Gießen, Donnerstag, den 24. September 1896 ische Landeszeitung. —— Ausgabe Gießen. Kreuzplatz Nr. 4. E.—— Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen. Irpedition: . Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. Kreuzplatz Nr. 4. —..——— 0 5 4 Textor 0 91 7 8 1 0 5 0 ꝛokales und Provinzielles. CCC Baubandwerker, eines Geselschafters) beantragt Dr Peirv. Straß, g deß rter Weise ist anzuerkennen, jeden Tag hierher kommen, um ihrem Verdienst burg zu dem Absatz 1—3 einen Zusatz, wonach etzen, 24. Sept. Der Lehrer an dem] Unternehm e resp. Veranlassern des nachzugehen; vielleicht ließe sich auch die Linie ein Erbe, wenn er von dem ihm in dem Para⸗ chullehrerseminar zu Friedberg, Wilhelm] Rat 19 15 er nicht hoch genug zu schätzende bis Ziegenberg, dieser reizenden Sommerfrische, graphen erteilten Befugnissen nicht rechtzeitig Schwarz, ist auf sen Rachsuchen, unter Aner⸗[lands 150 e eutendsten Rennfahrer Deutsch⸗ weiterführen. In zwei Jahren wird das hiesige] Gebrauch mache, mit seinem ganzen Ver⸗ ennung seiner treu geleiteten Dienste, mit] willigst 12 515 Ausarbeitung des Projekts bereit⸗ Gasmonopol hinfällig, und tritt dann auch die mögen für die Verbindlichkeiten der irkung vom 16. Oktober d. J. an, in den igst gewährt wurde, wir nennen z. B. Aug. Frage heran, ob nicht die Gasbeleuchtung durch Gefellschaft 0 10 Der Zusatz wird an⸗ 8 5 4 100 7 nso folgender Zusatz zu 8 141 4„23. Sept. Die Einladung der 1 1 0 wird derart hergerichtet, daß Beschlußfassung wurde vorerst ausgesetzt.(Handelskammer a) 15 110 Verlch⸗ Stadt Gießen an die Versammlung der 5 iel 1 er als Eisbahn dienen kann. Auch! Bad Nauheim, 21. September. Für tigung der Schulden und Rückzahlung der Kapital⸗ Naturforscher und Aerzte, unserer Stadt Thon 17 für Lawn Tennis, sowie zum den Ausflug, der gelegentlich der 68. Ver⸗ anteile verbleibende Vermögen der Gesellschaft Linen Besuch abzustatten, ist angenommen on e werden hergerichtet, so daß sammlung deutscher Naturforscher und ist von den Liquidatoren nach Maßgahe der —— und werden unsere Gäste am Samstag hier ein⸗ Gro 165 age mit ähnlichen Einrichtungen in Aerzte in Frankfurt a. M. hierher am Gewinn⸗Beteiligung unter die Gesellschafter zu ug Vent 7 treffen. Die Arbeiten, die große Faßhalle der roßstädten getrost in Wettbewerb treten kann. Freitag, 25. September, geplant ist, wurde fol⸗ verteilen. Reicht das Vermögen zur Deckung s uhestand versetzt worden. Lehr, Gaide 2c. Die Mitte der Bahn und das elektrische Beleuchtung zu ersetzen wäre. Die] genommen, ebe b. Ottmann bel i N ürdi f* Gießen, 23. Sept. Auf d F i 9. 5 5 5; H dch Aktienbrauerei zum würdigen Empfange der Ge⸗ n, 5 pt. uf er ordentlichen gendes Programm aufgestellt. 3 Uhr 20 der Schulden und der Kapitalanteile nicht aus, lehrten durch dekorative und gärtnerische Kunst e mung des Verbandes Minuten Empfang der Gäste am Bahnhof. 3 so ist der Fehlbetrag von den Gesellschaftern zu einem Bantettsaal umzuwandeln, sind in An⸗ noa tscher G ewerbevereine, die gegen⸗ Uhr 30 Minuten Rundfahrt durch die Stadt nach] nach Maßgabe der Verlust⸗Beteiligung zu tragen.“ — cxerif genommen. Der Betrieb der Brauerei 1 in Stuttgart stattfindet, ist von] dem Hochwald und dem Johannisberg(Abfahrt* Mainz, 23. September. Vor einigen 1 wird zu Ehren der Güste am Samstag ruhen. 11 5 10 0 Waißbindermeister Petri II vom Bahnhof). 5 Uhr Besichtigung der Bade⸗ Monaten wurde eine hiesige Weinhandlungs⸗ NWA„ Gietzen, 23. Sept. Infolge der Ableh⸗ ine. Er sprach sich der„Frkf. Ztg.“ zu⸗ häuser, Sprudel, Quellen und des Zander⸗In⸗ fir ma wegen Verstoß gegen das Nahrungs⸗ 9 Ihe nung des Projets der eee e folge gegen die Regierungsvorlage bekr. die] stituts. 7 Uhr gemeinsames Nachtessen im großen mittelgesetz von der Strafkammer des Landge⸗ 9„ sellschaft den Bieberthal bahnhof für eee ee 175 15 für Pant des Pierer 9 1 ub 0 lei des 0 ene e e 50 Mark verurteilt, 5 70 indwerterk Orduur zehrlings⸗] Par es un Sprudels. r 30 Minuten weil sie aus 12 Stück Wein dur usätze nicht 10 re verhältnisses und Prüfungen. Auch in Hessen] Rückfahrt des Extrazuges nach Frankfurt a. M.] weniger als 30 Stück Wein 5 batte. 5 beabschligt, das Thorhäuschen links am Rod⸗ habe man gute Gewerbebereins⸗Einrichtungen,* Worms, 22. Sept. Gestern Mittag Die Oktroiverwaltung hat in dieser Weinver⸗ ffee und! ener Stationsgebäude für Nen Per- die wollen wir ausbauen, sehen aber gerne, wenn brach in dem Naphtalingebäude der chemischen] mehrung eine Oktroi⸗Defraudation erblickt und affeln. sonendahnhof zu benutzen und das Bahngeleis 5 ch r f W 15 5 1 0 1 19 1 dem in 9 nunmehr der Firma Mitteilung von dieser 5 5 95 5 5 ö 9 vird.(Heiterkeit. kurzer Zeit da ganze Gebäude und Warenvorrat efraudation gemacht und dieselbe aufgefordert, ttiger Aale e e z. Uhren. egg und Widerspruch.) Die Hauptsache sei der frei⸗ zum Opfer stel. Dabei erlitten zwei Av beiter für die fuferhald der Stadt Mainz fab b Neu! chung ei e e willige Zusammenschluß der Gewerbetreibenden. chwere Verletzungen, so daß ihre Aufnahme Weine die Oktroi gebühren mit& 118, 31 g eines Bahnhofs mit einem An⸗* Gi 24. S 8 gi„ins städti N f 8 S. W ukel 9 schluß beim Abendstern statt bei der Station li eßen, 24. Sept. Es giebt mensch⸗ ins städtische Krankenhaus erfolgen mußte. bezahlen, was auch von Seiten der Firma 0 kluzeubach, wie er inen Spudde dubzdt liche Unarten, die manche Leute trotz aller„Mainz, 22. Sept. Unter dem Vorsttz geschah. 8 uber. Ge 1 1 5 95 it Begi** Warnungen und Hinweise auf die schlimmen des Präsidenten der Mainzer Handelskammer, 5 1 8 bh sahrs Die Arbesten für die Bib Apel 10 Folgen nicht lassen können. Hierzu gehört die Geh. Kom.⸗Rat St. C. Michel, begannen die Vermischtes — bo e 25 werden können 8 erkhalbahn] Praxis, zur Enkflammung des Feuers Petro⸗ Verhandlungen der 2. Unter kommission zur 5 an Unszlen f, 2 n 9 leum in dasselbe zu gießen. In Duisburg hat] Beratung des Entwurfes des neuen Handels⸗— Ein neuer Rettungsapparat. In Nor⸗ lagen de e. 318 23. Sept. Die Herstellung der diese Unsitte wieder eine Frau mit ihrem Leben gesetzbuches über den 1. 2. und 5. Titel des] wegen sind kürzlich Versuche mit einem neuen Mettangs⸗ Nee ee ben weich e e 1 0 E wir büßen müssen. Es war eine S6jährige Frau, Zweiten Buches(88 94164, 306—314) über apparat,„Thetis“ genannt, gemacht worden. Der Er⸗ 0 n ichteten, daß sie auf dem Gelände der welche sich beim Anzünden des Feuers, nachdem die offene Handelsgesellschaft, die Kommandit⸗ finder itt Herr Breder Garlsen, Kaufmann in Bod ie N Textor⸗Brauerei in Aussicht genommen war, ist! sie vorher Petroleum in den Ofen gegossen, Gesellschaften und die stille Gesellschaft. Ver⸗ sein Apparat wird als einer der besten seiner Art be⸗ W ee dunmehr gesichert und wird in dieser Woche mit] derart verbrannte, daß sie noch am selben] treten waren folgende Handelskammern: Aachen, 0 e er auch ist. Er esteßt u en unhost. M. den Erdarbeiten hierzu begonnen. Diese Arbeiten Tage starb. Coblenz, Euskirchen, Bremen, Bingen Erefeld, in 1 1 00 10 gage ae De pollen dann überwintern, damit die Bahn An-] Heuchelheim 22. Sept. Ein Konsor⸗ Darmstadt, Elberfeld, Flensburg, Göttingen, werden kann, selbst maß en e 225 er ins Waser e⸗ — 1 7 1 u a 0 99 015 1 0 e 19 8 00 0 15 1 Land⸗ 1 90 5. Lee inn Mill n e fallen it. Das Aufblasen geschieht 35 schnell 90 rue 5 1 aufende Meter bei 61 an äufe 18 orgen) für in⸗JLüden eid, Lübeck, Mainz, Mühlhausen, Posen, Pusten in den Schlauch, r mit einem sinnreichen, leicht & Cie., Meter Bahnhreite und einer Kurvenerhöhung von dustrielle Zwecke gemacht. Schweidnitz, Solingen, Trier, Ulm, Bonn, 4 5 5 1 1 5 0 3 Meter in Aussicht genommen und wird die⸗* Bad Nauheim, 22. Sept. Ueber eine Offenbach, Essen und Worms. Zu stellver⸗ suche ergaben, daß ein Schiffstunge, der in voller Arbeits⸗ na), selbe in technischer Beziehung den weitestgehenden hier geplante elektrische Bahn haben wir; tretenden Vorsitzenden wurden Websky⸗Elberfeld kleidung mit Seestiefeln und mit dem schon aufgeblasenen . Ansprüchen genügen und den erstklassigen Bahnen schon berichtet. Jetzt ist die Angelegenheit einen] und Sartory-Kiel, zu Schriftführern Dittmar Kissen ins Wasser sprang, nicht einmal tauchte, sondern dung aufe des In⸗ und Auslandes in jeder Beziehung ent⸗Schritt weiter gediehen. Die Stadkverordneten⸗ und Meßmer⸗Mainz gewählt. Im ganzen liegen] aufrecht im Wasser stehen blieb. Als darauf zwei andere 1 1 sprechen. Die eigentliche Laufbahn wird in versammlung hat sich bereits mit dem Projekt] 55 Anträge vor, zumeist von den Handels⸗ Jungen ohne Rettungsgürtel zu ihm ins Wasser sprangen, delle FCementbeton ausgeführt, während der Unterbau beschäftigt. Ein Gesuch eines Herrn Alkschü⸗] kammern zu Crefeld, Bielefeld, Aachen, Bremen, aue der Apparat alle drei. Dann wunde eine Rudersugtt t. U. 0 geri ir 9 zm j 97 unternommen, um zu zeigen, wie wenig der Apparat selbst 0 solidest aus Hardtbeschottierung hergerichtet wird. Lwer von Frankfurt a. M. lag nämlich vor, der Mainz, Elberfeld und Hagen gestellt. Ange⸗ in autgeklaseten Zusarbe hindert und zwar nit besten 1 Als eine Neuerung ist im Projekt vorgesehen die im Namen eines Konsortiums um die Erlaub⸗ nommen wurde bei§ 125 ein Antrag Crefeld. 1 5 cee lektrische Beleuchtung der ganzen Anlage damit uts nachsuchte, Vorarbeiten für die Anlage einer][ Der Entwurf lautet:. De Vertragsmacht kann allen e e Ann ee, l es den Fahrern ermöglicht wird, auch bei Ein⸗selektrischen Bahn vom Bahnhof Bad⸗ einem Gesellschafter auf Antrag der übrigen wenige Sekunden später wieder an der Oberfläche mit dem schwarzwald, 0 itt der Dunkelheit dem Sport obliegen zu Nauheim durch die Stadt nach dem Johannis⸗ Gesellschafter durch gerichtliche Entscheidung ent⸗ von ihm aufgeblasenen Apparate, der ebenso sicher diente önnen. Die Rennbahn erhält von der Rod⸗ berg varnehmen zu dürfen. Im Falle die zogen werden.“ Nach dem Antrag soll die Ver⸗ als das erste Mal. stalt für heimerstraße her einen direkten Zugangsweg, Bahn prosperiert, wird sie ohne Zweifel nach tragsmacht schon auf Antrag eines Gesell⸗— unglückschronik aus den Alpen. Aus kranke wodurch auch der Weg von der Stadt nach Obermbörlen weiter geführt, von wo 400 U schafters entzogen werden. u§ 126(Tod! der Schweiz, wird abermals ein Unglück durch Absturz kr 1 1—— ͤ v——.. ͤ—!t————.,.. ¾¼—————— 7 1 00 sie darüber nach, und kaum war sie wieder frei, so] er in Marja eine Aehnlichkeit mit derjenigen ge-] worden, und es wird Hinte, 1 1. 15 r eilte sie nach dem Garten zurück. funden, die er suchte? 5 5 5 schreckliche Weib, das die Gelegenheit dazu schaffen Mähige 1000 3 on Tra„ Bleich und verstört wankte sie einher, mit ihren n Biancas Pulse flogen. Das Her, in dem ein sell, zurückkehrt, um Dich mit süßen Schmeichel⸗ ). Bauda 1 Zeitroman von Pieter Bryburg Augen die Büsche durchdringend, als plötzlich] wilder Schmerz wühlte, pochte ihr zum Zerspringen] worten zu einer heimlichen Zusammenkunft zu be⸗ 0 b. Dili 5(Fortf. verboten. Stimmen an ihr Ohr schlugen, deren eine sie als laut. Sie meinte, jene müßten es hören. Die stimmen. 5 9 l 19 0 92 0 7 N die des Grafen erkannte. Kehle war ihr trocken und wie von unsichtbaren Kurt lächelte überlegen. 5 Kunn Sie nichts b lückli Mann? Die andere war die eines Weibes. Händen zugeschnürt. J„Du siehst zu schwarz, Marja“, entgegnete er 0 e nichts bewegen, unglücklicher an Wie gebannt blieb sie einen Augenblick stehen. Sie fingerte an einem kleinen Dolche, den sie mit sanftem Vorwurf,„und auch jene Frau beur⸗ Fliehen Sie— auf meinen Knieen flehe ich Sie an! 9 12 75 versteckt im Busen trug und dessen feine Spitze in teilst Du ganz falsch. Da ich jetzt vor Dir, mein Und wie sie da nun vor ihm hingesunken, die Hatte eine der andern Balldamen im Garten n ez 1 9 bi 6 e 6 95 15„ 10 1 9 4.5 lustwandelt und ihre kurze Abwesenheit benutzt ein tötliches Gift eingetaucht war. i süßes ieb' kein Geheimills mehr habe, kann ich es Hände und das thränenvolle Antlitz flehend zu ihm ge sich mit dem interessanten Fremden in eim Ge⸗ Wie, wenn sie jetzt vorstürzte und das verkleidete Dir ja anvertrauen: Bianca Capella ist meine erhoben, da packte es ihn mit einer unwiderstehlichen um sich m. 1 9 85 1 7 Feindinnen. War Weib, seine Geliebte, niederstieß? heimliche Beschützerin und darauf bedacht, mich zu Gewalt. 12 5 5 3155 e wen en Grasen 40005 jetzt 11155 Grausame Rachepläne, furchtbare Bilder jagten retten. Am allerwenigsten würde sie sich dazu ver⸗ 5 Er riß sie vom Boden auf und riß sie an seine ih bc Charakter die Augen öffnete? ihr durch den Kopf. Aber sie hatte noch soviel stehen, ihre Hand zu einem blutigen Verbrechen zu Brust... 3 Gewalt über sich, daß sie mit diesem Aeußersten bieten. Sie spielt jenen beiden Männern gegenüber „Marja, Du liebst mich,“ jubelte er,„und ich Auf Schleichwegen und von einer erwachenden zurückhielt. nur eine Rolle, mir aber hat sie sich ganz enthüllt. liebe Dich, mein Heldenmädchen—ich liebe Dich!“ Unruhe erfüllt, nähert sich Bianca der Stelle, von Nur Ruhe! Es ließ sich gewiß noch etwas Von ihr haben wir nichts zu fürchten, und wenn Er bedeckte ihr Haar, ihre Augen, ihren Mund woher die Stimmen, vie einen gern eigentümlichen, Besseres erßinnen, um ihren Zweck zu erreichen und sie jetzt zurückkehrt, zweifle ich nicht, daß sie selbst und die nur matt widerstrebenden Hände mit glühen; erregten Klang hatten, erschallten. Der weiche vor dem Grafen doch nicht als Verbrecherin] mir sagen wird, was Du erlauschtest. Nein, gerade den Küssen. 97 8 0 Rasen dämpfte ihre Schritte bis zur Unhörbarkeit. dazustehen. 8 5. von ihr erhoffe ich die Mittel zur Flucht, zur ge⸗ Und der Sturmwind einer echten wahren Herzens⸗ Und nun stand sie da mit totbleichen Wangen Und während dort ein füßer Himmelsfrieden] meinsamen Flucht mit Dir, und wenn ich ihr leidenschaft hob ihre Seelen empor und trug sie in] und glübenden Augen, sah und hörte sie, daß ihre] sich auf zwei sturmdurchtobte Menschenherzen senkte, sage—“ 3 ee e 150 e schlimmsten Befürchtungen weit, weit übertroffen] brütete hier ein weiblicher Dämon über finsteren„Um Gott, nein, thue das nicht!“ flehte Marja n Verrath und keine Men entücke eine tte waren. Rachegedanken. mit so viel Angst im Ton, daß Kurt seine Worte haben. ö Mit dem Raffinement der Weltdame hatte sie„Nun, komm, Geliebter!“ sagte Marja sanft.] bereute. 5 17. Kapitel. sofort alles begriffen und die Chancen erwogen..„Nun wirst Du mir folgen müssen, wenn Du mich„Nein, nein, ich werde es nicht“, beteuerte er, „Ein weiblicher amen. kal Als jene Beiden dann in seligem Glücksgefühl] ganz Dein eigen nennen willst.“„und unsere Liebe soll unser süßes Herzensge⸗ Mit Entsetzen im Herzen, aber füußeruch n schwiegen, fest umschlungen und jede Gefahr für„Ja, mein, bald ganz mein!“ sprach Kurt be- heimnis bleiben. Aber immerhin kann ich Deine und ruhig, hatte Bianca vernommen, was in 50 den Augenblick vergessend, erfaßte sie rasende Eifer⸗ seligt. Aber um so mehr Fürsorge habe ich für] Serge um mich zerstreuen, denn in Bianca Capella auf den Grafen zwischen Sir Cecil Rhodes und sucht und Wut! Dich zu treffen. Du sagst Du habest nur ein besitze ich eine mächtige Beschützerin. Vielleicht Doktor Zameson beschlossen worden 17 0 Der Mann, den sie wahrhaft zu lieben wähnte, Pferd, und jetzt bei Nacht und Nebel sei kein] schon morgen Nacht werden wir zusammen unsere Dagegen sich aufzulehnen, ware nutzlos gewesen. für den sie sig hatte opfern wollen, er gehörte zweites zu erlangen. Ich allein fliehen und Dich] Flucht bewerkstelligen können. Jnzwischen bist Du, Das hätte sie von des Grafen Seite verdrängt und 255 9 0 ter Fei zurückl kann ich j ö 25 e Ne 5 deiner Anderen. Ihre stolzen Pläne waren mit eiuem unter Feinden zurücklassen, das kann ich jetzt weniger die selbst ich nicht als Weib erkannte, geborgen. 1 des Lords für 17 65 ku en Schlage vernichtet. Sie ahnte es: Dieser Mann als je. Wir müssen unsere Flucht verschieben.“ Halte Dich morgen im Zimmer oder reite bis 5 scheinbar zuftimmen. 55 10 1 0 Herzen liebte nur eiumal, und nie würde er sein Herz einer In den Augen der verborgenen Lauscherin blitzte[ Abend fort. Ich schicke Dir dann einen Boten. 9 e aden rn Grafen zu retten— Anderen schenken. es triumphierend auf. Unter welchem Namen soll er Dich erforschen?“ für dchon en Eu, Gegen eine Bauerndirne mußte sie zurücktreten.„Verschieben?“ rief Marja besorgt.„Wo denkst(FNerisezung folgt.) i b 5 15 1 1 e des erzwungenen Tanzes sann Und hatte der Graf ihr nicht schon angedeutet, daß Du hin! Eben war Deine Ermordung beschlossen * 9 ö ö 1* U . 5* 9*. 5 ien 10 1 f 5 7 gemeldet. Aus Bern wird berichtet, daß Fräulein Binder von Gent auf der Falkenfluh bei Thun(Kanton Bern), über eine steile Felswand gestürzt ist und als Leiche auf⸗ gefunden wurde.— Ueber das Unglück, dem Dr. Günther mit zwei Führern bei der Besteigung des Lyskamm in der Monte Rosa⸗Gruppe zum Opfer fiel, wird noch Fol⸗ gendes berichtet: Zwei englische Touristen, Reverend Fitz⸗ patrick und Professor Robinson, waren die Ersten, welche auf den Lyskamm zu den Verunglückten gelangten. Sie gaben bei dem Gerichte in Zermatt Folgendes an: Der Führer Imboden lag flach auf dem Boden; seine Leiche zeigte am Beine starke äußere Verletzungen. Dr. Günther befand sich in sitzender Stellung und hatte den rechten Oberarm krampfhaft nach oben gebogen; sein Rock war ihm über den Kopf gestülpt, an dem sich schwere Ver⸗ letzungen zeigten. Der Führer Ruppen war am meisten verletzt, die obere Hälfte seines Schädels war vollständig zertrümmert. Imboden hatte als Vordermann das Seil mehrfach um sich gewunden. Das Seil, an dem die Drei gingen, war beim Absturz zwischen den einzelnen Männern zerrissen und an den Rißstellen vollständig zerfasert. Von den Pickeln fand man nur den Kopf eines Beiles; der Schaft war ganz zersplittert. Die Tiefe des Absturzes mochte 400 bis 500 Meter betragen. Als die Walliser Führer zu den Toten kamen, knieten sie nieder und Jeder verrichtete ein stilles Gebet, während feierliche Stille in der Runde herrschte. Erwähnenswert ist, daß die gefürch⸗ tete„Gwächte“, durch deren Einsturz Dr. Günther und seine beiden Führer den Tod fanden, im vorigen Jahre bei viel ungünstigeren Schneeverhältnissen von Dr. Fritz Drasch, der nun in den Zillerthaler Alpen verunglückt ist, ohne Unfall passiert wurde.— Die Leiche Dr. Günthers wurde in seiner Heimatstadt Köln am Mittwoch Nachmit⸗ tag unter allgemein zahlreicher Beteiligung zu Grabe ge⸗ tragen. Prachtvolle Kranzspenden wurden am Grabe niedergelegt, darunter solche von der hochtouristischen Ver⸗ einigung Berlin und von der Sektion Rheinland des Deutsch⸗Oesterreichischen Alpenvereins. — Tote Kabel. Eine interessante Thatsache ist es nach Mitteilung des Patentbureaus B. Reichhold, Berlin W., daß von den siebzehn transatlantischen Kabeln nur sieben wirklich in Betrieb sind. Die übrigen sind im Laufe der Zeit aus verschiedenen Ursachen unbrauchbar drei Millionen Dollars geschätzt, so ist somit ein Kapital von dreißig Millionen Dollars unwiederbringlich in eine Meerestiefe versenkt, die zwischen 50 bis 20 000 Metern variiert. — Ein neuer Komet wurde am Abend des 4. September auf der Sternwarte in Nizza von dem Astro⸗ nomen Giacobini entdeckt. Das neue Gestirn stand bei der Entdeckang nahezu in der Mitte des Sternbildes Ophinchus, am westlichen Rande der Milchstraße, und zeigte eine Bewegung von nahe einem halben Grad täg⸗ lich in west⸗südwestlicher Richtung. —„Gattenliebe.“ Eine zärtliche Ehegattin er⸗ schien in diesen Tagen in einem Geschäft in Liegnitz und bestellte sich nach dem„Liegn. Anz.“ einen Trauerhut mit dem Auftrage ihn nur recht schön zu machen, sie würde ihn, sobald sie ihn brauche, abholen; denn ihr Mann sei zwar noch nicht tot, werde aber nach der Ansicht des Arztes bald sterben. Ob sie den Hut inzwischen schon abgeholt hat, wird dem Liegnitzer Blatte nicht mitgeteilt. — Die liebevolle Gattin. Eine junge Frau meldet ihrem Gatten, daß ein Herr ihn zu sprechen wünsche. „Wer ist es denn?“„Ach, lieber Ferdinand,“ antwortete die Gattin,„verzeih mir, ich habe ihn herbestellt. Du hast schon über eine Woche Deinen Husten; das hat mir Angst gemacht. Und Du bist so unvorsichtig. Wenn ich Dich berlöre. Und sie bricht in Thränen aus. „Na, na, beruhige Dich, liebes Kind,“ antwortet gerührt der Mann.„Man stirbt nicht an einer einfachen Erkäl⸗ tung. Aber immerhin, laß den Doktor hereinkommen.“ „Es ist kein Doktor, Lieber,“ antwortet die Gattin,„es ist ein Agent einer Lebensversicherungsgesellschaft.“ Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 23. Sept. Der fortschrittliche Verein Waldeck veranstaltete gestern Abend eine Protest-Versammlung gegen die Zwangs⸗ organisation des Handwerks. Das Refe⸗ rat hatte Reichstagsabgeordneter Rektor Kopsch übernommen. Derselbe bezeichnete den Entwurf als werkerstand eingezwängt werden solle. Der Ver⸗ waltungs⸗Kommissar habe das Vetorecht. Er sei der eigentliche Vorsitzende, die Ausschüsse seien nur Dekorationen. Von den Mitteln, durch die das Handwerk der Großindustrie gegenüber kon⸗ kurrenzfähig bleibe, sei im Entwurf nichts zu spüren. Redner empfiehlt Genossenschafts- und Kredit⸗Anstalten für das Handwerk und verlangt ferner Lehr-Werkstätten für die Lehrlinge. Süd⸗ deutschland verhalte sich absolut ablehuend, das habe der Gesetzgeber schon vorausgesehen, des— halb sei Vieles in das Ermessen der Landesbe— hörden gestellt. Man wolle mit dem Handwerk einen Sprung ins Dunkle machen. Am Schlusse der Versammlung wurde eine Resolution ange⸗ nommen, in welcher sich die Versammlung ent⸗ schieden gegen den ganzen Entwurf erklärt. Die Vorlage bringe nur neue polizeiliche Bevormun⸗ dungen und den Bureaukratismus. Hd. Flensburg, 23. Sept. Eine von mehr als tausend Personen besuchte Versamm⸗— lung von ausständigen Werftarbeitern beschloß infolge der Bekanntmachung der Schiffs- bau⸗Gesellschaft, von gestern an die Arbeiten aller Branchen einzustellen und nur unter der Bedingung wieder aufzunehmen, daß die früher von den Arbeitern gestellten Forderungen be— willigt würden. Hd. Paris, 23. September. In hiesigen politischen Kreisen behanptet man, daß durch die energische Haltung bezüglich der Haltung des status quo eine Einigung erzielt sei. England werde seine weitgehenden Pläne im Orient für den Augenblick aufgeben. Hd. Brüssel, 23. Sept. Wie die Blätter melden, drang eine bewaffnete Räuberbande Oesterreichs in der orientalischen Frage vergewaltigte die Nonnen und plünderte Kloster.(2)— Hd. Athen, 23. Sept. Einer der nach Kreta gegangenen Offiziere wurde gestern von Kriegsgericht wegen Fahnenflucht zu 2 Jahren Festung verurteilt.— Aus Macedonien wird gemeldet, daß eine kleine Bande Aufständischer durch einen christlichen Priester an die Türken ver raten und von denselben vernichtet wurde. Hd. Brüssel, 23. September. Die „Reform“ veröffentlicht unter dem Titel: „Abgehauene Menschenhände“ ein Artikel, in welchem die belgische Regie⸗ rung aufgefordert wird, die Initiative zu einer Untersuchung betreffend die neuerlichen Anklagen gegen die Con Regierung zu ergreifen. Wenn d belgische Regierung dies nicht thue, so — dürften die Signaturmächte des Ver ren! liner Vertrages den Congostaat in An. klagezustand versetz en. 5 Ein — Der Besl Sterbefälle. ö utsamneltel Am 22. Sept. Alfred Freund, 32 Jahre alt, Galbt abstatten Buchhalter dahier, Westanlage 6. Die Be⸗ fung in del erdigung findet Donnerstag, den 24. ds. Mts., gt bergang Vormittags 11 Uhr vom Sterbehause aus statt. 1 Jahren, im Am 22. Sept. Jacob Rau, 68 Jahre alt, un halb o gl Bremser dahier, Wetzsteingasse 43. Die Be⸗ N aß die 3 erdigung findet Donnerstag, den 24. ds. Mts., 0 arsch un Nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause aus statt. 115 wurde. 15 die Mels i Nele de Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re Ait tneistere dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmauu, beide in e Slodt Gieße Gießen. i gewählt u Ir. Leuckort zu I ind fragte au, e Lhiort wurde „Kegraphisch bene 1 1 geworden. Werden die Kosten eines jeden Kabels auf nur ein dreistöckiges Gebäude, in welches der Hand-Jin das Frauenkloster Wiheries im Hennegau ein, Bekanntmachung Ortsstatut für die Stadt Gießen,. eee e ee Die Urliste filr die Schöffen und Geschwore— nen liegt eine Woche lang und zwar von Mittwoch, den 23. bis eiuschließlich Mittwoch, den 30. September l. Is. auf dem Bürgermeistereibureau— Zimmer Nr. 14— zu Jedermanns Einsicht offen. Innerhalb jener Offenlegungsfrist ist gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Urliste schriftlich oder zu Protokoll des Bürgermeistes Eiunsprache zu erheben. 1 Gießen, den 19. September 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V. Wolff. Holzpflaster⸗Versteigerung. Donnerstag, den 24. September, vormittags 9 Uhr, wird auf dem Güter⸗ bahnhof Main⸗Weser⸗Babn eine Ladung Holz⸗ pflaster(auch als Brennholz verwendbar) öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 21. September 1896. Königliche Güterabfertigung. Rauber. Gr. Oberhessische Eisenbahnen. Die Herstellung der Chaussierungen und bekiesten Flächen für die neuen Werkstätte⸗ anlagen soll vergeben werden. Plan, sowie Arbeits⸗ und Lieferungsverzeichnis nebst Be⸗ dingungen liegen auf dem Baubureau am Riegelpfad zur Einsicht auf und können die Angebotsunterlagen gegen Erlegung von 40 Pf. dort entnommen werden. An gebote sind bis Samstag, den 26. d. M., vormittags 10 Uhr, daselbst einzureichen. Zuschlagsfrist 8 Tage. Lauggässer, Eisenbahnbauassessor. Landwirtschaftliches Versuchsfeld. Zwei Morgen Geünwicken obigen Versuchs⸗ feldes sollen, getrennt oder zusammen, meist⸗ bietend versteigert werden.— Schriftliche An⸗ gebote nimmt die unterzeichnete Bebörde bis zum 25. ds. Mts., abends 5 Uhr, ent⸗ gegen. Gießen, 22. September 1896. Großb. Universitäts⸗Rentamt. Weimar. Obstversteigerung. Freitag, den 25. September, nach⸗ mittags 3 Uhr, wird in dem fiskalischen Garten zu Alten⸗Buseck die diesjährige Apfel⸗, Birnen⸗ und Zwetschenernte meistbietend versteigert. Gießen, den 19. September 1896. Großherzogl. Oberförsterei Gießen. Block. Obstversteigerung. Freitag, den 25. September d. J., vormittags von 9 Uhr au, soll das hiesige Gemeinde⸗Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist am Gießener Weg. Alten⸗Buseck, 21. September 1896. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Körber. Obstversteigerung. Nächsten Donnerstag, den 24. d. M., vormittags 9 Uhr aufangend, soll das der Gemeinde Bersrod gehörige Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, meistbietend versteigert werden. Der Aufang ist im Ort. betreffend die Errichtung eines Arbeitsnachweises für die Provinzialhauptstadt Gießen. Auf Grund des Artikel 52 und 53 des Gesetzes, betreffend die Städteordnung für das Großherzogtum Hessen vom 13 Juni 1874, wird durch Beschluß der Stadtverordneten-Ver⸗ sammlung vom 16 Juli 1896 nach Anhörung des Kreisausschusses und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 28. Juli 1896 unter Nr. M. ⸗J. 21937 für den Bezirk der Provinzialhauptstadt Gießen ein Arbeits nachweis eingerichtet, für welchen folgende Bestimmungen maßgebend sind. 1 Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern(Ar- beitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen und zwar überall beiderlei Geschlechts) Arbeit zu vermitteln. 8 2 Die Leitung und Verwaltung des Arbeitsnachweises ist einer städtischen Deputation übertragen, welche besteht: J) aus dem Bürgermeister oder dem von ihm dazu beauftragten Beigeordneten als Vorsitzender, 2) aus acht von der Stadtverordneten⸗Versammlung gewäblten Mitgliedern, von welchen je die Hälfte Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sowie mindestens je drei Arbeitgeber und je drei Arbeitnehmer vorbehältlich der in dem nachfolgendem Satz enthaltenen Einschränkung Beisitzer des Gewerbegerichtes sein müssen. Gemäß Artikel 52 der Städteordnung mülssen mindestens zwei Mitglieder Stadtverordnete sein; es ist daher, soweit zur Deckung dieser Mindestzahl erforderlich, die Wahl nicht auf die Beisitzer des Gewerbegerichtes beschränkt. Sämtliche Mitglieder der Deputation müssen nach Artikel 13 u. ff. der Städteordnung stimmberechtigte und wahlfähige Mitglieder der Stadtgemeinde sein. Die Amtsdauer erlischt: a) filr diejenigen Mitglieder, welche Stadtverordnete sind, mit der nach der regel⸗ mäßigen Ergänzung der Stadtverordneten⸗Versammlung stattgehabten Einführung der neu gewählten Mitglieder derselben, b) für die übrigen Mitglieder mit dem Ablauf der Zeit, auf welche die Beisitzer des Gewerbegerichts gewählt waren. 8 5 8 3. Die Sitzungen der Deputation werden von dem Vorsitzenden nach Bedarf oder im Auf— trag von fünf Mitgliedern, jedoch mindestens alle drei Monate einberufen. Die Deputation ist beschlußfähig, wenn alle Mitglieder geladen und einschließlich des Vorsitzenden fünf Mit⸗ glieder und zwar wenigstens zwei Arbeitgeber und zwei Arbeitnehmer versammelt sind. Sind die Mitglieder zum zweiten Male zur Verhandlung über denselben Gegenstand einberufen aber dennoch nicht in genügender Zabl erschienen, so sind die Erschienenen ber diesen Gegenstand unter allen Umständen beschlußfähig „Die Beschlüsse der Deputation werden nach Stimmenmehrheit gefaßt; insoweit bei der Abstimmung Arbeitgeber und Arbeitnehmer in ungleicher Zahl anwesend sind, haben sich die überzähligen Mitglieder der stärkeren Seite und zwar zunächst die dem Lebensalter nach jüngeren der Abstimmung zu enthalten. 8 4. g Alle Kosten für Errichtung und Unterhaltung des Arbeitsnachweises trägt die Stadt Gießen; die Arbeits vermittlung selbst erfolgt unentgeltlich. 5 Die für den Arbeitsnachweis erforderlichen Beamten werden nach Anhörung der De— putation auf Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung durch die Großh. Bürgermeisterei Gießen auf Widerruf angestellt und entlassen. 8 6. Die Mitglieder der Deputation erhalten, soweit sie nicht zugleich Stadtverordnete sind, für jede Sitzung, welcher sie beiwohnen, eine Entschädigung von zwei Mark, und falls die Sitzung mehr als einen halben Arbeitstag in Anspruch nimmt, eine solche von vier Mark. 75 8 Bei Streitigkeiten, welche zwischen Arbeitgebern und Arbeitnebmern über die Bedingungen der Fortsetzung oder Wiederaufnahme des Arbeitsverhältnisses entstehen und zu Ausständen oder Aussperrungen führen, stellt der Arbeitsnachweis seine Thätigkeit für die Beteiligten ein, sobald das dafür zuständige Gewerbegericht, oder im Falle der Unzuständigkeit des Letzteren die Deputation für den Arbeitsnachweis auch nur von einem der streitenden Teile als Einigungsamt angerufen wird. Soferne vor diesem Einiguugsamt weder eine Vereinbarung noch ein von beiden Teilen anerkannter Schiedsspruch zustande gekommen ift, beschließt die Deputation, ob der Arbeitsnachweis für die Beteiligten wieder aufgenommen oder bis zur Beilegung des Streites eingestellt bleiben soll. ö 10 8 8. Die Geschäfte des Arbeitsnachweises werden nach einer Geschäftsordnung, die von der Stadtverordneten-Vorsammlung nach Anhörung der Deputation erlassen wird, geflihrt.— Die Vertretung der Anstalt erfolgt durch den Vorsitzenden der Deputation. 9 Der Arbeitsnachweis tritt mit dem 1. November 1896 in Wirksamkeit. Gießen, den 5. September 1896. J Stadthorstan Jaanstaltungen, e gleiche Sumr 1 und be Age der Ges salasen. Ma home, dem Pe d eiließ am iu die Bürgersc nigung bat, Auauf an, für Uchnungen zu e Alannte, wie Aite, für so dahlwollenden gage Amsprüche 152 Unterk. i ffden. Aber seigten den Ru fel, sie bewäb fuer und nach ee stunden dem 3 1 2 2K Verein Einigkeit. 2 Samstag, den 26. September, abends 8 Ahr, im Café Leib Feier des 19. Stiftungsfestes verbunden mit Theater und Tanz. Eintrittskarten im Vorverkauf bei Herrn Arnold 8 . 5 55 1 im Schipkapaß und in den beiden Geschäften des Herrn 0* Friseur Muhl, Bahnhofstraße 28 und 53, à 75 Pfg. und abend an der Kasse à 1 Mt. zu haben. 1080 d 8 8b 8 mfg 8r:8t 88 2 Der Vorstand. hangen loft 85 R 2 a VCC Wohnung und Bureau befindet sich Bahnhofstrasse 22, III. bei Kaufmann Cony. 9 Born, Gerichtsvollzieher. SSS ss Weit über 100 Kerzen Licht strablen die nenesten Glühstrümpfe für Gas⸗ glühlicht aus. à Stück 1 Mk. 20 Pfg. sind de Gäste fte h bote 105 dchens Fürger aun benötigte. . Wohuungsf dune fir die a unt en. Die e aflüegcbsude, Aline, de chen Gebt all don gert —— solche zu haben bei 1039 Narja 0 „ A. Cretscher, von Neustadt 78. Jedman 0 Bersrod, 21. September 1896. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. 5 Böcher. Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Schweinefleisch nicht ladenrein, pro Pfund 48 Pfg. (gesolbert). Ein Lehrlingggesuchtis Weinrich Sack, Schreinermeister, Große Mühlgasse 5. Ei Lehrling zum sofortigen Eintritt gesucht vom 1075 Schmied Will in Krofdorf. von 3 fertiger Her 5 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. um, Gießen. lager Tuch, Bukskin und ren- und Knaben- Kleider. Manufakturwaaren. Anfertigung eleganter Herren-Garderobe nach 2 Maaß. S 5„Den wei ordentliche Arbeit halte* asbest 3* e eine Echlastele. e e e h ein n in 1072 A. Weber, Liebigstraße 65. 31 g Tasche 45. Naum und 1 5 5 5 7 einigen einer en Kleines Familienlogis gen 1,30 4, eg per 1. Oktober zu e 1 00 Neue Feder in eine Taschen⸗ Cat adm 8 uhr 1,50 A, N il 15 8 5 1 Patentglas 0, 40, cen u e Hegulier-Fülofen] Setrrewe Tas 0804 e Reuter A. B. Für jede reparierte Uhr ein Jahr reelle a ind dag 10 07 verkaufen. 91000 5 G 8 1 14 U gage HHKreuzplatz 4. CGeor 2 Koch, e hn elfe g 8 ö 1.“ Privatscribent Poppelsdorf Ahrmacher, 50, be e 12 Hammstrasse 12. Neue Bäue 5. 0 10 schreibt Eingaben aller Art. in cand. rer, mch. erteilt 90 dir 0 i e Nus⸗ ündlichen ur ru, Nat ene, E Unterricht Berufsgenossenschaften 0 bildende Unterr icht 1 bn ol Ausprüche aus Unfällen pp., in Mathematik, Physik, Me⸗ ue ge da Fertigung von Gesuchen jeder Art, chanik und den Elementen des wan Asa Beitreibung von Forderungen, unter; 5 1011 aan, chi Zusicherung strengster Diskretion Maschinenbaues. 1 1h aint Sprechstunden: Täglich von 8—12 Näheres in der Exped. d. Ztg. 1 J fund bin ken Uhr Vormittags und von 2—4 Uhr Nach⸗ 8 Aas den i mittags; Sonntags von 9—1 Uhr. 1003 Franz. Champagner 1 1 Uh Ghent Ed. Notte. Bahnhofstr. 51, III, l. marne,, en, Friedrichs dorfer FHoucher& Cie., N ae 3 Zwieback Epernag, ren 2— gegründet 1828. 41 0 U derlg e 850 l Zellersparnishalber in 1 auf Fflaschen 1 l u g Steinstrasse 78 Depot bei: J. Bochenbs lese an N (Ecke Schottstraße). Frankfurt a. M.: dual