Gießen, Sonntag, den 29. März 1896. 9 Ausgabe Udeszeitun 0. Gießen. Redaktion: 0 1 0 7 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. 1 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile. Kreuzplatz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. Gießen, 27. März.„Endlich!“ seufzen Ar erleichtert auf, denn endlich ist es bei uns getroffen, wirklich und wahrhaftig: das erste enzgedicht. Nun erst sind wir so recht aus but zlerster Seele davon überzeugt, daß Frühling ast st ab worden ist und die linden Lüfte thatsächlich 1 ih Menn wacht sind. Sie säuseln und weben, wie der tunen Achter behauptet, Tag und Nacht; sie wecken in db and a In verstocktesten Philisterbusen wundersame Ge⸗ achgebers z le und drücken scheuen Primanern und schä⸗ zulcgen ud n gen Backfischlein den Federkiel in die Hand, ö 5 sie, himmelhoch jauchzend, in zierlichen timen der Welt ihr junges Glück verkündigen. denn glücklich sind sie, sobald der Lenz seinen den belebenden Blick auf sie niedersenkt; ihr rz ist voll süßer Hoffnung und Sehnsucht— ad weß das Herz voll ist, deß fließt bekanntlich cht nur der Mund, sondern auch manchmal 5 Tinteufaß über. So entstehen, fast un— wollt, die zahllosen Lenzgedichte, die all— rlich um diese Zeit in das trübe Dunkel. Marl da da sosaischer Redaktionsstuben flattern. Kein nan u 15 kischer Zephir weht sie durchs offene Fenster ich bei aii, ein, kein Vögelein kommt geflogen und trägt Aufages ef 1 im Schnabel, wie es ihrem poetischen Cha⸗ lter eigentlich zukommt; ein ganz gewöhnlicher lephansbote schleppt sie in seiner ledernen Brief— ügertasche herbei und legt sie, vermischt mit ndert andern gleichgiltigen Episteln und Druck— chen, vor den mürrisch dreinschauenden Redakteur. Aer freilich kennt sie sofort unter hunderten heraus, e schüchtern sie auch sich zwischen den übrigen — sstsendungen verstecken. Mit boshaftem Lächeln oh er aus dem Stoß bedruckten und beschrie— on. nien Papiers, der auf dem Redaktionstisch vor 5 m aufgestapelt ist, ein niedliches rosenrotes Monates döuwert hervor, das sehr verdächtig nach Veilchen⸗ senlchen, den ger Maiglöckchenparfüm riecht.„Da haben wir Zahl, Nes⸗ Steg glücklich die Bescheerung!“ murmelt er ironisch, Le Lenden ihrend die Finger mitleidlos an der duftigen lle herumzerren, bis sie zerfetzt in den großen apierkorb sinkt. Ach, nur zu bald wird der fühlvolle Erguß, den sie schützend umfing, ihr N chfolgen! Denn solch ein Papierkorb ist das N 1 055 Ungetüm, das man sich denken kann; — nauher, unergründlicher Magen verdaut selbst ( falschesten Reime, die zähesten Versfüße ohne 7 Ulnpen ichwierigkeit. Und darau mangelt es leider den vermieten ihllosen Lenzgedichten nicht, die alljährlich um seggeworfen e wenn und. Inserat m. „ Ein berufen 9 daasenstei Vetteten th, Saler en intimsten In, Uugsprese des ihn ulla seise in der La Weile nitlih und billigt aug se bet Zaugg — irg, Verantw. J; von E. Ottmanz en sse Zeit, wie schon oben konstatiert, an die U resse vielgeplagter Redakteure gelangen. Sie stellen dem guten Willen ihrer Verfasser das and Kessel, Ae Zeugnis aus; sie versichern so treuherzig, die Luft wieder„lau“ und der Himmel Gepräge für immer verloren. Das will freilich die stattliche Schar unserer Wald- und Wiesen— dichter, die beim Nahen des Lenzes beherzt in die Saiten greift, nicht einsehen. Sie reimt munter drauf los, unter wahren und erdichteten Namen, und stellt nach wie vor an uns arme Redakteure das freventliche Verlangen, dem lieben Publikum durch banale Gedichte den schönen Lenz gründlich zu verleiden. Wir aber sind, Gott sei Dank, redlich genug, uns nicht zu Helfern eines so schnöden Verbrechens zu machen. Deshalb hinein in den Papierkorb!. * Gießen, 27. März.(Fortsetzung der Strafkammerverhandlung gegen Gun— derloch). Die Belastungsmomente gegen den Angeklagten sind genau dieselben, wie bei Vetter. Jakob Müller von Nieder Dor— felden hat am 4. September 1895 kurz vor 12 Uhr Mittags Vetter und einen zweiten Mann auf dem Acker umhergehen sehen. Die Sache kam ihm verdächtig vor; er hat darauf, als er ius Dorf kam, etwa 5 Minuten nach 12 Uhr dem Ph. Wörner II von seiner Beobachtung Mitteilung gemacht und diesem gesagt, er möge doch ein Mal sehen, was die Beiden da draußen machen. Wörner bezeugt heute in Ueberein— stimmung mit seiner früheren Aussage, er habe gesehen, wie Vetter an einem Ende des Ackers gesessen, während der andere Mann, den er nicht gekannt, die Hasen dem Vetter zugetrieben. Es seien zwei Schüsse gefallen; wer von den beiden geschossen, wisse er nicht. Er habe aber gesehen, daß Vetter einen angeschossenen Hasen todt⸗ geschlagen und in einen Sack gesteckt habe. Er glaube, der Treiber des Wildes sei der Ange— klagte Gunderloch gewesen. Wörner gesteht zu, dem Vetter feindlich gesinnt zu sein und die Anzeige gegen diesen erstattet zu haben. Die zwei als Zeugen vernommenen Brüder Herling bekunden, Anfang September 95— ob es am 4. d. Mts gewesen, können beide Zeugen nicht sagen— auf demselben Acker, wo Wörner VI. und Müller ihre Beobachtungen gemacht, das Gleiche gesehen zu haben. Die beiden Männer haben sie nicht erkannt; zwei Schüsse seien hinter— einander gefallen und, dem Rauch nach zu schließen, mußten diese von einem der Männer abgefeuert sein. Ihnen kam es so vor, als ob die beiden Leute jagten. Der Zeit nach haben sie diese Beobachtung um„ nach 12 Uhr Mit⸗ tags ge nacht. Demgegenüber bezeugt der Zeuge Jakob Steul III, daß er am 4. September Grummet gemacht. Seine Wiese liege ganz in der Nähe des Ackers von Gunderloch. Er habe beide Männer gesehen, aber keine Schüsse gehört. Vetter und Gunderloch seien kurz vor 12 Uhr en er„lan“ ist, daß“ die S l eder„blau“ ist, daß die Sonne wieder vo onne“ scheint, daß im„Herzen“ nun keine —— Schmerzen“ mehr sind und sämtliche„Triebe“ I af„Liebe“ hindeuten; aber diese frommen Be⸗ derungen sind nicht mehr ganz neu und wirk⸗ er-Schoth Ihe Dichter wagen es kaum mehr, sie öffentlich cdszusprechen. Mindestens nicht in Worten, che nachgerade so abgegriffen sind, wie uralte fünzen; einst waren sie wohl blitzblank, aber uch jahrhundertelanges Wandern von Hand Hand haben sie ihren Glanz, ihr eigenartiges Die ewige Lampe. Novelette von E. Eschricht. (Nachdruck verboten.) Agrafina hatte ihren Rurik Maximowitsch jung gheiratet; sie war sechzehn, er noch nicht zwanzig hre alt; mit ihm war sie aufgewachsen und er— den, und die Eltern betrachteten diesen verwaisten ter immer wie ein eignes Kind, und waren Sguücklich, die beiden zu früher Selbständigkeit führen e können, denn der Bojar war sehr alt und seine „ahe, immer noch schöne Frau litt an der Schwind— t t. Sie überlebten das sanfte Glück der Kinder den wa e eich nur um zwei Jahre; dann ließen sie dieselben nicht lee an l k dem hübschen alten Herrenhause mit dem präch— e ln Gut, das an den Ufern des Lowat in der 5 Faule e von Cholm lag und 300 Seelchen zählte, bel Oi en zurück. Es waren noch 300 gute alte tote uche heul 8 len; konnten nicht lesen noch fchreiben, arbeiteten 15 it gern viel, waren aber immer so recht ver—⸗ un el Fligt, heirateten sich unter einander und starben, entin⸗ 911 ein sie so alt waren, daß sie ordentlich Moos ene 0: ud vel 1 ei dem Kopfe und zwischen den Falten der freund— Sof be den alten Gesichter hatten; unter 95 Jahren saen sie es schon nicht gern. In diesem seligen Gefilde des Lebeus lag auf zur kleinen Anhöhe das selige Gefilde des Todes ud herum um ein freundliches Kapellchen mit 1 lem s AN * 0 dann, ken schonen peiligen, Vergoldungen und Silber⸗ ische bert darin; und dicht daneben lag das kleine en e noch gar nicht so sehr verfallene Popen⸗ 1 b„ dessen Garten hinab führte bis zur Lowat. zu ihm gekommen und nach Hause gegangen. Gastwirt L. Spengler hat auf seine genau gehende Wanduhr gesehen und bezeugt, diese habe halb 1 Uhr gezeigt, da sei Vetter mit seinem Wagen an seinem Hause in Nieder— Dorfelden vorbeigefahren. Vetter könne un⸗ möglich auf dem Acker gesehen sein. Forstbe⸗ amte des Baron von Holzhausen, erklären, am 4, September wegen der großen Hitze die Jagd aufgegeben zu haben. Vetter sowohl als der Angeklagte ständen im Ruf von Wilderern, aber zu beweisen sei dieses nicht. Auch der Bürger— meister von Rendel erklärt dasselbe von Gunderloch, dieser habe auch keinen guten Ruf, weil er wegen Bedrohung, Beleidigung und Ver— gehens gegen das Viehseuchengesetz bestraft sei. Frau Reuling von Nieder Dorfelden bezeugt, daß Vetter 10 Minuten nach 12 Uhr am 4. September auf ihren Hof gekommen ist, um sich die Erlaubnis zu holen, auf ihrer Tenne Klee auszudreschen. Der Bürger meister von Nieder-Dorfelden sagt aus, der Zeuge Werner sei ein sehr rachsüchtiger Mensch, er traue ihm zu, daß er im Falle Vetter es mit der Wahrheit nicht genau genommen, um diesen ins Unglück zu bringen. Wörner IV hat den Vetter häufig angezeigt und zwar immer erfolglos. Als Illustration dazu, wie gewissenlos der Wörner sei, führt der Bürgermeister an, wie dieser in einem Strafverfahren, welches gegen ihn schwebte, einen Zeugen zu seiner Entlastung angegeben, der auch bereit gewesen, vor Gericht einen Eid zu schwören, daß Wörner die ihm damals zur Last gelegte Strafthat nicht begangen habe. Der betreffende Zeuge sei vor Gericht vernommen und auch vereidet worden, aber man machte zum Glück noch die Entdeckung, daß seine Aussage falsch sei, denn es konnte aus vorliegenden Akten festgestellt werden, daß der Zeuge an dem betreffenden Tage in Haft war und gar nicht dabei gewesen sein konnte, als Wörner das ihm zur Last gelegte Delikt begangen hat. Der Bürgermeister depo— niert ferner, daß der vernommene Zeuge Steul einen sehr guten Ruf genieße. Dem Vetter traue er zu, daß, wenn er gelegentlich einen Hasen er— wischen könne, er wohl diesen sich aneigue, Be— weise, daß dies schon geschehen, habe er allerdings nicht. Zwei als Zeugen vernommene Knechte bekunden, daß die Dickwurz, als sie im Oktober geerntet wurden, zeigten, daß sie stark entbladet waren. Einer dieser Zeugen erinnert sich, daß Gunderloch, bei dem er damals in Arbeit ge— standen, am 4. September v. J. vormittags mit seiner Frau darüber gesprochen, daß er dem Vetter das Abbladen der Rüben versprochen, doch habe dieser ihm geraten, sich erst über den Stand der Dickwurz zu vergewissern. Gunderloch sei dann vom Hause fortgegangen und zwischen ½ und ¼1 Uhr zurückgekommen. Er habe gleich gesagt, er sei mit Vetter auf dem Acker gewesen, wo die Rüben gut im Kraut stäuden, so daß dieser Futter holen könne. Staatsanwalt Koch plaidiert auf schuldig wegen unberechtigter gemeinsamer Ausübung der Jagd§ 292/293 des R.⸗Str.⸗G. Zwar gesteht die Anklagebehörde zu, daß der Hauptbelastungszeuge Wörner keinen guten Eindruck gemacht habe, es sei richtig, daß dieser Zeuge nicht einwands⸗ frei dastehe, aber dieses schließe doch nicht in sich, daß der Wörner heute einen Meineid geschworen. Die Aussage des Wörner, der ge— sehen hat, daß Vetter den angeschossenen Hasen tot geschlagen und nachher in einen Sack ver— barg, wird unterstützt durch die Aussage des Müller, dem das Gebahren der beiden Männer auf dem Acker verdächtig vorgekommen. Hierzu kommen noch die Wahrnehmungen der Gebr. Herling— welche zwar nicht sagen können, daß es am 4. September war— wo sie mittags 2 Männer auf demselben Acker jagend beobachtet, aber sie wissen doch noch, daß es Anfang Sep— tember war. Am 1. September, dies war ein Sonntag, am 2. September war Sedan, am 3. September Bergener Markt, an diesen 3 Tagen konnten die Beiden ihre Beobachtung nicht machen, wohl aber am 4 September, und das stimme mit den Aussagen Müller und Wörner überein. Der Staatsanwalt beantrage den Ange⸗ klagten mit derselben Strafe zu belegen, wie den schon abgeurteilten Vetter nämlich mit 6 Wochen Gefängnis.— Justizrat Jöckel plai⸗ dierte auf Freisprechung. Es sei ganz unmöglich, daß der Zeuge Wörner den Vetter und seinen Klienten habe jagen gesehen, denn es sei durch die Zeugen erwiesen, daß Beide um 12 Uhr nicht mehr auf den Acker gewesen. Der Zeuge Steul bekunde dies ganz ausdrücklich und andere Zeugen⸗ Aussagen bestätigt die Unmöglichkeit dessen, was Wörner sagt. Der Gerichtshof verurteilte den Ange⸗ klagten wegen gemeinsam verübten Jagdvergehens zu 3 Wochen Gefängnis, indem er bei der Be— gründung des Urteils den Ausführungen der Staatsbehörde folgt. Man kann nur annehmen, daß sich die Zeugen in dem Zeitpunkt ihrer Wahrnehmungen geirrt. Der Gerichtshof war der Meinung, daß die Jagd zwischen 11 und 12 Uhr ausgeübt wurde, denn nach dem Zuge⸗ ständnis des Angeklagten war er während dieser Zeit auf dem Acker. Die Verhandlung war gegen ½8 Uhr Abends erst beendet. 5 * Gießen, 28⸗ März. Die neueste Re⸗ klame kündigt das Geschäft von L. Halbreich in Worms(dasselbe hat auch in Mainz ein Zweiggeschäft) an: Am ersten eines jeden Mo⸗ nats macht das Geschäft öffentlich bekannt, daß die gesammte Einnahme eines bestimmten Tages an die Käufer, welche an eben diesem Tage im Geschäft waren, baar zurücker⸗ stattet werden wird. Die Käufer erhalten stets Coupons über die Höhe ihrer Einkaufssummen. Dabei versichert das Geschäft, daß die Preise durchaus keine Erhöhung erfahren. Gießen, 21. März. Eine eigenartige Er⸗ scheinung ist, wie die„Kl. Pr.“ meldet, in diesem Jahre allenthalben in Hessen bezüglich der Holz- preise zu beobachten. Bei den in den letzten Wochen abgehaltenen Holzversteigerungen herrschte eine so geringe Kauflust, wie sie selten vorkommen dürfte. Es mag dies eine Folge des gelinden Winters sein; denn die Holzvorräte aus dem Vorjahre sind noch ziemlich reichhaltig. Die Preise für sämtliche Holzsortimente stehen überall auf einem so niedrigen Niveau, daß vielen Holz⸗ versteigerungen die behördliche Genebmigung ver— sagt wurde und das abgezählte Holz im Auschlag⸗ preise des Macherlohnes unter den Bürgern zur Verteilung gelangt. Tannenscheitholz wurde mit 5, Pruͤgelholz mit 2, Stockholz mit 1,20. pro Raummeter höchstgeboten. In den Vorjahren waren die Preise mitunter um 50 pCt. höher. Die einzelnen Gemeinden erleiden dadurch einen bedeutenden finanziellen Ausfall. Derselbe betrug in den kleinsten Dörfern 600 bis 1000% Diese Summe muß durch Erhöhung der Gemeinde— steuern ersetzt werden. Hier wohnte der Pope, dein seine Frau gestorben war, mit seiner wunderschönen Tochter Saschinka, die berühmt war weit und breit wegen ihrer herr— lichen Stimme, mit der sie auch bei den Respon- sorien in der Kapelle den Bibelspruch vorsang und die antwortenden Chöre führte. Und es kam ganz von ohngefähr, wie solche Dinge häufig zu kommen pflegen, daß Rurik Maximowitsch die Tochter des Popen mehr gefiel, als seine eigne junge Frau; und doch war Agrafina sehr hübsch mit ihren großen blauen Augen und dem kleinen sturen Näschen, dem Grübchen im Kinn und dem Kokoschnick auf den rabeuschwarzen Haaren; unter dem zobelverbrämten Jäckchen hatte sie eine Taille zum Umspannen. „Was soll ich thun“, fragte sie eines Tages den Popeu,„mein Rurik liebt eine Andre?“ „Behandelt er Dich schlechter als soust, Mütterchen?“ „O nein— nicht schlechter, nicht besser, er ist wie immer— aber ich— ich leide doch!“ „Laß ihn, meine Tochter, so lange er Dich nicht schlägt, so lange er nicht trinkt, ertrag es! Die ungetreuen Ehemänner pflegen immer reuig zurück— zukehren, wenn das Strohfeuer verflackert ist; kehrt er nicht zurück— nun daun ist es erust gemeint, dann mußt Du freilich etwas thun— mit ihm fortgehen— oder ihn doppelt lieben, und helfen ihm sein Kreuz tragen, weil es doch ein Unglück ist, vielleicht ein sehr großes.“ Sie sah ihn lange fragend an— sie begriff. daß er nicht wissen könne, wen Rurik Maximo witsch liebte. 1 Aber er wußte es ganz genau; er kannte die Menschen und die bösen Leidenschaften; was hätte es genutzt, sich ins Feuer zu werfen, damit löscht man nicht die Flammen. Saschinka, das Vögelchen in seinem Haus, das den ganzen Tag sang und sprang, war schon lange verstummt, saß still in einer Ecke am Fensterplatz und warf mit den schmalen, weißen Händen die hunderte von Klöppeln zu einer breiten feinen Kirchenspitze zusammen, die den Altar schmücken sollte. Im Herrenhaus fing es au drunter und drüber zu gehen, mehr denn je. Agrafina warf trotzig die Schlüssel von sich und grollte stumm; die 300 Seelchen arbeiteten noch ein bischen weniger, tranken und tanzten noch ein bischen mehr, und wurden ein bischen mürrisch, widersetzlich und unverschämt. Zwei Jahre ging es, wie es eben ging. Da meldete die Kammerfrau eines Morgens früh den Popen an. „Mütterchen Agrafina,“ sagte er und beugte sich segnend in der Stube herum, sich vor dem Heiligenbild bekreuzend,„es kaun nun Alles gut werden, und Du wirst, so Gott will, keinen Kummer wieder haben. Saschinka ist nun fort.“ „Fort? Wohin denn— mein Gott, leicht Rurik Maximowitsch auch fort?“ sprang auf, um zu schellen. „Laß, laß, Mütterchen— ich bitte Dich! laß! ist viel⸗ und sie Saschinka allein ist fort und niemals wird sie wiederkehren. Nun thue Du das Deine!“ Seine Augen waren so kummervoll und seine Lippen bebten leise; er sah alt und verfallen aus; seine langen braunen Locken, die sonst immer ordent⸗ lich über einem Lockenstock geglättet, eine neben der andern auf seinen Rücken und die Oberarme nieder— hingen, lagen wirr durcheinander. „Was ist mit Saschinka, sprich doch, erbarm⸗ Dich, Du siehst doch, Du quälst mich.“ „Sei Du ganz ruhig für jetzt. Als ich sah, daß es Erust war, und nicht so vorüber ging, da hab ich mich an den Metropoliten von St. Peters— burg gewendet und um Hilfe gerufen; siehe, es mußte etwas geschehen, denn es schickt sich nicht, daß die Tochter des Popen ein öffentliches Aergernis gibt. Ich habe so lange gezögert, Mütterchen— ach, vergieb mir— sie war ja mein einziges Täub— chen. Aber der Metropolit hat geholfen, und nun ist es zu Ende! Ach, ach, Mütlerchen— ich bin noch schwach von dem schweren Abschiedskampf, vergieb mir! Und da sind gestern in später Abendstunde mit einem kleinen Schiff die heiligen Frauen von Weiky⸗ Nowgorod gekommen, und die vier Burlaken, die das Schiff bedienen und ziehen; ach, ach— Müt— terchen— Mütterchen— die haben meine arme Saschinka aufgehoben und in das Schiff getragen; und sie kehrten still und stumm mit dem Schiffe um, wie sie gekommen waren. Ach, die Heiligen werden sich ihrer armen Seele erbarmen und machen auch sie still, damit sie ihren Frieden findet.“ — RFV Am 24. März. * Worms, 26. März.(Zur Gewerbe— ordnungs⸗Novelle.) Auch die hiesige Handels— kammer richtete, wie jene in Mainz, an den Reichstag eine wiederholte dringende Eingabe, bei der dritten Lesung der Gewerbordnungs⸗ Novelle für den abgelehnten Autrag Bürklin zu stimmen. Das Verbot des Detailreisens wäre für einen großen Teil des Weinhandels ein ver⸗ nichtender Schlag, und es müßte daher im In⸗ teresse von Weinbaa und Weinhandel letz⸗ teren unbedingt eingeräumt werden, auch fernerhin zur e ln von Bestellungen die Privat— kundschaft zu besuchen. f * Worms, 27. März. Zu Ehren des von hier nach Gießen versetzten Kreisschulinspektors Herrn Dr. Lucius fand im Festhaussaale eine von den Lehrern des Kreises Worms veranstaltete Abschiedsfeier statt, wozu auch die Herren Oberbürgermeister Küchler und die Beigeordneten hiesiger Stadt erschienen waren. Herzliche Ab⸗ schieds⸗ und Dankesworte richtete Herr Lehrer Stroh von Alsheim im Namen der Lehrer des Kreises Worms an den Scheidenden. Weitere Reden folgten. Der Gefeierte dankte tiefgerührt für die ihm bereitete Ovation und sprach den Mitgliedern der Kreisschulkommission für ihre jederzeit thatkräftige Unterstützung, den Lehrern und Lehrerinnen für ihren regen Fleiß und Eifer seinen Dank aus. Die Lehrer-⸗Chöre verschönten die Feier.. 8 * Mainz, 27. März. In der Schuhfabrik von Eichbaum und Comp. ist sämtlichen Stanzern gekündigt worden, weil sie sich wei⸗ gerten, an der amerikanischen Einstechmaschine Funktionen der streikenden Zwicker auszuführen. Gleich zeitig ist die Arbeitszeit der noch beschäf⸗ tigten Taglöhner und Stepperinnen auf fünf Stunden pro Tag herabgesetzt worden. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 16. März. Dem Meszgermeister Moses Keßler 1 Sohn, Louis. Am 16. März. Dem Müller Heinrich Hammel 1 Sohn, Heinrich. Am 19. März. Dem Weichensteller Christian Arnold 1 Sohn, Jakob Adolf. Am 19. März. Dem Lehrer Karl Schmidt 1 Tochter, Ethelyn Emilie Henriette Marle. Am 20. März. Dem Schlosser Franz Otto 1 Sohn, Paul Erich. Am 20. März. Dem Schmelzer Martin Friedrich 1 S., Karl Wsshein.„ Am 20. März. Dem Fuhrmann Martin Helfrich 1 Tochter, Margarethe. Am 21. März. Dem Fabrikant Heinrich Schirmer 1 Sohn, Georg Helnrich Emanuel, Am 21. März. Dem Tapezier Friedrich Appel 1 Tochter, Emilie Wilhelmine Elisabeth Mathilde. Am 22. März. Dem Taglöhner Jakob Renner 1 Tochter. Am 24, März. Dem Bankier Conrad Dietz 1 Sohn. Am 25. März. Dem Sekretär des Armenamts Heinrich 901 Möckel 1 Sohn. Am 26. März. Dem Taglöhner Johanu Wagner 1 Sohn, Karl. Am 96, März: Dem Kaufmann Karl Orbig 3. 1 Tochter, Aufgebote. Dr. Richard Wanner, prakt. Arzt zu Düsseldorf, mit Emilie Marie Elsa Wallenfels hiers. Am 28. März, Hermann Haubach, Landwirth dahie r, mit Maria Johanna Klotz hierselbst, Am 25. März. Kaspar Wilhelm Kraft, Wirth Biedenkopf, mit Elisabethe Weber hierselbst. Am 26. März. Ernst August Franz Schulz, Schuhmacher zu Schalke, mit Bertha Rausch zu Gießen. Am 27. März, Wilhelm Gröschner, Müller dahler, mit Wilhelmine Antolnette Luise Lina Range zu Fritzlar. Eheschließungen. Am 26. März. Gotthard Schäfer, Kaufmann dahier, mit Barbara Elisabeth Ziegler hierselbst, Am 26. März. Heinrich Gilbert Schmidt, Vieefeldwebel dahier, mit Anna Elisabeth Ochs hierselbst. zu Sterbefälle. Am 20. März. Christian Höpp, 49 Jahre alt, Bauer von Weyer, Kr. Oberlahn. 20. März. Wilhelm Luther 2., 68 Jahre alt, Land⸗ wirth von Blofeld, Kreis Büdingen. 21. März. Karoline Hilgardt, geb. Weidig, 79 J. alt, Wittwe von Seiler Daniel Hilgardt dahier. 21. März. Georg Weidig, 78 Jahre alt, Rentner dahier. 22. März. Elisabethe Schubecker, geb. Zecher, 43 Jahre alt, Ehefrau von Zimmermeister Georg Schu⸗ becker dahier. 22. März. Adolf Hattenhauer, 22 bakspinner dahier. 23. März. Friedrich Wilhelm Schmehl, 4 Monate alt, Sohn von Straßenkehrer Karl Schmehl dahier. 23. März. Philipp Schmidt, 58 Jahre alt, Steiger von Wetzlar. 25. März. Wilhelm Bayer, 64 Jahre alt, Werk⸗ führer dahier. 25. März. Anna Löhr, geb. Eigner, 39 Jahre alt, Ehefrau von Lohnkellner Georg Löhr dahier. 25. März. Carl Philipp Steuerwald, 44 Jahre alt, Schuhmacher dahier. 26. März. Luise Niclas, 15 Tage alt, Tochter v. Postanwärter Peter Niclas dahier. 26. März. Georg Müller, 66 Jahre alt von Holz⸗ hausen, Amt Burbach. 26. März. Bertha Mathilde Emilie Lilly Seuling, 19 Jahre alt, Tochter vom verst. Kaufmann Wilhelm Seuling dahier. 26. März. Jakob Bernhard, 60 Jahre alt, Han- delsmann von Bieber. 26. März. Jakob Burk 5., 31 Jahre binder von Steinberg, Kreis Gießen. Am Am Am Am Am Jahre alt, Ta⸗ Am Am Am Am Am Am Am Am Am Am alt, Weiß⸗ Auszug aus den Kirehenbüchern der evangelischen Gemeinde. Matthäus gemeinde. Taufen. Den 21. März. Ein unehelicher Sohn, Julius Friedrich, geb. den 26. Febr. Dem Schneider Georg Strack, eine Tochter, Henny Margarethe Minna Karoline, geb. den 26. Januar. 22. März. Dem Tagelöhner Daniel Müller, ein Sohn, Daniel Ludwig Karl, geb. den 12. Januar. Dem Schlosser Ludwig Becker ein Sohn, Ernst Karl Johann, geb. den 19. Oktober. Dem Universitäts⸗ Diener Johannes Ruhl ein Sohn, Curt Friedrich Adam Christian Konrad, geb. den 26. Febr. Dem Dachdecker Heinrich Christian Panz ein Sohn, Heinrich, geb. den 17. Februar. 24. März. Dem Postanwärter Peter Niklas 1 T., Luise, geb. den 11. März. Trauungen. 22. März. Heinrich Christian Panz, Dachdecker zu Gießen und Luise Waldschmidt, Tochter von dem verstorhenen Taglöhner Jakob Waldschmidt zu Heuchelheim. Den Den Den Beerdigte. 21. März. Ida Stammler, geb. Glaser, Wittwe des verstorbenen Landgerichts-Direktors Dr. Karl Stammler, 69 Jahre alt, starb den 18. März zu Darmstadt. 25. März. Adolf Hattenhauer, Tabakspinner, Sohn von dem Werkmeister Ferdinand Hattenhauer, 21 Jahre alt, starb den 22. März. Aus den Kliniken. 26. März. Philipp Schmidt, Steiger auf Grube Raab bei Wetzlar, 57 Jahre alt, starb den 23, März. Marcusgemeinde. Trauungen. 26. März. Gotthard Schäfer, Kaufmann zu Gießen Den Den Den Den Lukas gemeinde. Taufen. März. Dem Postschaffner Karl Biedenkopf 1 Tochter, Lina, geboren den 19. Februar. Beerdigte. 21. März. Nanny Bücking, geb. Gail, Ehefrau des Oberförsters Friedrich Bücking zu Büdingen, 35 Jahre alt, starb den 18. März zu Büdingen. Militärgemeinde. Trauungen. 26. März. Heinrich Gilbert Schmidt, Vicefeldwebel und Auna Elisabeth Ochs, Tochter des Rathsdieners Johannes Ochs zu Gießen. Johannes gemeinde. Beerdigte. 24. März. Elisabeth Schubecker geb. Zecher, Ehe— frau des Zimmermeisters Georg Schubecker, 43 Jahre alt, starb den 22. März. Den 22. Den Den Den Neueste Telegramme. Hd. Nizza, 28. März. Der König der Belgier ist gestern Nachmittag in Begleitung seiner Tochter, der Prinzessin Clementine, hier eingetroffen; derselbe reist inkognito, weshalb jeder offizielle Empfang unterbleibt. Der Präfekt begrüßte den König auf dem Wege zum Grand Hotel, welchen der König mit seiner Tochter zu Fuß zurücklegte. Hd. Nizza, 28. März. Die Kaiserin⸗ Witwe von Rußland ist in Begleitung des Groß— fürsten Michael und der Großfürstin Olga gestern Abend 8 Uhr hier eingetroffen und wurde vom Großfürsten-Thronfolger begrüßt. Hd. Temesvar, 28. März. Ein Oberaufseher der Finanzwache namens Weinberger geriet auf der Straße mit dem Zugführer vom 43. Infanterie-Regiment Matuschka in Streit, wobei Weinberger den Matuschka erstach. Hd. Prag, 28. März. Bei einer Artillerie⸗ Schießübung der Garnison in Josefstadt fuhr einem Korporal, welcher einem Geschütz bei dessen Aufeuern zu nahe kam, die ganze Ladung in den Rücken. Der Korporal wurde auf das gräßlichste verstümmelt. Hd. Paris, 28. März. Die Arbeits⸗ kommission der Kammer hat eine inte⸗ ressante Maßregel getroffen. Anstatt eines Antrages des Handelsministers, welcher die Verletzung der Freiheit der Arbeiter⸗Syndikate mit Geldbuße und Gefängnis bestraft wissen will, hat die Kommission als Grundlage ihrer Beratungen einen vom Staatsrat ausgearbeiteten Entwurf angenommen, welcher auch diejenigen mit schweren Strafen bedroht, welche die Freiheit des einzelnen Arbeiters verletzen. Hd. Paris, 28. März. Der Kassationshof hat die Berufung des Direktors der„France“, Lalou und Gen. gegen das Urteil des Zucht- polizeigerichts wegen Veröffentlichung der falschen Liste der 104 abgelehnt. Hd. London, 28. März. Wie ver⸗ lautet, wird die Regierung bei der nächsten Tagung des Parlaments eine bedeutende Erhöhung der Zivilliste des Prinzen von Wales beantragen. Hd. Lissabon, 28. März. Die blutige Niederlage, welche die Portugiesen in Goa er— und Barbara Elisabeth Ziegler, Tochter von dem Bahnmeister Jakob Ziegler zu Gießen. Beerdigte. 23. März,. Karoline Hillgard geb. Weidig, Wittwe des verstorbenen Seilermeisters Daniel Hillgardt, 79 Jahre alt, starb den 21. März. 23. März. Georg Weidig, Rentner, Wittwer, 68 Jahre alt, starb den 21. März. Aus den Kliniken. 22. März. Wilhelm Luther 2., Landwirth Den Den Den zu litten haben, wird einen der langwierigsten Ko⸗ lonialkriege zur Folge haben, welchen die Por⸗ tugiesen je geführt. Die Insurgenten werden von einer fremden Macht heimlich mit Waffen und Munition versehen. u. Vogler, A. G., Frankfurt a. M. Vertreten i Gießen durch Gustav Wohlmuth, Seltersweg Durch 40jährige Praxis, welche zu den intimsten Ver⸗ bindungen mit allen Organen der Zeitungspresse des In⸗ und Auslandes geführt hat, ist sie mit ihren zahlreichen ö Zweighäusern und Agenturen vorzugsweise in der Lage, dem inserirenden Publikum sich in jeder Weise nützlich zu machen. Alle Aufträge werden prompt und billigst 1 9 geführt, da nur die Originalzeilenpreise der Zeitungen berechnet werden, und kommen auf diese Preise bei belang⸗ reicheren Aufträgen noch die höchsten Rabatte in Abrech⸗ nung. Man versäume deshalb nicht, sich bei obiger Firma vor Vergebung eines Annoncen-⸗Auftrages erst ge⸗ nau zu informiren. 0 Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 29. März. Palmarum. Landes-Buß⸗ und Bettag. In der Stadtkirche. Vormittags halb 10 Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst, Beichte und heil. Abendmahl für die Militärgemeinde. Pfarrer Dingelden. Nachmittags halb 3 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Schlosser. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.. In sämmtlichen Gottesdiensten wird eine Kollekte erhoben zum Besten der Gemeinden unseres Landes, die unter 0 überwiegend kathol. Bevölkerung wohnen. 1 1 Staßenbydt Am Gründonnerstag und Charfreitag— beide Mal in. 75 Aulagen Hauptgottesdienst— werden Beichte und heil. Abend dich 0 fe e mahl für Matthäus⸗ und Markusgemeinde gemeinsam lhof ul J 0 gehalten werden. Anmeldungen werden vorher bei dem Wischen, es ist auch der Leserkreis der Zeitungen in Betracht zu ziehen. Auf dem weiten Felde des Zeitungswesens wird sich der Laie nicht leicht orientieren und deshalb eines erfahrenen und zuverlässigen Rathgebers be⸗ dürfen, um sein Geld nutzbringend anzulegen und mit einiger Sicherheit Erfolge zu erzielen. Ein berufenen Führer ist die älteste Annoncen⸗Expedition Haasenstein — ereus E Ind den t. 15 lden am. I. uu: 20 hi catilbrunnet, a Pfarrer der Gemeinde erbeten. b5gebäll In der Johanneskirche. Vormittags halb 10 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes gemeinde, Pfarrer Dr. Naumann. Abends 6 Uhr: Pfarrer Dingeldey. 5 Nach allen Gottes diensten Kollekte für die bedürftigen Ge⸗ meinden unseres Landes. Am Gründonnerstag und am Charfreitag wird Vormit tags Beichte und heil. Abendmahl jedesmal für die Lukas⸗ und für die Johannesgemeinde zusammen ge⸗ halten werden. Am 2. Osterfeiertag, Nachmittags 2 Uhr, findet die Vor⸗ stellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Lukas⸗ und aus der Militärgemeinde stakt. Ostersonntag, den 5. April, Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nach dem Gottesdienst Vertheilung der Schottschen Stiftungszinsen. 0 che Pisos, gta J Hobember 1894! ge, 1 Pump aden Westanlage 5 dem we Außer ts und 280 Aerlätang in Der Wasse Leh 30 4 für! dündukten⸗Besch A alf 25 K ern de Mindes Saalcs bleiben 1. nl 1891 f Fi an Gebäude, 1„„ Marktpreise. Gießen, den 28. März. Auf dem heutigen 0 Wochenmarkte kostete: Butter per Pfund 75—85, Hühner⸗ eier 2 St. 10— 11, Enteneier 5—0, Gänseeier 910, Käse Juch Snndti 5 10, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linse n 30 Pfg., 9 1095 ö Tauben per Paar 1,00—0 Mk., Hühner p. St. 1.00— 1,30, ö ban 100 wu Hahnen 1,30— 1,70, uten 2,—2,20 Mk., Gänse per Pfund ais für 1 1 1 1 46.—54, Ochsenfleisch 70—74, Kuh- und Rindfleisch 66 Hioßkonsumet bis 68, Schweinefl. 56— 68, Schweinefl., gesalz. 7072, Slnäßigt: Kalbfleisch 60 00, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per um 500 bis unt 100 Kilo 4,00—5, Zwiebeln per Zentner 5 0,00 Mk, Milch per Liter 16—18 Pfg.. ö„, i wagen noc Sterbefälle. August Julius Henze, 55 J. alt, esondere Ve Den 27. März. J d. Lokomotivführer dahier, Südanlage 21. Die Be⸗ In Vaserm erdigung findet Sonntag, den 29. d. M., Nach⸗ Hach des mittags 2.45 Uhr, vom Sterbehause aus statt. d n Abnehr san unent Hunderttausende werden weggeworfen durch unzweckmäßige Abfassung von Annoncen und durch Benutzung ungeeigneter Zeitungen. Ein Inserat muß nicht Blofeld, 68 Jahre alt, starb den 20. März. ——— allein sachverständig und treffend abgefaßt sein, sondern — — Hierdurch beehre ich mich, meiner geschätzten Kundschaft, sowie einem geehrten hiesigen und auswärtig Errichtung eines Neubaues bis auf Weiteres neben dem bisherigen Geschäftslokal im Windecker'schen Hause befindet. Carl Brück, en Publikum ergebenst mitzuteilen, daß sich mein Geschäft wegen ae usern Ae zuzahlen. aid neh Durch Aa age feosten Sudlität des aencen unte beldessen Wü Dualen von 6 440 flammen auf Aratorum in! wember, Oltobe Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: 1. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmaun, beide in Gießen. Gold⸗ und Silberarbeiter. A FFP waer bezeichne Murchaus geeign Pa. Sauerkraut. p. Pf. 10&, Der Unterzeichnete, welcher das Ronser Bekanntmachung.„ Speise- 1775 Salat- bvatorium in Sondershausen(unter Die Listen über die während der Zeit vom kartoffeln, Alle Arten beit des Seren, Prolessor Karl Schroden Die 1. April 1896 bis Ende März 1897 für die 5 8 besucht hat, empfiehlt sich den geehrten Herr⸗ Pflichfenerwehr nend Personen Gen se m grosser Auswahl schaften, sowie Vereinen bei vorkommenden Mobele liegen vom 1 dieser e zum billigsten e iel 11505 Clavi spiel 5 5 ab während agen auf unserm Bureau J. Hankel. 5 avier 8 Mrafina f — Zimmer Nr. 15— zu Jedermanns Ein⸗ 40 Schlossgasse 6. 5 1ndlie icht in 2 ihr f f fee Kane ge dere dec dauer N. derbe Fist te ne ee ur öffentlichen bracht, g 5 5 5 1 dieser Offenlegungsfrist Einwendungen gegen fertiger Herren- und Knaben 1 Kleider. 0 Ses Sor. eee ele 0 lc es dau die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Listen— 0 Aecht Bubenröder 7— 2 0 schöne jun sowie Besreiungsansprüche auf Grund der Tuch, Bukskin und 68 1 Zur Frühjahrs⸗ un an 15 ge aach Minsk önlih der einten 9 71 5 Maunufakturwaaren 7 Korn U 7d ntwein 2 e Ausfaat 15 goser 1 auch Wilnsche hin, teilung 8 1 5 0— Usa u der 7 de bestimmte Abteilung der Pflichtfeuerwehr—— an der Tafel mündlich oder schriftlich bei uns vorgebracht D verzapft Erfurter Sämereien 9 furl ber. h 1 1 5 J. Arnold, 3 in nur e Sorte zu haben a Ur i Großb. Bilrgermeisterei Gießen 2 8 Zum Schipkapass, 5 Wallthorsir.— 0 9 f sic Gnauth. 2 27 Bahnhalstrase 7. 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