ehlende Erinn enn u Hehner, N Lab e der deut hustrie. solid, dauerhe ostattung. Hilhehörden hen urstaaten mit del ichnungen er: pe Tillergr.) hoͤrteile. uf ei Leue 1 5 1408 itgehendste Garaß punlag, den 13. J schaft n Hasino“ ihgesten Preisfcg 1 Ju in Kinde Wo billigsten d en feilsten er Ausstattung uhne gel Nierweg? ind Lagel 2 eh sterwe e stel 9 5 4 geleert 24 einfässel e elk u gangbare Mette le 0 0 irchens erben Nr. 136 Gießen, Sonntag, den 13. Juni 1897. 2 Postztg. Nr. 3319. Telephou⸗Nr. 112. Ausgabe e Landeszeikun Gießen. 2 1 2 1 Posiztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. Nedaktion: Kreuzplatz Nr. 4. * — 1**— Lokales und Provinzielles. * Gießen, 12. Juni. In der am Montag beginnenden 2. Tagung des Schwurgerichts kommen folgende Fälle zur Verhandlung: Mon— ag, 14. Juni: Wilh. Gustav Mende von Freiburg a. d. Unstrut: Verbrechen im Amt. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Zimmer⸗ mann; die Verteidigung führt Justizrat Baist. — Dienstag, 15. Juni: Wilh. Reichart von Selters: Anstiftung zum Meineid. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Koch; die Verteidigung führt Rechtsanwalt Windecker.— Mittwoch, 16. Juni: Friedrich Pauli von Uitiingen: Verbrechen wider die Sitt⸗ schkeit. Die Anklage vertritt Erster Staats⸗ anwalt Dr. Güngerich; die Verteidigung führt Hechtsanwalt Grünewald.— Donnerstag, 17. Juni: Th. Schönherr von Gießen: Meineid. Die Anklage vertritt Erster Staats⸗ anwalt Dr. Güngerich; die Verteidigung führt Hechtsanwalt Dr. Fuhr.— Freitag, 18. Juni, Joh. Weppler von Schlitz: Ver ssuch der äuberischen Erpressung. Die Anklage vertritt Staatsauwalt Koch; die Verteidigung führt Rechsanwalt Metz.— Samstag 19. Juni: August Koch von Fulda: Totschlagsver⸗ uch. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Koch; die Verteidigung führt Rechtsanwalt Dr. Jung. Die Verhandlungen beginnen jedes Mal vor— mittags 9 Uhr. * Gießen, 12. Juni. Unsere Stadtver⸗ ordneten genehmigten in geheimer Sitzung im Erinzip die Anlage einer neuen Straße vom Neuen Weg über den für das evangelische Schwesternhaus angekauften„Wiener Hof“, über ie Grundstücke von Friedel und Asprion, Klebe und Bach nach der Blockstraße. Der Plan der Straßenanlage lag in der letzten Sitzung der Stadtverordneten zwar offen, war aber für unseren Berichterstatter durch Packpapier verdeckt. Die Straße soll nicht nur sehr breit werden, sondern sich wegen ihrer Lage besonders zu besseren Wohnungen eignen. Außerdem sei die bauliche Ausnutzung des Wienerhofgeländes eine ganz vorzügliche, sodaß z. B. das sehr geräumige Gelände, welches für das Schwesternhaus reser⸗ bert ist, sich nur auf rund 30 000 Kl stellen wird. Jedenfalls ist es mit Freuden zu be⸗ grüßen, daß damit endlich in diesem Winkel der Altstadt zeitgemäße bauliche Verhältnisse geschaffen werden und daß dabei das Schwesternhaus im Mittelpunkt der Stadt, von allen Seiten bequem erreichbar, Unterkunft sindet, denn damit ist der fentlichen Meinung, welche gegen die Errichtung deses Gebäudes im Osten der Stadt s. Zt. sich heäußert, Rechnung getragen. Gießen, 12. Juni. Der„Frkf. Ztg.“ wird geschrieben: Seit einigen Jahren werden in der vor der juristischen Fakultät der Landes⸗ universttät abzulegenden ersten Prüfung der jungen Juristen bedeutend höhere Anforderungen estellt, wie man sagt, auf Weisung des Mini⸗ drang zum juristischen Studium elwas zu ver— mindern. Dagegen läßt sich an sich nichts einwenden. Aber die in Gießen beim ersten Konkurs gestellten Anforderungen sind verhältnis⸗ mäßig höher, als jene der zweiten Staats⸗ prüfung. So kommt es, daß in Gießen während des Examens eine größere Anzahl von Prüf—⸗ lingen zurückzutreten pflegt, was bei der zweiten Prüfung, die vor Praktikern in Darmstadt statt⸗ findet, höchst selten der Fall ist. Will sich die Regierung nicht dazu entschließen, ein Vorexamen auf der Landesuniversität einzuführen, in dem nach Absolvierung von drei oder vier Semestern der ganze rechtshistorische Ballast endgiltig er⸗ ledigt wird? Nur so kann unseres Erachtens eine Besserung in der Einteilung des Rechts⸗ studiums herbeigeführt werden. Bei der Prüfung für das Richter⸗ und höhere Verwal⸗ tungsfach andererseits wird bei der stetig zu— nehmenden Menge des zu verarbeitenden Rechts— stoffs eine Forderung unabweisbar: die Teilung des Examens in ein solches für die Justiz und ein solches für die Verwaltung. * Gießen, 12. Juni. Im Vorstand des Detaillisten⸗Vereins ist schon mehrfach die Frage angeregt, ob es sich nicht ermöglichen lasse, das Mitbringen von Hunden in die Verkaufs⸗ läden(ähnlich wie in den Wirtschaften) poli⸗ zeilich zu untersagen. Man war bei Besprechung über diesen Punkt allgemein der Ansicht, daß ja die Zulassung der Hunde, welche sich in Beglei⸗ tung der Kundschaft befinden, besonders in den Läden, in denen Lebensmittel feil gehalten werden recht mißständig sei, konnte sich aber zur Befür⸗ wortung eines polizeilichen Verbotes nach dieser Richtung nicht entschließen. Man war vielmehr der Ansicht, daß es genüge, um dem Uebel abzuhelfen, in den Läden am Eingang von außen sichtbar Plakate anzubringen, durch die die Kundschaft gebeten wird, Hunde draußen zu lassen. Es sei anzu⸗ nehmen, daß man bei dieser Einrichtung auf die Einsicht des kaufenden Publikums rechnen könne. Wir sind auch der Ansicht, daß Hunde nicht in Läden gehören. Die Wareu, werden nicht nur beschnüffelt, sondern auch vielfach direkt ver— unreinigt. * Gießen, 12. Juni. Der Verband Gießen des hess. Fechtvereins„Waisen⸗ schutz“ hat bei der am Sonntag über acht Tage im Restaurationssaal der Liedertafel stattfinden⸗ den 5. Landesversammlung den Antrag gestellt, dieselbe wolle beschließen, daß der Verband Gießen in der Oberfechterei durch ein auf drei Jahre zu wählendes Mitglied vertreten sei. Die Oberfechterei ladet zu dieser Versammlung in dem Verbands⸗Organ„Waisenschutz“ mit dem Bemerken ein, daß die Beratungen vormittags um 10 Uhr beginnen. Abends findet großes Gesangs⸗ und Instrumental-Konzert, sowie Reunion statt. * Gießen, 12. Juni. großherzoglichen Handelskammer zufolge königl. Direktion mit Bereitwilligkeit den Dem Antrage der hat die Zug 39 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzelle. Expedition: 81 Kreuzplatz Nr. 4. von Zug 45 ab Gießen bezw. 55 ab Frank⸗ furt a. M., später gelegt und erhält derselbe folgenden Fahrplan: Hungen ab 2 Uhr 50 Min. nachmittags, Villingen ab 3 Uhr 9 Min., Wetter⸗ feld ab 3 Uhr 24 Min., Laubach an 3 Uhr 32 Min. nachmittags. * Gießen, 12. Juni. Gestern wurde ein Musketier des Infanterie-Regiments Nr. 81 aus Frankfurt a. M. in das hiesige Lazarett ver⸗ bracht. Bei der Rückfahrt aus dem Urlaub war derselbe in der Nähe von Burbach(bei Betzdorf) durch das Aufgehen der Wagenthür aus dem Eisenbahnwagen gestürzt und hatte sich hierbei mehrere Bein- und Kopfwunden, sowie einen Rippeubruch zugezogen. * Gießen, 12. Juni.(Kleine Lokal⸗ nachrichten.) Vermißt wird seit gestern Vormittag ein 92 jähriger Herr von hier, der an Schwermut leidet. Aus einem hinter⸗ lassenen Briefe geht hervor, daß er beabsichtigt, sich ein Leid anzuthun.— Das Dienstmädchen einer hiesigen Herrschaft entfernte sich gestern plötzlich ohne alle Ursache aus dem Hause. Später fand sich ein Brief von demselben vor, worin es schrieb, man möge es in der Lahn suchen.— Seit einiger Zeit wurden in ver⸗ schiedenen Hauskellern Diebstähle an Eß⸗ waren u. s. w. verübt. Die Diebin wurde gestern in der Person eines Schulmädchens ermittelt. Die gestohlenen Gegenstände fanden sich in der elterlichen Wohnung zum Teil vor. — In verflossener Nacht fand zwischen jungen Leuten im Burggraben eine Rauferei statt, wobei die Polizei einschreiten mußte. * Gießen, 12. Juni. Der Maurer Schwalb von Rödgen, der mit seinen Arbeitsgenossen am Neubau des Maurermeisters Steinbach in der Bergstraße ein Gerüst aufschlug, stürzte bei dieser Arbeit zwei Stockwerke hoch herab und zog sich dabei anscheinend innere Verletzungen zu. Er wurde in die Klinik verbracht. * Gießen, 12. Juni. Gleich uns bezweifeln noch mehr Zeitungen die Richtigkeit des angeb⸗ lichen Erlasses, demzufolge für Radfahrer auch die Fußwege der Chausseen in Hessen freigegeben wären. Verschiedentlich wird aber— die Richtigkeit der Meldung immer vorausgesetzt — direkt Front gegen derartige, den Radfahrern eingeräumte Rechte gemacht. So schreibt die demokratische„Münchener Freie Presse“:„Es ist sonderbar! Entweder chikaniert man die Radfahrer bis aufs Blut, macht ihnen allerlei unsinnige oder zwecklose Auflagen oder aber man esteht ihnen wieder Rechte zu, die zu weit gehen. In letzterer Beziehung wird aus Hessen berichtet, daß dort neuerdings verschiedene Kreisämter ihr Aufsichtspersonal angewiesen haben, fürderhin Radfahrer, welche die Fußwege der Chausseen zum Fahren benutzen, nicht mehr zur An⸗ zeige zu bringen. Alle Fußwege der Chausseen sollen für die Folge den Radfahrern gesetzlich freigestellt werden, doch müssen diese„die nötige Rücksicht auf die Fußgänger beo⸗ bachten“. Diese Bestimmung ist direkt un⸗ r. ᷣͤ v.... — geheuerlich. Wir sind durchaus radfahrer— freundlich und sind für absolute Freigabe aller Fahrwege für dieselben, müssen aber ebenso energisch die absolute Freihaltung aller Fußwege nur für Fußgänger fordern. Man ist sonst trotz aller„nötigen Rücksicht auf die Fußgänger“ weder seines, noch vor allem des Lebens seiner Kinder nicht sicher.“ — Wir nehmen an, daß es sich bei den mehrfach erwähnten Bestimmungen wohl nur darum han— delt, einen Radfahrer dann nicht zur Anzeige zu bringen, wenn er auf menschenleerer Chaussee auf dem Bankett fährt. Eine offizielle Bekannt⸗ machung wird hoffentlich bald allen Zweifeln ein Ende machen. Gießen, 12. Juni. Im Großherzogtum Hessen bebauen insgesamt 2068 Tabaks⸗ pflanzer 67 497,09 Ar mit Tabak. Davon kommen 8 Pflanzer mit insgesamt 1¾ Ar auf Oberhessen. Der gesamte übrige Tabakbau kommt auf die Provinz Starkenburg. In Rhein⸗ hessen wird gar kein Tabak gebaut. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 12. Juni. Dem Vernehmen des„Berliner Tagebl.“ zufolge beginnen die Großmächte aufgrund einer bezüglichen Ver⸗ ständigung einzelne Schiffe aus den kre⸗ tensischen und griechischen Gewässern zurückzuziehen. Die internationale Flotte wird allmählich zurückgezogen und nur noch die Landtruppen verbleiben bis auf weiteres in ihrer bisherigen Stärke. Hd. Berlin, 12. Juni. Bei der gestern Abend vollzogenen Wahl eines Predigers der Sophien⸗ Gemeinde wurde Pastor Iskraut zum zweiten Male von der vereinigten Körperschaft gewählt. Bekanntlich war Iskraut nach der am 11. September v. J. statt gefundenen Wahl vom Konsistorium nicht bestätigt worden. Hd. Düsseldorf, 12. Juni. In dem Barrison⸗Prozeß wurde Redakteur Otto vom„Artist“ zu 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Hd. Eger, 12. Juni. Das Verbot des Städtetags hat unter der hiesigen Bevöl⸗ kerung große Erregung hervorgerufen. Morgen Abend werden hier zahlreiche Reichsräte und Landtagsabgeordnete der deutschen Partei mit dem Bürgermeister die Form und den Zeitpunkt eines neuerlich nach Eger einzube⸗ rufenden Volkstages beraten. Als vorläufiger Termin ist der 20. d. M. ausersehen. Hd. Paris, 12. Juni. Der durch die Ueber⸗ schwemmung in Voiwn verursachte Schaden be⸗ läuft sich für die Industrie⸗Werke allein auf 3 Millionen Franks. Der Schaden an öffentlichen Gebäuden und Brücken beläuft sich auf 2 Millionen. Vermischtes. — Das Kindermädchen auf dem Fahr⸗ rad. Ein Charlottenburger Kaufmann hat, so er⸗ ——— ů ů ů—— sertums. Anscheinend bezweckt man, den An⸗ Ein weiteres Bild aus dem Vogelsberg. Von August Muh l. „Der Herchenhainer Johannimarkt“ wie er ehemals war. (Nachdruck verboten) (Schluß.) Damals aber wurden solche Wanderungen von licht selten 5—6 Wegstunden zum Herchenhainer Johannimarkt nicht gescheut, und wenn auch nicht immer Geschäfte halber, so doch meistens des Ver⸗ mügens und der guten Freunde und Bekannten, ind bei dem jüngeren Geschlechte vorzüglich der morschaften wegen, namentlich am dritten Markt— uge unternommen. War doch dieser Johannimarkt en Lichtpunkt, nach welchem lange vorher schon, ob er hier um diese Zeit zuweilen launischen Witte⸗ ung, mit banger Sehnsucht geblickt wurde. Wurden ese vielen Wegstunden zum Teil durch den schönen Pberwald deshalb nicht gescheut, da ja die Beglei⸗ ung so unterhaltend, und das Tanzen, wenn auch zur wenige Stunden genossen, gerade auf dem herchenhainer Warkte so reizend und wonnig war. Da jetzt der Vogelsberg schon zum großen Teil i besseren Verkehr hineingezogen ist, so können die Hbewohner desselben ihre Kleiderstoffe und sonstiges kötige, ohne auf den Johannimarkt zu gehen, uufen, ja es wird ihnen leider, leider jetzt mehr Is früher, durch die vielen Hausierer geradezu ins seaus gebracht, wo sie allerdings, gereizt und ge— nackt, vieles als Schund kaufen, und obendrein teuer, während sie sonst weniger und billiger, Hungen⸗Laubach behufs Aufnahme des Anschlusses selbst die Plaisierkosten hinzugerechnet, auf dem Johanni⸗ markt gekauft hätten. Das Fettvieh können die Vogelsberger jetzt selbst nach Frankfurt und Gießen bringen, und da auch die Handelsleute außer den Vogelsberger Markt⸗ tagen per Bahn nahe herangelangen, können die Landwirte zu Haus fchon viel Vieh verkaufen. Seitdem aber die Gießener Märkte so bedeutenden Aufschwung genommen, ist auch der Stern des Johannimarktes jetzt schon seit einer Reihe von Jahren im Erbleichen. Fragen wir nun nach der Ursache der stehung der früheren Massenströmung gerade nach Herchenhain an solchen Marktagen, da ja auch andere bedeutende Märkte im Vogelsberg, wie: Gedern, Obersemen, Ulrichstein ꝛc. vorhanden, die aber früher solche Massen nicht herangezogen 7 Die Antwort würde, ohne alles weitere Nachdenken ge⸗ geben, also lauten: Nun, weil gerade Herchenhain zur Sommerszeit ein besonders lieblicher Punkt des Vogelsbergs ist, und dieser Punkt, sogar der Markt⸗ platz selbst, eine herrliche Perspektive zeigt: nach W. die Wetterau, darin ganz deutlich Friedberg, die Ruine von Münzenberg, und eine Masse von Dörfern, sodann im Hintergrunde den Taunus; nach S. und SW. den Spessart, den Odenwald; nach Osten die Rhön. Gerade hier auf den duf⸗ tigen Höhen fühlt sich der Mensch wohl, wenn in den Thälern die Sonne brennt. Ganz im Freien, erhaben über allen Bewohnern Hessens, trinkt, ißt, tanzt es sich ja an den Johannimarkttagen so gut Ent⸗ und schön. Wohl wahr. Forscht man weiter nach den Ursachen der Ent— stehung des Johannimarktes und berücksichtigt dabei einzelne Benennungen einiger nicht sehr weit von Herchenhain entfernte Oertlichkeiten, so dürfte man zu der Annahme der Sage gelangen, daß hier in vorchristlicher Zeit und den Anfängen des christ— lichen Zeitalters große Wanderungen der Götzen⸗ verehrer in die„Haine“ und später große Wall— fahrten von Christen nach dem„Taufstein“, der „Bonifacius-Kanzel“, ganz in der Nähe von Herchenhain, und dem„Mönchwalde“, eine Stunde weiter ostwärts, unternommen wurden, zumal die Sage betont, daß Bonifacius an dem Taufsteine getauft, an der Bonifacius-Kanzel gepredigt und in dem Mönchwalde ein Mönchskloster gestanden haben soll. Der Ort Götzen, etwa 2 Stunden von Herchenhain gelegen, soll ein Hauptsammelort der Götzenverehrer gewesen sein, die dann in großen Schwärmen sich weiter in die Haine verbreitet: Hartmaunshain, Volkartshain, Grebenhain, Lanzen⸗ hain, Breungeshain. Was ist nun natürlicher, als daß die Anhäufung solcher Massenströmungen auch Gelegenheit zum Aufschlagen von Verkaufsbuden und Schenken bot, die dann immer zahlreicher wurden wie später die Massen„frommer“ Wall⸗ sahrer nach den Belehrungsorten wuchsen. Eine der nächstliegenden Aufgaben des Vogels— berger Höhen-Clubs wird nun auch die sein: das auf dem höchsten Punkte des Vogelsbergs(der Taufstein, 780m) behufs Vermessung errichtete Gerüst besteigbar herzustellen zumal ja vor etwa 60 Jahren sich auf dieser Stelle ein hölzerner Turm erhob, um von da eine über die herrlichen Buch⸗ wälder des Oberwaldes hinaus nach allen Rich— tungen gestattete Aussicht zu ermöglichen. Wenn auch in den Dörfern des oberen Vogels— bergs vorerst noch keine Hotels mit schwarzbefrackten Kellnern anzutreffen sind, so kann doch der Tourist in jedem dieser Dörfer einen kräftigen und dazu billigeren Imbiß, als in anderen schon stärker be⸗ suchten Gebirgsgegenden, und auch ein sauberes Nachtlager, und in den Städtchen sogar ein ver⸗ wöhnter Gaumen eines Großstädters volle Befriedi⸗ gung finden. Wird aber erst einmal der Strom der Touristen in unseren gesunden, luftigen Höhen, selbstver— ständlich während der wärmeren Jahreszeit, ein be⸗ deutenderer, und werden die Hierhergewanderten von der gesunden Luft, würzigen kräftigen Milch und Butter, den schmackhaften Eiern wohlthuend er⸗ frischt und gestärkt, so werden auch die Vogels— berger Dorfwirtshäuser sich aus ihrer Primivität zu mehr komfortablen Gasthäusern erheben, wozu jetzt der Vogelsberger Höhen-Club beizutragen be⸗ müht ist. Uebrigens dürfte gewiß den für ihre Gesundheit Stärkung und dabei zugleich herrliche Fernsicht aufsuchenden Reisenden schon das genügen, was selbst diese Vogelsberger Dorfwirtschaften jetzt schon bieten, und hierzu gehören auch die hier so vorzüglich gebacken werdenden, und gewiß auch ein Mal dem verwöhnten Großstädter wohlthuende Ab— wechslung bietenden Kartoffelpfannkuchen, sowie gewiß auch unsere delikaten Forellen, mit denen die klaren Bäche des Vogelsberges unter dem Schutze des neuen Fischereigesetzes sich wie ehemals immer mehr wieder füllen werden. zählt die„Charl. Ztg.“, für sein Kind ein Fahrrad bauen lassen, das eine Vereinigung von Kinderwagen und Drei⸗ rad ist. Der Bettkorb, in dem das Kind recht bequem liegt, ruht vorn am Rade auf zwei federnden Stützen, während hinten der Stuhlsiz— nicht der gewöhnliche Sattel— für die Wärterin bestimmt ist, die von hier aus bequem das Fahrrad treten und lenken, außerdem aber noch das Kind beaufsichtigen kann. In den letzten Tagen konnte man dieses eigenartige Fuhrwerk auf dem Kurfürstendamm bewundern, wo es natürlich allgemeine Heiterkeit erregte. — Der Zeitvertreib einer Königin. Ein eigenartiges Fest wurde dieser Tage im Laekener Königs⸗ schlosse bei Brüssel veranstaltet. Die belgische Königin ist eine große Pferdeliebhaberin, die sich mit besonderer Vorliebe der Abrichtung von Pferden widmet. Die Königin veranstaltete in der Reitbahn des Königsschlosses am 31. Mai eine Vorstellung, zu der ihre ältesten Liefe⸗ ranten und Beamten des Schlosses geladen waren. Die Prinzessin Klementine hatte die Programme selbst geschrieben und mit Malereien ausgeschmückt. Die Vorstellung, während der königliche Diener den Zuschauern Weintrauben und andere Erfrischungen reichte, dauerte zwei Stunden; am Schlusse führte die Königin ihr abgerichtetes Leibpferd vor, das eine Bombe an einem Strick zog. Die Bombe zerspraug, und eine Fülle von Blumensträußen wurde umhergeworfen(schneidige Idee! was?), welche die Königin sammelte und den Zuschauern überreichte. — Aus Fanatismus lebendig begraben. Zur Charakteristik des Sektenwesens in Rußland wird der„Köln. Ztg.“ aus Petersburg berichtet, daß bei Ternowka unter dem Zusammenlauf großer Volksmassen abermals ein Grab mit Leichen von weiteren zehn lebendig Begrabenen aufgefunden wurde, unter letzteren auch die Leiche der bei der Beguny⸗Sekte hochangesehenen Prophetin Vitalia. Die fanatischen Beguny glauben sich das Himmel⸗ reich am sichersten durch einen Märtyrertod, und zwar den Erstickungstod, zu erwerben, den sie bisher aber nur an Schwerkranken, und zwar durch ein in den einzelnen Gemeinden eigens hierzu angestelltes altes Sektiererweib vollziehen ließen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit muß dieser weibliche Henker bereit sein, dem Rufe der Gemeinde zu folgen und ihres schrecklichen Amtes im Beisein der Familienglieder der Schwerkranken zu walten. Die Er⸗ stickung vollzieht das Weib vermittelst eines Kissens. Die Leiche der Erstickten wird sofort in einen einfach zusammen⸗ gezimmerten Sarg gelegt, ganz im Stillen in der nächsten Nacht in den Wald geschafft und vergraben, worauf die Grabstelle unkenntlich gemacht wird. So geschah es bisher. Der religiös wahnsinnige Kowalew scheint aber die Angst der Beguny vor dem Weltuntergang und der Volkszählung zu den von ihm vorgenommenen Massen⸗ morden, dem Lebendigbegraben zahlreicher Männer, Frauen und Kinder ausgenutzt zu haben. Ende August soll die grausige Angelegenheit in Tiraspol zur gerichtlichen Ver⸗ handlung kommen. — Ein Aufruf für verarmte Gläubiger Griechenlands. In Berlin ist dieser Tage eine Druckschrift erschlenen, die das bekannte Wort Ben Akibas Lügen straft: ein Aufruf zur Sammlung für verarmte Gläubiger Griechenlands. Zunächst wird des Langen und Breiten ausgeführt, daß durch den betrügerischen Bankerott Griechenlands deutsche Unterthanen bis jetzt 40 Millionen Mark Zinsen verloren und 400 Millionen Mark Kapital zum Teile ganz eingebüßt haben. Dann wird den Herren Griechen recht unverblümt ein langat⸗ und viele andere erwerbsunfähigen Personen haben ihre Spargroschen nur im Vertrauen auf die Heirat einer preußischen Prinzessin mit de m griechischen Kronprinzen seinerzeit in griechischen Werten angelegt, sind derselben jetzt beraubt, an den Bettelstab gebracht und dem Hunger preisgegeben. Jahre⸗ lang haben die Unterzeichneten bei dem auswärtigen Amt 2c. petitioniert, den geschädigten deutschen Uuterthanen zu ihrem Rechte zu verhelfen. Ohne Erfolg. Deswegen bittet der unterzeichnete Ausschuß alle deutschen Mitbürger, sich der verarmten deutschen Gläubiger Griechenlands warm anzunehmen und durch milde Gaben deren Not zu lindern.“ Wer sich an dieser originellen Sammlung be⸗ teiligen will, der wende sich an den Vorsitzenden des „Ausschusses der freien Vereinigung der Inhaber griechischer Papiere“, Dr. Anuschat, Kochstraße Nr. 52, Berlin. — Die Angst vor dem Rotwerden. In die bunte Reihe der krankhaften Angstzustände fügt Prof. W. v. Bechterew in Petersburg die Angst vor dem Er⸗ röten ein. Dieser Zustand, der einem jugendlichen Ge⸗ sichte zur Zierde gereicht, kann ein höchst lästiges Uebel werden, wenn er bei einem Erwachsenen ohne jede Ver⸗ anlassung eintritt. Das krankhafte Erröten beschränkt sich auch nur auf das Gesicht und die Ohren, erreicht aber einen äußerst hohen Grad und ist von dem Gefühl eines Blutandranges zum Gesicht und einer besonderen Em⸗ pfindung von Hitze und Spannung daselbst begleitet. Die Röte stellt sich ein, sobald der Kranke in die Gesellschaft tritt, und er ist sogar beim Verkehr mit Verwandten vor den Erröten nicht geschützt. Abends im Dunkeln oder, wenn er allein ist, errötet er nie; auch das absichtliche Anspannen der Aufmerksamkeit auf das Erröten ruft es nicht hervor. Gewöhnlich wird der Kranke zuerst von der Furcht befallen, daß er sogleich errötet. Das hält so lange an, bis er wirklich rot geworden ist. Ist das ge⸗ schehen, so beruhigt er sich wohl etwas, aber das Be⸗ wußtsein, daß er rot geworden, daß Alle es bemerkt haben, ruft aufs Neue die Furcht wach, daß er wieder erröte, was ein neues Rotwerden des Gesichts zur Folge hat. Die Röte wiederholt sich auf diese Welse periodisch in kurzen Zwischenräumen, wodurch den Kranken der Aufenthalt in der Gesellschaft verleidct wird. Besonders unangenehm ist es ihnen, in großer Gesellschaft am Tische zu sitzen, wo kein Verbergen möglich ist. Das Erröten hält gewöhnlich eine halbe Minute an und verschwindet darauf bis zum nächsten Anfall; nur die Ohren bleiben gewöhnlich und sogar in den Pausen rot. Bei wirklicher Beschämung errötet der Kranke, ohne vorher Angst davor gehabt zu haben, fast plötzlich. Dieses normale Erröten gibt aber nicht selten ebenfalls Anlaß zum Auftreten der Furcht, daß er wieder erröten könnte, und alsbald wird er auch rot, diesmal aber unter dem alleinigen Einfluß der Furcht. Die Kranken sind keineswegs blöde und können sich bei mangelhafter Beleuchtung im Gesellschafts⸗ raum mit Jedem ohne jegliche Befangenheit unterhalten. Daß das psfychische Moment bei diesem Erröten eine Rolle spielt, geht daraus klar hervor, daß die Kranken, falls ihre Aufmerksamkeit durch irgend etwas gefesselt, oder sie an ihre Fehler nicht denken, vor dem Erröten gesichert sind. Ueber die Ursache der Störung ließ sich nichts er⸗ mitteln: weder Eltern noch Verwandte der Leidenden hatten jemals an Geistes⸗ oder Nervenstörungen gelitten. Das Leiden scheint sich aber allmählig zu entwickeln, da die Kranken angeben, daß anfangs das Erröten seltener, dann aber immer häufiger auftrat. Nach v. Bechterews lich nutzlos. Prof. von Bechterew hat es mit der Hyp⸗ nose versucht, aber damit bisher noch keinen dauernden Erfolg erzielt. Briefkasten. K. H. Garbenteich. Ist zur Veröffentlichung nicht geeignet. Wir würden ihren Verein vor anderen bevorzugen, deren Einsendungen gleichen Inhalts ebenfalls keine Aufnahme fanden. Auszug aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde. Matthäusgemeinde. Taufen. Am 6. Juni. Dem Maurer Konrad Spies eine Tochter, Emma Karoline Wilhelmine, geb. den 16. Mai. Dem Knecht Valentin Schaub eine Tochter, Katharine Marie Elisabeth, geb. den 3. April. Dem Schneider⸗ meister Heinrich Heil ein Sohn, Adolf, geb. den 8. Mai. Dem Schneidermeister Hermann Eise ein Sohn, Hermann Joseph, geb. den 13. Mai.— Am 7. Juni. Dem Dachdecker Georg Wilhelm Panz ein Sohn, Hermann Philipp Ludwig, geb. den 14. April. Dem Buchdrucker Albin Andreas eine Tochter, Martha, geb. den 19. Mai. — Am 9. Mai. Dem Arbeiter Heinrich Benner ein Sohn, Friedrich Eduard, geb. den 25. April. Beerdigte. Am 6. Juni. Georg Schmitt, Schreiner, Sohn von dem verstorbenen Schneider Heinrich Schmitt, 26 Jahre alt, starb den 4. Juni. Markusgemeinde. Taufen. Am 6. Juni. Dem Schuhmacher Louis Lüter eine Tochter, Elsa Lina, geb. den 8. Mai. Dem Tagelöhner Wilhelm Forbach ein Sohn, Philipp Friedrich, geb. den 17. April. Dem Schlosser Theodor Mandler eine Tochter, Anna Helene, geb. den 25. Mai. Dem Schreiner Wil⸗ helm Walter eine Tochter, Minna Katharine Johannette, geb. den 24. April.— Am 7. Juni. Dem Schriftsetzer Georg Gemmecker ein Sohn, Karl Friedrich Philipp, geb. den 13. Mai. Dem Tabakarbeiter Johann Jakob Sie⸗ mon ein Sohn, Jakob, geb. den 9. Mai. Dem Maurer Wilhelm Steinmüller ein Sohn, Heinrich, geboren den 10. März. Trauungen. Am 5. Juni. Heinrich Diehl, Modellschreiner zu Offenbach a. M. und Margarethe Hofmann, Tochter von dem Fuhrmann Heinrich Hofmann zu Gießen. Dr. Rudolf Peter Erb, Realgymnasiallehrer zu Gießen und Therese Marie Rübsamen, Tochter von dem verstorbenen Turnlehrer Ludwig Christoph Rübsamen zu Gießen.— Am 6. Juni. Ludwig Johann Martin Ockel, Kaufmann zu Gießen und Johannette Karoline Mathilde Sophie Jug⸗ hard, Tochter von dem Fuhrmann Karl Jughard III zu Gießen. Beerdigte. Am 8. Juni. Georg Bechthold, heiratet, 64 Jahre alt. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 30. Mai. Dem Schuhmachermeister Theodor Eißfeller eine Tochter, Till.— Am 2. Juni. Dem Schuhmacher Jakob Heimes ein Sohn, Johann Wilhelm. — Am 4. Juni. Dem Fellhändler Karl Klebe eine Tochter, Alice Stella.— Dem Schreiner Heinrich Kehl Tagelöhner, ver⸗ Berlin III, Bäcker zu Londorf, mit Katharine Sophe Karoline Malwine Ziegler dahier.— Am 9. Jun. Johannes Hermann Leyerzapf, Schlossermeister dahier, mit Karoline Albrecht zu Stuttgart.— Am 10. Jun. Johannes Engel, Pfarrer zu Obbornhofen, mit Anna Elisabeth Maria Albach hierselbst.— Am 11. Juni. Peter Johann Maria Stommel, Bremser dahier, mit Anna Marie Sattler von Rembrücken. Eheschließungen. Am 5. Juni. Dr. Rudolph Peter Erb, Realgymna⸗ siallehrer dahier, mit Therese Marie Rübsamen hlerselbst. Heinrich Diehl, Modellschreiner zu Offenbach a. M., mt Margarethe Hofmann dahier. Gustav Eduard Michgellg, Graveur dahier, mit Auguste Karoline Wilhelmine Kluge hierselbst. Heinrich August Karl Emil Best, Dreher da⸗ hier, mit Rosine Groh hierselbst. Judwig Johann Markin Ockel, Kaufmann dahier, mit Johannette Karoline Mathilde Sophie Jughard hierselbst.— Am 8. Jun. Wilhelm Julius Hermann Pätz, Regierungslandmesser und Kultur⸗Ingenieur zu Bonn mit Anna Luft hierselbst. Sterbefälle. Am 4. Juni. Georg Martin Schmitt, 26 Jahre alt, Schlosser dahier. Heinrich Max Zecher, 1 Monat alt, Sohn vom Stuhlflechter Ludwig Zecher dahier.— Am 5. Juni. Emil Karl Martin Wacker, 3 Monate alt, Sohn vom Modellschreiner Martin Wacker dahier.— Am 6. Juni. Katharine Wagner, geb. Schupp, 48 Jahrg alt, Ehefrau vom Handelsmann Heinrich Wagner zu Leun. Georg Bechtold, 64 Jahre alt, Tagelöhner dahier.— Am 7. Juni. Elisabethe Lerch, 15 Jahre alt, Dienst⸗ magd dahier.— Am 8. Juni. Susanne Bornemann, geb. Berk, 75 Jahre alt, Witwe vom Geh. Justizraß, Oberamtsrichter i. P., Karl Bornemann dahier. Marktpreise. Gießen, 12. Juni. Auf dem heutigen Wochen⸗ markt kostete: Butter p. Pfd. 80— 90 Pfg., Hühnereier 185, 6, 2 St. 11 Pfg., Enteneier 6 Pfg., Gänseeier 11 Pfg., Kae 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 18, Linsen 27 Pfg., Tauben per Paar 0,70— 0,90, Hühner p. St. 1,20 1,40, Hahnen 1,30— 1,50, Euten 1,70- 2,00, Gänse per Pfund 48— 54, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh⸗ und Rindsleisch 60 bis 66, Schweinefl. 56— 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 54— 60 Pfg., Hammelfleisch 50— 60, Kartoffeln pro 100 Kilo 5,50 6,50, Zwiebeln per Zentner 8—9 Ml., Kirschen per Pfund 30 Pfg., Milch per Liter 16 Pfg. Spargel per Pfd. 40— 50 Pfg. —— In Bingen am Rhein ist unter dem Namen „Rheinisches Technikum“ eine neue Lehranstalt für Maschinenbau und Elektrotechnik ins Leben getreten, Der Lehrkursus umfaßt 5 Semester. Mit der Anstalt it eine Werkmeisterschule verbunden, deren Ziel sich in zwe Semestern erreichen läßt. Der Eintritt neuer Schüller erfolgt zweimal im Jahre, zu Ostern und zu Michaelsg, Die Leitung des Technikums hat der im technischen Lehr⸗ fache bereits bestens erfahrene Maschinen⸗Ingenieur Regle⸗ rungsbaumeister Hoepke übernommen. Die Stadtper⸗ tretung hat beschlossen, demnächst ein neues Gebäude ii die Zwecke der Anstalt zu errichten. Wasche mit Luhn's Wasch⸗Extract Sparsam und billig, ohne Schärfe!— Anzuwenden ohne Seife, ohne Soda!— Kein Anschmieren der Wüsche önl tig— Zum Reinigen der Haus⸗ und Küchengerüle, Treppen usw. äußerst beliebt!— Ueberall in Schachteln 4 ½ Pfund zu haben.— Bitte versuchen! — miges Sündenregister vorgehalten, welches in chronolo⸗] Ansicht kann es nicht zweifelhaft sein, daß dieser krank- ein Sohn. gischer Reihenfolge Alles aufzählt, was die edlen Hellenen hafte Zustand zu einer der Formen der pathologischen Aufgebote. Verleger: Paul ober in Mark dern in so vielen Jahren mutwillig verbrochen. Zum Schlusse] Angst gehört und sich hier ganz besonders und eigenartig Am 5. Junk. Karl August Emse, Hoboist dahier, t ur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottunnschen heißt es:„Witwen, Waisen, kleine Pensionäre, Invaliden äußert. Innere Heilmittel sind bei solchem Leiden natür⸗Umit Marie Henriette Wagner hierselbst. Johannes! Buchdruckerei, Giesen, Schloßgasse 13. ——— 2 5. N——— 8 e) Asphaltarbe it: Bekanntmachung. 5 14. Miphaitbg von 20 mm Die 189 2er Rheinisches Wir bringen hiermit zur öffentlichen Keunt⸗ nis, daß der Schlachthaus verwalter angewiesen worden ist, die nach§ 24 des Lekalreglements vom 28. Mai 1886 bei ihm einzuholende be⸗ sondere Erlaubnis zum Betreten der Schlacht räume im städtischen Schlachthof Viehhändlern und Landwirten auf so lange zu erteilen, als nötig ist, um den Verkäufern Gelegenheit zur Anerkennung ihrer Schlachttiere und Beiwoh⸗ nung bei der Verwiegung derselben zu geben, daß dabei jedoch seitens der Stadt eine Haf— tung für etwa vorkommende Unfälle nicht über nommen wird. Gießen, den 5. Juni 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnautb. Verdingung. Die zur Ausführung erhöhter, asphaltierte Bürgersteige auf dem Marktplatz und in der Straße Mäusburg erforderlichen Maurer⸗, Pflaster⸗ und Asphaltar⸗ beiten sollen Dienstag, 22. Juni d. J., vormit⸗ tags 11½ Uhr öffentlich verdungen werden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liesen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 offen. Angebote auf Vor⸗ druck find bis zum genannten Termin bei uns einzureichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 5. Juni 1897. Das Stadtbauamt. Schmandt. Verdingung. Die nachstehenden, zum Ausbau der Südaulage erforderlichen Arbeiten und Liefe— rungen sollen Dienstag, den 22. Juni d. J., vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. a) Erd⸗ und Maurerarbeit: 1. Versetzen von Bordsteinen auf Zementbeton 2. Versetzen von Bandsteinen 570,— lfdm. auf Betonunterlage von 12 em 15 Desgl. vou 30 mm auf Betonunterlage von 15em 190„ d) Steinzeuglieferung: 16. Lieferung von Steinzeug⸗ röhren von 250 mm Durchmesser 204 lfdm 17. Desgl. vor 200 mm Dm. 35 75 18. Desgl. von Sinkkasten aus Steinzeug, mit Auf— satz, 45 em l. W. 19 Stück Pläne, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 5. Juni 1897. Das Stadtbauamt. Schmandt. Arbeitsvergebung. Der Anstrich unseres Gasbehälters Nr. 4 soll vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem technischen Büreau zur Einsicht⸗ nahme offen. Bezügliche Angebote sind bis zum 19. Juni, vorm. 10 Uhr, verschlossen und mit ent⸗ sprechender Aufschrift versehen, bei uns einzu- reichen. Gießen, 12. Juni 1897. Städtisches Gas⸗ und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen, Gartenstraße 2. Augebot der Arbeitnehmer. 1 Bäcker oder Konditor, 1 Krankenpflegerin, 1 Maschinenschlosser, 1 Heizer, 1 Schuhmacher, 2 Schreiner, 1 Herrschaftskutscher, 1 Haus- 1150 qm 2 8 LI 85 5 * 5* 4 * 1 0 85 5 Nene Fahrräder der Kronrad-Werke werden in Oualität, Ausführung und Eleganz von keiner anderen Marke über- troffen. Grösste Auswahl in jeder Preislage. 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