ung raͤger lat 9 Gwärti⸗ e Pur⸗ ig, die c und it wird ulli — santw. Je⸗ Oktmaun, 2 —— N der 5 UI 8 —— 7 * e e e r 5 — k— Nr. 20 Gießen, Freitag, den 24. Jannar 1896. Ausgabe Gießen. eilung. Redaktion: 688 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. N Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. 24 Kreuzplatz 9 Die Kommunalbesteuerung der und hierbei sichtlich den Jutentionen des Aus- lehnung des Ministeriums gründe. Auch die versichern.§ 2 der Statuten läßt 5 Versiche⸗ E. W. Fernie'sehen Braunstein⸗ schußberichtes folgend eine noch weitere Gliede- hierüber erwachsenen Kreisamtsakten geben in rung zu Rinder über/ Jahr, Bullen, Ochsen, Bergwerke. II Gießen, 22. Jan. Das Gutachten des Herrn Rechtsanwalt Grünewald fährt dann fort: Nur ein Bedenken scheint sich der hier vertretenen Ansicht entgegen zu stellen. Deun wenn es richtig ist, daß für die Heranziehung der Einkommensteuerkapitalien zu den Gemeindeumlagen der Wohnsitz des Steuerpflichtigen bezw. der Sitz des Gewerbe— . betriebes schlechthin maßgebend sein soll, so können alle diejenigen, welche in unserem Großherzogtum zwar ein Gewerbe betreiben, in Hessen aber weder wohnen, noch das Gewerbe domiziliert haben, mit ihrem aus diesem Gewerbe erzielten Ein— kommen in keiner Gemeinde Hessens zur Kom⸗ munalsteuer herangezogen werden. Diese Folge⸗ rung ist allerdings eine unabwendbare, sie ent⸗ spricht aber auch dem Willen des Gesetzgebers. Denn daß es in der That nicht beabsichtigt war, für die Fälle der letzterwähnten Art, eine Verteilung des Einkommens nach den Quellen desselben in der Art eintreten zu lassen, daß mangels eines in Hessen befindlichen Sitzes des Gewerbes das Einkommen aus demselben anteil— 1 5 überall da zur Versteuerung kommt, wo das Gewerbe betrieben wird, geht aus dem Be⸗ richt des I. Ausschusses hervor(Beilage Nr. 108 der Verh. der II. Kammer XXV. Abt. 1885,88 pag. 5). Es heißt daselbst „Der Ausschuß glaubt bei den sich ergebenden Schwierigkeiten von einer gleichen Verteilung nach den Quellen des Einkommens absehen zu sollen und will sie nur auf den besonderen Fall beschränken, wenn für einen Ausländer im Inlande besondere Steuerkapitalien zu bilden sind.“ Es erhielt hiermit der Art. 1 Abs. 4 des Gesetzes vom 24. September 1887 seine jetzige Fassung, wonach bei einem Reichsausländer mit besonderem Einkommen im Sinne des Art. I des Gesetzes vom 8. Juli 1884, insofern eine Trennung nach den Quellen seines Einkommens angeordnet ist,— als nicht etwa sein gesamtes Einkommen tan einem Ort zu versteuern ist— bielmehr sein Einkommen aus Grundbesitz an dem Ort der belegenen Sache und sein Einkommen aus einem Gewerbebetriebe am Sitze dieses Betriebes zur Versteuerung gelangt. f Daß aber auch inuerhalb des Gesamtein— kommens aus einem Gewerbebetriebe für den Fall, daß ein Sitz dieses Betriebes in Hessen ficht vorhanden ist, darauf weiter zurückgegangen werden soll, aus welchen Gemeindebezirken dieses Gewerbe-Einkommen herrührt, ist durch nichts begründet, es würde dies vielmehr dem ganzen Gedankengang des schon mitgeteilten Ausschußbe⸗ richtes widersprechen, der eine Gliederung des Ein— kommens nach seinen Quellen überhaupt prinzipiell vermeiden will, wie ja auch ein olches Verfahren dem Wortlaut des Gesetzes fach entsprechen würde, das den Quellen nach nur zwischen Einkommen aus Grundbesitz und solchen aus Gewerbe schlechthin scharf unterscheidet rung des Einkommens nach den Quellen aus—⸗ schließen will.— In solchen Fällen sollen sich aber die einzelnen bei dem Gewerbebetriebe in räumlicher Beziehung beteiligten Gemeinden damit begnügen, daß die Inhaber des Gewerbe— betriebes nur mit ihrem Gewerbesteuerkapital anteilmäßig zu den Gemeindeumlagen heran— ezogen werden, im Uebrigen aber mit ihren Linkommensteuerkapitalien in Hessen überhaupt nicht zu den Kommunalsteuern beizutragen ver— pflichtet sind, wie die Gemeinde auch nach Maß— gabe des Gesetzes von 1887 sich damit zufrieden geben und es nicht hindern kann, daß die In— haber von Gewerbebetrieben sich willkürlich in einer Gemeinde niederlassen, wo sich auch nicht eine einzige ihrer gewerblichen Anlagen befindet, und dort ihr gesamtes Einkommen zur Ver— steuerung bringen, mit Umgehung aller an ihrem Gewerbebetriebe räumlich beteiligten Gemeinden. Zieht man nun die Nutzanwendung der vor— stehenden Ausführungen auf den konkreten Fall Fernie, so ist wohl unbestritten der Sitz des Gießener Braunsteinbergwerks in Gießen und deshalb auch in Gießen das Einkommen aus diesem Gewerbebetriebe total in Gießen zu ver— steuern, dagegen wird das Gewerbesteuerkapital anteilmäßig in den Gemeinden Gießen und Großen-Linden zu den Kommunalsteuern heran— zuziehen sein, da in beiden Gemeindebezirken sich Gewerbeanlagen befinden. Die zu Anfang des Gutachtens an zweiter Stelle aufgeworfene Frage, ob der zur Zeit be—⸗ stehende Verurteilungsmodus bezüglch der Herau— ziehung des Einkommensteuerkapitals zu den Ge⸗ meindeumlagen in der Gemeinde Gießen und Großen-Linden der richtige sei, beantwortet das Gutachten des Rechtsanwalts Grünewald kurz dahin, daß in dieser Beziehung wenigstens auf jeden Fall eine Abänderung zu Gunsten der Stadt Gießen zu erzielen sein dürfte. Es ist nach dem Dafürhalten des Gutachters bei der Veranlagung der Firma Fernie zu den Umlagen der Gemeinde Großen-Linden, dem äußeren Umfang des in deren Gemarkung ge⸗ legenen Realbetriebes zu sehr Rechnung getragen worden, was auch Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch in seinem gutachtlichen Bericht hervorgehoben habe. Das Gutachten des Rechtsanwalt Grüne—⸗ wald fügt hinzu, daß der äußere Umfang des in der Großen-Lindener Gemarkung betriebenen Gewerbes schon um dessentwillen nicht allein maßgebend sein kann, weil doch auch in Rücksicht gezogen werden muß, daß, wie bereits angeführt, gerade schon durch die bloße Thatsache, daß in einer Gemeinde ein umfangreiches Gewerbe be— trieben wird, die Steuerkraft der Bewohner dieser Gemeinde um ein Echebliches gesteigert wird. Das Gutachten empfahl s. Zt. in dieser Au⸗ gelegenheit sich mit einer begründeten Eingabe an das Ministerium der Finanzen zu wenden, um eine nochmalige Prüfung der einschläglichen Fragen herbeizuführen und schließt mit dem Hin— weis, daß ein schon früher ergangener Entscheid ohne Motive gegeben sei und daher nicht ersicht⸗ lich sei, auf welche Erwägnungen sich die Ab— dieser Beziehung keinen Aufschluß. 5 5 Lokales und Provinzielles. r. Gießen, 23. Jan. Eine Pestalozzi⸗ Feier war bekanntlich bereits vor einiger Zeit von den Volksschullehrern unserer Stadt geplant, kam jedoch nicht zu Stande. Jetzt hat der hie— sige Arbeiterbildungsverein die Sache in die Hand genommen, und es ist ihm ge⸗ lungen, in der Person des Herrn Dr. Eduard David aus Bad-Nauheim, einen sachkundigen Festredner zu gewinnen. Die Pesta⸗ lozzifeier findet nun, durch Vorträge des Ge— sangvereins„Eintracht“ verschönt, am näch⸗ sten Sonntag, den 25. d. M., Abends 9 Uhr, im Saale der Restauration Böhm, Neustadt, statt. Wir wünschen der Feier, zu der Jeder— mann freien Zuteitt hat, einen recht zahlreichen Besuch. WM. Gießen, 23. Januar. Gestern Abend fand die Generalversammlung der Gießener Schlachtviehversicherungs-Gesellschaft, welche nunmehr seit einem Jahre besteht, statt. Den Bericht über die Jahresrechnung pro 1895 erstattete der Cassirer des Vereins, Schlacht—⸗ hausverwalter Möhl, woraus hervorging, daß die Gesellschaft ganz ausgezeichnet prosperire. Den Einnahmen bon Mk. 15 646,42 stehen an Ausgaben Mk. 11 90,23 gegenüber, wovon Mk. 10 778,54 für Schäden bezahlt wurden. Der Rest der Ausgaben besteht in Verwaltungsun— kosten, welche sich im kommenden Jahre vermin- dern werden, weil die Anschaffung von Deuck— sachen ꝛc. bei der Neubegründung der Gesellschaft sich nicht umgehen ließen. Die Rechnung wurde von den Revisoren geprüft, für richtig befunden und ertheilte die Versammlung dem Cassirer Decharge. Der Vorsitzende erstattete hierauf den Bericht über das abgelaufene erste Jahr seit dem Bestehen der Gesellschaft und konnte mit Recht betonen, daß die Verhältnisse derselben stabile seien und man mit froher Zuversicht in die Zu— kunft schauen könne. Er dankte den in der Ver⸗ sammlung anwesenden Herren, Provinzialdirektor Freiherrn v. Gagern und Oberbürgermeister Gnauth, daß sie der Einladung hier zu erscheinen, Folge geleistet, besonders aber, daß beide Herren ihr Interesse für diese Sache dadurch bethätigt haben, indem sie die Bestrebungen der Gesellschaft damit unterstützteu, daß sie s. Z. bereitwillig das Protektorat derselben übernahmen. Es kam darauf ein Antrag Rost und Genossen zur Ver— handlung, die Gesellschaft möge auch die Asse— curanz von Schweinen während des Transpor— tes in das Bereich ihrer Thätigkeit ziehen. Die über diesen Autrag stattgefundene sehr lebhafte Debatte führte zu keinem Beschluß. Nach§ 4 Absatz 3 der Statuten können Gemeinden, welche sich zur Leistung eines vom Vorstande festzu⸗ setzenden Beitrages auf bestimmte Zeit verpflich- ten, hierdurch die Befugnis erlangen, auch andere als im§ 2 bezeichnete Thiergattungen, nähere Vereinbarung vorbehaltlich, die von Gemeinde— angehörigen zur Schlachtung gebracht werden, zu Faselochseu im Alter bis zu 4 Jahre, Kühe bis zu 6 Jahre alt, ältere Thiere bedingungsweise, Stoppelkälber und Schweine, sofern solche lebend und unverletzt in den Gießener Schlachthof ge⸗ bracht werden. Die Versammlung beschloß nach recht lebhafter Berathung, an der sich auch Pro⸗ vinzialdixektor Frhr. v. Gagern und Oberbürger⸗ meister Gnauth betheiligten, diesem Zweig der Versicherung im kommenden Jahre mehr sein Augeumerk zu widmen, und sollen die landwirth⸗ schaftlichen Vereine veranlaßt werden, dieser Frage näher zu treten und den Gemeinden diese Art der Versicherung nach§ 4 des Statuts zu empfehlen, damit die Landwirthe vor allen Nach⸗ theilen, die dieselben sonst durch totale oder teil⸗ weise polizeiliche Beanstandung des in unserem Schlachthof eingeführten Schlachtviehes geschützt sind. Die Generalversammlung beschließt die pro 1895 bestimmt gewesene Versicherungsgebühr pro 1896 beizubehalten. Rinder Mk. 4, Kühe über 6 Jahre alt Mk, 5, Schweine Mk. 1,50 bis J, jedoch sollen pro 1896 die Vergütungen für beanstandete innere Organe wie folgt erhöht werden: 1 Schweineleber Mk. 2,50, do. Lunge Mk. 1,50, Rinderzunge Mk. 3, do. Leber Mk. 4, do. Lunge Mk. 2, Eingeweide vom Schwein (Darmtraktus) Mk. 3, dasselbe vom Rind Mk. 2. In Gemeinschaft mit der hiesigen Metzger⸗-Innung beabsichtigt die Gesellschaft feste Normen für die Berechnung von Lebend- und Schlachtgewicht für den hiesigen Platz anzubahnen und zu schaffen. Nachdem noch interne Vereinsangelegenheiten be⸗ sprochen worden, schritt die Versammlung zur Wahl des Vorstandes, deren Resultat die Wieder⸗ wahl der seitherigen Vorstandsmitglieder war. J. Vorsitzender Metzgermeister L. Vogt, 2. Vor⸗ sitzender Metzgermeister S. Rosenbaum, Kassierer Schlachthofsverwalter Möhl, technischer Beirat Tierarzt Dr. Liebe; Schiedsrichter sind die Metzgermeister Fr. Schreiner, Ludw. Schneider und Karl Schneider. Revisoren die Metzger⸗ meister Ph. Malkomesius und Karl Schneider. Gießen, 23. Jan. Ueber einen zu Heil⸗ bronn gehaltenen Vortrag des Privatdozenten Jeus Lützen schreibt die„Neckar Zeitung“: Glanz⸗ voll in der eigentlichsten und umfassendsten Be⸗ deutung des Wortes gestaltete sich der gestrige, in dieser Saison zweite Vortragabend des„Kauf⸗ männischen Vereins Heilbronn“. Glänzend war der Besuch: der große Harmoniesaal vermochte die Gäste kaum alle zu fassen. Glänzend war der Gegenstand, der von Herrn Jens Lützen, Privatdozenten an der Humbold-Akademie in Berlin, vorgeführt worden ist: es war das Sternengezelt in prächtigen Lichtbildern, wie solche in dieser Anzahl, Vollkommenheit und Schönheit hier noch nicht zu schauen waren. Glänzend war auch der Vortrag selbst: voll Wohlklang die Stimme, berechnend, knapp, klar und leicht faßlich die Anordnung des gewaltigen Stoffs, voll Schwung und Poesie die Durch⸗ führung. Glänzend war auch endlich die Aner— kennung, die dem geehrten Herrn Redner am Schlusse seiner 1èJstündigen Darbietungen ge⸗ worden ist.— Wir weisen auch an dieser Stell e . Im Dienst. 1 Keine Militär⸗Humoreske von Gottfr. König. (Nachdruck verboten) Marie fegte die Stube aus. Die Sonnen⸗ säubchen tanzten wirbelnd in dem grellen Tages— cht, das in schmalen Streifen durch die hohen achfenster hereinbrach, und sie sah mit weitge— ffneten Augen geradewegs in die helle Sonne. „Jetzt wird sie begraben sein“, dachte sie, nickte echanisch mit dem Kopfe, den starke braune Flechten umwanden, und setzte sich dann schwer auf den Stuhl, der am Fenster stand. Vom Hofe her, den hohe, glatte Mauern rings umschlossen, tönte eine leierkasten⸗Melodie in abgerissenen Akkorden herauf. Man hörte blos die tiefen Nudeltöne der Baß— feifen, während die helleren Stimmen dem ge— ten Instrumente in der Kehle stecken zu bleiben shienen. Es war ein ohrenzerreißendes Konzert, dem einige grelle Kinderstimmen die höchsten schrillen Töne hinzufügten. Das Mädchen hörte nichts, sie sah. Den hesen im Arm starrte sie über die Schornsteine die heiße, blaue Sommerluft. Sie sah den Kirch— Uf, sah das offene Grab und hörte die eiligen Borte des Geistlichen, mit denen ihre tote Herrin die schwarze Erde hineingesenkt wurde.— So lung war sie gewesen, so fein und so zart wie ein kigel, rührend schön und geduldig. Und wie itte sie ihren Mann geliebt!— Nun war sie über den Knäbchen gestorben, das drüben in der Wiege schlief.— Wie sie dagelegen hatte im Sarge! Das Hochzeitskleid hatten sie ihr angezogen und eine Blume ins helle Blondhaar gesteckt, daß sie aussah wie ein junges Mädchen.— Tot, tot!— Ein tiefes Zittern ging durch die starke Gestalt der Träumenden. Polternd entfiel ihr der Besen. Sie fuhr auf, schüttelte sich und kehrte weiter. Wieder tanzten die Stäubchen und die Sonnen strahlen tanzten mit und überschütteten die Kehrende mit einer Flut von Licht, das in dem braunen Haargeflecht spielte und um die Füße des Mädchens huschte, während sie den Besen über die Dielen zog. „Was nun?“ dachte sie.— Vor zwei Jahren hatte sie von Hause fort müssen„in Dienst“ uach Berlin und wie froh war sie gewesen, als die kleine junge Frau sie engagiert, die ihr gleich so gefallen. Sie erinnerte sich's noch deutlich: Theodor Müller, Maler, stand an der Thür der Dachwohnung, in die sie geführt wurde, und alle Angst, die ihr nach und nach in die Kehle gestiegen war, als es immer weiter hinausging in bie schmutzige Vor— stadt und immer höher hinauf in dem großen hohen Hinterhause, war ihr wie eine schwere Last vom Herzen gefallen, als die kleine Malerfrau sie mit reizendem Lächeln ihrem Manne Horstellte und ihn schelmisch fragte:„Bist Du nun zufrieden, Theodor, oder fürchtest Du noch, daß ich mich zu Tode arbeiten werde mit dieser Brünnhilde?“ Und dann lachten sie beide herzlich, aber Frau Else sah ihr so freundlich dabei in die Au zen, und der große, schlanke Mann reichte ihr so gütig die Hand, daß es ihr gleich war, ob sie über sie gelacht hatten und ob der fremde Name, den sie nicht verstanden, etwas gutes oder schlechtes bedeutete. Errötend knixte sie verlegen und sagte wie als Entschuldigung: „Ich bin ja in Ihrem Dienst, Frau Malerin!“ Und es war kein schwerer Dieust bei der jungen Frau. Wie von selber fügte sich unter ihren feinen Händen alles zusammen. Sie hatte es verstanden, die kleinen Dachstübchen zu den zierlichsten Salous, die hohen Nansarden zu lauschigen Erkern umzu— wandelu, und wenn nun vollends ihr feines lieb— liches Gesicht mit den strahlenden Augen über dem kleinen Nähtisch herübersah und ihr helles Lachen durch die engen Räume klang, dann glaubte man eher, sich auf dem Parkett einer Westend-Villa zu bewegen, als in einer im Grunde doch recht ärm— lichen Berliner Vorstadtwohnung. Frau Elsens lachende Augen hatten denn auch nicht nur Mariens naives Herz bald gänzlich ge— wonnen, sondern auch ihr ganzes Denken und Thun unmerklich und leise, aber um so sicherer unter ihre stille Herrschaft gebeugt. Sie wurde unter den Händen der kleinen Malerfrau ein anderes Geschöpf— Fleißig hatte sie geholfen, zugegriffen mit rascher, geschickter Hand, so lange das blühende junge Leben noch atmete. Nun war alles vorüber. Sie war zum ersten Male ganz allein. Keine Thräne war in ihre Augen gokommen die ganze Zeit. Jetzt aber lief ein großes Schluchzen durch ihren Körper, blieb ihr würgend im Halse stecken und trieb ihr das helle Wasser unter die Wimpern. „Was nun?“— Ihr erster und letzter Ge⸗ danke war's, während sie halb träumend das ver— nachlässigte„Atelier“ vom gröbsten Staube befreite, das seit Wochen von keinem Fuße betreten zu sein schien. Es sah traurig aus in dem halbdunkeln Raume, in dem allerlei Malgerät mit eilig aus der Hand gestellten Gegenständen durcheinanderlag, und die graue Staubschicht, die alles überzog, schien sich auch auf das Gemüt des Mädchens legen zu wollen. Sie atmete schwer und hastig und war froh, als sie aus dem drückenden Dämmer wieder in das helle Sonnenlicht hinaustrat. Daß sie bleiben mußte, bleiben und weiter helfen, das war ihr klar, darüber kam ihr gar kein Gedanke auf. Sie hatte einen so eigentümlich starren Glanz in den Augen des Malers gesehen, als er hochaufgerichtet dem Sarge die Treppe hinunter nachging.— Ach, und sie wollte es ja gern, schon um des Würmchens willen, das so hilflos in seiner Wiege lag! Aber wie ihm helfen und sich, wo sie selber nicht Trost wußte?— Der Schritt des Malers, der vom Kirchhof zurückkam, schreckte sie aus ihrem Sinnen.— Er war bleich, aber in Schweiß gebadet. Mit einem Ausdruck stumpfer Gleichgiltigkeit im Gesicht ließ er sich müde auf einem Stuhl nieder. Eine drückende Pause entstand. Man hörte deu schweren Atem des Mannes, der in scharfen Stößen aus seiner arbeitenden Brust hervordrang. (Fortsetzung folgt.) 4 darauf hin, daß zu dem heute Abend(23. Jan.) im Café Leib von Jens Lützen zu haltenden Vortrag:„Ein Ausflug in den Weltenraum, auch Nichtmitglieder des Kaufmännischen- oder Gewerbe⸗Vereins Zutritt haben. 5 -t. Gießen, 23. Januar. Im Ausschank der Röhrle'schen Brauerei hatten sich heute Vor⸗ mittag zahlreiche Nimrode eingefunden, um den dort vorzunehmenden Jag dverpachtungen beizuwohnen. Es wurden verpachtet von der Oberförsterei N Jagdbezirk J(Berg⸗ werkswald) an Carl Felsing jr. für 1360 Mk. (früherer Pachtpreis 800 Mk.); Jagdbezirk II. am sogenannten Heßler an Apotheker Weiß für den Preis von 80 Mk.(gegen früher 107 Mark): Sberförsterei Treis a. d. Lumda, Jagd bezirk I, erstand Forstmeister A mend mit 88 Mark; Gemeindejagd Lützellinden im Lützellinder Markwald in der Gemarkung Großen⸗Linden, Höchstgebot des Apothekers Weiß 360 Mark (bisherige Pacht 260 Mk.). Sämtliche Jagden sind Feld⸗ und Waldjagden. Am teuersten dürfte wohl die von Carl Felsing ir. am Bergwerkswald belegene Jagd verpachtet sein, falls das Mini⸗ sterium den Zuschlag erteilt. Die Jagd ist nach dem eigenen Ausspruch des neuen Pächters voll⸗ ständig ausgeschunden, so daß der Jäger auf das Wild angewiesen ist, welches von den Nach— barbezirken überläuft. * Gießen, 23. Januar. Ueber den Fort⸗ schritt u. den derzeitigen Stand der Arbeiten zur Herstellung von Nebenbahnen in Oberhessen wird berichtet: 1) die Nebenbahn Grünberg—Londorf ist im Unterbau fertig gestellt, die Verlegung des Oberbaues hat begonnen, ebenso sind alle Hoch⸗ bauten in Angriff genommen und wird hiernach die Betriebseröffnung im Laufe des Sommers erfolgen können. 2) Für die Linie Lollar—Londorf ist der Entwurf in Bearbeitung und wird dessen Fertig⸗ stellung bis zum Herbst d. J. erwartet. 3) Für die Linie Nieder- Gemünden Nieder⸗Ofleiden sind die Aufnahmen im Felde bis Homberg fertig, auch der Entwurf selbst für die Linie ist bis Homberg nahezu fertig gestellt. Die Vollendung der Vorarbeiten für die ganze Linie ist im Sommer d. J. zu erwarten. 4) Der Entwurf für die Linie Salzschlirf— Schlitz ist schon seit längerer Zeit fertig gestellt, die den preußischen Teil betreffenden Entwurfs⸗ stücke sind der Königlich preußischen Regierung behufs Herbeiführung der landespolizeilichen Prüfung vorgelegt worden, und ist für diese Prüfung jetzt Termin anberaumt worden.— Die Inangriffnahme des Baues ist von dem Fort⸗ ang des nach Beendigung der landespolizeilichen läßt sich ein Zeitpunkt für die Fertigstellung des Entwurfs derzeit noch nicht angeben. 6) Für die Teilstrecke Lauterbach—Greben⸗ hain⸗Crainfeld der Nebenbahn Gedern— Lauterbach sind die Vermessungsarbeiten nahezu beendet, die Fertigstellung des Entwurfs ist im Sommer d. J. zu erwarten. 7) Bei der Nebenbahn Friedberg— Hungen ist seit Herbst 1895 mit dem Bau begonnen und schreitet letzterer bis jetzt ordnungsmäßig fort, die Betriebseröffnung der Linie kann jedenfalls im Jahre 1897 erfolgen. 8) Für die Nebenbahn Beienheim Nidda ist der Grunderwerb im Gange und soll, wenn sich letzterem keine besonderen Schwierigkeiten entgegenstellen, noch im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden, auch bei dieser Linie wird sich die Betriebseröffnung voraussichtlich im Jahre 1897 ermöglichen lassen. 9) Allgemeine Vorarbeiten sind für den hes— sischen Teil der Linie Stockheim— Frankfurt angefertigt und schon seit längerer Zeit fertig. 10) Wegen der Nebenbahn Friedberg— Friedrichsdorf—(Homburg) hat eine Vor⸗ prüfung des generellen Entwurfs in landespoli— zeilicher Beziehung stattgefunden, und Verhand— lungen mit der Königlich preußischen Regierung wegen Abschlusses eines Staatsvertrags sind im Gange. D. Z. Aus Oberhessen, 23. Januar. In fast allen Kreisen unserer Provinz hat laut Aus— weis der Volkszählung die Einwohnerzahl abgenommen, abgesehen von dem Kreis Gießen, der ein Mehr von 3000 Seelen auf⸗ wies.— Zu einer in wenigen Fällen in An⸗ spruch genommenen Hilfeleistung kam am Freitag Abend die Pflichtfeuerwehr zu Gunzenau. Als dieselbe auf das Alarmsignal nach ihrem Sammelplatz eilte, wurde ihr mitgeteilt, daß sie einem zwischen Reichlos und Gunzenau vom Wege abgekommenen und im Schnee ver⸗ sunkenen Gefährt Hilfe leisten sollte. Es gelang nicht, das verhältnismäßig wertvolle Pferd unversehrt zu retten, es erlitt einen Rück⸗ gratbruch und mußte dem Abdecker überliefert werden. * Darmstadt, 22. Januar. Wiederum ist unsrer Technischen Hochschule eine ehren⸗ volle Auszeichnung zuteil geworden. S. Zt. wurde auf Veranlassung des preußischen Kultus— ministeriums für die Weltausstellung zu Chicago eine Kollektiv-Ausstellung der Deutschen chemischen Gesellschaft, die wissenschaftlich bedeu— tende Präparate umfassen sollte, angeregt. Zu diesem Zwecke hatte auch das unter der bewährten Leitung des Herrn Geh. Hofrat Professor Dr. Wilhelm Städel stehende chemische Laboratorium Präparate eingeliefert, die aus den wissenschaft— lichen Untersuchungen dieses Instituts in den umso ehrenvoller ist, da auf mehrere Hundert Aussteller nur 22 Preise entfallen sind. *Darmstadt, 22. Jan. Beim hiesigen Hof ist eine Bestätigung der Nachricht vom Tode des Prinzen Heinrich von Battenberg eingetroffen. Derselbe ist bereits am Montag gestorben. i. Mainz, 22. Jan. Die Wahlen zum Mainzer Kreistage, soweit dieselben durch die Stadtverordnetenversammlung zu vollziehen sind, wurden im Sitzungssaale der Stadtverordneten⸗ versammlung vorgenommen. Es hatten auszu— scheiden 2 Nationalliberale, 2 Ultramontane und eine Ersatzwahl war an Stelle des verstorbenen Oberbürgermeister Dr. Oechsner vorzunehmen, Zwischen den Parteien war eine Verständigung erzielt worden, daß von jeder Partei ein Mann gewählt wurde. Es wurden gewählt Rechts⸗ anwalt Dr. Görz(nat. lib.) Rechtsanwalt Dr. Schmitt(ultr.), Rechtsanwalt r. Löb (freis.) Stadtverordneter Fritz Schäfer(Dem.) und Franz Jöst, Reichs- und Landtagsabge⸗ ordneter(Sozialdemokrat.) Letzte Telegramme. Hd. Berlin, 23. Jan. Der Referent der Reichstagsfraktion für das bürgerliche Ge— setzbuch beschloß, die Uleberweisung der ganzen Vorlage an eine Kommission zu befürworten in der Absicht, die Kommissions-Verhandlungen im Interesse der Erledigung der Vorlage in dieser Session möglichst zu beschleunigen. Hd. Karlsruhe i. B., 23. Jan. In der vorletzten Nacht wurden im ganzen südlichen Baden Erderschütterungen wahrgenommen. Hd. Wien, 23. Januar. Wie der Neuen Freien Presse aus Warschau gemeldet wird, beabsichtigt das russische Kaiserpaar nach der Krönung sich besuchsweise nach der Heimat der Kaiserin, also Hessen-Darmstadt zu be⸗ geben und von dort dem deutschen Kaiserpaar in Berlin einen Besuch abzustatten, um den guten Beziehungen beider Mächte Ausdruck zu geben. Hd. Paris, 23. Januar. Die von 21 Ab⸗ geordneten und Senatoren gegen die France wegen Beleidigung und Veröffentlichung ihrer Namen in der Liste der 104 Panamisten an⸗ gestrengten Prozesse werden voraussichtlich am 16. Februar vor dem Schwurgericht der Seine beginnen. Die Anklagekammer hat beschlossen, daß alle 21 Prozesse nacheinander vor einem Gericht zur Verhandlung kommen sollen. Die Verteidigung der France ist dem früheren Polizei— Präfekten Andrieux übertragen worden. Hd. Paris, 23. Januar. Nach dem für die großen Manöver ausgearbeiteten Plan, werden 4 Armee-Korps mittelst Bahn in die Gegend von Chalons gebracht werden, um daselbst ge— sich auf dem Admiralsschiff des französischen Mittelmeer-Ge⸗ schwaders, beim Abfeuern einer Kanone infolge eines Fehlers an dem Geschoß ein schweres Un⸗ glück. Ein Kanonier wurde getötet, ein zweiter schwer verletzt. Briefkasten der Redaktion. 5 B. N. Gießen. Sie baben richtig vermutet. Herr Rechtsanwalt Grünewald steht zu der Veröffentlichung des Gutachtens über die Besteuerung der Fernie'schen Braunstein-Bergwerke in keinerlei Beziehung Die Ver⸗ öffentlichung ist ohne sein Wissen und Willen geschehen. Wir hoffen jedoch, in der Sache noch mehr Material herbei⸗ bringen zu können. Zur Beachtung. Die„Hessische Landes-Zeitung, Ausgabe Gießen“ wird regelmäßig sãmmtliche Holzversteigerungen und Submissionen der Provinz Oberhessen(Kreise Gießen, Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lau— terbach und Schotten) und des Kreises Wetzlar veröffentlichen. Die Holzversteigerungen und Submissionen der Kreise Biedenkopf, Marburg, Kirchhain, Ziegenhain, Homberg und Frankenberg finden unsere Leser dagegen in der Marburger Ausgabe der„Hessischen Landes-Zeitung“. Die„Hessische Landes-Zeitung“ bringt diese wichtigen Bekanntmachungen also in einer Vollständigkeit, wie sie kein anderes hiesiges oder auswärtiges Blatt zu bieten vermag. Die amtl. Bekanntmachungen der Stadt und des Kreisamts Gießen werden ebenfalls in der„Hessischen Landes⸗ Zeitung, Ausgabe Gießen“ regelmäßig zu finden sein. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. Panzerschiff Formidable, dem 1 — u z jel det 6 2 — . ehlle folie Fe- 10 8 eile d. Machbe au je 11 eilschlü Cola 1 05 der Ric ist eiue Hanb! X-Stl erwachse graphie ordentlis rüfung einzuleitenden Grunderwerbs abhängig. 5) Für die Linie Laubach— Mücke sind die Vermessungsarbeiten noch nicht beendet, und selben mit einem letzten 15 Jahren hervorgegangen sind. einer jetzt hierher gelangten Mitteilung sind die— Preis bedacht worden, was Nach meinschaftlich zu üben. Es sind dies das 5. 6. 9. und 11. Armee-Korps. Hd. Toulon, 23. Jan. Gestern ereignete Sgkllett! Luft schn sehen. 7 —— p p——————p———=——— ꝛ—ͤ— 2 ielf, Anfr. 1 gcc „„Holzversteigerungen. Jagdverpachtungen. aaf dee ee Gräfliche Oberförsterei Laubach: bei Freienseen, 1. im Kreuzseener— Dudenhofen. Donnerstag, den 6. Februar l. J, Vormittags 11 Uhr, fol i Akühr tag en ll ben 2. 9 auf eine berg: 496 rm Buchen⸗Scheiter, 200 rm-Prügel, 86 rm Stöcke, 186 rm Reiser; 1 Eiche von 13 m Länge und 20 em Durchmesser; 2. im Steinbügel(größten⸗ teils vorgezeigt): 230 rm Buchen-Stammprügel, 53 rm Reiserprügel; 3. aus Imsenhau(unvorgezeigt): 20 rm abst. Buchen-, Kirschbaum- ꝛc. Prügel, 90 rm Buchen⸗Reiserprügel, 4 rm Fichten-Bohnenstangen. J. Mittwoch, den 29. Januar d. 3. Bei Altenhain: 1. im Nassewald: 400 rm Buchen-Scheiter, 138 rm ⸗Prügel, 21 rm Eschen- und Ahorn-Prügel, 83 rm Buchen-Stöcke, 80 rm⸗Stamm⸗ reiser in Schichten, 339 rm-Ast- und Zopfreiser; 26 Buchen-Abschnitte von 3 bis 9 m Länge, 36—53 em Durchmesser= 25,06 ebm, 13 Eschen-Abschnitte von 18—42 em Durchmesser— 3,35 ebm, 6 Ahorn von 18—31 em Durch messer= 1,07 ebm; 2. aus Kuhstrauch: 13 rin Buchen- und Eschen-Prügel; 3. aus Kaendelrain: 14 Buchenstämme von 35—55 em Durchmesser mit 12,09 ohm, 1 Eiche von 9 m Länge und 31 em Durchmesser, 3 Eschen-Abschnitte von 26—40 em Durchmesser— 0,85 ebm, 4 Ahorn-Abschnitte von 26—32 em Durchmesser= 1,01 ebm; 4. aus Mushau: 19 Eschen-Abschnitte von 2—8 m Länge, 21—32 em Durchmesser= 5,87 ebm, 6,6 rm Buchen- und Eichen- Prügel, 22 rm Eschen-Prügel(1,5 m lang), 7 rm Stöcke und Reiserprügel; 5, aus Dickebusch: 1 Buchen-Abschnitt(Hackklötze) von Im Länge und 85 em Durchmesser; 6. aus Hoherain: 4 Eschen-Abschnitte von 3—6 m Länge, 60—74 em Durchmesser= 5,86 ebm; 7. aus Imsenhau: 2 Ahorn-Abschnitte (0,26 ebm. Das Holz unter Nr. II, 2—7 wird bei der Versteigerung nicht vorgezeigt und kommt erst Mittags im Nassewald beim Feuer zum Ausgebote. Das aus Nassewald, Kändelrain und Mushau zur Versteigerung kommende Stammholz ist mit Kalk bespritzt. II. Freitag, den 31. Januar d. 3. Zusammenkunft jedesmal um 9½ Uhr Vormittags und zwar am ersten Tage am Eingange in den Kreuzseenerberg von Freienseen aus; am zweiten beim Altenhainer Teiche. cang-Göns.(Gemeindewald.„Haide“). 79 Eichenstämme von 13—30 em Durchm. und 6—10 m Länge= 17,74 lm, 389 Fichten⸗, Kiefern und Lärchenstämme von 13—44 om Durchm. und 6—15 m Länge= 112,66 km, 9 Eichen⸗Derbstangen, 0,47 km, 84 Fichten-Derbstangen, 4,86 lm, 111 rm Nadel scheiter, 682 rim Nadelknüppel(hierunter 63 rm 3 m lang), 9850 Nadelwellen, 192 rin Nadelstöcke. Montag, den 27., Dienstag, den 28. und Mittwoch, den 29. Januar l. J., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an. Die Zusammenkunft ist jeden Tag im Distrikt Gaubersloch beim Pflanz— garten. Bemerkt wird, daß das Stamm- und 3 m lange Holz am ersten Tage und das Brennholz am zweiten und dritten Tage zur Versteigerung kommt. 2 Submissioneu. Giessen. Für die Menage des IV. Bataillons Juf.⸗ Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 sollen nachstehende Lieferungen im Wege öffentlichen Ausgebots vergeben werden: Für die Zeit vom 1. April bis 30. September 18956 einschließlich der Bedarf an Kleisch, Kartoffeln, frischen Gemüsen und Colonial— waaren zc. Die Lieferungsbedingungen können im Einquartierungshaus(Oswalds garten), Zimmer Nr. 4, eingesehen und daselbst Abschrift gegen Erstattung der Schreibgebühr bezogen werden. Angebote sind mit der Aufschrift:„Angebot auf Lieferung von Fleisch, Kartoffeln, frischen Gemüsen und Colonialwaaren“ ver schlossen und portofrei bis spätestens 15. Februar d. J. an die Menage⸗Commission des IV. Bataillons Inf. Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 einzureichen. die der Gemeinde Dudenhofen gehörige Jagdberechtigung, bestehend in ca. 1100 Hektar Feld und 1100 Hektar Waldjagd, auf dem Rathause daselbst auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet werden. Bedeutender Hasen- und Rehstand und an der Nebenbahn Offenbach— Reinheim gelegen. Im Garten des Restaurant„Busch“ Selters weg. E Wallfsiseh⸗Ausstellung. Das größte Säugetier der Welt(kein Skelett). Täglich geöffnet von Morgens 9 bis Abends 9 Uhr. J* 1 30 Pfg., Militär f 9 f Eintritt Pfg., Militär und Kinder 20 Pfg. Schulen ermäßigte Preise. 118) H. Zibell, Aussteller. Maunburg u. dd. Luis. D Hotel I. Ranges. In nächster Nähe des Bahnhofes, gegenüber der Post. Vorzügliche Betten. ff. Küche. ——Dolide Preise. Hausdiener zu jedem Zug am Bahnhof. Inhaber: Julius Böminghaus. (425 Heicel&aumannflähmaschigen Lrösstes I. enoumirtestes Aeutsches Fabrikat. Alleinverkauf für Giessen und Um- gebung bei Thi. Hubuch, Gdessen, Basinsigfstrasse 40. 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