für dy Damm. Fetephan. len ˖0. daa pa bon pellen 1 Hauch süngsbeig. Terrassie⸗ en Gas. rlaubuis straße 30 ause Mu sarburger⸗ — bubu. Re. Altmann, Aubnistan stens JI. , auf dem Vorbehalt, n von. der jahr gleich, 5 Elsbirnstammpofz 8 E eil le E W engührung, ahandlungeb, eswerll. e Kllse hochbedeutenden Menschen 1 Gießen, Donnerstag, den 30. Januar 1896. Ausgabe aldeszei Gießen. fung. 15 Redaktion: 5 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. 0 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4.— Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. 1 Kreuzplatz Nr. 4. 8—————— 5 Erfüllung seiner Sehnsucht nicht mehr erlebt; seine Genehmigung dazu ertheile, diese sei aber][ Werkzeuges. Der Angeklagte hat in ange⸗ Der Sterbetage bedeutender Männer muß man zuweilen, wenn ihr Beispiel vorbildlich auf die Zeitgenossen wirken soll, auch außer der Reihe gedenken, nicht erst bei der 50. oder 100. Wiederkehr. Heute vor sechsunddreißig Jahren, am 29. Januar 1860, starb in Bonn der große deutsche Patriot Ernst Moritz Arndt. Noch im Jahre zuvor hatte er unter begeisterter Teil⸗ nahme Alldeutschlands seinen neunzigsten Geburts— lag feiern können, und die Liebe und Verehrung seines Volks, vor allem der deutschen Jugend, folgte ihm bis übers Grab hinaus. Es kann hier nicht unsere Aufgabe sein, das Leben und Schaffen des tüchtigen Mannes, der von der Wiege bis zur Bahre ein Deutscher von echtestem Schrot und Korn war, der nie um Haaresbreite von seiner Ueberzeugung, von deutscher Tugend und deutscher Vaterlandsliebe abwich, ausführlich dem Leser vor Augen zu führen; nur knappe Andeutungen gestattet uns der beschränkte Raum, nur in leichten Umrissen dürfen wir den Schatten des Toten heraufbeschwören. Er paßt so recht in den Rahmen der Gedenktage hinein, die wir 55 fünfundzwanzigsten Jubelfeier des Reiches egehen, und sein Bild, aus der Vergangenheit markig und kraftvoll zu uns herüberleuchtend, strahlt noch in ebenso frischen Farben wie einst, spornt noch genau so lebhaft zur Nacheiferung an. Damals, als er zuerst an die Oeffentlichkeit trat, war Deutschland ohnmächtig und zerrissen, und die eiserne Faust des welschen Eroberers lastete schwer auf ihm. Aber im Stillen, furchtlos und stark, reiften ihm die Männer heran, die das Schicksal erwählt hatte, um durch Schrift und Rede, durch Wort und That die Schar der Kleinmütigen und Verzagten wieder aufzurichten, an ihrem Gewissen zu rütteln und ihnen voran— zuschreiten in dem heiligen Kampf für Deutsch— lands Befreiung vom Joche der Fremdherrschaft. Arndt war einer der ersten Rufer im Streit; seine herrlichen Lieder vom deutschen Vaterlande, vom Gott, der Eisen wachsen ließ und keine Knechte wollte, griffen machtvoll in die jäh auf— lodernde nationale Bewegung ein und entfachten sie zum Strome, der alles, was fremd und un— deutsch war, rauh und rücksichtslos hinwegfegte. Auch später, als die großen Entscheidungsschlachten bei Leipzig und Waterloo geschlagen waren, ist Arndt, der in Bonn als Professor der Geschichte wirkte, seinen hohen Idealen allzeit treu geblieben. Die häßlichen Demagogenverfolgungen der 20 er Jahre konnten ihn aus dem Amte jagen, aber seinen Glauben an die bessere Zukunft Deutsch—⸗ lands nicht erschüttern; und als Friedrich Wil— * 2705 IV. die Schmach, die man dem besten eutschen Patrioten angethan hatte, wieder gut machte, da war es Arndt, der schon lange vor 1871 eifrig den Gedanken des deutschen Kaiser⸗ tums vertrat und dem König von Preußen die deutsche Kaiserkrone anbieten wollte. Er hat die wir aber, die wir Zeugen gewesen sind der Zeit, da Wirklichkeit wurde, was unsere Vorfahren er— strebten, wir wollen in diesen Tagen mit Ehrfurcht des Mannes uns erinnern, der so sicher voraus— gefühlt hat, was die Zukunft uns bringen würde, der in so reicher Fülle alle Vorzüge besaß, die dem Deutschen zur Zierde gereichen: heiße Liebe zur Heimat und zur Freiheit, sittlichen Ernst, edle Mannhaftigkeit und ein weiches Gemüt für die Leiden seiner Brüder! 5—. a g 2 Lokales und Provinzielles. Gießen, 28. Jan. Eine sehr interessante Rechtsfrage beschäftigte heute Vormittag unser Schöffengericht. Der Gerichtsvollzieher Geiß— ler von hier hatte im Auftrage mehrerer Gläu— biger die Habseligkeiten des Freiherrn von Rabenau hierselbst gepfändet, worunter auch mehrere Hand— feuerwaffen. Es kam im August v. J. zur Versteigerung der Pfandobjekte und erhielt der prakt. Arzt Dr. Felsing von hier als Höchst— bietender mit Mk. 10 eine Flinte zugeschlagen. Dessen Sohn, der Chemiker Felsing jr., verhan— delte diese Waffe an Ort und Stelle für Mk. 16 an einen Oekonomen, doch wurde dieser Handel, trotzdem Zahlung bereits erfolgt war, rückgängig gemacht, weil— wie der als Zeuge vernommene damalige Käufer heute unter Eid erklärte, die Waffe keinen Prüfungsstempel hatte. — Der Gerichtsvollzieher sowohl als auch der Chemiker erhielten nun einen Strafbefehl wegen Vergehens gegen§ 3 des Reichsgesetzes vom 9. Mai 1891(Feilhalten und in den Verkehr bringen von Handfeuerwaffen ohne Prüfungsstempel. Die Parteien beantragten dagegen richterliche Ent— scheidung. Daß die betreffende Flinte, welche als corpus delieti heute auf dem Gerichtstische lag, keinen Prüfungsstempel trägt, darüber gab es keinen Streit— Gerichtsvollzieher Geißler aber erklärte, die Pfändung dieser Waffe sei eine gesetzlich zulässige Amtshandlung gewesen, welche auch auf Antrag des Gläubigers den Verkauf bedinge. Er mußte das Pfandobjekt versteigern, ob dasselbe gestempelt war oder nicht, war nicht seine Sache. Er, der Gerichtsvollzieher unter— stehe als Vollstreckungsbeamter wegen seiner zu Recht vorgenommenen Amtshandlung nicht dem Gesetz vom 19. Mai 1891: Die Consequenz dieses Gesetzes für einen Gerichtsvollzieher sei die, daß er z. B. ganze Waffensammlungen, deren einzelne Stücke keinen Prüfungsstempel haben, überhaupt nicht pfänden und versteigern dürfe. Das hier in Frage kommende Gesetz enthalte überhaupt keinen Hinweis, daß es auf einen Gerichtsvollzieher anwendbar wäre. Er habe auch gar nicht untersucht, ob die gepfäudeten Waffen mit dem Prüfungsstempel versehen seien. Der Chemiker Felsing will die Waffe nur unter der ausdrücklichen Bedingung verhandelt haben, daß sein Vater, dessen Eigenthum dieselbe war, nicht erfolgt, der Kauf sei darum überhaupt nicht perfect geworden und müsse er deshalb frei— gesprochen werden. Der Amtsanwalt erklärte, daß der Gerichtsvollzieher auf Grund seiner hessischen Instruktion gehandelt habe, aber das verletzte Gesetz von 1891 sei Reichsrecht, welches diese Instruktion aufhebe, soweit es mit dieser collidiere. Die Sache sei aber für den Beamten milde aufzufassen und dieser daher mit Mk. 3, event. 1 Tag Gefängniß zu strafen. Der An⸗ geklagte Felsing aber habe bewußt gehandelt und müsse deshalb härter bestraft werden; gegen diesen beantrage er Mk. 25 event. 5 Tage Ge— fängniß zu erkennen. Auch bitte er die Ein— ziehung des Gewehrs auszusprechen. Das Urteil wird am Freitag, den 9. Februar verkündet werden. Gießen, 28. Jan. Heute hatte sich Peter Vetter von Niederdorfelden wegen Jag d— vergehen vor der Strafkammer als Be— rufsinstanz zu verantworten. Das Schöffen⸗ gericht zu Vilbel, welches in erster Instanz sich um dessentwillen mit dieser Sache befaßt hatte, weil Vetter auf hessischem Gebiet die Hasen—⸗ jagd ausgeübt haben soll, war zu einer Geld— strafe in Höhe von Mk. 60 aus§ 292 d. R.⸗Str⸗G. gekommen. Die Staatsbehörden sowohl, als auch der Angeklagte verfolgten hiergegen die Berufung. Der Hauptbelastungszeuge, der be⸗ schwor, er habe den Angeklagten und einen zweiten Mann, den er aber nicht gekannt, am 4. Sept. gegen 12 Uhr Mittags jagend getroffen, zwei Schüsse gehört und gesehen, wie Vetter einen Hasen in den Sack gesteckt, ist diesem auf das Aeußerste feindlich gesinnt. Vergeblich hat er den Vetter wegen Meineid und Unterschlagung mehrfach angezeigt. Ein weiterer Zeuge hat an demselben Tage um die gleiche Zeit zwei Schüsse gehört, auch 2 Männer im Felde gesehen, die er aber nicht erkannt hat. Und endlich ist einem dritten Zeugen das Benehmen des Vetter und eines Genossen im Felde aufgefallen; er hat aber weder Schüsse gehört, noch die von ihm beob— achteten beiden Männer jagen gesehen. Wohl aber hat er Vetters Todfeind, dem Hauptbe— lastungszeugen gesagt, er möge ein Mal nach- sehen, was dieser da draußen mache. Durch 5 Zeugen weist der Angeklagte nach, daß er gegen 12 Uhr unmöglich am 5. September gewildert haben kann. Die Strafkammer hebt das er— gaugene schöffengerichtliche Urteil gegen Vetter auf und verurteilte denselben aus§ 292,293 d. R.⸗Str.⸗G. zu 6 Wochen Gefängnis wegen gemeinsamer Wilderei, indem der Gerichtshof seine Ueberzeugung ausspricht, daß der Ange— klagte zwischen 11—12 Uhr Mittags gejagt hat und die Belastungszeugen in der Zeit ihrer Wahr— nehmungen sich geirrt haben müssen.— Ferner verhandelte die Strafkammer gegen den Schneider— gesellen Heinrich Sommer von Staufenberg wegen Körperverletzung mittels eines gefährlichen trunkenem Zustande, nachdem er vorher durch seinen Gegner gereizt worden, diesen, den Fried⸗ rich Jung mit dem Messer bearbeitet. Trotz⸗ dem der Angeklagte nicht vorbestraft ist, lautete das Urteil auf 4 Monate Gefängniß. Gießen, 29. Jan. In der heute Vor⸗ mittag im Hotel Prinz Karl stattgefundenen Ausschußsitzung des landwirtschaft⸗ lichen Vereins für die Provinz Oberhessen wurde vom Vorsitzenden dieses Vereins, dem Grafen zu Solms-Laubach, dem Provinzial⸗ direktor Freiherrn v. Gagern in Anerkennung seiner Verdienste um die Durchführung der im Jahre 1895 stattgehabten landwirtschaftlichen Ausstellung zu Gießen die goldene Medaille nebst einem in Aquarellfarben ausgeführten, auf Pergament gemalten Diplom überreicht. Letz⸗ teres, ein Kunstblatt allerersten Ranges, schließt sich in der Zeichnung genau den bei der land⸗ wirtschaftlichen Ausstellung erteilten Diplomen an, wobei zu bemerken ist, daß die Idee hierzu vom Freiherrn v. Gagern gegeben wurde und daß es besonders die Darstellungen der althessi⸗ schen Landestrachten auf diesen sind, welche den ureigenen Gedanken des Provinzialdirektors ent⸗ stammen. Gießen, 29. Januar. Der Vorstand der Tabaksberufsgenossenschaft hat den Herrn Louis Emmelius, in Firma Karl Emmelius in Gießen, zum Vertrauensmann für die Provinz Oberhessen und den Herrn Louis Wallen⸗ fels, in Firma Fr. Bender und Cie., zu dessen Stellvertreter ernannt. -t. Gießen, 29. Januar. Der Bezirks⸗ Verein Nord-⸗Ost hielt gestern Abend seine Geueralversammlung im Café Leib. Der Vorsitzende, Fabrikant Hanau, erstattete den Rechenschaftsbericht. Dem Kassierer wurde Decharge erteilt. In den Vorstand wurden wieder gewählt Fabrikant Hanau, Architekt Huhn, Brauereibesitzer Foertsch, Stadtver⸗ ordneter Loeber, Metzgermeister Klein, Oeko⸗ nom Kitz und Kaufmann C. H. Roth. Neu gewählt wurden Emil Müller, Schillerstraße, und Kaufmann Ludwig Loth. Wegen der Viehmarktsfrage fand eine lebhafte Meinungs⸗ äußerung statt. g r. Gießen, 20. Januar. Beim Spengler⸗ meister Wallschmidt in der Wallthorstraße ist der Konkurs ausgebrochen und dessen Geschäft geschlossen.— Der Spezereiwarenhändler Heinrich Wallach am Markt soll seine Zahlungen ein⸗ gestellt haben. Gießen, 28. Jan. Gestern Abend fand in der oberen Ludwigstraße ein Zimmer⸗ brand statt, den man aber ohne Hilfe der Feuerwehr zu dämpfen verstand. Mg. Aus Oberhessen, 29. Januar. Wir erhalten folgende Zuschrift:„Der Ausschuß der freisinnigen Volkspartei für Süd⸗ westdeutschland tagt demnächst wieder in Mann⸗ —— Ein Nosenstrauß. Aus dem Leben einer Künstlerin. Von Zoé von Reuß. (Fortsetzung.) Ich nannte die verschiedenen Orte meiner Stu⸗ dienzeit und die Namen meiner Lehrer, die ihm teilweise bekannt waren und über welche er sich in charakteristischer Weile äußerte! Damit änderte sich das Gesprächsthema allmählig— nicht das Inte— resse! Durch meine Kunst war ich, trotz meiner einundzwanzig Jahre, bereits häufig in Verkehr mit gekommen und hatte manchen interessanten Mann reden hören, aber nie— mals erinnerte ich mich solch durchdringenden Ver⸗ stand wahrgenommen zu haben, solche Reife des Urteils, gepaart mit gewinnender Liebenswürdigkeit. N Alles an diesem Manne schien Kraft, gezügelt durch Einsicht, Erfahrung, Wohlwollen! Selbst das un— rrgelmäßige Antlitz erschien mir plotzlich schon. Wie schade, daß mein Weg mit ihm nicht bis zur Haupt⸗ stadt ging, die sein Ziel war, ich würde seinen erusten, wie humorvollen Worten gern noch stunden lang lauschen— am liebsten lebenslang, denn ich hatte ein Empfinden, als ob ich plötzlich dein Manne begegnet sei, der die Ergänzung meines eigenen Seins ausmache. Man warf mir Unempfindlichkeit, Herzenskälte, Hochmut vor, nicht einmal ohne Grund. Ich hatte schon geuug von der Welt gesehen, um zu wissen, daß die Huldigungen, welche die Männer einer Künstlerin darbringen, selten mehr sind, als ein Sonnen der- eigenen Eitelkeit. Dazu hielt ich mich für ein Gut, das seinen Preis verdiene. Darum war ich keineswegs immer liebenswürdig, wollte es nicht einmal sein. Jetzt aber wäre ich lebeusgern liebenswert erschienen, denn ich hatte das sichere Gefühl, daß meine Schönheit bei diesem Manne zu einem bleibenden Eindruck nicht ausreichen werde, trotzdem er sie bewunderte. Und sollte er mich vergessen! Schon weil ich sicher war, immer an ihn denken zu müssen. Da sagte er zu meiner unbeschreiblichen Freude: „Sie erwähnten, daß München das Ziel ihrer Reise sei— ist es so? Wir haben es bald er reicht. Darf ich dann übermorgen bei meiner Rück— kehr bei Ihnen anklopfen, um mich von Ihrem Wohlergehen zu überzeugen Werden Sie zu Hause sein— für mich?“ „Ja, ich werde zu Hause sein!“ sagte ich mit ziemlich verhehlter Freude, indem ich auf ein Blätt chen meines Notizbuches meine Adresse schrieb und sie ihm gab. Ich nannte ein Verwandtenhaus, das ich auf der Durchreise zu besuchen versprochen hatte. Plötzlich fiel mir ein, daß ich ja den Namen des Mannes nicht einmal kannte, den meine Augen zu mir baten— als Spiegel meines Herzens. Er hatte ihn nicht genannt, anscheinend in glücklicher Selbstvergessenheit. Ich mußte ihn doch fragen— zuvor... Sonderbar, ich empfand plötzlich Scheu. Meine Frage, so natürlich, erschien mir in meiner hochgespannten Seelenstimmung plötzlich wie ein Mißtrauen, das ihn verletzen könne. Aber es war unumgänglich. Da fiel mein Blick auf den Rosen— strauß, zwischen dessen halbwelken Blüten etwas weißes hervorleuchtet— jedenfalls ein Brief oder wenigsteus eine Karte. Sie werden mir ja Aus— kunft geben— nein, ich frage nicht! Wenige Stunden später stand ich allein in dem Gastzimmer, das mir meine Verwandten sehr be— haglich hergerichtet hatten. Selbst ein Piano fehlte nicht. Nach einem herzlichen aber sehr geräusch— vollen Gedankenaustausch hatte ich mich längst nach Einsamkeit gesehnt. Der Tag war wenig unter— schieden gewesen von den anderen meines begonnenen Nomadenlebens, dennoch schien er mir unendlich in— haltreicher! Durch die Reisebekanntschaft schien er ein Markstein meines Lebens werden zu sollen! Immer hatte ich gezweifelt, gespottet, gelacht über die Eindrucksfähigkeit meiner Kolleginnen. Nun—? Sehnsüchtig, aber ohne eifriges Interesse ziehe ich die Karte zwischen den Rosen hervor und lese: Dr. Alexander Hertel, Redakteur. Aber wie ist mir denn? So hieß ja der Verfasser der einzigen ungünstigen, nein abscheulichen Kritik, deren ätzendes, nur leicht überzuckertes Gift meinen jungen Ruhm bedrohte und vielleicht meine Existenz vernichtete. Und ich war auf dem Wege, ihn zu lieben, liebte ihn schon! War alles Traum? Ich starrte wie gebannt auf das zierliche Blättchen. Verletzte Eitel— keit und Leidenschaftlichkeit halfen mir indessen zu raschem Eutschluß: ich war fest entschlossen, Doktor Hertel niemals wiederzusehen und gab meiner zu— fällig eintretenden Kammerfrau sofort Bescheid, den Herrn ein für allemal abzuweisen. I Jahre sind vergangen. Ermüdet, blasiert, nervös, war ich noch zu Ende der Saison in eine jener kleinen Sommerfrischen verschlagen worden, die als„Bad Salzloch“ oder „Luftkurort Heuduft“ heute wie Pilze aus der Erde schießen. Es war schon fast leer von Sommer— fremden, nur Touristen gab es in Menge. Denn mit Recht gilt der September als die beste Reise— zeit für Harzreisen. Die Fernsichten sind köstlich und die Wirte liebenswürdiger. Holz gezimmerten, schindelgedeckten Villa und sah frühstückend den Rest der Kurgäste und Sommer— fremden auf und ab wandeln, der gewissenhaft bis zum Schluß der Saison auszuharren entschlossen war. Ihnen voran trottete mit blumenumwundenen Hörnern Prinzessin Ilse, die stattliche Harzkuh, um getreu ihrer Mission ein paar nachzügelnden bleich süchtigen Großstädterinnen das wilde, schäumende Naß ihrer Euter in die bereit gehaltenen Becher zu spenden. Das Ganze war zum Einschlafen lang— weilig, und ich gähnte unverhohlen, als mir die Postsachen gebracht wurden. Ungeduldig öffnete ich ein mächtiges Paket. Fast vier Wochen war ich ohne Noten gewesen, meine Nerven verlangten kategorisch Ruhe, Ausspannung, Erholung. Vor drei Tagen war aber der Bade— kommissar von„Heuduft“ zu mir gekommen, um mich„ebenso respektvoll als dringend“ um meine Mitwirkung bei einer Soiree zu bitten, welche für die Ortsarmen im Kurhause gegeben werden sollte. Ich konnte es nicht wohl abschlagen. Auch war ich dem kleinen Badeorte wirklich dankbar, wenn ich in den Spiegel sah, für die„Naturschminke.“ Darum hatte ich mir das riesige Notenpaket kommen lassen und schickte mich an, meine Wahl zu treffen. Meiner grünen, poetischen Umgebung Rechnung tragend, wählte ich schnell eine Arie Agathes aus dem Freischütz. Gewohuheitsmäßig blätterte ich weiter in den lang entbehrten Noten. Da fällt mir aus einem älteren Heft ein kleiner, vertrockneter Rosenstrauß entgegen und wie mit Zauberschlag sind die letzten fünf Jahre aus meiner Erinnerung hinweggewischt! Ich stehe in Gedanken plötzlich wieder an der Seite meines Impresario, und im Anfang meiner Laufbahn als Konzertsängerin. Ich saß auf der Veranda meiner kleinen, aus (Fortsetzung folgt.) heim. Man darf überzeugt sein, daß eine statt⸗ liche Anzahl stattlicher Herren dort zusammen— kommt und stattlich tafelt. Was kommt aber für die Partei— oder weiter gedacht: für das Volkswohl, dessen Förderung Ziel der Partei ist, heraus? In die Landstädte und in die Dörfer sollten die Herren gehen, sich vertraut machen mit den Wünschen und Bedürfnissen der Handwerker, der kleinen Geschäftsleute und der kleinen Bauern, und die Interessen dieser Klassen, die den Interessen der Allgemeinheit keineswegs entgegenstehen, sich zu Herzen nehmen. Wir stehen nicht auf dem Boden des Programms der freisinnigen Volkspartei, wir würden es aber doch tief bedauern, wenn dieselbe sich nicht auf⸗ raffte zu energischer Agitation, um das überall verlorene Terrain wieder zu gewinnen. Sozial⸗ demokraten, Deutsch⸗Soziale, Bauernbündler agi⸗ tieren aufs Lebhafteste, die nationalliberale Partei hat ihren Inhalt am Hurrapatriotismus, ihre Organisation in den Regierungs⸗ und anderen Behörden— die freisinnige Volkspartei schläft. Nicht ihre Vertretung im Reichstage, und wir verkennen nicht, daß von Richter, Munckel, Lenz⸗ mann, Weiß, Träger u. A. überaus Tüchtiges eleistet wird, aber die lokalen Führer ver⸗ len ihre Aufgabe, wenn sie meinen, die Zusammenkünfte bei Speise und Trank genügten, um das Parteiwesen wach zu erhalten und an— zuregen.“ D. Z. Rockenberg, 27. Jan. Unter dem Vorsitze des hiesigen Bürgermeisters Wolf fand am Samstag hier eine Versammlung von In⸗ teressenten wegen Erbauung einer Neben⸗ bahn durch das Wetterbachthal statt. Die Bahn soll von Lich über Eberstadt, Gam⸗ bach, Griedel, Rockenberg, Oppershofen und Steinfurth nach Bad Nauheim geführt werden. Von anderer Seite wurde die Einmündung in die Main⸗Weser⸗Bahn bei Friedberg befür— wortet; die Versammlung sprach sich jedoch für den Endpunkt Bad Naubeim aus. Das Pro⸗ jekt Lich—Butzbach fand wenig Anklang. * Darmstadt, 28. Jan. Gegen den seit Weihnachten 1895 von hier abwesenden General— agenten Hch. Thieneman, welcher der Unter⸗ lassen. Er war Vertreter der Lebensversicherungs⸗ bank für Deutschland in Gotha und Hauptmann der Landwehr. Die Sache erregte hier großes Aufsehen, zumal Thienemann recht beliebt war. h. Darmstadt, 28. Jan. Im Jahre 1890 wurde die aus der Weinsteuer herrührende Einnahme von 300,000 Mark von der hessischen Kammer provisorisch außer Hebung gesetzt; vor zwei Jahren, im April 1894, erfolgte die Sanktionierung dieses Beschlusses, doch nur mit einer Stimme Mehrheit, nämlich mit 22 gegen 21 Stimmen. Um diesem unhaltbaren Zustande, der vor der Budgetberatung Wirte wie Publikum stets gleichmäßig aufgeregt, zu beenden, hat der nationalliberale Abgeordnete für Offenbach, Kreis⸗ rat Haas, den Antrag gestellt, das alte, aber noch immer zu Recht bestehende Weinsteuergesetz endgiltig aufzuheben. Zu Gunsten dieses Au⸗ trages wollen die hessischen Wirte jetzt vor dem Wiederbeginn der Kammerverhandlungen eine rege Agitation entfalten. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer empfiehlt in seiner Mehr⸗ heit die Aufhebung des Gesetzes nicht. Bei der Abstimmung im Jahre 1894 stimmten 21 Natio⸗ nalliberale für die Beibehaltung der Steuer, 7 Nationalliberale, 5 Freisinnige, 5 Ultramon⸗ tane, 3 Sozialdemokraten und 2 Antisemiten, zusammen also 22 Abgeordnete gegen die Steuer, 5 Abgeordnete fehlten damals, 2 konnten wegen Beanstandung ihrer Wahl ihre Stimmen nicht abgeben. Es bleibt zu hoffen, daß die Wein— steuer endlich fällt. h. Darmstadt, 28. Januar. Folgende Be⸗ richte des ersten Ausschusses der Zweiten Kammer liegen gegenwärtig vor. 1) Ueber die Vorlage Großh. Ministeriums der Finanzen, den Personal-Etat der vor dem 1. April 1897 zu eröffnenden staatlichen Neben⸗ bahnen betreffend. Es wird beantragt, die Zweite Kammer wolle sich damit einverstanden erklären, daß das ständige Personal der staat⸗ lichen Nebenbahnen, die bis zum Schlusse der laufenden Finanzperiode eröffnet werden, nach Maßgabe des vorgelegten Personal-Etats ange⸗ stellt wird. 2) Ueber die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Errichtung einer dritten Zivilkammer in des Abg. Schmitt, dem die Kammer im wesent⸗ lichen beitrat, ausgesprochenen Ersuchen hat die Großh. Regierung durch die rubrizierte Vorlage entsprochen, und verlangt in solcher die Er— mächtigung zur Einstellung des weiteren Be⸗ trages von 9575 Mk. unter Titel 1 des Kapitels 89 des Staatsvoranschlags für 1894—97, und zwar von 6850 Mark als Gehalt für einen Direktor und von 2725 Mk.— Betrag der untersten Gehaltsklasse— für einen weiteren Richter. Der Ausschuß beantragt, die Kammer wolle Großh. Regierung ermächtigen unter Titel 1 des Kapitels 89 des Staatsvoranschlags für 1894—97 den weiteren Betrag von 9575 Mark einzustellen. Mainz, 28. Jan. Sämtliche Bahn⸗ beamte welche wegen angeblichen Fahrkarten⸗ schmuggels verhaftet worden sind, wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Untersuchung wird indessen fortgeführt. i. Mainz, 28. Januar. Aehnlich wie in Frankfurt a. M., Wiesbaden, Limburg und Köln, so haben am Samstag Mittag zwischen 11 und 1 Uhr bei verschiedenen Personen des Fahr- personals der Hessischen Ludwigs-Eisen⸗ bahn-Gesellschaft Haussuchungen nach gefälschten Fahrkarten stattgefunden. Die Eisen⸗ bahnverwaltung soll von dem Vorfall längst Kenntnis gehabt haben, es sollte aber— in Ge⸗ meinschaft mit den preußischen Staatsbahnen— alle Vorsicht gebraucht werden, um den Betrug mit einem Schlag aufdecken zu können. Diese Haussuchungen erstrecken sich sogar auf die Be⸗ schlagnahme etwa vorhandener Sparkassenbücher. Wie mitgeteilt wird, führten die Haussuchungen zu der Verhaftung von 3 Beamten des Fahr⸗ Personals, darunter einem Zugführer und zwei Kondukteuren. Letzte Telegramme. Hd. Berlin, 29. Januar. Dem„Vor- wärts“ zufolge ist ein Glückwunsch-Telegramm, welches am vergangenen Montag die Sozial⸗ demokraten(2) in Pilsen(Böhmen) an Kaiser Wilhelm absandten, von der deutschen Tele— graphen-Verwaltung von der Beförderung aus— IId. Paris, 29. Jan. Der Figaro versichert, daß der Kaiser von Rußland und Kaiser Wilhelm im Monat August dieses Jahres in Darmstadt zusammen⸗ treffen werden. Hd. Paris, 29. Januar. Mehrere Blätter ziehen den Präsidenten der Republik in einen neuen Skandal hinein. Bei dem E früheren Chef-Redakteur des Matin sollen Briefe gefunden worden sein, die sich auf die Tonkiner Skandale beziehen und die Unterschrift Faure's tragen. Hd. Paris, 29. Jan. Sämtliche Blätter veröffentlichen offizielle Mitteilungen, denen zu⸗ folge die Nachricht von der Abberufung des Botschafters Herbette in Berlin auf Erfin⸗ dung beruht. Hd. Paris, 29. Jan. Der Forschungs⸗ reisende Stanley hat an den Figaro einen Brief gerichtet, worin er ausführt, daß die Besetzung Egyptens nur eine zeitweilige sei und daß die Engläuder das Land bei einer sich bietenden günstigen Gelegenheit räumen würden. Hd. Rom, 29. Jan. Fürst Ferdinand ist gestern Abend um 11 Uhr, ohne daß er im Quirinal oder der türkischen Botschaft Abschied genommen hat, abgereist. Der Fürst ist vom Papste inkognito empfangen worden und verließ denselben tieferschüttert. Der Papst hat ihm etwa Folgendes gesagt: Der Irrtum eines Fürsten in religibsen Dingen sei ein besonders großer Fehler. Sein Fall sei nach den feierlichen Versprechungen, welche er dem heiligen Stuhle gegeben, ein schwerer und trauriger. Niemals dürfe er hoffen, daß die Kirche seine um weltlicher Güter Willen e Irrungen gut heißen werde, das wäre der Kirche eigene Verurteilung. Der Papst werde für ihn beten und von Gott jene Kraft erflehen, der er zu bedürfen scheine. Hd. Belgrad, 29. Jan. Gestern wurden hier zwei ber ion Beamte unter dem Verdachte der Spionage verhaftet. Dieselben hatten eine größere Geldsumme in Gold und einen Check der bulgarischen Nationalbank über 30000 Franks bei sich. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, schlagung verdächtig ist, hat die hiesige Staats⸗ anwaltschaft nunmehr einen Steckbrief er-[Mainz betreffend. Dem in einem bez. Antrag! geschlossen worden. beide in Gießen. —.———— A——————————————* Bekanntmachung. Chr Ar eee die Heitund Fahrschule 2u Flmshors . a 2: 8. 5 in Holstein, Institut d.„Verbandes d. Die Fabrikkrankenkasse der Firma Burk K Storck dahier soll demnächst ge⸗ 7 5 Unser Pferdezuahfxareine Holstein Mars schlossen werden da der Betrieb, für welchen die Kasse errichtet war, aufgelöst ist Diejenigen, Spenglermeister, 1 el 8 15 1101 4„ 2 Kl. 8 CchleswW.— St. landw. welche noch Unterstützungsansprüche oder soustige Forderungen an das Vermögen der Kasse geltend zu machen haben, wollen diese Ansprüsche bei uns bis zum 13. Februar a. c. an⸗ melden Gießen, den 24. Januar 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Wolff. Holzversteigerungen. Oppeurod.(Gemeindewald). Aus verschiedenen Distrikten kommt nachverzeichnetes olz zur Versteigerung: a 8 8 n. Bau- und Werkholz: 67 Eichenstämme von 14 40 em Durchmesser und 7—12 m Länge= 26 fm. 300 Fichten und Kiesernstämme von 1333 em Durchmesser und 8—18 m Länge= 174 fm, 250 Fichten, Derb⸗ und Reisstangen, von 8—12 m Länge— 13,20 fm. h. Brennholz: 15 rm Buchen⸗Scheitholz, 12 rm Buchen- und Eichenknüppel, 21 xm Buchen- und Eichenstöcke, 450 Buchen- und Eichenwellen, 85 rm Nadelknüppel, 35 1m Nadelstöcke, 3470 Nadelwellen. Freitag, den 31. Januar und Samstag, den 1. Februar 1896, jedesmal Vormittags 9½ Uhr. Zusammenkunft an der Kreisstraße Oppenrod— Albach. Bemerkt wird, daß das Bau— holz den ersten, das Brennholz den zweiten Tag versteigert wird Grävenwiesbach.(Gemeindewald) Distrikt Vogelsgrund, 10 Eichenstämme von 12 tm, Distrikt Wolfskaut, 34 Eichenstämme von 7 fm, Distrikt Gebrandtehaag am Brandobern- dorferweg. 123 Eichenstämme von 132,73 fm, 1 Buchenstamm von 1,54 fm, schöne Schneid- stämme. Montag, den 3 Februar l. J., Vormittags 11 Uhr, Distrikt Wolfskaut und Gebrandtehaag. Anfangend Wolfskaut. 225 rm Eichenscheit, 62 rm Eichenkullppel, 1600 Stick Eichenwellen, 200 rm Buchenscheit, 230 xm Buchenknüppel Auch ist prima Loosholz zu haben. Dienstag, den 4. Februar l. J, Vormittags 10 Ubr. Nauborn. Gemeindewald am alten Kirchhof 20a. 1 Eichenstamm 2. Kl. 1,32 fm, 14 Eichenstämme 3. Kl. 5,63 fm, 53 Eichenstämme 4. Kl. 7,49 fm. 4 Eichenstaugen 1. Kl. 0,36 km, Irm Eichen⸗Nutzholz 2. Kl, 7 rm Eichen-Kullppelholz, 1 rm Buchen Scheit und Kullppel. Distrikt Alten Kirchhof 20a“ 2 Eichenstangen 1. Kl. 0,18 fm, 1 Fichtenstange 4. Kl. 0,11 tm, 2 Fichtenstangen 2 Kl. 0,12 fm, 4 Fichtenstangen 3. Kl. 0.12 km Diurikt Schwalbacherloch 21. 1 Eichenstamm 1. Kl. 3,08 fm, 1 Eichenstamm 4 Kl. 0,64 fm. Distrikt Stein 18a. 4 Eichenstämme 4. Kl. 0,62 km, 1 rm Buchen-Scheitholz, 27 rm-Knüppelholz, 6 rm-Stockholz. Distritt Rück 19. 44 rm Buchen-⸗Scheitholz, 29 1m ⸗Knülppelholz. Distrikt Erlendoden. 28 rm Erlen-Reiser 1. Kl. Distrikt Tiergarten 4 Kiefernstämme 4. Kl. 0,68 im, 5 Fichtenstangen 3. Kl. 0,15 fm. 0,70 Fichtengerten 4. Kl., 0,70 Fichtengerten 5. Kl., 6 rm Kiefern-Knüppelholz. Distrikt Alten Kirchhof 20a 1 Fichtenstamm 3. Kl 0,58 fm, 2 9 7 4. Kl. 0,29 fm, 2 Fichtenstangen 1. Kl. 0,18 km, 0,40 Fichtengerten 4. Kl., „50 Fichtengerten 5. Kl, 0,80 Fichtengerten 6. Kl. Distrikt Wäldchen 5. X. XI. 3 Eichen⸗ stämme 2. Kl., 5,38 km, 5 Eichenstämme 3. Kl. 3,90 m, 1 Eichenstamm 4 Kl. 0,21 fm, 7½ rm Eichen⸗Scheitholz, sowie einige Haufen Reiserbolz Freitag, den 31. Januar 1896, Norgens 10 Uhr. Zusammenkunft bei der Rehorns-Mühle. Jagd⸗Verpachtungen. Naunheim. Freitag, den 7. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll die am 6. Febr. leibfällig werdende Wald- und Feldjagd der Gemeinde Naunheim auf weitere 6 Jahre auf dem Rathause daselbst öffentlich verpachtet werden. August Kilbinger, Feltersweg 19. Giessen, Telephon Ir. 78. 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