Nr. 200 Gießen, Freitag, den 5. November 1897. Hessische Landeszeilung. 1 Postztg. Nr. 3819. 2 N Nr. 3319 Telephon ⸗Nr. 112. u 11 e te en Waliser. 112. n 9 2 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Das Abonnement beträgt durch die Post bezogen: für die Ausgabe Gießen 1,90 resp. 230 Mk. Preis Redaktion und Expedition: der Auzeigen: 10 Pfg. für die öspaltige Petitzeile. Kreuzplatz Nr. 4. ent⸗ N— ä———————»„—ᷣ—ͤ—— Lokales und Provinzielles. Albrecht als Lanzelot Gobbo. Von den der Leiche ist von jedem Wege entfernt. Man sich nach Vergrößerung der Männerabteilung als 8. Damen hat uns gestern Abend keine befriedigt. ist nur auf Vermutungen beschränkt, wie der notwendig ergeben haben, 52 000. * Gießen, 4. Nov. Der Gerichtsassessor Frl. Marloff wird gewißlich von vielen um junge Mann an diese Stelle geriet. Nach einer 5. Neue Kliniken zu Gießen. Weg⸗ Mchard Schudt aus Gießen ist zum Amts— ihr ewig glückstrahlendes Lächeln beneidet. bei ihm vorgefundenen Versicherungskarte ist der anlage von dem pathologischen Institut f nichter bei dem Amtsgericht Homberg mit Aber auf der Bühne wollten wir gestern nicht Verunglückte ein Arbeiter aus Oesterreich, der nach der Frankfurterstraße für die Leichen⸗ —— Filialen: Alten-Buseck, Daubringen, Fellingshausen, Flensungen, Garbenteich, Or Buseck Gr.-Linden, Grünberg, Hausen, Heuchelheim, Hochelheim, Kinzenbach, Kl Linden, Krofdorf, Lang⸗ Göne, Launsbach, Lauter, Leihgestern, Lollar, Mainzlar, Queckborn, Rödgen, Rodheim, Stangen⸗ rod, Staufenberg, Steinbach, Steinberg, Ulrichstein, Watzenborn, Wetzlar, Wieseck, Wißmar. — Wirkung vom 16. November 1897, der Gerichts- das Lächeln des Frl. Marloff bewundern, son-in Vilbel oder Umgegend arbeitete. Am Sams- wagen und Erwerbung von Gelände 23 000 A. assessor Gustav Brüel aus Gießen zum Amts⸗ dern da verlangten wir die möglichst lebenswahre tag Nachmittag sahen zwei Jungen, wie er die— Sehr dringlich wegen Ablauf der Fristen nichter bei dem Amtsgericht Lorsch mit Wirkung Darstellung der Porzia. Zwischen Shakespeare Chaussee von Friedberg herkam, Jaun auf einem über die genehmigten Kaufverträge(der Vertrag dom 17. November 1897 und der Gerichtsassessor und Kadelburg oder Schönthan besteht aber eine Strohhaufen Rast hielt und schließlich die Rich- mit Katzenstein ist am 1. August d. J. und der⸗ Eugen Funk aus Friedberg zum Amtsrichter furchtbare Kluft, die nicht durch ein, wenn auch noch tung einschlug, wo zwei Tage später seine Leiche jenige mit Weidmann am 1. Oktober d. J. ab⸗ igen del dem Amtsgericht Gernsheim mit Wirkung so reizendes, Lächeln überbrückt werden kann. aufgefunden wurde. Spuren der gewaltsamen gelaufen); Mehrkosten für die nach verändertem 9 boom 18. November 1897— ernannt. Der Man vergegenwärtige sich folgende Szene: Der Einwirkung eines Dritten sind nicht vorhanden. Entwurf zu errichtende Keller- und Schuppen⸗ Oberförster der Oberförsterei Ortenberg Ernst Prinz von Marocco steht vor den drei Kästen, Wahrscheinlich ist unter der Einwirkung der anlage 7100 4.— Eine baldige Unterbringung eten. mil Hoffmann zu Konradsdorf ist in gleicher um zu wählen. Nimmt er den Bleikasten, so istJ Winterkälte der Körper erstarrt. der Heizer in diesem in der Nähe des Kessel⸗ Dienzzeigenschaft in die Oberförsterei Butzbach Porzia die Seine. Die bildhübsche Porzia ist* Darmstadt, 2. Nov. Die Gesamt⸗hauses zu errichtenden Wohngebäude ist im In⸗ 4 hersetzt. dann für immer an den schwarzen Fürsten ge⸗ein nahme an Oktroi im abgelaufenen Ver- teresse der Betriebsfähigkeit erforderlich. Gießen, 4. Nov. Wegen der Betriebs- kettet. Und in diesen für ihr Leben vielleicht waltungsjahre 1896097 hat gegen das Vorjahr 5. Schullehrer⸗Seminar zu Fried⸗ tocungen auf der Eisenbahnstrecke Gießen ausschlaggebenden schrecklichen Augenblicken steht um 25092 4 31& zugenommen; sie beträgt berg. Anlage einer Badeeinrichtung 10400 A. Helnhausen ist bei der zweiten Kammer eine Frl. Marloff, die als Porzia nun mit Entsetzen 589061 ½ 70 3. Aus den Eingängen sei] Die Arbeiten sind jetzt schon vorzubereiten, 4 Interpellation des Abg. Wester nacher eingebracht 11 We 9 13 Arnd inn mil 80 rl. folgendes hervorgehoben: Wein in Fässern i 9 15 109 e Sunne 1 5 n. glü ächelnd im Zimmer! Nein, Frl. wurden im Großhandel 1806 Hektoliter mehr] abgeholfen und die Anlage im Sommer in Be⸗ 4 Gießen, 4. November.(Stadttheater,) Marloff, das war keine Porzig. Frl. Berner, eingeführt wie 1 Vorjahre, Bid 1100 Hekto⸗ nutzung genommen werden kann. Heslern Abend wurde vor dicht besetztem Hause welche die Narissa und Frl. Vio ttt, die die] liter mehr, Spiritus im Großhandel nahezu 7. Kreisamtsgebäude zu Alzey. In⸗ Shakespeares„Kaufmann bon Venedig“ Jessica spielte, gaben sich viele Mühe, ihren] 360 Hektoliter mehr; zur Bierbereitung inner gere Ausstattung des Neubaues, Anlage des f espielt. Da dieses Schauspiel allgemein bekannt] Rollen gerecht zu werden. Frl. Berner muß halb der Stadtgemarkung wurden 1900 Zentner Gartens und Kostenbeitrag zur Straßenherstellung 44 105 dürfte, können wir bon einer Wiedergabe! sich zunächst zweierlei abgewöhnen. Erstes darf Braustoffe mehr verwendet wie im Vorjahre. 7759 2. 5. 5 es Inhalts wohl absehen. Um so eingehender 1 15 1 in ut 1 955 198 9 gegen das A er 1 n ie n 1 Tech far 3 i istungen und zweitens n gar zu haufig m e138 en; dagegen mehr geschlachtet 173 Kühe. N. 1 lärfstes Ver Fritschle spielte die Tieel schlossenen Augen spielen. Alles in Allem sind und Runder 3150 Schweine 1112 Kälber 10 arme und kränliche oder schwächliche Schulkinder zolle. Er berstand es leider nicht, den edlen] wir mit der gestrigen Aufführung trotzdem zu 284 Hämmel und Schafe. Die Einfuhr frischen hat seine gemeinnützige Thätigkeit wieder auf⸗ 1 ntonio, der sein Herz für den bedrängten frieden. Wir verkennen durchaus nicht die] Fleisches und frischer Wurst hat um nahezu] genommen. Im verflossenen Winter wurden Bleiberschuß J Freund zum Pfande giebt, so darzustellen, wie] Schwierigkeiten, die zu überwinden sind, um den 14000 Kilogramm, diejenige von Dörrfleisch] vom 23. November bis 20. März 1009 Kinder 6 hätte geschehen müssen. Der Antonib des Kaufmann von Venedig zu mustergiltiger Auf, und geräucherter Wurst um etwa 8800 Kilo- der sechs städtischen Volksschulgruppen an zu⸗ herrn Fischler ließ ziemlich kalt. Und wie br ure. A len e ee e gramm e ebenso die Einsuhr von e e 2 ab eboch ter A 229 önigli 1 ümiert?— die Darsteller Zeit haben, um ihre Rollen auch] Wildbret und Geflügel um 2500 Kilogramm. je in Viertel Liter abgekochter Milch un eee gleiche 5 An⸗studieren zu können. Die Zeit aber fehlt den] Die Einfuhr von Hülsenfrüchten hat ebenfalls] einem Wasserweck von 85 Gramm Gewicht be⸗ ,, 1 0 f ö 0 r von 9 0 on Br 1 e 8 30. 22 bi e Aue init Herr wieder Neues. Und wenn dann zwischen dem] Backwaren. An Brennholz wurden etwa 15500* Darmstadt, 2. Nov. Wie Bennigsen und Rebscher beging den Fehler, daß er von vorn⸗„Modernen“ eine Shakespeare⸗ oder Göther Aufe] Raummeter mehr eingeführt wie im Vorfahr, Hammacher will dem Vernehmen nach auch der herein mit dem ganzen Aufgebot seines Könnens kürt 15 5 ah der onder dier ne Seo due Wee e en a Tage in ige J cee 1 1 a. a d8. er welche der früher hier roi-Rückvergütungen für ausgeführte] X Je Vepene„ be un Ende noch Jo dichfer Theaterdirektionen hätte iich überhaupt an solche und solche Gegenstände, die an die Hessischen e Wahlen 75 e ee ee nuszuhalten vermochte. Den Gipfelpunkt der Stücke herangewagt? Wir sind nicht nur der] Truppenteile geliefert wurden, wurden im ge⸗ mich 1155 eee 05 af onallibe⸗ Medertracht erreicht Shylock in der Gerichtsszene. Direktion Kruse⸗Helm, sondern auch dem Theater- nannten Verwaltungsjahre 28 353 1 30 8 ralen wollen an seiner elle den Landtags- Herr Lebscher leistete dabei auch wirklich vor⸗ 9 1 0 eigene für diese Aufführungen. une u b e U See e Aer e igliches. Noch weit eindrucksvoller aber wäre ie e 5 renne aus dem Foktrot 560 70 e i g 8 ießen, 4. Nov. Die landwirtschaft⸗ blieben. semiten ist Hauptkassebuchhalter und Stadtver— a 7 85 pee Ant der agen 11 liche dan eau zu Lindheim]* Darmstadt, 3. Nov. An die zweites ordneter Borwet, N N it tte hätte. für die Provinz Oberhessen, die seit acht Jahren[ Kammer der Stände des Großherzogtums* Mainz, 3. Nov. Der städtische Finanz⸗ Stoffen. da Dal ster an Ha Herr Liebscher besteht und es sich zur Aufgabe macht, Mädchen richtet das Ministerium des Innern das Er⸗ausschuß hat in seiner gestern Abend abgehal⸗ 1 bn e noch eins: Warum stellte 78 weilen] im Alter von 16 bis 20 Jahren die zur Füh⸗suchen, für die nachstehend aufgeführten, im tenen Sitzung, in der er sich entschließen sollte, „ e an dle 0 85 berech 155 05 rung eines einfachen bäuerlich⸗bürgerlichen Haus.] Hauptvoranschlag für 18971900 vorgesehenen] ein Terrain zur Veranstaltung deutscher 2. uren ier das eiste eine halts erforderlichen Kenntnisse 901 Anna Arbeiten, deren Ausführung ihrer Dringlichkeit 10 e de a 1 1 umher. Da f ntag, den 3. Januar, ˖ g igten Beratung und] daß er heute Nie f 7 Ih r Bien, 1 3 908 besten g fin 1808 eröffnen. 5 Felteuung dieses Worarschlahs verschoben wer⸗ aß am e ie fir die Rall f 5 j e desselben ist für etwa drei Monate be- den sollte, eine beschleunigte Beratung] daß zunächst die nötigen Gelber sir die altonal⸗ flbst dann noch ziemlich fest auf den Füßen 7 Meldungen zum Eintritt sind unter schlußfafsung herbetzuführen und feste, die Millionen erfordern, aufgebracht werden ehen, wenn die niedrigsten Leidenschaften ihr Beflegnkg der erforderlichen Papiere an den 1 ae dere Sulime vor⸗ müssen. Erst wenn das geschehen, wäre der Auneres durchwühlen. Im übrigen war Per Vorsitzenden des landwirtschaftlichen Bezirks⸗[läufig bewilligen zu wollen. Finanzausschuß bereit, der Sache näher zu treten. bscher in Maske wie Sprache ansgezeichne vereins Büdingen, Herrn Geh. Regierungsrat 1. Gym nastium zu Darmstadt. Er- Ferner lehnte der Finanzausschuß das Gesuch Air haben selten eine bessere Darstellung diefes Klietsch, zu richten. bauung einer steinernen Treppe und Verlegung] des hiesigen Gewerbebereins ab, um eine Unter- benetsansschen Halsabschneiders gesehen. Aber ge„ r 1. Nov. Gestern fand die] der Aborte im südlichen Bau 10 280. stützung bon weiteren 3000., die beansprucht 150 Pisa fihteen wir 15 1 1 Feier n 15 ng des Thors und 2. Dienstgebäude Heinrichstraße 55. wurden, worre e Zuschuß von 3000& och einschätzen, fühlten wir uns umsomehr were iestnen S irche Bauliche Veränderungen in den Räumen des entzogen worden itt. der hiesigen Stadtkirche statt. Bauliche Veränderung lichtet, ihn auf einige Fehler aufmerksam zu machen. Kreuzschiffs e 5 3 Verwaltungsgerichts⸗— a ktion dem talent⸗„Friedberg, 3. Nov. Erfroren? Gestern] Hauses zur Aufnahme des Verwaltungsgerichts Vermischtes. ir erwarten, daß die Dire 72 70 a 1 ines Ar⸗ 3900, für die Mobiliarausstattun K 0 i a orheim die Leiche eines dem Ar⸗hofes 3900 4, für die Mobiliarausstattung 925 ien 10 u Mende een jungen Mannes in selt⸗ dieses Gerichtshofes 4240 4, zuüsammen 8140— Der letzte Veteran von 1813. Der lezte . Proben seines Könnens abzulegen.„ cht. samer Lage aufgefunden. Er saß rücklings an Mark. f Freiheitskämpfer von 1813/15, der heute noch lebt, ist eufel dalle wer ihn hält, er wird ihn nich inem Bäumchen am Ufer der an dieser Stelle 3. Landwirtschaftliche Versuchssta⸗ Herr August Schmidt in Wolgast, der am 2. November p leicht zum zweiten Male fangen“.— Die I 5 tiefen Wetter, gegenüber dem Schwal⸗ tion. Vergrößerung der Arbeitsräume durch 1795 geboren wurde, also jetzt 102 Jahre alt ist. Der 1 85 männlichen Rollen fin 155 17 95 5 elmer Brunnen den rechten Arm um das[einen Anbau 11 000.. 1 alte Herr, der in guten Verhältnissen lebt und von seiner 15 e ed e enger 9 t mit Bäumchen geschlungen, die Fußsohlen im Wasser 4. Landeshospital Hofheim. Für Her⸗ Familie zürkach gepstnt wird, 15 sich noch voller . 19 n dese ung noch Herr! baumelnd, ohne Kopfbedeckung. Der Fundort stellungen bei den älteren Betriebsanlagen, die! Frische des Geistes, wenn auch der eber don uc 8 m be——— — 1 f isterte er, wenn eine Dame einem neu hinzu—„Was denn, Papa?“ Täglichen Anzeigers seiner Vaterstadt. Das Blatt Der Pferdebahnschaffner. gekommenen Unglüclichen zwanzig Zentimeter Sitz—„Du— Du bist Pferdebahnsch iffnoer?“ W Vana unter der Hand in haben ge⸗ f e neben ihrem Pelzkape und Rembrandthut ein⸗„Nun, ist das kein ehrlicher Berufs wesen, und Nan Körner hatte seufzend gesagt: Skizze von E. Fahr ew. zumte.— Die Folge war jedesmal ein Trinkgeld„Aber weshalb— ich— ich habe Dich in der„Siehst Du, Männchen, das wäre doch nun (Machen verboten)? räumte, e allgemeine angenehme Stimmung, und ganzen Stadt vergeblich gesucht,— in Deiner alten so etwas Schönes für unseren Oswald!“ (Schluß.) 0 und 5 0 Bichter⸗ hieß er beim Publikum wie Wohnung wußte niemand etwas von Dir...“ Der Professor, der nur auf diesen ersten Anstoß Unter seinen Fahrgästen war der hübsche, heitere 0 Kolle 5„Du hast mich gesucht, Papa,— wirklich?“ gewartet hatte, um seine längstbereute Härte wieder Schaffner bald eine gerngesehene und mit manchem bei den 5 978 trat ein hagerer, düster aussehen—„Ja, ja,— die Mutter ließ mir keine Ruhe] gutzumachen, hatte auf den Köder angebissen und üufpfennigstück beglückte Persönlichkeit. e e mehr, und ich selbst— na, kurz und gut,— Duswar nach Berlin gefahren, um den„Verschollenen f 8 e Wagen, der sich vergebens nach 0:. E 5 Diese Trinkgelder beliefen sich an manchen der 1 sigen umsah. Oswald zeigte bist mir wohl sehr böse, mein Junge? zu suchen, daß er ihn 1 anwerben Tagen bis auf drei Mark, und mit unendlichem 0 ee Raum zwischen zwei Damen„Ich? Ach, Du lieber Gott—— nur noch finden sollte, das war„göttliche Fügung. Stolze brachte Oswald dann seiner kleinen Gattin Stehplätze, meine Herrschaften, alles besetzt!— Es kann auch in solchen Zufällen viel unbe⸗ ven Erlös heim. 17 n en Rutschen würd' den Herrn hier Charlottenstraße!—“ greiflich Göttliches liegen, 1 78 ber Ort der „Das find meine Dichterhonorare“, sprach er Ein 9 Am nächsten Morgen wurde der Schaffner[Handlung ein so urprosaischer Ort ist wie ein 5 5 r verbinden, 5 A 2 7 lustig.„Du nimm für N Sele dee Selbst ein Geffen kann dort Platz nicht Oswald Körner krank gemeldet— er hatte sich in] Pferdebahnwagen. einah ebensoviel ein wie ich für meine Knittel, 7 finden.“ dieser Nacht in einem feinen Restaurant den Magen Oswald ist jetzt auf dem besten Wege, reicher du„ und da sage noch einer, daß die ac Bei dem ersten Wort war der Herr zusammen⸗ — 2 —— 7 ** 5 — N jen Preisen, A — 2 — —— — 1— 2 D — 2 22 verdorben, wo er mit Emily und seinem Vater bis zu e 0 ae. 70 1 wen i 4 S f um ein Uhr Versöhnung gefeiert hatte. der witzigsten Zeichn 1 4 en legenden n einige kleine Klavierschülerinnen gefahren 105 15 1 e 10 Sub 10 Emi 175 pflegte er später zu Blättern rühren tente e zweimal von Hetommen und nun konnten die beiden jungen Hann 0 am Arm fest und ging mit ihm sagen,„Professorenstolz vergeht, Schaffnerredlichkeit ihm her. Aber jetzt ist ater Körner mit seinev. 5 0 cen manchmal einen Pere 77 146 einen auf dem Perron, wo bei der grim⸗besteht.“ i Karrikaturen einverstanden, denn— sie bringe n Essen, wenn Oswald gerade dienstfrei war. 1 5 ee anf stand.. Einige Wochen nach dem unerwarteten Wieder; Geld. W rücken Machba e e 5„Oswald— Junge— was soll das bedeuten!“ Ufinden war Oswald Herausgeber und Verleger des—— wird des Nachbar. 1 schwach ist, und eines liebenswürdigen Humors. Als er vor zwei Jahren sich anschickte, den 100. Geburtstag zu begehen, da meinte er lächelnd:„Gelingt mir das, dann will ich für die nächsten 100 Jahre in den Wolgaster Jünglingsverein treten.“ Unb als er ferner hörte, daß außer ihm noch vier Veteranen am Leben seien(die seit⸗ dem sämtlich gestorbeu sind), sagte er schmunzelnd:„Ich will gern der Letzte bleiben, ich habe mich nie vorge⸗ dräugt und will das auch hierbei nicht thun.“ Der letzte Veteran hatte eine unruhige Jugend zu durchleben Er trat am 17. März 1813 als freiwilliger Jäger ein, machte den Feldzug bis zu Ende mit und diente dann aufs Neue dem Vaterlande vom 1. April bis 22. De⸗ zember 1815. Er focht bei Bautzen, Jüterbog, Groß⸗ beeren und Dennewitz, nahm an der Belagerung von WMittenberg teil, kämpfte in der Schlacht bei Leipzig und überschritt zweimal den Rhein. Gern erzählt er noch, wie der alte Blüchrr seinen Truppenteil mit den Worten be⸗ grüßte:„Na ji olleu Pommern, nu soll'n je franzö fisch lier n“. Bel Ligny und bei Belle⸗Alliance stand unser Helb im heftigsten Feuer. Der Winterfelbzug brachte auch ihm viel Beschwerbe; er mußte hungern, frieren und viel marschieren. In dem Besitz des alten Herrn befindet sich eine Karte, auf welcher er jeden Ort, den er passierte, unterstrichen hat. Die Karte sieht bunt genug aus. Aber überall hat er sich bewährt und mit Recht ist er stolz auf bas Zeugnis eines„unerschrockenen, tapfern und zuver⸗ lässigen Kriegers“, welches ihm seine Vorgesetzten von Kleist, Karbell und Andere in seinen Militärpapieren aus⸗ gestellt haben. — Von der Findigkeit der Post wird einem Berliner Blatt nachstehen ber Zug berichtet: Vor drei Monaten wurbe ein Brief eingeliefert, der die rätselhafte Abresse trug:„An den Sieger in der bevorstehenden Kon⸗ kurrenz für das Bismarck⸗Denkmal in Berlin.“ Die Jury war noch gar nicht zusammengetreten, kein Mensch konnte die Entwürfe, bie findige Post aber hat jenen Brief ohne Weiteres Herr Reinhold Begas ausgehändigt. Man beabfichtigt dieses Verfahren anzuwenden, um auch bei zukünftigen Konkurrenzen der Neugier des Publikums Mainz wohnhafte, aus Bensheim a. d. B. gebürtige entgegenzu kommen.— Die Berliner Zeitung aber, die Küfer Herrmann Best war wegen eines angeblichen Dieb⸗ diese Notiz bringt, trägt den Titel—„Lustige Blätter.“ — Juristendeutsch. Folgendes reizendes Satzun⸗ geheuer findet sich in einem Erkenntnis des deutschen feichsgerichtes.(Aber vor dem Lesen erst Atem holen!) Also:„Anlangend sodann das in dem ferner vom Kläger in Bezug genommenen§ 10 des Vertrages für den Fall gewährte Exmissions recht, daß die Entrichtung des Miet⸗ zinses nicht spätestens bis zum Ablauf eines Monats nach dem Fälligkeitstermin erfolgt ist, so hat das Berufungs⸗ gericht, das dieserhalb zu allererst in der Ende November 1895 angestellten Klage vom Kläger geltend gemachte Recht für ausgeschlossen gehalten, indem im Hinblick auf den von dem Gerichte als vorliegend angenommenen Um⸗ stand, daß zu dem gebachten Zeitpunkt die am 1. Oktober 1895 fällige Mietsrate für das vierte Quartal solchen Jahres noch nicht gezahlt worden, geltend gemacht ist, es sei eine der Klageanstellung vorangehende stillschweigende Fortsetzung des Mietsverhältnisses seitens bes Klägers als vorliegend zu erachten, und zwar um so mehr, als das Verhalten des letzteren während der ganzen Vertragsdauer gegenüber den oftmals mit den Mietzinszahlung säumigen Beklagten diese habe in den Glauben versetzen müssen, daß der Kläger, dem es auf eine pünktliche Innehaltung der Zahlungszeit nicht ankomme, wegen desfallsiger Säumigkeit zur Aüsübung des Exmissionsrechtes nicht schreiten werde.“ — Ein Münzfund. Bei dem Dorfe Starzebdel im Kreise Guben liegt der Baalshebbel, ein doppelter Rundwall. Hier pflügte dieser Tage ein Knecht einen Topf mit silbernen Hohlpfennigen aus; die jüngsten stam⸗ men aus dem Jahre 1319. Da in jenem Jahre König Johann von Böhmen in die Lausitz einen Einfall machte, so ist offenbar der Topf bei dem Anzuge des Feindes vergraben worden. Wie man unbemerkt zu einem schlechten Leumund kommen kann, liefert nachstehender Fall, den wir dem„Mainz. Tabl.“ entnehmen, Zeugnis„Der in stahls an der hiesigen Strafkammer angeklagt, wurde aber freigesprochen. Bei der Feststellung der Personalien des Angeklagten wurde eine große Anzahl von Vorstrafen verlesen, die alle angeblich der Best erlitten habe sollte. Der Angeklagte erstaunte über diese Mitteilung des Ge⸗ richts und erklärte, er habe diese Vorstrafen, die zum Teil bis in die letzten Jahren datieren, nie erlitten. Nun war das Erstaunen auf Seiten des Gerichts. Es stellte sich nämlich heraus, daß dem Best während seiner Wan⸗ derjahre gelegentlich eines Rheinbades in Basel die Legiti⸗ mationspapiere gestohlen worden waren. Der Dieb reiste nun auf die entwendeten Papiere und wurde von ver⸗ schiebenen Gerichten des In⸗ und Auslandes auf den Namen Best verurtellt und zwar teilweise zu erheblichen Zuchthausstrafen. Nach gesetzlicher Bestimmung wurden nun diese Strafen in das Strafregister der Stadt Bens⸗ heim, der Heimatgemeinde des wirklichen Best, eingetragen und sollten diesem auf das Konto gesetzt werden. Die Staatsanwaltschaft hat sich des Falles bemächtigt; hoffentlich gelingt es bald, das Inkognito des Gauners, der offenbar noch immer auf den Namen Best reist, zu lüften. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 4. Nov. Aus Bochum wird dem„Berl. Tagebl.“ gemeldet: Von der gegen⸗ wärtig im Industriebezirk auf Verordnung der Regierung angenommenen Massenauswei⸗ sungen russisch⸗galizischer Arbeiter wurden hier viele Familien betroffen. Die Polizeiverwaltung hat jedoch die Ausweisungs⸗ befehle noch nicht ausgegeben, sondern bei der Regierung um die Betreffenden verwandt mit dem Bemerken, daß sich die Leute hier ruhig . Grund zur Ausweisung vorliege. Ein Beschei der Regierung ist hierauf noch nicht eingetroßfer Hd. Köln, 4. Nov. Die„Köln. Zeitung schreibt: Auf die endliche Lösung der durch d Ungewißheit des Schicksals der Milite Strafprozeß-Ordnung herbeigeführten z neren Krisis habe der Großherzog von Bade einen bestimmenden Einfluß ausgeübt. ihm zu verdanken sein, daß schließlich die Hemer, nisse überwunden wurden, welche der Vorlaß entgegenstehen. Dadurch sei dem Reichskanz möglich gemacht worden. Die„Köln. Zeug fügt hinzu, man werde in der Annahme nie fehlen, daß die Verhandlungen hierüber mit den wesenheit auf Schloß Baden im Einverständn mit dem Kaiser durch den Großherzog on Baden zu Ende geführt wurden. Hd. Tromsoe, 4. Nov. dampfer Viktoria ist wieder hier eingetroffen. Der Dampfer mußte umlehn Der Rettung! Propeller los geworden war. bessert und heute soll die Fahrt von neuem aufgenommen werden. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Nhe und anständig verhielten und kein ersichtlice 1 f 5 Es fun die Einlösung seiner im Reichstage gegeben Zusage und dadurch sein Verbleiben im Am Fürsten Hohenlohe während seiner jüngsten zu allgemeinem Erstaumn, da auf der Fahrt durch Lockerung von Schrauben b Die Maschine wird aus, teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmamsee Buchdruckerei(Rademaker u. Keßler), Gießen. Schloß. Holzverkauf. Papiermühle. Nachberzeichnetes, im Winter 18978 in ben Freiherrl o Rabenau⸗ schen MWalbungen zur Fällung bestimmtes Bau- und Nutzholz soll auf dem Submisslonswege verkauft werben: 1. Stämme: Eiche: ca. 50 Fm. Scheitholz, ca. 100 Fm. Bauholz von 30 Em, mittl, Durchm. aufwärte, ca. 50 Fm. Bauholz von 20—30 Em mittl. Durchm., ca. 30 Im. Grubenholz bie zu 20 Em. mittl. Durchm. 2. Stamme: Buche: ca 50 Fm. Schnitt⸗ holz über 50 Cm. mittl. Durchm., ca. 50 Fm. Schnittholz von 40 50 Cm., ca. 100 Fm Schnittholz von 30—40 Em. mittl. Durchm. 3. Stämme: Kiefern: ca 300 Fm. Bauholz von 20 Em. mittl. Durchm. aufwärts, ca. 50 Fm. Orubenholz bis zu 20 Cm. mittl. Durchm. 4. Stämme: Fichten: ca 50 zm Schnittholz von 30 Em mittl. Durchm. aufwärts, ca. 50 eim. Haubolz von 200 Em, mittl Durchm. 5. Stämme und Stangen; Fichten: ca, 70 Fm. bie zu 20 Cm. mittl. Durchm.(Sämtliches Buchenholz ist glattschaftig). Das Holz lagert ca. 2—5 Kilometer von der nächsten Station ber Bahnstrecke Londorf— Grünberg, bezw., Grünberg Gießen. Angebote sind bis zum 15. November l. J., vormittags 10 Uhr, verschlossen, mit entsprechender Aufschrist versehen, einzureichen Submissionen. Gießen. Die Abgabe von leinenen ꝛc, Lumpen soll vergeben werden. Die Bedingungen liegen auf bem Verwaltungsbureau ber chirurgischen und ophthalmologischen Univ.⸗Klinik, nach⸗ mitt ige von 3 bis 6 Uhr, offen. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis Sams tag, den 20. d. Mis., vormittags 10 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Gießen. Für bie chirurgische und ophthalmologische Univ. Klinik soll bie Lieferung von Weißzeug⸗ und Kleibungsstllcken vergeben werden. Die Bedingungen liegen nachmittags von 3 bis 6 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Offerten, verflegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 20. November, vormittags 10 Uhr, auf dem erwähnten Burtau abzugeben. Die Zuschlagefrist beträgt 8 Tage. Gas⸗Cokes. Durch Stadtverordneten-Beschluß vom 30. Se tember bezw. 28. Oktober d. J. wurden die Prelse unserer Gascokes bis auf Weiteres festgesetzt sowie die Verkaufsweise eingerichtet, wie folgt: für den Zentner ab Verkaufs stelle: Stück ⸗Cokes 1.10 Mt. Nuß⸗Cokes in zwei verschiedenen Korngrößen für Stubenheizung und für weite und enge Ofen schächte passend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als burchschnittliche Korn— größe des Anthracit, gangbarste Sorte 120 Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit 125„ Für Anfuhr an das Haus werden 3 Pfennig für den Zentner berechnet. 7 0 NB. E Sofern bas Verbringen ber Cokes auf die betr. Lagerplätze(Keller, Stall pp.) mit keinem außer gewöhnlichen Zeitaufwand verbunden ist, geschieht dies ohne besondere Verglltuug, Eine Preisermäßigung bei Entnahme von Wagenladungen erfolgt nicht mehr. Der Verkauf unserer Gascokes unter und bis einschließlich 3 Zentner findet bis auf Weiteres im Gaswerk nicht mehr statt und werden daselbst nur Quantitäten von über 3 Zentner verabfolgt. — Dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen ein Klein⸗ verkauf unserer Gascokes eingerichtet worden, nämlich bei den Herren: Joh. Fischer, Alicestraße Nr. 19, Ed. Klinkel., Bahnhofstraße Nr. 10, Emll Pistor Nachfolger, Narktstraße Nr. 10, ¶ustav tup el. Schillerstraße Nr. 5, Georg Schäfer,, Licherstraße Nr. 2, Georg Unverzagt, Kaplansgasse Nr. 5. Diese Firmen berechnen die gleichen Preise unserer Gascokes samt Anfuhr wie das Gaswerk und schicken dieselben auch in Mengen unter fünf Zentner zu. Gleßen, den 29. Oktober 1897. tädtisches Gas⸗ und Wasserwerk Giesen. Otto Bergen. Tafel- Service, Kassee-Service, Chrystall-Service aus den renommiertesten deutschen und französischen Fabriken empfiehlt in größter Auswahl und jeder Pretsla 1557* Gg. Ph. Fillmann, farktstr. I. Freundl. möbliertes Parterre-Zimmer mit zwei Betten, passend für zwei[Herren, welche zusammenwohnen möchten, auch einzeln zu vermieten. Wetzsteinstraße 44. Sonnenstraße 26 ist der zweite Stock, bestehend aus zwei Zimmer nebst Zubehör auf 1. Dezember ander⸗ weit zu vermieten. Näheres bei der Bürger⸗ meisterei— Zimmer Nr. 15. 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