1890. 0 Ausgabe andes Gießen, Dienstag, den 29. September Gießen. 8 Redaktion: 8 Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen t 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile. 1 2 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. u Sonntag ien⸗ skegeln, N lachih Täglich kaffee u e waffeln. ö Sehättiger Aufl Neu!“ enschauktl! 1 b Minder. — Neparatur Sonmmergetreide au Gießen, 27. Sept. Am 7. Oktober wird 1 der Privatdozent an der Humbold-Akademie, Herr Jens Lützen⸗Berlin, auf Veranlassung des Kaufmännischen Vereins und des Orts— 5 n einen Vortrag halten über Nansens Nordpolfahrt. Der Vorsitzende wird durch vorzuführende Lichtbilder den Hörern auch ein anschauliches Bild geben von den Auch Regionen des ewigen Schnees und Eises. Nichtmitglieder beider Vereine haben zu diesem Vortrage Zutritt. Gießen, 28. Sept. Das Reichstags⸗ Mandat des Abg. Jöst in Mainz wurde bekanntlich später frei, als das des Abg. Köhler, der den 1. hessischen Wahlkreis vertrat. Trotzdem sind bereits in Mainz die Tage fest⸗ gesetzt, an denen die Wählerlisten öffentlich ausgelegt werden. Es wird das geschehen vom 8. bis 15. Oktober. Wann die Listen in Gießen ausgelegt werden, ist noch nicht be⸗ kannt geworden, ebenso wenig der Wahltermin. Allem Anschein nach zieht sich die Wahl bis Ende November hin. W. Gießen, 28. Sept.(Zur Reichs⸗ tagswahl.) Außer den deutsch⸗sozialen Reformern, für die seit Wochen schon fünf oder sechs Agitatoren thätig sind, den Sozial- mokraten, deren Kandidat Redakteur Scheidemann ebenfalls schon mehrere Ver⸗ sammlungen auf dem Lande abgehalten hat, sind nun auch die Anhänger der freisinnigen Volkspartei rührig in die Agitation ein⸗ setreten. Die Führer machen mit Emsigkeit die unde bei den Vertrauensmäunern der Partei dem Lande und in den kleineren Städten. Auch der freisinnige Kandidat, Prof. Stengel, zar in vergangener Woche im Wahlkreise an⸗ esend, um den Feldzugsplan für die Campagne persönlich mit seinen politischen Freunden zu örtern. So kam man zu dem Beschluß, nicht mehr länger zu zögern und am kommenden Sonntag mit einer großen öffentlichen Volks⸗ bersammlung, in welcher Stengel sein politisches Programm entwickeln wird, die Agitation auch nach außen hin zu eröffnen. Gießen, 28. Sept. Saatenstand im Großherzogtum Hessen um die Mitte des Monats September 1896, zusammengestellt bei der Großherzoglichen Oberen landwirtschaft⸗ lichen Behörde. Die Klagen über die schädlichen Wirkungen der nassen Witterung sind im Lande allgemein. Die Qualität der Ernteprodukte wurde sehr nachteilig beeinflußt; ja in manchen Erhebungsbezirken 5 B. Schotten) ist noch dem Felde und verfault. Die Kartoffeln leiden besonders unter der Nässe; in vielen Erhebungsbezirken ist die Fäule bereits eingetreten, in den übrigen wird sie befürchtet. 5 5 Die Grummeternte ist außerordentlich erschwert, und es ist viel Futter verdorben. In einem Erhebungsbezirk(Büdingen) werden Kartoffeln, Klee und Wiesen durch Engerlingsfraß bedeutend beschädigt. Besonders nachteilig ist die naßkühle Witterung für die Entwickelung der Trauben; die guten Aussichten sind erheblich reduziert. Die Roggenernte ergab der Menge nach im All⸗ gemeinen ein befriedigendes Resultat, indessen sind die Erträge in den einzelnen Erhebungs⸗ bezirken doch sehr verschieden; sie wechseln zwischen 1500 und 3800 Kilogramm Körner pro Hektar. 5 Aus dem Vogelsberg, 26. September. Durch eine von der Laune des Zufalls ver⸗ ursachte Verwechselung wurde dieser Tage eine Familie in dem Dorfe B. in tiefes Herze⸗ leid versetzt. Diese Familie erhielt kürzlich aus einem Orte des Odenwaldes die Schreckens⸗ nachricht, daß ihr bei ei er Dreschmaschine— irren wir nicht— in Wallau beschäftigter Sohn in einem benachbarten Walde sich erhängt habe. Um dem Soh! die letzte Ehre zu erweisen, traten die kummergebeugten Eltern die weite Reise an. Im Orte angelangt, wo sich die Leiche ihres Sohnes befand, baten sie, ihnen diese noch einmal vor der Bestattung zu zeigen. Gern willfahrte man ihrer Bitte und führte sie zum Spritzenhaus, dem Aufbewahrungsort des Toten. Aber wer beschreibt den freudigen Schreck des Elternpaares, als sie in dem Totgeglaubten nicht ihren Sohn, einen Jüngling, sondern einen be⸗ jahrten Mann, einen Fremden, erblickten. Nun begaben sich die Eltern eiligst nach dem Orte, wo ihr Sohn in Arbeit stand. Der erschrack nicht wenig, als er ganz unvermutet seine Eltern vor sich stehen sah. Nun klärte sich auch die Verwechselung auf. Der Sohn hatte dem Er— hängten, ebenfalls einem Arbeiter bei der Dresch⸗ maschine, einen Brief an den Maschinenmeister mitgegeben. Unterwegs aber erhängte sich der Arbeiter. In seinen Kleidern fand man außer ein paar Pfennigen den betreffenden Brief, und man nahm in dem anderen Ort, wohin man den Erhängten verbracht, an, daß er mit dem Schreiber des Briefes identisch wäre.(D. Z.) * Ruppertenrod, 26. September. Eine hiesige, schon ältliche Witwe, war vorgestern mit Waschen an dem oberhalb des Ortes be— findlichen Wasserbecken, das durch das unauf⸗ hörliche Regenwetter hoch angeschwollen ist, beschäftigt. Ein plötzlicher Windstoß bei dem herrschenden Sturme warf die Frau kopfüber in das tiefe Wasser, in dem sie unter- sank. Eine gerade vorübergehende jüngere Frau sah die Untergesunkene wieder auftauchen und um ihr Leben kämpfen. Rasch entschlossen holte die erstere eine lange Stange, die zu er⸗ fassen die Witwe gerade noch Kraft genug hatte, und holte letztere aus dem Wasser. Es war die höchste Zeit zur Rettung; die Frau wurde ohnmächtig zu Bette gebracht, das sie nun hüten muß.(D. Z.) Lauterbach, 27. September. In der Zeit vom 9. bis 12. Oktober findet hier eine Obstausstellung des Oberhessischen Obstbauvereins, verbunden mit einer Aus⸗ stellung von Produkten der Obstver⸗ wertung, sowie Geräten der Obstbaum⸗ pflege und Obstverwertung statt. Nach den eingelaufenen zahlreichen Anmeldungen zu schließen, dürfte sich diese Ausstellung ebenso in⸗ teressant wie lehrreich gestalten; dieselbe wird ein zutreffendes Bild davon geben, was eine in⸗ tensive Obstbaumpflege auch in weniger von der Natur bevorzugten Lagen zu leisten vermag. Den Mitgliedern des Oberhessischen Obstbau⸗ vereins, sowie Freunden des Obstbaues sei daher der Besuch dieser Ausstellung warm empfohlen. Die Direktion der Oberhessischen Eisenbahnen hat den Besuch dadurch erleichtert, daß sie auf eine einfache Fahrkarte, sofern dieselbe in der Aus⸗ stellung zur Abstempelung gelangt, freie Rück- fahrt gewährt. * Darmstadt, 25. Sept. Ein von der hessischen Regierung zur Verfügung gestellter Sonder zug brachte uns heute Nachmittag den Besuch von 300 Teilnehmern des Frank⸗ furter Naturforschertages, der voenehmlich der Besichtigung der Gebäude der neuen tech⸗ nischen Hochschule, den einzelnen wissen⸗ schaftlichen Justituten und den Sammlungen des großherzoglichen Museums galt. Die wenigen Stunden, welche die Gäste bei uns zubringen, sind leider durch die Ungunst des Wetters stark beeinträchtigt. Indessen werden die Natucforscher von den Eindrücken aus unseren wissenschaftlichen Instituten wie aus den reichhaltigen Sammlungen des Museums sicher⸗ lich befriedigt sein. Abends fand im Saalbau eine gesellige Vereinigung bei Konzert und soustigen Darbietungen statt. Die Rückfahrt er⸗ folgt im Sonderzug Nm. 10.40. * Darmstadt, 25. Sept. Mehrere größere Körperschaften planen die Absendung einer Peti⸗ tion, an das großherzogliche Ministerium des Innern und an den Landtag, worin um die Aufhebung des Schornsteinfegermono⸗ pols gebeten wird. Vor einigen Wochen rich⸗ teten zwei Frankfurter Schornsteinfegermeister ein Gesuch an das Kreisamt in Offenbach, in dem sie um Zulassung zur Ausübung ihres Ge⸗ werbes baten unter Hinweis darauf, daß im Kreise Offenbach nur drei Schornsteinfeger seßhaft sind, die insgesamt jährlich mehr als 35000. verdienen. Das Kreisamt in Offen⸗ bach hat aber das Gesuch abschlägig be⸗ schieden; gegen diese Entscheidung soll Rekurs beim Ministerium eingebracht worden sein, auf dessen Erledigung man gespannt ist. Mainz, 27. September. Der deutsch⸗ freisinnige Stadtverordnete und Fabrikant Dr. Otto Gastell hat die ihm angebotene Kandi⸗ datur der demokratischen, freisinnigen und nationalliberalen Partei für den Landtag ab⸗ gelehnt.— Den Stadtverordneten ist ein interessanter Bericht über die mit dem 1. April 1895 begonnene Neuordnung der offenen Armenpflege zugegangen. Hierher gehören u. A. die Einrichtung des Armenamts, die Neuregelung der Fürsorge für arme Wöch⸗ nerinnen und für Pflegekinder, sowie namentlich die Einführung des sogenannten Elberfelder Systems. Dank der schärferen Aufsicht sind die Unterstützungen gegen das Vorjahr um 20646/ zurückgegangen, obgleich die jährliche Durchschnitts-Unterstützung von 161 A4 auf 167. gestiegen ist. * Mainz, 26. September. Das bekannte Vermächtnis des Rentners Simon Blad zu Berlin zu Gunsten der Städte Berlin, Mainz und Bingen ist jetzt von der Schwester des Erblassers angefochten worden. Sie behauptet, ihr Bruder sei nur beschränkt zu⸗ rechnungsfähig gewesen und habe ein rechtsgiltiges Testament nicht machen können.— In der letzten Nacht wurden hier zwei Einbrüch verübt. In einem Laden der Rheinstraße wurden ver⸗ schiedene Altertümer aus Silber gestohlen, und nahe daran, in einem Hause der Bauerngasse, wurden die Einbrecher bei der Arbeit gestört. * Worms, 25. September. Zwei hiesige Fischer hingen gestern ihren Nachen an das um 1 Uhr nach Mannheim abgehende Personen⸗ boot, um sich rheinaufwärts schleppen zu lassen. Infolge der von dem Boote verursachten Wellen schlug der Nachen um, und beide darin befindliche Personen verschwan den in den Wellen. Fischer Wetzelberger von hier, der den Unfall vom Ufer aus mit angesehen hatte, ruderte sofort an die Unglückstelle, wo es ihm auch gelang, die beiden Ertrinkenden zu retten. Schwurgericht. W. Gießen, 28. September. Um 9 Uhr Vormittags eröffnet Landgerichtsrat Dr. Möbius die dritte Periode des diesjährigen Schwur⸗ gerichts. Verhandelt soll werden gegen Andreas Merle von Althattendorf. Nach Erfüllung der gesetzlichen For⸗ malitäten und nach Auslosung der Geschworenen wird in die Sache selbst eingetreten. Es handelt sich um Brand⸗ Anklage der folgende Thatbestand zu Grunde. In der letzten Verhandlung der vorigen Schwurgerichtssession wurde in zweitägiger Verhandlung gegen Magnus Merle, Maurer von Althattendorf, wegen Brandstiftung, Sach⸗ beschädigung und Diebstahl verhandelt. Der damals An⸗ geklagte bestritt ganz energisch seine Schuld und suchte einen Alibibeweis zu führen, wobei er den Andreas Merle als Zeugen produzierte, dieser war bereit, seine Aussage, welche dahin ging, daß Magnus Merle unschuldig sei, zu Marja, das Helden mädchen * von Trausvaal. Zeitroman von Pieter Vryburg .(Nachdrud verboten.) (Fortsetzung.) 5 benuhr 2 4 5 „Sie vergessen, daß es sich um eine geheime Zusammenkunft handelt. Sie werden gleich sehen, daß das Haus bewohnt ist. Ich selbst darf seine Schwelle nicht überschreiten. Führen Sie mit dem Klopfer drei leise Doppelschläge gegen die Thür. Das ist das Zeichen. Ich habe Sie auf des Grafen Wunsch zur Stelle gebracht. Weiter habe ich mit der Sache nichts zu thun. Gute Nacht!“ Der Mann ging fort und ließ Marja au dem schaurig öden Orte allein. g Mit leisen Klagen strich der Nachtwind durch die Palmen und Cypressen. Im Hause regte sich nichts. Alles war still ringsum, wie auf einem Friedhof.. Marja wartete, bis der Mann sich außer Seh⸗ weite entfernt hatte. Seine Tritte verhallten regel⸗ recht in der Ferne. Vor diesem unheimlichen Menschen gerade hatte Merja sich gefürchtel. 2 8 Der war nun fort, und doch fühlte sie sich nicht erleichtert. Sie hegte noch ihre Zweifel an der Wahrheit der ihr gemachten Angaben. Alnstatt die Stufen der Veranda empor zu steigen, wandte sie sich leise und behutsam zur Seite. Sie umschritt, spähend und lauschend, das ganze, wenig umfängliche Villengelände. 8 Nirgends zeigte sich ein matter Lichtschimmer. in leisester Laut drang von innen zu ihr heraus, Es schien kaum glaublich, daß hier zur Zeil eine Begegnung stattfaud. Und doch konnte sie sich öden Haufe nicht losreißen. Die Angst Geliebten bannte sie an seine Schwelle. er Unbekanute gesagt hatte, war in Ueber⸗ nur diese Zweifel? Nach weiterer Ueberlegung schlich sich Marja zur Hinterthüre heran. Dieselbe lag zu ebener Erde, denn das Haus lehnte sich an eine Hügel— wand au. Als Marja sich dem Hause näherte, machte sie eine merkwürdige Eutdeckung. Die Hinterthür war nur angelehnt. Das deutete darauf, daß hier Jemand eilig hinein, oder hinausgegangen war, der die Thür zu schließen vergessen hatte. Sogleich erwachte in dem kühnen Boereumädchen der Trieb, sich diese scheinbare Unachtsamkeit zu Nutze machen und zu erforschen, wer in dem Hause war und was da vorginge. Als sie das Ohr längere Zeit an den Thür— spalt gelehnt hatte, war es, als wenn irgendwo elne Thüre geöffnet werde, und nunmehr das Auge au das Schlüsselloch legend, bemerkte sie in der Ferne einen matten Lichtschein. Es schien, als weun ein Gang das ganze Ge⸗ bäude durchschneide. Nur so war jene Lichterschei⸗ nung zu erklären. 5 Marja hälte gern gewußt, ob jetzt eines der Fenster auf jener Seite erhellt war, doch wagte sie nun nicht mehr, ihren Beobachtungsposten zu ver⸗ lassen. a 1 1 Sie glaubte auch einen gedämpften Stimm⸗ wechsel zu vernehmen, ohne es mit Gewißheit be— haupten zu können. Etwas Heimliches ging in dem Hause vor. Aber was? War der Graf zugegen? Hatte man ihn in eine Falle gelockt? Sollte sie das gleiche Schicksal er⸗ leiden? Mit hochpochendem Herzen gedachte sie des schönen, edlen Mannes, dem sie sich in einer ersten einstimmung mit allem Vorhergegangenen. Woher heißen Gefühlswallung zu eigen gegeben, und das bestimmte sie zu entschlossenem, raschen Handeln. Sie machte einen ersten schüchternen Versuch, die Thüre zu bewegen, natürlich fürchtend, daß sie knarren werde. Dies war nicht der Fall. sich in ihren Angeln. Das machte Marja kühner. Sie össnete den Spalt weit genug, um hin— durchschlüpfen zu konnen. Nachdem das mit Vermeidung jeden Geräusches geschehen, zog sie die Thür wieder zu. Im Hause hatte man nichts davon bemerkt. Alles blieb, wie es war. Nun begann Marja ihren Weg weiter zu tasten, was ihr, da thatsächlich ein breiter Mittelgang das Haus durchlief, nicht schwer wurde. Schritt vor Schritt drang sie vor, jeden Augen⸗ blick gewärtig, sich zur Flucht wenden zu müssen. Endlich war sie weit genug gekommen, um er⸗ kennen zu können, daß der Lichtschein nicht direkt aus einem erleuchteten Raume sondern aus einem daran liegenden Zummer kam; daher seine Mattig⸗ keit. Belde Thüren standen halb offen. Marja konnte sich Besseres nicht wünschen. Sie warf zunächst einen forscheuden Blick durch Gaugthür. Die Villa war durchaus komfortabel eingerichtet. Soviel konnte sie schon im Dämmerlicht des Vor⸗ zimmers erkennen. Nun hörte sie auch eine Stimme sagen:„Be— ruhige Dich nur. Sie wird schon kommen. Mein Bote ist durchaus zuverlässig. Mag sein, daß er sie noch nicht angetroffen hat, oder daß sie Be— denten hegt und ihre Ankunft absichtlich verzögert. Aber kommen wird sie, denn endlich siegt bei jedem Weibe doch die Neugierde. Sie hat aber noch einen Lautlos bewegte sie die andern Grund, bestimmt zu kommen. Sie wähnt ihren Geliebten in Gefahr—“ hierbei lachte die Sprecherin, während von einer männlichen Stimme etwas wie eine leise Verwünschung hörbar wurde — Hund sie ist ja eine Heldennakur. Da duldet es sie nicht im Bett. Sie kommt gewiß.“ Es war die Stimme Biancas. Marja hatte sie beute Abend im Parke gehört, wie sie Kurt sein Geheimnis zu entlocken suchte. Nur etwas weniger süß und melodisch klang die Stimme jetzt, auch weniger vornehm. Es schien so, als wenn derjenige, zu welchem Bianca sprach, eine Persönlichkeit war, vor der sie sich keinen Zwang aufzulegen für nöthig fand. „Und wenn sie nun nicht kommt?“ tönte es grollend zurück.„Dann fliehst Du Morgen mit, Deinem Galan, und ich kann die Muskete ruhig weiterschleppen, bis eine feindliche Kugel mich trifft. Das wäre Dir gerade recht. soll anders kommen. Ich gehe hin und verrathe Dich Sir Cecil Rhodes. Das Mädchen will ich, oder eine Million dafür. Ohnedem lasse ich Dich nicht fort.“ 5 „Du bist ein Satan!“ fuhr Bianca auf. „Und Du bist meine Schwester!“ rief der Andere mit grimmen Lachen. Auch diese Stimme klaug Marja bekannt. Sie konnte nur nicht sagen, wo sie dieselbe schon ge— hört hatte. Es entstand eine schwüle Pause zwischen den Beiden, wie sie einem heftigen Wortwechsel vorher⸗ zugehen pflegt. 5 „Leider bin ich es“, begann dann Bianca wieder in gereiztem Ton.„Du wirst Dir aber wohl klar darüber sein, wer von uns Beiden die Enthüllungen des Anderen mehr zu fürchten hat, Du oder ich. Dir winkt noch immer die Galeere, der Du ent— sprungen bist.“ (Gorisetzung folgt.) stiftung, Sachbeschädigung und Widerstaud und liegt der ö Aber, bei Gott, es eitung. 1 1 11 beschwören. Der Gerichtshof beschloß aber den damaligen Zeugen nicht zu vereiden. Die Verhandlung endete da⸗ mals mit der Verurteilung des Brandstifters zu 2 Jahr 3 Monate Zuchthaus, wobei die Geschworenen annahmen, daß die That in Gemeinschaft mit einem Andern ausge⸗ geführt sei. Nach der Verurteilung meldete sich Maguus Merle beim Staatsanwalt und teilte demselben mit, daß sein Entlastungszeuge, der heutige Angeklagte, die That mit ihm gemeinsam begangen habe. Es folgte darauf dessen Verhaftung und legte derselbe darauf teilweise ein Ge⸗ ständnis ab. Andreas Merle erklärte, früher Schäfer ge⸗ wesen zu sein, er ist am 13. Juni 1844 geboren, wegen Mißhandlung und Beleidigung vorbestraft und wegen ge⸗ wohnheitsmäßigen Schnapstrinkens entmündigt. Der Angeklagte giebt ferner zu, daß, wenn der Herr Staatsanwalt es zugelassen, dann hätte er voriges Mal einen falschen Eid geleistet. Er habe damals gelogen, um Magnus Merle herauszu⸗ helfen. Es sei richtig, daß er am 23. März d. Is. Abends den Magnus von Althattendorf nach der Ge⸗ markung Eudorf begleitete; dieser habe ihm gesagt, er wolle da dem Heinrich Schaumburg seine Hütte anstecken, er hätte uur aufpassen sollen, daß Niemand komme. Er habe sich erst geweigert mitzugehen, sei aber dann der Ueberredung unterlegen, er bestreitet aber entschieden, daß er selbst mit Hand angelegt bei dem Verbrechen. Zu der falschen Aussage vor dem Schwurgericht habe ihn der Bruder des Magnus, Georg Heinrich Merle, verleitet. Den Widerstand, den der Angeklagte gegen den Gensdarm Heun von Alsfeld geleistet haben soll, bestreitet er. Die ganze Sache sei nicht so ernstlich gewesen, wie jener sie schildere. Es wird sodann zur Zeugenvernehmung ge⸗ schritten. Der seine Strafe verbüßende Magnus Merle erschelnt in Sträflingskleidern im Saal. Er gesteht zu, dem Schaumburg dem die Hütte gehörte, feindlich gesinnt zu sein. Er schildert die Sache so, als ob der Angeklagte ihn um Schnaps angegangen, den er ihm auch gegeben, dann habe jener ihn aufgefordert, mit in den Steinbruch zu gehen. Er habe erst nicht gewollt, sei aber dann doch mitgegangen und habe versucht, den Andreas zurück⸗ zuhalten. Dieser habe die Steine zerschlagen und dann die Hütte angezündet, er(der Zeuge) habe mit der That nichts zu thun gehabt. Er sei unschuldig verurteilt worden. Den heutigen Angeklagten habe er angezeigt, well dieser ihn nicht auslachen solle, denn dieser, nicht er, sei der Thäter. Auf Befragen des Staatsanwalts Zimmermann erklärt der Zeuge, daß der Angeklagte ihm gegenüber vorher schon geäußert, daß er alle Steine zer⸗ schlagen und dann die Hütte anstecken wolle. Trotzdem ist aber der Zeuge mitgegangen, er will aber mit der That desselben nicht einverstanden gewesen sein. Am gekommen, im Falle einer von ihnen Tage nach dem Brande sind die beiden Komplizen überein⸗ angezeigt würde, sich gegenseltig frei zu schwören.— Steinhauer Heinrich Schaumburg von Schrecksbach, Eigentümer der nieder⸗ gebrannten Hütte und der beschädigten Steine, schildert sein Verhältnis zum Zeugen Magnus Merle, mit dem er 1898 assoctiert war. 1894 pachtete Schaumburg den Bruch allein und Merle blieb bei ihm als Arbeiter, der pro Tag 2, 50 V Rin seinem Bruch verdiente. Es hat dann wegen eines von ihm verweigerten Vorschusses ein Bruch des Verhältnisses stattgefunden, und nun fingen die Parteien an zu prozessieren, wodurch die Erbitterung wuchs und genährt wurde. Der Zeuge Schaumburg er⸗ klärt, daß der Wert der abgebrannten Hütte etwa 25, die verdorbenen Steine aber mindestens 40„ weniger wert geworden seien durch die Beschädigung. Ferner ist der Beschädigte der Ansicht, daß aus der Art der Beschädigung klar hervorgehe, daß nur ein Sachverständiger, eln Steinhauer, sich an den Steinen vergriffen haben Bekanntmachung Diejenigen, welche für den bevorstebenden Winter Fichten⸗Deckreiser aus den städtischen Waldungen zu beziehen wünschen, wollen ihre Anmeldungen spätestens bis zum 10. k. Mis. auf unserm Bureau— Zimmer Nr. 15 — erslatt- n. Die Anmeldungen können jedoch nur iusoweit berücksichtigt werden, als nach den könne. Es sei nicht anzunehmen, daß der Schäfer Andreas Merle die Steine beschädigt hat. Der Zeuge ist der Ansicht, daß wohl beide Merles die That gemeinsam ausgeführt, daß aber Magnus Merle der Hauptschuldige sei, der den Genossen für einige Kannen Schnaps zu allem leicht bewegen konnte.— Bürgermeister Meißel von Althattendorf deponiert, Andreas Merle sei seit mehreren Jahren entmündigt, weil er ein notorischer Säufer sei, dem die Wirte keinen Schnaps mehr verkaufen dürfen. Der Zeuge ist der Ansicht, daß, da den Andreas der Schnapsteufel am Ohr hat, man diesem alles Schlechte zutrauen kann.(Die Verhandlung dauert bei Schluß der Redaktion fort.) * 72 8 Vermischtes. — Für Sammler von Postwertzeichen ist eine Mitteilung der belgischen Postverwaltung beachtens⸗ wert. Die belgische Post hat aus Anlaß der Brüsseler Weltausstellung von 1897 eigene Postwertzeichen an⸗ fertigen lassen. Diese neuen Briefmarken, und zwar im Werke von 10 Centimes, kommen schon Anfang kommen⸗ den Monats zur Ausgabe. Die belgische Post, die Jahr für Jahr neue Postwertzeichen ersinnt, hofft jetzt, auf diese bequeme Weise der Staatskasse ein hübsches Sümmchen zuzuführen. Die Postwertzeichen mit höheren Beträgen folgen nach. — Eine Bierreise im großen Stil. Es giebt noch große Gedanken: es muß nur der rechte Mann kommen; nicht nur Einer, dessen Hirn sie entkeimen, nein, der richtige, der einzige, der in bedeutsamer Stunde für die große Idee das große, überwältigende Wort findet. So einen Mann nennen wir unser. Es ist ein Herr A. Schröder, der an alle trinkhaften Männer Berlins die Einladung zu einem„Gambrinuszug nach den Quellen und Böhmen“ erläßt, zu einer Bierreise in großem Stil, welche Kulmbach, Erlangen, Nürnberg, München und Pilsen umfassen soll. Der Gedanke dieses von Statkon zu Station immer schöner sich entfaltenden Rausches ist aber nicht das Großartige an der Idee des Herrn Schröder; dieses Großartige liegt vielmehr in der Art, wie der geniale Mann seine Einladung der Trinkerwelt einleuchtend zu machen sucht. Er sagt:„So mancher starke Konsument eines Nürnberger⸗, Kulmbacher⸗, Er⸗ langer⸗„ Münchener Bürger-, Spaten⸗, Löwen⸗ oder sonstigen Bräus hat keine Ahnung davon, wie es an der Stätte ausschauen mag, von der er„seinen Stoff“ erhält. Der Wunsch, mal dorthin zu kommen und die„Quelle seiner Qualen und Leiden“ persönlich kennen zu lernen, liegt nahe.... Eine Schaar tapferer Jünger des Gam⸗ brinus hat sich zu einer„Reise auf gemeinschaftliche Kosten“ verbündet und wird dieselbe im Monat November zur Ausführung bringen. Die Reise führt nach den her⸗ vorragendsten Bierproduktionsstätten in Bayern und Böhmen und erschließt den Teilnehmern ein weites Feld des Sehens und Genießens.“ Ferner verspricht der Pro⸗ spekt:„Sämmtliche Brauereien werden den Gambrinus freudig begrüßen und bewirten, an allen Orten werden ihm Feste veranstaltet werden, und— Land und Leute bieten die wunderbarsten Naturstudien.“ Das sind Ver⸗ sprechungen, die nicht eitel sind. Kein Vernünftiger wird daran zweifeln, daß die Bierbrauereien sich über den Be⸗ such von 300 wissensdurstigen Berlinern riesig freuen werden und was die Naturstudien betrifft, so ist es doch bekannt, daß Niemand tiefer in die Geheimnisse des Alles einzudringen vermag, als der philosophisch gestimmte Mann, der von Brauerei zu Brauerei an Erkenntnissen zunimmt, bis sein Geist klar genug ist, die Räthsel des Daseins zu lösen. Auszug aus den Kirchenbüchern der evangelisehen Gemeinde. Matthäusgemeinde. Taufen. Am 20. Sept. Dem Tagelöhner Ludwig Reinhardt 1 T., Anna Wilhelmine geb. den 28. August.— 20. Dem Lademeister Dietrich Vogel 1 S., Karl Ludwig, geb. den 22. August.— 20. Dem Schneider Georg Schmidt 1 T., Else Margarethe Karoline Marie Käthchen, geb. den 11. August. 5 Trauungen. Am 24. Sept. Leonhard Kaiser, Kaufmann zu Darmstadt, und Lina Marie Christine Dort, Tochter von Eberhard Dort, Kaufmann zu Gießen. Beerdigte. Am 24. Sept. Jakob Rau, Hilfsbremser, ein Wit⸗ wer, 68 Jahre alt, starb den 22. Sept. Markusgemeinde. Taufen. Am 19. Sept. Dem Schuhmacher Heinrich Groh 1 S., Friedrich Heinrich, geb. den 5. August.— Am 20. Sept. Dem Schreiner Georg Veith 1 T., Marie, geb. den 24. Juli.— 20. Dem Omnisbuskutscher Simon August Kalbfleisch 1 S., Karl Heinrich Otto, geb. den 23. August. Beerdigte. Am 20. Sept. Elise Cost, Tochter von dem Oeko⸗ nom Friedrich Cost, 17 Jahre alt, starb den 18. Sep⸗ tember. Aus den Kliniken. Am 21. Sept. Georg Decher, Landwirt zu Münch⸗ leusel, unverheiratet, 34 Jahre alt, starb den 18. Sep⸗ tember. Lukasgemeinde. Taufen. Am 20. Sept. Dem Regierungsbaumeister Otto Raupp 1 S., Friedrich Walther, geb. den 17. Juli. 5 Trauungen. Am 19. Sept. August Bernhard Friedrich Schwab, Uhrmacher, und Louise Helene Julie Leo, Tochter des Goldarbeiters Christian Leo zu Gießen. Beerdigte. Am 20. Sept. Margarethe Schnecko, geb. Hammel, Witwe des Pfandhausdieners Philipp Schnecko, 79 Jahre alt, starb den 17. September. Militärgemeinde. Teauungen. Am 19. Sept. Friedrich Eduard Gottlieb Wilke, Vizefeldwebel, und Marie Elisabeth Rühl, Tochter des verstorbenen Oktroierhebers Johann Jakob Rühl zu Gießen. Johannesgemeinde Taufen. Am 20. Sept. Dem Tagelöhner Konrad Schmidt 1 S., Otto Gustab Karl Martin, geboren den 2. Mal.— 20. Dem Dachdeckermeister Johann Lapp 1 T., Katharina Johanna, geboren den 19. August.— 20. Eine unehe⸗ liche Tochter, Louise Karoline Auguste, geboren den 6. September. Trauungen. Am 24. Sept. Friedrich Wilhelm Hause, Uhemache r zu Gießen, und Maria Friesse, Tochter des Uhrmachers Charles Friesse. Beerdigte. Am 19. Sept. Marie Schwaab, geb. Steinberger, Ehefrau des Kaufmanns Kirl Schwaab, 42 Jahre alt, starb den 17. September.— Am 21. Sept. Gustav Schmidtborn, Rentner, ein Witwer. 77 Jahre alt, starb den 19. September. Neueste Telegramme. Id. Paris, 28. Sept. Libre Parole fürwortet eine militärische Amnestie aulö der Anwesenheit des Zaren. Das Blatt den Präsidenten, gelegentlich der Truppe in Chalons allen Fahnenflächtigen ihre S zu erlassen. 5 Hd. Konstantin opel, 28. Neuerdings wurde eine Anzahl A nier verhaftet, nachdem man eine von Personen entdeckt hatte, welch folge von Drohungen des Revolutions, Komitees Gelder hergegeben hatten. Hd. Constantinopel, 28. Sept. Die Jungtürken verbreiten massenhaft in Genf gedruckte Plakate mit aufrührerischem, gegen den Sultan gerichteten Inhalt, dieserhalb haben bereits zahlreiche Verhaftungen und Haussuchungen stattgefunden, darunter auch bei angesehenen armenischen Notablen. Hd. Brüssel, 28. Sept. In dem Akademie⸗ Palais fand gestern unter dem Vorsitz des Eisen⸗ bahn⸗ und Telegraphen-Ministers eine große Festversammlung anläßlich des 50 fährigen Jubiläums der Einführung der Telegra⸗ phie in Belgien statt. Es wurde u. a. kon⸗ statirt, daß Belgien zuerst von allen europäischen Staateu des Continents am 19. September 1846 den Telegraphen eingeführt hat. 1 Hd. Brüssel, 28. Sept. Der Streik zwischen den Tischlermeistern und den Arbeitern ist dem Arbeits⸗ und Industrierat unterbreitet worden. 2 Hd. Orsowa, 28. Sept. Bei der Eröff- nung des eisernen Thores wurde viel be⸗ merkt, daß auf dem serbischen Ufer fast gar keine Festvorbereitungen getroffen waren. In 0 sämmtlichen rumänischen Orten dagegen waren die Shulkinder mit Fahnen ausgezogen und auf den Bergen wurden bon rumänischen Bauern Böllerschüsse abgefeuert und Feuerwerk abge⸗ braunt. Auffällig bemerkt wurde ferner, dag Kaiser Franz Joseph den serbischen König nur durch einfachen Händedruck begrüßte, während der König von Rumänien durch zweimalige Um⸗ 71 5 und Kuß auf die Wangen ausgezeichnet urde. 1 1 — * Privattelegramme 0 der„Hessischen Landesztg.“ d. Wien, 23. September. 3 uhr Rm. Hier wird ein bis jetzt noch unbestätigtes Gerücht verbreitet, die Türken hätten die englische Botschast in Konstantinopel in Brand gesteckt. 1285 r. Hamburg, 28. September. 3 uhr Nm. Sechshundert Hafenarbeiter legten heute morgen die Arbeit nieder wegen Lohndifferenzen, sowie als Antwort auf die Ausweisung Tom Manns und Wilsons. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide n Gießen. 5 — Wohnung und Bureau befindet sich Bahnhofstrasse 27, III. bei g Kaufmann Lon y. Born, Gerichtsvollzieher. 1 1066 und mein Geschäft nach verlegt habe. Ju dem ich stattfindenden Fällungen die Lieferung guter 7 reiser möglich ist. Die Lieferung erfolgt frei vors Haus und ist der Preis auf 16 Pfg. pro Welle festgesetzt und bei der Anmeldung zu entrichten. Gießen, den 24. September 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Der Bedarf an Korustroh(Handdrusch) für das hiesige Schlachthaus— ca. 80 Ctr.— soll im Submissionswege zur Lieferung ver⸗ geben werden. Angebote sind mit entsprechen⸗ der Aufschrift bis zum 30. I. M. verschlossen bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Gießen, den 24 September 1896 Großh. Bürgermeisterei Gießen Gnauth. Bekanntmachung. Betr. Die Vergebung der Holzhauer⸗ und ⸗Setzerlöhne für die Gießener . i liefern: je vorbemerkten ne sollen 9 14 3 9 u jedem Bau, be Samstag, den 3. Sober t. 3, Schlackensteine, nder, date 7 ese Lieht glühlicht aus. solche zu haben bei A. Gretscher, Neustadt 78. Buderus' sche Eisenwerke vormittags 10% 07 im Saale des alten Rathauses öffentlich vergeben werden. Gießen, den 26. September 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnaut h. Schlackenmehl, empfehlen. besonders passend. Bekanntmachung. Diejenigen Hausbesitzer, deren Hofraithen mit Hauenummerschildern noch nicht versehen sind, werden ersucht, uns solches binnen acht und ähnlichen Räumen geeignet. — Schlackensand, bestes Material zur Mörtelbereitung. Tagen anzuzeigen. Wir bemerken noch, daß die Anbringung der Schilder kostenlos durch uns erfolgt. Gießen, den 24. September 1896. Weitere Auskunft erteilen und Bestellungen nehmen entgegen: Margarethenhütte-Giessen. 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