ert 900 unte fte. Imse er Hal, 1755 7 aft zurkges. ga grapsisges Hehl i geht in ee iel aulübe, ble , Grünberger en finden zu e 9 Uhr bis ga tunzsvollft. k, Photograph. fee pr Pd Id „ mebrere Soft f „ bill. bis 3 d. fa u. Hultaninen, Nun Hhsselnüse. 0 Heringe, Hardeln arten, Dabaß,. 1 . vorzügl Hull 5(2 kinstr., Ar. ein, Kädchen it. Datselle und gute Zan 5 Kurnatowill „Slldanlage 4, — t bei 0 öfer, Böcken, eg 20 aße 28, mer mit übe ieten. 2 Laden oder ohne Wohne n. Müteree n ache i rs bausen 4 jessor Kall Holl ch den geehrten 00 u bei vorkommt caaierspil wicgen ur, Lackleder 994 knüpft, denn der alte Mann, 1 Gießen, Dienstag, den 25. Februar 1896. 9 landeszeikung. Ausgabe Gießen. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. . 2. Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. E bonnemestsbestelungen auf die. 5 „Hessische Landeszeitung“ nehmen unsere sämmtlichen Träger sowie die Expedition Kreuzplatz 4 zu jeder Zeit entgegen. Kein anderes hiesiges oder auswärti— ges Blatt bietet annähernd die Vor— teile der„Hessischen Landeszeitung“, die der Einwohnerschaft von Gießen und Nachbarorten in zwei Ausgaben an jedem Werktag ausgehändigt wird Preis nur 60 Pig. monatlich einschließlich Trägerlohn. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 23. Februar. Die Erfolge, welche in dem von Herrn Lehrer Backes ertheilten Sprachunterricht für Stotterer und Stammler zu verzeichnen sind, können unseres Erachtens als recht befriedigende bezeichnet werden. Es wurden im letzten Schuljahre ins— gesammt 22 Stotterer(davon 20 Knaben und 2 Mädchen) in 91 Stunden unterrichtet. 16 wurden geheilt, 6 wesentlich gebessert. Von 12 unterrichteten Stammlern(sämmtlich Knaben) wurden 9 geheilt und 3 gebessert. * Gießen, 23. Februar. Der„Darmst. Ztg.“ wird von hier geschrieben: Nur wenige Wochen trennen uns vom Semesterschluß und an vielen Orten sind eben jetzt die Herzen in Spannung gehalten durch die Maturitätsprü⸗ fungen. Da ist es vielleicht angezeigt, auf eine Erscheinung die allgemeine Aufmerksamkeit zu lenken, die seit einigen Semestern immer stärker hervortritt, ich meine auf den sehr ungleichen Zugang, der zu den einzelnen gelehrten Be—⸗ rufen stattfindet. Unsere Landesuniversität zählt in diesem Semester 558 Studierende, von denen 422 Hessen sind. Von diesen 422 widmen sich 55 der Theologie, 144 der Jurisprudenz, 67 der Medizin, 62 der Geschichte und Philologie. Schon diese Zahlen zeigen, daß die Juristen stark überwiegen, die Theologen unverhältnismäßig abgenommen haben. Doch verschärft sich dieser Eindruck noch erheblich, wenn man die auf auswärtigen Universitäten studieren⸗ den Hessen hinzuzählt. Es sind— unberück⸗ sichtigt mußte nur Göteingen bleiben, da sein Personalbestand nicht erhältlich war, es wird das aber die Statistik kaum ändern— 7 Theo— logen, 94 Juristen, 113 Mediziner, 37 Historiker und Philologen, so daß zusammen vorhanden sind 62 Theologen, 238 Juristen, 180 Mediziner, 99 Historiker und Philologen. Die letzteren mögen dem Bedarf entsprechen. Ob aber die Zahl von 180 Medizinern nicht einen größeren Zudrang zum medizinischen Studium bedeutet, als im Interesse der jungen Aerzte liegt, mögen Kundigere entscheiden. Thatsache ist, daß die Kassen die Stellung der Aerzte verschlechtert haben und daß jetzt auch das Land mit Aerzten ziemlich besetzt ist. Die Zahl von 238 Juristen möchte das vorhandene Bedürfnis nicht unbeträchtlich über— steigen. Es dürfte zu befürchten sein, daß sich für manche dieser 238 der Termin der Anstellung sehr hinausschieben wird. Jedenfalls wird man nur solchen zum juristischen Studium bei dieser Sachlage raten können, denen es eigenes Ver⸗ mögen erlaubt, dem ruhig zuzusehen. Würde die Zahl der Juristen sich auf dieser Höhe halten, so wäre ein starker Rückschlag zu befürchten. Es ist aber aus vielen Gründen wünschenswert, daß in den einzelnen Fächern der Zugang nicht in excessiver Weise schwankt. Zu klein ist die Zahl der Theologen, namentlich wenn man be— denkt, daß unter den vorhandenen 62 die höheren Semester relativ sehr stark, die jüngeren sehr schwach vertreten sind. Wenn in anderen Landes— kirchen die Zahl der Studenten der Theologie in ganz gleicher Weise zurückgegangen ist, so ist das sehr begreiflich, denn dort hat im letzten Jahrzehnt eine Ueberproduktion stattgefunden. Bei uns in Hessen aber liegen die Verhältnisse ganz anders. Die früher so zahlreichen Lücken sind kaum ergänzt und das Wachstum der Städte bringt stetig neue und gesteigerte An— forderungen und nötigt zur Errichtung neuer Stellen. Noch auf Jahre hinaus finden gut beanlagte und sittlich ernste junge Männer— aber freilich nur solche— im geistlichen Amt rasch Verwendung und eine ehrenvolle Stelle, in der sie ihre Kräfte in den Dienst der Menschheit stellen können. Der eingetretene Rück— gang ist um so merkwürdiger, als man zweifellos heutzutage über Kirche und Theologie viel ernster zu denken gelernt hat, als es noch vor einigen Jahrzehnten leider der Fall war. * Gießen, 24. Febr. Das gestrige Krause⸗ Konzert im Café Leib war leidlich besucht. Der Spielzettel bot wieder vielseitige Abwechs— lung. Die Herren Christel und Hoffmann trugen ein Solo für 2 Piccoloflöten vor, während Herr Querchfeld die Hörer durch ein Violin— solo erfreute und reichen Beifall dafür erntete. Auch das von den Herren Schwarz und Dorn— heim auf 2 Trompeten zum Vortrag gebrachte „Zwei Seelen und ein Gedanke“ von Kohut wurde lebhaft applaudiert. Das Konzert war erst nach /12 Uhr nachts zu Ende. * Gießen, 24. Febr. Die zahlreich besuchte Gläubigerversammlung des verstorbenen Bauunternehmers Seuling lehnte den Antrag, einen Massenverwalter und einen Gläu⸗ bigerausschuß zu ernennen, denen die Befug⸗ nisse und Rechte über die Masse einzuräumen wären, wie dies im Falle eines Konkurses der Fall ist, ab und beschloß, den Konkurs bei Gericht anzumelden. * Gießen, 24. Februar. Nachdem sich die Verhandlungen mit dem Malermeister Nau— heimer zwecks Erbauung der Synagoge an der Lonystraße für die Israelitische Religionsgemeinde zerschlagen, wird dieser Bau nunmehr an anderer Stelle errichtet werden. Der Gemeinde ist nämlich in den letzten Tagen die Summe von 40 000 Mark zum Geschenk angeboten unter der Bedingung, dafür ein Gottes— haus zu errichten. Man beabsichtigt jetzt einen wirklichen Monumentalbau zu erbauen. Gießen, 24. Febr. Der Freisinnige Verein hält am 10. März eine Versamm⸗ lung ab, in welcher der Rechtsanwalt Meißner— Frankfurt sprechen wird. * Gießen, 24. Februar. Das Referat über das gestern im großen Saale des Gesellschafts— vereins stattgefundene Fünfte Concert des hiesigen Concert-Vereins finden unsere Leser in dem Hauptblatte der Hessischen Landeszeitung. D. Z. Bad⸗Nauheim, 21. Febr. Gestern wurde die hiesige Gemeindejagd zum zweiten Male der öffentlichen Versteigerung ausgesetzt und von dem bisherigen Pächter Rentner Gräff in Frankfurt a. M. zu 2860 Mk. erstanden. Der bisherige Erlös war 2700 Mk.— Das zweite Feldlos wurde schon im vorigen Jahre zu 1200 Mk.(früher 700 Mk.) an Herrn Rent⸗ ner Fr. Koch hier versteigert. Der Gesammt⸗ erlös ist danach 4060 Mk. W. Darmstadt, 23. Februar. Die gesetzliche Regelung der Verhältnisse der Polizei in den Städten wird siche— rem Vernehmen nach den nächsten Landtag be— schäftigen. Diese Gesetzesvorlage wird den be— rechtigten Wünschen der Verwaltung der Stadt Gießen nachkommen, welche bisher eine Zurück⸗ setzung auf diesem Gebiet vor ihren Schwester— städten Mainz, Offenbach und Worms erfuhr. * Groß⸗Umstadt, 22. Febr. Die Leiche des am letzten Dienstag zu Michelstadt verstor— benen Herrn Oberamtsrichters Rühl wurde auf Wunsch des Entschlafenen auf dem hiesigen Friedhofe beigesetzt. Die Betheiligung an dem Leichenbegängnisse war überaus stark. Nach der Grabrede des Ortsgeistlichen, Herrn Pfarrer Kleeberger, legte Herr Amtsrichter Jonas aus Michelstadt im Namen des Amtsgerichtspersonals in Michelstadt unter einem eh enden Nachrufe einen prächtigen Kranz am Grabe nieder. Klein⸗Krotzenburg, 22. Febr. Neuer⸗ dings wurden in unserer Umgegend wiederholt falsche Münzen, namentlich Einmarkstücke, auch Thaler, entdeckt. Die Falschstücke sind meist aus Blei hergestellt, lassen sich biegen und schneiden und sind darum auch unschwer kenntlich. — Auch in Offenbach wurden in letzter Zeit vielfach falsche Münzen beobachtet. Mainz, 23. Februar. Verdiente Au⸗ erkennung. Wie erinnerlich, hat sich bei der Aufräumung des eingestürzten Berléschen Hauses an der Feldbergstraße der städtische Feuerwehr— wehrmann Rösch, wie auch schon bei früheren Fällen der Not und Gefahr, durch Mut und Ausdauer besonders ausgezeichnet. In Aner- kennung dieses braven Verhaltens bewilligten die Stadtverordneten in der letzten geheimen Sitzung dem wackeren Manne ein Ehrengeschenk von 100 Mark. Es soll damit öffentlich be— kundet werden, daß auch künftig bei ähnlichem Anlaß die verdiente Anerkennung nicht aus⸗ bleiben soll. * Mainz, 23. Februar. Bei Zug Nr. 45 der Binger Strecke ist ein Schaffner der linksrheinischen Staatsbahn zwischen den Statio⸗ nen Budenheim und Heidesheim während der Fahrt vom Trittbrett abgestürzt. Der Unfall wurde bemerkt, der Zug zum Stehen gebracht und der Verletzte aufgenommen.— Ein Fabrikdirektor aus Kostheim hat letztes Jahr einen dortigen Tüncher, der bei einem Treibjagen in jener Gemarkung als Treiber thätig war, so angeschossen, daß der Mann auf seinem Geschäfte nur noch ganz beschränkt arbeitsfähig ist. Es wurden ihm nun im Wege des Ver⸗ gleichs Mk. 7920 Entschädigung zugebilligt. 51 ein theuerer Schuß für den Fabrik⸗ irektor. Vermischtes. — Rettung brennender Menschen. Die Rettung brennender Menschen erfordert große Geistesgegenwart, um das richtige Verfahren zur raschen Hilfe zu wählen. Man laufe, wie R. Kreuz warnt, nicht etwa fort, um Wasser zu holen, wie dies häufig geschieht, sondern ergreife die erste beste Decke oder ziehe rasch den eigenen Rock aus, umwickle damit die brennende Person und drücke sie auf den Boden nieder und rolle sie dann so lange, bis die Flammen erstickt sind. In der Not, wenn jegliche Decke oder dergleichen fehlt, werfe man sich selbst auf die brennende Person und rolle mit ihr so lange auf dem Fuß⸗ boden umher, bis die Flammen erstickt sind. Nun erst hole man Wasser herbei und übergieße den Verletzten gründlich damit vom Kopf bis zu Fuß, denn die heißen verkohlten Kleider würden noch weiter ins Fleisch hineinbrennen. Man schicke sofort zum Arzt und versuche mit größter Vorsicht die Kleider mit einer scharfen Schere herunterzuschneiden. Bei Durst gebe man nur warme Getränke, weil nach ausgedehnten Ver⸗ brennungen die Körpertemperatur beträchtlich sinkt. Zur Selbstrettung soll ein in Brand ge⸗ ratener Mensch sich sofort auf den Boden werfen und wälzen, auch gleichzeitig durch Zusa mmen⸗ drücken der Kleider die Flammen zu erfsticken suchen. Namentlich Frauen sollen diesen Rat befolgen. Die Flammen schlagen naturgemäß nach oben und verletzen meist die edelsten Teile, darum also sofort nieder mit einer brennenden Person. Viele Verbrennungen könnten durch Vorsicht beim Umgang mit Gas, Petroleum, Spiritus, Benzin u. s. w. vermieden werden. Die leider noch immer verbreitete Unsitte, in der Küche mit Petroleum das Feuer anzuzünden oder gar Petroleum ins Feuer zu gießen, hat schon so manchem das Leben gekostet. — Zweideutig. Dienstmädchen(vor dem Abendessen):„Madam läßt bitten, es ist an⸗ gerichtet!“ Herr(für sich):„Was wird die heute wieder angerichtet haben!“ — Anerkennung. Virtuosin(die eine Fuge von Sebastian Bach vorgetragen):„Nun, wie ——— Die Sphinxe des Diocletian. Novellette von Fritz Eckartstein. (Nachdruck verboten) Wer Spalato gesehen, diese herrliche Trümmer— stadt des alten römischen Kaisers, der Ruhe und Frieden an den Ufern der Dalmatinischen Küste suchte und, wie die Historie behauptet, auch faud,— der weiß auch, daß heute noch vor dem Tempelein— gang im alten Palast eine mächtige Sphinx aus schwarzem Granit thront und getreue Wache hält — vielleicht weiß er auch, daß die Zwillings— schwester dieser Sphinx eines Tages ihren Kopf ver⸗ lor(ein paar Jahrhunderte kommen ja bei diesem Ereignis nicht in Betracht), und da es selbst für eine Sphinx gefährlich ist, so lange sie ein Amt bekleidet, den Kopf zu verlieren, schaffte man den steinernen Leib der rätselhaften Jungfrau in das Museum der antiken Stadt, während das Haupt derselben lange, lange Jahre, vielleicht auch Jahr— hunderte verschwunden blieb, bis es sich eines mo— dernen Tages wiederfand— in der Behausung eines Spalatonesen, der allen Bitten, Drohungen, Anerbietungen der Regierung und auch Privat- mäcenaten widerstand, und heute noch das schwarze Riesenhaupt pietätvoll in seinen Mauern aufbewahrt. Wie gesagt, dies alles mögen hunderte mit mir wissen, aber was sie sicher nicht wissen, ist eine Sage, die sich au das Zwillingspaar der Sphinxe dem wir diese Erinnerung ablauschten, war schon vor dreißig Jahren über hundert Jahre alt und sein Dialekt⸗ ————— Idiom wird wenigen verständlich gewesen sein— ich habe auch nur die Grundtöne erhascht, die vollern Gedankenakkorde griff ich erst auf der Leier meiner Phantasie: Lizenza poetica. Granitschwarz sind die beiden Tempelhüterinnen des Diocletiantempels, nur die rechts gelagerte hatte einen silberweißen, kleinen, zirkelrunden Fleck auf der Oberlippe,— und so glich sich auch im Leben das Schwesterpaar Herot und Alcador,— zwei Nubierinnen im Haushalt des Römerkaisers,— Linie um Linie, Haar um Haar, nur Alcador trug auf der purpurroten Oberlippe einen silberweißen, kleinen, zirkelrunden Fleck, während die granit— schwarze Schönheit ihrer Schwester Herot fehlerlos die Bewunderung der Männerwelt hervorrief. Der römische Bildhauer Mercutio, der Güust— liug des Kaisers, aber liebte Herot, die milde, die süße Herot, sein scharfes Künstlerauge sah noch einen weitern Unterschied zwischen den scheinbar so ähnlichen Schönheiten; in den Augen Herots wieder— schien des Mondes saufter Glanz, während aus Alcadors Augen magischer Sonnengluten-Brand strahlte. Früh verweist liebten die beiden Schwestern sich mit der ganzen Liebe verlassener Kinder, die fern von der Heimat in Sklavenbanden herauwachsen. Von dem Tage an, wo der stolze Römer Mercutio sie aber zu Modellen für des Tempels Sphinx— wächterinnen begehrte, senkte Alcador ihr schönes trotziges Haupt— mit glühender Leidenschaft liebte sie den schönen Römer, doch er hatte nur Blicke, Liebkosungen, zärtliche Worte für die keufche scheue Herot, während die dämonische Glut der Zwillings— schwester ihn eher abstieß als anzog. Vergebens schmückte sie seine Werkstätte mit Blumen und Früchten, umsonst suchte sie am Strand alle jene„Seefrüchte“, die seinem Gaumen mundeten, sie webte vergebens die seidenen Gespinste für sein Haupt, er schmückte nur seinen Liebling damit, sie diente ihm wie eine Magd, er aber liebte sie nicht und betete ihre stille Schwester an, wie eine Göttin. Fast ein Jahr lang trug sie so die Qualen verschmähter Liebe und wilde Eifersucht raubte ihr jedes zärtliche Gefühl für ihre Schwester. Fast ein Jahr laug stellte auch sie das Modell des Künstlers dar, laut auf schrie sie vor Wonne und Qual, als sie auf der Oberlippe der Granitsphinx das silber— weiße Fleckchen gewährte, dies böse Zeichen der Tanitgöttin, die bei der Geburt jene Mädchen mit diesem Kußfluch auserwählt, die ihrem wilden Dienst geweiht sind. Hinter einen Marmorblock gekauert, hörte sie, wie der geliebte Mann zu ihrer Schwester sprach:„Tadele mich nicht, schlanke Pinie, daß ich nicht meine Liebe zwischen Dir und ihr zu teilen vermag.— Wohl habe ich von des Kaisers Guade auch ihre Freiheit erbeten, denn sie ist Deine Schwester und das Weib des Mercutio darf keiner Sklavin Zwilling sein— aber nie werde ich frei— willig die von Tanit verfluchte Lippe im Kuß be— rühren, schilt mich einen Römer, der abergläubisch ist,— der größte Schimpf für einen Sohn Romas — doch in Alcadors Augen lese ich mein Ver⸗ — —— derben— mich schauderts vor ihren grausamen Lippen!“ ** In der weißen Marmorvilla des Mercutio schaltete nun die liebliche Herot als Herrin— seine Freunde vermochten oft nicht die eine von der andern zu unterscheiden, die lebenden sowohl wie die Granitschwestern nur der weiße Fleck hier und dort zeigte zu Alcadors Leid noch immer den furchtbaren Unterschied.— Sonst schien sie ihre Liebesqual überwunden zu haben, sie war heiter und fröhlich, diente dem Paar in treuer Hingebung, so daß Mercutio sichtlich und freundlicher gegen sie wurde, und mehr Bedauern als Antipathie für sie hatte. Eines Abends, als er am Strand umher irrte, traf er plötzlich auf eine alte Aegypterin, die zwi⸗ schen den Klippen ihr verrufenes Nest gebaut hatte. Die jungen Leute verachteten sie, aber sie kauften heimlich von ihr Amulette und Liebestränke, Heil⸗ salben und Kräuterbalsam. Mereutio war erschrocken, denn er glaubte im ersten Augenblick, die Beglei⸗ terin dieser Dämouin sei sein eignes Weib. Im Silbermondlicht glänzte ihre Matronentoga durch Raffung seitwärts von der Toga des unverheirateten Mädchens unterschieden— das war der Goldreif den er ihr selbst auf den Schleier gedrückt, das war die weiße Sandale Herots, ihre Haltung, ihr Gang. Er rief ihren Namen. (Schluß folgt.) 1 4 5 4 1 Bekanntmachung. hat Ihnen mein Spiel gefallen, Herr Lieute⸗] Develle in nant?“ Lieutenant:„Haben die Griffe zweifelhaft. wirklich famas gekloppt, gnädiges Fräulein!“ Hd. Paris, 24. Febr. — Beim Dichter. Dichtersgattin(zu ihrem Senatoren gewählt mal einen Reim nicht finden können?“ weldel immer die Mutter der Kompagnie, und denn gar so schlimm?“ Schwiegermutter der Kompagnie!“ Neueste Telegramme. Hd. Hamburg, eute 200 000 scharf gehaltene Flug⸗ werden. lätter, betitelt: Die Ham burgische Staatsgewalt und ihre Mängel. niert. Derselbe erklärte, daß dieser Vertrag vernichtenden Kritik. äußerst vorteilhaft für Frankreich sei. Ob indeß Hd. Brünn, 24. Febr. Gestern wurden die und zwar im Creuse⸗ Manne):„Aber Arthur, welch eine Unordnung Departement der Radikale Rousseau, im Departe⸗ in Deinem Zimmer! Du hast wohl wieder ein- ment Var der Radikale Bagol, im Departement Ardache ein gemäßigter Republikaner. Im Seine⸗ O weh!„Aber man nennt doch den Feld- Departement hat an 2 5 Hd. Amster dam, 24. Februar. Die Du schimpfst so arg über den Euren! ist er ganze Handelspresse bespricht die Lage . 8„des Kohlenmarktes und weist auf „O, ich sage Dir, der ist schon die reinste[ den Umstand hin, daß die von dem deutschen Ring festgesetzten Preise nicht mehr beibehalten werden Den 15. Februar Johann Georg Friedrich Schmidt, Küfer 1 75 de ie 3 u 99 seien. 24..Die Man glaubt, daß die großen Häuser sozialistische. ihre Bestellungen in Belgien machen Hd. Mailand, 24. Febr. Korrspondenz„ Sera zufolge Hd. Paris, 24. Febr. Der frühere Mi⸗ wird Dr. Peters im Auftrage einer ameri⸗ Den 16. Februar dem Schuhmacher Albert Franke eine nister 995 7 5 Develle wurde in Be⸗ ka nischen Gesellschaft nach Somaliland gehen. n 0 treff der Interpellation über den Vertrag von siam, Wie die Korrespondenz weiter mitteilt, unkerzog] Den 16. Februar dem Schreinermeister Martin Lämmer welche heute zur Beratung gelangen wird, inter⸗ Dr. Peters die Kolonialpolitik Italiens einer Der Artist und Schlangen⸗ die Debatte eingreifen wird, ist] mensch Edmund Langer vergiftete sich in einem hiesigen Die tschechische Ortschaft Rzeczkowitz verweigerte den behördlichen Organen die Zahlung der landes fürst lichen Steuern. Aus Santisteban del Puerto wird gemeldet, daß dort große Rudel Wölfe auftauchen und unter den Vieh⸗ heerden große Verheerungen anrichten. Hotel infolge unglücklicher Liebe. Hd. Brünn, 24. Febr. Hd. Madrid, 24. Febr. Taufen. Einer Berliner Auszug aus den Kir chenbüchern der evangelischen Gemeinde. Matthäusgemeinde. Trauungen. zu Gießen, und Helene Klohr, Tochter von dem Küfer Nicolaus Klohr zu Gimmeldingen. Den 16. Februar dem Taglöhner Heinrich Ruth ein Sohn, Johann Gotthard Karl Willy, geb. den 28. Dezember. Den 16. Februar dem Kutscher Georg Bergner ein Sohn, Friedrich August Ludwig, geb. den 27. November. Tochter, Ida Auguste, geb. den 31. Dezember. Den 19. Februar Philipp Schneider, Schneidermeister, 78 Jahre alt, starb den 17. Februar. 5 Deu 16. Februar dem Zuschneider Friedrich Wilhelm Söhnel ein Sohn, Konrad Wilhelm, geboren den 20. Dezember. 3 Den 21. Februar Karl Heinrich Wilhelm Martin Kimmel, 4 Bierbrauer, 47 Jahre alt, starb den 19. Februar. 5 0 Beerdigte. Marcusgemeinde. Taufen. 10 Beerdigte. Am 21. Februar. Anna Georg 18 Jahre alt, Dienst⸗ magd von Rahlkirchen, Kreis Alsfeld. Am 21. Februar. Kath. Jung, geb. Schäfer, 37 Jahre alt, Ehefrau von Landwirth Heinrich Jung 2 zu Wieseck. Die Leiche wurde in die Heimat verbracht. Am 23. Februar. Marie Werner, geb. Ott, 62 Jahr alt, Ehefrau von Schreinermeister Christian Werner. dahier, Wolkengasse No 10. findet Dienstag, den 25. ds. Mts. Nachmitttags halb fünf Uhr vom Sterbehause statt. Sterbfälle. Die Beerdigung 2 . 51 Holzversteigerungen. Wetzlar.(Hospitalwald). Distrikt 7p Kreuzweg. 23 Eichenstämme Inbalt 9 C. 10 dm, 17 rm Kiefernnutzholz. Distrikt 1b Hörnsheimer Ecke. 21 Kiefernstämme, Inhalt 8 C 31 dm, 9 Kiefernstängen, Inh. 80 dm, 17 rm Kiefernnutzholz, Distrikt 2a und b Riemchen. 20 Lärchenstämme, Juhalt 4 0 2 dm, 40 Fichten⸗ und 20 Lärchenstangen Inh. 1,77 u 1,20 am, 6 Fichtenstämme, Inh. 0,71 am, 4 um Lärchennutzholz. Distrikt 7b Kreuzweg Scheit⸗ bolz: 9 ym Eichen, Kullppelholz: 7 im Eichen und Lärchen, Stockholz: 9 rm Eichen, Wellen: 35 rm Eichen und Lärchen. Distrikt 1b Hörnsheimer Ecke. Scheitholz: 1,50 rm Kiefern, Knilppelholz: 12,50 rm Kiefern, Stockbolz: 8 rm Kiefern, Wellen: 30 rm Kiefern. Distrikt 6b Streitheck. Scheitholz: 22 rm Buchen und Eichen, Knüppelholz: 49 xm Buchen, Wellen: 306 rm. Distrikt 2a Riemchen. Knisppelholz: 3 rm Buchen und Lärchen, Stockholz: 2 rm Lärchen, Wellen: 6 rm Lärchen. Distrikt 2b Riemchen. Knüppelholz: 5 rm Eichen u Lärchen, Stockholz: 2 rm Lärchen, Wellen: 58 rm Eichen, Fichten und Lärchen. Distrikt 5a am Scheiben- stand. Knüppelholz: 6 rm Eichen und Buchen, Wellen: 33 rm Eichen und Buchen. Distrikt 1d Hörnsheimer Ecke. Knüppelholz: 5 xm Kiefern, Wellen: 23 rm Fichten und Kiefern. Distrikt 12b Sturzkopf. Knilppelholz: 1 xm Weichholz, Wellen: 17 rm Weichbolz und Kiefern. Distrikt 14 Eulingsberg. Wellen: 1100 Eichenstück. Distrikt 11 Pfingstwäldchen Scheitholz: 1.5 1m Buchen, und im Stadtwald Wetzlar, Distrikt 6, jenseits des Sturzkopfs: 8 Kiefernstämme Inhalt 10 7 dm, 32 Kiefernstangen Inbalt 2 0 43 dm, Arm Kiefernnutzholz, 5 xm Kiefernknüppel⸗ holz, 3 rm-Stockholz, 22 rm-Wellen. 1 Dienstag, den 25. Februar, Vor⸗ mittags 9 Uhr. Zusammenkunft und Verkauf: M. Roth'sche Wirtschaft„Zur schönen Aussicht. Bonbaden.(Gemeindewald). Distrikt Eisenhöll. 9,4 rm Eichenknüppelbolz, 4 rm ⸗Stöcke, 60 Stück Wellen, 51,5 rm Buchenscheit- und Knüppelholz, 1193 Stück Oberholz- und Durchforstungswellen, 93 Stück Weichholzwellen, 25 Stück Kiefernstangen 1., 14 Stück Kiefern- slangen 2, 7 Stück Fichtenstangen 3 Kl, 26 rm Kiefernknüppelholz, 9,7 rm Kiefernstöcke, 22,5 um Kiefernwellen. Distrikt Wehrholzberg. 135 xm Buchenknüppelholz, 5600 Stück Durch- forstungs⸗ und Oberholzwellen 2 Dienstag, den 25. Februar, Morgens 10 Uhr. Zusammenkunft auf der Brücke im Dorf. Neukirchen(Gemeindewald). Distrikt Köhlerbrunnen 7b, Tannengarten u. Grube. 6 Eichenstämme 2. Kl.— 11,47 fm, 46 Eichenstämme 3.— 29,36 fm, 22 Eichenstämme 4. 3,40 fm, 53 Stangen 1.— 4,77 fm, 96 Stangen 2.= 5,76 fm, 38 Stangen 3.— 1,14 fm, 1 Fichtenstamm 3.= 0,40 fm, 25 Stangen 4.— 0,37 fm, 90 stangen 5. und 5 Buchen- stämme 3. Kl.= 2,20 fm. 9 Donnerstag, den 27. Februar, Vormittags 10 Uhr. Anfang Distrikt Grube. Launsbach.(Gemeindewald). Distrikte Langenacht, Mittelmark und Wäldchen. 40 fm Eichen⸗ nud 10 fm Nadelholzstämme, 21 rm Eichen und 53 xm Nadelscheit- und Knüppelh olz, 825 rm Reiser und 29 1m Stöcke. Mittwoch, den 26. Februar, Nachmittags 1 Uhr. Zusammenkunft bei Wirtin Pfaff in Launsbach. eiskirchen.(Gemeindewald). Distrikte Beuernerberg, Schlieberg und Buchwald. 37 Nadelstämme mit 10,90 fm, 77 Nadelderbstangen mit 6,78 km, 38 rm Buchenscheitholz, 43,8 rm Knüppel, 110,1 rm Nadelknüppel, 3570 Wellen Buchenreisig, 1700 Wellen Eichenreisig, 2740 Wellen Nadelreisig, 9 rm Buchenstöcke, 15,3 xm Eichenstöcke. 5 Freitag, den 28. Februar, Vormittags 9 Uhr. Die Zusam nenkunft ist am Beuernerberg an der Sees, e e übernommen habe. .—...;——s——.— ein Sohn, Wilhelm Georg, geb. den 12. Oktober. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ 2 Den 17. Februar dem Friseur Adolf Langsdorf ein Sohn, dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, Albert Adolf, geb. den 12. Dezember. beide in Gießen. 14 Cafal ———— 01 Atti d — 5 7 d N 256 bon Mer, AAS 1 N i N 0 Wa* A in Noli 8 N V W r W leidigt 1 Hiermit mache die ergebene Anzeige, dass ich das 1 1 1 2 8 Der E Hotel-Restaurant Kaiserhof ga l Wal „ 5 Dee Wahl Ich verspreche die mich beehrenden Gäste durch eine Zürgern vorzügliche Küche und durch Verabreichung ausgezeichneter Getränke Ne Ngeg zufrieden zu stellen und bitte mein neues Unternehmen durch gütigen Besuch zu unterstützen. 10 5 0 daddald v Hochachtungsvoll ö den Ant Durch die J. Baab. 11 7 Degel ie in Kit 1 ulserer Ge Biere der Aktien-Brauerei Giessen. Wiener⸗Bier per Fl. 18 Pfg., Bayriseh⸗Bier per Fl. 20 Pfg., Export⸗Bier„„ 23„ empfiehlt jedes Quantum frei ins Haus Pilsener⸗Bier„ 28 (47⁷ die Aaschenbier-Handlung Daniel Heil, Lindenplatz 3. Telephon-Anschluss Nr. 55. Telephon-Anschluss Nr. 55. Schneise nach Beuern. Jagd⸗Verpachtungen. Krofdorf.Gleiberg Die Gemeindejagden sollen r Mittwoch, den 26. Februar, Vormittags 10 Uhr, auf der Amtsstube des Bürgermeisters Kleine meistbietend verpachtet werden. Karne vals⸗ Nummern der Hessischen Landeszeitung sind noch a 15 Pfg. zu haben in der Expidition, Kreuzplatz 4. Franz. Champagner Marke Foucher& Cie., Epernay, Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern filr arme Konfirmanden auf Ostern 1896, bestehend in Knaben⸗Anzülgen, in schwarzem Cachemir zu Mädchenkleidern, weißen und farbigen Flanell, soll im Submisstonswege vergeben werden, und sind Offerten unter Beischluß von Mustern bis— gegründet 1828.?! spätestens zum 27. d. M. bei Herrn Hospital⸗Zollersparnishalber in Luxemburg auf Flaschen verwalter Grüneberg verschlossen abzu- gefüllt geben. Depot bei: J. Bockenheimer, Gießen, den 19. Februar 1896. Die Armen Deputation der Stadt Gießen. Wolff * garantiert reinen, nur Honig feinst. Tafelhonig, prä⸗ 0 miirt, versendet die 10 Pfd.⸗Doese zu 6 ¼ Mk. franko. Garantie, 89) unfrank. Zurücknahme nicht konvenir. Sendung. 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Logirwirtschaft „Rheinischer Hof“ Frankfurterstraße 30, übernommen habe. a Indem ich höflichst bitte, das mir in meinem früheren Lokale an der Licherstraße geschenkte Wohlwollen auch für mein neues Unternehmen bewahren zu wollen, verspreche ich für gu le Speisen und ein vorzügliches Glas Bier aus der Aktien-Brauerei Gießen stets Sorge zu tragen. Gleichzeitig weise ich darauf hin, daß der „giheinische Hof“ ganz in der Nähe der Bahnhofe gelegen ist und daß in meinem Hause die Filiale des Herrn Metzgermeisters Schreiner sich befindet Den Herren Viehhändlern und Fuhrwerksbesitzern empfehle meine neu eingerichteten Stallungen. Hochachtungsvoll Wilhelm Gerhardt. Gießen, den 16. Februar 1896. 287 Maur burg u. ddl. Lam. e„R N SAR HOF, D Hotel I. Ranges. 2 In nächster Nähe des Bahnhofes, gegenüber der Post. Vorzügliche Betten. — dolide Preise. Hausdiener zu jedem Zug am Bahnhof. ff. Küche. (2 Inhaber: Julius Böminghaus. bei Ernst Muth, Gießen. 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