nsere 0 J deutschen Börsenplätzen aus Versuche gemacht worden sind— ferne gehalten, sodaß der auf 4— lahm zu legen.“— — Gießen, Sonntag, den 20. September 1896. Ausgabe Gießen. ische Landeszeilung. Redaktion: * Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Preis der Anzeigen: 10 Pfg. Tage nach Sonn- und Feiertagen. für die Ispaltige Petitzeile. Expedition: Kreuzßplatz Nr. 4. 2 us dem Handelskammerbericht VI Anter den„Berichten über Thatsachen“ wird berichtet über das Bankgeschäft: „Die Ergebnisse des Bankgeschäfts im abge⸗ laufenen Jahre können im ganzen als befrie— digende bezeichnet werden. Eine fast während der ganzen Berichtsperiode andauernde Geld⸗ flüssigkeit, sowie die erfreuliche Besserung in 9.85 Industriezweigen hatte eine mäßige Belebung der Bankthätigkeit im Gefolge. Das kaufende Publikum gab zum Teil sein, dem heimischen industriellen Effektenmarkte gegenüber beobachtetes, vielfanh ungerechtfertigtes Mißtrauen auf; dagegen hat sich dasselbe vor dem Spekula⸗ tionsfieber in Goldaktien— zu dessen Verpflan⸗ zung hierher von London und auch von einigen diesem Gebiet gegen Ende 1895 erfolgte Kurs⸗ sturz hier nicht empfunden wurde. Wir en der Hoffnung Raum, daß eine weitere Hebang der Industrie und des Handels zur ruhigen Fortentwickelung des Bankgeschäfts beitragen und daß die Befürchtung derjenigen sich nicht bewahrheiten möge, welche einzelne der in dem neuen Börsengesetz getroffenen Maßregeln für extrem und geeignet erachteten, den freien Verkehr zu hemmen, sowie Börse und Bank⸗ geschäft in der Erfüllung ihrer wirtschaftlichen eber das Geschäft in Baumwollenwaren wird gesagt: „Nachdem im Herbste 1894 der in unserem letzten Bericht erwähnte heftige Preissturz der Baumwolle endlich sein Ende gefunden hatte, wurde, veranlaßt durch die außergewöhnlich billigen Preise der fertigen Ware, stark gekauft, so daß die disponiblen Vorräte und der größte Teil der Produktion von 1895 rasch an den Mann gebracht wurden. Nach und nach wurde es auch möglich, die Preise der fertigen Ware zu erhöhen, wenn auch nicht in Parität zur Steigerung des Rohstoffes, so daß für die Fabri⸗ kanten, die weitgehende Abschlüsse in Garnen zur richtigen Zeit gemacht hatten, das Jahr 1895 kein ungünstiges war. Der bedeutende Aufschwung, den das Exportgeschäft im ver⸗ gangenen Jahr nahm, beschäftigte viele große Fabrikanten für das Ausland, so daß die frühere lieberproduktion, die die unnatürliche Geschäfts⸗ lage der letzten Jahre geschaffen hatte, beseitigt wurde und eher e als Ueberfluß Leintrat; auf diese Weise konnte sich die Befestigung der Preise aufrecht erhalten und in das Jahr 1896 mit übernommen werden. 0 f Die im ganzen nicht ungünstigen Verhältnisse des Jahres 1895 haben zweifellos auch den Konsum im Detailgeschäfte gehoben, doch läßt die Erfahrung, daß man stets nach Nulgen Qualitäten greift und wirklich gute Sachen fast nicht mehr verlangt werden, annehmen, daß die Kaufkraft der großen Masse des Vol⸗ kes noch sehr viel zu wünschen übrig läßt; auch leidet das Geschäft nach wie vor durch die so sehr gedrückten Verkaufspreise, so daß ein wirklich entsprechender Nutzen in den kleinen und mittleren Geschäften kaum noch zu 1 ist. Diese Erscheinung im heutigen Geschäfts⸗ betrieb ist hervorgerufen durch dle alle wach sende Konkurrenz an den meisten Plätzen und kann nur durch die weitgehendsten Betriebs- und Erwerbserleichterungen in ihren nachteiligen Folgen entkräftet werden. Statt dessen aber bringt die jetzt in Beratung befindliche Gewerbe⸗ Novelle eine ungemeine Erschwerung des Hauster⸗ handels und das Verbot des Detail-Reisens, Maßnahmen, die viele tausende von Existenzen untergraben und vernichten werden. Eine Ver⸗ kaufsweise, die sich seit länger als 20 Jahren im Volke eingebürgert, sollte nicht plötzlich un⸗ möglich gemacht werden, wie es denn überhaupt nicht leicht zu erklären ist, warum eine ehrliche Art des Erwerbs, die vielen Leuten Gelegenheit gegeben, sich zu ernähren, zu Gunsten weniger Einzelner verboten werden soll.“ Interessieren dürfte auch der Bericht über die Tabakfabrikation: „Der Absatz für Rauchtabak wird immer schwieriger, und wenn es auch gelang, die Fabri⸗ kation auf annähernd gleicher Höhe mit dem Vorjahre zu halten, so war das Ergebnis doch in keiner Weise befriedigend, da zur Erreichung des Umsatzes wesentlich größere Aufwendungen nötig waren und die Verschiebungen von besseren Qualitäten zu teilweise ganz geringen Sorten sich immer mehr fühlbar machen. Um das Mißverhältnis zwischen dem drei— monatlichen Zollkredit gegenüber dem so sehr ausgedehnten, selten unter 6 Monate, meist dar⸗ über hinaus sich erstreckenden Warenkredit, welchen die große Mehrzahl der Abnehmer beansprucht, einigermaßen zu erleichtern, müßte der Industrie eine Verlängerung des Zollkredits auf 6 Monate gewährt werden. Es dürfte berechtigt erscheinen, nach dieser Richtung hin erneut mit Anträgen vorzugehen.: Die Kautabakfabrikation zeigt dagegen eine kleine Besserung, hier nimmt der Konsum noch zu, während die Raucher der heranwachsenden Generation die bequemere Zigarre dem Genuß der viel billigeren Pfeife vorzuziehen scheinen.“ Der Bericht der hiesigen Handelskammer stimmt im großen Ganzen darin mit den Be⸗ richten aller übrigen Kammern überein, daß er Wir sind überzeugt, daß dieser Aufschwung auch noch ein oder zwei Jahre andauern wird. Ebenso fest sind wir aber davon überzeugt, daß diesem wirtschaftlichen Aufschwung eine Krise folgen wird, die all ihre Vorgängerinnen, die seither jedem Aufschwung mit unheimlicher Sicherheit folgten, übertreffen wird. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 19. Sept. Die erste Schul⸗ woche nach den großen Ferien ist nun glücklich vorüber, und mit wehmütigen Gefühlen wird mancher Knirps, dem der Schulbesuch in den letzten sechs Tagen sauer genug wurde, den heutigen Sonntag begrüßen. Der erste freie Tag wieder nach einer Arbeitswoche! Ach, man ist an das Arbeiten noch gar nicht gewöhnt, man kann es noch gar nicht begreifen, daß die ewigen Festtage nun dahin sind und auf sechs lange Wochentage nur ein einziger Sonutag folgt. Mit dem häuslichen Fleiß ists vorläufig noch nicht weit her, und übte nicht der gestrenge Herr Lehrer weitgehende Nachsicht, so wäre schon Tadel über Tadel in die Klasse gefallen. Aber freilich: der Herr Lehrer kennt seine Pappen⸗ heimer; er weiß, daß man nicht ungestraft vier Wochen lang feiert; er ist nicht so streng und so unerbittlich, wie er aussieht, und wartet geduldig, bis seine kleine Schaar die Trägheits-Nachwehen der großen Ferien gesund überstanden hat. Ist ihm doch selber noch ganz kurios auf dem hohen Katheder zu Mute, kann er doch selber noch immer nicht recht daran glauben, daß er wieder in der dumpfen Schulstube und nicht mehr im schönen Vogelsberg oder sonstwo weilte. In den Pausen zwischen den einzelnen Unterrichts⸗ stunden, wenn drinnen in der Klasse die Schüler sich recken und strecken und lärmend einander allerhand lustige Ferienabenteuer erzählen, tauscht auch er auf dem Korridor oder im Konferenz⸗ zimmer mit den Kollegen seine Erlebnisse aus und verhehlt durchaus nicht, daß ihm die erste Schulwoche nach den großen Ferien ziemlich „spanisch“ vorkommt. Aehnlich ergeht es den Eltern daheim, die am letzten Sonntag mit den Kindern aus der Sommerfrische zurückgekehrt sind und seitdem merkwürdig oft ein Auge zu den mancherlei Unarten der kleinen Wildfänge zugedrückt haben. Mutter läßt es bet milden Mahnungen bewenden und Vater ist überhaupt wenig zu Hause, da er genug am Stammtisch zu berichten hat, um über häusliche Angelegen⸗ heiten vornehm hinwegzusehen. Heut, am ersten freien Tag nach der ersten Arbeitswoche schläft man auch zum ersten Mal wieder gründlich aus. An den Feriensonntagen war das anders! Selt⸗ sam, wie wenig Ruhebedürfnis der Mensch ent⸗ einen wirtschaftlichen Aufschwung kon— statiert. wickelt, wenn er der Ruhe in vollen Zügen ge⸗ nießen darf! Mit dieser Betrachtung, die zwar nicht neu ist, aber den Vorzug der Wahrheit hat, schließen wir unsre erste Sonntagsplauderei nach Ablauf der Ferien, und rufen unsern müden Lesern, großen und kleinen, wenn sie nach süßen Ferienträumen schon aufgewacht sind, ein fröh⸗ liches„Guten Morgen“ zu! Gießen, 19. September. Der Ministerial⸗ sekretär 1. Klasse bei dem Ministerium des Innern, Regierungsrat Ludwig Achenbach, ist auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienste und unter Verleihung des Charakters als„Ge⸗ heimer e Srat“, in den Ruhestand ver⸗ setzt.— Der Regierungsassessor Dr. E n st Weber aus Offenbach ist zum Ministerialsekretär bei dem Ministerium des Innern ernannt.— Der ordentliche Professor zu Aachen, Max Friedrich Gutermuth, ist zum ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule, insbe⸗ sondere für das Lehrfach des Maschinenbaues, mit Wirkung vom 1. Oktober d. J. an ernannt worden. * Gießen, 19. September. Die königl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. teilte der hiesigen Handelskammer mit, daß deren An⸗ trag gemäß Rund reisekarten für die Touren: 1. Gießen— Wetzlar— Betzdorf-Köln oder Deutz—-Niederlahnstein Limburg— Wetzlar — Gießen und 2. Gießen— Wetzlar—-Limburg— Niederlahnstein— Wiesbaden— Frankfurt— Gießen vom 1. Oktober er. ab, während des ganzen Jahres ausgegeben werden. * Sießen, 19. September. Vor dem 0 5e eh sollte gegen Ludwig Motz und dessen Genossen Schupp verhandelt werden. Der erstere ist seinem vom Kriminalschutzmann Weiß aufgenommenen Protokoll zufolge geständig, dem Kaufmaun Adolph Geiße am Seltersweg 25 Pack Kaffee, sowie mehrere halbe Pfunde rohen Kaffee und etwa/ Pfd. Zucker gestohlen zu haben. Der Mitangeklagte Schupp soll der Hehler dieser Waaren sein. Die Angeklagten bestreiten mit aller Entschiedenheit trotz des Ge⸗ ständnisses des Motz ihre Schuld. Der Ver⸗ teidiger des Letzteren, Rechtsanwalt Dr. Jung, beantragt die Vertagung der Sache und Ladung des Kriminalschutzmann Weiß, indem er aus⸗ führte, daß sein Klient, dem er zugeredet, die That, wenn er sie begangen, doch zuzugestehen, folgende Angaben ihm gegenüber mache. Der Beamte hätte bei der Vernehmung seines Klienten diesem gedroht, er würde in Haft behalten, wenn er nicht gestände, sage er aber, was er gestohlen, so würde er nicht bestraft, denn der Kaufmann Geiße wolle keinen Strafantrag stellen, sondern lediglich die Paar Mark, nämlich den Wert der Waaren, die er gestohlen haben könne, ersetzt haben. Darauf habe der Angeklagte um der Haft zu entgehen ausgesagt, was man von ihm zu wissen verlangt habe. Die 25 Pack Kaffee Marja, das Heldenmädchen von Transvaal. Zeitroman von Pieter Vryburg (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Kurt sprach aus, was er dachte, und seine be⸗ redten Worte übten eine zündende Wirkung auf das schöne Weib an seiner Seite. Leidenschaftliche Empfindungen für diesen hübschen, ritterlichen Ain“ und hohen Aristokraten keimten in ihrer ust empor. In ihren klugen Kopf tauchten plötzlich, blitzartig Gedanken und Pläne auf, wie sie vorhin in Marja's Gegenwart der Mann auf der Veranda geäußert hatte. Von ihm geliebt, sein Weib— das war eine berauschende Perspektive! Frei von diesen Fesseln, die sie drückten und ihre Schmach ihr immer gegenwärtig hielten, herausgerissen aus einer Gesellschaft, einer Atmosphäre, die sie an⸗ ekelte, und in den alten Kulturländern, wo man Vergangenheit nicht kannte zu einer führenden Stellung in der Gesellschaft erhoben! g Bianca Capella erwog alles das, während sie ihre funkelnden Augen bewundernd und forschend über die Gestalt des Grafen hingleiten ließ. Er war ein Gefangener wie sie, wenn auch in anderer Weise, und vielleicht, wenn sie ihn frei machte—? Ihre Gedanken verloren sich in nebelhaften Um⸗ rissen, während sie mechanisch mit ihrem pracht⸗ vollen Fächer aus Straußenfedern ihm und sich selbst Kühlung zufächelte. 0 0 „Sie sprechen von Wiederbefreiung“, sagte sie, aus tiefem Traume erwachend, mit verschleierter Stimme.„Sie tragen keine Fesseln—“ „Und doch giebt es Worte, schwerer drücken als Ketten“, verdüsterter Miene. er sich durch Jamesons leere Versprechungen die entgegnete Kurt mit Er bedauerte es zehnmal, daß Drohungen hatte be⸗ Fluchtversuch machen zu wollen. Man würde es doch nicht gewagt haben, ihn zu töten, denn ein sicher hieraus mit Deutschland resultierender Kon⸗ flikt hätte alle englischen Eroberungsgelüste in diesen Breiten für immer zu Nichte gemacht. Un⸗ willkürlich richtete er den Blick auf Jameson, dessen Anmaßung ihn in diese bedauernswerte Lage ver setzt hatte. Die kluge Creolin las ihm die Gedanken vomGesicht. „Ich verstehe“, sagte sie leise.„Ihr Ehren⸗ wort als Offizier— das bindet Sie.“ „Sie wissen—?“ „Alles.“ Eine kleine Pause entstand, während Beide wieder ihren besonderen Gedanken nachbingen. Beide hatten die Empfindung, daß es nicht klug war, hier noch weiter ihre scheinbar überein⸗ stimmenden Ansichten auszutauschen. „Finden Sie nicht, daß es sehr heiß im Saale ist?“ fragte Bianca, ihren Fächer in lebhaftere Schwingungen versetzend. „Darf ich Ihnen meinen Arm zu einer Prome⸗ nade durch den Garten anbieten?“ fragte Kurt galant. Sie neigte mit einem entzückenden Lächeln das stolze, schöne Haupt, legte ihren Arm in den seinen, und beide schritten unter den bewundernden, teils neidischen Blicken der Umstehenden hinaus. „Bianca spielt ihre Rolle gut“, sagte Rhodes zu seinem Vertrauten. Jameson zuckte die Achseln. „Sie ist eine Schlange! gerne mit Weibern.“ „Weil Sie deren Macht und Einfluß nicht kennen, lieber Doktor. Wir müssen vor allen Dingen wissen, mit welcher geheimen Mission der Graf betraut worden ist.“ Ich operiere nicht fümmen lassen, sein Ehrenwort zu geben, keinen „Für unsere Sache doch ohne Belang!“ geheimen Schutz- und Trutzbündnisses zwischen Deutschland und Transvaal erwogen? Kann nicht gerade Graf Hallern der Träger einer solchen Bot⸗ schaft an Krüger sein? Als Militär mußte es ihm interessant sein, die natürlichen Verteidigungsmittel des Landes kennen zu lernen, und Positionen gemein⸗ sam, oder doch mit deutschem Gelde zu errichten, mit Kruppschen Kanonen zu armierende Festungen ausfindig zu machen.“ „Und wann!“ beharrte Jameson mit der ihm eigenen unerschütterlichen Kaltblütigkeit. Noch stehen die Forts nicht, und die Kanonen befinden sich noch auf der Werkstatt in Essen. Sind Verhandlungen im Gange, so können sie nur durch den Grafen zum Abschluß gebracht werden. Diesen kaiserlichen Emissär aber haben wir abgefangen, und ich glaube, es wäre besser gewesen, ibn nicht als solchen, sondern als einfachen Privatmann zu behandeln. Es thut mir jetzt leid, ihn bei dem Uebergang über den Nyl nicht ertränkt zu haben. Niemand hätte ihn hier gesehen. Er wäre aber verschwunden ge⸗ wesen, und„tote Leute erzählen keine Geschichten“ heißt's im Sprichwort.“ Rhodes blickte finster vor sich hin. Diese kalte Grausamkeit Jamesons stieß ihn, den Mann der feineren Sitte, den hohen Aristokraten, ab, dennoch konnte er sich nicht verhehlen, daß jener recht hatte. Wäre Graf Hallern irgendwo in Trausvaal verun⸗ glückt oder spurlos verschwunden, so hätte niemand sagen können, wen die Schuld traf, denn seine Mission war— wenn er eine solche hatte— eine ganz geheime. Reiste er aber wirklich nur als Privatmann, so wäre das die beste Art der Entledigung für den Mitwisser ihrer Geheimnisse gewesen. „Dieser Mann wird für uns immer eine Ge⸗ fahr und arge Verlegenheit sein,“ sagte grübelnd „So? Haben Sie schon die Möglichkeit eines der Lord, auch nach einem erfolgreichen Feldzuge in Transvaal. Ich darf, schon wegen meiner amt⸗ lichen Stellung als Ministerpräsident der Kapkolonie mit dieser Sache nicht vermengt erscheinen. Die englische Regierung muß ihre Ueberraschung mit dem Vorgefallenen bekunden können. Und dieser Mann hat, wie Sie mir sagten, alles erlauscht. Ihre geheimsten Pläne haben Sie den Verschworenen auf der stillen Farm unterbreitet, meinen Namen genannt und damit den Sie belauschenden Grafen die werden wir ihm doch einmal geben müssen, wird er hingehen und alles aufdecken, unser ganzes Lügengewebe zerreißen und mit seinen Enthüllungen vielleicht einen Konflikt mit Deutschland heraufbe⸗ schwören, aus dem wiederum ein Weltkrieg eutstehen f kann.“ Er stampfte ärgerlich mit dem Fuße auf. „Das darf nicht sein! Sagen Sie mir Ihre An- 9 sicht, Jameson!“. Während sie mit einander sprachen, hatten beide Männer ihre Schritte nach einem gerade 3 leeren Nebenzimmer gelenkt, dessen Fenster offen! stand, um die milde Nachtluft einzulassen, denn in dem Saale war es erdrückend heiß. Rhodes hatte! die Thüre hinter sich abgeschlossen. 0* „Meine Meinung?“ fragte Jameson lauernd.!“ „Ich sagte sie Eurer Lordschaft schon.“ 1 „Was nutzt mir Ihr Bedauern, den Grafen 0 Rhodes ärgerlich„Das ist nicht geschehen. Der! kaiserliche Emissär ist hier, er lebt, und wenn es erst in Pretoria ruchbar wird, daß wir ihn hier! wieder seinen Willen festhalten, haben wir den, deutschen Konsul auf dem Halse. Was macht man?“ Zimmer auf und ab. Dann blieb er plötzlich vor Jameson stehen. zum Mitwisser der ganzen Verschwörung gemacht. 0 So wie er seine Freiheit wieder erlangt hat, und nicht schon in Transvaal beseitigt zu haben,“ sagte! 4 Mit erregten Schritten ging der Lord im 1 10 0 5 * 19 0 70 seien wertlos gewesen und habe ihm sein Brot⸗ herr den Auftrag gegeben, dieselben gelegentlich 8 verschenken. er Gerichtshof beschloß die ertagung der Sache und Ladung des Zeugen Weiß zum neuen Termin. a 4 Gießen, 19. Sept. Man schreibt uns mit der Bitte um Veröffentlichung: Vorträge bei den Ortsgewerbevereinen im Groß⸗ herzogtum Hessen. Das„Gewerbeblatt, eitschrift für den Landesgewerbeverein“, schreibt betreffs der Vorträge in den Ortsgewerbevereinen in Hessen: „Im letzten Winterhalbjahr 1895/96 hatte sich die Veraustaltung von Vorträgen technischen und wirt⸗ schaf lichen Inhalts bei den Ortsgewerbevereinen, wie in den Vorjahren, einer großen Beliebtheit zu erfreuen. Nach den uns zugekommenen Mitteilungen, welche auf Vollständigkeit einen Anspruch nicht machen können, sind bei 47 Ortsgewerbevereinen insgesamt 122 Vor⸗ träge gehalten worden. In 27 Fällen hatten Mit⸗ glieder der betreffenden Vereine sich in dankenswertester Weise bereit gefunden, das Gewerbewesen berührende Angelegenheiten zur öffentlichen Besprechung zu bringen. Aber auch die mit Unterstützung der Großh. Zentralstelle durch Uebernahme der Kosten veranstalteten 91 Vorträge haben zur Belebung des Vereinsinteresses wesentlich beigetragen. Von den letzteren Vorträgen waren 13 Vorträge von den Beamten der chemischen Prüfungs⸗ und Auskunfts⸗Station für die Gewerbe und 78 Vor⸗ träge von sonstigen Beamten, dem Lehrerstande ange⸗ hörenden und im Gewerbeleben steyenden Persönlichkeiten nach den schon seit Jahren eingehaltenen Grundsätzen übernommen worden. Zu weiteren 4 Vorträgen über besonders ausgewählte Thematas waren von den Orts⸗ gewerbevereinen geeignete Personen von auswärts gewonnen worden.“ Von der Abhaltung der hier vornerwähnten Vorträge haben wir in unserer Provinzialhaupt⸗ stadt Gießen im vorigen Winterhalbjahr nichts gehört. Glaubt man, unsere Handwerker be⸗ dürfen nicht derartiger sie belehrender und unter⸗ weisender Vorträge oder ist die Leitung unseres Gießener Ortsgewerbevereins der Meinung, daß sie vollauf genug gethan, wenn sie den Mit⸗ gliedern des Vereins die Vorträge des Kauf⸗ männischen Vereins zugänglich macht. Es wurde in dieser Zeitung schon einmal angeregt, daß der Hauptlehrer der hiesigen Handwerker⸗ schule, gleich wie es sein Vorgänger gethan, Vorträge halten möge über Fragen, die das Handwerk angehen, aus denen der Handwerker Belehrung und Anregung bekommt für seine gewerbliche Thätigkeit. Daß unsere Ansicht auch von kompetenter Seite geteilt wird, geht aus nachstehenden Zeilen, die wir ebenfalls dem Gewerbeblatt entnehmen, hervor: „Die Abhaltung solcher Vorträge hat sich als ein sehr geeignetes Mittel erwiesen, das Interesse der Mit⸗ glieder an den Bestrebungen der Ortsgewerbevereine zu erhalten bezw. zu wecken. Die Großh. Zentralstelle läßt es sich deshalb auch angelegen sein, derartige Veraustaltungen nach Möglichkeit zu unterstützen. Hierbei kann aber die Mitwirkung der Vorstände der Orts⸗ gewerbevereine sowohl als auch diejenige der einzelnen Mitglieder nicht entbehrt werden. Oftmals bedarf es nur einer geeigneten Anregung seitens des Vorstandes, um eines der Mitglieder zur Uebernahme eines Vor⸗ trages oder einer Mitteilung über einen einzelnen Gegenstand im Verein zu bewegen. Die etwa hierzu erforderlichen besonderen Studien werden durch leihweise Abgabe von Büchern, Zeitschriften u. s. w. aus der Bibliothek des Landesgewerbevereins soweit thunlich gefördert. Sofern bei den Mitgliedern eines Orts⸗ gewerbevereins ein besonderes Interesse für einen be⸗ stimmten Gegenstand besteht, aber eine Persönlichkeit zur Uebernahme des Vortrages nicht ausfindig gemacht werden kann, so genügt es, eine entsprechende Mit⸗ teilung an die Großherzogl. Zentralstelle gelangen zu lassen, damit diese die geäußerten Wünsche bei der Wahl der Vortragsgegenstände zu berücksichtigen in der Lage ist.“ Wir entnehmen dem Vorstehenden, daß es nur an dem Vorstand unseres Ortsgewerbevereins liegt, wenn wir derartige Vorträge bisher ent⸗ behrt haben, und sprechen hiermit den Wunsch aus, daß im Interesse des Handwerks für das kommende Winterhalbjahr der Großherzoglichen — Zentralstelle die Anregung gegeben wird, den Ortsgewerbeverein Gießen nach dieser Richtung hin zu unterstüsten, denn dieselbe! verfügt wieder wie im Vorjahr über eine größere Anzahl ge⸗ eigneter Persönlichkeiten, welche belehrende Vor⸗ träge technischer und wirtschaftlicher Art zu übernehmen bereit sind. Die von den Rednern bezeichneten Vortragsgegenstände werden noch den Vorständen der Ortsgewerbevereine bekannt gegeben, sodaß diese in die Lage kommen, geeignet erscheinende Vorträge auszuwählen, durch deren Veranstaltung dem Verein Kosten nicht einmal erwachsen. Bequemer und billiger kann es die Zentralstelle wahrhaftig Niemand machen. Es ist das nicht nur anzuerkennen, sondern man mache auch bei uns Gebrauch davon, für den Fall, daß man innerhalb des hiesigen Vereins keine geeigneten rednerischen Talente Weed— * Gießen, 19. Sept. Vor kurzem wurde in der Marktstraße ein junges Kätzchen durch ein vorüberrollendes Fuhrwerk überfahren und dabei demselben eine Pfote arg zerquetscht. Eine barm⸗ herzige Samariterin nahm sich des Tierchens an, nahm dasselbe in ihr Haus und pflegte das wunde Kätzchen, bis es eines Tages wieder laufen konnte und sein Asyl verließ. Noch Patientin, wurde das Tier in einem der Nach⸗ barhäuser von jungen Burschen, die abends sich ins Bett legen wollten, vier Treppen hoch im Zimmer angetroffen und in der rohesten Weise von dort aus in den mit Steinfließen belegten Hausflur geworfen, wo das Tierchen die Nacht über liegen blieb. Am nächsten Morgen fand der Hausbesitzer die Katze todeswund im Hause an, öffnete den Hausflur und stieß mit dem Fuße ausholend das jammernde Tier mit ge⸗ waltigem Stoß auf eine Hintergasse hinaus, wo die Hunde dieselbe buchstäblich in Stücke zer⸗ rissen. Unser Gewährsmann für diese beispiellos rohe Handlungsweise hat voller Entrüstung der Polizei Anzeige von dem Vorfall erstattet. * Gießen, 18. Sept.(Hin eingefallen.) Vor längerer Zeit brachten die„Neuen Hess. Volksblätter“ die Mitteilung aus Zwingen⸗ berg an der Bergstraße, daß in einer Nachbar⸗ gemeinde am 13. Juli ein Waldbrand aus⸗ gebrochen sei und der Kommandant der freiwilligen Feuerwehr, als er hiervon Meldung erhielt, geäußert habe, er wolle erst seinen Kaffee trinken. Angefügt war noch die kritische Be⸗ merkung:„Ein eifriger Kommandant.“ Durch willigen Feuerwehr von Alsbach sich belei⸗ die Notiz fühlte der Kommandant der frei- F nitz, Solingen, Trier, Ulm, Worms und der Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft. * Schotten, 18. Sept. Die zweite Haupt⸗ versammlung des Lehrerheims„Vogels⸗ berg“ wird am 3. Oktober in den Räumen des„Lehrerheims“ abgehalten. Auf der Tages⸗ ordnung stehen: Rechenschaftsbericht über den jetzigen Vereinsstand, Beratung über die Auf⸗ bringung weiterer Mittel zur vollständigen Ein⸗ richtung des„Lehrerheims“, Beratung über die Art und Weise der Rückzahlung der Anteil⸗ scheine, sowie Neuwahl und Erweiterung des Vorstandes. *Rudingshain bei Schotten, 18. Septbr. Vor wenigen Tagen schwebte der den Vogels⸗ berg⸗Touristen bestens bekannte hiesige Gastwirt Georg Deubel in großer Lebensgefahr. Er wollte von Götzen, einem von hier nur eine halbe Stunde entfernt liegenden, aber durch ein ziemlich tiefes Thal getrennten Orte, wo er sich auf einer Geschäftstour befand, abends, als es bereits sehr dunkel geworden war und ein Gewitter unsere Gegend bedrohte, mit seinem Fuhrwerk nach Hause zurückkehren. Da die Fahrt unter solchen Umständen nicht ungefährlich erschien, so begleitete ihn der dortige Polizeidiener noch ein Stück Wegs. Nachdem sich derselbe wieder von ihm getrennt hatte, wurde das Pferd infolge eines grellen Blitzes scheu, ging durch, wobei der Wagen umfiel; das Pferd raste in sausendem Galopp den steil abschüssigen Berg hinunter. Deubel war glücklicherweise sofort beim Umfallen des Wagens aus demselben herausgeschleudert worden und ist dadurch unbeschädigt mit dem bloßen Schrecken davongekommen. Das Pferd aber fand man später unten im Thale, wo es von einer Brücke herabgestürzt war und das Genick gebrochen hatte. Doch auch dieser Verlust wird nicht so stark empfunden, indem das Pferd versichert war und der Eigentümer infolgedessen 450/ zu beanspruchen hat. Für die bis jetzt der betreffenden Versicherung noch fernstehenden Pferdebesitzer dürfte dieser Vorfall wiederum eine Mahnung bedeuten. * Nidda, 16. September. Wie im Leben in viel Freud und Leid treu vereint, ist auch im Tode sich treu geblieben ein betagtes Ehe⸗ paar hier. Der Kappenmacher Kemm, 86 Jahre alt, starb vorigen Donnerstag, seine Ehe⸗ frau, eine hohe Siebzigerin, bekam gleichzeitig einen Schlaganfall und starb gestern; beide kommen nebeneinander zu liegen. Ihre größte reude waren vier blühende Kinder, ihr größtes Leid der Verlust dieser Kinder im aft sten digt und stellte Strafantrag. Vor dem Schöffengericht bestritt heute der Redakteur der „Hessischen Volksblätter“, Herr Ramspeck, die Absicht der Beleidigung und trat den Wahrheits⸗ beweis an, der vollständig gelang. Das Gericht erkannte auf kostenlose Freisprechung des Angeklagten unter der ausdrücklichen Begründung, daß sich der Kommandant in seinem Amte nicht eifrig gezeigt habe. Die Kosten hat der Privat⸗ kläger zu tragen. * Gießen, 19. Sept. Unter dem Vorsitz des Präsidenten der Mainzer Handelskammer, Geh. Kommerzienrats St. C. Michel, wird in Mainz im Konzerthaus vom 21. September ab die von dem Präsidium des deutschen Han⸗ ae ee eingesetzte 2. Unterkom mission zur Vorberathung eines neuen Handelsge— setzbuches tagen. Die Sitzungen werden mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Ab⸗ schnitte, die genannter Kommission überwiesen wurden, sind der erste, zweite und fünfte Teil des zweiten Buches 88 94—164 und§8 306 bis 314 über„Offene Handelsgesellschaften, Kom⸗ manditgesellschaften und Stille Gesellschaft.“ Die Kommission besteht aus Vertretern der Han⸗ delskammern von Aachen, Bielefeld, Bonn, Crefeld, Elberfeld, Essen, Flensburg, Göttingen, Hagen Harburg, Hildesheim, Kiel, Lennep, Lüdenscheid, Mainz, Mühlhausen, Posen, Schweid⸗ Alter an der Schwindsucht. Allgemeine Teil⸗ nahme im Leben wie im Tode seitens unsrer Stadt folgt dem nun wieder vereinten Ehe⸗ paare.(D. Z.) Nidda, 18. Sept. Die Zuchtviehsch au der Zuchtviehgenossenschaft des Kreises Büdingen, einträchtigt. war aufgetrieben. fernung, gegeben. * Darmstadt, 18. Sept. denaturierten Spiritus auf. teresse der Industrie sicht auf Erfolg. halten werde und daß der Mainzer Verein hie eine namhafte Summe als Garantiefonds j nen solle. In der Versammlung wurde weite mitgeteilt, daß die letzte Geflügelausstellung i Mainz eine Einnahme von ½ 31.281,05 un eine Ausgabe von 1 31 259,81 gehabt mithin ein Ueberschuß von 1 21,24 verblieben sei.— Die Strafkammer des Landgerichts verurteilte den Landwirt Jak. Jochs von G Bischofsheim wegen fahrlässiger Tötun zu 3 Monaten Gefängnis. Jochs hatte s. den Tod des Taglöhners Seibert dadurch 9. ursacht, daß er bei einem Militärtransport mit der Peitsche auf ein Militärpferd einhieb; dieses sprang zur Seite und drückte den Taglöhner Seibert derart gegen einen Baum, daß Seibert nach einer Viertelstunde verstarb. 1 Vermischtes. — Ein lustiger Schüleraufsatz macht in Köl⸗ ner Leserkreisen die Runde. Das Thema lautete:„In der Schule.“ Hier ist die Ausführung:„Das Schulzim⸗ — mer besteht aus der Wandtafel, den Bänken, den Tinten⸗ fässern, dem Stock und dem Lehrer. Die meisten Sachen in unserer Schule sind sehr alt, nur der Stock ist neu. Wer noch später wie der Lehrer in die Schule kommt, ist der größte Faullenzer und wird durch diesen bestraft. Auf der Wandkarte sind Flüsse und Städte gemalt, damit wir sie auswendig lernen müssen. Der Lehrer hat mit dem Stock ein Loch ins gelobte Land gestoßen. Mit dem Globus macht er die Sonnenfinsternis. In der Gesangstunde streicht der Lehrer den Bogen; auch schlügt er uns so lange den Takt, bis es klappt. Wir fingen do bis la; einige können noch höher; der Lehrer kann es 30 n am tiefsten, aber der kommt nicht in die Höhe. In der„ Pahlen zun Schule hängt auch ein Thermometer; mit diesem macht. 0 ung der! man es im Sommer heiß, bis frei ist; der Lehrer sieht Af 5 1 so lange darauf, bis es 20 Grad sind. In der Frei⸗ bechigten viertelstunde essen wir eine halbe Stunde lang unser An fohgerdel dre Butterbrot. Der Schulinspektor lobt uns immer, aber 0 nd 23. 2 der Lehrer ist froh, wenn er wieder fort ist. In der 1 8 vo Turnstunde springen wir über den Bock; der Lehrer springt vorm eg zuerst, daß er kracht, dann springen wir auch und stärken und ua die Ul unsere Glieder. Der Lehrer macht uns zu ordentlichen Uhr, feen Wahl Menschen; denn Fleiß bricht Eis. Wer Aepfel stiehlt, Gez zur kommt einen herunter; wer sie aber dem Lehrer stiehlt, berechlglen. Sun kommt zwei herunter. Wenn der Lehrer die Orgel spielt, en daf web treten wir ihm den Balg und singen zweistmmig dazu; ehe zu Wohlni wenn man ihm den Balg zu arg tritt, e die Orgel. den dütgermeste Jetzt ist der Lehrer krank und hält keine Schule; wir i 15— wissen nicht, ob er wieder gut wird, aber wir hoffen n. Nur an der das beste. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 8. Sept. Dem Schuhmachermelster Heinrich Fuchs ein Sohn.— 10. Dem Architekten Heinrich Kockerbeck eine Tochter, Irene Elisabeth.— 13. Dem Maschinisten Georg Biedenkapp ein Sohn. Dem Quartiermeister Jo⸗ hann Georg Schön eine Tochter, Elisabeth Luise Katha⸗ rina.— 14. Dem Straßenkehrer Philipp Werner dne Tochter, Margarethe. Dem Fuhrknecht Heinrich Lemp dalale Eiuwendung uud Volsdärdigtel Medulg des Ve dungen vorhebrat Nachweisungen il Einzelne außerhal cer des Steuerbe in den Lien unb ssad, geliefert wen „Nun?“ fragte er kurz und gebieterisch. Jameson zuckte leicht zusammen, und ein tückischer Blick traf den Lord von unten herauf. Dieser Ton des Herrn zum Untergebenen verletzte ihn. Er strebte selbst nach der höchsten Würde, denn er wollte Transvaal für sich erobern. Noch war es nicht so weit, und nur mit Rhodes Geld war das Ziel seines Ehrgeizes zu erreichen. Da hieß es, sich ducken und Ergebenheit heucheln. „Man holt Versäumtes nach, Mylord“, ent⸗ gegnete er mit eisiger Ruhe. „Das heißt, Sie wollen den Gefangenen nach Traneraal zurückbringen und dann—? Ich ver⸗ stehe. Der Plan ist gut.“ „Nein, Mylord, der Plan ist nicht gut. Bei Lage der Sache muß ich hier bleiben, und ge⸗ dungenen Mördern kann man auf so weite Ent⸗ fernungen zumal mit einem Manne nicht trauen, der selbst über bedeutende Mittel verfügt und einer der verwegensten Menschen ist, die ich jemals kennen gelernt habe. Wir wissen nicht, wenn der Sturm losbricht. Ein verfrühter Aufstandsversuch drüben, und wir müssen marschieren.“ „Nun also!“ rief Rhodes ungeduldig.„Was soll also mit dem Grafen geschehen?“ „Können Sie Bianca ganz vertrauen?“ „Sie ist meine Kreatur und muß meinen Be⸗ fehlen gehorchen.“ „Gut. Sie muß sich in Gemäßheit ihrer Rolle mit dem Grafen an irgend einem verschwiegenen Ort ein Rendezvous geben. Da überrascht sie unser Mann und stößt den Grafen nieder. Ein Mord aus Eifersucht, heißt es dann. Das kommt alle Tage vor.“ „So, und der Mörder tritt an die Stelle des Grafen. Wir sehen uns auf's Neue mit Ent⸗ hüllungen bedroht, die uns noch verderblicher werden „Ich werde ihn fürstlich belohnen.“ „Selbstverständlich sollen Sie das. Wie aber, wenn er später zum Bewußtsein seiner Macht kommt? Er köunte alles fordern, und wir müßten ihm alles gewähren.“ „Niemals. Er wird mit in den Krieg ziehen und im Kampfe fallen. Das überlassen Sie mir!“ Eine unheimliche Stille trat ein. Der Lord begriff. Er reichte seinem Verbündeten stumm, aber mit einem verständnisinnigen Blick die Hand. „Kehren wir zur Gesellschaft zurück“, sagte er dann.„Jedes Aufsehen muß vermieden werden. Bianca ging mit dem Grafeu nach dem Garten. Ich hole sie herein und führe sie zum Tanz. Sie ist klug und mir sklavisch ergeben. Es bedarf nur einiger Worte, und morgen früh ist alles vorbei. Kommen Sie!“ Kaum hatten beide Männer dem Zimmer den Rücken gewandt, da erhob sich unterhalb des offenen Fensters, das auf die Veranda des Hauses hinaus- ging, eine dunkle Gestalt, welche dort niedergekauert war. Dann glitt sie lautlos über die Stufen hinab in den Garten und verschwand im Dunkel der Nacht. 16. Kapitel. Minen und Gegenminen. Bianca hatte sich mit Kurt nach dem Garten begeben, wo sie ungenierter als hier ihre Gedanken austauschen konnten. Unter den leiserauschenden Palmen und duften— den Oleanderbäumen wandelten sie eine Weile schweigend dahin. Sorglich hatte ihr Kurt den leichten Sbawl von farbiger Seide um die ent— blößten vollen Schultern gelegt. Das verführerisch schöne Weib schmiegte sich fast, wie Hilfe suchend, an ihn an. Ein wilder Freiheitsdrang hatte sie erfaßt, und hier war der Mann, der allein sie können.“ ihrem Elend entreißen und unter anderem Namen einer glücklichen Zukunft entgegenführen konnte. Er war schön, reich und von adeliger Gesinnung, eine Eigenschaft, die sie bisher noch bei keinem anderen Manne gefunden hatte. l „Welch eine erquickende Luft“, sagte Bianca mit dem süßen Wohllaut ihres heimatlichen Idioms. Sie baben recht, Graf, es giebt nichts so Köstliches wie die Freiheit, ich meine die Freiheit der Unge⸗ bundenheit. Jede Form ist ein Zwang und Zwang eine Last. Ich möchte jetzt gleich hier zu Pferde steigen und hinausstürmen in die endlose Weite, ohne Plan und Ziel, nur meinem Freiheitsdrange folgend. O fürwahr, das müßte herrlich sein!“ „Nichts hindert Sie, das zu thun, Signora“, sagte Kurt mit leichtem Bedauern.„Ein Wink von Ihrer schönen Hand, und geschäftige Diener führen Ihnen das Pferd zu. Der Weg steht Ihnen offen, denn Sie sind frei. Ich bin es nicht, gebunden durch ein Wort, das ich nicht brechen darf. Aber was brauche ich Ihnen mehr zu sagen. Sie gaben mir ja zu erkennen, daß Sie alles wußten.“ Bianca warf einen flüchtigen Blick umher. Sie waren allein. „Allerdings habe ich Kenntnis von Ihrer trau⸗ rigen Lage, Graf Hallern“, sagte sie teilnehmend, „und ich kann es Ihnen nachempfinden, was Sie leiden. Ich begreife nur nicht, was einen Mann von Ihrem Freiheitsdrange und kühnen Wagemut bestimmen konnte, ein so verhängnisvolles Ver⸗ sprechen zu geben. Verdanke ich diesem Umstande auch das Vergnügen Ihrer Bekanntschaft, so bin ich doch selbstlos genug, zu wünschen, daß ich Ihnen unter weniger traurigen Umständen begegnet wäre.“ „Es waren ihrer mehr als zwanzig, und ich war unbewaffnet“, entgegnete Kurt dumpf.„Freilich, ich hätte mich meiner Würde mehr bewußt bleiben und lieber sterben sollen, als mich gefangen geben. Im Kriege wäre das auch geschehen. Hier durfte A Vormittags u ahags; Sonnlag Ed. Rotte —— e 50 ine Tochter, Wilhelmine Katharine.— 15. Dem 0 die hier für den Bezirk Nidda abgehalten wurde,] Schneider Heinrich Klee eine To lte an 10 war leider durch heftiges Regenwetter sehr be⸗ Sala A Kolb an S den ee Die Wahl q Sehr schönes Vieh(Simmenthaler Aufgebote. Der Ober und Simmenthaler Kreuzung), gegen 30 Stück, Am 12. September. Theodor Bender, Ingenieur zu G5 ö Es wurden 13 Diplome Gießen, mit Helene Mathilde Bender zu Kirchen.— 14. Die Urku verteilt und Wegvergütungen von je 2,50 4 Karl Mohr, Weißbinder zu Hausen, mit Elisabethe gelle und 1,50, je nach näherer oder weiterer Ent-] Gilbert zu Sichertshausen.— 15. Hermann Falk, Bäcker 1 ü zu Gießen, mit Katharine Ludwig zu Niedershausen.— Ftädt 8 Auf Antrag der 92 0 e 1 0 dahier, mit Luise 9 5 995 7 5 einer hierselbst.— 7 il epper, Schuhmacher Bürgermeisterei hob heute die Stadtverordneten dahier, mit Marie e 725 18. 0 25 ö 1 Versammlung das Oktroi auf Essig und Ludwig Christian Haubach, Schreiner dahier, mit Katha 11 1 Eine An⸗ rine Auguste Büttner hierselbst. 0 Ochse regung des Stadtverordneten Reinemer, im In⸗ Eheschließung en. Aut laden, teresse auch das Oktroi auf Am 12. September. Karl Wilhelm Hans Fablan, Ichw Steinkohlen abzuschaffen, hat mit Rücksicht] Gerichtsassessor zu Ziesar, mit Meta Karoline Wilhelmine a e auf den allzugroßen Einnahmeausfall keine Aus⸗ Johanna Mettenheimer hierselbst. Johann Kehrein, Kauf⸗ ee 9 1 0 8 8 e Friedberg. Ludwig Die drelbant ble 1. 5 5 5 enberger, Bahnbeamter zu Friedrichsfeld, mit Marie U 5 0 1 fe 118 einer 1 Anna Reichert von Mannheim. ee Paul, 1551 11 15 5 Bo igen Bereins für Ge⸗ Regierungsbaumeister zu Darmstadt, mit Lina Johanna a kunft 5 und Vogelzucht wurde mitgeteilt, Ackermann hierselbt.— 16. Wilhelm Lemp, Schlossen Derussge aß der Klub der deutschen und österreichisch⸗un⸗ dahier, mit Katharine Köhler hierselbst. Auprüg garischen Geflügelzuchtvereine im Jahre 1897 Sterbesälle. ben seine Ausstellung in Frankfurt a. M. ab⸗ Am 13. Sept. Karl Wilhelm Friedrich, 5 Monate Nite fn ———„Sprech un 0 N ö . ich meinem eigenen Triebe nicht gehorchen, denn ich bin der Träger einer Mission, die nicht unerfüllt bleiben darf und die ich erfüllen muß, denn niemand kann es außer mir.“ „Ich verstehe,“ nickte Bianca.„Daran ist nun aber nicht zu denken, wenn Sie hier in der Ge⸗ fangenschaft verbleiben—“ „Doch nicht für immer?“ warf Kurt erschreckt ein. 5 „Wer kanu es wissen,“ entgegnete Biauca ge— heimnisvoll.„Ich kann mir denken, daß gerade die geheime Mission es ist, welche Ihre Gefangen⸗ schaft zu einer dauernden machen könnte.“ Er schüttelte den Kopf. „Es kann niemand ein Interesse daran haben, mich an der Erfüllung dieser Mission zu hindern, als nur einer; und der gehört nicht zu Ihnen. Er lebt drüben im Boerenlande, wo ich ihn bisher ver⸗ geblich suchte, und doch darf ich nicht ruhen, bis ich ihn gefunden habe.“ Die Creolin blieb stehen und nach einem zweiten hastigen Blick umher neigte sie ihr Gesicht dicht zu dem seinen. Ihr heißer Atem fächelte seine Wange. „Graf, eine Freundin spricht zu Ihnen,“ flüsterte sie.„Ich nehme aufrichtigen Anteil an Ihrem Schicksal und möchte es gern zum Guten wenden. Fassen Sie Vertrauen, sagen Sie mir Alles! Ich kann Ihnen helfen und ich will es! Sie sind der Träger einer geheimen Mission an den Präsidenten Krüger. So viel steht fest. Was mich nur wun⸗ dert, ist, daß ein Mann von Ihrer Stellung sich zum Spion hergeben konnte, denn als solcher sind Sie erkannt und ergriffen worden.“ 1 Kurt sah die Sprecherin groß und kalt an. (Fortsetzung folgt.) alt, Sohn von Taglöhner Martin Friedrich dahler. 5 70 Elisabeth Rinn, geb. Germer, 52 5 8 10 Che. tau von Landwirt Philipp Rinn XI zu Heuchelheim. 14. Antonie Belloff, geb. Koch, 24 Jahre alt, Che— frau von Sattler Louis Belloff dahier.— 15. Anna Simon, 25/ Jahre alt, Tochter vom verstorbenen Land⸗ wirt Friedrich Simon III zu Lollar.— 16. Friedrich Karl Eduard Siebert, 15¾ Jahre alt, Sohn von Lokomotiv⸗ geb. Steinberger, 42 Jahre alt, Ehefrau von Kaufmann Karl Schwaab dahier. Margarethe Schnecko, geborene Hammel, 80 Jahre alt, Witwe von Schneider Philipp Schnecko dahier. Pauline Weise, geb. Borchard, 50 Jahre alt, Ehefrau von Proviantmeister i. P. Friedrich Richard Weise dahier.— 18. Elise Cost, 17 Jahre alt, Tochter von Oekonom Friedrich Cost dahier. Wilhelm Bieber, 3 Jahre alt, Sohn von Bahnarbeiter Jakob Bieber zu Klein⸗Linden. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 19. September. Wie der „Vorwärts“ aus Gotha meldet, haben bei den dortigen Wahlmänner⸗Wahlen auch führer Eduard Siebert dahier.— 17. Marie Schwaab, S —..———̃ V—*— 5 Hierdurch beehre ich mich, meiner geschätzt Publikum ergebenst mitzuteilen, dass sich mein Gesc befindet. im 4. Stadtbezirk die Sozi demo⸗ kraten gesiegt.(Sie hätt 15 und 19. Wa eee e kd. Berlin, 19. Sept. Samaritertag ist gestern Abend hier zu— 1 0 getreten. Ueber 150 Delegierte aus a N e sind erschienen. Reichs-, 8 und Stadtbehörden ei Vertreter entsandt. 5 1 Hd. Berlin, 19. Sept. 15 der Notstand in Armenien bildeten das Thema einer zweiten Versammlung, die gestern Abend abgehalten wurde und in der gleichen Weise wie die neuliche verlief. Hd. Wien, 19. September. Die Unterhand⸗ lungen der Werkstätten⸗Arbeiter der öster⸗ reichisch-ungarischen Staats-⸗E isenbahn-Ge⸗ sellschaft wegen Lohn⸗Erhöhung dauern noch fort. Sollte die Direktion bei ihrem ablehnen⸗ den Standpunkt verharren, so ist die Einstellung des gesamten Verkehrs seitens der Arbeiter be⸗ Der erste deutsche Die Gräuelthaten schlossen, da auch das Verkehrs⸗Personal sich dem Streik auzuschließen erklärt hat. Id. Rom, 19. September. In hiesigen politischen Kreisen verlautet, daß dem Sul⸗ tan, in dessen persönlicher Haltung alle Mächte ein ernstes Hindernis für die Her⸗ stellung eines befriedigenden Rechtszustandes in der Türkei erblicken, ein Ultimatum überreicht werden soll, mit der Aufforde⸗ rung, die Vorschläge der Botschafter unver⸗ weilt anzunehmen, da sonst die Großmächte die entsprechenden Maßnahmen aus eigener Machtvollkommenheit durchführen werden. Hd. Brüssel, 19. Sept. Nachdem der Brüsseler Soir die formelle Anklage Par⸗ minters gegen die Kongo-Offiziere veröffentlicht hat, stehen die Greuel im Kongostaat im Vorder— grund. Courrier de Bruxelles, 20. Siecle, Patriote und die größeren Provinzblätter fordern eine gründliche gerichtliche Untersuchung. Hd. London, 19. September. Nach der Durchsicht der Papiere, welche bei Bell vorgefunden wurden, hat man es für nötig en Kundschaft sowie einem geehrten hiesigen wie auswärtigen häft wegen Errichtung eines Neubaues bis auf Weiteres Seltersweg 2, neben Herrn Kaufmann Adolf Geisse erachtet, die Polizeiwachen vor allen öffent⸗ lichen Gebäuden Londons zu verstärken. Auf verschiedene derselben waren Dynamit⸗ Anschläge vorbereitet, um das Publikum in Schrecken zu versetzen. Marktpreise. Gießen, den 19. September. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1,10— 1,20, Hühner⸗ eier per Stück 6— 7, Enteneier—, Gänseeier——, Käse 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 60— 70 Pfg., Hühner p. St. 901,90, Hahnen 50— 75, Enten 1,60— 1,80, Gänse per Pfund 50— 55, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh- und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 56— 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 5,00 6,00, Zwiebeln per Zentner 5,00—6,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Zwetschen 7,— 8,00 p. Ztr. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. Carl Brück, Gold- und Silberarbeiter. Bekanntmachung, die Wahlen zum 30. Landtag; hier: die Offenlegung der Listen der Stimm⸗ — Ur preise— vom 20. September bis 4. Oktober 1896. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg.(2 Pfd.) Tafelbrod 5 5 8 5 8 5 8 26 Pfg. 2 Kg.(4 Pfd.) Taselbrod 5 N 5 2 5 5 8 4 52 berechtigten und Wählbaren betreffend. 5 0 10 ld.) Weißbrod 2 An folgenden drei Tagen, am 21., 1 ee ee 48„ 22. und 23. September 1898, 2 122 04 ald) See„ 1 vormittags von 8 bis 15 9 85 1 900 e bei Karel Spamer 0 nd nachmittags von 2 8 6 2 Kg.(4 Pfd.) Schlüchtern⸗Brod bei Karl Spamer 5 5 1 40„ Übe, 55 die Aalen der in der Stadt 2 Kg.(4 Pfd) n bei Ernst Muth, W. Amend und 4 5 5 Spie 8 1. 8 4 5 i 9 5 5 Gießen zur Wahlmännerwahl stimm⸗ 8 Kg.(6 Pfd.) Schwarzbrob 66„ N berechtigten Staatsbürger, sowie der Der auswärtigen Bäcker. g bn. eben daselbst wohnenden Staatsbürger, 2 Kg.(4 Pfd.) Weißbrod bei L. Steinmüller von Gr Linden 450 Pfg dul 1 0 welche zu Wahlmännern wählbar sind, 0 e 9 15„ 1 ga. a Bür istereibureau— Zimmer. 3 Wilh. Fabel u. Aug. Deibel v. Wiese 7 elle Schl; t in dem Bürgermeistereibn 98 5 3 Kg.(6 Pfd.) Weißbrod bei Ernst Christ von Wiefec fk 66„ , aber wit hoffen Nr. 15— zu Jedermanns Einsicht 2 Kg.(4 Pfd.) Schwarzbrod bei Joh. Kd. Velte von Kirch⸗Göns und offen. Nur an den angegebenen Tagen, Steinmüller von Gr Linden 355 0 cri und Stunden können in dem bezeichneten ee ee richten.] Lokale Einwendungen gegen Richtigkeit Aug. Deibel von Wieseck und Gustav 1 78 1 und Vollständigkeit dieser Listen bei Jacoby von Alten-Buseck e ster Heinig uh Meidung des Verlustes der Einwen⸗ 3 Kg.(6 Pfd.) Schwarzbrod 25 21 19 5 e 66„ eint er Brodverkäufer. da 70 5 e ei a Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Ountirmeistr p. zachweisungen über vel Gießen, den 19. September 1896.. 145 5 dect dul e dy, Einzelne außerhalb der Wahlgemeinde Großberzogliches Polizeiamt Gießen. 1 5 898 oder des Steuerbezirks entrichten und i v. Bechtold. 5 ini f i Listen unberücksichtigt geblieben 1 1 de be e wen webe Schweine- und Rindviehmarkt zu Li due l. Gießen, am 19. September 1896. am 28. September. u, Louls. Die Wahlkommission: Mit Genebmigung Großh. Kreisamts Gießen soll mit dem auf den 28. September d. 1 Der Oberbürgermeister: J. festgesetzten Schweine⸗ und Rindviehmarkt eine Preisvertheilung verbunden werden, wozu Seitens des Gemeinderaths 200 Mark bewilligt worden sind. Die Bedingungen sind 1. An der Prämiirung können sich alle im Kreise Gießen wohnende Viehzüchter, Viehhändler ausgenommen, betheiligen.. 2. Sämmtliche aufzustellende Thiere müssen bis 9 Uhr Morgens aufgetrieben sein und werden nur preiswürdige Thiere der reinen Simmenthaler Rasse resp. des Simmenthaler Typus und der reinen Vogelsberger Rasse prämiirt und zwar: a. Bullen im Alter von 1— 2 ¼ Jahren. b. Kühe, welche sichtbar trächtig sind oder frisch gekalbt haben. e. Rinder, welche sichtbar trächtig sind. ber, Ingenieur zu Gnauth. 5 1 e 1 Die Urkundspersonen: 1 nem Fall, Bae: 5 5—. g 1 8 20 e e Städt. Schlachthaus pper, Schuhmacher 5 rei bank. — 158. 0 12 Heute und Moutag dahier, mn* im Hans Fablan, uroline Wilhelmine aun Kehrein, Kauf Friedberg. Abu Ochsenfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 54 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, pro Pfund 46 Pfg. Die Freibauk bleibt bis 10 Uhr Abends geöffnet Die Thiere müssen selbst gezüchter oder mindestens drei Monate in eigenem Besitz sein. Der Markt beginnt Morgens 6 Ubr. Lich, den 18. September 1896. N Großherzogliche Bürgermeisterei. Deller. Von den Schuldverschreibungen der Stadt Grünberg * chsfeld, mit Jun in d wurden am Heutigen durch Ausloosung zur Rückzahlung Ende Dezember d. J. bestimmt: echts sachen, sichere Aus⸗ 9 an den ee Not keatberclang luer alle an 1) Von dem Anlehen aus 1861. ai, Ant den Berufsgenossenschaften zu bildende e, eee n emp, Sglose Auspruͤche aus Uufallen pp., dit P. Nr. 0 5 8 5 14500 fl. N 0 gung von Gesuchen jeder Art, Li r Doof. eitreibung von Forderungen, unter 2) Von dem Anlehen aus 1888. icbrih, 5 Mount Zusicherung strengster Diskretion. Ä ede dn 1 Sprechstunden: Täglich von 8—12 Grünberg, am 16. September 1896. N 5 — Uhr Vormittags und von 2—4 Uhr Nach⸗ Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. horchen, deni e nicht unerfil Ib, denn. niematk „Daral ist mul ier in der gut erscnl Ni 7 0 e Hahnen- iin Glue Auskegeln. önnke. mittags; Sonntags von 9—1 Uhr. 1003 Ed. RNotté. Bahnhofstr. 51, III, I. e Stalt Mæfbufg, Jeden Sonntag 78 all hola, 5 7* 1 5 e Aeblgshohe eee N. b ruhen, e den pol Täglich 50 f guten Kaffee und n nen frisehe waffeln. bel 5 Angenehmer schattiger Aufenthalt. 1. 1e Neu! Neu! Gulel, 7 e 6 Riesenschaukel e f für 8 Kinder. 482 i e v Ein größerer, noch neuer nich i% 25 en Füllofen 10 folge 0 ist billig zu Füll f 1068 Gießen, Liebigsstraße 21. v l ö Beguller-Füllosen Reuter A. B.) u en verkaufen. 1069 Hreuzplatz 4. Weit über 100 Kerzen Licht strablen die neuesten Glühstrümpfe für Gas⸗ glühlicht aus. à Stück 1 Mk. 20 Pfg. sind solche zu haben bei 1039 A. Gretscher, Neustadt 78. Ses Wohnung und Bureau befindet sich Bahnhofstrasse 27, III, bei Kaufmann Lon y. Born, Gerichtsvollzieher. UVastimus„Zum deutschen Hof“. Vereinszimmer zu kauen, e 1066 Lager g fertiger Herren- und Knaben- Kleider. Tuch, Bukskin und Manufakturwaaren. Anfertigung eleganter Herren-Garderobe nach Maaß. NON N 2 N. N 29%%%%%%%%%%%%%%%%%% Bäcker verein„Frühauf“ Sonntag, den 20. September 2— im saale des Café ceib 9. Stiftungsfest 2 Konzert und Tanz. Anfang 4 Ahr nachm. Der Vorstand. Herrenkarten à 75 Pfg. sind an der Kasse zu haben. TTT. ̃.. 9 1079 %%%%%% 9 2 Tanz- Unterricht. Mein Unterricht beginnt wieder in meinem eigens dazu hergerichteten großen Saale eines hiesigen Privathauses Montag, den 5. Oktober. Gefällige Anmeldungen erbitte möglichst vorher in meiner Wohnung, Sounenstraße Nr. 5, zu machen.— Unterricht für einzelne und Extra-Partien 1 werden zu jeder Tageszeit erteilt. 976 0 1 N Achtungsvoll Seer sb. f I CCC!CCTCTCTCTbTTb Verein Einigkeit. Samstag, den 26. September, abends 8 Ahr, im Café Leib Feier des 19. Stiftungsfestes verbunden mit Theater und Tanz. 8 1 * e 7 3 2 Eintrittskarten im Vorverkauf bei Herrn Arnol 5 r 1205 Schipkapaß und in den beiden Geschaften des Herr . Friseur Muhl, Bahnhofstraße 28 und 58, à 75 Pfg. und abends an der Kasse à 1 Mk. zu haben. 1080 — Der Vorstand. FFFFFFFFFFTTTCCCTCCCC Photographie. noto- D Meiner verehrl. Kundschaft zur gefl Nachricht, dass ich mein 1 graphisches Geschäft seit I. April d. J. nieht mehr in meinem früheren Ateller, Dietzstrasse 4 ausübe, sondern in dem neuerbauten Atelier Grünbergerstrasse No. 10. Aufnahmen finden zu jeder Tageszeit von Morgens 9 Uhr bis Nachm. 5 Uhr statt. Hochachtungsvollst ö G. Mook, Photograph. 234 wei ordentliche Arbeiter erhalten 0 reine Schlafstelle. 1072 A. Weber, Liebigstraße 65. Kleines Familienlogis per 1. Oktober zu vermieten. 1070 Kreuzplatz 4. Montag, den 21. Sept., abends 8½ Uhr, Pflichtfeuerwehr, 5 0 1 1 i Sonnenstraße 26 Uebung a ist der zweite Stock, bestebend aus zwei 16 5 iin e 5 bft 8 100 ge, e e e samtlicher Rotten. meisterei, Zimmer Nr. 15. 5 10 Ein Lehrling zum sofortigen Eintritt Der Branddirektor: 6 gesucht vom 1075 Schmandt. 1 1604 Schmied Will in Krofdorf. 100 möblierte Stube zu vermieten. Neuenweg 48. 12 Ver ⸗ GeId auf erststellige Hypotheken besorgt 529 H. C. 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E ö 5 Scehnetderiunen, Schnetderun tv euerer hüdu ern Hatru- Rubuli. 5 85 ** 1 l** 0———— 0 — Wir bitten auf unsere Schaufenster zu achten. Nee SN eee Volt arte nic 112 bon de ache und die augehoten habe. welcher in del ahm hierauf da ihm thnfsäclch 175 würde chen, es sei den ufgebe und nac shlag sei ihm hon gemacht, gewordenen Wit berttaulihen Be Mauensboll über um, zu erklärter Landtagsmandat ihm angeboten Reichstag weil bblatur immer bon Berlin aus die Kandidatur daß es ganz auf Kandidat Lowe allerdings kein fir unten neh Seengel aber wesen, daß er keressen der Wil urch sein frem feht, sich die 2 Lande zu erobe fc ene tücht harm empfehle ihm genac 6 fir ihn reit Aaionaliberal den National den gen alteag Kan n en er er 2 daches Bien Siaatsmann! — Marja, v Rikror 0 U ae. ad iu ich inne war 5 eilt E von mi aaf Sie 0 den den lurid. 00 6 r woll hvörend 0