr zwar: ein paar Stunden lauten Sprechens, und die Gewöhnung hat sich vollzogen—— aber doch saß Susi ver zweifelt daheim und netzte ihr Thränentüchlein. Da klingelte das Telephon und die folgende Unterhaltung hub an. b „Hier Friedrich Höfer. Wer da 5 „Hier Ssussi! Wass isst denn los 1 „Susematz, zieh mal das weiße Negligee an, mit den Spitzen drunter. Ich komme gleich und bringe einen Freund mit.“ 5 „Rappelt wohl? Asst schon vier mittag. Und dass Weißße?“ f 2 „Macht nichts! Sei ein guter Kerl, Susi.“ f „Ach! ich hab' dass Braune an, dass neue.“ „Das weiße Negligee. Ich will mich doch dicke mit Dir thun— bitte! bitte!“ „Wird nichtss drauss! bäh!— etsch!— Schlußß.“ 1 l die schrecklichen S Was mochte sie für Gesichter geschnitten haben während der Unter⸗ haltung— wie gezüngelt haben.— Sie klingelte der Jungfer, legte das Untergewand von Spitzen an, darüber das schleppende, offene Negligee, das mit blauer Seide abgefüttert war, und lief in den Salon, wo gerade ihr Mann eintrat, in der Be⸗ gleitung eines dunklen Herrn, den Susi sehr wohl Uhr Nach- kannte. —. 7cr-n 7 von längerer Zeit her. Hecht hatte einen großen Teil des Spielgelds für eine Schulfestlichkeit den Mannschaften nicht ausbezahlt. Die Affaire wurde bekannt, als Hecht mit einem Unteroffi— zier, der schon elf Jahre im Dienst ist, nicht mehr kapitulieren wollte. Der Unteroffizier schrieb an Hecht einen Brief, worin er ihn mit Anzeige wegen Unterschlagung bedrohte. Hecht legte den Brief dem Regimentskommandeur vor und die Folge war, daß der Briefschreiber fünf Tage Mittelarrest erhielt, aber auch gegen Hecht 12 0 die Untersuchung eingeleitet, die mit der vorgest⸗ rigen Verurteilung ihren Abschluß fand. „ Aus dem Vogelsberg, 14. Okt. Es hatte lange genug gedauert, bis die Rhön er— schlossen wurde, endlich kommt auch der Vogels— berg an die Reihe, dem Verkehr geöffnet zu werden. Von Gedern aus wird bald die Eisen— bahn mitten durch den Vogelsberg gehen, denn die Linie Gedern-Lauterbach ist teilweise schon eine beschlossene Sache. Die Teilstrecke Lauterbach— Grebenhain ist schon endgiltig vermessen, während mit dem Bau der Verbindungslinie Grebenhain— Gedern täglich begonnen werden kann. * Rödgen bei Bad Nauheim, 14. Oktober. An Stelle des im Dienste erstochenen Bürger— meisters Hartmann wurde Landwirt Jehner, langjähriges Mitglied des Gemeinderats, als Bürgermeister gewählt. * Büdingen, 15. Okt. Ein schwerer Un⸗ fall ereignete sich bei einer Dreschmaschine in der Nähe hiesiger Stadt. Einem Arbeiter wurde von dem Treibriemen der Maschine der Arm abgerissen. Ein kleines Stück des Armes, das am Körper geblieben war, mußte sofort ab⸗ genommen werden. Der Mann liegt im hiesigen Hospital schwer verletzt darnteder. * Ruppertenrod, 14. Oktober. Vorgestern Mittag zogen über unsere Gemarkung zwei Gewitter, eine seltene Erscheinung um diese Jahreszeit. Beide Gewitter waren von je einer starken elektrischen Entladung begleitet, wobet der Donner so heftig war, daß die Fenster— scheiben in den Häusern erzitterten. Der Blitz fuhr in einen Baum an der Straße nach Ober— Ohmen zu. * Groß⸗Umstadt, 14. Okt. Vor dem hiesigen Schöffengericht wurde gestern die Klagesache des früheren Landtagsabgeordneten Herrn Sparkasserechner Lautz hier wegen Be⸗ leidigung verhandelt. Es handelte sich um einen Zeitungsartikel in der vom Reichstagsabgeord— neten Hirschel zu Offenbach herausgegebenen „Volkswacht“. Angeklagt waren der Abgeord— nete Hirschel, der jetzige Landtagsabgeordnete Ohl und der Scherenfabrikant Bock, beide letz— tere von hier. Lautz war durch Rechtsauwalt Dr. Osann J in Darmstadt vertreten, die Ange⸗ klagten durch die Rechtsanwälte Dr. v. Bren⸗ Grünewald in Gießen. Der ganze Vor⸗ mittag wurde durch Zeugenvernehmungen aus⸗ gefüllt. In der Nachmittagssitzung begannen die Plaidoyers. Das Urteil wird am 20 d. M. verkündigt. * Darmstadt, 15. Okt. Bei der zweiten Kammer der Stände sind letzthin ein⸗ gegangen: 1. ein Gesuch von Pensionären der ehemaligen Hessischen Ludwigsbahn um Weiter⸗ gewährung von Freifahrtkarten; 2. eine Vor- stellung der Steueraufseher des Großherzogtums um Unterstützung ihres auf anderweitige Regu⸗- lierung ihrer Gehaltsverhältnisse hinzielenden Gesuche an großh. Ministerium der Finanzen; 3. ein Gesuch des großh. Obersteuerinspektors Steuerrat v. Buri in Mainz betr. die ander- weitige Regelung seiner Gehaltsverhältnisse; 4. ein solches des großh. Ministerialkanzlisten i. P. Friedrich Eduard Haack zu Darmstadt um Erhöhung seines Ruhegehaltes; 5. eine Be⸗ schwerde des Adolf André zu Offenbach wegen angeblicher Rechtsverweigerung. * Darmstadt, 14. Okt. Durch Verfügung großh. Ministeriums der Justiz vom 11. Oktober ist an Stelle des verstorbenen Oberlandesgerichts⸗ rats Holzapfel zum Mitglied der Kommisston, die mit der Beratung der landesgesetzlichen Aus⸗ führungsvorschriften zum Bürgerlichen Gesetzbuch befaßt ist, der grh. Oberlandesgerichtsrat Scriba in Darmstadt ernannt worden. * Darmstadt, 14. Okt. Die Pensionäre der ehemaligen Hessischen Ludwigs-Eisen⸗ bahn⸗Gesellschaft haben wegen der Weige⸗ rung der Eisenbahndirektion Mainz, ihnen für die Folge Freikarten auf den Strecken dieser Bahn zu gewähren, eine Eingabe an die zweite Kammer gerichtet. In dieser Eingabe wird ausgeführt, daß die Hessische Ludwigsbahn mit allen Rechten und Pflichten an die hessische und preußische Staatsgemeinschaft übergegangen sei und deshalb kein Recht für diese bestehe, den Pensionären die ihnen bei der Pension gewähr⸗ leisteten Freikarten zu entziehen, da diese Frei⸗ karten als ein Bestandteil ihrer Pension zu betrachten seien. * Mainz, 15. Okt. Vor dem Schöffen⸗ gericht spielte sich gestern ein Fall ab, der in den letzten Tagen der Presse wiederholt Gelegen— heit zur Erörterung gegeben hat. Im April d. J. wurde der seither unbescholtene Taglöhner Wolf unter dem Verdacht der Unterschlagung verhaftet. Er war bei der hiesigen Aktienbrauerei als Auslaufer beschäftigt und sollte Zahlungen begleichen, wofür ihm 400&& eingehändigt wor⸗ den waren. Er gab vor, er habe das Geld ver⸗ loren, und bei einer Halde n wurden auch nur 9 1 in baarem Gelde in seiner Wohnung vorgefunden. Der Hilfsgerichtsschreiber Fran Nuß eignete sich nun diesen Betrag an und lie tano in Offenbach, Metz in Darmstadt — „Ahh! Herr Assss—“, begann sie hocherfreut, stockte ob dem fürchterlichen Zischlaut, den sie aus⸗ gestoßen hatte, Jzerrötetetz und schlug die Augen nieder. 0 Auch der Assessor freute zsich. Er sagte un geniert:„Fräulein, Susi!— Gnädige Frau I— Das ist ja aber reizend!“ Und Susis Mann rief guter Laune:„Alte Be— kannte, wie ich sehe. Erzählt doch mal, wieso.“ Der Assessor berichtete:„Ich hatte die Ehre, mit der gnädigen Frau, als sie noch Fräulein Susi war, ein halbes Dutzend Kasinobälle mitzumachen, in Wernigerode. Gnädige Frau waren Besuch bei Major-- Gnädige Frau, wie hieß doch——“ Aber Susi blieb stumm; denn sie wußte, sie würde den Namen des Major Senstius, ihres Onkels, nicht heil über die Lippen bringen. „Bei wem warst Du zum Besuch, Susematz?“ fragte ihr Mann vergnügt. Sie zögerte, ob sie die Antwort etwa umgehen könne, nahm sich dann aber zusammen und sprach ernst und langsam, die Lider tief über die Augen gesenkt!„Wohl— bei Major Wegner?“ Der Assessor räusperte sich und bekräftigte ebenso hastig wie geräuschvoll:„Wie gnädige Frau befehlen!— ganz richtig!— bei Major Wegner.“ Aber er dachte: Wegner? wer ist denn das? Wegner?— Man hatte Platz genommen. Susis Mann hatte die frohe Laune verloren. Der Assessor, der es bemerkte, zwang sich, lebhaft zu sein, und da er ein Unterbaltungskünstler ersten Ranges war, ge— lang es ihm sehr bald, die unbehagliche Stimmung zu verscheuchen. Susi lachte und ihr Mann nannte sie Kerlchen und Lumpengesindelchen. Da passierte es, daß sie den Gast eifrig anredete, mitten im Wort abbrach, errötete und zu Boden sah. Dazu eine kleine Mimik von Jammer und Erschrecken. und die Akten verschwinden, womit der in Unter⸗ Und kaum hatte der verblüffte Unterhaltungskünstler die Gemütlichkeit wieder annähernd in Fluß ge— bracht, da kam auch wieder das ominöse„Herr Assss—“ mit Stocken, Augenniederschlag und Ver— zweiflungsgebärde. Susis Mann mußte in die Sitzung— er war Vorstand von einer Sportgesellschaft— aber er forderte den Assessor nicht auf, bei feiner Fran zu bleiben: er faßte ihn, wie um ihn ganz sicher zu haben, beim Arm und schlenderte mit ihm die Straße hinunter. Da sprach nach einer kleinen Pause der Assessor also:„Glücklicher Mensch!“ sagte er,„was hast Du für eine entzückende Frau! Sie ist ja unbe⸗ greiflich schön geworden— Mägdelein— Bube Weib— in schönster Harmonie vereinigt. Aber ich muß um sechs Uhr bei Hendrichs sein; also addio!“ schüttelte dem Freunde die Hand, wandte sich und machte den Weg zurück, den Beide soeben gekommen waren, dachte dabei:„Schade! schade! Reizendes Weibchen— aber ohne Zweifel ein bischen übergeschnappt!—— Armer Kerl!“ Und Friedrich Höfer, der auf dem gleichen Platze geblieben war, dachte sinnlos im Schmerz, Wut, Eifersucht eine Anzahl Bezeichnungen, die sich auf seinen lieben Fraund bezogen und ihn selber samt und sonders staatsanwaltsreif machten. Dann kehrte auch er um und stürmte den Weg zurück. Was interessierte ihn jetzt Fahrradbahn, Fechtboden, Lawn⸗Tennisplatz was die Sommer⸗Eisbahn und die elektrische Kegelbahn, wo er die heilige Flamme seines Herdes zu hüten hatte! (Fortsetzung folat.) suchungshaft befindliche Wolf sozusagen auch ver⸗ schwand. Sechs Monate saß er hierauf in Untersuchungshaft, bis endlich, nachdem die Un⸗ redlichkeit Nuß aus Tageslicht kam, auch der In⸗ haftierte wieder„entdeckt“ wurde. Nachdem der Wolf nunmehr aber„entdeckt“ worden war, hat man sich beeilt, ihn vor seinen Richter zu stellen. In der gestrigen Sitzung des Schöffengerichts stand er nun unter der Anklage der Unter⸗ schlagung vor den Schranken. Obwohl der An⸗ geklagte sich eines guten Leumunds erfreut und ein direkter Beweis nicht erbracht werden konnte, beantragte der Amtsanwalt eine Gefängnisstrafe von 5 Monaten und teilweise Anrechnung der sechsmonatlichen Untersuchungshaft. Das Gericht verurteilte den Angeklagten Wolf zu drei Monaten Gefängnis unter ganzer Anrech⸗ nung der Unterfuchungs haft, worauf der⸗ selbe freigelassen wurde. In juristischen Kreisen erregt auch dies anscheinend milde Urteil Be- fremden und ein vielgesuchter Rechtsanwalt soll sich erboten haben, in der Berufsinstanz den Wolf unentgeltlich zu vertreten. * Mainz, 15. Okt. Die Stadtverordneten⸗ versammlung bewilligte 10000 4 für die Herren Thiem, Prof. Gaffky und Dr. Krause als Kosten für ihr: Untersuchungen der Wasser⸗ stände in den Niederungen von Laubenheim. * Mainz, 15. Okt. In der heute Nach⸗ mittag abgehaltenen Sitzung des Kreisaus⸗ schusses des Kreises Mainz wurde die Gemeinde Gonsenheim verurteilt, jedem verheirateten Lehrer einen jährlichen Wohnungszuschuß von 400 Mark und jeder Lehrerin und ledigen Lehrer einen Zuschuß von 240 4 pro Jahr zu ge⸗ währen. Der Gemeinderat von Gonsenheim wollte nur 750.. jährlich für sämtliche Lehr⸗ kräfte bewilligen. . Vermischtes. — Den Rekord der Langlebigkeit zu besitzen, nehmen die Einwohner des Dorfes Sournia bei Padres in Frankreich in Anspruch. Von den kaum 600 Ein⸗ wohnern, die diese Gemeinde zählt, ist nämlich eine Frau 95 und ein 94 Jahre alt, während ferner eine Frau 89, drel andere 82 und zwei 80 Winter aufzuwelsen haben, mithin haben von den 600 Insassen Sournilas 14 das 80. Lebensjahr überschritten, also 2¼ Prozent. Wenn man berücksichtigt, daß in keiner der elf Gemeinden des Kantons, zu dem Sournia gehört, ein Arzt, ein Apo⸗ theker oder eine Hebamme ansässig ist, so erscheint diese Thatsache der Langlebigkeit der Sourntaner allerdings— begreiflich! — Modetiere. Für die Hunde und Katzen ist ihre böse Viertelstunde gekommen, wenigstens in England. Eine Jungfrau, die blos ihren Mops, eine Dame, die blos ihr Bologneser Hündchen oder ihre Angorakatze hat, wird mitleidsvoll belächelt, denn sie hält mit der Mode nicht Schritt. Die Mode verlangt jetzt ganz Anderes. So wie die Herren der Schöpfung jetzt über die einfachen Rossegespanne hinweg sind, und Lord Rothschild mit seinem Zebra⸗Vlererzug, Lord Melville mit seinen Dschiggetals— seinen wilden arabischen Eseln— Aufsehen macht, so auch die Damen mit allerlei sonderbarem Getier. Von der Sarah Bernhardt ging die Mode aus, sich Schlangen als Schooß⸗ und Lieblingstierchen zu halten. Die schöne Lady Dudley trägt lebende Schlangen um Hals und Arme, und die Berührung mit der kalten, schlüpfrigen Haut der zu so großen Ehren gekommenen Reptilien ist ihr größtes Vergnügen. Die Herzogin von Marlborough führte neulich ganz allerliebste kleine Alligatoren an sil⸗ berner Kette, Lady Loile hält sich reizende Leppards, große grüne amerlkanische Eidechsen, ja selbst die Königin hält sich ein Lemurenexemplar zur Freude und Kurzweil. Daß die Tierwelt auch als Schmuck herhalten muß, ist bekannt, neu aber war die Anwendung, welche die Herrin von Blenheim auf ihrem letzten Balle davon machte. Ihr Gatte, der Herzog, empfing die Gäste. Sie selber, die Herrin, war nicht zu sehen. Da plötzlich, als die Ge⸗ sellschaft in dem gold⸗ und lichterstrahlenden Saale voll⸗ zählig beisammen war, erloschen alle Lichter, in der Thürfüllung aber stand eine wahre Lichterscheinung, die junge Herzogin, umstrahlt von einem seltsamen, grünlich schillernden Lichte. Ein„Ah!“ der Bewunderung erfüllte den Saal. Da ließ die schöne Frau den Mantel fallen, der Lichtschein erlosch und die elektrischen Flammen er⸗ strahlten im Saale von Neuem. Wodurch aber hatte die Herzogin ihre Wirkung erzielt? Durch Hunderttausende amerikanischer Glühwürmchen, die sie, die Tochter Van der⸗ bilts, sich leicht hatte verschaffen können. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 2. Oktober. Dem Vizefeldwebel Johannes Schäfer ein Sohn, Otto Ludwig Wilhelm.— 4. Okt. Dem Metz⸗ germeister Friedrich Kühn eine Tochter.— 8. Okt. Dem Maschinenarbeiter Karl Feldhaus II ein Sohn, Friedrich Martin Adolf Karl. 9. Okt. Dem Lokomotivheizer Johannes Michel eine Tochter, Margarethe.— 9. Okt. Dem Taglöhner Justus Wenzel ein Sohn. Dem Kutscher Peter Dittmar eine Tochter. Dem Photograph Max Walldorf ein Sohn, Berthold.— 11. Okt. Dem Stations⸗ Einnehmer Karl Kohlermann ein Sohn. Dem Bierfuhr⸗ mann Wilhelm Balser ein Sohn, Anton Philipp Johann. Dem Bäcker Karl Germann ein Sohn. Aufgebote. Am 9. Okt. Heinrich Theodor Jung, Kaufmann zu Cronberg mit Emilie Helene Lang daselbst. Jakob Klein, Metzger dahier, mit Louise Dreher hierselbst.— 11. Heinrich Listmann, Kaufmann dahier, mit Elisabeth Philippine Mönch zu Lauterbach. Wilhelm Schaffner II, Maurer zu Griesheim, mit Katharine Müller daselbst.— 12. Richard Robert Max Böhme, Lackierer dahier, mit Anna Elisabeth Wilhelmine Henriette Feuster hierselbst.— 14. Dr. Gustav Bartsch, Arzt zu Marienberg, mit Franziska Schmitt zu Münnerstadt.— 15. Gustav Joh. Ernst Molkentin, Zahlmeister⸗Aspirant zu Cassel, mit Mathilde Marie Wilhelmine Margarethe Bangert zu Cassel.— 16. Wilhelm Heinrich Nau, Spengler dahier, mit Caroline Hoffmann hierselbst. Eheschließungen. Am 9. Okt. Johannes Karl Ruppel, Schutzmann zu Worms, mit Karoline Dornhöfer dahier. 9. Heinrich Dörr, Schlosser dahier, mit Karoline Konradine Todt hierselbst.— 18. Karl Wilhelm Rentmeister, Bierbrauer dahier, mit Katharina Mühlich hierselbst. Sterbefälle. Am 9. Oktober. Willy Heinrich Karl Philipp Georg Dechert, 9 Jahre alt, Sohn des Prokuristen Christian Dechert zu Aschaffenburg.— 10. Anna Brandel, geb. Panz, 21 Jahre alt, Ehefrau des Fuhrmanns Peter Brandel dahier. Ernstine Plaut, geb. Lissard, 57 Jahre alt, Ehefrau dis Lehrers Wolf Plaut dahtler.— 12. Georg Appel, 60 Jahre alt, Landwirt zu Holzhausen.— 13. Berthold Robert Albert Fourier, 7 Monate alt, Sohn des Anwaltsgehülfen Heinrich Fourier.— 14. Christine Emilie Karoline Klemmrath, geb. Gail, 60 Jahre alt, Ehefrau des Rentners Heinrich Klemmrath dahier. Letzte Nachrichten. * Gießen, 16. Okt. Gestern Nachmittag wurde das Museum des Oberhessischen Geschichtsvereins, das einige Wochen wegen Neuordnung der Sammlungen geschlossen war und welches in den Räumen des alten Rathauses untergebracht ist, in Gegenwart der Herren Provinzialdirektor Frhr. v. Gagern, Oberbürger⸗ meister Gnauth, sowie zahlreich erschienener Stadtverordneten durch den Vorsitzenden des Vereins, Herrn Professor Höhlbaum, wieder auge Derselbe dankte in warmen Worten en erschienenen Vertretern der Provinz Ober⸗ hessen und der Stadt Gießen für das Interesse, welches sie für die Sammlungen des Vereins jederzeit an den Tag gelegt, und ebenso für die pekuniäre Unterstützung, ohne welche die Neu⸗ ordnung des Museums überhaupt hätte unter- bleiben müssen. Des Redners Dank galt dann Herrn Dr. Fuße, dem Bibliothekar und Konser⸗ vator am Germanischen National-Museum zu Nürnberg, welcher in mühevoller vierwöchentlicher Thätigkeit mit großem Fleiß die Sichtung der Sammlungen vorgenommen hat. Ebenso müsse der Verein Herrn Hauptmann a. D. Kramer und Herrn Bibliothekar Haupt Anerkennung aussprechen, welche sich um das Arrangement hochverdient gemacht hätten. Ein Hoch auf die Stadt Gießen und die Provinz Oberhessen bildete den Schluß der einfachen Feier. Hieran schloß sich ein Rundgang durch die einzelnen Räume und eine Besichtigung des Museums, wobei Herr Hauptmann Kramer auf einzelne wertvolle und seltene Stücke der Sammlungen besonders auf⸗ merksam machte. Das Museum enthält prä⸗ historische und antike Funde, zahlreiche Gegen⸗ stände von den Ausgrabungen am römisch⸗ger⸗ manischen Grenzwall. Sehr zahlreich ist die Abteilung des Mittelalters. Ganz besonders interessant ist aber die Sammlung aus Gießens Vergangenheit. Wir können den Besuch des Museums nur auf das wärmste empfehlen; ist dasselbe an Umfang nur klein, so bietet es doch des Interessanten so viel, daß es für Jeden lohnt, eine Stunde dort zu verweilen. * Gießen, 16. Okt. Seit kurzer Zeit hat die Klinikverwaltung für eine recht nötig ge⸗ wesene bessere Beleuchtung der Klinik⸗ straße gesorgt. An gewaltigem Mast ist eine 1000 kerzige elektrische Flamme angebracht, die genügt, daß Fremde und Lokalunkundige, die bei Nachtzeit in der Klinik Hülfe suchen, sich zurecht⸗ finden können. * Gießen, 16. Oktober. Die von dem Oekonomen Nebe seither an der Nordanlage betriebene Milchkuranstalt ist mit dem heu⸗ tigen Tage in das frühere Fuhrmann Herz⸗ bergersche Anwesen an der Rodheimerstraße verlegt worden. Herr Nebe hat auch die neu errichtete Anstalt mit aller Bequemlichkeit, u. a. mit einer neuen Halle, die jedoch hauptsächlich für die Sommermonate berechnet ist, ausgestattet. Die im Hause eingerichteten Räumlichkeiten bieten Raum für zahlreiche Besucher und sind von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends geöffnet. Bemerkt sei noch, daß die Milch zum Kurver⸗ brauch von Kühen genommen, welche mit Tuber⸗ kulin geimpft und unter tierärztlicher Kontrolle stehen. * Gießen, 16. Oktober. Der Hospitalver⸗ walter Dörr hat es fertig gebracht, daß die Insassen des ihm unterstellten Hauses, sowie die Bewohner der Nachbarhäuser, seit einigen Tagen enau wissen, was die Glocke geschlagen hat. Er 10 nämlich die alte Uhr des Hospitals wieder in Gang gesetzt und zwar in der Weise, daß die⸗ selbe mit ihrem hellen Klange sich jede Viertel- stunde meldet und auch die vollen Stunden an⸗ iar Die Thätigkeit des Zeigers am Ziffer- latt der Uhr war jedoch nicht zu erreichen, weil das Gangwerk hierzu zu defekt ist. Jedenfalls dürfte eine Uhr wie die des Hospitals, die nur hörbar und nicht auch sichtbar die Zeit meldete, zu den Seltenheiten gehören. * Gießen, 16. Okt. Mit Bezug auf unsere gestrige Notiz betr. die vor dem Schöffen⸗ 19 1 erfolgte Verurteilung des Hausburschen ob von Niederweidbach, wegen Unterschlagung von Kundengeldern, sieht sich Herr Bäckermeister Krämer zu folgender Erklärung veranlaßt: „Die Aussage des Angeklagten Kob, er sei zu den Unterschlagungen genötigt gewesen, FCP indem er von mir kein Frühstück bekommen habe, beruht in ihrem ganzen Umfange au Unwahrheit. Außer einem Quantum Bro das zum Frühstück mehr als genügte, erhiel. Kob täglich bei Beginn seiner Geschäftstom⸗ einen Geldbetrag, den er nach Belieben zu seiner Beköstigung verwenden konnte. Uebrigens stand die bedeutende Höhe der unterschlagenen Beträge, die er zu gänzlich zwecklosen Dingen verausgabte, durchaus in keinem Verhältug zu den Kosten eines noch so opulenten 8 stücks.“ N Wir geben dieser Erklärung um so bereit⸗ williger Raum, als der dem Herrn Krämer durch den Angeklagten gemachte Vorwurf uns auch von anderer Seite als ungerechtfertigt bee zeichnet wurde. — Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 15. Oktober. Zur de seitigung der Ueberschwemmungsschäden sind dem Oberpräsidenten von Schlesien nochmals 500 000 Mk. Staatsgelder dom Ministerium überwiesen worden. Hd. Berlin, 16. Oktober. Nach Pripge⸗ mitteilungen, die der„Voss. Ztg.“ unterm September aus Kamerun zugehen, hat die let Regenzeit, die in den Monaten Juli und Auguß ihren Höhepunkt erreicht, in dem Orte Kamerun selber starke Verluste unter dem Europäern her⸗ vorgerufen. Von etwa hundert in Kamerme ansässigen Europäern sind nicht weniger als 1 gestorben. Der zweite Teil des Berichts en zählt von einem Ueberfall der Station Mylm durch feindliche Eingeborene, welche die Statun zerstörten. Hd. Budapest, 16. Okt. In einem Stel wegen finanzieller Differenzen schoß auf dem hiesigen Bahnhofe der reiche Rentier Kulpe selneg Schwiegersohn, den Bauunternehmer Tung nieder. Derselbe wurde lebensgefährlich verlein Hd. Fünfkirchen, 16. Okt. Im Kohlen bergwerk der Donauschifffahrtsgesellschaft kauen gestern eine Gasexplosion aus unbekannten Ursache. Ein Arbeiter wurde getötet, fünf schweg und 20 leicht verletzt. Hd. Zürich, 16. Okt. In Luzern st retken bis jetzt 400 italienische Maurer wegen Loh differenzen, die Polizei reichte zur Aufrechler⸗ haltung der Ordnung nicht aus, we shall Militär requiriert werden mußte. Marktpreise. ö —— Gießen, 16. Oktober. Auf dem heutigen Woche markt kostete: Butter p. Pfd. 0,90— 1,20 Mk., Hühnereser 1 St. 7—8 Pfg., Enteneter 7 Pfg., Gänseeier 12 Pig. Käse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 18, Linsen 27 Mg, 2 Peg veuhelten 1 U decken, da n e — — — 8 90 5 e hube. Ez Naung zufrieden — 00 Ausergewöhn Tauben per Paar 0,50— 0,70, Hühner p. St. 1,00— 1,0, J Hahnen 0,50— 0,85, Enten 1,50— 1,80, Gänse per Pfund 46— 58, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh⸗ und Rindflessch 90 Carl St bis 66, Schweinefl. 64—72, Schwelnefl., gesalzeneg 10, bierwegz 47, Kalbfleisch 60— 64 Pfg., Hammelfleisch 50— 60, Kartoffehn„ pro 100 Kilo 4,00— 5,004, Zwiebeln per Zentner 40 f keͤchhaltige bis 5,00 Mk., Milch per Liter 16 Pfg. 5 Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Nebel teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmanpschen Buchdruckeret, Gießen, Schloßgasse 18. — Verdingung von Zimmer⸗ bezw. Schreinerarbeit. vom 17. bis 31. Oktober 1897. Der hiesigen Bäcker. —Veedbpreise— Prima Speisekartoffel, Guter bürgerlicher Mittagstisen 1 von 50 Pfg. au und höher. 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