St. 1301 115 Ginse per 100 e gesalz. 701 Ff z, 000 9. all, Schring digung siude fas 11 Uhr, Verantw. 1 n 6. Olknalg lecke b latz 11 wert: 8 9 bd. M. 0 ualltät), fd. Mk. 0 gh „ 085 0 2 e 035 973 70 130 0 0 0,80 1 I 100 u gleichen 8 Eier. 3 Stüc 6. am 7. Juni auf der Liebigshöhe abzuhalten, der Heimat keine Nachricht übermitteln können, da Gießen, Donnerstag, den 23. April 1896. 9 k Ausgabe andeszei Gießen. 7 Redaktion:. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen.. Expedition: Kreuzplatz Nr. 4.. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. 2⁰ Kreuzplatz Nr. 4. ——— 5 ä Lokales und Provinzielles. * Gießen, 22. April. Oberst von Rosen— berg, der seitherige Kommandeur unserer 116er, ist dieses Postens enthoben. An seine Stelle tritt Oberst von Madai vom 93. Anhaltischen Infanterie ⸗ Regiment Dessau. Wenn wir recht berichtet sind, ist der neue Regiments-Kommandeur ein Sohn des ehemaligen Polizei-Präsidenten von Madai-Berlin. * Gießen, 22. April. Major Kuehne, Kommandeur des 4. Bataillons, wurde unter Beförderung zum Oberstlieutenant nach Metz versetzt. Major Weimer wurde nach Gumbinnen versetzt. * Gießen, 22. April. Hessischer Fecht— verein„Waisenschutz“. In der gestrigen Vorstandssitzung, die im Restaurant Arnold, Bahnhofstraße, stattfand, wurde beschlossen, das diesjährige große Sommerfest des Vereins bis zu welchem Zeitpunkt der neue Saalbau fertig sein wird. Ferner soll die nächste Mit⸗ gliederversammlung am 9. Mai nach dem Re— staurant Rühl, Schanzeustraße, einberufen werden, um über Anträge, die der Verband Gießen der in Darmstadt tagenden Landesversammlung unter— breiten will, zu beraten. Außerdem wurde der Rechner angewiesen, weitere 100 //. zu Lasten des abgelaufenen Gesa äftsjahres an die Ober— fechterei nach Mainz abzusenden. * Gießen, 22. April. Zum ersten Male seit dem Bestehen des hiesigen Gewerbe⸗ gerichts trat dasselbe unter dem Vorsitze des Herrn Oberbürgermeisters Gnauth zu einer Plenarsitzung zusammen, um sich gutachtlich zu äußern über die Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises. Die Be⸗ dürfnisfrage wurde bejaht. Eine aus drei Ar⸗ beitgebern und drei Arbeitnehmern auf Grund des§ 70 des Gesetzes über die Gewerbegerichte gebildete Kommission wird die Angelegenheit weiter verfolgen und namentlich die Punkte noch durchberaten, über die in der Plenarab— stimmung Einstimmigkeit nicht herrschte. * Gießen, 22. April. Für Freunde schlechter „Scherze“ wird die Nachricht von Wichtigkeit sein, daß das Reichsgericht ein Urteil gefällt hat, nach welchem wegen groben Unfugs der— jenige bestraft werden kann, der einem ihm be⸗ kannten Berichterstatter einer Zeitung eine nach— weislich falsche Nachricht unterbreitet, von welcher er voraussetzen kann, daß sie zur Kenntnis der Leser gebracht wird. Ist mit solcher Veröffent⸗ lichung noch der Schaden einer oder mehrerer Personen verbunden, so kann der Ausstreuer der Nachricht außerdem für den entstandenen Schaden haftbar gemacht werden. * Gießen, 21. April.(Strafkammer⸗ verhandlung.) Gestern nahmen auf der An⸗ klagebank 5 kräftige junge Männer aus Vilbel Platz, Joseph Atzert, Georg Atzert, Joseph Gabrian, Heinrich Muth und Martin Muth. Sie waren vom Schöffengericht Vilbel wegen Haus⸗ friedensbruch, Körperverletzung, Sachbeschä— digung und groben Unfugs zu Gefängnisstrafen in der Höhe bis zu 3 Monaten verurteilt, wobei jeder der Angeklagten wegen groben Unfugs noch nebenher 3—6 Wochen Haft aufgebrummt erhalten hatte. Die Verurteilten hielten die gegen sie er— kannten Strafen für zu hoch und vertraten die Meinung, unsere Strafkammer würde sie weniger schwer verurteilen. Aber sie sollten sich schmählich geirrt haben, denn auch die Staatsbehörde ver— folgte Berufung, weil die erkannten Strafen ihres Erachtens zu milde seien. Durch die Beweis— aufnahme wurde festgestellt, daß die Angeklagten in Vilbel als Raufbolde bekannt sind. Außer dem Hrch. Muth sind die Angeklagten wegen der in Frage kommenden Delikte bereits mehrfach vorbestraft. Es handelt sich bei der ganzen Affaire um eine Wirtshausrauferei, wobei der Wirt von den Angeklagten so zugerichtet wurde, daß, wie er als Zeuge bekundet, ihm 8 Tage nachher noch alle Rippen im Leibe weh gethan haben. Einer der Kumpane der Angeklagten, als Entlastungs⸗ zeuge vernommen, wurde nicht vereidigt. Im Laufe der weiteren Beweisaufnahme stellte sich heraus, daß dieser Zeuge der Mitthäterschaft im vorliegenden Falle verdächtig sei. Die Staatsbehörde sah die Handlungen der An⸗ geklagten für so sträflich an, daß sie Gefängnis⸗ strafen von 7 Monat und 2 Wochen bis 2 Monat beantragte, außerdem aber wegen des groben Unfugs und der Sachbeschädigung Haftstrafen von 2—3 Wochen erkannt wissen wollte, auch wären 3 der Angeklagten wegen der Höhe der Strafe sofort in Haft zu nehmen. Der Gerichts⸗ hof hob das schöffengerichtliche Urteil auf und erkannte auf Erhöhung der vom Schöffengericht gegen die Angeklagten festgesetzten Strafen. Georg Atzert erhielt wegen gemeinsamen Haus⸗ friedensbruchs und Körperletzung sowie wegen Bedrohung 4 Monat Gefängnis 2 Wochen Haft, Joseph Atzert bekam für den gemeinsamen Haus⸗ friedensbruch und Körperverletzung mit 3 Monat Gefängnis und wegen Sachbeschädigung mit 1 Woche Haft davon. Josef Gabrian erhielt wegen Hausfriedensbruch in 2 Fällen und Körperverletzung 3 Monat und 2 Wochen Gefängnis. Martin Muth und Wilhelm Muth erhielten wegen derselben Vergehen 3 und 2 Monate Gefängnis. Dem Antrag auf sofortige Inhaft⸗ nahme entsprach der Gerichtshof nicht. * Gießen, 22. April. Die Sache gegen Freißfeld und Schnitzler— unsere Leser erinnern sich der Verhandlung gegen die beiden Studenten vor dem Schöffengericht wegen Wider— stands gegen die Staatsgewalt— wird am 28. d. M. die Strafkammer als Berufungs-Instanz beschäftigen. * Gießen, 22. April. Die während des landwirtschaftlichen Festes auf Oswaldsgarten errichlet gewesene Grotte hat in Gießen viel Staub aufgewirbelt. Man stritt sich damals darum, ob es überhaupt möglich sei, aus dem Gestein der Bieberbrüche derartige Grotten— bauten herzustellen. Seit einigen Tagen ist im Garten der Aktienbrauerei ein solcher Grottenbau ausschließlich aus Bieberbruchgestein hergerichtet und können sich Liebhaber denselben dort ansehen. Gießen, 22. April. Schon über 8 Tage treiben sich im Süden der Stadt die von der schönen Aussicht durchgebrannten beiden Affen, Jocko und Minka, herum und treiben allerhand Allotria. Das eine der Tiere ist inzwischen wieder eingefangen, während Jocko ungeniert sein Wesen fortsetzt und Nachstellungen mit einer Schlauheit und Geriebenheit sich zu entziehen weiß, die dem Affen alle Ehre macht. Würde dem Tiere nicht von allen Seiten Futter verab- folgt, dann wäre es wohl längst in den Tier- park freiwillig zurückgekehrt. Gestern Nachmittag wurde unter Assistenz der Quarta des Gymnasiums eine große Affenjagd veranstaltet, die aber er— folglos blieb. Gießen, 22. April. Kritische Tage im schlimmsten Sinne des Worts bescheert der dies⸗ jährige Frühling unsern Damen. Denn trotz aller großen Worte von„Frauenbewegung“ und „Emanzipation“ fühlen unsere Damen noch immer so stark wie zu Olims Zeiten das unabweisbare Bedürfnis, schön zu sein und diese Schönheit ins rechte Licht zu setzen. In jedem jungfräu⸗ lichen Gemüte blüht still und durchaus nicht verborgen die Liebe zum Mann und die Liebe zum Putz; aber die Liebe zum Putz ist die stärkere von beiden. Die Liebe zum Mann ist vergänglich und kann in der Ehe dahinwelken und sterben; doch selbst die unglücklichste Gattin, die geschiedenste Frau, wird der Liebe zum Putz nicht entsagen und mit gleicher Inbrunst das neue Kleid und den neuen Hut begrüßen, wie der unschuldige Backfisch sie begrüßt, dessen Ideale von hehrer Männlichkeit noch durch keinerlei bittere Ent— täuschung getrübt wurden. Hunderte eleganter Modejournale, die in Millionen von Exemplaren sind, legen beredtes Zeugnis dafür ab, wie treu unsere Mütter und Töchter die Liebe zum Putz im Busen hegen, und teure Schneider- und Putz⸗ macherrechnungen sind nicht minder sprechende Beweise für diese Schwäche. Nur männliche Barbaren werden die Schale des Zorns oder des Spotts ob den Häuptern ihrer Bräute oder bessern Hälften entleeren, weil sie dem Putz hul⸗ digen und sich gerne schmücken. Geht doch Mutter Natur ihnen mit so gutem Beispiel voran, wenn sie im Frühling für ihre Verehrer sich schmückt, wie unsere Frauen und Töchter sich für uns Männer schmücken. Oeffne drum jeder, der für den lockenden Reiz der Schönheit nicht unempfäng⸗ lich ist, willig seine Augen und seinen Beutel, wenn„Winterstürme dem Wonnenmond“ wichen und„in mildem Lichte“ der Lenz leuchtet, der die nüchterne Welt„mit zarter Waffen Zier“ bezwingt. Leider zögert er diesmal unverant⸗ wortlich lange, so daß unsere Damen ihre duftigen Frühjahrstoiletten durchaus nicht zur Geltung zu bringen vermögen. Hoffend treten sie morgens aus Fenster und spähen nach dem Wetter aus; aber es will sich gar nicht klären, ein Tag ist kritischer wie der andere, und flüchtige Sonnen⸗ blicke sind fast so selten wie die Krebse in den Monaten ohne r. Melancholisch-gedrückt hängen die bunten Gewänder im Schranke, die ihre Trägerinnen zu zweibeinigen Märchenblumen um⸗ wandeln sollten, und die farbenleuchtenden Hüte müssen ihr kurzlebiges Dasein in der ägyptischen Finsternis der Pappschachtel vertrauern, weil ihr leichter Bau nicht geeignet erscheint, prasselnden Hagelschauern und klatschenden Regentropfen die genügende Widerstandskraft entgegenzusetzen. Schattenhaft, in Kapuzen und Wintermäntel ge⸗ hüllt, huscht das schöne Geschlecht mißvergnügt durch Straßen und Gassen; weiß es doch, daß viel Aufwand an Zeit, an Schneider und Putz⸗ macherkunst schmählich verthan ist, wenn nicht bald der Frühling mildere Saiten aufzieht und die schlechte Aprillaune gründlich ablegt. Denn im Mai muß man schon wieder ernstlich an die neuen Sommermoden denken und mit ihnen rechnen. Vieles, was für den jungen Lenz gar herrlich paßte, muß dann als unmodern auf⸗ gegeben oder mit Fleiß und Mühe geändert werden; eine ärgerliche Sache, die es völlig er⸗ klärlich macht, daß unsere Damen, ob jung oder alt, die kritischen Tage des diesjährigen Frühlings dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst— wohin sie denn auch sich schleunigst empfehlen mögen! Bad Nauheim, 21. April. Der„D.⸗Ztg.“ wird von hier geschrieben:„Ein eigentümlich er Streit ist zwischen den Nachbarstädten Bad Nauheim und Friedberg ausgebrochen. Der aus dem Usathal kommende Usabach ist im Sommer südlich von Bad Nauheim oft dem Ver⸗ siegen nahe, da derselbe den großen Sammelteich speist und das Wasser von ihm durch zwei Wehre zum Treiben des Kunstrades am Gradier— werke abgeleitet wird. Der Mißstand ist um so größer, als das Gefälle geradezu ein minimales ist. Bad Nauheim ist fast durchweg kanalisiert und werden die Abwässer in einen Sammelkanal geleitet und dessen Inhalt dann einer im vorigen Jahre in Betrieb gesetzten Klärbeckenaulage zu— geführt. Seit dieser Zeit mehren sich nun in Friedberg die Klagen über die zunehmende Ver- unreinigung und den üblen Geruch des Usa— wassers. Der Besuch der nördlich der Stadt gelegenen Badeanstalt des Herrn Walter hat thatsächlich Einbuße erlitten. Man sah sich des⸗ halb in Friedberg zu Rekriminationen in der Presse und zu Beschwerden bei den oberen Ver⸗ waltungsbehörden veranlaßt. Professor Gaffky in Gießen hat auf Ersuchen nach genommener Lokaleinsicht und Prüfung der Sache ein aus⸗ führliches Gutachten erstattet. In der vorigen Woche wurde hier eine Tagfahrt abgehalten, an welcher der erwähnte Sachverständige, Mitglieder des Ministeriums, Beamte des Großh. Kreis⸗ amts Friedberg und der hiesigen Badedirektion, sowie die Bürgermeister der beteiligten Städte teilnahmen. Eine Reihe von Vorschlägen zur Verbesserung des Kanalsystems und der Klär⸗ beckenanlage behufs Beseitigung der Uebelstände wurde gemacht und Herrn Walter unterbreitet, Eine fixe Idee? Von Martin Böttcher. (Schluß.) Diese Umstände wurden aber ohne Aufforde—⸗ rung mitgeteilt und konnten mit wenigen Worten erzählt werden: Der junge Mann war in der Verwirrung kurz nach der Katastrophe— die in der Nähe der nord— amerikanischen Küste stattfand und durch einen Zusammenstoß herbeigeführt wurde— von dem schnellsinkenden Schiffe in der Absicht über Bord gesprungen, das Leben vorläufig durch Schwimmen zu erhalten. Er war mit anderen Unglücksgenossen sofort von einem der Schiffsboote aufgenommen worden und dann in den Dampfer an Bord ge⸗ kommen, der„Fortunas“ Untergang verursacht hatte. Aber eine schwere Verwundung am Hinter⸗ kopf, herbeigeführt durch einen starken Stoß— vielleicht gegen die scharfe Kaute eines Wrackstücks, vielleicht gegen die Planken des sinkenden Schiffes, gegen welches ihn die wildbewegten Wellen mit einem heftigen Wurf geschleudert haben mochten— hatte ihm das Bewußtsein geraubt und würde augenblicklich sein Schicksal besiegelt haben, wenn nicht der Rettungsgürtel ihn am Versinken ge⸗ hindert und wenn nicht die Hülfe in unmittelbarer Nähe gewesen. So bald wie möglich war er in einem Hospital des fremden Landes untergebracht worden. Hier kannte ihn niemand, und von hier aus hatte man einstweilen seinen Angehörigen in nichts bei ihm vorgefunden worden war, was auf deren Spur hätte leiten können, und da er in seiner bedauernswerten Verfassung lange selber nicht imstande war, nähere Aufschlüsse zu geben.— Die Beschädigung hatte sich nämlich als ein Schädel— bruch herausgestellt, der wieder einen Gehirndruck verursacht, welcher nun seit Monaten seine Sinne umnebelt hatte. Nun hatten sie sich mittlerweile etwas geklärt, und ein Hospitalarzt hatte einen der ersten lichten Augenblicke des Patienten benutzt, deuselben nach der Adresse seiner Angehörigen zu fragen. Sie war ihm mitgeteilt worden, und da— rauf hatte er gleich geschrieben. Ein Spiel des Zufalls— eiue auffällige Aehn— lichkeit hatte zu einer Verwechselung des bewußt— losen Unbekannten mit einem auderen nur ober flächlich nach Namen und äußerer Erscheinung be— kannten Passagier, der ertrunken war, die Veran— lassung gegeben, und so war durch Fahrlässigkeit auch eine verhängnisvolle Verwechselung von Namen in die Liste über Verunglückte und Vermißte hinein gekommen.—— Ein Spiel des Zufalls hatte auch Sorge getragen, den Irrtum zu berichtigen. Man hatte nämlich eine Leiche gefunden, deren Ideutität mit dem erwähnten Passagier durch un umstößliche Beweise dargethan werden konnte.— Aber wer von deu Vielen, die auf der Liste als Vermißte bezeichnet waren, mochte derjenige sein, welcher im Hospital lag mit umnebelten Sinnen? Man hatte sich mit der Beantwortung dieser Frage gedulden müssen, bis man die Auf— klärung aus dessen eigenem Munde empfangen konnte. Der Brief enthielt eine Bitte um möglichst schonende Mitteilung seines Inhaltes an diejenige, für welche derselbe zunächst bestimmt war. Der erste bewußte Gedanke des Kranken hatte also bei ihr geweilt. Er konnte ja nicht wissen, daß die bittere Er— fahrung den alten Kaufherrn Vorsicht gelehrt— auch in Dingen, die nicht zum Geschäft gehörten, und daß die harte Prüfung ihn rücksichtsvoll ge— macht hatte. Ob die größte Gefahr schon überstanden sei— ob man au völlige Heilung hoffen dürfe— davon hatte der Arzt kein Wort geschrieben, wahrscheinlich weil er zweifelte. Sie zweifelte nicht, daß alles jetzt gut werden würde, jetzt weniger denn je, und ihr Vater zweifelte auch nicht mehr.— Was er bis jetzt für eine fixe Idee, eine krankhafte Illusion gehalten, das hatte er ja neulich als„eine feste Hoffnung, die nicht zu schanden werden könne“, anerkannt. Daß diese Hoffnung nicht schwanke, da sie keine Stütze hatte, das war für die Taute immer ein Zeichen gewesen, daß sie von demjenigen„ins Herz gepflanzt“ sein müsse, der Mittel und Wege findet, wo die Menschen keine sehen⸗— Als sie nun die Botschaft hörte, da sah sie schon die Erfüllung des so lange gehegten innigen Wunsches. „Ich wußte es ja“, sagte sie.„Eine Liebe, die zalles glaubt, alles hofft, alles duldet“, eine solche Liebe kann nicht vergeblich glauben und hoffen und dulden.“ ** * Es ist lange her seit der Lenz, der neue Herrscher, ins Land zog— feierlich unter großem Geprän ze—: seit der Wald sein prächtiges Fest— gewand anlegte, seit über Wiesen und Felder grüne, blumige Teppiche gebreitet wurden. Es ist lange her; aber noch ist der junge Herrscher jugendfrisch und froh; noch freut er sich mit seinem Hofstaat von Schwalben und Blumen: Sang und Klang; Tau und Duft. Und lange ist es her, seit der Lenz der Lebens— freude seine erste, erlösende Botschaft sandte an das Herz, das von der herben Winterkälte der Sorge und Sehnsucht so sehr zusammengepreßt war. Aber erst heute wird er in dies Herz einziehen. Der Zauberfaden, vom forschenden Menschengeist aus Gedanken und Eisen gesponnen und von der zähen Kraft über Länder und Meere gewoben— der Zauberfaden, der so weite Fernen mit einander verbindet, hat heute Sehusucht mit Sehusucht ver— bunden und Stillung der Sehnsucht verheißen. Es kam neulich Nachricht aus der Hafenstadt.„Wieder auf dem Boden des Vaterlandes; heute Abend im Hafen der Heimat.“— Und die Zeit schreitet mit Schneckenschritten und zügelt die Stundenzeiger der Uhr, daß sie kaum vorwärts kommen können; sie scheinen zu schlafen.— Aber heute Abeud werden sie geweckt werden; das Aechzen und Schnauben des Dampf- rosses wird sie wecken, und fortan werden sie sich beeilen, das Versäumte nachzuholen: Fortan wird sich die Zeit beflügeln, vorwärts eilen wie auf einem rollenden Rade. Zerschlagen von Wagen und entsprechenden Zeitraume seine Anstalt— Regelung der Kostenfrage vor⸗ gängig— einige Minuten weiter nördlich an den sog. Salinengraben zu verlegen, so daß die der Klärbeckenanlage entströmende Flüssigkeit seinem Bade nicht zugeführt würde. Der Gemeiuderat von Friedberg ist mit diesem Auswege keines⸗ wegs einverstanden und hat unter Betonung des Standpunktes, daß die Usa überhaupt in keiner Weise geeignet sei, Abwässer und Fäkalien einer im Sommer doppelt bevölkerten Stadt aufzu⸗ nehmen, mit aller Schärfe gegen das Projekt protestiert. Es wurde beschlossen. den Rechtsweg zu beschreiten und einen Rechtsanwalt anzu⸗ nehmen.“ 5 1 * Aus Oberhessen wird der„D. Itg. eschrieben: Auf der Staatsstraße zwischen zichenroth und Völzberg wurden, 60 junge Ahorn⸗ und Eschenbäume abgebrochen oder abgeschnitten. Man ist den Baumfrevlern, die übrigens noch allerhand sonstigen Unfug durch Fenstereinwerfen, Ackergerätschaften verübten, auf der Spur. 5 * Darmstadt, 21. April. An Wechsel⸗ stempelsteuer wurden im Oberpostdirektions⸗ bezirke Darmstadt im März 1896 12 174,90%. zusammen mit den Vormonaten(ab 1. April 1895) 153 929,40% oder 538,90. mehr als im 1894-95 vereinnahmt. * Worms, 21. April. Die Stadtverordneten⸗ versammlung bewilligte zum Bau einer Neben⸗ bahn Bensheim⸗Lindenfels einen Zuschuß von 25000. Dabei machte aber Freiherr v. Heyl darauf aufmerksam, daß an die Ge⸗ nehmigung dieser Linie insolange nicht zu denken sei, bis die früher genehmigten Nebenbahnlinien sämtlich fertig gestellt sind.— Der Lieutenant v. Haas vom Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 118 hat sich in der verflossenen Nacht dahier erschossen. Als Grund des Selbstmords wird Schwermut e * Mainz, 21. April. Die Stepperinnen der Schuhfabrik von Rosenbusch u. Co. sind nunmehr auch in eine Lohnbewegung ein⸗ getreten. Sie fordern vollständige Beschäftigung oder Verkürzung der Arbeitszeit, Stellen sämt⸗ licher Maschinen von der Firma und Liefern der Materialien wie Seide, Garn u. s. w. zum Selbstkostenpreis, Abschaffen der Hausarbeit und Regelung der Löhne, wöchentliche Lohnzahlung. Werden bis Donnerstag Vormittag diese Forde⸗ rungen nicht bewilligt, so legen sämtliche Arbeiter der Fabrik die Arbeit nieder. Eine gestern Abend abgehaltene Versammlung der Schuhmacher schloß sich den Forderungen an und beauftragte den Arbeiterausschuß, mit der Firma zu unterhandeln. * Mainz, 21. April. Die Armendepu⸗ wieder einen kleinen Fortschritt, bedeutet. Den Waisenhauszöglingen wurde früher beim Verlassen der Austalt, wenn sie sich gut geführt hatten, eine Ausstattung verabfolgt, welche 48 K. Wert hatte. Diese Summe wurde Denjenigen, welche etwas Vermögen hatten, bei der Aus⸗ folgung desselben(bei der Großjährigkeit) ein⸗ fach abgezogen. Der neuerliche Beschluß geht nun dahin, daß der Betrag nie aus dem Kapi⸗ talvermögen, sondern höchstens an den Zinsen gekürzt werden könne, welche bekanntlich erst nach dem Verlassen der Anstalt aufgerechnet werden können. Vermischtes. — Ein Prozeß, den man nicht bloß in journa⸗ listischen Kreisen mit Interesse verfolgt hat und der über die Osterfeiertage vertagt werden mußte, wurde am 14. d. M. in London entschieden. Es handelte sich um die Frage, wie weit ein Depeschenbureau, eine„News Agency“, in der„Ergänzung“ von Telegrammen gehen darf, die aus entfernten Plätzen bezogen und dann der Presse zu⸗ gänglich gemacht werden. Während des japanischen Krieges hatte die„Central News Agency“ mit einer Reihe von englischen Blättern, u. a. mit der„Times“, einen Kon⸗ trakt gemacht, Nachrichten vom Kriegsschauplatz zu liefern. Die„Times“ wünschte, das alleinige Recht der Wieder⸗ gabe zu erkaufen, doch die Verhandlungen zerschlugen sich und man kam überein, die Meldungen mit 6 d per Druckzeile zu berechnen. Die Telegramme waren in der Regel so gefaßt, daß ein nicht bedeutender faktischer In⸗ halt oft geradezu malerisch drapiert erschien. Das ging nun, so lang es ging, allein es kamen Zeitungen aus China, Japan usw. und es stellte sich heraus, daß mancher Schnitzer, manche Uebertreibung, manche Unrich⸗ tigkeit Veröffentlichung gefunden hatten. Die„Times“ bat nun um Vorlegung der F e ee und da dies von der Agentur abgelehnt wurde, mußte, um die Lage zu klären, der gerichtliche Weg eingeschlagen werden. Da ergab sich denn u. a., daß beispielsweise ein Tele⸗ gramm, das 75 Worte enthielt, durch„Ergänzung“ seitens der Agentur auf 700 Worte angeschwollen war. Auch au anderen, wenn auch minder eklatanten Beispielen mangelte es nicht, und die Vertreter der Agentur einigten sich schließlich mit der Gegenpartei dahin, eine nominelle Strafzahlung von 5 Pfund Sterling(100 M.) zu leisten und die Kosten des Verfahrens zu tragen, die, da der Prozeß vor einem der Richter der Queens Bench und einer Sonder⸗Jury stattfand, recht erheblich sein werden, obschon der Leiter der„Times“ von Schadenersatz abge⸗ sehen hat. Hunderttausende werden weggeworfen durch unzweckmäßige Abfassung von Annoncen und durch Benutzung ungeeigneter Zeitungen. Ein Inserat muß nicht allein sachverständig und treffend abgefaßt sein, sondern es ist auch der Leserkreis der Zeitungen in Betracht zu ziehen. Auf dem weiten Felde des Zeitungswesens wird sich der Laie nicht leicht orientieren und deshalb eines erfahrenen und zuverlässigen Rathgebers be⸗ der dürfen, um sein Geld nutzbringend anzulegen und mit einiger Sicherheit Erfolge zu erzielen. Ein berufener Führer ist die älteste Annoncen⸗Expedition Haasenstein u. Vogler, A. G., Frankfurt a. M. Vertreten in Gießen durch Gust av Wohlmuth, Seltersweg. Durch 40jährige Praxis, welche zu den intimsten Ver⸗ bindungen mit allen Organen der Zeitungspresse des In⸗ und Auslandes geführt hat, ist sie mit ihren zahlreichen Zweighäusern und Agenturen vorzugsweise in der Lage, dem inserirenden Publikum sich in jeder Weise nützlich zu machen. Alle Aufträge werden prompt und billigst aus⸗ geführt, da nur die Originalzeilenpreise der Zeitung en berechnet werden, und kommen auf diese Preise bei belang⸗ reicheren Aufträgen noch die höchsten Rabatte in Abrech⸗ nung. Man versäume deshalb nicht, sich bei obiger Firma vor Vergebung eines Annoncen⸗Auftrages erst ge⸗ nau zu informiren. Neueste Telegramme. Hd. München, 22. April. Freiherr von Zoller, der Lehnsherr von Fuchs⸗ mühl, wird, wie bestimmt feststeht, demnächst zum Oberlan des gerichtsrat befördert werden. Hd. München, 22. April. Die„M. A. Z.“ meldet aus Nürnberg, die Volkspartei stellte als Kandidaten für die Reichstagsnachwahl in Ans⸗ bach⸗Schwabach den Schriftsteler Dr. Conrad in München auf. 8 Hd. Wien, 22. April. Der Kaiser hat der Wahl Luegers zum Bürger⸗ meister seine Bestätigung wiederum ver⸗ sagt. Der Gemeinderat dürfte schon heute hiervon verständigt werden. Hd. Paris, 22. April. Nach einer mehrstündigen Nachtsitzung des Minister⸗ rats, in welcher über die Abstimmung des Senats bezüglich der Madagaskar⸗ Kredite beraten wurde, beschloß das Ministerium, dem Präsidenten Faure seine Demission zu überreichen. Hd. Paris, 22. April. Die radikalen Blätter tadeln den Entschluß des Kabinetts zurückzutreten. Man erwartet für morgen eine stürmische Kammersitzung. Die Radikalen werden versuchen, ein Vertrauensvotum für die Regie⸗ rung zu erlangen, um Bourgeois zu zwingen, im Amte zu bleiben. Der Entschluß des Ka⸗ binetts, zurückzutreten, soll aber unwiderruflich gefaßt sein. Die gemäßigten und konservativen Blätter beglückwünschen den Senat zu seinem Vorgehen. Man glaubt, daß entweder ein Kabinet Peytral, oder ein Kabinett Sarrien, oder ein Kabinett Meline auf das Kabinett Bourgeois folgen wird. Hd. Paris, 22. April. Fürst Ferdinand von Bulgarien wird am Samstag in Paris eintreffen. Seine Anwesenheit in Frankreich wird einen offiziellen Charakter haben. Während seines Aufenthalts werden dem Fürsten mili⸗ tärische Ehren erwiesen werden. Derselbe wird in einem Hotel auf Staatskosten wohnen, das der Minister des Aeußeren für ihn gemietet hat. Hd. London, 22. April. Prinz Heinrich von Preußen besuchte die deutsche Botschaft und den Prinzen von Wales. Lord Salis⸗ bury ist gestern Abend hier eingetroffen und wird heute Vormittag dem Ministerrat präsidieren. Hd. London, 22. April. Die Mitglieder der Gewerkvereine der Bauindustrie haben beschlossen, vom 1. Mai ab in den Ausstand ein⸗ zutreten, um eine Lohnerhöhung von 5 Cent pro Stunde zu erzwingen. Hd. Brüssel, 21. April. Bündnisses, welches zwischen den verschiedenen katholischen Gruppen abgeschlossen ist und wegen Streitigkeiten im liberalen Lager kann mit Be⸗ stimmtheit behauptet werden, daß die katholische Liste bei den Kammerwahlen im Juli siegen und die Partei in der Kammer am Ruder bleiben wird. Hd. Madrid, 22. April. Aus ofsi⸗ zieller Quelle verlautet, daß die Königin⸗ Regentin ein Dekret unterzeichnet hat, wonach vom Monat Mai ab der Insel Cuba die lokale Autonomie in erhöhtem Maßzstabe zugestanden werden soll. Privattelegramme der„Hessischen Landesztg.“ Berlin, 22. April. In dem Prozeß Hammerstein sind 25 Zeugen, darunter Stöcker, Flinsch, die Grafen Finckenstein und Kanitz, Freiherr von Manteuffel, Kropatscheck geladen. Der geladene Pa⸗ riser Wucherer fehlte. Der Vorsitzende erklärte, er werde alles thun, damit den Verhandlungen kein politischer Charakter aufgeprägt werde. Die Verteidiger pro⸗ testieren gegen den Auslieferungsakt als Verstoß gegen das Völkerrecht. Der Ober⸗ staatsanwalt verwahrt die griechische Regierung gegen den Vorwurf eine Vergewaltigung Hammersteins. 5 Sterbefälle. Am 19. April. Johannes Keil, 76 Jahre alt, Rentner dahier. Am 20. April. Heinrich Lenz, 10 Monate alt, Sohn von Postaushilfsbote Georg Heinrich Lenz dahier, Maigasse 7. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. 5 tation hat vor Kurzem einen Beschluß gefaßt, 5——— Ü—ʃ r 2——§;— Bekanntmachung. Widerruf. Am 1. Mai wird die im Landbestenbe ck In Nr. 16 der„Mitteldeutschen Sonntags⸗Zeitung“ gaben wir unter des Postamts in Gießen belegene Posthüllf⸗ stelle in Steinberg(Kr. Gießen) in eine Postagentur umgewandelt. Die Verwaltung dieser Postagentur ist dem Gastirth Bal⸗ thaser Schäfer VI. daselbst übertragen worden Der Postverkehr der neuen Postagentur⸗ wird durch die neuen Landpostfahrten Gießen— Grüningen und durch die Landbriesträgerpost Grüningen—Schiffenberg vermittelt. Die Dienststunden für den Verkehr mit dem Publikum werden, wie folgt, festgesetzt: a, an Wochentagen: von 9 bis 12 Uhr Vorm. und von 3 bis 6 Uhr Nachm., b. an Sonntagen, an gesetzlichen Feier⸗ tagen und an den Geburtstagen Sr. Majestät des Kaisers und Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs: von 8 bis 9 Uhr Vorm. und von 5 bis 6 Uhr Nachmittags. Die Bestellung der Postsendungen in Stein⸗ berg(Kr. Gießen) findet wochentäglich zweimal um 10¼ Uhr Vorm. und 7 Uhr Nachm. im Sommer und um 10 Uhr Vorm. und 6 Uhr Nachm. im Winter, an Sonntagen einmal um 10 Uhr Vorm. statt. Darmstadt, den 15. April 1896. Der Kaiserliche Ober-Postdirektor, Geheime Ober-Postrat. Clavel. Verdingung. Die nachbenannten Arbeiten und Lieferungen zur weiteren Chaussierung des Mittel⸗ wegs im konsolidierten Teile des Neustädter⸗ feldes sollen Montag, den A. Mai d. J., Vormittags 11% Uhr, öffentlich bei uns verdungen werden. Es umfaßt: a) Erd⸗ und Planierarbeit: Lieferung und An fuhr von Hardtschutt. 420 eb, b) Chaussierarbeit: Herstellung einer 935 m langen, 3,50 m breiten Straßendecke, ganz aus Basalt. 8272,50 un, Verlegen v. Zementröhren 19 lfd. m, e) Nohrlieferung: Liefern und Anfahren von Zementröhren, von 15 em Lichtweite 19 50 Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Zimmer Nr. 7 zur Einsicht offen. Angebote auf daselbst zu erhaltendem Vordruck sind bis zum genannten Termine bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 20. April 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. Hypothek. Kapital. Die Beleihung von Grundstücken, Häusern, Hofraiten, Gütern, Mühlen, Fabriken für Gießen und Umgegend bis zu 70—73% des ortsgerichtlichn Taxwertes zu 4„%(von Seiten der Darleiher unkündbar) vermittelt unter den billigsten Bedingungen 529 H. C. Werner, Eichgärten Nr. 10. Ein Schmiedelehrling gesucht. Näheres in der Exped. unter Nr. 532. 532 der Spitzmarke„Ueber die Skandalgeschichte“ Gerüchte wieder, die seit Wochen im Gewande positiver Thatsachen unwidersprochen in unserer Stadt circulirten. Wir haben uns inzwischen überzeugt, daß die Gerüchte unwahr sind. Da die„Mitteld. Sonntagsztg.“ nur wöchentlich erscheint, wir aber der betreffen⸗ den Dame so schnell als möglich eine Genugthuung geben möchten, benutzen wir zu diesem Widerruf vorläufig die„Hessische Landeszeitung“. Wir bedauern lebhaft, von dem mit der größten Bestimmtheit aufgetretenen Gerüchten Notiz genommen zu haben. Wir glauben aber, daß unsere Nach⸗ richt für die schwer geprüfte Frau auch etwas Gutes gehabt hat. Zweifellos wären die Gerüchte auch noch fernerhin kolportiert worden. Dadurch, daß wir dieselben an die Oeffentlichkeit brachten, ist jetzt die Gelegenheit gegeben, die Unwahrheit aller die Dame belastenden Gerüchte festzustellen. Da die„Mitteld. Sonntagsztg.“ seit dem ersten Tage ihres Best ehens es sorgfältig vermieden hat, persönliche Angelegenheiten zur Sprache zu bringen, vielmehr stets bedacht war, in sachlicher Weise ihre Stellung zu ver— treten, so nehmen wir um so lieber und so schnell als angängig die gegen die Dame ausgesprochenen Verdächtigungen zurück. Eine entsprechende Er⸗ klärung wird selbstverständlich auch in der nächsten Nummer der„Mitteld. Sonntagsztg.“ veröffentlicht werden. Gießen, den 21. April 1896. Die Redastion der„Mitteldeutschen Sonntag⸗-Zeitung“. euheten der Kasan, Herren- und Knaben-. S Confection.. Anfertigung 00 n a eh Maaß ·/ BGuckskin N. in deutschen und englischen Fabrikaten. e Spezialität: Kinderanzüge von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung in Sammt, Plüsch, Tuch und Buckskin. onfrmanden-Apnäge. 3538898888 S8 Schlagzither 1012 leichte, gebrau hte Oekonomiewagen billig zu kaufen gesucht. Offerten mit Preis- 3 a n r auf sogleich zu kaufen gesucht. Offerten mit angabe unter„Nr. 536“ an die Expedition[ Preisangabe an Fr. Schwan jr., 536 531 Wetzlar. dieser Ztg. — ö 8 fli t biiermoe 0 g flichtfeuer wehr. Die sämmtlichen Mannschaften der Pfliüht⸗ feuerwehr, mit Ausnahme derer des Jahrgangs 1869, werden hierdurch auf Dlenstag, den 28. April d. J., Abends 81, Uhr, nach„Oswalds Garten“ geladen, zwecks Ent- lassung „Eimer, Binde und Abdruck der Ortsfeuer- löschordnung sind zum Abliefern mitzubringen. Gießen, den 20. April 1896 Der Branddirektor. Schmandt. 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