— — — 2 7 * —— — 1 —— — —— — — — PLL dar: Festsaal hr. Eude! 8 pneeballwerfen. 1 suburg eine Ebkimo⸗ ern und 10 der I ihr wahrscheinlichtz uh zum Fahren mit* schen Tler- 1 ich zum allerletzten fektregen. un 8 sil win Die Ballmust welsalnd Blas- und* 1 Selters“ 1 f ichn, 0 f. e Marliplat 20, aße 32², 1 1 230 Marlisir N „Dell. Lumen e 10 4(el. Poftztg. Nr. 3239 a. Telephon⸗Nr. 112. Dienstag, den 2. Febrnar Poststg. Nr 3239— Telephon⸗Nr. 112. Redaktion: 7 Kreuzplatz Nr. 4. — 6 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Auzeigen: 10 Pfg. für die spaltige Petitzeile. 1 Expedition: 2 Kreuzplatz Nr. 4. Lofales und Provinzielles. * Gießen, 1. Februar. Die neuen Groß— herzoglich hessischen 3 prozent. Staatsschuld— verschreibungen sind auf Veranlassung des Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen auf den Börsen zu Frankfurt, Berlin und Hamburg eingeführt worden. * Gießen, 1. Febr. Der Hess. Fechtverein Waisenschutz darf mit dem Ausfall seines Wiener Maskenballes, welcher gestern im Café Leib stattfand, vollauf zufrieden sein. Die Gallerie war von ca. 500 Zuschauern besetzt und im Saal unten herrschte ein Trubel und ein Ge— dränge, so daß an das Tanzen vor der Demas— kierung wenig gedacht werden konnte. Trotzdem amüsterte man sich prächtig, wenn auch die Es⸗ kimo⸗Familie nicht erschienen, sondern angeblich bei Garbenteich„im Schnee stecken geblieben“ war. Die Pausen wurden durch Vorträge von ur⸗ komischen Jobins ausgefüllt, der für seinen Bettel⸗ bub mit dem Refrain„Schenk mir was“ für den Verein eine Summe von nahe 20%, zu⸗ sammen„focht.“ Das Vergnügen währte bis gegen Morgen und dürfte nach oberflächlicher Rechnung einen Ueberschuß von ca. 300& er⸗ eben haben, welche der Oberfechteret Mainz übersandt werden. * Gießen, 1. Februar. Auf Grund der in der letzten Nummer unserer Zeitung enthaltenen Notiz betr. die Gründung eines Kohlen- scure⸗Verkaufs⸗Vereins wird uns von einem hiesigen Wirte noch folgendes mitgeteilt: Als seiner Zeit die Kohlensäure sich als vor⸗ zügliches Bierpressionsmittel herausstellte, gingen sämtliche Kohlensäure⸗Werke im Preise von 9 auf 7,50, ja zuletzt auf 5,50 4 per Flasche herab. Infolgedessen scheute fast kein Gast⸗ wirt die immerhin enormen Kosten der An⸗ schaffung eines Kohlensäureapparates. Jetzt, wo diese Apparate allgemein finger sind, ändert sich die Situation, es gründet fich der Kohlensäure⸗Verkaufs⸗Verein, um die Preise wieder in die Höhe zu schrauben.— Mit Speck fängt man Mäuse! Denn was sollen jetz die Wirte mit ihren teuren Kohlenscureappargten anfangen? Dieselben dem Verrosten anheim fallen lassen, dazu sind ste zu alot ipteig, Die Herren Besitzer der Kohlensäure⸗Werke wingen also diese Kategorie von Gewerbe— Nahpenden gewissermaßen zur Abnahme ihres Sollten da nicht etwa die Gastwirtevereine auch ein Wörtchen mitreden können? a „Lollar, 31. Jan. Am Freitag kehrte der Herrschaftskutscher Velker von Friedelhausen, aus Gießen kommend, heim. Er hatte mit seinem Schlitten, der mit 2 Pferden bespannt war, kaum die Haltestelle Friedelhausen passtert, da scheuten plötzlich die Tiere infolge eines hinter verteuerten Produktes, ausmachte. ihnen herkommenden Eisenbahnzuges. Die Pferde drängten auf die Seite und stürzten in einem Graben aufeinander, wobei eines der Pferde so schwer verletzt wurde, daß Metzer Keßler von Gießen die Schlachtung vornehmen mußte. Dem Kutscher soll am Vorfall nicht die mindeste Schuld treffen. Grünberg, 1. Februar. Die„Hessische Landesztg.“ veröffentlichte bereits in ihrer Sonn⸗ tagsnummer die amtliche Bekanntmachung betr. die Revision der Maße und Gewichte im Aichamt zu Gießen. Wie diese Auf⸗ forderung hier aufgenommen wurde, zeigt deutlich eine Zuschrift der„Mitteld. Sonntagsztg.“ von hier. Das genannte Blatt schreibt: „Durch eine von der Gr. Bürgermeisterei im„Grünb. Anz.“ veröffentlichten Bekannt⸗ machung werden die Gewerbetreibenden Grünbergs gufgefordert, ihre Maße, Ge⸗ wichte und Wagen an bestimmten Tagen an das Gr. Aichamt in Gießen zur Re⸗ vision zu verbringen. Bei Nichtbefolgung dieser Bekanntmachung werden„weitere Nachteile“ angedroht. Wir werfen die Frage auf:„Ist es nötig, die Ge⸗ schäftsleute, die wahrhaftig nicht auf Rosen gebettet sind, mit solchen Kosten zu belasten? Wäre es nicht viel richtiger, der Herr Revisor käme zu uns, als wir zu ihm?“ Bemerkt sei noch, daß hier eine Liste zirkuliert, deren Unterzeichner für die etwaigen Reisekosten eines Revisors auf⸗ kommen.— Die könnte unseres Erachtens der Staat auch bezahlen.“ * Aff. 31g 5, 31. Januar. Von hier wird der„Frkf. Ztg.“ geschrieben: Die vor Jahren im südöstlichen Stadtgebiet von Friedberg in Oberhessen bei Fundirungsarbeiten aufgefundenen und durch mehrmalige Aufgrabungen in ihrem noch erhaltenen Umfange gewannenen baulichen Reste eines römischen Mithrastempels enthielten u. A. einen reichen Schatz an sakralen Steinstulpturen, deren Gestaltung und Bedeutung Herr Gymnasialdirektor Dr. Goldmann in Friedberg im„Archiv für Hessische Geschichte“ bei der Publikation des Tempelfundes eingehen⸗ der Beschreibung unterzogen hat. Leider waren sämtliche Funde durch menschliche Gewalt, aber auch die zersetzende Einwirkung der Atmosphäre stark beschädigt. Insbesondere war es die große, zirka 20 Zentner schwere Relief⸗Steinplatte, das Hechte die Rückwand des im Grundplan kechteckigen Heiligtums deckende Bild, welches, den sttertötenden Lichtgott mit einigen Neben⸗ figuren darstellend, einst das bedeutungsyollste Kultusbild und in Gemeinschaft mit den seitlich 1 steinernen Fackelträgern und den Altären dem Hauptschmuck des von mattem Lampenlicht erhellten unterirdischen Tempels Das große Sandsteinrelief entstammt n Ihre erste Liebe. Novelle von E. von Bischdorf. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Ja, kennen denn gnä' Frau nicht das schöne Stück von Hamlot und Ophelia? Da ward einem ja ganz kalt, wie der Geist des Vaters kommt, und der Schildwach' schreit und davonläuft, und der Geist erzählt, wie ihm sein Bruder umgebracht hat. Und dann vom Faust, das ist noch viel schöner. Da hab' ich mir vorne aufknöpfen müssen, so hat mir's mitgenommen. Aber den zweiten Teil hab' ich mir zwei Male ansehen müssen, damit ich alles verstand.“ g „Und dann war Ihnen alles klar, Christinchen?“ „Alles, gnä' Frau. Und ich sag' immer, über's Theater geht mir nichts.“ Da hatte Regine die ersehnte, mitfühlende Seele gefunden, wo sie sie am wenigsten gesucht. Das war wieder eine andere Auffassung der Klassiker! Sie lächelte müde, als sie dieselbe mit der gestrigen verglich. Die gute Alte! Christinchen in ihrem Unverstand hatte doch wenigstens Hochachtung vor den Werken der Geistesheroen. Ihre urwüchsige Begeisterung berührte Regine sympathischer, als das Bestreben der gestrigen Gebildeten, das Erhabene in das Lächerliche zu ziehen. „So ist's recht, Christinchen“, sagte sie freundlich „so erzählt man sich frisch bis in das Alter“, und es war, als ob sie mit der Alten von nun an ein neues Band verknüpfte. *. * Draußen sangen die Finken und blühten die Rosen; vom Hofe her hörte man lustiges, reges Treiben, das Gackern der Hühner, den knarrenden Pumpenschwengel— drinnen regte sich kräftig ein junges Leben. Regine lag in ihrem stillen Zimmer und schaute mit glücklichen Augen nach der Wiege, in der ihr Knabe schlummerte; sie ward nicht müde, das kleine Wunder anzustaunen. Wie das zarte Körperchen sich reckte und dehnte, wie die Augen so schlaftrunken die fremde Welt an— blinzelten und die winzigen Fäuftchen sich ballten — und wie stolz blickte Felix auf seinen Erst⸗ geborenen! Die ganze Welt war für Regine versunken; sie sah und dachte nichts mehr, als ihren Sohn, baute für ihn goldene Zukunftsschlösser. Aber als sie zum ersten Male wieder hinab— ging in die unteren Räume, fielen ihr ihre Haus— frauenpflichten schwer auf die Seele. Was würde aus ihrer Wirtschoft geworden sein, während sie zur Unthätigkeit gezwungen war! Gewiß ging nun alles darunter und darüber ohne sie, ihr graute ordentlich vor der Inspizierung. Aber siehe da! Küche und Keller, alles erstrahlte blitzblank in schönster Ordnung und das Uhrwerk des Haushaltes ging in gewohnter Regelmäßigkeit. Christinchen hatte ihren Stolz darauf gesetzt, die Hausfrau nicht vermissen zu lassen, und beruhigte konnte Regine sich wieder in ihr Heiligtum, das Kinderzimmer, flüchten, konnte sich Ruhe gönnen und auch einen Blick hineinwerfen in die neu angekommenen Bücher und Zeitfchriften. Es war ja gut, daß Christinchen so vortrefflich zu wirtschaften verstand, aber der Gedanke, so leicht ersetzt zu werden, hatte Reginens Eitelkeit doch ein wenig verletzt. Auch als sie sich wieder ganz rüstig fühlte und die alten Pflichten aufnahm, hatte sie nicht mehr die frühere Freude daran. Ihre Thätig⸗ keit verlor für sie an Wert, seit sie gesehen, daß ein so einfaches Geschöpf, wie Christinchen, derselben ebenso gut genügen konnte. Allmählich gewöhnte sie sich daran, Christinchen selbständig walten zu lasseun. Die Begeisterung für ihren neuen Beruf war zu heftig in ihr emporgeflammt, um von langer Dauer zu sein; nun kam der Rückschlag. gleich einer im Frankfurter Museum befindlichen plastischen Mithras⸗Darstellung, dem Sandstein⸗ material nach, dem Nidderthale. Beide Bildnisse sind demnach auch einheimische Pro⸗ dukte des römischen Kunstgewerbes der Wetterau; ihre Entstehungszeit mag gegen Ende des zweiten nach christlichen Jahrhunderts zu suchen sein; die Uebereinstimmung dieser beiden Tempelheilig⸗ tümer in der Darstellung und der Behandlung des Figürlichen ist auffallend. Auch mehrere mit Inschriften versehene Votivaltäre, darunter zwei geborstene, sind s. Z. durch die Grabungen in den Besitz der Stadt Friedberg gelangt, die nun allen diesen hochinteressanten Denkmalen eines ehemals völlig entwickelten, auch in unserem nordischen Grenzland weit verbreiteten religiösen Kultus zu öffentlicher Besichtigung eine bleibende Stätte zu geben beabsichtigt. Die weit verzweigte Bethätigung dieses mysterienreichen Kultus, der von seinen Bekennern, ähnlich dem Christentum, strenge Prüfungen und läuternde Entsagungen forderte, fällt zeitlich zusammen mit der Aus⸗ breitung und dem schweren, aber siegreichen Ringen des jungen Christentums in den Reihen der römischen Legionen, wie der seßhaften römischen Bevölkerung unserer vielumstrittenen Taunusebene. Die zerbrochenen Altäre waren je in zwei, das Relief war sogar in 22 mürbe Sandsteinfragmente zerfallen aufgefunden worden, deren Bruchflächen durch die Vergänglichkeit des haltlosen Steinmaterials sich bereits stark ver⸗ ändert zeigten. Herr Architekt Thomas in Frankfurt wurde von Seiten der Stadt Fried⸗ berg mit der Wiederhellung der drei Steinbild⸗ werke betraut und hat nunmehr diese Aufgabe unter völliger Wahrung des antiken Charakters und Vermeidung willkürlicher Zufügung für das ute Aussehen so gelöst, daß jene, je zu einem anzen unverrückbar vereinigt, nach Friedberg zurück gebracht werden und daß ihre bleibende Aufstellnng dort demnächst erfolgen kann. Dank der allbereiten Unterstützung des Herrn Konser⸗ vators Cornill haben die bezüglichen Restauri⸗ zungsarbeiten in den unterirdischen Räumen des rankfurter historischen Museums stattfinden können, aus deren Dämmerlicht die wiederer⸗ standenen Kunstschöpfungen spätrömischer Zeit nun zu neuer Würdigung emporgestiegen sind. * Darmstadt, 31. Jan. Nach einer vor⸗ läufigen Uebersicht betragen bei der städtischen Sparkasse im Jahr 1896: Die baren Ein⸗ lagen 4297 619,85. in 41 112 Posten gegen 4 482 842,97. in 39 369 Posten in 1895. Die Rückzahlungen 3 635 544,56. in 16 398 Posten gegen 3 759 242,83. in 16 537 Posten in 1895. Die Zahl der Einleger betrug Anfang 1896 28 833, hierzu neue Einleger 4684, Abgang 3124, bleiben 1560, Einlegerstand Ende 1896 30 393. Die Ausleihungen be⸗ tragen in 1896: gegen Hypotheken und Kauf⸗ schillinge 1697 360,47, gegen Wertpapiere 1121 142,20, gegen Schuldscheine 5125, im Konto⸗Korrentverkehr 1277 838,34, zu⸗ sammen 4 101 466,014 gegen 3 476 372,56 1 in 1895. Die zurückempfangenen Kapitalien betragen in 1896 auf Hypotheken und Kauf- schillinge 317 285, auf Wertpapiere 1016 989. A. 58&, auf Schuldscheine 57 995,61, im Konto⸗Korrentverkehr 1656 998,37, zusammen 3 049 268,56 K gegen 2 438 820,16 1 in 1895. * Mainz, 30. Januar. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten versamm⸗ lung wurde, laut„Frankf. Ztg.“, unter dem Vorsitze des Herrn Rudolph Bamberger die Be⸗ ratung der Verwaltungsrechenschaft der Bürger⸗ meisterei für das Rechnungsjahr 1895/96 vor⸗ genommen. Herr St. C. Michel als Referent des Finanzausschusses erstattete sehr eingehend Bericht über diesen Punkt. Es wurden alsdann die betr. Anträge und Vorschläge des Finanz⸗ ausschusses angenommen. Die städtische Rech⸗ nung schließt ab mit einer Einnahme von 6 257 538,02 1 und einer Ausgabe von 5 404 736,01, so daß ein Ueberschuß von 852 802,0 1 x verblieb.— In der vorgestrigen Sitzung des Ortsgesundheitsrats wurde, nach dem hiesigen„Anzeiger“, der Antrag der Bürgermeisterei, für Mainz einen Stad tarzt zu bestellen, vorerst abgelehnt. Herrn Kreisarzt Dr. Balser, der sich dazu bereit erklärte, wurde die Inspektion der hygienischen Verhält⸗ nisse usw. übertragen. Der Stadt erwachsen dadurch keine Kosten. Weiter beschloß der Orts⸗ gesundheitsrat, eine Milch verkaufsordnung für die Stadt Mainz einzuführen. * Worms, 31. Januar. Der Vorstand der allgemeinen Ortskrankenkasse Worms er⸗ läßt einen Aufruf, worin er bekannt macht, daß im Anschluß an die bestehende Kasse eine neue für die Familienangehörigen der Mit⸗ glieder ins Leben gerufen werden soll. Gegen einen geringen Beitrag werden denselben freie ärztliche Behandlung, Medikamente und Heil⸗ mittel gewährt. Vermischtes. — Ein„Wunderdoktor““ stand kürzlich in der Person des Heilkünstlers Ernst Tauchert unter der An⸗ klage des Betruges und der Körperverletzung vor der 9, Strafkammer des Berliner Landgerichts I. Der An⸗ geklagte betreibt in dem Hause Dresdenerstraße 135 seine Praxis, welche die Anklagebehörde als ein„Kurpfuscher⸗ gewerbe der gefährlichsten Art“ bezeichnet. Er ist schon vielfach vorbestraft, auch schon wegen fahrlässiger Körper⸗ verletzung und thätlicher Beleidigung mit ein Jahr drei Monaten Gefängnis. Nach den Ermittlungen und dem Ergebnis der Beweisaufnahme behandelt er hauptsächlich Unterleibskranke; Kranken, die nicht mit einer solchen be⸗ haftet sind, dichtet er einfach eine solche an. Seine medizinische Ausbildung besteht darin, daß er während seiner Militärzeit im Lazarett als Kalefaktor angestellt Die Beschäftigungen ihrer Mädchenjahre ge— wannen in ihren Augen höhere Bedeutung. Es wäre doch schade gewesen, ihre schönen Talente un— gepflegt liegen zu lassen, um inzwischen die Wäsche durchzusehen oder das Kuchenbacken zu beaufsichtigen, was jede andere auch gekonnt hätte. Darum blieb sie ruhig am Flügel sitzen, wenn Christinchen sie abrief. „Gehen Sie nur, Alterchen, schauen Sie selbst nach dem Rechten, Sie verstehen es ja doch besser als ich!“ Christinchen ging seufzend und kopfschüttelnd, und plagte sich doppelt eifrig, um das fehlende Beispiel der fleißigen Herrin zu ersetzen, so gut es eben ging. Es hätte ihrem alten Herzen einen Todesstoß gegeben, wenn jemand die Wirtschaft in Hellingsthal nicht mehr zauf der alten Höhe fand — aber ihre Schultern fingen an sich zu beugen unter der großen Last, und sie seufzte und seufzte, wenn sie die Müdigkeit in ihren alten Knochen spürte und daran dachte, was ohne sie einst werden sollte. Auch Felix seufzte manchmal, wenn auch ganz leise, ganz verstohlen. Es war so hübsch gewesen, Regine herum hantieren zu sehen wie früher sein Mütterchen. Er konnte es nicht verstehen, daß ihr die Wirtschaft nicht wie dieser mit der Zeit immer mehr an das Herz wuchs. Anfangs entschuldigte er sie mit körperlicher Angegriffenheit, glaubte an eine Umkehr. Aber als er sie eines Tages anstatt mit Nadel oder Gartenschere mit dem Pinsel be— schäftigt fand, konnte er ihr sein Erstaunen nicht verbergen. „Hast Du kürzlich nachgesehen, wie die neuen, amerikanischen Ferkel gedeihen, Regine?“ fragte er. „Ich bin gespannt, wie sie sich bei uns ein— bürgern werden.“ „Nein, Lix', versetzte si„aber ich glaube, Christinchen war heute im Schweinestall; ihr Urteil ist kompetenter als meines.“ — ͤ. UdA——— „Es ist aber doch von Wichtigkeit, daß Du selbst nachsiehst, Regine. Du glaubst nicht, welch ein ganz anderer Geist die Dienstboten beherrscht, wenn sie wissen, daß das Auge der Hausfrau überall ist. Ist denn Deine Malerei so wichtig?“ „Ganz ungeheuer wichtig, Lix“, erwiderte sie scherzend,„sieh nur, diese herrlichen Wolkengebilde muß ich schnell skizzieren, ehe sie mir enteilen. Nach den Schweinen kann ich ja immer noch sehen.“ „Wenn Du fertig bist und Zeit für mich hast, möchte ich Dir gerne einmal etwas zeigen“, er⸗ widerte er ernst. Sie unterbrach ihre Arbeit nun doch, und freundlich zog er ihren Arm unter den seinen und führte sie in eines der Fremdenstübchen, in welchem an der Wand eine unvollendete Zeichnung hing, angelegt in der peinlich sorgfältigen Manier der vierziger Jahre, in der Wirkung einem Kupferstiche nicht ganz unähnlich. Sie stellte eine junge Frau dar, die dem heimkehrenden Eheherrn das jauchzende Kind entgegen hält. „Sieh, Regine“, sagte er bewegt,„dies Bild hatte meine Mutter ihrem Gatten als Hochzeits— gabe bestimmt. Aber es wurde nicht rechtzeitig fertig, und als Frau hat sie sich zum Zeichnen nie mehr Muße gegönnt; die vielen Pflichten hatten ihr den Stift für immer aus der Hand genommen. „Talente dürfen nur Schmuck, niemals Inhalt des Lebens sein“, meinte sie oft lächelnd,„aber wenn das Stopfen und Wirtschaften auch nicht so amüsant ist, wie das Zeichnen, so finde ich doch mehr Segen dabei, weil es meinen Lieben zu gute kommt.“ Mein Vater rahmte das unbeendete Kunstwerk ein und hatte größere Freude daran, als an dem schönsten Oelgemälde.“ 5 (Fortsetzung folgt.) —— ä r— *— r— —ů —— 3 * 3 — * r . K — 3 8 nach Dr. Bischoffs Untersuchung eine ihn zu zwei Jahren Gefängnis . U W war und er dann vier Jahre bei einem Heilgehilfen ge⸗ wohnt und ihm die Künste abgeguckt hat. Er hat sich darauf aufs Kurieren gelegt und„behandelt“ schon seit dem Jahre 1871, wie er sagt,„mit großem Verständnis“, das er aus medizinischen Büchern sich angeeignet habe. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit kamen Fälle zur Sprache, die wiederholt berechtigtes Staunen, teilweise aber auch große Heiterkeit bei dem Gerichtshofe erregten. So hat der Angeklagte einen Mann, der an einer Unter⸗ leibskrantheit litt, mittels einer großen Spritze unter startem Druck mit einer heißen Flüssigkeit bespritzt, die Lösung von Zink⸗ oxyd in Wasser darstellt. Der Patient empfand bei dieser Prozedur so heftige Schmerzen, daß er laut schrie und die Zähne in sein Taschentuch biß. In einem anderen Falle ging er dem Patienten mit einem so starken Ab⸗ führmittel zu Leibe, daß der Kranke, wie er versicherte, mehrere Tage hindurch„gar kein Mensch mehr war“. Am bedenklichsten lag ein Fall, in welchem er bei einem 16jährigen Mädchen, welches an einem Ohrenleiden er⸗ krankt war, gleichfalls ein Unterleibsleiden herausfinden wollte. Die Honorare, die der Angeklagte für seine er⸗ folglosen Kuren erhielt, waren nicht übermäßig hohe, in einem Falle, wo er einen Kohlenhändler in Behandlung hatte, begnügte er sich mit der Lieferung eines Postens Brennmaterials. Der Sachverständige Professor Dr. Straßmann gab sein Gutachten dahin ab, daß die vor dem Gerichtshofe entwickelte Kurmethode des Angeklagten unsachgemäß sei und Körperverletzungen der betreffenden Patienten verursacht habe. Der Gerichtshof nahm Be⸗ trug nicht als vorliegend an, hielt aber das ganze Ver⸗ fahren des Angeklagten für so gemeingefährlich, daß er verurteilte. — Der Rassenmord der Singvögel. Seit Dezennien hat alle Welt gegen den Massenmord Protest erhoben, dem in Italien alljährlich viele Tausende von Singvögeln zum Opfer fallen, leider vergebens. Weder die italienische noch die österreichische Regierung haben nach dieser Richtung energische Schritte gethan, und nach wie vor gehört es zu einer Lieblingsbeschäftigung der Italtener, die armen Singvögel, welche doch auch in der Vertilgung von Raupen und Ungeziefer so viel leisten, in ganzen Massen zu morden. Außerhalb Italiens und des Nachbarlandes hat man kaum eine Vorstellung von diesen Gräueln, deshalb mag die folgende Mitteilung, welche die„Meraner Zeitung“ aus Mailand bringt, hier eine Stelle finden: Aus Mailand schreibt man:„Drei Jäger ( haben im Passe von Montegrade, einem hauptsäch⸗ lichen Strichpunkte für nordische Zugvögel, in einem Tage nicht weniger als 300 Kilogramm Schwalben durch Netze eingefangen. Sie schlugen darauf die Tiere tot und brachten sie nach Genua auf den Markt, wo sie als be⸗ vorzugte Delikatesse hohe Preise erzielten.“ — SEerbst der Zerbst. Eine Verwechslung hat sich nach dem Berliner„Kl. Journ.“ dieser Tage in der Berliner Charite zugetragen. Die Gattin eines Landwirtes im Dorfe Serbst bei Anger⸗ münde, Frau Wegener, litt an einem Abszeß am Ober⸗ körper, der, mehr lästig als schmerzhaft, nur durch elne Operation zu entfernen war. Die Aerzte in Angermünde wollten die an sich sehr harmlose Operation selbst vor⸗ nehmen, die Frau zog es aber vor, sich den Aerzten einer Berliner Heilanstalt anzuvertrauen. Am 30. Dezember früh kam sie in Berlin an, suchte ihre dortigen Ver⸗ wandten auf und ließ sich von einem Krankenhause zum unangenehm andern führen. Ueberall waren alle Betten belegt, endlich fand die Frau in der Charitee Aufnahme. Schon 24 Stunden später, am Sylvestertag, erhielten die Verwandten die Nachricht, Frau W. sei bald nach Ankunft in der Charitee gestorben, sie möchten kommen und die Leiche anerkennen. Zwei von den männlichen Verwandten folgten dieser Aufforderung, da es aber ein gruseliges Stück Arbeit ist, sich eine Leiche anzusehen, zumal am Sylvester⸗ abend,„wo ohnehin schon Vieles nicht mit rechten Dingen zugebt“, so nahmen die beiden Männer unterwegs eine „kleine Stärkung“ ein. Als sie an die Leiche geführt wurden, da riefen Beide:„Ja, das ist sie!“„Sie hat aber in der kurzen Zeit höllschen abgenommen!“ setzte der Eine hinzu, und„Ja, det hat sie!“ bestätigte der Andere. Beide zollten der Toten eine stille Thräne und dann ging es heim. Nun spielte der Telegraph nach Serbst, nach Angermünde und wo sonst noch Verwandte wohnen. Das war für die Angehörigen ein trauriger Sylvesterabend und schlechter Jahresanfang. Sofort wurden alle An⸗ ordnungen zur Ueberführung der Leiche und zur Beerdigung getroffen. Am 2. Januar traf der Sohn in Berlin ein, um die Ueberführung zu ordnen, er besuchte aber auch zuerst einen Verwandten, einen anderen jedoch als die oben erwähnten. Dieser erfuhr erst von dem Sohne den Vorfall, als er hörte, daß Frau W. schon einige Tage tot sein sollte, rief er:„Erst vor einer Viertelstunde habe ich die schriftliche Nachricht von Deiner Mutter erhalten, daß die Operation am Sylvester vorgenommen worden und sehr gut verlaufen ist und daß sich Deine Mutter schon wieder recht wohl und munter fühlt!“ Nun eilte der Sohn in die Charitee und traf hier die Mutter wirk⸗ lich in heiterster Stimmung an Sie ahnte nicht, daß sie tot sei und begraben werden sollte. Im Bureau der Charitee klärte sich daa Mißverständnis bald auf. Es lag eine entschuldbare Namensverwechslung vor. Es war eine„Frau Wagner aus Zerbst“ gestorben und daraus war bei der Meldung des Todesfalles im Bureau„Frau Wegener aus Serbst“ geworden. Natürlich spielte nun wieder der Telegraph. Heute befindet sich Frau Wegener bereits wieder im Kreise der Ihrigen. Dunkel ist in der an und für sich glücklich abgelaufenen Geschichte für die Frau wie für die ganze Familie nur ein Punkt geblieben, nämlich, wie es den beiden Männern möglich war, die Leiche zu erkennen. Die verstorbene Frau Wagner war eine abgezehrte Frau, die Frau Wegener dagegen ist eine recht korpulente, die mindestens 180 Pfund wiegt. Die Verstorbene hatte eine lange spitze Nase, die Lebende eine kleine Stumpfnase. Aber auch über diesen unaufgeklärten Punkt tröstet man sich mit dem Gedanken hinweg:„Es war eben Sylvesterabend!“ Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 20. Januar. Dem Dreher Heinrich Laudon eine Tochter, Elisabeth Auguste.— 20. Dem Oktroi⸗ Erheber Albert Haas ein Sohn, Christian Friedrich.— Am 21. Januar. Dem Schneider Christian Peter sen eine Tochter. Am 22. Januar. Dem Feldwebel Christian Schmidt eine Tochter.— 22. Dem Schneider Friedrich Bosold ein Sohn.— Am 23. Januar. Dem Kgl. Eisenbahn⸗Telegraphisten Julius Wenzel eine Tochter. Aufgebote. Am 23. Januar. Johannes Rausch, Fuhrmann da⸗ mit Katharine Elise Anna Machetanz dahier. — Am 25. Januar. Jakob Frey, Lackierer dahier, mit Wilhelmine Müller zu Usenborn.— Am 26. Januar. Heinrich Mandler, Metalldreher zu Kinzenbach, mit Mar⸗ garethe Weiß hierselbst.— 26. Dr. Josef Bernard Jakob Wengler, Anstaltsarzt zu Rockenberg, mit Elise Josefa Weiler zu Mannheim.— Am 28. Januar. Johann Paul Hennig, Tapezier zu Gießen, mit Luise Ernestine Gerndt hierselbst. 28. Johann Heinrich Muth, Schrift⸗ setzer dahier, mit Marie Luise Johanna Konradine Noll hierselbst.— 28. Heinrich Meyer, Schuhmacher zu Schalke, mit Elisabethe Schul daselbst.— Am 29. Januar. Dr. Fritz Seiderer prakt. Arzt zu Obernzell mit Louise Auguste Bähr hierselbst. furt a. M. Eheschließungen. Am 23. Januar. Karl Albert, Tagelöhner dahier, mit Elisabethe Herrmann hierselbst. Beerdigte. Am 22. Januar. Robert Sparr, 39 Jahre alt, Dienstmann dahier.— Am 23. Januar. Heinrich Feuster,/ Jahr alt dahier.— Am 24. Januar. Katharine Stumpf, 6 Wochen alt, Tochter von Schuh⸗ macher Karl Stumpf dahier. Am 26. Januar. Georg Gelzenleuchter, 55 Jahre alt, Hilfspedell dahier. — Am 28. Januar. Wilhelmine Bender, 27 Jahre alt, Tochter von Wollspinnereibesitzer Adam Bender dahier. Neueste Telearamme. Hd. Berlin, 1. Febr. Im Reichstags⸗ gebäude fand gestern die konstituierende Versammlung zum Zweck der Einrichtung deutscher Nationalfeste statt. Anwesend waren hervorragende Vertreter des Deutschen Lehrervereins, des Patriotenbundes, des alt⸗ deutschen Verbandes, des Kriegerbundes, der Universitäten usw. Die Versammlung nahm einstimmig den Plan auf, das erstedeutsche National fest im Jahre 1900 abzuhalten. In das Präsidium wurden 36 Herren gewählt, deren Zahl auf 48 erhöht werden soll. Zum ersten Vorsitzenden wurde der Abgeordnete von Schenckendorff⸗Görlitz gewählt. Hd. Wien, 1. Februar. Die gestrige Schubert⸗ Gedenkfeier wurde durch eine Festmesse, einen Sängeraufzug am Schubert⸗ Monument, Volkskonzert unter freiem Himmel und abends durch einen Kommers gefeiert. Hd. Limoges, 1. Februar. Das hiesige Hospital ist infolge einer Explosion abgebrannt. Die Kranken konnten ge⸗ rettet werden. Hd. Bordeaur, 1. Febr. Ein Sturm bei dem Thauwetter richtete im hiesigen Hafen gestern großen Schaden an. Zahl⸗ reiche Boote wurden umgeschlagen. Der untergang mehrerer Fischerbsote mit der Mannschaft wird befürchtet. Hd. Neweastle, 1. Febr. Ein Argentinier, namens Lossez, sprach gestern beim hiesigen argentinischen Konsul vor, dem er während eine schwere Verwundung am l brachte. Der Mörder wurde bethafter alse bei⸗ 3 e d in en⸗Buseck. Durch das Einge der heutigen Nummer unserer Zeitung ist auch 1 5 1 rechtigten Beschwerde Rechnung getragen. Wir sehen da⸗ her von dem Abdruck Ihrer Einsendung ab, indem wir hoffen, daß nun Abhilfe geschaffen wird. Eingesandt. Ueber die infolge des überreichlichen Schneefalles kaum passierbaren Wege im Kreise Gießen gehen uns zahlreiche Klagen zu. Heute ersucht uns ein hiesiger Bürger um Aufnahme der folgenden Zeilen: Bei meinem heutigen Gange mußte i 5 nehmung machen, daß die e 101% Orten vollständig abgeschnitten ist. Dies ist in Anbetracht der Schneeverwehungen nicht zu verwundern, das wunder⸗ bare dabei ist aber, daß, nachdem der Schnee jetzt 8 Tage liegt, noch keine Abhülfe geschehen ist. Hier und da sah man einen Straßenwart ganz allein an der Arbeit, um sich an die kolossalen Schneemassen zu machen, und habe ich auf mein Befragen von diesem folgende Auskunft er⸗ halten: Der Kreis Gießen besttzt 2 Schneeschlitten, von welchen der eine in Gießen, der andere in Grünberg steht. Diese sind auch in Thätigkeit, wenn man aber die un⸗ zähligen Kreisstraßen rechnet, so ist nicht abzusehen, wann einzelne Ortschaften das Glück haben, die Kommunikation wieder hergestellt zu sehen, da der Schlitten selbstverständ⸗ lich die Reihenfolge der Straßen einhalten, was selbst wenn, wie heute 6 Pferde daran gespannt sind, viele Tage in Anspruch nehmen wird. Es ließe sich doch leicht Abhülfe in der Weise schaffen, daß den Gemeinden oder den Straßenwärtern Mittel zur Verfügung gestellt würden, um bei derartigen abnormen Witterungsereignissen sofort mit Mannschaften einzugreifen, um die Verkehrsstörungen zu beseitigen. Aber diese Mittel bewilligt der Kreis nicht, es sollen sogar, wie die Straßenwärter mir mitgeteilt, früher schon einmal Ver⸗ gütungen, welche sie für Beihilfe verwendet haben, bean⸗ standet bezw. ihnen zur Last gesetzt worden sein. Unter Ansetzung aller Kräfte ist es mir heute ge⸗ lungen, mich durch die Schneewehen durchzuarbeiten bezw. weite Umwege über Felder zu nehmen. Die Poststraßen werden doch nach Möglichkeit freige⸗ halten, warum wäre es nicht möglich, auch die anderen Straßen raschestens dem Verkehr zugänglich zu machen. Man muß nur den Zustand der Wege sehen, dann kann man nicht ruhig dazu sein. Civis, Sterbefälle. Am 28. Januar. Wilhelmine Bender, 27 N Jahre alt, Tochter von Wollspinnerei⸗Besitzer Adam Bender dahier, Krofdorferstraße 15. ⸗Am 28. Januar. Philipp Haase, 42 Jahre alt, Steinmetz von Alsfeld. Starb in der neuen Klinik. Am 29. Januar. Philipp Uhl, 54 Jahre alt, Pumpenmacher von Oberwetz, Kreis Wetzlar. Starb in der alten Klinik. Die Leiche wird in die Heimat verbracht. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Redak⸗ hier, mit Wilhelmine Bill hierselbst.— 23. Dr. jur. Georg Heinrich Symann, Versicherungsbeamter zu Frank⸗ der Unterhaltung mit einem Rasiermesser teur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. —— Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. ee den 8. Februar 1897, vor⸗ mittags 9½ Uhr beginuend, sollen im Gießener Stadtwald, im Distrikt Lumpenmannsbrunnen versteigert werden: 53 Eichenstämme mit 13,88 fm,(dar; unter 2 Schnittstämme, die übrigen schönes Wagnerholz), 19 Fichten⸗ und Kiefernstämme mit 11,63 fm, 8 Erlenstämme mit 3,28 fm, 3 Eichenstangen mit 0,28 km, 10 Fichtenstangen mit 1,38 fm, 176 Im Buchenscheitholz, 1„ Noce Oberförsterei Windhausen. Freitag, den 5. Februar, vormittags 10 Uhr, im 136 10 Buchenknüppelbolz Distrikt Lichteplatt an der sogen. hölzernen Hand) aus Lichteplatt, Volpertswiesenkopf, Langer⸗ 25 7 Eichenknüippelbolz, seifen, Lager und Weidenberg: 326 Nadelstämme= 244,32 fm(bierunter schweres Kiefern⸗ 2 10 Erlenknüppelbolz, schnittholz, Bauholz ꝛe auch Fichtensparren); 3 Eichen 0,85; 1 Buche= 1,94 fm. Scheiter: 1 1 Nadelknüppelbolz, Buchen 18, Nadelb. 20; Knüppel: Buchen 23, Nadelh. 37; Reifig: Buchen 18, Nadelh. 546; 4470 Wellen Buchenreisig, Stöcke: Buchen 5, Nadelh. 56 rm. 8 50„ i isig. 5 0 e ne Ausschreibungen. 76 rm Buchenstockholz, Gießen. Die Abgabe von leinenen de. Lumpen, eisernen Bettstellen und Stühlen soll 2„ Eichenstockholz, Montag, den 3. Februar d. J., vormittags 12 Uhr, auf dem Submisstonswege ver— 4,5% Nadelstockholz. Die Wee ist auf der Licherstraße an der 9. Schneise. geben werden. mine einzureichen. Univ.-Klinik, nachmittags von 3—5 Uhr offen. Unter den Bäumen befinden Mittwoch, den 3. Februar, und Windfallholz wird nicht vorgezeigt. Eichen Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, Bedingungen liegen Holzversteigerungen. . Gedern. Freitag, den 5. Februar, mi hiesigen Schloßberg stehende Schwarzyvappeln auf steigert werden. Höhe und 60—70 em Durchm in Brusthöhe. Oberförsterei Vadeurod. aus den Distrikten Hachberg und Wingerwald und Dürr— Strebendorf: Stämme: 30 Eichen(Bauholz)= 18,57 fm, fm, 90 Fichten(Banholz)= 65,65 km, 20 Kiefern(Schnit holz)= (Bauholz)= 26,25 fm, 11 Birken 3,48 fm; Derbstangen: 66 Fichten(Leiterbäume)= 3,10 km. Zusammenkunft im Distrikt Hachberg an der Kreisstraße Vadenrod—Renzendorf. Das zer— streut lagernde Dürr⸗ Arnsburg Jägerpfad, werden im Revier Arns Eichen: 90 rm Prllgel, Nadelbolz: Stockholz, Nadelholz: 8 rm Stockholz, Buchen: 790 rm Reiser, holz: 194 ĩm Reiser. ttags 12 Uhr, sollen 16 Stück auf dem dem Stamm öffentlich meistbietend ver⸗ sich glattstämmige Exemplare von ca. 715 m von vormittags 9 Uhr an, und Windfallbolz der Forstwartei 144 Eichen(Wagnerholz= 27,05 Mittwoch, den 3. Februar, beginnend vormittags 10 Ubr am burg versteigert: Buchen: 307 rm Scheiter, 35 1m Priigel, 7 rm Prügel, Buchen: 103 xm Stockbolz, Eichen: 121 rm 403 rm Reiser, Nadel- sind bis zum genannten Ter- auf dem Verwaltungsbureau der chirurch u. ophthalm. Die Zuschlagsfrist beträgt 10 Tage. 10,94 fm, 93 Lärchen Hell,/ Ltr. Stehblerhalle No. 2 „Zum 5 Lin empfiehlt vorzügliches Exportbier aus der 1 Oranienbrauerei Dillenburg 5 Pfg. Belegte Brödchen 10 Pfg. Zu zahlreichem Besuche ladet ein feuchten Eck“ denplatz 5 4⁵ Dunkel,% Ltr. 10 Pfg. W. Teitge. Verdingun Lieferungen wie Zimmerarbeiten, Schreinerarbeiten, Schlosserarbeiten, Eisenlieferung und Weißbinderarbeiten sollen öffentlich verdungen werden, Gießen, den 1 Februar 1897. 5 Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Wolff. Bekanntmachung. Es sind neuerdings wiederholt an die Stadt: Anforderungen einzelner Hausbesitzer um nach⸗ Angebot der Arbeitnehmer. trägliche Vergütung für zum Ausbau von 1 Kondidor, 1 Buchbinder, 2 Glaser(Rabmenmacher), Straßen vollzogene Auffüllung erboben worden. 2 Lackierer, 1 Weißbinder, 1 Wagner nach auswärts, Diese Anforderungen mußten Seitens der Stadt 2 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 tüchtiger Pferdeknecht nach auswärts, abgelehnt werden, da weder ein Auftrag zu 1 Kellner, 3 Hausburschen, 2 Lauffranen, der angeblich geleisteten Auffüllung erteilt, noch 1 Waschfrau für ständige Aubeit, 2 diese mit unserer Kenntnis oder unserem Ein- 2 Waschfrauen für einige Tage, 1 Schmiede⸗ 5 verständnis ausgeführt war, auch das Maß der 1 Wasch- und Putzfrau, 2 Buchbinder⸗„ Auffüllung diesseits nicht mehr festgestellt werden 2 Pferdeknechte, 4 Taglöbner, 1 Lackierer⸗ 5 konnte. Zur Vermeidung künftiger ähnlicher 6 Lauffrauen bezw. Mädchen, 1 Glaser- Forderungen machen wir hiermit Bauunter- 1 Packer, 1 Köchin, 1 Setzer⸗ 1 nehmer und Bauherrn ausdrllcklich darauf auf⸗ 1 Stiltze der Hausfrau oder Ladengehülfin, 1 Steindrucker„ merksam, daß derartige nachträgliche Anforde- 2 Hausmädchen, 1 Kindermadchen. 2 Dienstmädchen nach auswärts, rungen grundsätzlich zurückgewiesen werden 1 feineres Hausmädchen, Städt. Arbeitsnachweis, Gießen. Gartenstraße 2. Nachfrage der Arbeitgeber. Schuhmacherlehrlinge, 3 Schlosserlehrlinge, 6 Dienstmädchen vom Lande v. 16—22 Jahren. Zuschlagsfrist 14 Tage. Sch Die zur Einrichtung einer Wohnung im Vorderhaus des Arbeits- und Geräteschuppens auf Oswaldsgarten erforderlichen Arbeiten und Erd- und Maurerarbeiten, Montag, den 15. Februar, vormittags 11 Uhr, Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen auf vorgeschriebenem Formular sind bis zum genannten Termin bei uns einzureichen.— Gießen, den 30. Januar 1897. Das Stadtbauamt. G. 3809990 Elchgärten 10. Lager in Möbeln, Spiegeln, Betten, sowie aller sonstigen Gegenstände. Kommisstous⸗ und Agentur ⸗Geschäft. Ankauf von Waren jeder Art. Textors Terrasse täglich geöffnet. Werners arenhaus OG Angebote[ Exped. d. Ztg. „Zum Gambrinus“. Guten bürgerlichen Mittagsti empfiehlt A.. * Ph. Bob.(139 Eine Dezimalwaage und eine neue Zentesimalwaage, welche 30 Zentn, wiegt, billig abzugeben. Zu erfragen in der 89 (110 mandt. nachmittags 2 im Adler zu Gießen den Unterzeichneten öffentlich zahlung versteigert werden: 1 Bäcker⸗ 5 1 Bürstenbinderlehrl. 2 Schneider⸗„ 1 Gelbgießer⸗„ 1 Schreiner⸗„ stellen, 2 Kommoden Mobilien, ferner: Partie Rauchtabak, mehl, 1 Ladenlampe, insbes. betr. Abs. 2. milssen. Hege, den 30. Januar 1897. 8 eee eee nne* Geolt, Wee Gießen.% ꝙοοοοοοο e 3 olff. E 5 Meine Sprechstunden si 15.3 b fest⸗ 7 5 sind vom 15. Januar a fest Verdingung. Alena, gesetzt auf 8—9 Uhr morgens und 2—3 Uhr nachmittags(nicht a N e men 7 1125 ie mehr 2½—4 Uhr). städtischen Ansta ten, sowie die eistungen er 0 fler en im Rechnungsjahr 1897/98 Pract. Thierarzt Seiderer, ollen Ni 8 Dienen deb 10 dne 111 Kirchenplatz Nr. 11. vormittags 11½ Uhr Seo 0 2 8 verdungen 9 1 8 N 8— ie Bedingungen liegen bei uns zur in 5 5 sicht offen. fag un auf vorgeschriebenem Restau: nt und Ca fe Dauschlasser 18 bis zum genannten Termin 0 7. 21 8 e 2 El verschlossen bei uns einzureichen.— Zuschlags⸗ r 1 2 II frist 14 Tage.*— Gießen, den 30. Januar 1897. 6 4 dwi t T 2 Das Stadtbauamt. udwigsstraßze 6. . e Mittagstisch im Abonnemet 63—83 Pfg.* Tüchtige Mädchen Speisen à la carte zu leder Tageszeit. wilnschen Stelle für sogleich und später.(167 Separate Zimmer für Gesellschaften. 1312. Weine, Biere und Liqueure. Frau Schmidt, Vermieterin, Neustadt 59. Dienstag, 2. Febr. 1897, 1 Handkarren, 4 Hobelbänke, 1 Vertiko, 6 Sophas, 4 Bett⸗ Mähmaschine, 1 Partie Wasch⸗ seife, 1 Posten Kaffee-Essenz, 1 waage, div. Oelbilder u. s. w. Versteigerung vorauss bestimmt, Engel, Gerichtsvollzieher. Guter, billiger Mittagstisch in und außer Abonnement. Restaurant Mühleißen, 3 Brandgasse 3. im Abonnement zu 45 Pfg., 5 Wirt Böhm,„Zum Lahuthal“, Uhr, Peustabt 48. f Ein schön möbliertes mit sollen durch[Kabinet zu vermieten. ee 1658 gegen Baar⸗ Grünbergerstraße 34, part. Guten billig. Mittagstisch, Ein möbliertes Zimmer zu vermieten. Sonneustraße 14. (0 und sonst. zn vermieten. 1442 Dimmer, möbliert oder uumsbliert, Schneider, Steinstraße 88. Eine Stube 77 Schützenstraße 17 J. zu vermieten. Fettlauge⸗ 1 Laden⸗ in und außer Abonnement bei J. F. Sorger,„Deutscher Hof“. Guter, billiger Mittags tisch 18 Darmstädter Haus. 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