ö ö ö ds präzis 159 J 90% Vorträgen, Jchwanen Der Vorstunn, ö5rän 6. r Tageszelt et 63-83 Pig, 9 id Liqueuer- En detall. 24 üger 1 4. Eigene Binde von grünen Mytte und weißen Drangen⸗Brab Krönze, silbem und goldene zeits⸗Kränze Malart-Boulelh Kränzen, Kreust und Kronen, 9 N er 4 ablunen, Wach 1 tu, Blittt, 05. Schleier, 1 Das a ürdig zur Vietracottafriese beitr in, und wer Iabeiten für Libenso wird Herden, dami eiten Raum zu gärtneri Hartengelände, welches Schellenbergsche Garten daß man von einer Ichmückten freien Platz an Stelvertreter machen wir auch an dies eilsbegründung w * den 7. November 1897. Gießen, Sonntag, Postztg. Nr. 3819. Telephon⸗Nr. 112. Ausgabe Gießen. ische Landeszeilung. Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. . 8 fan G scheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Das Abonnement kägt durch die Post bezogen: für die Ausgabe Gießen der Anzeigen: 10 Pfg. für die 5spaltige Petitzeile. okales und Provinzielles. Gießen, 6. Nov. Im Juli d. J. begann mit der Fundamentierung des Baues zum d, und schneller, als man erwartet tte, ist das Gebäude unter Dach gekommen. s Gailschen Verblendern errichtete Ge⸗ trägt den Charakter eines Landhauses Schau, wozu die zur Hebung der ichlich verwandten Glasursteine und agen. Die durch kräftige e Schatten gehobene goldene Inschrift, e Bestimmung des Hauses angiebt, suchtet bis zum Seltersweg herüber jedem Vor⸗ hergehenden deutlich ins Auge. Die Rohbau⸗ Abeiten werden binnen kurzem vollständig beendet den den Winter über die Schreiner- das Gebäude hergerichtet werden. das Kesselhaus so weit gefördert t gleich zu Beginn des Frühjahrs de belden Dampfkessel eingemauert werden Innen, woran sich dann die Installationsarbeiten schließen werden. Eins bleibt aber bei dem sdalzen Projekt lebhaft zu tadeln, ein Fehler, en man beim Erwerb es Grundstücks begangen al. Während nämlich der links vom Eingang es Volksbades liegende Schwansche Garten einen schen Anlagen freiläßt, Schellenberg gebliebene rechts vom Eingang ge⸗ um etwa zwei Meter tiefer als der nach dem Gebäude hin, einheitlichen Gartenanlage or dem Volksbade absehen muß. Vielleicht ist 6 möglich, diese paar Quadratmeter Gelände jon Herrn Schellenberg noch zu erwerben, um jor dem Volksbade einen in seiner ganzen Aus⸗ sehnung gleichmäßig wirkenden gärtnerisch ge⸗ legen zu können. Hausbesitzer und deren er Stelle ng des städtischen — asade re Wwarz gelche di seht sich das dem Herrn gehen ist, Gießen, 6. Nov. guf die heutige Bekanntmachu Gas- und Wasserwerks, betr.„Vork ehrungen egen das Einfrieren der Haus⸗Wasser⸗ stungen“ aufmerksam, hinzufügend, daß die Forsichtsmaßregeln gegen das Auffrieren der klosets gegen frühere Bekanntmachungen eine leine Erweiterung erfahren haben. Wenn Haus⸗ und Wasserleitungsbeschädigungen fern gehalten, Wasserverluste und Reparaturkosten für die Vassermesser vermieden werden sollen, so em⸗ chien wir allen Beteiligten die Beachtung er Vorschriften und wird es zweckmäßig sein, Heselben aufzubewahren. Gießen, 6. Nov. Die Strafkammer kerhandelte gestern unter Ausschluß der Oeffent⸗ lichkeit gegen den in den vierziger Jahren stehen⸗ gen Hrch. Jordan, gebürtig aus Bomhardts, Uletzt im Armenhaus zu Vilbel wohnhaft, wegen Ziktlichkeitsverbrechens. Aus der Ur⸗ ar zu entnehmen, daß sich der ns geständig war, an errohete Vater, der übrige alten Tochter einer eigenen 12 Jahre Argangen hatte. Die Strafe a Jahre Zuchthaus und Verlust der bürger⸗ Ihen Ehrenrechte auf gleiche Dauer.— Adam Boßhammer von Rosbach wurde lautete auf fünf wegen 1,90 resp. 230 Mk. Preis Kreuzpla Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt Derselbe hat in der Nähe bei Friedberg eine Arbeitsstätte erbrochen und daraus eine Hose und Strümpfe entwendet.— Der 49 Jahre alte Maurer Joh. Hrch. Franz II von Berg⸗ heim nimmt weinend auf der Anklagebank Platz. Er gesteht zu, daß ihn der Schnapsteufel beim Ohr hat und daß er dieserhalb mit seiner Ehe⸗ frau und seinen beiden Söhnen schon seit Jahren in Unfrieden lebe. Der Angeklagte wird be⸗ schuldigt, am 24. August d. Is. seinen Sohn Reinhardt mittels des Messers mißhandelt zu haben. Er hat demselben einen Stich am Arm, einen solchen am Schulterblatt und einen lebens⸗ gefährlichen Stich in die Brust beigebracht. Durch letzteren wurde die Lunge verletzt, sodaß der etwa 20 Jahre alte Sohn infolge hinzuge⸗ tretener Rippenfellentzündung dem Tode nahe war und selbst heute noch seine volle Arbeits⸗ fähigkeit nicht wieder erlangt hat. Der Ange⸗ klagte erklärt, er habe an dem betreffenden Abend Streit mit seiner Ehefrau gehabt; da sei sein Sohn ihm zu nahe gekommen und habe sich eingemischt. Ob er denselben gestochen, wisse er nicht, denn er sei„voll“ gewesen. Er habe gerade das Messer in der Hand gehabt, um sich Brot. abzuschneiden. Der Streit habe sich in der Küche seines Hauses abgespielt. Die als Zeugin geladene Ehefrau des Angeklagten und ebenso dessen Sohn, der Verletzte, verweigern das Zeugnis und bitten den Gerichtshof um ein mildes Urteil. Einer der Nachbarn der Familie entwirft ein trübes Bild des Zusammenlebens derselben. Reinhardt Franz hat an dem Abend, als er verletzt wurde, in der Wohnung des Nachbars Aufnahme gefunden und dort während des vier wöchentlichen Heilungsprozesses zuge⸗ bracht, ohne, daß dessen Vater sich um denselben an dem nächsten Tage nach der That(päter wurde der Angeklagte verhaftet) um den Sohn, der bewußtlos dalag, gekümmert hätte. Der Gerichtshof erkannte dem Antrage des Staats⸗ anwalts gemäß auf ein Jahr drei Monate Ge⸗ fängnis. Strafmildernd komme zwar die Ange⸗ trunkenheit des Angeklagten in Betracht, jedoch sei die That eine beispiellos rohe, daß sich hieraus die Höhe der erkannten Strafe recht⸗ fertige. Zwei Monate der erlittenen Unter⸗ suchungshaft kommen bei der Strafe in Ab⸗ rechnung. * Darmstadt, 5. Nov. Wie wir s. Z. mel⸗ deten, wurde der Zwischenfall Karlsruhe⸗ Darmstadt durch einen freundlichen Brief⸗ wechsel ausgeglichen. In Ergänzung hierzu teilt man als nicht uninteressantes Detail mit, die Kaiserin von Rußland habe die Initiative hierzu ergriffen und sich durch Vermittelung einer Dame in einem äußerst freundlich gehaltenen Brief an Baden gewendet, der von die Großherzogin von dieser durch die gleiche Vermittlerin ebenso be⸗ antwortet wurde. * Darmstadt, 5. Nov. Wie die„Darmst. Ztg.“ meldet, wird der Staatssekretär des Reichs⸗ marineamts, Tirpitz, nächsten Sonntag vom angen werden. uf Großherzog in Audienz empf erde Der Flottenmann befindet sich gegenwärtig au einer Rundreise bei den süddeutschen Höfen, um ür seine Pläne zu machen. Es ist Diebstahls im wiederholten Rückfalle, unter zu einem Stimmung fü. nur gut, daß nicht allein die Fürsten, sondern —— Nedaktion und Expedition: eine namhafte Vergrößerung der Rangierbahn⸗ 5 tz Nr. 4. lialen: Alten⸗Buseck, Daubringen, Fellingshausen, „Linden, Grünberg, Hausen, Heuchelheim, Hochelheim, Göns, Launsbach, Lauter, Leihgestern, Lollar, Mainzlar, Queckborn, Rödgen, rod, Staufenberg, Steinbach, St Fe Garbenteich, Or.-Buseck inzenbach, Kl Linden, Krofdorf, Lang⸗ Rodheim, Stangen einberg, Ulrichstein, Watzenborn, Wetzlar, Wieseck, Wißmar. ——.——..— auch der Reichstag ein sehr entscheidendes Wörtlein mitzureden hat bei den uferlosen Flottenplänen. Herr Tirpitz verreist das schöne Geld vermutlich erfolglos. Mainz, 5. Nov. Zur Bewältigung des immer stärker werdenden Lokalverkehrs beab⸗ Spit die Eisenbahndirektion Mainz an der Station Neuthor eine Güterabfertigungs⸗ stelle zu errichten, ferner wird eine wesentliche Vergrößerung der Güterhallen des Zentralbahn⸗ hofs vorgenommen werden, die um etwa 1500 Meter verlängert werden sollen. Außerdem ist höfe zu Mainz, Gustavsburg und Bischofsheim ins Auge gefaßt.— Nach einer Mitteilung der Handelskammer kann nach einer derselben von der Kaiserlichen Oberpostdirektion Darmstadt ge⸗ wordenen Nachricht die beantragte Verbesserung der Ortsbriefbestellung in Mainz— Ein⸗ richtung von sechs Bestellgängen statt jetzt fünf — in diesem Etats jahr nicht mehr erfolgen, ist indessen für das nächste Etatsjahr in Aussicht gestellt worden. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 27. Okt. Dem Gärtner Johannes Heß eine Tochter, Marie Johanna Katharine.— 29. Dem Schmied Franz Joseph Ganß eine Tochter, Wilhelmine Susanne Elisabeth. Dem Schuhmacher Karl Amand eine Tochter, Margarethe. Dem Fabrilarbeiter Heinrich Schneider III ein Sohn, Eduard Emil Ludwig Karl.— 30. Dem Ar⸗ beiter Johann Wagner IX eine Tochter, Karoline. Dem Schulverwalter Friedrich Balder eine Tochter, Else Dora Euguste Emilie.— Am 1. November. Dem Kaufmann August Zoll eine Tochter. Dem Brauer Joseph Gentner eine Tochter, Theresia. Aufgebote. Am 30. Oktober. Jakob Kohlhepp, Vizefeldwebel zu Butzbach, mit Katharine Schmidt dahier.— Am 1. Nov. Jakob Müller, Fabrikarbeiter zu Niedergirmes, mit Pauline Katharine Christine Brathuhn zu Coblenz⸗Lützel.— Am 2. Karl Martin Philipp Theodor Georg Emil Euler, Landwirt zu Gießen, mit Emilie Eckhardt zu Nidda.— 4. Johannes Christian Funk, Backsteinmacher dahier, mit Margarethe Bechtold hierselbst.— 5. Johannes Wilhelm, Zahlmeister⸗Aspirant dahier, mit Katharine Elisabethe Seibert zu Homberg a. d. O. Eheschließzungen. Am 30. Oktober. Karl Christian Heinrich Hermann Ockel, Buchhalter dahier, mit Auguste Ernestine Helene Karoline Sauer vom Wächtersbach.— Am 3. November. Jakob Klein, Metzger dahier, mit Louise Dreher von Battenberg. Sterbefälle. Am 30. Okt. Karl Heinrich Langsdorf, drei Monate alt, am 31. Wilhelm Christian Langsdorf, drei Monate alt, Zwillingskinder des Friseurs Adolf Langsdorf dahier. — 30. Karl Johann Heinrich Gimbel, ein Monat alt, Sohn des Schuhmachermeisters Jakob Gimbel dahier.— 31. Helene Wagner, geb. Höchst, 73 Jahre alt, Witwe des Wagnermeisters Jakob Wagner zu Londorf.— Am 2. Nov. Emilie Anna Otto, geb. König, 43 Jahre alt, Ehefrau des Schlossers Albert Franz Otto dahier.— 5. Katharine Elisabethe Weller, 63 Jahre alt, ohne Ge⸗ schäft dahier. Vermischtes. — Die Sekte der fonderbaren Leute. Aus London wird der„Frkf. Ztg.“ berichtet: Die „Sekte der sonderbaren Leute“, eine wie schon der Name sagt, der sonderbarsten englischen Sekten, hat hier kürzlich wieder mehrfach von sich reden gemacht. In der vorigen Woche standen zwei Anhänger dieser Sekte hier vor Gericht, well sie ihre Kinder hatten sterben lassen, ohne ärztliche Hilfe heranzuziehen, und jetzt ist Herr David Tansley, der Oberälteste einer der Untersekten, in welche die„Sekte der sonderbaren Leute“ gespalten ist, ge⸗ storben. Die Sekte entstand um Jahr 1840 in Essex, ihre Anhänger zogen aber bald zum Teil nach London und errichteten hier Gebetshäuser. Ein wesleyanischer Geistlicher Namens James Banyard war der Begründer der Sekte, er predigte uur ein wenig anders als die übrigen Wesleyaner. Die Abweichung von der wesleya⸗ nischen Kirche wurde aber eine vollständige, als sich nach einigen Jahren der folgende Vorfall ereignet hatte: Ein Mitglied der Sekte, welches an der Auszehrung litt, be⸗ hauptete eines Tages, der Herr habe zu ihm mit den Worten des 14. Verses des 5. Kapitels der Epistel Saukt Jakabi gesprochen:„Ist Jemand krank, der rufe zu sich die Aeltesten der Gemeinde, und lasse sie über sich beten und salben mit Oel in dem Namen des Herrn.“ Banyard nahm dies sofort als einen göttlichen Befehl an, und am nächsten Sonntag wurdr der Kranke in das Bethaus ge⸗ bracht. Die ganze Gemeinde befand sich in großer Er⸗ regung über das, was ihr verheißen war. Sie betete, legte die Hände auf den Kranken und salbte ihn mit Oel. Einem gedruckten Zeugnisse über den Vorgang zufolge wurde der Kranke sofort geheilt, konnte fortan 12 Meilen täglich zu Fuß gehen und Brotrinden essen, und er lebte noch viele Jahre in guter Gesundheit. Solche wunder⸗ bare Heilungen kamen mehrere vor. Ferner passierte es eines Tages, daß ein Mitglied der Sekte sich einer Ope⸗ ration durch einen Arzt unterzog. Dabei glitt das Messer aus und der Kranke wurde so verwundet, daß er starb. Das erregte großes Aufsehen in der Gemeinde, und es wurde nun ein Glaubenssatz, daß man jede ärztliche Hilfe ablehnen müsse und die Heilung von Krankheiten nur noch durch Beten, Auflegen der Hände und Salben mit Oel bewirke. Manche ihrer Kranken fanden nun ein schnelleres Ende, aber das erschütterte den Glauben der Gemeinde nicht. Die Sekte wählte einen Bischof, und dieser Bischof wurde eines Tages von einem zur Sekte gehörigen Manne Namens Tansley wegen verschiedener, angeblich nicht der Glaubenslehre entsprechenden Handlungen angegriffen. Darüber entstand eine Spaltung, und Herr Tansley wurde das Haupt einer Untersekte. Nun ist er gestorben und seine Anhänger haben während sejner Krankheit viel gebet. Aerztliche Hülfe verschmähte er natürlich auch. — ueber interessante Diamautfunde bei Prätoria lesen wir in der„Südafr. Zeitg.“: Auf der Farm des Herrn Schuller, 20 Meilen von Prätoria, un⸗ mittelbar an der Middelburglinie, wurde vor einiger Zeit nach Kohlen gegraben. In einer Tiefe von sechs Fuß stieß man wider Erwarten auf diamanthaltigen Blau⸗ grund; der Grund scheint überaus reichhaltig zu sein. In 10 Karrenladungen sind 30 Karat Steine gefunden worden, darunter ein Stein von 16 Karat. Die Qualität der Diamanten ist ähnlich derjenigen in Kimberley.— Die Aufregung in Prätoria ist ungeheuer. Man erwartet, und zwar mit großer Wahrscheinlichkeit, das Aufblühen einer neuen Industrie für das Land. — Vom englischen Postwesen. Der britische General⸗Postmeister hat seinen Jahresbericht erstattet. Im Vereinigten Königreich wurden während des mit dem 31. März 1897 abgelaufenen Jahres 1893 000 000 Briefe und 3 141 715 000 Postpakete(einschließlich Zeitungen, Zirkulare usw.) bestellt. In unbestellbaren Briefen, welche auf dem Dead Letter⸗Bureau geöffnet wurden, befanden sich 643171 Pfd. Sterl. Seltsamerweise trugen von diesen Geldbriefeu manche, welche zusammen einen Betrag von 4693 Pfd. Sterl. enthielten, gar keine Adresse. Während des angegebenen Jahres beförderte das britische Postamt 79 423 556 Telegramme, eine halbe Million mehr, als im Vorjahre. 65 561816 von diesen Telegrammen hatten ihre Adresse im Vereinigten Königreich. Die Be⸗ stellung der Briefe durch Eilboten bürgert sich in England allmälig ein. .————— —— Zubilligung mildernder Umstände, 1———ůů— 5 Isabel. ech aus den Erinnerungen meines Zimmernachbars. Von Felix von Stenglin. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung) Schon hatte Felipe aufgesa dem Hause, es war dunkel. Einen Au dir Kleid, Wäsche, ich und blickte mich um. D zus dem Schatten und klammerte „Jsabel!“ flüsterte ich.„Wo „Ich bin Ihnen fortgelaufen, sagte sie leidenschaftlich. „Du kommst mit mir?“ „So weit Du willst!“— Nun zogen wir in der Nacht Nabel saß vor mir auf dem Pferde, uns umschlungen. Am nächsten Morgen dor uns. Als ich aber mit meinem Plan, sich an mich. ich liebe Dich! meinen Abschied erbat und erhielt. Osabel folgte mir nach der näch Schuhe und Str kausten. Sie bewies viel Geschmack dabei. ttelt; ich trat aus genblick stand a huschte etwas heran kommst Du her?“ über das Gebirge, wir hielten sahen wir die Kaserne das Zigeuner sten Stadt, wo ümpfe für sie Das rotes Tuchkleid, das sie sich mit Goldborte ließ, anders wollte sie's nicht. Felipe und nsere Trauzeugen. farrer uns seinen Segen ge⸗ Weib und wie ich Ich freute mich lige Handlung als ob sie ihr faches, besetzen seine Frau waren u Nun hatte der P geben. Wir waren Mann und meinte unauflöslich verbunden. 5 dieser Thatsache, Isabel schien die hei gleichgiltig zu lassen, mir war sogar, lästig wäre. Erst als wir erde saßen un 1 85 5 ihre Munterkeit zurück. In dem französischen Grenzort, zuerst gesehen, wollten wir halten. Es war einfach, von Auberlin. Unsere Ho Dachstübchen in der kleinen Schenke. stätischen Berge sahen wir vor uns. Am nächsten Morgen schon zo war einewunderbare Hochzeitsreis unseres Alerdch gu Wo es un r beide zusammen wieder auf dem mädchen zu mei ibe zu machen, hervortrat, wir, ein paar 8 5 g — 115 i 2 so daß ich] die Zukunft kümmerten, wir 11 8 115 1 Barschaft reichte für einige Zeit, u genos wir das Leben und da d abermals über das Gebirge wo wir uns unser Hochzeitsmahl Brot, Schinken und Wein chzeitskammer war ein Die maje⸗ gen wir weiter; es e auf dem Rücken 8 gefiel, rasteten unden oder ein paar Tage. Um s Glück der Liebe in vollen kind, und manchmal auch so eigensinnig wie ein Naturkind. Eines Tages wollte ich weiterreisen und sie noch bleiben. Ich entfernte mich für kurze Zeit von ihr, um dem Wirt die Rechnung zu bezahlen; als ich ins Zimmer zurücktam, war sie ver⸗ schwunden. Wie damals nach unserer ersten Be⸗ gegnung w zufinden. lindisch erfreut darüber, gesetzt hatte. Und das wiederkam, war sie heiter und liebevoll wie zuvor So hatten wir eigentlich nie einen Streit. an, darüber nachzudenken, was nun werden solle suchen. f Die Stadt zu sehen, machte Isabel Vergnügen aber daß wir unseren dauernden Wohnsitz da auf schlagen sollten, schien ihr garnicht zu behagen Sie wurde stiller und nachdenklicher. Endlich nachdem ich eine wurde sie wieder lebhafter. und that nichts, als den gan ar es mir nicht möglich, sie wieder auf⸗ Abends aber war sie wieder da und daß sie ihren Willen durch⸗ blieb nicht der einzige Fall. Immer wenn ihr etwas unbequem war, verschwand sie, manchmal für halbe Tage; wenn sie aber Als mein Geld auf die Neige ging, fing ich Ich beschloß, mir in Bayonne eine Stellung zu Stelle am Hafen bekommen hatte, Sie begleitete mich zen Tag das Leben drängte sich an sie heran, denn sie war womöglich noch schöner geworden. Und diese Huldigungen gefielen ihr. Mir gefielen sie weniger; ich wurde eifersüchtig. Eines Abends kniete ich vor ihr und flehte leiden⸗ schaftlich sie an, mich nicht so zu betrüben. Da war sie sehr erschrocken. Und dann streichelte sie mein Haar und sagte zärtlich:„Armer Juan!“ Und als ich noch so lag, nach einer kleinen Weile, fragte sie mich plötzlich in ganz anderem Ton, wann doch der französische Dampfer nach Havre gehe?„Um 3 Uhr morgen früh“, sagte ich. Der nächste Morgen graute. Als ich mich im Zimmer umsah, war Isabel fort. Schnell kleidete ich mich an und suchte im Hause, auf der Straße, am Hafen, ich fand sie nicht. Sie wird abends kommend dachte ich. Sie hat Dirs übel ge⸗ nommen, daß Du ihr die Huldigungen abscheiden wolltest. Das war so gewissermaßen der Ersatz für die Freiheit, die sie hier in der Stadt entbehren mußte. Erst nahmst Du ihr die Freiheit, und nun wolltest Du ihr auch das noch nehmen Sie wird wiederkommen, und es wird gut sein. Sie wird sich daran gewöhnen, Rücksicht zu nehmen, Du wirst ihr Lehrer sein, Du wirst sie zähmen Aber sie kam nicht. Sie kam nie Mehrf 7 3 U 1 kannte bald un Zügen... war bald demütig und anschmiegend 2 5„ein rechtes Natur gang Moverne verschmähte sie und wä hlte ein ein⸗ bald wild und leidenschaftlich plätzen verfolgen. Man sie 2 und Treiben an den Schiffen und auf den Lade⸗ d(Schluß folgt.) Letzte Nachrichten. * Gießen, 6. Nov.(Schöffengericht.) Die Auklagebank des Schöffensaales war wieder einmal zu klein, um die Uebelthäter samtlich aufzunehmen, welche sich gestern wegen Körperverletzung und wegen Werfens mit Biergläsern auf Menschen zu ver⸗ antworten hatten. Angeklagt waren: Ritzert, Jean Eggert, Jak. Eggert, Gundrum, Stürz und Horaseck, sämtlich junge Leute aus Gießen, teilweise Mitglieder des Vereins Amizitia und des Konversatious-Vereins. Es handelt sich um eine Balgerei, welche am Sonn⸗ lag, den 12. September dieses Jahres, auf der „Schönen Aussicht“ staltsand, wobei es Ver⸗ letzungen in Menge, wenn auch nur unbedeutender Art, gegeben hatte. Die Angeklagten, welche den beiden in Frage kommenden Parteien je zur Hälfte angehören, erklären sämtlich, ganz un⸗ schuldig zu sein, soweit sie selber geschlagen haben sollen. Sie hätten nur die gegen sie gerichtet gewesenen Angriffe abgewehrt. Aus der Beweis⸗ aufnahme, bei welcher 20 Zeugen verhört wurden, ging hervor, daß der Angeklagte Ritzert an jenem Nachmittag in fidelster Laune die anwesenden Gäste mit Kouplet⸗ Vorträgen unterhielt. Da bekam Jean Eggert mit einem gewissen Kaines einen lauten Wortwechsel, während Ritzert gerade seine herrlichsten Töne zum besten gab. Letzterer verbat sich die Störung in gerade nicht salon⸗ mäßigen Ausdrücken. Eggert erklärte, die „Schöne Aussicht“ sei kein Konzertsaal, es könne ihm niemand verbieten, wenn er seinen Schnabel aufthun wolle. Ein Wort gab das andere. Ritzert, der dem Eggert körperlich überlegen ist, packte diesen. Beide zerrten sich hin und her, wobei Eggerts Anzug derart in Unordnung geriet, daß derselbe das Lokal auf kurze Zeit verlassen mußte. Die Freunde des Eggert, die Ange⸗ hörigen der Konversation, mahnten zum Frieden. Da griff Ritzert, der da glaubte, er habe seinen Gegner, den Gesangsstörer Eggert, vor sich, den Angeklagten Horaseck an und versetzte demselben mit dem Bierglase einen Hieb. In diesem Mo⸗ ment betraten die beiden Eggert wieder den Kampfplatz, auf dem es nach der Darstellung der Zeugen im Nu ein Durcheinander gab. Ein Knäuel von Menschen hieb und schlug mit Stühlen usw. aufeinander los. Die Biergläser flogen nur so im Zimmer umher. Nach der Darstellung des Zeugen Müßner beteiligten sich an dieser Massenattacke Leute, denen die ganze Sache mit Haut und Haaren gar nichts anging. Die Eltern hatten ihre liebe Not, die zahlreich anwesenden Kinder gegen die massenhaft ge⸗ schleuderten Wurfgeschosse zu schützen. Einer der Zeugen, ein baumlanger Eisenbahnbeamter, er⸗ klärte zum Gelächter des im Zeugenraume an⸗ wesenden Auditoriums, er habe die Situation für so gefährlich angesehen, daß er sich hinter einer Frau verborgen habe, um nicht zu Schaden zu kommen. Die Beweisaufnahme konnte sich nur darauf beschränken, einzelne Mo⸗ mente dieses Massenkampfes, soweit dabei die Angeklagten beteiligt waren, aufzuklären, wobei allerdings der Angeklagte Ritzert am schwersten belastet wurde. Amtsanwalt Dr. Bob beantragte gegen Ritzert wegen gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen vier Wochen Gefängnis und wegen des Werfens mit Biergläsern auf Menschen eine Woche Haft. Der Angeklagte Gundrum, welcher in letzter Zeit mehrfach das Schöffen⸗ gericht wegen Gewaltthätigkeiten beschäftigt hat, sei wegen Körperverletzung mit drei Monaten und Stürz wegen desselben Vergehens mit 14 Tagen Gefängnis zu bestrafen. Horaseck sei mangels Beweises freizusprechen; desgleichen die beiden Eggert, welche zwar kräftige Hiebe aus⸗ geteilt, aber in berechtigter Notwehr gehandelt hätten. Rechtsanwalt Dr. Jung, welcher für die drei Letzteren als Nebenkläger auftrat, be⸗ antragte, Ritzert noch die Kosten der Nebenklage aufzuerlegen. Dem Gundrum aber außer diesen noch zu einer Buße von 20&& zu verurteilen, die er dem von ihm Verletzten, dem Jakob Eggert, zu zahlen hat. Amtsgerichtsrat Gebhardt erklärte, daß das Gericht das Urteil in dieser Sache am kommenden Freitag um 10 Uhr verkünden werde. * Gießen, 6. November.(Stadttheater.) Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Kindervorstellung morgen um 3½ Uhr beginnt. Gießen, 6. Nov. In dem Schaufenster der Firma Schuster u. Co., Ecke der Sonnen⸗ straße und Neuen Bäue, hat seit heute ein Kollossal⸗ Gruppenbild Aufstellung ge⸗ funden, welches, mit vollem Recht, das Interesse der Vorübergehenden erregt. Das Bild zeigt die Angehörigen des Gießener Turn—⸗ Vereins und ist zum Andenken an die im August v. Is. stattgehabtes 50jährige Jubel⸗ feier desselben angefertigt worden. In trefflicher Weise sind die alten und inaktiven Herren des Vereins im Vordergrunde an den verschiedenen Geräten, sowie eine große Anzahl Damen, Lawn⸗ tennis und Croquet spielend, im Hintergrunde des Bildes gruppiert worden. Das Gruppen⸗ bild dürfte eines der größten sein, die hierorts jemals angefertigt wurden und stellt sich als eine Kunstleistung des Herrn Photographen Zim⸗ mer dar. * Gießen, 6. Nov. Der in Darmstadt abgehaltene hessische Städtetag verdient in mancher Hinsicht Beachtung. Einmal, so schreibt die„Frkf. Ztg.“: war es die Konstatierung einer Thatsache, die auch anderwärts nicht eben an⸗ genehm auffällt; eine ganz unerschütterliche „Wurstigkeit“ der Regierung gegenüber dem Forderungen und Wünschen der öffentlichen Mei⸗ nung, auch wenn diese durch berufene Organe, wie es ja wohl ein Städtetag ist, zum Ausdruck und zur Vertretung gelangt. Dreizehn Jahre bereits müht man sich in den kommunalen Ver⸗ tretungskörpern Hessens mit der Regulierung der Steuerveranlagung und⸗ Erhebung ab, man hat die schönsten, praktischsten Vorschläge einer hohen Regierung unterbreitet, doch dabei bleibt es. Man scheint in Darmstädter maßgebenden Kreisen der auch sonst in Deutschland nicht unvertretenen Ansicht zu huldigen, daß der„beschränkte Unter⸗ thanenverstand“ sich über seine Schranken erhebe, wenn er einer infalliblen Regierung mit Rat⸗ schlägen unter die Arme zu greifen ssch erkühnt. „Nun gerade nicht“, so scheint man in den be⸗ treffenden Stellen zu denken, und straft die bürgerliche„Ueberhebung“ mit stolzer Nicht⸗ achtung, auch wenn man ihre Vorschläge in Paris längst als zweckmäßig erkannt und unter der Hand stellenweise bereits erprobt hat. Daß diese unverhohlene Nichtachtung endlich auch das nationalliberale Blut zum Sieden bringt, daran scheint man„oben“ gar nicht gedacht zu haben. Es ist Thatsache, daß alle Sprecher der hessischen Städte entschieden dem Proteste gegen diese Miß⸗ achtung zustimmten und beschlossen, sich das nicht mehr schweigend gefallen zu lassen, sondern sogar— die zweite Kammer mobil zu machen, damit ihnen die berechtigte Rücksicht erwiesen werde. Ja, die zweite Kammer! Wer sich auf die verläßt, darf des Erfolges nicht sicher sein. Bekanntlich hat sie leider immer noch eine nationalliberale Mehrheit, und ob diese sich zu einem energischen Schritt gegenüber der Regie⸗ rung bereit finden wird, erscheint sehr zweifel⸗ haft, wenn man das Auftreten zweier aner⸗ kannter Leuchten dieser Partei, des Herrn Osann und Schmeel, auf eben diesem Städtetag in der Militäranwärterfrage unter die Lupe nimmt. Wie in ganz Süddeutschland und Sachsen, so hat sich auch das hessische Volk, wenigstens soweit es durch den Städtetag ver⸗ treten ist, ganz entschieden und offiziell gegen die von Preußen dem Bundesrate unter— breiteten ee e eee zu dem Ge⸗ setze vom 22. Mai 1893 erklärt und in bündigster Weise protestiert gegen das Vordringen des Militarismus, der in der Mainzer Kommunalverwaltung schon recht bedauerliche Folgen gezeitigt hat. Entschieden verwahrt man fich gegen diesen ostelbischen Angriff auf die kommunale Freiheit, auf die Selbständigkeit der Stadtverwaltungen. Dem konnten sich auch die genannten Herren nicht entziehen. Als man aber nun weiter ging und ausdrücklich erklären wollte, daß der Reichstag am 22. Mai 1893 ohne reifliche Prüfung und ohne eine Würdigung der Tragweite jenem Gesetze zugestimmt hätte, als man das Vorgehen des Bundesrats in dieser Angelegen⸗ heit überhaupt als verfassungswidrig zu kennzeich⸗ nen unternahm, da fiel den beiden nationalliberalen Herren das Herz in die Schuhe; sie winkten ab, und der beantragte eindrucksvolle Zusatz unter⸗ blieb. Nur nicht wehe thun, nur nicht ent⸗ schieden den hohen Regierungen vor die Augen kommen! Das könnte ja irgendwo Anstoß er⸗ regen und wohl gar die nationalliberale Loya⸗ lität zweifelhaft erscheinen lassen. So blieb es denn bei dem gehorsamsten Ersuchen an eine Großherzogliche Regieruug, dem Bundesrat im Namen des hessischen Städtetags die Leviten zu lesen. Wird das schön werden! Trotzdem ist, aber die Protestleistung des Städtetages sehr beachtenswert, weil nunmehr offiziellen Aus⸗ druck gefunden hat, was fast Jedermann hier zu Lande längst fühlte, jedoch nicht immer auszu⸗ sprechen wagte. Man wird sich auch in Berlin, selbst wenn der hessische Bundesvertreter es an Entschiedenheit fehlen lassen sollte, einer Rück⸗ sichtnahme auf diese in ganz Süddeutschland ge⸗ teilte Stimmung kaum entziehen können. Sp. Lang⸗Göns, 6. Nov. Gestern Mittag gegen 1 Uhr wurde unsere Bewohnerschaft durch Feuersignale allarmiert. Die Scheune des in der Nähe der Kirche wohnenden Landwirts Anton Ebel stand in Flammen. Unglücklicher⸗ weise war ein großer Teil der Mitglieder unserer Feuerwehr nicht zuhause. Dieselben hatten sich in Gießen auf der Kontrollversammlung zu stellen. Es nimmt daher nicht wunder, daß bei dem Fehlen einer größeren Anzahl geschulter Feuer⸗ wehrleute das Flammenmeer auf seinen Herd nicht beschränkt werden konnte. In kurzer Zeit lagen außer der Scheune und Stallung des Ge⸗ nannten noch die Stallung des Lanwirts Hen⸗ rich und diejenigen des Landwirts Brückel in Gefunden. Bekanntmachung. Verpachtung eines Lungsteinbruches. Schutt und Asche. Die wenigen Mannschaste⸗ hatten ihre ganze Kraft zu opfern, um die un einige Meter von der Brandstätte getrennt stehen den Nachbarhäuser zu schützen. Daß ihnen 90 gelungen, verdient um so größere Anerken als es an genügendem Wasser mangelte solches erst in Fässern herbeigefahren werd mußte. Sämtliches Vieh ist gerettet wor Die Entstehungsursache des Brandes ist noß unbekannt. Mainz, 5. Nov. Der sozialdemokrati Abgeordnete Ulrich hat in der zweiten Tann des hessischen Landtages beantragt, eine Neon ganisation der Fabrikinspektion derart ein treten zu lassen, daß Offenbach Sitz eine Fabrikinspektors und eines Assistenten wird. G ist Aussicht vorhanden, daß der Finanzausschuß 2 5 der Antrag gegenwärtig vorliegt, zustimmer wird. Neueste Telegramme —— 8 Nov. Die melden au o de Janeiro. Nachmittag hat hier ein Soldat Garnison ein Attentat auf den Pra sidenten verübt, und zwar in dem Augenblick, als derselbe an dem Zeug hause ankam. Die Zuschauer 40 neteu den Mörder. Der Neffe des sidenten, der hinzutrat, wurde leicht verletzt. Der Kriegsminister erhiel eiuen derartigen Dolchstich, daß er an den Folgen desselben bereits nach Ver 125. W Id. en, 6. Nov. Der Finanzminssee Streit befahl allen Zellbean ken, zu wachen, daß keine Waffen nach Kreie ausgeführt werden. Hd. Konstantinopel, 6. Nov. Mee e wurden treitigen Punkte erledigt. Marktpreise. Gießen, 6. November. Auf dem heutigen Wochen, markt kostete: Butter p. Pfd. 1,05— 1,15 Mk., Hühnerein 2 St. 15— 16 Pfg., Enteneier 7 Pfg., Gänseeler 12 Pfg. Käse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 18, Linsen 27 Pfg. Tauben per Paar 0,50— 0,70, Hühner p. St. 1,00 1,0 Hahnen 0,50— 0,85, Enten 1,50— 1,80, Gänse per Pfunl 50—60, Ochsenfleisch 66— 74, Kuh⸗ und Rindfleisch 80 bis 66, Schweinefl. 64— 72, Schweinefl., gesalzenes 76, Kalbfleisch 60—64 Pfg., Hammelfleisch 50—60, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,50— 5,00&, Zwiebeln per Zentner 4,00 bis 5,00 Mk., Milch per Liter 16 Pfg. 5 5 Wasche mit Luhns Wasch⸗Extracl Sparsam und billig, ohne Schärfe!— Anzuwenden ohn Seife, ohne Soda!— Kein Anschmieren der Wäsche önl tig— Zum Reinigen der Haus⸗ und Küchengerät, Treppen usw. äußerst beliebt!— Ueberall in Schachteln Aa ½ Pfund zu haben.— Bitte versuchen! So hatte sie sich auch zur Weltausstellung nach Chicago begeben, wo sie den ersten Schönheitspreis für farbige Damen wohlverstanden—, errang. Münchener Bürgerbräu, unter den bayrischen Bieren das beliebteste erhielt auf der diesjährigen Roch kunstausstelluug zu Kassel, sowie auf der Nahrungs⸗ und Genußmittelausstellnug zu Berlin die höchste Auszelch nung, je eine goldene Medaille. Vertreter des Bürger⸗ lichen Brauhauses München, ist in Gießen Herr Emil Schmall. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Nebel teur: Wilbelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmanyschen Buchdruckerei(Rademaler u. Keßler), Bieten, Schloßg. 18 Pra 8 2 Portemonnaies mit Juhalt, 1 gold. Ring, 1 Brille, 1 filb. Deckel einer Taschenuhr, 1 Taschenmesser, 1 Spazierstock, 1 Glacehand⸗ schuh, 1» inderkragen, 1 Schürze, 1 wollene Mütze, 1 Futtereimer und 1 Sack mit Häcksel. Zugelaufen: 1 Hahn Gießen, den 6. November 1897. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Interessenten, daß die Vergütung der Ouartierträger für die flattgefundenen Einquartierungen von jetzt ab an den ge⸗ wöbulichen Zahltagen bei der Stadtkasse er⸗ hoben werden können. Bis zum 15. l. M. nicht abgeholte Beträge werden den betreffenden Quartierträgern gegen eine Gebühr von 10 Pfg. durch die Stad tkasse zugestellt. Gießen, den 4 November 1897. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen, Gartenstraße 2. Angebot der Arbeitnehmer. 1 Bäcker, 1 Buchbinder, 1 Metzger, 1 Weiß⸗ binder, 2 Lackierer, 1 Bauschlosser zur selbst— ändigen Führung eines Geschäfts, 3 Taglöhner, 1 Fuhrknecht, 3 Hausburschen, 1 Kutscher, 1 Aushülssköchin, 1 Einkassterer, 1 Bureau- und 1 Schreibgehülfe, 5 Dienstmädchen, 1 Bureau⸗ diener, 1 Tapezier. Nachfrage der Arbeitgeber. 1 Bäcker, 1 Drechsler 1 Spengler, 1 In⸗ stallateur, 1 Schmied, 2 Schuhmacher auf Werkstatt, 1 Hausbursche, 1 Lauffrau, 1 Fuhr⸗ knecht, 1 Dienstmädchen, welches landwirtschaftl. Arbeiten verstebt, auf Weihnachten, 1 Dienst⸗ mädchen für Küche⸗ und Hausarbeit auf Weih- nachten, 4 Dienstmädchen auf iofort. Lehrlinge: 2 Bäcker⸗, 2 Buchbinder⸗, 2 Drechsler⸗, 2 Gärtner-, 1 Kupferschmied⸗, 1 Maschinen⸗ bauer⸗, 1 Sattler-, 3 Schlosser- 2 Schmiede-, 3 Schneider-, 2 Schreiner-, 3 Schuhmacher ⸗, 1 Setzer⸗ 1 Wagner-Lehrling. Laden mit Wohnung — seit 15 Jahren gangbare Metzgerei— qu vermieten. 1 97 1 W. Ferber, Kirchenplatz 11. Vorkehrungen 8 gegen das Einfrieren der Hau?⸗Wasserleitungen. Unter Hinweis auf die„Bestimmungen über Anlage der Hauswasserleitungen zu Gießen“ machen wir darauf aufmerksam, diß, um dem Einfrieren des Wassers in den Haus⸗ wasserleitungen bei eintretender Kälte vorzubeugen, es erforderlich ist, die Haus⸗ wasserleitungen des Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. Dies geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Wassermesser befindliche Hauptabsperrhahn geschlossen und dann das seitlich desselben befindliche Entleerungshähnchen, nachdem ein passendes Gefäß untergestellt, ge⸗ öffnet wird und dies so lange geöffnet gehalten wird, bis das in der Hausleitung stehende Wasser vollständig abgelaufen ist, worauf oben bezeichnetes Hähnchen wieder geschlossen wird. Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, ist es geboten, während derselbeu das in dem obersten Stockwerk des Hauses befindliche Zapfventil der Hausleitung offen zu halten, damit die Luft Zutritt in die Leitung erhalte!— Ein größerer Theil des Wassers kann auch schon durch das Zapfventil der untersten Küche entleert werden, wodurch die Ent⸗ leerung im Keller verein acht wird.— Nach stattgebabter Entleerung sind die beiden Zapf⸗ ventile, welche dem Eintritt der Luft und der Entleerung des Wassers dienten, wieder zu schließen. Das Schließen des Hauptabsperrhahns erfolgt durch Aufsetzen des bei— gegebenen Schlüssels auf den vierkantigen Hahnzapfen und Drebung in der Richtung von links nach rechts im Sinne des Uhrzeigers— bis Widerstand erfolgt.— Dae Oeffnen des Hauptabsperrhahnes geschieht durch Drehung im entgegen- gesetzten Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behufs Wasserentnahme muß des Morgens der Hauptabsperrhahn wieder vollständig geöffnet werden. Abzweigleitungen nach Waschküchen, Badezimmern, Hofräumen, Gärten usw,. sind während des Winters mittelst ihrer besonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und ertheilt hierüber im besonderen am besten derjenige Installateur Auskunft, welcher die betr. Leitungen gefertigt hat. Bei anhaltender außerordentlicher Kälte empfiehlt es sich, die Wasserentnahme auch während des Tages auf kürzere festgesetzte Zeit zu beschränken und während der übrigen Tageszeit die Hauswasserleitungen gleichfalls in oben angegebener Weise abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wasserleitungen, welche durch Kllchen unbenutzter Wohn⸗ ungen geführt sind, kann man durch Unterhalten eines kleinen Herdfeuers vorbeugen. Auch empfiehlt es sich, in kalten Closet⸗ oder sonstigen ungeheiztlen Räumen, durch welche die Wasserleitung führt, sofern daselbst die Leitung nicht schon durch eine Umhüllung gegen Kälte geschültzt ist, die Temperatur durch ein Oeschen oder geeigneten Falls etwa durch eine Gas flamme auf genügender Höhe zu erhalten. Sehr kalt stehende, insbesondere auch ab gestellte und vorübergehend nicht in Gebrauch befindliche Closets(wie in Vereinshäusern usw.) werden durch Einstreuen von etwas Salz gesch ln in das Schlußwasser des Syphons(Wasserabschlusses gegen Auffrieren der Schilsseln geschiltzt. Die Wassermesser nächst dem nächstabschliezenden Theil der Rohrleitung sind während des Winters mit Stroh, Säcken oder ähnlichen Schutzmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellerfenster geschlossen zu halten. Die Herstellung aller Wassermesser, die infolge ungenügenden Schutzes gegen Kälte Schaden erleiden, erfolgt auf Rechnung der Haus besitzer. Durch die empfohlenen Vorkehrungen wird dem Wasserabnehmer die Lieferung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesitzer aber werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude fern gehalten. Wir empfehlen daher vorsteh ende Vor chtsmaßregeln allen Beteiligten zur ganz besonderen Beachtung. Reparaturen and Auftauen von Hauswasserleitungen werden am schnellsten von den jenigen Installations⸗Geschäften besorgt, welche die betreffenden Haus wasserleitungen s. Z. aus- geführt haben. Gießen, 5 November 189 7. Städtisches Gas⸗ und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. Lehrling, Salatk artoffeln der die Maschinenschlosserei erlernen will 316 1 asch zu verkaufen. e gesucht. Näh. in d. Exped. d. Bl. 3146 Große Mühlgasse 4. Die Stadt Grünberg beabsichtigt ihren 30 Minuten von dem Bahnhof ee Lungsteinbruch an einen zu geben. Grünberg, am 4. November 1897. an chaussiertem Wege gelegenen neu tüchtigen Unternehmer in Pacht Näheres durch unterzeichnete Stelle. — „Times“ N N In der die nog 3157 Großh. 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