aben uf dem 9 90-100, 0 nseeier——.— 17, Lnsen 28 , Ginse her Nun ter, geb, Mule, Landwirt Philip chbach, Gesorben iche wird in die guste Köhler, träget Joh. hofstraße Nr. 6g. Nachmittag% Uh arethe Minng onate alt, Tochter instraße Nr. 43, den 21. d. M, use aus statt Philipp Eiser, von Unter⸗Widders⸗ uen Klinil. eizer III., 54 J. örlen(Kreis Fried alten Klink. Die 15 Ausgabe Gießen, Donnerstag, den 23. Juli andeszeilt Gießen. 0 i 4 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen. Expedition: 8 reuzplatz Nr. 4. 2. 2 Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die§spaltige Petitzeile. Kreuzplatz Nr. 4. unn — N und Mundflesc 000 gesclz. 70-10 verbracht. alburg, Verantw. E. Ottmann, bebe her, ühlen Grund ntolr-Thren nen-Remontoll herne Herres 1 Goldrand i 1 n-Remontoll 15 Mak an, Sta 5 Mark an, Mien on 10 Mat a gend, von 3 Malt ehlagwerlt* A 1 IN g einer Lu l 2 wrautie. beste U, al die hee agel b5stiefel 0 hochsten Preisen i macher Erh Mie 4 ech 1 it mit der ersten Kammer nicht besteht, Beharren auf 18995 itwurf über die Zusammensetzung des Verwaltungs⸗ „St. 9010 it den Gerichten und Verwaltungskörpern das Wort. r, Schmidt Angsgerichtshof nicht verwaltungsrechtliche, sondern ledig⸗ ch Rechtsfragen zu entscheiden habe. finger erklärte es als unmöglich für die Regierung, 5 Kammer, auch Steuerbeamte als Mitglieder zuzu⸗ 1 0 1 ac Gesetz ohne Zulassung der Kameralisten zu publizieren. ungsgerichtshof ab, ebenso das Gesetz betr. das berbot der Teilnahme jugendlicher Personen uin Tanzbelustigungen und betr. den Wirts- Hessischer Landtag. *Darmstadt, 21. Juli. Heute trat die zweite Kammer zum letzten Male uf dem gegenwärtigen Landtag auf einige Tage zu⸗ ammen. Zur Beratung kam der Gesetzentwurf auf herabsetzung der Tilgungsquote für Dar—⸗ ehen aus der Landeskreditkasse auf/ pCt., zr in Uebereinstimmung mit der ersten Kammer Annahme und. Eine wiederholte Beratung des Kunststraßen⸗ e setzes ergab in den meisten Punkten, in denen Einig⸗ han früheren Beschluß. Namentlich kam es bei der von haas ⸗Offenbach befürworteten Unterordnung der Kreis⸗ auinspektoren unter die Kreisräte zu lebhafter Diskussion, u der die Regierungsvertreter kräftig für die genannten daubeamten eintraten, indes vergeblich, die Kammer blieb uch hier bei ihrem früheren Beschluß. Zum Gesetzes⸗ serichtshofes besteht der abweichende Beschluß der üssen, während die zweite Kammer nur Mitglieder mit chterlicher Qualität zu Mitgliederu ernannt wissen will. lautz empfahl die Zuziehung von Kameralisten und udete ebenso der stärkeren Heranziehung des Laienelements betonte insbesondere, daß der Verwal- Staatsminister die Kammer lehnte schließlich mit 21 gegen 17 Stimmen ge Zulassung der Kameralisten in den obersten Verwal⸗ sausbesuch. Die Kammer verwarf endlich ohne De—⸗ ate gegen 8 Stimmen den neuen Weinsteuergesetz⸗ entwurf. Lokales und Provinzielles. L. Gießen, 22. Juli. Menschlicher Unver⸗ tand und menschliche Rohett sorgen dafür, daß klbst in den Hundstagen, die so arm an großen politischen ind sozialen Ereignissen sind, den Zeitungen der Stoff um Mahnen und Klagen nicht mangelt. Aus wild⸗ uo mantischen Gebirgsgegenden werden fast täglich Unglücks⸗ lle gemeldet, hauptsächlich Abstürze von Schneefeldern und Gletschern, die nicht ausschließlich auf Bergfexerei wurückzuführen sind, auf leichtsinniges Klettern und über⸗ ebene Waghalsigkeit, vielmehr auf unvernünftiges Ueber⸗ chätzen der körperlichen Kraft und Ausdauer, welche der unngelbte Stadtbewohner im Hochgebirge zu entwickeln bermag. Zartbesaitete, schwächliche Damen unternehmen in Begleitung abgehärteter, starknerviger Führer Dauer⸗ märsche, deren Anstrengungen sie, obwohl die empor⸗ führenden Gebirgswege leicht passierbar sind, keineswegs bewältigen können; sie sinken unterwegs, zu Tode ermattet, eder, oder stürzen, von plötzlicher Ohnmacht ergriffen, bpfüber in die schreckliche Tiefe. Dauernde Krankheit ber ein jähes Ende sind die Folgen der thörichten An⸗ scht, daß eine Alpentour keine größeren Schwierigkeiten biete, als eine Landpartie aufs nächste Dorf.— Nicht die sommerliche Lust am Schwimmen und Rudern fordert. Reisende, die den erhitzten Leib in der Flut eines vorbei⸗ rauschenden Flusses abkühlen möchten, gehen ohne die nötige Vorsicht ins Wasser, um mitten in den sanft schaukelnden Wellen einem Schlaganfall zu erliegen, und vorwitzige Jünglinge und Jungfrauen, denen die Kunst des Ruderns so unbekannt ist wie dem Pudel das Fliegen, vertrauen sich auf schwankendem Nachen dem feuchten Element an, das sich oft furchtbar für die Mißhandlung rächt, die ihr unkundiger Eifer ihm angedeihen läßt, und sie gierig in seine gurgelnden Strudel hinabzieht.— In mancher Beziehung könnten auch Dorfschulzen und länd⸗ liche Gemeinderäte zur Verhütung schweren Unheils das ihrige beitragen. Im Sommer wird bekanntlich mehr getrunken als im Winter, und die Unsitte der Wirtshaus⸗ prügeleien steht daher zu keiner Zeit des Jahres in vielen Gauen unseres gesegneten Vaterlandes so üppig in Blüte, wie gerade jetzt. So lange es bei solchen Gelegenheiten nur Schrammen und Beulen giebt, so lange nur die Faust oder der Knotenstock als Waffe zur Anwendung kommen, mag man zu dem Unfug ein Auge zudrücken; aber leider arten die Prügeleien häufig in Mord und Totschlag aus, und die Berichte über blutig verlaufene Messerstechereien mehren sich in einer Weise, die Wider⸗ willen und Abscheu vor diesen Aeußerungen barbarischer Gemütsroheit einflößt. Möge es uns immer erspart bleiben, in unserer nächsten Umgebung derartige Greuel⸗ szenen zu erteben und unseren Lesern schaudernd davon erzählen zu müssen. Gießen, 22. Juli. Nachdem die Gießener Ruder⸗Gesellschaft es abgelehnt hat, die Schürz'sche Bleiche wie in den Vorjahren zu miethen, wird dieselbe Freunden des Wassersports von dem derzeitigen Inhaber gegen ein Entgelt von 20„ pro Person zu der am Sonntag statt⸗ findenden Regatta zur Verfügung gestellt. Es ist auch ein Wirt gewonnen, welcher denjenigen, welche von hier aus den Wettkämpfen auf der Lahn zuschauen wollen, einen frischen Trunk ver⸗ abfolgen wird. Der Bleichplatz, welcher gerade gegenüber dem Bootsplatz der G.-R.⸗G. gelegen, bietet Raum für Tausende von Menschen, welche das Schauspiel von hier aus gut beobachten können. * Gießen, 22. Juli. Heute Morgen brachte der Kirchengesangverein dem Geh. Kirchen⸗ rat Dr. Köstlin in der Südanlage ein Ständchen.— Unsere Regimentskapelle konzertierte heute Vormittag im Hofe der Woh⸗ nung unseres Oberbürgermeisters.— Das Kon⸗ zert unserer Regimenktskapelle heute Mittag auf der Südanlage erfreute sich einer starken Zu— hörerschaft. B. Gießen, 21. Juli.(Beerdigung des stud. Liesefeld.) Heute morgen fand auf dem Friedhofe von der Leichenhalle aus in ebenso einfacher wie erhebender Weise die Be⸗ erdigung des so jäh geschiedenen stud. med. vet. Liesefeld statt. Außer seinen Freunden und Kollegen waren von der Studentenschaft nur die Hasso-Rhenania, Adelphia, Allemania und Markomannia vertreten. Unter den Leid⸗ tragenden bemerkten wir auch seinen Lehrer, Herrn Prof. Dr. Eichbaum. Die Mutter des Verunglückten war bereits gestern hier einge⸗ troffen. Es wird wohl Jeder den Schmerz der so schwer geprüften Mutter erkennen. Friede seiner Asche! Gießen, 22. Juli.(Viehmarkt⸗Be⸗ richt. Der Auftrieb auf dem gestrigen Kuh⸗ markt belief sich etwa auf 700— 750 Stück, darunter etwa 100—150 Rinder und Kälber. Der Handel setzte gleich früh flott ein, daun trat Flaue ein, während zum Schluß das Ge⸗ schäft sich sehr gut machte, so daß die Preise gegen den letzten Markt etwas anzogen. Be⸗ sonders lebhaft wurde in Zuchtvieh gehandelt, welches von Händlern aus der Frankfurter und Wiesbadener Gegend in den Preisen getrieben wurde. Fettvieh, welches der Nachfrage ent⸗ sprechend zu wenig am Markt war, wurde in Folge dessen ebenfalls zu guten Preisen umgesetzt, so daß der Markt früh geräumt wurde. Am Markt fehlten wieder schwere Milchkühe. Es wurden gehandelt: Kühe, frischmelkend und tragend, oberhessische Landkühe 1. Qual. 360 bis 410, 2. Qual. 260-330 /, 3. Qual. 160 220. pro Stück. Fettvieh wurde verkauft: Rinder 1. Qual. 55—58, 2. Qual. 50-54., Kälber 55—58 4, besonders schwere Ware bis 62& per 100 Pfd. Schlacht⸗ gewicht. Der Auftrieb in Kälbern besserer Qualität genügte nicht der Nachfrage. * Gießen, 21. Juli. Auf dem heutigen Ochsenmarkt waren etwa 250 Stück Vieh aufgetrieben, darunter ungefähr 80 Stück Rinder, welche auf den früheren Märkten knapp waren und stark gesucht wurden. Entgegen der gestrigen war die heutige Tendenz des Marktes sehr flau. Der Handel ging nicht voran, weil fremde Käufer gänzlich fehlten. Einige schwere Paare Ochsen, die am Markt waren, gingen gleich bei Beginn desselben für 900 4 das Paar fort. In Folge der Flauheit, welche ihre Ursache wohl in den geringen Fettviehpreisen findet, gingen auch die Preise herunter. Fahrvieh 1. Qualität kostete 750800, 2. Qual. 660— 750., 3. Qual. (Stiere) 480600. pro Paar. Fettvieh war nicht vorhanden. Der Markt blieb bedeutend überständig. * Bersrod, 22. Juli. In dem hiesigen Steinbruch wurde ein älterer Arbeiter durch herabfallendes Gerölle zur Erde geworfen. Der Verletzte erlitt außer kleinen Haut⸗ schürfungen und Quetschungen eine klaffende Wunde am Hinterkopf. *Staden, 20. Juli. Welch unange⸗ nehme Folgen ein scheinbar leichtes Fallen doch nach sich ziehen kann, zeigt folgendes Vor⸗ kommnis: Ein neunjähriges Mädchen fiel vor 8 Tagen auf ebener Erde auf den Hinterkopf. Es klagte sofort über heftige Schmerzen und bald schwoll der Hinterkopf an. Da die Schmerzen nicht nachließen, wurde der Arzt gerufen, der einen Arterienbruch konstatierte, womit ein Blut⸗ erguß unter der Kopfhaut verbunden war. Diese würden nun ausgeschnitten und das Blut heraus⸗ gedrückt. Hierdurch kam man einer Vereiterung, die die schlimmsten Folgen hätte nach sich ziehen können, zuvor. Das Kind befindet sich heute außer aller Gefahr. Vom Vogelsberg, 21. Juli. Die letzte Hoffnung, die unsere Imker auf die Linden⸗ blüte gesetzt, daß diese nach der seitherigen schlechten Honigtracht den Bienen noch etwas Ersatz hierfür liefern würde, hat sich nicht er⸗ füllt. Wie alle Blüten in diesem schlechten Bienenjahre, so honigt auch die Linde nur schlecht. Bei diesen schlechten Honigerträgen vermögen die zu spät Ace Völker dieser Jahres— Schwärme nicht ihren für den Winter erforder— lichen Honigbedarf einzutragen, so daß sie da, wo man sie erhalten will, Futterzuschuß erhalten müssen. Wie schwarmlustig übrigens die Krainer Biene ist, zeigt ein solches Volk eines uns be⸗ kannten Bienenbesitzers, das am vorigen Soun⸗ tage noch einen Schwarm lieferte, nicht zur Freude des betreffenden Imkers. Bad Nauheim, 21. Juli. Ein eig en⸗ tümliches Jubiläum feiert unsere Bade⸗ stadt gegen Schluß des Jahres. Am 22. Dez. kehet zum 50. Male der Tag wieder an welchem das größte Wunder von Bad Nauheim, der große Soolsprudel, die Quelle Nr. VII infolge eines leichten Erdbebens zu Tag ge⸗ treten ist. Im April 1839 wurden die Bohr⸗ versuche bei Nr. VII begonnen. Nachdem man bei 159,14 Meter Tiefe eine nur 12,25 pCt. und nur 21, 87,87 C. warme Soole erlangt hatte, gab man die Hoffnung auf Gewinnung einer reichhaltigereu Soole auf und stellte am 4. Juni 1841 die Bohrarbeit ein, brach die Bohrhaue ab und bedeckte den Schacht mit einer Balken⸗ lage und Erde, um etwa später die Bohrarbeit leichter wieder aufnehmen zu können. So hatte die Arbeit 6 Jahre geruht, als am 22. Dez. 1846 des Morgens 7 Uhr unerwartet eine Quelle mit Gewalt durch die Schachtdeckung brach und eine herrliche Schaupyramide zu Tag trat. Als die mächtigste der damals vorhandenen Quellen wurde sie der Großsprudel genaunt, wiewohl der am 15. Mai 1855 erbohrte Quell Nr. XII, der Friedrich⸗Wilhelm⸗Sprudel ihn an Höhe noch übertraf, Diesen Quellen verdankt unser Bad seinen Ruf als Weltbad, das von Heilbe— dürftigen aller Länder aufgesucht und mit dem besten Erfolge gebraucht wird. Der denkwürdige Tag, an welchem der großartige Sprudel zu Tage trat, soll durch die kommunalen oder staat⸗ lichen Behörden mit einer entsprechenden Feier begangen und an diesem Tage durch das Hanauer Stadttheater-Eusemble ein von dem Lokaldichter münder zahlreich dürften die Opfer sein, welche alltäglich Das blaue Herz. Roman von Karl Ed. Klopfer. (Nachdrud verboten (Fortsetzung.) ö„Verzeihung! Das kann ich eben nicht sagen“, entgegnete Ignaz, in seiner schmerzlichen Bestürzung über Wettis schnöden Verrat ganz fassungslos. „Ich meinte nur, die Gräfin da auf dem Bilde sihe ebenfalls— einer Dame ähnlich, die— die ich einmal in Maske gesehen habe. Und— und...“ „Und weil das blaue Herzel genau mit dem auf dem Portrait übereinstimmt“, fiel Wetti mit beshaftem Triumph ein,„so will er es eben Ihrer cher des Herrn Grafen Entscheidung überlassen, ob ncht wirklich die Gräfin Thekla das Ding ver⸗ laren hätte.“ 8 Die Baronesse winkte der Uebereifrigen zu syweigen. Der ganze Auftritt war ihr ärgerlich; sie wollte jetzt gerade an etwas Anderes deuken. „Gut, gut also“, sagte sie kühl und legte das leine Herz auf den Schreibtischaufsatz.„Ich werde Ihren Wunsch erfüllen.— Fragen Sie nächster Tage darnach an.“ i Die Gesie, mit der sie diese Worte begleitete, nachte es Nazi unmöglich, noch eine Silbe vor⸗ bringen. Es blieb ihm nichts Anderes übrig, o sich mit einem devoten Kratzfuß zu bedanken ind zu empfehlen. en Wetti Abschied weibl.. 1 Als er gegangen war, wagte Wetti noch einmal enen diplomatischen Kniff, sich des begehrten gerlols zu bemächtigen, um ihre Forschungen darau irtzusttzen. Sie war ja dabei gerade in dem lugenblicke unterbrochen worden, in welchem sie uf eine interessante Spur gekommen zu sein baubte. 5 5 „Bitte um Eutschuldigung, gnädiges Fräulein! nahm, war einfach unbe⸗ Der Blick aber, mit dem er Soll ich vielleicht das Ding dort gleich zum Herrn Grafen Degenstein tragen?“ Adele warf unmutig den Kopf zurück, griff aber doch wieder nach dem allzuviel besprochenen Gegenstande. „Ja, was weiß ich! Was redete der Bursche überhaupt für ungereimtes Zeug; ich habe garnicht recht darauf hingehört.— Wie sagte er, will er auf den Gedanken gekommen sein, daß diese Quin— caillerie einst meiner Freundin Thekla gehört habe?“ Wetti wies noch einmal auf das Portrait hin. Adele verglich nun das Berlok in ihrer Haud mit dem auf dem Gemälde. „Ja, es ist unmöglich, daß es dasselbe An— hängsel ist, das ich da auf der Leinwand conterfeit habe. Aber ich erinnere mich nicht mehr darau. Genau hab' ich mir's jedenfalls auch damals nicht angesehen; ich malte eben, was ich vor mir sah. Und schließlich könnte der Juwelier doch mehrere Exemplare desselben Berloks verkauft haben.— Wie, wann und wo will der Mann es übrigens gefunden haben?“ Wetti konnte darüber keine ausreichende Ant— wort geben— eder sie verschwieg vielmehr das Flüchtige, was sie davon gehört hatte; es galt ihr ja, einen Vorwand zur eingehenden Untersuchung des„blauen Herzens“ zu finden, das ihren Geist so intensiv beschäftigte. „Wirklich, es ist schade, daß wir den Burschen nicht gleich um das Nähere gefragt haben. Aber — vielleicht hätte das Ding einen— Inhalt, aus dem man irgendwie— auf die Verlustträgerin schließen könnte....“ „Den müßte der Mann doch längst schon selber entdeckt haben...“ „Verzeihung!“ kicherte die Kleine, mit ihrer Schürze tändelnd.„Er behauptet, das Herz sei massiv. Aber er ist ein bischen dumm— und die Männer verstehen sich überhaupt nicht viel auf derlei Sächelchen. Es könnte ja einen ganz beson— deren Verschluß haben. Und mir war's vorhin gerade, als wär' ich auf den Weg zur Entdeckung eines solchen gewesen. Ich hab' mir nämlich ge⸗ dacht, ob das kleine Ringel an dem Herzel nicht vielleicht so— herauszudrehen wär'. Ich hab' als Kind von meiner Firmgodl') eine kleine Nuß aus Silber kriegt, die hat man auch durch so ein Schrauberl an dem einen End' aufmachen und auseinanderlegen können....“ „Nun, so versuch's!“ lächelte die Baronesse und deutete mit nachlässiger Geberde auf den Schreibtisch. Wetti ließ sich das nicht zweimal sagen. Sie nahm das Ding auf und drehte die in eine Schraube auslaufende Oese, die sie vorhin mittels einer als Kurbel durchgesteckten Haarnadel schon in Bewegung gesetzt hatte, vollends heraus. Noch blieb das Herz fest. Aber als es Wetti zwischen Daumen und Zeigefinger rieb, siehe— da schob es sich in zwei Hälften auseinander. Die beiden Teile waren durch einen inneren Falz aneinander gefügt gewesen, und die äußere Perlenumrahmung hatte die Fugen verdeckt. Innen ließen diese zwei Hälften gemein⸗ sam eine Höhlung frei, in welcher allenfalls eine kleine Erbse Platz gehabt hätte; im Uebrigen war das Herz dennoch immer schwer genug, daß man es für„massiv“ hatte halten können. (Fertsetzung folgt.) — Die Angst vor dem Gewitter. Die Ge⸗ witterfurcht ist ein thörichte, wenn sie auch, wenigstens bei den zartnervigen Personen, zu entschuldigen ist, da der betäubende Schlag, der einem nahe niederfahrenden Blitze folgt, auch ganz kräftige Personen erschüttern mag. ) Firm⸗Pathin. Daß der Blitz töten kann, ist allerdings wahr, aber das hat er mit jedem fallenden Dachziegel oder Blumentopf gemein. Daß der Blitz Häuser anzündet, ist ebenfalls wahr, aber das hat er mit jedem Licht und mit jeder glimmenden Kohle gemein, und die bei weitem wenigsten Feuersbrünste entstehen durch den Blitz. Wäre es mög⸗ lich, unsere tagtägliche Feuersgefahr durch Donner zu ver⸗ künden, es würde nicht aufhören, zu donnern, wir würden vom Geräusch taub werden; denn es reichen sich die Ge⸗ fahren durch das Holzholen mit Licht aus dem Keller oder vom Boden, das Tabak- oder Zigarrenrauchen der Herren und Bedienten, das nächtliche Putzordnen der Kammerjungfern, das im Bette Lesen ihrer Herrschaft bei Licht, das Haarbrennen der Damen u. s. w. in steter Abwechslung unaufhörlich die Hände. Und nun erst, wie thöricht die Gewitterfurcht, wenn man an die Krankheiten denkt! Wir wollen nicht von Epidemien sprechen, nicht von Cholera, sondern von Nerven-, gastrischen und andern Fiebern, von Lungenentzündungen, von Diphtherie. Es sterben in Berlin z. B. an diesen verschiedenen Krankheiten durchschnittlich in der Woche 250 Menschen; in 1500 Mal so viel Zeit, d. h. in dreißig Jahren(bis Ende 1895) ist in Berlin ein einziger Mensch vom Blitz erschlagen worden! Ist es da nicht thöricht, sich vor dem Tode durch den Blitz zu fürchten? Das Verhältnis ist wie 375000 zu 11 — Das Radfahren und die Blitzgefahr. Ueber die Blitzgefahr für Radfahrer macht Ingenieur Kramer interessante Mitteilungen. Er empfiehlt nur in bewaldeten Gegenden die Radfahrt während eines Ge⸗ witters fortzusetzen, da in solchen Gegenden keine Blitz⸗ gefahr zu befürchten sei. In der Ebene und am Wasser hingegen wird eine Unterbrechung der Fahrt durchaus an⸗ geraten. Hier soll das Rad flach auf die Erde gelegt werden und der Fahrer irgendwelche Deckung während des Unwetters suchen. Der Radfahrer bildet nämlich für atmosphärische Elektrizität einen Kondensator, da er mit der Erde nur durch Pneumatikreifen, welche elektrischen Strom nicht ableiten, in Berührung kommt. Andererfeits bilden die Metallteile des Rades gute Leiter fur die Elektrizität. Slalzsiederei. W. Wagner eine Festzeitung und bildlichen Darstellungen ausgegeben werden. Wilhelm Wagner verfaßtes Festspiel aufge⸗ führt werden, welches das Emporblühen Nau⸗ heims vom XIII. Jahrhundert an bis zur Ge⸗ genwart in fünf Bildern behandeln soll. Wenn auch das Bad Nauheim erst im Jahre 1835 er⸗ öffnet wurde, so blühte hier sicher doch schon in dem ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung eine Weiter soll am Festtage von mit festlichen * Mainz, 20. Juli. In der Gem äl de⸗ kopie-An gelegenheit hat der zurückgetretene Vorsitzende der Museumsdeputation, Herr Fischer, an Herrn Sberbürgermeister Dr. Gaßner folgendes Schreiben gerichtet:„Aus verschiedenen Mitteilungen erfahre ich, daß in der Bilderan⸗ gelegenheit von mehreren Seiten Bedenken ge⸗ tragen wird, daß mit den beiden Kopien„Thier⸗ stücke“ irgend welcher Mißbrauch getrieben worden fei. Beide Bilder habe ich an zwei Freunde ge⸗ schenkt, daraus mögen Sie auch ersehen, welche Bedeutung ich diesen Kopien überhaupt beigelegt habe. Es ist mir sofort gelungen, diese Bilder von meinen Freunden zurückzuerhalten und stelle ich ihnen dieselben, ebenso wie die Kopie des Schreyer'schen Bildes zu Ihrer beliebigen Ver⸗ wendung zur Verfügung. Schließlich bemerke ich nochmals, daß ich die Kopien ohne jede eigen nützige Absicht erworben habe, und mir nicht bewußt bin, etwas Unehrenhaftes damit begangen zu haben.“ Vermischtes. — Die ganze Größe des Aberglaubens, der in der Landbevölkerung noch herrscht, zeigt sich in einer Strafanzeige, die ein Häusler(Besitzer eines kleinen Ackergrundstückes mit einem Häuschen) im Dorfe Zeißau im Kreise Sagan an die Staatsanwalt⸗ schaft gerichtet hat. Der Denunziant bezichtigt seinen eigenen Bruder, daß derselbe im Besitze von„Hexen⸗ büchern“ sei und damit Ueberirdisches zu leisten vermöge. So könne er es durch Zaubersprüche möglich machen, daß er vor Gericht jeden Prozeß gewinne, er könne„Heck⸗ thaler“(d. h. Thaler, die sich von selbst vermehren, Junge hecken) fabrizieren, fremde Ochsen und Kühe er⸗ kranken, Obstbäume eingehen lassen(indem er Quecksilber in die Wurzeln träufele) und außerdem könne er sich selbst unsichtbar machen, wenn er drei Elstern im Nest erdrücke. — Ueber die Erlegung von Seehunden an der deutschen Nordseeküste vom 1. April 1894 bis dahin 1895 schreibt die„Stat. Korr.“:„Zu den ärgsten Fischfeinden gehören auch heute noch an den deutschen Küsten der Nordsee die Seehunde. Sie ver⸗ ursachen den Fischern an den ausgelegten Angeln und ausgesetzten Netzen durch den Raub der gefangenen Fische vielfachen Schaden. Die Vernichtung der Seehunde wird deshalb eifrig betrieben; eine nicht geringe Anzahl von ihnen fängt sich übrigens bei dem Ausrauben der Netze von selbst, indem sie sich in letztere verwickeln und nicht wieder befreien können. Nach dem Jahresberichte über die deutsche See⸗ und Küstenfischerei vom 1. April 1894 bis 1895 wurden in der bezeichneten Zeit allein an der schleswig⸗holsteinischen Westküste und der Elbmündung 679 Seehunde gefangen und erlegt. In der Wusterwatt und in der Unterweser wurden ferner in runden Zahlen 100, an der ostfriesischen Küste 250, mithin an der ganzen Verpachtung der Markt⸗ lauben und der Keller im Turmhaus am Brand. Nachdem am 1. August d. J. die neue Wochenmarkt⸗Ordnung in Kraft treten wird und von da ab das Feilbieten von Gegen⸗ ständen des Wochenmarktverkehrs am 234 Nordsecküste etwa 1000 Seehunde erlegt, eine Zahl, die nach den vorliegenden Berichten jedoch nicht ausreicht, um eine merkliche Abnahme dieser Fischräuber zu erzielen. Die schleswig⸗holsteinische Ostküste wurde in der Berichts⸗ periode weniger als sonst von Seehunden heimgesucht. Bei Eckernförde, wo sie sonst unter den Dorschreußen arge Verwüstungen anzurichten pflegen, wurden im Herbste 1894 nur etwa 3 bis 4 Stück gesehen; bei Avrö und Neustadt zeigten sie sich häufiger.“ 5 — Borende Rechtsanwälte. Im Pariser Gerichtspalast führten am verflossenen Montag nach einer Verhandlung beide gegnerische Rechtsanwälte Chenu und Silvy, ältere, beruflich angesehene Herren, einen lebhaften Borgang auf. Nachdem sie Fausthiebe und Maulschellen in großer Zahl ausgetauscht hatten, brachte die Bemerkung eines Zuschauers,„daß sie die Hiebe doch nicht auf die Rechnung setzen könnten“, sie zur Besinnung. — Philosoph und Bummler. Man schreibt der„Frkf. Ztg.“ aus Paris vom 13. d. M.: Die Pa⸗ riser Polizei ist gestern eines wahrhaften Diogenes habhaft geworden, eines Mannes, der dem großen Alexander zwar nicht erwidert hätte:„Geh' mir aus der Sonne“, der aber gesagt hätte:„Laß mich im Freien schlafen!“ Seit einiger Zeit nämlich macht sich die Polizei das Ver⸗ gnügen, die armen Teufel, die kein Obdach haben und deshalb im Bois de Boulogne, auf den Bänken der äußeren Boulevards und unter den Pariser Brückenbogen kampieren, mit ihren Häscherarmen zu verfolgen. Dabei soll sie schon mehrere Spitzbuben erwischt haben, die große Mehrzahl der bei Mutter Grün oder im Gasthause zum Goldenen Stern Uebernachtenden aber sind harmlose Ge⸗ sellen, denen außer Armut kein Verbrechen nachzuweisen ist. Gestern nun ist der Polizei ein Mann Namens Raphael Benoit in die Hände gefallen, der nicht nur kein Verbrecher, sondern auch kein armer Teufel ist, und der aus philosophischen Gründen seit 10 Jahren nur bei grimmigster Kälte unter einem Dache geschlafen hat. Herr Benoit hat eine Jahresrente von 6000 Frs., kann also für einen wohlhabenden Mann gelten und könnte ein schönes Leben führen. Dies thut er auch, nur hat er andere Ansichten von„schön“, als die große Mehrzahl seiner Zeitgenossen. Benoit hätte vor 2200 Jahren im schönen Hellas leben müssen, dann hätte ihn die Polizei nicht belästigt und man würde heute von 8 statt 7 Weisen sprechen. Also sprach Benoit zu Cochefort, dem Ober⸗ häscher von Paris:„Ich bin ein freier, unabhängiger Mann, dem jeder Zwang zuwider ist. Ich kaun nur in der freien Luft leben, im Hause würde ich ersticken. Seit 10 Jahren führe ich dies ungebundene Leben, und es gefällt mir von Jahr zu Jahr besser. Kein Mensch kann kommen und sagen, daß ich etwas Böses begangen habe; aber viele meiner Schlafkameraden werden Ihnen bezeugen, daß ich sie in ihrer Not unterstütze und sie durch meine Unterstützung schon oft vom Verbrechen zurückgehalten habe. So lebe ich als Bummler und Philosoph und habe weiter nichts zu thun, als jeden Monat zu meinem Notar zu gehen, der mir meine Rente auszahlt. Auf dem Nord⸗ bahnhof habe ich einen Koffer stehen, der mein ganzes bewegliches und unbewegliches Eigentum enthält, und dorthin gehe ich, wenn ich Kleider wechseln oder sonst etwas holen oder bringen will. Tagsüber gehe ich spa⸗ zieren, betrachte mir die Schaufenster, die Vorübergehen⸗ den, die Gäste der Kaffeehäuser u. s. w., und wenn ich davon genug habe, gehe ich in die Nationalbibliothek, um mich in der Litteratur auf dem Laufenden zu erhalten. Am Abend besuche ich ein Theater oder ein Konzert und nachher suche ich mir einen passenden Schlafplatz im Freien, und zwar lege ich mich am liebsten unter einen Brücken⸗ bogen, weil da der Regen nicht zu befürchten ist.“ Diesen Bericht schloß Benoit mit der Drohung:„Wenn die Polizei nicht aufhört, mich zu belästigen, werde ich mich gezwungen sehen, mein Vaterland zu verlassen!“ Natür⸗ lich denkt Herr Cochefort nicht daran, einen so verdienst⸗ vollen Bürger zu vertreiben, und so wurde Herr Benoit alsbald aus der Haft entlassen und seinem herrlichen Leben, um das ihn mancher im ausgetretenen Geleise der Ordentlichkeit wandelnder Mensch insgeheim beneiden dürfte, zurückgegeben. — Bestrafte Tierquälerei. Das Schöffenge⸗ richt in Krefeld verhängte über einen Tierquäler eine empfindliche Strafe. Ein Beamter sah vor einiger Zeit einen mit einem kleinen, mageren Pferde bespannten Karren vor sich herfahren. Das Pferd erschien so kraft⸗ los, daß es hin- und herschwankte und die Karre kaum zu ziehen vermochte. Er schlich sich an die Karre heran und ging unbemerkt nebenher. Als der Führer wiederum die Bewegung machte, griff er nach dessen Hand und entwand ihr einen mehrzölligen Drahtstift. Der Unmensch hatte das Pferd mit dem Nagel verwundet und von Zeit zu Zeit in die wunde Stelle hineingestochen, um eine schnellere Gangart zu erzielen. Der Arzt stellte fest, daß die Schwäche des Tieres durch Nahrungsentziehung verursacht worden sei. Der Tierquäler wurde zu 50„ Geldstrafe, bezw. 10 Tage Haft verurteilt. — Ein Schauspieler zum Tode verurteilt. Aus Philadelphia wird unterm 27. Juni berichtet: Der Schauspieler James Gentry, welcher am 17. Februar 1895 die Soubrette Margaret Drysdale, bekannt unter dem Bühnennamen Madge Yorke, erschossen hat, ist heute, nachdem die Jury die ganze Nacht über in Beratung ge⸗ wesen war, des Mordes schuldig befunden und zum Tode verurteilt worden. Gentry war ein Schauspieler ersten Ranges, der in Madge Yorke verliebt war. Madge wollte ihn jedoch los werden und wies ihn ab. Das wurmte den eifersüchtigen Gentry. An dem bezeichneten Tage befand sich die Soubrette in Gesellschaft einer anderen Schauspielerin auf ihrem Zimmer, als Gentry hereinstürzte und von Madge einen Kuß verlangte. Als ihm dieser verweigert wurde, schoß er dreimal mit tödlicher Wirkung auf das Mädchen. Er lief dann davon und wurde erst am andern Morgen verhaftet, nachdem er einen Selbst⸗ mordversuch gemacht hatte. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 22. Juli. Von der Anfang Mai nach Viktoria im Ka⸗ merungebiet zum Studium der dor⸗ tigen Plantagen ⸗Verhältnisse aufge⸗ brochenen Erpedition des Dr. Zint⸗ graff, Dr. Esser und Viktor Hösch treffen nunmehr Nachrichten in Deutschland ein. Nach eingehenden Beobachtungen und Untersuchungen der Verhältnisse haben Dr. Esser und Hösch die Anlage von Kakao- und Kaffeepflanzungen so ver⸗ lockend und aussichtsvoll gefunden, daß Dr. Esser die Finanzirung einer größeren Pflanzungs⸗Gesellschaft in die Hände ge⸗ nommen hat. Die Gesellschaft trägt den Namen:„Westafrikanische Pflanzungs⸗ Gesellschaft Viktoria.“ Dr. Esser gedenkt Ende November in Deutschland einzu⸗ treffen, um die Gründung und Gesell⸗ schaftsform perfekt zu machen. Dr. Zint⸗ graff hat sich bereit erklärt, die General⸗ Direktion der Gesellschaft auf eine Reihe von Jahren zu übernehmen. Das Ge⸗ biet der neuen Gesellschaft ist unmittelbe bei Viktoria, dem Sitz des dortigen B zirksamts und am Fuße des Kamerun, Gebirges gelegen. Dasselbe umfaßt 5 Hektar. Die Ländereien werden einem mehrere ungemein starke Wasse fälle bildenden Gebirgsbach durchflo Hd. Berlin, 22. Juli. Li⸗Hung⸗Tschan erhielt vom Kaiser von Chiua die Erlaubnis, sich von London aus direkt, ohne Wien un Rom zu besuchen, nach Washington zu begeben, g damit er im Oktober noch vor Eintritt der großen Herbststürme wieder in seinem Vaterlande sein könne. Nach seiner Rückkehr soll die ganze diplomatische Vertretung Chinas in Europa re⸗ organisirt werden. 0 Hd. Newyork, 22. Juli. Auf der neuen Jamaika-Eisenbahn in der Nähe von Anatbay ist gestern ein Personenzug ent⸗ gleist. 27 Personen wurden getötet, zwei verletzt. Hd. Newyork, 22. Juli. Die Polizei von Chicago verhaftete eine Räuberbande, welche seit langer Zeit die Stadt in Schrecken versetzte, da dieselbe ihre Verbrechen sogar am hellen Tage verübte. 5 Hd. Madrid, 22. Juli. In politischen Kam Kreisen zirkulieren Krisengerüchte. Canovas let 1 Ersatz soll fest entschlossen sein, sein Amt niederzulegen, wenn es den Liberalen gelingen sollte, eine Finanzreform zu Falle zu bringen.. Hd. Athen, 22. Juli. Die gestern abge⸗ haltene Versammlung der Kretenser beschloß die Absendung einer Deputation an den König. Die Zeitungen fordern neuerdings 101 in heftigem Tone die Regierung auf, Kriegs⸗ 615 schisffe nach Kreta zu entsenden, wenn auß ae me,. angeblich nur zum Schutze der eigenen Unter⸗ n das fäcse thanen. Das Recht hierzu könne keine Macht enabenolrat Griechenland] absprechen. Viel gelobt gerichts in wird das energische Einschreiten des öster⸗ ber Nül reichischen Consuls dem Abdullah Pascha gegenüber, wodurch in den letzten Tagen viele Blutvergießen verhindert wurden. Die Zahl der hier eingetroffenen Flüchtlinge be⸗ aner i e danlasung bun 9 Tce ziffert sich bereits auf 3000. a al gegen die brich ae Wente der en Hiller bi, Sterbefälle. a 1165 Ann 20. Jul. Johann Wilhelm Haimes, en Kfachen, die Bes 1 Jahr alt, Sohn von Schuhmacher Jakob Haimes dahier, gr. Mühlgasse 19. Die Beerdig⸗ ung findet Mittwoch, 22 d. Mts, Nachmittags 6 Uhr vom Sterbehause aus statt. Am 20. Juli. Margarethe Bötz, 5 Monate alt, Tochter von Kaufmann Gerhardt Blötz, dahier, Neuenbäue 17. Die Beerdigung findet Mittwoch, 0 22. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, vom Sterbe⸗ e der Stadtberord Errichtung eines dummer das 6 An a Hema kamen di Aacung der Hessisc evi über die A hen Nittel zur nag Juͤtimmung fac pelbre Unterhar lee, daß Hessen il ede Nebenbahne e doc einwerfen e d hause aus statt. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. Aaligkit. Seit Je h finden Ueberein — Dhotograp hie. einer verehrl. Rundschaftf zur gefl Nachricht, dass ich mein photo- Kraphisches Geschäft seit 1. April d. J. nieht mehr in meinem früheren Atelier, Dietzstrasse 4 ausübe, sondern in dem neuerbauten Atelier Grünbergerstrasse No, 10. Aufnahmen finden zu jeder Tageszeit von Morgens 9 Uhr bis Nachm. 5 Uhr statt. Hochachtungsvollst G. Mook, Photograph. Staud außerhalb der Markttage und Marktzeiten nur noch in deu gedeckten Marktlauben Tann ist, sollen diese nebst den Kellern im Turmhaus am Brand Freitag, den 24. d. Mts., abends 5 Ahr, — E Aunsteis. Steins Garten Concert-Tournée der Kapelle des Jnf.⸗Rgts. Markgraf Karl(7. Brandenburg.) Nr. 60 Direktion: J. P. Emig, Königl. Musikdirigent. Garnison: Weißenburg i. Els. sowie der Piston-Virtuosin Fräulein S. Branden. Donnerstag. den 23. Juli 1896, von abends 8 Uhr an, Großes was der Ludw fh geit, da sie sich duch darüber ug mit Prei Gießen. Neun Schritte , Sie wollte ale zahlen, das 5, Jag längerer en, man wolle e iter am Aden nicht ein. 9 Ertra-Konzert 5 79 g auf die Vor obiger Kapelle. nortreten einer Eintrittspreis: im Vorverkauf bei Herrn Ernst Challier 50 Pfg., au 44 Annnggendeinscha Kasse 75 Pfg.— Programme an der Kasse. I dec, un zum de im Hofe des Turmhauses öffentlich an die Meistbietenden für die Zeit bis zum 31. März 1897 verpachtet werden. Die Verpachtungsbedingungen können zuvor schon von der unterzeichneten Stelle— Zimmer Nr. 15— bezogen werden. Gießen, den 14. Juli 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Das Wasser im Stadtbach wird wegen Reinigung desselben von Donnerstag, den 23. d. Mts. ab während drei Wochen abgestellt. Während dieser Zeit findet der Zufluß des Wassers nur vom Samstag Abend bis zum Sonntag Abend statt. Gießen, den 20. Juli 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnaut h. Bekanntmachung. Wegen Vornahme der durch den Umbau des Bahnhofs nötigen Verbreiterungsarbeiten an dem von der Größerschen bis zur Riemerschen Besitzung fübrenden s. g. Mittelweg ist letzterer vom 25. d. Mts. ab auf 3 Wochen für Fuhrwerke gesperrt. Wir bringen dies mit dem Anfügen zur Kenntnis der hier in Betracht kommenden Grundbesitzer, daß während dieser Zeit als Zufahrt zu den betreffenden Grundstücken der südlich des Riemerschen Hauses neu angelegte Verbindungsweg von der Frankfurterstraße aus zu benutzen ist. Gießen, den 20. Juli 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Stierfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 45 Pfg. Ein Pferd, zu verkaufen. im Zug und Acker⸗ bau tüchtig, 891 Wetzsteingasse 7. Wir haben den Vertrieb unseres Kunsteises, hergestellt aus Quellwasser unter Anwendung von comprimierter Kohlen⸗ säure, dem Herrn Emil Sehmall in Gießen für den Kreis Gießen, einen Teil der Provinz Oberhessen und den nördlich von Gießen gelegenen Orten übertragen. Es unterhält genannter Herr Lager, übernimmt Saison- und Monats— lieferungen, sowie Abschlüsse größerer Lieferungen ab Werk nach Ueber— einkunft zu den billigsten Preisen. 901 Hochachtungsvoll Wasserwerk Bad Nauheim. Ich nehme auf Vorstehendes Bezug und offeriere neben meinem Natureis das vorzügliche Kunsteis obigen Werkes und halte mich verehrlichen Interessenten bestens empfohlen. Hochachtungsvoll Giessen. Emil Schmall. 5 Die Kapelle batte die hohe Ehre, bei Gelegendeit der Einweihungsfeier des Kaiser Friedrich-Denkmals in Wörth, bei Sr. Majestät dem Kaiser auf Schloß Dürkheim die Tafel⸗ musik ausführen zu dürfen, und sprach Se Majestät hierbei dem Musikdirigenten Ehmig seine Allerhöchste Anerkennung für die vorzüglichen Leistungen aus.— Im Konzerthaus(Gebr. Ludwig) in Hamburg war die Kapelle seit 1887 sechs Mal engagiert. 895 Friedrichsdorfer 2 Zwieback? hier zu haben. 850 Steinstrasse 78 (Ecke Schottstraße). Gründliche Reparatur Taschenuhr 2, Reinigen einer Taschenuhr 1,50 Al., Neue Feder in eine Taschen⸗ uhr 1,50 l, Patentglas 0,40, Brillenglas 0,50 l. Für jede reparierte Uhr ein Jahr reelle Garantie. Georg Koch, Ahrmacher, 579 einer Von jetzt ab bringen wir neben unseren anderen Bieren auch orter in Flaschen zum Ver⸗ kauf und empfehlen dies Bier als ein Genuß⸗ und Stärkungsmittel ersten Ranges. Hat wenig Alkohol, da⸗ gegen hohen Malz- extrakt-Gehalt, fördert die Ernährung des Körpers und be⸗ kommt gut. In Original⸗Porter⸗ — . + 2 2 8 2 2 S E 2 E 2 * benen mit Preuf 1 daß det Staaten falt der Ludmigsbah die preußischen Bett gleiche, so wäse w Mage äußerst gun wan nicht erwarten fl sich zu berein geographischen Lag ahnberwaltun Roman! Es war ein 83 0 Hehlung beruf sh und hob eg „Ab! Hab' ö Inchessi— fin zusammen g menged , l fle % emailliert ache ab e Bildhauer, Spezialist in Blumenarbeiten, sucht bis 1. Oktober 1896 in einem Grabsteingeschäft dauernde Stellung. Offerten unt. Nr. 892 an die Exped. d. Ztg. erbeten. Eine Wohnung zu vermieten. Krofdorferstraße 13. Hypothek.⸗ Kapital. 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