Gießen, Donnerstag, den 6. Mai r ische zei 9 f Postztg. Nr. 3319. a stztg. Nr. 3319. f Telephon⸗Nr. 112. Ausgabe Gie en 4 Telephon, r. 112. — rz sich 90˙ Des wied, ed f NN 1 id des a 4 dle 4 22 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. 1 Expedition:* fe aa 1 3 5 r. 4. 8 Preis der Auzeigen: 10 Sfg. für die Espaltige Wetttzelle. 81 Kreuzplatz Nr. 4. 1 U 1 1 Hessischer Landtag von Gambach und der Arbeiter Johann Knortz gegen 2 der Angeklagten auf 1 Monat, zwei für das von auswärts eingeführte minderwertige 9 wulgen Ne, 7 von dort, haben sich wegen Verletzung des Ge— Wochen und 3 Tage, resp. 1 Monat, 1 Woche Fleisch als Verkaufsstelle da sei. Da eine 1 10 Hühner? Darmstadt, 4. Mal. setzes betreffend den Verkehr mit Sprengstoffen und 5 Tage, gegen einen anderen, den man für Einigung zwischen beiden Teilen nicht zustande J 18 10 Ng, h 8 In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer zu verantworten. Knortz ist geständig, aus den Anführer ansah und der eine Uhr gestohlen, kam, wurde auf Veranlassung des Herrn Ver⸗ 1 ug E 10 f. erteilte Präsident Haas dem Abg. Bähr wegen einer preußischen Gebietsteilen nach Hessen für Beuler auf 3 Monate Gefängnis. Die am geringsten walters Möhl Herr Professor Dr. Winkler zu— 1 90 i 0 0 ungehörigen Aeußerung am Samstag Vormittag gegen⸗ zu dessen Steinbruchsbetrieb Dynamit besorgt Belasteten erhielten einen Verweis. gezogen, dessen Gutachten entgegen dem erst⸗ 15 gde df ber anderen Abgeordneten einen Ordnungeruf. Die zu haben. Er entschuldigt sich damit, daß ihm-d. Gießen, 4. Mai. Schöffengerichtssitzung.) maligen ausfiel.“ subsech eh; Kammer bewilligte darauf 29 500„ für innere Einrich-[vom preußischen Landrat die Genehmigung er⸗ Wegen Betrug stand heute der Metzger und Landwirt-d. Großen⸗Buseck, 5. Mai. Bei dem al mah, 6. 0 ung und A e 5 6 5 . 707 aung und Anlage der elektrischen Beleuchtung im Weiber⸗ teilt sei, den Sprengst jim Steinhr er-[Friedrich Lich von Lond Geri„ diesfähri e 2 di 5, Barg det ben ch eib 5 prengstoff im Steinbruch ver-[Friedrie ch von Londorf vor Gericht. Der⸗ iesjährigen Frühjahrsgefechtsschießen hatte die Nan 6 1 1 6 185 lege 0. 0 Einnich wenden zu können. Der Gerichtshof verurteilt selbe hatte im März 1895 an den Landwirt Wilhelm Gemeinde Großen⸗Buseck dem Regiment ihr Ge— 6900.0— dend 55 1 8 es in Pfeddersheim. Die die beiden Angeklagten zur niedrigst zulässigen Fab el in Wie seck ein Pferd zu dem Preise von lände zur Benutzung ohne Vergütung dafür 7 Dan 0% 565550 enes enen Aufseherwohngebedes 155 12 Strafe von je drei Monate Gefäugnis. Sie Pe 795 a. wobel er angegeben baken soll das überlassen, weshalb der Oberst versprach, die Ge⸗ in E. On 1 Zellenstrafanstalt Butzbach wurde gutgeheißen und ein Er⸗ hätten, wenn sie auf hessischem Gebiet den ge⸗ ee 9 1 für 00 1 meinde mit einem Ständchen zu beehren. G dufte suchen an die Regierung beschlossen, bei der Errichtung fährlichen Sprengstoff 1015 Steinbruch verwenden tauft 5 bereits 3 Jahre e. Bei dem Verkauf Gestern it 05 piesen Versprechen wie — des Gebäudes thunlichst Sträflinge verwenden zu lassen. wollten, hierzu erst die Genehmigung der hessischen habe er keine Garantie für das Alter übernommen, aber indem die Regimentsmusik vor dem Hause des Mee schon angedeutet, hat die Regierung die Beantwortung Behörde nachsuchen müssen. Der Vorsitzende auch durchaus keine Absicht gehabt, den Käufer zu be⸗ Pfarrers und des Bürgermeisters mehrere Stücke f spielten und dann mit klingendem Spiel durch — ber Interpellation des Abg. Köhler betreffs der Feier⸗ Landgerichts⸗Direktor Jöckel machte die Verur⸗ trügen. Wenn Letzterer nicht ganz und gar auf das r Aabendstunde auf dem Lande wegen des darin enthal- teilten darauf aufmerksam, daß sie es versuchen Pferd bestanden hätte, hätte er es überhaupt nicht abge⸗ die Straßen zog. 1. * Grünberg, 4. Mai. Seitdem die Ober⸗ enen„unparlamentarischen Tones“ verweigert. In der sollten, im Wege der Gnade die Strafe erlassen geben. Das Gericht spricht den Angeklagten frei.— heutigen Besprechung der Angelegenheit brachte Köhler zu bekommen.— Der 36 Jahre alte schon mehr— Der Taglöhner Johann Hofmann von hier hatte hessische Bahn in preußisch-hessische Verwal⸗ die Anschauung zum Ausdruck, als fühle die Regierung, fach wegen Betrug und Diebstahl vorbestrafte im März d. J. dem Taglöhner Jakob Orth sein tung übergegangen ist, sind schon wieder bemerk⸗ INrer daß sie mit dem Gebot der Feierabendstunde einen Fehler Tagelöhner Konrad Röse von Steinfurt, ist Portemonnaie mit 5.75/ Inhalt eutwendet bare Aenderungen und Verbesserungen 5, gemacht, den sie sich jetzt scheue, vor dem Lande zu be⸗ geständig, in Friedberg bei Geschäftsleuten in 3 und gab dem Caspar Schmidt 3& von dem ge- eingetreten. Neuerdings plant nun die Eisen⸗ kennen. Er verlangte, ebenso wie später Ullrich gleiche] Fällen sich kleine Geldbeträge von 2—5 K er⸗ stohlenen Gelde. Deßhalb wird Hofmann zu 1 Woche, bahnverwaltung, für die Bahnstation Grün⸗ Behandlung der Landbevölkerung mit den Städtern. schwindelt zu hab Der Gerichtshof Schmidt wegen Hehlerei zu 3 Wochen Gefäugniß ver-[herg eine Restauration ein füh welch 5 Heide klagten über das lästige Eindringen der Gensdarmen g; 13 ben. e Werke Shof machte urteilt, weil er 0 e ee 8 ib e eee en 6 5 1 9 5 men es in Rücksicht auf die kleine S td 96 wußte, daß das Geld gestohlen war.— die Prosperität des Unternehmens in Anbetracht Rhein.) Ar.) uin die Spinnstuben und forderten Abstellung zahlreicher ückfälli ö 15 5 5 umme mi em Es nehmen sodann der Commis Karl Wahl, der der teigert Verkel 11 hältni 2775 0 0 n i stenbe. durch die sich die Landbepölterung bedrückt rücfälligen Sümer noch einmal gnädig und be⸗ Schrelber Karl Haus, der Spengler Hugo Herbert, de ikelhat errscheinen ehr verhae en 8 1 fühle. Ullrich bringt namens der Sozialdemokraten das willigte mildernde Umstände, indem er den An⸗ der Commis Hermann Gröninger sowie der zweifelhaft erscheinen läßt, als vor etlichen 50 Pfg. Einbringen eines Gesetzes an, das die verschiedenartige geklagten auf ein Jahr ins Gefängnis schickte, Schreiber Wilhelm Weisel, sämmtlich von hier Jahren, wo die damalige Bahnhofsrestauration eee Jestsetzung der Feierabendstunde verbietet. ohne die mildernde Umstände hätte nämlich auf auf der Anklagebank Platz. Nachdem sich dieselben im infolge der mäßigen Frequenz und der damit ——— An der Beratung beteiligen sich noch die Abgg.] Zuchthaus erkannt werden müssen.— Das Dezember b. J. in einer Wirtschaft in der Liebigstraße verbundenen Unrentabilität wieder eingehen 2 Irunner, Friedrlich, Osann, Jautz und Dr. Schöffengericht Grünberg hatte den Tagelöhner angetrunken hatten, kannte ihre Zerstörungssucht keine mußte. „David. Der Antrag Ullrich und Genossen auf Vor⸗ Heinrich Dörr J, sowie den Schuhmacher Heinrich Grenzen. Schon an dem Gartenspalier der betreffenden* Grünberg, 4. Mai. In hiesigen laud⸗ agg eines Gesetzes, das die Feierabendstunden aufhebt, ist[ Werner IV und den Landwirt Chr. Dörr IV, Wirthschaft wurden einige Latten losgerisseu, am Riegel⸗ wirtschaftlichen Kreisen geht man mit dem Plane nunzzwischen eingelaufen. I sämtlich von Grünberg, wegen eines im März bfad zectrümmerten sie eine Laterne und rissen dann das um, bezüglich Erbauung eines Kornlagers a 4 Penn rich beantragt sodann namens der Opposition 1892 vorgekommenen Kartoffeldiebstahls zu 1 Gartenspalier des Fischbach'schen Gartens um. Am auf genossenschaftlicher Grundlage. Zu diesem Greifach die abermalige Aussetzung der noch spruchreifen Wahl⸗ Monat, 1 Tag und 2 Tage Gefängnis berur⸗ Schiffenbergerweg warfen die Burschen ebenfalls eine Zwecke findet am Donnerstag, den 6. Mai, 2 e An 1 8 Wen ud der nee eilt wogegen pon Seiten der beiden Dörr Be⸗. ein und beschädigten am Nahrungsberg mehrere abends 8 U hr, in„Hamels Gartenhaus“ . Tagung. Namentli ann und Jöckel widersprechen dem 8% 1 Gartenzäune. i Hauf scb Rufes 55 50 5 17 1 bene wahrend lend und Mech sch dafür vewaben. kufung verfolgt warde. Der Landwi för pe: eee e Friedrich und Schröder waren die einzigen National⸗] An noch nicht bestrafter und wohlhabender den Spiegel, warfen den Kleiderschrank um und hängten Gegend statt, in welcher ein Komitee gebildet Ulberalen, die zur Versöhnlichkeit rieten und den Ver⸗ Mann, der sich des besten Leumundes erfreut, die Haustüre aus. Einige der Wüsten Gesellen zer⸗ werden soll, welches die notwendigen Wege zu agungsantrag anzunehmen empfahlen. Präsident Haas ist nämlich auf die alleinige Aussage der beiden] trümmerten nochmals eine Laterne in der Landmannstraße. diesem Unternehmen zu thun hat. Wie groß machte darauf aufmerksam, daß Finanzminister Weber Mitangeklagten, von denen er behauptet, sie hätten Von den Angeklagten schiebt einer die Schuld auf den auch die äußeren Schwierigkeiten sein mögen und seine Bereitwilligkeit erklärt hat, nach dem 15. d. M. ihn aus Haß denunziert, verurteilt worden. Er wisse anderen. Der Amtsanwalt beantragt gegen jeden der Wie ungeheuer vorsichtig man bei neuen Unter⸗ das Budget vorzulegen und die nötigen Erklärungen zu von einem Kartoffeldiebstahl nichts und bestreite, Angeklagten wegen Sachbeschädigung eine Geldstrafe von nehmungen sein muß, so ist die prinzipielle Be⸗ geben. Er habe daher die Absicht, am 18. Mai eine daran beteiligt zu sein. Der Gerichtshof sprach. 50„ evtl. 10 Tage Gefängniß, wegen Ruhestörung deutung im richtigen Geiste geleiteter landwirt⸗ Sitzung anzuberaumen. Für den Fall der Ablehnung des darauf den Angeklagten Dörr IV frei. Es 10/ Geldstrafe evtl. 10 Tage Haft. Das Urtheil wird schaftlicher Produktgenossenschaften nicht zu ver⸗ e sei er genötigt, für den nächsten Tag reichen die Angaben der beiden Mitangeklagten nächsten Dienstag verkündet. 5 kennen und aus diesem Grunde auch die kräftigste hne Besclußsahiakit e e allein nicht aus zu einer Verurteilung. Die Gießen, 5. Mai. Besitzwechsel. Unterstützung dieses Projektes seitens der Inte⸗ e b ben Vorschlag Achte ane de ble Heutige gegen die beiden Denunzianten ausgesprochenen Andras Euler hat eins von seinen Häusern ressentenkreise nur zu empfehlen. Ob aber die Stzung schließen und ihm überlassen, nach seinem Er⸗ Skrafen wurden bestätigt, indem der Vorsitzende und zwar das Haus Steinstraße Nr. 13 für durch den Staat begünstigten Kornhäuser für 1 erklärte, daß der Gerichtshof es bedauere, daß den Preis von 25000 J an den Lehrer Berger den kleinen Bauersmann die lang ersehnte Hilfe m Sell zu 7 psbrüder. Sc T S eszelt. messen die nächste Sitzung anzuberaumen, wurde der Ver⸗. 0 8.;„fe; 115 dagungsantrag ue agen und di iner auf ul der Staatsanwalt, die von ihm angemeldete Be⸗ verkauft. bringen und die der Kleingrundbesitzer auch laaueuer- stimmie Zeit beltagt. rufung zurückgezogen, indem sonst gegen den„Gießen, 5. Mai. Aus unseren Leser⸗ dringend bedarf, wird die praktische Arbeit lehren. —( Angeklagten Werner auf eine weit höhere, als kreisen geht uns nachfolgende Berichtigung* Grünberg, 4. Mai. Der hiesige Turn⸗ 25 5 SIe Ginzie die vom Schöffengericht festgesetzte erkannt wor⸗ zu:„Der gestrige Artikel, die Nachkontrolle von verein hat das an der Frankfurter Straße ge⸗ 1 Lokales und Provinzie 1 Es. den wäre. Hrch. Dörr I erwies sich übrigens auswärtigem, Fleisch entspricht nicht dem That⸗ legene Grundstück, auf welchem ursprünglich der * Gießen, 5. Mai. Seit dem 1. Mai ist in der Verhandlung als ein schon häufig be⸗ bestand und sei hierzu Folgendes mitgeteilt: Der Turnhallebau aufgeführt werden sollte, wieder ima 1er die Jagd auf Rehböcke wieder offen. Herr strafter Mensch, darunter auch einmal wegen betreffende Rindsmetzger hatte den Hammel selbst zum Selbstkostenpreis verkauft. Auf dem Platze en- 6 Rentier Ferd. Windecker hatte gleich am 1. falscher Anschuldigung, während Werner nach⸗ auswärts gekauft und dort schlachten lassen; bei beabsichtigt der neue Besitzer noch in diesem Mai Abends Waidmannsglück. Er schoß auf gewiesen wurde, daß er sich mehrfach Darlehen] der Nachkontrolle im Schlachthaus erklärte Herr] Jahre ein Wohnhaus zu erbauen. Die noch rück⸗ circa 140 Schritt Entfernung einen kapitalen und Bürgschaften habe geben lassen, die er nie Dr. Liebe das Fleisch für genießbar, doch ständigen Ausstellungsarbeiten in Fel⸗ Bock im Revier des Ferne⸗Wald. Besonders ist wieder eingelöst habe.— Hierauf nahm auf der[ nicht ladenrein. Der Rindsmetzger stellte[ dern und Gärten werden jetzt von den Land⸗ das Gehörn des erlegten Wildes selten schön. Anklagebank eine noch sehr jugendliche Ein⸗ nunmehr das Ersuchen an die Schlachthaus⸗ wirten schleunigst vorgenommen, und man ist s del. 4 j Bichler el 10 fl, 10 ——— 7 4 Die Kronen sind zusammengewachsen, die brecherbande aus Büdingen Platz. Es sind Verwaltung, den Hammel auf der hiesigen Frei⸗ allenthalben mit dem Legen der Kartoffeln be⸗ unte! 20 Stangen haben dicke Perlen bis oben hin. durchweg Schulknaben, die allerlei Kleinigkeiten] bank zu verkaufen; letztere lehnte dieses, und schäftigt. Die Feldfrüchte, namentlich der Klee e* Gießen, 5. Mai.(Strafka mmer.)„geraubt“ haben, darunter eine Tabakspfeife aus] zwar mit Recht, ab, indem die Freibank nur für und die Winterfrucht, stehen sehr gut, und der srei ins aus u Der Steinbruchbesitzer Joh. Friedr. Beuler einem Garten ꝛc. Der Gerichtshof erkannte! das im Schlachthaus beanstandete, nicht aber! Klee läßt eine baldige Ernte erhoffen. Fata Morgana. Taumelnd erhob sich Therese von ihren Knien. streifte fast die dunkle Gestalt, die sich scheu hinter Bräutigam wäre man in meiner Jugend nicht stolz Novelle von H. René. Lebte sie wirklich noch? Warum war nicht ihr Herz einem schützenden Baumstumpf verbarg. I sewesen!“ 5 (Nackbrud verboten). unter diesem Schlag gebrochen? Nicht einmal wohl⸗ Im Doktorhaus standen die Fenster offen, Das alte Fräulein schlug klirrend den letzten (Fortsetzung.) g thuende Betäubung hatte die Natur mitleidig für tanzende Mückenschwärme umkreisten die brennende Fensterflügel zu. Sie mochte den Doktor, der nach Die Lauscherin draußen grub die Zähne in die sie gehabt. Ganz klar konnte sie denken, mit haar⸗ Lampe, kein Tabaksrauch vertrieb sie heute. einem flüchtigen Abschied auf der Rathaustreppe, Lippen. Ein kurzer Sommernachtstraum jene selige scharfer Deutlichkeit sich an alles erinnern. Sie] Geschäftig eilte Fräulein Minchen hin und her, gesenkten Hauptes nun dem Hause zuschritt, nicht Zeit, wo er ihr auf den Knieen Liebe und Treue fühlte, wußte ganz genau, daß er ihre große, allge⸗ sorgsam legte sie ihr gutes, schwarzseidenes Kleid noch einmal sehen. 5 für ewig geschworen. Falsch seine Küsse, falsch sein waltige Liebe hingegeben um dieses Kindes willen, heraus und bürstete des Bruders Cylinder, alles, Herz. Eine trügerische Fata Morgana am das sich vor Fledermäusen fürchtete in seiner zum morgigen Begräbnis, das frühzeitig schon be⸗„In Neuhof hatte man sich den Einzug der Wüstensaum. Nähe. 977 5 Is innen sollte. 5. guädigen Frau mit hochbeladenen Möbelwagen, Hatte sie eine unfreiwillige Bewegung gemacht? Was war das für ein Lärm? Kam er nicht Sie hatte rotgeweinte Augen und seufzt⸗ jedes⸗ schmuckem Gespann, Livreer iener u. s. w. gedacht. Erschreckt fuhr das Brautpaar auseinander. vom Schloß her? Richtig, da donnerte das Vier⸗ mal laut, wenn ihr besorgter Blick den alten] Und nun war sie an einem kühlen Regenabend in „In der Hecke hat etwas geraschelt, man konnte] gespann über die Brücke, hielt vor der Rampe, und Doktor streifte, der wie an Leib und Seele ge⸗ ihrem Ponnywägelchen, nur von Schufterle be⸗ es deutlich hören“, meinte Alma ängstlich.„Gewiß die Dienerschaft brachte, ihrem einziehenden, neuen brochen! in seinem Sorgenstuhl sasß. gleitet, allein gekommen und hatte die Handküsse ein Eichhörnchen oder gar eine Fledermaus. Wie Herrn ein Hoch dar, der Alte oben hörte nichts„Ein Stück Herz begrabe ich mit ihm“, hatte der Leute stumm entgegengenommen. ich mich fürchte.“ mehr von alledem.„Hurrah! Hurrah! Nochmals er gesagt und damit alle Trostgründe der Schwester Dann stand sie mit dem Thürgriff in der Hand „Es ist nichts“, beruhigte er sie.„Vielleicht Hoch!“ 8 i. abgewehrt. f noch lange auf der Hausschwelle und starrte in den ein Vogel, der verspätet zum Neste zurückkehrt. Im Staub der einsamen Landstraße stehend, Fräulein Minchen war an das Fenster getreten, Regen hinaus. Als ob sie die Nässe, die an ihr „Nein, nein, schon wieper rührte es sich, ich konnte sie die Stimmen deutlich unterscheiden. Nun um die grünen Luftflügel für die Nacht einzu- herniedertroff, gar nicht gemerkt hätte, meinten 1. 55 20% sehe etwas ganz Schwarzes in der Nähe“, schrie rief auch Busse mit, der treue Busse, der sie in hängen. Ziemlich kühl erwiderte sie des vorüber⸗ später die Leute. a a 1b Gan vit 1 i Alma und sprang aus der Laube. der letzten Zeit stets so eigen angesehen, als ob er gehenden Brautpaares Gruß. Im Hause wurde nichts verändert. In der in on ern 1. Einen Augenblick blieb Walter allein. Was ihr etwas zu sagen hätte.„Da gehen sie hin“, grollte sie,„und denken schmalen, wurmstichigen Bettlade, in welcher vor ane W g war es, das ihn wie mit magnetischen Ketten an Und morgen, wenn sich die Pforten des Erb- nicht daran, daß die arme Therese auch ein Herz länger als dreißig Jahren die alte Baronin ver⸗ 5 N biegen g W. 6 diese Stelle band? Ahnte er, daß er nur die Hand begräbnisses geschlossen, wenn sie dort oben ihre hat, das sich durch Worte und Blicke bethören ließ.“ 1 1 sich ihr Lager herrichten, in dem 1 geschn 15er delle auszustrecken brauchte, um einen dunklen Kopf zu letzte Pflicht erfüllt, dann sollte sie ein neues Leben„Ich kann ihr nicht vor Augen treten, das Schick⸗ uralten, ge ümten Porzellan, das man unter 1 1 Had h, 1. v. berühren, eine schmale, eiskalte Hand zu fassen?[beginnen. Ein neues Leben, in welches sie sichsal war stärker als ich.“ Solch ein Schauspieler, Spinngeweben in irgend einem verstaubten Wand⸗ . 10 175 Er zögerte. Doch da rief Alma, daß sie sich im selbst und solche Erinnerungen mit hinein nahm. ob er meint, daß man diesen wohlfeilen Ent⸗ schrank vorgefunden, sich ihre einsamen Mahlzeiten 1 gl N 1 dunklen Garten ängstigte, so viele Strolche trieben] Schrill knarrte die Gartenthür und die Bürger⸗ schuldigungen glaubte. Wie fest sich Alma in seinen auftragen. ard Bi gen sich in der Gegend umher, er möge doch kommen, meisterfamilie schlug den Heimweg ein. Alma hing Arm hängt, keinen Schritt geht sie wohl allein(Fortsetzung folgt.) 1 5 1 face J, und wenn auch widerstrebend, er ging. lan des Bräutigams Arm, und ihr weißes Kleid] mehr über die Straße. Auf solch einen unsicheren 8 k* Bad⸗Nauheim, 4. Mai. Die Fremden⸗ frequenz betrug bis zum 29. April 654 Per⸗ sonen, und 1869 Bäder wurden bis zu diesem Tage verabfolgt. Seit heute sind die fünf Badehäuser und das Kurhaus in vollem Umfang eröffnet. Das Curorchester, 36 Mann stark, konzertirt vorläufig Vormittags von 7½ bis 8 am Kurbrunnen und Nachmittags von 3 bis 6 auf der Kurterrasse. Die am 1. Mai ausge⸗ gebene neue Kurliste zeigt 27 Aerzte, darunter 5 neue. Unter den Kurgästen sind besonders viel Schweden und Engländer bemerkbar. An dem neuen Badehaus Nr. 6 wird so rüstig gearbeitet, daß man hofft, bis zum Juni im nördlichen Flügel Bäder verabfolgen zu können. Für die Dauer der Badesaison ist Gerichtsassessor Funk in Mainz zum Hülfs⸗ richter am Großh. Amtsgericht Bad⸗Nauheim er⸗ nannt worden. a * Darmstadt, 2. Mat. Der nationalliberale Landtagsabg. Regierungsrath Hech ler hier ist zum Vorsitzenden der großherzogl. Brand⸗ versicherungs⸗Kam mer ernannt worden. Da mit dieser Beförderung eine Rang- und Ge⸗ haltserhöhung verbunden ist, muß in dem Wahlbezirk Ried demnächst eine Neuwahl stattfinden. der König und die Königin von Griechenland zur Kur in Wiesbaden weilten, befand sich hier als Adjutant des Königs auch der jetzt vielgenannte Oberst Vassos, der Führer der griechischen Armee, der damals bereits den Rang eines Obersten bekleidete. In der hiesigen Geschäfts⸗ welt hat Herr Oberst Vassos kein rühmliches Andenken hinterlassen. Herr Hofjuwelier H. hier, bei welchem der Herr Oberst für 2760 Francs Juwelen(Ringe. Armbänder 2c.) kaufte, auf die er 1260 Francs anzahlte, sah sich, da jede Mahnung zur Zahlung der Restschuld vollständig unbeachtet blieb, genöthigt, die Hilfe des Gerichts in An⸗ spruch zu nehmen. Das Landgericht Wiesbaben ver— urtheilte den Oberst Vassos am 13. Juni 1887 zur Zahlung von 1275.60 Francs S 1020.48, nebst 6 pEt. Zinsen. Dieses Urtheil ist dem Oberst Vassos vom kaiserlichen Konsul Dr. Obert im Piräus zugestellt worden, doch ist bis heute eine Zahlung noch nicht erfolgt. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 5. Mai. Der„Nat. Ztg.“ zufolge wurde gestern im Abgeordneten⸗ hause angenommen, daß die Vorlage wegen der Abänderung des Vereins⸗ gesetzes in den nächsten Tagen ein⸗ gehen werde. Sie soll außer Aufhebung des Verbots der Verbindung politischer Vereine nur eine Verschärfung der Vorschriften gegen die Theilnahme 8 funden hätte, wird als unbegründet bezeichnet. ö Hd. Wien, 5. Mai. Aus Paris wird ge⸗ meldet. In dortigen diplomatischen Kreisen werde der Zeitpunkt für das Eingreifen der Mächte nicht mehr fern geglaubt. König Georg dürfte vorläufig vertraulich an die Mächte wegen einer Intervention herantreten. Die Annahme scheine begründet, da in offiziellen türkischen Kreisen die Ansicht vorherrscht, Thesalien müsse von den Türken als Garantie und Exsatz für die Kriegsentschädigung besetzt bleiben. Hd. Wien, 5. Mai. Dem Vernehmen nach sind zwischen den Großmächten Vereinbarungen im Gange, um die Dynastie des Königs Georg zu schützen. Hd. Paris, 5. Mai. Eine furchtbare Explosion ereignete sich gestern in einem Kaffeehause. Das Café wurde gänzlich zerstört und drei Personen tötlich verwundet. Hd. London, 5. Mat.„Standard“ meldet, daß die Griechen beim Verlassen von Trikola ebenso wie in Larissa die in Gefangenschaft be— findlichen Verbrecher befreiten, welche jetzt in der Umgegend zerstreut sind und sich durch Plündern ernähren. Hd. Konstantinopel, 5. Mai. Am Aus⸗ gang des Golfs von Arta soll ein griechisches übernahm an Stelle des Obersten Momos den Oberbefehl über die Truppen im Epirus.— Bei Velestino fanden kleine Scharmützel statt. Smolenitz meldet, die Griechen hätten bei Velestino 180 Tote und 200 Verwundete gehabt. 800 Freiwillige trafen aus Egypten ein. — Sterbefälle. Am 4. Mai. Johanna Tasché, 45 Jahre alt, Privatin dahier, Neuenbäue 43. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. d. Mts., nachmittags 6 Uhr vom Sterbehause aus statt. Am 2. Mai. Ephraim Grünewald, 71 Jahre alt, Makler dahier, Neuenbäue 2. Am 2. Mai. Jakob Schwanz, 71 Jahre alt, Knecht von Ernsthausen, Kreis Wetzlar. Ge⸗ storben in der neuen Klinik. Am 1. Mai. Faustin Wolfer, 30 Jahre alt, Erdarbeiter von Unter- Widdersheim, Kreis Büdingen. Gestorben in der neuen Klinik. Am 3. Mai. Karl Brückel, Jahr alt, Sohn vom Bergmann Jakob Brückel VII zu Watzenborn. Gestorben in der alten Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht. Am 4. Mai. Karl Lang, 20 Jahre alt, Schreiner dahier, Rodheimerstraße 40. ... A. Verleger: Vermischtes. — Eine Klage gegen Oberst Vassos. Aus : Als im Jahre 1882 Wiesbadeu berichtet der„Rh. C.“ 2 5—— Bekanntmachung Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kennt⸗ nis, daß Großh. Ministerium des Innern die Abhaltung der Viehmärkte zu Gießen am 11. und 12. sowie 25 und 26. Mai d. J. unter folgenden Bedingungen genehmigt hat: 1. Fülr den Auf- und Abtrieb ist den An⸗ ordnungen des Kreisveterinäramtes gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen. 5 12. Auf den Markt dürfen nur Tiere aus unverseuchten Orten des Großherzogtums Hessen, Tiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens 7 Tage in unverseuchten hessischen O ten in seuchen⸗ freiem Zustande zugebracht haben, anf— getrieben werden. 3. Außer der Kontrolle der Ursprungs⸗ zeugnisse hat selbstverständlich auch die tierärztliche Besichtigung der Tiere vor dem Auftriebe zu erfolgen. Gießen, den 3. Mai 1897. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 5 Bekanntmachung. Die Heberolle über die Beiträge zur land⸗ und forstwirtschaftlichen Berufs⸗ genosfenschaft für das Jahr 1896 liegt von heute an während 14 Tagen auf der unter⸗ zeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen, nach Ablauf der Offenleguugsfrist, kann der in Heberolle als beitragspflichtig in Anspruch Eenommene gegen die Beitrags- berechnung bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Ein— spruch erheben(s. 8 21 der Verordnung vom 11. Juli 1888, Regierungsblatt S. 83). Gießen, den 3. Mai 1897. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Verdingung. Die zur Herrichtung des rechtsseitigen Thor⸗ hauses am Neustädterthor für die Zwecke der Oktroierhebung erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, wie: Erd⸗ und Maurerarbeiten, Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbeiten, Eisenlieferung, Schreinerarbeiten, Schlosserarbeiten, Glaserarbeiten und Weißbinderarbeiten sollen Samstag, den 15. d. Mts., vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen Angebote auf vorgeschriebenem Formular sind bis zum genannten Termin bei uns ein⸗ zureichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 4. Mai 1897. Das Stadtbauamt. Schmandt. Verdingung. Die zur laufenden Unterhaltung der Gebäude des Großherzoglichen Polizeiamts erforderlichen Weißb inderarbeiten sollen Samstag, den 15. d. Mts., vormittags 11/ Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf vor— geschriebenem Formular sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen.— Zuschlags⸗ frist 14 Tage. Gießen, den 4. Mai 1897. Das Stadtbauamt. Schmandt. Früh⸗Rosenkartoffeln zu verkaufen. 1260 Fischer, Große Mühlgasse 4. CödpAbab schöne Erbsenreiser abzugeben. 1157 Lietz, Schiffenbergerweg. Ein braver Junge, welcher das Friseur⸗ geschäft erlernen will, wird gesucht bei 1258 Georg Lotz, Bahnhofstraße 28. Ein tüchtiger Schreiner auf Treppenbau wird sofort gesucht. J. Heck, Schreinermeister, 1255 Bruchstraße. Forderungen reibt bei 755⁵ W. Poppelsdorf, Hammstr. 12. Beste Referenzen stehen zu Diensten. Auf Postkarte spreche vor. jugendlicher Personen an Versamm⸗ lungen enthalten. Die Mittheilung, wo⸗ nach vorgestern ein Kronrath stattge⸗ Hd. Athen, Schiff gesunken sein, wodurch die griechischen Schiffe im Golf eingeschlossen seien. Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wishelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmannschen Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 13. Oberst Vassos ee: 5. Mai. E ⁵ð( d N Spezialität: Kinder- Anzüge von den einfachsten bis zu den elegantesten. Seltersweg 9 Giessen Soemes-pu leuts, Joppen, Huveluc hs. Hes, Hueenben- tee Hinder- Anneeige. rn Tarkus Bauer r. re Strohhüte werden gewasehen, gefärbt und fagonniert. 637 C. L. Gail, Seltersweg 22. Jigarren Ligaretten und Tabak, Deutsche und 1 KIlffmandel-X ige von 8 Mark— bis 25 Mark — und höher. Seltersweg 9. Tuch und Buckskin deutschen und englischenfPabrikates. azbnt eee den Anfertigung nach Mass. In- und ausländische Weine empfehlt Carl Brühl, rr 1105 nannhof strasse 50. 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