Gar nner Sautomgchllfn Alt gasse N. 6. Die g, rbehause aus att. Schneider, 75 Jahre eunzplat Nr. 1g. Die „den 12, d. M, nach⸗ cbehause aus statt Römer, 85 Jahre Graͤbensttaßt M. II. seltag, den 12. d. M. rbehause aus statt. i —— urburg, Verantw. Redal⸗ 5. Ottmann, beide iu Gleßen, — Nadtisch n Red U 5E — Munchen 4 1 Fg Carl Schwaab. Kratz. Mäarktplat N licht. 3.80 Mark, 165 5 91 cen Höf nerei Essighau auch im Abonnement nmoͤbliert, zu vermieten 08. Stahl. eee ee rant und 0 mien- NL Iwigstrasse 6. i ts sachen und ae ag unt auch etr f f rufsgenos 95* Ansprüche, 1 Gießen, Somabend, den 13. Februar 1897. Poflztg. Nr. 3239 a. Telephonu⸗Nr. 112. Ausgabe Gießen. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Redaktion: 2 Kreuzplatz Nr. 4. 8 Hessischer Landtag. * Darmstadt, 11. Febr. In der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer dankte der neugewählte Präsident Haas⸗Offenbach für die ungesuchte und unvermutete Ehre, die ihm geworden. Er werde bestrebt sein, die Ehre des Hauses nach Innen und Außen zu wahren und ganz in die Fußtapfen seines Vorgängers zu treten, um wie dieser die Geschäfte mit Milde und Vornehmheit zu führen. Er hoffe auf die Nachsicht der Kammer und die Mithilfe der Herren Kollegen vom Bureau. Er werde unablässig bemüht sein, die Wohlfahrt des Landes zu wahren und das Beste für das heffische Volk zu fördern. Der zweite Präsident Metz⸗Gießen dankte gleichfalls mit der Versicherung, daß er die Geschäfte im Sinne des Vorredners führen wolle, falls er hierzu berufeu werden sollte. Darauf erfolgte die Vereidigung der Abgeordneten Dr. David, Glaser, Haas⸗Mainz und Rau. Unter den dann verkündeten neuen Einläufen befindet sich die Mit⸗ tellung, daß der Abgeordnete Wolfs kehl sein Mandat niedergelegt hat, ferner ein Antrag des Abg. Westernacher auf Uebernahme der Kosten zur Bekämpfung der Maul⸗ und Klauenseuche auf die Staatskasse, mehrere Gesuche wegen Herstellung von Nebenbahnen, eine Vor⸗ lage auf Schaffung neuer Professoren⸗ und Assistenten⸗ stellen an der technischen Hochschule in Darmstadt, ver⸗ schiedene Reklamationen der Stadt, sowie Neuwahlen, ein Antrag der Abgg. Glaser und Gen. auf Erhöhung der Diäten der Landtagsabgeordneten auf täglich 10, und Gewährung freier Fahrt auf allen hessischen Bahnen, dann ein Antrag von Horn auf Fortführung der Rod⸗ gaubahn von Seligenstadt nach Weißkirchen, von Schröder und Genossen auf Erhöhung der Pension der Volksschul⸗ lehrer auf jährlich 1000% Ullrich will ein Ersuchen an die Regierung auf Errichtung eines Landgerichts in Offenbach, und Penrich und Genossen ein solches auf Errichtung einer Landeslotterie beschlossen haben. Einge⸗ gangen ist ferner eine Einladung des Großherzogs auf heute Nachmittag 4 Uhr zu einem Glas Bier. Es folgten die Ausschußwahlen, die entsprechend der Stärke der einzelnen Parteien auf Grund vorgängiger Vereinbarung ausfielen. Der Finanzausschuß fand nach⸗ stehende Zusammensetzung: Hechner, Möllinger, Jökel, Schröder, Köhler, Christ und Ullrich. Schließlich wurde eine Adresse an den Großherzog beschlossen, die durch das Bureau überreicht werden soll. Möllinger regte die so⸗ sortige Beratung des gleichfalls eingegangenen Pensions⸗ gesetzes für die Beamten des gemeinschaftlich hessisch⸗ preußischen Staatsbahnbetriebes an, stieß jedoch damit auf den Widerstand der Abgeordneten Hechner, Ullrich, Schröder, Köhler, Weidner und Schmitt. Die Beratung wurde auf später verschoben und die Kammer auf unbe⸗ stimmte Zeit vertagt. Lokales und Provinzielles. * Gießzen, 11. Februar.(Stadtverordneten⸗ Versammlung.) Oberbürgermeister Gnauth eröffnet um 5 Uhr nachmittags die Sitzung. Vor Eintritt in die Tagesordnung macht derselbe Mitteilung wegen einer von Wien an die Bürgermeisterei gelangten Nachricht, wonach der daselbst verstorbene im Jahre 1828 zu Gießen geborene österreichische Hauptmann Georg Friedrich Heyer von Rosenfeld seine Vaterstadt Gießen mit einem Legat bedacht hat. Der hier angelangten Nachricht zufolge hat der Erblasser zur Universalerbin das Germanische Museum zu München eingesetzt und dieses verpflichtet, den zehnten Teil seines nicht unbedeutenden Vermögens als Legat unserer Stadt auszuhändigen./ dieses Legates sollen solange verzinslich angelegt werden, bis die Summe 20 000& ausmacht, vom verbleibenden stel soll jährlich in bestimmten Summen Stadtarmen am Todestage des Erblassers Unterstützungen gewährt werden, jedoch ist —— Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Auzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. hieran die Bedingung geknüpft, daß die zu unterstützenden Personen evangelischen Glaubens sind, daß sie selber, so⸗ wie deren Eltern und Großeltern geborene Gießener oder Gießener Bürger gewesen sein müssen. Die gleichen Be⸗ dingungen müssen diejenigen Unterstützungsbedürftigen haben, wenn ihnen, sobald die erwähnten 20 000 Mark voll vorhanden sind, aus deren Zinsen jährlich am Todestage des Erblassers Geldbeträge nicht unter 50 l zuteil werden sollen. In einem Nachtrag erklärt sich der Testator damit zufrieden, wenn auch die Großeltern der zu Unterstützenden nicht in Gießen geboren sein sollten. Das Kollegium wird sich erst über die Annahme des Legates schlüssig machen, wenn feststeht, wie hoch dasselbe sich beläuft.— Ein Gesuch des Johannes Nickel um Er⸗ laubnis zur Aufstellung eines Oefchens in seinem Arbeits⸗ schuppen am Leihgesternerweg wird unter den vom Stadtbauamt aufgestellten Bedingungen ausnahmsweise widerruflich genehmigt.— Genehmigt werden ferner die Baugesuche der Architekten Stein und Meyer, welche für die Ecke der Berg⸗ und Gartenstraße ein Wohnhaus er⸗ richten wollen, welches in die Vorgartenflucht um ein Kleines hineinspringend projektiert ist und das des Schreinermeisters Karl Hahn für die Gartenstraße, dem der Dispens erteilt wird dahingehend, daß er aus deko⸗ rativen Gründen die obere Etage in Holzfachwerk mit massiver Hintermauerung ausführen lassen kann.— Dem Brauereibesitzer Bichler wird die ausnahmsweise Ge⸗ nehmigung zur Anlage einer Rennbahn mit Tribünen ꝛc. erteilt.— Dem Kommerzienrat Wilhelm Gail wird für sein Ziegelwerk am Schiffenbergerwald die ausnahms⸗ weise Genehmigung zu einer Trockenanlage erteilt.— Dem Gesuch der Firma L. C. Rübsamen um pachtweise Ueberlassung eines Platzes zur vorübergehenden Lagerung von Kies oberhalb der Lahnbrücke am linksseitigen Ufer wird stattgegeben zu einem Pachtpreis von monatlich 1., bei vierwöchentlicher Kündigung. Ein weiterer Platz zur Kieslagerung am Hohen Eichenweg wird der⸗ selben Firma für eine Jahrespacht von 30/ überlassen. — Die vorübergehende Ueberlassung der Turnhalle der Realschule an den Männerturnverein zur Einübung eines Reigens für weitere 2 Abende der Woche ist von der Bürgermeisterei gestattet und wird vom Kollegium nach⸗ träglich genehmigt.— Die Verbesserung des Abzugs⸗ kanals auf dem Brand, die Anlage von drei Revisions⸗ kästen zu diesem Kanal usw. wird beschlossen, obschon der Platz nicht Eigentum der Stadt ist, sondern dem Fiskus gehört.— Die Wirtschaftsgesuche des Albert Rahnfeld von Lich für die„Zwölf⸗Abostel“ und des W. Hehner für die Wirtschaft im früher Merzschen Hause werden ge⸗ nehmigt.— Es folgt eine geheime Sitzung. * Gießen, 12. Febr. Auszug aus der Sitzung großh. Handelskammer am 9. Febr. 1897. Die Kammer nahm zunächst Kenntnis von der Wahlbestätigungs⸗Urkunde für die Herren Balser, Katz und Kraatz. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl eines ersten und eines zweiten Vorsitzenden wurden die Herren Kommerzienrat Koch, bezw. Scheel wiedergewählt.— Von Seiten des Unter⸗ verbandes für Hessen und Hessen-Nassau des deutschen Unterverbandes für das kaufmännische Unterrichtswesen ist ein Gesuch um eine staats⸗ seitige Unterstützung der kaufmännischen Fort⸗ bildungsschulen im Großherzogtum Hessen an großh. Ministerium des Innern gerichtet worden. Die Kammer billigte ein zu demselben Zweck an großh. Ministerium zu richtendes Gesuch, in welchem besonders auf die vielfachen Unter⸗ stützungen des Staates an die landwirtschaftliche und Gewerbeschulen(Handwerkerschulen) hin⸗ Frsncen wird.— Die Kammer beschließt dem rsuchen einer hiesigen Firma stattzugeben und rohem Holzessig, statt wie bisher Spezialtarif I, Spezialtarif III in Anwendung zu bringen.— In Betreff der gehe der Markenschutz⸗ gesetze in den Konsularbezirken teilt das großh. Ministerium des Innern der Kammer mit, daß nach einer Erklärung der niederländischen Regie⸗ rung auch niederländische Staatsangehörige vor dem niederländischen Vertreter in Tanger zur Verantwortung gezogen werden können, wenn sie deutsche Marken unbefugt verwerten, welche auf⸗ grund der niederländischen Gesetzgebung in den Niederlanden eingetragen sind.— Die Firma Ronfils und Cie., 6 Rue St. Gudule in Brüssel teilt mit, daß sie sich speziell mit der Vertretung deutscher Häuser auf der diesjährigen Weltaus⸗ stellung befaßt. Auf Wunsch wird dieses zur Kenntnis etwaiger Interessenten gebracht.— Ueber die Verstaatlichung der Hessischen Ludwigs⸗ bahn wird der Kammer folgendes mitgeteilt: „In Ausführung des Staatsvertrags zwischen Preußen und Hessen über die gemeinschaftliche Verwaltung des beiderseitigen Eisenbahnbesitzes vom 23. Juni 1896 wird am 1. Februar eine Eisenbahndirektion errichtet, mit dem Sitze in Mainz und der Firma: Königlich preußische und großherzoglich hessische Eisenbahndirektion. Dieser Behörde werden übertragen: a) für die Zeit bis zum 1. April 1897 Ver⸗ waltung und Betrieb der zum Hesstschen Ludwigseisenbahn-Unternehmen gehörenden Strecken, b) vom 1. April 1897 Verwaltung und Be⸗ trieb der ihr nach Allerhöchster Bestimmung zuzurechnenden, zur gegebenen Zeit bekannt zu machenden Strecken des zu einer Be⸗ triebs⸗ und Finanzgemeinschaft vereinigten preußischen und hessischen Eisenbahnbesitzes. Mit der Uebernahme durch die genannte Staatseisenbahndirektion tritt die derzeitige Privat⸗ bahn⸗Verwaltung außer Wirksamkeit.“— Die Schwarzwälder Handelskammer in Villingen benachrichtigt die Kammer von ihrer Kon⸗ stituierung.— Das Vize⸗Konsulat der Ver⸗ einigten Staaten von Brasilien zu Mainz setzt die Kammer davon in Kenntnis, daß laut Ver⸗ fügung der brasilianischen Regierung vom 10. Dezember v. J. für die Folge die Einkaufs⸗ rechnungen über solche Waren, deren Verzollun in Brasilien, laut dem durch das Gesetz Nr. 226 vom 20. April 1896 festgestellten Zolltarif seit dem 1. Januar 1897 nach dem Werte erfolgt, konsulatsseitig beglaubigt werden müssen. Die Gebühr für die Beglaubigung einer Rechnung beträgt 11,50 A. Das Verzeichnis der in Be⸗ tracht kommenden Waren liegt jederzeit zur Einsichtnahme in dem Bureau der Kammer offen; desgleichen eine Denkschrift über das Kommerzial⸗ Museum in Philadelphia.— Diejenigen Firmen⸗ inhaber des Bezirks, welche noch die Fragebogen für den Jahresbericht von 1896 auszufüllen ge⸗ denken, werden um umgehende Zusendung der⸗ selben gebeten. Der Kammer ist ein außer⸗ ordentlich großes Verzeichnis von zweifelhaften Firmen in Amsterdam zugegangen. Es kann deshalb nur empfohlen werden, vor Anknüpfung von Geschäftsverbindungen im Auslande stets genaue Informationen einzuziehen. an geeigneter Stelle Schritte gegen den Antrag zu thun, in Zukunft bei der Beförderung von * Gießen, 12. Februar. Dem Vernehmen Ihre erste Liebe. Novelle von E. von Bischdorf. (Nachdruck verboten.) 2(Fortsetzung.) C B, Gewiß erinnere ich mich Ihrer noch, Herr vonßz Lossen“, sagte sie kühl und fühlte ärgerlich das aufsteigende Rot in ihren Wangen,„wir verlebten vor Jahren einige angenehme Stunden zusammen bei meinen Verwandten Palzin. Das klang nicht sehr ermutigend. Aber eben jene Röte des lieblichen Antlitzes stärkte Lossens Selbstvertrauen. „Darf ich fragen, welches Ihr Reiseziel ist, meine gnädigste Frau, und wie lauge es mir ver⸗ gönnt sein wird, die Fahrt mit Ihnen gemeinsam zu machen?“ fragte er weiter. Regine mußte Rede stehen. „Wir begeben uns nach Westerland auf Sylt, wo ich einige Wochen mit meinen Kindern zuzu— bringen gedenke.“ Lossen lachte erfreut. „Das ist ja ein herrliches Zusammentreffen“, rief er munter.„Eben dorthin strebe ich auch mit meinem ältesten, schulpflichtigen Jungen, um mich als treuer Familienvater meiner Frau und den kleineren Kindern anzuschließen, welche schon seit einigen Wochen dort sind.“ Er war sehr aufgeräumt, Lothar von Lossen. Bei dem ersten Blicke hatte er die schöne, junge Frau wieder erkannt, die ihm damals als blut⸗ junges Mädchen solch ein ungewöhnliches Interesse eingeflößt. Bald nach seiner eigenen Verlobung hatte er die ihre erfahren, und dann war sie für ihn verschollen gewesen; nun freute er sich des Wiedersehens. Nur um ihre Aufmerksamkeit zu er⸗ regen, nicht etwa zum frommen seines wenig poesie⸗ empfänglichen Sohnes hatte er den Byron vorge— tragen, und es war ihm nicht entgangen, welchen Eindruck dieser gemacht. Das Zusammensein mil ihr würde eine pikante Abwechslung in der Langeweile des Badelebens bringen. Jetzt konnte er sich ja dem Genusse ihrer Gesellschaft mit Ruhe hingeben; sie waren beide wohl versorgte Eheleute, und er brauchte keine weitergehenden Folgen einer kleinen Courmacherei zu fürchten. In Regiue aber stritten verschiedenartige Ge⸗ fühle; sie sollte wochenlang mit Lossen zusammen sein— der Gedanke war so unfaßlich; er erfüllte sie mit Freude und Angst zugleich. Gleichviel, er durfte um keinen Preis etwas von ihrer Erregung merken. „Ich freue mich, Ihre Frau Gemahlin kennen zu lernen“, sagte sie ruhig.„Wissen Sie auch, daß wir Frau Lottchen von Rechow, geborene Palzin, in Sylt antreffen werden, oder ssehen Sie nicht Bei dem Namen„Falkenberg“ wollte es Lossen kalt überrieseln. „Nein, Gott sei Dank“ rief er in komischem Entsetzten,„dem elenden Neste habe ich seit Jahren glücklich Valet gesagt. Weine jetzige Garnison ist Frankfurt am Main.“ Auch das sagte er nicht ohne leichte Bitterkeit. Ja, auf Berlin hatte er doch verzichten müssen Constanze Pottmüller hatte sich nicht so bildungs— fähig erwiesen, als er gehofft. Sie paßte nun ein⸗ mal nicht in die Garde, und er mußte froh sein, nur die Versetzung nach Frankfurt erlangt zu haben, welches ihm doch einigermaßen die Möglichkeit an⸗ regenden Verkehres und großstädtischer Genüsse bot, wenn auch natürlich nicht in dem Grade, wie in Berlin. „Aber Sie selbst, meine Guädigste, welchen Ort haben Sie sich zu Ihrer Residenz erwählt?“ „Wir leben auf dem Lande“, sagte Regine in etwas abweisendem Tone,„meines Mannes Güter liegen in Ostpreußen.“ „Wo aber verbringen Sie den Winter?“ „Auch in Hellingsthal“, erwiderte sie mit einem verfehlten Versuche zu scherzen,„mein Mann ist ein zu enragierter Landwirt, um sich von seinem Gute zu trennen, und ich bestrebe mich, mir durch Lektüre etwas geistige Anregung zu verschaffen, um nicht ganz zu verdummen in unserem abgeschlossenen mehr bei Ihrem alten Regimente in Falkenberg?“ Erdenwinkel.“ Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 2 E nach wird zur Erlangung von Plänen für das Volksbad eine Konkurrenz ausgeschrieben, zu der auch auswärtige Architekten eingeladen werden sollen. * Gießen, 12. Februar.(Besitzwechsel.) Bankier J. Grünewald veräußerte sein Markt⸗ straße 26 belegenes Haus für den Preis von 17000 4 an einen Herrn Richter, welcher darin ein Hutgeschäft etablieren will. * Rodheim a. d. B., 11. Februar. Am Dienstag Nachmittag gegen 2 Uhr brach bei dem Landwirt Karl Schlierbach auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise Feuer aus. Sowohl die Scheuer und Stallung des Genannten, als auch ein Teil der Scheuer nebst Stall eines Nachbars wurden in Asche gelegt. R. Laubach, 11. Febr. Der christlich⸗ oziale Verein für Laubach und Um⸗ gegend zeigt sich in letzter Zeit für die Ver⸗ breitung seiner Ideen sehr rührig. In den allmonatlich stattfindenten Versammlungen, die abwechselnd hier und im Umkreise abgehalten werden, wurden bisher größtenteils W von Vereinsmitgliedern gehalten, die jedoch in agitatorischer Hinsicht den gewünschten Zweck nicht zu erreichen schienen, weil man jetzt, jeden⸗ falls zur Neubelebung des Stöckerianismus, sich einen Referenten aus Berlin, Herrn Redakteur Dr. Stein, kommen ließ, der am kommenden Donnerstag im Gasthause„Zur Traube“ über die„Stöcker hetze“ sprechen wird. Weitere Vorträge sind noch in Lardenbach und Ulpha in Aussicht genommen.— Im Gasthause zum Schützenhof hält am nächsten Sonntag Herr Pfarrer Nebel einen Vortrag über„Melanch⸗ thon“. Diese Vorträge zur Hebung christlicher Volksbildung werden demnächst in ausgedehnterem Maße in der Provinz Oberhessen stattfinden, und ist in dieser Hinsicht der Dekanat Schotten in anerkennenswerter Weise vorangegangen. * Darmstadt, 11. Febr. Das rühmlichst bekannte Verlags-Geschäft von Arnold an wird demnächst nach Stuttgart übersiedeln. Die Aktien⸗Gesellschaft Gebrüder Kröner dortselbst hat den Bergsträßerschen Verlag käuflich erworben. Am hic Platz wird nur das Sortiments⸗Geschäft verbleiben. * Mainz, 10. Februar. Das Gesuch der Fern Handelskammer um Herstellung eines ernsprechverkehrs Mainz⸗Duisburg wurde von der Oberpostdirektion Darmstadt mit der Motivirung abschlägig beschieden, weil die Fernsprech⸗Verbindungsleitungen zwischen Köln und Duisburg zur Zeit 1 sehr überlastet seien. — Die Nichte eines hiesigen Privatmannes hat sich mittelst eines Flobertgewehrs er schos 0 e n. Die That erfolgte am Samstag, gestern starb jedoch das unglückliche Mädchen erst. Ein schweres Leiden soll das Mädchen veranlaßt haben, sich den Tod zu geben.— An der vor einigen Tagen hier stattgehabten Submission für Lieferungen und Arbeiten für die Garnisonsver⸗ waltung Mainz traten auch die Strafanstalten zu Darmstadt und Münster als Konkurrenten der Geschäftsleute auf. Vermischtes. — — Mannheim. Von einem interessanten Dauer⸗ schlaf bringt die Kunde aus dem badischen Orte Ried⸗ Wider ihren Willen war doch die innere Ver⸗ stimmung durchgeklungen. Des Verkehres mit Menschen zu sehr entwöhnt, hatte sie verlernt Empfindungen zu verbergen, die nicht zu der Kenntnis anderer zu gelangen brauchten. Nun wußte Lossen sofort, wie es stand. Sie fühlte fich vereinsamt, ihr Mann war ein simpler Krautjunker, der kein Verständnis hatte für ihre Interessen, desto empfänglicher würde sie dafür sein, wenn sie das⸗ selbe auf anderer Seite fand. Regine spürte das Bedürfnis abzulenken. „Wie wunderbar schön ist doch die Nordsee in diesem dumpfen Grollen“, sagte sie und klammerte sich fest an die Schiffsbrüstung, um einem heftigen Schwanken Stand zu halten.„Es ist das erste Mal, daß ich das echte Meer sehe, bisher kannte ich nur die zahme Ostsee. Ich kann nicht sagen, wie mich der Anblick dieser großartigen, bewegten Wassermassen ergreift.“ Lossen nickte. „Ja, man fühlt sich dabei so ameisenklein, und doch dehnt sich die Seele so weltenweit, wie Heine es ausdrückt“, sagte er ernst. Regine war betroffen; er hatte wieder die richtigsten Worte gefunden für das, was sie empfand. (Fortsetzung folgt). e Landeszeikung. 1 heim in weitere Kreise. Ein zwanzigjähriger Bauernknecht von dort, der in den letzten zwei Jahren die Spuren von Geistesgestörtheit zeigte, aber zuletzt völlig gesund und geistig normal war, legte sich Sonntag, 10. Januar zum Schlafen wieder und wachte erst Freitag, den 21. Januar, also nach zwölf Tagen, wieder anf. Am Samstag vor dem unfreiwilligen Dauerschlaf hatte der junge Mann bei einem Nachbarn gedroschen und bei dieser Gelegenheit einen sogenannten Dreikönigskuchen erhalten. Während der ganzen Schlafzeit lag er unbeweglich. Die Puls⸗ schläge waren regelmäßig und die Nahrung wurde ihm vom Arzte künstlich zugeführt. Daß er alle zwei Stunden mit laltem Wasser vollständig gewaschen wurde, hatte nicht den geringsten Einfluß auf den Schläfer. Am zwölften Tage endlich zuckte er morgens mit den Füßen, dann mit den Händen. Gegen Mittag wachte er ganz auf. Seine erste Frage war nach dem Königskuchen. Als seine Eltern meinten, er solle nur noch schlafen, er habe ja noch Zeit, erwiderte er:„Es ist ja Montag, ich muß doch beim Nachbar dreschen helfen.“„Montag? Michel, es ist Freitag, Du hast zwölf Tage geschlafen“, erklärten ihm die Eltern. Er hielt dies für Scherz und wollte sich lange nicht davon überzeugen lassen. Der junge Mann, der völlig gesund erwachte, giebt an. daß er während des ganzeu Schlafes nichts geträumt habe. Er ist aufgestanden mit denselben Gedanken, mit denen er sich zwölf Tage vorher zu Bette gelegt hat. — Das Erbe des Ermordeten. Ein merk⸗ würdiger Zivilprozeß hat neulich die Gerichte Basels be⸗ schäftigt und in der ganzen Schweiz Aufsehen erregt. Der wohlhabende Baseler Kunstmaler Landerer wohnt seit 1877 in dem bekannten Malerdorfe Barzibon bei Fon⸗ tainebleau, hielt sich dort ein eigenes Haus und ließ es durch eine Haushälterin besorgen. Als solche verpflichtete er sich im Sommer 1892 eine gewisse Notburga Binder, die eine sehr bedenkliche Laufbahn hinter sich hatte. Sie war schon mit 15 Jahren mit ihrer Mutter nach Süd⸗ amerika ausgewandert, war in Buenos Aires auf Ab⸗ wege geraten und hatte sich dann mit einem Spanier verheiratet. Die Ehe war von kurzer Dauer; der Mann starb auf unaufgeklärte Weise, bald nachdem er sein Ver⸗ mögen testamentarisch seiner Frau vermacht hatte. Die Binder trieb sich mit den Trümmern dieses Vermögens eine Zeit lang in Paris herum und begab sich dann in die Schweiz, um eine Anstellung zu suchen. Dabei wurde sie dem Landerer empfohlen und von ihm sogleich angestellt. Es ging auch nicht lange, so erklärte Landerer, er wolle sie heiraten. Damals zählte er 78, sie 29 Jahre. Ungeachtet aller Warnungen und Abmahnungen seiner Freunde, die sich über das Vorleben der Aben⸗ teuerin erkundigt hatten, führte er das unsinnige Vor⸗ haben aus und ließ sich im Oktober des gleichen Jahres trauen. Nun brachen die Folgen rasch herein. Die Binder unterhielt mit einem Wirt aus Fontainebleau ein Liebesverhältnis und setzte es in der Ehe ungescheut fort. 1 Landerer, nichts ahnend und für Alles um ihn blind und taub, machte den Liebhaber zu seinem Vertrauten, zog ihn bei der Errichtung eines die Binder begünstigenden Testamentes als Zeugen zu und ernannte ihn, wie zum Hohn, als Testamentsvollstrecker! Die Binder wohnte im Sommer des folgenden Jahres mehrere Wochen lang in Fontainebleau angeblich zur Erholung, in Wahrheit, um eine blutige That gegen ihren Gatten vorzubereiten. In der Nacht, bevor sie nach Hause zurückkehren sollte, wurde Landerer in seinem Bette von seiner Frau und ihrem Liebhaber ermordet. Beide wurden unverzüglich verhaftet, denn Niemand zweifelte daran, daß sie das Verbrechen begangen hatten, die Nachbaren hatten diesen Ausgang vorausgesehen. Das Urteil lautete auf lebenslängliche Zwangsarbeit. Die Binder starb schon nach zwei Jahren im Zuchthause zu Chermont. Nun erhoben sich aber verwickelte Fragen bezüglich der Vermögensverhältnisse. Die Ehegatten Landerer hatten unter dem Baseler Recht gelebt, d. h. unter dem System der Gütergemeinschaft. Das Vermögen beider Ehegatten bildete mit dem Augen⸗ blick des Eheschlusses eine gemeinsame Gütermasse, an der Beide Anteil haben. Da Landerer das ganze hinterlassene Vermögen in diese Ehe eingebracht hatte, erhielt somit die Binder den Mitbesitz daran, und da nach Baseler Recht beim Tode eines Ehegatten der überlebende Eheteil zwei Drittteile des gemeinschaftlichen Vermögens zuge⸗ wiesen erhält, so hätte die Binder bezw. ihre Erben etwa 80 000 Fr. als Lohn für den vollbrachten Mord zu be⸗ anspruchen! Dieses haarsträubende Ergebnis führte zum Prozeß. Die Erben Landerers verlangten das ganze Vermögen für sich und ebenso, daß die Erben der Mör⸗ derin ganz aus dem Recht gewiesen würden. Das Zivil⸗ gericht Basel hielt sich streng an das Gesetz, das vom Tod eines Ehegatten spricht und den Fall des Gatten⸗ mordes nicht besonders behandelt. Die zweite Instanz hob jedoch dieses Urteil auf und erkannte dahin, daß die Erben Landerers alleinberechtigt seien. Das Testament des Ermordeten hatte unter keinen Umständen mehr Gil— tigkeit, da der Erbe, der seinem Erblasser nach dem Leben stellt, nach Baseler Recht und allgemeinen Rechtsgrund⸗ sätzen als enterbt gilt. Die Binder war aber nicht Erbe, sondern Anteilhaberin an einem Gemeinschaftsvermögen; auf sie paßte daher jene Vorschrift nicht wörtlich. Den⸗ noch wurde ihr Anteil abgesprochen aus sittlichen Er⸗ wägungen. Jemand, der die heiligsten Gemeinschafts⸗ bande durch blutige That zerschneidet, soll der dadurch bezweckten Vorteile verlustig gehen, die er erhalten hätte, wenn die Ehe auf natürliche Weise aufgelöst worden wäre. Mit diesem Spruch ist die öffentliche Meinung, die sich bereits allerorts für die Erben Landerers geregt hatte, beruhigt und dem sittlichen Gefühl zum Siege ver⸗ holfen worden. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 14. Februar, 1897. Septuagesinae. Gedächtnisfeter des 400 jährigen Geburts- tags Philipp Melanchthons. Gottes dienst. In der Stadtkirche: Vormittags 9½ Uhr: Professor Stamm. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Dingeldey. Die Kinderkirche fällt aus. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Die Versammlung der Konfirmandenvereinigung der Matthäusgemeinde in der Herberge muß Sonntag aus⸗ fallen. Donnerstag, den 18. Februar, abends 8 Uhr, Bibel⸗ Pfarrer stunde im Konfirmandensaal, Neustadt 61. Pfarrer Schlosser. In der Johanneskirche: Gedächtnisfeier des 400jährigen Geburts- tags Philipp Melanchthons. Vormittags 9¼ Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Joha unes⸗ gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 6 Uhr: Siehe Stadtkirche. Montag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, Bibel⸗ stunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Berg⸗ predigt, Matth. 6, 15 usw. Pfarrec Dingeldey. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 13. Februar 1897. Vorabend: 5.00 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 6.20 Uhr. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 12. Febr. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet aus Wien: Auf der hiesigen türki⸗ schen Botschaft liegt noch keine offizielle Be⸗ stätigung über die Worgänge auf Kreta vor. Man glaubt, falls Griechenland einen ernsten Konflikt mit der Türkei veranlassen sollte, so würde das einen vom Zaune gebrochenen Krieg bedeuten. Die Reformen wären in kürzester Zeit durchgeführt worden. Der neue Aufstand wäre durch Verhetzung verursacht. Einen etwaigen Versuch, Griechenland Kreta zu annektieren, würde die Türkei mit allen Mitteln verhindern und einen eventuellen Krieg nicht auf Kreta be⸗ schränken. Die Kriegsbestrebungen seitens Griechen⸗ land wären ein Faustschlag gegen die Friedens⸗ bestrebungen der Großmächte. Hd. Berlin, 12. Febr. Gestern Nachmittag hielt Staatssekretär v. Marschall dem 4 Vortrag über die Lage auf reta. Hd. Karlsruhe i. B., 12. Februar. Bei der Reichsta s⸗-Stichwahl in Donau⸗ Eschingen erhielt Merz(liberal) 10262, Schüler(Zentr.) 10 256 Stimmen. Hd. Athen, 12. Febr. Der türkische Ge⸗ sandte erhielt auf sein an den Minister des Aeußern gerichtetes Ersuchen, für die Rückbe⸗ rufung der griechischen Flottille Sorge zu tragen, die Antwort, daß die Flottille so⸗ lange in den kretensischen Gewässern ver⸗ bleiben werde, als die Gründe, welche die Entsen dung dorthin veranlaßt haben, fortbestehen würden. Hd. Athen, 12. Febr. Die griechische Bevölkerung hat Kanea sämtlich ver⸗ lassen. Dreitausend Flüchtlinge verweilen auf Mykale. Dieselben sollen durch den Dampfer „Athene“ nach dem Piräus gebracht werden. Die hervorragenden Kretenser wollen bei Kanea zusammenkommen, um namens des Königs eine provisorische Regierung zu wählen, welche den Kampf bis zur Befreiung führen soll. In Retimo verhütete nur die Anwesenheit der Kriegsschiffe den Ausbruch neuer Gewaltthätig⸗ keiten. Die Türken behalten alle Zugänge zum Hafen besetzt, sodaß sich jetzt kein Grieche mehr auf die Schiffe retten kann. Die Türken ver⸗ langen die Freigabe der Gefangenen, während die Griechen als Vorbedingung der Freigabe die Entwaffnung des türkischen Pöbels fordern. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide iu Gießen. . D K,,] ů... ˙ 5 Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. 1 den 15. Februar 1897, vor⸗ mittags 9%/ Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, Distrikt Char- lottenwald, versteigert werden: 2 Eichenstämme, für Schreiner und Glaser geeignet, mit 2,55 km, 16 Erlen⸗ und Lindenstämme 9,23 fm, 112 1 8 und Kiefernstangen mit „00 fm mit 318 xm Buchenscheitholz, 29„ Eichenscheitholz, 111„ Buchenknüppelholz, 9„ Eichenknüppelholz, 3„ Erlenknüppelholz, 4200 Wellen Buchenreisig, 120„ Nadelreisig, 76 rm Buchenstockholz, 5„ẽEichenstockholz, 5„B Erlenstockholz. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der 8. Schneise. Gießen, den 8. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnautb. Bekanntmachung. Betr.: Die Stiftungen der Frau Hofgerichtsrat v. Krug und ihres Sobnes des Hofgerichtsrats Dr. Karl v. Krug. Die diesjährigen Zinsen aus den rubr. Stif- tungen sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mark vergeben werden. Bewerbungen um dieselben find bis zum 1. März 1897 schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, Zimmer Nr. 3, vorzubringen. Gießen, den 6. Februar 1897. Großh. Bülrgermeisterei Gießen. J. B.: Wolff Beigeordneter. Bekanntmachung. Betr.: Die Stiftung des Gemeinderatsmitglieds 45 55 Lony sen. Die diesjährigen Zinsen aus der rubr. Stiftung sollen an 8 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mark vergeben werden. Bewer- bungen um dieselben sind bis zum 1. März 1897 schriftlich oder mündlich bei dem Armen⸗ amt, Zimmer Nr. 3, vorzubringen. Gießen, den 6. Februar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. lf Beigeordneter. neue Singer-Nähmaschinen für Haus und Gewerbe äußerst preis- dert zu verkaufen. 228 Bahnhofstraße 59, 1. S d. Wienests Tale (A. Rudner) 11 Kirchenplatz 11 Schweineschmalz, westphbälisches, rein aus⸗ gelassen, à Pfd 45(bei 10 Pfd. 43 J), Feinster Westphäl. Schinken à Pfd. 75 K, Aechte Frankf. Würstchen p. Paar 26&, Feinste Margarine à Pfd. 65&, 181 Fst. Süßrahm⸗Tafelbutter, à Pfd Mk. 1.20, Fste, eingem. Salzschuittbobnen à Pfd. 11&, Fst. 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Februar, vormittags 9¼ Ubr beginnend, in den Distrikten Kohlstrauch, Hart und Räd⸗ stein: Am ersten Tage: 220 rm Buchenscheitholz, 86 rm Knüppel, 100 rm Stöcke, 400 rm „Ast⸗ und Durchforschungsreisig, 100 xm Eichenreisig, 30 rm- Stöcke, 20 1m„Knüppel, 260 rm Nadelknüppel, 40 rm Stöcke, 300 rm-Reisig. Am zweiten Tage: Bau- und Nutzholz. 120 Fichtenstämme, bis 28 em Durchm., 20 m Länge, 35 km, 2 Lärchenstämme, bis 17 em Durchm., 10 m Länge, 1000 Fichtenderbstangen, bis 8 em Durchm., 12 m Länge, 42 fm, 2200 Fichtenreisstangen, bis 7 oem Durchm., 8 m Länge, 21 fm. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage auf dem Gabrielszimmerlatz am Buchenholz, am zweiten Tage auf der Hart an der Schneise nach Ober-Bessingen. Schupbach, Kreis Wetzlar(Gemeindewald). Donnerstag, den 18. d. M., vor ⸗ mittags 9½ Uhr anfangend, Distrikt Althäuserwald und Rabennest: 60 Stllck Eich enschneid⸗, Bau- und Werkholzstämme, zusammen 50 fm, von 30—70 em Durchm., 10 1m Eichen-Küferbolz. Anfang Althäuserwald an der Bahnstation Christianshütte. Offenbach, Kreis Wetzlar(Gemeindewald). Donnerstag, den 18. d. M., vor⸗ mittags von 10% Uhr an, Distrikt Blätterwand: 1 Buchenstamm zu 1,37 fm. 165 Kiefern- stämme zu 101.03 fm, darunter 61 Schneidstämme von 30—49 em Durchmesser. Wetzlar. Dienstag, den 16. Februar, vormittags 9½ Uhr, zu Garbenheim in dem Henoppschen Wirtslokale aus dem städt. Walddistrikte Hochwald; 576 xm Buchen. und Weichholzreiser, sowie aus den städt. Walddistr. Apfelbilhl, Hirschlopf u. Galgenberg: 2 Eschen⸗ stämme von 1,27 km, 1 Lärchenstange, 14 rm Eichen- und Weichholzreiser. Ehringshausen, Gemeindewald Dillbeim). Dienstag, den 16. d. Mts. Distrikte Heide, Dachsbau, Himberg und Himbergskopf. 43,26 km Eichenstammbolz, 0,42 fm Eichenstangen, 1,49 km Birkenstammholz, 21,45 km Kiefern- und Fichtenstammbolz, 5,77 fm Fichten⸗ und Kiefernstangen, 1,2 rm Eichdnnutzbolz. Zusammenkunft morgens 9 Uhr in der Wirtschaft Henrich. Ehringshausen(Gemeindewald Aß lar). Fichtenstammholz. Distrikt Streitenberg: 60,51 fim Schneid- und Bauholz. Distrikte Bornberg und Addig: 27,07 fm Vau.- u. Gruben ⸗ holz. Dienstag, den 16. d. M. Zusammenkunft morgens 8 Ubr beim Vorsteher. Niederquembach, Kreis Wetzlar(Gemeindewald). Montag, den 15. d. Mis., vormittags 10 Ubr, Distrikt Hohlengraben: 16 Eichenstämme 3. und 4. Cl. mit 9 fen. Distrikt 10, Schlag 14: 52 Eichenstämme, 28 km 3. und 4. Cl. Anfang im Distrikt Hohlengraben.— Dienstag, den 16. d. Mts., vormittags 10 Ubr. Distrikt Schmalwieserwald: 18 rm Eichenknüppel, 1000 Wellen. Distrikt Ferkeltritz: 18 rm Buchenknüppel, 600 Buchenwellen, 12 rm Eichenknülppel, 600 Eichenwellen. Anfang im Schmalwieserwald. Oberförsterei Grünberg. Dienstag, den 16. Februar kommen aus den Distrikten Beltershainerwald, Steinkaute, Ochsenstall, Laubachskopf, Alter Haag, Hain, Hoherod, Wirberger Waldlache. Neubofshege und Neuer Heegwald der Forstwartei Reinhardshain zur Versteigerung; Stämme: 399 Fichten mit 147 fm(hierunter 11 Schnittholzstämme), 73 Kiefern mit 58 fm, 20 Lärchen mit 21 fm; Derbstangen: 212 Fichten mit 14 fm. Zusammenkunft 10 Ubr vor⸗ mittags im Distrikt Steinkaute bei Beltershain, bei Stammholz Nr. 1035. Nur das Holz in den Distrikten Steinkaute, Abt. 1, und Beltershainer Wald, Abt. 1, wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Das mit Blaustift bezeichnete Holz wird nicht versteigert. Oberförsterei Lich. Montag, den 15. Februar, von vormittags 10 Uhr an: a. im Distrikt Langeberg bei Nieder-Bessingen: 173 Kiefernstämme(Bauholz und Schnittholz) von 19 bis 38(bezw. 52) em mittl. Durchm. und 6—21 m Länge= 88,66 km; 24 Lärchenstämme von 17—25 em mittl. Durchm. und 7—16 m Länge S 10,34 fm; 350 Fichtenstämme(Bau⸗ holz und Schnittholz) von 15—42 em mittl. Durchm. und 4—23 m Länge= 210,49 fm; 501 Stück Fichtenstangen— 28,17 fm, alle Sorten vom leichten Sparren und Nllstraitel bis zur Bohnenstange.— Ferner etwas Fichtenholz aus dem Distrikt Müblwäldchen(wird nicht vorgezeigt). b. im Distrikt Häuserberg: 105 Fichtenstangen von 15—23 em mittl. Durchm. und 9—13 m Länge= 3,40 fm; 88 Fichtenstangen von 7—14 em mittl. Durchm. und 5 bis 11 m Länge= 8,53 fm. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Langeberg zunächst Mühl⸗ sachsen. Dienstag, den 16. Februar, von vormittags 9¼ Ubr an, im Distrikt Meilbach: Buchen: 410 rm Scheiter, 166 rm Knüppel, 114 rm Stöcke, 3080 Wellen; Eichen: 8 m Scheiter, 14 rm Knllppel, 14 xm Stöcke, 60 Wellen; Nadelholz: 3 rm Knüppel, 14 1m Stöcke, 960 Wellen; 390 Wellen Weichholz.— 1100 Fichtenstangen, zumeist Reisstangen, Bohnen⸗ stangen ꝛc.= 6,00 fm. Die Zusammenkunft ist auf der Kraisstraße Lich—Hattenrod, wo diese vom Vicinalweg von Burkhardsfelden nach Nieder-Bessingen gekreuzt wird. Hochelheim(Gemeindewald). Dienstag, den 16. d. Mis. Zusammenkunft bor⸗ mittags 9 Uhr auf der Wetzlar-Butzbacher Provinzialstraße oben am Wald: Eichen: 61,50 rm Derb⸗, 23 rm Stockbholz und 579 rm Reiser. Buchen: 48 rm Derbholz und 151 rm Reise r. Nadel: 11erm Derbholz und 658 rm Reiser. Ausschreibungen. Gießen. Für die Großh. neuen Kliniken in Gießen soll die Lieferung von ca. 32000 Zentner Maschinenkohlen, 600 Zentner Nußkohlen und 20 Rmtr. tannenem Scheitholz pro Rechnungsjahr 189798 auf dem Submisstonswege vergeben werden. Die Bedingungen sind auf dem Verwaltungsburcau der neuen Kliniken an den Wochentagen vormittags von 8—11 Uhr und nachmittags von 3—5 Uhr einzusehen. Offerten sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 26. Februar 1897, mittags 12 Uhr, auf dem oben erwähnten Bureau einzureichen.— Zuschlagsfrist bis zum 15. März 1897. Sießen. Zur Erbauung eines phyftkalisch-chemischen Instituts der Landes- Universttät zu Gießen sollen folgende Arbeiten durch öffentliches Angebot vergeben werden: 1. Maurer⸗ arbeit, bestehend in Ausführung von ca. 470 ebm Erdaushub, ca. 1255 obm Bruchstein⸗ mauerwerk, ca. 3000 obm Backsteinmauerwerk, ca. 120 qm Sockelverkleidung mit Basaltlava, ca. 320 qm Sockelverkleidung mit roten Sandsteinen, ca. 1730 qm Verblendung mit Blend⸗ backsteinen, ca. 23 ebm Hausteinen in Basaltlava. 2. Steinhauerarbeit. hellfarbige graue oder grau grüne Sandsteine; Los b: 45 ebm rote Sandsteine; Los e: 45 cbm Basaltlavasteine. Cement. Träger, ca. 1500 kg Verbindungsteile dazu, ca. 3000 kg sonstiges Eisenwer 150[fde. Meter Schneefanggitter, 180 lde. Meter eisernes Geländer. Die Angebotsunterlagen können im Hmte⸗ lokal der Baubehörde für die Universitäts⸗Neubauten zu Gießen(Goetbeftraße 52) eingesehen und zum Selbstkostenpreise, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. Gebote find bis Don⸗ nerstag, den 25. Februar, vormittags 10 Uhr, verschlossen und mit der Aufschrist „Angebot“ versehen, einzureichen. Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Los a: 200 bm 3. Cementlieferung, bestehend in Lieferung von 100 Tonnen Portland- 4. Walzeisenlieserung, bestend in Lieferung von ca. 40 000 Kg gewalzten I- Trägern. 5. Grobschlosserarbeit, bestehend in Montieren von ca. 29 000 kg 1 eiserner nö zun ut de da und T. bun duttün, die sich schuell die Gunst a fir dee 2. 810 sch Krome sunlene Glocke, G0 sodaß der Spielpl, eressanter wird Fünsllern sind be. unter anderen. nt spieler Adalb. been Paraderolle mentsliste zitkt einer regen Bete Dhettion zu dem den pekuniären E Gießen, I. sprach gestern de bon ULrichstei frei. Die Zeuge Müller in Ober⸗ 0 nicht abe ehauptet hatte. 155 Tierquäler zu s Tage Gefänt hiergegen Berufu r damals ber Murktstraße nacht un den Hausflur das Rückgrat bre warf die Berufur Gießen, 13. Naumann aus Fra Auitorum nach St Alende für Gleßen n let Damen. Der N wie e fle. 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