0 1 4 ö 0 0 1 Inderthal Ligururfabrian 99. N 0 4 1 N 4 N f N 1 —— urg, Brrautw. Ottmann, bell h — 1 Bügeln in und außen i se 11, 1 Tr. hl —— iger in tungs⸗ egenständen d eizapparaleh Gegeuständen 6 u in cen und Wassrwal . und Ir sch 10 knechte u. durch das 0 uneshul 1886 4 l. hedorfer chack! strasse 75 N ——— Nalthea 1 ö N tepiel 1 ernannt. chen. Der alte Lehmhofbauer„Simmerl“ und sein Weib Bundesgenossen, die ihn zur Ausführung seiner Pläne, böscht, um mich herankommen zu lassen? Gießen, Sonntag g, den 25. Oktober Ausgabe ische Landeszeilung. Gießen. 1896. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Preis der Anzeigen t 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. Tage nach Sonn- und Feiertagen. 1 2 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. Gießzen, 24. Okt. Der Großherzog hat den Kreisassistenzarzt bei dem Kreisgesundheits⸗ amt Gießen Dr. Josef Wengler zum An⸗ staltsarzt an der Zellenstrafanstalt Butzbach Gießen, 24. Oktober. Wie das„Mainz. urn.“ schreibt, sollen die französischen Staatsangehörigen, welche sich in Hessen aufhalten, am 1. November amtlich aufgenommen werden. * Gießen, 24. Okt.(Schlierseer Bauern- theater.) Wir geben unseren Lesern hiermit eine kurz gefaßte Skizze des Inhalts des am Montag durch die Schlierseer zur Aufführung kommenden Stückes„Im Austragstüber'l“. Das„Austragstüber'l“ ist die Wohnung, welche von dem Uebergeber eines Bauerngutes an seine Erben für sich und seine Ehefrau nebst lebens— länglicher Versorgung vorbehalten wird, indem gewöhnlich das Alter oder die Gebrechlichkeit des bisherigen Besitzers die Veranlassung zum Abschluß eines solchen Vertrages „Waberl“ haben sich ins Austragstüber'l zurückgezogen, nachdem sie ihr Bauerngut ihrem Sohne„Martl“ und bessen Gattin„Cilli“ geschenkt.„Martl“, der einige Zeit in der Stadt gelebt hat, kehrt mit allerhand neumodischen Ideen ins Vaterhaus zurück und will auf dem Gute lostspielige Neuerungen einführen, trotzdem der Vater und dessen Adoptivsohn„Natzl“ sich auf das heftigste dagegen sträuben.„Martl“ stört sich aber wenig daran und findet in einem Freund, dem„Stieglschuster“, sowie in dem Baumeister und Güterzertrümmerer„Planer“ eifrige dle allerdings viel Geld kosten, anspornen. Es kommt zwischen den betagten Eltern und„Martl“, trotz der Versöhnungsversuche der Gattin des Letzteren und dessen Schwester„Wally“, zum Bruch,„Martl“ weist die Eltern aus dem Hause und vergreeift sich sogar an seinem Weibe „illi“. Die Eltern finden aber bei der resoluten „Schusternandl“ Unterkunft, und der starrköpfige„Martl“ treibt von dem Tage an dem Ruin entgegen. Als„Martl“ kein Geld mehr auftreiben kann, zeigt sich sein Verführer, der Baumeister„Planer“, im rechten Lichte; denn, um eine auf betrügerische Weise erlangte Hypothek auf das Gut einzutreiben, droht er mit einem Zwangsverkauf. „Martl“, der der Verzweiflung nahe ist, sieht seine ge⸗ machten Fehler ein und versöhnt sich durch Vermittlung seiner treuen Gattin„Cilli“ und der„Schusternandl“ mit seinen Eltern, nachdem der„Stiglschuster“ den Schurken„Planer“ entlarvt und der alte Lehmhofbauer das Gut mit einem Sparpfennig, den er ohne Wissen seiner Familie zurückgelegt, losgekauft hat. Alles löst sich in Wohlgefallen auf, und wir begrüßen nicht weniger als drei Liebespaare am Schluß der Vorstellung auf der Bühne, die„sich kriegen“.— Wo auch die Schlierseer hmkommen mögen, überall ernten sie die größten Erfolge. So wird dem„Mainzer Journ.“ aus dem dortigen Theaterbureau geschrieben:„Die Schlierseer habeu in Stuttgart soeben eine Gastspielserie von 23 Vorstellungen beendet. Der Erfolg war so groß, wie ihn in der württembergischen Hauptstadt noch niemals ein Ensemble erzielte. Gar oft mußte an den Kassen die Schutzmannschaft intervenieren, denn der An thatsächlich wiederholt beängstigend und 1 (Das letztere war bei dem vorigen Auftreten der Schlier⸗ 15 55 9 9 zu sagen, aber durch die„Gefahr“ lemand v i. 5 e d 925 dem Besuche der Schlierseer ab⸗ Gießen, 24. Oktober. Am Donnerstag Morgen wurde oberhalb der Stadt die Leiche eines jungen Mannes aus der Lahn ge⸗ zogen. Derselbe hatte sich vor einigen Tagen aus seinem Dienstort entfernt, da er hier beim Militär eintreten sollte; er hatte aber vorher er⸗ hahe. daß er am Soldatenleben keinen Gefallen e. Ruppertenrod, 22. Okt. Gestern Nach⸗ mittag stürzte sich der Maurer und Landwirt P. Rübsamen in den in seinem Garten be⸗ findlichen tiefen, zur Zeit mit Wasser hoch an⸗ gefüllten Brunnen und ertrank. Er hatte, während er die That ausführte, seine Frau zum Kaufmann geschickt, um ihm etwas zu holen. R. war schwindsüchtig und dürfte dies wohl ihn zur That veranlaßt haben. Vom Vogelsberg, im Oktober. Wie alljährlich, so sind auch in diesem Jahre wieder da und dort Leute dadurch in großen Schaden gekommen, daß sie den jungen Klee, sog. Sto p⸗ pelklee beweideten. Ju manchen Fällen sind die Tiere krepiert; bei anderen kam man dem zuvor, indem man sie schlachtete. Lauterbach, 22. Okt. Seit Monaten kamen hier vereinzelte Fälle von Diphtheritis vor. Am 1. d. M. ist ein Kind der heimtück⸗ ischen Krankheit zum Opfer gefallen und auch jetzt wieder liegt ein anderes Kind daran dar⸗ nieder, das sich jedoch glücklicher Weise wieder auf dem Wege der Besserung befindet. Epide⸗ misch ist die Krankheit bis jetzt nicht aufgetreten. Bad⸗Nauheim, 23. Oktober. Der lang⸗ jährige Gemeinderat und Tapezierer P. Horn III wurde als vierter Ortsgerichtsmann bestellt.— Der Großh. Regierungsbaumeister Metzler ist hier angelangt, um den Bau des Badehauses Nr. VI zu leiten. * Darmstadt, 23. Oktober. Nach Artikel 6 des Gesetzes vom 12. November 1872 sind bei den Wahlen der Wahlmänner und Abge⸗ ordneten zum Landtage nur hessische Staats⸗ bürger, die das 25. Lebensjahr zurückgelegt haben, stimmberechtigt. Bei den füngst voll⸗ zogenen Landtagswahlen trat zu Tage, daß auch Nichthessen in die von den Gemeinden aufgestellten Wählerlisten aufgenommen waren. Dieser Um⸗ stand ist nicht immer auf ein Verschulden der Gemeinden zurückzuführen, denn ihnen fehlen oft die Unterlagen, um beurteilen zu können, ob ein Einwohner Hesse ist oder nicht. Eine sichere Grundlage könnten in dieser Richtung allein die von den Staatsämtern geführten Register abgeben, allein diese enthalten eine Beurkundung hinsichtlich der Staatsangehörigkeit gleichfalls nicht. Im Verlauf von weiteren 3 und 6 Jahren wird es für die Gemeinden noch weit schwieriger sein, die Staatsangehörigkeit im einzelnen Falle fest⸗ zustellen. Diese Sache muß im nächsten Land⸗ tage zur Sprache gebracht werden; es liegt nahe, gleichzeitig auch die Frage zu erörtern, ob man nicht die hessische Staatsangehörigkeit als Er⸗ fordernis aktiver und passiver Wahlfähigkeit zum Landtage überhaupt fallen lassen soll. » Darmstadt, 23. Oktober. Das soeben erschienene Regierungsblatt veröffentlicht das Gesetz zur Aufbringung der Mittel zur Erwerbung der Hessischen Ludwigs⸗ eisenbahn. Die Regierung wird hierdurch er⸗ mächtigt, zum Zwecke des Umtausches der Aktien und zur Deckung der Mittel für den auf Hessen entfallenden Anteil am Kaufpreis eine zu drei Prozent verzinsliche Anleihe im Nominalbetrag von höchstens 93 250 000. aufzunehmen. *Von der Bergstraße, 23. Okt. Jetzt haben die Preise für den diesjährigen Most etwas greifbarere Gestalt angenommen. In Bensheim gingen heute Mittag mehrere größere Partien los zu 23 bis 25/ die Ohm rauhen Mostes(168 Liter). Der gleiche Preis wurde im benachbarten Zell erlöst. In Hambach, wo die Qualität etwas geringer ausgefallen ist, zahlte man 20%. In bevorzugteren Lagen der Bergstraße wurde für die gleiche Menge 35 u. 40, ja 45. bezahlt, welche Beträge jedoch als Ausnahmspreise gelten. Vielen Eignern ist der Durchschnittspreis zu gering und sie legen des⸗ halb ihr Produkt ein. * Aus Rheinhessen, 22. Oktober. Nach dem Muster des Kreises Bingen sollen in ver⸗ schiedenen Kreisen Hessens im nächsten Winter Kreisobstbaugärten angelegt werden. Das Kreisamt Bingen giebt alljährlich circa 500 junge Obstbäumchen an die Landwirte des Ver⸗ waltungsbezirkes ab. * Mainz, 23. Oktober. Wie wir erfahren, hat heute Morgen die natlonalliberale Partei beschlossen, Herrn Oberschulrat Dr. Soldan in Darmstadt als Reichstags⸗ Kandidaten aufzustellen. wurde aber erwischt und der Polizei überliefert. Dieser gegenüber gab er an, daß er direkt von Aachen komme und nannte sich Haferland. Mittlerweile wurde der Polizei bekannt, daß ein hiestger Kutscher von einem Fremden, der in einem der ersten Gasthöfe am Rhein gewohnt hatte, um sein Fahrgeld betrogen worden sei. Es stellte sich auch heraus, daß der Unbekannte einen hiesigen Hotelbesitzer um eine wesent⸗ liche Zechschuld betrogen hatte. In dem Hotel nannte er sich Hofmeister Kaufmann aus Charlottenburg und bezahlte in den ersten Tagen seines Hierseins prompt, bis er die letzten Tage spurlos wieder verschwand. Alle Personal⸗ beschreibungen der benachteiligten Personen stimmten auf den verhafteten Zechpreller, den sie bei der persönlichen Vorstellung sofort erkannten. Nun gab er wieder einen ganz anderen Namen an. Weiter wurde nun festgestellt, daß er in Mainz noch verschiedene Zechprellereien verübt hat, dabei aber nicht erwischt worden ist; ferner hat er noch zwei weitere Diebstähle in Wirtschaften verübt. * Mainz, 21. Oktober. Im Gebäude der Lieder⸗ tafel fand heute Mittag die angekündigte Versammlung des Mittelrheinischen Fabrikantenvereins statt, denen sich eine größere Anzahl Mitglieder des hie⸗ sigen und anderwärtiger Handelskammern und sonstige Interessenten angeschlossen hatten, um die Mitteilungen des Reichskommissärs für die im Jahr 1900 in Paris stattfindende Weltausstellung, des Herrn Geh. Regierungs⸗ rat Richter aus Berlin, zu vernehmen. Außer der hle⸗ sigen Handelskammer waren vertreten die Handelskammern zu Bingen, Coblenz, Darmstadt, Frankfurt a. M., Mann⸗ heim, Offenbach, Wiesbaden und Heidelberg; den Vorsitz führte Herr Fabrikbesitzer D. Beck von Biebrich. Herr Richter hob hervor, daß er heute noch nicht in der Lage sei, einen eingehenden Bericht über die Pariser Weltaus⸗ stellung von 1900 zu geben, da bis jetzt die Verhältnisse noch viel zu verworren und unklar seien und weil über die wichtigsten Fragen noch gar keine Entschlüsse gefaßt seien. Die Ausstellung selbst werde im Frühjahr 1900 ihren Anfang nehmen und bis November, also 6/ Mo⸗ nate dauern. Die Ausstellung fände in 22 getrennten Gruppen statt, so daß für Deutschland ebenfalls 22 verschiedene Ausstellungsplätze vorhanden seten. Dieses System habe den Vorzug, daß dem Beschauer stets ein übersichtliches und vergleichendes Bild über die Gesamt⸗ * Mainz, 22. Oktober. Vor einigen Tagen wurde in einer hiesigen Wirtschaft von einem Unbekannten aus der Wirtskasse ein Betrag von 36 A. gestohlen, und zwar in dem Augen⸗ blick, als sich der Wirt und noch eine Anzahl Gäste in der Wirtschaft befanden. Auf Grund der Beschreibung der bestohlenen Wirtin gelang es der Polizei festzustellen, daß der Dieb und ein vorgestern hier verhafteter Zechpreller eine und dieselbe Persönlichkeit ist. Dieser hatte vor⸗ gestern Abend in einem hiesigen Café 5 Tassen Kaffee, ebensoviel Stücke Kuchen zu sich genom⸗ men und schließlich eine Flasche Wein zu 3. bestellt und war ohne zu bezahlen weggelaufen, leistung der verschiedenen Länder geboten werde. Von der Ausstellungsfläche werde Frankreich für sich allein 60 pCt. und alle übrigen Länder zusammen 40pCt. erhalten. Redner verbreitete sich über die Kollektiv⸗Aus⸗ stellungen, die von deutscher Seite auch für die Pariser Ausstellung geplant seien, welche Art von Ausstellungen schon in Chicago großen Erfolg erzielt habe. Der Redner kommt zum Schlusse seiner sehr interessanten Aus⸗ führungen zu der Auschauung, daß, wenn Deutschland wolle, es keine Konkurrenz des Auslandes zu scheuen brauche; man müsse es allerdings so einrichten, daß man nur seine besten Produkte ausstelle; dadurch würde es möglich sein, eine Ausstellung zu erzielen, die der deutschen Industrie zur Ehre gereichen würde. Folgende Resolutton wurde einstimmig angenommen: ———— ———— Zwischen Liebe und Pflicht. Roman aus dem australischen Buschleben von G. Löffel. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Sah er mich dennoch und kam er neugierig näher, dann mußte die letzte Entscheidung mein Messer bringen. Alles das überdachte ich, während ich ihm folgte. Ich war nur neugierig, wie er nach oben gelangen wollte, da der Weg nicht aufwärts führte. Plötzlich verschwand er in einer Seiten⸗Oeffnung. Es wurde stockfinster vor meinen Augen. Ich mußte mich jetzt an der Wand entlang tasten, und ich that das auf derselben Seite, nach welcher er ausgebogen war. So erreichte ich den Seitengang, in welchem er verschwunden war. Ich prallte entsetzt zurück. Auch hier war es finstere Nacht! Hatte er mich gesehen und seine Laterne ausge— Ich duckte mich nieder. Ich mußte gewärtig sein, Dunkeln anfiel, oder niederschoß, f Ihm meine Nähe verriet. Mit dem Messer tief ausholend, kauerte ich da, sprungbereit. Statt des Schalles von schleichenden Schritten vernahm ich Blötzlich ein Geräusch, welches mich verwundert auf⸗ Horchen ließ. Es war ein Klingen und Klingen, wie wenn jemand Goldstücke zählend durch die Hand gleiten läßt.. Woher kam dieser Ton, der aus nächster Nähe und doch gedämpft an mein Ohr drang? 0 Ich lauschte weiter, dann erhob ich mich aus meiner gebückten Stellung und betrat den Seiten⸗ Zang. 15 Kaum hatte ich zehn Schritte zurückgelegt, als daß er mich im sowie ein Geräusch bar wurde. Hier, in einem quadratischen Raum von Zimmergröße, befand sich der Unbekannte. Seine Laterne stand am Boden. Der Schatten, den sie warf, fiel auf den offenen Eingang, zu welchem ich mich jetzt heran⸗ schlich. Er selbst saß abgewandt auf einem Holzblock und zählte Goldstücke in eine kleine Tonne, welche mit solchen fast schon bis zum Rand gefüllt war. Ich sah noch andere Behälter umherstehen, in die ich oberflächlich hineinsehen konnte. Alle schienen mit Kostbarkeiten angefüllt. Aus einer kleinen Kiste besonders funkelte und flimmerte es von lauter Diamanten. Ich stand geblendet. 5 Ungeheuere Reichtümer waren da angehäuft. Mein Sergeant hatte richtig vermutet. Die tote Schlucht barg eine Schatzkammer, so reich, wie nur ein Graf von Monte Christo sie besessen haben konnte. Und der Hüter derselben saß vor mir. ö Wie sehr bedauerte ich jetzt den Verlust meines Revolvers, mit dessen Hilfe ich nun einen kostbaren Fang hätte machen können. 55 Warum hatte der Raum keine verschließbare Thür? 5 Eine Umdrehung des Schlüssels hätte genügt, um den Anderen zu meinem Gefangenen zu machen, und war er erst einmal in meiner Gewalt, dann wollte ich ihn schon zum Geständnis bringen Sollte ich es mit meinem Messer wagen? Wir waren allein hier unter der Erde. Kein Laut drang aus den Tiefen nach oben. „Zunächst nur spionieren“, hatte der Sergeant 1 500 aber auch rasch und selbständig handeln, wenn die Umstände es erfordern. i War der Augenblick dazu nicht gekommen? durch eine Oeffnung ein Lichtschimmer sicht⸗ Eine solche Gelegenheit kehrte gewiß nie wieder. — Welcher Ruhm für mich, wenn ich ganz allein, ohne Schußwaffe, diesen Sieg erfocht. Wie aber, wenn ich unterlag? Er hatte einen Revolver. Und selbst, wenn ich ihn am Gebrauch desselben verhinderte, war ein Kampf unvermeidlich. In diesem aber handelte es sich um Leben und Tod. Einer mußte am Platz bleiben. In beiden Fällen blieb das Geheimnis der toten Schlucht unenthüllt. Hier hatte es seinen Anfang, aber nicht auch sein Ende. Der Schlüssel lag nicht hier, sondern in der Milton-Park⸗Station. Ich war ausgeschickt, das Geheimnis zu ergründen, nicht, um mit Aufopferung eines Menschenlebens Schätze zu gewinnen. Diese Bedenken lähmten meine Thatkraft. Was hätte es mir auch genützt, Alles zu wissen, wenn ich keinen Ausweg aus der Mine mehr fand? Noch einmal vierundzwanzig Stunden und diese ungeheuren Reichtümer hatten für mich nicht den Wert von einem Schluck Wasser, einem Bissen Brot! Ich konnte hier unten verschmachten, während oben meine Kameraden mich suchten. Nun, eine rasche That sollte nicht zerstören, was auf so gule Wege geleitet war. Ich zwang mich zur Ruhe und beobachtete weiter. Der Unbekannte hatte jetzt das Geschäft des Zählens beendet. Er schien von dem Ergebnis wenig befriedigt. Ein schwerer Seufzer entrang sich seiner Brust. Er stützte den Kopf in die Hand und versank in dumpfes Hinbrüten. Dachte er an das Blut der Opfer, welches an diesen Schätzen klebte? Bedauerte er, den hier angesammelten Reichtum so scheu verbergen zu müssen wie sich selbst, um nicht der strafenden Gerechtigkeit zu verfallen? Freilich, draußen in der großen Welt, im Licht der Sonne, im Glanz eines Riesen-Vermögens lebte es sich angenehmer. Und er kannte sicher jene Welt des gleißenden Scheins, denn wie ich ihn jetzt genauer betrachtete, wollte es mir scheinen, als hätte er einst bessere Tage gesehen, als wäre er kein Mann von niederer Herkunft. Es war eine gewisse Intelligenz in breiten, offenen Antlitz ausgeprägt. Nur die düstere Falte zwischen den buschigen Augenbrauen und die dunklen Ränder um die Augen verliehen diesen edelgeformten Zügen etwas Wildes, so ein Ausdruck, der uns warut, tiefer in die Seele eines Menschen zu blicken. Wie seltsam widersprach das Gewerbe dieses Mannes, der vor ihm aufgehäufte Reichtum, seinem Verhalten. Sollte es ihm nicht längst möglich gewesen sein, diese Schätze durch die menschenleere Wildnis fort⸗ zubringen und in irgend einem fernen Weltteil in Ruhe zu verzehren? Ich würde diesen Mann, wenn ich ihm draußen begegnet wäre, nicht angehalten haben, und ich war Polizist. Was hielt ihn hier?. Was zwang ihn, sein Schicksal noch weiter herauszufordern, um endlich doch noch aufgespürt und ergriffen zu werden? War es jenes unerklär⸗ liche Etwas, das den Verbrecher bestimmt, zu dem Thatort zurückzukeheen, um ihn fortan ruhelos zu umschwärmen? Welches heimliche Band verknüpfte ihn mit den Bewohnern der Milton-Park⸗Station? seinem 28 * 10 5 5 1 4 15 1 1 K e ——* — PCC „Die heutige Versammlung ist der Ansicht, daß, nachdem die deutsche Reichsregierung ihre Beteiligung an der Welt⸗ ausstellung in Paris 1900 offiziell bekanntgegeben hat, eine ausgiebige Beschickung dieser Ausstellung unter allen Umständen angezeigt erscheine. Nach Ansicht der Versammlung liegt es im gemeinsamen Interesse unserer Industrie und unseres Haudels, daß in der deutschen Abteilung der Pariser Weltausstellung ein würdiges und anschauliches Gesamtbild der Leistungsfähigkeit Deutsch⸗ lands auf künstlerischem und gewerblichem Gebiete gegeben wird. Die Versammlung empfiehlt deshalb, die Beschickung der Pariser Weltausstellung unter allen Umständen ein⸗ treten zu lassen und in diesem Sinne zu wirken. Die Versammlung spricht ferner die Ansicht aus, daß auch für die verschiedenen Gruppen der deutscheu Abteilung solche Erzeugnisse zur Ausstellung zugelassen werden sollen, welche durch eigens zu diesem Zwecke gebildete Ko m⸗ misstonen für ausstellungswert, befunden werden. Die Versammlung ist unbedingt der Ansicht, daß auf der Pariser Weltausstellung nur solche Industrie⸗ Erzeugnisse Deutschlands ausgestellt werden sollten, welche Deutschlands Industrie zur Ehre gereichen. Herr Sekretär Jutzi von Darmstadt berichtet nunmehr über den Gesetzentwurf zur Abänderung de Urbelterversicherungsgesetze. Er hob in auschau⸗ licher Weise die Mängel hervor, die dem Gesetzentwurfe anhafteteten, besonders daß derselbe zu sehr in die Selbst⸗ verwaltung eingreife, auch die Belastung nach ihm elne sehr einseitige sei u. s. w. Der Berichterstatter verlas nunmehr eine Resolution, die sich um Beseitigung der von ihm vorgebrachten Mißstände ausspricht. Auf Antrag des Herrn Buder hier wurde von der Annahme der Resolution Abstand genommen, da man die Materie des Gesetzentwurfes noch viel zu wenig kenne, um jetzt schon sich in einer Resolution darüber schlüssig machen zu können. Nachdem noch einer der anwesenden Herren der deutschen Reichsvertretung seine Anerkennung über deren Schritte bezüglich der Pariser Weltausstellung ausgesprochen hatte, wurde die Versammlung geschlossen. * Worms, 22. Okt. Der vom landwirt⸗ schaftlichen Verein heute hier veranstaltete Obst⸗ und Kartoffelmarkt war nur von 12 Ausstellern beschickt. Die Preise stellten sich für Aepfel und Birnen auf 9—18 l pro Cent⸗ ner, für Kartoffeln auf 2,50—5,50 pro Centner. Vermischtes. —„Ach, wie ist's möglich dann!““ Aus Ruhla schreibt man der„Eisenacher Zeitung“: Unsere Mitteilung, daß dem Organisten Georg Heinrich Lux, dem Komponisten des thüringischen Volksliedes„Ach, wie ist's möglich dann“, auf dem hiesigen Friedhofe ein Denkstein gesetzt ist, hat die Frage nach dem Autor jenes anheimelnden Sanges noch einmal wachgerufen, und namentlich in Gothaer und Schmalkalder Blättern hat es sich geregt, unserem Lux die Autorschaft abzusprechen und sie Kücken zuzuschreiben. Alle die alten Ladenhüter, die schon vor Jahren zu Gunsten Kückens ins Gefecht geführt wurden, mußten auch diesmal wieder vorrücken, da neue Beweisgründe für Kückens Autorschaft fehlen. Die alten aber haben keine Beweiskraft und wurden in den Thüringer Monatsblättern überzeugend zurückgewiesen. Dies hat auch Professor Dr. Regel in seinem geo⸗ graphischen Handbuche anerkannt(„Thüringen“ II, 2, Seite 736). Dort macht der genannte thüringische Forscher Mitteilung von dem Streit, der uns jetzt wieder beschäftigt und fügt auch hinzu, daß Kücken selbst sich im Kückenalbum dahin ausgesprochen habe, daß er das „Thüringer Volkslied“ 1827 komponiert habe, daß das⸗ selbe aber wie alle seine aus der Jugendzeit stammenden Instrumental⸗ und Gesangskompositionen ungedruckt ge⸗ blieben sei.„Trotz dieser Angabe Kückens“, schreibt Regel,„halten wir die Auffassung, welche M. Beltz, der Herausgeber der Monatsblätter, kürzlich verfochten hat, für die richtige und verweisen auf dessen nähere Aus⸗ führungen. Nach denselben ist Lux der Kom ponist.“ Das steht auch für uns ein für alle Mal fest, denn es ist nach den Monatsblättern erwiesen, daß der Sachverhalt der folgende ist: Kücken komponierte 1827 ein Lied zu denn Texte„Ach, wie ist's möglich dann“— Lux eben⸗ falls. Die Lursche Komposition erschien ohne Augabe des Komponisten 1830 in Wien(bei Spina), die Kückensche aber blieb ungedruckt und von Kücken selbst vergessen. Mitte der Fünfziger Jahre hörte Kücken dann in Ulm daß Lied„Ach, wie ist's möglich dann“— der Text war ihm bekannt; er erinnerte sich, zu dem Texte eine Melodie geschrieben zu haben, und da das Lied gesungen wurde und der Komponist desselben in Ulm unbekannt war, so war derselbe ja nun mit einem Male gefunden: Kücken wars, hatte er doch besagtem Texte auch eine Melodie gegeben! Wir denken gar nicht daran, daß Kücken hierbei absichtlich sich mit fremden Federn schmückte, find vielmehr der Ueberzeugung, daß er in gutem Glauben handelte, als er das Lied, das er in Ulm hörte, für sich in Auspruch nahm. Dies aber war dasjenige, das bei Spinus in Wien gedruckt erschienen war— Kücken selbst batte seine Komposition ja gar nicht drucken lassen. — Ende eines Deutschen in Amerika. Aus Cleveland O., 6. Okt., wird der New⸗Yorker Staats⸗ zeitung Folgendes geschrieben: Eine grauenhafte Geschichte hat sich in dem 20 Meilen von hier entfernten Hinckley zugetragen. Vor etwa 20 Jahren ließ sich daselbst ein Deutscher Namens Bernhard Scherrmann nieder, der mit einem riesigen Bernhardiner Hunde eine armselige, ganz abgelegene Hütte bezog und sich nur selten in dem Städt⸗ chen sehen ließ. Der Mann führte ein wahres Ein⸗ siedlerleben und sprach mit Niemanden. Seit Kurzem hatte man ihn gar nicht mehr gesehen und gestern machten mehrere Jungen, die in der Nähe spielten, die grauenhafte Entdeckung, daß der Einsiedler und sein Hund unter ent⸗ setzlichen Umständen geendet hatten. Der alte Mann war tot und an einen Posten gekettet. Vor der Thür des Stübchens lag sein Hund, der einen Axthieb auf den Kopf erhalten hatte. Der Körper des Mannes ließ auf einen schrecklichen Kampf schließen und die Aerzte kamen nach einer Untersuchung zu folgender Ansicht: Der Hund sei von Tollwut befallen worden und habe den Mann gebissen. Dieser habe erkannt, daß er gleichfalls von der Tollwut befallen werde und daher auch sterben würde. Er habe daher den Hund getötet, sich mit Ketten an den Posten gefesselt, die Ketten mit einem Schlosse befestigt und um zu verhindern, daß er sich befreie und andere Personen unglücklich mache, den Schlüssel fortgeworfen. Dann habe er das Eintreten der Tollwut und gleichzeitig seinen Tod abgewartet. Die Hütte wurde durchsucht und man fand in einem Versteck 13000 Doll. in Gold. Wo der Einsiedler herkam und ob er Verwandte hat, ist nicht bekannt. — Zur Vorsicht für Eisenbahnreisende. Einem Passagier wurde am Sonntag Abend auf der Sta⸗ tion Bischofsheim beim Schließen der Koupeethür ein Finger total abgeklemmt. — Der Untergang von Sodom und Go⸗ morrha. Aus München berichtet die dortige„Allgem. Zeitung“: In einer öffentlichen Versammlung der Geo⸗ graphischen Gesellschaft sprach vor einem zahlreichen Publikum Dr. M. Blanckenborn(Erlangen) über das Tote Meer und den Untergang von Sodom und Go⸗ morrha. Das Tote Meer entspricht der Vorstellung, die man sich von der fluchbeladenen Stätte eines göttlichen Strafgerichts zu machen gewohnt ist, nur zum Teil. Dem Reisenden, der von Jerusalem aus auf bequemem Wege nach Jericho herniedersteigt und von da über die wüste Jordanebene ans Nordende desselben kommt, erscheint es eher als ein friedlicher, in seiner Art majestätischer Ge⸗ birgssee, dessen schwer zugängliche Ost⸗ und Westufer sich in großartiger Steilheit erheben. Sein Wasser, sechsmal so salzig als das des Ozeans, schmeckt widerwärtig bitter und besitzt so hohe spezifische Schwere, daß Boote darauf leicht zum Kentern kommen. Dieser Umstand, heftige und plötzliche Windstöße, hohe Temperatur und ungewohnt hoher Luftdruck, Unsicherheit der Ufer, endlich giftige Schwefelwasserstofferxhalationen, die mit Schwefelthermen zahlreich am Ost⸗ und Westufer und auch mitten im See vorkommen, erklären zur Genüge, daß auf dem See noch keine Schiffahrt getrieben wird, und daß die Ufer ein Bild trostloser Verlassenheit bieten. Am südlichen Teil des Sees, der von Hebron aus in zwei mühevollen, nahezu wasserlosen Tagemärschen erreicht wird, fällt vor allem der sonderbare, 180 Meter hohe Dschebel Usdum, d. h. Sodomsberg, auf. Er besteht in seinem unteren Drittel durchaus aus reinem Steinsalz, dessen rasche Ver⸗ witterung nicht selten säulenförmige Stücke stehen läßt, die von weitem an menschliche, besonders an weibliche Gestalten erinnern(Lots Weib). Das Südufer des hier nur 1—6 Meter tiefen Sees nimmt der schwer passier⸗ bare, mit einer Salzkruste bedeckte Morast Sebcha ein und hier werfen die Wellen mitunter knollenförmige Stücke von Schwefel und Asphalt aus. Die Entstehung des Toten Meeres begann gegen Ende der Tertiärperiode mit der Bildung des großen Systems meridionaler Spalten, die vom Ppyassa⸗See in Afrika bis zum kleinasiatischen Taurus nachgewiesen sind. An diesen Spalten sanken einige scholleuförmige Stücke der Erdkruste in die Tiefe, sodaß grabenförmige Thalzüge entstanden, die jetzt zum Teil mit Wasser ausgefüllt sind, wie der Nyassa, Tan⸗ ganyika, Samburu, das Rote Meer und das Ghor oder die Jordanebene mit dem Toten Meer. Letzteres, die tiefste aller genannten Einsenkungen(400 Meter unter dem Spiegel des Mittelmeers), stand während der Dilluvial⸗ zeit in niederschlagsreichen Perioden, die unseren Eiszeiten entsprechen dürften, in höherem Niveau als jetzt, wie die Dilluvialstraßen der Jordanebene und Geröllablagerungen auf dem Dschebel Usdum zeigen. Der Untergang von Sodom und Gomorrha erfolgte erst in der Alluvial- oder geologischen Neuzeit. Südlich von der Halbinsel Lisan muß statt der jetzigen Südbucht des Sees einst eine fruchtbare Thalebene mit den Städten Sodom, Gomorrha u. A. gelegen haben, und diese sank wahrscheinlich unter heftigen Erdbeben, nicht aber unter vulkanischen Eruptions⸗ erscheinungen, längs der erwähnten Spalten bis unter das Seeniveau. Während der Senkung entzündeten sich durch Reibung oder Blitzschlag die an vielen Stellen empordringenden brennbaren Stoffe, insbesondere Asphalt⸗ und Erdölmassen, so daß ein ungeheueres Flammenmeer die ganze Gegend bedeckte und„ein Rauch aufging, wie ein Rauch vom Ofen“. Aber das war er ja gar nicht, das war ja ein Anderer? Wie dumm diese Meinung von mir, hier immer nur den einen Menschen zu sehen, während ich doch bereits ihrer Zwei zu Gesicht bekommen hatte, und wer weiß, wie Viele noch hier verborgen lebten. Pah, dieser war ja gar nicht der Juteressantere, sondern jener Weißbart, welcher mit so täuschender Natürlichkeit die Rolle des Geistes spielte. Warum? Zu welchem Zweck? Da stand ich wieder vor dem alten Rätsel, zu dem mir bis jetzt noch jede Erklärung fehlte. Was war das? Eine Stimme?! Der ernste Mann sprach mit sich selbst, er gab seinen Gedanken lauten Ausdruck, wie man es wohl thut, wenn man sich am einsamen Ort ganz allein wähnt. Ich lauschte. „Ja, ja, Gold, Juwelen, eine Million und— arm wie Hiob!“ sagte er mit ingrimmigem Spott. „Vogelfrei und an einem unsichtbaren Faden in dauernder Gefangenschaft gehalten. Unter der Erde, tiefer, als im tiefsten Grab, und doch ruhelos! Diese Nacht, sie ist finster und doch nicht so schwarz, wie die Nacht in meiner Brust. Ewige Gerechtigkeit, schlummerst Du?“ fuhr er, aufspringend und seine Stimme erhebend, fort. „Treffe mich mit Deinen Blitzen, vernichte mich mit Deinen Donnerkeilen, nur lasse meine Seele nicht länger zwischen Himmel und Erde hinschwanken! Gieb mir die Verdammnis, wenn Du mir die Seligkeit nicht geben kannst! O Gott, mein Gott, wie weit hast Du mich verlassen!?“ Diese Worte hallten wie der Verzweiflungsschrei einer gemarterten Seele von der dunklen Wölbung wieder, und kaum waren sie verhallt, so drang ein Laut wie ersticktes Schluchzen zu meinem Ohr. Ich blickte hinüber. Da saß er wieder wie vorhin, nun aber ganz in sich zusammengesunken und zwischen seinen das Gesicht bedeckenden Händen rannen die Thränen hervor, ja, Thränen! Ich war erschüttert, ich war starr. Das war keine Komödie. Die Worte kamen ihm vom Herzen, und auch seine Thränen waren echt. Sie deuteten auf einen großen, tiefen, unaus⸗ löschlichen Schmerz, der ihm die Brust zerwühlte und ihn seines Besitzes nicht froh werden ließ. So offenkundig das war, so geheimnisvoll waren seine Worte. War er denn nicht verdammt? Trug er denn nicht die Hölle in seiner Brust? Wie konnte dieser Mann Gott anrufen!? (Fortsetzung folgt.) — unter türkischen Räubern. Die„Frankf. Ztg.“ hatte vor kurzem aus Salonik gemeldet, daß ein österreichisch-ungarischer Staatsangehöriger, der Grund⸗ besitzer D. Zlatko, ein Bruder des österreichisch-ungari⸗ schen Vize⸗Konsuls in der macedonischen Stadt Serres, von türkischen Räubern entführt und bei der Auszahlung des Lösegeldes infolge vorzeitigen Eingreifens türkischer Truppen von den Räubern getötet worden ist. Sein Schicksal teilte noch ein zweiter, von den Räubern gleich⸗ falls entführter Grundbesitzer. Ueber diesen Vorfall wird der„Neuen Freien Presse“ noch folgendes geschrieben: D. Zlatko besaß ein Landgut in der Nähe von Serres, woselbst er auch wohnte. Am 10. September, abends, wurde aus Hausthor geklopft, worauf die Schwester Zlatkos zum Fenster eilte, um zu sehen, wer Einlaß begehre. Ein Blick belehrte sie, daß das ganze Gehöft von Räubern umstellt sei. Auf die an sie gerichtete Aufforderung, der Hausherr möge unverzüglich herunter in den Hof kommen, antwortete sie, er sei nicht zu Hause. Der Anführer der Räuber gab sich jedoch mit dieser Antwort nicht zufrieden und erwiderte, falls der Hausherr nicht anwesend sei, werde man die Schwester mitnehmen, und sie solle sich bereit machen, ihnen zu folgen, da man sonst Gewalt brauchen würde. Nun eilte Zlatko selbst zum Fenster und erklärte, daß er selbst kommen werde. Er eilte in den Hof hinab, und hier wurde ihm von den Räubern mitgeteilt, daß er ihnen zu folgen habe, Wider⸗ stand sei unnütz. Da es aber nachts kalt sei, namentlich im Gebirge, riet man Zlatko, einen Winterrock mit⸗ zunehmen. Das geschah. Zlatko versuchte noch die zurückbleibenden Angehörigen zu beruhigen und folgte den Räubern, welche die Richtung nach dem Tschiftlik Rai⸗ koftscha einschlugen. Nach ungefähr dreiviertelstündigem Marsche langte der Zug vor diesem Gehöfte an. Ein Teil der Räuberbande setzte mit dem gefangenen Zlatko den Marsch fort, während die Uebrigen das Tschiftlik Raikoftscha umstellten und dessen Besitzer, den vlagischen Grundbesitzer und türkischen Staatsangehörigen Nuschko Hadschi Cotscho zu entführen suchten. Dieser, ein schon älterer Mann, wurde schleunigst versteckt und man sagte den Räubern, er befinde sich in Serres. Die Räuber drohten aber mit Mord und Brand, und schließlich sah sich der jüngere Bruder des Cotscho veranlaßt, sich den Räubern auszuliefern. Diese schlugen nun gleich der ersten Bande einen ins Perimgebirge führenden Räuberpfad ein und machten erst in größerer Entfernung von der Ort⸗ schaft Menelik Halt. Inzwischen hatte man in Serres Lärm geschlagen. Der Bruder Zlatkos, Herr Georg C. Zlatko, österreichisch⸗ungarischer Vize⸗Konsul von Serres, ver⸗ ständigte sofort das österreichisch-ungarische General⸗Konsulat in Salonichi von dem Vorfalle. Es wurden Truppen in der Richtung der Flucht der Räuber auf Streifungen geschickt. Inzwischen leitete der österreichisch- ungarische Konsul in Salonichi die notwendigen Schritte ein, um so rasch als möglich die Befreiung des gefangenen Zlatko zu erwirken. Die österreichisch⸗ungarische Botschaft in Kon⸗ stantinopel erwirkte seitens der Pforte die Zusicherung, daß in diesem Falle das Möglichste geschehen werde, um den Entführten zu befreien. Auf ausdrücklichen Wunsch des österreich-ungarischen Konsuls stellfe man die Ver⸗ folgung der Räuber ein. Diese ließen mehrere Tage verstreichen, bevor sie irgend welche Nachricht von sich gaben; endlich gaben sie durch Boten zu verstehen, daß sie Zlatko gegen ein Lösegeld von 2000 türkischen Pfund und freien Abzug freigeben würden, widrigenfalls er dem Tode verfallen sei. Das Geld sollte an einem näher bezeichneten Orte deponiert werden. Das österreichisch⸗ ungarische Konsulat erwirkte durch Vermittelung der Bot⸗ schaft in Konstantinopel den Befehl, der Gouverneur von Salonichi solle sofort die verlangte Summe den Räubern auszahlen lassen. Es scheint indessen gewisse Schwierig⸗ keiten gekostet zu haben, dieselbe aufzutreiben; thatsächlich aber brachte der Gouverneur von Salonicht die 2000. türkische Pfund auf und überreichte das Geld dem Mutessarif von Serres, damit er es den Räubern auszahlen lasse. Der österreichisch-ungarische Konsul machte es ausdrücklich den türkischen Behörden zur Pflicht, übereilte Verfolgungs⸗ versuche zu unterlassen, und der Gouverneur von Salonichi sagte zu, daß nichts geschehen solle, was das Leben des Gefangenen in Gefahr bringen könnte. Die Befreiung Zlatkos verzögerte sich aber um mehrere Tage. Der österreichisch⸗ungarische Konsul erklärte dem Gouverneur, daß er ihn für alle Folgen verantwortlich halte, falls dem Gefangenen infolge eines unvorsichtigen Vorgehens der mit der Geldablieferung betrauten türkischen Behörden in Serres ein Unglück geschehe. Der Mutessarif von Serres entschuldigte sich damit, er habe nicht den ganzen Betrag von 2000 Pfund den Räubern auf einmal aus⸗ zahlen wollen, damit dieselben nicht nachträglich höhere Forderungen stellen. Daraufhin erhielt der Mutessarif von Serres die strengste Weisung, den Rest der 2000 Pfund ohne weiteres Zögern zu bezahlen und vor Ablauf von drei Tagen nach der Freilassung Zlatkos überhaupt keinerlei Versuche zur Verfolgung der Räuber zu machen. Diesem Befehle wurde aber nicht Folge geleistet. Noch bevor Zlatko in Freiheit gesetzt war, griffen die türkischen Soldaten die Räuber an, offenbar in der Ab⸗ sicht, sich des Geldes zu bemächtigen; sie waren gegen alle Befehle taub und gegen jede Vorsicht blind. Als die Räuber dies bemerkten, machten sie ihre Drohung wahr und töteten D. Zlatko und dessen Leidens⸗ gefährten Cotscho. Dann wendeten sie sich zur Flucht und es gelang ihnen, ohne Verlust samt den erhaltenen 2000 Pfund Lösegeld zu entkommen. Nette Zustände! — Mangel an Wasser herrscht in Madrid. Seit etwa drei Monaten ist dort kein Tropfen Regen ge⸗ fallen. Die Direktion der Wasserleitung teilt mit, daß der Fluß Lozoya, der die Madrider Wasserleitung speist, gänzlich vertrocknet ist, was seit der Kanalisierung des genannten Flusses noch nie vorgekommen war und die Erschöpfung der Wasserbehälter sehr bald im Gefolge haben wird. Am 1. d. Mts. betrug der Wasserbestand in den Behältern der Wasserleitung rund zwei Millionen Kubikmeter. Madrid, eine Stadt von 500 000 Ein- wohnern, verbraucht täglich 100 000 Kubikmeter Wasser. Der Vorrat wird also bloß für 20 Tage ausreichen. In früheren Jahren waren im Oktober immer wenigstens 10 Mill. Kubikmeter Wasser in den Behältern vorhanden. Die Direktion der Wasserleitung, im Verein mit der Stadt⸗ verwaltung, hat verschiedene Maßnahmen getroffen, um nach Kräften dem Uebel zu begegnen. Der Alkade hat einen Aufruf an die Bürgerschaft erlassen, in welchem jedermaun aufgefordert wird, im Interesse der Gesamtheit im Wasserverbrauch so sparsam als möglich umzugehen. In den 5000 in Madrid bestehenden Schänken, wo für gewöhnlich die Röhren der Wasserleitung immer offen⸗ stehen, werden dieselben jetzt, auf polizeiliche Verordnung, jede Nacht geschlossen, was ein wahrer Segen ist für die ehrsame Zunft der Trunkenbolde, denn so können die Wirte nicht mehr so viel Wasser wie sonst in den Wein mischen. Auch unterbleibt die Begießung der Garten⸗ und * Parkanlagen, sowie der Straßen und Plätze. Alle Ge⸗ werbe, die sich des Wassers der Stadtleitung bedlenen, mit Ausnahme der Bäcker, erhalten kein Wasser mehr und müssen somit pausieren, bis bessere Zeiten, das ist Regen⸗ güsse kommen. Sämtliche Lifts werden ebenfalls auf Be⸗ fehl der Stadtverwaltung außer Betrieb gesetzt. — Tesla über die Röntgenschen Strahlen. Der berühmte Elektriker Tesla hat kürzlich in dem„Sesen⸗ tific American“ seine Ansicht über das Wesen der Rönt⸗ genschen Strahlen ausgesprochen. Es ist nach ihm wenig zweifelhaft, daß die Kathodenstrahlen in der Hittorffschen Röhre aus kleinen Teilen von Materie bestehen, welche mit einer großen Geschwindigkeit von der Kathode fortge⸗ schleudert werden. Man kann sogar die thatsächliche Ge⸗ schwindigkeit dieser Stoffteilchen schätzen. Tesla gelaugt zu der Annahme, daß diese Geschwindigkeit 100 Kilomeler in der Sekunde betragen könne. Bei einer solchen enormen Schnelligkeit der Bewegung sind auch die mechanischen Effekte und die Wärmeerscheinungen erklärlich, welche an den Wänden der Röhre oder an entgegengestellten Hinder⸗ nissen anderer Art durch die ausgeworfenen Strahlenbündel erzeugt werden. Diese Strahlen wirken eben wie eine unendlich enorme Anzahl unendlich kleiner Geschosse. Wenn die Gesetze der Mechanik auch für die Kathodenstrahlen und die in ihnen mit so rasender Geschwindigkeit fortbe⸗ wegten Teilchen gelten, so müssen diese notwendig in einen ihnen in den Weg gestellten Körper tief eindringen. Eine wesentliche Stütze der Teslaschen Anschauung ist durch die wichtige, zuerst von Röntgen festgestellte Thatsache gegeben, daß die Durchlässigkeit der Körper für die Röntgen⸗ schen Strahlen von ihrer Dichte abhängig ist; je dichter ein Körper ist, desto undurchlässiger ist er also. In Be⸗ zug auf die Durchlässigkeit der Körper für Lichtstrahlen besteht dieses Gesetz nicht. Es ist daher anzunehmen, daß es auch für die Röntgenschen Strahlen nicht bestehen würde, wenn sie lichtähnliche Strahlen wären. Einen weiteren augenscheinlichen Beweis dafür, daß die Kathoden⸗ strahlen aus Materie bestehen, sieht Tesla darin, daß die⸗ selben in einer gewissen Entfernung von der Röhre Schatten werfen. Tesla glaubt aber, daß die Materie in den Kathodenstrahlen auf eine gewisse Urform zurückgeführt sei, welche bisher unbekannt war, da solche Geschwindigkelten und so gewaltige Stöße von materiellen Strahlen bisher noch nie beobachtet werden konnten, bevor die neuesten Errungenschaften der Physik der Erkenntnis einen neuen Weg wiesen. — Eine Henkerfamilie. Die Frau des be⸗ kannten französischen Scharfrichters Deibler ist in Parls gestorben. Deibler, den seit der Hinrichtung des Anar⸗ chisten Vaillant und Emile Henry kein Hauseigentümer mehr als Miether aufnehmen wollte, weil die Anhänger und Freunde der Hingerichteten das Leben und auch dle Wohnung aller Personen bedrohten, die in dem Prozesse eine Rolle gespielt haben, war gezwungen, sich ein eignes Heim zu gründen und kaufte in dem Stadtviertel Auteull ein kleines Haus mit Garten, wo er mit seiner Famille in stiller Zurückgezogenheit ein ruhiges Henker⸗Daseln führte. Die Verstorbene war die Urenkelin des Henkers Samson, der Ludwig XVI. hinrichtete und in dessen Fa⸗ milie das Amt vom Vater auf den Sohn überging. Deibler, der als erster Henkersgehülfe unter dem Scharf⸗ richter Roch thätig war, heiratete sie nach dem Tode seines Meisters, dessen Amt ihm zufiel. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 13. Oktober. Dem Schneider Heinrich Schmidt X 1 T., Ernestine Susanne.— Am 15. Oktober. Dem Kaufmann Wilhelm Mayer 1 T.— Am 17. Oktober, Dem Bankier Jakob Grünewald 1 T., Olga.— 17. Kaufmann Georg Herbordt 1 T., Elise Eharlotte.— 17. Dem Händler Philipp Fischer 1 S.— 17. Dem Schlosser Jakob Reichel 1 T.— Am 20. Oktober. Dem Schmied Franz Brunow 1 T., Marie Auguste.— Am 21. Ol⸗ tober. Dem Kaufmann Karl Zülch 1 S.— Am 22. Oktober. Dem Friseur Wilhelm Balser 1 T., Katharine Magdalena Lina. Aufgebote. Am 17. Oktober. Werner Sinning, Hoboist dahler, mit Marie Anna Johanna Josephine Wilhelmine Vogel hierselbst.— Am 19. Oktober. Ludwig Martin Weber, Metzger und Wirt dahier, mit Marie Bert von Londors. — 19. Max Stein, Kaufmann zu Darmstadt, mit Emilse Reichenbach zu Flawil.— Am 20. Oktober. Konrad Walter, Schlosser zu Großen⸗Buseck, mit Luise Auguste Feiler daselbst.— 20. Ludwig Luh, Bahnarbeiter zu Klein⸗Linden, mit Christine Luise Hahn hierselbst.— Am 22. Oktober. Heinrich Knorr, Metzger dahier, mit Lusse Christiane Schmidt hierselbst.— 22. Wilhelm Benjamin Saeftel, Schreiner dahier, mit Marie Katharine Karoline Hedwig Heil hierselbst. Eheschließungen. 1d hierdurch e bh n donner 3 50 daß dit e e Edt 118 bbeaiek: d 4 Heßg gasec 5 Schokstrabe, Hicsecerwege Woblborsehe % Wahlbeitrke an 5 Neuen aulage, des anlage Nr. Wabloorfiebe bezirk: 1 Btaugasse, 2 Kirchenplatet Slobgosse Wiesenstraße n Wal Wahlvorstehe al Wahlbesirk: d Kirchstraße,! Koserne J. d sraße, des 2 Wabloorstehe ler Wahlbezirk: ta e, An d Müblgasse( Wesanlage! Wahlvorsteh. her Wahlbezirk: des Erdlaul Lundmannstt Ludwigstraße der Sephar Vahloorsteh sahcater Wahlbezirk aße, Ebel wege, der Wüͤbelmstra Wahlvorsteh Jießen, den 2 1 N ö he ich einen Am 21. Oktober. Hermann Falk, Bäcker dahter, mit 5 Katharine Ludwig hierselbst.— Am 22. Oktober. Hein⸗ rich Steuernagel, Sergeant dahier, mit Marie Gebauet hierselbst. Sterbefälle. Am 18. Oktober. Henriette Mähler, geb. Wurm, 48 Jahre alt, Witwe von Lokomotivführer i. P. Engelhar) Mähler zu Siegen.— 18. Marie Bohling, 6 Jahre alt- Tochter von Tapezier Wilhelm Bohling dahier.— Am 19. Oktober. Johanna Inderthal, 10 Tage alt, Tochlet von Liqueurfabrikant Christian Inderthal dahier.— An 21. Oktober. Julius Ratje, 35 Jahre alt, Zimmermann von Lollar. Am 22. Oktober. Jakob Becker, 65 Jahre alt, Knecht von Heuchelheim. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 25. Oktober, 21. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Stadtkirche: Vormittags 9⅛ Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche, Pfarrer Schlossen Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. 1 Donnerstag, den 29. Oktober, Abends 8 Uhr, Bibelstunde im Konfirmandensaal(Neustadt 61). Jac. 4, Ver!“ 6 bis 12. Pfarrer Schlo sser. 1 Nächstkünftigen Sonntag, den 1. November, als an Reformationsfest, findet Beichte und heiliges Abendmall für Matthäus⸗ und Markusgemeinde gemeinsam im Abend gottesdienst statt. Anmeldungen dazu werden vorher b dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Die Versammlur]“ der konfirmierten Mädchen aus der Markusgemeinde find ausnahmswe ise statt Dienstag den 27. d. Mis Montag, den 26. Ottober Abends 8 Uhr im Kouft mandensaal der Neustadt statt. In der Johanneskirche: Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Kindergottesdienst für die Johanne“ „ daß die g. cala dar, 1 8 der göhtt Shan die Matert un am zurücgefih 1 de Gch 5 len Strabla bir bebor die death tenntnis einen un Die tun de debler i u den richtung deb he kein Hauzetgente, well die Mahi Lehen und auth die in dem Pz gen, sich ein en Stadtviertel Au r mit selnet Furt ihiges Henker det legkelin des 9 achrichten. det Heinrich Schu 15. Oktober. da — Am 17. Olin T, Olga.— Flise Eharlotte.— 11. Dem Sele ttober. Dem She ute.— An 21. 0 9 1 8.— An alser 1 T., Katha ning, Hobols daß ine Wihelune aß ubuig Marin Ehe atit Bert von Lune 1 Darmstobt, uit brd 20. Otvober, Jud bel, uit Lui A Luh, Vahunbel Hahn bierfabf.* chger dahier, wi 15 Wihelm Vase art Kuhle du 3 Bäckt bah, Am 22. Ober 00 u, uit Morte Gch. e. U cb. Uu Möhle, 9 J.. * * Dreenstag, tung 1 N ag, den 26. Oktober, Abends 8 Uhr: Bibe 2 5 Konfirmandensaal. Matth. die 6 55 preisungen.) Pfarrer Dingeldey. den 27. Oktober, Abends 6¾ Uhr: Festgottes⸗ dienst für das Jahresfest des Oberhess. Vereins für 5 Innere Mission: Pfarrer Palmer aus Ham— burg. Die Vereinigung der neukonfirmierten Mäd⸗ chen der Lukasgemeinde wird wegen dieses Gottes— dienstes auf 8 Tage später verschoben. Pfarrer Dingeldey. Künftigen Sonntag, den 1. November, als am Re⸗ J sormationsfeste wird im Abendgottesdienst Beichte und helliges Abendmahl für die Lukas⸗ und Johannesgemeinde gefeiert werden. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer der betr. Gemeinde. An diesem Sonntag wird in beiden kirchen eine Kollekte für die Gustav⸗Adolf⸗Stiftung er⸗ hoben werden. Letzte Nachrichten. W. Wetzlar, 22. Okt. In der gestrigen Stadtberordnetensitzung wurde über einen Antrag hiesiger Geschäftsleute betr. die Abhal⸗ weier bedingter Viehmärkte, am 11. und 14. November, beraten. Das Kollegium tand dem Antrag wohlwollend gegenüber und 5 beschloß nach eingehender Beratung, den Provin⸗ Jialrat um Befürwortung und die Regierung um ple Genehmigung der bedingten Viehmärkte zu ersuchen. In der Debatte befürwortete Stadtv. Allmenröder die Hinzuziehung eines zweiten Tierarztes bei das Vorhandensein u 8 Erlö 11 Klauenseuche und das Erlöschen der Maul⸗ gutachtlichen Aeußerungen über Neueste Telegramme. Hd. Bern, 24. Okt. Seit ge gab alen de und Tel 8. dae e bg ephon⸗Verbin d. Wien, 24. Oktober. Der politischen Ae zufolge werden auf Enuintung 10 5 Franz Josefs der Herzog und die Herzogin u dern e des tleans mi r Pri i i 119 teilnehmen.. „Preßburg, 24. Oktober. Die Wahlbewegung in den Bezirken Ober⸗Ungarns nimmt einen bedrohlichen Charakter an. Fortwährend laufen Mel⸗ dungen von Unruhen infolge von Ueber⸗ griffen der Volkspartei ein. An ein⸗ zelnen Orten ist die Situation so gefähr⸗ lich, daß telegraphisch Militär gerufen werden mußte. Die Geistlichkeit hetzt das Volk, mit dem Kruzifix in der Hand gegen die Regierung auf. Hd. Rom, 24. Oktober. Gestern empfingen der König, die Königin und der Kronprinz die Glückwünsche der Minister, des Senats und der Deputirtenkammer. Ungeheuer ist der Zuzug von Fremden zu den bevorstehenden Festlichkeiten. Die Zahl derselben wird auf 50 000 geschätzt. Der Verkehr in den Straßen gerät oft ins Stocken. Auf dem Korso geht es oft nur schritt⸗ weise vorwärts. Die Prinzessin Helene hat an ihre Mutter ein Telegramm gerichtet, worin sie mitteilt, daß sie ganz berauscht sei von dem Jubel, mit dem Italien sie empfange. Hd. Rom, 24. Okt. Der Prinz von Neapel ermächtigte den Schriftsteller Ghelli zu der Er—⸗ klärung, daß die Diplomatie mit seiner Heirat 105 der Prinzessin Helene nichts zu schaffen habe. Hd. Paris, 24. Okt. Unter den in Aussicht stehenden Interpellat ionen nimmt besonders diejenige über die Aktionen des Dreibundes das meiste Interesse in Anspruch. Hd. Paris, 24. Okt. Die große Rede, welche der Senator Waldeck-Rousseau in Rouen gelegentlich eines Festmahles von 400 Per⸗ sonen gehalten, wird in den heutigen Morgen—⸗ blättern besprochen, Waldeck-Rousseau wird als Justizminister und sogar als künftiger Präsident der Republik bezeichnet, weil er es gewagt hat, folgenden Satz auszusprechen: Europa hat einen schweren Fehler begangen, indem es uns zer⸗ malmen wollte und einen noch größeren, indem es uns zergliedern ließ. Hd. Marseille, 24. Oktober. Zwischen den Stationen Vienne und Givors hat gestern auf dem Bahngeleis ein Erdrutsch stattgefunden. Sämtliche Züge erlitten infolgedessen Ver⸗ spätungen bei ihrer Ankunft in Marseille. Hd. Serajewo, 24. Oktober. In den letzten Tagen wütete hier ein heftiger Orkan, welcher Dächer abhob und Bäume eutwurzelte. Es regnet andauernd so heftig, daß der Verkehr eingestellt werden mußte. Ganz besonders stark haben die Moscheen gelitten. Eine derselben steht schief, sodaß man ihren Einsturz befürchtet. Marktpreise. Gießen, den 24. Oktober. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 95,— 1,10, Hühner⸗ eier 2 Stück 13— 15, Enteneier—, Gänseeier——, Käse 5— 7, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 50— 60 Pfg., Hühner 9. St. 90— 1,00, Hahnen 50 80, Enten 1,50—1,70, Gänse per Pfund 44— 58, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh⸗ und Rindflelsch 64 bis 68, Schweinesl. 56 66, Schwelnefl., gesalz. 70-72, Kalbfleisch 50— 54, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln yrs 100 Kilo 4,00 5,00, Zwiebeln per Zentner 4,00 5,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. 2 Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. ö nach dem Tode ca Bekanntmachung. Es wird bierdurch zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die durch Erlöschen des Nandats des seitherigen Reichstagsabgeordneten Köhler erforderlich gewordene Ersatzwahl an 1. hessischen Reichstagswahltreise Donnerstag, den 5. November 1896 altfinden soll und daß die Wablhandlung um 10 Uhr vormittags begiunt und um Uhr nachmittags geschlossen wird. l Die Stadt Gießen zerfällt in folgende Wahlbezirke: Erster Wahlbezirk: Die Bewohner des Asterwegs, der Ederstraße, Marburgerstraße, von Licherstraße Nr. 23 Kaserne 2, der Nordanlage, Am Rodtberg, der Schillerstraße, Schottstraße, Steinstraße, Wallthorstraße Nr. 23—77, Weserstraße und des Wieseckerweges. Wahllokal: Schulhaus am Asterweg. Wablvorsteher: Beigeordneter Georgi, Stellvertreter: Stadtverordn. Homberger. Zweiter Wahlbezirk: Die Bewohner der Dreihäusergasse, Erlengasse, Löwengasse, Maigasse, des Neuenwegs, der Plockstraße, des Selterswegs, der Sonnenstraße, Süd- anlage, des Teufelslustgärtchens, der Weidengasse, Wolkengasse, und der West⸗ anlage Nr. 1—20. Wahllokal: Gasthaus zum Wiener Hof. Wablvorsteher: Stadtverordn. Heichelheim, Stellvertreter Stadtverordn. Adami. Dritter Wahlbezirk: Die Bewohner An der Bach, der Brandgasse, des Brandplatzes, der Braugasse, Diezstraße, Dammstraße, Hundsgasse, Kaplaneigasse, des Kanzleiberges, Kirchenplatzes, Lindenplatzes, der Lindengasse, Mol kestraße, Neuen Bäue, Ostanlage, Schloßgasse, Schulstraße, Senlenbergstraße, Waagengasse, Wallthorstraße Nr. 1— 22, 5 Wiesenstraße und Zozelsgasse. 1 Wahllokal: Turmhaus am Brand. . Wahlvorsteher: Stadtverordn. Keller, Stellvertreter: Stadtverordn. Schmall. Vierter Wahlbezirk: Die Bewohner der Bahnhofstraße Nr. 1—50, des Burggrabens, der Kirchstraße, Kaplansgasse, Katharinengasse, des Kreuzplatzes, von Licherstraße 23 Kaserne 1, des Marktplatzes, der Marktstraße, Mäusburg, Rittergasse, Schanzen⸗ straße, des Tiefenwegs, der Wettergasse, Wetzsteingasse und Wetzsteinstraße. Wahllokal: Altes Rathaus. Wahlvorsteher: Stadtverordn Jughardt, Stellvertreter: Stadtverordn. Haubach. Fünfter Wahlbezirk: Die Bewohner der Bahnhofstraße Nr. 51—93, Grabenstraße, Hamm ⸗ stra e, An der Hardt, der Kornblumengasse, Krofderferstraße, Lahnstraße, Neustadt, Mühlgasse(große und kleine), Rodheimerstraße, Sandgasse, Schültzenstraße und Westanlage Nr. 21-45 Wahllokal: Schulhaus in der Neustadt. Wahlvorsteher: Kommerzienrat W. Gail, Stellvertreter: aufmannK Friedrich Habenicht. Bewohner der Bergstraße, Bismarckstraße, Bruchstraße, Eichgärten, dos Erdkauterwegs, der Gartenstraße, Goethestraße, Grünbergerstraße, Hessenstraße, Landmannstraße, Licherstraße mit Ausnahme der Nr. 23, Löberstraße, Lonystraße, Ludwigstraße Nr. 140, des Ludwigsplatzes, Nahrungsbergs, Schiffenbergerwegs, der Stephanstraße, Wolfstraße und der Gemarkung Schiffenberg Wahllokal: Bürgermeistereigebäude. Wahlvorsteher: Oberbürgermeister Gnauth, Stellvertreter: Stadtverordn Vogt. Siebenter Wahlbezirk: Die Bewohner dr Alicestraße, An den Bahnhöfen, der Bleich⸗ 7 straße, Ebelstraße, Franlfurterstraße, Hofmannstraße, Klinikstraße, des Leihgesterner⸗ weges, der Liebigstraße, Ludwigstraße Nr. 4773, des Riegelpfads und der Wilhelmstraße Wahllokal: Gasthaus zum Hessischen Hof. Wahlvorsteher: Stadiverordn. Heyligenstädt, Stellvertreter: Stadtverordn. Kirch. Gießen, den 20. Oktober 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Bei meiner diesjährigen Inventur Sechster Wahlbezirk: Die Gnauth. Bekanntmachung. Nachdem die Stadtverordneten Versammlung in ihrer Sitzung vom 1. d Mts. die Fest setzung von Baufluchtlinien für den Tiefenweg beschlossen hat, bringen wir dies mit dem An⸗ fügen zur öffentlichen Kenntnis, daß der Plan darüber 14 Tage lang auf dem Stadtbauamt offen liegt, innerhalb welcher Zeit Einwendungen bei Vermeidung des Ausschlusses bei der unter⸗ zeichneten Stelle vorzubringen sind. Gießen, den 20. Oktober 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Fldl. Schlachthaus Freibank. Heute und Montag Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 52 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, pro Pfund 48 Pfg. Die Freibank bleibt bis Abends 10 Uhr geöffnet. Ziegenbeck, 2½ jährig, reine Schweizer Rasse, zu ver⸗ kaufen bei 1268 Heinrich Schäfer III, Daubringen. Gasglüblicht! Patent Dr. Auer. Wir empfeblen bestens die vorzüglich be⸗ währten Auer schen Gasglühlicht⸗ Brenner. Preis eines vollständigen Brenners mit Strumpf und Cylinder 5 Mark, sowie Glühkörper(Strümpfe) a Mk. 1,40, beste Jenaer Gasglühlicht⸗Cylinder à 60 Pfg., sowie Tulpen, Schirme, Augenschoner ꝛc. in den verschiedensten Ausstattungen und Preis- lagen. 1264 Städtisches Gas⸗ und Wasserwerk Gießen. Köchinnen, Haus-, Küchen⸗ und Kindermädchen, Mädchen für Oekonomie ꝛc. erhalten sofort Stellung. 112² Jentral-Placierungsbureau Kaplansgasse 14 l. —..vßv5vrv——.——— C. ͤ v Geselligleilsrerein Giessen. Samstag, den 24. Oktober 1896: Feier des 10. Stiftungsfestes verbunden mit Theater, Konzert und Ball im Saale des Cafe Leib. Eintrittskarten, im Vorverkauf à 60 Pf, bei Friseur Wahl- Neustadt, Friseur Balser-Grünbergerstrasse und Gastwirt Wellnöfer-Kaplaneigasse.— in der Kasse 25 Pfg. 1170 Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. P UNasthaus„Zum deutschen Hof““ Vereinszimmer iu tegen, Mittagstisch im Abonnement. = 7 ede i lager a fertiger Herren- und Knaben- Kleider. Tucz, Bukskin und Manufakturwaaren. Anfertigung eleganter Herren-Garderobe nach Maaß. 0 2 N eee e Photographie. Meiner verehrl. Kundschaft zur gefl. Nachricht, dass ich mein photo- Kraphlsches Geschäft seit 1. April d. J. nient mehr in meinem früheren Ateller, Dietzstrasse 4 ausũbe, sondern in dem neuerbauten Atelier Grünbergerstrasse No, 10. Aufnahmen finden zu jeder Tageszeit von Morgens 9 Uhr bis Nachm. 5 Uhr statt. „Mook, Photograph. in Rechts sachen, sichere Aus⸗ Nat kuuftserteilung über alle an Berufsgenossenschaften zu bildende Ansprüche aus Unfällen pp., habe ich einen großen Posten in paletots aun Hapclocks Fertigung von Gesuchen jeder Art, Beitreibung von Forderungen, unter Zusicherung strengster Diskretion Sprechstunden: Täglich von 8—12 Ubr Vormittags und von 2—4 Uhr Nach⸗ mitiags; Sonntags von 9—1 Uhr. 1003 Ed. Rotte. Bahnhofstr. 51, III I. Wohne jetzt Tanantefseept Anmeldungen zu den 12 U 0 MWinter-Tanz-Kursen werden zu jeder Zeit entgegen⸗ genommen. 118⁵ J. Möhl, für Herren und Knaben lurückgesetzt, welche zu sehr billigen Preisen ausver⸗ kauft werden. 1447 Carl Frensdorf, Bahnhofstr. Gießen Ecke Neustadt. — Ich habe mich hier als Arzt niedergelassen und bin vormittags von 8 pis 12 und an Wochentagen nachmittags von ½3 bis ½4 Unr in meiner Wohnung zu sprechen. s Giessen, Ludwigsplatz 10. 1201 Dr.. Noack. e e eee eee 75 N * — Betr. Invaliditäts- und Altersversicherung sowie in sonstigen Rechts sachen erteilt Auskunft und fertigt Eingaben 1204 Privatscribent Poppelsdorf, Hammstraße 12. 54„%%% Wohne von jetzt ab: 23 * Weserstr. Gröninger, Musiklehrer. . Klim. Kurort Schömberg bei Neuenbürg im Württem— bergischen Schwarzwald. Heilanstalt für Lungenkranke. Sommer- u. Winterkur. Beste Verpflegung. Mäßige Preise. Leit. Arzt: Dr. Baudach. Prosp. frei durch d. Direktion. Marktstraße Nr. 8 (neben Herru Kaufmaun P. st o r.) Terdinand Parthier, Korb- und Stuhlslechterei. Sonnenstraße 5. Von jetzt ab bringen D Meparaturen billigst. 1 952 wir neben unseren PFfranz. Champagner anderen Bieren auch Marke Foucher& Cie., orter Epernay, in Flaschen zum Ver⸗ kauf und empfehlen dies Bier als ein Geuuß⸗ und Stärkungsmittel — gegründet 1828. Zollersparnishalber in Luxemburg auf Flaschen gefüllt. Depot bei: J. Bockenhelmer, 7 J 2 ersten Ranges. . ö— 5— at wenig Alkohol, da⸗ in cand. rer. mac h. erteilt 2 gegen hohen Malz- gründlichen— 3 extrakt-Gehalt, Unterricht 8 fördert die Ernährung in Mathematik, Physik, Me⸗ A Körpers und be⸗ chanik und den Elementen des 5 kommt gut. Maschinenbaues. 101¹ In Original Porter⸗ Näheres in der Exped. d. Ztg. flaschen, à Flasche 7 8 25 Pfg. Jedes Quau⸗ Friedrichsdorfer tum frei in's Haus. 4 L 2 Zwieba ck 2[Sebr. Röhrle, hier zu haben. 850 Exportbier-Prauerei, Steinstrasse 78 Giessen. 658 (Ecke Schottstraße). L lee. Bahnhofstrasse 1 Wir empfehlen dem geehrten Publikum zum Vergleich: GIESSEN e Große Auswahl in: Posamenten und Besatzartikeln, Seideustoffen, Sammeten und vorgezeichneten Waaren. Schirme, Cravatten etc. Wir bitten auf unsere Schaufenster zu achten. z Len& Co. Bahnhiofstrasse 1. Mielseiligstes um leistung sfeiliigsles Sorlimeutsgeschuüt um Null. Normal⸗Herren⸗Hemden v. 63 an Kinder⸗Kleidchen v. 28% an 6 Stück Eßlöffel v. 20% an Schürzenstoffe, per Meter v. 35& an Herren⸗Uunterhosen„ 66„„ Wollene Kinder⸗Strümpfe, Paar„ 24 1 Paar Messer n. Gabeln„ 18„„—Bettzeuge, 28„ Herren⸗untersacken„ 60„ Betttücher, per Stück„ 75„„ Wollene Waffel⸗Kopftücher„ Handtuchstoffe, ver meter 115755 6 Stück Herren⸗Taschentücher„ 72„„ Damen⸗Schürzen„ 5 22„„ Wollene Kinder⸗Jäckchen 10 25„„ Futterstoffe, 5„ 18 6„ Herren⸗Kragen„72„„ Nachtjacken f. Damen, pr. Stck., 35„„ Wollene Kinder⸗Häubchen„50.%„-Shirting,„ e 6 Paar Herren⸗Socken„ 90„„ Kinderkragen, 55 Eleg. gekl. Gelenkpuppen„22„„ Semdenstoffe, Barchend„% 0 Damen⸗Unterröcke„ 85,„ 12 Stück Damen⸗ Tascheutücher„ 60„„ Erstlingshemden„ 10„„ Gardinen,„ Gestrickte Damen⸗Strümpfe„ 33„„ Kinder⸗Schlabber„ 4,„ Gestrickte Kinder⸗Anzüge 25„„ Häkelgarne, Knäul„„ 6 Handtücher„ 66„„ Vorgezeichnete Tablettdeckcchen„ 5,„ Bamen Barchend⸗Blousen 75,„ Zephir⸗Wolle, per Lage„ Schwarze Damen⸗Schürzen„65„„ Gestickte Paradehandtücher 73,„ Weiße Waffel⸗Bettdecken„120„„ Strickwolle, alle Farben, Pfd.„190„„ Damen⸗Corsets„ 66„„ Gestrickte Kinder⸗Faust⸗Handschuhe 11„ Scheuertücher„„ Doppellage I Spitzen, Stickersien, Wäsche. 1172 c Sonntag, 1 Schlilersee'r spielen: Dienstag. 2 23 Markus Bauer 5 U 3 9 Seltersweg 9. 1 2 Herren-, Knaben- u. Kinder-Anzüge. U 8 Grosses Tuch- und Buckskin-Lager 8 0 8 2 in deutschen u. englischen Fabrikaten. g 3 Spezialität— Anzüge. 1 sun uobu Sunshiaguy Gescha N Einem hochverehrten Publikum von Gießen und Umgegend hiermit die ergebene Anzeige, daß ich 32 Sonnenstrasse 32 ein Manufaktur⸗ und Kurzwaren⸗Geschäft verbunden mit Herren- und Knabengarderobe, letztere mit eigener Werkstätte, eröffnet habe. Indem ich versichere, daß ich bemüht sein werde, durch streng reelle Bedienung die Gunst des geehrten Publikums mir zu erwerben, bitte ich um geneigten Zuspruch. 1249 A. Giehl. Oranienbrauerei Dillenburg 2 Exportbierbrauerei 2 empfiehlt ihre 755 Wiener Art gebrauten Biere, sowohl im Faß als in Faschen. 1253 Hochachtungsvoll Den Vertrieb in Flaschen haben wir Herrn Fr. Kühnhold, Ludwigstraße üb ertragen. Die beste Empfehlung für unsere Biere ist ein Versuch, den wir jedem Biertrinker empfehlen. Weitere Auskunft erteilt der Vertreter: H. C. Werner. 111 — 1 0³—— am 13. bis 16. November 1896 in Steins Sälen stattfindenden Lokal⸗Gartenbau-⸗Ausstellung sind a 50 Pfg. zu haben in sämtlichen Blumengeschäften, außerdem in den Geschäften der Herren H. Noll, Schreibmaterialienhandlung, Ph. Mootz, Zigarrenhandlung, Friseur L. Dechert, Daniel Heil, Lindenplatz, Friseur Tichy, Seltersweg. Zur Ausgabe gelangen 83500 Loose mit 750 Gewinnen, darunter 10 Hauptgewinne im Werte von 100, 30, 20 und 10 Mark. ————— Für Radfahrer. Holl. Emaille-Glanz- Politur. Neu! Anübertroffen! Garantiert einziges Mittel zum Justandhalten des Emaille⸗Glanzes. — Chemisch geprüft. Allein zu haben in Flagon Mk. 1.— bei WIIn. Kiesler. 1142 Bahnhofstr. Fachgemäße Fahrrad⸗ e Werk⸗ stätte.— Sämtliche Zubehörteile stets vorrätig. rr Rum, Cognac. Arrac. Doppelk ü U Pfefsfermünz. Nordhäuser. Engl. Bitter. Branntwein, ord., verkauft in ½,/ und ½ Liter- flaschen zu den den kbar billigsten Preisen H. Bin zer, . 64. chen Schellsisch 9 75 Cabliau billig im Rebstock. Junger Kaufmann, 23 Jahre alt, militärfrei, sucht Stellung als Reisender oder Nuchhalter, egal welcher Branche. Kaution kann gestellt werden. Offerten an die Exped. d. Ztg. 1254 1173 98 ·˙· z von Schrapenborg (Mainz) bei 1227 J. Arnold, zum Schipkapass, Bahnhofstrasse No. 7. Sees Wir bringen unser Lager in Gasbeleuchtungs⸗ Gegenständen und Gaskoch⸗ u. Heizapparaten, sowie in fämtlichen Gegenständen flür Hauswasserleitungen in 1 Er⸗ innerung. 1265 Städtisches Gas⸗ und Wasserwerk Gießen. Möbliertes Zimmer zu vermieten. Ebelstraße 22.(1266 Ein gut möbl. Zimmer für einen Herrn zu vermieten 1261 Kreuzplatz 4. Ein schön möbl. Zimmer zu vermieten. Näheres Wetzsteinstraße 5175 Dr. Webers Mittelhaus, 2. St, 1159 Ein klein. Mansardenlogis zu vermieten. 1214 Wallthorstraße 46. Möbliertes Zimmer 5 zu vermieten. „%eehhe Liebigstraße 63. Kleines Familienlogis per 1. Oktober zu vermieten. 1070 Kreuzplatz 4. Klavierunterricht wird gründlich erteilt. Näheres bei Fräulein Anna Immel, Bahnhofstraße 58, III. Bettfedern werden gut und billig gereinigt. J. Arnold Wwe., 23 Asterweg 23. vormals Frau Mahla, geb. Wagner. Nebeuverdienst können sich Leute jeden Standes und Gewerbes verschaffen, durch Uebernahme einer Agentur einer Lebens⸗ und Kinderversicherung gegen wöchentliche Zahlungen von — 10 Pfg. ab. Hohe Provisionen, ev. auch sofort beginnender, fester Gehalt unter Weiterbetreibung des seit⸗ heri en Geschäfts. Off. unter Z. 84 an die Expedition d. Bl. 1178 Wäsche z. Bügeln? wird stets 1 10 in und außer dem Hause. Rittergasse 11, 1 Tr. hoch. Zu kaufen gesucht: 1 Schaukasten und 1 flacher Ladenschrank. Offerten an die Exped. d Ztg Geld auf erststellige Hypotheken besorgt 529 1235 1166 1247 H. C. Werner, Eichgärten 10. N Mul Ziehung vom 3. bis 9. Dezember d. 3. 1 Gewinn im Werte von Mark 50 000, 1„ 1.„„ 10 000 1„„ 1„ 5000 „ ͤ„%,, F/ 1 1000 2 Gewinne i im Werte von je Mark 500 5. ee e,, u. s. w zusammen 3000 Gewinne im Werte von Mark 150,000. Lose à 1 Bak. 1 Stück 10 Bal. 1212 Rich. Buchacker Neuen Bäue 11. E Haus⸗ und Fahrburschen, Oekonomieknechte ꝛc. finden stets Stellung durch das 112 Lentral-Placierungsburean Kaplansgasse 4 ll. 7 Ver⸗ taase Tell WII. Cheriorens für eine rheinische Fabrik, 461) Peter Jeppla, Neustadt 79. * 1 biessene Stadttheaten Gastspiel des Schliersee'r Bauerntheaters. Ausser Abonnement! Hohe Preise! Sonntag, den 25. Oktober 1896. Die Wildschützen. Oberbayerisches Charaktergemälde in 8 Bildern mit Gesang und Tanz von Arthur Müller Montag, den 26. Oktober 1896. Im Austragstüberl. Volksstück mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Max Schmidt und Hans Neuert. 1250 Harten- Vorverkauf bei Herrn Ernst Challier. A aerordentli ann Nahtemil 0 pole die 10 hlet⸗ Au, zul uunffut 0 ii sch uns le üssor Stengel Alge, wie fi chen, 8. Ahern„ en Felsetel e 1 big, unt Ahn Hekcn Aggechueten l 00 mit endloser Gießen, 25. gat der, biegen leins⸗Saal ba r diessährige i gußerordentlic Ac gewählten Pr den Hugenotten, Aamunde“ und Alen aus der aan l en,? dalpel des„ läters“ hatte,! A ein zum Erdr I dbberbaierische! e, war für Aach die Forstben 1 den dortigen 0 in auschaul Aufiler ind vof 0 iunerung, ie ggagt 19 e 0 105 0 ach 5 Malek it gen im 1 are auttgart, wo — Juischen! Nona aug!