Gießen, Freitag, den 20. März 1896. Ausgabe iche Lundeszeilung Gießen. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 19. März. Laut Beschluß des räsidiums des Landesverbands der Krie⸗ erbereine im Großherzogtum Hessen findet die liesjährige Delegirtenversammlung sämmtlicher ezirksverbände Hessens am 19. Juli in Lauter⸗ hach in Oberhessen statt. Die Tagesord⸗ ung ist den Bezirkspräsidenten zur Vorlage und kratung auf den im April stattfindenden Be⸗ rksversammlungen, die je einen Delegierten hählen, mitgeteilt worden. Gießen, 19. März.(Fortsetzung unseres gestrigen Berichts über die öffentliche Volksver⸗ summlung.) Redakteur Scheidemann erklärt, daß wohl alle Anwesenden mit den kritischen lusführungen des Referenten über die Steuer⸗ Gbesetze sowohl als auch mit der vom Stadtver⸗ rdneten Haubach beantragten Resolution einver⸗ anden seien. Er hätte gewünscht, daß Dr. Meißner die Zuckerfrage nicht so doktrinär be— handelt hätte. Die Exportprämie bei der Zucker⸗ Ausfuhr sei thatsächlich das Abscheulichste, was man sich denken könne. Der Zucker sei ein not⸗ pendiges Lebensmittel. Dabei müßten wir in Deutschland infolge unserer fürsorglichen Gesetz— gebung den deutschen Zucker um 18„ pro Pfd. euerer bezahlen, als z. B. die Engländer. Es st daher auch begreiflich, daß bei uns der Zuckerkonsum pro Kopf der Bevölkerung nur Awas mehr als ein Viertel desjenigen Englands beträgt. Redner erklärt, sich über die jüngsten Ausführungen des Dr. Jung gefreut zu haben, wie derselbe so mannhaft für die Entschädigung licht nur der 57 Verurteilten, sondern auch her unschuldig in Untersuchungshaft ge⸗ „ lommenen eingetreten sei. Man müsse sich aber ben 1 hoch wundern, daß dieser Standpunkt, den auch r. Meme, ir und seine Genossen teilen, von den Partei⸗ fort., freunden des Dr. Jung im Parlament nicht ge⸗ Tree eilt werde, wenigstens hätten dieselben in der Arbe Justiz⸗Kommission gegen einen dahin gehenden stenkteis le von den Sozialdemokraten gestellten Antrag ge⸗ „wean simmt. Der Referent habe gemeint, selbst Bebel en Stube könne das Datum des großen Kladderadatsch st erwethen, nicht angeben. Das Datum anzugeben, sei be, e allerdings niemand imstande. Der Kladderadatsch end au Je sei in dem Augenblick da, wo die Mehrzahl der e c kleinen von den Großen aufgefressen sein würde. abend 6 Ginge die Entwickelung nach dieser Richtung in hemselben Tempo wie seither weiter, dann würde 5500 das nicht mehr allzu lange dauern. Dann sei 1125 worden, es komme auf die Tüchtigkeit es Einzelnen an, wenn er wirtschaftlich vor⸗ * wärts wolle. Dieses sei aber nicht richtig. Es Abe komme heutzutage mehr auf den Geldsack an. Die Tüchtigkeit allein thue es nicht. Sehr FTaiüchtige machen Bankerott, wenn sie kein Geld en Ranges. haben. Der Arbeiter, der heute eine Erfindung 5. 15-10% mache und kein Geld habe, sie auszubeuten, muß ten Biere,. dieselbe für ein Butterbrot dem Kapitalisten über⸗ . 0 lassen. Das Neichstagswahlrecht verteddigten die euderet B.. Freisinnigen in all ihren Reden. Wie stehe es ährkruft denn aber mit dem kommunalen Wahlrecht, da 4% oder Mferend ö bendun, 5 mit N — 00. Hehe, Alen Nile mnerstng den bom Seerbe⸗ „ Verautw. 0 u E. Oitnan Nubrungsberg „Ju verlauf f. Landesztg“ 00 aude ale 4 gesucht ulfuterstr. 62. erstraße 32. Sozialdemokraten einen Verbesserungsantrag des Wahlrechts für das Stadtparlament eingebracht. Was thaten aber die Gesinnungsgenossen des Dr. Meißner in Frankfurt? Sie nahmen eine Resolution an, in deren erstem Teil sie aussprachen, die Sache sei sehr schön und gut, deren Schluß aber lautete, wir wollen davon nichts wissen, weil sie fürchten, die Sache könne schief gehen. Man müsse in solchen Fragen eben steifnackig sein und selbst vor einem Konflikt mit der Regierung nicht zurückscheuen. In Kiel seien es die Freisinnigen gewesen, die das Kommunalwahlgesetz verschlechtert hätten. Gewiß habe es einmal eine Zeit gegeben, wo die Liberalen für ihre Ideale energisch einge— treten. Er erinnere an die Zeit von 1848, wo die Liberalen den König von Preußen zwangen, vor den Opfern der Revolution das Haupt zu entblößen. Dr. Meißner entgegnet dem Vorredner, daß dessen Vorwurf, die Freisinnigen träten für die Entschädigung unschuldig in Untersuchungshaft Genommener im Parlament nicht ein, ein un— gerechtfertigter sei. Schon 1882 habe die Fort⸗ schrittspartei und später Jahr für Jahr seine Parteifreunde Träger und Munckel nach dieser Richtung Anträge im Reichstage gestellt. Wenn der Vorredner meint, daß wenn die Kleinen alle laden dann der Moment da sei, wo der Kladderadatsch eintrete, so sei dieses ja Ansichts— sache. Die Gegner der Sozialdemokraten be— streiten eben die Möglichkeit, daß es jemals so kommen könne. Die Freisinuigen seien nie dem Konflikt ausgewichen, das beweise ihre Geschichte, im steten Kampf nach oben, allerdings auch nach unten. Auf die von den Sozialdemokraten vor— geschlagene Wahlreform in Frankfurt zurück— kommend, bemerkt der Redner: Das Kommunal- wahlrecht für die Stadt Frankfurt beruhe auf einem Ortsstatut, es sei das beste Wahlrecht in ganz Preußen, denn die andern Städte wählen ihre Vertreter zur Stadtverwaltung nach dem weit schlechteren Dreiklassenwahlrecht. Der An— trag der Sozialdemokraten an dem direkten Wahlrecht Frankfurts zu bessern, es auszudehnen, war thöricht, z. Zt. nicht opportun. Es ist unpolitisch, die jetzige Regierung aufmerksam zu machen auf diese Anomalie in Frankfurt, denn wie leicht wird dadurch das Gegenteil herbei— geführt, bei der Sucht von oben, das Wahlrecht zu verschlechtern. Dr. Gutfleisch vertritt die Meinung, daß Arbeit und Tüchtigkeit immer nochihren Lohn finden. Es würde wahrhaftig schlecht um die Menschheit stehen, wenn dem nicht so wäre. Auch er verkenne nicht die Macht des Kapitals, aber das Darlehenskassenwesen helfe dem kleinen Handwerker ꝛc. so, daß er in die Höhe komme. Daß die Armut unter der Be⸗ völkerung so zugenommen, wie die Sozialdemo— kraten immer behaupten, bestreite er. Auch der sozialistische Zukunftsstaat werde nicht verhüten können, daß die Großen die Kleinen fressen. Redner wendet sich hierauf zu der Frage der Entschädigung unschuldig in Untersuchungshaft gewesener. Scheidemann könne vielleicht Recht haben mit der Behauptung, daß die Frei⸗ sinnigen gegen die Entschädigung unschuldig dann aus Opportunitätsgründen geschehen. Redakteur Scheidemann warf den Freisinnigen vor, daß gerade sie es seien, die den Arbeitern bei ihren gerechten Forderungen entgegentreten. Bei dem Ausschuß der Konfekkionsarbeiter sogar, die sich der weitesten Sympathie erfreuten, seien es lediglich freisinnige Zeitungen gewesen, die Unterstützungsgelder zurückgewiesen hätten. Einen weiteren Beweis nach dieser Richtung bilde der Buchdruckerstrike von 1891. Man will die Arbeiter nicht vertreten wissen. Daher die Kom— promisse bei den Stadtverordnetenwahlen 5 B. in Offenbach, Mainz und in Gießen. Dr. Gut⸗ fleisch erklärt, daß das Kompromiß hier in Gießen nicht bezweckt habe, die Arbeiter von einer Vertretung im Rathause auszuschließen. Die Ver⸗ einigung sei gegen den Einfluß der Bezirksvereine gerichtet gewesen, deren Thätigkeit er für sehr wichtig halte, wenn es gelte, die Verwaltung auf Schäden und nötige Verbesserungen hinzu— weisen, doch halte er es für verderblich, wenn neben den politischen Vereinen die Bezirks—⸗ vereine noch eine Art Nebenpolitik treiben. In der ersten Versammlung, welche ein gemeinsames Vorgehen bei der Stadtverordnetenwahl behan— delte, war auch der Sozialdemokratie Rechnung getragen, aber man erfuhr, daß diese Parkei selbständig vorgehen wollte und keines Falles paktieren würde, und man hat daraufhin davon abgesehen, der Frage näher zu treten. Er sei stets bereit, jeder Partei die ihr nach ihrer numerischen Stärke gebührende Vertretung zu sichern. Nachdem die eingebrachte Resolution einstimmig angenommen, schloß der Vorsitzen de, Rechtsanwalt Metz, die Versammlung. Gießen, 19. März. Der Zirkus Lorch beginnt heute Abend, wie aus dem Inserat in unsererer heutigen Nummer zu ersehen ist, seine Vorstellungen. Bei der großen Anerkennung, welche die Leistungen dieses größten Zelt-Zirkus überall gefunden haben, ist nicht daran zu zweifeln, daß auch in Gießen der Besuch der Vorstellungen ein recht zahlreicher werden wird. * Gießen, 18. März. Gestern wurde der Handelsagent Clemens Karl Rothe von hier, auf Grund dessen Zeugnis das Wiederaufnahme⸗ verfahren in der Majestätsbeleidigungssache gegen die Tagelöhner-Frau Pitzer stattgegeben war, nachdem er zwei Stunden vorher das Gerichts gebäude verlassen, auf Requisition der Staats⸗ anwaltschaft in Haft genommen. Vermutlich hat der Verhaftete im Vorverfahren seine Be⸗ kundungen unter Eid abgegeben und wird der⸗ selbe zweifellos ein Verfahren wegen Meineid zu gewärtigen haben. Die Strafkammer hatte seine Vereidigung in der Hauptverhandlung abgelehnt mit der Motivierung, daß er der Begünstigung (S 56, Abs. 3 d. Str.⸗Pr.⸗O.) verdächtig sei. * Bad Salzhausen, 16. März. Unser Bad wird auch in diesem Frühjahre wieder mit einigen Neueinrichtungen bedacht werden, durch die es den in der Neazeit an die Bäder gestellten Anforderungen gerecht werden wird. Das Kesselhaus wird neu eingerichtet und für die Herstellung des warmen Badewassers die an nüt, I das h 0 5 7 95 . dal Redaktion: 5 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen.. Expedition: be dern Kreuzplatz Nr. 4. E Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. 24 Kreuzplatz Nr. 4. ganze Lal 8. C 7 scde ulag desselben eintreten. In Frankfurt hätten die Verhafteter gestimmt hätten. Sicher sei es] andren Orten für probat gefundene Einrichtung gemacht werden. Sodann werden Douchen und Brausen von süßem Wasser nach genommenen Soolbädern gegeben werden. Auch eine ganz neue Installation ist im Werk. Beim Beginn der Saison wird die Einrichtung gemacht 115 Neu⸗Ulrichstein, 18. März. Zu Ende vorigen Monats waren in der Arbeiter-Kolonie 93 Mann, davon 25 aus dem Großherzogtum, 15 aus dem Regierungsbezirk Kassel, g aus dem Regierungsbezirk Wiesbaden. Der peescheltigeng nach waren es 54 Arbeiter, 5 Maurer, je Bäcker, Gärtner, Kürschner, Kappenmacher, Schneider, Schuhmacher und ee viele Gewerbe hatten je 1 Vertreter. uf eigenen Wunsch wurden 19 Mann entlassen, in Arbeit durch eigenes Bemühen 1, als arbeitsunfähig 2, wegen Kontraktbruchs 3. Arbeitstage waren 2393, etatsmäßige Plätze 130 vorhanden. Die Kolonie hat seit ihrem Bestehen 3022 Mann auf⸗ genommen. Darmstadt, 18. März. Regierungsrat Braun ist zum vortragenden Rat im Finanz⸗ ministerium mit dem Amtstitel Oberbaurat er⸗ nannt worden.— Die Wahl des Kreisamtmann Meß zum Bürgermeister von Bingen, hat die landesherrliche Bestätigung erhalten. Offenbach, 18. März. Der zum lebens⸗ länglichen Mitglied der ersten Ständekammer er⸗ nannte Kommerzienrat Oehler hat, wie das „Abdbl.“ meldet, erst seit wenigen Tagen die hessische Staatsangehörigkeit erworben. a, ja! Es geht Alles! Mainz, 18. März. Heute hat die Stadt⸗ verordnetenversammlung mit der Be⸗ ratung des städtischen eam e 1896/97 begonnen. Die Versammlung nahm u. A. den von dem Referenten Herrn Kommerzienrat St. C. Nickel namens des Finanzausschusses ge⸗ stellten Antrag, den in das Budget eingestellten Betrag von 75000& als erste Rate für die Renovation des Kurfürstlichen Schlosses vorerst ganz zu streichen, bis die Großh. Regierung der Bürgermeisterei die Beschlüsse der beiden Kammern der Stände bezüglich des staatlichen Zuschusses zur Kenntnis gebracht hat, an. Herr Dr. Horch stellt noch weiter den Antrag, die Pläne zur Renovation des Kurfürstlichen Schlosses von einer Kommission von Sachverständigen, darunter in erster Linie den Herrn D. Fried. Schneider, prüfen zu lassen. Auch dieser Antrag findet einstimmige Annahme. Für die Herab⸗ setzung des Gaspreises auf 18„ per Kubikmeter treten ganz entschieden die Herren George Hirsch und Jean Falk ein; der Antrag wird der Gas⸗ deputation unterbreitet, doch soll bei Annahme des Antrags einer Herabsetzung des Gaspreises erst bei der nächsten Budgetperiode stattfinden. Bei der Beratung des Kapitels über die Volks ⸗ schule traten besonders die Herren Reis, Schäfer und Tiefel für die unentgeltliche Liefe⸗ rung der Lehrmittel ein; es wurde be⸗ schlossen, über diesen Gegenstand in einer der nächsten Sitzungen zu beraten. Herr Dr. Horch giebt auch in Erwähnung, in den höheren Klassen der höheren Mädchenschule Kochschulen einzu⸗ 5 seien sie nicht diejenigen, die für eine Verbesserung 8 il * 155 2 Im Spiegel. 1 Skizze von M. Elsner. Jöhrle.„Nachdruck verboten.) 0„Herr Doktor Jordan, gnädige Frau!“ 29000 Mit einer hastigen Bewegung, die deutlich er⸗ 40 lennen ließ, wie ungeduldig sie bereits auf diese Ach 5 Meldung gewartet hatte, warf die schöne junge Frau hren französischen Roman auf das Onnxtischchen 0 der Säulenlampe und richtete sich aus ihrer be— guemen, halb liegenden Stellung empor. Ein tummes Zeichen wies die Zofe an, den Besucher 1 Vbereinzuführen; aber während der anderthalb Mi⸗ nuten, die bis zu seinem Eintritt vergingen, legte is sich wie eine dunkle Wolke des Unmuts über das klassisch regelmäßige Antlitz der Baronin von Hersberg. Ihre Lippen schlossen sich fest zusammen end die dunklen Augen, die nach der Versicherung ses berühmtesten zeitgenössischen Portraitmalers icht ihresgleichen in Deutschland hatten, sahen dem old,, Erwarteten mit ernstem, fast strengem Blick ent— 1 06 gegen. Der aber schien nichts von diesem fatalen pkapass 10 Anzeichen einer üblen Stimmung zu bemerken. Ein ö strahlendes Lächeln war auf seinem blondbärtigen der unter 00. 0 1 0 887 J 570 Hesicht, als er auf der Schwelle erschien, und mit 0 geiterem Gruß streckte er der jugendlichen Witwe eine Hand entgegen. „Wie froh bin ich, Sie noch zu Haus zu reffen, Frau Leonie!— Wußte ich doch, daß dies onst die Stunde Ihres Spazierrittes ist!“ Sie hatte ihm langsam, wie zögernd, die Jingerspitzen gereicht, und als er ihre Hand an eine Lippen führen wollte, zog er sie rasch zurück. „Sie wußten es, und Sie wählten dennoch gerade diese Zeit für Ihren Besuch?— Das sollte mich fast bedauern lassen, daß ich Sie empfing!“ Ihr Benehmen und der herbe Klaug ihrer Stimme machten es dem Doktor unmöglich, diese Begrüßungsworte für einen Scherz zu nehmen. Er sah fast erstaunt empor und gewahrte erst jetzt den verdrießlichen Ausdruck auf ihrem Gesicht. „Sind Sie mir etwa böse, weil ich weniger frei über meine Zeit verfügen kann als die Mehr— zahl Ihrer Bekannten? Muß ich Ihnen wirklich erst zu meiner Entschuldigung sagen, daß ich auch einen Beruf habe— und zwar einen recht ernst— haften, anspruchsvollen Beruf?“ Die Baronin hatte sich wieder in die Chaise— longue sinken lassen, und mit einer leicht ab— wehrenden Geste erwiderte sie: „Nein! Zu sagen brauchen Sie mir das aller— dings nicht mehr, nachdem Sie es mich gestern so deutlich empfinden ließen. Es war eine sehr inte— ressante Erfahrung, um die Sie mich da bereichert haben, Herr Doktor!“ Auch über die Stirn des Arztes glitt ein Schatten; aber es klang doch noch herzlich und liebenswürdig wie zuvor, als er, näher an sie herautretend, Antwort gab: „Deshalb also Ihre Verstimmung? Nun wohl, ich bitte noch einmal um Verzeihnng, daß ich Sie gestern Abend vergeblich auf mich warten ließ. Aber glauben Sie denn, daß ich mir selber diese harte Entbehrung auferlegt haben würde, wenn ich eine Möglichkeit gehabt hätte, sie mir zu ersparen?“ „Eine sehr wohlfeile Entschuldigung, mein Freund! Sie wurden im letzten Augenblicke zu einem Patienten gerufen, und deshalb betrachteten Sie unsere Verabredung einfach als nicht vor— handen, obgleich Sie wußten, daß ich auf eine amüsante Soiree verzichtet hatte, um Ihnen auf Ihre dringende Bitte diesen Abend zu gewähren. Und Sie haben, wie es scheint, nicht einmal ein Verständnis für die Schwere der Beleidigung, die die Sie mir damit zufügten.“ „Eine Beleidigung?— In der That, Leonie, daß Sie es dafür nehmen könnten, hatte ich nicht für möglich gehalten,“ sagte der Doktor in einem Tone ungeheuchelten Erstaunens.„Wäre es Ihnen denn lieber gewesen, wenn ich um den Preis einer schweren Pflichtverletzung—“ Die schöne Frau ließ ihn gar nicht ausreden. In ihren dunklen Augen wetterleuchtete jetzt ein wirklicher Zorn. „Weshalb sprechen wir denn überhaupt noch davon?“ unterbrach sie ihn hart.„Ich zweifle garnicht, daß Sie nach sehr edlen und erhabenen Grundsätzen gehandelt haben. Und ich habe ja auch bereits meine Lehre daraus gezogen. Sie brauchen nicht zu fürchten, Herr Doktor, daß ich jemals wieder einen Versuch machen werde, Sie Ihren Patienten zu entziehen.“ „Das heißt: Sie sind ernstlich erzürnt, Leonie? — Nun, Sie werden die Ungerechtigkeit dieses Zornes einsehen, wenn ich Ihnen sage, daß es die geängstigten Angehörigen eines Sterbenden waren, die gestern nach mir verlangten.“ „Und haben Sie diesen Sterbenden durch Ihre wunderthätige Gegenwart vom Tode gerettet?“ „Nein.“ „Vermutlich wußten Sie das im Vorhinein. Aber Sie gingen doch hin und ließen unterdessen eine Dame, der sie zuvor in allen Tonarten Ihre Ergebenheit versichert hatten, vergeblich auf Sie warten. Als wenn es nicht Aerzte genug außer Ihnen gebe!— Und als wenn es nicht schließlich ganz gleichgiltig wäre, ob Jemand mit ärztlichem Beistand oder ohne ihn aus dem Leben scheidet.“ Zwischen Doktor Jordans Augenbrauen erschien plötzlich eine tiefe Falte. „Sie meinen nicht im Ernst, was Sie da so— eben sagten, Leonie!— Es war ein häßliches Wort, denn es könnte einen Andern als mich fast an Ihrem weiblichen Empfinden irre machen. Vielleicht aber ist es in der That besser, wenn wir jetzt, da Sie in so übler Laune sind, nicht weiter von diesen Dingen reden.“ Ungeduldig, fast heftig warf die Baronin das zierliche Köpfchen zurück. „Weder jetzt noch später— denke ich! Die Sache war für mich schon in dem Augenblick ab- gethan, da Sie mich erkennen ließen, daß Ihnen ihre Praxis wichtiger ist als die Rücksicht auf mich. Denn ich bin wirklich nicht anspruchslos genug, mein Freund, mich mit einem so bescheidenen Plätz— chen in Ihrem Interesse zu begnügen. 8 (Fortsetzung folgt.) richten, wie dies von dem Finanzausschusse bei Die Be⸗ den Volksschulen befürwortet wird. ratung wird morgen fortgesetzt. * Mainz, 18. März. * Mainz, 18. März. miliendrama straße abgespielt. die Wohnung seiner Frau, einen Schuß ab und verletzte sie schwer. 1 richtete er die Waffe gegen sich und tödtete sich auf der Stelle. 5 * Mainz, 18. März. cheidung unzuständig gewesen. osten verurteilt. s. Z. die Entlassung gefordert hat.— In einer sozialdemo— kratischen Parteiversammlung wurde die definitive Mitteilung gemacht, daß der Abgeordnete Ulrich, der seit zwölf Jahren Vertreter der Stadt Mainz im Hessischen Landtag ist, ein Mandat für hier nicht mehr annehmen könnte, weil er eine Kandi⸗ datur an seinem Wohnort Offenbach angenommen habe. Zugleich erklärte der andere Abgeordnete unserer Stadt, Herr Franz Jöst, daß auch er seine Wiederaufstellung ablehne, und begründete in längerer Ausführung seinen Entschluß. Die Versammlung ließ nach längerer Debatte die vorgebrachten Gründe nicht gelten und ersuchte 8 5 Jöst, die Kandidatur nochmals anzunehmen. a Herr Ibst bei seiner Weigerung blieb, beschloß man, eine weitere Versammlung einzuberufen, in der die Personenfrage entschieden werden soll. Ein blutiges Fa⸗ hat sich in der Gymnasiums⸗ Ein von seiner Frau getrennt lebender, erst hierher gezogener Mann drang in feuerte auf dieselbe Dann In Angelegenheiten des früheren Bezirkskommissärs Bugner verkündigte der Provinzialausschuß heute früh sein Urteil. Der Rekurs der Stadt Mainz gegen das Urteil des Kreisausschusses, der die Ent⸗ lassung des Bugner ohne Ruhegehalt als nicht genügend motiviert erklärt hatte, wurde für be⸗ ründet erklärt. Der Kreisausschuß sei zur Ent⸗ f Bugner wurde u 2 Drittel, die Stadt Mainz in 1 Drittel der Dem Bugner steht jetzt nur noch der Rekurs an das Ministerium offen, das Erfahrung wie derselbe gemacht. Ich habe in meiner Eigenschaft als Auktionator den Nachlaß des verstorbenen Gerichtssekretärs Friedemann in Rodheim an der Bieber den 8. Januar 1894 versteigert. Hierunter befanden sich auch 2 Gewehre, und bot ich auch dieselbe aus. Da aber die eingelegten Gebote die gerichtliche Schätzung nicht erreichten, so zog ich dieselbe zurück, verkaufte das eine aus der Hand, aber immer im Auftrag und zu Gunsten der Erben, das andere behielt ich zurück. Ich hatte weder eine Ahnung, daß sie nicht gestempelt, noch wurde ich von irgend einer Seite darauf aufmerksam gemacht. Nach einiger Zeit erhielt ich eine Vorladung auf die hiesige Polizeiverwaltung, und wurde mir mitgetheilt, daß ich von Seiten des Staatsanwalts in Marburg wegen Ueber⸗ tretung des angeführten Gesetzes angeklagt sei. Ich be⸗ stritt, daß mich ein Verschulden treffe; sei Jemand strafbar, so könnten es nur die Erben, die mir den Auftrag er⸗ theilten, oder die betreffende Gerichtsbehörde sein, die in ihrer Abschätzung des Nachlasses die Sachen zum Zwecke der Versteigerung inventarisirt hätten, und mir zum Zwecke der Versteigerung eine Abschrift des amtlichen Inventars übergeben, daß es meine Sache gar nicht gewesen sei, eine Prüfung wegen des Stempels vorzunehmen. Sollte aber in der That der Gerichtshof der Ansicht sein, daß ich der strafbare Theil sei, so möge man mir kurzer Hand eine Ordnungsstrafe deshalb zuerkennen. Das Gericht lehnte das ab, und so wurde das Hauptverfahren von der Strafkammer in Marburg gegen mich eröffnet, und die Sache zur Hauptverhandlung an das Schöffengericht nach Gladenbach verwiesen, wo der Termin genau ein Jahr später anberaumt wurde. Ich beantragte nunmehr auf das Neue, mich von dem persönlichen Erscheinen zum Termine zu entbinden, aber auch das wurde abgeschlagen. Auch mein Antrag, den Termin von 11—12 Uhr anzu⸗ beraumen, wurde abgeschlagen. Der betr. Amtsrichter beraumte Termin auf 9 Uhr an. Ich hätte nun ent⸗ weder schon Tags vorher nach Gladenbach reisen, dort übernachten, oder den anderen Morgen um halb 3 Uhr von Gießen nach Marburg, von dort wieder nach Nieder— Walgern zurück nach Gladenbach fahren müssen, wo ich denn gegen 9 Uhr eintreffen konnte, wenn es klappte. Es klappte aber nicht. Ich hatte übersehen, daß der Fahrplan der Bahn am 1. Januar geändert war und der Zug 2.30 Uhr den Anschluß nicht erreicht hätte, ich also erst gegen 3 Uhr nach Gladenbach gekommen und Eingesandt. Gießen, den 18. März 1896. An die Redaktion der Hessischen Landeszeitung! In Vergleich zu der Strafsache gegen den Gr. Ge⸗ richtsvollzieher Geißler, Vergehen gegen das Gesetz vom 19. Mai 1891 habe ich, eine noch viel unangeuehmere zum Termine unter allen Umständen zu spät kam. Von dem Schalterbeamten, dem ich ein Billet nach Gladenbach abverlangte, auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht, telegraphicte ich die Sachlage an das Gericht mit der Bitte, eventuell ohne mich zu verhandeln. Die Antwort war ein Haftbefehl. Auf meine Beschwerde beim Königl. Landgericht Marburg, wurde der Haftbefehl aufgehoben. — Zu dem nunmehr einige Tage später stattfindenden Ter⸗ mine, machte ich mich Mittags um 4 Uhr auf den Weg, fuhr nach Marburg, übernachtete dort und fuhr dann nach Gladenbach. Ich wurde zu 30 Mark verurtheilt, legte aber Berufung ein. Die Sache kam vor die Strafkammer nach Marburg; die Strafe wurde auf 10 Mk. ermäßigt. Die Kosten wurden mir aber doch zugeschrieben. Ich hatte also für die ungestempelten Gewehre zu zahlen: Strafe wie erkannt 10 Mark, Gerichtskosten 115 Mark, Reise⸗ spesen(Eisenbahn) 5 Mark, Wagen von Gladenbach nach der Bahn 1 Mark, Logis und sonstige Ausgaben 10 Mark, Versäumniß 10 Mark. Zusammen 151 Mark. Hätte ich auch einen Anwalt gehabt, so hätte die Ge⸗ schichte noch hundert Mark mehr gekostet. Wem aber, frage ich, wäre damit gedient, daß ich verurtheilt wurde, daß ein solcher Apparat in Thätigkeit gesetzt werden mußte? II. C. VW. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 19. März. Die Anarchisten hatten zum gestrigen Abend eine Märzfeier veranstaltet, die von etwa 300 Personen besucht war, unter denen sich auch mehrere junge Mäd⸗ chen mit knallroten Schleifen befanden. Die Anarchisten beider Richtungen waren vertreten. Die Versammlung nahm einen ruhigen Verlauf. Die Anarchisten Pawlowitsch, Weisheit und Petersdorf sprachen über die Pariser Kommune. Hd. Berlin, 18. März. Gestern Abend tagten in allen Teilen der Reichshaupt⸗ stadt 11 sozialistische öffentliche Volts⸗Versammlungen, um die Erinnerung an den 18. März 1848 und 1871 zu feiern. Die Versammlungen nahmen durchweg einen ruhigen Verlauf. Nur der„Colberger Saal“, wo Liebknecht sprach, wurde wegen Ueberfüllung poli⸗ zeilich gesperrt. Auf der Straße hatten sich etwa 2000 Personen angesammelt, die erst durch verstärkte Schutzmannschaft zerstreut werden konnten. In dieser Versammlung wurden von Liebknecht vor Eintritt in das Referat unter allge⸗ meinem Beifall einezustimmungs depesche an die Pariser Sozialisten, die den Tag gleichfalls festlich begangen haben, abge⸗ sandt. In den Vororten fanden eben⸗ falls Versammlungen statt. Auch dort ist es nicht zu Ruhestörungen gekommen. — Die Volkspartei hatte aus Anlaß des Gedenktages zwei sehr gut besuchte Versammlungen einberufen und zwar durch die Vereine„Fortschritt“ und „Waldeck.“ 5 5 Hd. Wien, 19. März. österreichischen Kaisers zum Chef des ersten eng⸗ lischen Garde-Dragoner-Regiments bezeichnet das offiziöse Fremdenblatt als Beweis freundschaft⸗ licher Beziehungen zwischen England und Oester⸗ reich. 5 Hd. Paris, 19. März. Infolge der Ein⸗ Die Ernennung des 0 f 0 führung einer Maschine in die Schwefelholz⸗ 1 Fabriken seitens des Staates, durch welche 1400 Arbeiter dieser Industrie brotlos würden, ist gestern seitens der Arbeiter der allgemeine Aus⸗ stand proklamirt worden. Der Finanzminister wird heute eine Deputation der Arbeiter dieser⸗ i halb empfangen. Hd. Paris, 19. März. Unter dem Titel: „Ein Piratenvolk“ schreibt die Libre Parole, Frankreich befinde sich in einer der schwierigsten Lagen, die es seit 1870 erlebt habe. Wenn, Frankreich auf die Befreiung Aegyptens verzichten wollte, so würde es sein Ansehen im Orient ein⸗ büßen. 8 Hd. Rom. 18. März. Die Derwische kon⸗ zentriren sich nach den Nachrichten aus Mas⸗ 1 sau ah um Kassala und scheinen eine Haupt⸗ schlacht wagen zu wollen. Weiter trifft aus Massauah die Meldung ein, daß das gesammte Heer des Negus Vorbereitungen trifft, um auf dem Plateau vor Adua die Regenzeit zuzubringen, was auf die Absicht der Fortsetzung des Krieges schließen läßt. Meneliks Heer ist vorzüglich verproviantiert. Hd. Rom, 19. März. Die Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem König von Italien wird, wie jetzt ganz bestimmt verlautet, in der nächsten Woche in Genua stattfinden, und zwar an Bord der„Hohenzollern“. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann beide in Gießen. Bekanntmachung, betreffend das Betreten der Ufer und Böschungen der Wieseck. Wir bringen hierdurch wiederholt in Er- innerung, daß die Ufer und Böschungen des Wiesecklaufes Eigentum der Stadt sind und daß daher das Betreten dieser Ufer und Böschungen(namentlich auch im Stadtbereiche) Dritten und insbesondere den Eigentümern der aufstoßenden Grundstilcke nur insoweit zu⸗ steht, als dieselben dieses Gelände ein- für allemal von der Stadt gepachtet haben oder als zur Einbringung der jeweils ersteigerten Heu⸗ oder Grummetgrasernten innerhalb der dafür bestimmten Frist erfordert ist. Das Aufsichtspersonal ist angewiesen, Zu⸗ widerhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 16. März 1896 Großh. Bürgermeisterei Gießen Gnauth. Bekanntmachung. Zur ständigen Ueberwachang des Freibades an der Lahn während der kommenden Badezeit wird ein, des Schwimmens kundiger, zuver- lässiger Wächter gesucht. Bewerber wollen ihre Meldungen mit Angabe des beanspruchten Tagelohnes bis zum I. k. Mts bei der unterzeichneten Stelle einreichen. Gießen, den 17. März 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Das Fahren der zwei städtischen Gießfässer pro 1896—97 soll im Submissionswege ver- geben werden. Hierauf Reflektierende wollen ihre Offerten bis zum 30. d. M. verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bei der unterzeichneten Behörde, woselbst auch die Be⸗ dingungen eingesehen werden können, ein— reichen. Gießen, den 17. März 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Ein Lehrling gesucht. Hermann Vogl, Bäckermeister, 340 Seltersweg. nad Patentirte Erfindungen. NSN Bibergasse 6 6 Bibergasse. Ankauf und Verwertung durch: 5 01 U 4 Carl Melzer Fransfurt-Main 4 . Baagngagagagaggaggagggg D Ein Lehrling gesucht. Heinrich Zick, Schmiedemstr., 137 Wismar. Ein Schreiner, sowie ein Tapezierer (Polsterer) welche selbständig arbeiten können, gegen guten Lohn auf dauernde Arbeit gelucht. H. C. Werner, Eichgärten 10(434 ür 2— 3 Arbeiter ist Logis zu vermieten. 435 Eichgärten 10, 3. Stock. Gebrauchte Möbel werden zu kausen gesucht, gleichviel welcher Art. Offerten unter U. N. an die Exped. der Hess. Landesztg. 433 2 5 Kleiner Laden in guter Geschäftslage mit oder ohne Wohnung per 1. Juli zu vermieten. Näheres in der Exped. ds. Bl. strauch(links der Lumda) Altneuner ꝛc.(rechts der Lumda). 1 2 Holzversteigerungen. Oberfoͤrsterei Treis d. d. L. Distr. Ober- und Niederseilbach, Bomm und Aspen⸗ 185 Eichenstämme mit 79,74 km, 95 Kiefernstämme mit 33,00 km, 2 Buchenstämme mit 2,47 m und 4 Lindenstämme mit 1 76 km, 16 Eichen- und Buchenderb⸗ stangen mit 0,99 fm und 2 Fichten mit 0,18 fm, 200 Fichten reisstangen(Bohnenstangen) mit 2,32[m. 12 rm Buchen- und 16 xm Eichenscheiter, 58 rm Buchen-, 73 rm Eichen- und 44 rin Kieferuknüppel, 180 rm Buchen-, 495 rm Eichen nerstag, den 26. März, Morgens 9 Uhr dem Alten-Busecker Weg am Jagdhäuschen.— Distr. Hainbuch, Zipfenwald, Heege, Scheid, 2 24 Eichenstämme mit 7,40 fm, 15 Kiefernstämme mit 3,00 tm, 1 Buchenstamm mit 1,20 fm und 34 Fichtenderbstangen mit 2,20 km, 1 xm Buchen- und 31 rm Eichenscheiter, Freitag, den 27. März, Morgens 9 Uhr. 21 rm Eichenkuülppel und 180 rm Eichen- wald beim Kohlborn. 2 3. Großen⸗Linden(Gemeindewald). 434 Fichtenreisstangen, 11 rm Eichenscheit(hiervon Arm Nutzholz), 203 rm Nadelknüppel, 37 rm Nadelstöcke, 12690 Fichten⸗ und (biervon sind 900 Wellen 4 m lang und zu Bohnenstangen geeignet) W Montag, den Zusammenkunft auf der Winkelschneise, Abteilung Sprengel, März, Vormittags 9 Uhr. nächst der Kreisstraße Gießen—Leihgestern. 159 7,86 fm, 24 rm 2 m langes Kiefernnutzholz. Reiser zum Ausgebot. Philippsenhau. scheitholz, 450 rm Buchenknüppelholz, 7800 Stück Buchenwellen. März, Vormittags 10 Uhr. Knüppel, 23 xm Stöcke, 500 Reisigwellen. Distrikt Landhege. Eiche: 2350 Durchforstungswellen Distrikten Fuchslöcher und Landhege wird im Junkerwald mitverkauft und wollen sich die Käufer dasselbe vor dem Termin ansehen. Qualität aus den Distrikten Landhege bei Bellersdorf und Hegkopf bei Hohensolms. liche Angebote in verschlossenem Couvert bis zum 23. März, Vorm. 11 Uhr. 2 Die ns Zusammenkunft im Junkerwald an der Fichtenreisigwellen. tag, den 24. März, Vormittags Frankenbach(Gemeindewald). Stangen 1. Kl. mit 14,31 fm, 249 Stangen 3 8 5 Montag, den 23 März. Treis a. d. Lda. Ehringshausen, Forst Heisterberg 1 Buchenstamm= 0,91 fm, 43 Kiefernstangen 5 Oberförsterei Hohensolms. Distrikt Junkerwald. Eiche: Distrikt Fuchslöcher Verkauf von ca. 65 Ctr 10 Uhr. Oberlemper Wiese. Niedershausen(Gemeindewald). D mittags 10 Uhr. und 220 rm Kiefern- ꝛc. Reisig.. Don- Zusammenkunft im Distr. Oberseilbach auf Zusammenkunft am Distrikt Zipfen⸗ 235 Stück Fichten⸗ und Kiefernstämme mit 49 fm, Kl. mit 8 tm, 131 Stangen 2. Kl. mit Nach dem Nutzholz kommt Buchenscheitholz und g. Die am 11. und 12. März in den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. d. Lda, abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Forstorte Weiherwieserschlag, Dietzeborn und 2 3,01 fm, 270 rm Buchen- Versammlung auf dem Hof Heisterberg. 500 Buchenreisigwellen, 1000 Eichenlohrinde bester 5 er 0 Distr. 12a, 14a und 16a Daberg. stämme und 76 dergleichen Stangen 1., 2. und 3. Kl. von 137,91 fm, 1 Weichholzstamm 0,53 Im, 94 rm Nadelholz⸗Nutzholz(2 m lang). Montag, den 23. März, Vor⸗ und Nadelholzreisig. Nadelwellen Freiheitspferde. Entrées auf. Freitag, den 20 Auftreten 0— 14 rm Scheite, 2 1m Das Holz aus den Schrift⸗ Circus Lorch. Oswalds Garten in Gießen. Gala⸗Eröffnungs⸗ Vorstellung. Auftreten des gesammten Künstler— personals in seinen Glanznummern. Reiten und Vorführen der vor- züglichst dressierten Schul- und Sämmtliche Clowns, sowie August der Dumme treten in hochkomischen Freitag Abend 8 Uhr: Nächste gr. Vorstellung mit ganz neuem Programm neuer Spezialitäten.. Die Willetliasse ist täglich ab Vormittags 9¼ Uhr geöffnet, desgleichen das Dierzelt. Den täglich ab 9¼ Uhr Vormittags statt— findenden Proben kann beigewohnt werden. Mehrere jüngere Hausirer für Artikel, welche in jeder F. milie leicht verkäuflich, gegen hohe Provision sofort gesucht. Cau⸗ tion nicht erforderlich. Näheres zu weg 6, part. Zum Aufarbeiten von Sophas und Matratzen, G außer dem Hause empflehlt sich billigst Adolph Gerstenberg, Tapezier 105) Kirchenplatz 18. 7 Honig, miirt, versendet die 1 Pfd.⸗Dose zu 6 ½ Mk., franko. Garantie, unfrank. Zurücknahme nicht konvenir Sendung. Steinkamp, Großimkereien, Cloppenburg, Oldenburg. Pripat-Institut 439 436 Nadelholz verzapft Submissionen. Alten⸗Buseck. Die zur Unterhaltung der Kirche und Pfarrgebände zu Alten⸗Buseck erforderlichen Arbeiten sollen Donnerstag, den 26. März, Nachmittags 3 Uhr, in dem Gemeindehause daselbst öffentlich in den Accord gegeben werden. Dachdeckerarbeiten 150,00 Mk., Schreinerarbeiten 61,78 Mk., Schlosserarbeiten 6,50 Mk., Weiß binderarbeiten 85,77 Mk. Maurerarbeiten 23,01 Mk., 2 2 2 gh οοο. 2 Prima Apfelwein J. Arnold, zum Schipkapass, Bahnhofstrasse 7. eee von Dr. 2c. Büchner Darmstadt. Vorbereitung zum Linz Freiwilligen und Albiturienten-Srkamen Internat. 0 Aufnahme kann jederzeit erfolgen. Näh. durch den Vorsteher Dr. A. 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