Gießen, Mittwoch, den 21. Oktober 1896. Ausgabe ische Landeszeitung. Gießen. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. Tage nach Sonn- und Feiertagen. 5 2 pedition: arena Nr. 4. okales und Provinzielles. * Gießen, 20. Oktober.(Dienst nach- richten.) Am 26. September wurde der von dem Fürsten zu Ysnburg und Büdingen auf die 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hain⸗ Gründau, Kr. Büdingen, präsentierte Schul⸗ amtsaspirant Ludwig Metz aus Nordheim, Kr. Bensheim, für diese Stelle bestätigt; an dem⸗ selben Tage wurde der Lehrer am Realgymna⸗ stum und an der Realschule zu Mainz, Georg 1 Eck, zum Lehrer an dem Schullehrerseminar zu t, 3 uhr. uf dem Baby r Großhergeg den und da Kaiser kühn, it den preuß. dann im ze em neuen J Bahnhof nich burg, Vauntn. b 1 „ Otmam, dhe Har he 1 eu gat? auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner erer innigst ne Teilnahme Freundschaft unsern berz- 1230 Familie Gemeindeschule zu Ra Friedberg unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer, mit Wirkung vom 16. Ok⸗ tober an, ernannt; an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Schäfer aus Trais⸗Münzenberg, Kr. Friedberg, die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Selters, Kr. Büdingen, übertragen; am 3. Oktober wurde der Schulamtsaspiraut Samuel Joseph aus Lampertheim zum Lehrer an der Erweiterten Volksschule zu Wörrstadt, unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer mit Wirkung vom 1. Oktober an, an demselben Tage wurden die Forstwartaspiranten Theodor Damm aus Bechenheim zum Forstwart der Forstwartei Kelsterbach, Oberförsterei Mönchhof, und Jakob Frank aus Schotten zum Forstwart der Forstwartei Bechenheim, Oberförsterei Alzey, beide mit Wirkung vom 16. Oktober an, er⸗ nannt; am 8. Oktober wurde dem Schulamts⸗ aspiranten Friedrich Rieß aus Neu⸗Bamberg, Kr. Alzey, die 2. Lehrerstelle an der Gemeinde⸗ 1 schule zu Froschhausen, Kr. Offenbach, übertragen.— Ruhestandsversetzungen. Am 16. September wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Pfungstadt, i. Kr. Darmstadt, Ludwig Leonhard Martin auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr als 50 jährigen treuen Dienste, am 9. Oktober wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Harheim, in Kr. Friedberg, Friedrich Quirin mehr als 50 jährigen treuen Dienste, mit Wirkung etzt.— Erledigt sind: die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde⸗ schule zu Dars berg, i. Kr. Heppenheim, mit einem jährl. Gehalt von 900 Mark. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden; die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Steinbuch, i. Kr. Erbach, mit einem jährl. Gehalt von 900 Mark. Dem Grafen zu Erbach⸗Fürstenau steht das Präsenta⸗ tlonsrecht zu derselben zu; eine mit einem ev. 1 16. Oktober an,— in den Ruhestand ver⸗ Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde⸗ schule zu Bleichenbach, i. Kr. Büdingen, mit einem jährl. Gehalt von 900 ,; die mit einem ev rer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge⸗ mendeschule zu Bechenheim, i. Kr. Alzeh, 0 mit einem jährl. Gehalt von 900% Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden; die mit einem ev. Lehrer zu 1 Lehrerstelle an der ertshausen, i. Kr. Gießen, mit einem jährl. Gehalt von 900 A eine mit einer ev. Lehrerin zu besetzende Lehre⸗ rinnenstelle an der Gemeindeschule zu Gries⸗ heim, i. Kr. Darmstadt, mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalt von 1000— 1200 /. jährl.; eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Unter⸗Schönmattenwag, i. Kr. Heppen⸗ heim, mit einem jährl. Gehalt von 900; die mit einem kath. Lehrer zu besetzende 2. Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Unter⸗Ham⸗ bach, i. Kr. Heppenheim, mit einem jährl. Ge⸗ halt von 900, die mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gadern, i. Kr. Heppenheim, mit einem jährl. Gehalt von 900 l. Gießen, 20. Okt. Der Verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend hält am Mittwoch, den 21. Oktober, Nachmit⸗ tags 3½ Uhr, im„Hotel Einhorn“ eine außer⸗ ordentliche Generalversammlung ab. In derselben wird Herr Otto Hartmann, Obermeister der Berliner Gastwirtinnung, einen Vortrag halten über„die Bestrebungenund Ziele der Innungen speziell des Gast⸗ wirt⸗ Gewerbes“. * Gießen, 20. Oktober. Gestern Abend fand im Saale des Hotel Restaurant„Zum Einhorn“ hierselbst eine gut besuchte Versammlung des „Vereins der Detaillisten zu Gießen“ statt, in welcher die von der Kommission vorge⸗ schlagenen Statuten beraten und genehmigt wurden. Der Zweck des Vereins ist: die Ver⸗ tretung der Interessen des Detaillistenstandes, sowie die Bekämpfung des unlauteren Wettbe⸗ werbes im Detailhandel. Die Interessen des Standes sucht der Verein wahrzunehmen durch Beratung und Vorträge über alle Fragen, die für das Detailgeschäft von Bedeutung sind, durch Besprechung und Kundgebungen bei beab⸗ sichtigten gesetzgeberischen Maßnahmen die Handel und Verkehr im allgemeinen und das Detailgeschäft im besonderen betreffen, sowie durch Beteiligung an den Wahlen zur Handels⸗ kammer. Gegen den unlauteren Wettbewerb und schmutzige Konkurrenz soll vorgegangen werden, durch direkte Einwirkung auf die Kaufleute selbst, oder durch Aufklärung des Publikums mittels öffentlicher Kundgebungen, eventuell durch ge⸗ richtliche Klagen auf Grund des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Außer den Detail⸗ listen von Gießen kann jeder Nicht- Detaillist, welcher die Absichten des Vereins zu fördern beabsichtigt, unterstützendes Mitglied werden. Es wurde aus der Mitte der Versammlun allgemein anerkannt, daß die Vereinigung auch für unsere Stadt ein dringendes Bedürfnis sei und daß zu wünschen wäre, wenn sich alle unsere Handeltreibenden ihm anschlössen. In den Vor⸗ stand wurden gewählt: Nathan Stamm, Wilh. Herbert, Otto Schmidt, Carl Röhr, Adolph Müller, D. L. Fuhr, Ernst Balser, Robert Imhäuser, Heinrich Rübsamen, A. Holterhoff und M. Kaan,(Weimersheim Nachfolger.) Die Aemterverteilung hatte folgendes Resultat 1. Vor⸗ sitzender: Erust Balser, 2. Vorsitzender: Wilhelm Herbert, Schriftführer: Carl Röhr und Otto Schmidt, Rechner: A. Holterhoff. * Gießen, 20. Okt.(Stadttheater.) Wir machen an dieser Stelle nochmals auf die heutige Aufführung des Lustspiels„Gräfin Fritzi“ von Blumenthal aufmerksam.— Wie Uns aus dem Theater-Bureau mitgeteilt wird, werden am nächsten Sonntag die Schlierseer ihre Gastspiele beginnen. * Gießen, 20. Okt. Der Pächter der Jagd des Bergwerkswaldes hat in vergangener Woche dortselbdst Fasanen aus gesetzt. Man hofft dieses edle Wild dort einzubürgern. Rg. Lang⸗Göns, 20. Oktober. Etwas in Lang⸗Göns noch nicht Dagewesenes ist gestern passiert. In einer öffentlichen Volksver⸗ sammlung hat ein leibhaftiger Sozial- demokrat 1¼ Stunden sprechen können, ohne daß er von der Versammlung unterbrochen worden wäre. Der sozialdemokratische Reichs⸗ tags⸗Kandidat Scheidemann in Gießen hat das Kunststück fertig gebracht. Die Versammlung war auf 9 Uhr anberaumt. Als der ange⸗ kündigte Redner den Saal des Herrn Wenzel (Gambrinus) betrat, war der Versammlungs⸗ raum schon bis auf das letzte Plätzchen gefüllt. Nach wenigen Minuten war auch der Platz vor der Saalthür dicht besetzt, Sitzplätze gab es nicht mehr. Ein mit Herrn Scheidemann erschienener, uns unbekannter Herr eröffnete die Versammlung, mußte aber auf Verlangen den Vorsitz sofort abtreten an zwei hiesige Einwohner, hervor⸗ ragende Mitglieder der deutsch⸗sozialen Reform⸗ partei. Es wurde nun dem Redner das Wort erteilt, jedoch mit dem Hinweis, daß er weder eine Person, noch eine Partei angreifen dürfe, sonst würde ihm das Wort entzogen, eventuell die Versammlung aufgelöst. Unter größter Aufmerksamkeit der Versammlung begann der Redner zu sprechen. Daß er keine Person angreife, sei selbstverständlich, daß er aber keine den Sozialdemokraten feindliche Partei schonen werde, sei ebenfalls selbstverständlich. Wozu denn der Wahlkampf, wenn man nicht die Fehler der Gegner beleuchten dürfe? Unter lautloser Stille der Versammlung sprach Herr Scheidemann dann volle 1¾ Stunden. Er kennzeichnete zunächst die Nationalliberalen und Freisinnigen und kritisierte dann in denkbar schaͤrfster Weise die deutsch⸗soziale Reformpartei. Aber das Unerwartete geschah: man ließ den Redner völlig ungestört. Und als der Referent mit der Aufforderung schloß, keinen National⸗ liberalen, keinen Freisinnigen und keinen Reformer zu wählen, sondern einen sozialdemokratischen Stimmzettel in die Wahlurne zu werfen, da wurde sogar lebhaft applaudiert. In der Dis⸗ kussion nahm Herr Gutspächter Fleischhauer das Wort, der von den Reformern bei den letzten Landtagswahlen als Kandidat aufgestellt war. An der Hand des von den Sozialdemo⸗ kraten herausgegebenen Flugblattes suchte er nachzuweisen, daß der seitherige Reichstagsabg. Herr Köhler so gut, wie es möglich gewesen, seine Pflicht erfüllt habe. Wenn er bei 46 Ab⸗ stimmungen im Reichstag nur 9 Mal anwesend gewesen, also 37 Mal gefehlt habe, so erkläre sich das daraus, daß Herr Köhler ein viel⸗ beschäftigter Mann sei. Er habe am 1. Mal die e in Langsdorf übernommen und sich als deutscher Mann gesagt, wenn du eine solche Verpflichtung übernimmt, so mußt du ste auch gewissenhaft ausfüllen. Außerdem sei Herr Köhler vielmals durch die hesstschen Landtags⸗ sitzungen abgehalten worden, nach Berlin zu gehen. Im übrigen habe es wohl auch manch⸗ mal am nötigen Geld gefehlt, denn die anti⸗ semitischen Abgeordneten erhielten keine Diäten. Herr Fleischhauer war dem sozialdemo⸗ kratischen Kandidaten Scheidemann nach keiner Richtung hin gewachsen; die hiesigen Re⸗ former hätten jedenfalls besser gethan, sich einen gewandteren Diskusstonsredner kommen zu lassen. In seinem Schlußwort sagte Scheidemann u. A., die Uebernahme eines Reichstagsmandats schließe doch auch Verpflichtungen den Wählern gegen⸗ über ein. Wenn die vielen Aemter es Herrn Köhler nicht gestatteten, nach Berlin zu gehen, so müsse er eben auf ein Reichstagsmandat ver⸗ zichten. Die Wähler können es unter allen Umständen verlangen, daß ihre Vertreter auch im Reichstag ihre Interessen wahrnehmen.— Da der Zug nach Gießen 11,06 Uhr abends abgeht, so verließ Herr Scheidemann 5 Minuten vor 11 Uhr den Saal, da von zuständiger Seite erklärt wurde, daß die Versammlung um 11 Uhr geschlossen werden müsse.— In kurzen Worten erzählte vor Schluß der Versammlung Herr Spengler und Photograph Boller noch seine angeblichen Erlebnisse unter den Gießener Sozial⸗ demokraten in einer dortigen Fabrik. Mit einem Hoch auf den Kaiser, Großherzog und Herrn Köhler schloß er die Versammlung. * Lauterbach, 20. Oktober. Nachdem das Projekt der Nebenbahn Lauterbach Grebenhain—Crainfeld fertiggestellt ist, hat das hiesige Kreisamt durch Großh. Ministe⸗ rium der Finanzen Auftrag erhalten, alsbald mit den Gemeinden und sonstigen Interessenten der Bahn in Verhandlungen wegen deren for⸗ meller Verpflichtung zur kosten⸗ und lastenfreien Geländestellung einzutreten. „Groß Gerau, 19. Oktober. Auf einer Jagd wurde am Samstag ein elfjähriger Knabe durch einen Landwirt aus Crumstadt aus unmittelbarer Nähe erschossen. Der un⸗ glückliche Jäger hat sich aus Furcht vor Strafe erhängt. * Mainz, 19. Okt. Ueber die 91 80 heit der Eingemeindung der Stadt Kastel in Mainz ist in hiesigen Blättern zu lesen:„Auf einem Umweg erfahren wir, daß das Projekt, die Schleifung der überflüssig gewordenen Kasteler Festungswerke und die Eingemeindung von Kastel in Mainz betr., darauf hinauslaufen soll, daß die Stadt Mainz das in Kastel fret —ů Zwischen Liebe Roman aus dem australischen Buschleben von G. Löffel. (Fortsetzung.) Die erforschten Hütten⸗Ruinen fand ich unbe⸗ wohnbar. Das morsche Gebälk und die zersprungenen Mauern drohten mit Einsturz. Fledermäuse flatterten da ein und aus. Die grünlich ⸗schillernden Augen von wilden Katzen starrten aus dem Dunkel mich an. Sicher hausten hier auch Schlangen und Skor⸗ pione, diese gefährlichsten Hausgenossen des austra⸗ lischen Buschmannes. 5 Wahrlich, hier fühlte man sich dem Tod näher, man spürte seinen kalten Hauch. 0 Modergerüche strömten über mich hin, und vom Nachtwind bewegte gespenstische Schatten huschten hierhin und dorthin, gleichsam, als tanzten sie einen wilden Reigen, um den frechen Eindringling zu schrecken und zu verscheuchen. Ich richtete mein Augenmerk Gruben, deren Tiefen und unsichtbaren wieder auf die Gründe ich bdiaurch hineingeworfene Steinchen zu erforschen suchte. Die Mehrzahl waren offene Tagebaue, doch gab es auch Minen⸗Schachte von großer Tiefe. n einigen fand ich Wasser, das hier den Sommer überdauerte in den meisten einen schlam⸗ migen Untergrund. Wiasser brauchte ich für mich und mein Pferd. wenn ich hier bleiben wollte, aber ob das Wasser bier genießbar sein würde? Es war kaum anzu— nehmen. um den Leib getragenen Strick mein Blech⸗Eimerchen in eine der Gruben hinabließ. Der Eimer aber lag bei meinem Sway oben. Ich mußte ihn holen, wenn ich die Probe machen wollte.. Nicht minder ernste Bedenken machte mir die Erforschung der Minen, denn nur in den Seiten⸗ gängen einer solchen durfte ich mich genügend sicher wähnen. Wie aber hinunterkommen? Den stehengebliebenen Eimer-Winden war nicht zu trauen. Ich mußte einen kräftigen neuen Ast von oben herabschleppen, denselben quer über den Schacht legen und daran meinen Strick befestigen.. Die Frage war nur, ob dieser lang genug sein würde, um einen Abstieg, ein Hinablassen meiner Person zu ermöglichen. f Ich war wohl schon zwei Stunden hier und konnte zu keinem festen Entschluß kommen. Endlich stieg ich wieder nach oben, denn was ich jetzt nicht that, konnte ich vielleicht nie aus⸗ führen. Nach meinem Wiedererklimmen der Steilwand war es notwendig, noch einmal von oben längere Zeit zu beobachten. 145 Auch jetzt blieb Alles still. So gewann ich mehr und mehr die Ueber⸗ zeugung, daß die tote Schlucht nur von einem ein⸗ zigen Menschen bewohnt wurde, dem gespenstischen Goldgräber. Ich konnte das nur ermitteln, wenn ich an dem Horde, die der Sergeant hier vermuthete, war es also nichts. Ich hatte, offen gestanden, auch lieber mit einem einzelnen Gegner zu thun; gegen eine Mehrzahl hätte mir nur eine Feuerwaffe wirksamen Beistand leisten können, und die hatte ich nicht. Eine Stunde verging, ehe ich die Stelle wieder— fand, wo ich meinen Sway versteckt hatte. Bei dieser Zeit war ich nun auch schon entsetz— lich müde. Dennoch lud ich mir den schweren Sway noch einmal auf und stampfte, jetzt schon weniger vorsichtig, nach der toten Schlucht zurück. Beinahe hätte ich diese Sorglosigkeit schwer zu büßen gehabt, denn in dem Augenblick, wo ich oben am Rand erschien, verschwand drüben im Grund die Gestalt des gespenstischen Goldgräbers von einer mondhellen Stelle, an der er gestanden hatte. Ich warf mich sofort zu Boden. Hatte er mich daherkommen sehen? Fast mußte ich es befürchten. In diesem Fall war mein Spiel verloren, noch ehe ich es begonnen hatte. Wie hatte ich auch nur vergessen können, daß soviel Zeit seit seinem Abritt verstrichen war! Der Mond war über einen großen Teil des Himmelsfeldes hinweggeschritten. Im Osten dämmerte der Tag. Für heute Nacht war nichts mehr zu unter— nehmen. Ich konnte nur schleunigst den Platz räumen, um mich hier nicht finden oder überfallen zu lassen. Mit Schatzkammer und Versteck einer ganzen Auf Händen und Füßen schob ich mich rück⸗ wärts durch das hohe Farnkraut, meinen Sway nachschleifend. Ich hatte meinen Gegner unterschätzt. 8 Er führte seine Rolle als Minen-Gespenst in jedem Punkt durch. Ich konnte gar nicht genug auf meiner Hut vor ihm sein. Sowie ich eine Stelle erreicht hatte, wo ich aus der Tiefe der Schlucht nicht mehr gesehen werden konnte, sprang ich auf meine Füße, warf meinen Sway über und lief davon. Nach längerem Suchen fand ich irgendwo eine vorhin nicht bemerkte, leer stehende Hütte, welche ziemlich versteckt lag. Das konnte vielleicht ein passender Unterschlupf für mich sein. Jetzt galt es rasch handeln. Mit angefaßtem Messer drang ich in das dunkle Innere und sah mich darin um. Die Hütte hatte einen Bodenraum mit Luke und angelegter roh gezimmerter Leiter! Das war für einen Mann in meiner Lage eine hoch willkommene Entdeckung. Ich zündete hastig eine in meinem Sway ver⸗ 95 kleine Blendlaterne an und kletterte nach oben. Die Decke des ungewöhnlich fest gebauten Stein⸗ hauses, wahrscheinlich von einem ehemaligen Maurer herrührend, erwies sich als tragfähig. Das Dach war wenig beschädigt und konnte leicht ausgebessert werden. Ich ließ meine Laterne oben und holte sogleich meinen Sway nach. (Fortsetzung folgt.) Kastel leistet, dem letzteren eine Terrainum⸗ eiden Gemeinden zu einer naturnotwendigen Folge haben müßte.“ Mainz, 17. Okt. Saarbrücken, Straßburg, rt und Trier sind zur Teilnahme an 21. d. M., Mittags 12 Uhr in Mainz im Konzerth Versammlung des Mittelrheinischen Pariser Weltausstellung eingeladen wor⸗ den. Außer dem R ausstellung in Par gierungsrat Dr mit einem ein l auch Sekretär W. Jutzi⸗Darmstadt ein Referat über den Gesetzentwurf zur Abänderung von Arbeiterschutzgesetzen erstatten. 5 ö* Mainz, 19. Okt. Ein Arbeiter Namens beben e ahm ch lungenkrank ere nicht den geringsten Widerstand. derart zu Herzen, daß er sich in der verflossenen werdende Festungsterrain von dem Militärfiskus] diesem Schritte veranlaßt. Er habe nur die Freiheit ge⸗ käuflich erwirbt, wofür ihr als Aequivalent noch das ausgedehnte Uferland an der rechtsseitigen Mainmündung zufallen soll. Die Einverleibung von Kastel zu Mainz würde sich hierdurch ge⸗ wissermaßen von selbst vollziehen, indem Mainz mit der finanziellen Hilfe, die es durch die Er⸗ Auch die Handels⸗ diese Mitteilung seiner Zelle einen Ausbruch versucht. dem Vorgeben, daß er durch die letzten vierzehntägigen Strapazen gänzlich erschöpft sei und ärztlicher Hilfe be⸗ Wahrscheinlich wollte er hier⸗ durch eine geringere Bewachung seiner Person erzielen. förmlich erstarrt vor Schrecken. In der Nacht nun begann Berchtold nach der letzten Bisitation mittels eines Stückes Holz, das er sich zu ver⸗ gewährt. schaffen gewußt hat, den steinernen Sockel des in seiner Zelle befindlichen Ofens zu bearbeiten, wobei ihm seine dürfe, zum Arzte gemeldet. ihm indessen nur, den Verputz wegzureißen; sein ferneres Bemühen, den Ofen zu zertrümmern und alsdann in den mittels des Blitzableiters auf den Boden zu gelangen, scheiterte an der dem Berchtold unbekannten Art der Ein⸗ mauerung des Ofens. Verzweiflung über sein unverdientes Schicksal habe ihn zu seiner nächtlichen Arbeit entdeckt. Berchtold gab an, die 35. Infanterie⸗Regiment zu. Auf der Anhöhe stieg der Regimentskommandant vom Pferde und übergab dasselbe * winnen wollen, um sich in der Isar zu ertränken. — Hinrichtung griechischer Räuber. Aus Athen schreibt man: Ueber die kürzlich erfolgte Hinrichtung der 15 griechischen Banditen auf dem Hafenplatz von Palamidi melden griechische Zeitungen folgende Einzel⸗ heiten: Am Vorabend der Hinrichtung wurde einer der f 2* Verurteilten, Gruci, aus Korfu, wo er inhaftiert war, des freiwerdenden Festungsgeländes nach Nauplia gebracht. Eine große Menschenmenge er⸗ 1 Le wartete ihn auf dem Bahnhof, um ihn zu sehen. Wäh⸗ renzung geben würde, die eine Vereinigung der] rend dieser Zeit beichteten die übrigen Verurteilten. Zwei von ihnen baten um die Erlaubnis, ihre Andacht in der Kirche verrichten zu dürfen. Geleitet vom Gefangenen⸗ wärter traten sie in die Kapelle des hl. Andreas. i ra, Heilbronn, zündeten sie eine Wachskerze an, knieten nieder und beteten. . zu een, Kassel, Hespelberg, n. Sie küßten die Ikonostase(Bilderrand) und legten eine große Zerknirschung an den Tag. Guillotine aufgestellt wurde, ist ein kleiner Platz, Ion 9 1 genannt. Von Tagesanbruch an drängte sich das olk aus der Liedertafel stattfindenden vor dem Eingang des Platzes. Es sollten eben die Ver⸗ 5 1 urteilten zur Exekution abgeholt werden, als ein Schuß Fabrikantenvereins zur Besprechung der fiel. Der Verurteilte Eliopulos hatte sich selbst getötet; 2„„ er wäre der Sechzehnte der Todeskandidaten gewesen. eichskommissär für die Welt⸗] Eliopulos zog den Tod durch eigene Hand dem Tode is 1900, Herrn Geh. Re⸗ durch den Henker vor. Auf einen Zettel hatte er ge⸗ der die Verhandlungen schrieben:„Nur ein Feigling läßt sich töten— die leitenden Referat eröffnet, wird] Patikaretz töten sich selbst.“ Wie er sich die Schußwaffe verschafft hatte, ist unaufgeklärt geblieben. morgens brachte eine Barke mit starker Gendarmerie⸗ besatzung die beiden Scharfrichter Bektari und Rutzis. Nun wurden die Banditen aus dem Gefängnis geholt; sie nahmen von ihren Mitgefangenen Abschied und leiteten Um 2½ Uhr Einer bot die Hände selbst dar, damit sie gefesselt werden konnten. 5 1 en letzten Augenblick bewahrten die Banditen ihre Kaltblütig⸗ Nacht zum Fenster hinaus auf die Straße keit. Kaculas sagte:„J 8 i i 1 8 8:„Ich war zehn re Brigant, bin stürzte. Schwer verletzt wurde er in das 1 1 80 5 Hospital verbracht. Vermischtes. kein Weib und habe keine Furcht. begangen und muß mit dem Kopf büßen! Was weiter?“ Anatasias Kekura sprach:„Ich müßte sechs Köpfe haben, um alle Verbrechen zu zahlen, die ich begangen.“ 6 ¼ Uhr gab der königliche Prokurator das Zeichen zur — Der Fluchtversuch des zum Tode Ver⸗ Hinrichtung. Grabesstille herrschte. Der am Mittwoch Abend vom Schwur⸗ gericht in München wegen des dreifachen Raubmordes an der Karlstraße und des Diebstahles an Ermetskofer zum Tode und drei Jahren Gefängnis verurteilte Maurer Jo⸗ hann Berchtold hat in der Nacht zum 17. Oktober in! Beispiele folgen.“ Und mit erhobener Stimme: Berchtold hatte unter zeiht mir!“„Wir verzeihen Dir!“ Schon siebenmal war das Beil niedergefallen, als der Scharfrichter innehielt, bis die Leichen weggeschafft waren. Wieder wurde das Beil erhoben und das Volk war Um 9 Uhr war Alles vorüber. Fast drei Stunden hatte die Schreckensszene Ich habe Verbrechen Als Erster trat der Räuberhauptmann Kecura vor, er wollte reden, doch der Scharfrichter ließ ihn nicht vollenden. Maschas:„Ich habe Verbrechen begangen“, sagte er, „dafür werde ich gerecht bestraft, keiner möge meinem Als Zweiter kam brüllte das Volk. — Geständnis auf dem Sterbebett. Die Prager„Bohemia“ schreibt:„Den Truppen, welche an Kenntnisse als Maurer sehr zu statten kamen. Es gelang] den Korpsmanövern in der Umgebung von Budweis und Pisek im Jahre 1887 teilgenommen haben, steht der 24. August des genannten Jahres gewiß noch in trauriger Kamin, durch denselben auf das Dach und von hier aus] Erinnerung. An diesem Tage marschierten von Pisek Truppen gegen die Gemeinde Semitz mit der Bestimmung, einen Angriff auf die Höhe zwischen Semitz und Neuhof Samstag früh wurden die Spuren zu unternehmen. Die Hauptaufgabe fiel dem Pilsener seinem Diener Josef Villere. Während des Feuers, welches sich nun entwickelte, ertönte plötzlich ein doppelter Auf⸗ schrei, der Privatdiener Viller sowie der Einjährig⸗Frei⸗ willige K. Hrach stürzten, von einem scharfen Schusse getroffen, zu Boden. Viller, dem die Kugel das Herz durchbohrt hatte, blieb auf der Stelle tot, Hrach erlag um 4 Uhr nachmittags der Wunde. Beide Menschenleben hat ein einziges Projektil vernichtet. Das Manöver wurde sofort eingestellt, die Kontrolle der Gewehrläufe blieb jedoch ohne Erfolg. Dieser Tage erhielt nun ein Reservist des 25. Infanterie-Regiments, der an diesem Manöver teilgenommen hat, einen Brief aus Amerika, in welchem ein ehemaliger Waffenkamerad Namens Josef Willnitzer gesteht, daß er damals den scharfen Schuß ab⸗ gegeben hat. Willnitzer, der zuletzt in Pittsburg beschäftigt war, schreibt, daß die Kugel dem Regimentskom⸗ mandanten gegolten habe, an welchem er Rache üben wollte. In schwerer Krankheit mit dem Tode ringend, wollte er sein Gewissen durch das schriftliche Geständnis erleichtern. Briefkasten. Herr W. H.⸗Lang⸗Göns. Als Ihr Bericht bei uns eintraf, war ein von anderer Seite eingegangener bereits im Satz. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 20. Okt. In der deutschen Kolonial⸗Gesellschaft hielt gestern Abend der Afrika⸗Reisende, Professor Schweinfurth einen Vortrag über den Sudan. Unter der zahl⸗ reichen Zuhörerschaft befand sich Major von Wiß⸗ mann, Freiherr von Richthofen, Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, sowie Vertreter sämt⸗ licher Reichsämter. Hd. Wien, 20. Oktober. Die„Neue Freie Presse“ bespricht nochmals die Zu⸗ sammenkunft des deutschen und russischen Kaisers und kommt zu dem Schluß, daß man sich darüber nicht täuschen könne, daß die russische Politik entschlossen sei, das Wasser von beiden Schultern herablaufen zu lassen, d. h., daß sie weder den Franzosen zu Liebe die Vor⸗ teile der guten Beziehungen zu Deutschland noch den Deutschen zu Liebe die Vorteile der französischen Freundschaft preiszugeben gedenkt. Von deutscher Seite habe man sich augenscheinlich darauf bereits eingerichtet; auf französfischer Seite werde man, wenn auch mit vielem Weh, nicht umhin können, es ebenfalls zu thun. Hd. Paris, 20. Oktober. Dem Eclair zufolge wird der Zar sofort nach seiner Rückkehr nach Petersburg einen Wechsel in dem Personal der Regierung vornehmen. Der Botschafter Baron Mohrenheim soll abberufen werden, weil er dem Zaren von der Reise nach Paris abgeraten habe. Gerüchtsweise verlaute, Herr v. Giers sei zu seinem Nachfolger bestimmt. Hd. Oedenburg, 20. Okt. Der Postzug n sorderlich geword Betr.: Reichstagswahl. Bekanntmachung. Die durch Erlöschen des Mandats des seitherigen Reichstagsabgeordneten Köhler er⸗ ene Ersatzwahl im 1. Reichstags wahllreise des Großherzogtums ist auf Donnerstag, den 3. November 1896, ie Abstimmung wird um 10 Uhr Morgens beginnen und um 6 Uhr Abends geschlossen Dies wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht mit dem Anfügen, daß jede Bürger⸗ meisterei des Kreises, mit Ausnahme der Stadt Gießen, einen Wahlbezirk bildet. Die Stadt Gießen zerfällt in folgende 7 Wahlbezirke: 1. Wahlbezirk: Asterweg, Ederstraße, Marburgerstraße, von Licherstraße 23 Kaserne 2, Nordanlage, Am Rodiberg, Schillerstraße, Schottstraße, Steinstraße, Wallthorstraße Nr. 23— 77, Weserstraße und Wieseckerweg. 2. Wahlbezirk: Dreihäusergasse, Erlengasse, Löwengasse, Maigasse, Neuenweg, Plockstraße, Seltersweg, Sonuenstraße, Sildanlage, Teufelslustgärtchen, Weidengasse, Wolkengasse, Westanlage Nr. 1— 20. 3. Wahlbezirk: An der Bach, Brandgasse, Brandplatz, Braugasse, Diezstraße, Dammstraße, Hundsgasse, Kaplaneigasse, Kanzleiberg, Kirchenplatz, Lindenplatz, Lindengasse, Moltkestraße, Neuenbäue, Ostanlage, Schloßgasse, Schulstraße, Senkenbergstraße, Waagengasse, Wallthorstraße Nr. 122, Wiesenstraße und Zozelsgasse. A. Wahlbezirk: Bahnhofstraße Nr. 1—50, Burggraben, Kirchstraße, Kaplansgasse, Katharinengasse, Kreuzplatz, von Licherstraße 23 Kaserne 1, Marktplatz, Markt„Mäusburg, Ritt„„ Beesemeg, Welteggesse, Weeftenga tz, Marktstraße, Mäusburg, Rittergasse, Schanzenstraße sse, Wetzsteinstraße. 5. Wahlbezirk: Bahnhofstraße Nr. 51—93, Grabenstraße, Hammstraße, An der Hardt, Kornblumengasse Krofdorferstraße, Lahnstraße, Neustadt, Große und Klei il 19„Rodhei b d. Schlee aße, Westaulage Nr. 215. ße und Kleine Mühlgasse, Rodheimerstraße, Sandgasse 6. Wahlbezirk: Bergstraße, Bismarckstraße, Bruchstraße, Eichgärten, Erdkauterweg, Gartenstraße, Goethe⸗ straße, Grünbergerstraße, Hessenstraße, Landmannstraße, Licherstraße mit Ausnahme der Nr. 23, Löberstraße, Loupstraße, Ludwigstraße Nr. 1—46, Ludwigsplatz, Nahrungsberg, Schiffenberger⸗ weg, Stephanstraße, Wolfstraße, Gemarkung Schiffenberg. 7. Wahlbezirk: Alicestraße, An den Bahnhöfen, Bleichstraße, Ebelstraße, Frankfurterstraße, Hofmannstraße, Klinikstraße, Leihgesternerweg, Liebigstraße, Ludwigstraße Nr. 425575 Miegel, Wilhelmstraße. Die selbsiständigen Gemarkungen werden den Bürgermeistereien wie folgt zugeteilt: Heibertshausen zu Daubringen; Arnsburg zu Eberstadt; Schiffenberg zu Gießen(6. Wahlbezirk); Hof Albach, Colnhausen und Mühlsachsen zu Lich; Hof⸗Güll zu Muschenheim; Appenborn zu Odenhausen; Ringelshausen zu Rabertshausen; Hof⸗Graß zu Rodheim; Winnerod zu Bersrod; Bollnbach, Veitsberg und Wirberg zu Saasen; Friedelhausen zu Staufenberg. Zu Wahlvorstehern bezw. Stellvertretern werden ernannt: in Gießen: für den 1. Wahlbezirk: Beigeordneter Georgi als Vorsitzender, Stadtverordneter Homberger als Stellvertreter, für den 2. Wahlbezirk: 6 Stadtverordneter Heichelheim als Vorsitzender, Stadtverordneter Adami als Stellvertreter, für den 3. Wahlbezirk: Stadtverordneter A. Keller als Vorsitzender, Stadtverordneter Schmall als Stellvertreter, für den 4. Wahlbezirk: Stadtverordneter Jughardt als Vorsitzender, Stadtverordneter Haubach als Stellvertreter, für den 5. Wahlbezirk: Kommerzienrat W. Gail als Vorsitzender, Kaufmann Friedrich Habenicht als Stellvertreter, für den 6. Wahlbezirk: Oberbürgermeister Gnauth als Vorsitzender, Stadtverordneter Vogt als Stellvertreter, für den 7. Wahlbezirk: Stabiverordneter Heyligeustädt als Vorsitzender, Stadtverordneter Kirch als Siellvertreter⸗ In den übrigen Gemeinden hat der OGroßh. Bürgermeister als Wahlvorsteher, der Großh. Beigeordnete als Stellvertreter zu fungieren. Die Wahl ist in den einzelnen Gemeinden in dem Gemeindehause, bezw. in dessen Er⸗ mangelung im Schulhause abzuhalten und wird durch die Großh. Bürgermeistereien das Nähere ortsüblich bekannt gemacht werden. Zum Wahlkommissär, an welchen die Wahlakten abzusenden sind, ist der Unterzeichnete Gießen, den 17. Oktober 1896. 5 Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gager n. Vereinszimmer Gasthaus„Zum deutschen Hof“ zu fenzeben, Mittagstisch im Abonnement. sowie der Südbahn entgleiste bei der Station Finken⸗ dorf. Dadurch, daß der Lokomotivführer, welcher die Gefahr bemerkte und den Zug sofort bremf entgingen die e einer großen Gefah Hd. London, 20. Oktober. Mornin schlägt heute folgende Lösung der or talischen Frage vor. Griechenland Kreta und einige griechische Inseln erha Deutschland einen seiner zahlreichen Fürsten zun König der Helenen anmelden, Macedonien ein Fürstentum wie Bulgarien, Konstantinopel wird dem Sultan überlassen, aber die en päischen Mächte ernennen einen Fürsten, um di Pali 85 Ac 15 Klein⸗Asiens alten, Frankreich erhält Helena und ö setzt sich definitiv in Aegypten fest. Erbe 1 le 14 en Hd. Madrid, 20. Oktober. Einer aus Manilla zufolge haben die Spun Aufständischen eine Schlacht geliefert, in welcher 112 nen aper a 1 während die ischen Truppen nur ote und 23 Ver. wundete zählten.(2) 5. g ne Privattelegramme der„Hessischen Landesztg.“ Darmstadt, 20. Okt., 1 uhr 36 Heute Vormittag 11 uhr 10 Minuten 24 5 nur der Zar nebst dem Großfürsten und Gleße der Großherzo it 5 ih baden 19 eos we wee e, Wiesbaden, 20. Oktober, 2 ue 1 23 Min. Der russische Sonderzug tr hier um 12 Uhr 40 Minuten 0— Taunus bahnhof ein, nachdem der Kaiser 9 des ebe 10 Minuten früher in russischer Uniform d m Bllerte mit großem Gefolge auf dem Bahnhof u, deln eingetroffen war. Der Kaiser und 5 dais de Zar küßten sich wiederholt und en en 1 21 nach Vorstellung des Gefolges den Vier. Gehen spänner. Im zweiten Wagen saßen der bl e Großherzog und der Großfürst Sergius. aihete, 10 Nach Ankunft im Schlosse fand d al, der iebling Diner statt. Auf dem Weg zum Schlofs bildete Militär mit aufgepflanztem G wehr Spalier. Der Zar fährt na Darmstadt um 2 Uhr 20 Min. zur Marktpreise. g Gießen, den 20. Oktober. Auf dem heutigen 5 Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1,00— 1,05, Hühner⸗ eier 2 Stück 13— 15, Enteneier—, Gänseeier——, Käse 5—7, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 50—60 Pfg., Hühner p. St. 90— 1,00, Hahnen 50—80, Enten 1,50— 1,70, Gänse per Pfund 42— 48, Ochsenfleisch 7074, Kuh- und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 56— 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50— 54, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln prog N 100 Kilo 4,00— 6,00, Zwiebeln per Zentner 4,00—5,00 f in eilen Graf Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Zwetschen 8,— 10,00 p. Ztr. 3 11555 Sladtth ben Einakter 1 an ollen fielen Aenen, belkelt i Harlan bi. 5 anal in * Hudlang selbst itt Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ 0 Clemens Grün! dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, belde Gießen. hen, Sie wird er auch ihre Gastspiel: 2. — ce Ecler des 9 chte ie ft 5 Tier zur Bühne zu Ihe, ein junge a ernsthaften An a ter der Bedi. e ane hübsche a ah und 91 Aa, bor und n salten bekomm ber auch ei 8 5— An 1 ein S Markus Bauer 1 0 8 9 Seltersweg 9. S f 2 Herrenkonfektion, Tuch, Buckskin. S 8 Spezialität:— 4 Kinder-Anzüge' 8 Bekanntmachung. Die auf Herbst 1896 leihfällig wer⸗ Erste Hypothek— per 1. Oktober zu vermieten. 5 S000 Mark gesucht.& Mehrfache Sicherheit. Offerten— Wüsche 3. Bügeln 8 Ein schön möbl. Jim unter 13. B. 1520 an die Exped. 0 wird stets angenommen in und außer dem zu vermieten. Näheres Wetzsteinstre 43 dieser Zeitung erbeten. 122⁴ denden Triebviertel sollen Freitag, den 23. Oktober 1896, zu der am 13. bis 16. November 1896 in Steins Sälen W Gchen den 10. Bieber 10 stattfindenden Lokal⸗Gartenbau⸗Ausstellung Gantz sind a 50 8 ben in sämtli Bl. äften, i D Geschäften 5 0 No 115 Shen Mo 5 5 Städt. Schlachthaus Zigarrenhandlung, Friseur L. 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