Wahl⸗ die erdarmef sosen zel. Eine lg sst unterwegs. . In mili⸗ berzeugt, daß der offiziellen N muß. 3000 In Fez wurden u Stadtmauer — . * 5 Müller, geb. u bon Kaufmann allthorstraße 53. tag, den 13. d. vom Sterbhehaufe —— cg, Verantw. Redal⸗ mann, beide in Gießen. * gende Tage, Uhr abends aphien inlage 1 Schnellmaler und 02 virektion. — . dmittags 10 Uhr, in ber eib. Nutzholt: 24 um 50 Reisigwellen, zumeift ppel, 6250 Reisgwelen, mit 1.63 km, 1 Kiesern. v. Mutzbolz: Fichte 11 i: 4 Gichenstömme mi ollen, 2m lang. renn; bol: 22 1m Knüppel aas 9 Ubr, lech 50 12 Buchen⸗ Fholzwell len geeignet, Apothekerjüngling, Nr. 62 Gießen, Sonntag, den 14. Mürz 1897. Postztg. Nr. 3239 Telephon⸗Nr. 112. iche Ausgabe Gießen. undegzeikung. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Redaktion: 7 Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. — 2 20 edition: Hessischer Landtag. * Darmstadt, 12. März. Nach mündlichen Berichterstattungen gab Präsident Haas in der heutigen Sitzung der zweiten Kammer einen Antrag des Abg. Köhler bekannt, mit dem Medizi⸗ nalrat Lorenz wegen Herstellung des Heilserum gegen den Schweinerotlauf in Verhandlung zu treten. Die Her⸗ stellung soll gegebenen Falles staatlicherseits in die Hand genommen und das Mittel den Tierärzten kostenlos über⸗ lassen werden. Hierauf werden einige Interpellationen beantwortet, zunächst über die Auslegung der Verordnung vom 27. Februar 1826 betr. die religtlöse Er⸗ zlehung der Kinder aus gemischten Ehen. Die Beantwortung erfolgte dahin, daß das Verordnungsrecht über die Verhältnisse von Kirche und Schule der Re⸗ gierung zustehen, daß diese aber zu gesetzlicher Regelung der Materie geneigt sei. Dispensationen erfolgten in Fällen, in denen die Befolgung der gegebenen Vorschriften von besonderen Härten begleitet sei. Dr. Schmitt schloß einige Wünsche an.— Dr. Schmitt hatte auch über die Einführungsgesetze zum Bürgerlichen Gesetzbuch interpelliert. Ministerialdirektor Dittmar antwortete, mit der Bear⸗ beitung der hessischen Einführungsgesetze sei begonnen, die Vorlage solle möglichst beschleunigt werden, zunächst sei aber der Erlaß von Ausführungsgesetzen durch das Reich abzuwarten. Eine Entscheldung über den Fortbestand oder die Aufhebung der Notariate habe die Regierung noch nicht getroffen, sie habe aber den Wunsch, die be⸗ stehenden Ungleichheiten in den einzelnen Landesteilen mit Einführung des bürgerlichen Gesetzbuches zu beseitigen. Dr. Schmitt wünschte in der Besprechung Vorlage der hessischen Einführungsgesetze spätestens im nächsten Winter und baldigste Entscheidung über die Frage des Fortbe⸗ standes der Notariate. Auf eine Interpellation der Abgg. Weidner und Schmalbach über die Nebenbahn Gedern⸗Greben hain⸗Lauterbach antwortete der Finanzminister, die Strecke Lauterbach⸗Grebenhain⸗Crain⸗ seld sei im Entwurf fertiggestellt. Die landespoltzeiliche Prüfung sei angeordnet. Die Kosten der Vorarbeiten gingen über das normale Maß nicht hinaus. Die Nicht⸗ inangriffnahme der Teilstrecke Grebenhain⸗Gedern beruhe auf technischen Gründen. In der nachfolgenden Be⸗ sprechung tritt namentlich der Abg. Weidner sehr lebhaft im Interesse des Vogelsbergs für baldige Fertigstellung der Strecke Grebenhain⸗Gedern ein. Darauf wurde die Vorlage auf Bewilligung für die Vorarbeiten zur Reform des direkten Steuerwesens verhandelt. Ministerial⸗ rat v. Krug machte längere Ausführungen über die beab⸗ sichtigte Reform, die anknüpft an frühere Anträge des Finanzausschusses. Grund⸗ und Gewerbesteuer solle der⸗ art gestaltet werden, daß sie für den Erwerbsverhältnissen der Einzelnen besser anpassen. Redner gab einen in⸗ teressanten Rückblick auf die Entwicklung des hessischen direkten Steuerwesens und die im Laufe der Jahrzehnte vollzogene kolossale Verschiebung in den steuerlichen Er⸗ trägnissen, um sodann die Steuerverhältnisse der Nach⸗ barstaaten, namentlich Preußens, zu erörtern. Stattge⸗ habte Ermittelungen haben ergeben, daß die Belastung des ländlichen Grundbesitzes seit der letzten Enquete micht gestiegen ist. Dr. Schröder konstatiert völlige Uebereinstimmung ber vorgeschlagenen Grundsätze über die Steuerreform mit den seit 1874 geäußerten Wünschen der zweiten Kammer. Dr. David ist erfreut, daß die Regierung theoretisch die direkten Steuern als die richtigen anerkennt und meint, was theoretisch richtig sei, müsse sich auch praktisch durch⸗ führen lassen. Die Sozialdemokraten wünschen die Ein⸗ nahmen aus Staatsbetrieben unter allen Umständen ge⸗ fördert zu sehen. Ullrich will die Mittel für die Vor⸗ arbeiten der Reform bewilligen unter der Voraussetzung, daß man endlich vernünftige Steuern e inführe, daß man Grund⸗ und Gewerbest euer beseitige und namentlich die hohen Einkommen stark heranziehe unter Entlastung der niederen und mittleren Steuerstufen. Einkommen, die seither in Höhe von 700 000/ ver⸗ steuert wurden, seien nach Einführung der neuen Ein⸗ schätzung auf 1,400,000, angegeben worden. In solchen Fällen schade eine Besteuerung von 40— 50 pCt. des Einkommens durchaus nicht und ermögliche eine aus⸗ giebige Entlastung der mittleren Klassen. Dr. Schmitt(Zentr.) erklärt im Namen seiner Fraktionsgenossen, daß sie unter keinen Umständen für einen weiteren Ausbau der indirekten Steuern zu haben sein werden. Die angeforderten Mittel für die Vor⸗ arbeiten der Steuerreform werden darauf bewilligt und in die Beratung eines abermaligen Nachtrags zum Neben⸗ bahngesetz von 1890 eingetreten. Es handelt sich um Mehrforderung für die Linien Lollar⸗Lohndorf, Niedergemünden⸗Niederfleiden, Lauterbach⸗ Grebenhain⸗Crainfeld, Offenbach-Reichenheim nebst Ab⸗ zweigung und Buntenheim⸗Nierstein im Gesamtbetrag von 2,350,000%, wodurch die Gesamtsumme für Neben⸗ bauten von 32,150,000% auf, 34,500,000 steigt. Nach kurzer Debatte, in der namentlich oberhessische Ab⸗ geordnetenwünsche vorgebracht wurden, wird die Vorlage angenommen und auf Anregung des Abg. Schröder die Regierung ersucht, alle auf der Nebenbahn Buntenheim⸗ Nierstein abzulassenden Züge bis Oppenheim weiterfahren zu lassen. Die Vorlage, die eine Kapitalaufnahme von 5 Mill. J zu 3½ Prozent verzinslich für Zwecke der Landeskreditkasse vorgiebt, fand Annahme. Nächste Sitzung Samstag Vormittag 9 Uhr. a 5 5. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 13. März.(Stadttheater.) Ibsens„Nora“ mit Frl. Thessa Klink⸗ hammer in der Titelrolle ist für hiesige Ver⸗ hältnisse ein Ereignis. Man muß es der Direktion Kruse-Helm um so mehr Dank wissen, daß sie den gestrigen Ibsen⸗Abend arrangierte, als die Meinungen über den großen Norweger bekanntlich noch sehr geteilt sind. Es unterliegt jedoch keinem Zweifel, daß die Ibsen—⸗Gemeinde wächst, auch hier wächst. Der gestrige Abend hat es wieder gezeigt.— Ueber die Aufführung läßt sich fast nur lobenswertes sagen. Fräulein Klinkhammer war ihrer schwierigen Aufgabe gewachsen. Sie wußte die harten Seelenkämpfe des unselbständig erzogenen, ewig als Kind be⸗ handelten, nach Klarheit und Selbständigkeit ringenden Weibes trefflich zur Darstellung zu bringen. Die Künstlerin wuchs mit der Schwierig⸗ keit ihrer Rolle. Während ihr Spiel im ersten Akt— namentlich bei der Begrüßung ihrer Preis der Anzeigen t 10 Mfg. für die Zspaltige Petitzeile. Jugendfreundin Christine(Fräulein Egger)— etwas gekünstelt, unnatürlich war, befand sie sich im zweiten und dritten Akt ganz auf der Höhe ihres künstlerischen Könnens. Frl. Eggert würde uns besser gefallen haben, wenn sie weniger deklamiert hätte. Bei Ibsen ist das am wenigsten zu entschuldigen. türlich wie möglich sprechen, sonst— ist es eben unnatürlich. Die Herren Fritzschler(Hellmar) und Kunert(Günther) fanden sich mit ihren Rollen recht gut ab, namentlich gilt das von dem Vertreten des verkrachten Rechtsanwalts Günther. Vorzüglich war gestern Abend Herr Schröder als Dr. Rank. Er brachte die überwältigende Tragik, die in diesem zu Grunde gehenden Menschenleben verkörpert ist, ergreifend und natürlich zur Darstellung. Für die Ibsen⸗ verehrer war der gestrige Abend ein genußreicher. Hoffentlich ist es möglich, noch ein oder das andere Werk Ibsens zur Aufführung zu bringen. Die Musik könnte an solchen Abenden erspart werden. Sie irretiert die Stimmung, in die Ibsen versetzt. * Gießen, 13. März.(Stadttheater.) Am Sonntag gelangt im hiesigen Theater das humorvolle Volksstück mit Gesang„Mädel vom Ballett“ oder„Ihre Familie“ von Stinde und 5 en zur Aufführung, worauf wir unsere Leser hierdurch aufmerksam machen wollen. * Gießen, 13. März. In der letzten Stadtverordneten-Sitzung wurde in ge⸗ heimer Sitzung über eine Petition der hiesigen Lehrer an der Volksschule beraten. te Petenten verlangen eine Gehaltsaufbesserung in Rücksicht darauf, daß die seminaristisch gebildeten Lehrer an höheren Schulen eine Gehaltsaufbesse⸗ rung erfahren und sie, die doch dieselbe Vor⸗ bildung genossen, im Gehalt denselben gleich gestellt zu sein wünschen. Die Stadtverordneten verhehlten sich keineswegs, daß, wenn dem Wunsche der Petenten willfahren würde, die jährliche Mehrausgabe für Gehälter an die Volksschullehrer die Stadtkasse nur um einen geringen Betrag(zwischen 3 4000%) belasten würde, man war aber doch der Ansicht, daß kein Grund vorliege, dem Gesuche stattzugeben, um so weniger, als die gleiche Kategorie von Beamten in anderen hessischen Städten, außer in Mainz, wo die Lebensbedürfnisse teuerer sind, nicht besser bezahlt werden, als bei uns. Das Gesuch wurde daher einstimmig abgelehnt. * Gießen, 13. März. Der Vorstand des Theater-Vereins hat die Leiter des hiesigen Stadttheaters, die Direktoren Kruse und Helm, heute Abend zu einer Besprechung eingeladen. Möge dieselbe, im Interesse der Gesundung unserer Theaterverhältnisse, einen für beide Teile befriedigenden Abschluß finden. Heimat. Novelle von H. Rense. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der verlorene Sohn der Bibel erschien ihm beneidenswert, für ihn wurde festlicher Empfang gerüstet. Und was fand er? Zwei Gräber. Station Sch. Sein Reiseziel. Nun durchwanderte er das morgenstille Städtchen, 0 7 8 8 immer sich fragend, was ihn eigentlich hergeführt. Wie bekannt ihm die Straßen winkten! Ja Häuser altern nicht so schnell, teilen nicht das Schicksal der Menschen. Die Kaufläden wurden geöffnet, in den Aus⸗ spannungen war es längst Tag geworden, und überall eilten spiegelblank gekämmte Schulkinder an ihm vorüber. Alles genau noch so, wie vor fünf und zwanzig Jahren. Trotz seiner ausländischen Reisetracht schenkte man ihm wenig Beachtung. Seitdem man die Bahn bekommen hatte, war man des Fremdenver⸗ kehrs gewöhnt. i „Gewiß ein spleenhafter Engländer, der nicht weiß, wo er mit dem Gelde bin soll“, seufzte der der sich an seinem letzten freien Sonntag für den Rest des Monats matt gesetzt hatte. „Ja das Gold ist nur Chimaire“, tröstete er sich, einem niedlichen Dienstmädchen für 10 Pfg. Haaröl eingießend. „Ja, das Gold ist nur Chimaire“, wiederholte der groß, finstere Mann, der in der Heimatstadt nur auf fremde Gesichter stieß. Nun lag der freundliche Ringplatz vor ihm. Wie klein er ihm erschien, und wie weir, wie un⸗ ermeßlich groß war er ihm bei seinen Knabenspielen vorgekommen] Noch immer funlelte die Morgen⸗ sonne in dem Wasser der ehernen Brunnenschale. Noch immer hob der heilige Nepomuk segnend die rechte Hand, und noch immer lüfteten die Vor⸗ übergehenden nach altem, frommen Brauch den Hut vor dem steinernen Heiligenbilde. Alles noch wie sonst!— Nun mußte er aber doch nach der andern Seite blicken. Dort das einstöckige Häuschen mit den grünen Läden und der breitästigen Kastanie vor den Fenstern war sein Vaterhaus gewesen. In der ehemaligen Wohnstube stand ein Fenster offen, man hantierte dort mit Staubtuch und Besen. Wie mit übernatürlicher Gewalt zog es ihn näher. Schimmerte dort hinter den Scheiben nicht der Mutter liebes Gesicht? Erklang nicht im Flur des Vaters tiefe Stimme? Alles Täuschung. Auf einer Südseeinsel war er nicht fremder als hier. Durch das Seitengäßchen an der Giebelwand war er oft über den Hof in's Haus geschlichen, wenn er das strenge Vaterauge gescheut hatte. Auch heute ging er diesen Weg. Hinter der Mauer schimmerte es grün. Hochaufatmend hielt er inne. Das war er, der kühle, schattige Garten, von dem er unter dem freunden Himmel manchmal mit offenen Augen geträumt, nach dem er sich noch gestern, inmitten von Staub und Hitze, wie ein Verschmachtender gesehnt hatte. Die Linde blüte, die Centifolie duftete und im Morgenwind schwankt leise die stolze, weiße Lilie. Alles noch wie einst, doch dort drüben an dem altersgrauen Steintisch die Frau, nicht so schön und stattlich wie die Mutter, war eine Fremde, und jene Kinder, die sich jubelnd hinter grünem Buschwerk versteckten, gehörten jetzt hierher. Doch draußen an der Mauer ftand er, ein Ausgestoßener, einer, der frevelnd einst gemeint, ohne Liebe, ohne Familienbande ließe es sich leben in der Welt, ein Reicher, und doch der Aermsten einer. „Siehe doch, Mama, ein fremder Herr; was mag er wollen?“ Ein Knabe rief es. So keck und dunkeläugig mochte er früher wohl auch ge— wesen sein. Da zog er den Hut tief in die Stirn und wanderte weiter. Wie mit Flammenschrift stand vor seinen Augen der Aufruf, der sich dann noch oft in den ausländischen Zeitungen wiederholt, jener Aufruf, in dem seine trostlosen Eltern ihren flüchtigen Sohn Robert beschworen, zu ihnen heim⸗ zukehren. Damals war noch sein Herz mit Wut und Trotz erfüllt, das wilde Abenteurerleben gefiel ihm. Später hielt ihn falsche Scham zurück, als Lump vor sie hintreten, niemals! Und dann war alles zu spät. „Zu spät!“ Schreckliches Wort. Er glaubte, die Vögel über seinem Hanpt zwitscherten es ihm zu, er meinte es an der Kirchhofspforte zu lesen, die jetzt sein Fuß betrat. Hier fand er die meiste Veränderung. Bis in's Unabsehbare waren die grünen Reihen angewachsen, Hügel an Hügel, ein weites, stilles Leichenfeld. Ja, Schnitter Tod hatte unten im Städtchen reiche Ernte gehalten, darum kein bekauntes Gesicht auf der Gasse. Die Alten waren längst dahin, die Jungen von damals alt und fremd geworden. Sein Blick glitt spähend umher, fürchtete er den kommenden Augenblick. War der leichte Staubmantel so schwer? Trug er Blei in den Schuhen? Er lüftete den Hut, um die feuchte Stirn zu kühlen. Noch nie war ihm auf beiden Erdteilen ein Weg so lang und schwer geworden. nun lag des Armenviertel, die lange, un— geschmückte Gräberreihe hinter ihm, nun näherte er sich der Kirchhofmauer mit den stattlichen Erbbe⸗ gräbnissen. genes weiße Marmorkreuz, umfriedet von eisernem Gitter war früher nicht dort. Ach, wehrte und doch So na- Kreuzplatz Nr. 4. * Gießen, 13. März. Für den Wettbewerb zur Errichkung eines Denkmals in unserer Stadt, als Erinnerungszeichen an die Jahre 1870/1 und als Ehrendenkmal für diejenigen Söhne der Stadt Gießen, welche an dem Feld⸗ zuge teilgenommen haben, sowie für das in Gießen garnisonierende 116. Infanterie⸗Regiment „Kaiser Wilhelm“ sind folgendeKünstler gewonnen: Architekt Paul Pfann⸗ München, Architekt Heinrich Stöckhardt-Berlin, Bildhauer Otto Rieth⸗ Berlin, Bildhauer L. Manzel⸗Char⸗ lottenburg⸗Berlin und Bildhauer L. Habich⸗ München. Der Letztere ist geborener Darm⸗ städter.— Der Denkmalsentwurf, für welchen die Form eines Brunnens nicht ausgeschlossen gilt, ist skizzenhaft im Maßstab von 1: 10 zu modellieren und in Gypsabguß einzuliefern. Die Entwürfe sind mit Motto versehen bis 1. August d. J. im Turmhaus am Brand einzu⸗ liefern und dort aufzustellen. Der Herstellungs⸗ preis des Denkmals darf— Aufstellung einge⸗ schlossen— 20000. betragen. Die einge⸗ lieferten Entwürfe werden mindestens zwei Wochen vor und zwei Wochen nach der Ent⸗ scheidung des Preisgerichts und zwar danach mit Nennung des Namens des mit der Aus⸗ führung betrauten Künstlers im Turmhaus am Brand ausgestellt. Bekanntlich ist als Standort des projektierten Denkmals der Marktplatz aus⸗ ersehen. Das Preisgericht besteht aus folgenden 5 Mitgliedern: Geheimer Hofrat Professor Dr. Schäfer-VDarmstadt, Professor Schaper⸗ Berlin, kgl. Baurat Stübben⸗Köln a. Rh., Oberbürgermeister Gnauth⸗Gießen, Kommer⸗ zienrat Heyligenstädt⸗Gießen, Stellvertreter Stadtverordneter J. Kirch⸗-Gießen. 5 * Gießen, 13. März. Sportplatz an der Hardt. In der gestern Abend im„Hotel zum Rappen“ stattgehabten gemeinschaftlichen Sitzung der Vorstände des„Kuratoriums der Rennbahn Gießen 1897“ und der„Wanderer, Gießener Radfahrergesellschaft“ wurde einstimmig beschlossen, die für Sonntag, den 30. Mai d. J., festgesetzte Einweihung des neuen Sportplatzes an der Hardt durch große Radfahrer⸗Wett⸗ rennen, mit großen Volksbel ustignungen auf Textors Terrasse zu verbinden. Mit der Bildung der Einzel⸗Ausschüsse wird sofort begonnen werden, und es steht demnach der Be⸗ völkerung unserer Stadt gleich zu Beginn der Saison neben einem Sportfest ersten Ranges auch ein großes Volksfest bevor. * Gießen, 13. März. Besitzer alter Briefschaften weisen wir auf die Annonce des kgl. Hofschauspielers Steinecke in Han⸗ nover hin. Mancher besitzt in alten Briefen ꝛc. ein hübsches Sümmchen, da für alte Postwert⸗ zeichen, je nach Seltenheit, hohe Preise bezahlt werden; das Alter bedingt nicht den Preis, ihm nicht der zürnende Engel mit dem Flammen⸗ schwert den Eintritt? Nein, es war die Morgen⸗ sonne, die sich funkelnd in der goldenen Inschrift brach. Nun lehnte er schwer gegen die kalten, eisernen Stäbe, und während seine Augen sich um⸗ florten, las er langsam und deutlich, Wort für Wort: Ruhestätte des Justizrats Josef Heider und seiner Ehegattin Hedwig geb. Pietsch. Er starrte darauf hin, auf die wilde Brenn⸗ nessel, auf das Unkraut aller Art, unter welchem die Herzen in Staub zerfallen waren, die ihn so heiß, so unverdient geliebt hatten. Zehn Jahre früher, und er hätte eine liebe, warme Hand noch fassen, die Bitte um Vergebung stammeln können. Zehn Jahre! Damals trug Cecile seinen Namen und sie und Papa Caileron hatten ihn einmal nach seiner Herkunft gefragt. Er antwortete ausweichend. Nimmermehr konnte er zu diesen Beiden sprechen von der reinen, schönen Luft des Vaterhauses. Nun schliefen sie alle, der Eltern Frage nach seinem Weibe brauchte er nicht mehr zu fürchten. Für ihn, den Millionär, gab es überhaupt nichts mehr zu fürchten auf der Welt, aber auch wohl nichts mehr zu hoffen. Müde wie gebrochen sank der große, schwere Mann auf das morsche Holzbänklein zur Seite des Grabes. „Die lange Nachtfahrt, der ungewöhnlich heiße Morgen“, tröstete er sich. Warum konnte er den Blick nicht wenden von dem weiten, lachenden Thal dort unten, von der schwarzgrünen Berglehne, über welche friedlich die Sonntagsglocken klangen. „An's Vaterland, an's Teuere, Schließ Dich an. Das halte fest mit deinem ganzen Herzen!“ (Fortsetzung solgt). Herr St. giebt gratis Ankaufslisten aus, es kann sich jeder selbst vom Werte seiner Objekte überzeugen. In Archiven, alten Geschäftsbriefen ze. sind reiche Funde, weil früher meist die Marke auf die Adreßseite des Briefes geklebt wurde und mit dem Briese aufgehoben wurde. Förderer von Wohlthätigkeitsanstalten können auf diese Weise mehr als mit Kollekten erreichen. R. Grünberg, 12. März. Zum Besten des hiesigen? erkehrsvereins findet am nächsten Sonntag eine theatralisch-musikalische Abendunterhaltung im Gasthofe„zum Hirsch“ statt. Ihre Mitwirkung haben neben dem Mustik⸗ verein noch eine größere Anzahl Herren und Damen zugesagt. Hinsichtlich der guten Sache und den Zweck, welcher obiger Verein damit ver⸗ folgt, dürfte ein reger Besuch dieser vielver⸗ sprechenden Abendunterhaltung wohl im Inte⸗ resse der hiesigen Einwohnerschaft liegen, denn sollen die Bestrebungen des Verkehrsvereins von thatsächlichen Erfolgen begleitet sein, so bedarf derselbe allseitiger Unterstützung.— Derselbe Verein hält am kommenden Dienstag Abend im Gasthause zum„Wilden Mann“ seine erste Generalversammlung ab. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist er wünscht. * Bad Nauheim, 12. März. Die ver⸗ einigten Ortskrankenkassen Hessens werden in diesem Frühjahre hier ihren Dele— giertentag abhalten. * Bad Nauheim, 12. März. Der Verein zur Hebung des Fremdenverkehrs hielt am Donnerstag Abend seine zweite General⸗ versammlung im Hotel⸗Restaurant Langsdorf ab. Der Zweck des Vereins ist, in den in- und. ausländischen Zeitungen zu inserieren, ferner giebt der sehr thätige Verein einen Fremden⸗ führer von Bad Nauheim in deutscher und englischer Sprache heraus, der in 11000 Exem⸗ plaren gratis an die Kurgäste alle Jahre verteilt wird. Es wurde beschlossen, im nächsten Jahre auch einen französischen Führer mae Die Einnahmen des Vereins betrugen im letzten Jahre 3400, die für Insertionszwecke aus⸗ gegeben wurden. „ Darmstadt, 12. März. Die 2. Kammer bewilligte zur Vorbereitung der Steuerreform 55 000, eine ee von 2 300 000 l. für die Erbauung von bereits bewilligten Neben⸗ bahnen, sowie die Mittel zur Gewährung von Darlehen aus der Landeskreditkasse. Morgen wird sich die Kammer bis gegen Ende d. M. vertagen. „Offenbach, 12. März. Zwischen den hiesigen Schuhmachergehilfen und Unter⸗ nehmern haben gestern nochmals Verhand⸗ lungen stattgefunden. Die bisher erzielten Resul⸗ tate sind vorerst noch negativ. Die Fabrikanten haben ein Ultimatum gestellt, das binnen 24 Stunden von den Arbeitern angenommen werden soll, wenn nicht alle Verhandlungen abgebrochen werden sollen. Die Forderungen der Arbeitgeber gehen dahin, daß die Forderung der Arbeiter auf Verkürzung der Arbeitszeit und die Ab⸗ schaffung der Bezahlung der Fournitureu zurück⸗ Aube werden. Da, wo nach Ansicht der rbeitgeber() der Lohn zu gering, soll eine Erhöhung eintreten. Da, wo die Fournituren bis jetzt von den Arbeitgebern gestellt werden, sollen sie künftig nur gegen Bezahlung gestellt werden. Also das Gegenteil der Arbeiterforde— rung. Eine Versammlung der Arbeitnehmer wird heute Abend über das Ultimatum be⸗ schließen. Nach Versicherungen der Fabrikanten r melden sich eine Menge auswärtiger Arbeiter zur Besetzung der durch den Ausstand frei⸗ gewordenen Plätze. Die Ausständigen haben alle Eingänge der Stadt und auch zu den Fabriken besetzt. Die Polizei hat an den Fabriken Posten aufgestellt, um zwischen Aus⸗ ständigen und den Stellensuchenden unliebsame Zwischenfälle im Voraus zu verhüten. Die Aus⸗ ständigen suchen durch Sammlungen von Haus zu Haus, Geld aufzubringen. Der Versuch der Arbeiter, den Ring dadurch zu sprengen, daß stie den Arbeitern der beiden Oberrader Fabriken Breunig und Collin und Strauß und Co. ge⸗ statteten, über alle Forderungen mit ihren Arbeitgebern zu verhandeln, ist gescheitert. Beide Firmen haben sich mit den übrigen Firmen soli⸗ darisch erklärt. * Mainz, 12. März. Die Tünchermeister und die Lohnkommission der Tüncher⸗ und Malergehilfen hatten gestern Abend unter dem Vorsitz des Vorsitzenden des hiesigen Gewerbe⸗ gerichts, Herrn Rechnungsrat Amend eine Kon⸗ ferenz behufs Beilegung der bestehenden Diffe— renzen. Die Meister gaben die geforderten Zu⸗ schläge für Sonntags-, Nacht⸗ und Ueberarbeit zu, eben so die Einhaltung der zehnstündigen Arbeits⸗ zeit; die Akkordarbeit soll thunlichst beschränkt werden. Bezüglich der Hauptforderung jedoch, allgemeine Lohnerhöhung mit 10 U pro Stunde, konnte eine Einigung nicht erzielt werden, ob⸗ wohl die Arbeiter ihre Forderung auf 7* reduzierten. Die Meister blieben bei dem bereits gemachten Angebot von 3„ für alle Gehilfen und erklärten, keinen Schritt weiter gehen zu können. Ob es jetzt zum Streik kommt, hängt von dem Beschluß der nächsten öffentlichen Tüncherversammlung ab. * Wetzlar, 13. März. Am kommenden Sonntag, den 14. März, nachmittags 4 Uhr, wird im„Schützengarten“ hierselbst eine öffent⸗— liche Versammlung des hiesigen Gewerkver⸗ eins der deutschen Maschinenbau⸗ und Metall⸗ arbeiter(Hirsch-Duncker) abgehalten werden. In dieser Versammlung, auf welche hiermit auf⸗ merksam gemacht sei, wird ein auswärtiger Redner über die Reformbestrebungen des Ge— werkvereins sprechen. Gäste sind willkommen. Vermischtes. — Eine Dienerin des Bacchus. Ein psycho⸗ logisch interessanter Fall beschäftigte am 9. d. M. die Strafkammer eines Berliner Landgerichts. Aus der Untersuchungshaft wurde die 22 jährige Buchhalterin Emma Herzfeld vorgeführt, welche sich in über 50 Fällen der Unterschlagung zum Gesamtbetrage von 7000 Mark schuldig gemacht haben sollte. Sie räumte die Strafthaten ein, führte aber zu ihrer Entschuldigung an, daß sie mit einer krankhaften Neigung für den Genuß geistiger Getränke belastet sei. Vor etwa zwei Jahren habe sie angefangen zu trinken, und von dieser Zeit an habe sie täglich mindestens zwei Flaschen Wein trinken müssen, um arbeiten zu können. Da sie nur schwere, teuere Sorten, zumeist Portwein oder To⸗ kayer zu 5„, die Flasche getrunken habe, so kämen im Laufe von zwei Jahren etwa 7000, heraus.— Die Angeklagte hatte zunächst eine Stellung in einem größeren Berliner Konfektionsgeschäft mit einem Anfangsgehalt von 30/ monatlich gefunden. Durch ihre Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit arbeitete sie sich nach und nach bis zur ersten Kassiererin, mit einem Gehalt von 150/ monat⸗ lich herauf. Im vorigen Jahre nahm sie eine gleiche Stellung in einem ähnlichen Geschäfte an. Am 27. Oktober gab ihr Chef ihr eine Anzahl Banknoten nebst Begleitschreiben mit dem Auftrage, sie in einen Brief⸗ umschlag zu thun und abzuschicken. Am folgenden Tage . vͤ!᷑ r traf eine Depesche ein mit der Nachricht, daß sich in dem Briefe 1000„ zu wenig befunden hätten. Die Post⸗ behörde leitete eine Untersuchung ein, wobei es sich ergab, daß der Brief unverletzt aufgegeben und befördert war. Es wurde darauf ein ganz gleichartiger Brief mit der vollen aufgegebenen Summe hergestellt, und dieser war um das Gewicht eines Tausendmarkscheins schwerer, als der abgeschickte Brief. Der Chef schöpfte jetzt erst Ver⸗ dacht gegen die Angeklagte, welche denn auch bald ein⸗ gestand, daß sie sich einen Tausendmarkschein angeeignet habe. Sie gab noch zu, daß sie von den übrigen ein⸗ gelaufenen Beträgen insgesamt 325% unterschlagen hatte. Inzwischen kam es denn auch zur Sprache, daß die An⸗ geklagte schon in ihrer früheren Stellung ihre Chefs um etwa 5700/ geschädigt hatte, die aber von Verwandten der Angeklagten ersetzt waren, weshalb von einer Anklage Abstand genommen war.— Ein Lehrling bekundet, daß er der Angeklagten fast täglich eine Flasche Portwein zu 5/ habe holen müssen; manchmal habe sie auch schweren italienischen Wein oder Tokayer getrunken. Außer ihm habe die Angeklagte aber noch andere Boten in Bewegung gesetzt. Ein Hausdiener hatte für das Fräulein an einem Nachmittag ein Glas Grog holen müssen. Dem Chef war niemals etwas in dem Benehmen der Angeklagten aufgefallen, ihre Arbeiten seien nie zu bemängeln gewesen. — Medizinalrat Dr. Lang begutachtete, er könne es kaum glauben, daß die Angeklagte diese kolossalen Mengen von Spirituosen zu sich genommen habe; aber selbst wenn dies der Fall sei, so könne er doch nicht sagen, daß die Angeklagte nicht bei klarem Verstande gewesen sei, als sie die strafbaren Handlungen beging. Ihr ganzes Verhalten in der Verhandlung spreche dafür, daß sie geistig und körperlich gesund sei. Sie müsse sogar eine bedeutende Widerstandsfähigkeit besitzen, denn Gewohnheitstrinker pflegten„abzufallen“, wenn ihnen plötzlich der Alkohol entzogen wird: bei der Angeklagten sei aber, obgleich sie doch während ihrer siebenwöchigen Untersuchungshaft keinen Alkohol erhalten habe, keineswegs ein„Abfall“ erfolgt.— Das Urteil lautete auf ein Jahr sechs Monate Gefängnis. — Der Telephonhund. Die Geschichte stammt nicht aus Amerika, sondern aus dem uns näher liegenden England, sie ist also kontrollierbar. Daß es gescheidte Hunde giebt, braucht nicht erst bewiesen zu werden, daß der Hundeverstand sich mit den technischen Fortschritten der Menschheit entwickelt, zeigt folgende, von der eng⸗ lischen Fachzeitschrift„Electrician“ erzählte Begebenheit. Kürzlich ließ der Kassierer der National⸗Bank in Anst⸗ ruthers, Grafschaft Fife, aus Unachtsamkeit seinen Hund in der Bank, als er nach Ablauf der Büreaustunden nach Hause ging. Seine Wohnung war weit entfernt, und erst als er einen Weg von mehreren Kilometern hinter sich hatte, bemerkte er den Verlust des Hundes. Sofort be⸗ gab er sich in ein benachbartes, ihm bekanntes Haus, welches Telephon⸗Anschluß hatte. Von hier rief er die Bank an. Ist mein Black noch auf dem Büreau? Die Frage wurde bejaht. Gut, dann setzen Sie ihn mit mir in Verbindung. Dies geschah; man legte das Hör⸗ rohr an das Ohr des Hundes. Der Herr pfiff in sein Telephon und rief: Hierher, Black! Das Vieh wedelte, bellte freudig auf, lief zur Thüre, kratzte daran, damit man sie ihm öffne und rannte dann nach seinem Heim. — Die jüngsten Sturmkatastrophen. Ueber die Folgen des letzten heftigen Sturmes treffen zahlreiche Unglücksbotschaften ein. In Wesseling wurde, Bonner Blättern zufolge, der 30 Meter hohe Schornstein der Gerberei Du Mont⸗Schmitz umgeweht. Der Schorn⸗ stein war erst vor wenigen Monaten neugebaut. In Brüssel, wo das Unwetter abends gegen 11 Uhr losbrach, wurde in der Rue des Boiteux ein Fernsprechgerüst mit 300 Drähten zertrümmert. Im Botanischen Garten, im Park usw. sind viele Bäume entwurzelt. Die Anlagen für die Weltausstellung haben stark gelitten. In Ant⸗ werpen wurde der englische Dampfer Saint Cutbert beim Verlassen des Hafens gegen das Rheinboot Richard ge⸗ trieben und mit diesem beschädigt. Viele der während des Karnevals in verschiedenen Vierteln Antwerpens er⸗ richteten Krambuden sind zerstört. Bei Feécamps ging eine Fischerbarke mit fünf Mann unter. An den West⸗ Holhversteig rung ießener Stadtwald. a den 15. März 1897, mittags 9 Uhr begiunend, sollen im Gießener Stadtwald iu den Distrikten Waldshute und Hainges boden versteigert vor⸗ werden: holz. Nadelholz: 596 Stück Stämme und Stangen mit 42,61 fm, 6 rm Klafternutzbolz, Irm 1 Bäcker, 1 Spengler, 22 Rmtr. Nadel⸗Scheitholz, Knüppel und 155 rm Reiser Das Brennholz aus dem Schutzbezirk Königsberg wird zuerst 1 Lackierer, 1 Maschinenschlosser, 478„ Nadel⸗Knüppelholz, versteigert Der Verkauf des Nutzholzes beginnt um 12 Uhr. Kaufliebhabern wird das Holz[1 Schuhmacher, 1 Schneider, 87„ Nadel-⸗Stockholz, von den zuständigen Förstern Guericke zu Fh. Haina und Körner zu Fh. Bieber an Ort und I U Bauschreiner, 4 Lauffrauen, 2782 Wellen Radel⸗Reisig, 20 Wellen Birlken⸗Reisig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 2. Schneise. Gießen, den 8. März. 1897 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Oberförsterei Strupbach. 18. März, vormittags 9 Uhr, i den Distrikten: Köpfelhecke, Groß⸗ wäldchen, Saurüsselschlag ꝛc. Eichen: 41 Stämme mit 32,39 km, 19 ĩm Klafternutzholz, rm Scheite und Knüppel, 145 rm Reiser und 37,5 rm Stockholz. Buchen: 13 rm Klafter⸗ nutzholz, 606,1 rm Scheite und Knüppel, 160 Hdt. Wellen, Stelle auf Verlangen vorgezeigt werden. 3 Groß⸗Rechtenbach, Zusammenkunft vormittags 9 Uhr auf vor dem Lützellindener Wald: rundholz; 2) Brennholz: Eichen: 42 rm Derb, 333,5 rm Derb, 30 rm Stock und 447 rm Reiser; Weichholz: 16 1m Reiser; Gemeindewald Lützelliuden 1) Nutzholz: 2 Holzversteigerungen. Schutzbezirke Königsberg und Bieber. n der Schlierbach schen Gastwirtschaft zu Bieber aus und Klein⸗Roteberg, Schmittenberg, Eulenkopf, Böswies⸗ 2058 rm Reiser und 240 xm Stock⸗ Dienstag, den 16. d. M., dem Weg von hier nach Münchholzhausen am Wegweiser 14,5 rm Eichenspalten 1. 12 1m Stock und 56 rm Reiser; Städtischer Donnerstag, den 88,5 1 Wasch⸗- u. Putzfrau, 7 Taglöhner, 6 Hausburschen, 1 Gärtner, Sorte, 21 rm Nadel- Buchen: 31 rm 1 Strickerin und Flickerin Nadel: verkauf, Ecke der Westanlage und Bahnhofstraße für die gleiche Zeit verpachtet werden. Die Verpachtungsbedingungen sowohl für die Marktlauben als auch filr den letzter⸗ wähnten Platz werden im Versteigerungster⸗ min bekannt gegeben, können aber auch schon vorher bei ber unterzeichneten Behörde, Zim⸗ mer Nr. 15, eingesehen werden. Gießen, den 11. März 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Derb, 9 7 15 Stock und 74 rm 3 1 I Drecel 4 Sic nine erförsterei Grünberg. 1) Montag, den 15. März, aus dem Distrikt Breitelo Drechsler, uchbinder, 7 777 7 Bekanntmachung. der Forstwartei Saasen, sowie aus den Distritten Steinkaute 1, Beltershainerwald, Hoherod, 2 Glaser, 1 Tapezier, neue Singer 5 Nähmaschinen Die mit Ende dieses Monats leihfällig Alter Haag, Lange Buchen, Wirberger Waldlache, Junge Buchen, Neuhofsheege, Neuer Heeg⸗( 1 tiicht. Wagner nach auswärts, für Haus und Gewerbe äußerst preis- werdenden Marttlauben, bestimmt zum wald, Steinweg, Ochsenstall, Neuhofstannen, Birkenheege ꝛc. der Forsiwartei Reinhardshain: 1 Schmied nach auswärts, wert zu verkaufen. 228 Feldten aller Arten von ge 975 Scheiter rm: 115 Buche, 4 Birke, 32 Eiche, 258 Nadelholz; Kn ppel rm: 142 Buche, 1132 Schneider,„1 Schuhmacher, Bahnhofstraße 59, 1. St. e Reisig rm: 238 Buche, 105 Eiche, 154 Nadelholz; Stöde rm: 1 tücht. Bau- und Mabelschreiner, 7 5 d birki Markttage und Marktzeiten, sowie die Keller 40 Buche, 90 Eiche, Nadelholz. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Steinkaute 1 Gelbgießer u. Installateur. Was e st e u n. · gste eiesans am Brend sollen für Abt. 1 bei Beltershain bei Brenubolz Nr. 857. Nur das Holz im Distrikt Steinkaute Abt. 11 Haus bursche,* Tagelöhner, f die Zeit vom 1. April 1897 bis dahin 1098 wird bei der Versteigerun; vorgezeigt. Das mit Blaustift bezeichnete Holz wird nicht ver- I Bäckerlehrling, 5 Schlosserlehrlinge, Samstag, 20. März 1397 nachmit⸗ steigert.— 2) Dienstag, den 16. März, aus den Distrikten Zeileichen. Sengkopf, Kälber⸗ 3 Buchbinder⸗„ 1 Schmiede- tags 2½ Uhr im Saale des alten stall, Bauschel, Hainheege, Großer und Kleiner Seng, Saaser Heegwald, Winneröder Haide zc. 2 Schneider⸗ 5 1 Spengler⸗ 5 Rathauses der Forstwartei Saasen: Scheiter rm: 213 Buche, 94 Eiche, 29 Nadelholz, 1 Aspe; Knilppel 2 Glaser⸗ 2 1 Bilrstenbinderlehrl. 0 öffentlich meistbietend verpachtet werden un: 15 Buche, 119 Eiche, 51 Nadelholz, 2 Aspe; Neisig Im: 443 Buche, 280 Eiche, 46 1 Gelbgießer⸗ 1 Steindrucker e,— Im Anschluß hieran soll daselbst der bisher Nadelholz; Stöcke rm: 49 Buche, 35 Eiche ze Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt 1 Sattler⸗ 1 1 Kupferschmiedlehrl. 9 De zur Ausstellung einer Bude für den Ver⸗ Zeileichen auf der Kreisstraße Reinhardshain—Winnerod am neuen Pflanzgarten Nur das 1 Maschinenbauerlehrl. 1 Barbier⸗ 5 1 kauf von Selterswasser, Gade en und Holz im Distrikt Zeileichen wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Das mit Blaustift bezeichnete 1 Gärtner 15 3 Schuhmacher 1 2— Jucherwaren benutzte platz, verbunden Del. 1 521510 1 9„ zu haben bei! mit einem solchen für Obst⸗ und Gemüse⸗ 45 S W ahezler 3 1 Städt. Schlachthaus 1 ae doh. Friedr. Schaaf, Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 54 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, pro Pfund 45 Pfg. bei Abnahme von 20 Pfund à Pfund 40 Pfg. o Freibank. Oeffentl. Heute und Montag Die Beleidigung, die ich gegen den Polizeidiener Ludwig Happel von Hausen in der Wohnung des Johannes Host am 21. Februar habe, nehme ich zurück. Hausen, den 13. März 1897. Wilhelm Atzbach. Anzeige. 8 3 Dienstmädchen nach auswärts, 1 perfekte Köchin nach auswärts, 2 Kindermädchen nach Gießen, 1 Köchin nach Gießen. küsten Frankreichs dauerte der Sturm noch am Don lers⸗ tag an; auch aus dem Rhonethal werden Stürme ge⸗ meldet. Bei Toulon wurde am 3. März abends der Schlepper, der die Torpedoboote 167 und 168 zog, von schlechtem Wetter überrascht. Das Schlepptau eines der Torpedoboote zerriß und das Boot wurde gegen den Schlepper geschleudert. Hilfsmannschaften sind abge⸗ gangen. Wie aus San Sebastian telegraphisch gemeldet wird, ist am 3. d. M. abends der Dampfer Blanche vom Hause Worms in Bordeaux mit 19 Mann beim Aus⸗ laufen aus dem Hafen von Los Pasages in der stür⸗ mischen See untergegangen. Nur der Steuermann wurde gerettet. Eingesandt. In einer Zeit, wie der jetzigen, wo es den Arbeitern sauer wird, die Ihrigen ehrlich zu ernähren, scheint es ganz unbegreiflich, daß die Direktion der Oberhessischen Eisenbahnen sich nicht bereit findet, den Arbeiterzug gehen zu lassen. Herr Direktor Altvater erklärte, daß er keine Maschine habe, die den Zug ziehen könne. Was soll man von einer solchen Antwort halten. Es ist keine Kleinigkeit, wenn die Arbeiter morgens und abends je zwei Stunden laufen und am Tage arbeiten müssen. Diejenigen, welche den 8-Uhrzug benutzen, verlieren jeden Tag 50 3. Hoffentlich zeigt die zukünftige Direktion den Arbeitern ein größeres Entgegenkommen. Neueste Telegramme. Hd. Straßburg i. E., 13. März. Gestern Abend sprach in einer von dem freien el sa ß⸗ lothringischen Bürgerverein einberufenen Volksversammlung Prof. Dr. Quidde⸗ München über die Demokratie der Gegen⸗ wart. Der große Saal, welcher 800 Personen faßt, war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Redner erutete für seinen 2½ stündigen Vortrag lebhaften Beifall. Obgleich freie Diskussion vor⸗ gesehen war, meldete sich niemand zum Wort. Die Versammlung wurde ohne Zwischenfall um 12 Uhr geschlossen. Hd. Algier, 13. März. Aus der Provinz Constantin wird die Ankunft ungeheuerer Heuschreckenschwärme gemeldet. Es fehlt an den nötigen Mitteln zur Bekämpfung der Plage. Hd. Prag, 13. März. Hier wurden Geistliche bei Wahlschwindeleien ertappt. Einige derselben wurden verhaftet. Hd. Wien, 13. März. Bei den gestern beendeten Wahlen sind im Ganzen 12 Sozialdemokraten ge⸗ wählt worden. Die Sozialisten, welche zum ersten Male im österreichischen Parlamente vertreten sein werden, werden daselbst 14 Sitze einnehmen. Hd. Kanea, 13. März. Während der letzten 24 Stunden entwickelten die Schiffe eine fieberhafte Thätigkeit im Kreuzen, da man einen Transport Freiwilliger unterwegs weiß. Die Blokade wird als be— vorstehend erachtet. Gießen, 13. März. Auf dem heutigen Wochen⸗ markte kostete: Butter per Pfund 0,95— 1,05, Hühner⸗ eier 2 St. 9— 10, Enteneier 67, Gänseeier 11— 12, Käse 5— 7, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 27 Pfg., Tauben per Paar 0,90— 1,00, Hühner p. St. 1,20 1,40, Hahnen 1,30— 1,50, Enten 1,70— 2,00, Gänse per Pfund 48— 54, Ochsenfleisch 6674, Kuh⸗ und Rind'leisch 60 bis 66, Schweinefl. 56 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50— 54, Hammelfleisch 50— 65, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,00,— 5,00, Zwiebeln per Zentner 6,00 6,50 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Arbeitsnachweis Gießen, Gartenstraße 2. 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