— gen 10 U llerie 30 Pfg. — me. sowie meinen zeige, daß ich 1670 Hof en sein, meine stets zufrieden urg. „eli. gerksam, daß -Pfungslal vorfüglich⸗ 70 Pfg. a ende ernten nner. 3 bentabeartt und 1 umldt'sehe -Oel 7 Taubhel bhrensaugen kelt selbst l 19 petieben 3 An brauchsan gels U theke 1. a 1850 60 furt a. M. — Nr. 138 Gießen, Mitwoch, den 16. Juni 1897. Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. ische Landeszeitung, Ausgabe Gießen. Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. Nedaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Aus dem hessischen Staatsbudget. Die Bedürfnisse der Lande suniversität sind wie folgt veranschlagt: Besoldungen ꝛc. der Profess. u. Lehrer 294 870,— l, und zwar: K Evangelisch⸗theologische Fakultat„28 500.&, Juristische Fakultst. 23 900„ Medizinische Fakultät 96 915„ Philosophische Fakultät 132 075„ Bibliothek„ eee Sonstige Lehrer 1980„ Besoldungen der Beamten und des Dienstpersonals 43 022,50„ Dispositionsfonds. 1 Sachliche Ausgaben 615 707,50 hierunter: Bibliothek. 221 710&&, Medizinische Klinik und Frauenklinit 185 700„ Chirurgische u. ophtal⸗ mologische Klinik. 149 900„ Psychiatrische Klinik. 122 900. 5 Klinische Apotheke 11 500„ Zusammen= 966 600,.— A. Die Einnahmen find angesetzt zu 291 800, hierunter: Pflegegelder aus der medizinischen Klinik 44 000&&, Pflegegelder aus der chtrurgischen Klinik 46 000„ Pflegegelder aus der ophtalmolog. Klinik 23 500„ Pflegegelder aus der Frauenklinik 32 100„ Pflegegelder aus der psychlatrischen Klinik 58 600„ es ist sonach ein Staatszuschuß er⸗ forderlich von jährlich 674 800,— XA. Die Bebürfnisse stellen sich wie folgt: Besoldungen ꝛc. der Profess. u. Lehrer der Technischen Hochschnle 234 070,— l, und zwar: Mathematische Wissen⸗ schaften.„ 41 950 Kl, Naturwissenschaften, Reine Chemie 15 550„ Chemische Technologie und Elektrochemie 7 000„ Physik 0, Elektrotechnik 27 900„ Baukunst und Bau⸗ wissenschaften 25 850„ Ingenieurwissenschaften 21 650„ Maschinenwissenschaften 36 300„ Allgemein bild. Fächer 16 420„ Darstellende Künste 9 280„ Allgemeine Bibliothek 2 400„ Im Allgemeinen 4 000„ 1135 165. Dienstpersonall 13 520,—„ Elektrische Zentralstation 4 650,.—„ Dispositionsfonds 3 9 000,—„ Anteil der Professoren an den ein⸗ gehenden allgemeinen Studien⸗ UDW ᷑⅛Pn2½è? aa Für außerordentliche Vorträge 200,.—„ Lehrkursus für Konsolidationsgeometer und Kulturtechniker. 2 150,.—„ Sachliche Ausgaben 113 426,.—„ Zusammen= 439 822,— A. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die spaltige Petttzeile. ö Die Einnahmen sind angesetzt zu Aus der Staatskasse sind sonach zu⸗ zuschießen jährlich. 247 950,— l. Vom 1. Oktober 1897 an soll ein Drittel der ein⸗ gehenden allgemeinen Studiengelder an die ordentlichen und festangestellten außerordentlichen Professoren nach einem bestimmten Modus zur Verteilung gelangen mit der Maßgabe, daß der an den Einzelnen zu zahlende Anteil in einem Jahre höchstens 2000, beträgt. Die hierzu erforderlichen Mittel sollen durch eine Neu⸗ regulierung der Studiengelder beschafft werden, ohne daß ein Staatszuschuß zur Gewährung des Anteils erforder⸗ lich wird. Nachdem an sämtlichen Universitäten, auch an der Landesuniversität Gießen, und an fast allen anderen Technischen Hochschulen Deutschlands den Professoren Anteil an den Studiengeldern gewährt ist, läßt sich solches— so wird in den Erläuterungen ausgeführt— für die Professoren der Technischen Hochschule zu Darmstadt ohne eine erhebliche Schädigung dieser Anstalt nicht mehr hinausschieben, zumal die Belastung der einzelnen dies⸗ seitigen Professoren gegen diejenige an anderen Hochschulen eine anßerordentlich große ist. Außer den Professoren in Darmstadt wird zur Zeit 191872„ Anteil noch nicht gewährt. und 15. April 1896 und der wohlwollenden Zusage der Technischen Hochschule in Karlsruhe ein derartiger Anteil bei der kommenden Budgetberatung sicher gewährt werden. Die bemerkte Neuregelung der Studiengelder ist wie folgt gedacht: Anstatt des Aversums von 80/ für das Winter⸗ semester und von 60/ für das Sommersemester sollen die Studierenden vom 1. Oktober 1897 ab für die wöchentliche Vortragsstunde 3/ und für die wöchentliche Uebungsstunde 2/ entrichten, jedoch mit der Maßgabe, daß das Minimum an allgemeinen Studiengeldern für das Semester mindestens 80„ pro Studierenden be⸗ tragen muß. Für Hospitanten sollen die bisherigen Sätze von 4 l, bezw. 2, für die wöchentliche Vortrags⸗, bezw. Uebungs⸗ stunde beibehalten werden, jedoch soll für solche Hospi⸗ tanten, welche einen vollen Kursus durchmachen wollen, aber aufgrund ihrer Vorbildung nicht als Studierende aufgenommen werden können, das Minimum an allge⸗ meinen Studiengeldern pro Semester 100&& betragen. Einjährig⸗Freiwillige, Diplom⸗Hauptprüfungs⸗Kandidaten, sowie solche Hospitanten, die nur das eine oder andere Fach noch zur weiteren Ausbildung belegen, zahlen nach obigen Einheitssätzen und wie bisher als Minimum 10 K. Unter Zugrundelegung dieser Zahlungsbestimmungen erhöhen sich rechnerisch die Unterrichtsgelder für einen Studierenden und Hospitanten der Technischen Hochschule um etwa 37/ im Jahr. In den oben angegebenen Zahlen sind die für Unter⸗ haltung der Gebäude und Verzinsung der Baukapitalien erforderlichen Beträge nicht enthalten. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 15. Juni. Vieh märkte finden zu Friedberg am 16. und zu Hoch⸗Weisel am 21. Juni d. J. unter den üblichen Be⸗ dingungen statt. * Gießen, 14. Juni. Der Verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend machte estern Nachmittag, etwa 120 Personen stark, in 18 Wagen einen Ausflug nach dem Hangelstein. in Deutschland nur den Professoren der Technischen Hoch- schulen zu Braunschweig und Karlsruhe ein derartiger gestrengten Versuche zur Rettung des Handwerks, die man Nach den Verhandlungen der regierungsseitig macht, vermögen die daraus entstandenen zweiten Kammer des Großherzogtums Baden vom 14. sich bei dem überaus schönen Wetter prächtig. Auf der Rückfahrt wurde in Röhrles Bierhalle Halt gemacht, wo eine große Anzahl der Teil— nehmer der Partie noch lange verweilte, um den herrlichen Abend zu genießen. * Gießen, 15. Juni.(Unglücksfall.) Im Fernewald, an der sogen. Hauptschneise, fand gestern Mittag ein junger Mann von Steinbach einen umgestürzten mit Reisig beladenen Wagen. Unter dem Wagen lag der Besitzer des⸗ selben und war tot. Nach Mitteilung des Vor⸗ falles begab sich der Bürgermeister von Annerod mit einigen Leuten an Ort und Stelle und ließ den Wagen beseitigen. Der Verunglückte wurde als der 32 jährige Landwirt Gg. Zörb von Lützellinden erkannt und nach Erledigung der amtlichen Formalitäten von den Angehörigen nach Lützellinden abgeholt. X. Grünberg, 14. Juni. Wie in vielen Orten unseres engeren Heimatlandes, so hat auch hier bei uns die Zersetzung des Kleinbetriebs einen sehr bemerkbaren Umfang erreicht. Namentlich gilt dies von der Schuh⸗ waren⸗Industrie, die in früherer Zeit hierorts einen ausgiebigen Erwerbszweig bildete. Die gegenwärtig an⸗ und noch entstehenden sozialen Mißstände nicht mehr auf⸗ zuhalten. Denn die kapitalistische Großproduktion, die anfänglich in größeren Städten eingesetzt, hat nunmehr infolge der modernen Verkehrsmittel immer mehr und mehr auf die kleinen Städte eingewirkt und verdrängte damit fast allerwärts die ursprüngliche handwerkliche Pro⸗ duktion. Auch in unserem Orte hat der fabrikmäßige Großbetrieb einen verderbenbringenden Druck auf das Handwerk des Schuhmachers ausgeübt, und es giebt wohl kaum noch ein Gewerbe, bei dem das Wort vom„goldenen Boden des Handwerks“ mehr zur Lüge geworden ist, als gerade beim Schuhmacher. Wir brauchen bei den hiesigen zahlreichen Schuhmachermeistern(früher zählte deren unser Ort etwa 60— 70), keine Umfrage zu halten nach Richtig⸗ keit vorstehender Ausführungen; denn soviel steht fest, daß die Mehrzahl nicht im Stande ist, Gesellen zu halten. Und glücklich ist, wer noch genug Arbeit für sich allein hat. In den meisten Fällen reicht es auch hierzu nicht mehr; der Schuhmacher ist nicht mehr in der Lage, ver⸗ mittelst des Handwerks, zu dessen Erlernung er in der Jugend als Lehrling und Geselle eine Reihe von Jahren verwenden mußte, sich und seine Familie über Wasser zu halten. Er ist genötigt, sich nach einem Nebenverdienst umzusehen, oder, wie es bei uns in Grünberg der Fall ist, Landwirtschaft zu treiben. Der Kundenkreis des kleinen Schuhmachers besteht meistens nur noch aus Ver⸗ wandten und persönlichen Bekannten des Meisters und seiner Familie. Kurzum, der Schuhmacher wird schließlich zum Schuhflicker oder zum abhängigen Hausarbeiter im Dienste eines Schuhwarenhändlers. Der⸗ selbe Auflösungsprozeß vollzieht sich geradeso in den vielen anderen Berufsarten. Diese Thatsachen beweisen zur Genüge, daß dem Handwerkerstande durch unvollkom⸗ mene Gesetzesmaßnahmen nicht mehr geholfen werden kann, und daß alle Versuche zur Rettung des Handwerks daran scheitern müssen. Für den Mittelstand hat aber dies wenigstens das eine Gute, daß er für die Zukunft weiß, welchen Weg er zu gehen hat. * Darmstadt, 14. Juni. Die erste Kam⸗ mer der Stände trat heute zu einer kurzen Sitzung zusammen. Auf dem Präsidialtische lag ein prachtvoller Blumenstrauß. Der Vorsitzende Fürst Isenburg⸗Büdingen dankte dem Spender, der wohl daran erinnern wollte, daß er heute —— Man hatte Musik mitgenommen und amüsterte Schonzeit. Von M. Roda⸗Roda. (Nachdruck verboten). (Schluß.) Hinter mir schrie jemand auf. Erschreckt fuhr ich empor, erschreckter noch blickte ich die Gestalt an, die vor mir stand und mich mit schwarzen Toll⸗ Urschenaugen fixierte. Dann fuhr ich— geistes⸗ gegenwärtig genug— in meinen Rock und präsen⸗ lierte mich in verhältnismäßiger Anständigkeit den Damen. Daß sie mich gefunden, daß mich Carla und ihre Mutter gefunden— das schmerzte mich tief. Und es nützte nichts— mein verzweifeltes Sträuben. Ich kündigte meine schöne, einsame Wohnung, denn sie zwangen mich ohnehin täglich, nach Aussee hineinzutraben und so blieb ich gleich lieber dort. Die regelrechte Jagd begann wieder. Fräulein Carla kokettierte mit mir, bearbeitete mich nach allen Regeln der„Kunst, in 28 Tagen Braut zu werden“, die Freundinnen waren mit im Komplott, meine Vorsicht verdoppelte sich. Ich nahte mich Carla nur dann, wenn eine oder zwei Freundinnen bei ihr waren, allein, sowie ich zwei Minuten bei ihr stand, verschwanden sie regelmäßig. Doch ich konnte mich auf mich verlassen. Ich bin ein Römer an Charakter und Willen. Ob sich nun Carla den Fuß verstauchte und, gestützt von mir, natürlich viel langsamer als die anderen, nach Hause gehen mußte, ob sie eine unwiderstehliche Lust anwandelte, von mir ein wenig spazieren gerudert zu werden— es war einerlei. Ich that alle Pflichten eines wohlerzogenen jungen Mannes aber nichts darüber.„Und nach dem„Darüber“ ge⸗ lüstete es fie eben. Viel Geduld besaßen sie nicht, die wackeren Königsteins. Jedenfalls weniger als ich, denn eines schönen Abends nahm mich Frau von Königstein„vor.“ Wir gingen in einer Allee auf und ab. Carla in Gesellschaft voraus, wir hinterdrein. Da begann Mama zu sprechen. „Heute find es genau vier Wochen, seit wir sie fanden, Herr von Waldstätten!“ „Wie ungleich rascher entschwanden sie mir als die drei, die ich einsam und verlassen in dem kleinen Dorfe zubrachte“, erwiderte ich höflich. O, meine schönen, stillen Tage, voll der tötlichsten Langeweile! Aber der Mensch konnte wenigstens in Hemdärmeln vor die Thüre treten. Und ein Landaufenthalt ohne diese Annehmlichkeit ist für mich eben kein Landaufenthalt. „Warum versteckten sie sich auch vor ihren besten Freunden?“— „Meine Nerven— bedurften der größten Ruhe“, stammelte ich entsetzt. Ich ahnte— ahnte etwas. „Ach, was, Nerven. Schauen Sie sich meine Carla an, ob die etwas von Nerven weiß. So ein Mäbl finden sie nicht mehr!“ „Nein, nein“; dachte ich ängstlich, ich würde mich auch hüten ein zweites zu suchen. 4 „Es geht bald heimwärts“, fuhr Mama König⸗ stein fort. Carla will nicht mehr hier bleiben. Erst heute morgen sagte sie zu mir:„Mamachen, fahren wir nach Hause. Ich habe nicht das Herz noch mehr hier zu verbrauchen!“ Ein Goldkind das. „Zu dieser Erholungsreise mußten ich und mein Mann sie geradezu zwingen.“ „Natürlich brauchte sie Erholung“, sagte ich wieder still zu mir selber, sie hat ja, Gott— sei Dank, alles was an fashionablen Bällen, Konzerten, Kränzchen und Thée dansants in Wien gegeben wurde, besucht. „Es ist überhaupt merkwürdig— bitte lassen wir das junge Volk vorangehen und setzen wir uns auf diese Bank, ich bin ein wenig ermüdet,— es ist merkwürdig, wie Carla die Sparsamkeit, das rechte Maßhalten in Allem, in Arbeit und Ver⸗ gnügen schier angeboren ist.“ Maßhalten! Ich allein hatte mit ihr im Fasching heuer siebenundzwanzig Quadrillen getanzt! „Die Trennung von ihr wird mir herzlich schwer werden“, setzte die gute Mama fort,„doch wie innig werde ich mich freuen, wenn mein Mädchen sich einst ihren eigenen Hausstand gründet! Denn was könnte an Glück noch mangeln, wo ein so ausgesucht harmonisches Wesen wie Carla, schaltet und waltet. Ich schwieg still, ich wußte ja ein unvorsichtiges Wort und ich war verloren. „Freilich wählt man lange für ein einziges Kind, aber was können wir Alten thun, wenn die Herzen der Jungen einander zufliegen? Drum wenn um Carla einmal ein Mann, der was Rechtes ist und vorstellt, wirbt, an uns soll es nicht fehlen.“ wurde genehmigt. der Vorsitzende bedauerten allerdings, daß man N edition: Exv Kreuzplatz Nr. 4. vor 20 Jahren das Schwabenalter erreicht habe. Die Tagesordnung wurde rasch erledigt. Der Prorogation des Finanzgesetzes bis 31. März 1898 stimmte das Haus einstimmig zu. Bericht⸗ erstatter Graf Solms-Laubach bemerkte dazu, daß er die Mißstände bedauere, die notgedrungen sich durch ein längeres Hinziehen des bestehenden Zustandes ergebe, indem mehrere Mehrein⸗ stellungen des Budgets dadurch nicht rechtzeitig zur Verwendung kämen.— Die Herabsetzung des Zinsfußes der Staatsschulden auf 3¼ Proz. Finanzminister Weber und die„kleinen Rentner“ dadurch schädige. * Mainz, 12. Juni. Der Friseur Peter Schneider zu Alzey war mit dem städtischen Wasserwerk über die Höhe seiner Zahlung für das bezogene Wasser in Differenzen geraten, durch den städtischen Arbeiter Philipp Porzeller wurde der Krahnen der Wasseruhr abgestellt und plombiert. Später ließ das Wasserwerk die Uhr holen, wobei Schneider den Arbeiter verleitete, durch einen Schlauch die unterbrochene Leitung wieder herzustellen, sodaß Schneider sich beliebig Wasser ohne Bezahlung verschaffte. Die hiesige Strafkammer verurteilte den Schneider zu drei Monaten und den Arbeiter Porzeller zu einem Monat Gefängnis.— Der Schreiner Johann Deines aus Sunz im Württembergischen wurde heute wegen Beleidigung des Kaisers 05 3 Monaten und 5 Tagen Gefängnis verurteilt. * Krofdorf, 15. Juni.(Viehseuche.) Unter den Schweinen ist die„Rotlaufseuche“ ausgebrochen und die Gemarkungssperre ange⸗ ordnet worden. Schwurgericht. W. Gießen, 15. Junt. Um 9 Uhr eröffnet der Vorsitzende Landgerichtsrat Dornseiff die heutige Sitzung. Verhandelt wird gegen den am 14. November 1874 geborenen Landwirt Wil⸗ helm Reichert von Selters wegen Anstiftung zum Meineid. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Koch; als Verteidiger des bisher noch unbestraften An⸗ geklagten ist Rechtsanwalt Grünewald erschienen. Es sind etwa 20 Zeugen zu hören. Die heutige Verhandlung bildet das Nachspiel zu einer Verhandlung, welche am 10. März dieses Jahres gegen Johannes Ritzel von Gelnhaar wegen wissent⸗ lich falschen Eides anstand und welche trotz des Leugnens des damaligen Angeklagten mit dessen Ver⸗ urteilung zu drei Jahren Zuchthaus endete. Der damals verurteilte Ritzel hat nun nach seiner Verurteilung das Verbrechen als von ihm begangen zugestanden und be⸗ hauptet, der heutige Angeklagte, Reichert, habe ihn unter allerhand Versprechungen auf Belohnung angestiftet, den betreffenden Eid zu schwören. Um diese Anstiftung handelt es sich im vorliegenden Fall. Die Vorgeschichte des Pro⸗ zesses ist kurz die folgende: Der heutige Angeklagte war in einem Zivilprozeß von der Dienstmagd Wilhelmine Reitz wegen Zahlung von Alimenten verklagt. Der Prozeß endete damit, daß dem Reichert der Eid darüber zugeschoben wurde, daß er nicht der Vater des unehelichen Kindes sei. Diesen Eid hat Reichert geleistet, und damit ging die Alimentationsklage für die Reitz verloren. Wäh⸗ rend des Prozesses erfuhr die Klägerin von Ritzel, daß ihr Prozeßgegner Reichert eine obsköne Aeußerung gethan habe, welche für ihre Sache wichtig zu sein schien, und Ich weiß, ich that Unrecht, da ich jetzt aufstand und auf die zurückkommenden Mädchen zeigend, mich, hastig entschuldigend, entfernte. Sie fing ja an, wie alle andern, nur endete sie, als sollte sie uns schon den Segen geben! Meine Herren Leidensgenossen, warum sind wir allein schutzlos auf der Welt? Der Hase im Felde, der Hirsch, das Reh im Walde, sie haben eine Zeit, wo sie ruhig vom frischen Klee, von den duftigen Kräutern naschen dürfen nach Herzenslust— die Schonzeit. Warum sind wir gerade das ganze Jahr über vogelfrei, gehetzt und gejagt von mutigen Jägerinnen? Gebt uns eine kurze Frist im Jahr, wo wir Atem schöpfen können, sicher vor Pfeil und Bogen. Nur zwei Monate! Nein, nur einen Monat! Freilich— ich— ich— bei mir kommt alles zu spät. Meine Kreisjagd ist zu Ende— ich bin„waidrecht gefällt“ und habe selber abgeblasen. Kurz nach jenem ereignisvollen Tage erhielt ich endlich die Erlaubnis, die lange vorbereiteten gold⸗ geränderter Kärtchen versenden zu dürfen, die mich vor jeder Nachstellung sichern für alle Zeiten. Ob die Braut, die ich mir selbst gewählt, auch die schönen Eigenschaften hat, die man mir in allen Zungen an Lili, Auguste, Toni, Anna, Marie und Carla besungen? womit dieser indirekt die Vaterschaft des fragl. Kindes zugab. Die Reitz machte von dem, was sie erfahren, ihrem Rechtsbeistand Mitteilung. Dieser lud den Ritzel als Zeugen vor das Amtsgericht Ortenberg, und hier beschwor jener am 15. März 1895, daß nicht Reichert, sondern er es gewesen, der diesem gegenüber auf dem Acker die diesen, wenn er sie gethan, sonst belastende Aeußerung gethan habe. Der heutige Angeklagte ist am 10. März d. J. in der Sache Reichert vor den Ge⸗ schworenen als Zeuge vernommen, doch wurde er nicht vereldet. Er hat damals entschieden in Abrede gestellt, die fragliche Aeußerung gethan zu haben. Ritzel habe ihm in Bezug auf den Prozeß Reitz einmal gesagt, der Acker, auf dem er gerade zu thun hatte, würde wohl draufgehen. Die Aeußerung will Reichert so verstanden haben: er solle doch gutwillig bezahlen. Heute bleibt der Angeklagte bei diesen Behauptungen und erklärt die gegen ihn gerichtete Anklage für grundlos.(Die Verhandlung dauert bei Schluß der Redaktion fort.) Vermischtes. — Eine eigenartige Razzia ist, wie die „Volkszeitung“ meldet, am ersten und zweiten Pfingsttage in Berlin und dessen Vororten durch nichtuniformierte Beamte veranstaltet worden. Eine Krankenkasse, die stark von sogenannten Faulkranken in Anspruch genommen werden soll, war durch Vorstandsbeschluß genötigt, ihr gesamtes Beamtenpersonal— soweit dies sich nicht auf Urlaub befand zu einer außerordentlichen Kranken⸗ kontrolle solcher verdächtigen Patienten zu entsenden. Das Ergebnis soll die Erwartungen weit übertroffen haben und die betreffende Kasse kann nicht allein beträchtliche Strafgelder einziehen, sondern merkwürdiger Weise haben sich drei Fünftel der„Kranken“ aus Furcht vor weiteren Maßnahmen sofort„gesund“ schreiben lassen. — Zur Brandkathastrophe in Paris. Wie der„Voff. Ztg.“ aus Paris gemeldet wird, schießen jetzt dort angebliche„Retter“ bei der Bazarkatastrophe wie Pilze aus der Erde, besonders seitdem über 100 000 Franks für sie gesammelt wurden und ihnen auch un⸗ mittelbar von Geretteten namhafte Geldgeschenke überbracht werden. Am Sonntag hatte die Polizei schon 330 Be⸗ lohnungen heischende Retter eingetragen, seitdem ist wohl das vierte Hundert voll geworden. Dabei hat die Poli⸗ zelbehörde schon eine Sichtung vorgenommen und viele dieser„Retter“ infolge der eingezogenen Erkundigungen abgewiesen. Einer dieser nach Lohn schielenden„Helden“ befand sich in der Provinz, als der Bazar de Charité brannte. Ein anderer lag erkrankt in seinem Bette, frei⸗ lich in der Rue Jean⸗Goujon, konnte also den Brand wenigstens durch das Fenster sehen. Manche Retter ver⸗ langten Lohn oder wenigstens eine Denkmünze, weil sie Verletzte nach Hause begleitet haben wollen. Die Unter⸗ suchung der Behörden hat ergeben, daß manche dieser Leute einander gegenseitig als Zeugen ihres angeblichen Rettungs werkes unterstützen. — Der schnellste Zug der Erde. Die Eng⸗ länder haben abermals einen Schritt über das bisherige, schon sehr hohe Schnelligkeitsmaß hinaus gethan. Während früher der schnellste Zug, der zwischen London und Edinburg war, der die Entfernung von 400 eng⸗ lischen Meilen, also ziemlich genan die zwischen Berlin und München in 8½ Stunden zurücklegte, besteht seit diesem Frühjahr ein Schnellzug, der zu jener Entfernung nur noch 7¼ Stunden braucht. Das ist eine Geschwin⸗ digkeit von 85 Kilometer in der Stunde. Die größte, die auf so weite Entfernung bisher je zurückge⸗ legt wurde. — Eine kluge Katze. In der neuesten natur⸗ wissenschaftlichen Rundschau des„Journal des Débats“ erzählt Henri de Parville, daß ihm Dr. Bardet, der Sekretär der Therapeutischen Gesellschaft, folgende Ge⸗ schichte mitgeteilt und als Augenzeuge verbürgt hat: Dr. Bardet hat eine Katze, die besonders den Fischen nachstellt und der Köchin, so oft Fische in der Küche sich befanden, einen schlimmen Streich gespielt hat. Da verfiel die Köchin auf den Gedanken, die Fische an einer Schnur aufzureihen und am Plafond in einer Höhe aufzuhängen, die durch einen„Katzensprung“ nicht zu erreichen war. Die Katze kam, witterte die Fische, fixierte sie, miaute und lief aufgeregt umher, stets in die Höhe starrend, aber an⸗ gesichts der Unmöglichkeit, die Fische zu erreichen, setzte sich das Tier bald nieder; es schien auf die Fische ver⸗ zichtet zu haben und war in tiefes Nachdenken versunken. Plötzlich stand es auf und verließ eiligst die Küche. Am Plafond der Küche ist eine kleine Falltreppe angebracht, die zu einem Bodenraum führt. An dieser Falltreppe hörte man jetzt ein Geräusch; sie hob sich etwas, eine Pfote kam zum Vorschein, dann zwei Pfoten, endlich ein Kopf, der Kopf der Katze! Sie zwängte sich hindurch, sprang auf das Bündel Fische herab und riß im Sprunge einen Fisch mit sich, den sie unten bis auf den Kopf ver⸗ zehrte. Die Sache war so seltsam und drollig, daß man die Katze gewähren ließ. Es waren neun Fische, und neunmal machte die Katze den Weg durch die Falltreppe, that den Sprung hinab und riß einen Fisch mit sich; zuletzt bewiesen neun Fischköpfe, daß das schwere Werk glücklich vollbracht war und die Katze die Köchin an Klug⸗ heit übertrumpft hatte. Henri de Parville meint, diese Katze habe thatsächlich mit Ueberlegung gehandelt; sie ha be ihren Angriffsplan ausgedacht und dann mit Gewandtheit ausgeführt. Nicht übel für ein Tier! Neueste Telegramme. Hd. Darmstadt, 15. Juni. An Stelle des zurückgetretenen Abg. Wolfs⸗ kehl wurde gestern der nationalliberale Bürgermeister Köhler zum Landtags⸗ abgeordneten für Darmstadt gewählt. Hd. Berlin, 15. Juni. Der 11. ordentliche Berufsgenossen⸗ schaftstag tritt heute hier unter dem Vorsitz des Reichstags Abgeordneten Rösicke zusammen. Gegenstand der Tagesordnung bildet außer dem Ge⸗ schäfts⸗ und Kassen⸗Bericht auch die Er⸗ gänzungswahl zum Ausschuß, die Frage der Vereinfachung der Arbeiter⸗ Versicherung und die Abänderung der Unfall⸗Versicherungsgesetze. Hd. Berlin, 15. Juni. Dem„Berl. Tagebl.“ wird aus Madrid telegraphiert. Der Führer der cubanischen Aufständischen Rivera und sein Adjutant Ballacoa wurden kriegsrechtlich zum Tode verurteilt. General Weyler fordert die Hinrichtung. Wie verlautet, befürwortet Mac Kinley persönlich die Begnadigung, weshalb die Königin⸗Regentin die Ge⸗ nehmigung des Todesurteils verzögert. Hd. Hannover, 15. Juni. Der Bau ⸗ Unternehmer Fritz Wiese hierselbst wurde auf der Straße mit einem Dolche erstochen. Der Mörder, ein Schlossergeselle namens Wagner, wurde verhaftet. Hd. Teplitz, 15. Juni. Am Sonntag machten etwa 500 Sokolisten aus verschiedenen Städten einen Ausflug nach Karbitz. Die dortigen Deutschen hakten al le Gasthäuser besetzt und das ganze Bier aufgekauft. Als die Sokolisten mit Gewalt Bier zu erhalten suchten und die Deutschen dabei beschimpften, entstand eine Prügelei, wobei viele Tschechen und einige Deutsche verwundet wurden. Hd. London, 15. Juni. Der Prinz von Wales präsidierte gestern einer Freimaurer⸗ Versammlung zur Feier des Jubiläums der Königin Viktoria. Es waren 7000 Freimaurer anwesend, welche die Logen aus ganz England repräsentierten. Der Prinz von daß 7000 Pfund Sterling Eintrittsgelder ge⸗ sammelt seien, wovon die eine Hälfte für den Hospital⸗Fonds, die andere für Freimaurerzwecke bestimmt sei. Marktpreise. Gießen, 15. Juni. Auf dem heutigen Wochen⸗ markt kostete: Butter p. Pfd. 80— 95 Pfg., Hühnereler 1 St 6, 2 St. 11 Pfg., Enteneier 6 Pfg., Gänseeier 11 Pfg., oe 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 18, Linsen 27 Pfg Tauben per Paar 0,70— 0,90, Hühner p. St. 1,20.—1,40, Hahnen 1,30— 1,50, Enten 1,70— 2,00, Gänse per Pfund 48— 54, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh- und Rindfleisch 60 bis 66, Schweinefl. 56—66, Schweinefl., gesalz. 70—72 Kalbfleisch 54—60 Pfg., Hammelfleisch 50—60, Kartoffel pro 100 Kilo 5,50 6,50, Zwiebeln per Zentner 8—9 Ml. Kirschen per Pfund 3040 Pfg., Milch per Liter 16 fg Spargel per Pfd. 40— 50 Pfg. 0 Grünberg. Auf dem letzten Wochenmarkte wurden für Früchte folgende Durchschnittspreise(A 50 Kilogramm) erzielt: Weizen 7,60 4, Korn 7& 28 Gerste 7, 00 3, Hafer 6& 66 8, Erbsen 0,00 Kartoffeln 2 A 74&. g Sterbefälle. Johannes Moses, 72 Jahre alt, Landwirt von Heinzenberg, Kreis Usingen. Gestorben in der alten Klinik. Am 14. Juni. Am 13. Juni. Henriette Kurz, 33 Jahre alt, Ehefrau vom Schuhmacher Wilhelm Kurz von Laimbach, Amt Weilburg. Gestorben in der neuen Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht. Am 14. Juni. Anna Schnabel, geb. Frey, 21 Jahre alt, Ehefrau vom Arbeiter Wilhelm Schnabel dahier, Sonnenstraße 3. Die Be⸗ erdigung findet Mittwoch, den 16. d. Mts., 18 5½ Uhr, vom Sterbehause aus tatt. Am 16. Juni. Sophie Balser, geb. Wallen⸗ fels, 79 Jahre alt, Witwe vom verstorbenen Buchbindermeister August Balser dahier, Selters⸗ weg 81. 2 Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redol⸗ teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmannschen Wales hielt eine Ansprache, worin er verkündete, Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 13. —— 2——ñ Verdingung; von Pflasterarbeiten. Der bekieste Streifen des nördlichen Bürger— steigs auf dem Lindenplatz soll durch ge⸗ mustertes Mosaikpflaster befestigt werden, wozu Verdingung auf Montag, den 28. d. Mts., vormittags 11½ Uhr, anberaumt wird. Zeichnung, Arbeitsbeschrei— bung und Bedingungen liegen während der Dienststunden zur Einsicht bei uns offen. An⸗ gebote auf Vordruck sind bis zum genannten Anfang 7 Uhr. Steins Garten. Heute Dienstag, den 15. Juni: 1. Abonnements-Konzert. Entree 30 Pfg. — Die Liste liegt noch an der Kasse zum Abonnieren offen. 1703 Anfang 8 Uhr. Termin einzureichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 14. Juni 1897. Das Stadtbauamt. Schmandt. Heugras-Versteigerungen. Grosses Konzert von der bekannten und beliebten Tyroler Vokal⸗ und Justrumental⸗Konzert⸗Gesellschaft —„PLO aus dem Ober⸗Innthal in Tyrol— besteht aus 4 Damen und 4 Herren. Auftreten in prachtvollen Original⸗Kostümen. Restauration Busch, Seltersweg. Dienstag. den 15. und Mittwoch, den 16. Juni 1692 N ER L Entree 30 Pfg. H. Elges. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Mittwoch, den 16. Juni l. J., nachmittags 2 Uhr, werden im Biekerschen Saale versteigert: Sophas, Kommoden, Kleiderschränke, 1 Divan, 1 Vertikow, Bilder, ein vollst. Bett, Tische, Waschkonsole, 1 Regulator, Spiegel, 1 Nähmaschine, 1 Schreibtisch, 1 Linoleumteppich, 1 Kassaschrank, 1 Buffet, 2 Hobelbänke, eine Partie Werk⸗ holz u. v. A. Versteigerung vorauss teilw. bestimmt. 1701 Geißler, Gerichtsvollzieher. Mittwoch, den 16. Juni l. J., nachmittags 2 Uhr, im„Adler“ zu Gießen werde ich öffentlich gegen Baarzahlung versteigern: 1 Regulator, 1 Handkarren, 4 Hobel⸗ bänke, eine Partie eichene Bohlen, 300 Meter Gold- und Antic-Leisten,! Verti⸗ kow, 3 Sophas(neu), 1 Bettstelle, 1 Kommode, 1 Glasschrank und sonstige Nobilien, 1 Partie Weißzeug, einen Posten Zigarren, div. Oelgemälde und sonstige Bilder, div. Goldwaren. Versteigerung vorauss. teilw. bestimmt. 1702 Engel, Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Nächsten Mittwoch, den 16. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker⸗ schen Saale, Neustadt 55 dahier, folgende Gegenstände wegen Geschäftsaufgabe versteigert: Eiue größere Partie echte Steie⸗ rische Stahlsensen, Emaille⸗ und Nickelwaren, Vorleglöffel, Obstmesser, Kinderspielwaren u. s. w. Die Sensen lönnen am Vormittag desselben Tages angesehen werden. Nachdem werden 3 große neue Spiegel mitversteigert 1696 J. A: Schneider. Ein Kellnerlehrling sofort gesucht. 1451 „Zur Pulvermühle“ in Gießen. 10 Kellner für das XII. deutsche Bundesschießen in Nürnberg können sich melden bei Restaurateur Harry Nau, 1695 Steinstraße 74. Ein tüchtiger Junge, welcher das Glaser⸗ geschäft erlernen will, sofort 1 Lehre gesucht bei. Georg Hofmann, Bahnhofstr. 24. Schützenstraße 17 möbl. Zimmer zu vermieten. 1694 Steuer⸗ Reklamationen sowie Gesuche, Verträge usw. werden geschrieben bei W. Poppelsdorf, Hammstr. 12. Oberförsterei Gießen. Das diesjährige Heugras von den Domanialwiesen wird ver⸗ steigert: Donnerstag, den 17. Juni, vormittags 9 Uhr, bei Wirt Rabeuau zu Alten⸗ Buseck, aus der Gemarkung Alten⸗Buseck, Freitag, den 18. Juni, vormittags 9 Uhr, bei Wirt Dorfeld in der Post zu Wieseck, aus der Gemarkung Wieseck; Freitag, den 18. Juni, nachmittags 3 Uhr, bei Wirt Leib im Philosophenwald, aus der Gemarkung Gießen. Großen⸗Buseck. Mittwoch, den 16. Juni werden 6 bis 7 Morgen vorzügliches Gras auf dem Forst versteigert. g 5 Londorf. Das diesjährige Heugras von 15 Morgen Freiherrlich von Nordeck zur Rabenauschen Wiesen und Gärten in der Gemarkung Alten⸗Buseck soll Donnerstag, den 17. Juni, von vormittags 10 Uhr an, in der Wirtschaft des Herrn Wilh. Rabenau zu Alten⸗Buseck versteigert werden. Trohe. Das Heugras der Gemeinde soll Freitag, den 18. Juni, vormittags 8 Uhr, versteigert werden. Anfang ist in der Weißburg Submisstonen. Giezen.(Vergebung von Bauarbeiten). Zur Erbauung eines ppyfikalisch⸗ chemischen Instituts der Landes⸗Universität Gießen sollen folgende Arbeiten durch öffentliches Angebot vergeben werden. 1. Zimmerarbeiten, enthaltend 245,00 ebm Nadelbolz zu Balken⸗ lagen und Dachwerken, 470,00 lfde. Mtr. Holzgesimse, 1180,00 qm Einschubdecken, 1000,00 qm Verschalungen, 33 Stück Dachgauben ꝛc. 2. Dachdeckerarbeiten, enthaltend 690,00 qm Schieferdeckung und 550,00 qm Holzceementbedachung ꝛc. 3. Spenglerarbeiten, uthaltend 243,00 lfde. Mtr. Wandkandel, 221,00 lfde Mtr. Kandelrohren, 175,00 lfde. Mtr. Kiesleisten, 200,00 qm Zinkblechabdeckun zen, 29 Stück Ganbenspitzen ꝛce. 4. Blitzableiteranlage, ent haltend 5 Auffangstangen, 190,00 lfde. Mtr. Kupferseil ꝛc. 5. Cement⸗, Beton⸗ und Ter⸗ razzoarbeiten, enthaltend 270,00 qm Betongewölbe, 1340,00 qm gerade Betondecken, 944,00 am Betonunterlagen zu Fußböden, 430,00 qm Cementestrich, 590,00 qm Terrazzoböden. 6. Asphaltarbeiten, enthaltend 390,00 pm Agsphaltfußbzden. 7. Putz⸗ u. Austreicher⸗ arbeiten, enthaltend 780,00 am Rappputz, 10235,00 qm Wand- und Deckenputz 470,00 lfde. Meter Anstrich von Holzgesimsen, Anstrich von 33 Stück Dachgauben ze. 8. Lieferung von 1500,00 ehm Auffüllgrund. 9. Lieserung von 8,00 ehm Treppenstusen aus Basaltlava. 10. Lieferung von 9,00 ehm Treppeustusen aus Granit. Die Angebotsunterlagen können im Amtslokale der Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neu— bauten zu Gießen(Goethestraße 52) eingesehen und zum Selbstkostenpreise, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. Gebote sind bis Samstag, den 3. Juli 1397, vormittags 10 Uhr, verschlossen und mit der Aufschrift„Angebot“ versehen einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. E “Bringe mein Lager in sener⸗ und diebessicheren Geldschränken, Geldkassetten ꝛc. ꝛc. in empfehlende Erinnerung. Empfehle für Radfahrer meine nur fachmännische Repara⸗ tur⸗Werkstätte für Fahrräder. Alle Reparaturen werden solid ausgeführt. 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Borger,„Deutscher Ho“. be 910 feftel mir 5 5 5, Werding 5 d gar: 2 2 0 e 0 se M itt a g stis ch 1 6 Dima f fene, an U be J. Arnold e Sgiwlapafh.„ Herscehen- Hier in un 8 1 t, en kur t Earnmzstäuter Haus. nun cke 8 a n genen r dien Ae ett— Hri.auerei Hichlen: een 105 en ag mi 8. 5 Nin daz n empfiehlt Peter 8(44 275 0 Harelie Lell 10 750 115 aun im un schr —d ä——— 5 2 5 5*. 1 zullde, Fi ein junges Mädchen aus guter„ 11„ dunscel 20„ e 0 aht 5 Familie wird in einer feineren„ il 5„„ 10 u fäl luer Familie(ohne kleine Kinder) Stelle 11 Lieferung frei ins Haus.* 0608 ber in e ohne gegenseitige Vergütung, wo sich 5 ö bade nn d, Agenbli dasselbe in allen Zweigen der Haus: Philimp n 0 ung denke Dir und Handarbeit ausbilden kann und mit a Basinsiofslr. II. 2 10 l ropheps zur Familie gerechnet wird, gesucht. 1600 daher leit Offerten erbeten unter N. 100 an S b fiat c 5 ent we si Ein tüchtiger 1681 Warme Bädel ln nich und di n eg en Und d Pferdeknecht auf sofort gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Mäusburg 15. 1