Gießen, Freitag, den 30. Oktober 1896. r ede* N 9 bende . N mm. auen man n 49 na ö degey dit 1 Vale Posiztg. Nr. 3230 0 gen ü Telephon⸗Rr. 112. Polizia Nr 2 11e r ihn N Telephon⸗Nr. 112. e 1 e in 0 3 7 2 5 ae f. 1. 5 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. N Expedition: de dlz N 1 Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. 20 Kreuzplatz Nr. 4. N f 1 4 5 f 2 Fi f 3 büwerfsan 1 Lokales und Provinzielles. fund 1 sich in Begleiiung der Mutter be⸗ In fast gleichem Tempo ist die Zahl der Kur⸗ die den Beamten in den letzten drei Jahren aus⸗ agen win 85 f 1 ief in einem unbewachten Augenblick unter] gäste vorangeschritten, im Jahr 1896 betrug sie bezahlt wurde. ten, much Gießen, 29. Oktober. Die Zweite 115 Fuhrwerk. Nach Angabe der Augenzeugen 15250. Der Bau des sechsten Badehauses mit* Mainz, 27. Okt. In den ersten Tagen % hessische Kammer dürfte vorausfihtlich Ende rifft den Fuhrmann keine Schuld. 60 Zellen ist bekanntlich bereits in Angriff ge- des Jahres 1894 brannte bekanntlich das November oder in der ersten Hälfte des Dezember Gießen, 29. Okt.(Diebstahl.) In nommen; ein Bassin soll angelegt werden, um]„Stammhaus der Mutter Gutenbergs“, das 9 Ache zu einigen 71 8 5 einberufen werdeu, um sich des Nan zn konstituieren, die verschiedenen Ausschüsse zu onstkren nl pählen und sich dann bis anfangs Februar zu atsgeer d berktagen. Da sich das Stimmverhältnis in der 1 dünne fammer nach den letzten Wahlen zu Ungunsten , der Nationalliberalen verschoben hat, darf man . Cine g mit Interesse der Wahl des Bureaus, sowie der lach den zen berschiedenen Ausschüsse entgegensehen, da sich chen, 15 bereits hierbei zeigen wird, ob die bisher allein en. dean hleerschende Partei gewillt ist, auch den Minori⸗ ude 6 llätsparteien die ihnen gebührende Vertretung zuzugestehen, oder ob die Opposition sich solche auch gegen die Nationalliberalen zu erringen bermag. Ganz besonders darf man auf die Präsidentenwahl gespannt sein. * Gießen, 29. Oktober. Zahlung von he Beblls 9 Krankenkassenbeiträgen ausstädtischen 5. Der Abheah en Stel,%% Mitteln während der Arbeitslosigkeit. hatte, sch ue Einen bemerkenswerten Beschluß hat die soziale ommisston der Stadt Krefeld gefaßt. Diese oktober, wird bis auf weiteres den dort arbeitslos werdenden Arbeitern die Rechte des Kranken⸗ hersicherungsgesetzes dadurch erhalten, daß sie ihnen aus einem zur Verfügung stehenden Fonds noch bestaphh —..— — 5 U die vollen; statutarischen Krankenkassenbeiträge b zum Zwecke der freiwilligen Weiterversicherung e 05 1 1 0 0 0 sind die Anträge binnen einer Woche nach Eintritt der rrbeitslosigkeit bei dem Rendanten der betreffen⸗ den Krankenkasse einzureichen. * Gießen, 29. Oktober. Die Schlier⸗ seer haben nunmehr ihre Gastspiele beendet. Mit dem oberbayerischen Volksstück„Der Herr! ottschnitzer von Ammergau“ hat die Künstlertruppe gestern Abend noch einen der⸗ artig stürmischen Beifall errungen, wie er während ihres Hierseins nicht reichlicher hätte gespendet werden können. Man merkte so recht, daß in Gießen die Schlierseer liebe Gäste ge⸗ worden sind, die das Publikum höchst ungern scheiden sieht. Wir rufen ihnen daher ein herz⸗ liches„Auf Wiedersehen!“ nach. Gießen, 29. Okt.(Stadttheater.) Wie wir bereits gestern an dieser Stelle er⸗ 20 Pfg. wähnten, soll am Freitag, den 30. Oktober, der „ an neue Bossu⸗Delavigne'sche Schwank„Die l Dragoner“ zur erstmaligen Aufführung ge⸗ 50„ langen.„Die Dragoner“ wurde auf vielen f Bühnen, und zwar stets mit großem Erfolge, 92„ gegeben und von der Kritik auf das günstigste 24„ rezensiert. f 10 Pig. an Gießen, 29. Oktober.(Vieh markt.) (a0) Auf dem gestrigen Viehmarkt wurden 546 Stück Rindvieh und 881 Schweine angetrieben. Der Handel war lebhaft. Gießen, 29. Oktober.(Unglücksfall). a Air Nachmittag wurde in der Wetzsteingasse vergangener Nacht wurde in eine Wohnung am Nahrungsberg eingebrochen und aus dem Schlafzimmer eines Gehilfen mehrere Sachen entwendet. Der Bestohlene, welcher in dem Zimmer schlief, hat den unbekannten Dieb nicht wahrgenommen. Als er morgens erwachte, merkle er nur den Verlust seiner Sachen. Gießen, 29. Oktober. Bei der gestrigen Ziehung der Friedberger Pferdemarkt⸗ Lotterie fiel ein Hauptgewinn in die Kollekte des Herrn Richard Buchacker hier und zwar auf das Loos Nr. 9952. Wr. Londorf, 29. Okt. Gestern Abend hat hier der von den Sozialdemokraten als Kandidat aufgestellten Redakteur Scheidemann aus Gießen eine Versammlung abgehalten. Der Besuch derselben war ein sehr guter. Wir teilen nicht die Ansichten des sozialdemokratischen Kandidaten, geben aber gerne zu, daß sein Vor⸗ trag durchaus sachlich war und zweifellos einen nachhaltigen Eindruck auf die Versammlung machte. Die sozialdemokratischen Stimmen werden sich auch hier vermehren. Viele Wähler sagen: uns haben die Freisinnigen nicht geholfen, da haben wir es mit dem Herrn Köhler versucht. Da auch der nichts für uns gethan hat, wird diesmal der Sozialdemokrat gewählt. B. Steinbach(Kr. Gießen), 28. Okt. In unserem sonst so schön gelegenen Ort herrscht seit Menschengedenken ein übel empfundener Miß⸗ staud. Im unteren Teile des Dorfes rechts be⸗ findet sich ein großer Flutgraben, in dem sich Schlamm und dergl. meterhoch ansammelt. Das Mißlichste dabei ist nun, daß der Graben auf der einen Seite ganz offen, während die andere Seite nur mit einem mangelhaftem Spalier ver⸗ sehen ist. Nicht allein Vieh, wie Schweine und Schafe sind in diesem Morast in zahlreichen Fällen umgekommen, auch Kinder sind wieder⸗ holt hineingestürzt und haben in größter Lebens⸗ gefahr geschwebt. Neuerdings ist wieder ein Pferd auf dem oberen Teil des Grabens, welcher vor den Häusern mit leichten Holzbrücken ver⸗ die umliegenden Bewohner Abhilfe dringend nötig. Bad Nauheim, 28. Okt. tausend Bäder erreicht, 13½ Tausend überschritten. dahier ein fünfjähriges Kind von einem fremden Fu 9 8 5 und verletzt. tausend Bäder wurde im Jahre 1889 erzielt sehen ist, eingebrochen und schwer verletzt worden, sodaß es auf längere Zeit unbrauchbar wurde. Der sanitäre Mißstand ist aber der, daß der Graben nur jedes Frühjahr gereinigt wird, wobei man den Schlamm, in. dem sich nicht selten die Kadaver krepierter Tiere vor⸗ finden, einfach auf die Dorfstraße wirft, sodaß den Modergeruch, dessen Gesundheitsschädlichkeit gewiß Niemand anzweifeln wird, einatmen müssen. Hier wäre Am vorigen Donnerstag wurde das zweite Hundert⸗ das Vorjahr ist um Das erste Hundert⸗ die abfließende Nachtsoole zu sammeln und durch geeignete technische Vorkehrungen deren Natur⸗ wärme und Kohlensäuregehalt nach Thunlichkeit zu erhalten. Es läßt sich dann vorausstchtlich der Betrieb besonders bezüglich der Sprudelbäder noch ganz erheblich steigern. * Bad Nauheim, 28. Okt. Ein reicher Deutsch⸗Russe, Rentner Heinrich Kron, der hier mit einer Villa angesessen und dermalen in Nizza wohnhaft ist, hat anläßlich der neulichen Pariser Feste der Stadt Nizza den Betrag von 125000& für eine Kinderschule geschenkt. * Hirschhorn, 26. Oktober. Rheinhessische Weinhändler und Weinproduzenten ließen in den letzten Tagen hier und in der Umgegend Natur⸗ wein zu 180 bis 200 und gut verzuckerten Wein zu 220 bis 250. pro Stück= 1200 Liter anbieten. Demnach scheinen auch wir in hiesiger Gegend sehr billigen Wein zu bekommen, was für die Bierbrauer nicht besonders erfreulich sein dürfte. * Mainz, 27. Oktober. In der gestrigen Sitzung der städtischen Wasserversorgungskom⸗ mission erstatteten die von der Stadt berufenen Sachverständigen, Herren Baurat Thiem Leipzig, Professor Dr. Gaffky-Gießen und Privat⸗ dozent Dr. Kruse⸗Bonn, Bericht über die bis⸗ herigen Wasserbohrversuche in der Jungen⸗ felder Aue. Dieselben sind namentlich in quan⸗ titativer Hinsicht recht zufriedenstellend aus⸗ gefallen, und wenn die jetzt vorzunehmenden Qualitätsproben gleichgünstige Resultate ergeben, so dürften die Zweifel an der Verwendbarkeit der dortigen unterirdischen Grundwasserströme gehoben sein. * Mainz, 27. Okt. Die von hier aus gehende Bestrebung, in ganz Rheinhessen die Sonntags ruhe einheitlich zu gestalteg, so daß beispielsweise die Geschäftslokale des Sonntags Nachmittags von 2 Uhr ab geschlossen bleiben, findet in den anderen Kreisen unserer Provinz unter dem Namen„Kasino zum Guten⸗ berg“ weithin bekannte Gebäude in der Schusterstraße vollständig nieder. Die Kastno⸗ gesellschaft erwarb darauf das auf der Großen Bleiche gelegene Wolf-Metternich'sche Gebäude und auf diesem ausgedehnten Terrain wurde ein neues„Kasino zum Gutenberg“ erbaut. Vor Kurzem wurde der Prachtbau, der eine herrliche Zierde unserer Vaterstadt ist, fertiggestellt, und heute Nachmittag fand in Gegenwart einer An⸗ zahl geladener Gäste eine Besichtigung des Ge⸗ bäudes in allen seinen Räumen statt. Sämt⸗ liche Säle sind ebenso praktisch wie elegant ein⸗ 0 1 und bilden eine Sehenswürdigkeit unserer adt. * Alzey, 27. Oktober. Von dem Neubau des Kreisamtsgebäudes ist gestern ein jugend⸗ licher Maurer abgestürzt und fand sofort den Tod.— In einer sehr zahlreich besuchten Ver⸗ sammlung beschloß der hiesige Gewerbeverein nach Referaten der Herren Rechtsanwalt Calman und Beigeordneten Wolf dahier gegen die Vor⸗ schläge der Städte Mainz und Worms wegen Abänderung der Sonntagsruhe Prolest zu erheben, es dagegen bei der Einführung in den Städten Alzey, Bingen und Oppenheim zu belassen. In letzterer Stadt schließen die Laden⸗ geschäfte um 4 Uhr Mittags, während in Mainz und Worms um 1 bezw. 2 Uhr Mittags ge⸗ schlossen werden muß. * Bingen, 28. Oktober. Die Köln⸗Düssel⸗ dorfer Dampfschifffahrts⸗Gesellschaft hat ihre Rheinflotte wieder um einen neuen stattlichen Dampfer vermehrt. Das Schiff, das gestern reichgeflaggt auf seiner ersten Bergreise die hie⸗ sige Stadt passterte, führt den Namen, Deutsch⸗ land“ und ist nur aus deutschem Matertal er⸗ baut. Es ist das größte Fahrzeug dieser Gesellschaft und dient zur Personen- und Güter⸗ beförderung.— Infolge des überreichen Herbst⸗ ertrages ist der Preis der Fässer abermals keine Anhänger. So war in Alzey eine Ver⸗ sammlung Gewerbetreibender, die eine Resolution faßte, wonach eine energische Agitation in allen Orten der Kreise Alzey, Bingen und Oppenheim in Scene gesetzt werden soll, damit die Geschäfts⸗ zeit des Sonntags bis um 4 Uhr Nachmittags ausgedehnt bleibe. * Mainz, 28. Oktober. Bisher erhielten eine größere Anzahl Beamte der Hessischen Ludwigs⸗Eisenbahn aus den Reinüber⸗ schüssen der Bahn besondere 1 0 als Tan⸗ tiémen ausbezahlt. Da nun bei der Verstaat⸗ lichung der Bahn diese Bezüge fortfallen, die Beamken aber in ihrem Einkommen nicht gekürzt werden sollen, werden diese Tantiemen den Beamten in der Form einer persönlichen Zulage bewilligt werden. Diese persönliche [Zulage soll aus der Durchschnittssumme bestehen, bedeutend gestiegen. Ein Stückfaß kostet jetzt rund 100 KA. Vermischtes. — Eine Teufelsaustreibung in der Pfalz. Aus der Rheinpfalz wird der„Kleinen Presse“ vom 22. Oktober geschrieben: Von einer Teufels⸗Austreibung wird aus Thalfröschen bei Pirmasens gemeldet: Dort be⸗ findet sich eine geistesgestörte Frau, welche nach der Ent⸗ deckung eines gewissen Val. Stumpf vom Teufel besessen sein soll. Um nun diesen Bösen auszutreiben, machte er sich gemeinsam mit seinen Freunden und einer Anzahl von Pirmasens hinzugezogenen Bekannten ans Werk. Die Beschwörung begann unter Singen und Beten, während der V. Stumpf beständig aufs Bett schlug und dem Teufel die Worte zurief:„Mache Dich hinaus, Satanas, fahre zur Hölle, fahre in die tiefste der Tiefen.“ Trotz mehrmaliger Wiederholung der Prozedur soll der Teufel noch keine Anstalten getroffen haben, zu verschwinden. hrwerk überfa Das ————— Zwischen Liebe und Pflicht. Roman aus dem australischen Buschleben , von G. Löffel. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Ich that es unverzüglich, denn ich mußte ge⸗ wärtig sein, daß er mir auf diesem Wege folgte. Jedenfalls durfte ich es nicht wagen, hier wieder aufzusteigen. 5 Ich hoffte, einen entfernteren Ausgang zu finden, hu wie es ja gestern Nacht an anderer Stelle auch 5 geschehen war. f Dann wollte ich nach meinem Pferd eilen und den de Ort sogleich 1 0 5 0 4 is jetzt hatte der Unmensch nur Umrisse einer zteligs 00 Gestalt gesehen. 1 Mehr durfte er auch nicht erkennen, wenn ich auf der Milton⸗Park. Station mit Erfolg wirken und vor seiner Mordwaffe sicher sein wollte. QO3ch betrat hier den sich öffnenden Gang. 0 Da ich früher, wie schon erwähnt, selbst auf den Goldfeldern gearbeitet hatte, war mir diese AUlnmgebung nicht fremd. 4 Mein Erstes war wieder, Zu entledigen. 5 Alͤlcs ich mich dann zehn Schritt weit in die Sscollen hineingetastet hatte, machte ich Licht. g Nun ging ich rasch vorwärts und während des 00% Hinschreitens ließ ich nach einander die vorhin ge⸗ sammelten weißen Steine fallen.. So konnte ich mich ganz sicher an den Einfahr⸗ ht zurückfinden, wenn ich keinen anderen Aus⸗ and. mich meiner Stiefel Ab und zu blieb ich stehen, um zu lauschen. Ich hörte nichts. Es war kaum anzunehmen, konnte er hier nicht eindringen. den zweiten Einfahr⸗Schacht kannte. Dann hatte ich wenig zu hoffen. 1 Ich schweige von der Länge und den Mühselig keiten des Weges. Auch er fand sein Ende. 5 g Eine kurze Strecke ging es hier steil bergauf dann sah ich über mir den Nachthimmel, von Busch werk umgrenzt. Um mich gegen ich eine List. als er mir vom Kopf geschossen worden, bald hierin, bald dorthin wendend. Alles blieb still. einen raschen Umblick zu nehmen. 5 Meine Lage konnte nicht günstiger sein. zunächst der sanft aufsteigenden Thalwand, welch mit Strauchwerk dicht bewachsen war. Oben begann der Wald. Es war dieselbe Thalseite, auf welcher mein Hütte gelegen war. dann im weiten Bogen auf jene zuzusteuern. Es war kaum anzunehmen, daß der Bewohne daß mein Verfolger eine Laterne bei sich hatte, und ohne eine solche Etwas Anderes war es, wenn er die Mine und Ueberraschung zu sichern, ersann Ich pflanzte meinen Hut, den ich, natürlich wieder aufgerafft hatte, auf einen, Stock und hob diesen falschen Kopf über den Grabenrand, ihn Nun erst erhob ich die Augen zur Erdhöhe, um Ich befand mich hier am Ausgang der Schlucht, Ich schlüpfte hinaus und den Berg hinan, um der toten Schlucht diesen oberen Ausweg nicht kannte. Er traute mir wohl kein solches Wagnis zu und suchte mich noch unten zwischen den Büschen und in den Gruben, oder er hatte im fern sich be⸗ wegenden Schatten überhaupt nur ein Tier gesehen. Der Schuß kam aus ziemlicher Entfernung. Ohne weiteren Zwischenfall erreichte ich die Hütte, nachdem ich zuvor die Stelle ausfindig ge— „macht hatte, wo mein Pferd ruhig graste. Ich holte Sway und Sattelzeug herunter, ver⸗ barg die Leiter, um mir dieses Versteck offen zu „halten, und stahl mich leise hinweg. 8 Nach einer weiteren Viertelstunde ritt ich aus dem Wald, um zunächst eine südliche Richtung zu verfolgen. Am anderen Tag Mittags langte ich von der der toten Schlucht entgegengesetzten Seite auf der Milton⸗Park⸗Station an. Es war das ein prächtiger Landsitz, eine schloßartige zweistöckige Villa aus weißem Sandstein inmitten eines großen, tief schattigen Gartens, den sie überragte. Wein und Passionsblumen rankten sich an der mit Glas gedeckten Veranda empor. Düstere Cypressen und Maulbeerbäume hoben sich scharf von den im Sonnenlicht förmlich strah— lenden weißen Sandsteinmauern ab. Ein reicher Figuren⸗Schmuck krönte das Ge⸗ simse, ein in Australien ganz ungewohnter Anblick. e Noch mehr verwunderte ich mich, als ich auch im Garten Bildwerke und eine erloschene Wasser— kunst sah. Der Wald ringsum war ein sogenanntes Park— r land. Die Wirtschafts-Gebäude lagen etwa eine E Viertelstunde weit von der Station entfernt und waren vom Herrschaftshaus aus nicht sichtbar. Mit militärischem Scharfblick erfaßte ich sofort alle Vorteile und Schwierigkeiten, welche mir aus dem Terrain erwachsen konnten. Ich mußte suchen, einen Dienst im oder beim Hause zu finden, in welcher Eigenschaft, das war mir gleich. Da hinten bei den Wirtschafts⸗Ge⸗ bäuden hätte es nichts zu spionieren gegeben. Ich richtete nun mein Augenmerk in erster Linie auf das Herrenhaus. Die Bewohner waren zwei Damen, eine ältere und eine jüngere, Mutter und Tochter. Da wäre wohl vor allen Dingen ein gefälliges Aeußere am Platz gewesen, um die Sympathie der einen oder der Anderen zu gewinnen. Auf diese Empfehlung mußte ich jetzt leider ver⸗ zichten. Meine schmucke Uniform hing zu Haus am Nagel, und die wäre hier auch die schlechteste Empfehlung gewesen. Ich hatte allerdings noch ein sauberes Hemd in meinem Sway verpackt, sowie Seife, Kamm und Bürste. Ein nahes Wasserloch konnte mir als Wasch— becken, Spiegel und zum Reinigen meiner Stiefel dienen. Ohne Säumen machte ich Kehrt, um mich, so gut es eben ging, äußerlich in eine bessere Ver— fassung zu bringen! Das war schnell gemacht. Ein hohler Baumstamm diente mir als Zelt. Frischer und hoffnungsreicher ritt ich nun nochmals dem Haus zu. (Fortsetzung folgt.) 0 E 2 2 e r i —— 17 ——— — Uebrigens wird sich auch die Behörde mit dieser Teufel s⸗ aus treibung beschäftigen und den Veranstalter zur Rechen⸗ schaft ziehen. — Ein Reinfall. In einem Restaurant von Berlin SW. waren unlängst verschiedene Stammgäste ge⸗ mütlich zusammen und sprachen tüchtig dem Bier und den sonstigen unvermeidlichen Getränken zu, umsomehr, als es sich ein dabei befindlicher Schneidermeister nicht nehmen ließ, diverse„Lagen zu schmettern“. Besagter Schneider⸗ meister stand mit dem Gastwirt, mit Vornamen August, auf Du und Du, und man nahm daher auch nicht den geringsten Anstoß, als der Schneidermeister zu seinem Freunde August sagte, er solle man die„Geschichte“ heute ankreiden. Der Restaurateur übergab dem Schneider dann auch noch Stoff, und zwar sollte ihm der Meister daraus einen Anzug anfertigen. Man trennte sich dann in aller Gemütlichkeit. Einiges Befremden erregte es aber, daß sich darauf der Schneidermeister nicht mehr blicken ließ — die Erklärung erfolgte indes noch ungefähr drei Wochen. Zu dieser Zeit traf nämlich eine Postkarte aus — Newpork ein, und zwar des Inhalts: Newyork, d.... 1896. Lieber August! Komme doch bitte zur Anprobe. Es ist Alles bereit. Herzlichen Gruß Dein Freund Hermann. Der Restaurateur hat nun nicht bloß den Schaden, sondern auch noch den Spott seiner Gäste, welche ihn alle Augenblick fragen, ob er schon„zur Anprobe“ gewesen sei. — Fund jüdischer Grabsteine in Wien. Ein Archäologe schreibt der Neuen Freien Presse: Ge⸗ legentlich der Demolierung des Hauses Spiegelgasse Nr. 6 kamen im Keller eingemauerte Bausteine mit Resten von vier alten hebräischen Grabinschriften zum Vorscheine, die sich derzeit noch in der Bauhütte des Neubaues befinden. Es sind im Ganzen sechs Fragmente, von denen drei zu⸗ sammen gehören. Allerdings fehlt bei allen vier In⸗ schriften eine Zeitangabe, doch läßt schon die Buchstaben⸗ form auf ihr sehr hohes Alter schließen. Die Fragmente sind wenig umfangreich: das eine weist nur die rechte schön profilierte Ecke eines Grabsteines mit drei in zwei Zeilen erhaltenen Buchstaben auf, zwei andere erinnern an die in hebräischen Grabinschriften geläufige Formel: „Möge seine(ihre) Seele vereint sein im Bunde der (ewig) Lebenden“— in einem scheint der Name Jehud erkennbar zu sein. Die Fragmente des vierten Grab⸗ steines, der sich durch besonders scharfe und tiefe Schrift auszeichnet, dürften das Epitaph einer Frau Magdalena — auf dem Steine: Magdalena, Tochter oder Frau eines Joseph— gewesen sein. Trotz des spärlichen und historisch unwesentlichen Inhaltes entbehren diese jüdischen Grabinschriften nicht eines besonderen Interesses. Wann zum erstenmale sich Juden in Wien angesiedelt haben, läßt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Camesina nimmt an, obwohl dafür keine Belege beigebracht werden können, daß schon zur Zeit der Römerherrschaft Juden hier ihre Wohnsitze aufgeschlagen haben. Urkundlich beglaubigt ist nach Wolf der älteste jüdische Kirchhof vor dem Kärutner⸗ thore(1385 verkaufen Ulrich Bader und seine Erben ihre Badstube, gelegen vor dem Kärntnerthore zunächst dem Judenfreithofe). Diese Grabstätte dürfte bis zum Jahre 1421 bestanden haben; von dort stammen wohl die neu gefundenen Fragmente, und dieselben gehören so⸗ mit spätestens dem Anfange des fünfzehnten, wahrscheinlich jedoch einem früheren Jahrhunderte an. Die Auffindung des interessanten Fundes wird der Achtsamkeit des Herrn Nowalski de Lilia verdankt, der mit rühmenswertem Eifer gelegentlich der jetzigen großen Baubewegung in der inneren Stadt den Spuren alter Reste nachgeht und schon manche schöne Entdeckung gemacht hat. — Der Tod eines Stierfechters. Man schreibt der„F. Z.“ aus Madrid unterm 16. Oktober: Wenn die Stierfechter in Spanien fabelhafte Summen gewinnen, so kann man aber auch mit Recht sagen, daß sie dieselben nicht„gestohlen“ haben, vergeht ja kein Jahr, in dem nicht 4 bis 5 Stierfechter auf der Arena ihr Leben lassen. Gestern hat sich wieder, und zwar in dem benachbarten Guadalajara ein solches tragisches Ereignis abgespielt. Den spaltenlangen Blättermeldungen entnehme ich nachstehende Einzelheiten. Um 3 Uhr begann die Vorstellung. Der Zibvilgouverneur führte den Vorsitz. Der erste Stier wurde ohne erwähnenswerten Zwischen⸗ fall vom Stierfechter Bomba erlegt. Der zweite Stier war von außergewöhnlicher Stärke und Wildheit. Ein vom Lanzenkämpfer Calesero gerittenes Pferd nahm er auf die Hörner und schleuderte den Mann über die Schranken. Calesero wurde besinnungslos ins Kranken⸗ haus getragen. Der Stier riß noch vier anderen den Bauch auf. Der Stierfechter Lesaca, der seinen am letzten Sonntag in Granada verwundeten Kollegen Lagar⸗ tijillo ersetzte, stellte sich dem Tier entgegen. Der Stier aber setzte dem Torero hart zu und zwang ihn zum Rück⸗ zug. Lesaca schickte sich an, über die Schranke zu springen, als der Stier brüllend auf ihn zustürzte, ihm eines seiner Hörner durch den rechten Oberschenkel stieß und ihn buch⸗ stäblich an die Plankenwand nagelte. Lesaca fiel in Ohnmacht und wurde ins Spital gebracht, während die Corrida, als ob nichts geschehen, ihren weiteren Verlauf nahm. Nachdem der Verwundete verbunden worden, ver⸗ langte er, nach Madrid geschafft zu werden, dessen Aerzte ihm mehr Vertrauen einflößten. Lesaca wurde auf eine zweckmäßig eingerichtete Tragbahre gelegt und, von ver⸗ schiedenen Kollegen begleitet, auf der Eisenbahn nach Madrid geschafft. Als der Zug in Madrid hielt, glich der Verwundete einer Leiche und röchelte kaum hörbar. Im Gasthof, wo Lesaca gewöhnlich logirte, erwartete ihn sein Freund, der Arzt Castillo, der ihn schon mehrere Mal bei schweren Verwundungen gepflegt hatte. Lesaca wurde auf sein Bett geschafft. Als Castillo ihn unter⸗ suchen wollte, bemerkte er, daß Lesaca todt war. Seine Freunde weinten bitterlich, als sie den traurigen Bescheid erhielten. Lesaca war erst 26 Jahre alt. Er hinterläßt eine Wittwe mit 5 Kindern und seine alte Mutter, deren einzige Stütze er war. Lesaca war der Sohn eines Brigadegenerals und besaß eine unter seinen Stan⸗ desgenossen seltene Bildung. — Ein kostbarer Sonnenschirm. Aus Venedig wird berichtet: Veuezianische Damen haben der Braut des Prinzen von Neapel zur Hochzeit einen Sonnen⸗ schirm geschenkt, der ein wahres Wunderwerk an Pracht und Geschmack ist. Der Ueberzug besteht aus einem ein⸗ zigen Stück alter venezianischer Spitzen. Er ist so ge⸗ schickt gefaltet, daß jeder Schnitt vermieden wurde. Im Innern ist der Schirm mit weißer Seide gefüttert. Der Griff wird von einem einzigen Stück blonden Schildkrots gebildet, um den sich eine diamantene Schlange windet. Der Schlangenkopf ist nach oben gerichtet, nach der Königs⸗ krone zu, die aus Gold, Brillanten, Saphiren und Ru⸗ binen hergestellt, den Abschluß des Griffes bildet. Am unteren Ende des Griffes ist eine goldene Schleife ange⸗ bracht, auf der mit kleinen Brillanten die Worte einge⸗ legt sind:„Leu signore veneziane 1896.“ Der Schirm ist in ein Etui aus Olivenholz mit Silberbeschlag einge⸗ schlossen. Den Deckel des Etuis schmücken überdies zwei Medaillen der Dogaressa Morofini(aus dem Jahre 1597) und der Dogaressa Quirini(aus dem Jahre 1694.) Briefkasten. 3.—H. Die drei ersten Fragen sind mit Ja zu beantworten. 4. Auch am Sonntag darf der Ver⸗ teilung von Flugblättern und Stimmzetteln keinerlei polizeiliches Hindernis entgegengestellt werden. Nach§ 43 der Gewerbeordnung bedarf überhaupt Niemand in dieser Wahlzeit zur Verteilung von Stimmzetteln und Flug⸗ blättern einer polizeilichen Erlaubnis. Jedermann ist berechtigt, solche Stimmzettel und Flugblätter nicht bloß im eigenen Wohnort, sondern auch an fremden Orten, auf den Straßen, den öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Lokalen oder durch Umhertragen von Haus zu Haus zu verteilen. Ein Polizeibeamter, der sich dem widersetzen wollte, handelt gesetzwidrig und stellt die Gültigkeit der Wahl in Frage. 5. Auch in diesem Falle haben Sse Recht. Wir haben übrigens erst kürzlich auf eine ähnliche Anfrage geantwortet. Stimm⸗ zettel, auf denen der vorgedruckte Name durchstrichen und der Name eines anderen Kandidaten deutlich ge⸗ schrieben ist, haben Gültigkeit. Stammtisch. Sie haben die Wette gewonnen. Nach unseren an Ort und Stelle eingezogenen Er⸗ kundigungen wohnt in Grünberg keine jüdische Familie. Neueste Telegramme. Hd. Darmstadt, 29. Oktober. Das russische Kaiserpaar mit der Groß⸗ fürstin Olga, sowie der Großfürst und die Großfürstin Sergius reisten heute Vor⸗ mittag um 10 uhr ab. Die gesamte groß⸗ herzogliche Familie geleitete das Zarenpaar zum Bahnhofe, woselbst die Spitzen der Zivil⸗ und Wilitär⸗ Behörden anwesend waren. Der Kaiser und der Großfürst trugen hessische uniform, der Großherzog russische. Beim Abfahren des Zuges brachte das zahlreich auwesende Publikum Hoch⸗ rufe aus. Hd. Berlin, 29. Okt. Das„Berl. Tageblatt“ schreibt: Wenn es sich be⸗ stätigen sollte, daß die jetzt auftauchende Vermutung richtig sei, daß der Inspi⸗ rator der„Hamburger Nachr.“ nicht in Friedrichsruh, sondern in Schön⸗ hausen zu suchen sei, so hätte die Regie⸗ rung keine Veraulassung, irgend welche Rücksicht zu üben, zu welcher sie sich an⸗ gesichts der Verdienste Bismarcks um die Einheit und Größe Deutschlands gegen diesen verpflichtet fühlt.— Dem⸗ selben Blatte wird aus Hamburg ge⸗ meldet, daß die„Neue Hamburger Ztg.“ aus guter Quelle erfahren haben will, daß Dr. Chrysander nach Berlin ge⸗ drahtet habe, Fürst Bismarck stehe den Veröffentlichungen der„Hamb. Nach⸗ richten“ über den deutschrussischen Bündnisvertrag völlig fern. Es würde sich also aus der Richtigkeit dieser Nach⸗ richt der Schluß ziehen lassen, daß jene Enthüllungen eine Privatleistung des Leitartiklers der„Hamb. Nachr.“ war, der in beständigem Verkehr mit dem Fürsten Bismarck sich ganz dessen Eigen⸗ schaften zu eigen gemacht und möglicher⸗ weise früher erhaltene Mitteilungen jetzt wiedergegeben habe. Hd. Hamburg, 29. Oktober. Die„Hamb. Nachr.“ bezeichnen die von der„Wiener Neuen Freien Presse“ verbreitete Unterredung als nicht vom Fürsten Bismarck selbst herrührend, gehen aber zu, daß die von dem Wiener Blatt in Um⸗ lauf gesetzte Mitteilung über den bis 1890 be⸗ stehenden Neutralitätsvertrag zwischen 8 land und Rußland richtig sei. zwingen Hd. Wien, 29. Oktober. Das offtziöse Fremdenblatt schreibt, es sei mit den Ansichten des deutschen Reichsanzeigers in Sachen der Enthüllungen des Fürsten Bismarck völlig ein⸗ ue 59. 5 Hd. en, Oktober. Der im Finanzministerium Dr. K lie 5 285 91„— 85 75 0550 9 im enbahn⸗Minuisterium, ersche unbekannten Gründen. a Hd. Budapest, 29. Oktober. Bis Nachts 2 Uhr wurden 220 Wahl⸗Resultate bekannt, von denen 162 den Liberalen zufallen. Hd. Paris, 29. Oktober. Echo de Paris Radikal und Justice glauben, das Kabinett Meline werde im Laufe des Dezember infolge einer Juterpellation über Religionsfreiheit ge⸗ stürzt werden. Hd. Marseille, 29. Oktober. Die Tonking⸗ Post bringt die Nachricht, daß die Eingeborenen eine französische Mission überfallen und mehrere Personen getötet haben. Eine Expedition gegen die Aufständischen ist unvermeidlich. Hd. Petersburg, 29. Okt. Die Nowost bezeichnen die Enthüllungen der Hamb. Nachr. als wahrheitswidrig und stellen fest, daß der be⸗ treffende Artikel in Rußland lebhafte Entrüstun hervorgerufen hat. Das Blatt fügt hinzu, Für Bismarck allein und nicht Caprivi sei Schuld an der Aenderung in den Beziehungen zwischen, Rußland und Deutschland. Gottesdienst in der Synagoge. 9 Samstag, den 31. Oktober 1896. Vorabend: 4.45 Uhr. Morgens: 9 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr. Sabbathausgang: 5.45. Marktpreise. Gießen, den 29. Oktober. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1— 1,10, Hühner⸗ eier 2 Stück 13— 15, Enteneier—, Gänseeier——, Küse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 50—60 Pfg., Hühner p. St. 90— 1,00, Hahnen 60— 1,00, Enten 1,40— 1,60, Gänse per Pfund 46— 56, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh- und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 56 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50— 54, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,50— 5,00, Zwiebeln per Zentner 4,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Sterbefälle. Am 27. Oktober. Joseph Franz Maria Hahn, 39 Jahre alt, Realschuldirektor von Heppenheim a. d. B. Gestorben in der psychla⸗ trischen Klinik. 223 Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ 95 Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in ießen. S lUUSk zu der am 13. bis 16. November 1896 in Steins Sälen stattfindenden Lokal⸗Gartenbau⸗Ausstellung sind a 50 Pfg zu haben in sämtlichen Blumengeschäften, außerdem in den Oeschäften der Herren H. Noll, Schreibmaterialienhandlung, Ph. Mootz, Zigarrenhandlung. Friseur L. Dechert, Daniel Heil, Lindenplatz, Friseur Tichy, Seltersweg. Zur Ausgabe gelangen 3500 Loose mit 750 Gewinnen, darunter 10 Hauptgewinne im Werte von 100, 30, 20 und 10 Mark. 1195 Bekanntmachung. e 0 1 n 8 ee am Gasbeleuchtungs⸗ eltersthor soll vom 15. November 1896 3 1 ab mit em 1 Erheber propfsorisch Gegenständen besetzt werden. Bewerber um dieselbe wollen ihre Meldungen mit Lebenslauf und Zeugnissen bis spätestens 2. November l. J. an die unterzeichnete Stelle einreichen Gießen, den 27. Oktober 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Onauth. innerung. Wir bringen unser Lager in Gaskoch⸗ u. Heizapparaten, sowie in sämtlichen Gegenständen für Hauswasserleitungen in empfehlende Er⸗ Städtisches Gas⸗ und Wasserwerk und 1265 Gießen. Schellfisch und Cabliau billig im Rebstock. 1274 Städt. Schlachthaus 4 3 e Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 54 Pfg. Lahnhechte, lebend, bei 1272 M. Simon, Wolkengasse 26. 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