Verantw artw. Redak. in, beide iu Gib. — 7 machen, 6 585 I Aiers der erichteten inzip bei Beste 2 Publikums ig der * Lnison. gten Wohl RIIII . Ferbelatwurst „Neuen Baue 12. ——ů— e en Wilh. Feth m ckwünsche gchrere Kollegen, araturen untel den a . e d billg 4610 tie gut un ch, Ahmoht alllen Su sranke valescenten Portweln I- Tokayer, , See 78. Au ech Aube 0 5 lee en, Fee sen, el gelten euten, J iulasseren N 6 orf Hamm 12. chte loc 4 bes gd.“ * 3 Uf 1 5 siche ö 1 00. 45 W ll Nr. 59 Gießen, Donnerstag, den 11. Mürz 1897. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon ⸗Nr. 112. iche: Ausgabe undeszeitun Gießen. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Medaktion: 12 Kreuzplatz Nr. 4. 2 Lokales und Provinzielles. * Gießen, 10. März. Die hessische Regie⸗ rung beabsichtigt, eine gründliche Reform des direkten Steuerwesens vorzubereiten. Sie verlangt zu diesem Behufe vom Landtag die Bewilligung einer Pauschalsumme von 55 000 K. ur Bewältigung der für die Ausführung jener Reform erforderlichen Ermittelungen und Fest⸗ stellungen. Als die zu erreichenden Reformziele werden, wie wir der„Darmst. Ztg.“ entnehmen, die Umgestaltung der Grund⸗ und Gewerbesteuer im Sinne einer besseren Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit nach Maßgabe des fundierten Einkommens der Steuerpflichtigen bezeichnet. „Man bezweckt und erhofft durch die Reform die durch die jetzige Veranlagungsweise der Real⸗ steuern veranlaßten Ungleichheiten sowohl in Betreff der Staatssteuer als der Gemeindesteuer zu beseitigen und insbesondere die minder leistungsfähigen und vorzugsweise auf ihre Ar⸗ beitskraft angewiesenen Grundbesitzer und Ge⸗ werbetreibenden zu entlasten.“ Das durch die Vorarbeiten gewonnene und weiteres für die Steuerreform in Betracht kommendes Material soll demnächst in einer Denkschrift mit begut⸗ achtenden Ausführungen einer zu berufenden Kommission, sowie den Ständekammern, letzteren ur Ermöglichung einer Instruktion und Prüfung 1 Betreff der Grundla e und der Ausgangs⸗ punkte für demnächstige esetzesvorlagen zugehen. * Gießen, 10. März.(Stadttheater,) Die äußerst rührige Direktion unseres Stadt⸗ theaters hat unserem Publikum während der nun bald verflossenen Theater⸗Saison durch die Gast⸗ spiele hervorragender Bühnen⸗Größen manche Abwechselung bereitet. Mögen die Erfolge auch noch so günstig gewesen sein, keiner derselben erreicht auch nur annähernd denjenigen, den das Gastspiel des Hel dendarstellers atkowsky mit sich brachte. Wir haben uns in den vor⸗ hergehenden Nummern über die Leistungen des Künstlers geäußert und brauchen daher nur zu sagen, daß Herr Matkowsky durch sein gestriges Auftreten in der Rolle des Mohrs „Othello“ wiederum einen großartigen Triumph feierte. Das gestern Abend außerordentlich zahl⸗ reich erschienene Publikum wurde von der Dar⸗ stellungskunst Matkowskys so hingerissen, daß nach einem jeden Aktschluß einige Augen⸗ blicke vergingen, bis man erst daran dachte, dem Künstler den wohlverdienten Beifall zu spenden. Alles in allem: Wer den Gastspielen Mat⸗ kowskys fern geblieben, hat etwas versäumt. Neben dem gefeierten Gaste thaten alle übrigen Darsteller ihre volle Schuldigkeit.— Morgen, Donnerstag Abend tritt Fräulein Leno als Benifiziantin in dem Birch⸗Pfeifferschen Charakter⸗ bild„Die Grille“ auf. Wir wünschen der jungen, strebsamen Künstlerin, die dem Stadt⸗ theater schon zu mancher gelungenen Aufführung mitverholfen hat, ein volles Haus. * Hausen(bei Gießen), 9. März. Be⸗ züglich unserer Notiz vom 4. ds. Mts., betreffend einen Fall von Uebertragung der Tuberkulose, wird uns folgende Berichtigung mitgeteilt:„Die frag⸗ liche Kuh wurde von einem hiesigen Landwirt an einen Gießener Rindsmetzger verkauft, von der Versicherungsgesellschaft aber nicht aufge⸗ nommen. Die Kuh ist in Hausen ausgehauen und hat den Schaden also nicht die Gießener Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Espaltige Petitzeile. Schlachtviehversicherung sondern die hiesige Vieh⸗ versicherungskasse tragen müssen. Die von dem⸗ selben Landwirt gelieferten fünf Schweine sind nur für minderwertig erklärt, bezw. der Freibank überwiesen, nicht aber vernichtet worden.“(Bezüglich des letzten Falles ist es doch ganz egal, ob das Fleisch der Tiere ver— nichtet oder für minderwertig erklärt wurde, die Hauptsache ist, daß dem betreffenden Land⸗ wirt der Schaden durch die Schlachtviehver— sicherung ersetzt wurde. Die Red.) Bad Nauheim, 8. März. In geheimer Sitzung hat am Samstag der hiesige Stadtrat beschlossen, die Gas anstalt für 62 000. anzukaufen. Der Vertrag wird am 9. März von den beiden Parteien unterzeichnet.— Am 13., 14. und 15. März findet hier ein großes Radfahrerfest statt, wozu sich bereits zahl⸗ reiche auswärtige Vereine gemeldet. Das Fest wird veranstaltet von dem ältesten Radfahrer⸗ verein am hiesigen Platze, dem„Radfahrerklub 1892 Bad Nauheim“; es ist damit das fünfte Stiftungsfest und Bannerweihe verbunden. * Darmstadt, 9. März. Nach vorausge⸗ gegangenem Wortwechsel schlug der Schneider Peter Breitwieser seinem Hausgenossen Saal⸗ wärter i. P. Wenz mit einem Prügel über den Kopf. Als man anderen Tags den Wenz bei einer blakenden Petroelumlampe bewußtlos vorfand, nahm man an, er sei durch Kohlen⸗ oxydgas vergiftet, was sich indeß bei der Sektion der Leiche als irrig herausstellte, denn man fand den Schädel des 86jährigen Wenz mehrfach ge⸗ rissen. Breitwieser befindet sich in Haft. * Offenbach, 9. März. In den letzten Nummern der Unterhaltungsbeilage der„Offb. Ztg.“ veröffentlichte der bekannte Schriftsteller Emil Pirazzi einige Aufsätze über Offenbacher Straßennamen, die sich auf böchst in⸗ teressante geschichtliche Studien stützen. Nament⸗ lich wird die Legende von Eginhard und Emma ausführlich behandelt. Ferner giebt der Autor dem Bedauern Ausdruck, daß der bei der großen Straßentaufe vor 21 Jahren in das nordwest⸗ liche Straßennetz eingetragene Name Sophiens von La Roche, der Freundin Wielands, die zwanzig Jahre in Offenbach lebte, später wieder gestrichen wurde. * Mainz, 9. März. Zwischen der Ehefrau Georg Knieriem in Osthofen und deren Nach⸗ bar, dem Landwirt Karl Holzmann bestanden seit längerer Zeit Streitigkeiten. Am 16. 5 1 1 0 gerieten Beide aneinander und die Knieriem stieß dem Holzmann mit einem schweren Brette ins Gesicht. Ein Splitter des Brettes drang dabei dem Holzmann in die Nase. Er beachtete die Sache nicht genügend, zog auch keinen Arzt zu Rate, bis endlich Starrkrampf und am 26. Dezember der Tod eintrat. Unter der Anklage der vorsätzlichen Körperverletzung mit tötlichem Erfolge stand heute die Knieriem vor dem Schwurgericht. Der ärztliche Sachverständige konstatierte, daß der Holzmann nicht infolge der Körperverletzung, sondern in⸗ folge Vernachlässigung der Wunde gestorben ist. Die Geschworenen verneinten die Schuldfrage, worauf Freisprechung erfolgte. Schwurgericht. W. Gießen, 9. März 1897. Kriminalschutzmann Weiß erklärt auf Befragen der Verteidigung, er habe bei der Durchsuchung der Prescher⸗ Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 0 D 2 schen Wohnung nichts weiter gefunden, als einen Kasten mit Blei und Zinn, sowie Sand, den ihm der Angeklagte Prescher ausgehändigt habe. Der Pferdemetzger Keßler bekundet, daß er sofort bei Empfang des Falsifikats gemerkt hat, daß es nicht echt war. Brück war nicht verlegen, sondern er gab ihm eine andere Mark, worauf ihm Keßler geraten haben will, die falsche Mark bei der Polizei abzugeben. Der Taglöhner Balser erklärt, dabei gewesen zu sein, als Brück bei Keßler die Ausgabe der falschen Mark versucht hat; er hat sich überzeugt, daß Brück die falsche Mark an dem Abend nicht auf der Polizei ablieferte. Am nächsten Tage ist der Zeuge zur Polizei gegangen, um Anzeige zu erstatten. Ein Onkel des Angeklagten Prescher verweigert das Zeugnis. Die Mutter des Angeklagten, Witwe Prescher, erklärt, Zeugnis ablegen zu wollen. Sie behauptet, an dem be⸗ treffenden Tage bis gegen Abend von ihrer Wohnung abwesend gewesen zu sein. Als sie zu Hause ankam, war Brück und ihr Sohn anwesend; der Erstere verlangte die Mark, die der Letztere angefertigt hatte, ihr Sohn habe sich indessen geweigert, weil er dieselbe an die Uhrkette hängen wolle, da habe sie, die Zeugin gesagt, gebs ihm doch. Brück wollte dann versuchen, das falsche Geld auszugeben, worauf ihr Sohn jenem noch ein echtes Geldstück gab, weil er wohl die Verausgabung des falschen nicht haben wollte. Das Gericht beschließt, die Mutter des Angeklagten Prescher nicht zu vereiden. Der Schlosser Karl Gerlach ist der dritte Genosse, welcher mit den Angeklagten in die Fremde ziehen wollte. Er war an einem Abend bei Prescher, da zeigte ihm dieser die falsche Mark, hinzusetzend, er habe dieselbe ge⸗ funden und wolle sie an der Uhrkette tragen. Zeuge hat nicht gesehen, daß in der Prescherschen Wohnung ge⸗ gossen werde. Der Angeklagte Brück, vorgerufen, erklärte, er habe oft wahrgenommen, daß Prescher sich im Formen und Gießen geübt. Dieser habe aber nie davon gesprochen, daß er Geld herstellen wolle. Der Werkmeister Reinhardt, bei Schaffstädt in Stellung, bekundet, daß Prescher vom August bis Anfang Dezember bei ihm gearbeitet. Er habe ihn als Kamm⸗ macher ausbilden wollen; Prescher hat mit den Formern zusammen gearbeitet und konnte deren Handhabung leicht abschauen. Damit ist die Beweisaufnahme erledigt. Der Vor⸗ sitzende verliest die an die Geschworenen gerichteten Schuld⸗ fragen; dieselben gehen dahin: 1. Ist der Angeklagte Heinrich Prescher schuldig der Münzfälschung zum Zwecke des in den Verkehr⸗Bringens der Falsifikate? Sind demselben mildernde Umstände zu⸗ zubilligen? 2. Ist der Angeklagte Heinrich Brück schuldig, den Versuch gemacht zu haben, ein falsches Einmarkstück aus⸗ zugeben? Sind demselben mildernde Umstände zuzu⸗ billigen? Auf Antrag des Vertreters der Staatsbehörde be⸗ schließt der Gerichtshof, für den Fall der Verneinung der Frage 1 und im Falle der Bejahung der Frage 2 eine weitere Frage zu stellen, dahingehend: Ob der Angeklagte Prescher schuldig der Beihilfe des von seinem Genossen begangenen Verbrechens des versuchten Münzbetruges. Der Erste Staatsanwalt Dr. Güngerich weist darauf hin, daß hier in Frage kommt eine Münzfälschung und ein Münzbetrug, und erläutert die hier in Frage kommenden§§ 146, 147 und 43 des R.⸗Str.⸗G. Er will von den Zeugenaussagen ganz absehen und führt zum Beweise der Schuld beider Angeklagten nur deren eigene Angaben an, diese allein sind hinreichend belastend für die Schuld des Prescher sowohl wie seines Genossen Brück. Sollten die Geschworenen die an sie gerichtete Frage wegen der Münzfälschung verneinen, so falle immer noch die Gehilfenschaft dem Angeklagten Prescher zur Last. Der Vertreter der Staatsbehörde giebt der Jury anheim, beiden Angeklagten mildernde Umstände zuzubilligen. Sie seien noch unbestrafte junge Menschen, es sei auch kein — Der gestohlene Ohrring. Von E. Fahr o w. (Nachdruck verboten.) (Schluß.) Und richtig, es dauerte garnicht lange, da schlug er eine kleine Volte, daß es eine Lust war. „Freundchen“, sagt' ich, und legte meine Karten auf den Tisch,„so haben wir nicht gewettet.“ „Was meinen Sie?“ sagte er, indem er ein wenig die Farbe wechselte. „Na na,— lassen Sie's gut sein.— Das kann ich nämlich auch! Hahahaha!“ Und ich brach in ein schallendes Gelächter aus, während ich mir vor Vergnügen die Kniee rieb. Er spang entrüstet auf. „Ich begreife nicht— Herr von Auer. „Pst!“ sagt' ich,„nur nicht so laut! Wir werden uns doch nicht gegenseitig die Hälse um⸗ drehen— unter Kollegen!“ Dabei griff ich in seine Jackettasche und holte die falschen Karten heraus, immer nod ein halbes Lachen herausbringend. Er sah mich vollkommen verblüfft an. „Wie? Sie wären „Von der Zunft, mein Junge,— jawohl! 40 Hahaha! Das ist ja unbezahlbar! Da haben wir uns olso gegenseitig an den Falschen herangemacht! Du lieber Himmel, wer giebt mir jetzt meine teuren Auslagen wieder?“ Er sank erleichtert auf einen Stuhl. „Einen netten Schreck haben Sie mir einge⸗ jagt! Wer sind Sie denn, wenn ich fragen darf?“ Ich flüsterte ihm einen der bekanntesten Ju⸗ welendiebsnamen zu,— und hatte damit mitten in's Zentrum getroffen. „Mensch!“ rief er, nunmehr ganz vertraulich, Du die famosen Brillanten „ist das wahr? Hast in Lichtenfelde——“ „Natürlich!“ flüsterte ich seelensvergnügt,— „und ein feines Geschäft war das damals! Ich habe die Dinger in England verkauft,— habe da meine besonderen Quellen. Na komm, darauf müssen wir noch eins trinken!“ Und er trank mit, trank viel mit, trank sich zuletzt um allen Verstand. Er lachte unmäßig über den verzwickten Spaß, daß hier ein Dieb den anderen hatte bestehlen wollen. Schließlich rückte er mit der Sprache heraus: er sei da neulich zu ein paar Steinen gekommen,— wenn ich so gute Verbindungen in England habe, könne ich ihm am Ende behilflich sein— hier in Deutschland traue er sich ohnehin nicht recht. „Was ist's denn?“ fragte ich.„Ein ganzer Schmuck?“ „Ein paar Ohrringe,— Staatsdinger— hier habe er sie in der Tasche,— ob ich sie mal sehen wolle?“ Natürlich wollte ich sie sehen. Prahlend in seiner Berauschtheit holte er die Rubinenohrringe hervor und legte sie vor mich hin. „Aber natürlich gebe ich sie Dir nicht so mit, Kollege“, sagte er gemütlich,„das kannst Du nicht verlangen.“ „Ih bewahre!“ „Ich komme selber mit,— ein paar Brillanten breche ich vorher heraus und verschärfe sie, damit wir bequem reisen können, und drüben gebe ich Dir ein Viertel des Gewinns ab.“ „Ein Viertel?“ sagte ich, indem ich mich erhob und meinen Gehülfen, der im Nebenzimmer wartete, herbeinickte.„Ein Viertel ist ein bischen wenig. Ich verschaffe Dir eine so gute Oele „Na, denn ein Drittel!“ rief der Gauner. „Aber verschnapp' Dich nicht, das rat' ich Dir, denn hier ist die Polizei mächtig hinter den Ohr⸗ ringen her!“ Schaden entstanden, und dann seien sie auch geständig. Der Verteidiger Rechtsanwalt Grünewald ist der Meinung, es handle sich hier gar nicht um ein Ver⸗ brechen, sondern nur um eine Jugendthorheit, denn in tölpelhafterer Weise sei noch kei noch keine Münzfälschung begangen worden. Er könne unmöglich zugeben, daß das Stück Blei, welches Brück dem Metzger Keßler für ein Einmarkstück angeboten habe, eine gefälschte Münze sel. Prescher müsse freigesprochen werden, und würden die Geschworenen zu dieser Ansicht kommen, so könnten sie auch den Angeklagten Brück freisprechen. Der Verteidiger stimmt mit dem Ersten Staatsanwalt Dr. Güngerich darin überein, daß beiden Angeklagten mildernde Umstände unter allen Umständen zuzubilligen seien. Rechtsanwalt Kraft tritt betreffs seines Klienten vollständig dem bei, was sein Kollege Grünewald aus⸗ geführt hat, auch er hält das ganze Thun beider Ange⸗ klagten für einen Dummenjungenstreich, aber für kein Verbrechen. Nach längerer Replik des Vertreters der Staatsbehörde und erfolgter Duplik beider Verteidiger ziehen sich die Geschworenen über eine halbe Stunde zur Beratung zurück, worauf deren Obmann, Kaufmann Vogt⸗Butzbach den Wahrspruch dahin verkündet: Die Frage wegen Münzfälschung gegen Prescher wurde verneint, die beiden anderen Schuldfragen aber bejaht, ebenso das Vorliegen mildernder Umstände für beide An⸗ geklagte. Der Vertreter der Staatsbehörde beantragte darauf gegen den Angeklagten Brück 9, gegen dessen Genossen Prescher 6 Monate Gefängnis und Einziehung des falschen Einmarkstücks. Beide Verteidiger baten um ein wesentlich geringeres Strafmaß und um Anrechnung der von den Angeklagten erlittenen Untersuchungshaft. Der Gerichtshof verurteilte Brück zu 6, Prescher zu 5 Monaten Gefängnis, von denen bei beiden Angeklagten je 6 Wochen der Untersuchungshaft in Anrechnung kommt. Ferner wurde die Einziehung des falschen Einmarkstücks ausgesprochen. W. Gießen, 10. März. Um 8 ½ Uhr vormittags wird heute in die Verhand⸗ lung gegen den unbestraften 22 Jahre alten Dienstknecht Johs. Ritzel von Gelnhaar wegen Meineids einge⸗ treten. Den Vorsitz führt heute Landgerichtsrat Müller. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Koch. Die Ver⸗ teidigung liegt in den Händen des Assessor Dr. Neuschäffer. Es sind 15 Zeugen zu hören. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, daß er vor dem Amtsgericht Ortenberg in einem Zivilprozeß, in welchem eine Wilhelmine Reitz gegen Wilhelm Reichert wegen Alimente geklagt, wissentlich falsch geschworen. Der Thatbestand ist der folgende: Während des Prozesses machte der Angeklagte der Klägerin in Gegenwart anderer Mädchen Mitteilung von einer abskönen schmutzigen Aeußerung ihres Gegners des Reichert, welche diese Mit⸗ teilung ibrem Anwalt hinterbrachte, der nun den Ritzel als Zeugen vernehmen ließ. Vor dem Amtsgericht Ortenberg nun hat der Angeklagte unter Eid ausgesagt, nicht Reichert, sondern er habe diese schmutzige Redensart gebraucht und diese Aussage, so behauptet die Anklage, sei wissentlich falsch. Der Angeklagte behauptet, in Ortenberg die Wahrheit beschworen zu haben, die Mit⸗ teilung, die er der Reitz und deren Freundinnen gemacht, sei, wenn er sie überhaupt gethan, gelogen, oder von den Mädchen falsch verstanden worden. Die Zeugenaussagen sind für den Angeklagten recht belastend. Die den Geschworenen vorzulegenden Fragen lauten: Ist der Angeklagte schuldig des wissentlichen falschen Eides? Im Fall der Verneinung dieser Frage: Hat der Ange⸗ klagte fahrlässig falsch geschworen? Vermischtes. — Chrischan der Beherzte. In dem zur Zeit in Bückeburg weilenden Löwentheater der Geschwister „Das stimmt!“ rief ich plötzlich mit ganz veränderter Stimme.„Und deshalb wirst Du jetzt hübsch in's Loch wandern, mein Bürschchen! Ruhig! Wehr' Dich nicht!— Ja, ja,— der Vogel wär uns auf den Leim gegangen!“ Dabei hatte ich ihn unter Beihülfe meines Beamten im Nu bewältigt und ihm Handschellen angelegt.— Noch im letzten Augenblick wäre fast all meine Mühe vereitelt worden! Denn denken Sie sich,— der rabbiate Kerl stürzte sich auf die Ohrringe und wollte sie— verschlucken!— Na, Gott sei Dank, war ich schneller als er!“ „Und bekamen Sie eine hohe Belohnung von der Gräfin?“ fragten seine Zuhörer. „Selbstverständlich. Ich bekam die ausgesetzte Summe.— Und dann,— was vielleicht noch mehr wert ist“, setzte Herr Breitner ritterlich dazu,— „reichte mir die Gräfin beide Hände und bedankte sich bei mir. Uns ich habe die Gelegenheit wahr⸗ genommen und diese schönen Hände— geküßt; und das war das beste an der ganzen Sache.“— e 8 — . Berg ereignete sich am Sonntag der„Schaumb.⸗Lipp. Ods.⸗Ztg.“ zufolge bei einer von Landleuten stark besuchten Vorstellung folgender Vorfall. Nachdem die letzte Num⸗ mer des Programms ausgeführt ist, tritt die„helden⸗ mutige Löwenbändigerin“ vor das Publikum und ruft: „1000/ Demjenigen, der es wagt, in den Löwenkäfig zu gehen.“ Nachdem diese verheißungsvolle Aufforderung zum zweiten Mal verklungen, erhebt sich aus einer der hinteren Reihen ein Bauer und meldet:„Ich dau et.“ Allgemeiner Erstaunen!— Die Löwenbändigerin, welcher der Gebanke, die vor so vielen Zeugen verkündeten 1000 derweise zahlen zu müssen, durchaus nicht ange⸗ nehm it, bedeutet dem Mann, daß das Unternehmen aber höchst gefährlich sei.„Ich dau et,“ entgegnete ruhig der Bauer.„Aber bedenken Sie doch, die Löwen sind sehr wild, Sie begeben sich in eine gräßliche Gefahr.“ ck dau et,“ ist die beharrliche Antwort.„Sind Sie ver⸗ heiratet„Ja, ick dau et aber.“ Haben Sie Kinder?“ „Ja, ick dau ct aber doch.“„Na, wenn Sie denn nicht hören wollen, so kommen Sie, ich will Sie in den Käfig führen.“ Ja ick dau et, laten Se man erst die Löwen run. — Eige Art Hexenprozeß ist nach dem„Ge⸗ selligen“ in Bromberg am 22. Februar zur Verhandlung gekommen. Die Arbeiter Julius Schulz und Friedrich Beyer aus Schwedenhohe waren wegen Körperverletzung angeklagt Am 4. September v. Is. hatte Schulz die Stuckateurin Frau M., eine bejahrte, aber trotzdem noch immer exzentrische Person, in seine Stube gelockt. Zu⸗ nächst machte er der Frau Vorwürfe, daß sie seine(Schulz) Ehefrau„behext“ habe. Die Frau M. möge nunmehr den Zauber oder dasjenige, was sie seiner Frau angethan habe, wieder von ihr nehmen. Die M. war ob dieses Anfinnens empört und wollte davon gehen; dies ließen . möglick aber die Angeklagten Schulz und sein Freund Beyer, der sich ebenfalls in der Stube befand, nicht zu, sie verlangten vielmehr, daß die M. über einen ihr vorgehaltenen Besen springen sollte, denn, so sagten sie, dies sei die erste Be⸗ dingung zur Lösung des Zaubers. Da sich die Frau hierzu nicht verstehen wollte, so schlugen beide Angeklagte auf sie ein, namentlich that sich Beyer besonders hervor, Auf das Geschrei der Frau und den Tumult in der Stube kamen die Hausbewohner herbei. und diesen gelang es, mittels einer Spritze durch ein offenes Fenster die in der Stube wie in einen Knäul sich umherbalgenden Per⸗ sonen gehörig abzukühlen und auseinander zu bringen. Schulz wurde zu 30, Geldstrafe, Beyer dagegen, der schon neunmal bestraft ist, zu vier Wochen Gefängnis ver⸗ urteilt. — Halt! Halt! Folgendes Histörchen, das vor kurzer Zeit auf dem Dorfmarker Bahnhofe sich zugetragen haben soll, zeigt, wie naiv ein Teil der ländlichen Be⸗ völkerung über gewisse Einrichtungen der Eisenbahn denkt. Kommt da neulich, wie der„Hann. Cour.“ erzählt, eine ehrsame Bauersfrau aus einem der nächsten Nachbarorte von Dorfmark mit ihrem Dienstmädchen zur Station ge⸗ pilgert, um„ok mal mit de Isenbahn to föhren(fahren) un in de Stadt intoköpen leinzukaufen).“ Kurz vorm Bahnhof bleibt das Mädchen aus irgend einem Grunde zurück, und die Frau geht voraus, um Fahrkarten zu lösen, da der Zug bald einlaufen muß. Die Karten sind gelöst, der Zug fährt ein; aber wer nicht kommt, ist unser wackeres vorsichtiges Mädchen. Die Frau gedenkt, da das Mädchen nicht erscheint, bis zum nächsten Zug zu warten, weil ohne dieses der Reisezweck ganz verfehlt sein würde, und der Zug dampft ohne die Beiden ab. Kaum ist er außer Gesichtsweite, so sieht die Frau ihr Mädchen indem er die Frau an die Gurgel faßte und würgte. von Weitem ganz ärgerlich herankommen. Auf die Frage, wo es so lang gesteckt habe, erwiderte das Mädchen mit finsterm Gesichte:„Do an'n Weg, bün ick bläb'n, wo de Pahl mit dat Brett steiht, wo„Halt“ anschrewn(ange⸗ schrieben) is.“ Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten— Versammlung, Donnerstag, den 11. März 1897, nachm. 3½ Uhr. 1. Gesuch des Jakob Gorr VII zu Heuchelheim um Erlaubnis zur Errichtung eines Backsteinmacherhäuschens. 2. Desgl. des Christian Haubach I dahier. 3. Desgl. des Georg Bichler dahier. 4. Gesuch des J. Ihring um Erlaubnis zur Er⸗ bauung einer Trinkhalle auf der Liebigshöhe. 5. Desgl. des H. Baduin zur Erbauung eines Stall⸗ gebäudes am Leihgesternerweg. 6. Baugesuch der Firma Heyligenstädt und Cie. für die verlängerte Liebigstraße. 7. Desgl. des C. v. Münchow für die Wolkengasse. 8. Desgl. des A. Euler für die Steinstraße. 9. Gesuch des P. Senßfelder um Erlaubnis zur Herstellung einer Einfriedigung; hier: der von der Stadt zu leistende Zuschuß auf Grund des Entwurfs für Ab⸗ änderung der Ortspolizeiorduung vom 10. Mai 1890. 10. Gesuch des Emil Noll, Verpachtung eiues Holz⸗ lagerplatzes am Lutherberg betr. 11. Abgabe von Gelände zur Hofmannstraße. 12. Gesuch des Joseph Stein um Erteilung der Konzesston zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Asterweg 6. ——— Grünberg. Douuerstag, den Hörle zu Merlau aus Knüppel rm: 16 Buche, 163 Eiche, 56 Nadelholz. 2 Erle. Birke, 182 Nadelholz, 24 Weichholz. Stöcke rm: 3 Buche, Die Nummern des zur Verfteigerung Garbenteich(Gemeinde- und Markwald). mit 7 fm, 50 Derbstangen, wellen, 2050 Eichendurchforstungswellen weg von Garbenteich nach Grüningen. Friedelhausen. ö d. Mis, im Distrikt Stangenwald versteigert werden: „Knüppel, 3500 Buchen⸗ und 1400 Eichen⸗ und 0 Zusammenknnft findet vormittags 10 Uhr auf dem Treiser mündet, im Distrikt Stangenwald statt.. a Oberförsterei Strupbach. Schutzbezirke Königsberg 18. Ma vormittags 9 Uhr, in der Sch lierbach schen Gastwirtschaft zu Bieber aus 12 5 Schmittenberg, Eulenkopf, Böswies⸗ den Diftrikten: Köpfelhecke, Groß⸗ und Klein⸗Roteberg, wäldchen, Saurüsselschlag ꝛc.: nutzholz, 606,1 rm Scheite nnd Knüppel, 160 Hdt. Wellen, Knüppel und 155 rm Reiser versteigert Der Verkauf des Nutzholzes beginnt um 12 von den zuständigen Förstern Guericke zu Fh Haina und Stelle auf Verlangen vorgezeigt werden. Krofdorf. Freitag, de Lauz zu Wißmar. 42 m Eichen⸗, 435 rm Buchen-, 7 50 rm Stöcke, 1580 rm Reiser, meist Buchen. und Kattenbach im Gemeindewald Wißmar. — 5 5 Holzversteigerungen. 11. März, vormittags 9 Ubr, bei Gastwirt den Distrikten Burgwald 1, 2, 4, 7, f erlan e den die lpfen, Eichbeege, Eselskopf, Haag und Gänsheege der Forstwartei Merlau, sowie den Distr. 19 11775 Annes 1 2, 00 5 95 10 und 12, Lehnheimer Linnes 1 und Flensunger Kopf 1 der Forstwartei Lehnheim: Scheiter rm: 15 Buche, 8 Birke, 254 Eiche, 76 Nadelbolz, 4 Erle, Aspe. kommenden Holzes sind rot b unterstrichen. Freitag, den 12. März, vormittags 9 Uhr beginnend, Distrikte Kuntzgesberg, Rotläufchen, Beckertswald und Markwald: 40 Nadel⸗ 115 Reisstangen, 230 rm Nadelknüppel, 50 rm Stock, 2600 Nadel⸗ Der Anfang ist im Distrikt Kuntzgesberg, am Vieinal · Im Freiherrlich von Rabenauschen Revier sollen Freitag, den 12. 7 Eichenstämme mit 3,65 ebm, ichtenderbstangen mit 4,26 ebm und 560 ichtenbehnenstangen, sowie 180 m Buchenscheit und 7 3500 6 Nadelbolzwellen und 47 rm Buchenstöcke. Die Eichen: 41 Stämme mit 32,39 fm, rm Scheite und Knüppel, 145 rm Reiser und 37,5 rm Stodbolz. Nadelholz: 596 Stück Stämme und Stangen mit 42,. 1 8 ö Das Brennholz aus dem Schutzbezirk Königsberg wird zuerst Uhr. g Körner zu Fh. Bieber an Ort und den 12. März, vormittags 10 Uhr, Das Holz liegt Reitzensteiner Wald, Beckert rr π]]1ẅ Reisig rm: 346 Buche, 756 Eiche, 126 Eiche, Birke, 62 Nadelholz. rin gesucht. 100 Fußweg, wo der Privatweg ein⸗ Beifügung und Bieber Dounerstag, den 19 rm Klafternutzholz. 88,5 Buchen: 13 rm Klafter⸗ Lehrerin für Haushaltungs⸗ und Handarbeits⸗Unterricht gesucht. Zur Erteilung von Handarbeitsunterricht an der Stadtmädchenschule, sowie zur Abhaltung einzelner Kochkurse wird auf 1. eine entsprechend vorgebildete, geprüfte Lehre⸗ Die Annahme erfolgt zunächst auf Probe mit einem Anfangsgehalt von 700 Mark und 200 Mark Wohnungsvergiltung; bei befriedigender Dienstleistung ist feste An⸗ stellung beabsichtigt, wobei der Gehalt alle 3 Jahre um 150 Mark bis 1300 Mk. steigt. Bewerberinnen wollen ihre Meldungen unter von Lebenslauf und Zeugnisab⸗ schriften dis spätestens 1. April hierher ein⸗ reichen; zu persönlicher Vorstellung bleibt be— sondere Einladung vorbehalten. Gießen, den 9. März 1897 Großh. Hessische Bürgermeisterei. Gnauth. Mai d. J. von 11, 14, 2058 rm Reiser und 240 rm Stock- 61 fm, 6rm Klafternutzbolz, Irm Kaufliebhabern wird das Holz SSO Sees Junge mit schöner Handschrift gegen Vergütung sofort gesucht. Offerten unter W. P. postlagerud Gießen erbeten.(598 Sssseesgeeesseses eee * 13. Desgl. des Heinrich Nau für das Haus Stein⸗ straße 74. 14. Desgl. des Heinrich Winn in dem zu erbauenden Hause Ecke der Bleich- und Stephanstraße. 15. Herstellung erhöhter Trottoirs: a. in der Südanlage; b. in der Weidengasse; C. Lieferung von Band- und Bordsteinen.] CCCTCTCCCTCVTCTbTVTVTTbTTVTTTTTTTTTT 0 Sterbefälle. 5 Am 6. März. Magdalene Langenbach, 46 Jahre alt, Witwe von Johann Langenbach von Katzwinkel bei Wissen an der Sieg. Gestorben in der alten Klinik. Am 7. März. Peter von Bradke, 43 Jahre alt, großh. Universitäts-Professor dahier. Am 7. März. mann, Johann Jakob Aßmann straße Nr. 2. Margarethe Johanna Aß⸗ 16 Tage alt, Tochter des Brauers dahier, Rodheimer⸗ Wasche Salmiak⸗ 91 1 Fo Terpentin⸗ Kernseife Es ist eine Lust, bunte Gewebe jeder Art damit zu reinigen, weil Alles Farbe behält und weich bleibt. Holen Sie zum Versuch ½ Pfundpacket„mit dem Roten Kreuz“ beim Droguisten, Seifen- oder Kolonial⸗ waren⸗Händler.— Fordern Sie„echte Luhn's 71 mit Luhn's Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ Zur Konfirmation empfehle in sehr großer Auswahl Konfirmanden-Anzüge Carl Frensdorf Bahnhofstrasse, Ecke Neustadt. teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. 18, 25 Mark bis 40 Mark. * in der Wirtschaft von g„Knüppel, 7 9 rm Nadelholzscheit und Knüppe täglich geöffnet. Textors Terrasse Fh. Bob.(139 Restauration„Westendhalle“ MNestaurant und Cafe Oranien- Bräu. 6 Ludwigsstraße 6. Mittagstisch im Abonnemet 65—83 Pfg. Ruppertsburg(Gemeindewald). Samstag, den 13. März, vormittags 9 Uhr. Distrikte Hoheberg und Buchwald: 140 rm Buchenscheitholz, 195 1m Buchenknüppelholz, 63 rm Eichenknüppelholz, 3 rm Aspenknüppelholz, 28 xm Buchenastreisig, 80 rm Buchenstammreisig in Schichthaufen, 62 rm Eichenstammreisig in Schichthaufen, 120 rm Buchenstockholz, 10 Eichen⸗ stämme von 30—42 em Durchm., 916 m Länge= 13 fm, 100 Nadelderbstangen S 5 fm, 11 Eschederbstangen= 0,31 fm. Das im Hohenberg und Buchwald zerstreut sitzende Dürrholz (Knilppelholz und Schichthaufen) wird nicht vorgezeigt und kann vorher eingesehen werden. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Steinbach in Ruppertsburg.— Die Zusammenkunft ist im Distrikt Hohenberg beim Pflanzgarten. g f Groß⸗Rechtenbach, Gemeindewald Lützelliuden Dienstag, den 16. d. M., Zusammenkunft vormittags 9 Uhr auf dem Weg von hier nach Münchholzhausen am Wegweiser dor dem Lützellindener Wald: 1) Nutzholz: 14,5 rm Eichenspalten 1. Sorte, 21 rm Nadel⸗ rundholz; 2) Brennholz: Eichen: 42 rm Derb, 12 rm Stock und 56 rm Reiser; Buchen: 383,5 rm Derb, 30 rm Stock und 447 1m Reiser; Weichholz: 16 rm Reiser; Nadel: 31 rm Derb, 12,5 rm Stock und 74 mm Reiser. 8 17 5 f Oberförsterei Grünberg. 1) Moutag, den 15. März, aus dem Distrikt Breiteloh der Forstwartei Saasen, sowie aus den Distrikten Steinkaute 1, Beltershainerwald, Hoherod, Alter Haag, Lange Buchen, Wirberger Waldlache, Junge Buchen, Neuhofsheege, Neuer Heeg⸗ wald, Steinweg, Ochsenstall, Neuhofstannen, Birkenheege ꝛc. der Forstwartei Reinhardshain: Scheiter rm: 115 Buche, 4 Birke, 32 Eiche, 258 Nadelholz; Kn ppel rm: 142 Buche, 113 Eiche, 239 Nadelholz, 4 Weide; Reisig rm: 238 Buche, 105 Eiche, 154 Nadelholz; Stöcke rm: 40 Buche, 90 Eiche, Nadelholz. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Steinkaute Abt. 1 bei Beltershain bei Brennbolz Nr. 857. Nur das Holz im Distrikt Steinkaute Abt. 1 wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Das mit Blaustift bezeichnete Holz wird nicht ver⸗ steigert.— 2) Dienstag, den 16. März, aus den Distrikten Zeileichen, Sengkopf, Kälber⸗ stall, Bauschel, Hainheege, Großer und Kleiner Seng, Saaser Heegwald, Winneröder Haide ꝛc. der Forstwartei Saasen: Scheiter rm: 213 Buche, 94 Eiche, 29 Nadelholz, 1 Aspe; Knüppel rm: 151 Buche, 119 Eiche, 51 Nadelholz, 2 Aspe; Neisig rm: 443 Buche, 280 Eiche, 46 Nadelholz; Stöcke rm: 49 Buche, 35 Eiche ꝛc Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Zeileichen auf der Kreisstraße Reinhardsbain—Winnerod am neuen Pflanzgarten. Nur das Holz im Distrikt Zeileichen wird bei der Versteigerung vorgezeigt. Das mit Blaustift bezeichnete Holz wird nicht verkauft. Ausschreibungen. Gießen.(Versteigerung von alten Bahnschwellen). Freitag, den 12. März, nachmittags 1 Uhr, sollen ca. 320 Stück alte, zu Eisenbahnzwecken nicht mehr verwend⸗ bare Schwellen an dem Riegelpfad dahier versteigert werden. Die Bedingungen werden daselbst bekannt gemacht. 582 Unterzeichneter empfiehlt sich zum b Ausputzen und Pfropfen 1 4 1 sowohl alter wie junger Bäume. das Beschneiden von Zwergobst übernehme unter Garantie. Otto Schenk, Grünberg( Oberhessen). Ernst Assmann MALER Giessen, Dammstrasse 20. Atelierfür Schristnalerei Zilligste Berechnung. 278 prompte Bedienung. EEFEEFEFVTCVFbCCCCCCCC Guten billig. Mittagstisch, Darmstädter Haus. im Abonnement zu 45 Pfg. Logis, sowie vorzüg⸗ arvseblt 19 chen Mittagstisch— f 8. Wirt Böhm,„Zum Lahnthal“, Neustadt 48. empfiehlt Peter Welrieh.(44 empfiehlt ein vorzügliches Frühstück von 30 Pfg. an, Mittagstisch von 70 Pfg. an, ferner Abendessen z la carte in verschiedenen Preisen, sowie ein vorzügliches Glas Bier aus der Brauerei Fa 0 Pfungstadt, per Glas 10 Pfg. 172 Neslaurant und Cue Oranien Hrn 5 6 Ludebigstrasse 6. Vuter, billiger Mitragstisch in und außer Abonnement. Restaurant Mühleißen, 3 Brandgasse 3. Guter, billiger Mittagstisch N in und außer Abonnement 1842 bei J. F. Sorger,„Deutscher Hos“. Peter Leppla, Neustadt 79, offeriert 328 rein wollenen Cheviot, Restkoupons, passend zu kompl. Anzügen, zu bekannt billigen Preisen. Prima Speise⸗ und Salatkartoffeln, gelbe und rote Mäuschen, feinstes Sauerkraut und grüne Bohnen, ein⸗ gemachte Gurken, Speise⸗ u. Futter⸗ rüben empfieblt billigst 244 J. Hankel, Schloßgasse 6. Wohnung zu vermicteu. 577 Brandgasse 7. für ein Gasthaus auf dem Gesucht Lande in Oberhessen ein gesundes kräftiges Mädchen als Stiltze der Hausfrau. Dieselbe muß in Küche und Haus⸗ haltung erfahren sein und gewillt, an allen im Geschäft vorkommenden Arbeiten mit zu helfen. Näberes bei 593 Ferd. Pfanustiel, Posthalter, Ulrichstein(Kr. Schotten). Bäckerlehrling gesucht. 594 Wallthorstraße 19. Waaes Bahnhofstr. 7. 2 Prima, 3 1 8 J. Arnold, 8 2 S Reparaturen Tan Uhren werden unter Garantie gut und billig a, nusgeführt. 461 [Georg Koch, Uhrmacher, Neue Bäue 5(Kühlen Grund). Speisen à la car Separate Zimmer für Gesellschaften. e. Weine. Biere und Lidquener- 1312 te zu jeder Tageszeit. (966%%%%%%%%%, 775 2 biligst 55 Gasglühlieht 75 Pfg. Von heute an ist der Preis der von mir geführten Glühstrümpfchen, die auf jedes Brennersystem passen, nur 75 Pfg. frei ins Haus. Komplette Brenner, bestehend aus Brenner, Glüh⸗ strumpf und Cylinder nur 3 Mk. 70 Pfg. Ebenso empfehle Blacker, Glocken, Schirme, Cylinder u. s. w. A. Gretscher, Neustadt 78. 1 0 1779 — ̃——. Mittagstisch dennen bei J. Arnold(im Schipkapaß). 168 Bürgerlichen Mittagstisch im Rebstock. Westanlage. 1824 e Uuserem lieben Freunde 8 Ludwig los aus Rödgen G zu seinem heutigen Wiegen⸗ 98 feste ein dreifach donnern⸗ . des Hoch, daß es schallt 2 und in der Neustadt wiederhallt. N 592 Seine Freunde. 8 Sass erners arenhaus Wales WAA Elehgärten 10. Tager in Möbeln, Spiegeln, Betten, sowie aller sonstigen Gegenstände. Kommissions⸗ und Agentur ⸗Geschäft. Ankauf von Waren jeder Art. Ein fast noch neuer Einspännerwagen steht zu verkaufen bei ö 599 Heinrich Krämer I. Steinbach. Zwei Einspaͤnner⸗Wagen und ein gutes Pferd sind zu verkaufen. Auskunft erteilt Heinrich Schmidt III, 584 Rodheim a. d. B. 8 a in Rechtssachen und Ver waltungs angelegenheiten, Auskunft auch Betreibung aller an Berufsgenossenschaften zu bil⸗ denden Uufall⸗Ausprüche, Fertigung von Eingaben aller Art, Reklamationen pp. Sprechstunden: täglich von 8 bis 5 Uhr, Sonntags von 8 bis 3 Uhr Ed. Rotte. 166 Leihgesternerweg 3, bei der Aktienbrauerei. Warme Bäder Mäusburg 15. 45⁵ Empfehle prima Cervelatwurst und Mettwurst. Ciessenef Stadttheates Donnerstag, den ll. März 1897: Zum Benefiz für Clara Leno: Die Grille. Charakterbild in 5 Akten] von Charlotte Bireh- Pfeiffer. 3 88982229 600 kualtet und lebe 0 de einfach nat Tüung der Roll in fan uns einen hol sscen Könnens.“ Grünberg, Aug fund hier 5 ferbezucht⸗Vere etzogtum Hessen Faul der Inf. z. adckstalmeister vo Tugle aus Darm lu Fohlen und 16 Nesrks Grünberg ihn Mahl Pferde Auden 16 Stuten a Ii schönsten Fohler at Preis mit 50 fen de Herrn 2 allunt. An die 2 r unter dem Ve Ale Erellenz im Waderbersammlung e 90 Teilnehmer asbeterinärarzt) eicher Wesse üb fes. „Grünberg,! Shöffengerichts Ds Jahr 1892 zur dank besarden sic delonon D. von im u. uölhe auläßlich der Fat mehrere Säcke mit der ene Que mitgehen heßen, 9 0 Erwerbe nem Zeitraum Felddiebstahl b ———— 1 Nobel Wilde Ros en! Alen Mauer, die uc bargrundstüc 1 8% er einsame Laochriff einen vol 0 i siets unter den