ie Urhahn, 31 Jahre aßbinder Johann Georg die Leiche wird in dle ö 850 62 Jahre alt, d in Preußen, Die Lei erbracht. 1 Marburg, Verautw. Rechal, 1E. Ottmann, belde iu Gießen, cafe räu. 6. Pfg. er Tageszeit. — nd Liqueure. ein. Wettbewerbs. t Klarenaar. hends 8½ Uhr, . 10 asse. Für Mitgllede hofstr., 20 Pfg. der Borstand. iin M. ten 10. Möbeln. pie wie aller sonfige enslände. 5 45 Agentur, Gehe von Waren jeder Art. u Hühferhund, 8 Gähee 5.(19 1 moͤblierteß Zimmer 1. berger 34, pat. S tene 7 Ammer. sssssertes Zimt fler 8 Zounen 2915 4 4 2 — — 2 — * dachte, konnte es gar keine Entschuldigung geben Nr. 35 Gießen, Donnerstag, den 11. Februar 1897. 9 Postztg. Nr. 3239 a, Telephon⸗Nr. 112. Ausgabe Gießen. e Landeszeikung. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 78 Maul⸗ und Klauenseuche. M. Gießen, 10. Februar. Es wird so viel über diese Seuche geschrieben und gesprochen, daß es fast überflüssig erscheint, noch ein Weiteres darüber zu schreiben; was aber die Hauptsache bei dieser zu sehr als Misere aufgebauschten Angelegenheit erscheint: daß es in Wirklichkeit gar nicht so schlimm damit ist und daß nur der Landwirt durch die eingeschlagenen Mittel und Wege zu sehr ge⸗ schädigt wird, das wird nicht genug in den Vordergrund gestellt. Wenn— was früher seltener vorkam als jetzt, als die Vetrinärärzte noch weit weniger äufig auf das Land gerufen wurden— die fragliche Krankheit in einem Dorfe, wo also die aper Viehzuchttreibenden zu finden sind, die Krankheit auftrat, dann halfen sich die Bauern selbst, und zwar dadurch, daß sie dem von der Krankheit befallenen Rindvieh Maul und Klauen mit Salzwasser gehörig auswuschen und aus Kienholz resp. Kienstöcke gebrannter Wagen⸗ schmiere auf die kranken Stellen brachten. Ob noch jetzt solche Wagenschmiere, da die Holzachsen verschwunden sind, ge⸗ brannt wird, bleibt fraglich, und wenn, so möchte dicker, also nicht gereinigter Terpentin, dieselbe Wirkung äußern.“) Von Stall⸗ oder gar Grenzsperre war keine Rede und so nahm in allen Fällen diese jetzt so viel erwähnte Krankheit einen ziemlich raschen Verlauf, ohne daß das erkrankte Vieh dadurch verendete. Ebenso war es auch mit der Schafräude. Man hielt, wenigstens in Oberhessen, nur soge— nanntes Schmervieh, d. h. solches, welches von guten, gewissenhaften Schafhirten mit„Goß“— eine Tinktur, welche, so viel bekannt, sich die Schäfer aus Schnupftabaksfabriken verschafften an„grindigen“(räudigen) Stellen — behandelt wurden, und so hatte der bei solcher Behandlung nicht weiter um sich greifende„Grind“ gar keine nachteilige Be⸗ deutung für die Wollgewinnung. Chemische Waschungen helfen bei der Schaf— räude nur vorübergehend und sind oft, wenn zu viel Chemikalien zugesetzt werden, schädlich für die Gesundheit des Viehes. Sollte behördlicherseits nicht endlich wieder zu den alten Maßregeln gegriffen werden, das wäre sehr zu wünschen zum Wohle der armen vielgeplagten Bauern. ) Nach Virchows Aussage ist bis jetzt noch kein Bazillus bei Maul⸗ und Klauenseuche entdeckt worden. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 10. Februar. Der dienstälteste aktive Volksschullehrer im Großherzogtum Hessen ist Herr Lehrer Magnus in Rupperts —.——.ñ¼ æͤ—ü— m—tꝛ—... Ihre erste Liebe. Novelle von E. von Bischdorf. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Die schweren Wolken waren inzwischen herauf⸗ elommen, ein Unheil verkündender Wind fegte ber die Felder, die ersten Tropfen fielen vom Himmel. Regine strebte mit dem Knaben an der Hand eilig dem Hause zu. Sie fühlte sich bedrückt, zerschlagen. Wie sollte sie es wagen, nach diesem Tage ihrem Gatten je wieder offen in das Antlitz zu schauen? Für ihn, der immer an seine Lieblinge für ihre Nachlässigkeit, ihm mußte sie doppelt un⸗ begreiflich sein. Gewiß zürnte er ihr bitter. Aber nun wandte er sich nach ihr um und klopfte ihr freundlich auf die Schulter. Wie viel mehr sagte ihr doch diese einfache Liebkosung als alle Worte! Kaum war man glücklich unter Dach gelangt, als ein Gewitter mit voller Heftigkeit losbrach. In der Kinderstube tranken die Kleinen ihre Abend⸗ milch, welche Christinchen ihnen brachte. Regine stand am Fenster und folgte den zuckenden Blitzen müde mit den Augen. Bei einem besonders hef— tigen Donnerschlage setzte Hans Max die erhobene Tasse erschrocken hin und klammerte sich an Christinchen: „Höre nur, wie schrecklich das donnert!“ Die Alte nickte bestätigend.„Ja, ja, Junker⸗ chen, der liebe Gottchen schilt!“ „Weil wir unartig waren?“ fragte Karin schuldbewußt. burg(Oberhessen). Derselbe ist nun nahezu 60 Jahre im Schuldienst thätig. * Gießen, 10. Febr. Der Metzgermeister Gustav Roth war vom Schöffengericht der Unterschlagung für nicht schuldig erklärt. Der Amtsanwalt verfolgte aber gegen diesen Frei⸗ spruch Berufung, und so mußte unsere Straf⸗ kammer den Fall gestern untersuchen. Sie verurteilte den Angeklagten zu 60. Geldstrafe event. 12 Tagen Gefängnis. * Gießen, 10. Febr. Das am 8. März d. J. beginnende Schwurgericht wird dem Ver⸗ nehmen nach nicht länger als sechs Sitzungstage umfassen, da nur vier oder fünf Fälle zur Ab⸗ urteilung vorliegen. * Gießen, 10. Febr. Eine nächtliche Straßen- szene beschäftigte gestern die Strafkammer. Aus der Untersuchungshaft wurde der unbestrafte 22 Jahre alte Spenglergehülfe Dörr von Reinhardshain, zuletzt in Gießen wohnhaft, vorgeführt. Er wird be⸗ schuldigt, in der Nacht vom 29. zum 30. November v. J. zwischen 2 und 3 Uhr den stud. med. Alfred Riegel mit einem Stock beinahe das Auge ausgeschlagen zu haben. Der Angeklagte stellt entschieden die That in Abrede und erklärt, bei seiner Vernehmung vor der Polizei sowohl wie vor dem Untersuchungsrichter gelogen zu haben. Er sei gegen 2 Uhr in der fraglichen Nacht mit dem Geschäftskutscher Bechtold aus einer Wirtschaft von der Neustadt her über den Marktplatz, die Schulstraße und Sonnenstraße heruntergekommen und habe Ecke Kreuzplatz und Neuenweg nach voraufgegangenem Wortwechsel ein Renkontre mit zwei Männern gehabt, wobei er mit dem Spazierstock sich gewehrt, sodaß seine Gegner Fersengeld geben mußten und den Neuenweg entlang flüchteten. Nach Beendigung dieser Affaire will er mit seinem Genossen, durch Hundegewinsel aufmerksam gemacht, seine Schritte nach der Gegend des Platzes zwischen Mäusburg und Sonnenstraße gerichtet haben, wo sie einen Menschen liegend fanden, um den ein kleines Hündchen bellend herumsprang. Sie hätten den Hilflosen, der am Kopfe geblutet, aufgerichtet und diesen dann auf seinen Wunsch in die chirurgische Klinik gebracht, unterwegs den Verletzten bittend, ihnen doch den Samariterdienst mit klingender Münze zu lohnen, was dieser auch am nächsten Morgen zu thun versprach. Von der Klinik geleiteten beide den mit Verband versehenen Menschen in seine Wohnung, in welcher der Angeklagte am nächsten Tag erschien und von dem Stubenkollegen des Studiosus Riegel(Letzterer war der Verletzte) zwei Mark ausgehändigt erhalten hat. Am Tag darauf war er wieder nach Riegels Wohnung ge⸗ gangen und verlangte eine Entschädigung für seine mit Blut befleckte Garderobe und für seinen Spazierstock, der ihm auf dem Transport verloren gegangen sei, ohne aber an diesem Tage irgend etwas zu erreichen. Studiosus Riegel, als Zeuge vernommen, erklärt, gemeinsam mit seinem Korpsbruder am betreffenden Abend gezecht zu haben, sie seien zwar beide vergnügt und animiert, aber nicht betrunken gewesen. Er habe, am Kreuzplatz ange⸗ kommen, mit zwei jungen Leuten, die nach der Mäusburg zu gestanden, ein Gespräch angefangen, weil er diese für Studenten gehalten habe. Diese hätten ihn mit Herr Kollege angeredet und schließlich geduzt, worüber er sich natürlich geärgert, er habe sich diese Anrede verbeten, worauf ihm einer der beiden Burschen einen Schlag ins Auge versetzte. Der Zeuge erinnert sich auf das be⸗ stimmteste, daß er darauf mit seinem Stock einen kräftigen Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Espaltige Petitzeile. D E Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Hieb von unten nach oben geführt habe, der seinen Gegner entweder an der Schulter oder am Kopfe getroffen haben müsse. Der Zeuge will noch wahrgenommen haben, daß seine Gegner nach der Gegend des Marktes zu auskniffen, dann habe ihn der Schmerz übermannt, er habe sich langsam zur Erde gelegt und momentan die Besinnung verloren. Die weiteren Erlebnisse der Nacht schildert der Zeuge mit dem Angeklagten übereinstimmend. Er erklärt auf Befragen, daß ihm bei dem Transport zur Klinik nicht der leiseste Verdacht beigekommen sei, daß die barm⸗ herzigen Brüder, die ihn geleiteten, etwa die beiden Menschen seien, mit denen er das Renkontre gehabt habe. Der Zeuge giebt weiter an, daß er weder bei der Kon⸗ frontierung mit dem Angeklagten vor dem Untersuchungs⸗ richter noch heute behaupten könne, daß er den Angeklagten als seinen Gegner in der fraglichen Nacht wieder erkenne. Als derselbe aber das zweitemal mit seinem Korpsbruder um Entschädigung wegen der Blutflecke in seiner Garderobe verhandelte und dieser sich nicht zur Ordnung der Sache bereit finden ließ, da habe der Angeklagte einen imper⸗ tinenten Ton angeschlagen, und dieser sei derselbe gewesen, den der Schläger in der zbetreffenden Nacht beliebt habe. Durch die Uebereinstimmung der Stimme ist bei dem Zeugen die Meinung entstanden, Dörr sei mit der Person, die den Hieb nach seinem Auge geführt habe, identisch. Dieser Glaube sei bei ihm, dem Zeugen, zur Gewißheit geworden, als der Angeklagte beim Verhandeln wegen der Entschädigung für die angeblich blutig gewordenen Kleider sich ohne jede Veranlassung verwahrt hat, als ob er etwa die rohe That begangen habe. Der Kommilitone des Vorzeugen wußte zur Sache nichts auszusagen. Er war während der Entwickelung der Affaire ruhig seines Weges weitergegangen und hat beim Umschauen etwa hundert Schritte von dem Thatort entfernt zwei Menschen hinter sich drein kommen sehen, welche sich ziemlich laut unter⸗ hielten. Der Kutscher Wilhelm Bechtold macht als Zeuge einen unsicheren Eindruck und wird unvereidet vernommen. Prof. Dr. Voßius, als Sachverständiger vernommen, erklärt, daß der junge Riegel infolge der Verletzung des Auges dasselbe nie mehr wieder ordentlich gebrauchen könne. Es sei als ein besonders glücklicher Umstand zu bezeichnen, daß das Auge überhaupt erhalten sei. Weiter bekundet Prof. Voßius, daß der Angeklagte am Tag nach dem Vorfall mit blutunterlaufenem Auge in der Klinik gewesen sei und angegeben habe, der Studiosus Riegel habe ihm bei dem Transport ins Auge gegriffen, man möge dasselbe ein Mal untersuchen. Ein Verband anzulegen, sei nicht nötig gewesen. Staatsanwalt Koch hält den Angeklagten nach der stattgehabten Beweisauf⸗ nahme überführt der Körperverletzung nach§ 223, 223 a des R.⸗Str.⸗G. dessen That sei äußerst gemeingefährlich und roh und verdiene eine exemplarische Ahndung, obschon der Angeklagte noch unbestraft sei. Er bittet den Gerichtshof auf 2 Jahr Gefängnis zu erkennen. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Grünewald, ist mit dem Staatsanwalt einig, daß, wenn der Angeklagte der fragliche Thäter sei, die beantragte Strafe eine wohlverdiente wäre. Gewiß sei sein Klient dringend verdächtig, die hier in Rede stehende That begangen zu haben, es rechtfertige sich da⸗ her die erhobene Anklage, aber ein Unrecht wäre es, seinen Klienten auf die hier vorgeführten Beweise hin schuldig zu sprechen. Ebenso verdächtig, die That be⸗ gangen zu haben, sei der Zeuge Bechthold. Mindestens aber sei er der Mitthäterschaft schuldig. Der Studiosus Riegel könne nicht sagen, daß Dörr ihm den Schlag ver⸗ setzt, er will ihn zwar an der Stimme, am Ton derselbeu erkannt haben und glaubt nun, Dörr sei identisch mit Regine wußte es besser. Mochte des Himmels Grollen nicht mit mehr Recht der pflichtvergessenen Mutter gelten? 0. * Er vermochte es nicht, ihr Vorwürfe zu machen, als er ihre Angst und Reue sah. Aber er faßte doch den festen Entschluß, seine Kinder künftig unter eine zuverlässigere Oberaufsicht, als die der Mutter, zu stellen. „Hans Max ist nun bald schulpflichtig“, sagte Felix bald nach jenem Vorfalle zu seiner Frau, „wie wäre es, wenn wir jetzt schon eine Gouver— nante in das Haus nehmen würden, die sich mit den Kindern beschäftigen könnte, da Dir Deine Zeit dazu ja doch zu kostbar ist?“ Es klang doch etwas Bitterkeit aus den letzten Worten. Regine hätte ihm gerne entgegnet, daß jener Tag ihr zur Lehre gedient habe; daß die Mutter gewöhnlich die ersten Anfangsgründe im Schreiben und Buchstabieren zu lehren pflege und daß sie mit Freuden dieses Amt übernehmen würde, — aber ein falscher Stolz hielt sie zurück. Die Erzieherin kam, und Regine machte es sich zur Pflicht, den Unterrichtsstunden beizuwohnen. Sie war angenehm überrascht, in ihr ein vielseitig gebildetes, begabtes Mädchen zu entdecken, das bald ein lieber Verkehr für sie wurde. Nach langer Entbehrung genoß sie wieder die Freude anregenden Gedankenaustausches. Am Abende wurden die Klassiker herausgesucht und mit frischer, beider— seitiger Begeisterung gelesen. Selbst Felix ließ dabei oft seine Zeitung fallen und hörte den Damen aufmerksam zu, ohne daß Regine es beachtete. einem von Jenen, mit denen er das nächtliche Renkontre gehabt. Wer will hier sagen, daß ein Irrtum ausge⸗ schlossen, daß es nicht mehr Menschen giebt, die den gleichen impertinenten Ton anschlagen. Wenn der Angeklagte wirklich der Thäter wäre, so hätte er sein Opfer liegen lassen, sich nicht darum gekümmert, wie es derselbe ge⸗ than. Sein Klient sei noch nie mit dem Strafgesetz in Konflikt geraten und wenu er der Schuldige wäre und so gehandelt hätte, wie er es nach der That gethan, so könne es nur geschehen sein, um den Verdacht der Thäterschaft von sich abzulenken und so raffiniert handle nur ein ge⸗ werbsmäßiger Verbrecher, aber niemals ein Neuling in solchen Sachen. Der Verteidiger beantragte schließlich kostenlose Freisprechung des Angeklagten, worauf das Gericht auch erkannte. * Gießen, 6. Febr. Der Krieg erverein hielt gestern in der Bavaria,(Café Feidel) seine sehr gut besuchte Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Postsekretär i. P. Mayer, leitete die Versammlung durch eine Ansprache ein, indem er auf das 25jährige Geburtsfest der Krieger⸗ kameradschaft Hassia und deren Verdienste 1055 wies. Die Vorstandswahl hatte folgendes Re⸗ sultat: Postsekretär Mayer 1. Vorsitzender, Dr. Molly 2. Vorsitzender, Dort Kassierer; Beisitzer: Heß, Möbus, Ochs, Bommersheim, Förtsch, Geißel, Klingelhöfer, Nickel, Schäfer, Grüneberg, Stuhl, Pistor, Merkel, Dicoré. * Gießen, 10. Februar. Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprechein⸗ richtung in Gießen erforderlichen Vorberei⸗ tungsarbeiten rechtzeitig in Angriff genommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen oder Geschäftsräume im Laufe dieses Jahres mit der vorbezeichneten Stadtfernsprecheinrichtung verbinden lassen wollen, laut einer Bekanntmachung der Ober⸗Postdirektion Darmstadt ersucht, ihre Anmeldungen recht bald, spätestens bis zum 1. März d. J. an das kaiserliche Postamt in Gießen ein⸗ zusenden. Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für den ersten Bauabschnitt des laufenden Jahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse gelangen erst im nächsten Bauabschnitt zur Ausführung. A. Lollar, 10. Febr. Gestern Vormittag beschäftigee sich ein junger Schreiner von hier mit Spatzenschießen. Bei diesem Vergnügen verletzte sich der junge Mann derart am Munde, daß er sofort in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. * Grünberg, 10. Febr. Die Bürgermeisterei macht bekannt, daß alle diejenigen Geländebesitzer hiesiger Stadt, auch die kleineren, welche gesonnen sind, Schafe zu halten und dieses Frühjahr zur Herde treiben wollen, dieses auf der Bürger⸗ meisterei bis längstens zum 13. ds. Mts. unter Angabe der Stückzahl anzumelden haben, da spätere Anmeldungen keine Berücksichtigung finden. * Nidda, 9. Februar. Ein merkwürdiges Beispiel von Gewöhnung von Wild an Menschen bieten zwei Rehe auf dem in —....——..—. k.... Bald nachdem das Haus sich um diese neue Bewohnerin bereichert hatte, sollte es eine andere dafür hergeben. Christinchen ward von Woche zu Woche müder und schwächer. Noch that sie ihre Arbeit, ging auch allsonntäglich in die Kirche und nahm dort ihren alten Platz ein neben den„Hono— ratioren“ des Städtchens, wie sie es nannte. Aber sie selbst sprach über die Veränderung, die mit ihr vorging. „Ich weiß nicht, was das mit mir ist“, meinte sie still lächelnd.„Es ist mir so, als wollte es nun Abend werden; als ständ' ich auf einem Berge und sähe wohl alles noch, was mich sonst gefreut und geärgert hat, aber tief unter mir, als ginge mir das alles nichts mehr an und könnt' mir nicht mehr stören in meiner Friedlichkeit— in mir ist's immer so still, wie Feiertag's!“ Bald brach der große Sonntag wirklich für sie an. Er kam wohlverdient nach einem Werktag⸗ leben voll pflichtgetreuer Arbeit und küßte die Stirne der Alten mit verklärendem Schimmer. Es schien, als wäre der gute Geist des Hauses mit ihr zu Grabe getragen worden. Sie alle hatten am Sarge der treuen Dienerin geweint, Felix, Regine, die Kinder. Aber wie groß die Lücke war, die ihr Tod gerissen, das begriffen sie doch erst allmählich. Niemand schien mehr zu wissen, was er zu thun habe. Es fehlte eben die rechte Leitung. Regine suchte so schnell als möglich eine neue Wirtschafterin zu gewinnen, und es gelang ihr auch, ein wahres Prachtexemplar aufzutreiben, dessen Leistungen nach den Reden alles bisher Dagewesene überstiegen. Mit der Zeit mußte sich freilich selbst Regine überzeugen, daß hinter den großen Worten wenig steckte. Mamsell trug die neusten Moden und las Schauerromane aus der Leihbibliothek; der⸗ weilen trieben die Mägde allerhand Kurzweil, und es war erstaunlich zu sehen, wie schnell das wohl⸗ geordnete, festgefügte Getriebe des Haushaltes zerfiel. Regine schickte sich endlich an, selbst nach dem Rechten zu sehen. Aber beschämt gestand sie sich, das wenige vergessen zu haben, das sie unter Christinchens Leitung in der ersten Zeit ihrer Ehe gelernt; langsam zog sie sich wieder zurück trotz ihres Mannes Bitten und ernsten Vorstellungen, um sich vor den Leuten keine Blößen zu geben durch ihre Unkenntnis, und ließ die Dinge gehen, wie sie wollten. staum ein Jahr war nach Christinchens Tode vergangen; einen besseren Ersatz für sie hatte man nicht gefunden, und kein Fremder hätte mehr auch nur noch einen schwachen Schimmer der ehemaligen Musterwirtschaft in Hellingsthal entdeckt. Da sagte sich Reginens Schwiegermutter zu kurzem Besuche an; sie war seit der Taufe des Jungen nicht dort gewesen, und Regine erschrak heimlich. Was würde die alte Frau sagen, wenn sie einen Einblick in die verwilderten Zustände in Küche und Keller that? Aber es blieb ihr gerade nur so viel Zeit, ein Fremdenstübchen zu rüsten. (Fortsetzung folgt). unserer Nähe gelegenen Hof Schleifeld. Dem Pächter dieses Gutes, Herrn Schuch, wurde im vorigen Jahr; aus seinem Jagdbezirk von einem Hirten ein etwa drei Tage altes junges Reh, das derselbe nahezu verschmachtet aufgefunden hatte, überbracht. Da zu befürchten war, daß das Tierchen, wenn wieder in den Wald gebracht, von Raubzeug aufgefressen werde, so unterzogen sich die Kinder des Herrn Schuch der Mühe, es mit Milch aufzuziehen. Die Sache gelang. Ebenso erging es mit einem zweiten Reh, das Herr Schuch selbst auffand und das schon am Verenden war, denn der Kopf war schon mit Maden bedeckt. Durch die Pflege wurden die Tierchen so zutraulich, daß sie im Hof und Haus frei umherliefen. Besonders das eine der Tier⸗ chen folgte dem Töchterchen des Hauses überall nach. Morgens, sobald die Hausthür geöffnet wurde, lief es in das Schlafzimmer der Kinder und sprang auf das Bett seiner kleinen Pflegerin. Als das Kind einmal einige Tage krank lag, legte sich das Reh den ganzen Tag vor sein Bett. Nunmehr sind die Tiere ausgewachsen und in dem Garten hinter einem Drahtgitter aufgehoben, innerhalb dessen sich ein Obdach für sie befindet. Die Kinder können un ehindert zu ihnen gehen und die Tiere füttern. Wenn jedoch der Hausherr, zugleich Jagdliebhaber, nur seine Hand ihnen nahe bringt, gehen sie sofort zurück, gleich als ob sie den Jäger in ihm e * Darmstadt, 9. Februar. Die zweite Kammer wurde heute Mittag um 1 Uhr durch die ernannte Einweisungskommission in Anwesenheit von 45 Abgeordneten für vorläufig konstituiert erklärt. Als Alterspräsident leitete der Abg. Möllinger die Bureauwahlen, nach⸗ dem er dem kürzlich verstorbenen langjährigen Abg. Pfannstiel einen ehrenden Nachruf gewidmet hatte. Als erster Präsident wurde Haas⸗ Offenbach, als zweiter Präsident der freisinnige Rechtsanwalt Metz⸗Gießen, beide mit großer Majorität, gewählt. Sekretär wurden die Abgeordneten Hechler und Freiherr von Broich. Donnerstag Vormittag findet die nächste Sitzung zwecks Vornahme der Ausschuß⸗ wahlen statt. Die erste Kammer wurde kurz nach 12 Uhr eröffnet. * Stockheim, 4. Febr. Dieser Tage ver⸗ unglückte im nahen Efolderbach ein Knecht, der erst kürzlich vom Militär entlassen war. Er hatte mit seinem Herrn auf dem Leustädter Hof Stroh geholt und sich, da er fahren sollte, vorn auf den geladenen Wagen gesetzt, während der Herr hinten seinen Platz hatte. Unterwegs rutschte der Knecht herunter, ohne daß sein Herr etwas gewahr wurde. Dieser sah ihn auf dem Wege liegen, ließ die Pferde halten, konnte ihm aber nicht mehr helfen, da er bereits tot war. Die Räder waren dem Unglücklichen über den Kopf gegangen. * Mainz, 9. Febr. Auf der benachbarten Amöneburg wohnt ein Schuhmachermeister, der ein flottes Schuhmachergeschäft mit Gesellen betreibt, aber von Zeit zu Zeit von einem eigen⸗ artigen Wandertrieb befallen wird. Eines Tages verschwindet er, ohne daß seine Ange⸗ hörigen vorher etwas davon erfahren; Tage, ja Wochen bleibt er dann fort, ohne daß man weiß, wo er fich befindet. Eines Tages erscheint er wieder zuhause, als ob gar nichts vorgefallen wäre und arbeitet ruhig weiter. Vor einiger Zeit nun, bei der kürzlich stattgehabten Kälte wurde der Schuhmacher wieder von der Wander⸗ lust befallen und verschwand spurlos. Nunmehr ist er wieder zurückgekehrt, aber in einem solchen Zustande, daß er unter ärztlicher Pflege sich befindet, da ihm Hände und Füße erfroren sind. * Mainz, 9. Februar. In dem hiesigen Gefängnis herrscht gegenwärtig eine solche Ueberfüllung, daß Personen, die ihre Strafe zu verbüßen hatten, zurückgewiesen werden mußten, bis wieder mehr Platz vorhanden ist. Am vergangenen Samstag wurde in Kastel der Anfang mit der vom Kriegsministerium be⸗ stimmten Entfestigung gemacht, und zwar sind vorerst die großen eisernen Thore, die an den Endpunkten der Stadt die Festungswälle mit⸗ einander verbunden haben, entfernt worden. heit: Vermischtes. — Selbstmord von Mutter und Tochter. Zwei Frauen, Mutter und Tochter, haben in Wien ihre m Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Die Ursache „Ohne Dich, geliebte Mutter, hat auch das Leben für mich keinen Reiz. Ich will daher mit Dir vereint sterben.“ Ueber die Ursache des Selbstmordes der Frau Zeil, die in einfachen, aber geordneten Verhältnissen lebte, ist man nur auf Vermutungen angewiesen. — Eine indische Advokatin. In Indien praktiziert gegenwärtig eine Rechtsgelehrte, Miß Sorabyi, die in Oxford ihre rechtswissenschaftliche Ausbildung er⸗ halten hat. Frl. Sorabyi hat in Indien einträgliche Praxis erworben. Sie hat in den indischen Landen einen großen Vorteil über ihre männlichen Kollegen, da sie mit hochkastigen indischen Damen, die, außer dem Gatten und den Brüdern, nicht mit Männern reden dürfen, sich be⸗ sprechen darf. Diese Klasse Damen hat viele Rechts⸗ kämpfe. Sind die Klienten Witwen, so ist es noch schlimmer um sie bestellt, dann dürfen sie mit keinem Manne reden. Kein Wunder, daß Frl. Sor abyi sich einer guten Rechtspraxis erfreut. Letzte Nachrichten. * Launspach, 10. Februar. Man schreibt uns: Die Schneeverwehungen, die in voriger Woche nicht unbedeutende Verkehrseinschränkungen in Gefolge hatten, sind durch das Tauwetter der letzten Tage glücklicherweise wieder beseitigt. Den Fußgängern, sowohl als auch den Fuhr⸗ leuten ist nunmehr manche unangenehme Situa⸗ tion erspart. Häufig haben sich die Führer von Fuhrwerken über Streitereien mit Fußgängern zu beklagen gehabt, wenn letztere hartnäckiger⸗ weise aus der schmalen Spur nicht aus wichen und in den Schnee treten wollten. Die Frage, wem das Ausweichen am leichtesten fiele, ist da⸗ bei hauptsächlich erörtert wurden. Aus ähnlichen Umständen ist auch der Unfall herzuleiten, der kürzlich einer Zigarrenarbeiterin von hier passierte, indem dieselbe mit dem Schlitten des Gastwirts Rheinländer in Kollission geriet. Wie Augenzeugen berichten, trifft den Führer des Schlittens nicht die geringste Schuld, der „Unfall“, der übrigens nur in einer leichten Hautverletzung bestand, hätte vermieden werden können, wenn die betreffende Frau auch nur Anstalt gemacht hätte, das Vorbeifahren des Schlittens zu ermöglichen. Uebrigens hat Rh. die Frau nach geschehenem Vorfall in den Schlitten jenigen Fälle zu berichten, die irgendwie ein Interesse für die Oeffentlichkeit hatten. Wenn z. B. Jemand für das Einschlagen einer Fensterscheibe wegen Sachbeschädigung zu einer geringen Geldstrafe verurteilt wird, so dürfte das gewiß Niemand interessieren. Parteilichkeit kann uns aber schon um deswillen nicht zum Vorwurf gemacht werden, als wir aus der letzten Schöffengerichtsfitzung ebensowen ig von der geringfügigen Oktroi⸗Hinterziehung eines hiesigen Metzgermeisters Notiz nahmen, als von einem anderen Fall, in dem eine arme Frau, wahrscheinlich aus Not, ein paar Kohlen entwendet hatte. Neueste Telearamme. Hd. Berlin, 10. Febr. Das„Berl. Tagebl.“ meldet aus Kiel: Der Kul⸗ tusminister zog den Professor Lehmann Hohenberg wegen der Unterzeichnung des Aufrufs für die streik enden Hamburger Hafen ⸗ arbeiter zur Verantwortung. Hd. Berlin, 10. Febr. In mehreren öffent⸗ lichen Versammlungen der Konfektions⸗ Schneider und Näherinnen wurde gestern Abend über die Aufgaben der Arbeiter zur Wahrung ihrer Interessen bei der be⸗ ginnenden Saison beraten. Es wurden entsprechende Resolutionen angenommen, in wel⸗ chen die Versammlungen verurteilen, daß die von der Regierung versprochenen Schutzmaß⸗ regeln noch nicht erlassen sind. Hd. Berlin, 10. Febr. Die Wahl ⸗ prüfungs⸗Kommission des Ab⸗ geordneten⸗Hauses hat die Wahl des Abgeordneten von Wolslegier (Pole) für ungültig erklärt. Hd. Rom, 10. Febr. In Neapel veran- stalteten 400 Studenten in 80 Barken auf dem Meer eine Versammlung in welcher beschlossen wurde, ein Komitee zur Bekämpfung des Unterrichtsministers zu bilden. Sterbefälle. Am 8. Februar. Heinrich Damm, 52 Jahre alt, Taglöhner von Stangenrod, Kreis Gießen. Gestorben in der neuen Klinik. Am 9. Februar. August Alberts, 37 Jahre des Selbstmordes der Mutter, der 54jährigen Ingenieur s⸗ plaziert und ihr die erste Hilfe angedeihen 5 witwe Josephine Zeil, ist noch nicht ganz aufgeklärt. lassen. 0 ste H 9 ö alt, Bergmeister von Albshausen, Kreis Weßlar. Die 13 jährige Tochter Emmeline folgte dem Beispiel der——— Gestorben in der neuen Klinik. Mutter— aus Liebe zu dieser und aus Furcht, fürder Briefkasten. den Weg durch das Leben allein zu gehen. Ein von der C. St. hier. Es gehörte stets zu unseren Ge⸗ Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ Tochter hinterlassener Brief besagte in rührender Einfach⸗pflogenheiten, aus Schöffengerichtssitzungen nur über die⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide iu Gieße n r...!... Bekanntmachung. Damit die zum weiteren Ausbau der Stadtfernsprecheinrichtung in Gießen erforderlichen Vorbereitungs— arbeiten rechtzeitung in Angriff genom— meu werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen oder Geschäftsräume im Laufe dieses Jahres mit der vorbezeichneten Stadtfernsprech⸗ einrichtung verbinden lassen wollen, er— sucht, ihre Anmeldungen recht bald, bis spätestens zum 1. März d. J. an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden. Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen An⸗ meldungen kann die Herstellung der An⸗ schlüsse für den ersten Bauabschnitt des laufenden Jahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete An⸗ schlüsse gelangen erst im nächsten Bau— abschnitt zur Ausführung. Darmstadt, 4. Februar 1897. Der Kaiserliche Ober-Postdirektor, Geheime Ober⸗Postrat. Clavel. Bekanntmachung, das Beschneiden der Hecken betr Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzer die ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr⸗ und 5 wegen einfriedigenden Hecken in jedem rühjahr bis zum 1. März auf 1,25 Meter he und 0,50 Meter Breite zurssckzuschneiden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, das Zuwider⸗ handlungen auf Grund des Art. 31 des Feld- strafgesetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mark bestraft werden. Gießen, den 6. Februar 189 7. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5 Bekanntmachung. Die rllckständigen Gemeindegelder der Stadt Grünberg pro 1896/97 können bis zum 15. d. M. noch ohne Kosten bezahlt werden. Grünberg, den 6. Februar 1897. Schäfer, Stadtrechner. Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 46 Pfg. snmobllen-Veimithaung. Vermittlungen jeder Art von Käusen und Verkäufen als Wirtschaften, Wohn⸗ häusern, lleinen und größeren landwirt⸗ schaftlichen Gütern, Bauplätzen ꝛc. ꝛc. werden bestens, pünktlichst und billigst aus⸗ geführt durch Ph. Sehneider, Agent für Immobilien 1474 Marktplatz 20. Eben Dezimalwaage und eine neue HZentesimalwaage, welche 30 Zentn, wiegt, billig abzugeben. Zu erfragen in der Exped. d. Ztg. 89 120) Einsach möbliertes Zimmer billig zu verm. Selters weg 35, Kuterh., 2. St. —* Holzversteigerungen. Hohenroth(Gemeindewald.) Samstag, den 13. ds. Mts., Vormittags um 11 Uhr beginnend, Distr.: Pfaffenhub und Altebitz, 231 Fichten⸗Stämme— 123,07 Festmeter, Distr.; Rödern, 100 Fichten⸗Stämme= 23,18 Festmeter, 100 Fichten⸗Stangen 1 Classe, 60 Fichten⸗Stangen 2. Classe zur öffentlichen Versteigerung. Bei ungünstiger Witterung findet der Verkauf im hiesigen Schulhause statt Obersörsterei Lich. Montag, den 22. Februar, von vormittags 10 Uhr an: a. im Distrikt Müblwäldchen: ca. 20 rm Buchen Knüppel und ca. 2000 Buchen Wellen. b. im Distrikt Langeberg: Buchen: 7 rm Knüppel, 2 rm Stöcke, 200 Wellen; Nadelholz: 9 rm Knüppel, 166 ĩrm Stöcke, 1700 Wellen, 1030 Weichholz⸗Wellen. o. im Distrikt Häuser⸗ berg: 37 rm Nadelholz ⸗Stöcke, 30 Eichen⸗Wellen. Die Zusammenkunft ist auf dem chaussierten Weg vor dem Hofe Mühlsachsen. Dienstag, den 23. Februar, von vormittags 9½ Uhr an: a. im Distrikt Höler: Buchen: ca. 20 rm Knüppel, 2 1m Stöcke, 2540 Wellen; Eichen: 15 rm Knüppel, 4 rm Stöcke, 250 Wellen; Nadelholz: 1 rm Kullppel, 2 rm Stöcke, 480 Wellen. 303 Fichten⸗Stangen von 6—13 em Durchm. und 6—14 m Länge= 14,39 fm b. in den Distrikten Kühunter und Graudorn: Buchen: ca. 40 rm Knüppel, 14 xm Stöcke, 4000 Wellen; Eichen: 30 xm Knüppel, 10 rm Stöcke, 400 Wellen.— 70 Fichten⸗Stangen von 6—8 em Durchm. und 5—9 m Länge 2,24 fm. Die Zusammenkunft ist auf der Hauptschneise im Höler, wo sie von der Verlängerung des chaussierten Wegs von Kolnhausen her und von der Verlängerung des chausiertem Wegs von Hof⸗Albach her getroffen wird. Grünberg(Stadtwald) Donnerstag, den 11. d. Mts. kommen in Distrikt Taufe, 118 Raummeter Buchen Scheiter, 33 Raummeter Buchen Knüppel, 40 Naummeter Weichholz Knüppel, 170 Raummeter Buchen Reiser, 326 Raummeter Weichholz Reiser, 39 Naummeter Buchen⸗Stöcke. Die Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr im Holzschlag bei Ab— zählungsnummer 481. Braunfels. kopf“,„Dickeloh“ und„Reitersbach“ 16. d. Mts.: 211 Rm. Buchen⸗Derbholz, Reiser, 99 Rm. Eichen⸗Reiser, 8 Rm. Weichholz⸗Reiser, 9/ Uhr bei der Obermühle. Wohnbach(Gemeindewald.) Freitag, den 12. Februar d. J., vormittags 10 Uhr anfangend, 173 Eichen⸗Stämme von 15—63 em Durchmesser, 3—14 m Länge= 61 fm; Schnitt⸗, Bau-, Wagner⸗ und Werkholz. 3 Buchen⸗-Stämme von 46—55 em Durchmesser, 5—7 m Länge= 3,68 fm. 2 Birken⸗Stämme von 26—32 em Durchmesser, 5-10 m Länge= 1,07 fm. 9 Nadel⸗Stämme von 15—19 em Durchmesser, 11—16 m Länge= 2,80 fm. 10 Eichenderbstangen von 14 em Durchm., 5 m Länge= 0,60 fm. 80 Fichtenderb⸗ stangen, von 8—14 em Durchm., 10-14 m Länge 6,50 fm. Die Zusammenkunft ist auf der Römerstraße beim Forsthäuschen. Städt. Arbeitsnachweis, Gießen. Gartenstraße 2. Angebot der Arbeitnehmer. Nachfrage der Arbeitgeber. In den Distrikten„Pulveracker“,„Häuserberg“,„Somborn“, Jeremias des Gemeindewaldes von Vraunfels, am Dienstag, den 138 Rm. Eichen⸗Derbholz, 348 Rm. Buchen⸗ 1 Buchenstamm. Zusammenkunft um 1 Kondidor bezw. Feinbäcker, 1 tücht. Drechsler für Drechslerei m. Maschinen⸗ 1 Steindrucker, 1 Gelbgießer, betrieb bei hohem Lohn nach auswärts, 1 Barbier u. Friseur, 1 Glaser, 3 tücht. Glaser, N 2 Lackierer, 1 Bauschlosser, 1 tücht. Tapeziergehülfe für dauernde Arbeit, 2 Schuhmacher, 2 Waschfrauen, 2 tücht. Schuhmacher, 2 Hausburschen, 5 Taglöhner, 2 tücht. Bauschreiner nach auswärts, 4 Lauffrauen, 5 Pferdeknechte, 1 tücht. Pferdeknecht nach auswärts, 1 Aushilfsköchin, 1 Schlosserlehrling, 2 Lauffrauen, 1 Heizer, 1 Bäckerlebrling, 1 fein. Hausmädchen, I Portier, 1 Hausbursche, 8 Dienstmädchen, 1 Kindermädchen, 2 Schuhmacherlehrlinge, 3 Schlosserlehrlinge, 1 Schneiderin für Knaben⸗ und Mädchen- 2 Buchbinder 1 Bäcker⸗ kleider für in und außer dem Hause, 1 Setzer 1 Schmiede 7 1 Korrespondent und Buchhalter. 2 Schneider⸗ 1 Schreiner-„ 1 Glaser- 5 1 Bürstenbinderlehrl. 1 QLackierer⸗ 5 1 Steindrucker„ 1 Gelbgießer⸗ 1 Sattler⸗ N 2 Dienstmädchen nach auswärts, 12 Dienstmädchen vom Lande, 1 Stütze der Hausfrau. in Rechtssacheu, Aus⸗ kunft in Invaliditäts⸗ und Alters versicherungs⸗ Sachen, Fertigung v. Ge⸗ 0 suchen, Reklamationen, Verträgen, Testamenten, Beitreibung v. 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Ließen, 1 munehmer Renda Schotten ist auß ublaums daß 9 dienstordens Phil Worden. lt L Schi Mibilegermü an ihrem; multe kl, a