ib zur g fue beit Dulen an 0 en eine Auge hier: erh ufihrung ell fischen Halse achtwelse Uu, hof un Erlaub⸗ en bot feln tler vor einem blat, sowie zur Jachshule haet; fribusbubirbun zur Perner. fenen Schacht gebühren. Gemeindeltantgr⸗ 1 Erlaubnis zu 1 um Erlaubniz b und um Ge⸗ falezung eihöhte ter asphalüig : Rechnung ig uud Gretestrahe der Hardt un kiftungsfestes dez * d, sowie meine Heutigen Hern b itte ich, dasselbe la:, t d empfehl meiner weltel oldwaaren prima Oudliil mit den erf in del Loge, del geht iu ven Lelegraphel, 0 a Uhren weldel den brouft in midi, Gießen, Freitag, den 22. Mai ische Landeszei fun 7 * usgabe Gießen. 4 5 J 5 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. N Expedition: reuzplatz Nr. 4. 8 Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. 24 Kreuzplatz Nr. 4. ——.— Die Fabrikinspektion 5 in Hessen. III. Ueber die Zahl der in Oberhessen belegenen Fabriken und der in denselben beschäftigten Arbeiter und Ar- leiterinnen giebt folgende Tabelle Aufschluß. — ͤ— Arbeiter. Arbeiterinnen. — E 5 1 2 5 is. 2— 2 über 16—21 . 2 8 8 21 Ihr.] Jahre 8 0 5 8 E alt alt E I 2 Hseßen 123 3909] 222[ 948[ 688[ 253 ö 15— 19 466 50 19 24 6 Bidiugen 25 539 54 11 18 4 Friedberg 93 843 61 46 92 18 175 25 18 284 20 60 27 2 Schotten 14 216 5 29 8 3 In Summa 294 5857 412 113[ 857 268 Ueber die Arbeitszeit sagt der Bericht des Fabrik⸗ ispektors:„Jede über eine gewisse Grenze hinausgehende Inanspruchnahme der Körperkräfte durch zu lange Dauer der Beschäftigung schädigt Leben und Gesundheit es Arbeiters. Demnach ist die Notwendigkeit der Lesetlichen Festlegung einer Maximalarbeitszeit auch für die erwachsenen männlichen Arbeiter kaum zu be⸗ stretten. Die einer gesetzlichen Regelung der Arbeitszeit aulgegenstehenden Schwierigkeiten sind keineswegs unüber⸗ windbar, erscheinen sogar geringer als diejenigen, welche B. die gesetzliche Durchführung der Sonntagsruhe ge⸗ loten haben dürfte. In allen, mindestens 20 Arbeiter beschäftigenden Fabriken, hat in Gemäßheit des§ 134 b Ziffer 1 eine Regelung der Arbeitszeit stattgefunden, und liese ist in nahezu 80 pCt. aller Fälle eine überein⸗ fümmende. Zwölfstündige Arbeitszeit, im Sommer von 6.—6 Uhr und im Sommer von 7—7 Uhr, mit ein⸗ flündiger Mittagspause und je einer halbstündigen Pause bor⸗ und nachmittags, bildet die Regel. Bei ununter⸗ brochen arbeitenden Betrieben tritt ein dementsprechender Schichtwechsel ein, wobei sich allerdings in einzelnen Fabriken übermäßige Arbeitszeiten bis zu 24 stündiger Dauer herausgebildet haben und fortgesetzt nen Gegenstand zur Beschwerde und Agitation bilden. Es soll jedoch nicht unerwähnt bleiben, daß in vielen Fällen diese übermäßig ausgedehnte Arbeitszeit bei Schicht⸗ vechseln durch die Arbeiter selbst mitveranlaßt ist, und es ich nicht lediglich um Anordnungen der betreffenden Unternehmer handelt. Die Motive der Arbeiter, sich der⸗ artigen übermäßigen Arbeitszeiten zu unterziehen, gehen teils aus der Absicht hervor, sich einen größeren Verdienst zu verschaffen, teils wird die längere Arbeitszeit als Mittel benutzt, da der Schichtwechsel in der Regel an Sonntagen eintritt, einen halben freien Sonntag mehr zu gewinnen. Der Zehnstundentag, unter Wahrnehmung der für die einzelnen Industrien erforderlichen speziellen Freiheiten, escheint als eine ohne große Schwierigkeiten durch⸗ Itführende Forderung und als eine Maßregel, welche zahlreichen, aus einer übermäßig ausgedehnten Arbeitszeit entspringenden, die Gesundheit der Arbeiter ge— fährdenden Mißständen entgegenzuwirken ge⸗ eignet ist. Sind doch zahlreiche Unglücksfälle mit Sicherheit auf eine verminderte Spannkraft des Körpers und im Nachlassen der vollen Aufmerksamkeit duch Ueberanstrengung bei übermäßiger Arbeitsdauer zu⸗ rickgeführt werden. Zur Begründung vorstehender Ausführung führe ich loch folgende Zahlen aus den diesjährigen mittelst Frage⸗ bogen vorgenommenen Erhebungen an. Es wurdeu 211 Fabriken mit mehr als 20 Arbeitern untersucht und dabei ermittelt, daß —— Geisterspuk. Humoreske von B. W. Zell. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Gnädiges Fräulein wollen uns schon ver⸗ lassen?“ sagte er bedauernd, mit einem hinreißen⸗ den“ Blick. „Ich bin ja noch nicht eingesegnet“, gab sie mit sdersagender Stimme zurück. Und daun, fürchtend, se würde wie ein rechtes Kind in lautes Schluchzen usbrechen, eilte sie hinaus. Das heißt— nicht anz hinaus— sie war Eva genug, um auf der Schwelle noch mit einem hastigen Blick zu erkunden, den der Lieutenant Marzahn eigentlich zu Tisch führe. Ah, eine schlanke, hochgewachsene Dame, in eren hochfrisiertem dunklen Haar ein Brillantstern nnkelte und die in ein leuchtendes rotes Seidenge⸗ band gekleidet war. Henni sank das pochende — 0 Derzchen noch mehr— wie kindlich unbedeutend er⸗ hien sie sich dagegen mit dem gelösten aschblonden Daar und den ewigen weißen Kleidern, die sie auf + Nama's Wunsch tragen mußte! Und dann saß sie schluchzend in ihrem Stübchen und lauschte angestrengt auf das surrende, schwirrende Heräusch, das ab und zu, wenn die Thüren zum Speisesaal geöffnet wurden, bis in ihre Abgeschieden— beit drang. Dazwischen Gläserklingen, Lachen und Plaudern— natürlich alles so sittsam gedämpft, —r!.— eine 12stündige absolute Arbeitszeit in 3 Betrieben „ W„„ 0 „10—10½,„„„ 152„ unter 10 26 1 stattfand. D. h. 84 pCt. sämtlicher Fabriken würden bei einer gesetzlich eingeführten 10stündigen absoluten Ar⸗ beitszeit in keiner Weise berührt werden, vorausgesetzt, daß für bestimmte Zeiten eine innerhalb gewisser Grenzen sich bewegende Ueberarbeit zugelassen würde.“ Ueber die Sonntagsarbeit lesen wir in dem Be— richt:„Seit dem 1. April 1895 ist durch Kaiserliche Verordnung vom 4. Februar 1895 die Sonntags- ruhe in Kraft getreten. Mit diesem Zeitpunkte haben sonach die gesetzlichen Bestimmungen der 8§8 105 b bis 105 der G.⸗O. und mit ihnen eine Bekanntmachung des Bundesrats Gültigkeit erlangt, welche auf Grund des § 105d der G.⸗O. erlassen worden ist und Ausnahme- bestimmungen von dem Verbote der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe enthält. Die Durchführung dieser vor⸗ stehenden Bestimmungen kann nach einer/ jährigen Beobachtungszeit noch nicht als eine vollständige betrachtet werden. Die durch die Ausnahmebestimmungen etwas komplizierte Gesetzgebung giebt häufig zu Mißverständnissen Anlaß, die wohl erst im Laufe der Zeit beseitigt werden können, sei es durch Belehrung oder Bestrafung. Soviel kann jedoch mit Bestimmtheit jetzt gesagt werden, daß in den größeren Betrieben aller Industriezweige die Sonn⸗ tagsruhe ohne Störungen des Betriebes durchführbar ist und nur in vereinzelten Fällen sich Schwierigkeiten heraus⸗ gestellt haben, auf die später näher eingegangen werden soll. Am raschesten sind die gesetzlichen Bestimmungen in denjenigen Betrieben zur Ausführung gebracht worden, für welche Ausnahmebestimmungen auf Grund des§ 105d erlassen worden sind. Hier hatte die Vorberatung der erforderlichen Erleichterungen klärend gewirkt und alsdann die scharf begrenzte Regelung der Sonntagsarbeit durch die bundesrätliche Bekanntmachung alle Zweifel beseitigt. Die Ueberwachung der gesetzlichen Bestimmungen be⸗ züglich der Sonntagsruhe in den der Gewerbeaufsicht unterstellten Betrieben kann bei der geringen Zahl von Aufsichtsbeamten von letzteren allein nicht durchgeführt werden. Dieselben müssen sich in der Hauptsache gelegentlich der Revisionen auf die Durchsicht der durch§ 105 Abs. 2 der G.⸗O. vorgeschriebenen Verzeichnisse beschränken und durch Befragen der Arbeiter und Arbeitgeber zu erfahren suchen, ob die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Da die Frage, ob die nach§ 105 e Abs. 1 Ziffer 3 und 4 der G.⸗O. bezeich⸗ neten Arbeiten zulässig sind oder nicht, kann nur nach den Eigentümlichkeiten des betreffenden Gewerbes und den speziellen Einrichtungen des Betriebes entschieden werden. Deshalb wird die Ueberwachung durch die unteren Polizei⸗ Organe und Aufsichtsbeamten oft notwendig werden. Auch in der Arbeiterschaft herrschen bis jetzt noch vollständig unrichtige Ansichten über die durch das Gesetz geschaffene Einschränkung der Sonntagsarbeit, wie dies aus zahl⸗ reichen Zuschriften, Zeitungsnotizen und direkten Aufragen hervorgeht. Aus diesem Grunde ist die Unterstützung durch die Arbeiterschaft selbst zur Durchführung der gesetz⸗ lichen Bestimmungen über Sonntagsruhe bis jetzt nicht erheblich gewesen.“ (Ein vierter Artikel folgt.) Lokales und Provinzielles. * Gießen, 21. Mai. Die heute Vor⸗ mittag durch den Divisions-Auditeur Wolff in Begleitung eines Lieutenants und eines Ge— freiten sowie unter Zuziehung des Kriminal— schutzmann Weiß im Tiefenweg vorgenommene Besichtigung der Lotz'schen Brandstätte hatte eine Masse Menschen herbeigelockt. In der Neu⸗ stadt hatte sich nämlich wie ein Lauffeuer das Gerücht verbreitet, der Brandstifter Keil würde persönlich an Ort und Stelle geführt. Gießen, 21. Mai. Der Personalbestand unserer Hochschule, welcher Ende dieses Monats im Druck erscheint, ist im nun begonnenen Som⸗ mersemester der Zahl der Hörer nach der größte, den die Ludoviciana überhaupt je erreicht hat. Bis jetzt sind 625 Studenten immatrikulirt. Der nächsthöchste Stand, den die Universität erreicht hatte war der des Sommersemesters 1887 unter dem Rektorat des Prof. Bostam mit 617 Hörer. * Gießen, 21. Mai. In dem geschlossenen Hof des Bergwerk-Comptoirs von Fernie fand vor einigen Tagen der Morgens öffnende Diener einen vollständig ausgeweideten Rehbock mit ab⸗ geschnittenem Gehörn. Der nachts frei umher⸗ laufende Hofhund hatte sich schon in der Frühe ein gutes Frühstück aus dem Hinterschlägel des Wildes zu Gemüt gezogen. Der Polizei ist von dem Fund 110 erstattet. Gießen, 21. Mai. Nach Mitteilung von einem unserer beschäftigten Aerzte liegen in unserer Stadt annähernd an 1000 Kinder an den Masern krank darnieder, doch hat die Krank— heit im Allgemeinen einen gutartigen Charakter. * Gießen, 21. Mai. Die gestrige Gala⸗ Eröffnungs-Vorstellung im Zirkus Drexler war sehr gut besucht. Die darge⸗ botenen Leistungen verdienten das allerdings auch, denn sie übertrafen alle Erwartungen. Das Pferdematertal ist ein prächtiges. Ebenso überraschte allgemein die Eleganz der Kostüme. Jeder Vergleich mit ähnlichen Instituten, die früher unsere Stadt besuchten, fällt entschieden zu Gunsten des Zirkus Drexler aus. Es ist in diesem Zirkus alles neu und originell. Das gilt nicht nur von der Art, wie hier in Frei⸗ heit dressirte Pferde vorgeführt werden, wie hier die hohe Schule geritten wird, sondern das gilt auch von den auftretenden Gym— nastikern und Jongleuren. Mit ganz be⸗ sonderem Beifall wurde Herr Direktor Drexler bedacht für die Vorführung eines Monstre⸗ Tableaus mit 25 Hengsten. Ebenso bei⸗ fällig aufgenommen wurden die graziösen Leistungen des Balletkorps und der Serpen⸗ tintanz der Signorita Stefani de la Plata. Wenn wir außerdem noch feststellen, daß auch die auftretenden Clowus und„dummen Au guste“(4 Stück) wirklich Vorzügliches leisten und sich sehr vorteilhaft von ihren Kollegen unterscheiden, so können wir wohl den Besuch des Zirkus Drexler bestens empfehlen. * Gießen, 21. Mai. Die in Newyork er⸗ scheinende Hessen-Darmstädter⸗Zeitung veröffent⸗ licht den Aufruf des Vereinigten Staaten Glei⸗ berg⸗Komitees zur Zeichnung von Beiträgen für die Renovierung und Erhaltung der Burg Glei⸗ berg und zeichnet als Anfang selber für den ersten in Amerika erworbenen„shaxe“ 5 Dollar. Unsere deutschen Landsleute werden uns fraglos in ihrer Generosität für die ein Jahrtausend alte Burg beschämen. Es wäre recht sehr zu wünschen, daß dem Gleibergverein auch aus dem engeren Vaterlande eine kräftigere pekuniäre Unterstützung zu Teil werde, sei es durch Er— werbung von Anteilscheinen durch Beitrittser⸗ klärung als Mitglied, oder durch Zuwendung von Geschenken. Viel ist zwar mit den beschei⸗ denen Mitteln über die der Gleibergverein ver⸗ fügt geleistet, aber noch bleibt viel zu thun übrig, an dessen Ausführung der Verein nicht denken kann, wenn nicht ausgiebigere Mittel ihm zu⸗ fließen. *Salzhausen, 20. Mai. Welchen Einfluß das Hegen der Singvögel auf den Obst⸗ segen hat, sieht man alljährlich an den hinter dem hiesigen Kurpark gelegenen Baumfeldern. Die in dem Park gehegten Vögel halten die Bäume so rein, daß dot alljährlich eine reiche Ernte gemacht wird. Besonders haben in diesem Jahre die Besitzer der Baumfelder beobachtet, wie die Meisen die Bäume fortwährend von den gefährlichen Rüsselkäfern gesäubert haben. In die Bahnlinie sind hier 29 der schönsten Bäume gefallen, für welche eine hohe Vergütung gezahlt wurde. Von der von anderwärts her gemeldeten Maikäferplage verspüren wir hier nichts; nur als Seltenheit bemerkt man zuweilen das Insekt. — Für den Besuch des Bades gewährt auch dieses Jahr die Oberhessische Bahn Fahrver⸗ günstigungen. Worms, 19. Mai. Die Leiche des Kaufmanns Arzt, der wegen unglücklicher Liebe den Tod im Wasser gesucht hat, wurde heute früh am Rhein geländet.— Auch die Leiche des 18jährigen Fabrikarbeiters Heinrich aus Leiselheim, der seit einiger Zeit verschwunden war, ist gestern geländet worden. * Worms, 20. Mai. Wie der„D. Ztg.“ gemeldet wird, nimmt die Untersuchung gegen einen in Haft befindlichen Rentner E. einen größeren Umfang an als man ursprünglich glaubte. Derselbe soll gewerbsmäßige Wucher⸗ geschäfte betrieben und augenblicklich in Not geratene kleinere Leute auf schändliche Weise aus⸗ gebeutet haben. Bei der Untersuchung soll sich herausgestellt haben, daß sein Vermögen nicht ganz versteuert war, sodaß er auch nunmehr wegen Steuerdefraudation belangt werden wird. Mainz, 19. Mai. Am 23. März hat der 19 jährige Gärtner Joh. Bapt. Hink aus Kastrop an der Erbenheimer Straße ohne alle Veran⸗ lassung auf eine Gruppe junger Leute geschossen. Die Ladung Schrot traf den Taglöhner Otto Müller so unglücklich ins Gesicht, daß dieser er⸗ blindet ist. Das hiesige Landgericht verur⸗ teilte den Thäter wegen seiner entsetzlichen Roh⸗ heit zu 3½ Jahren Gefängnis. * Mainz, 20. Mai. In der gestrigen Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Rheinhessen wurde einer gewerbsmäßigen Heirats⸗ vermittlerin auf Grund des Art. 35 der Gewerbeordnung verboten, für die Folge das Heiratsvermitteln gewerbsmäßig auszuüben. Die Frau, die bereits wegen Kuppelei bestraft ist, hatte bei dem Gericht zu Mannheim mehrere Klagen wegen Auszahlung von Provision für Heirathsvermittelungen anhängig, wodurch die hessische Behörde Kenntnis von ihrem Treiben erhielt. In Rheinhessen können solche Forde⸗ rungen nach dem bestehenden Recht überhaupt nicht eingeklagt werden. — — ͤ— wie es sich in feierlicher Abfütterungsgesellschaft in Gegenwart des Kommandeurs und der noch allge— waltigeren Kommandeuse gehört. Und Henni sah immerfort Lieutenant Marzahn vor sich, wie er mit schmeichelnden Blicken eine blendende Nachbarin um— koste und seine schönen Angen nicht von ihrem dunklen Haar und den schneeigen Schultern wandte, die wie Marmor aus dem roten Seitenkleid hervor— geleuchtet hatten. Diese Vorstellungen ließen das grollende Backfischlein nicht mehr los, machten es närrisch und schließlich ganz rabiat. Tolle Gedankeen wirbelten im erregten Hirn unter den blonden Haaren und endlich durchzuckte eine erlösende Idee das wirre Denken— ja, ja, das war ein Ausweg! Der hübsche Lieutenant mit den verführerischen Augen sollte sich jedenfalls nicht mehr an der Schön— heit seiner Nachbarin berauschen! Henni fuhr auf, eilte zur Thür und öffnete sie geräuschlos. Draußen im hell beleuchteten Gange kein Mensch und hier in der Nische, dicht neben ihrer Thüre der Gasometer mit dem Hauptkrahn. Sie fliegt dorthin, zögert nur noch einen Moment hochklopfenden Herzens und dann, als sie das Knarren einer Thür zu vernehmen glaubt, ein schneller Griff mit der zitternden kleinen Hand— nachtschwarze Finsternis breitet sich um sie her. Nun schnell in ihr Zimmer zurück, die Kleider vom Leibe gehastet und dann husch ins Bett und die Decke über den blonden Kopf, damit die arge Misse⸗ thäterin nur garnicht vernimmt, welche Folgen ihr boshaft kindischer Streich nach sich zieht! Im Speisesaal drinnen hatte sich die Stimmung der heiteren Tafelrunde von Gang zu Gang ge— steigert, denn das Essen war gut und die Weine noch desser. Major Klencke's hatten sich somit bei den Kameraden in der Residenz auf's Beste einge— führt und die kritischen Blicke der Frau Oberst wurden milder und milder. Das Hoch auf Majestät war vorschriftsmäßig nach der Suppe vom Kom⸗ mandeur ausgebracht, der Hausherr schloß nach dem zweiten Gange das auf die Gäste an und hatte nun soeben auf die Damen getoastet, sich dabei ver— bindlich vor der Frau Kommandeuse neigend und ihr sein Glas zum Anklingen darreichend. Die Herren hatten sich erhoben und vor jedem Gedeck strebten eine zarte weibliche und eine kraftvolle männliche Hand, die Gläser umspannend, einander entgegen, um einen schönen Zweiklang zur Ehre der Frauen zu erzielen, als plötzlich alle Lichtströme versiegten und tiefste Finsternis liebevoll die gleißende Prunktafel nebst sämtlichen einanderzustrebenden Männlein und Weiblein umschloß. Erst lautlose Stille, denn schreckvolle Ueber— raschung hält Sprache und Bewegung gefesselt; dann wirrer Tumult, Ausrufe des Staunens und der Frage, dazwischen Lachen und Necken vom jungen Völkchen, das den Ernst der Situation und ihre Peinlichkeit für die Gastgeber nicht begreift oder be— greifen will. Dann Gläserklirren und Sprühfunken von Weintropfen— an einigen Tropfen haben sich die entgegenstrebenden Gläser doch berührt, aller⸗ dings in allzu kräftigen Anprall, dem sie nicht Stand halten und nun werden auch Schreckensrufe laut:„Mein Kleid— um Gotteswillen, das Naß ergießt sich über mein Kleid!“ Major Klencke findet zuerst seine Geistesgegen— wart wieder.„Ich bitte meine hochverehrten Gäste, ruhig auf ihren Plätzen verharren zu wollen— es wird sogleich Licht geschafft werden— eine unbe⸗ greifliche Kalamität mit dem Gas— Kühlke und Lischinski, bringen Sie schleunigst Lampen und Lichter herbei.“ So schallt seine dröhnende Stimme durch die Dunkelheit. Die Frau Majorin ist halbtot. Das muß in ihrem Hause passieren und bei der ersten Gesell⸗ schaft! Als ihr Gemahl von Lampen spricht, zuckt sie zusammen— du lieber Gott, in welchem Haus. halt sind denn Lampen vorhanden, oder doch in brennfähigem Zustande, wenn vom Salon bis zum Leutezimmer alles durch Gas beleuchtet wird! Und Lichte— soviel sie fich erinnert, ist auch davon zufällig kein Vorrat im Hause. Sie erhebt sich, der Tafelsitte zum Trotz, um selbst nachzu⸗ sehen. (Fortsetzung folgt.) —— Vermischtes. — Selbstmord eines Liebespaares. Im Dorfteiche zu Döntschen in Sachsen suchte ein Liebespaar Der junge, ungefähr 20jährige Mann wurde als der beim dortigen Bäcker in Stellung sich befindende Geselle erkannt, während das 18 Jahre Mädchen in Schmiede⸗ nit tadel⸗ gemeinsam den Tod. alte, aus Reichenbach i. V. gebürtige berg bedienstet war. losen schwarzen Kleidern— bedauernswerthen That. Am Hut des Jünglings, darunter Eltern und Geschwister, in welchen er Nicht⸗Einwilligung der beiden jungen Leute in — Mysteriöse Flammen. von Epernay und Rheims Bevölkerung des Städtchens Ort auf einem Vulkan stehe, anfängt. In der letzten Zeit reich verschiedene Formen von sehen aber keinen Vulkan. des kleinen Ortes von faßt worden zu sein. eine Reihe kleinerer Brände, festgestellten Ursachen aufeinander folgten. Patrie faßt die Thatsachen, in größter Aufregung. welche vom Pflaster Korinthen verzehrte. einem Laden in Brand geraten. Vergebung von Vauarbeiten. (Schlosserarbeit). Die für den Neubau des hygienuischen Instituts in Gießen erforderlichen Schlosser⸗ arbeiten sollen zusammen oder in drei Loose geteilt auf dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Der Hauptsache nach enthält: Loos 1. Beschlag von 4 äußeren Eingangs⸗ thüren, desgleichen von 5 Glasabschlüssen mit Pendelthüren, 21 m eisernes Treppen- geländer. Loos 2. Beschlag von ca 50 Zimmerthüren, Bretter⸗ und Lattenthüren, Z eiserne Ober⸗ lichtkonstruktionen. Loos 3. Beschlag von 3 äußeren Eingangs⸗ thüren, 3 inneren Thülren, 1 Schiebethür, eiserne Fenster⸗ und Maschengitter, 3 eiserne Thülren, 4 eiserne Fenster, eiserner Mülllgrubendeckel u. s. w. Bezüglich der Bedingungen für die Bewer- bung um diese Arbeiten und ihre Ausführung wird auf den Erlaß Großh. Ministeriums vom 16. Juni 1893 verwiesen. Die Angebotunterlagen können in dem Amts⸗ lokal unterzeich neter Behörde, Goethestraße 52, eingesehen werden, woselbst auch das Angebots- formular abgegeben wird. Die Angebote sind bis Montag, den 3. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, ein⸗ zureichen, zu welchem Termin deren Eröffnung erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen Gießen, den 18. Mai 1896. Großherzogliche Baubehörde für die Universitäts⸗Neubauten zu Gießen. J. V: Paul, Großh. Reg.-Baumeister. Stadl. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfund 40 Pfg. ypothek.⸗ Kapital. Die Beleihung von Grundstücken, Häusern, Hofraiten, Gütern, Mühlen, Fabriken für Gießen und Umgegend bis zu 70—73 9% des ortsgerichtlichen Taxwertes zu 4„%(von Seiten der Darleiher unkündbar) vermittelt unter den billigsten Bedingungen 529 H. C. Werner, Eichgärten Nr. 10. Vache⸗ und Riemenleder⸗Zurichter, sowie Niemen⸗Sattler sucht gegen hohen Lohn 665 With. Heinr. Philippi, Offenbach a. M. 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Die Avize bildet sich ein, daß ihr welcher plötzlich auszubrechen konnte man wohl in Frank- Hallueinationen ausbrechen Heute scheint die Bevölkerung einer solchen Hallucination er⸗ Verursacht wurde dieselbe durch die seit acht Tagen aus nicht Berichterstatter welche er an Ort und Stelle erhoben hat, folgendermaßen zusammen:„Ich fand Avize Sonntag um 6 Uhr Morgens brach in der Fabrik von Notredame eine Flamme hervor, ausging und mehrere Säcke Von Zeit zu Zeit, seit einer Woche ungefähr, wollen Leute beobachten, daß Flammen aus dem Boden oder dem Mauerwerk steigen, alles verkohlend oder verbrennend. Bei einem Kaufmann haben sich Kasten an den Füßen entzündet, Donnerstag sei ein Sessel in In derselben Nacht habe man eine starke Flamme aus dem Steinpflaster her⸗ vorkommen sehen, in einem Stalle sei Feuer die Wand empor gegen den Plafond hinaufgezüngelt und habe Brett, welches zwei Meter hoch fixirt war, ergriffen. Der leiten Erhebungen ein, Hallucination vorliegt, von welcher gesteckt ist.“ Immer der Gleiche. gehen Sie denn heute ohne nasiallehrer:„Ja, meine Frau hat Stadtarchitekt van Epernay sowie die politische Behörde die bisher ohne Man erwartet jetzt die Ankunft des Minen⸗Inspektors, welcher die Sache untersuchen und feststellen soll, daß eine ganze Ort an⸗ der Profess Gattin spazieren? heute Braten anbrennen lassen, und da muß sie nun zu Hause bleiben und eine Strafarbeit macheu.“ Erfolg waren. or:„Warum — Gym⸗ Mittag den Hd. Budapest, (Fl. Bl.) Kaufmann Neuest. Nachr.“ dafür vor, daß der Plan zwischen verstanden waren. Parlamentariern, machen wollen, Rhodes nicht fallen läßt. mit und ein Heizer. 11 Personen. das Hospital nach Rüdesheim selbe beurlaubt war. nicht aufgeklärt. 5 Hd. Wien, 21. Mai. ein des fortschrittlichen Cecile Rhodes und Ende 1894 in allen Teilen vorbereitet war und daß zwei andere Direktoren der Charterade Company damit ein⸗ Die bezüglichen Do⸗ kumente befinden sich in Händen von die davon Gebrauch wenn Chamberlain Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 21. Mai. Wie die„Berl. aus London melden, liegen in Sachen der Transvaal⸗Expe⸗ dition heute dokumentarische Beweise zum Ueberfall Beit schon Hd. Aßmannshausen, 21. Mai. Es steht fest, daß bei dem gestrigen Schiffsunglück acht Personen tödtlich verunglückt sind, nämlich Kapitän Gilden und Frau aus Worringen, zwei Steuerleute, zwei Maschinisten, ein Matrose Die Besatzung bestand im Ganzen aus Gerettet wurden zwei, davon blieben ein Matrose unverletzt, ein anderer wurde verletzt und in gebracht. wird vermißt, indem man nicht weiß, ob sie sich zur Zeit der Katastrophe auf dem Schiff aufgehalten hat, da die⸗ Die Ursache der Explosiou ist noch Die liberalen Bezirks⸗ Schulräte beschlossen gestern, der Aufforderung Partei⸗Vorstandes, Hd. habe. Jugend regung geraten. werden abgehalten sich vorbereiten. folgendes lischer Unterhändler gereist, Eine Person schließen. ihre Mandate wegen des antisemitischen Gemeinde⸗ rates niederzulegen, nicht Folge zu leisten. Sollte der Vorstand auf seinem Beschlusse beharren, so werden die Schulräte aus dem liberalen Partei⸗ verbande austreten. Das Ultimatum wird heute der liberalen Parteileitung übermittelt. gemeldet wird, verurteilte der Gerichtshof in der Fahnenaffaire einen Bezirksgerichtskanzlisten, einen und einen Kassierer zu je sieben Monat Gefängnis und 300 Gulden Geldstrafe. Hd. Triest, 21. Mai. Gestern trafen hier 344 Personen zu Schiff in erster Klasse aus Alexandrien ein, welche wegen der Cholera von dort geflüchtet sind. Paris, 21. Mai. behauptet, der Besuch, welchen der Prä⸗ sident Faure der Kaiserin⸗Witwe von Rußland an der Grenze abgestattet, habe den Zweck gehabt, die Verstimmung zu beseitigen, welche infolge der ungeschickten Politik des Kabinetts Bourgeois zwischen Frankreich und Rußland Platz gegriffen Hd. Paris, 21. Mai. 2 ist infolge der Veröffentlichung des Briefes des Herzogs von Orleans in große Auf⸗ und große Ereignisse sollen Hd. Paris, 21. Telegramm aus Liverpool. um mit diesem und den anderen Häupt⸗ lingen des Hinterlandes der Goldküste im Namen der englischen Regierung einen Vertrag abzu⸗ Hd. Paris, 21. Mai. wird gemeldet, daß die französische Regierung, nachdem sie die Auslieferung Friedmanns an die deutschen Behörden zugestanden, bereits 21. Mai. Wie aus Lugos 26. samen Der Gaulois Weisung an den Magistrat und die Polizeibe⸗ hörde bezüglich der Beförderung Friedmanns an die deutsche Grenze gegeben hat. Hd. Paris, 21. gierung hat einen Brief vom Kardinal Rampolla erhalten, in welchem der Vatikan seine Ein⸗ willigung zur Poubelle als Gesandter beim Vatikan ausspricht. Hd. Paris, 21. schlagen eine allgemeine Beflag gung für den Mai, den in Moskau, vor. Hd. Belgrad, Tourist Ernst Russinger wurde an einer ein⸗ Stelle eines len, seiner Baarschaft sowie Uhr und Kette beraubt. Der Polizei gelang es, die Räuber zu verhaften. überfal Mai. Die französische Re⸗ Ernennung des Seine⸗Präfekten Mai. Einige Blätter Tag der Krönungsfeierlichkeiten 20. Mai. Der deutsche arkes von 2 Individuen Gottes dienst der isr. Religionsgesellschaft. Freitag Abend 7.30 Uhr. Samstag Vormittag 8.00 Uhr. Nachmittag 4.00 Uhr. Sabbathausgang 9.10 Uhr. Nachmittag 3.15 Uhr Schrifterklärung. Wochen⸗ gottesdienst Morgens 6.00 Uhr, Abends 7.00 Uhr. Die royalistische Zahlreiche Versammlungen Gottesdienst in der Synagoge. Vorabend 7.30 Uhr. mittags 4.00 Uhr. Samstag, den 23. Mai. Morgens 8.30 Uhr. Sabbathausgang 9.00 Uhr. Nach⸗ Mai. Die Times erhalten Ein eng⸗ ist zum König Samony ab⸗ Aus Bordeaux Am 19. Mai. Marie Lampus, geb. Sann, 43 Jahre alt, Ehefrau von Schlosser Georg Lampus dahier, Seltersweg 30. Die Beerdigung findet Freitag, den 22. d. M., Nachmittags 6 Uhr, von der neuen Klinik aus statt. eee— 2 Sterbefälle. Gießen. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in 2 Otto Bezugnehmend auf Otto W᷑ das Geschäft dem geschätzten Publikum von alten Kundschaft mein in allen beamten die berühmte deren alleinige Vertretung mir übertra unter schriftlicher Garantie abgegeben. aufs Gewissenhafteste ausgeführt. 620 Dem geschätzten Publikum von Gieß werten Kundschaft die ergebene Mitteilung, d Wilhelm Schmidt habe. mein Unren- Geschäft übertragen bestens dankend, bitte ich, dasselbe Foiür das mir geschenkte Wohlwollen auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. 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