* Wen acht thue 1 chte dez 00 — d, 92 JN ige 6.* l, en 24. 5g 0 1 „. Ml ihn ug ful 88 Jahre all e 46. Die N. n 24. 9. 5 cha, 15 10 — burg, Veiahth. U „Ottmaun, boch 1 e 2 eit. Aht, — — — i g 1 1 1 1 1 1 1 rn Arnold en des Herrn und abend 0 1060 4 sstand. 1 9 8 8 5 —̃——-„— I der Besuch, den die in Frankfurt versammelten Stadt abstatten werden, weckt manche Erinne⸗ 32 Jahren, im September 1864, das damals kaum halb so große Gießen den besonderen Vor- 1 0 die Gießen, Freitag, den 25. September Ausgabe ische Jandeszeitun Gießen. 2 25 9 97 9 5 4 6— Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn und Feiertagen. D Expedition: 5 reuzplatz Nr. 4. E Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. Kreuzplatz Nr. 4. Eine Erinnerung. Naturforscher unserer rung in den Kreisen unserer Bürgerschaft an längst vergangene Zeiten. Genoß doch vor zug, daß die 39. Versammlung der deutschen Naturforscher und Aerzte in seinen Mauern ab⸗ gehalten wurde. Ein Jahr früher, also 1863, leilte die Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte, die damals in Stettin tagte, der Bürgermeisterei Gießen telegraphisch mit, daß sie tadt Gießen zum nächsten Versammlungs⸗ ort gewählt und die Professoren Wernher und Dr. Leuckart zu Geschäftsführern ernannt habe, und fragte an, ob die Wahl angenommen werde. Sofort wurde die Versammlung in Stettin telegraphisch benachrichtigt, daß die Stadt Gießen die ihr angebotene Ehre mit Freuden annehme. Der Stadtvorstand bewilligte für die notwendigen Veranstaltungen 2000 fl., die Staatsregierung die gleiche Summe, die sie später auf 2175 fl. erhöhte, und beide Behörden erklärten, diese Beträge der Geschäftsführung bedingungslos zu überlassen. Man bildete zuerst ein großes Komitee, dem Personen aller Stände angehörten, und erließ am 1. Mai 1864 den ersten Aufruf an die Bürgerschaft, die man um ihre Unter- bütung bat. Dem Komitee kam es zuerst darauf an, für mindestens 600 Gäste geeignete Wohnungen zu erhalten, wobei man keinesfalls verkannte, wie schwer es unter Umstäuden sein könnte, für so zahlreiche Gäste, die bei aller wohlwollenden Rücksichtnahme doch immerhin einige Ansprüche an das Leben gewohnt sind, geeignetes Unterkommen in der nur kleinen Stadt zu finden. Aber die Bewohner Gießens recht⸗ fertigten den Ruf, den sie von Alters her be⸗ essen, sie bewährten sich als Gastfreunde wie immer und nach Auflegen der ersten Wohnungs⸗ liste standen dem Wohnungskomitee 600 geeignete 4 Wohnungen kostenlos zur Verfügung, deren Zahl läglich wuchs, je näher die Tage der festlichen Veranstaltung heranrückten. Selbst die Bürger⸗ schaft Wetzlars war bereit, im Fall der Not unsere Gäste freundnachbarlich zu beherbergen, doch konnte man dankbar davon absehen, weil Gießens Bürger mehr Quartiere anboten, als gen benötigte. Mit ebenso leichter Mühe als die Wohnungsfrage waren die erforderlichen Räume für die voraussichtlichen größeren Ver⸗ fsammlungen und die Sektionssitzungen zu be⸗ schaffen. Die Säle und Auditorien der Uni⸗ bersitätsgebäude, des Gymnastums und Real⸗ mnasiums, des Gesellschaftshauses und der 2 dtischen Gebäude stellten eine hinreichende Anzahl von geräumigen Lokalen zur Verfügung. —.— Nur für die allgemeinen geselligen Zusammen⸗ künfte fehlte es an einem hinreichend großen Raum in unserer Stadt. Der Mangel wurde immer peinlicher, je mehr die Meldungen wuchsen. Aber auch hier wurde durch die Verhältnisse edrängt Rat geschafft, indem in dem ehemals usch'schen Garten(jetzt Steins Garten) im Anschluß au einen vorhandenen kleinen Saal und dessen Nebenräume mit von der Stadt un⸗ entgeltlich gelieferten Bauholz ein Festraum geschaffen wurde, welcher Platz bot für 1000 Menschen, in dem aber nachher thatsächlich nahe an 2000 Personen beim Festball Unterkunft gefunden haben sollen.(Die Kölnische Zeitung bemerkte allerdings damals betreffs dieses Balles, daß sich die 2000 Menschen, die in dem unzu⸗ länglichen Raum sich drehten und wandten, dabei die Ellenbogen gegenseitig durchgerieben hätten.) So kamen denn die Festtage des Jahres 1864. Die Versammlung sollte am 17. September be⸗ ginnen und am 23. September geschlossen werden. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 24. September. Ernannt wur⸗ den am 16. September der Gefangenaufseher am Provinzialarresthause in Darmstadt Anton Hoff⸗ meister, sowie die Gefangenaufseher am Ge⸗ fängnis in Darmstadt Georg Arnold, Gustav Adolf Werner, Karl Kleinsteuber und Friedrich Kohlweyer zu Gefangenaufsehern an der Zellenstrafanstalt Butzbach, mit Wirkung vom 1. Oktober 1896 an. Gießen, 24. Sept. Einer Berichtigung zufolge, die Frau Fresenius der„G. Ztg.“ zugesandt hat, betrugen die Verwaltungs- kosten des Kohlenbezugs vereins nicht 7 Prozent, sondern nur 3,7 Proz. der Gesamt⸗ einnahme. * Gießen, 24. Sept. Nachdem in der Nacht vom 21. bis 22. d. Mts. in der Liebig⸗ straße von vier Gaslaternen die Brenner mit Strümpfchen und Cylinder ent- fernt worden, demolierte in der darauffol⸗ genden Nacht, ein junger Mann jedenfalls der⸗ selbe Thäter, 32 Scheiben. Der Name dieses Freplers ist festgestellt und bereits Anzeige er⸗ stattet. Gießen, 24. September. Gestern Nach⸗ mittag begab sich ein Herr in Begleitung seines Hundes nach dem Bahnhofe. Vor der Bahn⸗ hofsanlage fand der Hund ein Stück Wurst und verzehrte dasselbe. Kaum hatte das Thier davon gefressen, als es tot hinstürzte. Auf dieselbe Weise verendete am Tage vorher ein Hund in der Westanlage. Die Wurst enthielt starkes Gift. Hoffentlich gelingt es, den Thäter zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen. W. Gießen, 21. Sept. freiwilligen Feuerwehr im Kreise Gießen pro 1896. Im Kreise Gießen existieren nach der neuesten Zusammenstellung an 12 Orten 13 freiwillige Feuerwehren mit 923 freiwilligen Feuerwehrleuten und 1012 Pflicht⸗ feuerwehrmannschaften, welche in diesen 12 Ort⸗ schaften bei Feuersgefahr außerdem noch disponibel sind.— Auf die einzelnen Orte verteilt sich die Mannschaft wie folgt: Annerod 1895(400) 28 freiw. F., 55 Pflichtf.,) Birklar 1895(457) 35 freiw. F., 15 Pflichtf., Garbenteich 1896(693) 40 freiw. F., 40 Pflichtf.— Gießen(23 200) Städt. Wehr 124, Gailsche Wehr 94, Pflichtf. 120.— Großen⸗Linden 1891(1560) 69 freiw. F., 65 Pflichtf.— Grünberg 1873(2074) 90 freiw. F., 140 Pflichtf.— Heuchelheim 1878 (1976) 87 freiw. F., 80 Pflichtf.— Hungen 1876(1450) 43 freiw. F., 124 Pflichtf.— Klein⸗ Linden 1895(1300) 39 freiw. F., 93 Pfllichtf. — Langgöns 1880(1500) 78 freiw. F., 100 Pflichtf.— Lich 1876(2800) 60 freiw. F., 120 Pflichtf.— Lollar 1876(1500) 136 freiw. F., 60 Pflichtf.— Diesen 12 Ortschaften stehen im Kreise Gießen noch 68 Orte gegenüber, welche bei Feuersgefahr nur über die Pflichtmannschaften verfügen und es wäre sehr zu wünschen, wenn auch hier von den Gemeindevorständen alles auf⸗ geboten würde, um freiwillige Feuerwehren zu gründen. Gießen, 24. Sept. Zu dem plötzlichen Tode des zur militärischen Uebung nach Mainz einberufenen Lehrers Schmidt, über den wir dieser Tage berichteten, bringen die„N. M. Nachrichten“ Mitteilungen, deren Verantwortung wir dem genannten Blatte überlassen müsseu. Sie schreiben:„Obwohl das Ergebnis der Untersuchung über den plötzlichen Tod des Lehrers und Soldaten Fr. Schmidt aus Weimar noch nicht bekannt ist, dürfte es doch als zweifellos erscheinen, daß der kräftige, junge Mann infolge der Ueberanstrengung den Tod gefunden hat. Die verhängnisvolle Uebung auf dem großen Sande fand ohne Unterbrechung während des ganzen Vormittags statt, sodaß es den Soldaten nicht möglich war, das mitgenom⸗ mene Frühstück zu verzehren oder sich während einer Ruhepause eine Erleichterung, etwa durch Aufknüpfen des Kragens zu verschaffen. Um so nötiger wäre gerade Letzteres gewesen, da an diesem Tage bekanntlich eine drückende Schwüle herrschte. Die hier und da aufgetauchte Ver⸗ mutung, der Verschiedene sei durch übermäßigen Genuß geistiger Getränke nicht ganz unschuldig Statistik der ) Die hinter den Ortschaften stehenden Jahreszahlen bedeuten das Jahr der Gründung der betreffenden frei⸗ willigen Feuerwehren, während die in Klammern befind⸗ lichen Zahlen die Einwohnerzahl der betreffenden Ort⸗ schaften angeben. kann doch durch Zeugen bewiesen werden, daß der Verstorbene als solider Mann bekannt, auch am Abend vor dem verhängnisvollen Tage nur zwei halbe Schoppen Wein zu sich genommen hat. Unliebsam wird es übrigens immer noch bemerkt, daß es Offtziere giebt, die sich dienen⸗ über die soziale Stellung des Lehrerstandes er⸗ lauben. Wir sind überzeugt, daß auch die An⸗ gehörigen dieses Standes als Soldat ihre Pflichten in vollem Umfange zu erfüllen gewillt sind. Gerade aber aus diesem Grunde sollte man sie von maßgebender Seite in ihrem Pflicht⸗ gefühl bestärken, nicht aber durch verletzende Aeußerungen ihnen die Erfüllung ihrer Pflichten erschweren.“— Eine sehr bescheidene Forderung. * Gießen, 24. Sept. Um rohe Kar⸗ toffeln auf ihre Güte zu prüfen, zer⸗ schneidet man eine Knolle und reibt beide Stücke aufeinander; wenn sie gut und mehlig sind, so kleben die Stücke zusammen und es zeigt sich an den Rändern und an der Oberfläche ein leichter Schaum. Wasser darf selbst beim Druck nicht ausfließen. Wo dies der Fall ist, kochen sie sich wässerig und sind von schlechtem Geschmack. In der Farbe sollte das Fleisch weiß sein oder in's Gelbliche spielen. Von ganz gelbem Fleisch be⸗ hauptet man, daß sich die Knollen nicht gut kochen, dies ist indes nicht immer begründet, denn es giebt Sorten mit gelbem Fleisch, die in Bezug auf Güte nichts zu wünschen übrig lassen. *Darmstadt, 23. September. Eine zahl⸗ reich besuchte Versammlung in der„Stadt Pfungstadt“, der Herr Gymnastaldirektor Nod⸗ nagel präsidierte, nahm einstimmig den von dem einberufenden vorläufigen Komitee gemachten Vorschlag, zur bevorstehenden Landtagswahl für die Stadt Darmstadt Wahlmänner für die Kandidatur Wolfskehl und Schmeel zu wählen an. Es sind über 90 Wahlmänner zu kreieren, und soll diese Wahl durch ein engeres Komitee, das die bezüglichen Vorschläge eines weiteren Komitees entgegennimmt und darüber Beschluß faßt, erfolgen. * Mainz, 23. Sept. Die Verhandlungen der Handelskammer über die Abände⸗ rungsanträge zu dem Entwurf des neuen Handelsgesetzbuches führten zu⸗ nächst zur Ablehnung der Hera der Ver⸗ jährungsfrist von 5 auf 3 Jahre. Zu 8 148 wünscht Bremen eine Zusatzbestimmung, wonach bei der Bekanntmachung der Kommanditgesell⸗ schaft in den öffentlichen Blättern(§ 9) die An⸗ gabe der Namen, des Standes und des Wohn⸗ ortes des Kommanditisten, sowie die Angabe des Betrages ihrer Vermögenseinlagen unter— bleiben soll. Der Antrag wird mit allen gegen drei Stimmen angenommen. Zu 8 307 stellt die Handelskammer Schweidnitz einen Antrag, N Marja, das Heldenmädchen von Transvaal. Zeitroman von Pieter Vryburg N(Nachdrud verboten. (Fortsetzung.) „Den erstbesten— Dalston. Aber warum noch warten? Es kann ja sein, daß man noch ein Pferd bekommt und dann—“ „Unmöglich“, beharrte Kurt.„Du vergissest, daß hier im Orte mich ein jeder bereits lennt, und ich glaube annehmen zu können, daß man mir nur so viel Freiheit gegönnt hat, um ja von jedermann gesehen zu werden. Der Zweck ist klar. So wird jeder Mensch im Ort zu einem Gefangenwärter für mich, und das macht mir das Entkommen selbst jetzt zur Nachtzeit zur Unmöglichkeit. Hier kann nur Bianca helfen, der ich mich rückhaltslos anver⸗ trauen kann.“ Marja rang verzweifelt die Hände. „O schenktest Du mir die Hälfte dieses Ver⸗ trauens, wir wären schon nicht mehr hier!“ f „Nur ruhig, Kind“, besänftigte Kurt.„Wir werden schon noch fortkommen. Ich habe aber auch eine heilige Verpflichtung, hier zu bleiben, denn ge⸗ . rade die Mission, an welche Du mich vorhin er⸗ innertest, scheint hier Erfüllung finden zu sollen. Die Signora kennt den Mann, den ich suche, und sie stand eben im Begriff, mir Näheres zu sagen, als Lord Rhodes kam und sie mir entführte. Da ich die Erfüllung dieser Aufgabe einem Sterbenden in die Hand gelobt habe und unverrichteter Sache unmöglich nach Deutschland zurückkehren kann, wäre es unverantwortlich von mir, eine gefundene Spur wieder zu verlassen, nur um mein wertes Ich in herheit zu bringen. Erst muß ich wissen, was nem Mann und, wenn er tot ist, was aus Hinterbliebenen geworden ist. Dann gilt es, sie aufzusuchen und sie in ihre lange entbehrten Familienrechte wieder einzusetzen. In Wabrheit— Dir kann ich es ja anver⸗ trauen— handelt es sich um das nach Millionen zählende Erbe meines Großonkels, des Grafen von Hallern. Er hat mich in demselben auf's reichste bedacht, mit der Verpflichtung, nichts unversucht zu lassen, um seine einzige Tochter, die er einst im Unmute verstoßen, zu ermitteln. Marie, so hieß die Baro— nesse, hatte sich mit einem Gutsangestellten Namens Strehlen verlobt, von dem sie meinte, nicht lassen zu können. Die vollständige Aussichtslosigkeit dieser Herzensneigung hatte sie bestimmt, mit dem Ge— liebten zu entflieben, um sich ihm auf Helgoland, wo das noch möglich, heimlich antrauen zu lassen. Was darnach noch weiter zwischen Vater und Tochter vorgegangen, liegt selbst für mich in völliges Dunkel gehüllt. Genug, Baronesse Marie kehrte nie mehr nach Hause zurück; sie war ver— stoßen— enterbt. Der herannahende Tod mag dann den Alten versöhnlicher gestimmt haben. Er stieß das erste Testament wieder um und errichtete ein neues zu Gunsten seiner Tochter oder deren Leibeserben Sind die nicht vorhanden und sie ist nicht mehr am Leben, so soll das ganze große, nach Millionen zählende Vermögen mit sämtliche Liegenschaften an mich übergeben als den einzigen Erben. Das ist das Vermächtnis des Sterbenden, das ich zu er— füllen geschworen habe. So, mein liebes Kind, kam ich nach Transvaal, und so findest Du mich hier. Ich kann nicht fliehen. Nicht mein Ehrenwort bindet mich mehr, denn das brauche ich Mördern nicht zu halten. Ich muß aber bleiben, weil meine Mission es er⸗ fordert, in Erfüllung jenes Testaments. Siehst Du das nicht ein, Herz?“ „Ja, ich sehe es ein“, entgegnete Marja er— geben,„und ich erkenne immer mehr, welch ein edler Mensch Du bist. Ein Anderer, dem ein solches Erbe winkt, würde sich weniger Mühe geben, diejenige zu finden, welche ihm jede Aussicht für alle Zeiten darauf raubt. Du aber bringst selbst Dein Leben in Gefahr, um nur etwas über die Unglückliche, Verlorene, Enterbte zu erfahren, und siehst Du, das erhebt Dich so hoch in meinen Augen, daß ich es mit Worten nicht sagen kann, wie sehr ich Dich verehre, wie sehr ich Dich liebe. Und damit schwinden die letzten leisen Zweifel an der Aufrichtigkeit und Tiefe Deiner Liebe zu mir. Nun weiß ich es, auch wenn es Dir bestimmt sein sollte, alles das selbst zu erben, Du wärest der Mann, um Dein mir gegebenes Wort zu halten. Denn thätest Du es nicht, dann müßte ich sterben; ein Leben ohne Dich könnte ich nach dieser Stunde nicht mehr ertragen!“ „Das sollst Du auch nicht“, beteuerte Kurt, „denn nichts kann mich mehr von Dir trennen. Ich begleite Dich und führe Dich zu Deinem Vater zurück, der gegen meine Werbung nichts einzu— wenden haben dürfte, und wenn Bianca's Andeu— tungen meinen Erwartungen entsprechen, wird meine Mission bier bald erfüllt sein.“ „O sei gewarnt!“ mahnte Marja.„Vertraue ihr nicht zu weit Sir Rhodes sprach mit Verachtung von ihr, als von seiner Kreatur, die seinen Winken blind gehorchen müsse und ihm sklavisch ergeben sei.“ „That er das?“ fragte Kurt verwundert. Das Weib im Busch ballte die Fäuste; sie hätte Marja wegen ihrer Worte erwürgen mögen. Jetzt mußte sie fort, zurück; die Unterhaltung hatte eine Wendung genommen, die ihr vielleicht doch noch verhängnisvoll werden konnte. Bianca huschte lautlos hinweg, und wenige Minuten später erschien sie wieder im Saal. Sie gab Sir Cecil Rhodes einen heimlichen Wink und ging ihm voran nach einem Neben— zimmer. „Was giebts?“ fragte jener.„Ich sehe Sie in großer Erregung. Sie haben ihn vergebens ge— sucht; er ist entflohen!“ „Nein, Schlimmeres als das“, entgegnete Bianca.„Man bat seinen Aufenthalt ermittelt. Ein Bote Krügers war soeben bei ihm. Die Unterredung fand hier im Parke statt. Ich habe sie belauscht.“ „Der Kriegsplan!“ rief Rhodes entsetzt.„Er hat ihn dem Boten mitgeteilt? Das ist sein Tod!“ „Nein, Mylord“, entgegnete Bianca, welche alle dem Grafen drohende Gefahr auf Marja ablenken wollte. Ich hätte es dazu nicht kommen lassen. Es fand nur eine den Umständen entsprechende hastige Verständigung statt über die zu bewerk— stelligende Flucht. Der Bote soll morgen Abend hier in der Nähe mit zwei Pferden warten und den Schrei der Eule nachahmen, worauf der Graf zu ihm stoßen und dann Beide das Weite suchen wollten.“ „Wo ist der Bote? Wie heißt er?“ „Er nennt sich Dalston und wohnt im Gast⸗ baus„zur Krone.“ In Wahrheit ist es aber gar kein Mann, sondern ein als Mann verkleidetes Weib mit Namen Marja Witborg.“ „Die Witborg! Dasselbe Mädchen mit der er in der Wüste zusammentraf.“ „Und die ihm den Weg zur stillen Farm wies“, ergänzte Bianca schnell.„Der alte Witborg war von jeher der grimmigste Feind der Engländer in Transvaal.“ (Fortsetzung folgt.) .— * 1165 an seinem frühen Tode, ist durchaus hinfällig, den Lehrern gegenüber wegwerfende Bemerkungen 2 S . —— e — — der nach längerer Diskussion in nachstehender Fassung angenommen wird:„Wird die Be⸗ teiligung des stillen Gesellschafters an dem Ver⸗ luste pertragsmäßig ausgeschlossen oder auf einen Teil seiner Einlage beschränkt, so bedarf dies der Beglaubigung in schriftlicher Form“. Zu § 107a beantragt Mainz die Bestrafung eines Gesellschafters, der die Gesellschaftsfirma zu Privatzwecken widerrechtlich benutzt. Hierüber entspinnt sich eine lauge Debatte, namentlich über die Abfassung des Paragraphen. Auf den An⸗ trag des Vorsitzenden beschließt die Versammlung mit allen gegen 1 Stimme, von einer Beschluß⸗ faffung abzusehen; sie erklärt es als eine Lücke in der Gesetzgebung, daß das widerrechtliche Be— nutzen einer Gesellschaftsfirma durch einen Ge⸗ sellschafter nicht unter Strafe gestellt ist. Es kommen nun verschiedene Abänderungsanträge zu dem Entwurfe des neuen Handelsgesetzbuches zur Beratung, die nicht zum ersten, zweiten oder fünften Teil des zweiten Buches gehören. Auf Antrag des Vorsitzenden wird beschlossen, über diese Abänderungsanträge keine Beschlüsse zu fassen, sondern sie nur zu Protokoll zu nehmen und dem deutschen Handelstag zur; Kenntnis⸗ nahme zu unterbreiten. Mit dem Dank an den Vorsitzenden schloß die Berathung. 3 Offenbach, 23. Sept. Selbst die Räume der heiligen Hermandat sind vor den Spitz⸗ buben nicht sicher. Heute Nacht gegen 1 Uhr versuchten zwei Gauner im Lokal der Krimi⸗ nal polizei einzubrechen. Die Burschen hatten es auf die Schlüssel des Polizei-Ge⸗ fäng nisses abgesehen, wo ein Dämchen ihres Gelichters interniert war und hatten offen⸗ bar die Absicht, ihre Thusnelda zu befreien. Einige Schutzmänner ertappten die Individuen bei der That und kam es zwischen beiden Teilen zu einem ernstlichen Konflikt. Die Schutzmänner verfolgten die Beiden durch die Herrnstraße bis zur Frankfurterstraße, wobei einer derselben von seiner Waffe Gebrauch machte.(O. A.) * Mainz, 23. September. Zu der bevor⸗ stehenden Wahl zur 2. Kammer des hes⸗ sischen Landtags schweben augenblicklich Verhandlungen zwischen der demokratischen, deutschfreisinnigen und— nationalliberalen Partei, um den Ultramontanen und Sozialdemokraten durch Aufstellung gemeinsamer Kandidaten die vereinigten liberalen Stimmen entgegenzustellen. Als Kandidaten für die vereinigten liberalen Parteien ist der demokratische Stadtverordnete Fritz Schäfer und der deutsch⸗freistunige Stadt⸗ berordnete Dr. Otto Gastell ausersehen. Die Verhandlungen sind indeß noch nicht zum Ab⸗ schluß gelangt. Die Sozialdemokraten haben bekanntlich den Redakteur Dr. David und den Schriftsetzer Haas aufgestellt. Wer die Kan⸗ didaten der Ultramontanen sind, darüber ver⸗ lautet noch nichts. Vermischtes. — Die Garderobe eines Germanen. Ein seltener Fund und zugleich eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges ist kürzlich dem Stader Museum überwiesen wor⸗ den. Es ist der im Moore gefundene Anzug eines Ger⸗ manen aus der Merovingerzeit. Mit großer Mühe ist der Anzug von dem Konservator Lindenschmitt am Römisch⸗ Germanischen Zentralmuseum in Mainz wieder zusammen⸗ gefügt worden. Bekanntlich hüllten sich die alten Ger⸗ manen in eine große wollene Decke, welche sie auf der rechten Schulter mittelst eines Dorns oder mit einer bron⸗ zenen Nadel zusammen hefteten. Von den Nadeln sind in den Museen eine genügende Anzahl vorhanden. Den Mantel selbst länger als 1000 Jahre zu erhalten, wäre wohl nicht möglich gewesen, wenn nicht der Gerbstoff des Moores ihn konserviert hätte. Sämtliche Teile des Fun⸗ des zeigen eine braune Tabaksfarbe. Der Mantel hatte eine dunkle fingerbreite Borte und etwa zwei Zoll lange Fransen. Die Länge beträgt 2,40 Meter. Der Stoff besteht aus Wolle, deren Fäden etwa die Stärke des Segeltuchgespinnstes zeigen. Außerdem wurden gefunden zwei feinere Binden, welche mit ledernen Riemen kreuz⸗ weise um die Waden gewickelt wurden. Von den beiden ledernen Bundschuhen, die über besonders für diesen Zweck angefertigte Gipsfüße gezogen sind, ist der eine 30, der andere 27 Centimeter lang. Der Schaukasten enthält außerdem den vollständigen Skalp mit rötlichen Haaren, ein Stück menschlicher Haut und zwei silberne Hängezier⸗ rate des Halsschmucks. Die außerdem noch gefundenen leinenen Kleidungsstücke, die bei den Arbeiten im Moore schon zerschnitten wurden, sind noch in Mainz, um zu Kleidungsstücken zusammengesetzt zu werden. — Crispi's Sohn des Diebstahls be⸗ schuldigt. Italienische Blätter berichten: Am Abend des 7. April 1895 stattete Dr. Ludwig Crispi, ein Sohu des damaligen italienischen Ministerpräsidenten, seiner Freundin, der jungen verwittweten Gräfin Di ECelere, einen Besuch ab, der bis nach Mitternacht dauerte. Bald nach dem Weggehen ihres Freundes hörte die Gräfin Schritte in ihrem Salon und als sie die Thüee zu dem⸗ selben öffnen wollte, fand sie diese verschlossen. Sie rief nun ihren Portier herbei, dem es auch gelang, die Thür zu erbrechen. Als die Gräsin nun ihren Salon betrat, fehlte ihre Kassette mit Schmucksachen, die über 80 000 Lire wert waren. Sie beschuldigte ihren Freund Dr. Crispi des Diebstahls, da dieser einen Schlüssel zu ihrem Haus⸗ thor besaß. Die Polizei weigerte sich jedoch, Dr. Crispi vorzuladen. Später wurden die zwei Brüder Malfieri angehalten, als sie die Schmucksachen der Gräfin ver⸗ kaufen wollten, und verhaftet. Sie weigerten sich jedoch, anzugeben, von zwem sie diese Schmucksachen erhalten hatten. Beide Brüder stehen nun diese Woche vor Gericht und man dürfte jetzt wohl erfahren, wer der eigentliche Dieb war. — Die Kunst der Bienen. Ein russischer Forscher, Herr G. Kogevnikow aus Moskau, hat die Frage einer Untersuchung gewürdigt, ob die Kunst, Waben zu bauen, von den Bienen erlernt oder ob sie der Aus⸗ fluß eines angeborenen Instinktes ist. Wie wir der „Tägl. Rundschau“ entnehmen, veröffentlicht Herr Kogev⸗ nikow die Ergebnisse seiner Versuche im„Biologischen Zentralblatt“. Wallace schlug bei Bienen vor, die Bienen⸗ larven aus den Zellen zu nehmen und die ausgeschlüpften Bienen abgesondert in ein großes Treibhaus mit zahl⸗ reichen Blumen zu setzen, und dann zu beobachten, was für Waben sie bauen. Kogesnikow hat nun allerdings unter so ungewöhnlich schwer erfüllbaren Bedingungen Versuche nicht angestellt, sondern er nahm einen leeren Stock mit sechs Rahmen in ein Zimmer, durch dessen Fenster die Bienen späterhin beständig ausfliegen konnten. In diesen Stock stellte er am 23. Juni vier Rahmen mit gedeckelter Brut, die nahe vor dem Auskriechen stand. Außer der gedeckelten Arbeitsbienen⸗ und Drohnenbrut befand sich in den Waben auch eine geringe Anzahl noch ungedeckelter Larven, sowie zwei gedeckelte und eine un⸗ gedeckelte Königinzelle. Im übrigen enthielt der Stock alles, was zum Wohlergehen eines Schwarmes erforderlich ist. Bei der Aufstellung des Stockes befand sich in ihm keine einzige erwachsene Biene, aber sofort nach dem Ein⸗ setzen der Rahmen kroch unter seinen Augen das erste junge Bienchen aus der Zelle. Am nächsten Tage fand Kogevnikow auf allen Rahmen junge, schwache, kaum kriechende Bienchen. Ihre erste Arbeitsleistung war die Deckelung der ungedeckelten Weiselzelle. Tags darauf, am 29. Juni, war eine Königin ausgekrochen. Bekannt⸗ lich dulden die Bienen nur eine Königin im Stock; eine zweite Königin wird entweder totgebissen oder sie zieht mit ihren Anhängern aus, der Stock schwärmt dann. Es waren, wie vorher bemerkt, noch zwei Weiselzellen im Stock, die eine, die ein wenig ausgebissen war, schnitt Kogevnikow heraus, am 2. Juli war die zweite Weisel⸗ zelle von den Bienen vernichtet, sie hatten, ohne einen Begriff vom Leben in einem Bienenstocke zu haben, so gehandelt, wie Bienen gewöhnlich in diesem Falle handeln. Im halben Juli, als fast alle Brut ausgekrochen war, stellte Kogevnikow in die Mitte des Stockes einen ganz leeren neuen Rahmen ohne Wachsstreifen, und nach zwei Tagen war an ihm eine kleine, vollkommen richtige ellip⸗ tische Wabenzunge fertig gebaut. Die genaue Untersuchung ergab, daß die Bienen mit ihren ersten Versuchen in der Baukunst schon auf der Höhe dieser Kunst standen. Noch beweiskräftiger für den angeborenen Instinkt der Bienen ist ein ähnlicher Versuch von Wl. Buthewitsch, Student des landwirtschaftlichen Instituts zu Moskau. Er zog die Bienen in einem besonderen Stocke, in dem es keine alten Bienen gab, und setzte dann die ausgekrochenen Tiere in einen anderen Stock mit leeeren Rahmen, auf deren oberen Brettchen jedoch ein kleiner Längsstreifen aus Wachs sich befand. In diesem Falle hatten die Bienen nicht einmal Waben vor Augen, nach denen sie etwa hätten bauen können, und doch war das Endergebnis dasselbe. Besonders auffällig war es nun, daß die Bienen, bevor sie in den leeren Stock gesetzt wurden, während sie auf den Waben saßen, in denen sich die junge Brut befand, eine Weiselzelle zu bauen anfingen. Nimmt man auch an, daß der Anblick fertiger Zellen den jungen Bienen bei Erbauung neuer Waben von Nutzen sein könnte, so bleibt doch die Frage offen, woher sie den Begriff der Weiselzelle nehmen. Auf Grundlage dieser Beobachtungen hält sich Kogevnikow zu der Behauptung berechtigt, daß die jungen Bienen, ohne jegliche Beein⸗ flussung durch die alten, vollkommen regelrechte Bauten ausführen können und daß das Beispiel und die Beleh⸗ rung bei dem Zustandekommen dieser so verwickelten Ar⸗ beiten gar keine Rolle spielen. Ueberdies belehrt das Aussehen einer Zelle noch nicht über die Bauweise und außerdem, wenn es sich um Erlernen handelte, dann müßten die ersten Bauversuche unvollkommen ausfallen; aber gleich die erste von den jungen Bienen erbaute Wabe war ein Muster der Vollkommenheit. Die Fähigkeit, Waben⸗ bauten auszuführen, ist also den Bienen angeboren. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 26. September 1896. Vorabend: 6.00 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbathausgang: 7.00 Uhr. Während der Wintermonate beginnt der Morgengottesdienst am Sabbath um 9 Uhr. S ——— — Bekanntmachung. In Gemäßbeit des Art. 7 der allgemeinen Bauordnung bringen wir hierdurch zur öffent⸗ lichen Kenntnis, daß mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 18. August l. J. zu Nr. M. J. 23537 für die Frankfurterstraße südlich der Hofmann⸗ straße und bis zu der nach der psychiatrischen Klinik abzweigenden Querstraße neue Straßen. und Baufluchtlinien fesigestellt worden sind und daß der bezigliche Plan auf unserm Stadt⸗ bauamt von Jedermann eingesehen werden Achtungs voll Heinr. Kleinhenn, Schuhmacher, Asterweg 28. 555 eee. 8 Geschäfts- Verlegung. Meiner werten Kundschaft zur gesl. Nachricht, Daß ich meine Wohnung und mein Geschäft nach Gießen, Asterweg 23, verlegt habe. Indem ich für das mir bisher geschenkte Vertrauen bestens dauke, bitte mir dasselbe auch für die Zukunft bewahren zu wollen. 1 1005 solche Licht 2 kann. Gießen, den 21. September 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Et. Gberhessische Eisenbahnen. Die Herstellung der Chaussierungen und bekiesten Flächen für die nenen Werkstätte⸗ anlagen soll vergeben werden. Plan, sowie Arbeits- und Jieferungsverzeichnis nebst Be⸗ dingungen liegen auf dem Baubureau am Meiner verehrl. Kraphisches Gescehä Atelier, Dietzstrasse Photographie. Kundschaft zur gef Nachricht, dass ich mein t seit 1. April d. J. nieht mehr in meinem Crüheren 4 ausübe, sondern in dem neuerbauten Atelier hoto- Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 24. Sept. Zu dem Selbst⸗ morde der Rentnerin Emma Blumenthal wird gemeldet, daß die hochbetagte Frau wahrschein⸗ lich deshalb Hand an sich gelegt hat, da sie erst jetzt erfahren hat, daß das Bankgeschäft, dessen Mitinhaberin sie ist, schon seit einiger Zeit sich in Verlegenheiten befindet. Hd. Wien, 24. Sept. Dem„Wiener Tageblatt“ wird zu dem in Ostende statt⸗ gehabten Orkan gemeldet, daß zahlreiche Schiffe untergegangen sind. Ein Luftballon mit zwei belgischen Offizieren stürzte ins Meer. Die Offiziere wurden jedoch gerettet. Hd. Brüssel, 24. Sept. Durch den an der belgischen Küste wütenden Orkan wurde der Postdampfer Prinzessin Henriette gegen die Estakade von Ostende geschleudert und diese demoliert. Auch der Dampfer erlitt Beschädi⸗ genen. Von den 40 Passagieren wurde Niemand verletzt. Hd. Antwerpen, 24. Sept. Zwei englise Detektivbeamten begaben sich 11 5 zu 9e leuten Doll und erklärten diesen, sie müßten nach England kommen, um dort wegen der Anarch isten verhört zu werden, da dieselben in ihrem Hause verkehrt haben. Die Eheleute wandten sich an einen Advokaten, welcher bei dem Justizminister interpellierte, um die Reise zu verhindern. Hd. Warschau, 24. Sept. In Tlowko im Gouvernement Grodno kam es kürzlich zwischen christlichen und jüdischen Einwoh⸗ nern zu einem blutigen Zusammen⸗ st o ß. Häuser und Geschäfte der Juden wurden von dem Pöbel geplündert. Erst herbeigerufenes Militär konnte die Ruhe wiederherstellen. Viele Verwundungen ka⸗ men vor und über 70 Verhaftungen wurden vorgenommen. Hd. Athen, 24. Sept. König Georg wird auf der Rückreise von Kopenhagen Kaiser Franz Joseph einen Besuch abstatten. Hinsicht⸗ lich der freundlichen Haltung, welche die öster⸗ reichische Diplomatie in letzter Zeit der griechischen Politik 9 95 eingenommen hat, glanbt man diesem Besuch eine besondere Bedeutung beilegen zu müssen. Marktpreise. Gießen, den 24. September. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1,15 1,20, Hühner⸗ eier per Stück 6—7, Enteneier—, Gänseeler——, Käse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 60— 70 Pfg., Hühner p. St. 901,90, Hahnen 50—75, Enten 1,60 1,80, Gänse per Pfund 50— 55, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh- und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 56— 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 4,50 6,00, Zwiebeln per Zentner 5,00 6,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Zwetschen 6,— 7,00 p. Ztr. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ 11 85 Wilhelm Sell, Druck von E. 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September, nach⸗ mittags 4 Uhr, wird in dem fistalischen Garten zu Alten⸗Buseck die diesjährige Apfel- Virnen⸗ und Zwetschenernte meistbietend versteigert. Gießen, den 19. September 1896. Großherzogl. Oberförsterei Gießen. Block. Obstversteigerung. Freitag, den 25. September d. J., vormittags von 9 Uhr an, soll das biesige Gemeinde⸗Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, an Ort und Stelle versteigert werden. ber Anfang ist am Gießener Weg. Alten⸗Bufeck, 21. September 1896. Georg offeriert 50 Mark an, Uhren von 28 Mark an, Remontoir- Remont o von 12 Mark Koch,, Uhrmacher, Neue Bäue 5 Kühlen Grund) goldene Herren- Remontolr- Uhren von goldene Damen-Remontolr- silberne Herren- Remontolr-Unren zuit Goldrand von, 16 Sllberge Damen- Remontolr- rand von 18 Mark an, Stahl- von 15 Mark an, -en von 10 Mark an, Wecker, in allen Lagen gebend, von 3 Mark an, DRegulateure mlt Schlagwerk Für den guten Gang einer Uhr leiste ich 2 Jahre reelle Garantie. 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