du Haus dem raße. ; 5 Stan qu bauenden deen — * angenb ag, Verantw. Rebal⸗ mann, beide in Gleßen 2609 ou 2 Mark. f tadt. — ile a u. Tageszelt. 6 Liqueuer. EE — e J g. Ebenso der u. s. w. bt r geführten stem passen, dt 78. *. ee nner, Glüͤh⸗ 99 Nr. 60 7... 1 Lokales und Provinzielles. und Kompagniechef Stumpff, vom hiesigen bei dem Kriegsministerium kommandiert. lein Thessa Klinkhammer, das Mitglied unserer Bühne, gastierte am Stadttheater in Hanau als Ibsensche Nora Erfolg.„Fräulein Thessa Klinkhammer gab als Nora,“ so urteilt die Hanauer Kritik, es Gießen, Freitag, den 12. Mürz * Pofiztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. essische Ausgabe Gießen. Postztg. Nr. 3239 Telephon⸗Nr. 112. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 7 — * Gießen, 11. März. Der Hauptmann Infanterie⸗Regiment wurde zur Dienstleistung * Gießen, 11. März.(Stadttheater.) Fräulein Thessa Klinkhammer gastiert hier am Freitag als„Nora“. Der Frank⸗ furter„General⸗Anzeiger“ schreibt; Fräu⸗ mit außerordentlichem „eine so vollendete, fein charakterisierte Leistung, wie sie besser wohl schwer geboten werden kann. Die machtvollen seelischen Vorgänge wurden in überzeugender Weise zum Ausdruck gebracht, die Innerlichkeit und lebenswarme Auffassung, vor allem die einfach natürliche, fast kindliche Ge⸗ staltung der Rolle im ersten Teil des Stücks, gaben uns einen hohen Beweis ihres künstle⸗ kischen Könnens.“ f Grünberg, 11. März. Gestern Nach⸗ mittag fand hier durch den Vorstand des ferdezuchtʒ⸗Vereins für das Groß⸗ erzogtum Hessen, bestehend aus den Herren General der Inf. z. D. v. Westerweller Exc., Landesstallmeister von Willich und Rittmeister Naegele aus Darmstadt, eine Besichtigung der Fohlen und Stuten der Pferdebesitzer des Bezirks Grünberg statt. Es war eine statt⸗ liche Anzahl Pferde vorgeführt worden; davon wurden 16 Stuten angekört und die Besitzer der vier schönsten Fohlen erhielten Prämien. Der erste Preis mit 50, wurde einem Rappen⸗ fohlen des Herrn Bräun ing zu Mücke zu⸗ erkannt. An die Besichtigung schloß sich um 5 Uhr unter dem Vorsitze des Herrn v. Wester⸗ weller Excellenz im„Englischen Hof“ hier eine Wanderversammlung des Vereins, wozu sich etwa 30 Teilnehmer eingefunden hatten. Herr Kreisveterinärarzt Neunhöffer sprach in sehr 1 5 Weise über die Pflege des Pferde⸗ ufes. * Grünberg, 10. März. In der heutigen Schöffengerichtssitzung kam ein Fall wegen Felddiebstahls zur Verhandlung, der bis in das Jahr 1892 zurückgreift. Auf der Anklage⸗ bank befanden sich ein sehr wohlhabender Oekonom D. von hier nebst den Arbeitern D. und W., welche im Herbste genannten Jahres anläßlich der Kartoffelernte auf der Heimfahrt mehrere Säcke mit Kartoffeln, die sich auf einem Acker eines Queckborner Landwirts befanden, mitgehen hießen, und den Ertrag dieses un⸗ lauteren Erwerbs unter sich verteilten. Nach einem Zeitraum von vier Jahren kam nun dieser Felddiebstahl ans Tageslicht und zwar durch den Arbeiter D., der, weil ihm der Mitange— klagte Oekonom die Wohnung kündigte, aus Rachsucht handelte. In dem heutigen Termin wurden sämtliche drei Angeklagte der That über⸗ führt und in entsprechende Strafe genommen. Der Arbeiter D., ein schon vielfach vorbestraftes Individuum, erhielt in Anbetracht dessen und weil noch andere Momente hierbei in Frage kamen, 1 Monat Gefängnis, der Oekonom D., welcher den Rechtsanwalt Grünewald zum Ver⸗ teidiger hatte, kam mit 2 Tagen und der Arbeiter W., ein bisher gänzlich unbescholtener Mensch, mit einem Tag Gefängnis weg. Außerdem wurden den Angeklagten noch die Kosten des Verfahrens auferlegt. * Sprendlingen(Kr. Offenbach), 10. März. Gestern Morgen kamen gegen 9 Uhr zwei ärm⸗ lich gekleidete Knaben im Alter von 10—11 Jahren hier in eine Wirtschaft und verlangten für fünf Pfennig Wurst und ein Glas Bier. Die armen Jungen waren ganz blau gefroren und ihre Kleider waren von Kohlenstaub äußerst schmutzig. Auf eingehendes Befragen erfuhr man, daß dieselben am Montag Morgen ihre Wohnungen in Offeubach verließen, und zwar mit der Absicht, nach Homburg zu gehen, um dort die Tante des einen Jungen zu besuchen, sich aber während des Tages in der Nähe von Offenbach herumtrieben, die Nacht in einem Kohlenwagen am Bahnhof nächtigten und gestern Morgen beim Grauen des Tages den Marsch nach hier antraten und auch ausführten. Auf Anordnung der großh. Bürgermeisterei wurden dieselben alsbald unter Begleitung nach Offen⸗ bach zurückgebracht.— Eine hiesige arme Witwe mit sechs, allerdings zum Teil erwachsenen Kindern, mußte am vergangenen Sonntag einer Irrenanstalt übergeben werden. Vor etwa 13 Jahren befand sich dieselbe schon einmal in der Anstalt. * Aus Oberhessen, 8. März. Als im v. J. mit größtmöglichster Beschleunigung seitens der hessischen Landstände der Staatsvertrag zwischen Hessen und Preußen über die gemein⸗ schaftliche Verwaltung des beiderseitigen Eisen⸗ bahnbesitzes unter Dach und Fach gebracht worden war, hätten die bei dieser Umgestaltung doch auch ein wenig interessierten Beamten es nicht für möglich gehalten, 3 Wochen vor dem Inkrafttreten des Vertrags noch so schlecht über ihre zukünftige Verhältnisse unterrichtet zu sein, wie dies heute thatsächlich der Fall ist. Letz⸗ terer Umstand, so unangenehm er auch empfunden wird und zu so starkem Mißtrauen derselbe auch schon Veranlassung gegeben hat, hat aber doch nicht soviel allgemeinen Unwillen und Verbitte⸗ rung hervorgerufen, wie dies die in den letzten Wochen vorgenommene eingehende Prüfung des Staatsvertrags und namentlich des neuen Pen⸗ stonsgesetzentwurfs bewirkt hat. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Auzeigen: 10 Pfg. für die Bspaltige Petitzeile. 04 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. — 2 Seligenstadt, 10. März. Mit Gewalt Soldat werden wollten mehrere auswärtige Gestellungspflichtige bei dem am Freitag hier begonnenen und vorgestern beendeten Re⸗ krutierungsgeschäfte, trotz ihrer Untauglich⸗ keit. Die Kommission hatte ihre liebe Not, die jungen Leute von ihrer Untauglichkeit zu über⸗ zeugen. Auch bei dem Musterungsgeschäft in Langen wurden ähnliche Erfahrungen gemacht. (Sollte man das für möglich halten? D. Red.) * Aus der Wetterau, 10. März. Eine in wetterauischen Kreisen bekannte Persönlichkeit, der ehemalige Hofrat des Grafen Leiningen zu Ilbenstadt, Kaiser, wurde kürzlich unter dem Verdachte, zum Nachteile des Grafen sich des Betruges schuldig gemacht zu haben, auf Antrag des Amtsgerichts Friedberg in Hanau verhaftet. * Mainz, 8. März. In einer öffentlichen Tüncher⸗ und Malerversammlung er⸗ stattete heute die Lohnkommission Bericht über die Verhandlungen mit den Unternehmern. Die geforderten Zuschläge für Ueberstunden mit 10 Hund für Nacht⸗ und Sonntagsarbeit mit 20 A, sowie die 10stündige Arbeitszeit seien zu⸗ gestanden, die Abschaffung der Akkordarbeit da⸗ gegen abgelehnt und statt der geforderten allge⸗ meinen Lohnerhöhung um 10„ pro Stunde für alle Gehilfen seien 3% für bessere Arbeiter angeboten worden; die Lohnkommission habe in⸗ folgedessen die Verhandlungen mit den Meistern abgebrochen. Die Versammlung billigte das Verhalten der Lohnkommission und beauftragte ste, das Gewerbegericht als Einigungsamt an— zurufen. Schwurgericht. W. Gießen, 10. März 1897. Das Urteil in der Anklage gegen Joh annes Ritzel wegen Meineids lautet auf fünf Jahre Zucht⸗ haus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und dauernder Unfähigkeit, vor Gericht Zeugnis abzulegen. W. Gießen, 11. März. Um 9 Uhr vormittags eröffnet Landgerichtsrat Dr. Linkenheld die Sitzung. Es wird verhandelt gegen den Weißbinder Heinrich Weimer IV von Dau⸗ bringen wegen versuchten Straßenraubes, räuberischer Erpressung, begangen gegen den ehe⸗ maligen Kaufmann Wenker, den jetzigen Buchhalter vom Heibertshäuserhof, auf der Straße zwischen Dau⸗ bringen und dem Heibertshäuserhof. Staatsanwalt Koch vertritt die Anklage. Die Verteidigung führt Rechtsanwalt Katz. Es sind 11 Zeugen zu vernehmen. Der Angeklagte bestrettet entschleden die ihm zur Last gelegte That. Derselbe ist unbestraft und am 11. Oktober 1876 geboren und verheiratet. Der Buchhalter Wenker, als Zeuge vernommen, erklärt, daß er ein vermögender Mann sei und von seinen Zinsen lebe. Er ist in der Nacht vom 10. zum 11. —— mend, in Daubringen noch in zwei Wirtschaften geroesen und hat dort etwa 1, bis 1 1 40 bezahlt. Zu⸗ letzt war er in der Lepperschen Wirtschaft zu Daubringen, von wo er den Heimweg nach dem Heibertshäuserhof ein⸗ schlug. Als der Zeuge etwa 150 Schritte von der Staatsstraße in den Feldweg nach Heibertshausen abge⸗ bogen war, sei ein Mann auf ihn zugetreten, der ihm seinen Stock abgenommen habe und ihm damit zwei Schläge beibrachte und dann Geld verlangte. Der Zeuge griff in die Billettasche seines Ueberziehers und gab dem Angreifer kleine Münzen, die er gerade in dieser Tasche hatte. Der Angegriffene will dann gebeten haben, ihn nicht unglücklich zu machen. Der Gegner war ber mit dem Geldbetrag nicht zufrieden, worauf Wenker dem selben seine goldene Kette gegeben haben will. Der Angreifer habe ihm darauf in die Hosentasche gegriffen und ihm die Schlüssel abgenommen. Der Zeuge deponiert weiter, er habe den Angeklagten früher, wie derselbe noch als junger Bursche auf dem Hof gearbeitet habe, gekannt. Es sei in jener Nacht ziemlich hell gewesen, der Angreifer habe seinen hellen Hut tief in das Gesicht gezogen, sodaß er denselben nicht erkannte. Es kam ihm so vor, als ob der Mann, der ihm entgegentrat, angetrunken gewesen sei. Auf Befragen des Verteidigers kann der Zeuge nicht an⸗ geben, wo er an dem Abend zu Nacht gegessen und mit wem er in der Wirtschaft zusammen gewesen ist. Auf weiteres Befragen des Verteidigers erklärt der Zeuge, er habe zwei Tage nach dem Vorfall die Uhrkette— von der er geglaubt, jener Mann habe sie noch im Bestg— in seiner Ueberziehertasche wieder gefunden. Auch die Schlüssel habe er wieder bekommen, man habe dieselben in der Nähe des Thatortes wieder gefunden. Die Belastungszeugen können nichts Wesentliches aus⸗ sagen.— Ebenso können die von der Verteidigung ge⸗ ladenen beiden Zeugen Heinrich Fuchs und Heinrich Rudolf zur Sache nichts bekunden. Die Geschworenen verneinten die an sie gerichtete Schuldfrage wegen räuberischer Erpressung, bejahten aber die Frage, daß der Angeklagte schuldig der Körperver⸗ letzung mittels eines gefährlichen Werkzeuges und billigten dem Angeklagten mildernde Umstände zu. Staatsanwalt Koch beantragte darauf auf 3 Monate Gefängnis zu er⸗ kennen. Das Urteil erging dahin, daß der Angeklagte mit 2 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 4 Wochen der erlittenen Untersuchungshaft zu bestrafen sei. Der gegen ihn erlassene Haftbefehl, er saß seit dem 15. Januar in Untersuchungshaft, ist aufgehoben. Vermischtes. Totschlag im Koupee. Während eines Wortwechsels zwischen zwei Fahrgästen in dem Sonntag Abend 7,40 von Fürth abfahrenden Zug der Ludwigs⸗ eisenbahn gab der eine dem anderen eine Ohrfeige. Da zog der Geschlagene einen Revolver und schoß den An⸗ greifer nieder. Der Getötete heißt Schönamsgruber aus Nürnberg. Der einzige Zeuge, ein 13jähriges Mädchen, war derart aufgeregt, daß sie den Thäter auf einer Zwischenstation aussteigen ließ, und so ist er entkommen. Nach dem Nürnberger Polizeibericht ist Sch. ein lediger Bureaugehilfe. Der Thäter, ein lediger Elektrotechniker, hat sich nach dem„Fränk. Kur.“ bei der Polizei in Nürnberg gestellt, wo er behauptete, der Revolver sei durch Unvorsichtigkeit entladen worden. Januar, schon in betrunkenen Zustand von Gießen kom⸗ Heimat. Novelle von H. Rene. (Nachdruck verboten.) Wilde Rosen! die wuchsen ja auch einst an der alten Mauer, die den väterlichen Garten von dem Nachbargrundstück trennten. Der einsame Spaziergänger zog mit seinem Stockgriff einen vollen Zweig zu sich herab. Richtig, das waren ja dieselben roten Blüten, die stets unter den plumpen Knabenhänden zu ent⸗ blättern pflegten, und hier auch ein Dorn! Ob er wohl noch ebenso stach? Richtig, ein kleiner Bluts⸗ tropfen. Wie merkwürdig! Welch seltsamer Fund! Pah, was war denn Seltsames dabei! Solch wildes Heckenzeug wuchs ja hier an jedem Straßen⸗ rain, und nur bei seinen langen Weltenfahrten, auf dem steinigen Boden Kaliforniens und später in⸗ mitten der exotischen Pflanzenpracht Konstantionopels war es ihm aus dem Gesicht gekommen. Was ging ihn überhaupt die Vergangenheit noch an! Zwanzig Jahre find doch Zeit genug, um mit allem fertig zu werden! Die deutsche Luft war Schuld daran; sie lag voll ungesunder Sentimentalität. Weg damit! Der große, breitschultrige Mann, dessen dunkles Bart⸗ und Haupthaar leise zu ergrauen begann, hieb mit dem Stock vor sich hin, als sei damit alles abgethan, und schlug den Weg nach beleberen Stadtteilen ein. Da lagen sie, in rotgrauen Dunst gehüllt, vor ihm, die endlosen, menschenwimmelnden Straßen. Die Pferdebahn klingelte, hoch beladene Omnibusse schwankten einher und Alles stieß, drängte, hastete an einander vorüber. Obgleich augenscheinlich ein Fremder hatte er für das bunte Straßengewirr kaum einen neugierigen Blick, Paris, Newyork, London; im Grunde sah doch eine Riesenstadt der anderen gleich. Er winkte einem Tramway-Wagen. Als er nun eingekeilt zwischen Arbeitern, Kommis, Ladenmädchen stand, mußte er unwillkürlich lächeln. Was würde doch seine türkische Dienerschaft bei dem Anblick ihres gestrengen Effendi sagen! Es dunkelte bereits, als er nach langer Kreuz— und Querfahrt sein Hotel erreichte. Unmutig schüttelte er den Kopf, als er den bequemen Fahr⸗ stuhl betrat, der ihn mehrere Stockwerke hinauf, nach der eleganten Zimmerflucht brachte, die er Ge⸗ schäfte halber, seit fast einer Woche bewohnte. „Als ob man hundert Jahre alt wäre, oder gelähmte Glieder hätte“, murmelte er, und dann gedachte er regenfeuchter, ausgetretener Steinstufen vor einer Hausthür, einer knarrenden, schmalen Holztreppe, die hinaufführte zu dem freundlichen Giebelstübchen, das er, ein trotziger Knabe, in un⸗ gebändigter Wildheit heimlich des Nachts verlassen, auf Nimmerwiederkehr. Undeutlich, wie im Nebel, tauchten die Ver⸗— hältnisse, die ihn damals aus Elternhaus und Vaterland vertrieben, vor ihm auf. So etwas ver— wischt die Zeit. Aber, doß Vater und Mutter einsam, kinderlos dahingegangen waren, ohne daß er in ihren brechenden Augen Verzeihung gelesen hatte, das war eine Wunde, die die Reue ätzend offen hielt. Wieder diese Erinnerung! Seitdem er deutschen Boden betreten ließ sie ihn nicht los. Wie heiß es hier drinnen war, zum Ersticken! Er lüftete die Halsbinde, ohne doch freier atmen zu können. Stürmisch öffnete er die breiten Fenster⸗ flügel und trat auf den Balkon. Auch hier dieselbe dumpfe, atemraubende Schwüle, dazu der Staub und Straßenlärm. Wie der Kopf ihm wie im Fieber brannte! Unruhig ging er auf den warmen Steinplatten, hin und her; die Sonne mochte wohl den Nachmittag hier gelegen und eine Nachwirkung ihrer Glut zu— rückgelassen haben. Nun stand über den„süßen Wassern“ groß und silbern der Mond am tiefblauen Himmel, den Magnolien und dem Rosenlorbeer entstieg be— rauschender Duft, aber seine Gärten waren einsam und die Gesichter seiner türkischen Diener so dunkel und ernsthaft wie die Cypressen, um deren Stamm sich träumerisch die wilde Mandelblüte schlang. Dorthin sehnte er sich nicht, nein dorthin nicht. Sein Auge verlor sich in die Weite, als suche er hinter den hohen Türmen und Riesenbauten etwas Bestimmtes, dem er nur nachzugehen brauche. Unwillkürlich hob sich die breite Brust. Welche Wonne diese laue, sternenklare Sommer- nacht in einem richtigen, altmodischen deutschen Garten unter blühenden Linden und leise duftenden Centifolien zu verbringen! Gab es überhaupt noch solche Gärten auf der Welt? Ueberll gasflimmernde Restaurants, verkümmerte Bäume, fade Teppich gärtnerei! Wieder Abendwolken. folgte sein Blick den schnell segelnden Vielleicht trafen sie auf ihrem Zuge jenen Garten tief in den Bergen. Unmutig fuhr er auf. Träumereien im Mond— schein, die paßten wohl schlecht zu ihm und dem wilden Leben, das hinter ihm lag. Im Zimmer respektvolles Klopfen. Der Ober⸗ kellner brachte Briese, Depeschen für den Groß— kaufmann Robert Heider aus Konstantinopel zur Zeit Hotel Kaiserhof. Hastig öffnete er sie, und ein Schimmer von Befriedigung erhellte sein finsteres Gesicht. Die Krisis war abgewandt, seine Firma stand sester denn je, ja dem Diamanten- und Elfenbeinhandel schienen sogar neue Bahnen geöffnet. Er konnte, reicher, mächtiger denn je zurückkehren, abreisen sofort. g 5 Aber in seinem einsamen Gartenschloß am Bosporus erwartete ihn Niemand, als die träge Dienerschaar, und er hatte, in seine Geschäfte ver⸗ — tieft, so gut wie garnichts von der deutschen Reichs- hauptstadt geseben. Er lachte kurz auf. Je früher den deutschen Staub von den Füßen geschüttelt, je besser. Vielleicht ließen sich aber, durch Zerstreuung die ungebetenen Gäste, diese fatalen Gedanken, ver⸗ scheuchen. Also Bierbummel, wie der deutsche Dazu gehörte Stim⸗ und er kannte hier einen Student zu sagen pflegt. mung, fröhliche Genossen, Niemand. Dann Zirkus, Schauspiel, Oper! Um keinen Preis. Alle diese Genüsse hatte er damals in Paris, in der ersten Zeit seiner kurzen, unbe⸗ friedigten Ehe bis auf die Hefe ausgekostet. Papa Cailleron und Cecile hatten sich mit wahrem Heiß— hunger in das lang entbehrte, heimische Vergnügen gestürzt. Aus dem Zirkus ging es in eine Feerie, aus der Feerie in ein Ballhaus, gleichviel welchen Ranges, von dort in die ersten Restaurants, wo die Kellner, in anbetracht des reichlichen Trink⸗ geldes ein spöttisches Lächeln unterdrückten über die vulgären Gäste, bis endlich der Tag oder vielmehr die Nacht in irgend einem Café beschlossen wurde. So ging es wochen⸗, monatelang bis die kleine, zarte Frau, die beständig hustete und fleberte, zu⸗ sammenbrach und selbst heimverlangte in das myrtenumblüte Landhaus am Meer, das ihr der Vater zur Ausstattung geschenkt. Auf hoher See war sie dann gestorben, und der alte Pirat, dessen einziger Lebensinhalt eben diese Tochter gewesen, folgte ihr bald, Robert Heider, dem pfeuniglosen Abenteurer, alle seine erbeuteten Reichtümer zurück⸗ lassend. Dort oben im Goldland waren sie Nachbarn gewesen, er und der alte, pergamentfarbene Franzose, dessen Matrosenschenke nur ein Deckmantel war für den gesetzlichen Wucher, den er trieb. (Fortsetzung folgt). — Der giftige Kartoffelsalat. Die füngst ge⸗ meldeten Massenerkrankungen in der Kaserne zu Weimar cheinen jetzt aufgeklärt zu werden. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß die für das Militär von einem Land⸗ wirt aus Oberweimar gelieferten Kartoffeln in Säcken eingesackt waren, in denen für das betreffeude Gut vor⸗ her künstliche Düngemittel bezogen worden waren. Man nimmt nun an, daß in den Säcken zurückgebliebene gif⸗ tige Bestandteile an der Schale haften geblieben, beim Waschen in der Küche jedoch aufgelöst und teilweise ins Innere der Kartoffeln eingedrungen sind. f — Ein Feind Bayerns. Vom König von Griechenland erzählen die„Mainzer N. N.“ folgendes Geschichtchen: König Georgios weilte vor einer Reihe von Jahren in Wiesbaden zur Kur und machte von dort häufig Ausflüge in die Umgegend. Eines Tages erschien ein Herr auf der Biebricher Agentur der Köln⸗Düsseldorfer Dampfschiffahrt, stellte sich als Hof⸗ marschall Sr. Majestät des Königs von Griechenland vor und erkundigte sich, wann das nächste Boot stromabwärts gehe. Zufällig war von Mainz gerade die Nachricht ein⸗ getroffen, daß wegen Defekt an einer Maschine eine Fahrt ausfallen müsse, und so wurde dem Herrn bedeutet, die nächste Tour stromab fände erst nachmittags statt. Der Hofmarschall fand dies sehr fatal, da König Georg mit geladenen Gästen jeden Augenblick eintreffen könne, um eine Fahrt per Schiff nach Rüdesheim zur Besichtigung Hofmarschalls auf den vor Anker liegenden„Carolus“, welcher dienstfrei war.„Könnte man nicht so ein kleines Boot bekommen?“ meinte der griechische Würdenträger. „Warum nicht?“ war die Antwort,„der Eigentümer wird es gerne zur Verfügung stellen.“ Das war denn auch der Fall und während der Kessel geheizt und das Schiff etwas herausgeputzt wurde, machten König Georg und seine Gäste, die inzwischen eingetroffen waren, eine kleine Spritztour durch den herzoglichen Hofgarten. Nach etwa einer halben Stunde kamen die Herrschaften zurück, um das Schiff zu besteigen. König Georg schritt voran über den Landungsbock, als er plötzlich stutzte, scharf auf das Boot blickte, dann Kehrt machte und erklärte, mit dem Schiffe fahre er nicht. Große Bestürzung. Der Kapitän eilt herbei und fragt, wo es fehle, da zeigt der Herr Hofmarschall auf das Schiff, von dem unter anderen Flaggen auch eine blau⸗weiße lustig flattert und sagt: „Seine Majestät fahren nicht unter bayerischer Flagge, ersetzen Sie dieselbe rasch durch eine andere.“ Der Kapitän war starr, wollte aber die Fahrt nicht ver⸗ lieren, holte deshalb die bayerische Fahne herunter und ersetzte sie durch eine deutsche. Daraufhin hellte sich das Gesicht des Königs auf und die Gesellschaft betrat das Boot, welches gleich darauf abdampfte. Wie später be⸗ kannt wurde, hat König Georgios eine unüberwindliche Idiosynkrasie gegen die bayerischen Landesfarben und Bayern überhaupt und das Wort„Bayer“ darf in — O selig, ein Kind noch zu sein! Aus Abbazia schreibt Moritz Jokai dem Budapester„Nemzet“ einen Brief, der einen erfreulichen Beweis für den guten Humor des Dichters liefert. Jokai erzählt erst, sein ner⸗ vöser Husten, die Unregelmäßigkeit des Herzschlages seien gewichen, nur die Hand trage er noch in der Schlinge, und fährt dann fort:„Da mich Jedermann fragt, was mir fehlt, legte ich mir ein- für allemal die Antwort zu⸗ recht:„Ich habe mich duelliert.“„Mit wem?“— „Mit einem Narren.“„Wer war das?““„Ich selber.“— Es gehört nämlich in der That eine tüchtige Portion Narrethei dazu, was ich gethan. An dem Daumen meiner linken Hand hatte ich eine kleine Warze, die mir nicht gefiel. So nahm ich denn eine Stecknadel, durchstach die Warze und brannte sie bei einer Kerzen⸗ flamme so gründlich aus, daß an der Stelle eine offene Wunde blieb, die seit Wochen nicht verharschen will. Alle Welt schilt mich darob: meine Familie, die Aerzte; am meisten aber die Tarockpartner, weil ich nicht teilen kann; und wenn man mich in die Enge treibt, warum ich es gethan, so antworte ich:„Ich wollte beweisen, daß ich noch mit 72 Jahren ein Kind bin.“ Neueste Telegramme. Hd. Güstrow, 11. März. Das Schwur— gericht verurteilte gestern den Schlächtermeister Ernährung in der Berliner Gewerbe⸗ Ausstellung geliefert hatte, wegen Gefähr— dung menschlicher Gesundheit zu 1 Jahr Ge— fängnis. Hd. Athen, 11. März. Die griechische Regierung hat bei den Mächten gegen die Vergewaltigung des Vize-Konsuls Barakli Protest eingelegt, da diese Verge⸗ waltigung als eine Verletzung des Völ ker⸗ rechts anzusehen sei. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 13. März 1897. Vorabend: 6.00 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 7.10 Uhr. Sterbefälle. Am 11. März. Katharine Reiffenrath, geb. Panthöfer, 73 Jahre alt, Witwe vom Bergmann Wilhelm Reiffenrath zu Neunkirchen, Kreis Siegen. Starb in der alten Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht. des Nationaldenkmals zu machen. Das Bedauern war beiderseitig, da fiel von ungefähr der Blick des Herrn seiner Gegenwart niemals ausgesprochen werden. Warum? — darüber schweigt die Geschichte. Asphaltarbeiten. Die Acophaltierung des Bürgersteigs der Südseite der Löberstraße, zwischen Bis⸗ marck⸗ und Bleichstraße,— 495 qm Belag von 20 mm und 39 qm von 30 mm Stärke — soll Mittwoch, 24. d. Mts. 11/ Uhr öffentlich verdungen werden. 0 Die Bedingungen liegen bei uns während der Dienststunden offen. Angebote auf Vor⸗ druck, der von uns zu beziehen ist, sind bis zum genannten Termin einzureichen.— Zu- schlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 10. März 1897. Das Stadtbanamt. Schmandt. Freitag, d. 12. März l. J., nachmittags 2 Uhr, in dem Hause Brandgasse 3 zu Gießen sollen durch den Unterzeichneten öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden: 2 vollständ. Betten, 1 Kleiderschrank, 1 Sopha, 1 Kommode, 2 Tische, div. Stühle, 1 Pendule, 1 Nacht⸗ und 1 Waschtisch, 1 Küchenschrank, 1 Anricht und sonst. Mobilien, emailliert. und sonst. Küchengeräte aller Art, Weiß⸗ zeug, Frauen- und Herren- Kleidungs⸗ stücke usw. Sämtliche Sachen sind gut, teilweise noch wie neu. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. 618 Engel, Gerichtsvollzieher. Uhrmacherlehrling aus achtbarer Familie, kanu unter günstigen Bedingungen in die Lehre treten. 443 Georg Koch, Uhrmacher, Gießen. Gründlichen AZitherunterricht in und außer dem Hause erteilt Frl. Kathinka Schmidt, Neustadt 59 III. Für Kranke und Reconvalescenten! Malaga, Portwein, 390 378 Medieinal-Tokayer. ärztlich empfohlen, empfiehlt 420 Caroline Hoß, Steinstraße 78. Für einige Tage in der Woche ist noch ein Vereinslokal zu vergeben. Restaurant und Café . Oranlen- Bräu. 4 Ludwigstraße 6. Pe fich in und 5 dem Hause. Fräulein Lina Schmidt, Neuftadt 59 III. Darmstädter Haus. Logis, sowie vorzüg⸗ uczen Mittags 60h empfiehlt Peter Welrieh.(44 Guten billig. Mittagstisch, im Abonnement zu 45 Pfg., empfiehlt Wirt Böhm,„Zum Lahuthal“, 91 Neustadt 48. Nestaur and u Cafe Oranien- Hrn 3 6 Luchbigstrusse 6. Tuter/ biuliger Mittagstisch 5⁴ in und außer Abonnement. Restaurant Juüßkeißen, 3 Brandgasse 2 Bekanntmachung. Ihde, welcher Betreffend: Die Ausübung der offenen Armenpflege in der Stadt Gießen. In Gemäßbheit der 88 1 und 2 der in obigem Betreff erlassenen Satzungen bringen wir nachstehend die Einteilung der Bezirke und die Namen der Bezirksvorsteher, eren Stell⸗ vertreter und der Armenpfleger für die Dauer der nächsten drei Jahre zur allgemeinen Kenntnis. Gießen, am 6. März 1897. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen: Wolff. Offene Armenpflege der Stadt Gießen. 1. Bezirk: Wallthor⸗ und Marburger⸗ straße. Bezirksvorsteher: Wilh. Herbert, Schubmacher. Stellvertreter: Karl Schäfer, Schreiner, Armenpfleger: Eberhard Dort, Kaufmann, Eduard Hanau, Fabrikant, Daniel Heil, Kaufmann, Hrch. Leid, Schneider, E. L. Sack, Metzger, Philipp Wacker, Schuhmacher. Bezeichnung der Straßen: Brandgasse, Brandplatz, Braugasse Hundsgasse, Kanzlei⸗ berg, Lindengasse, Lindenplatz, Marburgerstraße, Ostanlage Nr. 315, Rodberg, Schloßgasse, Wallthorstraße, Wieseckerweg, Wiesenstraße. 2. Bezirk: Altstadt und Ostend. Vezirksvorsteher: Hermann Doering, Rendant, Stellvertreter: Louis Wolff, Buchhalter, Armenpfleger: Hrch. Arnold II, Kaufmann, Adolf Bourgeois, Buchbinder, Hrch. Bruchhäuser, Agent, Karl Jann, Lehrer, Louis Katterein, Kaufmann, Franz Senner, Rentner. Bezeichnung der Straßen: Diezstraße, Drei⸗ häusergasse, Eichgärten, Gartenstraße, Grün⸗ bergerstraße, Hessenstraße, Kaplaneigasse, Land⸗ mannstraße, Licherstraße, Ludwigsplatz, Mäus⸗ burg, Marktplatz, Marktstraße, Moltkestraße, Nahrungsberg, Neuebäue, Ostanlage von Nr. 29 ab, Rittergasse, Schiffenbergerweg, Schulstraße, Senkenbergstraße, Sonnenstraße, Wagengasse, Wettergasse, Wolfstraße. 3. Bezirk: Neuenweg und Südend. Bezirks vorsteber: Professor Dr. Wimmenauer, Stellvertreter: Alex. Wilker, Revisor, Armenpfleger: Karl Eich, Apotheker, Hermann Eichenauer, Fabrikant, Adolf Fischer, Kohlenhändler, Dr. Gustav Krüger, Professor, Eduard Klinker, Kohlenhändler, Ludwig Pirr, Metzger, Julius Schulze, Kaufmann, Karl Schwan, Schuhmacher. Bezeichnung der Straßen: Alicestraße, Bis⸗ marckstraße, Bleichstraße, Bruchstraße, Ebel⸗ straße, Erlengasse, Goethestraße, Kaplansgasse, Katharinengasse, Kreuzplatz, Leihgesternerweg, Liebigstraße, Löberstraße, Lonystraße, Ludwig⸗ straße, Neuenweg, Riegelpfad, Stephanstraße, Südanlage, Weidengasse, Wilhelmstraße. 4. Bezirk: Seltersweg, Bahnhof⸗ und Fraukfurterstraße. Bezirksvorsteher: Emil Pistor, Rentner, Stellvertreter: Louis Hahn, Kohlenhändler, Armenpfleger: Aug. Dingeldey, Pfarrer, Friedr. Habenicht jr., Kaufmaun, Joh. Lenz, Schreiner, Hrch. Schmidt, Instrumenten— macher, L. Seipp, Realgymn.⸗Lehrer, Karl Steinberger, Bäcker, Wilh. Zurbuch, Kaufmann. Bezeichnung der Straßen: An den Bahn- höfen, Bahnbofstraße, Frankfurterstraße, Graben⸗ straße, Hofmannstraße, Klinikstraße, Liebigstraße, Löwengasse, Maigasse, Plockstraße, Schanzen⸗ straße, Seltersweg, Teufelslustgärtchen, Tiefen- weg, Westanlage, Wolkengasse. 5. Bezirk: Neustadt, Hamm⸗ und Rodheimerstraße. Bezirlsvorsteher: Dr. Grein, Pfarrer, Stellvertreter: K. Hahn, Oberlehrer, Armenpfleger: J. Happel, Kaufmann, Chr. Haubach, Wirt, Jul. Möhl, Schlachthausverw., Georg Marx, Spengler, Hrch. Sack, Schreiner, Hermann Treppinger, Bleicher, Hermann Weidmann, Schuh⸗ macher. Bezeichnung der Straßen: Hammstraße, Hardt, Kornblumengasse, Krofdorferstraße, Lahn⸗ straße, große Mühlgasse, kleine Müblgasse, Neu⸗ stadt, Rodheimerstr., Sandgasse, Schützenstraße. 6. Bezirk: Nordend. Bezirksvorsteher: Eduard Sack, Kaufmann, Stellvertreter: Karl Mann, Staatsanwalt— schaftssekretär, Armenpfl ger: J. Barnaß, Fabrikant, Wilh. Behrens, Schneider, Wilh. Esenhauer, Sparkassengeh., Karl Köhler, Schreiner, Friedr. Krogmann, Fabrikant, Wilh. Müller, Schreiner, Chr. Nebe, Oekonom, Karl Reuling, Weißbinder, L. Roth, Apotheker. Bezeichnung der Straßen: Asterweg, Auf der Bach, Burggraben, Dammstraße, Ederstraße, Kirchenplatz, Nordanlage, Schillerstraße, Schott— straße, Steinstraße, Weserstraße, Wetzsteingasse, Zozelsgasse. Prima Anthracit * und sonstige Haus brandkohlen, 6„%% Gasnusscoaks% A. Spengler, Bleichstrasse 15. empfiehlt billigst owie 9 beschäfts-köffnung und Empfef ung, Meinen werten Freunden und Nachbarschaft, sowie einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend teile ich hierdurch ergebenst mit, daß ich heute die Wirtschaft „Zum alten Schützenhof“ Grünbergerstraße eröffnet habe. Es wird mein eifriges Bestreben sein, neben einem guten Glas Bier aus der Brauerei J. H. Ih ring, Lich, durch gute Weine und Speisen mir das Vertrauen meiner Gäste zu erwerben. Hochachtungsvoll! 590 Heinrich Knorr. NB. Gleichzeitig bemerke ich, daß ich in aller Kürze auch Metzgerei eröffnen werde. Cutter, billiger Mittagstisch in und außer Abonnement 1842 bei J. F. Sorger,„„Deutscher Hof“ Mittagstisch in und außer Abonnement bei J. Arnold(im Schipkapaß). 0s Textors Terrasse täglich geöffnet. Ph. Bob.(139 Restauration„Westendhalle“ empflehlt ein vorzügliches Frühstück von 30 Pfg. an. Mittagstisch von 70 Pfg. an, ferner Abenbessen à la carte in verschiedenen Preisen, sowie ein vorzügliches Glas Bier aus der Brauerei Hildebraud⸗ Pfungstadt, per Glas 10 Pfg. 172 Einen ordentl. Lehrling, der Nost und Logis im Haus erhält sucht a Heinrich Enders, 6⁰0⁴ Tapezier, Kaplansgasse Holzversteigerugnen. Oberförsterei Krofdorf. (Pflanzen verkauf). Aus den Kämpen der Schutzbezirke Krofdorf, Waldhaus und Salzböden sind größere Mengen von Lärchen, Kiefern, Weymouths— kiefern, Eschen, Ahornen, Roßkastanien und Eichen gegen geringe Taxe abzugeben. Weitershain(Gemeindewald). Dienstag, den 16. und Freitag den 19. März, jedesmal von morgens 9 Uhr anfangend, in den Distrikten Dietzenkopf, Windkopf, Streithain und Rotetrusch: 16 Eichenstämme mit 5,82 fm, 84 Fichtenstämme mit 20,20 fm, 197 Kiefern- stämme mit 143,58 fm, darunter schönes Schnittholz, viele Stämme über 2 km haltend, 167 Fichtenderbstangen mit 7,90 fm, 387 Fichteureisstangen mit 6 fm, 158 rm Buchen-, Eichen und Kiefernscheitholz, 128 rm Buchen-, Eichen⸗ und Kiefernknüppel, 40 rm Buchen-, Eichen⸗ und Kiefernstöcke, 460 rm Buchen-, Eichen⸗ und Kiefernreisholz. Das Stammholz kommt am ersten Tage zur Versteigerung, sowie auch das im Rotetrusch besindliche Brennholz.— Zusammen⸗ kunft jedesmal im Ort. 577 Brandgasse 7. Ein ordentliches Dienstmädchen ge⸗ sucht 601 Gießen, Kreuzplatz 5. Einen starken einspännigen Wagen mit Pfer degeschirr verkauft 5 608 Ir. Jung, Klein-Linden. Wohnung zu vermieteu. Gesucht für ein Gasthaus auf dem Lande in Oberhessen ein gesundes kräftiges Mädchen als Stütze der Hausfrau. Dieselbe muß in Küche und Haus⸗ haltung erfahren sein und gewillt, an allen im Geschäft vorkommenden Arbeiten mit zu helfen. Näheres bei 593 Ferd. Pfaunstiel, Posthalter, Ulrichstein(Kr. Schotten). s. Zt. total verdorbene Fleisch für die Vol das beschlagnahmte, Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ k 3= teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. Hierzu ladet freundlichst ein En gros. 1 Einrahmung in empfehlende Erinnerung zu bringen. Für Festlichkeiten: Schärpen, Abzeichen, IIlluminationsartikel, goldene und silberne Hochzeitskränze. von Nestumutiunm eine H'οιαneοανν. Sonntag, den 14. März: Entree frei! Humoristisches Konzert. Lame feel! 615⁵ Karl Schmid. En däetail. Friedrich Rüger Giessen, Kreuzplatz 4. Grüne Myrten⸗ Perlkränze, und weiße Metallkränze, gate e Mooskränze, Brautschleier, künstl. Stoffkränze, Kran präparierte in e und N aturkrän 3e 7 8 in und Eigene ider von Bones 1 und! Kronen. 591 Gedieht en. 2 Zum bevorstehenden Frühjahr erlaube mir die Aufertigung von Gartenspalieren, H Waschpflöcken, Baum⸗ und Roseustangen und aller in dieses Fach einschlagenden 10 Hochachtungsvollst Fr. Aug. Helfenbein, Marburgerstraße Nr. 68. Jeden Donnerstag Nachmittag frisch ein— treffend: Ia. Schellsfische, Cabliau, Roth⸗ zungen ꝛc bei 1747 E. Dort, Walltborstraße 45 „„es 128 J. Arnold, Bahnhofstr. 7. 8 asses Wauers W Ae Elehgärten 10. Tager in Möbeln, Spiegeln, Betten, sowie aller sonstigen Gegenstände. Kommissious⸗ und Agentur⸗Geschäft. Ankauf von Waren jeder Art. Reparaturen Uhren werden unter ) Garantie gut und billig Ausgeführt. 461 Georg Koch, Uhrmacher, Neue Bäue 5(Kühlen Grund). Ein fast noch neuer Einspännerwagen steht zu verkaufen bei 599 Heinrich Krämer I, Steinbach. Zwei Einspaänner⸗Wagen und ein gutes Pferd sind zu verkaufen Auskunft erteilt Heinrich Schmidt III, 584 Rodheim a. d. B. Berschie dene Möbel wie: Tische, Stühle, Kommode, Sopha, vollst. 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M Der 1 en der Witwe de eh, woril deselbe 10 iht, welch ih an 5 les bon Muliedern de SS 9 J hierelbst ne acht un Gin iwahahiuscen in 2. a quel Jahre 5 Gch der Brant Jhuin en Trinkhalle auf ihrer ch chesfalls ausnahme ang, daß das aus He ang 5 Meter von dem ien nb.— Ein zun Ala die Erbauun — 55(Stallgebäud Armaneg. Da aber e ab ben bauheschlihen lin sch der Gefuchstele gene Lolltockes einen K slatlon schlägt vor, un ae u genehmigen, we amt und daß Hol bl, Die Versammlun d Fina Hehligenst feen Nebigstraße eir iar Werkugmaschine Aachnug der schon vor W dußerhalb des Orte Angung ausnahmöweif gut b, Münchow für d al der Regulierung de 0 hauses Schweerigkette Luuptuch des A. Euler a wor aufgrund beg diu Obabkkgemeistt l Acmmalegung senes ace Gelände herbe fig Giliude behaum wu für Abänderu I. Mu 1890 werden! lung einer Futtetmaue auß an der Bismarckst . 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