Gießen, Freitag, den 21. Angust 1896. 00 Ausgabe Gießen. Adeszeikung. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. . — Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn⸗ und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. . Expedition: 24 Kreuzplatz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. * Gießen. 20. August. Das Großherzogl. Ministerium des Innern und der Justiz hat die Abhaltung des Viehmarktes zu Als⸗ feld am 24. l. M. unter folgenden Bedingungen gestattet: 1. Für Auf, und Abtrieb des Viehes ist den Anträgen des Kreisveterinäramtes gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen, welche allein Hier ist g* egrifsen, 1 2 1 Nandig Shu sigleder 0 u während Je than huhn des Komik fest anche cbentuell unte, ö chen Wähle dung einer feindlich ge 65 Coigusua er Kriegsmane lung der lun vürde. Au bier un en gestern Nahe statt. Mehun Man glaub“ der frühere reh, orales, soplh lichkeiten wurde burg, Verantw. Je „Ottmann, beibe l Auswärtigen teres —ññññ— A. — ster und rer 4 Westanlage Ar. N. tige sgehifsh Wengenrotß, ger. 5 benutzt werden darf. 2. Auf den Markt dürfen nur Tiere aus unverseuchten Orten der Kreise Sci cht bern 5 e t Alsfeld, Schotten, Lauterbach, Gießen, Fried⸗ berg und Büdingen, Tiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens 7 Tage in un⸗ verseuchten Orten der fraglichen Kreise in seuchen⸗ freiem Zustande gestanden haben, aufgetrieben werden. * Gießen, 20. August. Seit Montag be⸗ finden sich von Frankfurt höhere preußische Eisen⸗ bahnbeamte in unserer Stadt, um den Ueber⸗ gang der Oberhessischen Bahnen in preußische Verwaltung vorzubereiten. Den Wünschen der bisher hessischen Beamten soll in liberalster Weise entgegengekommen werden. * Gießen, 20. August. Unser jugendlicher ahrer Karl Duill wird sich am kommenden onntag am Rennen in Darmstadt beteiligen. * Gießen, 20. August. Der Rekurs, welcher gegen die Rechtsgiltigkeit des Stadtverordneten-Beschlusses wegen der Verlegung des Viehmarktplatzes eingelegt wurde, wird, wie man uns von be⸗ teiligter Seite mitteilt, auf Veranlassung des Provinzialdirektors Freiherrn v. Gagern vor dem Kreis ausschuß Friedberg zur Ver⸗ handlung kommen. * Gießen, 20. Aug. In der Privatklage⸗ sache des Schlachthaustierarztes Liebe gegen den Obermeister der Metzger-Innung Pirr wegen Beleidigung steht am Freitag, den 21. d. M. vormittags, vor unserem Schöffengericht Verhandlungstermin an. Da die vorgesetzte Behörde Strafantrag gestellt, wird die Belei⸗ digung von Amtswegen verfolgt. Der Beleidigte wird als Nebenkläger vom Rechtsanwalt Grüne⸗ wald vertreten. Die Verhandlung wird dem Vernehmen nach recht interessante Momente bieten. * Gießen, 20. August. Die schon von uns gemeldete feierliche Grundsteinlegung für das Kaufmännische Vereinshaus findet am Samstag Mittag um 1 Uhr an der Nordanlage statt. * Gießen, 20. August. Sie wollten sich in der Feldhühnerjagd üben, die beiden Herren nämlich, die, wie wir berichteten, in voriger Woche Jagd auf Schwalben machten. Der Feldschütz Koch hat dieserhalb einen Kommerzienrat und einen Arzt zur Anzeige gebracht. Als Erklärung für ihre brutale Handlungsweise haben die Herren angegeben: „Wir wollten uns in der Feldhühner— jagd üben!“— Gießen, 20. August. Der gestrige Krä⸗ mermarkt war, wie dies nicht anders zu er⸗ warten, mehr wie schlecht besucht. Die Ge⸗ schäftsleute in der Neustadt und in der Markt⸗ straße erklären, vom Marktverkehr überhaupt nichts gespürt zu haben. Auf Oswalds Garten waren höchstens 1—1¼ Dutzend Stände aufge⸗ schlagen. Die Ursache dieses schlechten Marktes war der Ausfall des Viehmarktes. * Gießen, 20. August. Dem Vernehmen nach werden die Verhandlungen der nächsten Schwurgerichtsperjode am Montag den 5. Oktober ihren Anfang nehmen. * Gießen, 20. August. Unsere Leser, ins⸗ besondere die Besucher des am Montag in Steins Garten stattgehabteu Konzertes der russischen National⸗Kapelle der Nadina Sla⸗ viansky dürfte ein in der„Frankfurter Ztg.“ veröffentlichter Artikel unter der Spitzmarke: „Un musikalisches von der Slaviansky⸗ Kapelle“ interessieren. Der genannten Zeitung wird geschrieben:. „Als sich jüngst ein Knabe der russischen Kapelle Slaviansky in voller Fahrt aus dem Fenster des Eisenbahnwaggons stürzte, drückte die„Frankfurter Ztg.“ die Erwartung aus, bald etwas über die Fluchtgründe jenes Unglücklichen zu hören. Bis jetzt ist in dieser Hin⸗ sicht Alles stumm geblieben. Aber es muß doch fest⸗ gestellt werden, daß inzwischen sehr schwere Beschul⸗ digungen gegen die Unternehmerinnen selbst aufgekommen sind. Die sieben Männer und zwölf Knaben von der Kapelle der Frau Slaviansky, die sich um die Zeit des oben erwähnten Fenstersturzes, mitten in der Nacht bei der Bürgermeisterei von Homburg in einem elenden Zustande als obdachlos meldeten, haben gegenüber russischen Kurgästen sehr gravierende Aussagen gemacht. Es wäre also doch endlich Zeit, zu untersuchen, ob alle jene Leute lügen oder ob es jene Russin wirklich ihren Angestellten an Essen und Trinken fehlen läßt, dafür aber keineswegs an fortgesetzten Mißhandlungen sogar mit Hilfe eines Aufsehers. Der hiesige russische Vizekonsul wußte bereits von Petersburg her, daß im dortigen Ministerium über dieselbe Frau viele Klagen aus fremden Städten eingelaufen waren. Der Herr nahm denn auch, als ihm die neue Mitteilung zugekommen war, persönlich Veranlassung, unsere Polizei von Allem in Kenntnis zu setzen. Der Stellvertreter des Polizeipräsidenten, Regie⸗ rungs⸗Assessor v. Behr⸗Pinnow, nahm Einsicht in das betreffende Homburger Aktenstück und versicherte den Konsul, die Sache werde untersucht werden, sobald die Gesellschaft hier eintreffen werde. Inzwischen hat das Konzert am 14. August im Palmengarten stattgefunden und die Gesellschaft ist dann weitergereist. Im Interesse der Menschlichkeit wäre es aber doch wichtig, zu erfahren, was unsere behördliche Untersuchung ergeben hat. Ob Frau Slaviansky das unschuldige Opfer einer kunstvoll zusammengetragenen Verleumdung war oder ob sie es thatsächlich ungestraft wagen konnte, in Frankfurt und der Umgegend ihre mißhandelten Mietlinge hungern und dursten zu lassen. Jedenfalls kann die Polizei Fremde, die sich selber als obdachlos melden, nach der Heimat ab⸗ schieben und damit hätte man den Leuten gewiß den größten Gefallen gethan.“ * Gießen, 20. August. Daß beschädigte Reichsmünzen nicht kassenmäßigen Geld⸗ wert besitzen, wird noch immer piel zu wenig beachtet, denn fortgesetzt kommt es vor, daß mit verbogenen oder zerschlagenen Münzen aller Sorten Zahlung geleistet wird und sie namentlich auch im Kleinverkehr unbeanstandet angenommen werden. Es sammelt sich im Jahre bei manchem Kleingeschäft ein ganz anständiges Sümmchen solcher verkrüppelter Silber- und Nickelmünzen an, und den Schaden hat der zu tragen, der sie annimmt, weil sie von der Bank zurück⸗ gewiesen werden. Grünberg, im August. Am Markttage, 15. August, wurden auf dem hiesigen Frucht⸗ markte folgende Fruchtarten ꝛc. zu den beige⸗ setzten Durchschnittspreisen verkauft: 42 Doppel⸗ Centner(à 100 kg.) Weizen zu 14,02, 7 D.⸗Z. Korn zu 12,02, 17 D.⸗C. Hafer zu 12,84., 9 D.⸗C. Samen zu 18,80 l * Aus dem Kreise Lauterbach, Mitte August. Die Hühnerjagd scheint einträglich zu werden, denn es werden allerorten Ketten angetroffen, häufig außerordentlich volkreiche. Minder ergiebig dürfte im kommenden Herbst die Hasenjagd ausfallen. Die Ursache davon liegt nicht, wie gewöhnlich, in der Witterung; Füchse, die in großer Zahl gesehen werden, thun großen Schaden. Ueberall findet man Reste von gefressenen Häschen. Bensheim, 18. August. Die Sektion für feldmäßigen Gemüsebau des Obst- und Gar⸗ ten bauvereins für die Bergstraße, die in diesem Jahre neben dem einträglichen Gurken⸗ bau zum ersten Male den Anbau von Erbsen und Bohnen auf größeren Flächen forcierte, entwickelt in dem Versandt ihrer Produkte ein äußerst lebhaftes Geschäft. Namentlich sind es Bohnen, die in den 1 Städten Nord⸗ deutschlands guten Absatz finden; im Durch⸗ schnitt werden für den Centner 8, erlöst. Da der Behang überaus reichlich ist, nehmen die Landwirte, die sich auf diese Kultur verleg⸗ ten, ein ansehnliches Stück Geld ein.— Das Kernobst ist heuer an der Bergstraße nicht zu reichlich geraten, weshalb hohe Preise zu er⸗ warten stehen. Bei der gestern stattgefundenen Versteigerung des hiesigen städtischen Obstertrags wurden sehr hohe Preise erzielt, wonach der Centuer Aepfel wohl auf 6 bis 8 l zu stehen kommen wird. Vermischtes. — Der Herr Kommerzienrat. Wegen unbe⸗ fugter Führung des Titels„Kommerzienrat“ wurde dieser Tage in Köthen vor dem Amtsgerichts gegen den Bankier Nathan Herzberg verhandelt. Dem Herzberg war von dem Herzog von Anhalt am 29. April 1895 der Titel „Kommerzienrat“ verliehen worden. Unterm 29. Mai 1896 hat der Herzog sich veranlaßt gefunden, dem Herz⸗ berg den Titel wieder zu entziehen. In der Absicht, in dem durch die Weiterführung des Titels zu erwartenden Strafverfahren gegen ihn die ihm angedeuteten Gründe der Entziehung näher erfahren zu können, hat Herzberg in den Nummern 138 und 140 des„Köth. Tagebl.“ vom 14. und 17. Juli d. Is. einige Anzeigen erlassen, in denen er sich den Titel„Kommerzienrat“ beilegte. Es war hierauf auf Antrag des Amtsanwalt unterm 26. Juni d. Is. gegen ihn ein Strafbefehl in Höhe von 60, im Nichtzahlungsfalle eine Haftstrafe von 10 Tagen ergangen, weil er zu Köthen unbefugt den Titel„Kom⸗ merzienrat“ angenommen habe. Gegen diesen Strafbefehl hatte Herzberg rechtzeitig Widerspruch erhoben und auf gerichtliche Entscheidung angetragen. Der Angeklagte er⸗ schien nicht selbst, sondern ließ sich durch einen Verteidiger aus Berlin vertreten, der die Freisprechung des Ange⸗ klagten beantragte. Die Anklagebehörde beantragte die Verurteilung des Angeklagten zu der im Strafbefehl aus⸗ sprochenen Geldstrafe von 60 4 event. 10 Tagen Haft unter Angabe der Gründe ihres Antrages, denen sich auch der Gerichtshof anschloß. — Sauteufel! Das Schöffengericht zu Worms hat in einem Spezialfalle die Frage„Ist die Be⸗ zeichnung„Sauteufel“ eine Beleidigung?“ verneint. Ein Auctionatorin in Worms hatte eines Tages den Hof seines Hausherrn, eines Wormser Bäckermeisters, verunreinigt. Darob titulierte ihn die Frau des Bäcker⸗ meisters„Sauteufel“. Die Klage des Auctionators ward abgewiesen, da die Frau in„Wahrung berechtigter In⸗ teressen“ gehandelt habe. — Opfer der Bergkraxelei. Aus Kufstein wird gemeldet: Am Sonnabend Nachmittag stürzte vom Predigtstuhl im Wilden Kaiser der Bankbuchhalter Funk von München ab und blieb sofort tot. Die Leiche wurde von Hinterbärenbad nach Kufstein gebracht.— Am 16. August verunglückte beim Abstieg vom Hoch⸗ vogel der praktische Arzt Bischof aus Augsburg, als er über eine sogenannte Schneebrücke hinwegging, die unter ihm durchbrach; Bischof st ürzte in den unten fließenden Bach und war so fort tot.— Bei der Besteigung des Berges Sapoleyres(Kanton Waadt) ist die 28jährige Pensionatslehrerin Weber, während sie Blumen suchte, über eine jähe Felswand gestürzt und war sofort tot. — Im Schlafe— verreist. Am 22. Juli fanden Polizeiagenten in dem Badeorte Deauville, nächft Trouville belegen, einen völlig entkleideten jungen Mann auf einer Bank schlafend vor. Alle ihre Bemühungen, ihn zu wecken, erwiesen sich aber als vergeblich; man mußte den Unbekannten in das Hospital von Pont l'Eveque schaffen, wo die Aerzte erkannten, daß er in Katalepsie ver⸗ fallen war. Die Nachforschungen bei den Hotelbesitzern und Gastwirten des Badeortes vermochten nicht zur Ent⸗ deckung der Identität des unbekannten Schläfers zu führen. Man stand also einem unbegreiflichen Rätsel gegenüber, Marja, das Heldenmädchen von Transvaal. Zeitroman von Pieter Vryburg 1. Kapitel. Die Stimme in der Wüste. Deutsches Lied, deutscher Laut, Meinem Ohr wie lieb, wie traut! Ueber die endlos weiten Flächen zwischen dem Olifantfluß und dem Nylstroom trabte ein Reiter auf abgejagtem Klepper lautlos dahin. Sein bleiches Aussehen, sein gläserner Blick und der stolpernde Gang seines Pferdes ließen unschwer erkennen, daß beiden Ruhe dringend von Nöten war. Die Mittagssonne lag sengend und blendend auf der Prairie. Ein dumpfes, einschläferndes Schweigen brütete über der schatten⸗ und wasser⸗ % losen Wüste. Mit dem Flimmern der stark erhitzten 3 Luft harmonierte das zitternde Zirpen der Gras⸗ Beide übten in ihrer Eintönigkeit eine geradezu betäubende Wirkung auf Nerven und Sinne. Und doch spornte der einsame Reiter das müde Tier zu seinen letzten Kraftleistungen an, und ein gelegentlicher, nur mechanisch ausgeführter Ruck am ügel brachte den sinkenden Kopf des Gaules immer wieder in die Höhe. Es ging wohl noch eine Viertelstunde so, dann half alles Anspornen und Reißen am Zügel nichts mehr. Die Kräfte des armen Tieres waren er⸗ öͤpft. Es konnte nicht weiter traben und ver⸗ mochte auch seinem verlangsamten Schritt keine Festigkeit zu geben. Es sank mehr und mehr in sich zusammen; auch der 1 hielt sich nur noch it Anstrengung im Sattel. 1 Suh 105 bürstend, gleichsam Hülfe flehend, kacken ene Augen in die flimmernde Weite. Es war alles umsonst. Weder Rauch noch Staub kündeten die Nähe einer Niederlassung, einer wandernden Herde oder eines träge seines Weges ziehenden Ochsengespannes an. Weder Baum noch Strauchwerk deutete auf eine heimlich rieselnde Quelle. Die Prairie, das weite unersättliche Wüstengrab schloß den Ver— schmachtenden auf allen Seiten ein. Und wie zum Hohne woben sich die leuchtenden Prairieblumen mit dem dürren Grase zu einem farbenprächtigen Teppich. „Verirrt!“ stieß der Unglückliche heiser aus trockener Kehle hervor.„Umsonst! Verloren, Alles verloren!“ Schmerzlich zuckte es über schönes, noch jugendliches Gesicht. „Und dennoch“, fuhr er, sich noch einmal auf⸗ raffend, fort,„es darf nicht sein! Meine Mission, — ich muß sie erfüllen, denn niemand kann es außer mir! Dieses Geheimnis, das wie ein Alp auf meiner Seele ruht, es lebt und stirbt mit mir, und es soll nicht sterben!“ Ein eiserner Entschluß prägte bei diesen rauh hervorgestoßenen Worten in seinen Zügen sich aus, und wenn der Wille das Siegende im Kampfe mit den feindlichen Mächten wäre, dann würde der ein⸗ same, in der Wilduis verirrte Reiter sein Ziel trotz Sonnenglut und Wassersnot erreicht haben. Bald aber erkannte er, daß es noch einen höheren Willen als den seinen gab und daß es bei jenem be⸗ schlossen schien, seiner Erdenlaufbahn ein jähes Ziel zu setzen, ihn zu verderben. Der Pferdeleib unter ihm schwankte und brach zusammen. Er hatte kaum noch so viel Kraft, sich rechtzeitig aus dem Sattel zu schwingen, und als seine Füße jetzt den Boden berührten, traumelte er wie ein Trunkener. Auch er war dem Zusammen⸗ brechen nahe. ö Trotzdem dachte er in diesem Augenblick nicht an sich, sondern an das treue Tier, welches ihn unverdrossen, mit Aufbietung seiner letzten Kräfte, sein männlich bis hierher getragen hatte. Er kniete bei demselben nieder, löste Sattel und Zaum ab, klopfte ihm den Hals und richtete Worte der Ermunterung an den kraftlosen Gefährten seiner Leiden und Qualen. Ein mattes Wiehern dankte ihm für diesen letzten Trost und für die gewährte Erleichterung. Der Kampf dauerte nicht lange. Drei wasser⸗ lose Tage im Sonnenbrand waren vorhergegangen. Noch ein letztes Mühen, den Kopf oben zu behalten — dann senkte sich der schlanke Hals des Pferdes zur Seite, und der Mann da war der einzig Lebende, Atmende im großen Wüstenrund! Dieses Bewußtsein erfüllte sein Herz mit einem jähen Angstgefühl. Er schnellte vom Boden auf. Wirr blickte er im Kreise umher. Dieselbe trostlose Oede hegte ihn ein. „Nein, Du allgütiger Gott, das kann Dein Wille nicht sein!“ rief er, den Blick nach oben richtend. Und leiser, wie in Verzweiflung fügte er hinzu: Einen Menschen— nur einen Menschen, dem ich es sagen kann, noch ehe ich sterbe...!“ Einige Sekunden verharrte er in dumpfem Hin⸗ brüten. Vergangenes zog an seinem Geiste vor— über, aber die schreckliche Gegenwart duldete sein langes Verweilen bei derselben. Er blickte an sich nieder nach seinem Schatten. Die Sonne hatte den Zenith überschritten. „Dort hinaus liegt der Nylstrom!“ murmelte er.„Ich muß ihn zu erreichen suchen. Das ist meine letzte Hoffnung.“ Nun stapfte er weiter durch die blumenreiche, sengende Wüste. Der Kopf war ihm so leicht, da⸗ gegen lag es ihm bleischwer in den Füßen. Die Augen fest auf einen Punkt gerichtet, schritt er da⸗ hin krank, schwer atmend, strauchelnd und taumelnd. Wie lange noch? Selbst ein eiserner Wille wie der seine erliegt sich niederlassen, sich Ruhe gönnen. Die Kniee versagten ihm den Dienst. Lang ausgestreckt lag er da, den breiten Schlapp⸗ hut als Sonnenschutz auf dem Gesicht. Wohl⸗ durfte er die Augen nicht schließen. Aus diesem Schlaf wäre er schwerlich mehr erwacht. Ob er wohl noch die Kraft finden würde, sich wieder zu erheben? Um diese quälenden Gedanken los zu werden und die Gegenwart wenigstens vorübergehend zu vergessen, suchte er die Bilder der Vergangenheit auf, und die führten ihn weit und immer weiter zurück, bis in seine Jünglings- und Knabenjahre, in jene schöne, herrliche Zeit, wo man seinen „Robinson Crusoe“ zum erstenmale gelesen und mit schwärmerischer Ueberschwänglichkeit von Ge⸗ fahren und Abenteuern zu Wasser und zu Lande träumt. Auch er hatte einmal heiß ersehnt, was er heut erlebte; und nun es da war, nun der Tod spinnenartig an ihn herankroch und schwarze Schattenarme aus der blendenden Lichtfülle nach ihm griffen, sah und erkannte er die ganze Thor⸗ heit und jammervolle Hohlheit solcher Jugendträume. Andere liebreichere Bilder aus der Heimat tauchten vor ihm auf, bald klar, bald verwischt oder ihn wirr umtanzend. Wie lange er so im Kampfe mit dem Schlafe gelegen, wußte er nicht. Auf einmal drangen, wie aus weiter Ferne kommend, Töne und dann eine liebliche Stimme zu seinem Ohr. Er kannte die Weise, schlicht und herzbewegend, und er kannte das Lied.. „Verlassen, verlassen, Verlassen bin i, Wie der Stein auf der Straßen.“ Immer lauter, immer reiner perlten die Töne, immer deutlicher wurden die Worte. (Fortsetzung folgt.) unter der erlahmenden Kraft. Endlich mußte er thätige, einschläsernde Ruhe umfing ihn. Und doch —— — Folgen hätte nach sich ziehen können, Dampfer befindliche Lootse die Geistesgegenwart, so schwer beschädigt, daß er seine Reise nicht fortsetzen Fenster klirrten, Gegenstände gerieten ins Schwanken. Die das vor einigen Tagen teilweise wenigstens gelöst wurde. Am 13. August nämlich erwachte der Unbekannte aus seinem kataleptischen Schlummer und gab, nachdem er eine Zeit lang sich verwundert in dem ihm völlig un⸗ bekannten Raum umgesehen hatte, auf die an ihn gestellten Fragen an, er heiße Louis P... sei 21 Jahre alt und Packer. Seine Verwunderung steigerte sich zur Ver⸗ blüffung, als man ihm auseinandersetzte, unter welchen Umständen er aufgefunden worden war. Er hörte un⸗ gläubig zu und rief aus:„Ich habe aber doch gestern am 21. Juli noch bei meinem Lohnherrn in Paris, Rue du Faubourg-du-Temple gearbeitet!“— Man erwiderte ihm, daß man bereits den 13. August schreibe. „Unmöglich, unmöglich!“ rief der junge Mann aus,„ich weiß genau, daß es gestern Dienstag den 21. Juli war!“ — Man hat noch nicht ermitteln können, auf welche Art und Weise der junge Packer unbekleidet im kataleptischen Schlafe nach Deauville gekommen ist. Der rätselhafte Fall beschäftigt natürlich die Aufmerksamkeit des Publikums und der Aerzte im höchsten Grade. — Ein Zusammenstoß, der leicht bedenkliche ereignete sich auf der Schelde zwischen dem französischen Dampfer„Quatre Amis“ und dem englischen Viermaster„York“. Als der letztere nämlich das Kattendykdock verließ und eben in die Schelde einlief, traf er den erstgenannten Dampfer mit voller Wucht in die Flanke. Bei dem Anpralle wurde der Schornstein des Dampfers umgerissen, der Hauptmast schwer beschädigt, die Rettungsboote in kleine Stücke zertrümmert und außerdem erhielt der„Quatre Amis“ ein großes Loch in den Rumpf etwas oberhalb des Wasserspiegels, durch welches das Wasser in einem mächtigen Strahle in den Maschinenraum und in die an⸗ grenzenden Kabinen drang, sodaß die Frau des Kapitäns, die mit ihrem Kinde im Bette lag und schlief, sich und ihr Kind nur mit knapper Not vor dem Ertrinken zu retten vermochte. Glücklicherweise hatte der auf dem sofort mit vollem Dampfe nach dem linken Ufer loszusteuern und das Schiff dort auflaufen zu lassen, sodaß das völlige Sinken desselben verhütet wurde und seine aus 3250 Tonnen Güter bestehende Ladung fast ganz gerettet werden konnte. Auch der„York“ wurde bei dem Zusammenstoße konnte, sondern zur Reparatur nach dem Trockendock ge⸗ bracht werden mußte. — Ein Erdbeben mit donnerähnlichem Getöse wurde am Montag früh kurz vor 4 Uhr in Neustift im Stubai verspürt. Richtung: Nordost⸗Südwest. Die Leute wurden aus dem Schlafe geweckt. — Ein Mißverständnis. Aus Wien berichtet das Extrablatt: bahntrace wohnt ein junger Ehemann mit seiner lieblichen Gattin und die Eintracht und Liebe der beiden Leutchen ist bereits allbekannt. Umsomehr wunderten sich die Som⸗ merparteien, als Herr D. vor einigen Tagen seine ihn am Bahnhofe erwartende Gattin unwirsch anschrie und neben der dadurch Entsetzten stumm und mit bleicher, finsterer Miene einherschritt. Dann gab es in der Villa eine laute Szene, die von mehreren Mitbewohnern gehört und, soweit man dieselbe erlauscht hatte, auch kolportiert wurde. Noch am selben Abend hieß es, daß das De'sche Ehepaar vor der— Scheidung stehe. Der empörte Mann hatte seine ihm erst vor Kurzem anvertraute Frau eine Betrügerin genannt. Das war doch sensationell ge⸗ nug. Indeß erfuhr diese Affaire eine Lösung, welche Heiterkeit erregte. Die Sache verhielt sich nämlich folgen⸗ dermaßen: Herr D. fand in der Stadtwohnung in Wien eine von ungeübter Hand geschriebene Postkarte des In⸗ In. einer Sommerfrische an der West⸗⸗ für das Kostgeld; ich habe dasselbe richtig erhalten.“ Darunter stand der Name einer Frau. Herr D. raste in seiner ersten Aufwallung und sprach von einer verheim⸗ lichten Tochter, von Scheidung ꝛc. Endlich gelang es der beschuldigten Gattin, ihm zu beweisen, daß in der Post⸗ karte von keinem Kinde, sondern von einem— Angora⸗ kätzchen die Rede war, das von einer alten Frau erst zimmerfähig erzogen werden muß, damit es Frau D. dann in ihre Wohnung nehmen könne. Die Sommer⸗ frischler sind um einen Sensationsklatsch ärmer, dafür lebt das junge Ehepaar in Frieden wie ehedem. — Ein irrsinniges Kind. In Wien wurde dieser Tage ein 14 Jahre altes Mädchen, vom Wahnsinn befallen, auf die pfychiatrische Klinik gebracht. Ueber diesen äußerst seltenen Fall des Auftreteus von Wahnsinn bei einem so jungen Mädchen erhält das„N. W. Tbl.“ nachstehenden Bericht: Die 14 Jahre alte H., die ein un⸗ eheliches Kind eines bereits verstorbenen Musikdirektors ist und im März dieses Jahres die Schule verließ, wohnte bis zum Donnerstag voriger Woche bei einem Gürtler⸗ gehilfen, mit dessen Töchterchen sie sich in der Schule be⸗ freundet hatte, und auf Bitten seiner Tochter war es auch geschehen, daß der Gürtler die kleine Anna zu sich ge⸗ nommen hatte, die dafür versprach, sich im Haushalt nütz⸗ lich zu machen und kleine Arbeiten zu verrichten. Das Mädchen zeigte sich äußerst anstellig und fleißig und fühlte sich seinerseits durch die humane Behandlung, die es er⸗ fuhr, äußerst beglückt; sie teilte auch mit der Tochter des Gürtlers das Bett. Am Abend des 15. August hatte sich die Familie zeitlicher zur Ruhe begeben. Gegen halb 10 Uhr Nachts fing Anna an, unruhig zu werden. Zn⸗ erst ergriff sie krampfhaft die Schlafgenossin und rief mit weinender Stimme:„Du bist nicht meine Mutter, ich sag' zu Dir nicht mehr Mutter.“ Die Leute glaubten zunächst, daß die Kleine träume; allein das Kind wurde immer ungeberdiger und schrie:„Nicht schlagen, ich will ja brav sein!“ und:„Ich habe Hunger, ein klein wenig Kaffee möchte ich!“ Dann begann die Kleine zu toben, sodaß der Hausmeister gerufen wurde, mit dessen Hilfe man die Irrsinnige bändigte. Doch nicht lang dauerte es, als der Anfall wiederkehrte. Die Kleine schrie, sie wolle in die Donau gehen, riß die Matratzen aus dem Bette und schleuderte dieselben in das Zimmer und wollte auch die Bilder von der Wand herabreißen. Es wurde schließ⸗ lich an die freiwillige Rettungsgesellschaft telephoniert, die das Kind an das allgemeine Krankenhaus abgab. — Aus Unvorsichtigkeit erschossen. Aus Wiesenthal(bei Bruchsal), wird unterm 18. August gemeldet: Gestern gegen Abend erschoß Gastwirt S. da⸗ hier aus Unvorsichtigkeit beim Scheibenschießen in seinem Garten, in einer Entfernung von 400 bis 500 Meter, ein neunjähriges Mädchen. — Zur Geschichte des Schachspiels. Die Frage, wann das Schachspiel in Indien bekannt wurde, beantwortet Hermann Jacobi in dem 2. Hefte der Zeit⸗ schrift der deutschen morgenländischen Gesellschaft wie folgt: Das Schachspiel wird in Indien zuerst erwähnt in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts nach Chr. von dem Kasmirer Ratnakara, und zwar nennt derselbe speckell die Figuren: Fußsoldat, Pferd, Wagen und Elephant.— In der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts oder gegen Anfang des 10. erwähnt Rudrata, ebenfalls ein Kas⸗ mirer, das Schach caturanga. Er erwähnt dieselben Figuren, wie Ratnakara. Das Schach muß damals schon ganz allgemein bekannt gewesen sein, weil es zu Verskunststückchen benutzt wurde, und zwar zu dem Rössel⸗ sprung, dem Wagen⸗ und Elephantenzug. Das Schach war dasselbe Zwei⸗Schach, das Alberuni 1030 nach Chr. beschreibt: das Pferd zog, wie unser Springer, der Wagen wie unser Turm, und der Elephant wahrscheinlich wie unser König, nur daß er in gerader Richtung weder seit⸗ Im 11. Jahrhundert war dieses Zwei⸗Schach im ganzen westlichen und nordwestlichen Indien bekannt. — Duell auf dem Fahrrad. Sechs junge Leute kehrten am Sonntag von einem gemeinsamen Aus⸗ fluge mittels Fahrrads nach Paris zurück, als sich zwischen zweien derselben am Boulevard Ney, nahe dem Festungs⸗ wall, ein Streit entspann. Nach dem Austausch der ersten Liebenswürdigkeiten wurden die Beiden, Varlet und Abba⸗ die mit Namen, immer heftiger, so daß es beinahe zu einer Schlägerei gekommen wäre, wenn nicht einer der Reisegefährten ihnen begreiflich gemacht hätte, daß eine Keilerei echter Radfahrer unwürdig sei. Er schlug ihnen daher ein Duell auf dem Fahrrad mit alten Seitenge⸗ wehren vor, die er sofort herbeischaffte. Die beiden Duellanten bestiegen mit ihren Zeugen ihre Räder und stürmten so heftig auf einander los, daß Kämpfer und Zeugen bald einen unförmlichen Knäuel bildeten. Als dieser sich nach allen Mühen endlich auflöste, bedeckten die zertrümmerten Fahrräder und die zerrissenen Kleider die Wahlstätte. Abbadie und die vier Zeugen waren gräßlich zerschunden, Varlet hingegen nicht unerheblich verletzt. Er hatte sich das Bajonnet, das er wütend gegen seinen Gegner geschwungen, im Fallen in die Weiche gestoßen und mußte in einem bedenklichen Zustande nach seiner Wohnung gebracht werden. — Wegen sortgesetzter Fahnenflucht wurde ein Arbeitssoldat vom Kriegsgericht zu fünf Jahren Zuchthaus und Ausstoßung aus dem Heere verurteilt. — Der Pariser Fahrrad⸗Markt wurde am Sonntag in dem ihm angewiesenen Raume des Pferde⸗ marktes ohne Sang und Klang eröffnet. Gegen 1 Uhr waren etwa drei Dutzend Bicyelettes 3 Tandems und ein Dreirad auf den Markt gebracht worden, auf dem sich das Geschäft vorerst nur sehr schwierig entwickelte. Die meisten Verkäufer hatten ihre Ansprüche sehr hoch gestellt und verlangten beispielsweise 250 bis 300 Francs für ein Fahrrad, um welchen Preis man ein funkelnagelneues guter Marke im Laden erhalten kann. Nach und nach gestaltete sich der Verkehr etwas reger und es kamen zahl⸗ reiche Abschlüsse zu Stande, die allerdings bei einer aus⸗ gesprochenen Baisse⸗Tendenz erfolgten. Gegen den Schluß, der um 5 Uhr vorgenommen wurde, besserte sich die Hal⸗ tung, so daß einige Käufer der ersten Stunden die ge⸗ machten Käufe mit Nutzen realisieren konnten. Sehr er⸗ freut über die Neuerung der Fahrräder⸗Börse sind die Schankwirte des Boulevard Saint⸗Marcel, bei denen Käufer und Verkäufer die Fahrräder„begießen“, indeß die Hunde, deren Markt in einer anderen Abteilung des Pferdemarktes gehalten wird, über die Nachbarschaft der ihnen verhaßten Fahrräder weniger erbaut sein sollen. Hd. Triest, 20. August. Inf politischer Umtriebe fanden drei weitere Verhaftungen st Hd. Kufstein, 20. August. Die Le des vom Predigerstuhl abgestürzten;! chener Buchhalter Funk ist nach dreitäg Aude Arbeit geborgen und hierher ge worden. * Hd. Paris, 20. Aug. Der Redak⸗ teur des Anarchistenblattes „Libertaire“, Namens Guyar der am Jahrestage der Hinrich tung Caserios dessen That verherrlichte, ist verhaftet wor⸗ den. Weitere Verhaftungen stehen bevor. Hd. Paris, 20. August. Die strengste Polizei-Maßregeln sind jetzt ange worden, um jede subversive oder chau⸗ vinistische Kundgebung beim Zaren⸗ besuch zu verhindern. Ein vom 12. d. M. datiertes Rundschreiben des Ministers des Innern an die Präfekten ersucht dieselben, besonders dahin zu wirken, daß die geplante Reorgani⸗ sation der ver schiedenen Truppen der Patrioten-Liga verhindert werde. b Hd. Rom, 20. August. Anfang September General Baldissera schon vorher nach Afrika zurückkehren. Er wird die Statthalterschaft de⸗ finitiv übernehmen und die Befestigung der Mareb⸗Linie bald in Angriff nehmen. 5 Hd. Mom, 20. Aug. Die Hoch zeit des vember in Monza stattfinden. Der Erzbischof nehmen. Hierauf begiebt sich das junge Paar nach Rom, wo große Festlichkeiten eau werden. Außer den Familien⸗Angehörigen der von Wales und ein vussischer Großfürst der Trauung beiwohnen. In mehreren Städten ist eine Subscription eröffnet worden, um für die Braut reiche Geschenke anzu⸗ Vorläufig wird nur netto Kassa verkauft, allein einige Enthusiasten sprechen bereits davon, auf der Fahrräder⸗ Börse auch den Terminhandel einzuführen. Das wäre allerdings„fin-de-siècle“. Neueste Telegramme. Hd. Graz, 20. August. In der Leobener Garnison ist die ägyptische Augenkrank⸗ heit ausgebrochen. Hd. Ischl, 20. Aug. Graf Goluchowsky ist hier eingetroffen, um dem Kaiser für die Verleihung des Ordens vom goldenen Vließ zu danken und Bericht in der kretensischen Frage zu erstatten. Hd. Basel, 20. August. In dem Dor fe Conters sind gest halts:„Liebe gnädige Frau!... Der Mizzerl geht es gut und sie wird schon recht artig. Ich küsse die Hand Bekanntmachung. Die im Gießener Stadtwald erforderlichen Wegbau- und Grabenarbeiten, als: Anfertigen von Be- und Ent⸗ wässerungsgräben, veranschl. zu 353 42 Planier⸗ und Chaussierarbeit, Fi 924 30. Ueberdecken der Chaussierung mit Sand, veranschl. zu. 193„ 85, Lieferung von Hasaltsteinen, veranschl. zu„ 2985% 50% Aufsetzen der Steine, veranschl. ee fertigen von Durchlässen, Hexan! nůnñ 58„ Lo Liefern und Legen von Thon⸗ röhren, veranschl. zu 28„—„ sollen Freitag, den 21. d. Mts., wärts noch rü kwärts, sondern nur vorwärts gehen durfte. V. Marburger Reise⸗Utensilien ꝛc. ꝛc. Se A Mk. 1. welche in d sind, empfiehlt und versendet Ferd. Bang, Fferdemarkt Lotterie. Verlosung am 15. September 1896 von Equipagen, Pferden, Fahr⸗ und Neit⸗Requisiten, er Expedition dieser Zeitung, sowie in den mit Plakaten versehenen Verkaufstellen Bankgeschäft, Marburg. Bei Abnahme von 10 Losen 1 Freilos. Porto u. Liste 20 Lextra. ern 10 Wohnhäuser, die Kirche und viele Stallgebäude niedergebrannt. 80 Personen sind ob⸗ dachl os. kaufen. legt werden, dem Kronprinzen, welcher bis⸗ 1 5601 von 1 des Königs 500000 Lire Heine Apanage in d öhe z. bewilligen. p 0 erselben Höhe zu Sterbefälle. Am 19. August. Die Privatin Marie Maas, 51 Jahre alt, von Mannheim. Gestorben in der chirurgischen Klinik. g Gießen. ö Wohne jetzt (neben Herrn Kaufmann wir neben unf zu 1 55 anderen Bieren vormittags 10 Alhr, im Saale des alten Rathauses öffentlich vergeben werden. Die Großh. Bürgermeistereien der um⸗ liegenden Orte werden ersucht, dies durch die Schelle bekannt machen zu lassen. Gießen, den 15. August 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Wolff. Die Grummeternte von einem Kleeacker in der Nähe der Aktienbrauerei zu verkaufen. 967 Ehr. Wagenbach, 958 76 66600600. Von der Reise zurück. Prakt. Tierarzt Seiderer, Kirchenplatz No. 1. 2 S in Flaschen zum kauf und empfehlen des Körpers und kommt gut. 9 2 . 8 I E 2 8 2 . 2 * Wetzsteinstraße 43. 1 50 Kaufmann, gesetzten Alters, sucht Stellung auf Komptoir, Kanzlei. Führt die Bücher in kleineren Geschäften auch stundenweise. Gefl. Off. u. 777 a, d. Exped. d. Ztg. erbeten. 964 Ein im Schreiben ge⸗ wandter 16 17 Jahre alter Schlackensteine, Buderus'sche Eisenwerke liefern: gesunder, junger Mann, der auch Gänge zu besorgen hat, wird sofort verlangt. Brauerei 961 Friedel& Asprion. Schlackenmehl, empfehlen. Format 250„ 120, 100 mm zur Ausmauerung von Fachwerk; Normalformat 250„ 120 65 mm für Massivbauten besonders passend. Erdarbeiter und und ähnlichen Räumen geeignet. Schlack ensand, bestes Material zur Mörtelbereitung. Maurer Weitere Auskunft erteilen und Bestellungen nehmen entgegen: Margarethenhütte-Giessen. zu jedem Bau, besonders zur Erbauung trockener Ersatz für Cement, Graukalk und Weiß⸗ kalk, zur Herstellung von Fruchtböden Sophienhütte-Wetzlar. fla scheu, Giessen. — Marktstraße Nr. 8 Terdinand Parthier, Korb- und Stuhfflechterei. Reparaturen billigst. n 352 Von jetzt ab bringen orter Bier als ein Genuß⸗ und Stärkungsmittel ersten Ranges. Hat wenig Alkohol, da⸗ gegen nohen Malz- extrakt-Gehalt, fördert die Ernährung In Original⸗Porter⸗ n Flasche 25 Pfg. Jedes Quan⸗ tum frei in's Haus. Gebr. Röhrle, Exportbier-Brauerei, l Tüchtige Austreicherg Pist or.) sucbt zum 1. Oktober zu vermieten. Mäusburg 12, III. Stock. Ein möbliertes Zimmer(10 Mk. mit Kaffee) zu vermieken. 929 Bahnhofstraße 51, III. Stock links. Ein schön möbliertes Zimmer zu ver⸗ mieten. 16 Mk. mit Kaffee und Be⸗ dienung. 928 Bahnhofstraße 51, III. Stock lints. eren auch chilfen Ferd. Aug. Wengenroth, 0 Haiger. 24 944) Freundlich möbliertes Zimmer Kronprinzen von Italien soll im No⸗ geht eine Abteilung technischer Truppen nach Massauah. Auf Wunsch der Regierung 11 0 Braut werden auch die Königsfamilie von f Portugal, Kaiser Wilhelm, der Prin 9 1 1 700 1 5 Junge Leute, dies Kursus im Schnell-Schönschreiben& zu beteiligen, wollen sich melden unter P. G. 89 postlagernd Gießen. 85¹ Jede noch so schlechte Schrift wird in wenigen Stunden tadellos. af, Toll Noll. Chepiotreste für eine rheinische Fabrik. 461) Peter Teppla, Neustadt 79. Für corpulente Herren, Ich annonciere hiermit mein Herrenkleider-Geschaft und empfehle mich ganz besonders für Fertigung von Anzügen für nur ganz corpulente Herren, da ich darin, nach be⸗ 658 Wohnhäuser zu Taschenuhr 2 Gründliche Reparatur einer Reinigen einer Taschenuhr Ausweis meiner Bücher, einzig alle das Beste zu liefern im Stande bin. , A. Frei, 8 Fed 8 1 1 938 Neuenweg 48. eue Feder in eine Taschen⸗ uhr 1,50 l, 8880 4 628 Patentglas 0,40., Prima 13 Brillenglas 0,50 l A z Für jede reparierte Uhr ein Jahr reelle Spfelmein Garantie. v verzapft 41¹ Georg Koch, J. Arnold, finden Beschäftigung bei 949 Ernst Haubach, Westanlage Nr. 27. Vereinszimmer Gasthaus„Zum deutschen zu vergeben, Mittagstisch im sowie Hof““. Abonnement. Ane zum Schipkapass, 579 Bahnhofstrasse No. 7. Neue Bäue 5. Der Kammer wird der Antrag vorge⸗ Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. R 0 dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in 0 1 die gesonnen sind, sich Abends an einem, 1 14 1 von Turin wird die kirchliche Trauung vor⸗ N Allonmene Neuerul ihrer der Schne n bersehen Aahender bon Per Aagehen oder int e atlon eine 0 fan er gegen Hi ein Zügfüh re Thlagskarte löse in Mllesscalter gu Gießen, 2.) litten der Ober 115 Vallendl en Umgebung 10 erlichlet work feabahnarbeiter b Ir die Atbetter ein Apcgengchuden g Fagezer(Hehl A ohbau vollendet 1 60, „Gießen, A. gemi t , auf folgende, aahe, die sche ht hat, aufmerks e und Aefan sbparze Flecke, A beagle lle ngen aber hab. i de lecke Pil, U e Pil I cel 10 men, Es empf ischält zu 191 gnossene Schal chem Magen fen zu fgeuge ——————— Narja, da von Neiktoman v Abe das fon 0 . 0 , eine Wunde. er sollte hi dean 5 genen Gef in en ef 5 ach. Der Ua mit d. N 50 dhe 5h 12 werden. 1 fuß den 0 0 wälen „Se aa ic. Die Sonne 0 d c 0 U