ö —1 4 1 — 1 1 September 10 20 ———— ch. — ͤ——-— 2 lte ich die Lolalllte empfohlen welches sind nun die Gründe, wes ihrer Fahrgäste selnaterf ablehnte. Nr. 207 Gießen, Samabend, den 4. September 1897. Postztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. Hessüsche Landes; Ausgabe Gießen. kilung Posiztg. Nr. 3319. Telephon⸗Nr. 112. Medaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 2 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen t 10 Lokales und Provinzielles. * Gießen, 3. Sept. Man schreibt uns: Die Eisenbahn⸗Direktion Frankfurt a. M. hat das Projekt einer Unterführung der Eisenbahn zur Herstellung einer Verbindung zwischen unserem Personenbahnhof und dem späte⸗ steus im Oktober zu eröffnenden neuen Güter⸗ bahnhof abgelehnt. Diese Meldung machten Sie bereits vor einigen Tagen unter Mitteilungen aus den Verhandlungen der großh. Handels— kammer. Weiter erfahre ich, daß unsere Handels— kammer gleichzeitig mit dem Antrage wegen Herstellung dieses Verkehrsweges für Personen amegte, unsere Bahnsteige unterirdisch für den Passagterverkehr zugänglich zu machen. Eine Anregung, die sehr zeitgemäß ist, wenn man bedenkt, in welcher Lebensgefahr bei dem regen Verkehr auf unserem Bahnhof Hun⸗ derte von Menschen täglich schweben, die beim Ankommen und Abreisen mit der Eisenbahn die Schienen passieren müssen, um von dem zweiten oder nach dem zweiten Gleise zu gelangen. Und halb die Eisen⸗ bahnbehörde auch diese Einrichtung, zum Schutze Sie erklärt einfach, daß diese Unterführung für das zweite Gleise auf dem Güterbahnhof Gießen z. Zt. noch nicht nötig ertine einen sehr Will man erst abwarten, bis Jeder Mensch, der sei. ein Unglück passiert ist? unsere unglückliche Bahnhofsanlage kennt, die cauereien. e ist bestens geen A Cyuün. mit Wasser berge ulhof Dellkatessen — ͤ ä—ůĩ1——ĩ—a?1. f stadt. onfektion. lität: uswahl in! en⸗Garderobt en Geureb bis len u. seiuften ö J aten reis lage Arbeitskleidet gli Leber, ler, Leinen 1. 90 9 Trat 1 Ph. 1 7 00 Abou 1 feln. tisch a Soiplapa A 200 fc Mitage 10 ter 1 105*. ktegelen 1 eiter cher ürzerles k isch. ö 1 un 70 1 1 15⁵⁰ und Süd⸗Osten unserer Stadt, keinesfalls dem heutigen Verkehr entspricht, wird anders über diesen Punkt denken als die Eisen⸗ bahn⸗Direktion, und wir wollen nicht wünschen, daß diese die Quittung einmal dafür erhält, wie ganz unangebracht in diesem Punkte ihre Ansicht It. Doch kommen wir zu dem abgelehnten Ver⸗ bindungsweg zwischen Personenbahnhof und Guüterschuppen resp. Güterbahnhof zurück. Vor⸗ gusschicken wollen wir, daß die Eisenbahn welfellos verpflichtet ist, bei Neuanlage von etrlebseinrichtungen dem Verkehr, selbst wenn derselbe nur lokaler Natur ist, zu berücksichtigen und für die Erleichterung der Kommunikatton Sorge zu treffen. Dem ganzen großen Süden welcher eine Seelenzahl von mindestens 6000 einschließt, würde die geforderte Unterführung eine Ab⸗ kürzung des Weges nach dem Güterbahnhof von Mindestens 10 bis 12 Minuten bedeuten, selbst wenn man den von der Stadt beabsichtigten, stets wasserfrei herzustellenden Durchgang am Felsenkeller berücksichtigen würde. Dazu kommt aber, daß jenseits des Bahnkörpers am neuen Hüterbahnhof auch die neuen städtischen Lager— et zu liegen kommen und daß außerdem der enseits der Eisenbahn mit dem Endpunkt an ber Margarethenhütte anzulegenden Bieberthal⸗ bahn durch Anlage des geforderten Tunnels für Personen ebenfalls ein Zugangsweg vom Haupt⸗ bahnhof aus direkt geschaffen wird. Im Interesse der Reisenden, welche am Main⸗Weser⸗Bahnhof ankommen und abfahren, liegt es, wenn dieselben die Bahn nach der Bieber benutzen wollen, hier un dem geforderten Punkte die nächste Verbin⸗ dung— sozusagen zwischen der Haupt- und Nebenbahn— zu finden. Es sieht jedermann ein, daß es mannigfache Interessen sind, die durch die Anlage der Unterführung gefördert werden könnten. Wir sind überzeugt, daß die Handelskammer all diese schwerwiegenden Gründe, ————.——— fg. für die spaltige Petltzeile. Expedition! Kreuzplatz Nr. 4. 2 der Eisenbahnbehörde vorgeführt hat, um der⸗ selben deren Wichtigkeit int Interesse der All⸗ gemeinheit vor Augen zu führen. Aber die Eisenbahnbehörde lehnt das Projekt ab, und zwar aus folgenden Gründen. Weil eine Verbindung zwischen dem Empfangsgebäude und dem Güter— bahnhof nicht für erforderlich gehalten wird, da beide Anlagen, soweit der Verkehr mit dem Publikum in Betracht kommt, nichts mit einander gemein haben, da sowohl der Per- sonen- wie der Güterverkehr in Gießen unter der Leitung besonderer Beamten stehen. Für den Verkehr aus der Stadt sei durch die neue Unterführung an der Westanlage gesorgt. Es sei auch der Direktion kein ähnlicher Fall be— kannt, bei dem eine gleiche Anforderung an die Eisenbahn gestellt sei und erfüllt worden wäre, und weil im übrigen die Kosten einer solchen Anlage zu hoch seien. Hiernach scheint also der Süden und Süd-⸗Osten unserer Stadt für die Eisenbahn⸗Direktion Frankfurt nicht zu existieren. Ein Stadtteil, der, wenn man die guten Aus- sichten für die Bebauung des Seltersberges be⸗ denkt, rapide im Steigen begriffen ist. Jene Einwohner sollen also verurteilt werden, einen Umweg zu machen, wenn sie bei der Güter— abfertigung zu thun haben. Wenn der Direktion kein ähnlicher Fall wie der vorliegende bekannt ist, so ist uns auch kein ähnlicher Fall bekannt, wie in Gießen, wo sämtliche Bahnanlagen der Entwickelung der Stadt hinderlich plaziert sind. Dieses sollte man doch bedenken und unserer Stadt unter diesen Umständen auch von der kgl. Eisenbahnbehörde mehr Entgegenkommen zeigen. Die sonst noch vorliegenden Gründe, welche für die Anlage sprechen, gehen ja allerdings die Eisenbahnbehörde nichts an, darum ist dieselbe gewiß nicht auf deren Widerlegung eingegangen. Der Grund, daß man der Sache nicht näher treten könne, weil sie Geld koste, ist nicht stich— haltig. Wir sind der Ansicht, daß trotz des Mißerfolges die Handelskammer und die städtische Behörde energisch weitere Schritte thun, um den unbedingt notwendigen Verkehrsweg zu erreichen; derselbe ist für die Entwickelung unserer Stadt so wichtig, daß man sich die Mühe nicht ver⸗ drießen lassen darf, einen zweiten Versuch zu machen. „Gießen, 3. Sept. Omnibus verbin- dung zum Manöver⸗Sonderzug. Zu dem Samstag früh 6.09 Uhr nach der Kaiser⸗ parade abgehenden Sonderzug wird die Omnibusgesellschaft auf den beiden Linien Grünbergerstraße-Bahnhof und Marburgerstraße⸗ Bahnhof je zwei Extra⸗Wagen fahren lassen, und zwar 5.40 und 5.45 Uhr ab End— station. Der Fahrpreis beträgt 20 Pfg. * Gießen, 3. Sept.(Kaufmän nischer Verekn.) Da nunmehr durch Erbauung eines Vereinshauses die Schulsäle den Anforderungen der Neuzeit entsprechend eingerichtet sind, so kann man jetzt dem kaufmännischen Unterrichtswesen noch mehr als seither Aufmerksamkeit zuwenden. Die Schulkommission der kaufmännischen Fach⸗ schule hat deshalb beschlossen, auch für die Aus- bildung des weiblichen Hilfspersonals im Handelsgewerbe Sorge zu tragen und gedenkt mit Beginn des Wintersemesters einen Unter- richtskursus in Buchführung, Schönschreiben, Rechnen und Korrespondenz für weibliche Personen mit Tagesunterricht einzurichten, woran bei mäßigem Honorar alle Damen, welche welche für die gewünschte Wegeanlage sprechen, ——— 8 Eine reiche Partie. Erzählung von Felix von Stenglin. (Nachdruck verboten). (Fortsetzung.) Abermals blickte er sich nach Hellmuth um, und als nun Frau Puhlmann zu ihrer Tochter Herantrat, war es ihm eine willkommene Gelegen⸗ belt, sich zu empfehlen. Er konnte es garnicht ab⸗ warten, die Entscheit ung von Hellmuth zu er— fahren.— Der junge Offizier hatte mit seinem Schwieger: water zunächst harmlose Dinge gesprochen, war ihm etwas um den Bart gegangen, indem er die Ver⸗ Anstaltung des Festes für musterhaft erklärte und was frische Aussehen Puhlmanns bewunderte. Puhlmann, der in schwarzem Gehrock erschienen war, hielt heute die Hände nicht in den Hosen⸗ laschen, da er als Brautvater die Verpflichtung zu fühlen schlen, stets in Handschuhen zu sein. Gleich nach dem Essen hatte er sie wieder angezogen. Lr schmunzelte über die Lobsprüche seinet Schwfegersohnes.„Na, Ihnen jeht't ooch woll nich schlecht heut?“ meinte er mit lachendem Munde. „Ole einzigste Dochter von Karln Puhlmann hätt' ooch nich jeder jekriegt! Wat meenen Se, wat se sich schon de Finger danach jeleckt haben!“ „Das glaub' ich, lieber Schwiegervater.“ Hellmuth schob seinen Arm unter den Puhl— manu und ging mit ihm dem Saale zu. An der einen Seite stimmten die Musikanten ihre Instru mente. Sonst war der Saal leer. Hier war ein günstiger Ort, um ein paar Worte mit dem Alten ungestört zu sprechen. Hellmuth gab also seinem Herzen einen Stoß und sagte, plötzlich mit Herrn Puhlmann stehen bleibend: 2 „Uebrigens, lieber Schwiegervater, Sie werden mir heut' an diesem Freudentage gewiß einen Ge fallen nicht abschlagen.“. 8 „J wo werd' ick! Immer raus mit de Sprache! Brauchen Se wat? Wieville denn?“ f „Nein, wir persönlich brauchen jetzt nichts. Sie haben Röschen schon den vierteljährlichen Zuschuß gegeben, und damit richten wir uns ein.“ „Dat wollt' ick boch meinen. Un is et nich ville besser als'ne Mitgift? Alle viertel Jahr kömmt der Briefträger un bringt et in't Haus. Wer hat et denn so? Un aus de Hand will ick nischt jeben.“ „Wie gesagt, davon red' ich auch nicht, lieber — ———— in kaufmännischen oder gewerblichen Geschäften, sei es im Eltern- oder Fremdenhause, thätig sind oder dies noch vorhaben, teilnehmen können. Um nun etwas Anregung und Aufklärung in dieser Angelegenheit zu schaffen, hat sich Frau Anna Edinger aus Frankfurt, Vorsteherin des dortigen kaufmännischen Vereins weiblicher Angestellten und deren Unterrichtskurse, bereit erklärt, nächsten Sonntag, den 5. Sept., nachmittags 4 Uhr, im Vortrag abzuhalten, wozu alle sich dafür interessierende Damen und Herren freien Zu— tritt haben. * Gießen, 3. Sept. Der 22 jährige Tag⸗ löhner Wilhelm Thielmann von hier stand heute, wegen Körperverletzung und Be⸗ drohung angeklagt, vor dem Schöffengericht. In der Nacht vom 2. auf 3. Mai d. J. über⸗ flel der Angeklagte in Gemeinschaft mit seinem Bruder, dem Dragoner Adolf Thielmann, den Taglöhner Sann und dessen Schwiegervater von hier und mißhandelten denselben mittelst eines Säbels, sodaß Ersterer auf der Stelle liegen blieb. Sodann verfolgten sie den Anderen, welcher seinen Schwiegervater im Stiche gelassen und Reißaus genommen hatte, und bedrohten denselben mit Totschlagen. Der Gerichtshof erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 4 Wochen. * Gießen, 3. Sept. Die erste elektrische Beleuchtung mittels transportablem Akku⸗ mulators ist für Gießen von dem Elektrotechniker Max Weißbäcker in dem neu erbauten Aus— stellungs-Kiosk des Photographen Uhl an der Frankfurterstraße angebracht worden. Die dort angebrachten 6 zehnkerzigen Lampen brennen mittels der im Akkumulator aufgespeicherten elektrischen Kraft sechs volle Stunden, dann allerdings muß diese durch Auswechselung er— neuert werden. * Darmstadt, 2. Sept. Die Hauptversammlung des Verbandes deut— scher Krankenpfleger-Austalten vom Roten Kreuz wird am 1. Oktober d. J. in Darmstadt stattfinden. Auf der Tagesordnung stehen eine Anzahl besonders wichtiger Fragen, darunter auch die des Schutzes der Kranken— pflegerinnen vor Ansteckungsgefahr. * Offenbach, 2. Sept. Eidlich auf ihren Dienst verpflichtet wurden sämtliche Bureau— beamten der ehemaligen Hessischen Ludwigs— Eisenbahn, die von der königlich preußischen und großherzoglich hessischen Staatseisenbahn über— nommen worden sind. Die Verpflichtung der diesjährige Beamten preußischer Nationalität wurde durch einen preußischen Regierungsrat und die Verpflichtung der Beamten hessischer Nationalität durch einen hessischen Regierungsrat vollzogen. * Mainz, 2. Sept. Beihilfe für die Wasserbeschädigten in Deutschland. Wie der Oberbürgermeister in der Stadtverord— netenversammlung ausführte, ist vom Jahr 1886 noch ein Fonds vorhanden, der damals für etwaige Ueberschwemmungen von der Stadt bei der Sparkasse angelegt wurde und der im Lauf der Jahre auf 59 000 Mark angewachsen ist. Diesem Fonds sollen jetzt für die Wasserbeschä— digten in Deutschland 10 000 4 entnommen werden. Die Summe wurde einstimmig bewilligt. * Mainz, 2. Sept. Oberbürgermeister Dr. Veretnshause des hiesigen Kaufmännischen Vereins einen Gaßner hat bekanntlich bei den Stadtverordneten den Antrag gestellt, sich in der Wasserver⸗ sorgungsfrage der Stadt Mainz für die Anlage eines Wasserwerks im Rüsselsheimer Wald auszusprechen und alle anderen Projekte abzulehnen. Speziell in Betreff des Jungenfelder Au⸗Projekts erklärte der Oberbürge een daß das dortige Wasser nichts weniger als filtriertes Rheinwasser sei, während in Rüsselsheim gutes Grundwasser vorhanden sei. Jetzt hat Privat⸗ dozent Dr. Kruse ein Schreiben hierher gerichtet, worin er seine früher über das Jungenfelder Au⸗Projekt ausgesprochenen Anschauungen in hygienischer Hinsicht über das dortige Wasser aufrecht erhält. Das Schreiben geht nun an den Ortsgesundheitsrat, da die Frage der Wasser— versorgung so rasch als möglich erledigt wer— den soll. Worms, 2. Sept. In dem benachbarten Viernheim wurde dieser Tage ein Arbeiter tot auf der Straße aufgefunden. Die eingeleitete Untersuchung ergab, daß fünf Arbeiter in einer Wirtschaft miteinander in Streit geraten waren. Einer von ihnen, Namens Bauer, wurde von den anderen bis in die Wohnung eines gewissen Schneider verfolgt. Hier kroch Bauer unter das Bett, wurde aber hervorgeholt und auf die Straße geschleift, woselbst man so lange auf ihn losschlug, bis er tot war. Die Thäter sind verhaftet. * Bingen, 2. Sept. In einem Steinbruch auf der östlichen Seite des Rochusberges explo⸗ dierte heute Abend um 6 Uhr ein Pulver- karren. Ein 17 jähriger Arbeiter aus Weiler wurde schwer, ein zweiter Arbeiter aus Binger⸗ brück leicht verletzt. Beide Verunglückten fanden im hiesigen Hospital Aufnahme. Neuefte Telegramme. Hd. Wiesbaden, 3. Sept. Der Eisen⸗ bahnminister Thielen traf gestern Abend hier ein und konferierte heute Vormittag längere Zeit mit dem Finanzminkster Miquel. Der Eisenbahnminister wird heute Mittag 12 Uhr 38 Min. von hier abreisen und sich zunächst nach Frankfurt a. M. begeben. Hd. Hamburg, 3. September. Eine große öffentliche Seemanus-Versammlung pro⸗ testierte gegen die Vorschläge der zur Revi⸗ sion der Seemannsordnung eingesetzten technischen Kommission betreffend die Beköstigung und das Logiswesen der Seeleute. Es wird eine reichsgesetzliche Regelung dieser Materie verlangt. Hd. Paris, 3. September. Eine französische Prinzessin stellte der Oberin der Schwesternschule in Athen eine bedeutende Geldsumme zur Ver⸗ fuͤgung, zur Errichtung einer Anstalt auf der Sank⸗ tortonen-Insel für die Künder der im echrlech isch⸗ türkischen Kriege gefallenen Offtztere. Hd. Mailand, 3. September. Graf Bonasi und fünf andere hochange⸗ sehene Bürger von Modena, Liese⸗ ranten der dortigen Militärschule, wurden wegen großer Unterschla⸗ gungen und Bestechungen ver ⸗ haftet. Hd. London, 3. Sept. Das Ende des Mechanikerstreiks ist infolge des hart⸗ näckligen Verhaltens der Arbeiter wie der Arbeitgeber noch nicht abzusehen. ——————ů—ͤ— Aber ich habe einige Schulden 110 Schwiegervater. von meiner Junggesellenzeit her Plötzlich fing Puhlmann heftig an zu lachen, indem er die Augen zukniff und, sich etwas in die Kutee niederbeugend, mehrmals mit den Fäusten auf die Oberschenkel klopfte. Erstaunt betrachtete Hellmuth ihn. Gewiß, er hatte eins über den Durst getrunken! Nun, jeden falls konnte es nicht schaden, wenn er die Sache von der heiteren Seite nahm. Endlich beruhigte Puhlmann sich. Die Thränen aus den Augen wischend und eine Hand auf Hell— muths Schulter legend, sagte er jovial:„J wo wird er nich! Wo wird er keene Schulden haben! gibt et denn'n Leutnant ohne Schulden? Un umsonst hat er sich den reichen Puhlmann ja ooch nich ausjesucht! Na, dadrum machen Se sich man keen Kopfzerbrechen, Schwiegersohn! Reisen Se mit Jott un machen Se meine Dochter jlücklichl Wieville is't denn?“ „Es— ist'ne ganze Menge, lieber Schwieger vater. Seh'n Sie, mein Vater kann jetzt nicht bei den schlechten Zeiten,— es sind doch immerhin fünfundsechzigtausend Mark—“ —— Puhlmann, plötzlich erust geworden, pfiff vor sich hin. Hellmuth mußte ein Uebriges thun. Er er⸗ faßte den Alten bei beiden Armen, schllttelte ihn ein wenig und sagte:„Mut, Schwiegervater, immer Mut! Es wird schon gehen! Das ist für Sie ja'n Trinkgeld!“ „Nee, nee!“ machte Puhlmann und zog die Nase kraus.„Aber et is ja meine Einzigste! Weeß sie et?“ „Nein, sagen Sie ihr auch lieber nichts.“ „Recht so. Dat bliwt unter uns Männern.“ Und sie drückten sich die Hand und schritten selbander, wie sie gekommen waren, zur Gesellschaft zurück. Gleich zu Anfang stießen sie auf Warnshagen, der gerade in den Saal treten wollte. „Ah!“ machte er und hälte am liebsten Hell— muth sofort bei Seite gezogen. Doch nun setzte die Musik ein, und der junge Offizier ellte auf seine Frau zu, um den Tanz mit ihr zu eröffnen. Andere Paare folgten. Warushagen beobachtete Hellmuths Miene. Sle war so befriedigt, so heiter, daß man das beste hoffen durfte.(FJortsetung folgt.) Hd. Athen, 3. Sept. sandte besuchte gestern präsidenten Ralli, bei halbe Stunde verweilte. den Minister berufen wurden. bei seinen ursprünglichen trolle zu denken sei. zahlen könne. Der deutsche Ge— Ralli begab sich gleich darauf ins Schloß, wohin auch die übrigen Der deutsche Ge— sandte ist von seiner Regierung dahin informiert worden, daß Deutschland umwandelbar Forderungen beharrt und daß an den Abschluß einer Anleihe nur nach Einführung einer wirksamen Kon⸗ Die Gesandten von England, Frankreich und Rußland übermittelten ihren Regierungen eine Eingabe, in der sie fest⸗ stellen, daß Griechenland nur 1¾ Millionen mit Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusge⸗ meinde Pfarrer Dr. Grein. Kollekte zum Besten der Kaiser Wilhelm⸗Stiftung für deutsche Invaliden. Veröffentlichung der eingegangenen Spenden für die Ueberschwemmten in Schlesien. Infolge unseres Aufrufs vom 7. v. M. in den hiesigen Zeitungen gingen für unsere überschwemmten Landsleute bei den errichteten Sammelstellen folgende Spenden ein: In der Expedition des Gießener Anzeigers: Andrée 1, mann Pfeffer selbst 10 I. und Kilbinger 3 N. N. 50&, Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 5. September, 12. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Johanneskirche. Vormittags 7/ Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. gottesdienst mit Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9½ Uhr: Geh. Kirchenrat Professor Dr. Köstlin. 265,50„(Die gütigen Spender wurden von diesem Blatt bereits veröffentlicht) Im Vereinslokal Caf é Ebel: Ungenannt 5, in der Sammelbüchse 10,99 //. Zu- 3 ,, H. W. 50&. sammen 39,54 /. Im Hotel Einhorn(Herr Kuhne): K. Huhn 1 /, F. Peserzina 1 /, A. Franke 1 l, C. Inderthal 1, E. Herbordt 1 4, C. Sack I 1, Wirtschaft: C. Becker 1 4, Chr. Wallenfels sen. 1, C. Stohr J Schipper 1 4, L. Fuhr 1 l., C. Klees 50, G. Schwind 1 /, Unleserlich 1%, W. Obersteiger „ B.“ 1., 1, in der Saämmelbüchse 4 l. Bei Herrn Kaufmann Peffer, Marktplatz: D. Bruck⸗ Crefeld 5., Heuchelheim 50, von 4 Ungenannten 8, von Herrn Zusammen 26,50&.. J. H. Fischer 2 l, P. Graef hier Meyer 1 ,, Imhäuser 1 l,, Brinkmann aus Blelefeld 1 l, Frau Schütz 2 /, 2 Unbemittelte 1, 22 in der Sammelbüchse 48. der Gießener Zeitung(ellersche Druckerei): D. Becker 3 1, H. Hollmann 5 Kl, Zusammen 3,50 J. Restaurant Aquarium: In der Sammelbüchse 6,88 4. In der Sammelbüchse 3,50 l. gingen bei Unterzeichneten ein: Vom Werkmeister⸗ verein In der Friedhofskapelle. Gießen 15, W. Kubmichel 3 J, H. Schulte Minister⸗ Vormittags 9/ Uhr: Kandidat Seebach. 1 ,, Keller 1 4, F. Adami 1 4, C. Heil 1 4, 1, N. N. 3 l, Hch. Carlè 1%, W. Behrens 50 4 welchem er eine Im Konsirmandensaal, Neustadt 61: Stammtisch„Blau⸗weiß⸗rot“ 6 /, J. Kreiling 1, Agent Aug. Struck 1, Hch. Belloff II 1 4, N. N Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Gottesdienst] Ungenannt 1, Ch. Busch 1, Ungenannt 50% C. 1 /, Kneipabend M.⸗Turnverein Gießen 3,05, Kfm. Frau C. Hensel 10 J, A. Welz 2 J, W. Seipp 1,50 J,, R. Oberländer 35 2 Maurermstr. Pfaff 10&,, Maurermstr. Winn 85 H. Jaeger 1 /, O. Rahn 1, Architekt Seuling 2 b Frau O. Köhler 1, N. N. 1, Weiß bindermeiste; L. Petri II 3%, J. Vogel 1 4, H. Bepler 50 N. N. 50 3, C. Heldmann 60, N. N. 2, N. N 1 1, N. N. 50, N. N. 50 3, W. Zimmer 50 1 Bäckermstr. E. Muth 2 /, Fabrikbetrieb der Firma Heyligenstädt u. Co. 83,45 /, wovon 21,70„ dem Frischkorn 50, vom E. Blödner Zusammen 46 ,. 3 A1, B. Stein⸗ Im Hotel Schütz: Chr. Haubach 1 2 J, Frau Voigt 1, Otto Central-Hilfskomitee Berlin für die Ueberschwemmten in Skat: Imhäuser, Köhler[Sachsen und Württemberg übermittelt worden sind. Die ganze Sammlung ergab 579,33 /, wovon 557,68 der Vorsitzenden des Vaterl. Frauenvereins Frau Erb⸗ prinzessin Charlotte von Sachsen⸗Meiningen in Breslau zur Verteilung übersandt worden sind. Nach Eingang Hochderselben Bestätigung erfolgt deren Bekanntgabe. Die Zusammen 12,98. In Skatgesellschaft Hess. Hof Frau Witwe Klein 3 I, A. Haggemüller 1 /, Dr.(Spuck) 1,31 J. Zusammen 9,31 4. Im Hotel edlen Spender bitten wir unseren wärmsten Dank entgegen. Schw. 1, R. Goebel 5,„Staatsexamensferien-⸗[Kaiserhof: In der Sammelbüchse 8,17 4. Im zunehmen. kolonie“ c. m. Reymann und Wagner 1,50, Gerichts-[Hotel Lenz: In der Sammelbüchse 4. Gasthof Schlesier⸗Club Gießen, vollzieher Engel 1 l, Spielabend„B. V.“ 3,55, Lindenhof: In der Sammelbüchse 3,50 4. Von Wilh. Rohleder. Früh⸗ Kegelabend„B. V.“ 2,50 /, Edgar Borrmann 5, Buchbindermeister Richter gesammelt: M. K. Sauer s Ferner Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Nedal⸗ teur: Wilhelm Sell in Gießen; Druck der E. Ottmanyschen Buchdruckerei, Gießen, Schloßgasse 13. Bekanntmachung. Betr.: Die Vergebung der Holzhauer⸗ und Setzerlöhne im Gießener Stadt⸗ wald für 1398 99. Die rubrizierten Löhne sollen Samstag, den 11. dss. Mts., vormittags 10 Uhr, im Saale des alten Rathauses öffentlich ver⸗ geben werden. Die Großh Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden belannt machen zu lassen. N Gießen, den 2. September 1897. Großh. Bülrgermeisterei Gießen. J. V.: Georgi. Verdingung von Erdarbeiten. Die zum Ausbau der Moltkestraße, zwischen Grünbergerstraße und Wieseck, erforderlichen Erd⸗ und Plauierarbeiten sollen Samstag, 11. September d. J., vormittags 11½ Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Diensistunden bei uns auf Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen. Angebote auf Vor⸗ druck find bis zum genannten Termin einzu⸗ reichen.— Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 30. August 1897. Das Stadtbauamt. „: Gerbel. Lüihgestern. Zwecks Besprechung über die Grün— dung einer Schweineversiche⸗ rungs⸗Kasse werden die Interessen⸗ ten auf Samstag, den A. d. M., abends, in die Gastwirtschaft Arnold eingeladen. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 2418 Tuche einen tüchtigen Gesellen gegen guten DS Lohn und dauernde Beschäftigung.(2414 Georg Speier, Schuhmachermeister, Wißmar. Laden mit Wohnung — seit 15 Jahren gangbare Metzgerei— zu vermieten. 571 W. 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Del Fan, Landwirt, Achur Benno, Pro Annes, Bürgern cl, Friedrich, , Jatobt, Georg kalba b. d. H.; a, Alsfeld; 23. an heuchelheim; sürkant, Alsfeld; elgründau; 28. Tuner, Alsfeld; 27. Aa, Rohrbach; 28 an, Gleßen; 29. chen; 30. Dämof , Weisel. Gießen, 4. Se Aüumlung des Land e Gießen, welche Kirchweih⸗Fest; 1 Ar einberufen war aeg hatte, hielt Rec ml Vottrag über di ac nit Ruchscht auf A faßte am Schli Ac, daß der Verl n hu, ohne jede M penn er es guch un det Haftung ig berschwiegen, d. 0 hat, Der Käufer an er über den Kay . ul dee Eigenschaf c bestzen soll und gt fei„Verkäuf e — Ai ben Vertrage f e belche spezill end zgeagt ert k peel Augal 0 dach as uche ia ub deten gäbe i be Aelusson n , Förr, darauf ligen, Wah