he Ausgabe Gießen, Freitag, den 31. Juli undegzei Gießen. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 75 * Erscheint täglich mit Ausnahme der Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile. Tage nach Sonn- und Feiertagen. — Expedition: 2. Kreuzplatz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. Gießen, 29. Juli. Mit dem Schluß des hessischen Landtages sind 25 Mandate der Zweiten Kammer des hessischen Land- sages erledigt; von diesen Mandaten gehörten 18 der nationalliberalen, 3 der freisinnigen, 3 ber sozialdemokratischen und eines der Zentrums⸗ Partei an. Zehn entfallen auf die Provinz Starkenburg, 8 auf die Provinz Oberhessen und auf die Provinz Rheinhessen. In allen größeren Städten des Landes sind Neuwahlen ben bag borzunehmen so in Mainz Darmstadt, Gießen 8 5 dihe Offenbach, Worms und Bingen. . ee Gießen, 30. Juli.(Feuerwehrfeste⸗) b. St W Am 2. August findet in Herborn der 11. Ginse uur Feuerwehrtag für den Bezirk Herborn statt. bud Nsesgg— Am 15., 16. und 17. August begeht die fl, ez. 705 ö eee zu Nieder-Esch⸗ cc, Kartfch. bach das 25jährige sFest ihres Bestehens, bei stter 500 A., belcher Gelegenheit die Frauen und Jungfrauen r 1 der Gemeinde dem Korps eine prachtvolle — Standarte überreichen werden.— An denselben Tagen feiert auch die Freiwillige Feuer⸗ pehr zu Bockenheim bei Frankfurt a. M. er, 42 Jahn hr 25jähriges Jubiläum. Zu allen drei Ge⸗ estorben in der . legenheiten sindunsere beiden freiwilligen in die Heimat Feuerwehren eingeladen und werden sich durch Deputationen vertreten lassen. * Gießen, 30. Juli. Das große Preis- schießen ünseres Schützenvereins, von dem wir vor Wochen schon Mitteilung machten, ftudet, wie wir erfahren, bestimmt in den Tagen bom 15.—17. August statt und sind hierzu zahl⸗ eiche Einladungen an fremde Schützen ergangen. Gießen, 30. Juli. Die Mitglieder der Gießener Schlachtvieh-Versicherungs⸗ Gesellschaft beabsichtigen demnächst eine drei⸗ tägige Rheinreise zu unternehmen, zu welcher ste Einladungen au befreundete Innungsmit⸗ glieder und Viehhändler haben ergehen lassen. * Gießen, 30. Juli. In der Umgegend von Gießen scheint eine Einbrecherbande ihr Unwesen zu treiben. Wir hatten vor einigen Tagen Gelegenheit über einen in Lollar ver⸗ übten äußerst verwegenen Einbruchsdiebstahl zu berichten, während uns heute eine Anzahl solcher Diebstähle aus Langgöns mitgeteilt wird. Einem Lehrer wurden an einem der letzten Abende aus seiner Wohnung 75 Mk. gestohlen, während er in eine Wirtschaft ging, um seinen Abend— schoppen zu trinken.— Dem Gastwirt Brichel bortselbst wurde in derselben Nacht aus seiner Schlafstube(ähnlich wie dem Gastwirt Geißler in Lollar) ein größerer Geldbetrag entwendet, während die Diebe bei dem Gastwirt Sinning inen Einbruch versuchten. * Gießen, 30. Juli. Das Kreisamt bringt zur öffentlichen Kenntnis, daß das zweite urg, Verantw. J Ottmaun, bebe h Hof . J ung A8twirt. eif, 1 wapothelt, richsdorser 116 Samstag, den 1. August l. J., von vor⸗ mittags 7 bis 3 Uhr nachmittags ein Schießen mit scharfen Patronen in dem Gelände westlich Wismar mit der Schußrichtung gegen den Wismarer Wald bezw. Oberwalgern und Kirchvers abhalten wird. Das Gelände zwischen den Ortschaften Launspach—-Wismar—Rutters⸗ hausen— Odenhausen— Salzböden— Schmelz— Forsthaus Waldhaus— Krofdorf ist gefährdet und darf in der vorstehend angegebenen Zeit nicht betreten werden. Die Straße Krofdorf—Forst⸗ haus Waldhaus— Schmelz ist für jeglichen Ver⸗ kehr gesperrt. W. Gießen, 30. Juli. Als Beweis, wie sorgfältig an der Zentralstelle das Material der letzten Wolkszählung geprüft und verarbeitet wird, mag die Nachricht dienen, daß jetzt, nach— dem beinahe 7 Monate darüber verflossen, an Zähler unserer Stadt viele mit Auständen bversehene Zählkarten zurückgelangt sind, zu dem Zwecke, dieselben zu vervoll⸗ ständigen. Ganz besonders peinlich und genau scheint man die Statistik der Arbeits- losen zu behandeln, was daraus hervorgeht, daß gerade nach dieser Richtung den Zählern Auftrag erteilt ist, Rückfragen in einzelnen Fällen zu stellen, deren Beantwortung allerdings den zuverlässigsten Schluß ermöglicht. * Gießen, 30. Juli. Eine kreisamtliche Aufforderung an die Bürgermeistereien Albach, Allendorf a. d. Lda., Allertshausen, Beltershain, Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Climbach, Geilshausen, Gießen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Holzheim, Kesselbach, Lauter, Linden⸗ struth, Londorf, Lumda, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Saasen, Stangen⸗ rod, Steinbach, Stockhausen, Treis a. d. Eda. und Weickartshain fordert auf, die Listen der Wahlberechtigten zu den bevorstehenden Landtags⸗ wahlen bis zum 15. August fertigzustellen. Land⸗ tags⸗ und Reichstagswahl werden demnach kurz nacheinander stattfinden. * Gießen, 30. Juli. Es lag in der Ab⸗ sicht, das Schwesternhaus in der Lony⸗ straße durch einen Umbau zu vergrößern und, obgleich der Bauplan recht gewichtige Bedenken hatte, war derselbe bereits von der Stadtver⸗ ordneten-Versammlung wee Die maß⸗ gebenden Personen des Allgemeinen evangelischen Vereins für Armen⸗ und Krankenpflege scheinen aber von der Idee des Umbaues abgekommen zu sein und lieber ein ganz neues Schwestern⸗ haus errichten zu wollen. Nun hört man aber, daß zu diesem Bau ein Platz ganz außerhalb der engeren Grenzen unserer Stadt zu kaufen beabsichtigt wird. So viele Vorteile eine An⸗ siebelung im Freien haben mag, so sollte man aber doch bedenken, daß ein solches Wohlfahrts⸗ Institut nicht außerhalb der Stadt liegen darf, wenn dessen Bewohner(die Schwestern) segens— reich wirken sollen. Wenn die Not in den Be— hausungen der Armen und Beladen en einkehrt, so darf die Hilfe nicht gar so weit sein, und bei der langgestreckten Lage der Stadt muß ein solches Institut, das jederzeit werkthätige Hilfe leisten soll, möglichst in der Nähe des Mittel- punktes der Stadt gelegen sein. An geeigneten Bauplätzen in geeigneter Lage ist kein Mangel und sollte man selbst dafür einen höheren Preis anlegen müssen, so darf die Kostenfrage keines⸗ falls bestimmend für die Lage des Schwestern— hauses sein. Der wohlhabendere Teil unserer Bevölkerung hat es stets für eine Ehrenpflicht gehalten, zu helfen, wo man durch Einrichtungen die sozialen Gegensätze zu mildern bestrebt war, und ein Appell an diese Schichten unserer Be— wohner wird nicht ungehört verhallen, wenn es gilt, in unserer Stadt, nicht außerhalb derselben, ein Heim für die Pflegerinnen von Armen und Kranken zu erbauen. Gießen, 30. Juli. Daß Bäume im Juli zum zweiten Male blühen, dürfte wohl keine Seltenheit sein, daß aber diese Blüten sich zu Früchten entwickeln, kommt doch wohl sehr selten vor. In einem Garten der Frankfurterstraße kann man neben im Früh⸗ jahr geblüten und jetzt schon kräftig entwickelten Birnen die kleinen Früchte der Juli⸗ 1 erblicken. Fürwahr ein seltenes Natur- spiel. Gießen, 30. Juli. Herr J. Simon in Mainzlanu besteht trotz unserer gestrigen Brief— kastennotiz darauf, daß seine„Berichtigung“ von uns abgedruckt werde. Wir hätten dem Herrn gern den Abdruck erspart. Da er aber heute wiederholt darauf besteht, seine„Berichtigung“ gedruckt zu sehen, so wollen wir ihm zu Willen sein. Hier die wortgetreue Wiedergabe der „Berichtigung“: Auf das in der hessischen Landeszt. Zeitung Ausgabe Giesen vom 26 Julie Eingesandt von Mainzlar vom 25 Julie erwiedere ich hier⸗ durch, daß der Einsender des Artikels nicht wahrheitsliebend ist, oder den Sachverhalt nicht kennt, dann ich bin Iten nicht beim Fleischbeschauer Herrn Deker gewesen, daß Er fragliches Stoppelkalb besichtige zum zweck der Schlachtung und zweiten auch nicht zugemutet, daß Er einen Befundschein ausstellen soll, dies ist die erste Lüge(was ich beweise). zweitens hat Herrn Fleischbeschauer Heinrich Zecher, fragliches Kalb vor dem Schlachten gesehen, und nach dem Schlachten auch, und dasselbe für gut befunden, worüber Er als dann ein mier genügenden Befundschein ausstellte,(also dieses die zweite Lüge, daß ich Ihm ein Schein forgelegt hätte ohne das Vieh gesehen und Er denselben unterschrieben hätte) Ich habe auf Grund dieses Befundscheines das Fleisch nach Giesen verkauft, und mit einem Fuhrmann hinbringen lassen derselbe wurde aber durch ein Schutzman zum Schlachthaus geführt, das Fleisch nachgewogen was daselbe gewogen ist mier heute noch nicht bekannt, das Fleisch wurde von der Schlachthaus verwaltung in Folge eines Knochenbruchs für minderwärtig aber verkäuflich zurükgewiesen, und wurde mier von Großherzoglichen Polezeiamt Giesen auf meine Anfrage hin der Bescheid, daß ich dasselbe verkaufen dürfe ich habe dasselbe für minterwertig verkauft und die Käufer waren sehr zufrieden damit, welches ich durch sämt⸗ liche beweisen werde, Ich werde nun um die Warheit an Tag zu bringen den Einsender des betreffenden Artikels verklagen, und jede weitere lügenhafte Aüserung in dieser Sache gerichtlich belangen, dies meiner werthen Kund⸗ schaft und Freunden zur Nachricht zeichnet Achtungsvoll J. Simon 25 5 von Mainzlar. Hoffentlich ist Herr Simon nunmehr zufrieden⸗ gestellt. Unser Berichterstatter hält auch heute noch seinen Bericht als der Wahrheit entsprechend aufrecht. * Gießen, 30. Juli. Ein Vergnügen eigener Art ist nicht nur, wie Wilhelm Busch in seiner humorvollen Weise versichert, eine Wasserfahrt, sondern auch, wie wir ergänzend und ohne Rücksicht auf den Reim hinzu⸗ fügen möchten: eine Landpartie. Ja, wir wagen zu behaupten, daß Landpartien sehr viel häufiger unter⸗ nommen werden und daher auch bedeutend populärer sind, als Wasserfahrten; aus dem einfachen Grunde, weil unser geliebtes deutsches Reich zum überwiegenden Teile aus Land und nicht aus Wasser besteht. Es giebt Städte und Städtchen in großer Menge, die überhaupt nicht den Vorzug genießen, von einem bescheidenen Flusse durchquert zu werden oder in der nächsten Nähe eines schiffbaren Stromes zu liegen, weshalb den Bewohnern das eigen⸗ artige Vergnügen des Wasserfahrens so gut wie unbekannt bleibt, wogegen ihnen die Freuden der Landpartie, sei es zu Fuß oder zu Wagen, in reichstem Maße bescheert sind. Denn zu einer gelungenen Landpartie gehört, wie man denken sollte, weiter nichts, als eine passable Chaussee, ein gemütliches Bierdorf und ein bischen Wlese und Wald. Weit gefehlt! Es kommen da manchmal noch ganz andere Faktoren in Betracht, von welchen der beschränkte Unterthanenverstand sich nichts träumen läßt. Man höre und staune, was zum Beispiel in Sorau in der Nieder⸗ lausitz zu einer Landpartie alles erforderlich ist: 1. Er⸗ laubnis vom Königlichen Forstmeister; 2. Erlegung des Obolus für diese Erlaubnis auf der Forstkasse; 3. Er⸗ laubniseinholung zum Bierschank auf der Euterpe beim Amtsvorsteher des Schloßbezirks; 4. Bitte um Genehmigung beim Amtsvorsteher in Seifersdorf wegen Durchzuges durch das Dorf mit Musik; 5. Anmeldung eines Tänzchens am Abend bei der Sorauer Polizeibehörde und Bezahlung der Steuer hierfür; 6. Abmachung mit dem betreffenden Restaurateur auf der Euterpe; 7. Musik⸗Engagement; 8. Oeffentliche Bekanntmachung.— Nach Erledigung all' dieser Formalitäten, die mehr Zeit beanspruchen dürften als das ganze Vergnügen, kann die Landpartie ungehin⸗ dert von statten gehen. Die Geschichte klingt komisch ge⸗ — Bataillon des Inf.⸗Rgts. Kaiser Wilhelm Nr. Wr Das blaue Herz. . Roman von Karl 19 Klopfer. .(Fortsetzung. ohni„Immerhin ist es gut“, bemerkte endlich wieder Wen ver Freiherr,„daß man in diesem Lakaien des r scgaten Alttaches wenigstens einen Mann gefunden bat, der 2 Zimma, wohl imstande sein dürfte, noch über manche Per⸗ u are sönlichkeit von der Dienerschaft auf Chlobonitz Aus— Kreml, ünfte zu geben.“ 5 slafstell 1„Das ist mir mittlerweile eben beigefallen“, hlaf 100 uimmte Degenstein zu. ler u ge J„Aber ich glaube auch, daß Thekla gerade A u durch jenes Notizblättchen in dem blauen Herzen Jan den Beweis dafür geliefert, daß sie die Führung e eines regelmäßigen Tagebuches nach der Brautzeit — nufgegeben hat. Sie spricht es darin deutlich ge. cparatur 0 Agug aus, daß sie sonst keine Stelle habe, ihrem ib 2.4 Empfinden schriftlichen Ausdruck zu verleiben.— * Taschen 1 55 sollen sich selbst noch einmal überzeugen, Braf!“ f ine Tashl 1 ging Adele hinaus, das Souvenir 5 15 aus dem Schreibpult in ihrem Boudoir zu holen. 50 14 Als sie das Vorzimmer betrat, sah sie da zu 3 0,%10 bbrem Staunen die Zefe Wetti— in eifrigstem las 03. Hespräch mit dem Bedienten des Attaches Fröden.. Ignaz hatte es ohne seinen„Talisman“ nicht lange ausgehalten. „Ich habe die ganze Nacht kein Aug' zuge⸗ fttzhan!“ schwor er, als er vor wenigen Minuten da heraufgeschlichen war, um dem Satansmädel von riner Zofe die bitteren Vorwürfe zu machen, die er gestern hatte hinabwürgen müssen.—„Wetti, rine solche Falschheit hätt' ich Ihnen nie zu— Petraut!“ Wetti war um so eher geneigt, ob ihrer ggestrigen Verräterei Reue und Leid zu zeigen, dals ihre Neugierde dabei nicht auf ihre Rechnung gekommen war. „Es ist wahr“, bekannte sie mit einer so sanften Miene, daß Nazis Groll sofort in's Schmelzen kam;„ich bin ein bissel unüberlegt ge— wesen— seien S' nicht bös, Herr Ignaz!— ich wollt' Sie nur necken— weil Sie mit dem blauen Herzel gar so wichtig than haben. Später erst, wie die Suppen schon ein'brockt war, ist mir um Sie leid'worden. Um Gotteswillen, sagen Sie, Herr Ignaz, Sie werden doch jetzt, nicht etwan— Ungelegenheiten zu fürchten brauchen, weil sich 'rausgestellt hat, daß das Anhängerl wirklich der Gräfin Thekla gehört hat?“ „Wahrhaftig?“ rief Ignaz. Graf erkannt?“ Wetti kam nicht dazu, ihm auseinanderzusetzen, auf welche Weise das blaue Herz agnosziert worden war, deun in diesem Augenblick erschien eben die Baroneß im Vorzimmer. „Ach, Sie kommen schon, sich nach dem Berlok zu erkundigen, guter Freund?“ Ignaz konnte nur mit kläglichen Lauten be jahen, war er doch in der Hoffnung gekommen, seinen Talisman direkt von Wetti zurückerhalten zu können. „Das trifft sich sehr gut“, fuhr die Baronesse fort;„Graf Degenstein drückte soeben den Wunsch aus, Sie selbst in der Sache zu sprechen. Sie kommen also wie gerufen. Warten Sie einen Moment!“ Adele flog nach ihrem Zimmer, das blaue Herz mit dem Zettel zu holen. Ignaz wandte sich in: dessen seufzend an Wetti. „Sehen Sie, das hab' danken!“ flüsterte er ihr zu. beschwichtigen. „Der Graf wird Ihnen wahrscheinlich eine Gratifikation zukommen lassen wollen, einen Finder— at's der Herr 8 „H ver⸗ zu ich Ihnen zu Wetti suchte ihn ee Da wäre Ignaz aber bald auf's neue bös geworden. „Ach was, ich wollte gern auf das schönste Trinkgeld verzichten, wenn ich nur wieder das Herz haben könnte!“ Wetti stieß ihn mit dem Ellenbogen an und sagte halb gutmütig, halb schmollend: „Sei'n Sie doch nicht so eigensinnig auf so eine Dummheit versessen! Nehmen Sie au, Sie hätten's mir geschenkt!“ Da blinzelte der Ignaz die appetitliche Kleine ungemein schmachtend au. „Ja, ja, das wär' schon recht Sie erinnern sich wohl auch noch an die Be dingungen, unter denen ich Ihnen das Anhäugsel lassen wollte, verehrte Wetti? Wenn ich das Herz jetzt also durch ihre Schuld einbüße, so ist es eigentlich Ihre Pflicht, mich mit dem festgesetzten Preise zu entschädigen...“ Hier mußte er in seinen Auseinandersetzungen jedoch abbrechen, denn zu seinem Aerger kehrte die Baronesse wieder zurück und forderte ihn auf, in den Salon mitzukommen, da Graf Degenstein gerade anwesend sei. Er mußte der Dame folgen und hatte nur noch Gelegenheit, der schämig zurück— tretenden Zofe hinter dem Rücken ihrer Gebieterin eine zarte— Kußhand zuzuwerfen.— Adele glaubte, daß der Graf den Zufall, der Frödeus Diener eben zur Stelle geführt hatte, mit Genugthuung begrüßen werde. Degenstein zeigte sich aber unangenehm betroffen beim Anblick des jungen Menschen. Er überließ es auch dem Haus— herrn, das erste Wort an ihn zu richten. (Foytsetzung folat.) und— hm! — Das Gehen und Laufen in gebeugter Haltung hat der französische Artillerieoffizier de Raoul zur Einführung bei den Truppen empfohlen, weil dasselbe gestatte, von nur wenig geübten Mannschaften schnelle und lange Märsche zu erzielen, ohne sie mehr zu ermüden, als wenn man sie halb so lange Märsche in der üblichen militärischen Haltung zurücklegen läßt. Diese neue Gang⸗ art ist nun von Comte und Regnault am physiologischen Institut in Paris mit Hilfe des Mareyschen Verfahrens der Chronophotographie(Aufnahme ganzer Reihen von Augenblicksbildern) untersucht und in ihrer Zweckmäßig⸗ keit bestätiget worden. Sie verglichen den Gang von Menschen in gewöhnlicher soldatischer Haltung mit dem in gebeugter Haltung auf Grund von schematischen Bil⸗ dern, die sie sich aus den photographischen Aufnahmen herstellten. Die„Naturwissenschaftliche Rundschau“ bringt eine Wiedergabe und Erläuterung dieser Bilder. Man sieht, daß beim gewöhnlichen Gang der Körper heftige und ziemlich hohe senkrechte Schwankungen ausführt, während bei dem von de Raoul vorgeschlagenen Gauge diese Schwankungen langsam und wenig hoch sind. Da nun die senkrechten Schwankungen des Körpers die Hauptursache des Arbeitsverbrauchs beim gewöhnlichen Gehen bilden, so ist es natürlich, der Verringerung dieser Schwankungen die beobachtete geringe Ermüdung bei der zweiten Gangart zuzuschreiben. Die Ursache der Ver⸗ schiedenheit in der Größe der senkrechten Schwankung liegt in der Art, wie das Knie sich in den verschiedenen Ab⸗ schnitten des Aufstützens beugt und streckt. Auch der Druck der Füße gegen den Boden, der ein Maß abgiebt für die angewendeten Muskelanstrengungen, ist in beiden Fällen verschieden. Comte und Regnault fanden beim gewöhnlichen Gang sehr energische und plötzliche Drucke im Beginn und am Ende des Aufstützens, während beim Gange in gebeugter Haltung der Druck allmählig wächst und in seinem Höchstbetrage nur sehr wenig den Wert des Körpergewichts übertrifft. Zwischen den beiden Arten des Laufens bestehen entsprechende Unterschiede, besonders wenn man den gewöhnlichen Dauerlauf mit dem Laufe in ge⸗ beugter Haltung vergleicht; denn beim Schnelllaufe wird der Mensch iustinktiv veranlaßt, die unnütze Arbeit mög⸗ lichst zu verringern, und er erreicht dies, indem er die Beugung der Gelenke des unteren Gliedes vermehrt und den Körper nach vorn beugt. 55 und kaum glaublich; aber leider ist Sorau in der Niederlausitz nicht der einzige Ort unsres gesegneten 5 13 deutschen Vaterlandes, wo harmlose Lustbarkeiten mit der— gleichen Scheerereien verbunden sind. Man halte nur 1 Umfrage bei ländlichen und großstädtischen Gastwirthen, bei Korporationen und Vereinen, und man wird sein blaues Wunder erleben. Ueberall hat die Polizei ihre . Hand im Spiel, überall mischen städtische und dörfliche Machthaber dem Publikum Wermuth in den Wein seiner Freude. Kein Vergnügen ohne Bureaukratismus! heißt die Losung. Hier müssen Vereinsstatuten vorgelegt, dort muß eine Tanzsteuer bezahlt werden; hier darf man nicht 13 straflos den Forst betreten, dort ohne spezielle Erlaubnis im Freien nicht mustzieren. Natürlich passen diese allge⸗ meinen Betrachtungen nicht auf unsre hiesigen Verhältnisse, die, wie der Leser weiß, ganz andere sind. 5 .* Lollar, 30. Juli. Der hiesige im vorigen Jahre gegründete Radfahrer-Verein beab⸗ 1 schtigt am Sonntag, den 9. August d. J. sein 675 Stiftungsfest durch ein Straßenwett⸗ trennen nach Grünberg und zurück(50 Kg), womit eine Preisverteilung verbunden wird, 0 ferner durch Konzert der Gießener Regiments⸗ 6 musik und Tanz im„Gasthaus zum Einhorn“ Iizu feiern. Ter Verein hat außer den übrigen Vereinen von Lollar die Radfahrervereinigungen von Gießen, Marburg, Friedberg, Butzbach, (Wetzlar und Wieseck eingeladen. Sollte der Himmel ein freundliches Gesicht machen, so dürfen wir hoffen, ein schönes Fest in Lollar feiern zu dürfen, was wir dem Verein, in Anbetracht der beträchtlichen Ausgaben, von Herzen wünschen. Steinbach, 30. Jull. Die ältesten Leute unseres Dorfes können sich nicht erinnern, daß die Vieh seuche hierselbst je so stark gehaust und . unserer Einwohnerschaft so bedeutenden Schaden verursacht hatte, als in diesem Jahre. Kaum ist die Maul⸗ und Klauenseuche gewichen, so stellt sich ein anderer unheimlicher Gast ein, die Schweine-Bräun e, welche in den letzten Tagen schon zahlreiche Opfer gefordert hat. Viele der schönsten, bereits wertvoll gewordenen Schlachtschweine sind an dieser Krankheit ver— endet, die noch immer größere Dimensionen an— zunehmen droht. * Bad Nauheim, 29. Juli. Gestern Nachmittag 5 Uhr ist der Beigeordnete Christof Grünewal III. im besten Mannesalter an einem Herzschlag plötzlich verschie den, nach⸗ dem er noch am Vormittag in voller Rüstigkeit seines Amtes auf dem Rathause gewaltet hatte. Grünewalt war gleichzeitig stellvertretender Standesbeamter, Mitglied des Ortsgerichts, des Kreisausschusses und berschiedener Verwaltungs- f kommissionen. Er war eines der thätigsten Mit⸗ ‚dglieder der städtischen Verwaltung, wobei ihn seine große Kenntnis in der Landwirthschaft und seine Routine in gemeinheitlichen Angelegenheiten sehr wesentlich unterstützte. Da er unvermählt war, so fällt sein nicht unbeträch tlicher Nachlaß an nahe Verwandte. Grünewal hinterläßt das beste Andenken. * Aus Oberhessen, 26. Juli, wird der „Darmst. Ztg.“ geschrieben: Nach dem Vor— anschlag für 1896—97 der Provinzial⸗ kasse von Oberhessen belaufen sich die Kosten des chemischen Untersuchungs⸗ amtes auf 9090 /. In den Erläute ungen zum Voranschlag wird mit Begründung der gegen das Vorjahr(2446,40 erheblich größeren Aufwendung bemerkt, daß die Anstalt — bisher mit dem akademischen hygienischen Institut der Landesuniversität, das selbst noch provisorisch untergebracht ist, verbunden war und daß daraus sich erhebliche Kostenersparnisse ergaben. Die Erwartung, daß das chemische Untersuchungsamt einem immer steigenden Bedürfnisse entsprechen werde, hat sich erfüllt. In den vier Etats jahren 18911895 betrugen die Einnahmen des In⸗ stituts 10 316,78, die Ausgaben 10 749,40 l, sodaß nennenswerte Kosten für die Provinz nicht entstanden sind, zumal sich das Verhältnis im laufenden Jahre zu gunsten der Einnahmen ver⸗ schieben dürfte. Das Institut entspricht einem wirklichen Bedürfnisse und hat sich besonders in den letzten zwei Jahren so entwickelt, daß die Arbeiten nicht länger durch einen Chemiker bewältigt werden können. In den ersten elf Monaten des Jahres 1894—95 betrugen die Einnahmen aus Untersuchungsgebühren 1662,50 Mark. Sie sind, trotzdem bei einer Reihe von Artikeln eine Ermäßigung der Gebührensätze ein— getreten, in den entsprechenden Monaten des Jahres 1895-96 auf 2444,95% gestiegen. Was aber noch sehr zu gunsten des Instituts spricht, ist die Thatsache, daß mit sämtlichen Kreisen der Provinz Abkommen über regelmäßige Untersuchung der unter das Nahrungsmittelgesetz fallenden Gegenstäude getroffen sind und erst dadurch eine wirkliche Durchführung und ständige Handhabung dieses wichtigen Reichsgesetzes er⸗ möglicht worden ist. Mit Fertigstellung der Neubauten für das hygienische Institut der Uni⸗ versität(etwa im Herbst dieses Jahres) tritt die Notwendigkeit ein, die von letzterem in Gemein⸗ schaft mit dem chemischen Untersuchungsamt bis⸗ her innegehabten Räume zu verlassen und, da eine fernere räumliche Verbindung beider An⸗ stalten maßgebenderseits nicht beliebt wurde, für das Untersuchungsamt ein eigenes Heim zu schaffen. Von einem Neubau soll indessen ab⸗ gesehen und ein geeignetes Gebäude von der Stadt gemietet werden. Durch die Trennung beider Anstalten ergiebt sich aber auch die Not⸗ wendigkeit der Beschaffung besonderen Mobiliars, Apparaten u. s. w. für das Untersuchungsamt; die Neubeschaffungen wären auf das wirklich Notwendige zu beschränken, doch immerhin in dem Umfang, daß es den zu erwartenden An— forderungen zu genügen vermag. Nach dem oben Angedeuteten ist die Annahme einer wissenschaft⸗ lich gebildeten Hilfskraft notwendig und sind daher die Mittel zur Annahme eines besol⸗ deten Assistenten vorgesehen. Weiter ist die Anstellung eines Dieners vorgesehen. Die oben angeführten Ausgaben im Betrage von 9090 Ke gliedern sich für das Etatsjahr 1896/97 wie folgt: Einmalige Ausgaben für die Einrich⸗ tung 4000 /, dem leitenden Chemiker 2400, dem Assistenten 1200%, dem Diener/ des auf jährlich 720/ zu bemessenden Gehaltes 540, an sachlichen Ausgaben a) ¼ der seit⸗ herigen Pauschsumme an das hygienische Institut 125., b) für laufende sachliche Ausgaben/ des auf 800 4 berechneten Aufwandes für Er⸗ haltung und Ergänzung des Inventars, Heizung, Beleuchtung, Wasser, Reagentien, Bücher, Zeit⸗ schriften, Schreibmaterialien u. s. w., 600 l, „ der auf 300. berechneten Miete eines geeig⸗ neten Gebäudes, 225. „Offenbach, 29. Juli. Ein hiesiger junger Metzger meister machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Derselbe hinterläßt eine Witwe mit drei kleinen Kindern. Der nicht unverschuldete Rückgang des Geschäfts soll das Motiv gewesen sein. * Klein⸗Auheim, 29. Juli. Der 15 jährige Sohn der Witwe Häpfner hier ist heute Nachmittag beim Baden im offenen Main ertrunken. Die Leiche konnte sofort geborgen werden. Die Beschaffenheit derselben— die eine Dach aufzunehmen. achenheim, der Zügel und Leitseile Seite ist ganz schwarz— läßt darauf schließen, daß den Jungen ein Schlaganfall traf. * Bensheim, 28. Juli. Eine Gesellschaft von Darmstädter Herren machte am letzten Sonn⸗ tag mit Wagen eine Vergnügungstour nach Lindenfels. Der Rückweg fuͤhrte sie über das Schönberger Schloß, wo die Gesellschaft dem Schloßgarten einen Besuch abstattete. Der Kutscher sollte unterdessen das Gefährte um den Garten herum nach dem Fürstenlager zu lenken. An der Südwestecke des Gartens jedoch über⸗ setzten die Pferde die dort nicht sehr hohe Maner und stürzten samt Wagen in die Tiefe. Der Kutscher kam mit einigen weniger schweren Verletzungen davon; ein Pferd brach beim Sturz das Genick, das andere wurde schwer verletzt vorgefunden. * Mainz, 29. Juli. Ein Detaillisten⸗ Verein der Nahrungsmittelbranche wurde gestern Abend im„Schöfferhof“ gegründet. Als Mitglieder können Vertreter der Kolonial-, Spezerei⸗, Delikatessen- und Viktualien-Branche, sowie des Milchhandels aufgenommen werden. Nach Beratung und Annahme der Statuten wurde der vordem gewählte Vorstand beauftragt, mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln dahin zu wirken, daß der Hausierhandel mit Nah⸗ rungsmitteln, insbesondere das Aus rufen der Waren auf den Straßen verboten werde und daß die Sonntagsruhe an den Vormittagen auf die Zeit von 10 bis 11 Uhr, statt wie seit⸗ her von 9 bis 11 Uhr beschräukt werde.— Der Antrag betreffend Herbeiführung des Verbots für die Wirte, nach Ladenschluß an Sonntagen keine Nahrungsmittel außer Getränken über die Straße verkaufen zu dürfen, wurde vertagt.— Zum Achtuhr-Ladenschluß nahm die Ver⸗ sammlung ablehnende Stellung und beschloß die Zirkulation einer sog. schwarzen Liste, in welche alle zahlungsunfähigen Käufer eingezeichnet und so zur Kenntnis der Vereins- mitglieder gebracht werden sollen, um solche vor Schaden zu bewahren.— Zum Schlusse wurde der gemeinschaftliche Bezug von Haupt-Konsum⸗ artikeln und der Herbeiführung eines einheitlichen Preises für diese Artikel befürwortet. * Gonsenheim, 29. Juli. Im hiesigen Gemeindehaus hält sich seit Jahren ein erst 44 in der Am Freitag frü und der„Geston⸗ bie Die Bewegung Bei sämtlichen Häusern wurden 1 Polizei und Militär Bei den meist schwer, Gestern Mittag wurden Der Einer der beiden einem Hotel nach urchgegangen. l Nach hier einge⸗ soll die russische Kaiser⸗ Befehl erhalten haben, am Kopenhagen abzudampfen nach Schottland zu fahren. daß das Zarenpaar neben Besuch machen werde. Juli. De: Polizei⸗ mit welchem ein eine Untersuchung eingeleitet Unweit Preston 19 Reisende wurden mehr oder Der Schaden beläuft sich auf Menschen⸗ Jahre alter Taglöhner mit Familie auf. Da der Mann mit zwei erwachsenen Söhnen ca. 50 A. wöchentlich verdient, also sicher nicht unterstützungsbedürftig ist, ließ ihn die Gemeinde exmitteeren. Jetzt trennten sich die erwachsenen Söhne von der Familie, letztere kampierte im Hof und Herr Bürgermeister Becker war in einer der letzten Gewitternächten aus Gründen der Menschlichkeit genötigt, die ihm vor das Haus Gießen. gerückte obdachlose Familie unter seinem eigenen 5 N Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Die Deutsche Gasglühlicht-Attien— Gesellschaft in Berlin hat ihre Preise ür Glühkörper(sogen. Strümpfe) herabgesetzt und sind wir daher in der Lage, einen Glühkörper(Strumpf) vom I. August d. Js. ab zu Mk. 1,0(anstatt seither Mk. 1,80) N abzugeben, während der Preis eines vollständigen Apparates, wie seither, von Mk. 3,— beibehalten bleibt. a Wir machen nochmals darauf auf— merksam, daß wir vertragsmäßig ver— pflichtet sind, Auersche Glühkörper auch nur für Auersche Brenner abzugeben. Die Glühkörper werden von uns auf dem Preßgasapparat vorbereitet, wodurch größere Haltbarkeit und hohe Leuchtkraft erzielt wird. Gießen, 28. Juli 1896. Staͤdtisches Gas⸗ und Wasserwerk Gießen. Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen 901 Ochsenfleisch, Giessen. nicht ladenrein, pro Pfund 45 Pfg. Kleines Familienlogis.— . Wir haben den Vertrieb unseres Kunsteises, Quellwasser unter Anwendung von comprimierter Kohlen⸗ säure, dem Herrn Emil Schmall in Gießen für den Kreis Gießen, einen Teil der Provinz Oberhessen und den nördlich von Gießen gelegenen Orten übertragen. Es unterhält genannter Herr Lager, übernimmt Saison- und Monats⸗ lieferungen, sowie Abschlüsse größerer Lieferungen ab Werk nach Ueber— einkunft zu den billigsten Preisen. Hochachtungsvoll Wasserwerk Bad Nauheim. Ich nehme auf Vorstehendes Bezug und offeriere neben meinem Natureis das vorzügliche Kunsteis obigen Werkes und halte mich verehrlichen Interessenten bestens empfohlen. Hochachtungsvoll E Aunsteis. Emil Schmall. I hotographie. hergestellt aus 234 Meiner verehrl. 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Um r 45 Minuten tritt sod Kaiser die Reise nach Berlin an. kedahi 82 5. 1 gen e Italiener größere Dimensionen an. Ser a 515 12 1 er beschäftigten Italiener entlassen. Di Bewegung hat b n 5 Se n ereits auf sämtliche erwiesen sich als unzureichend wiederholten Bajonnetangri 5 ten wurden etwa 40 ee 204% verletzt. Ueber 200 vorgenommen. en 0 zwei weitere Bataillone aufgeboten Bundesrat ist in Begleitu 1 Gesandten hier e een Hd. Wien, 30. Juli. Pester Fakixe ist hier aus Verübung von Zechprellereien d Hd. Wien, 30. Juli. troffenen Meldungen hacht„Polarstern“ 3. August nach und dann später den Bech daher, en Besuchen anderer auswärtiger Hö Königin von England einen uch ae 0 Hd. Budapest, 30. Inspektor Franz Csorba, fu fein den bekannten Zwischen⸗ ll bei Einlieferung des Kassen⸗Ei Affendakis hatte,. 99 een Sache worden ist. 115 1 30. Juli. entgleiste ein Perso feet an Personenzug. Alle Waggons Meg 2 verletzt. London, 30. Juli. 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