1 de a.% 8 e unt Ma d S„ „ Otoh 5 Lohr, 4 1 Vrster, Sele. 15 ee e 1 Geb. An 2. OB storb. hn 1 storbenen Wag ristine ehr . 0 ie Müller ue geb. Ettli cmeister gz; ing, rnb, Ihen Mule 5 9 caramme. f 6. Jan 2 7 ie g, orgestern 50 a en 60 f li em Wege . Attentat rc such verübt. danuar. In Un ee tender Ira des Kronenhotels 5 d einäscherte. Hierbe z e Unglücsfäle, Der ehr wurde bon einem getötet und mehrere in den Flammen un. den Rettungsarbeiten ar. Gestern Abend sischen Versammlung en vor die spanishe lebe Kuba, nieder el sprengte die Menge. nahm bier Verhaf⸗ —— 1 fälle. a Marie Christine Privatin dahier, Lud⸗ 2—— arburg, Verantw. Redal⸗ Ottmann, beide in Gießen. lühlicht!“ 1 Dr. Auer. estens die vorzüglich be⸗ r schen Gasglüͤhlicht; ines vollständigen Brenners Cvlinder 5 Mark, sowie npfe u Mk. 1,40, besle bt Erlinder à 60 Pfg., birme, Augenschoner de in Ausstattungen und 1 7 sches Gas⸗ und rwerk Gießen. e amt ieder Act ven Käufen und — . irtschaften, W u lten, laudwite ern, Bauplätzen 1. 7 nktlichst und billigst a * el, 101 r 0 ospalel liefere c iche a lee w fang f „Familie,, e dab. dale u 4 lade 3 10 n e an le it Rel G. St dahufte er ed e / Mili on 1 rettungslos zusammen. N N N N Nr. 6 Posiztg. Nr. 3239a. Telephon⸗Nr. 112. jeliiche Ausgabe Gießen. Vostztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. . —— Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Auzeigen: 10 Pfa. für die Zspaltige Petitzeile. S 2 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. —— —— Aus dem Verwaltungsbericht der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1895/96. IV. Städtische Unterrichtsanstalten. In der vom Kaufmännischen Verein gegründeten und betriebenen Kaufmännischen Fachschule mit Lehr⸗ lingsheim wurden im Sommerkurs 45 Schüler im Schön⸗ und Rechtschreiben, im Winterkurs 115(darunter 55 Fortbildungsschulpflichtige) Schüler in 3 Klassen in Buch⸗ führung, Wechsellehre, Korrespondenz und Rechnen und in 2 Klassen in Französisch und Englisch unterrichtet; das Lehrlingsheim war abends und am Sonntag Nachmittag von durchschnittlich 16 jungen Leuten besucht.— In An⸗ erkennung des Bedürfnisses und der Erfolge dieser Fach⸗ schule hat die Stadtverordneten⸗Versammlung zunächst den jährlichen städtischen Zuschuß zu derselben von 800, auf 1000& erhöht und weiterhin dem Kaufmännischen Verein zum Bau einer kaufmännischen Fachschule einen Bauplatz in der Nordanlage unter Bedingungen zur Ver⸗ fügung gestellt, welche— inzwischen erfüllt— die Schaffung eines eigenen Heims für den Verein und seine Schule in sichere Aussicht stellt. Die erweiterte Handwerkerschule(Tagschule) haben besucht: im Sommer 1895 20 Schüler gegen 32 im Winter 1895/96 88 77„ 80 die Sonntagszeichenschule im Sommer 1895: i. Vorjahr; Winter 1895/96: a. Linearzeichnen 51 41 b. Projektionslehre 26 20 c. Fachzeichnen für Bauhand⸗ FFFCCFTT 11 25 d. desgleichen für Schreiner, Schlosser ꝛc. 33 26 e. Maschinenzeichnen. 27 21 1. Ornamentzeichnen 38 30 insgesamt 196 163 Schüler gegen 195 162 im Vorjahr. In der Aliceschule für Frauen⸗Bildung und Erwerb haben an den einzelnen Lehrgegenständen bezw. Unterrichts⸗ kursen teilgenommen: 1895/96 gegen 1894/95: Weißzeugnähen 42 1 52 Sticken 24 7 21 Kleidernähen 27 5 25 Da 17 5 15 Lehrerinnenku s. 9 2 7 Kochkurs 29 38 An dem unter Leitung des Herrn Pfarrer Dr. Grein stehenden Feierabend für Lehrlinge haben im Winter 1895/96 in den Abendstunden von 6-10 Uhr im ganzen 158 Lehrlinge teilgenommen; der stärkste Besuch an einem Abend betrug 103, der schwächste 41 Lehrlinge, im Durchschnitt kamen auf einen Abend 63 Besucher.— Die Bibliothek wurde fleißig benutzt. Die Zahl der in der Kleinkinder schule auf⸗ genommenen Kinder im Alter von 2½—6 Jahren hat betragen: im Sommer 1895 „Winter 1895/96 210 Kinder 286 5 Armenpflege. Den Vorsitz in der Armendeputation führt Beigeord⸗ neter Wolff. Der Zuschuß der Stadtkasse zur Armen⸗ kasse hat 37 064, 82„ betragen, blieb somit um 6935„ 18 F unter dem Voranschlag. Die mit dem städtischen Hospital verbundene Plocksche Stiftung hatte im ganzen 11 Pfründner mit zusammen 3850 Verpflegungstagen gegen einen täglichen Pfleg⸗ geldsatz von 1, 20, im Hospital und— vom 1. Januar 1896 ab— von 1 4 90 im eigentlichen Siechenhaus untergebracht. Die Rechnung der Stiftung für 1895/96 schließt ab: in Einnahme mit 8 95 803 A4 68 in Ausgabe mit also mit einem Ueberschuß von Ne e Das verzinsliche Kapitalvermögen der Stiftung ist mit 113 510., auf seinem vorjährigen Stand verblieben. Eine wertvolle Unterstützung in der Armen- und Krankenpflege hat die städtische Verwaltung auch in diesem Jahre wiederum seitens unserer Wohlthätigkeits-Vereine erfahren. Der Allgemeine Verein für Armen⸗- und Krankenpflege hat in der Armenpflege 184 Personen in 677 Fällen mit zusammen 4532/ 27 J unterstützt. In der Krankenpflege des Vereins waren 6 Schwestern thätig, die in 577 Familien zusammen 505 Nachtwachen, 269 ganze Tagespflegen und 20 496 Pflegbesuche(d. h. Besuche bis zur Dauer eines halben Tages) leisteten. Sodann wurde mit einem Zuschuß von 300/ aus der Armenkasse 24 Kindern eine Sommer- und 8 Kindern eine Winterkur im Elisabethenhause zu Bad Nauheim gewährt. Die Krippe hat im Laufe des Jahres 34 Kinder mit zusammen 4425 Pflegetagen aufgenommen. Das Mietspatronat des Vereins in zwei eigenen, und zwei von der Stadt gemieteten Häusern hat eine weitere Ausdehnung erfahren durch den Erwerb des ehemaligen Friebelschen Hauses, Kornblumengasse Nr. 6. Die Nähabende wurden vermehrt und in 4 Abteilungen abgehalten: 2 im Schwesternhaus für Frauen, 2 im alten Rathaus, wovon 1 für Schulkinder und 1 für er⸗ wachsene Mädchen. Der Verein für Krankenpflege hat im Jahre 1895/96 8 Schwestern beschäftigt und für deren Unterhalt gesorgt. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 7. Januar. Wie aus Berlin berichtet wird, nahm der Kaiser vorgestern Abend den Vortrag des Professors Oncken aus Gießen entgegen, der sodann an der Abend— tafel teilnahm. a * Gießen, 6. Januar.(Besitzwechsel.) Der Ortsgerichtsmann Ferdinand Hoff— mann verkaufte sein am Seltersweg Nr. 33 belegenes Haus für den Preis von 65000 l. an seinen Schwiegersohn, dem Spezereiwaren— händler Ph. Herrmann. * Gießen, 7. Januar. Der Vorstaud des Kriegervereins zu Garbenteich sendet uns eine umfangreiche Berichtigung zu. Wir entnehmen derselben folgenden Satz: „Es ist nicht wahr, daß der Kriegerverein bei Einzug in sein neues Lokal sich mit Streit oder Schlägereien noch mit blutigen Köpfen befaßt hat, sondern im Verhalten wie gewöhn— lich seine Vereinsgeschäfte verrichtet hat.“ Mächte der Finsternis. Roman von Helmuth Wolfhardt. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Aus Mitleid mit den Empfindungen seiner Adoptivtochter hatte er ihr das schreckliche Ge— heimnis verschweigen wellen; aber Elisabeth wußte nur zu gut, um was es sich einzig handeln konnte, wenn er in solcher Erregung von dem Andenken einer Toten sprach. Wie dunkel und unvollständig auch immer die Hindeutung in seinen Worten ge— wesen sein mochte, sie glaubte dennoch, ihren düsteren Sinn begriffen zu haben, und damit brach auch ihre Hoffnung, daß es ihr gelingen werde, ihn zur Aufgabe seiner grausamen Forderung zu bewegen, Die Spannung und die Entschlossenheit verschwanden aus ihren Zügen, und während die heißen Thränen des bittersten Schmerzes unaufhaltsam über ihre Wangen rannen, fragte sie mit bebender, tonloser Stimme: Die Schuld seines Vaters also ist es, die wir jetzt mit dem Glück unseres Lebens bezahlen sollen?“ Rodewald wagte nicht mehr, sie anzusehen, denn der Anblick ihres Kummers schnitt ihm in's Herz. „Du haft es erraten!“ entgegnete er, finster vor sich hinstarrend.„Aber ich bitte Dich, um Deiner eigenen Ruhe willen, nicht weiter in mich zu dringen. Der Schuldige hat sich seiner Be— strafung entzogen und damit, daß wir sein Ge— dächtnis der Verachtung der Menschen preisgeben, rufen wir keinen Toten in's Leben zurück. Begreifst Du nun, daß ich den Gedanken nicht zu fassen ver— mag, dieses Mannes Sohn auch den meinigen zu nennen?“ „Ich begreife es“, kam es leise von ihren „Aber es ist so hart, so unaussprechlich Lippen. hart.“ Minuten bedrückenden Schweigens vergingen. Dann kehrte sich Rodewald mit sichtlicher An— strengung einem schweren Entschlusse folgend, der Weinenden wieder zu. „Ich habe mich für stärker gehalten,„als ich es bin“, sagte Rodewald,„Dein Herzeleid zu sehen, geht über meine Kraft, und ich habe auch wohl nicht die Befugnis, solchen Berzicht von Dir zu fordern. Ich will nicht darauf bestehen und will meine traurige Wissenschaft mit mir ins Grab nehmen, ohne jemals einem lebenden Wesen etwas davon zu verraten. Du magst an Bernhard Milows Seite glücklich werden; ich will darum nicht auf— hören, in Liebe Deiner zu gedenken, und Du wirst meine einzige Erbin sein. Eine weitere Gemein— schaft aber darf hinfort nicht mehr zwischen uns bestehen. Ich hasse Deinen Verlobten nicht, denn ich weiß wohl, daß er selber völlig unschuldig ist. Aber ich kann ihn nicht wiedersehen und kann nicht mit ihm sprechen wie mit einem Freunde, weil ich den Namen nicht zu vergessen vermag, den er trägt. Wenn hier die Gefahr einer Ueberschwemmung glücklich abgewendet ist, werde ich eine große Reise nach dem Süden antreten, und während meiner Ab wesenheit mögt Ihr dann Eure Hochzeit feiern.“ Als er geendet hatte, fühlte er plötzlich Elisabeths weiche Arme um seinen Nacken und ihre Wange an seiner Schulter. „Nein, mein Herzenspapa, nein!“ tönte ihre liebe Stimme an sein Ohr.„Ich kann niemals aufhören, Bernhard zu lieben, aber ich kann ihm auch nicht angehören um diesen Preis! Du hast Dir das Bettelkind aus dem Krankenhause geholt, damit es der Trost und die Freude Deines Alters werde; wie könnte ich jemals glücklich sein mit dem 9 Genügt dem Garbenteicher Kriegervereins⸗ vorstand der Abdruck dieses einen Satzes nicht, so sind wir gern bereit, die ganze„Berich— ligung“ abzudrucken. * Friedberg, 5. Januar. Gegenden des hiesigen Kreises grassiert die [Diphtherie gegenwärtig wieder ziemlich stark. In Södel ist eine so große Anzahl von Familien von dieser tückischen Krankheit heimgesucht, daß beide Schulen bereits seit Mitte Dezember des abgelaufenen Jahres geschlossen sind. DDarmstadt, 6. Jan. Der Landtagsab⸗ geordnete, Hofbuchhändler Arnold Berg— sträßer ist heute Nacht nach längeren Leiden gestorben. Bergsträßer war Vorsitzender des Börsenvereins deutscher Buchhändler und ein hervorragendes Mitglied der nationalliberalen Partei.(Bergsträßer vertrat früher den dritten Wahlbezirk der Provinz Starkenburg; bis zum Schlusse des letzten Landtags war er Ver— treter für Darmstadt. * Mainz, 5. Jauuar. Der mittel- rheinische Fabrikantenverein hält am 14. Januar in Mainz seine Generalversammlung ab. Die Herren Dr. Reatz-Gießen und Dr. Ludwig Fuld⸗Mainz werden über das neue bürgerliche Gesetzbuch sprechen. Nach amtlichen Erhebungen erreichte das Immobilienge— schäft im Jahre 1896 am hiesigen Platze einen Umsatz von 13314656. gegen 12547202 l. im Jahre 1895. Die Zahl der verkauften Ob— jekte betrug 246 gegen 220 im Jahre vorher. * Mainz, 6. Januar.(Protest gegen die Rettungsmedaille.) Der hier thätige Schornsteinfegergeselle Bernhardt hatte einen Mitarbeiter, Namens Schrön, der in einem Schornstein 24 Stunden aushalten mußte, aus diesem unheimlichen Gefängnis befreit. Es war schön, daß der Großherzog von Hessen dem mutigen Retter die Rettungsmedaille verlieh. Aber nun kommt das seltsame Nachspiel. In einer öffentlichen Erklärung der Schornstein— feger-Gesellschaft von Mainz wird scharfer Pro— test gegen die Verleihung der Rettungsmedaille an Bernhardt eingelegt. Wir entnehmen dem Protest folgende Ausführungen:„Als nochmals nach dem Kollegen Schrön geforscht wurde ent— deckte man denselben im Brauereischornstein. Bernhardt begab sich darauf erst nach Hause, um seine Kleider zu wechseln, und während dieser Zeit entfernten Angestellte der Brauerei den Ruß aus dem Schornstein, so daß für Bernhardt ab⸗ solut keine Gesahr vorhanden war. Eine Aner⸗ kennung hätte ebenso für die Angestellten der Brauerei, in erster Linie dem Herrn Direktor Thomas als Leiter der Rettungsarbeiten, zuge— standen. Wo bleibt da der besonders hervorge— rufene Mut und die Entschlossenheit des durch einen Orden ausgezeichneten Bernhardt?“ Wenn die Mainzer Schornsteinfegergesellschaft durch diesen„Protest“ glaubt, die heldenmütige That Bewußtsein, Dich selbstsüchtig um den Lohn Deiner hochherzigen Handlung betrogen zu haben! Ist es Dein unwiderruflicher Entschluß, Bernhard um seines Vaters willen für immer aus Deiner Nähe zu verbannen, so ist es meine Pflicht, ihm zu ent— sagen und ich muß in Deiner Liebe Trost suchen für das Glück, das ich verlor!“ Voll inniger Rührung und Zärtlichkeit schloß Rodewald das Mädchen in seine Arme; aber noch ehe er im Stande gewesen war, ihr ein Wort des Dankes für ihre edle Selbstaufopferung zu sagen, wurde die Thüre des Gemaches ohne vorheriges Klopfen aufgerissen und mit einer Rücksichtslosigkeit, die bei dem sonst ausnehmend ruhigen und be— scheidenen Manne nur durch außergewöhnliche Er— regung hervorgerufen sein konnte, stürmte Franz Burkhardt, Rodewalds Gutsinspektor, herein. Sein Anzug war durchnäßt, und seine hohen Stiefeln waren bis zu den Knieen hinauf mit Schlamm bedeckt. „Verzeihen Sie mein Eindringen, Herr Rode— wald“, rief er aus.„Aber die Gefahr ist auf das Aeußerste gestiegen. Soeben kommt die Nachricht, daß die Schleusen von Sodargen zerstört sind und die massive Brücke von Sittenheim fortgerissen wurde. Auch andere Verheerungen muß der Fluß in seinem oberen Laufe angerichtet haben, deun er bringt Balken, Bretter und entwurzelte Bäume in großer Menge wit herab. Infolge des unauf— hörlichen Anpralls sind schon große Stücke vom Deiche losgerissen, und nur ein Wunder kann den Durchbruch noch verhindern. Das Schlimmste aber ist, daß die Leute den Mut verlieren und nicht weiter arbeiten wollen. Meine Macht über sie ist zu Ende, und wenn es nicht vielleicht Ihrem Ein— fluß gelingt, sie anzufeuern, so ist Alles verloren.“ In manchen des Bernhardt verkleinern zu können, so irrt sie sehr. Warum hat kein Anderer die Rettung Schröns vollbracht?(Frkf. Ztg.) Vermischtes. — Krieg im Frieden. Schwere Ausschreitungen sind in der Neujahrsnacht in Braunschweig zwischen Husaren des 17. Regiments und Zivilisten, namentlich Schlächtergesellen, gelegentlich des Neujahrstanzes vor⸗ gekommen. Man schreibt darüber der„Tgl. Rundsch.“: Einer der Teilnehmer, ein Schlächtergeselle, geriet mit Husaren in Streit und griff ihn thätlich an. Das war kurz vor 1 Uhr früh. Sofort kam es zur Schlägerei; die Schlächtergesellen und andere Zivilisten warfen mit Biergläsern, die Husaren schnallten um und nun entwickelte sich ein regelrechter Kampf. Der Wirt und die Polizei waren machtlos, endlich wurde das Gas ausgedreht und es gelang, die Kämpfenden aus dem Saal zu drängen. Auf der Straße tobte der Lärm weiter und so heftig, daß die Nachbarschaft in große Aufregung kam. Schließ⸗ lich rückten die Berufsfeuerwehr, die Schloß wache und eine Abteilung Nachtwächter zur Unterstützung der bedrängten und teils angegriffenen Polizeibeamten heran; gegen 3 Uhr früh hatte man die Parteien auseinander gebracht und die Straßen gesäubert. Sanitätswache und Feuer⸗ wehr hatten nun vollauf mit dem Verbinden der Ver⸗ wundeten zu thun. Zwei Schwerverwundete, ein Kutscher und ein Schuhmacher, wurden ins Krankenhaus geschafft, auch von den Husaren sind einige schwer verletzt und ins Garnisonlazarett gebracht worden. Ein Unteroffizier wurde verhaftet, weil er seine Waffe gegen einen Polizeibeamten gezogen hatte. Von der Militärbehörde wurde Kasernen⸗ arrest verhängt. Im Konzerthause waren Tische, Stühle und Fenster zertrümmert. — Eine neue Hinrichtungsmethode. Die Todesstrafe durch Ersticken soll in Pennsyl⸗ vanien eingeführt werden. Eine Gesetzvorlage befür⸗ wortet, daß Todesstrafen in Zukunft nicht mehr auf elektrischem Wege oder durch den Strick, sondern durch Ersticken mittels gewisser Gase vollzogen werden sollen. Ein aus zahlreichen Aerzten und anderen einflußreichen Personen des Staates gebildeter Ausschuß hat sich seit längerer Zeit mit dieser Frage beschäftigt und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß die von ihm befürwortete Hin⸗ richtungsart allen anderen vorzuziehen sei. Würde die Vorlage angenommen, so würden fortan die zum Tode verurteilten Verbrecher in besonderen Zellen untergebracht, die durch eine geräuschlos sich senkende Decke luftdicht gemacht werden können. Dies geschieht, während der Verbrecher schläft. Zugleich entströmt einer in der Zelle mündenden Röhre das tödliche Gas, unter dessen Ein⸗ wirkung der Hinzurichtende in wenigen Minuten in die Ewigkeit hinüberschlummert. Der an der Spitze des Ausschusses stehende Gerichtsarzt giebt an, daß der Ausschuß 15 völlig geruchlose Gase kenne, die zu dem Zweck verwendet werden könnten.— Auch ein Kultur⸗ fortschritt. — Sie werden nicht alle! Eine begüterte Witwe in Paris, welche sich dem Spiritismus ergab, wurde von einer angeblichen Freundin und einem Medium in merkwürdiger Weise ausgebeutete Das Medium erklärte nämlich, daß die Witwe in einer„früheren Existenz“ die Königin Elisabeth von England und daß ihre Freundin Marie Stuart gewesen sei. Das Schicksal — Vor der furchtbaren Gefahr, welche der Allge meinheit drohte, mußte alles persönliche Leid ver— stummen. Hier galt kein Zaudern und kein Be— denken, denn der Schaden, den der Dammbruch an— richten mußte, war in der That ein unberechen— barer. „Ich folge Ihnen auf der Stelle, Burkhardt“, sagte Rodewald, indem er sich sanft aus Elisabeths Umarmung befreite.„Lassen Sie einige Körbe mit Wein und Lebensmitteln auf den Deich hinauf— schaffen und sorgen Sie dafür, daß womöglich noch mehr Mannschaften aus der Umgegend aufgetrieben werden.“ Als der Inspektor dann das Gemach verlassen hatte, um die erhaltenen Befehle auszuteilen, wandte er sich Abschied nehmend an Elisabeth: a „Ich bitte Dich dringend, liebes Kind, das Haus in keinem Falle zu verlassen, denn felbst wenn das Aeußerste eintritt, was der Allmächtige ver— hüten möge— wenn wir den Durchbruch des Wassers durch den Damm nicht verhindern können, so ist das Herrenhaus von Sandhofen wegen seiner erhöbten Lage doch noch für lange Zeit außer aller Gefahr. Ich weiß nicht, wann ich selbst zurück— kehren kann; aber Du sollst Dir meinetwegen keine Sorge machen, denn ich werde mich nicht ohne Not dem Verderben aussetzen. Kommen aus der Nieder ung Flüchtlinge herauf, die sich und ihre Habe hier oben bergen wollen, so nimm sie freundlich auf— In der Stunde der höchsten Not müssen alle klein. lichen und engherzigen Bedenken verstummen.“ Zum letz'en Male küßte er Elisabeth auf den Mund; dann hüllte er sich wieder in seinen durch— näßten Mantel und eilte trotz seiger weißen Haare unerschrocken hinaus in die nacptliche Finsternis und in den schauerlich heulenden Sturm. (Fortjsetzung folgte) 1 1 führte beide Frauen jetzt wieder zusammen, damit Elisabeth die von ihr befohlene Hinrichtung der Marie Stuart wieder gut machen könne. Auf dieses Orakel hin zögerte die Witwe nicht, ihrer jüngeren Freundin alles zu Ge⸗ fallen zu thun und ihr bedeutende Summen Geldes vor⸗ zustrecken. Damit nicht zufrieden, warf sich die„reiu⸗ karnierte“ Marie Stuart zum Medium auf und erklärte, daß der Neffe ihrer Freundin niemand anders sei, als Bothwell, der zweite Gatte der Marie Stuart, und daß daher Elisabeth ihre Verbindung nicht verhindern dürfe. Die Witwe fuhr fort, die Sünden der Königin von England zu büßen, und gab dem jungen Paare Geld zu einem Ausflug nach der schottischen Heimat. Erst in ihrer Abwesenheit fing sie zu zweifeln an und befragte ein drittes Medium, das ihr den guten Rat gab, sofort den Polizeikommissar in Bewegung zu setzen. Sie be⸗ folgte den Rat und erfuhr alsbald, daß die„rein⸗ karnierte“ Marie Stuart eine bekannte Hochstablerin sei. Vom Spiritismus dürfte die Dame für immer geheilt sein. — Der Roman des Zigeuners. Aus Buda⸗ pest wird berichtet: Die Prinzessin Caraman⸗Chimay scheint unermüdlich und unerschöpflich in ihren Mitteilungen an die Berichterstatter der hiesigen Journale zu sein. Ueber ihre Vermögens verhältnisse erzählte sie:„Als ich heiratete, betrug mein Vermögen 8 Millionen Franks. 1½ Mill. kostete der Ausbau des Schlosses Chimay, eine halbe Million machte ich meinem Manne an unserem Hochzeits⸗ tage zum Geschenk, außerdem kostete er mich noch viel, sehr viel Geld. Ich hatte blindes Vertrauen zu ihm und unterschrieb während meiner sechsjährigen Ehe dem Prinzen eine große Menge Checks, ohne erst nachzusehen, wie viel ich unterschrieb, um ihn nicht zu beleidigen. So wurde mein Vermögen stark reduziert, und ich ver⸗ füge nur mehr über eine jährliche Rente von 155,000 Franks. Hievon habe ich meinen Gatten 75 000 Franks jährlich notariell verschrieben und muß also jetzt mit 80 000 Franks jährlich mein Auslangen finden, und daß ist— Sie werden mir wohl Recht geben— herzlich schwer.“ Das Vermögen, fuhr die Prinzessin fort, werde von einem Onkel in Amerika verwaltet; würde es in einer belgischen Bank deponiert sein, so hätte sie heute keinen Sous mehr, weil nach belgischem Gesetze das Vermögen ihrem Mann gehören würde, ebenso wie das Gesetz die Kinder dem Gatten zuschrieben habe. Im Verlaufe des Gesprächs entblößte die Prinzessin ihren Oberarm, um den Besucher etwas Interessantes zu zeigen. Er sah eine um den Oberarm sich windende Schlange eintätowirt. „Ein Symbol meiner ewigen Liebe ohne Ende zu meinem Jancsi“, sagte die Prinzessin. Oberhalb der Schlange ist der Name„Jancsi“, darüber ein„C“ und noch höher die Herzogskrone derer von Caraman-Chimay tätowirt. „Mein Mann amüsiert sich übrigens sehr gut,“ erzählte die Prinzessin weiter.„Am 19. Dezember eines jeden Jahres, nach den Herbstjagden, findet bei uns im Schlosse ein großes Fest statt, zu welchem mitunter tausend Per⸗ sonen geladen sind. Mein Gatte hat dieses Fest auch heuer abgehalten, und wissen Sie, wer diesmal an meiuer Stelle die Honneurs machte? Meine Mutter! Sie staunen, und doch ist dem so. O, meine Mutter ist eine komische Frau.“ — Scheintst. Ju Warschau war am 24. Dez. die Gräfin Helene Potocka plötzlich verstorben und wurde in der Familiengruft beigesetzt. Eine Woche nach dem Begräbnis, am 31. Dezember, wurde von Angehörigen der Familie die Behauptung aufgestellt, Gräfin Helene sei uicht verschieden, sondern in einen lethargischen Zustand verfallen. Die Leiche wurde daraufhin am Neujahrstage exhumiert und zur Beobachtung in die Privatwohnung überführt. Obwohl seit dem Leichenbegängnis sieben Tage verstrichen waren, konnte man bei der Exhumierung an der Leiche keinerlei Verwesungsspuren wahrnehmen. Nach einer späteren Meldung aber ist dennoch Gräfin Helene Potocka tot gewesen, als die Beisetzung erfolgte. Die Warschauer Aerzte haben nach eingehender Unter⸗ suchung der exhumierten Leiche der Gräfin erklärt, daß der Tod wirklich eingetreten ist und daß die Vermutung, die Gräfin sei in einen Zustand der Lethargie verfallen und als Scheintote beerdigt worden, den Thatsachen keineswegs entspreche. Die Leiche wurde infolgedessen neuerdings bestattet. — Ein Geschenk für deu Zaren. Das Ge⸗ schenk des Präsidenten Faure an den Kaiser von Rußland, ein künstlerisch schönes Album, wird binnen kurzer Zeit fertiggestellt sein. Der Deckel des Albums, deren vorderer mit dem aus emailliertem Golde gearbeiteten Reichsadler geschmückt ist, sind von gepreßtem Leder, die Ecken werden von Adlerköpfen gebildet, das Fermoir stellt den heiligen Georg dar. Den Inhalt des Albums bilden die Gedichte, mit denen das Kaiserpaar während seines Pariser Aufent⸗ halts begrüßt wurde, und die Reproduktionen all der Kunstwerke, die zur Verherrlichung der hohen Gäste in Paris entstanden. Die Gedichte sind Autographen der Autoren oder der vortragenden Künstler, die Zeichnungen sämmtlich von der Hand der Schöpfer der reproduzierten Originalwerke. Monnet⸗Sully, und die Schauspielerinnen Reichenberg, Baretta⸗Worms und Barthé haben einige Verse des„Grußes“ der Künstler der„Comedie Frangaise“ eingetragen und ihren Namen unterzeichnet, die übrigen Künstler haben ihren Namen den Aquarellen Clairius, Herves und Jean Beroths hinzugefügt mit denen die Dichtungen illustriert und die Musikstücke ein⸗ gerahmt sind. Unter den Aquarellen zeichnen sich beson⸗ ders die Jambons durch ihre Feinheit aus. Die Seite, welche für die von Laliqué ausgeführten Porträts von Sarah Bernhardt und der Rejane bestimmt sind, zeigt das Autograph der Sarah Bernhardt„Dieu sait“. — Ein geschwänzter Volksstamm. Paul d'Enjoh, welcher im Jahre 1890 in Kambodja(Hinter⸗ indien) eine Reise unternahm, veröffentlichte in diesem Jahre in der Pariser Zeitschrift„L' Anthropologie“ einen sehr bemerkenswerten Aufsatz über den dort ansässigen alten Volksstamm der Moi. Ueber diesen besitzen wir vorläufig überaus wenig zuverlässige Berichte, weil die Moi in dichten Wäldern leben, sich dort die Wildheit und die Scheu eines echten Waldbewohners bewahrt haben und von den Forschungsreisenden daher nur selten über— haupt gesehen werden. D'Enjoy hatte das Glück, eines Mot habhaft zu werden, dieser wurde überrascht, als er beim Honigsuchen auf einem Baume saß. Als er die Annäherung von Menschen gewahrte, kletterte er eilends vom Baume herunter, indem er ganz wie ein Affe die Fläche der Füße gegen einen Baumstamm stemmte und mit den Händen nach den Zweigen griff. D'Enjoh und seine Begleiter hielten das Wesen denn auch zunächst für einen Affen. Als es den Boden erreicht hatte und schnell von den Ankömmlingen umringt wurde, bemerkten diese, daß der Mensch mit dem sie es zu thun hatten, einen schwanzartigen Anhang am Körper besaß. Die Annamiten, welche sich in der Begleitung von d'Enjoy befanden, sagten, als sie den Schwanz erblickten, es ist ein Affe. Aber der Affe fing an zu sprechen und zeigte seinen Feinden den ganzen Stolz des Wilden. Eine andere auffallende Eigen⸗ tümlichkeit des Gefangenen waren die sehr hervortretenden Fersen, welche in der That an Hahnensporen erinnerten. Leider war es diesem Individuum, dessen Fang für die Wissenschaft einen großen Wert besaß, durch seine geradezu au einen Mongolen erinnernde Verschlagenheit möglich, durch Flucht davon zu kommen. Es hatte vorher de' Enjoy erzählt, daß früher alle seine Stammesgenossen einen sehr entwickelten Schwanz besässen hätten, durch die Vermischung mit den benachbarten Völkern, aber wäre der Stamm entartet und dadurch wäre auch dieses mit Stolz getragene Abzeichen vielfach verloren gegangen. Dr. d'Enjoy hält, obgleich er der Erzählung des gefangenen Moi kein unbedingtes Vertrauen schenkt, seinen Fund doch für wichtig genug, um daran die Frage zu knüpfen, ob man in den Moi, welche früher übrigens sicher über ganz Hinter⸗Indien verbreitet waren, den Rest einer alten llebergangsrasse zwischen dem Affen und dem Menschen zu sehen habc. Zu dieser Frage ist freilich noch wenig Grund vorhanden, mindestens genügt die Beobachtung derartiger Körper⸗Eigentümlichkeiten an einem einzigen Individuum, welches nicht einmal für eine genaue Unter⸗ suchung aufbewahrt werden konnte, keineswegs zu einer auch nur annähernd sicheren Annahme, daß hier eine der⸗ artige Zwischenrasse zwischen Affe und Mensch vorliegt. Auch andere Nachrichten genügen dazu nicht, obgleich sie immerhin interessant sind. So besitzt der Nachbarstamm der Moi in Franz, Annam Greiffüße wie die Affen, die Chinesen nennen sie daher Giao⸗Chi, das heißt Menschen mit losem großen Zeh. Die Moi, welche heute auf die Wälder zwischen dem Knie des Mekong und dem Kap St. Jaques beschränkt sind, werden auch heute noch von benachbarten höherstehenden Völkern als wilde Menschen oder gar wilde Tiere behandelt. An und für sich wäre es ja eigentlich nichts Wunderbares, wenn man ge⸗ schwänzte Menschen fände: jeder Mensch ist ja im Embryo⸗ nalzustande eine Zeit lang mit einem verhältnismäßig recht großen Schwänzchen versehen, was ja unbedingt auf Abstammung von geschwänzten Vorfahren hinweist. Andererseits sind ja auch sonst schon, selbst bei uns in Europa, rudimentäre Schwänzchen, allerdings nur als Abnormität, nachgewiesen worden. Interessant wäre es allerdings, wenn noch ganze Stämme in natura, nicht bloß— was ja sehr verbreitet!— im Geiste schweif⸗ wedeln könnten. Uebrigens braucht sich der Mensch auf den angeblich so hohen Vorzug der Schwanzlosigkeit nichts einzubilden: denn das ist nichts weniger als ein mensch⸗ licher Vorzug, teilt er ihn doch mit einer ganzen Menge anderer Tiere. — Akademischer Damen⸗Klub. Ein Klub akademisch gebildeter Damen ist in Newyork gegründet worden. Die Anregung ging von Frl. Karoline Halstedt aus. Der Klub soll aus ordentlichen Mitgliedern, nämlich Damen, die akademische Zeugnisse besitzen oder gewisse höhere Studien gemacht haben, oder gegenwärtigen oder früheren Lehrerinnen an höheren Lehranstalten, aus außer⸗ gewöhnlichen Mitgliedern, Damen und Herren, sowie aus Ehrenmitgliedern bestehen. Hauptzweck des Klubs ist, un vermögende Mädchen oder Frauen, die studieren möchten, zu unterstützen. Damit die Unterstützung nun nicht einem Almosen ähnlich sei, werden die Beiträge den Lehranstalten von der Klubleitung selbst zugesandt. Für den Anfang werden schon drei junge Damen auf diese Weise unterstützt. Der Klub will ferner die gegen⸗ seitige Aufklärung seiner Mitglieder fördern, aber auch die gesellschaftliche Seite der Einrichtung nicht vernach⸗ lässigen. Zu diesem Zweck ist in Aussicht genommen, in der Stadt Newyork ein größeres Heim zu erwerben, dessen erstes Stockwerk die Versammlungs⸗ und Speisesäle, die anderen Stockwerke die den Klubmitgliedern in erster und den Gästen in zweiter Linie bestimmten Schlafzimmer bilden werden. Während des Winters, von November bis Mai, werden täglich abwechselnd nachmittags und abends Konzertaufführungen oder Vorträge veranstaltet; abends wird Tanz den Schluß des Programms bilden, wobei, wie es in den amerikanischen„Kolleges“ für Damen schon üblich, die Männerwelt selbstredend vertreten sein wird. Die Leitung des Klubs liegt ganz in den Händen eines auf drei Jahre gewählten Vorstandes, in .—— welchem die verschiedenen in Betracht kommenden Lehr⸗ anstalten durch je zwei Mitglieder vertreten sein werden. — Die Krebsgang⸗Kur. Ein Apostel der Mechanstherapie, Dr. Ryde in Newyork, versicherte, daß das einfache Rückwärtsgehen das beste Mittel gegen ner⸗ vöse Kopfschmerzen sei. Es genügt, so meint Dr. Ryde, wenn man täglich zehn Minuten dieser Uebung obliegt und der beste Raum dazu ist ein langer schmaler Korridor, in welchem man auf⸗ und abgehen soll. Die Bewegung soll sehr langsam geschehen und man soll erst mit der Spitze, dann mit dem Absatz auftreten. Dr. Ryde hat dieses Verfahren bei vielen Patienten versucht und, wie er behauptet, immer mit unfehlbarem Erfolg.— Man kann es ja einmal probieren! Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 7. Januar. Generaloberst von Los hat vom Kaiser, nachdem dieser sein Abschiedsgesuch abgelehnt, noch einen viermonatlichen Urlaub erhalten. Bis dahin hoffen die Aerzte, den Rheumatismus, an welchem Herr von Los leidet, völlig beseitigen zu können. Hd. Berlin, 7. Jan. Bei dem. Empfang des Ministers Bosse, iquel und Thielen, sowie anderer hoher Beamten vom Kaiser, handelte es sich um die Museums⸗ Neubauten. Der Kaiser sprach wiederholt den Wunsch aus, daß diese Angelegenheit ihrer Verwirklichung bald näher gebracht werden möge. gehoben wurde, auch mit der Errichtung eines Denkmals für Kaiser Friedrich ver⸗ bunden. Jedoch sollen alle mungen über das Denkmal der Kaiserin Friedrich überlassen werden. Hd. Brüssel, 7. Jan. Die reiche Schlosse Rosoy ermordet und be⸗ raubt worden. Den Räubern sielen Wertpapiere und Bargeld in Höhe von einer halben Million Franks in die Hände. Hd. Sofia, 7. Jan. Die Mörder Stambulows haben gegen das Ur⸗ teil Berufung eingelegt. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 9. Januar 1897. Vorabend: 4.00 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 5.30 Uhr. Dieser Plan ist, wie gestern ausdrücklich hervor⸗ näheren Bestim⸗ Rentnerin Moussoi ist auf ihrem —d —:: Sterbefälle. Am 5. Januar. Hermann Zulauf, 32 Jahre alt, Schneider zu Münzenberg. Starb in der alten Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht. r Bekanntmachung. Durch Beschluß der Stadtverordneten Ver- sammlung vom 15. Juni 1879, ist zur dauern⸗ den Erinnerung an die goldene Hochzeit des Deutschen Kaiservaares, Seiner Majestät des Kaiser Wilhelm I. und Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta, von der Stadt Gießen eine Stiftung zu Gunsten solcher bedürftigen Ehe— paare errichset worden, welche hier ihr goldenes Eheiubiläum erleben. Wir fordern danach alle Diejenigen, welche im laufenden Jabre ein solches Fest zu begehen baben und Anspruch auf Zuwendung der, zu 150 Mk. bemessenen, Stiftungsgabe erheben wollen, auf, sich bei uns zu melden ban. Gießen, den 2. Januar 1897 Großh. Blülrgermeisterei Gießen. Onauth. Wieseck( emeindewald). Distrikt Heide: 49 Nadelstämme mit 24,52 km. 26 rm-Stockholz, 3016 Wellen Reisig. Hungen(Stadtwald). 143,00 fm. 180,53 fm Nadelknülppel, 38,2 Hundert Nadelwellen, 20,6 xm Nadelstöcke. N holz am ersten Tag, und das Bauholz am zweiten Tag zur Versteigerung kommt und daß sich unter dem Bauholz 97 Kiefernstämme befinden. beim Fuchsbau. Holzversteigerungen. Dienstag, den 12. Januar 1397, vormittags 10 Uhr: 167 rm Nadelscheitholz, 80 rm-Knüppelholz, Die Zusammenkunft ist an der Straße nach Daubringen. 1. Montag, den 11. Januar 1897, im Distrikt Wellhau: 308 Fichten⸗Baubolꝛ⸗Stämme(Abtrieb), von 15—31 em Durchmesser, 10—20 m Länge S 2. Dienstag, den 12. Januar 1397, im Distrikt Herborn: 48 Kiefern- Schnittbolz-Stämme(Abtrieb), von 3-50 em Durchmesser, 5—9 m Länge 33.50 fm. 330 Kiefern⸗Bauholz- Stämme(Abtrieb), von 15—28 em Durchmesser, 7-18 m Länge Zusammenkunft am ersten Tag an der Staatsstraße nach Nonnenroth, am zweiten Tag am Nordstern, jedesmal morgens 10 Uhr. Reiskirchen(Gemeindewald). istag Januar, jedesmal des morgens von 9 Uhr an, in den Distrikten Schäferschneise und Fuchs 166,24 fm Bau- und Nutzbolz, 3 xm Buchenscheiter, 5 xm Eichenknülppel, 193,4 rm Bemerkt wird, daß das Brenn- Montag, den 11. und Die Zusammenkunft ist jedesmal in der Tränke Gasthaus zum Russischen Hof. Empfehle außer prima Bier der Brauerei Essighaus, Frankfurt a. M., guten Mittagstisch, auch im Abonnement. Daselbst sind auch 2 Zimmer, möbliert oder unmöbliert, zu vermieten, sowie ein Vereinslokal abzugeben. Achtungsvoll Jos. Stahl. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. 28 Dienstag, den 12. Bekanntmachung. Auf Ersuchen Großh. Rentamts Gießen bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die Ende Dezember 1896 fälligen Grummet— gras- und Submissionsholzgelder, sowie die Handabgaben vom 4 Quartal 1896 nur noch bis zum 25. Januar 1397 obne Kosten be⸗ zahlt werden können, und daß nach Ablauf dieser Frist das Betreibungsverfahren einge- leitet werden wird. Gießen, den 6. Januar 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnautb. Angebot der Arbeitnehmer. 1 Bäcker, 1 Schneider, 5 Taglöbner, 3 Pferdeknechte, 1 Schweizer, 6 Dienstmädchen, 1 Hausbursche Städt. Arbeitsnachweis, Gießen. Gartenstraße 2. 1 Metalldreher. 1 Schlosser, 2 Schreiner, 1 Schreiner, 2 Laufmädchen, 2 Kutscher, Arbeit, 1 Lagerarbeiter, 3 Lauffrauen, 1 Köchin, 13 Lehrlinge. 9— Nachfrage der Arbeitgeber. Waschfrau für ständige 1 Schweizer, Restauration Mühleissen. BBrandgasse 3 Feine Biere. Worzügl. Mittagessen von 60 Pfg. und bö be. 1519 Warmes Frühstück. Relenh altige bendplatten. 1 Schuhmacher für Verkstatt, 8 8 5 1 N Bedarf bestens empfohlen. 2 Hausburschen, 13 Dienstmädchen Bekanntmachung. Die Benutzung des Schweinemarktplatzes zur Förderung des in der Lahn gewonnenen Eises soll für den laufenden Winter Freitag, den 8. Januar 1897, nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich verpachtet werden, Gießen, den 7 Januar 1897 Großh. Bülrgermeisterei Gießen. Gnautb. Stadl. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 54 Pfg. Kuhfleisch, pro Pfun 50 Pfg. Schweinefleisch nicht laden bein, pro Pfund 48 Pfg. Wohne jetzt Sonnenstr. 32 9900 00%%%%%%%% Deere Lager. Gasglühlieht 175 Pfg. Von heute an ist der Preis der von mir geführten Glühstrümpfchen, die auf jedes Brennersystem passen, nur 75 Pfg. frei ins Haus. Komplette Brenner, bestehend aus Brenner, Glüh— strumpf und Cylinder nur 3 Mk. 70 Pfg. Ebenso empfehle Blacker, Glocken, Schirme, Cylinder u. s. w. billigst. A. Gretscher, Neustadt 78. Habe am hiesigen Platze eine Feilenhauerei errichtet und halte mich bei eintretendem Hochachtungsvoll —— AE Heinrich Löhr, Lollar. Neue Feilen sind stets auf smmobisen-Venmitlung Verkäufen als Wirtschaften, geführt durch 2 Agent für Immobilien 1474 Marktplatz 20. 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Dee Orts! schitlich 2778 gilt nit 1. 9889 der weibli glieder mit 14 Verstorben sind glieder und ein liches weniger Die Kasse aufzuweisen: A. Ef 1. Kassenbes 2. Zinsen g. Gesamtbe 4. Ersatzltist 5. Sonstiges 468 5 von Ges validitäts sicherung 6. Aus ben pieren 1. Aerztliche 2. Arznei u. mittel J. Krankenge 4, Unterstützl flerinnen 5 Stebegeld b, Verpflgun Krankenans 7. Vorlage f. 1 5. „Jurückgezal 9. mah 7 dle t für Hwalidität Verchen 0, Sonstige A l. gapftrlanl swnag Res, e sünde Lab dafi E und hat 1 Nelträge lber die— i Außerkast ig und — Mäc Roman weise handlu Auf den dal dun 0 ud gen wide