Gießen, Freitag, den 27. März 1896. ische mandeszeikung. Ausgabe Gießen. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. — N 2 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Modernes Baunernlegen * In der Ersten hessischen Kammer gab es gestern einen Entrüstungssturm der groß⸗ srundbesitzenden Herren Fürsten, Grafen und reiherren gegen die Regierung resp. deren brgan, die„Darmst. Ztg.“. Die„D. Z.“ hatte zor kurzem einen Artikel veröffentlicht, in dem gachgewiesen und beklagt wurde, daß kleine Ge— geinden im Odenwald gänzlich verschwunden und om Großgrundbesitz aufgesaugt worden ären. 5 Die Herren Großgrundbesitzer natürlich, welche die„Kleinen“ zu ihren reaktionären Bestrebungen gebrauchen und diesen daher bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit erzählen, daß sie, h. die Großen und Kleinen, die gleichen Interessen hätten, konnten das nicht unwider⸗ prochen lassen, und so„schrieen“ sie denn gestern and,, ingedenk des Kriegsrufes des„Bundes der Land⸗ Sima, bite“. Der erste war Graf zu Erbach-Fürstenau. Er richtet an die egierung die Frage, ob ihr bekannt sei, was er durch beugen beweisen könne, daß der seiner Zeit in der Darmstädter Zeitung“ erschienene und gegen die Güter⸗ 1 wehe anköufe der Verwaltungen seiner Familie gerichtete Artikel uf Veranlassung des Kreisamts Erbach in dem sffiziellen Lokalblatt dieses Kreises Aufnahme gefunden habe. Staatsminister Finger: Er wisse nichts davon, daß angezogene Artikel auf Geheiß bes Kreisamts Erbach n das dortige Kreisblatt aufgenommen worden sei. Graf zu Erbach-Fürstenau: Er könne es beweisen, 0 es so sei. Seiner Ansicht nach sei es sehr traurig, genn eine Großh. Behörde in dieser Weise durch Zeitungs⸗ tikel in Form einer Preßfehde gegen einzelne Staats⸗ ürger Stimmung mache; er müsse dagegen Verwahrung inlegen. Graf zu Solms-Laubach: Auch er halte es für recht, wenn von Seiten einer Regierungsbehörde Hetz— ürtikel, wie der in Frage stehende, ausgingen. Staatsminister Finger: Er habe den Artikel gelesen, abe jedoch nicht das darin finden können, was man hier „ In Hause als Klage darin entdecken wolle. Es seien gar icht die Standesherren oder gar einzelne als solche be— keichnet, die möglicherweise einen wirtschaftlichen Schaden trursachen könnten. Es sei nur die Rede davon, daß e Anhäufung allzu großer Güter in den Ienden einzelner Besitzer ein Mißstand sei. Graf zu Erhach⸗Fürstenau: Auch er bedauere , wenn früher ganze Dörfer angekauft worden seien ind jetzt noch würden. Daß die Ausführungen des taglichen Artikels für seine Person nicht zuträfen, habe ar in seiner bereits in der„Darmst. Ztg.: erschienenen bntgegnung nachgewiesen. Der fragliche Artikel sei in er Michelstädter Bevölkerung als Aufreizung zum flassenhaß empfunden worden. Staatsminister Finger: Er möchte doch bezweifeln, bb der Kreirat des Kreises Erbach, Herr von Gemmingen, uch wenn die Aufnahme des Artikels auf seine Veran⸗ assung erfolgt sein sollte, dabei irgendwelche gehässige Tendenz verfolgt habe; er halte das bei dem Charakter lieses Beamten für gänzlich ausgeschlossen. 10 EI 404 cha ft 5 Er, wie seine ö Fürst zu Isenburg-Birstein: Standesgenossen, bedauerten es, wenn der kleine Bauer zum Verkaufen gebracht werde. Es sei ein Zeichen, daß er nicht mehr lebensfähig sei. Wenn der Bauer eben vollständig verschuldet sei, bleibe ihm nichts anderes mehr übrig, als zu verkaufen, und da sei es doch noch besser, wenn große Hände sein Besitztum ankauften, als wenn der kleine Landwucher sich der Bauerngüter be— mächtigte. Graf zu Solms-Laubach: Er habe mit dem Ausdruck Hetzartikel auch nicht sagen wollen, daß der Kreisrath von Erbach habe hetzen wollen. Wir lebten in einer Zeit, in der der kleinste Funken das Pulverfaß zur Explosion bringen könne. Er exemplifizire nur auf die Erscheinungen im bayerischen Bauernbund, in dem schon recht bedauerliche Erscheinungen zu Tage getreten seien, wohl nicht ganz unveranlaßt durch die Artikel in der offiziellen„Darmstädter Zeitung“. Die Erscheinung der bäuerlichen Güterverkäufe führte er, wie Fürst zu Isenbu g⸗Birstein, darauf zurück, daß die Noth unsren westdeutschen Klein grundbesitzer zum Verkauf treibe. Es sei dem Großgrundbesitz des Westens dann nicht zu verargen, wenn er die zum Verkauf kommenden Güterstücke ankaufe, um darin sein freies Kapital anzulegen. Der Bauer, dessen Grund und Boden vom Großgrundbesitzer angekauft werde, erhalte von diesem immer noch mehr, als wenn die öffentliche Konkurrenz über diese Preise zu entscheiden haben würde. Freiherr Heyl zu Herrusheim: Der Artikel habe den Zweck verfolgt, darzuthun, daß die fraglichen Ankäufe gemacht würden in Ausbeutung der Nothlage des kleinen Grundbesitzes. Auch sein Name sei in dem Artikel in lügenhafter Weise genannt worden, denn er habe noch kein Land von kleinen Grundbesitzern ange— kauft, sondern stets nur aus großen Händen. Staatsminister Finger: Er habe in den fraglichen Artikeln keine persönliche Spitze gegen irgend jemand ent⸗ decken können. Er betrachte ihn noch jetzt als eine wirt⸗ schaftspolitische Studie über Dinge, die allerdings der Be⸗ trachtung werth seien. Wenn Graf zu Solms-Laubach die Landwirtschaft als Stiefkind der Regierungen bezeichnet habe, so habe er hoffentlich nicht damit die hessische ge— meint; dieser würde er sonst unrecht gethan haben. Er wolle den Artikel nochmals einer Prüfung unterziehen; wenn er dann eine Remedur für notwendig erachte, werde er sie eintreten lassen. Die kleinen Landwirte werden schon noch ein— sehen, was sie für eine„Interessengemeinschaft“ mit Großgrundbesitzern haben. Interessant ist das Zugeständnis des nationalliberalen Hörigen des Bundes der Landwirte, Freiherrn v. Heyl, er kaufe nicht von kleinen Grundbesitzern, son— dern nur aus„größeren Händen“. Wer denkt da nicht an den Satz: Die Kleinen werden von den Großen, und die Großen von den noch Größeren aufgefressen? Lokales und Provinzielles. * Gießen, 26. März. Für den Bau des Kaufmännischen Vereins⸗Hauses ist unter folgenden drei Architektenfirmen eine Kon⸗ kurrenz vorgesehen: Stein und Meyer, Gustav Hamann und Heinrich Kocken— beck. Der Beurteilungskommission gehören u. A. auch an Bürgermeister Gnauth und Stadtbau— meister Schmandt. Gießen, 26. März. Nach beim Kreisamt eingeholter Information wird der nach Ostern fällige Viehmarkt in Gießen abgehalten werden. Gießen, 26. März. An den Neubauten der Hauptwerkstätten der Ober hessischen Eisenbahn im Süden unserer Stadt wird jetzt wieder 9 15 gearbeitet, um dieselben noch vor Ende des Jahres, wo sie ihrer Bestimmung über— geben werden sollen, fertig zu stellen. In der Hauptsache sind nur die Baulichkeiten vollendet und es muß noch gewaltig geschafft werden, um die Einrichtungen im Innern herzustellen. In dem großen 5560 Quadratmeter umfassenden Hauptgebäude des Etablissements wird die Repa⸗ ratur für Lokomotiven und Wagen untergebracht und ist man jetzt schon dabei, die Fundamente für die benötigten Schienengeleise aufzumauern. Ferner schließt dieser Hauptbau, unter sich ge— trennt, in sich die Werkstätten für Dreherei, Schreinerei, Schmiede, das Kesselhaus, sowie einen unterkellerten Raum, in dem die Bureaus und eine Badeeinrichtung Unterkunft finden. Als selbständige Bauten sind aufgeführt der Trocken⸗ ofen für Holz, das 70 Meter lange Magazin⸗ gebäude, das Portierhaus und die Aborte. Sämtliche Gebäude sind in Rohziegelbau— bell⸗ gelbe Verblender— ausgeführt. Die massenhaft nötigen Strebepfeiler des Hauptgebäudes, sowie die Gliederungen der Façade an allen Gebäuden bestehen aus dunkel lederfarbenen Verblendern. Zu dem Sockel und den Abdeckungen der Pfeiler hat Lungstein⸗-Material Verwendung gefunden. Die Innenkonstruktion der Lokomotiv- und Wagen— reparatur, welche ca./ des ganzen Raumes einnimmt, bildet Eisen. Auch ist in den übrigen Räumen die Verwendung von Holz streng ver— mieden. Gießen, 26. März. In Berücksichtigung des zum 1. April vielfach vorkommenden Per- sonalwechsels dürfte für die Invalididäts— und Alters ver sicherung die Beachtung nach— stehender Punkte angebracht sein: Arbeiter, Ge— hilfen, Gesellen, Arbeiterinnen und Dienstboten sind vom vollendeten 16. Lebensjahre ab ver— sicherungspflichtig, wenn sie gegen Gehalt oder Lohn beschäftigt werden. Lehrlinge sind nur dann versicherungspflichtig, wenn sie 16 Jahre alt sind und mindestens ½ des ortsüblichen Tagelohnes pro Woche verdienen. Die An- und Abmeldung zur Invalididäts- und Altersver⸗ sicherung hat durch den Arbeitgeber binnen drei Tagen nach Beginn oder Beendigung des Ar⸗ beitsverhältnisses auf bei der Meldestelle erhält— liche Vordrucke zu erfolgen. Ebenso ist jede während der Dauer des Arbeitsverhältuisses ein⸗ tretende das Versicherungsverhältnis beeinflussende Aenderung binnen drei Tagen zu melden. Die Unterlassung der rechtzeitigen An- und Abmeldung wird gesetzlich bestraft. F. Z. Darmstadt, 25. März. Politik in der Schule. In einer öffentlichen Schul⸗ rede des Gymnasialdirektors B. kamen folgende Stellen vor:„Der Staat muß unbedingt auf konservativer Grundlage ruhen. Der Staat braucht darum tüchtige Beamte, tüchtige Lehrer und tüchtige Offiziere:— tüchtige Beamte aber sind konservativ! Darum sind unsere Offiziere konservativ, darum müssen auch die übrigen Beamten des Staates, darum müssen auch die Lehrer konservativ sein!“ Der Sinn der Worte war unleugbar: Konservativ ist Trumpf! Wer nicht konservativ ist, der eignet sich nicht zum Offizier, nicht zum Beamten und Lehrer; für den ist auf dem Boden des gesunden Staatslebens kein Platz! Den Aufgaben der Jugenderziehung dienen derartige Reden ge— wiß nicht. *Darmstadt, 25. März. Die erste Kammer nahm heute das Volksschullehrergesetz, das den hessischen Lehrern ab 1. April 1897 die höchsten in Deutschland gewährten Gehaltssätze sichert, ohne Weiteres an. Die von der zweiten Kammer nach dem Antrag Wasserburg befür— wortete Einführung direkter Landtags⸗ wahlen wurde abgelehnt und auf dem früheren Beschlusse, die Anstellung einer Fabrik- inspektorin im nächsten Budget vorzusehen, beharrt. Die zweite Kammer hatte, wie er⸗ innerlich, nur Assistentinnen vorgesehen. Die übrigen Verhandlungsgegenstände boten wenig Interesse. Mainz, 25. März. Nach einer Mittei⸗ lung aus Karlsruhe ist es gelungen, die vor kurzem aus einem hiesigen Justitut entwichenen beiden jungen Franzosen dort festzunehmen, da auf Veranlassung der Eltern der beiden Jungen den Behörden amtliche Mitteilung über die Beiden gemacht worden war. Die Eltern der Franzosen haben sich sofort nach Karlsruhe begeben, haben daselbst ihre beiden Früchtchen in Empfang genommen und sind mit denselben nach Frankreich zurückgereist. Ueber die Ursache der Flucht gaben, wie wir hören, die beiden Franzosen an, daß sie plötzlich von einem großen Heimweh nach Frankreich befallen worden seien; auf dem gemeinschaftlichen Gaug zur Kirche hätten sie dann eines Morgens die Gelegenheit benutzt und seien unbemerkt davongegangen. Von dem Geld, das sie bei sich hatten, lösten sie ihre Billete auf der Bahn und fuhren zuerst nach Mannheim und dann in der Richtung nach Karlsruhe. i Mainz, 25. März. Gestern Nachmittag legten sämmtliche Zwicker und Maschinenaus⸗ putzer in der Schuhfabrik Eichbaum u. Co., in welcher in letzter Zeit wiederholt Differenzen vorkamen, die Arbeit nieder, weil der durch den — — Gogol! 9 Novelette von Hermann Heiberg. 15(Nachdruck verboten.) Nun waren es gerade zehn Jahre, seitdem Konrad Gogol in das Bankhaus von Palacios und Komp. als erster Buchhalter eingetreten, und gerade fünf Jahre, seitdem ihm von dem Chef dieser Welt⸗ fiema: Subprokuxa für die Effektenabteilung erteilt bporden war. Ja, Palacios und Komp. das war eine Firma! Sie besaß einen unbegrenzten Kredit, besaß Nieder⸗ saͤssungen an allen großen überseeischen Plätzen, und henn's sein mußte, vermochte sie an einem Tage h wenigen Stunden aus eigenen Beständen eine Million Pfund Sterling flüssig zu machen. In der Stadt am Rathausmarkt befand sich der Bankpalast, da waren die Kontore, in denen weihundertundfünfzig Angestellte an Pulten ar— beiteten. Und am Alsterdamm lag der andere Palast, in dem Caesar Palacios wohnte und fürstliche Feste ab, von denen nicht nur Hamburg sprach. Welche Räume! welche Einrichtung, welche ge— egene Pracht! Wie funkelte die Equipage von Senator Caesar galacios, die jeden Morgen vor dem Hause hielt, m den Chef ins Bankkontor zu bringen, wie tief erbeugte sich die in eiergelber Livree gekleidete bienerschaft, wenn die Wagenthür zuschlug und das gefährt davonflog. Und oben guckte Felicita Palacios aus dem senster, ein Mädchen, wie eine Maurin mit ihrem leichen, etwas länglich geschnittenen Augesicht, ein heschöpf, das Männer, aber auch Frauen be⸗ nuberte. Aus schwarzer Nacht strahlten zwei feurig blitzende Sonnen— 12 NS eee Und da sie die einzige Tochter des millionen reichen Herrn Palacios, war sie umschwärmt von denen, die meinen, daß sie ein Anrecht besitzen auf jeden Lebenserfolg, und ward beneidet und sehn— süchtig bewundert von denen, welchen eine größere Rolle in der Welt zu spielen nicht einmal der Ge— danke kommt.— Konrad Gogol gehörte nicht zu den letztern. Nachdem ihm in diesem Jahre zweimal der Vorzug geworden war, in den Bällen und Maskeraden im Palacios'schen Hause eingeladen zu werden, hatte er sich mit Mienen und Worten an Felicita heran— gemacht, als habe ihm nur die Gelegenheit gefehlt, ihr zu zeigen, daß sie schon lange der Mittelpunkt aller seiner Gedanken gewesen. Es hinderte ihn durchaus nicht, daß ihm junge Militärs mit stolzen Namen und alten Wappen— schildern, daß ihm die Söhne der großen Kauf— mannsfamilien, und daß ihm Mitglieder der Ge— sandtschaften und Konsulate den Rang streitig zu machen suchten, oder schon mit Aussichten auf die Gunst dieses schönen und klugen Mädchens sich ihr näherten. Er trat auf, als ob er ihresgleichen sei, und da Fe— licita natürlich einem ganz andern Herrn als Tisch— dame zuerteilt war, wußte Gogol sich für Quadrille und Kotillon“ neben ihr einen Platz als Herr zu erobern! Beim ersten Mal legte sich der schöne, schwarze Kopf etwas steif zurück; ein Anhauch von sprödem Zögern machte sich in ihren Zügen bemerkbar. Aber als er dann den Mund öffnete, in dem zwei Reihen schueeweißer Zähne unter dem dunkeln Schnurrbart blitzten, als er sprach mit der ihn eigenen eutschiedenen und doch so wohlklingenden Stimme, als er seine entschlossen blickenden, be— zwingenden Augen auf sie richtete, da neigte sie dasselbe stolze Haupt und bejahte nicht nur mit der Miene der Wohlerzogenheit, sondern mit derselben Zuvorkommenheit, die sie gleich darauf dem Ritt— meister Grafen von Fürstenberg bei dessen Bitte um den Walzer spendete. * * * „Frauen sind Blumen, die man wegen ihrer simpeln Gewöhnlichkeit unbeachtet läßt, zu denen man sich hinabneigt, um ihren süßen Duft einzu— atmen, oder nach denen man, berauscht von ihrer Schönheit, die Hand ausstreckt!— „Sie gehören zu den letztern, Fräulein Pa— lacios—“ Das hatte er gewagt, ihr zu sagen. Und von den Kaufleuten sagte er: „Es ist ein Stand, der die Kunst besitzt, da sein Gewissen schon eingeschläfert zu haben, wo das andere laut und zagend zu pochen beginnt. Kaufleute müssen ein wenig Betrüger, Geistliche ein wenig Heuchler, Künstler und Schriftsteller ein wenig Phantasten sein.“ „Und wohin registrieren Sie die Beamten und Militärpersonen?“ warf Felicita, die nach dem un— bescheidenen Kompliment eigentlich gesonnen ge— wesen, eine straff abweisende Miene aufzuziehen und doch lebhaft angezogen, hin. Die Art, wie dieser Prokurist ihres Vaters sprach, gefiel ihr. Er stand klug lächelnd über den Dingen; er besaß Urteil und ein Selbstgefühl, das er sogleich in die Ecke zu stellen verstand, sobald ihm seine Klugheit Beschränkung auriet. „Militärs gleichen in Friedenszeiten Zinnsoldaten, und Staatsbeamte stellt mau, an, weil sonst die armen Palte in der Welt verhungern müßten.“ Felicita spitzte den Mund: sie lächelte, schien aber doch nicht ganz befriedigt. „Das klingt, als ob beide überflüssig seien, Herr Gokol.“ schmitzter Miene.„Einziger Sohn des Justizrat Gogol in Görlitz, wenn Sie es gnädig gestatten,“ fügte er, sich graziös verneigend, hinzu. „Um so besser, Herr Gogol. Der Name, wie ich ihn bisher verstand, war mir nicht sympathisch! Aber nun zu meiner Frage zurück. Ich bitte, ant worten Sie, Herr Gogol!“ „Niemand ist überflüssig und jedermann kann entbehrt werden, gnädiges Fräulein! Fern sei es von mir diese Stände zu mißachten! „Aber wenn man Vergleiche anstellt, kommts weniger auf das absolut Zutreffende an, als auf die Fähigkeit etwas unzweifelhaft Wesentliches in die rechte Beleuchtung zu stellen. Man sagt zum Beispiel, der Mann sieht aus wie ein Bär! Daß er nicht wirklich wie ein Bär aussieht, ist ausgemacht, obschon er wie jener auf den Hinter⸗ beinen spaziert!“ „Ja, Sie haben recht— ich verstand auch, daß Sie durch solche Charakterisierung der Beamten⸗ welt den vorhandenen Ueberfluß ironisieren wollten!“ Da in diesem Augenblicke beide von neuem zum Tanzen an die Reihe kamen, wurden sie unter- brochen, und nach dem Kotillon begegneten sie sich nur mit den Augen. Die aber trafen sich, obschon Felicita umschwärmt wurde wie eine Königin. Beim zweitenmal, als Gogol eine Gesellschaft bei Palacios besuchte, gelangte das eingetretene stille Einverständnis zwischen ihnen schon zu einem ganz andern Ausdruck. Felicita hatte Gogol inzwischen einmal auf dem Eise getroffen und auch Erkundigungen bei ihrem Vatee über ihn eingezogen. „Er sei ein ungewöhnlich befähigter Mensch. Wenn er sich ebenso unterzuordnen verstände, wie er tüchtig sei, so würde er ihn auch gehalten haben. „Herr Gogol,“ betonte Konrad mit lustig ver⸗ (Schluß folgt.) Arbeiterausschuß unterbreitete Lohntarif für Goodyear ⸗Arbeit nicht bewilligt wurde. Nachdem im Laufe des gestrigen Nachmittags sowohl als auch heute früh die Verhandlungen resultatlos verlaufen sind, haben die Arbeiter den Strike proklamirt. Vermischtes. — Die Verbrechernatur der Tiere. Der bekannte italienische Anthropolog und Psy⸗ chologe Ferrero, ein Schüler Lombrosos, erklärt die Tiere für genau so verbrecherischer Neigungen fähig wie die Menschen. Er sagt:„Fast jede Art und Abart menschlichen Verbrechertums kommt bei den Tieren vor. Fälle von Diebstahl beschreibt schon Ludwig Büchner bei den Bienen. Schreckliches Diebesgelichter giebts auch bei den Vögeln. Ferrero beschuldigt vor allem Tauben und Spatzen der Sünde gegen das siebente Gebot. Spatzen machen sich namentlich häufig der Be⸗ raubung von Schwalbennestern schuldig, und die Schwalben ihrerseits nehmen an den räuberischen Spatzen wieder Rache. Dohlen sind diebisch und dazu auch trunksüchtig; mit Brot, das man in Branntwein taucht, kann man sie auf leichteste Weise bezecht machen. Unter den Vierfüßlern sind vor allem die Katzen sehr unehrlich. Die Hunde sind ehrlich, aber weun eine Hündin, die sonst das Muster an Ehrlichkeit war, für ihre Brut zu sorgen hat, stiehlt sie wie ein Rabe; Mutterliebe macht sie zur Diebin. Mord und Kindesmord kommen bei vielen Tieren vor. Ferrero spricht, nach der Romanwelt, wohlg merkt uur von solchen Fällen, die als Verbrechen im menschlichen Sinne gedeutet werden können; deukt also nicht an den Mord, wenn es sich um fleischfressende Tiere handelt, die andere töten, umsie zu fressen. Aber wenn ein Storch einen anderen Storch tötet, anf den er eifersüchtig war, so ist das Mord, Und solche Morde kommen bei Vögeln wie bei Vierfüßern häufig vor. Kindsmord ist ein bei Tieren sehr häufiges Verbrechen. Bei fast allen Tierarten finden wir Weibchen, die sich weigern, die Last, ihre Jungen aufzuziehen, auf sich zu nehmen: manchmal lassen sie ihre Brut im Stich, zuweilen töten sie sie. Das alles, sagt Ferrero, sind Erscheinungen, wie sie auch bei der Gattung Mensch auftreten, nicht im geringsten anders, nur daß die„Tiere in gewissem Sinne etwas— weniger verbrecherisch veranlagt sind als die Menschen.“ — lleber die Bernsteinfischerei in der Nähe von Pillau schreibt man der„Königsb. Allgem. Ztg.“: Die diesjährigen, vorherrschend aus Norden und Nordwest wehenden Stürme führten unglaubliche Mengen des See⸗ mooses zu Strande und die Brandung warf das soge⸗ nannte Bernsteinkraut in meterdicken Schichten bis zur Düne. Weiber und Kinder, umsprüht von dem Gischt der brandenden Meerwasser, wühlten während der Sturmtage geschäftig und mit flinken Händen in den dunklen Kraut⸗ massen umher, nicht selten Laute des Entzückens über einen guten Fund ausstoßend, während die Männer in weiten, vom Winde bis zum Bersten aufgeblasenen „Kürassen“— das sind weite Oeljacken, ähnlich denen der Taucher, die an den Händen und dem Halse fest an⸗ schließen— mit kurz- und langstangigen Stechern und Bernsteinhamen ausgerü tet, dem Andrange der Wogen Stand halten, dann und wann patriarchalisch bedächtig ihre Schöpfung mit dem Wogenschwall zur Düne schieben. Es fordert diese Arbeit hier schwindelfreie, ernste und eiserne Naturen. Das geübte Auge des Bernsteinfischers erkennt gleich den Inhalt und Werth seiner Schöpfung, erspäht es doch sogar das hin und her rollende Gold des Bernsteins auf dem Meeresgrunde. Vor wenigen Tagen erblickte der Bernsteinfischer V., bis an die Brust im Wasser stehend, ein Stück dieses edlen Harzes von der Größe eines Kleinkinderkopfes. Kein Laut der Freude ent⸗ schlüpfte seinem Munde, sein Antlitz blieb ernst wie zuvor, nur rasch wie der Blitz überflog sein Blick die Entfernung zwischen seiner Person und der seines Nachbars, dann war sein Kopf untergetaucht. Wenige Augenblicke sah man nichts von ihm, als den von der Luft aufgeblasenen Küraß. Schon eilten ihm die Nachbarn zur Hilfe, aber da tauchte er eben fauchend und stöhnend— die Hand fest auf die Stelle seines Gewandes gedrückt, wo er das Kleinod verborgen hatte— auf, als wäre ihm ein Un⸗ glück zugestoßen, ihm ein Blutgefäß in der Brust ge⸗ sprungen. Bei den letzten Stürmen nun hat man dort an jenem Strande nicht selten gute Funde gemacht, auch soll sich in der Zeit der Ertrag einzelner Männer an einem Tage auf 30 und mehr Mark belaufen haben. Kaufleute melden, Neueste Telegramme. Hd. Wien, 26. März. Die hiesige brasilianische Gesellschaft erhielt eine amtliche Depesche, wonach alle Alarm⸗ nachrichten über eine Verschwörung in Brasfilien dementiert werden. Die poli⸗ tische Lage sei vollständig gesichert. Hd. Paris, 26. März. Der Temps be⸗ merkt in einem langen Artikel, betitelt: Konjek⸗ —— turen, daß Deutschlands Billigung der Dongola— Expedition nicht zum Zweck hat, England zum Beitritt in den Dreibund zu veranlassen. Hd. London, 26. März. Der Herzog von Argyll, Präsident des Subskriptions⸗Comités für die Opfer der Unruhen in Armenien, teilte Glad⸗ stone mit, daß gegenwärtig 200 Armenier ohne Existenzmittel seien, zu deren Unterstützung be— deutende Summen erforderlich sind. In seiner Antwort auf diese Nachricht drückte Gladstone seine volle Befriedigung über das christliche Werk aus und gab der Zubversicht Ausdruck, daß die englische Bevölkerung eine größere Summe zeichnen werde. Am Schluß seines Briefes bezeichnet er die Haltung Europas Armenien gegenüber als eine Schande für die Zivilisation. Hd. Brüssel, 26. März. Der Staats⸗ minister und Führer der Katholiken, Woeste, gab gestern in der Kammer die Erklärung ab, er sei bereit, mit den ge⸗ mäßigt Liberalen Hand in Hand gegen die Sozialisten zu Felde zu ziehen, wenn dieselben die Familie und das Eigen⸗ tum ernstlich bedrohen sollten. Der Eisenbahn⸗Minister erklärte, er werde die brieflichen Anfragen der sozialistischen Abgeordneten unbeantwortet lassen, da die Sozialdemokraten den ganzen Um⸗ sturz der bestehenden Gesellschaftsform anstrebten. Hd. Athen, 26. März. Wie hiesige rückt eine zweite abessynische Armee von Süden gegen Hd. Sosia, 26. März. Der Kapitän Kird⸗ schiew, der den Fürsten Alexander nach dessen Eutthronung nach Rom eskortiert hatte, hat sich um Wiederanstellung in die bulgarische Armee beworben. Hd. Belgrad, 26. März. Der Ort Maidan⸗ buk, in dem eine englische Bergwerksgesellschaft ansässig ist, wurde von einer Haidukenbande überfallen. Die Einwohnerschaft schlug die Bande jedoch nach heftigem Kampfe zurück. Hd. Belgrad, 26. März. In Kla⸗ dowa draug ein Volkshaufen, geführt von dem Deputierten Tomie in die öffentlichen Lokale ein, schoß auf die Bildnisse des Königs von Serbien und zerriß dieselben. Italien vor. Hd. Konstantinopel, 26. März. Nach Depeschen aus Kairo verständigte der Kalif den Statthalter von Dongola, daß falls die Engländer ö sich Barbara nähern sollten, er persönlich den Oberbefehl übernehmen und den heiligen Krieg proklamieren werde. 1 Hunderttausende werden weggeworfen durch unzweckmäßige Abfassung von Annoncen und durch Benutzung ungeeigneter Zeitungen. Ein Inserat muß nicht allein sachverständig und treffend abgefaßt sein, sondern es ist auch der Leserkreis der Zeitungen in Betracht zu ziehen. Auf dem weiten Felde des Zeitungswesens wird sich der Laie nicht leicht orientieren und deshalb eines erfahrenen und zuverlässigen Rathgebers be⸗ dürfen, um sein Geld nutzbringend anzulegen und mit einiger Sicherheit Erfolge zu erzielen. Ein berufener Führer ist die älteste Annoncen-Expedition Haasenstein u. Vogler, A. G., Frankfurt a. M. Vertreten in Gießen durch Gustav Wohlmuth, Seltersweg. Durch 40jährige Praxis, welche zu den intimsten Ver⸗ bindungen mit allen Organen der Zeitungspresse des In⸗ und Auslandes geführt hat, ist sie mit ihren zahlreichen Zweighäusern und Agenturen vorzugsweise in der Lage, Freuzhl dem inserirenden Publikum sich in jeder Weise nützlich zu Der machen. Alle Aufträge werden prompt und billigst aus⸗ geführt, da nur die Originalzeilenpreise der Zeitungen„ li berechnet werden, und kommen auf diese Preise bei belang⸗ die Po 1 reicheren Aufträgen noch die höchsten Rabatte in Abrech⸗ it. nung. Man versäume deshalb nicht, sich bei obiger der el lt Firma vor Vergebung eines Annoncen-Auftrages erst ge. Achueke Gee fun en Bestin a t nau zu informiren. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 28. März. Vorabend: 6.20 Uhr. Morgens: 7.30 Uhr. Nachmittags: 3 Uhr, Abends: 7.30 Uhr. Amerhalb de übung de hit se ihm sei Ufcht ber dere Faeicden und, Frast seiles, oghellce Thatie er Krctrat auc Vile satt der atlbar einzusch 1 5 1 Sterbefälle. Am 25. März Anna Löhr, geb. Eigener, 39 Jahre. alt, Ehefrau von Lohnkellner Georg Löhr, Selters⸗ weg Nr. 15. Die Beerdigung findet Freitag, den 27. d. M., vom Sterbehause aus statt. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ N dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, Erlaß poli beide in Gießen. 00 Daun Kleiskat, e und sowet —.* Holzversteigerungen. Distrikte Bollerbrück 7, Doberg⸗ stück 8, Kühunter 11, Emma 12 und Kreuzburg 14. 6 Eichenstämme 1.= 25,00 fm, 23 2. 2 Mittwoch, 8. April, 10 550 gemischte Wellen.. Montag, Allendorf, Gemeindewald(Bürgermeisterei Ulm). = 39,47 km, 14 3.= 12,98 fm, 2 4. Kl.= 0,42 ffn. Vormittags 10 Uhr. Niederquembach(Gemeindewald). den 30. März, Vormittags 10 Uhr. Reservisten. 1. Appell Vormittags 9 Uhr 15 Minuten: der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots. Reservisten, sowie zur Disposition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlasssenen Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Vormittags 11 Uhr: D. Zu Hungen am 21. April 1856 am Friedhof Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten Wehrleute 1. Aufgebots aller Waffen und Ersatz⸗ 6 een dt, auf d Städt. S chlachthaus ing(Pol zee Freibank. en Vafglgulg Heute 1 e du N 1 ug oder 5 Nindfleisch, ihn her if nicht ladenrein, pr. Pfd. 50 Pf. 4 fl dern für die Bewohner von: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim mit Hof-Güll, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen mit Ringelshausen, Rod⸗ heim mit Hof-Graß, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen. 1. Appell Vormittags 3 Uhr 30 Minuten: Ofstziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots. Reservisten, sowie zur Disposition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. O chse ufleis ch eres Verfahre fungen. nicht ladenrein, pro Pfund 51 Pfg. In den Arlik Schweinefleisch 3 Lohrinde⸗Versteigerungen. 1 5 Oberförsterei Hohensolms. Eichenlohrinde bester Qualität, ca. 40 Ctr. aus der 1 Landhege bei Bellersdorf und ca. 15 Ctr. aus dem Hegkopf bei Hohensolms. Das Schälen läßt die Forst verwaltung ausführen. Gebote in verschlossenem Kouvert bis W Dienstag, den 7. April, Vormittags 11 Uhr, an die Oberförsterei Hohensolms sacggcben, welche an die verhängte Pf. igel. Dan 288 2. Appell Vormittags 11 Uhr: Wehrleute 1. Aufgebots aller Waffen und Ersatz⸗ i i Submissionen. Reservisten. N N 5 eee e g bolgezeichnet⸗ Die für den Aufbau eines Stockwerks auf das Schulgebäude zu Göbelnrod erforder⸗ E. Zu Lich Ein möblirtes Zimmer mit Kabine 1 5 lichen Arbeiten und Lieferungen werden am Montag, den 30. März, Vormittags 9 Uhr, am 21. April 1898 am Bahnhof. 5 1 Lon der Po 1 een 39 40 11 fiene gen 109 16 c 5 1 e 5 fi für die Bewohner von: Albach, Birklar, Dorf-Güll, Eberstadt mit Arnsburg, Ettingshausen, Grünbergerstraße, Bleiche Slidten Darm aurerarbeiten zu 393,4„ Steinhauerarbeiten zu 109,76 Mk., Zimmerarbeiten zu 523, Garbenteich, Grüningen, Holzheim, Lich mit?„Hof, iht Mi r 0 Mark, Dachdeckerarbeiten zu 355,50 Mk., Spenglerarbeiten zu 171,90 Mk., Schlosserarbeiten Nieder Bessingen, Ober⸗Bessngen e ee eee e 15 fel Pflug N Egge ö 115 9 0 zu 104,40 Mk., Glaserarbeiten zu 236,64 Mk., Schreinerarbeiten zu 721,24 Mk., Weißbinder⸗ arbeiten zu 861,61 Mk., Tapezierarbeiten zu 21,.— Mk., Eisen-Lieferung zu 118,70 Mk., Liefern von Weißkalk zu 130,.— Mk, Liefern von Sand zu 172,.— Mk. Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen bei Großh. Bürgermeisterei Göbelnrod zur Einsicht offen. 1. Appell Nachmittags 2 Uhr: und Landwehr 1. Aufgebots. Reservisten, sowie zur Disposttion der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlassenen Ofstziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve Eichgärten 1. Einige Wagen Asche Iden Städt bah, Parns un Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Nachmittags 4 Uhr 30 Minuten: Ersatz⸗Reservisten. anal agen dr betref ogahe he bet 0 eee zu verkaufen in der 465 Schneidmühle, Bammstr. 27. Reklamationen, Gesuche ꝛe. Krofdorf. Der äußere Anstrich des Bürgermeisterei-Gebäudes soll vergeben werden. Wehrleute 1. Aufgebots aller Waffen und Angebote sind bis zum 1. April an die Blülrgermeisterei Krofdorf einzureichen. Näheres ist daselbst zu erfahren. Befreiungsgesuche sind bis längstens 8 Tage vor dem Appell auf dem Dienstwege(durch das Hauptmeldeamt) einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten f ö Bekanntmachung. durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt fel 9d am uit im Wegen Notfalle ge- 1 Scene d ö 1 Nen 0 Bei den diesjährigen Frühjahrs⸗Controlversammlungen im Kreise Gießen haben nehmigt.— scgermeiste 5 zu erscheinen alle zum Hauptmeldeamt Gießen gehörigen: Diejenigen Mannschaften, bei denen Fußmessungen noch nicht vorgenommen wurden, SGS bann dur Le . 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots haben überhaupt keine Aussicht auf Befreiung. 5. 725 a 2 9 Lalung u deer .(Anzug: Kleiner Dienstanzug). sind 1 a e in bürgerlicher Kleidung an. Stöcke, Schirme, Pfeifen und Zigarren Prima 1 felwein A aatebeantet, ö 4 2. Reservisten, sowie zur Disposition der Truppenteile Ersatz 8 vegzulegen. N 0 im d „ e f zur Dispos der Truppenteile und der Ersatz. Behörden Die Militärpapiere(Paß und Führungszeugnis) müssen zur Stelle sein.. 1 0 90 n In de 0 3. Wehrleute 1. Aufgebots, die vom 1. Oktober 1893 ab eingestellt worden. Sämmtliche Mannschaften stehen im Laufe des ganzen Kontroltages bis einschließlich lhegeben Wer 1 4. Ersatz⸗Reservisten, geübte und nicht geübte. Mitternacht unter dem Militärgesetz. verzapft— Nachstehend ist angegeben, wo und zu welcher Zeit die Controlpflichtigen anzutreten Gießen, den 19. März 1896. J. Arnold haben: l 1 Großherzogliches Bezirks-Kommando. 8 7 1 A. Zu Gießen J. V.: Ziegler, zum Schipkapass, Mobeltlte Bahnhofstrasse 7. 98830 Lu aber wi 77 7 kel Zur Frühjahrs⸗ mai — Aussaat. r gehen wolse“ 8 l Dise Cnc Erfurter Sämereien in nur bestkeimender Sorte zu haben in Oswalds Garten fllr die Bewohner von Annerod, Burkhardsfelden, Gießen mit Schiffen— ö berg und Herrnwald, Heuchelheim, Klein⸗Linden, Oppenrod am 16. April 1896. 1. Appell Vormittags 9 Uhr: Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots. Reservisten, sowie zur Disposition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften der Infanterie. 2. Appell Vormittags 11 Uhr: Wehrleute 1. Aufgebots der Infanterie. 3. Appell Nachmittags 2 Uhr: Reservisten, sowie zur Disposition der Truppenteile und der Ersatz⸗Behörden entlassenen Mannschaften und die Wehrleute 1. Aufgebots aller übrigen Premierlieutenant und Bezirks-Adjutant. Bekanntmachung. 13 Narz 1896 ab die unterfertigte Ver⸗ von Mk. 8.30 0.20 Hiermit zur Kenntnisnahme, daß vom sicherungsgesellschaft Ochsen zum Prämiensatz Kälber, Hämmel und Schafe zu einem solchen„„ sürgaug nicht versichert. Ar Böker wr 8 Wassen und zwar: der Garde, Jäger, Kavallerie, Feld⸗ und Fuß⸗Artillerie, Pioniere. Eisen⸗ ie Prämiensätze für die übrige f 1 2 1 f 9 bahn⸗ und Luftschiffertruppen, des Trains l(einschl. Krantennger), Sanitäts⸗ und Veterinär- 25 Weg Beine Site e e e e ee— Walltnorstr. 2: puch abheneigte 1 personal, Bllchsenmacher, Oekonomie-Handwerker und Marine⸗Mannschaften.„Schweine 1 5 Mehrere jüngere rf, daß ein 5 5 1. Appell Vormittags 8 A e end dee ien r 8 5 3 95 8 K ub ve Gag 5 2. Appell Nachmittags 2 Uhr: Die Schlachtvieh⸗Versicherungs⸗Gesellschaft zu Gießen. Uüfirer be d 01 für die Bewohner von Allendorf a. d. Lahn, Großen⸗Linden, Lang-⸗Göns, Leihgestern, Watzen— L. Vogt, Vorsitzender. 41⁰ 8 8 3 d es wor 5 8 e Aufgebots zur Disposition der Truppenteile und de 7 8—.. welche* 1 Ja; a junge „ 9 5 e peute r 3 17 7 N 2 0 Ersatz⸗Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen sowie der Ersatz-Reservisten Wirtsch afts⸗Eröffnung. milie leicht verkäuflich, gegen hohe 10 mr IB. Zu Lollar Habe in der Bahnhofstraßte dahier n 37 eine neue Wirt⸗ Provision sofort gesucht. Cau a nen e sehaft eröffnet und bitte um geneigten Zuspruch. tion nicht erforderlich. Näheres zu gauze pa neben dem neuen Bahnhofsgebäude für die Bewohner von Allendorf a. d. Lda., Alten— 5. 8 erfragen bei C. Stiasny, Aster⸗ 0 * U 5 Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Achtungsvoll Lud. Muhl. Großen-Linden, den 20. März 1896. Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen mit Heibertshausen, Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., 4 Trohe, Wieseck 3 1. Appell Vormittags 8 Uhr 45 Minuten: N der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots. Reservisten, sowie zur Disposition der Truppenteile und der Ersatz-Behörden entlassenen 0 Mannschaften aller Waffen. 2. Appell Vormittags 40 Uhr 40 Minuten: Wehrleute 1 3. Appell Nachmittags 4 Uhr: Ersatz-Reservisten. C. Zu Grünberg weg 6, part. J. Een 212 1 N Tamilieu-Wonnungen“ in allen Größen und Lagen weist aus- führlich nach der Gießener Wohnungs⸗ nachweis, Asterweg 6, part. Täglich 432 Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten Aufgebots aller Waffen 5 Während des Umbaues meiner Geschäfts⸗ räume befindet sich das Atelier 1 5„am 80. April 188, am Bahnhof. i—— geöffnet. 0 für die Bewohner von: Allertshausen, Beltershain, Geilshausen, Göbelurod, Grünberg mit der 0 Pa. Sauerkraut. P. Pf. 10 h, ler di Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelshütte, Latzmühle, Speise- und Salat- be 50 Hattenrod, Harbach mit der Kolbenmühle und Sommermülhle, Kesselbach mit der Rabenauschen 5 5 N t akg eder n. Papiermühle, Lauter mit der Arztmüble, Bingmühle, Georgenhammer, Strellesmühle und im früher S i sch 8 5 artolfeln. Alle Arten vagt er Walkmühle, Lindenstruth, Londorf mit der Burg Rabenau, Burgmilhle, Schmidtmühle, Reitzen 4 p en[Hause. Gemüse in grosser Auswahl ir, daß zum billigsten Tagespreise. J. Hankel. Schlossgasse 6. müdtle und Ziegelhlltte, Lumda(Groß⸗ und Klein.), Odenhausen mit Appenbörnerhof, Queck born, Reinhardshain, Reiskirchen, Rilddingshausen, Saasen mit Bollubach, Veitsberg und Wirr— berg. Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain mit Haiuerhof, Winnerod. Ph. Uial, Photograph. 410 40)