Gießen, Mittwoch, den 26. Februar 1896. Ausgabe Gießen. ische Landeszeitung. 685 8 Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die 5spaltige Petitzeile. 5 . Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 25. Febr. Heute Vormittag ver— urteilte die Strafkammer Leonhardt Heinlein von Merzbach, wegen Diebstahl in Haft, zu 3 Monat Gefängnis, weil er am 25 November im Prooinzialarxesthaus seinen Landesherrn be— leidigt hat.— Ferner wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen die Wirtsfrau Witt— mann von Gießen wegen Kuppelei verhandelt. Der Staatsanwalt beantragte 6 Monat, das tell lautete auf 3 Monat Gefängnis. Wallernhausen bei Nidda, 24. Februar. 1 Die Wahl des Beigeordneten Renning zum inke Bürger meister unserer Gemeinde ist, nachdem vie dagegen erhobene Reklamation verworfen n. worden, nunmehr bestätigt und Herr Renning alsbald vom zuständigen Großh. Kreisamt in sein Amt eingewiesen und verpflichtet worden. Durch diese Wahl ist nunmehr die Wahl eines underweitigen Beigeordneten nötig geworden, die in Kürze vorgenommen werden wird.— In unserer Gemeinde ist nach dem Muster andrer Gemeinden eine Spar- und Darlehnskasse gegründet worden. Die Kasse wird sich dem Gerband der hessischen laudwirtschaftlichen Ge— 0 U ussenschaften in Offenbach a. M. anschließen. Darmstadt, 24. Febr. Mit einem eigen⸗ . ige W. ner mit Zubehir eten. urtigen Straffall wird sich demnächst die stesige Strafkammer zu befassen haben. Mitte Juli v. J. wurde der Redakteur und Heraus⸗ geber des„Darmst. Wochenblattes“, Hermann delmann dahier, vom Schöffengericht wegen Preßbeleidigung in eine Geldstrafe von 50 Mk. r-Schot) incl. Glan berurteilt und auf Publikationsbefugnis in ge— 1.80 sauntem Blatte erkannt. Nunmehr 175 nach Ab. a uf der sechsmonatlichen Verjährungsfrist der Trmann, berurteilte Berufung augemeldet. Edelmann e var bei der Urteilsverkündung nicht zugegen, es ind es hat sich herausgestellt, daß dem Ange— — gen aus Versehen das Urteil nicht z u⸗ gestellt und mithin die Berufungsfrist nicht 1 Lauf gesetzt wurde. Mittlerweile ist aber ie! die Strafperfügung verjährt, was zur Folge aben muß, daß auf die erhobene Berufung das — eerrfahren eingestellt wird. p 6*Seligenstadt, 24. Februar. Vandalis⸗ Fumpens tus. In der Nacht vom 21. auf 22. d. M. vermieten zurde in unserer altehrwürden Einhart-Basilika n empörender Einbruch verübt. Die Co Thäter zertrümmerten vom Schulplatze aus das der Nordwand des früheren Abtei⸗Archivs und Kessel- 2 1 und mit einem starken Schutzgitter reslau.eesehene 1 e 0 gelangten mittelst mer aus dem Klostergarten entwendeten Leiter — die Begräbniskapelle. Sie überkletterten als⸗ — aan das Eisengitter, welches das Grabgewölbe ithern len, die beten 1 etzheit, unter 0 15 Lebte direlt ab Ja Renk, Liz tichn. gtatts l. — lber Hüft brauchen hall“ 0 m eee 5 dünne Die Sphinxe des Diocletian. und wolle 10 Novellette von Fritz Eckartstein. off lebt wis(Nachdruck verboten) eum Transept abschließt. Das Kunstgitter wurde albei mehrfach beschädigt, indem viele der flammen⸗ migen Zacken abbrachen. In dem Gotteshause krursachten die verruchten Menschen greuliche berwüstungen. Aus dem erbrochenen Tabernakel es Hochaltars wurde der Speisekelch hervor— eholt. Die konsekrierten Hostien wurden auf r Altarplatte zerstreut. Die Uebelthäter ver— gen den Kelch, um ihn auf seine Qualität zu küfen und ließen ihn stehen, nachdem sie sich berzeugt, daß er aus vergoldetem Kupfer besteht. die beiden Opferstöcke wurden gewaltsam geöffnet —(Schluß.) „Zurück!“ rief die Alte und stellte sich mit hend erhobenen Händen vor ihn hin— auf ser ane lem Seitenpfad entschlüpfte die gellebte Frau, eine lapfe Traurigkeit besiel ihn— er eilte mit Sturmes heitten nach seinem Hause, dann jubelte er erlöst a, auf dem Altan staud die Geliebte und wehte t Rane zi dem goldgestickten Schleier. Als er näher kam, ersten 510 ef sie sich ihm an die Brust— in Thränen war alt 1. 10 Blick erloschen, die makellos roten Lippen bebten. werten W 4% Sie ist fort, fort für immer, die Arme,“ stöhnte Besonderet 5 laut und ihre sonst so sanfte Stimme klang guhrlauf 6 gel und fremd,„in meiner Kleidung hat sie die f 1 ober licht ergriffen, mit Landsleuten ist sie nach Ae⸗ . 16 00 Sen zurückgeflohen— die teuere geliebte Schwester! 1 3.— I mun habe ich niemand auf der Welt als Dich, 5 enig Dich!“ 5. Mit innigen Küssen beruhigte er ihre Qual, hr Ai süßen Worten ihren Kummer,— sie konnte sich kun satt trinken au seinen berauschenden Aüssen au noch die halbe Nacht hing sie an seinem Munde, main Seligkeit und doch wieder von tiefster Aul durchrüttelt. Innerlich war Mercutio wohl zufrieden, daß bleunheimliche Doppelgängerin das Haus verlassen, 1 0 forschte er auf seines Weibes Bitte nach der und ihres Inhalts beraubt. Die schweren Ein—⸗ gangsthüren zu den zwei Sakristeien, in denen zahlreiche goldene und silberne Kirchenschätze auf— bewahrt sind, trotzten den Brechwerkzeugen der Scheusale. Die beiden Thüren zeigen indessen vielfache Spuren angewandter Gewalt. Die eine eichene Sakristeithür wurde sogar angebrannt. Der Behälter hinter dem Hochaltar, in welchem der silberbeschlagene Reliquienschrein aufbewahrt wird, sollte ebenfalls erbrochen werden; der Ver⸗ such scheiterte jedoch an der Stärke der eisernen Thür. Der Inhalt eines Weihwasserkessels wurde vor einem Seitenaltar ausgegossen. Mittelst einer hohen, zum Kircheninventar gehörigen Leiter ver— suchten die Kirchenschänder vergeblich die Orgel— bühne zu besteigen. Die Hinterlassung mensch— licher Exkremente vor einem Nebenaltar bei der Hauptsakristei vollendete das abscheuliche Bild des verübten Vandalismus. Die ganze Beute bestand jedoch nur im Raube aus den Opfer— stöcken. Diese aber war offenbar nicht belang⸗ reich, weil die Opferstücke allmonatlich geleert werden. Die ganze Stadt ist ob der Greuelthat in Aufregung. Den Thätern ist man bereits auf der Spur. Worms, 24. Februar. Einem Rufe der kaiserlichen Regierung folgend, begiebt sich der bekannte Reblaussachverständige Herr Schul⸗ rat Dosch nach Metz, in dessen Umgebung die Reblaus fürchterlich überhand nimmt. Ganze Bezirke, durch ihre trefflichen Weine weithin bekannt, sind bereits verseucht. Herr Dosch soll die infizierten Bezirke besichtigen und dann ein Gutachten über die Bekampfung der Reblaus abgeben. Mainz, 23. Febr. Gestern Nachmittag stürzte sich ein etwa 25 jähriges Mädchen von der Straßenbrücke in den Rhein; sein seidenes Kleid bauschte sich in dem Wasser aber derart auf, daß der Körper nicht untersank und das Mädchen von dem Kapitän eines Schrauben⸗ dampfers gerettet werden konnte. Es ist eine Pfarrerstochter aus Ziegenhausen bei Heidelberg und gab an, daß Zwist mit ihren Eltern sie zu dem Schritt verleitet habe. Mainz, 24. Febr. Den Stadtverordneten ist soeben der Haushalts-Voranschlag für 189697 zugegangen. Wie das Vorwort besagt, sind Mk. 1,923,427 oder Mk. 103,651 mehr als im Vorjahr durch Gemeinde-Umlagen zu bestreiten und es ist noch nicht sicher, ob dieser Mehrbetrag durch Zuwachs an Steuerkapitalien gedeckt erscheint. Aller Wahrscheinlichkeit nach bleibt es aber bei dem seitherigeuAusschlags-Coöfficienten. Der Voranschlag sieht vor: bei der Betriebs— rechnung Mk. 3,937,161, bei der Vermögens⸗ rechnung Mk. 585,670, insgesamt Mk. 4.522,831 in Einnahme und Ausgabe. Durch Kapitalauf— nahme sind Mk. 536,741 zu bestreiten. Aus dem Oktroi werden Mk. 403,870, aus dem Gas⸗ werk Mk. 245,821 und aus dem Wasserwerk Mk. 85,420 Ueberschuß erwartet. Es erfordern die allgemeine Verwaltung Mk. 271,217, die Polizei Mk. 183,415, die Armen⸗ und Krauken⸗ pflege Mk. 213,075, die Volksschule Mk. 330,784 das Stadttheater Mk. 67,255 und das städtische Orchester Mk. 25,678 Zuschuß. Für Schulden tilgung sind Mk. 127,380 und für Kapitalzinsen Mk. 622,370 erforderlich. Für die Wiederher— stellung des kurfürstlichen Schlosses, die einen Kostenaufwand von Mk. 900000 beansprucht, wozu der Staat„ beiträgt, erscheinen zum ersten Male Mk. 75000 in Ausgabe und Mk. 25,000 in Einnahme, wobei eine Bauzeit von 12 Jahren angenommen ist. Die Restauration soll an der Hoffacade der neu hergerichteten Arbeitsräume für das römisch⸗germanische Museum im rhein— seitigen Flügel beginnen. Aus Rheinhessen; 24. Febr. In einer Vorbesprechung, welche die Vertreter der Ge— werbevereine Alzey, Flonheim, Ingelheim, Wöllstein und Wörrstadt zu Anfang des Monats in Alzey hatten, gelangte man zu der Ansicht, daß ein Zusammenschluß nicht groß— städtischer Gewerbevereine zur Wahrung der Interessen des kleinstädtischen und ländlichen Handwerks notwendig erscheine. Es sind zur weiteren Verfolgung der Angelegenheit Ein— ladungen zu einer Besprechung für Sonntag den J. März nach Alzey ergangen. Vermischtes. — Das Vorurteil gegen Pferdfleisch zu zer— stören, hat sich der Direktor der Tierarzneischule in Göttingen, Prof. Dr. Esser, vorgenommen. In einem neuerdings gehaltenen Vortrag hat er nach dem„Journal für Landwirtschaft“ Folgendes gesagt: Wenn man auch heute in fast allen deutschen Städten an einem oder einigen Häuser Schilder mit der Aufschrift„Pferde⸗ schlächterei“,„Roßschlächtere!“ u. s. w. wahr⸗ nehmen kann, so ist der Bannfluch doch noch immer nicht ganz gelöst. Das Vorurteil gegen das Pferdefleisch ist zwar abgeschwächt, aber doch nicht überall besiegt. Der billigere Preis hat ihm vielfach Eingang geschafft in die Häuser der weniger Bemittelten. Ist hierdurch in diesen Kreisen das Vorurteil gänzlich verschwunden, so besteht anderseits bei den wohlhabenderen Volksklassen noch ein großer Abscheu dagegen, der ja insofern Berechtigung hat, als die Schlachtpferde meistens alte, nicht gemästete Tiere sind die Pferde auch seitens der Menschen eine gewisse Bevorzugung vor anderen Tieren, den Hund ausgenommen, genießen. Da in Deutschland die Pferdeschlächtereien der staatlichen Beaufsichtigung unterstellt und die Pferde so— wohl vor und nach der Schlachtung tierärztlich untersucht werden, so hat das konsumierende Publikum eine Bürg⸗ schaft dafür, daß weder kranke noch sehr abgemagerte Tiere zum Genusse zugelassen werden. Freilich wird es sich meistens um alte Pferde handeln. Essen wir aber nicht auch das Fleisch von Kühen, die sehr alt wurden? Wird der alte Geschirrochse, der Jahre lang vor dem Pfluge oder dem Wagen geprügelt wurde, etwa nicht ver⸗ speist? Diesen Tieren werden allerdings Henkersmahlzeiten verabreicht, indem sie vor der Abschlachtung gemästet werden; so erheischt es der Vorteil. Das treue Pferd aber wird meistens getrieben, so lange es nur geht; dann erst bekommt es der Pferdeschlächter. Wie häufig mögen wohl Diejenigen, die behaupten, lieber hungern zu wollen, als Pferdefleisch zu essen, solches mit bestem Appetit auf der Reise verzehrt haben? Wie oft mag wohl auf der Tafel vornehmer Leute Cervelatwurst, welche Pferdefleisch enthielt, oder als Hamburger Rauch⸗ fleisch präparirtes Pferdefleisch servirt und vergnügt ver⸗ speist worden sein? Wie oft ist wohl das Filet eines alten Gaules unter der stolzen Bezeichnung Hirschfilet bei festlichen Gelegenheiten auf die Tafel gebracht und sogar von Gourmets mit Behagen verspeist? Die Pferde⸗ zungen insbesondere sind mindestens eben so wohlschmeckend, wie die Rinderzungen und werden in geräuchertem und gepökeltem Zustande viel mehr von der wohlhabenden, als von der ärmeren Volksklasse genossen. Das Fleisch von frischgeschlachteten Pferden hat eine dunkelrote Farbe und besitzt die Eigeuschaft, an der Luft noch bedeutend nachzudunkeln. Beim Kochen bemerkt man gelbe Fett⸗ tröpfchen auf der Brühe. Der Nährstoffgehalt des Pferde⸗ fleisches ist dem des Rindfleisches, wie mehrere analgtische Untersuchungen ergeben haben, ziemlich gleich. Lehr⸗ reich ist ein Vergleich des Pferdefleisch⸗Verbrauchs in den einzelnen Provinzen. Vom 1. April 1892 bis Ende März 1893 wurden verspeist: in Ostpreußen 1159 Pferde, in Westpreußen 963, in Brandenburg 10 791(Berlin allein etwa 9000), in Pommern 1607, in Posen 202, in Schlesien 9540, in Sachsen 6265, in Schleswig⸗Hol⸗ stein 3595, in Hannover 4739, in Westfalen 4560, in der Rheinprovinz 6449 und in Hessen⸗Nassau 2671 Pferde. Im Vergleich mit den Preisen anderer Fleisch⸗ arten ist der Preis des Pferdefleisches gering. Im Durchschnitt stellt es sich in Deutschland für das Kilo auf 40— 80 Pfg. In der Provinz Hannover zahlen die Pferdeschlächter für gut genährte große Pferde durch⸗ schnittlich 100— 120 Mk., für weniger gut genährte 40—80 Mk. Aus dem Mitgeteilten geht wohl un⸗ widerleglich hervor, daß das Pferdefleisch eine nicht unbe⸗ deutende Rolle bei der Volksernährung spielt, es darf aber erwartet werden, daß dessen Verbrauch zum Zwecke der menschlichen Ernährung sich noch steigert, wenn das Vorurtheil dagegen noch mehr verdrängt sein wird. Es ist Thatsache, daß seit der Einführung der Pferdeschläch⸗ tereien unser Pferdematerial besser geworden ist, nament⸗ lich in den großen Städten; die Pferdeschlächtereien tragen also indirekt zur Verbesserung der Pferdezucht, jedenfalls der Pferdehaltung bei. — Der bekannte Mailänder Astronom Schia⸗ parelli überraschte vor wenigen Jahren die astronomischen Fachgenossen mit der Mittheilung, daß auf Grund seiner sehr sorgfältigen Beobachtungen sich der Planet Mer⸗ kur, entgegen der allgemein giltigen Annahme, nicht innerhalb 24 Stunden um seine Achse drehe, sondern genau in der gleichen Zeit, in der er seine Bahn um die Sonne zurücklegt, d. i. in 88 Tagen; da erfuhr das bisher scheinbar so fest gefügte Planetensystem eine ge⸗ waltige Lockerung, die noch gesteigert wurde, als derselbe Astronom wenig später eine ähnliche Achsendrehung auch für den zweiten großen Planeten, die Venus, wahrschein⸗ lich machen konnte. Auch die Venus sollte sich nicht in 24 Stunden um die eigene Achse drehen, sondern 224 Tage zu dieser Bewegung gebrauchen, also dieselbe Zeit, in der sie die Sonne umkreist. Beide Planeten müßten dann während ihres Umlaufs um die Sonne, ähnlich unserem Monde, dem Zentralkörper immer dieselbe Seite zuwenden. Die Beobachtungen Schiaparellis blieben durchaus nicht unbestritten, konnten aber auch vor der Hand nicht widerlegt werden, da sowohl wegen des starken Glanzes dieser beiden Planeten, als auch wegen ihrer Phasen, die sie mit dem Erdmonde gemeinsam haben, Fleckenbildungen auf ihren Oberflächen— die fast den einzigen Anhalt bei der Bestimmung der Achsendrehung geben— selbst für den erfahrenen Beobachter nur äußerst schwierig zu erkennen sind. Neuere Beobachtungen eines Privatastronomen sprechen wieder zu Gunsten der vier⸗ undzwanzigstündigen Achsendrehung der Venus. Auf seiner Sternwarte in Lussinpiccolo in Istrien konnte er mit einem vorzüglichen sechszölligen Refraktor nahe dem Südhorn der Venussichel längere Zeit hindurch eine auffällige Einbuchtung wahrnehmen, diese verschwand in der Regel gegen 4 Uhr nachmittags, aber meist blieb bis gegen 8 Uhr abends eine streifenartige Verlängerung sichtbar. Außerdem beobachtete er häufig hellere und dunklere Flecken an der Planetenoberfläche, und er glaubt diese Flecken trotz der dicken Atmosphäre der Venus mehrere Tage hintereinander verfolgt zu haben, und hieraus leitet er die oben erwähnte Achsendrehung ab. Um ganz sicher zu gehen, hat er seine persönlichen Wahr⸗ nehmungen in einer Venuskarte mit hellen und dunklen Fleckengebilden niedergelegt und sie weiteren Kreisen zu⸗ gänglich gemacht. Mehrere Astronomen haben sich nach Kenntnisnahme seiner Ansicht angeschlossen, während Pro⸗ Berge blieb derschollen. einen weiteren Grund, der gehaßten Schwägerin nachzuforschen, verschwunden war seit jenem Abend ihrer Flucht ein großer lederner Beutel voll Goldtalenten, ein Teil des kaiserlichen Dankes,— er mochte sein armes Weib mit dieser bösen Nach— richt nicht kränken, traf er sie doch oft wie in Ent— setzen erstarrt, wie in Grauen und Furcht versenkt T erst an seinen Küssen trank sie sich wieder in Ruhe und Frieden, und ihr holdes, süßes Wesen, das ihn zuerst gefesselt, trat wieder an Stelle der wilden Verzweiflung, womit sie der Undankbaren nachtrauerte, deunoch fühlte er seit der Flucht nicht mehr als das tiefe Wonuegefühl für sie, es war mehr die Erinnerung an die einstige Liebe als die Liebe selbst. Die ungleichen Stimmungen, jetzt wilde Leidenschaft, darn stille Resignation, mochten daran Schuld tragen— sie war nicht mehr wie früher, oft dachte er entsetzt, sie gliche der Gehaßteu, und wäre nicht die volle rote Oberlippe gewesen, er hätte schier zweifeln mögen, daß dies launische, bald jubelnde Weib sein stilles süßes Lieb von ehe— mals wäre. Und dann kam eine Mondnacht, so klar und hell wie ein lichter Sonnenmorgen. Sie hatten mit Freunden das Fest des Dionysos gefeiert und beide Mercutio hatte doch des süßen Weines voll, suchten Arm in Arm das von seines Weibes Augen zu verscheuchen, um die lustigen Neckereien des Abends fortzusetzen— sie lehnte ihr müdes Haupt an seine Schulter und schlief ein— tief, ach zu tief! Ein Mondstrahl glitt über ihr Gesicht— zwischen den üppigen Lippen glitzerten die spitzen Zähne— da— bei allen Göttern— was war das? Schickte Selene, die Nilde, diesen Rachestrahl oder war es die Aegyptische, Tauit, die ihr Recht forderte? Da, der weiße Fleck auf der Oberlippe, blinkend wie Silberfleck— nicht Herot, die Ge— liebte, ihr Trugbild Alcador! 8 Au seinen wilden Schrei erwachte sie. Tanitdirne, Verfluchte!“ Sie griff nay dem Metallspiegel und sah den verräterischen Fleck. „Ja,“ rief sie,„da ich nun doch verraten bin, aus wahnsinniger Liebe zu Dir habe ich die eigne Schwester töten lasseu. Dein Gold bezahlte den Mord und die rote Salbe der alten Zauberin— Du hast mich geküßt viele Monden lang— nun töte mich— ich habe gelebt!“ Und er tötete sie! Mit eine n einzigen Säbel⸗— hieb schlug er ihr das verfluchte Haupt herunter— dann stürzte er hinaus auf die Straße, die blutige „Du ———— ͤ———————— Geflohenen Spur. Umsonst! Das Meer hinter-[Lager. Doch der übermütige Gott läßt sich nicht Ein Schwarm von jungen Leuten folgte ihm läßt keine Fußspuren,— auch die alte Zauberin der spotten— umsonst suchte Mercutio den Schlummer, lachend, sie glaubten, er sei gleich ihnen Bachus— trunken. Doch als er an den Wachen des Palastes vorüberdrängte, die dem bekannten Meister den Ein⸗ gang nicht wehrten, wurden sie besorgt, und geboten den Leibwächtern ihm zu folgen. Und dann banden sie ihn— denn er hatte sein eignes Meisterwerk verstümmeln wollen— mit dem blutigen Schwert versuchte er den Kopf der Sphinx herunterzuschlagen, die mit ihren grausamen Augen und dem weißen Fleck auf der granituen Oberlippe kalt lächelnd seiner Ohnmacht spottete. Vielleicht hat sie aber deshalb dennoch, wie schon erzählt, ihren Kopf etwas früher verloren, als die Granitschwester!— Jahre, Jahrhunderte, — was sind sie im Millionenmeer der Ewigkeit! Was bedeutet heute der Name des Mercutio, des Mannes, der sich im Irrsinn von dem Felsen Spalatos stürzte, dort, wo sie sein Weib gemordet, von der Schwester hingelockt unter den Vorwand, daß ein paar Tropfen ihres Blutes die Lippensalbe echt färben würden. Das Oeffnen der Ader war so schmerzlos wie ihr sanftes Verbluten. Was bedeutet es anders, wo in dem Prachtge⸗ laß des alten Römerkaisers die Spalatonesen ihre schmutzigen Hütten hineingeklebt haben, als daß das Größte, das Herrlichste, Macht, Reichtum, Schön— heit, Liebe und Haß zu Staub und Asche vergehen Waffe in der Hand. muß.„Vorüber— vorüber.“ 1 5 . 1 * 5 fest, daß jener Gegenbeweises die Achsen⸗ des genannten auf 224,8 Tage bestimmt. zur selben Zeit die vorer⸗ fessor Schiaparelli trotz dieses drehung der Venus endgiltig Auch er beobachtete nämlich wähnten Fleckengebilde auf der Venus, schreibt sie jedoch atmosphärischen Erscheinungen zu, da er während der ganzen Beobachtungsdauer keine Aenderung ihres Ortes und ihrer Gestalt wahrzunehmen vermochte und die An⸗ deutung einer schnelleren Bewegung also hieraus nicht zu entnehmen ist. Wenngleich auch hiermit die Sache in astronomischen Kreisen nicht unbedingt ihre Erledigung gefunden hat, so muß doch betont werden, daß Schiaparelli sich Jahre lang sehr eingehend mit dem Studium der Planetenoberflächen beschäftigt hat und daß er auf diesem Gebiete unzweifelhaft als größte Autorität anzuerkennen ist. — Fräulein Lieschen,— 16⸗jährig, Zopf, Noten⸗ mappe— wird auf der Straße von einem Herrn ange⸗ sprochen.[Ein anderer bemerkt es und tritt auf Beide zu mit den erregten Worten:„Mein Herr, ich bemerke, daß Sie diese Dame durch Zudringlichkeiten belästigen, was ich nicht dulden werde. Bitte, mein Fräulein, vertrauen Sie sich meinem Schutze an. Darauf Lieschen, nachdem sie Beide gemustert, mit munterer Entschiedenheit:„Ach 15 nein; der andere Herr gefällt mir besser! Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 25. Febr. In den letzten Mo⸗ im Kapland naten des Vorjahres wurde in der 5 erscheinenden Zeitung Diamond Field Ad oertiser ein Brief veröffentlicht, den angeblich Hendrik Witboi an die Redaktion dieses Blattes gerichtet hatte. In diesem Briefe beschwerte sich Witboi über die ihm von den Deutschen zu Teil ge⸗ wordene Behandlung, namentlich anläßlich des Ueberfalles von Hornkranz. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ stellt heute demgegenüber an den Landeshauptmann vor, daß er und seine Leute Leben, dessen sie sich unter deutschen Kaisers Nachrichten über mit dem bemerkt die„Nordd. Wühlereien zurückzuführen. Hd. Berlin, 25. Febr. gestern „Hänsel und Der Hd. Paris, 25. Febr. an den 24. Februar Proklamation des a stattgefunden hat. Hd. Brüssel, sozialistische gung veranstaltete Kundgebungen rote Fahnen getragen, schrift trugen: Armee“. stören, 5 sammlung unter freiem — Brief Witbois an die Redaktion Blattes eine Fälschung war, was dieser auch selbst erklärt habe. In einem Briefe hebt er vielmehr her⸗ mit dem friedlichen dem Schutze des erfreuten, zufrieden seien. die Unzufriedeuheit der Witbois deutschen Regiment sind demnach, so Allg. Ztg.“ auf kapländische nach Schluß der hundertsten Aufführung von Gretel“ dem Komponisten Hu mp er dinck, der gestern sein Werk selbst dirigierte, unter huldvollen Worten den Kronen⸗Orden 4. Klasse. Gestern Abend fan⸗ den mehrere große Banketts statt zur Erinnerung 1848, an welchem Tage die llgemeinen Wahlrechts Zahlreiche Redner griffen in ihren Festreden den Senat heftig an. 25. Februar. Arbeiter⸗Vereini⸗ gestern Abend groß e 2. gegen die Blut⸗ steu er. An der Spitze des Zuges wurden welche die In⸗ „Nieder „72 Millionen um zu zer⸗ Millionen um zu unterrichten.“ Die Kundgebungen ebenso wie eine Ver⸗ Himmel fanden in der Nähe der Elisabeth⸗Kaserne statt. —— 2— — 2 2 Holzversteigerungen. Lich(Stadtwald) Distrikt Großhäuserberg. 580 rm Buchen-, 14 rm Eichen-, 4 rm Lindenscheitholz, 290 xm Buchen, 2 rm Eichen-, 2 rm Lindenprügelbolz, 6078 Buchen-, 10) Eichen, 50 Nadel-, 50 Lindenwellen, 250 rm Buchen-, 13 xm Eichenstockholz, 1 Kicschbaum⸗ stamm von 0,41 km Inbalt. Donnerstag, den 27. Februar, Vormittags 10 Uhr. Der Anfang ist am Ronuenroderweg, an der sogen Streitecke. Ober-Weidbach.(Gemeindewald) 165 Eichennutzstämme von 1—12 m lang und 1672 em Durchm.= 51.17 fm Jubalt, 264 Stick Nadelbolz⸗(Fichten-)stämme u. Stangen von 6-16 m lang und 1123 em Durchm.= 16,64 fm Inhalt und 24 rm Eichen Schicht- nutzbolz. 1 Freitag, den 28. Februar, Vormittags 10 Uhr Die Zusammen⸗ kunft ist im Distritt Schildberg auf dem neuerbauten Weg. Oberförsterei Hohensolms. Distritt Helfholz. Buche: 14 xm Schichtuntzholz, 1,25 m lang, 51 xm Brennbolzscheite, 50 rm Fnilppel, 26 rin Stöcke, 5500 Reisigwellen(zweite Durchforstung): 240 Reisigwellen lerste Durchforstung). Eiche: 29 rm Scheit und Knilppel, 12 ĩ1m Stockholz, 920 Wellen. 2 Nadelholzknüppel und 30 Wellen. Im Helfbolz werden mit⸗ verkauft: 18,5 rm Eichennutzbolz in, Rollen von 15 und mehr em Durchm aus dem Issel⸗ scheid 1 Freitag, den 28. Februar, Vormittags 10 Uhr. Zusammenkunft am Erdaer Pfad an den Solmser Tannen. Lützellinden.(Gemeindewald) Eichen: 51,50 rm Derbholz, Reiser; Buchen: 299 xm Derbbolz, 25 1m Stock, 310 rm Reiser; Nadel: 57 rm Derb holz, 26 rm Stock, 126 rm Reiser. Freitag, den 28. Februar, Vormittags 9 Uhr. Zusammenkunft auf dem Weg Gr.⸗Rechtenbach-Müuchholzhausen, Wegweiser am Feld. 5 Stämme 1. Kl. Leun(Gemeindewald) Distrikte Lohmühle unv Breitheck. 15,46 fm, 19 Stämme 2. Kl.= 33,32 fm, 44 Stämme 3. Kl 37,81 fm, 15 Stämme 4. 13 rm Stock, 38 rm Kl.= 9,98 fm. Mittwoch, den 4. März, Vormittags 10 Uhr. Zusammen⸗ kunft an der Lohmühle Beuern.(Gemeindewald). Distrikt Geilshäusereck 236 rm Buchenscheit, 8 m Eich en⸗ 1500 Nadelwellen, 133 5050 Buchenwellen, 1250 Eichenwellen, 1 Donnerstag, den 27. Februar. Eichen- und Nadelscheitholz, 38 1m Buchen- ichen⸗ und Nadelreiser, den 28. Februar. scheit, 22 rm Buchenknüppel, rm Buchenstock, 46 rm Eichen und Nadelstock. Distrikt Krombach 199 rm Buchenscheitholz, 27 rm knilppel, 36 rm Eichen⸗ und Nadelknilppel, 3400, Buchenreiser, 2800 E 68 rm Buchenstock, 58 rm Eichen“ und Nadelstock. 1 Freitag, Die Zusammenkunft ist im Ort Vormittags 9 Uhr. Braunfels Forstort Kraftsolms. Distrikte Mäuspfad, Michelberg, Bauwald und Pfingsthainerschlag 60 rm Buchenscheitholz, 315,5 xm ⸗Prügelholz, 19 rm Stockholz, 8887 Buchen, bauptsächlich Durchforstungswellen, 600 Kiefernwellen. 1 Donnerstag, den 27. Februar, Vormittags 10 Uhr. Zusammenkunft Michelberg bei Nr. 743 Groß⸗Altenstädten.(Gemeindewald). Distrikt Weitersberg u. Gerstenbach, 27,22 im Eichenstammholz, zu Ban- und Wagnerholz geeignet. Distrikte Mark und Linn. 1 Lärche 2 Kl.= 145 km und 12 xm Eichenuutzbolz(2 m lang) Dasselbe eignet sich vorzüglich zu Gruben- und Wagnerholz. Distrikt Kräuse. 169 Stück Kiefernlangnutzholz— 28,14 km, 20 Bau⸗ und Grubenholz. Stück Stangen J. Kl.= 1,40 fm. Das Kiefernbolz eignet sich zu Freitag, den 28. Februar, Vormittags 11 Uhr. Zusammenkunft: Distrikt Weitersberg. Weidenhausen.(Gemeindewald). Distrikte Dörrewald und Streitheide. Eichen: 10 rm Derbholz, Weichholz: 2 xm Derb⸗ 10 rm Derbholz, Nadel: 11 rm Derbholz, Buchen: den 27. Febru holz 1 Donnerstag, Ort und Stelle. Ehringshausen Forst Greifenstein. Forstorte Hochfeld, Stemel, Bornfassung, Sprung. 110 ĩm Buchenscheit und Knüppel, 33 rm Nadelholzknüppel, 74 rm Buchen- und Nadelholzstöcke, 100)0 Stick dergleichen Wellen. r Donner stag, 27. Februar. Forstort Hochfeld. 1100 Stück Fichtenstämme und Stangen von 37 m Länge, 3-27 em Durchm.= 100 fm. Freitag, den 28. Februar. Versammlung jedesmal auf dem Hof Elgershausen nach Ankunft des 11 Uhr Zuges bei Katzenfurt. Grävenwiesbach.(Gemeindewald) Distrikt Vogelsgrund und Hardt. 38 rm Eichen⸗ scheit und Knüppel, 350 xm Eichenwellen, 250 rm Buchenscheit,(50 rm Buchenknüppel, 10000 Stuck Buchenwellen prima.. Samstag, den 29 Februar, Vormittags 10 Uhr. Zusammenkunft im Vogelsgrund. Submissionen. Für die chirurgische und ophthalmologische Universitäts-Klinik sollen für das Rechnungsjahr 1896/97 auf dem Wege der Submission vergeben werden:. Die Lieferung von Backwaaren, Fleischwaaren, Spezereiwaaren, Milch, Butter und Eier, Bier, Eis, Schreib⸗ malerialien, Bürstenwaaren, Porzellan- und Glaswaaren. 2. Das Reinigen der Oefen und Heerde. 3. Das Reinigen der Senkgruben und das Fortschaffen des Kehrichts 4 Die Abgabe von Knochen und Gespill. 5. Die Abgabe von leeren Flaschen. 6. Die Unterhaltung, des Gartens. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen, Nachmittags von 3—5 Uhr, auf dem ar, Vormittags 9 Uhr. Zusammenkunft Verwaltungsbureau offen. Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 3. Marz, Vormittags 41 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 14. März ellg Aach Unfmachfer und Optfef Giessen, Neue Bäue 5 nächst dem Kaiserhof, empfiehlt: oldne Herren-Remontoir-Uhren von 50 Mark an, goldne Damen-Remontoir-Uhren von 28S Mark an, silberne Herren- und Damen-Uhren von 12 Mark an, ENiekel-Remontoir- Uhren sowie Schläüssel-Uhren von 10 Mark an, Wecker, in allen Lagen gehend, von 3 Mark an, Regulateure mit Schlagwerk von 11 Mark an. Reelle Bedienung. Zwehährige Garausie. Reparaturen gut und billig. Thermometer. Brillen, Pincenez. ARarometer. ö Ope läser zu staunend billigen Preisen. Beste und billigste Bezugsquelle am Platze. Marburg u. dd. Lain. S„N NT SAHRRNRO H. W Hotel I. Rankes. In nächster Nähe des Bahnhofes, gegenüber der Post. Vorzügliche Betten. fl. Küche. Solide Preise.. Hausdiener zu jedem Zug am Bahnhof. Inhaber: Julius Böminghaus. (4²⁵ Hd. Amsterdau gierung nach dem b Dr. Jameson, Die werde. sie den deutschen Unter habe dadurch seine N Kaiser überreichte zu setzen. Kreise sind der Anstcht, seine Offiziere und Soldaten in London erhalten haben, größeres Mißtrauen als bisher entgegen bringen Hd. London, 25. Febr. Der portugiesischen Regierung werden heftige Vorwürfe gemacht, daß bedeutende Konzessionen gemacht land sei auf dem Punkte geblieben, anläßlich der Vorgänge in Johannesburg Truppen ans Land 6. Baugesuch der Firma A. Euler für die u, 25. Febr. Die offiziellen Dammstraße. daß die Buren-Re⸗ welchen egeisterten Empfang, und Krankenpflege für die Lonystraße. 8. Die Abhaltung der Gottes dienste Stadtkirche. 9. Das Freibad an der Lahn. g 10. Vorauschlag des Stadterweitecungsfonds. Marktpreise.. Gießen, den 25. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfund 75—80, Hühner⸗ eier 2 St.11— 12, Enteneier 7—8, Gänseeier 12— 13, Käse 5— 8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 30 Pfg., Tauben per Paar 0,85—1 Mk., Hühner p. St. 1,10—1,40, Hahnen 1,50 1,80, Enten 1,70—2 Mk., Gänse per Pfund 4654, Ochsenfleisch 72— 76, Kuh- und Rindfleisch 66 den Engländern noch thanen in Lourenzo Marquez habe. Portugal eutralität verletzt. Deutsch⸗ Donnerstag, Die Ueberlassung eines H Gesuch des des 3 Gesuch mit der städtischem Gelände. Sonnenstraße 25. 5. Gesuch der F Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, den 2. Marz, Vormittags 9½ Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, Distrikt Walds⸗ hut, versteigert werden: 87 Fichten u. Kiefernstämme mit 39,83 fm, 27 Fichtenstangen mit 4,79 fm, 186 rm Nadelscheitholz, 410„„ knüßppelholz, 134„„ Sstockholz, 150 Wellen Eichenreisig, 4830 Wellen Nadelreisig. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an der sechsten Schneise. Gießen, den 24. Februar 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Empfehle meine Korb⸗ und Stuhl⸗ flechterei zu soliden Preisen. Aug. Werner,. Korbmacher, 226) Gießen, Weidengasse 8. öblirtes Zimmer zu vermieten. M 285) Wettergasse 5, 1. Stock. Ein junger Fahrbursche mit guten Zeug⸗ nissen gegen hohen Lohn gesucht. 329 C. Steinberger, Löwengasse 27 ae Dienstmädchen gesucht Neuenweg 5. Ein Lehrling gesucht 332 Lackirer Vogel, Dammstraße 8. VB n Kaufmann, der mit der einfachen und doppelten Buch—⸗ führung vertraut ist, empfiehlt sich im Beitragen der Bücher. Gefl. Angebote u.„B. 50“ an die Exped. d. Bl., Kreuzpl. 4.(139 Sonlagen's Dauer feder hält ca. 6mal mehr Tinte wie eine gewöhnliche Schreibfeder, ist 2 bis 3 mal so dauer⸗ haft und kleckst nicht. Preis 3 Mk. pro Groß. Zu haben in den meisten Schreib; waarenhandlungen, wo nicht, liefern wir direkt Surtscheid-Aachen. a Schlagen N Co. 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Gesuch des Heinrich Siever um Erlaubnis zum Aushängen eines Firmenschildes am Hause Bauerlaubnis für den Schiffenbergerweg. bis 68, Schweinefleisch 56— 68, Schweinefleisch, gesalz. 72, Kalbfleisch 6000, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 4,50—5, Zwiebeln per Zentner 78,50 Mk., Milch per Liter 16— 18 Pfg. den 27. Febr. 1896, Sterbfälle. Am 24. Februar Philipp Kimmel, J 45 Jahre alt, Kutscher dahier, Brandplatz 14. Die Be⸗ erdigung findet Mittwoch, den 26. ds. Mts., elzlagerplatzes am Lutherberg. um Erlaubnis nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause statt. Am 24. Februar Heinrich Friedrich Schnierle, drei Jahre alt, Sohn vom Taglöhner Johann Friedrich Schnierle dahier, Sonnenstr. 13. betr. Auffüllung —.——— Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. 1 irma Kauffmann und Co. um 44%%%%%%„%%%%%%%%%%%% Geschüftsverlegung. Mein Bureau betreffend den Gießener Wohnungs nachweis, Placirungsbureau, Immobilien ⸗ Gesehäft, Auskunfts⸗ bureau ꝛc. befindet sich von heute ab 328 Asterweg 6, parterre. Hochachtungsvollst C. Stiasuy. „ MüdchEN und COMA. Alleinige Niederlage in Giessen: Carl Schwaab, Hoflieferant. 2 Karnevals⸗ Nummern der Hessischen Landeszeitung sind noch a 15 Pfg. zu haben in der Expidition, Kreuzplatz 4. 77 7 N— 77 2 8. N N Ne N 7 2 f lader 1 kertiger Herren- und Knaben- Kleider. Tuch, Bukskin und 0 Manufaktur waaren. Anfertigung eleganter Herren-Garderobe nach Maaß. 9 2 S S 2 eee eee Chr. Arnold Hcheren Effog bringen die bewährten und hoch geschätzten Kaisers's 1 Pfeffermünz-Caramellen Spenglermeister, empfiehlt sich bei allen vorkommen Spenglerarbeiten, und schlechten verdorbenen Magen. 5 8 insbesondere Neubauten. Aecht in Pak. à 25 Pfg. 159) 9 Marktstraße 9. gegen Appetitlosigkeit, Nagenweh ö E— Reparaturen gut und billig 5 Wolkengasse 13 * Gebr. Stamm, Gießen. . U 7. Baugesuch des Allgem. Vereins für Armen ⸗ 1 1 1 1 1 * f Lahrlörpe dur Beh Vertreter Ober Me easchlenen serungs bun gel der Uni WMunsche heit elt der Gtͤl leit es fl chenso der woften de den Schl fung nah hierauf Schweste derte in bei der Hierauf die Aust Pabill außerhall aus 8 6 dem sich torlum, d wohuunge ud Lehr käumlich praklisch deulschen farbenem töniglet gemildert. dau⸗grün e 50 00 sic rend e diesen 3 mich der Nahe 0 Kranker 1 Bel ist. Ci Leiter de bare Bet werden. en amp hat 1 —