. c ud Nie ie Herding fin urg, Detenn 1 17 der 6. Ottung 1 „Gießen, Sab — g FN ill gen, lebende Herren Friseur el seustadt. Miggle orstand. fe 90 ran Tageszell. 3-85 pff eher. —— ift, sowie denn 1a 0 zu machen, daß Heutigen dem Heutig fel — Am Sonnkag gelangt Gustav von Mosers aus⸗ 0 ne und Gießen, Somtag, den 14. November 1897. Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. Ausgabe Gießen. iche fuudeszeitung Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn⸗ und Fei eträgt durch die Post bezogen: für die Ausgabe Gießen der Anzeigen: 10 Pfg. für die öspaltige Petitzeile. ertagen. Das Abonnement 1,90 resp. 230 Mk. Preis Kreuzpla Lokales und Provinzielles. „Gießen, 13. November.(Stadttheater.) gezeichnetes Lustspiel„Unsere Franen“ zur Aufführung. Am Montag wird auf vielfachen Wunsch Gerhart Hauptmanns Märchen⸗ drama„Die versunkene Glocke“ nochmals gegeben. In nächster Woche gastiert das renom⸗ mierte Elite⸗Ensemble„Excelsior“ im hiefigen Stadttheater an zwei Abenden. Gießen, 12. Nov. Der etwa 15 Jahre alte Bursche Freund von Watzenborn stürzte 1 im Gießener Braunsteinbergwerk, als er en Luftschaft nach dem Stollen passierte, in dlesen steben Meter tief herunter und erlitt einen Beinbruch. Der Knappschaftsarzt, der sofort zur Stelle war, legte einen Notverband an und beranlaßte die Ueberführung des Verletzten in die Klinik. * Gietzen, 12. Nov.(Schöffengericht.) In der Strafsache gegen Ritzert und Genossen wurde ersterer gestern vom Schöffengericht zu einer Gefängnisstrafe von sechs Wochen wegen gefährlicher n und zu einer Woche Haft wegen Werfens mit iergläsern auf Men⸗ schen verurteilt. Gundrum erhielt wegen Körper⸗ berletzung vier Wochen Gefängnis und wurde zu einer Buße in Höhe von 15& an den Neben- kläger verurteilt. Die vier anderen Angeklagten wurden freigesprochen. * Gießen, 13. Nov. Gestern Abend gegen % Uhr vernahmen die Bewohner des Selters⸗ weges gellendes Hilfegeschrei. Vom Kreuz aus, sowie von der Goethestraße her strömten die Menschen herbei und bildeten vor der Einfahrt der Friedelbrauerei einen dichten Knäul. Vor dem schon geschlossenen cisernen Thore der Brauerei lehnte in der Ecke ein Mann, der trotz des Menschenauflaufes fortgesetzt laut und kläg⸗ lich rief. Zu helfen gab es jedoch rein gar nichts, denn der Tumultant hatte nur zuviel über den Durst getrunken und konnte nicht von der Stelle. Zwei Mann nahmen den Trunkenen in die Mitte und brachten ihn nach Hause. Gießen, 13. Nov. Die kaiserliche Ober⸗ postdirektton Darmstadt ersucht um Be⸗ kanntgabe eines Ausschreibens an die kaiserlichen Verkehrsanstalten des Bezirks im redaktionellen Teil, worin es im wesentlichen heißt: Der Postassistent Heinrich Hedrich aus Wiesbaden, 975 aus König im Odenwald, der Unter: chlagung eines Einschreibebriefes, enthaltend 10000 Mark in Reichsbanknoten, dringend ver⸗ dächtig, ist seit dem 9. November, 2 Uhr nach⸗ mittags, flüchtig. Seine Fluchtrichtung ist un⸗ bekannt. Personbeschreibung: Alter: 2 Jahre; Gestalt: groß, schlank; Gesichtsfarbe: blaß; Haare: 5 von hier gelegene Dörfchen Michelbach heim⸗ blond; Bart: Schnurrbart, kurze] g * Gießen, 13. Nov. Ueber das Korsett als Krankheitsursache sprach dieser Tage im Verein für Verbesserung der Frauenkleidung zu Berlin der Geh. Medizinalrat Prof. Eulen⸗ burg. Der Redner hoh zuerst die Verdienste des berühmten Arztes Sömmering hervor, der am Ende des vorigen Jahrhunderts mit seiner Schrift gegen die Schnürbrust Aufsehen erregte. Die Schrift richtet sich vornehmlich gegen die französische enge Mode und hatte großen Erfolg. Eine Zeit lang herrschte die natürliche Tracht vor, aber bald entstand das heutige Korsett, das ein wahres Marterwerkzeug geworden ist. Unter den Störungen, die es berursacht, unterschied Geheimrat Eulenburg zwei Gruppen, Störungen der Atmung und dadurch bedingt der Ernährung, und Störungen der Muskelthätigkeit und des Blutumlaufs. Die Verhinderung einer aus⸗ reichenden Atmung hat zunächst eine Schwächung der gesamten Organe des Rumpfes zur Folge; es entsteht Herzschwäche, Blutarmut und Bleich⸗ sucht, weil durch die Einpressung der Atemorgane die Aufnahme des Sauerstoffes der Luft in das Blut gehindert wird. Man unterscheidet jetzt beim Manne eine abdominale Atmung, d. h. eine Bewegung des Zwerchfelles und der Muskeln des unteren Rumpfes und des Leibes, bei der Frau aber eine kostale, d. h. mehr eine Bewegung der oberen Rippen. Eigentümlichkeiten als einen Geschlechtsunterschied dargestellt, doch ist die verschiedene Atmung nur ein KUnstprodukt, denn ein Knabe und ein un⸗ geschnürtes Mädchen atmen in gleicher Weise. Bemerkenswerte Untersuchungen darüber haben amerikanische und 8955 Forscher, unter ihnen besonders Havelock Ellis angestellt. Größer noch find die durch den Druck der Korsetts hervor⸗ erufenen organischen Veränderungen. Der be⸗ ständige Druck wirkt nachteilig auf die Nerven, er ruft heftige neuralgische Rückenschmerzen hervor. Die Muskeln erschlaffen und besonders stark werden die weichen Teile des Leibes beeinflußt. Die Leber und der Magen bekommen Furchen, die Eingeweide, die Milz, die Nieren werden verschoben und die Folgen sind die bei Frauen so häufig vorkommenden Gallensteine und die Wanderniere.— An diesen Vortrag schloß sich eine Erklärung der verschiedenen neuen Leibchen, welche die Industrie als Ersatz für das Korsett bietet, durch Frau Oberstlieutenant Pochhammer. Schließlich führte Frl. Gunda 82 unter Vor⸗ weisung verschiedener farbiger Bilder aus, daß der Schnitt unserer Kleider sich zwar ändern müsse, daß dieses aber sehr wohl im Anschluß an die Mode geschehen könne. * Schotten, 12. November. Ein schweres Brandunglück hat das eine halbe Stunde Gestern Nachmittag kurz nach 4 Uhr gesucht. ewahrte man ungehuere Rauchwolken gen Bartkotelettes; Kleidung: dunkelgrauer Kaiser⸗ mantel, schwarzer, weicher Filzhut.— Die kaiser⸗ liche Verkehrsanstalt wird beauftragt, die Orts⸗ olizeibehörde von dem Vorfall in Kenntnis zu 15 mit dem Ersuchen, auf den Flüchtigen zu ahnden und im Betretungsfall dessen Festnahme herbeizuführen. Gießen, 13. Nov. Deutf Eine neue Sprache zu entdecken, ist dem Unter⸗ suchungsrichter zu Wiesbaden gelungen. Der⸗ selbe erläßt nämlich im„Oeffenklichen Anzeige einen Steckbrief, worin als Sprache des Ge, suchten angegeben wird:„Deutsch⸗nassauisch! Also aufgepaßt! ch⸗nassauisch. Himmel steigen. Das Feuer ist in der Scheune des Johs. Fleischer, in welcher sein Kind spielte, entstanden. Man gewahrte dasselbe erst, als mächtige Flammen zum Dachstuhl hinaus⸗ schlugen. Ein heftiger Ostwind wehte ein Funkenmeer auf, die benachbarten, teils mit Stroh gedeckten Gebäude, und in kurzer Frist standen 5—6 derselben in hellen Flammen. Die benachbarten Feuerwehren waren bald zur Stelle, aber es konnte nicht verhindert werden, daß bis gegen Abend schon zehn Gebäulichkeiten dem sich mit rasender ee ausbreitenden Feuer zum Opfer fielen. Es sind niederge⸗ brannt die ganzen Hofreiten von Forstwart 9 22——— 2 — Die schlechte Handschrift. Humoreske von Karl Kern. (Nachdruck verboten). (Schluß.) Mannes arbeitete Das Gesicht des jungen f eigentümlich; er druckste eine Weile und sagte endlich: f „Es ist aber doch besser, man weiß, woran man ist.“ i „Ae, ich werde Ihnen vorläufig die Woche zehn Mark geben“, kam es etwas gequetscht über Groß⸗ munds Lippen. Er studierte dabei angelegentlich den Eindruck seiner Worte. Des Jünglinge Augen leuchteten nicht mehr ganz so hell wie vorhin. „Wenn Sie einschlagen, will ich Ihnen ja bald „Jedenfalls zulegen“, fuhr der Rechtsanwalt fort. können Sie sicher sein, daß ich Jynen das, was Sie verdienen, nicht vorenthalten werde.— Eins möchte ich Ihnen noch sagen, bevor wir das Ex⸗ periment mit Ihnen beginnen: Sie verfügen über Ich muß Sie Umständen aber gar kein Fehler. 5 bitten, damit klug zu wirtschaften, und diest Gabe nur da hervortreten zu lassen, wo sie am Platze ist.“ Otto Gericke hatte in der ersten Zeit seiner Amtsthätigkeit beim Rechtsanwalt Dr. Großmund viel Gelegenheit, seine Uebung im Kopieren von Briefen, Ordnen und Heften von Akten, Einkassteren von Rechnungen und anderen Vorarbeiten für die höhere Beamten ⸗Karriere zur Geltung zi bringen. Dabei aber ließ ihn der Rechtsanwalt doch nicht aus den Augen. Er ließ ihn öfters zu sich rufen und hatte dann irgend etwas zu fragen oder ihm einen Auftrag zu geben, der nicht direkt mit dem Mechanismus der Anwalts⸗Schreibstuben in Ver⸗ bindung stand. Anfangs wunderte sich Otto im stillen darüber, daß er ihm mit so sonderbaren Sachen kam, von denen er meist garnichts versta id. Allmählich aber begann ihm eine dunkle Vorstellung dadon aufzudämmern, wie umfassend und ver⸗ schiedenartig die Betriebsamkeit dieses Mannes war, Redaktion und Expedition! Bisher hat man diese] Ztg r— tz Nr. 4. Göns, Launsbach, Lauter, Leihgest ilialen: Alten⸗Buseck, Daubringen, Fellingshausen, Flensungen, r.-Linden, Grünberg, Hausen, Heuchelheim, Hochelheim, Kinzenbach, Kl⸗Linden, Krofdorf, Lang⸗ rod, Staufenberg, Steinbach, Steinberg, Ulrichstein, Watzenborn, Wetzlar, Wieseck, Wißmar. Garbenteich, Or.-Buseck ern, Lollar, Mainzlar, Queckborn, Rödgen, Rodheim, Stangen⸗ Karl Krämer, Ludwig Rühl, Johs. Link, Johs. Fleischer, Wilh. Ebert, Karl Schäfer I. ferner die Scheuer von Theod. Becker; die Scheuern von Peter Becker IV, Karl Schäfer II, Peter Schäfer III standen in Flammen und konnten nur zum kleinen Teil 19 werden. Das Wohnhaus von Peter Theiß und die Schul⸗ scheuer, die am Giebel und Dach brannten, wurden dem Feuer wieder entrissen. Die Feuer⸗ wehren arbeiteten die ganze Nacht hindurch, um das Feuer auf seinen weit ausgebreiteten Herd zu beschränken, und haben heute noch Dienst. Das Söhnchen des J. Fleischer, das in der Scheuer seines Vaters gespielt, wird vermißt; man glaubt, daß dasselbe in den Flammen um⸗ 10 ist. Die Gebäude sind in der Landes⸗ randkasse versichert. Mobilien hat nur Forst⸗ wart Krämer versichert; den anderen ist alles verbrannt, sie stehen von aller Habe entblößt da und haben nur das nackte Leben gerettet. Hilfe ist hier dringend geboten.(Schott. Krsbl.) * Darmstadt, 12. Nov. In der gestrigen geheimen Sitzung der Stadtverordneten wurde zum Vorsitzenden des Gewerbegerichts gewählt Herr Bürgermeister Köhler, als dessen Stellvertreter Herr Rechtsanwalt Dr. Stein. * Darmstadt, 12. Nov. Aus guter Quelle erfährt ein hiesiger Berichterstatter der„Frankf. tg.“, daß regierungsseitig der Wunsch ausge⸗ sprochen sei, die hessische Eisenbahnabtei⸗ lung trotz der Uebernahme der Verwaltung durch Preußen noch beizubehalten, dieselbe sei wenigstens für kürzere Zeit noch nötig zur Anlage eines Schuldbuches. Es verlautet ferner, daß Preuß in mit Baden wegen Uebernahme des badischen Anteils an der Main⸗Neckar⸗Bahn in Unterhandlungen stehe. Preußen habe sich er⸗ boten, Baden seinen Anteil mit zehn Prozent eventuell noch höher zu verzinsen. Eine Ver⸗ ständigung sei bereits erzielt, was jedoch von anderer Seite noch bestritten wird.— Abg. Dr. Osann läßt nunmehr selbst erklären, daß die Nachricht, wonach er bei den nächsten Reichstags⸗ wahlen nicht wieder kandidieren werde, un⸗ richtig sei. * Farmstadt, 12. Nov. Man schreibt der „F. Ztg.“: Zur Beleuchtung der nicht gerade entgegenkommenden Politik der Preuß. Staats⸗ bahnen gegenüber süddeutschen Bahnen und egen das handelstreibende Publikum liefert das 1 1. April für die hiestgen Bahnhöfe be⸗ tehende Tarif verhältnis einen Beitrag. Von diesem Zeitpunkt waren nämlich die Tarife für Darmstadt mit dem Norden für beide Bahn⸗ höfe(Hess. Ludwigsbahn und Main⸗Neckar⸗Bahn) immer gleich, sodaß der Geschäftsmann und die Rollfuhren mit diesem Verhältnis rechnen konnten und für sie einerlei war, auf welchem der beiden Bahnhöfe die Güter nach Norden aufgeliefert wurden. Die am 1. April l. Js. 1 Darm⸗ stadt Hess. Ludwigsbahn erschienenen Tarife ent⸗ halten direkte Frachtsätze für hunderte von kleineren norddeutschen Stationen, mit denen früher nicht direkte Güterabfertigung bestand. Diese Tariferweiterung ist aber nur für Darm⸗ stadt Hess. Ludwigsbahn getroffen, während sie für Darmstadt Main⸗Neckar⸗Bahn nicht besteht und, wie wir erfahren, der Verwaltung dieser Bahn von Preußen auch nicht zugestanden wird. Das bestehende Verhältnis hat uun die Wirkung, daß die im Verkehr der betr. norddeutschen Sta⸗ tionen, wenn auch nur vereinzelt, vorkommenden Gütersendungen nach und von Darmstant Hess. Ludwigsbahn direkt, dagegen nach und von Darmstadt Main⸗Neckar⸗Bahn nur mit Umkar⸗ tierung auf einer Unterwegsstation expediert werden können. Die letztere Abfertigungsweise ist für das Publikum nachteilig, weil durch die Umexpedition höhere Frachten erwachsen. Aus diesem Grunde und da die bei dem einen Bahn⸗ hof nicht tarifierten norddeutschen Stationen nicht bekannt sind, ist die Tarifungleichheit für die Bahnhöfe am gleichen Orte für den Handels⸗ stand recht störend; der letztere dürfte zweifellos ein Recht auf Herstellung gleicher Tarife haben, umsomehr als für denjenigen Bahnhof, der z. Zt. nicht im Besitze der Tarife ist, das Bedürfnis dafür mindestens im gleichen Maße besteht, wie für den anderen Bahnhof. Die Forderung höherer Frachten von dem einen Bahnhof er⸗ scheint in keiner Weise berechtigt und da das Verhältnis thatsächlich seit 1. April laufenden Jahres besteht, so erscheint dessen Beseitigung dringend erwünscht und wir zweifeln nicht daran, daß eine Aenderung Seitens der Preuß. Eisenbahn⸗Aufsichtsbehörde auch veranlaßt werden wird. 2 * Darmstadt, 12. Nov. Die Steuer⸗ kommissäre in Darmstadt, Mainz und Offeu⸗ bach haben im Auftrag ihrer sämtlichen Kollegen ein Gesuch an die zweite Kamm er gerichtet, worin um Gleichstellung ihrer künftigen pen⸗ sionsfähigen Gehalte mit denjenigen der Amts⸗ richter gebeten wird.— Der Abg. Weith hat den Antrag gestellt, die im Hauptvoranschlag pro 1897/1900 für die Kur musik in Bad Nau⸗ heim und die dortigen Parkanlagen vorgesehenen Posten auf 29000 4 bezw. 31 500 4 zu er⸗ höhen. Die Benefizkonzerte sollen nach dem An⸗ trag für die Folge wegfallen. „Mainz, 12. Nov. Die Verabreichung eines warmen Frühstücks an die unbe⸗ mittelten Kinder der hiesigen Volksschulen wird in aller Kürze wieder zur Einführung gelangen. Die hiesigen Armenpfleger machen soeben in Verbindung mit den Oberlehrern Erhebungen über diejenigen Kinder, die während der kalten Winterszeit ein warmes Frühstück in den Volks⸗ schulen erhalten sollen. Von den 7000 Schul⸗ kindern der Volksschulen haben im letztverflossenen Winter 750 ein warmes Frühstück erhalten, also etwas über 10 Prozent sämtlicher Schulkinder haben an dem Frühstück Teil genommen. Es wurden zusammen an 75 Schultagen 56 250 Portionen verabreicht. Auszug aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde. Matthäusgemeinde. Taufen. Am 7. November. Dem Bierkutscher Wilhelm Balser ein Sohn, Anton Philipp Johann, geboren den 11. Oktober. Trauungen. Am 6. November. Friedrich Wilhelm Böhme, Kauf⸗ mann zu Dortmund, mit Marie Karoline Emilie Katha⸗ rine Jughardt, Tochter von dem Metzger und Wirt Ernst Jughardt zu Gießen.— Am 10. November. Wilhelm Kern, Posthilfsbote zu Gießen, mit Auguste Schäfer, Tochter von dem Maurer Peter Schäfer zu Haßelbach. Markusgemeinde. 3 Taufen. Am 7. November. Dem Schlosser Wilhelm Klös ein Sohn, Christian Hermann Robert, geboren den 6. Oktober. Dem Schreinermeister Christian Schopbach eine Tochter, Emilie Henriette, geboren den 18. Oktober. Beer digte. Am 8. November. Katharine Elisabeth Weller, 64 Jahre alt, starb den 5. November. ——— — ——————. Respekt bekam. Noch mehr Respekt aber vor dem vielen Geld, das Großmund Der glühende Wunsch, es auch einmal annähernd zu einer so einträglichen Lebensstellung zu bringen, ließ den Jungen alle Kräfte zusammen⸗ raffen. Er suchte sich für alles lebhaft zu interes⸗ sieren, womit sein Chef sich befaßte, und so gelang es ihm auch nach und nach, seinen Horizont zu er⸗ weitern und sich mit der Zeit beinahe vollständig waltigen hatte Otto verdiente. äußerste auszunutzen, das waren!] die Eigen⸗ schaften, die Otto hauptsäshlich in sich entwickelt hatte und die ihm, unterstützt von tüchtiger Arbeits⸗ kraft und frischer Arbeitslust, zu einem äußerst glücklichen Geschäftsmann machten.——— Er hat während der letzten Jahre Zeit ge⸗ funden, neben seiner regen geschäftlichen Thätigkeit noch an einer sogenannten„Presse“ Uaterricht zu nehmen, sodaß es ihm gelang, seiner Militärpflicht zu mausern. Schon nach ein paar Monaten mehrten sich die Arbeiten im„Außendienst“, die besonderen Kom⸗ misstonen des Chefs von Tag zu Tag. Und als ein paar Jahre vergangen waren, erkannten seine früheren Freunde den schneidigen, eleganten Otto Gericke kaum wieder, wenn er für seinen Rechts⸗ anwalt zur Börse fuhr oder nach einer Hypotheken⸗ bank, deren Direktor sich im Laufe der Zeit ge⸗ wöhnt hatte, mit dem jungen Manne genau so zu verhandeln, als mit dem Dr. Großmand selbst. Ein klarer Kopf, kluge, kalte Berechnung, eine als Einjährig⸗Freiwilliger zu genügen. Er thut das gegenwärtig bei einem Berliner Garderegiment und führt ein recht flottes Leben, denn seine Mittel er⸗ lauben es ihm. Nicht nur bei seinem Rechtsanwalt hat er schönes Geld verdient, sondern auch nebenbei gar manches Geschäftchen gemacht, und von dem er dem Chef nichts sagte. So wurde es ihm möglich, über dreißigtausend Mark bei seiner Bank zu deponieren. Der alte Leisetritt ist noch immer Kopist beim Rechtsanwalt Großmund. Man will seine schöne Handschrift nicht entbehren. Vor zwei Jahren hat man ihm pro Monat zehn Mark zugelegt, so daß raffinierte Kombinationsgabe und das Talent, im einen ziemlich zahlreichen Das ist unter Mangel an Bescheidenheit. Umständen ein großer, unter andern vor dessen Energie und Arbeitskraft er einen ge⸗ richtigen Augenblick günstige Umstände bis aufs er jetzt hundertzwanzig Mark verdient. Vermischtes. — Tod eines Schülers infolge Mißhand⸗ lung? Großes Aufsehen erregt in Charlottenburg die Beschlagnahme der Leiche eines Schulknaben Max Gü se, welche auf Anordnung der Staatsanwaltschaft er⸗ folgt ist, weil der Polizeidirektion von Charlottenburg Anzeige gemacht wurde, daß der Tod des Knaben infolge von Mißhandlung durch einen Lehrer eingetreten sei. Max Güse, Sohn eines Dleners, stand im 12. Lebens⸗ jahre und besuchte die zweite Klasse der 7. Charlotten⸗ burger Gemeindeschule in der Joachimsthalerstraße. Vor drei Wochen soll er von einem Lehrer mit einem Rohr⸗ stocke über den rechten Oberschenkel geschlagen und einige Tage darauf erkrankt sein. Er wurde zunächst auf Lungenentzündung behandelt. Es stellte sich dann später die Notwendigkeit heraus, dem Knaben das rechte Bein zu operieren. Montag früh ist Max Güse gestorben. — Der Stein von Weinsberg. Die Treue der Weiber von Weinsberg und ihre herrliche That im Jahre 1140, durch welche sie ihre von König Konrad zum Tode verurteilten Männer retteten, indem sie dieselben „als kostbarste Habe“ auf dem Rücken aus der eroberten Feste trugen, ist weltbe annt. Weniger bekannt ist, daß im Zusammenhang mit dieser heroischen That noch heute in Schwaben ein sinniger Gebrauch existiert, dem besonders heimlich Liebende oder solche, deren Verbindung irgend ein Hindernis im Wege steht, huldigen. Als Zeichen ewiger Treue geben sich dieselben einen„Stein von Weins⸗ berg“. Aus der herrlichen Burgruine der„Weibertreu“ bei Weinsberg werden nämlich kleine Steinchen gebrochen und auf Ringe gefaßt, die als„Weibertreu⸗Ringe“ sodann offen am Finger oder verborgen an einer Schnur um den Hals getragen werden. Das Bekanntwerden der schönen Idee in weiteren Kreisen wird dem schwäbischen Dichter Justinus Kerner zugeschrieben, der bekanntlich Jahr⸗ zehnte lang in Weinsberg gelebt und einen solchen Ring in den zwanziger Jahren der damaligen jung vermählten Kronprinzessin Olga von Württemberg bei ihrer Durchreise durch Weinsberg in feierlicher Weise überreicht hat. That⸗ sache wenigstens ist, daß das Schenken von„Weibertreu⸗ Ringen“ bereits im Anfang unseres zu Ende gehenden Jahrhunderts lebhaft im Schwung war und bei mancher stillen Liebe eine bedeutungsvolle Rolle spielte. Dieses zum Herzen sprechende Motiv hat ein Dichter unserer Tage, Ernst Edler von der Planitz, der Verfasser des bekannten vaterlündischen Epos„Der Dragoner von Gravelotte“ in seiner neuesten Dichtung„Die Weiber von Weinsberg“ neuerdings aufgegriffen und läßt seine Uta, die Heldin von Weinsberg und sagenhafte spätere Stamm⸗ mutter des Geschlechtes„derer von Weinsberg“ am Abend vor der Uebergabe der Stadt, als alles verloren scheint, einen solchen Stein aus der Mauer des Schloßturmes brechen und ihn ihrem Liebsten überreichen als Zeichen felsenfester Treue. Vielleicht giebt die poetische Erklärung des schönen Gedankens Veranlassung, dem Gebrauch auch außerhalb des Weichbildes von Weinsberg neue Freunde zuzuführen. — Stierkämpfer und Schullehrer. Rafael Guerra, der berühmteste spanische Torero der Gegenwart, bezieht jährlich über 300 000 Pesetas. Aber auch die Impresarii der Plazas gewinnen durchgehends ein schönes Geld. Der Unternehmer des Stierzirkus in Saragossa hatte für sechs Corridas einen Reingewinn von 30 000 Pesetas. Bartolo, der Unternehmer der Madrider Plaza, zieht sich jetzt, nach sechsjähriger Thätigkeit, vom Geschäfte zurück, mit einem Gesamtgewinne von 197 500 Duros, also ungefähr einer Million Pesetas. Ein seltsamer Kon⸗ trast hierzu bildet das traurige Los, das noch immer den spanischen Schullehrern beschieden ist. Wie nach der „Frankf. Ztg.“ in Madrider Blättern zu lesen ist, hat vor Kurzem der Generaldirektor des öffentlichen Unter⸗ richts eine genaue Statistik der den Schullehrern schuldigen Gehälter aufstellen lassen. Den amtlichen Daten zufolge beläuft sich die Gesamtschuld an Lehrer und Lehrerinnen auf 8 965579 Pesetas. Die einzigen Provinzen, die in dieser Beziehung schuldenfrei sind, sind: Barcelona, Bur⸗ gos, Guipoczcoa, Valencia und Biskaya. Die Regierung hat an alle Zivilgouverneure den Befehl erteilt, die Ge⸗ meinden zu nötigen, ihren Pflichten nachzukommen. Da⸗ bei wird man es wohl bewenden lassen. Die Presse er⸗ hebt schon seit Jahren ihre Stimme gegen diese Zustände, aber vergebens. Letzte Nachrichten. * Gießen, 13. Nov.(Die Jagd auf die Wildsau.) Wie bekannt, geht jetzt in Gießen alles auf die Jagd, was nur eine Büchse tragen kann. Das wird von den alten eingefleischten Nimroden nicht gerne gesehen. Jede Gelegenheit wird benutzt, um den Neulingen einen Streich zu spielen und ihnen das Jagen zu verleiden. So war vor einiger Zeit eine Anzahl alter Gießener Jäger in einem oberhessischen Revier zu einer Treibjagd zusammengekommen. Auch zwei solcher Sonntagsjäger hatten sich hinzn⸗ gesellt. Man konnte diese Leute aus geschäft⸗ lichen Rücksichten nicht gut abschütteln, und so wurden denn zwei Treiber ins Vertrauen gezogen, den Grünschnäbeln einen Streich zu spielen. Ein halb⸗fettes Schwein war zu dem Zwecke bereits präpariert. Man hatte dasselbe von oben bis unten mit dunkelbrauner Farbe angepinselt und wurde nun den jungen Jägersleuten beim Treiben vor den Lauf getrieben. Zwei wohlgezielte Schüsse streckten die vermeintliche Wildsau zu Boden. Die glücklichen Schützen brachen die Jagd natür⸗ lich sofort ab, ließen das Tier in das Absteige⸗ quartier der Jagdgesellschaft bringen und ver⸗ anlaßten dort die schleunige Absendung der Beute an einen Wirt nach Gießen, wo vorgestern der „Wildbraten“ verspeist werden sollte, zu dem natürlich außer den Jagdteilnehmern auch einige Freunde geladen waren. Das Ende der Geschichte kann man sich wohl denken. Den versammelten Gäste wurde unter schallendem Gelächter die braune Tunke vorgezeigt, von welcher sich die„Wildsau“ beim Abbrühen ent⸗ färbt hatte. Die glücklichen Schützen aber ent⸗ fernten sich eiligst. — * Gießen, 13. Nov. Als zu klein er⸗ wiesen hat sich der Warte aal vierter Klasse im hiesigen Bahnhofsgebäude. Derselbe wird gegenwärtig vergrößert. Die Wand, welche die in der nördlichen Hälfte des Bahn⸗ hofsgebäudes gelegenen Räumlichkeiten seither vom Wartesaal trennte, wird zu gedachtem Zwecke durchbrochen. Wie wir hören, soll auch für die Aufstellung einer größeren Anzahl Bänke und Stühle gesorgt werden. Damit würde einem großen Uebelstand abgeholfen, denn seither konnte man gar häufig beobachten, daß ein großer Teil des Publikums im Wartesaal stehen mußte. Die dringend notwendig gewordene Vergrößerung des Wartesaals liefert wieder von Neuem den Beweis, daß die dritte und vierte Wagen⸗ klasse dem Eisenbahnfiskus das meiste Geld einbringt. Ob nun auch einer Ueberfüllung der Wagen vierter Klasse vorgebeugt wird? Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 31. Oktober. Dem Weichensteller Christian Arnold eine Tochter, Wilhelmine Christine.— Am 2. November. Dem Schlosser Albert Franz Otto ein Sohn, Friedrich. — Am 3. November. Dem Installateur Wilhelm Wehn ein Sohn, Adolf. Dem Tagelöhner Jost Bergener eine Tochter, Luise.— Am 4. November. Dem Eisenbahn⸗ schaffner Joseph Pauly eine Tochter, Anna.— Am 5. November. Dem Hilfsbremser Philipp Rahm eine Tochter, Marie Wilhelmine.— Am 6. November. Dem Händler Jakob Rühl eine Tochter. Am 7. November. Dem Schuhmachermeister Friedrich Keil eine Tochter. Aufgebote. Am 8. November. Heinrich Voos, Bierbrauereigehilfe zu Pfungstadt, mit Dorothea Frick daselbst. Johann Karl Eichmann, Kaufmann zu Gießen, mit Ottilie Neumann zu Schotten.— Am 9. November. Albert Hofmann II, Weißbinder zu Ober⸗Wöllstadt, mit Anna Fischer daselbst. Am 11. November. Franz Theodor Backhaus, Hoboist dahier, mit Friederike Johannette Simon hier⸗ selbst.— Am 12. November. Emil Freund, Kellner da⸗ hier, mit Maria Magdalene Gerstadt zu Johannisberg a. Rhein. Am 23. November. Heinrich Friedrich Ferdinand Jung, Kellner zu Aschaffenburg, mit Elisabeth Becker hierselbst. Eheschließungen. Am 6. November. Friedrich Wilhelm Böhme, Kauf⸗ mann zu Dortmund, mit Marie Karoline Emilie Katha⸗ rine Jughard hierselbst. Wilhelm Heinrich Nau, Spengler dahier, mit Karoline Hoffmann hierselbst.— Am 10. November. Wilhelm Kern, Posthilfsbote dahier, mit Auguste Schäfer von Haßelbach.— Am 11. November. Karl Anton Heinrich Nies, Forstassessor zu Erbach i. O., mit Amalie Anna Elisabeth Leinberger hierselbst. Sterbefälle. Am 6. Nov. Karoline Maier, 5 Monate alt, Tochter des Dachdeckers Hermann Maier dahier. Theodor Tschan, 3 Monate alt, Sohn des Schlossers Theodor Tschan da⸗ Gefunden. 2 Brillen, 3 Brochen, 2 Bücher, 1 Porte⸗ Gas⸗Cokes. — alt, Tochter des Wirt Karl Loth dahier. November. Philipp Wall, 39 Jahre alt, Holzhausen, Kreis Friedberg.— Luise Trinkaus, 2 Monate alt, meisters Gustav Trinkaus dahier. Neueste Telegramme. Hd. Wien, 13. Nov. Der Lektor an der hie: sigen Universität, Max Cunplamicz, ein Brudei des aus Deutschland ausgewiesenen Anarchisten, scho ß sich wegen verschmähter Liebe zu einer verhet⸗ rateten Frau, einer Schriftstellerin, eine Kugel in die Brust und verletzte sich schwer. Hd. Paris, 13. Nov. Der Sena Scheurer hat einen Advokaten. tragt, beim Kriegsminister Schritte zu thun, damit die Revision des Pro zesses Dreyfus eingeleitet würde. Man glaubt daraus schließen zu müssen, daß Scheurer am nächsten Montag dem Minister die Dokumente, die er zu haben vorgiebt, vorlegen wird. Hd. Valenzia, 13. Nov. In den Dörfern Grad und Nazaret sind Ueberschwem mung en vorgekommen. Mehrere Brücken wurden zerstört. 15 Personen sind er⸗ trunken. Hd. Newyork, 13. Nov.„Newyork, zwischen Deutsch⸗ N U Am 11. No 8 Tochter des Metzger. 5 1 Herald“ meldet, daß land und der Türkei eine mil tärische uebereinkunft abgeschlossen worden sei, welche der Türkei eine defensive Rolle in dem Dreibund überträgt. Hd. Rio de Janeiro, 13. Nov. Der Senat hat in zweiter Lesung den Kriegs- zustand erklärt. In einer gemeinsamen Sitzung des Senats und der Kammer wurde der Kriegszustand angenommen. Briefkasten. Herrn P. hier. Ihre Einsendungen sind nicht von öffentlichem Interesse, weshalb wir von der Be⸗ nutzung derselben absehen müssen. Marktpreise. Gießen, 13. November. Auf dem heutigen Wochen! markt kostete: Butter per Pfd. 1,— 1,15 Mk., Hühnerelm per St. 7—9 Pfg., Enteneier 7 Pfg., Gänseeier 12 Pfg. Käse 4—9, Käsematte 3, Erbsen per Liter 20, Linsen 30 Pfg. Taub en per Paar 0,50— 0,65, Hühner per St. 90 1,10, Hahnen 60— 1,00, Enten 1,60—2 Mk., Gänse per Pfund 46-62, Ochsenfleisch 66 74, Kuh⸗ und Rindfleisch 600 bis 66, Schweinefl. 64— 72, Schweinefl., gesalzenes 76, Kalbfleisch 60—64 Pfg., Hammelfleisch 50-60, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,50— 5,00 4, Weißkraut per Stück 6 bis 10 4, Zwiebeln per Zentner 6,00, Milch per Liter 16 Pfg. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Nedal⸗ teur: Wilhelm Sel in Gießen; Druck der E. Ottmanpschen — hier.— Am 8. November. Auguste Loth, 22 Jahre Buchdruckerei, Gieß n, Schloß gasse 13 — Br bp rei vom 14. bis 28. November 1897. e monuaie mit Inhalt, 1 Taschenmesser, 1 Hals- Durch Stadtverordneten⸗Beschluß vom 30. September bezw. 28. Oktober 1 Kg.(2 Pfd.) Tafelbrod 805 e. 29 Pf e e d. J. wurden die Preise unserer Gascokes bis auf Weiteres festgesetzt 2 Kg.(4 Pfd.) Tafelbrod e e 5 1 Henkelkorbdeckel sowie die Verkaufsweise eingerichtet, wie folgt: 1 170 05 305 7 5 bal Hack r 2 5 Gießen, den 13. November 1897. für den Zentner 2 Kg.(4 Pfd.) Weißbrod 1 ee, Großherzogliches Polizeiamt Gießen. 25 ab Berkanfsstelle: 2 Kg(4 Pfd.) Weißbrod bei Heinr. Plank 17 v. Bechtold. 8 5 1 1.10 Mk. 1 80 0 Se d a 25 7 ußi⸗Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für 1 Kg.(2 Pfd.) Schwarzbrod U ei nn 1 Bekanntmachung. Stubenheizung und für weite und enge Ofen— 2 Kg.(4 Pfd.) Schwarzbrod 1 f 50 4 5 17 92 n schächte passend zerkleinert: 5 5 8 5‚53 Schneid bei Heinr. Plank. 48„ U r das Jahr rei Gaben von je 7 4 74461. 3 9. 1 warzbrod. 8 5 5 8 0 785 70 Ml. an drei in Gießen wohnhafte, wül⸗ Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korn— Des ame rte e dige und bedürftige Handwerker oder deren größe des Anthracit, gangbarste Sorte 5 120 1 Kg.(2 Pfd.) Weißbrod bei L. Steinmüller(OGr.⸗-Linden) 88 Witwen, evangelischer Confesstion, zu vergeben. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße W. Weitzel(Langgöns) 25„ 8 7 5 15 aa 5 5 des Anthracit 125 2 46.(4 Pfd.) Weißbrod bet 3 5 Fabel(Wiesech) 5 5„3 vember d. Js. bei der unterzeichneten Be⸗ ö g..) Weißbrod bei J. Kd. Velte(Kirch⸗Göns) u. W. Stein⸗ e, 2 Ju gesche hen, 5 Für Anfuhr an das Haus werden 8 Pfennig für den Zentner 1 19958 5 a0) u. G8. Sten* Gießen, den 13. November 1897. erechnet. 5 g 5 W. Weitzel(Tanggöns z„ 50„ Großh. Bürgermeisterei Gießen.. NB. Sofern das Verbringen der Cokes auf die betr. Lagerplätze(Keller, Stall pp.) Wilh. Fabel(Wieseck) 8 5 f 52 J. V.: Wolff. mit keinem außergewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschiebt dies ohne besondere Vergiültung. 2 Kg.(4 Pfd.) Schwarzbrod bei Joh. 15 Velte(Kirch⸗Göus) 12 5 8 Eine Preisermäßigung bei Entnahme von Wagenladungen erfolgt nicht mehr. L. Steinmüller(Gr. ⸗ Linden) und W. Bekanntmachung. Der Verkauf unserer Gascokes unter und bis einschließlich Steinmüller(cang-Ozne): 44 EAus der Friedrich Wügzaschen Stil. 3 Zentner findet bis auf Weiteres im Gaswerk nicht mehr une Ne 1 b 5 1 a r e e Gützens, 1 75 und 11 fol nur den hie sig u Fir 3 Klein- 3 Kg.(6 Pfd.) Schwarzbrod 70(Wiesech, Wilhelm Fabel 5 3 i d i zer⸗— Dagegen ist bei 5 ieseck). 8. t. 0* Familienhäupter oder einzeln stehende Per geg olgenden estgen emen ein ein Gutes Jatsby(Altenbusech 72 sonen, Unterstützungen zu vergeben und zwar zwei mit je 150 Mk. und acht mit je 100 Mk. Bewerbungen haben bis längstens 30. No⸗ vember d. Is. bei der unterzeichneten Be— hörde, Zimmer Nr. 2, zu geschehen. Gießen, den 10. November 1897. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. J. B.: Wolff, Städtischer Arbeitsnachweis Giestien, Gartenstraße 2. verkauf unserer Gascokes eingerichtet worden, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer., Alicestraße Nr. 19, Ed. Klinkel. Bahnhofstraße Nr. 10, Emil Pistor Nachfolger. Marktstraße Nr. 10, Gustav Ruppel, Schillerstraße Nr. 5, Georg Schäfer. Licherstraße Nr. 2, Georg Unverzagt, Kaplansgasse Nr. 5. Diese Firmen berechnen die gleichen Preise unserer Gascokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und schicken dieselben auch in Mengen unter fünf Zentner zu. Gießen, den 29. Oktober 1897. Angebot der Arbeitnehmer. 1 Buchbinder, 1 Krankenpflegerin, 1 Sattler, Ttädtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. 1 Tapezier, 1 Schlosser zur selbständigen Füh⸗ A geeignet; A. Welz, Seltersweg 2. Zu verkaufen: 1. Ein Karren fast neu, zum Kohlen fahren oder zum Fahren von Frachten Der Brodverkäufer. Dieselben Preise wie bei den hiestgen Bäckern. Gießen, den 13. November 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. von Bechtold. Bürstenwaren, 2566 Parfümerien, Toilette-Artlkel. ö rung eines Geschäfts, 1 Schneider, 4 Haus— burschen, 2 Lauffrauen, 1 Fuhrknecht, 1 Ein- kassierer, 1 Bureaudiener, 5 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Bureau- und 1 Schreib- gehülfe, 1 Kommis, 1 Köchin für den 15. De cember. Nachfrage der Arbeitgeber. 1 Drechsler 1 Spengler, 1 Installateur, 1 Sattler, der zu polstern versteht, 2 tücht. Bauschlosser, 1 tücht. Schmied, 1 Schuhmacher auf Werkstatt, 6 Taglöhner, 6 Dienstmädchen für Küche und Hausarbeit. Lehrlinge: 8 Bäcker-, 2 Buchbinder, 2 Drechsler⸗, 2 Gärtner⸗, 1 Kupferschmied⸗, 1 Maschinen⸗ bauer-, 1 Sattler-, 3 Schlosser-, 2 Schmiede ⸗, 3 Schneider⸗, 3 Schreiner-, 4 Schuhmacher, 1 Setzer⸗, 1 Wagner ⸗-Lehrling. Waren⸗ Versteigerung. Dienstag, den 16. d. Mts., vor⸗ mittags 9˙½ und nachmittags 2½ Uhr aufaugend, werden die Kolonialwaren und sonstigen Bestände aus dem Nachlaß des Kaufmanns W. 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Allen Freunden und Bekannten sowie der verehrl. Nachbarschaft zur Nach⸗ 204 Indem ich um freundlichen Besuch meiner Lokalitäten bitte, empfehle ich mich Restauraut und Café 5 Oranien⸗ Bräu 6 Ludwigsstraße 6. Diners von 12—2 Uhr. Spelsen à la carte zu jeder Tageszeit. Mittagstisch im Abonnemet 63—83 Pfg. Separate Zimmer für Gesellschaften. 1312 f. Weine. Biere und Lidueuer. Mohr“ Margarine L. Mohr in Altona⸗Bahrenfeld(Jahresproduktion besitzt nach Gutachten erster deutscher Chemiker denselben Nährwert und Geschmack wie gute Naturbutter, und ist als billiger und vollständiger Ersatz für feine Butter zu empfehlen, sowohl zum Auf⸗ streichen auf Brot, als zu allen Küchenzwecken. Gleichzeitig empfehle ich Mohren⸗Kakao, per Pfund 1,60 Mk., Mohren⸗Kaffee, per Pfund 60 Pfg. Stets frisch zu haben in dem Spezial⸗Geschäft von Fabrikaten aus der Fabrik von 3153 A. L. MOHR, Altona-Bahrenfeld. Inhaber: C. 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