Auf dem — e a fd. 951, 0 195 Gänfttiet— i fusen 28 Nfg. 0 58 , Günse pet Mund . und Nündseasch 60 el. gulf 7072 065, Kartoffeln 15 2 r Zuume 4,00 Man r urg, WMerandd⸗ Redal⸗ tmann, beide in Gießen. 19 ier Frödchen u 10 U urg. * und dtag e e V. außer 5 eutscher meruet. e r * N r ——p—.————— p D 7 gore. n, st beo. Gicht Nr. 3 Poftztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. b A usgabe Gießen, Dienstag, den 5. Jaunar undes Gießen. Postztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Redaktion: N Kreuzplatz Nr. 4. Aus dem Verwaltungsbericht der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1895/96. II. Städtische Unterrichtsanstalten. Unter der Leitung des Großh. Gymnasial⸗Direktors Geh. Oberschulrates Prof. Dr. Schiller wird die Vor schule des Gymnasiums in verfügbaren Räumen des Gymnasialgebäudes auf Rechnung der Stadt abge⸗ halten; dieselbe besuchten in drei Klassen im Sommer 1895 89 Schüler gegen 89 im Bort „Winter 1895/96 91„ 11 94 9 11 In Folge des stärkeren Besuches ist auch in diesem Jahr nur ein Gesamtzuschuß der Stadt von 575 K 84 4 oder von 6, 40 J pro Schüler nötig geworden, da sich die Vorschule im Uebrigen ganz aus dem Schulgeld er⸗ halten konnte. N Das Realgymnasium besuchten in 9 Klassen: im Sommer 1895 273 Schüler gegen 268 ö im Vorj „Winter 1895/96 264 57 285 5 Die Realschule in 7 Klassen, von welchen 2 geteilt waren: im Sommer 1895 288 Schüler gegen 288 im Vorj „Winter 1895/96 279 7 287 4 Die Vorschule beider Anstalten in 3 Klassen: im Sommer 1895 127 Schüler gegen 124 „Winter 1895/96 126 15 126 Insgesamt sonach: im Sommer 1895 688 Schüler gegen 680 im Vorj „Winter 1895/96 669 0„ ie 7 Im Lehrerpersonal haben während des Berichts⸗ jahres keine dauernden Veränderungen stattgefunden. Die vereinigten Anstalten haben— neben einem Staatszuschuß von 17501 J 61 4— für die Hälfte der aus der Schulgeldeinnahme nicht gedeckten persönlichen Ausgaben, sowie für die sachlichen Kosten einen Zuschuß aus der Stadtkasse beansprucht von 31864 4 69, sonach von 46 4 96 J für den Schüler(ohne die Ver⸗ zinsung und Tilgung der Baukapitalien) und von 72 75 4 einschließlich des Staatszuschusses. Die höhere Mädchenschule besuchten 10 Klassen⸗ einschließlich der 3 Vorschulklassen: im Sommer 1895 302 Schülerinnen gegen 315 ö 1. Vorj „Winter 1895/96 286 1„ 30 Die erweiterte Volksschule für Mädchen in 8 Klassen, einschließlich der 3 Vorschulklassen: im Sommer 1895 199 Schülerinnen gegen 218 im Vorj. „ „Winter 1895/96 190 5„ 218 fi. Vor. Insgesamt sonach: im Sommer 1895 501 Schülerinnen gegen 533 1. Vori „Winter 1895/96 486 15 523. 0 Es ist wohl anzunehmen, daß die im vorigen Verwal⸗ tungsbericht begründete, mit dem Berichtsjahr in Kraft getretene Erhöhung des Schulgeldes den vorstehenden Rück⸗ gang im Besuche der Schule mit beeinflußt hat. Im Lehrerkollegium der Anstalt haben sich mehr⸗ fache Aenderungen vollzogen: an erster Stelle ist auch hier des Verlnstes zu gedenken, welchen die Anstalt in dem am Schluß des Schuljahres 1894/95 erfolgten Abgang des Direktors Dr. Landmann erfahren hat. An seine Stelle trat Dr. Adolf Stoeriko aus Butzbach. Die schon einige Zeit vorher beurlaubt gewesene Lehrerin Fräulein Taschs wurde vom 3. April 1895 ab in den Ruhestand versetzt; der mit der Stelle des Diri⸗ genten an der höheren Bürgerschule zu Homberg an der Ohm betraute Lehramtsassessor Kromm wurde durch den bis dahin an dem Realprogymnasium in Friedberg ver⸗ wendeten Lehramtsassessor Dr. Sommerlad ersetzt. Mächte der Finsternis. Roman von Helmuth Wolfhardt. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Da auch Rodewald die Aufforderung durch einen Blick unterstützte, verließ die Frau wirklich das Zimmer, und obwohl seine Stimme schon so schwach war, daß selbst der unmittelbar neben ihm Sitzende Mühe hatte ihn zu verstehen, drängte doch der Pack— meister, der jetzt bei auffallend klarem Bewußtseins zu sein schien, seinen Besucher, sich davon zu überzeugen, daß sie nicht etwa an der Thür horche. Als ihn Rodewalds Versicherungen darüber völlig beruhigt hatten, umklammerte er mit seinen eis— kalten knöchernen Fingern die Hand des Guts⸗ besitzers. „Denken Sie noch an die Zugentgleisung in agosewo?“ fragte er, und dabei flimmerte etwas auf dem Grunde seiner Augen, das Rodewald bis ins innerste Herz erbeben ließ. „Weshalb begehren Sie das von mir zu wissen?“ erwiderte er, sich nur mit Mühe zu jenem sauften und ruhigen Ton zwingend, der am Bette eines Sterbenden geboten war.„Gewiß denke ich daran, denn ich verlor bei diesem Eisenbahnunglück ja mein einziges Kind.“ Immer härter verspürte Rodewald den unheim⸗ lichen Druck der kalten Totenfinger. „Aber es war kein Unglück“, kam es in pfeifen— den, zischenden Lauten aus der stürmisch atmenden Brust des Kranken,„es war ein Verbrechen, und — ich— ich weiß, wer es gethan!“ Keines Wortes mächtig starrte der weißhaarige Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile. Der Zuschuß aus der Stadtkasse zu den Kosten der hier vereinigten Schulen beträgt im abgelaufenen Jahre 25 034,63 J, sonach 50,73, für eine Schülerin (ohne die Verzinsung und Tilgung der Baukapitalien), somit ungeachtet der Schulgelderhöhung immer noch mehr als für die Besucher der Realschule und der Volksschulen. Lofales und Provinzielles. * Gießen, 4. Jauuar. Die beiden gestrigen Konzerte unserer Militärkapelle im Café Leib und in Steins⸗Saalb u waren nur mäßig be⸗ sucht.— Zwei Konzerte an einem Tage für Gießen scheinen eben des Guten zu viel zu sein. Die Kapelle leistete wieder ganz vorzügliches und erntete den wohlverdienten reichen Beifall des Publikums. * Gießen, 4. Januar. Die Reichsbank erwarb für ihre Nebenstelle das seither den Herrn Jean Wern u. Co. gehörige Haus, Westanlage 17, in welchem sie zur Zeit ihr Domicil hat, für den Preis von 40000 Mark. Die Unter⸗ bringung der Nebenstelle in einem eigenen Heim ist wohl dadurch veranlaßt, daß sich der Ver— kehr bei derselben gehoben hat und in Rück— sicht auf die Entwickelungsfähigkeit unserer Stadt Aussicht auf weitere Steigerung vor⸗ handen sein dürfte. * Gießen, 4. Januar. Die Pläne zum Bau der Bieberthalbahn sind voll— ständig fertig gestellt und teilweise auch genehmigt. Nur betreffs des Umbaues der Lahnbrücke schweben noch Verhandlungen mit der hessischen Regierung, welche deren Ver- breiterung mittels Konsole hergestellt zu haben wünscht, während die Kleinbahn-Gesellschaft diesen Umbau auf billigerem Wege ausführen will, doch ist Aussicht rh en den, daß die Verhandlungen auch über diesen Punkt eine günstige Lösung finden werden. Sicher ist aber, daß spätestens Mitte des Jahres die Anlage dem Betrieb übergeben werden wird. * Gießen, 4. Januar. Im Jahre 1896 haben 3860 Stationsgäste die Natural— verpflegung in Empfang genommen; die Verpflegkosten hierfür beliefen sich auf 2701 Al. 40. Gegen dem Jahr zuvor ist eine Ab— nahme von 906 Stationsgästen zu ver— zeichnen. * Gießen, 4. Jan. Im Laufe dieses Jahres soll, wie das„Mainzer Journ.“ mitteilt, ein Oberhessischer Katholikentag abgehalten und die Vereinsthätigkeit in den kath. Gemeinden der Provinz Oberhessen lebhafter wie im ver— gangenen Jahr angeregt werden. Heute, Montag, den 4. Januar, nachmittags 3 Uhr, findet eine Versammlung der Vertrauensmänner des„Volks— vereins für das kath. Deutschland“ für den Be— zirk Oberhessen in Friedberg statt. H. Garbenteich, 4. Jan. Schlägereien sind in unserem sonst so friedlichen Orte seit einiger Zeit an der Tagesordnung. Am Abend des zweiten Weihnachtstags wurde der Milch— kutscher von Schiffenberg in der Gastwirtschaft „Zum weißen Roß“ derartig zugerichtet, daß er — ä sich gegenwärtig unter sehr bedenklichen Um⸗ ständen noch in der Klinik zu Gießen befindet. — In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag kam es in derselben Wirtschaft zu ernsten Auf⸗ tritten. Der„Krieger⸗-Verein“ hatte an dem betr. Tage sein Lokal dorthin verlegt. Der Umzug erfolgte unter Trommelklang. Wie die geschwätzige Fama erzählt, sollen die Trommel⸗ stöcke am späten Abend auf den Köpfen einiger Mitglieder getanzt haben. Obgleich sich nun inbezug auf die Werkzeuge, die bei der Schlägerei benutzt wurden, kein bestimmter Nachweis führen läßt, so viel steht fest, daß sich einige Mitglieder des Krieger⸗Vereins die Köpfe gehörig„ver⸗ sohlten“. Bad Nauheim, 3. Jan. Einem Burschen ging vorgestern die Pistole, die er mit einer Kugelpatrone geladen hatte, aus Unvorsichtigkeit los. Das Geschoß traf einen 13jährigen Jungen in die Brust; die Verletzung ist lebensge⸗ fährlich.— Der Bauaufseher der hier thätigen Baufirma Elfenheimer und Müller aus Hanau, Konrad Monat, hat sich in seiner Mietwohnung dahier durch einen Pistolenschuß getötet. Der aus Babenhausen stammende Mann hinterläßt daselbst eine Frau mit zwei kleinen Kindern. Die Ursache des verzweiflungsvollen Schrittes ist noch nicht mit Sicherheit een Beerfelden i. O., 2. Jan. Herr Gutsbesitzer Freudel von Etzean erlegte am 28. Dezember in seinem Jagdreviere ein Prachtexemplar von einem Dachs. Da hier zu Lande im hohen Winter schon öfter Dachse zur Strecke gebracht wurden, so dürfte damit wieder die Behauptung, der Dachs halte einen Winterschlaf, wider⸗ sprochen sein. Offenbach, 2. Januar. Am Mittwoch Nachmittag wurde in Seligenstadt die bereits angekündigte Versammlung zum Zwecke der Er⸗ bauung der Kahlthal-Bahn abgehalten, die eine Verbindung der bayerischen Orte des Kahl⸗ grundes mit der neueröffneten hessischen Bahn⸗ linie Offenbach-Reinheim herstellen und bei Seligenstadt über den Main geführt werden soll. Die Versammlung war von mehr als 200 In⸗ teressenten besucht. Ein 15 gliedriges Komitee wurde zur Ausarbeitung der nötigen Vorarbeiten gewählt. Falls die Landtage die nötigen Geld⸗ mittel bewilligen, soll der Bahnbau auf Kosten der beteiligten Gemeinden in Angriff genommen werden. * Offenbach, 2. Januar. Die Handels- kammer beschloß zu der Eingabe der Handels⸗ kammer Wiesbaden an den Reichstag, betreffend Errichtungen von Schiedsgerichten zur Schlich— tung von Zollstreitigkeiten, daß seitens der Handelskammer nach wie vor die Schaffung eines Reichs-Zolltarifamtes für erforderlich be— zeichnet werden soll, ohne daß die Kammer sich für die Einzelvorschläge Wiesbadens ausspricht. — Das von dem deutschen Handelstag erbetene Gutachten zu dem Antrag der Handelskammern Metz und Straßburg auf Abänderung von f 23 der Konkursordnung wurde dahin festgestellt, daß keine Veranlassung dazu vorliege, den bei pedition: 5 2⁰ 1 a Nr. 4. Ausbruch eines Konkurses auszubringenden offenen Arrest zu gunsten von Wechselforderungen zu unterbrechen.— Dem Ersuchen der Handels⸗ kammer Mannheim entsprechend wurde, dem schon im Jahre 1885 vertretenen Standpunkte gemäß, beschlossen, für das Anlaufen von Rotterdam seitens der staatsseitig subventio⸗ nierten Postdampfer einzutreten. *Wald⸗Michelbach, 3. Jan. Am Dienstag wurde hier der 89 jährige,„letzte Schweinehirt“ unseres Ortes Peter Gims zu Grabe getragen. Seine Funktionen mußte er bereits vor 30 Jahren einstellen, als das betreffende Amt dem Fortschritt der Zeit weichen mußte. Als Nachtwächter ver— sah dann der Verstorbene seinen Dienst bis in sein hohes Alter mit seltener Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue.— Nachdem einem hiesigen Landwirt in kurzer Zeit von einem Fuchs bier Hühner geholt worden waren, stellte Jagd⸗ besitzer Dr. W. eine Falle. Am andern Morgen fand sich in derselben nur ein abgebissenes Fuchsbein vor. Der Schweiß führte in ein nahes Steinlager; dort erlöste man den Hühner⸗ dieb von seinen Schmerzen. * Mainz, 2. Januar. In der letzten Stadtverordneten⸗Sitzung brachte der demokratische Stadtverordnete Mayer und Ge⸗ nossen einen Antrag ein, die Versammlung möge die hessische Regierung ersuchen, im Bundesrat gegen die Verordnung betreffend die Ver⸗ wendung von Militäranwärter im Ge⸗ meindedienst ihren Einfluß geldend zu machen. Der Antrag wurde an die juristische Kommission verwiesen.(Wie noch verlautet, wird sich auch der demnächst zu berufende hessische Städtetag mit dieser Vorlage beschäftigen. Oberbürgermeister Dr. Gaßner ist zum Referenten in dieser Angelegenheit bestellt; da die Ansicht des Herrn Dr. Gaßner in dieser Frage sich mit den Anschauungen deckt, die überall in Süddeutschland vorherrschend sind, so wird über den Beschluß, den der hessische Städte⸗ tag über die Verwendung von Militäranwärtern im Gemeindedienst fällen wird, wohl kein Zweifel sein können.)— Im weiteren bewilligte die Ver⸗ sammlung 5000. für die Beschäftigung Arbeitsloser. Die Arbeit soll bei Bedürfnis beginnen, in Steinschlagen bestehen und im Akkord ausgeführt werden.— In der geheimen Sitzung erfolgte in der Simon Bladschen Erb— schaftsangelegenheit Zustimmung zu dem Vergleich, der zwischen der Schwester des Testa⸗ tors und der Stadt Mainz abgeschlossen wurde. Die Schwester Blads, Frau Witwe Haubels⸗ hofen in Berlin, erhält von der Stadt Mainz 20 000%, deren Anteil immer noch gegen 300 000 l beträgt. * Mainz, 3. Jan. Am Neujahrstag fand vom Zentralbahnhof aus das Begräbnis des in Bonn verstorbenen General der In⸗ fanterie von Woyna, des früheren Gouverneurs der Festung und Ehrenbürgers der Stadt Mainz, statt. Die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden, sowie das gesamte Offizierkorps und eine Anzahl Vereine gaben dem Verstorbenen das Mann in das fahle, hippokratische Gesicht. Ihm war, als fühle er den Schlag seines Herzens stocken, als müßte ihm unter der Wucht der Enthüllung, die ihm hier zu Teil werden sollte, seine Sinne schwinden. „Ja, ich weiß es“, fuhr Milow fort, da er keine Antwort erhielt,„ich weiß es und will es Ihnen sagen; aber Sie müssen mir versprechen, ihn nicht zu verraten.“ „Niemals werde ich ein solches Versprechen geben!“ sagte Rodewald mit erstickter Stimme. „Wenn Sie wirklich der Mitwisser jenes Elenden sind, so haben Sie durch Ihr Schweigen eine schwere Schuld auf Ihr Gewissen geladen, und ich be— schwöre Sie, sich derselben ohne Zaudern und ohne Vorbehalt zu entledigen. Wie wollen Sie vor dem Richterstuhl des Ewigen bestehen, wenn Sie ein solches Geheimnis mit sich hinabnehmen könnten in das Grab!“ Die Züge des Packmeisters verzerrten sich wie im Ausdruck einer gräßlichen körperlichen Qual. „Ist es denn gewiß, daß— daß ich sterben muß?“ „Ihnen darauf zu antworten, bin ich nicht im Stande. Aber Sie sollten immerhin an diese Möglichkeit denken und sollten sich von Allem be— freien, was Ihnen die Todesstunde zur Höllen— marter machen muß! Um Ihrer eigenen Seligkeit, um des Glückes unserer Kinder willen flehe ich Sie an: nennen Sie mir den Namen jenes Verbrechers!“ Er mußte sich tief über den Sprechenden hinab— neigen, um die Erwiderung desselben zu verstehen, denn Milows Stimme wurde zu einem kaum noch hörbaren, flüsternden Hauch, als er sagte: ———————— F—— „Es war ein Angestellter der Bahn— einer, der sich an der Gesellschaft rächen wollte, weil er in schreiender Ungerechtigkeit wegen einer nichtigen Ursache aus seinem Dienste entlassen worden war.“ „Wie? Um sich an der Eisenbahngesellschaft zu rächen, hätte er mit schurkischer Kaltbütigkeit das Leben so vieler Unschuldigen vernichtet, die er doch nie zuvor gesehen? Nein, das ist unmöglich! Einer so teuflischen Bosheit ist kein menschliches Wesen fähig!“ „O, Sie dürfen ibn nicht so sehr verdammen! Das hat er ja auch nicht gewollt— und er wußte überdies nicht, was er that. Er war sinnlos vor Wut und sinnlos vom Branntwein— von dem Satansgetränk, das Gott verfluche!“ Mit einem Gefühl des Entsetzens, wie er es nie zuvor empfunden, befreite Rodewald seine Hand. Eiskalt hatte es seinen Körper überrieselt, und ihm war, als sträube sich jedes Haar auf seinem Haupte. Ohue daß er es zu sagen vermocht hätte, wodurch diese Ueberzeugung so plötzlich in ihm wachgerufen worden sei, wußte er doch mit einem Male, daß klein Anderer, als der Elende, der da im beginnenden ——————— In sich selbst vergessender Raserei ergriff er den Sterbenden an den Schultern und rief ihm mit heiseren Lauten zu: „Schleiche Dich nicht mit einer Lüge aus der Welt, Nichtswürdiger!— Du— Du selbst hast es gethan!“ „Ja, ich habe es gethan! Aber ich schwöre bei Gott, dem Allwissenden, daß ich nicht bei Verstande war und daß ich selbst in meinem Wahnwitz nach keines Menschen Leben getrachtet habe. Als mir der Bescheid der Direktion eingehändigt wurde, daß ich sofort und ohne Pension entlasse in sei, da ging ich vom Bahnhofe fort mit einem schvecklichen Zorne im Herzen. Aber meine Wut war ohnmächtig, denn Diejenigen, welche mir so übel mitgespielt hatten, saßen ja fern von hier in der Hauptstadt hinter ihren grünen Tischen, und selbst wenn ich dahin gereist wäre, hätte ich nicht einmal die rechten herauszufinden gewußt. So mußte ich denn meinen Ingrimm still in mich hineinwürgen, und weil ich ineinte, daß es mich verrückt machen müsse, wenn ich das wilde Brennen in meiner Brust nicht betäubte, so trank ich und trank, bis mir mit einem Todeskampfe vor ihm lag, der so lange gesuchte Mörder seines unglücklichen Kindes war. Aber mit dem namenlosen Entsetzen überkam ihn zugleich eine unbeschreibliche, leidenschaftliche Wut. Seine Augen glübten wie im Fieber, und seine Hande ballten sich zu Fäusten. Der sonst so ruhige und gütige Mann wäre in diesem Moment selber im Stande gewesen, ein Verbrechen zu begehen, und er klagte im wilden Zorn den Himmel an, der mit der Macht des Stärkeren den Schuldigen seiner Rache entzog. Male der Gedanke durch den Kopf schoß: Wie wärs, wenn Du dem Güterzuge ein paar tüchtige Steine in den Weg legtest? Das kann ihnen eine Loko— motive und vielleicht auch ein paar Wagen kosten. Und überdies bringt ein solcher Vorfall die ganze Bahn in einen schlechten Ruf.— Als mich der Ge— danke erst einmal gepackt hatte, ließ er mich auch nicht wieder los. Ich fand keine Rast und Ruhe mehr in meinem Hause, und nachdem ich mir die Flasche noch einmal ordentlich gefüllt hatte, machte ich mich vor Tagesanbruch auf den Weg.(F. f.) Kl. 4 5 f O berstkämmerer rnannt werden. Als Nach⸗ folger für den Londoner Botschafterposten wird der ehemaliger Minister Kalnoky genannt. Hd. Graz, 4. Jan. Der Ober⸗Lieute⸗ nant Neumann vom 26. Infanterie⸗-Regiment Der ehrliche Angestellte wies das Anerbieten[ Dezember. Heinrich Oestreich, Fubrmann dahier, mit zurück; der Herr w urde verhaftet und dem Christina Lippert hierselbst.— Am 30. Dezember. Karl Amtsgericht zu Oppenheim vorgeführt. Er ent⸗ Rudolph Wilhelm Georg Friedrich och, praktischer Zahn⸗ . jüdischer Geschäfts⸗ arzt dahier, mit Klara Emilie Florentine Krauße hier⸗ letzte Geleite. Eine zahlreiche Menschenmenge hatte sich am Zentralbahnhofe angesammelt. * Mainz, 2. Jan. Für die nächste Budget⸗ periode steht eine nicht unwesentliche Vermeh⸗ puppte sich als ein 3. 71 b rung der ige in Aussicht, die infolge reifender aus Znaim in Mähren, der von da 1 3 dee e 1 5 der wirtschaftlichen Gesetzgebung auch hier nicht] zu diesem Zwecke besonders hierher gereist war.. 9 E befalle hat sich aus unbekannten Gründen erschossen. mehr in der Lage sein soll, bei ihrem jetzigen Es ist zu bedauern, daß das deutsche Straf⸗ Am 25. Dezember. Heinrich Simon, 6 Monate alt, Hd. Paris, 4. Januar. Das Ge⸗ Bestande den an sie gestellten Anforderungen zu gesetzbuch für diesen Fall keine Bestrafung vor⸗ Sohn von Schneidermeister Ludwig Simon dahier.— An samter gebnis der gestern stattge⸗ U 5 f„ 275 5 12 5 a f genügen. gesehen hat; der Betreffende mußte nach 1 Tag 27. Dezember. Marie Katharine Lehrmund 10 Monate. * Mainz, 2. Jan. Die Geliebte eines hie⸗ Haft wieder auf freien Fuß gesetzt e 0 alt, Tochter von Friseur Philipp e 1 1 5— 8 n i ü 8 ies 9 f* Mainz, 1. Januar.(Hessische Lud⸗[Am 28. Dezember. Luise Hoffmann, geb. Börtz, 7 3 7 2 een Surge ohnen lockte diesen gestern n in 5 g Jahre alt, Witwevon Geheimrat Professor Dr. Hermann wiedergewählt, 16 Republikaner neu ⸗ wigsbahn.) Der notarielle Uebertrag der Hessischen Ludwigsbahn an den Staat ist am Montag hier erfolgt. Die Uebertrags⸗ urkunde wurde von den Mitgliedern des Ver⸗ waltungsrats unterzeichnet und zwar von den Herren Geh. Kommerzienrat Franz Werner⸗ Mainz(Präsident des Verwaltungsrats), Bank⸗ gewählt. Wiedergewählte Radikale 10, neugewählte Radikale 11. Wiederge⸗ wählte Konservative 10, neugewählte Konservative 2. Die Zahl der von den Radikalen aller Schattierungen von den an gewonnenen Sitze be⸗ rägt 8. 28. Thomas Moser, 32 Jahre alt, ihre in der Neuthorstraße belegene Wohnung und Marie Dietrich, 7 versuchte ihn hier, wie das„Journ.“ berichtet, mit einem Revolver zu erschießen. Der Bedrohte — merkte jedoch die Gefahr und flüchtete noch recht⸗ 1 7— Vor dem Schöffengericht wurde eine eleidigungsklage verhandelt, die der prak⸗ Hofmann dahier.— Wirt dahier.— Am 29. Dezember. Monate alt, Tochter von Tagelöhner Friedrich Dietrich dahier.— Am 30. Dezember. Johanette Grüne berg, geb. Kreiling, 60 Jahre alt, Ehefrau von Hospital⸗Ver⸗ walter Karl Grüneberg II dahier.— 30. Rosalie Kauff⸗ Institutsvorsteherin zu Mainz.— tische Arzt Dr. med. Kolb gegen den Wirt Karl N 5 gsrats mann, 61 Jahre alt, Laubenheimer und den Geschäftsreisenden Gott⸗ direktor Hedderich⸗Darmstadt(Vizeprästdent des 30. Marie Berkessel, geb. Schickel, 33 Jahre alt, Ehefrau e hardt angestrengt hatte. Es handelte sich um Verwaltungsrats), Geh. Kommerzienrat Reuleaur⸗ von Lokomotivführer Peter Berkessel zu Fulda.— A e ala 77 Jan. Der Dampfer— den Vorwurf der gröblichsten Pflichtverletzung Mainz, Stadtrat Heineken⸗Frankfurt, Kommer⸗ 31. Dezember. Marie Eimer, 62 Jahre alt, Ehefrau von a e Käst 1 in der Nähe der f gegen den Arzt. Die Verhandlung, die bei ge⸗ zienrat Preetorius⸗Mainz, Andreas Probst⸗ Landwirt Peter Eimer zu Großen⸗Linden. Personen bestehende a* 16 Kreul schlossenen Thüren stattfand, endigte mit der Aue e 1 und e nschaft ist er⸗— Verurteilung des Laubenheimer zu einer Dr. Schmidt⸗Polex⸗Frankfurt. on den ge⸗ 9 i 2 Woche Gefängnls. Der mitangeklagte otthardt] nannten Personen war Geh. Kommerzienrat Neueste Telegramme: 1 Hd. Brüssel, 4. Jan. Das große Kauf⸗ Aus den wurde freigesprochen.— Der Buchhalter Werner bereits 1845 bei dem Gründungskomitee] Hd. Berlin, 4. Jan. Dem„Berl. Tagebl.“[haus Old⸗England wurde Nachts durch un⸗ det Schott, der vor einigen Tagen in der Lieb- und gehörte seit dieser Zeit ununterbrochen dem zufolge haben einige europäische Groß- bekannte Einbrecher ausgeraubt. fir das R mannschen Seifenfabrik eine nicht genügend ver⸗ Verwaltungsrat an. Nach dem notariellen mächte, darunter Frankreich und Rußland, Hd. Neapel, 4. Kardinal San Felice wahrte Kellertreppe hinabstürzte, ist heute Uebertrag hat jetzt noch die Löschung der Gesell⸗ sich entschlossen, bei den Vereinigten Staaten sist gestern morgen gestorben. 2tädtis Nacht, ohne wieder zum Bewußtsein gekommen schaft im Handelsregister zu geschehen. Da von Nordamerika ihren Einfluß dahin aufzu⸗ 1 4 f ze Stabil zu sein, im Rochushospital gestorben.— In eigentümlicher Weise die Beträge zur Ent⸗ bieten, daß es zwischen ihnen und Spanien des ontevideo⸗ 4. Jan. Die an B ord an wichen b il dem Hause Schulstraße 14 entstand eine Gas⸗schädigung der Aktionäre von den Regierungs⸗ zu keinem Bruche kommt. f M. g ampfers„Warum entstandene 1 Wehen i explosion, wobei das Dienstmädchen des Herrn kassen bis jetzt noch nicht angewiesen, bleiben die Had. Berlin, 4. Januar. Unter Vorsitz des Ge⸗ l 11 e ee der Kapitän und 2 Schiffs⸗ in Sonne Kaufmann Schad sehr schwer verletzt wurde; in]Kassenbestände der Gesellschaft und 1000000 1 fe ee 15 2 1 9 9 1 Hülfe der Mannschaft des e N aue 1 ämtli N f iers ier Beträ ir 0 and gestern eine? Kr e Sta dem Hause wurden sämtliche Fenster, Spiegel, Bankiers deponierten Beträge(Zirka Aue der Privatkliniken in Berlin statt, um„Retribution“ piederge feel un die 1 5 50 7 f ü 0 22 in Verwahrung des Verwal⸗ f 5 2 Bilder ꝛc. zertrümmert) porerst noch i V hrung des gegen eine Verfügung der Steuerbehörde, wo⸗J Meuterer in Fesseln gelegt. 9 Abtelungen unt hat die närrische Saison am 14 Anfang genommen. N schritten 12 kostümierte Herolde die Straßen der durch Trompetenschall den ft des Prinzen Karnevals von hellen Schaaren des Nachmittags 4 Uhr begann 8 karnebalistische Konzert, Answärtigen besucht war, konzert die Mainzer derart lle bis an's äußerste Nach der Kartenaus⸗ Alt⸗ und Neustadt, Beginn der Herrscha verkündend, begleitet närrischen Volkes. in der Stadthalle da das vorwiegend von während das Abend anlockte, daß die weite Ha Ende dicht gefüllt war. gabe dürften 2000 Personen anwesend gewesen des Karneval⸗ 1600 über⸗ spizien hat noch sein. vereins hat bereits die Ziffer von schritten. Unter so günstigen Au keine Saison der letzten zehn Jahre begonnen. Im heutigen Konzert errang die a 118er unter Direktion des Kapellmeisters Schneider einen unbestrittenen Erfolg. Chorlieder hatten die Urnarren * Mainz, 3. Jan. Von 11 bis Die Zahl der Mitglieder Korn, Otto Gerhardts und fassern.“ * Mainz, 1. Januar. Fabrik ein diensteten 100 Mark, wenn er ihm Einsicht Karl Jakob Hermann Finger, Privatdozent dahier, mit. 8 a in die Briefschaften der Fabrik ermögliche. Karoline Marie Luise Weiffenbach hierselbst.— Am 29. schafter, Graf Dexe, soll abberufen und zum r———— 3— 2= U— m Mit mächtigem Impuls Januar ihren 1 Uhr durch⸗ Kapelle der Die gelungenen G. Huy, Karl Meyer 111 zu Ver⸗ In dem Nachbar- städtchen N. kam am Christabend in eine dortige feiner Herr und bot einem tungsrats.— In die Direktion Mainz ist worden. neuerrichtete Eisenbahn⸗ neuerdings gierungsrat Gallv— seither in Halle— berufen noch Re⸗ steuern müssen, mann schlug vor, Geburten. Am 20. Dezember. Aufgebote. Am 23. Dezember. bethe Roß daselbst.— Christ von Großen⸗Buseck.— Dezember. Heinrich Großhaus, Margarete Wallenfels hlerselbst. Am 24. Dezember. Be⸗ rina Seum von Nidda. Standesamtliche Nachrichten. Dem Landbriefträger Heinrich Franz Friedrich Theodor ge⸗ nannt Richard Reinhard, Musiker zu Oberrad, mit Elisa⸗ Am 28. Dezember. Philipp Justus Lang, Postassistent zu Gießen, mit Luise Am 30. Dezember. Johann Wilhelm Vix, Material⸗Verwalter zu Gießen, mit Anna Katharine Mathilde Wedel hierselbst. Eheschließungen. Markus Bauer, Kaufmann da⸗ hier, mit Sophie Baer hierselbst.— mann Kimpel, Kaufmann zu Elberfeld, mit Am 28. Dezember. Listmann ein Sohn, Willy Johannes Hermann.— Am 21. Dezember. Dem Bremser Wilhelm Köhler ein Hd. Berlin Sohn.— Am 22. Dezember. Dem Schriftsetzer Emil 51 81 1 0 Ulrich eine Tochter.— Am 25. Dezember. Dem g geg Schlosser Karl Weist ein Sohn, Karl Julius. Am 27. kommissar v. Dezember, Dem Friseur Heinrich Tichy eine Tochter. Hermann Karl 24. Gustav Her⸗ Anna Katha⸗ Dr.[tung gesichert ist. nach die ärztlichen Besitzer erwähnter Anstalten auch den Gewinn aus ihrer Thätigkeit in diesen Kliniken ver⸗ Stellung zu nehmen. daß man bei dem Oberverwaltungs⸗ gericht klagbar werden müsse. tation beim Kultusminister verhalts vorstellig werden. eine Kommission zur D Steuerbehörde bis zur höchsten Instanz. 4. Januar. en den Kriminal⸗ Tausch dürfte in den er sten Tagen des Monat Februar stattsinden. Wie verlautet, Zeugen geladen. Hd. Wiesbaden, 4. Januar. dem Landesausschuß der freisinnigen tei in Nassau einberufene und aus allen Teilen des Landes zahlreich besuchte Versammlung be— — Am 31. schloß, eine Massenpetition an das Abge⸗ Fuhrmann dahier, mit ordneten haus zu richten, worin um Ab⸗ änderung der Bestimmungen in dem Entwurf der Landgemeinde⸗ und Städteordnung für Hessen⸗Nassau gebeten meinden eine größele Hd. Wien, 4. Jan. urchführung der Klage gegen die Prof. von Berg⸗ Ferner müsse eine Depu⸗ unter Darlegung des Sach⸗ Die Versammlung ernannte Jahre Die Ver⸗ werden dreißig Eine von Volkspar⸗ Am 30. Dezember. Starb in der psychiatrischen Klinik. wird in die Heimat verbracht. Am 30. Dezember. Schickel, 33 Jahre alt, Ehefrau von Lokomo⸗ tivführer Peter Berkeßel von Fulda. der neuen Klinik. Heimat verbracht. Am 31. Dezember, alt, Ehefrau von Landwirt Peter Eimer von Großen⸗Linden. Die Leiche wird in die Heimat verbracht. Am 2. Januar. Jahre alt, Lackierer dahier. ae r Sterbefälle. Rosalie Kauffmann, 61 Instituts⸗Vorsteherin in Mainz. Die Leiche alt, Marie Berkeßel, geb. Starb in Die Leiche wird in die Marie Eimer, 62 Jahre Starb in der neuen Klinik. Julius Schleuning, 28 Asterweg 46. Die Beerdigung findet Dienstag den 5. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause aus statt. wird dahin, daß den Ge⸗ Selbst verwal⸗ Verleger: Der Londoner Bot⸗ Paul Bader in Ma rburg, Verantw. Redak⸗ teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. Wir beehren uns hierdurch die ergebene Anzeige, 2 Niall daß wir am hiesigen Platze jerhallen, FCFFFCCCCCCCCCCCCCCCCCbCCCTbbTTTTTTTTTT Neustadt Nr. 1 und Lindenplatz Nr. 5 Außer einem vorzüglichen Glas eröffnet haben. hellem und dunklem Ex p wird zu jeder Tageszeit eine Tasse Pfennig, sowie warmes und kaltes Kaffee mit Brödehen, Frühstück verabreicht. Gießen, Sylvester 1896. Oranienbrauerei * ortbier ferner belegte Brödehen 10 Dillenburg. Verdingung von Wagner⸗ und Schmiedearbeit. Die Anfertigung und Lieferung eines vierrädrigen gedeckten Kehrichtwagens, eines vierrädrigen gedeckten Schlamm karrens und dreier Handkarren soll Donnerstag, den 14. d. M., vormittags 11½ Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeits- beschreibung und Bedingungen liegen bei uns während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote, auf bei uns erhältlichem Vordruck, sind bis zum ge— nannten Termin verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzu reichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 2. Januar 1897. Das Stadtbauamt. Schmandt. a Holzverkauf in der Königl. Oberförsterei Krofdorf. Dienstag, den 5. Januar 1897, vor mittags 10 Uhr, im Freund schen Gasthause zu Krofdorf. Schutzbez. Waldhaus, Distr. 30a Bäuer städt: Eiche— 2 St.= 0,40 fm, Buche= 32 rm Scheit und Knüppel, 8 rm Stockh., 71 rm Rsr., Fichte= 217 St. u. Stangen= 27,23 fm. 9 rm Stoch. 145 rm Rjr., Dist r. 380 Junfernftrauch: Esche— 2 rm Scheit und Knüppel, 14 rm Rsr., Buche 313 rm Scheit u. Knüppel, 873 rm Reiser. Distr. 31 Aßmannsheiliger Wald: Eiche— 4 rm Scheit u. Knüppel, 18 rm Rsr., Buche= 138 rm Scheit und Knüppel, 25 xm Stockh, 239 rm Reiser. Distr. 42 Ober den schwarzen Gründen: Eiche= 7 rm Scheit und Knüppel, 25 rm Rsr., Buche= 373 rm Scheit u. Knüppel, 557 rm Reiser. Krofdorf, den 28. Dez. 1896. Der Königliche Oberförster. (gez.) Busold. Holzversteigerung. Samstag, den 9. Jaunar 1897, von vormittags 9 Uhr ab, im Gemeinde— hause dahier: 31 rm Eichennutzh., 120 tim Nadelh.-Stämme und Stangen, 31 rm Eichen-, 169 rm Buchen- und 30 rm Nadelh.⸗Scheit- u. ⸗Knüppelh., 1608 rm Reiser und 94 xm Stöcke. Das Holz liegt in den Distrikten Heide, Erlenschlag, Bruchwiese, Eichwald, Korn stück, Steinbusch und Kopf, im Gemeinde wald von Krofdorf-Gleiberg. Krofdorf, den 29. Dez. 1896 Der Bürgermeister: Kleine. 8 n⸗ und Verkauf 3 1 Kleider, Stiefel, Uhren u. s. w. Kaplansgasse 10. 336 Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 48 Pfg. at sn Rechts sachen, sichere Aus⸗ kunftserteilung über alle an Berufsgenosseuschaften zu bildende Ansprüche aus Unfällen pp., Fertigung von Gesuchen jeder Art, Beitreibung von Forderungen, unter Zusicherung strengster Diskretion Sprech stunden: Täglich von Ubr Vormittags und von 2—4 Uhr Nach mittags; Sonntags von 9—1 Uhr. 1003 Ed. Rotte. Bahnhofstr. 51, III, I. 8—12 Stadt. Arbeitsnachweis, Gießen. Gartenstraße 2. Angebot der Arbeitnehmer. 1 Bäcker, 2 Schreiner, 3 Taglöhner, 1 Schweizer, 4 Laufmädchen, 3 Pferdeknechte, 1 Kutscher, 1 Hausbursche, 7 Dienstmädchen, 1 Köchin, 1 Komptoirist. 1 Schweizer, 1 Schreiner, Nachfrage der Arbeitgeber. 1 Waschfrau. 1 Kutscher, 2 Pferdeknechte, 12 Dienstmädchen. Restaurant und Cafe Oranien- Bräu. 6 Ludwigsstraßze 6. Mittagstisch im Speisen Separate Zimmer 1312 Abonnemet 63—85 Pfg. à la carte zu jeder Tageszeit. für Gesellschaften. . Weine. Biere und Liqueure. 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