a Engau, vorden, welcht ens nicht 1 Der belgishh Antwort bol ug. In den wei wei englischen um die so⸗ a unter den usetzen. Die Na ch. n fortdauernd fahren fort, Auf dringen Regierung hal streta den An. schenland noch enn aber daß st zu Gunsten ft, dürste der 8, Verantw. Ne Ottmann, beide n chen tersztag und reiner. atz 4. 1 19 sichte lachend. murmelte nur was von einem 5, 9 1 0 1 Nr. 194 erstattet hatte, durfte er ase ö 2 e N., 1 ue, Probe davon zu geben? Ich möchte darauf schwörg Gießen, Mittwoch, den 19. August 8* Ausgabe Gießen. Redaktion: 5 Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile. pedition: Kreuzplatz Nr. 4. 2 Lokales und Provinzielles. * Gießen, 18. August. Behufs Gründung eines Hessischen Landesvereins der Eisenbahnbeamten wurde am Sonntag im Restaurant„Stadt Friedberg“ in Darmstadt eine konstituierende Versammlung abgehalten. Es hatten sich dazu Vertreter des Eisenbahn⸗ beamtenvereins Darmstadt, des Hessischen Eisen⸗ bahnbeamtenvereins und der Nebenbahnen in essen als Vertreter von etwa 800 Bahnbeamten eingefunden. Die Vereinsleitung liegt soweit nicht anders bemerkt, sind die Herren von Darm⸗ stadt) in den Händen der Herren Bahnmeister Bahnhofsverwalter Appel in Wiesbaden (I., bezw. 2. Vorsitzender), Verwalter Magnus in Alsheim, Bahnmeister Petry(1., bezw. 2. Kassterer), Verwalter Ferkinghoff in Seligenstadt und Revisor Lichterberger(1., bezw. 2. Schrift⸗ ührer). Der Landesverein bezweckt die För⸗ erung der Kollegialität zum Berufe, die Wah⸗ rung der Standesinteressen. Der Verein, der sich an den Verband Deutscher und Oester⸗ leichischer Eisenbahnbeamtenvereine anschließt, liedert sich vorerst in 5 Bezirke, nämlich Darm⸗ sadt; den bisherigen Eisenbahnbeamtenverein 3 umfassend, Hessen⸗Nassau, Star⸗ bubu, Rheinhessen und Oberhessen. Die Einzelbezirke stehen zwar in wichtigeren Berufs⸗ angelegenheiten: Rechtshilfe bei Betriebsunfällen K. s. w. mit dem Landesvereine in unmittelbarer Beziehung, treten indessen im allgemeinen als selbständige Korporationen auf. * Gießen, 18. August. Ein eigenartiger Kunstgenuß, welchen wir den Bemühungen des Herrn Ernst Challier zu verdanken haben, war das gestrige in Steins Saalbau statt⸗ Kate Konzert der russischen Vokal⸗ Nattonal⸗Kapelle Nadina Slaviansky. Das Konzert war gut besucht und wurde von den Hörern mit gebührendem Beifall aufgenommen. Die russische Sängerschar(es mochten etwa 40 an sein) verfügte durchweg über ein ganz borzügliches Stimmmaterial, namentlich waren zwei Baritonisten entzückend, während einzelne Tenöre durch ihre starke und klangvolle Mittel- age auffielen. Die hellen Sopran⸗ und Kinder⸗ stimmen, die sich durch außerordentliche Weichheit auszeichneten, harmonierten vorzüglich neben den tiefen, manchmal phänomal wirkenden Bässen der Männer. Das Zusammenwirken war präzis und bewies die strenge Disziplin, welche die Dirigentin in umsichtiger, künstlerischer Weise zu üben verstand. Die Süngerschar, welche mit Begleitung eines kleinen Harmoniums sang, folgte dem leisesten Wink der Frau Nadina Slaviansky. Letztere sang mit ihrem um⸗ fangreichen, hellen Sopran nicht nur im Chor mit, sondern führte auch die Solopartien der einzelnen Lieder mit besten Erfolg durch. Die Heselschaft, deren Mitglieder in reichen National⸗ kostümen erschienen, bildete eine malerische Gruppe. * Gießen, 18. August. Zu der im Novem⸗ ber beabsichtigten Lokal⸗Gartenbau-Aus⸗ stellung in Steins Garten sind die Plätze der Aussteller bereits verlost. f Ebenso find schon die Pläne für das ganze Arrangement getroffen. Als Glanzpunkt der Ausstellung ist ein pitoresker Grottenbau mit Wasser⸗ kunst, über welchen sich eine Gebirgsbrücke hin⸗ ziehen soll, in Aussicht genommen. Die Pflan⸗ zendekoration hierzu wird von sämmtlichen Aus— stellern gemeinsam besorgt. Gießen, 18. Aug.(Preisschie ßen.) Der gestrige zweite Tag des Schützeufestes ge⸗ hörte fast ganz den Schützen. Vormittags um 8 Uhr begannen die Schießen unter sehr starker Beteiligung. Es wurde geschossen auf„Laufen⸗ des Wild“ 855 Meter), auf 100 Meter Scheibe, 175 Meter Standscheibe, 300 Meter Feldscheibe. Bei dem letzten Schießen wurde das erste Mal das neue Dickoresche Scheibenbild mit 30 Ringen, benutzt, während die früheren Scheibenbilder auf demselben Raum nur 20 Ringe aufwiesen. Außer Offenbach, welches schon am Sonntag zum Schießen eingetroffen, war gestern auch Frankfurt vertreten. Am Nachmittag entwickelte sich wieder in der großen Halle, auf dem Jux⸗ und Tanzplatz ein flotter Betrieb. Das Schießen war erst mit dem Dunkelwerden zu Ende. Der zeitraubenden und komplizierten Berechnung wegen konnte die Preisverteilung gestern noch nicht vor⸗ genommen werden. Soviel wurde jedoch festge⸗ stellt, daß Heinrich Horn vom Schützen⸗ verein Frankfurt a. M. auf laufendes Wild der beste Schütze gewesen; derselbe hat in einer Serie(15 Schuß), 102 Ringe geschossen. Ihm wurde der Ehrenpreis der Schützengesellschaft, 1 Ehrenbecher und 1 silberne Medaille nebst 2 Flaschen Champagner, zu Teil. * Gießen, 18. August.(Straf kammer.) Der Arbeiter Heinrich Schneider von Gießen war wegen Körperverletzung mittels eines gefährlichen Werkzeuges vom Schöffengericht zu 6 Monat Gefängnis und 14 Tage Haft ver⸗ urteilt. Dem Schneider war diese Strafe zu hoch und er glaubte gelinder davon zu kommen, wenn er die Berufung verfolge. Aber auch die Staatsanwaltschaft meldete die Berufung an und so kam die Sache heute vor der Strafkam⸗ mer zur Verhandlung. Der Angeklagte hat eines Tages auf dem Güterbahnhof seinem ehemaligen Arbeitgeber, mit dem er in Differenzen geraten, mit einem Prügel über den Arm geschlagen und ihn dadurch schwer verletzt. Die Strafkammer hob das Urteil der Vorinstanz auf, verurteilte den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monat und 10 Tagen Haft und beschloß in Anbetracht der Höhe der Strafe die sofortige Verhaftung des Verurteilten.— Weiter wurde gegen den in Haft befindlichen, wegen Land⸗ streichens, Bettelns und Diebstahls mehrfach vor— bestraften 39 alten Dienstknecht Karl Martin Dornbach von Siegen wegen Diebstahl ver⸗ handelt. Derselbe ist teilweise geständig, seinem Mitknecht in Nieder⸗Wöllstadt, mit welchem er zusammen die Schlafstelle teilte, 1 Paar Stiefel, 2 Hemden und 1 Geldbeutel mit 3 Mark In⸗ halt entwendet zu haben. Der Angeklagte hat den Diebstahl Nachts begangen, während der Mitknecht schlief und darauf noch in derselben Nacht Nieder⸗Wöllstadt verlassen. Der Gerichts⸗ hof billigt den Angeklagten mildernde Umstände zu, um ihn noch einmal vor dem Zuchthaus zu bewahren und erkannte auf sechs Monate Ge⸗ fängnis. Gießen, 18. August. der Fahrkarten.) Vom 1. September d. J. ab werden im Bezirke der königl. Eisen⸗ bahn⸗Direktion Hannover die Fahrkarten nicht mehr wie bisher üblich mit dem Tage, Monate, Jahre, sowie der Tageszeit und Stunde der Ausgabe, sondern einfach nur mit dem Tage, Monate und Jahre abgestempelt werden. Der Zweck dieser neuen Maßregel ist namentlich der, den Reisenden auf Bahnhöfen, wo die Warteräume innerhalb der Bahnsteig⸗ sperre liegen, Gelegenheit zu geben, bei geöff⸗ netem Schalter Fahrkarten auch zu früheren Zügen zu lösen und dadurch die Lösung beson⸗ derer Bahnsteigkarten zu vermeiden.— Gleich⸗ zeitig mit dieser im Interesse des Publikums ge⸗ schaffenen Neuerung wird eine mehr innere eisenbahn⸗technische eingeführt werden, welche in⸗ deß weitere Kreise interessieren dürfte. Es soll nämlich bei denjenigen Fahrkarten-Ausgabestellen, bei welchen mehrere Beamte thätig sind, jedem einzelnen Beamten eine besondere Type(Kreuz, Stern oder dergl.) überwiesen werden, welche er bei Beginn seines Schalterdienstes in den Stem⸗ pel— hinter der Jahresziffer an Stelle des Punktes— einzusetzen und Beendigung seines Dienstes wieder an sich zu nehmen hat; offenbar soll diese Neuerung dazu dienen, in Beschwerde⸗ und Reklamationszwecken den Beamten festzu⸗ stellen, welcher die betreffende Fahrkarte ausge⸗ geben hat.— Hoffentlich werden sich auch die übrigen Eisenbahn⸗Direktionen diese Neuerung zu eigen machen. Es wäre der leichteren Ab⸗ wicklung des Eisenbahnverkehrs, und damit der Bequemlichkeit des Publikums Rechnung ge⸗ tragen. Lich, 17. August. Das Lahnthal⸗ Sänger⸗Bundesfest hat einen Ueberschu 8 von rund 600. ergeben. * Butzbach, 15. August. Nach einer hier einge⸗ troffenen Nachricht wird unsre, seit dem Jahre 1818 als Ka valleriegarnison dienende Stadt aufhören, solche zu sein. Die noch hier garnisonierende Leib⸗ Dragoner⸗Eskadron wird sich am 22. August zu den in Rheinhessen stattfindenden Mänbvern der Großh. Hess.(25.) Division begeben und nach Beendigung der⸗ selben, gleichwie im vorigen Jahre die 3. Eskadron, nicht mehr hierher zurückkehren, sondern mit den andren Es⸗ kadrons in Darmstadt einrücken, wo sie vorläufig in Baracken untergebracht wird, bis dort der Kasernen⸗Neu⸗ bau ausgeführt ist.— Aus Anlaß des Abmarsches von hier beabsichtigt die Stadt für ihre langjährige Garnison eine Abschiedsfeier zu veranstalten. Durch Allerhöchste Verfügung wird Butzbach als Garnisonsort weiter bestehen bleiben. Am 1. April 1897 wird ein Infanterie⸗ bataillon des neu zu errichtenden Hessischen Regi⸗ ments in der Stärke von 19 Offizieren, 502 Unter⸗ offizieren und Mannschaften, das hiesige Kasernement, das (Abstempelung bis dahin verschiedene bauliche Umänderungen erfährt, be⸗ ziehen und dann als ständige Garnison hier bleiben. Vermischtes. — ueber das Benehmen der Radfahrerin. Jeder Radfahrer hat das Recht, die Fahrerin mit„All Heil“ zu begrüßen, was sie zur Erwiderung verpflichtet. Fremde Radfahrerinnen grüßen sich in der Stadt nie, es ist jedoch üblich, bei Begegnungen auf weiteren Touren den Sportsgruß zu wechseln. Auf der wenig befahrenen Landstraße eröffnet die Dame den Reigen, in der Stadt fährt ein geübter Fahrer voraus. Damen sollen möglichst nie bergauf fahren und nie so forcieren, daß sie abgehetzt aussehen. Eine Dame darf in Gesellschaft eines Ver⸗ wandten oder nahestehenden Freundes allein ausfahren. Obwohl es nicht unschicklich ist, eine kleine Besuchsfahrt ohne jede Begleitung zu unternehmen, soll dies doch mög⸗ lichst vermieden werden. Bei Unfällen, Belästigungen durch Kutscher, Passanten ꝛc. darf die Radfahrerin auch fremde Sportsgenossen um Hilfe angehen. Die Alters⸗ grenze für die Radfahrerin ist dieselbe wie für andren Sport. Wer noch Eis läuft oder das Pferd besteigt, darf auch radeln. Diese Sentenzen entnehmen wir einem aus⸗ führlichen Artikel der„Wiener Mode“, die damit einen Ehrencodex für unsre überhandnehmenden Radlerinnen auf⸗ gestellt haben will. — Die Entgleisung eines Lastzuges auf der Giselabahn wird aus Salzburg berichtet:„Auf der Strecke zwischen Golling und Sulzau übersetzt die Bahn vor der letztgenannten Station auf einer kleinen Brücke einen Wildbach, der im Sommer aber völlig ausgetrocknet ist. Infolge der andauernden Regengüsse der letzten Tage, welche heute Nacht einen geradezu wolkenbruchartigen Charakter annahmen, erhielt das genannte Bachbett von den Bergen her reiche Wassermassen zugeführt, die mit ungeheuerer Wildheit zu Thale eilten. In der Nacht schwollen die Fluten besonders mächtig an und führten Steine und Holz in reichlicher Menge mit sich. Bei der erwähnten Brücke nun, welche der um 12 Uhr 27 Mi⸗ nuten Früh in Salzburg eingetroffene Schnellzug noch glücklich passiert hatte, staute sich das Wasser alsbald und die daherkommenden Steinmassen zerstörten dieselbe. Als nun der nach Einlangen des oben erwähnten Schnellzuges von Salzburg abgegangene Lastzug jene Stelle passieren wollte, fehlte die Brücke bereits und der Zug wurde seitwärts in die Salzach getrieben. Die Loko⸗ motive und vier Waggons kamen in die Fluten. Die herrschende Finsternis ließ die Katastrophe noch viel fürchterliche erscheinen. Wie durch ein Wunder waren von dem Zugspersonal nur der Zugführer und ein Kondukteur, Beide wohl ziemlich schwer, verletzt worden, während alle Uebrigen mit dem Schrecken davongekommen waren.“ — Katastrophen in Japan. Der englische Seismologe Prof. Milne macht darauf aufmerksam, daß Japan im letzten Krieg nur 5000 Soldaten verloren hat. Bei dem Erdbeben des Jahres 1891 kamen 10 000 Menschen um das Leben. Die große Flutwelle im letzten Juni hat aber 27000 Menschenleben zum Opfer gefor⸗ dert. Im Jahre 1703 sollen aus gleicher Ursache 100 000 Menschen umgekommen sein. Südlich von der Gegend, die von der letzten Katastrophe heimgesucht wurde, liegt das Dorf Kamakura, versteckt unter fichtenbewachsenen Sandhügeln. Kamakura war in alten Zeiten die Haupt⸗ stadt Japans und hatte eine Einwohnerzahl von einer Million. Wegen Erdbeben und Flutwellen mußte der Sitz der Regierung verlegt werden. Im Jahre 1293 schwemmte eine Flutwelle 30 000 Menschen fort. Es ist Das blaue Herz. Roman von Karl Ed. Klopfer. (Nachdruch verboten.) (Schluß.) „Ja— ich habe Urlaub genommen und will eine— Erholungsreise antreten.“ „Und heute Abend noch? Sehr wohl. Das Gepäck wird pünktlich auf dem Bahnhofe sein.“ „Auf der Südbahnn“ 1 5 „Ich weiß, ich weiß“, erlaubte sich Nazi mit diskreter Geberde zu unterbrechen;„zum Grazer Abendschnellzug.“ „Du weißt? Woher weißt Du?“ „Sie werden doch in's steyrische Gebirg' wollen, Herr Attache?“ meinte Nazi mit dem ganzen Ge⸗ Antwort, sondern „verfluchten Kerl“ . den Zähnen, während er aus dem Fenster te. „Bitt' um Verzeihung!“ lispelte Ignaz. Seit jenem ereignisreichen Abend, wo er Herrn v. Fröden über die„Affaire Degenstein“ umfassenden Bericht sich's erlauben, mitunter einen fast familiären Ton anzuschlagen. Jetzt rudelte es ihm förmlich von den Lippen.— „Man hat so seine Verbindungen, durch die man Manches erfahren und noch mehr erraten kann. llen mir der Herr Attaché erlauben, eine weitere Fröden gab keine direkte Herr v. Fröden werden nach Ablauf dieses Urlaubs die— Wiederversetzung einkommen.“ Fröden errötete wie ein junges Mädchen. * „Nicht übel geraten!“ mußte er zugeben. „Und dann werden Sie mir eine Mitteilung machen, die Ihnen— wie ich mir schmeichle— jetzt, im Augenblicke nicht ganz leicht fallen würde. Aber— es muß ja sein, und es ist Ihnen gewiß lieber, wenn ich's selber gleich ausspreche: Herr v. Fröden müssen an meine— Entlassung denken.“ Jetzt war der Attache starr. „Oh, ich müßte ja keine Ahuung von— Takt haben, gnädiger Herr, wenn ich das nicht ganz selbstverständlich fände! So wenig ich Ihnen jetzt auf diese Urlaubsreise folgen darf, so wenig kann ich fernerhin bei ihnen bleiben. Die gnädige Frau — Frau v. Fröden, mein“ ich— kann sich ja durch meine Person nicht immerfort an eine gewisse ab— scheuliche Geschichte erinnern lassen.“ Fröden war gerührt. N. „Schau, schau— so eine delikate Beurteilung der Dinge hätt' ich Dir gar nicht zugetraut 5 Dann folgte er seinem augenblicklichen Impulse und— reichte dem Diener zu herzlichen Danke die Hand. e 8. „Du bist ein Goldkerl, Nazi! Ich will mich Dir auch erkenntlich zeigen— Dir gebührt ja auch eigentlich noch ein Advokatenlohn, mindestens aber eine Entschädigung für die Gelder, die Du in einer gewissen Sache aufgewendet hast. Uebermorgen soll Dir mein Bankier zehntausend Mark auszahlen. Damit kannst Du was anfangen, Dich selbstständig machen. Würdest Du nicht am liebsten zu Deinem Metier zurückkehren— mit einem gut eingeführten Geschäfte in Deiner Heimat, wie?“ Nazis Augen leuchteten in trunkener Seligkeit. „O Gott, o Gott! Sie sind die Güte selbst, Herr Attache! Aber wenn's Ihnen gleich ist— dann möcht' ich doch lieber hier bleiben.“ „Was, in Wien? Du wolltest in Wien bleiben?“ Nazi nickte mit einem seelenvergnügten Schmunzeln.„Es gefällt mir da famos. Und ich wüßt' auch schon ein passendes Lokal— gleich da drüben in der Kärthnerstraße ist ein Laden zu ver⸗ mieten, wie ich mir ihn schöner nicht denken könnt'. Ja, so ein nettes Friseur-G'schäfterl— und ein Weiberl dabei...“ Hier schlug sich der Bursch auf den Mund und wollte sich zur Seite drücken, aber der Attache er⸗ haschte ihn noch rechtzeichtig und zupfte ihn lachend am Ohrläppchen. „Wie, was, dächtest an's— Du vielleicht sogar auch dazu?“ „Ja, meiner Treu!“ gestand der Nazi mit breitem Grinsen.„Die hätte ich auch schon, wenn Sie gestatten...“ — Das Unendliche des Himmels. Man, kann durch ein Fernrohr noch so lange gegen den Himmel sehen und wird dennoch am Ende nicht mehr Sterne als am Anfang wahrnehmen. Wird hingegen eine photogra⸗ phische Platte durch Sternenlicht beleuchtet, so kommen desto mehr Sterne auf ihr zum Vorschein, je länger sie exponiert wurde. Es sind schon wiederholt Dauerauf⸗ nahmen von mehreren Stunden gemacht worden, und es möge gleich bemerkt werden, daß in solchen Fällen die Aufnahme nicht ununterbrochen an einem Abend vor sich gehen kann, sondern auf mehrere Abende verteilt werden muß. Letzthin hat der Direktor der Kapsternwarte, Herr David Gill, fünf Aufnahmen einer Gegend, die den ver⸗ Du kleiner Schwerenöter? Du Heiraten? Potztausend! Da hast schon— eine Braut änderlicheu Stern n Argus umglebt, von sehr verschiedener Dauer gemacht. Die erste Platte, die nur sechs Minuten exponiert wurde, zeigte von dem den bezeichneten Stern umgebenden Nebel noch nichts, die zweite mit einer Expo⸗ sitionszeit von einer Stunde giebt hingegen schwach die hellsten Partien des Nebels wieder. Die dritte Platte, die drel Stunden belichtet wurde, enthält bereits eine ausgedehnte Nebelmasse und läßt auf dem Quadratgrad 10000 Sterne sehen. Die vierte Platte, die an vier Tagen, durch je drei Stunden der Belichtung unterworfen wurde, zeigt die Nebelmasse noch kräftiger und enthält 50 000 Sterne auf dem Quadratgrad, und auf der fünf⸗ ten Platte, die 24 Stunden zur Exposition gelangte, sind 100 000 Sterne auf dem Quadratgrad zu zählen. — Die konfessionellen Verhältnisse im höheren Unterrichtswesen Deutschlands stellen sich wie folgt: Es kommen auf je 10000 Einwohner im ganzen Reich 50 Schüler höherer Lehranstalten, auf je 10 000 Protestanten 55, auf je 10 000 Katholikeu 32, auf je 10 000 Dissitenten 49 und auf je 10 000 Juden 333. Für die einzelnen größeren Bundesstaaten stellt sich das Verhältnis folgendermaßen: Von 10 000 Preußen besuchen 45 eine höhere Schule und hierbei kommen auf je 10000 Katholiken 27, auf je 10 000 Protestanten 50, auf je 10000 Juden 333. Von 10 000 Baiern besuchen 53 eine höhere Schule; es kommen auf 10 000 katho⸗ lische Baiern 42, auf 10 000 protestantische Baiern 67, auf 10000 Juden in Baiern 370 Schüler. Die Ver⸗ hältniszahlen sind für Württemberg: 84, 53, 93, 590; für Baden: 64, 41, 86, 417; für Hessen: 68, 50, 67, 333; endlich für das Königreich Sachsen: 40, 23, 40, 357. Die relativ geringere Beteiligung der Katholiken am Genusse des höheren Unterrichts, die in diesen Zahlen sich ausspricht, tritt in verhältnismäßig stärkerem Grade bei den Realanstalten als bei den humanistischen Gymna⸗ sien hervor. macht wurde, ohne Schwierigkeit überreicht. Papier zum Durchzeichnen u. s. w. beschlagnahmt. merkwürdig, meint Prof. Milne, daß ein Land, das so furchtbaren Heimsuchungen ausgesetzt ist, nicht nur besteht, sondern blüht. — Spanische Postgauner. Vor einiger Zeit reichte der Madrider Vertreter verschiedener andalusischer Bergwerksgesellschaften bei der Polizei eine Klage ein gegen eine bedeutende Bande von Gaunern, deren Spezia⸗ lität darin bestand, bei der Post Briefe zu entwenden und zu fälschen. Im Monat Mai d. J. hatte die Berg⸗ werksgesellschaft in Aguilas, deren Domizil in Mazzaron ist, an das Pariser Bankhaus Crédit⸗Lyonnais ein Schreiben gerichtet, worin von verschiedenen Angelegen⸗ heiten die Rede war. Der Brief gelangte an seine Be⸗ stimmung, so wie er aufgesetzt worden war, aber mit einem hinzugefügten Absatz, in dem die Mitteilung ge⸗ einer der solidesten Kunden der Firma habe begeben, um verschiedene Ankäufe dort zu bewerkstelligen, und die Bank solle demselben in Bordeaux 50 000 Fr. zur Verfügung stellen. Die Rück⸗ äußerung der Bank werde erwartet, um besagten Kunden davon zu benachrichtigen. Der Crédit⸗Lyonnais beant⸗ wortete Punkt für Punkt den erwähnten Brief und sagte u. A. auch, daß die verlangten Fonds in Bordeaux ver⸗ füglich seien. Die Antwort des Crédit gelangte nach Mazzaron, aber ohne den Absatz betr. die Krediteröffnung in Bordeaux. Die Bank erhielt einen zweiten, thatsächlich von der Bergwerksgesellschaft geschriebenen Brief, in dem jedoch wieder von Fälscherhand ein Absatz hinzugefügt war, um der Bank den Namen der Person, die in Bor⸗ deaux die Fonds erheben sollte, mitzuteilen. Die Unter⸗ schrift der betreffenden Person war unten hinzugefügt, mit dem Vermerk, man solle der letzteren die Beschwerden eines Ausweises ersparen, da es zur Verhütung jeden Betruges genüge, daß die genannte Unterschrift mit der⸗ jenigen, welche die genannte Person abgeben werde, ver⸗ glichen werde. Der Creédit⸗Lyonnais schickte den Brief an seine Filiale in Bordeaux, wo einige Tage darauf ein „Herr“ sich einstellte, um die Summe von 50 000 Fr. in Empfang zu nehmen. Seine Unterschrift stimmte durchaus mit der in dem Brief der Bergbaugesellschaft enthaltenen, und so wurden ihm denn die 50 000 Fr. Einige Zeit danach, als die Bergbaugesellschaft mit dem Crédit⸗Lyonnais ab⸗ rechnete, wurde der Betrug entdeckt. Die spanische Polizei wurde mit der Aufsuchung der Betrüger betraut. Man entdeckte, daß nicht nur die oben genannte Bergbaugesell⸗ schaft, sondern noch eine gewisse Anzahl von anderen Firmen auf die geschilderte Art hintergangen worden war. In weniger als einem Monat hatte die Gaunerbande über 80 000 Pesetas eingesteckt. Es wurde festgestellt, daß die Briefe aus dem Madrider Zentralpostamt ent⸗ wendet und dann abgeändert wurden. Da die Züge aus Andalusien früh morgens hier ankommen, und die Korre⸗ spondenz nach Frankreich erst abends abgeht, so bleiben die Briefe aus Südspanien etwa zwölf Stunden hier im Postamt liegen. Diesen Umstand wußten sich die Gauner zustatten zu machen. Sie verständigten sich mit zwei Postbeamten, die ihnen die Briefe tagsüber zur Ver⸗ fügung stellten und dann weiter beförderten. Man glaubt, daß in Paris die Spießgesellen der Madrider Gauner auf dieselbe Weise operierten. Hier wurden die zwei erwähnten Postbeamten sowie der Brieffälscher, Namens Milan, nebst einem Frauenzimmer in Haft gesetzt. In der Wohnung Milans wurde eine große Menge von besonderen Tinten, sich nach Frankreich — Elektrische Straßenbahn in Kairo. Kairo vervollkommnet sich immer mehr und wird von Tag zu Tag mehr Weltstadt. Gestern, so schreibt man der„Voss. Ztg.“ aus Kairo unterm 5. August, wurde die hiesige elektrische Straßenbahn eröffnet, und die halbe Bevölkerung der Stadt sah staunend und bewundernd zu, wie der„Wagen ohne Pferde“ durch die Straßen eilte. Obgleich es noch Nacht war, als der erste Wagen ab⸗ gelassen wurde, war er doch bald von einer ungeheuren Menschenmenge umgeben, die schreiend, heulend und pfeifend vor, neben und hinter ihm einherlief. Es war ein wahres Wunder, daß kein Unglücksfall geschah, da in Folge des großen Gedränges bald hier, bald dort einer zu Boden fiel. Gerade bei derartigen Gelegenheiten zeigt sich die vollständig harmlose Kindernatur des Aegypters. Sobald Jemand fiel, waren hilfreiche Hände bereit, ihm emporzuhelfen und ihn zur Seite zu führen.„NMalesch, ja achhuje!“„Es macht nichts, Bruder!“ wurde er getröstet, indem man ihm die Kleider abstäubte und seinen Körper betastete, ob er auch unversehrt durchgekommen sei. Als das Getümmel zu groß wurde, fanden sich zwei Polizisten ein, liefen vor dem Wagen einher und stießen Alles zur Seite, was sich ihnen in den Weg stellte. Jetzt konnte der Wagen endlich etwas schneller fahren, doch dauerte dies auch nur bis zur nächsten Haltestelle; dort wollte einer der beiden Polizisten einem fetten, ganz ge⸗ mächlich auf den Schienen vor ihm marschierenden Schech, der sich trotz allen Klingelns und Zurufens nicht aus seiner Ruhe bringen ließ, einen Fußstoß auf dessen schwer⸗ wiegendsten Körperteil geben, traf aber fehl, stürzte und zog es vor, unter dem Gelächter der Menge in einer Seitengasse zu verschwinden, während auch der andere, dem die bedrohliche Nähe des unheimlichen Wagens schon längst gefährlich geschienen haben mochte, sich bald eben⸗ falls seitwärts schlug. Wer von Weitem das Schreien und Heulen der Menge hörte, glaubte sicher, daß eine Revolution ausgebrochen sei. Obgleich sich aber kein Ordnungshüter sehen ließ, geschah nicht der geringste „Ulk“, wie ihn sich die gleichen Bevölkerungsklassen in irgend einer europäischen Hauptstadt zweifellos erlaubt hätten. Interessant war es für den des Arabischen Kundigen, die Erklärungen, wodurch sich die Leute das Fortbewegen des Wagens verständlich machen wollten, zu belauschen.„Sicher ist es Teufelswerk, oh Gebieter“, wandte sich ein Fellache an einen ehrwürdigen Schech auf der Straße,„denn ich kenne den Mann, der den Wagen leitete, ist es ein Engländer, und was die Engländer schaffen, ist Teufelswerk.“„Nein, Bruder“, mischte sich ein Anderer in das Gespräch,„ich glaube, daß innen im Wagen Leute verborgen sind, die, wie beim Veloziped auf die Räder treten und den Wagen hierdurch in Be⸗ wegung setzen.“„Oh, nein, meine Kinder“, erwiderte jetzt im salbungsvollen Brustton der Schech, indem er sich bedächtig seinen langen Bart strich und auf einen neuen heranrollenden Wagen zeigte.„Seht Ihr nicht die lange Stange, die von dem Wagen in die Höhe geht und mit dem durch die Straßen gespannten Seile oben festgebunden, und an irgend einem Orte, den Gott weiß, werden sich Leute befinden, die an dem Seile ziehen und so den Wagen rollen machen!“„Ja ssalam!““„Oh, Wunder!“ riefen die beiden andern, indem sie bewundernd zu dem großen Schech aufschauten.„Was Gott nicht Alles ge⸗ schehen läßt! Ja, Gott ist allmächtig! Der Friede sei mit Dir, Bruder!“ Neueste Telegramme. Hd. Frankfurt a. M., 18. August. Wie wir hören, hat der geschäftsführende 2— N Ausschuß der im September hier tagen⸗ den Deutschen Naturforscher⸗ und Aerzte⸗Versammlung beschlossen, Frithjof Nansen zur Betheiligung an der Versammlung einzuladen. Hd. Berlin, 18. August. Der„Berl. Börsenztg.“ zufolge ist eine neue Ma⸗ rinevorlage im Gange. Admiral Tirpitz habe einen neuen Entwurf ausgearbeitet, wonach die Regierungs⸗ forderung 100 bis 150 Millionen Mark beträgt. Bei den Konferenzen in Wilhelmshöhe soll die Marinefrage in ergiebigstem Maße zur Sprache ge⸗ kommen und der Wunsch ausgedrückt worden sein, daß der Reichstag mehr Mittel für die Verstärkung der Flotte bewillige. Der Reichskanzler habe dem entgegengehalten, daß eine Mehrheit für die Marine⸗Vorlage nur dann zu ge⸗ winnen sei, wenn gleichzeitig die Zusagen bezüglich der Reform der Militär⸗Straf⸗ prozeßordnung erfüllt würden. Hd. München, 18. August. Im Schlosse zu Leutstetten fand gestern Mittag die Ver⸗ lobung der Prinzessin Marie, der 2. Tochter des Prinzen Ludwig, mit dem Erb⸗ prinzen Ferdinand Pius Maria, Her⸗ zog von Calabrien, dem ältesten Sohne des Grafen von Caserta statt. Hd. Wien, 18. August. Die plötz⸗ liche Abberufung des engli⸗ schen Botschafters von seinem hiesigen Posten erregt in diploma⸗ tischen Kreisen Sensation. Man bringt die Abberufung in Zusammen⸗ hang mit Differenzen, welche zwischen dem englischen Bot⸗ schafter und dem hiesigen aus⸗ wärtigen Amt bei den Verhand⸗ 1 über die Orientfrage entstanden nd. Hd. Lemberg, 18. Aug. Der Papst ver⸗ hängte über den Sozialistenführer Pater Stojalewski die hüchste kirchliche Strafe, nämlich den großen Bann. In dem diesbe⸗ züglichen Erlaß wird betont, daß von nun an alle Katholiken den Verkehr mit Stoja⸗ lewski zu meiden haben. Hd. Budapest, 18. August. In Werschatz wurde der zum Empfange des serbischen Bischofs Zmejano vic bor der Kirche errich⸗ tete, mit ungarischen Fahnen geschmückte Triumphbogen kurz vor dem Einzuge des Bischoßs in Brand gesteckt. Dem Thäter gelang es zu entkommen. Hd. Paris, 18. Aug. Der Kriegsminister sah sich durch die jüngsten Ereignisse veranlaßt, in allen Werkstätten der Festungswerke lf Spionagegesetz von 1886 anschlagen zu assen. — Bekanntmachung. Die Verzeichnisse der stimmberechtigten Arbeitgeber und Arbeiter zur Wahl der Bei⸗ 0 sitzer zum Gewerbegericht liegen vom 19. Aug. 8 incl. bis 26, August incl.(auch am Sonntag) vormittags von 8 bis 12 Uhr und 2 nachmittags von 2 bis 6 Uhr auf dem Bureau 8 der unterzeichneten Behörde— Zimmer Nr. 15 2 — zur Einsicht der Beteiligten offen. Es wird dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Anträge auf Berichtigung oder Ergänzung dieser Ver⸗ zeichnisse in der genannten Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen sind. Gießen, den 18. August 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Wolff. Bekanntmachung. Die beiden Steinbrüche im Distrikt Hochwarte des Gießener Stadtwaldes sollen Freitag, den 21. d. Mts., vormittags ½%10 Uhr, im Saale des alten Rathauses verpachtet werden. Gießen, den 17. August 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. C..!!.!.!!õõ;§—e Kirchweihfeste ꝛc. Lampions, Dekorationsfahnen, Schärpen. Nationalbänder in allen Jarben, Lyras, Festrosen, Festhoudets. in Grün, Gold und Silber ꝛc. Lorbeer⸗ Eichen⸗ Preis- Ehren⸗ Kränze sowie Vereins abzeichen sind zu haben bei Hd. Paris, 18. Aug. In Bar su beging gestern ein angetrunkener darmerie-Lieutenant Thätlichk gegenüber zahlreichen Poliziste überfiel dieselben ohne jede Ursache auf Straße und durchpeitschte sie. Der nant wurde hierauf vom Publikum ge und vor die Stadtbehörde geführt. Bürgermeister gelang es, die Menge schwichtigen und den Lieutenant frei zu m Einige Augenblicke später rückte der Lieut mit drei Mann vor und ließ drei Verhaftl vornehmen, nunmehr ließ des benachrichtig Untersuchungsrichter den Lieutenant ins Gefäng nis abführen und die von diesem Verhafteten f Freiheit setzen. Hd. Brüssel, 18. August. dischen Tischlerei-Arbeiter haben au Antwerpen, Gent und Lüttich die Zusicherun erhalten, daß keine Arbeiter aus diesen Städte zum Ersatz der Ausständischen Brüssel kommen werden. Außerdem wurde dem Ausstandskomitee von allen Seiten Gel unterstützungen zugesagt. N Hd. London, 18. Aug. In Be fa st haben sich schwere Unruhen an läßlich einer Kundgebung, welch die Sozialisten zu Gunsten der A mnestie politischer Gefang ner arrangiert hatten, ereignet. Da katholische Bischof hatte gegen die Kundgebung protestiert. Nichts dest weniger waren dieselben sehr bedeuten und nahmen einen bedrohlichen Cha rakter an, sodaß die Polizei einschreite mußte. Mehrere Personen wurden ve wundet, viele verhaftet. Marktpreise. Gießen, den 18. August. Auf dem heutlg Wochenmarkte kostete: Butter p. Pfd. 1,00— 1,10, Hühn, eier per Stück 6, Enteneier—, Gänseeier——, K 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 15, Linsen 26 P Tauben per Paar 60— 100 Pfg., Hühner p. St. 11,20, Hahnen 50— 1,10, Enten 1,60—2,—, Gänse per P 00 00, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh- und Rindfleisch bis 68, Schweinefl. 50—66, Schweinefl., gesalz. 70 d Kalbfleisch 50—, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 4,50— 7,00, Zwiebeln per Zentner 4,50 Milch per Liter 16 Pfg. 1 Sterbefälle. Am 16. August. Privatin Christiana Elisa⸗ beth Karoline Luise Reiber, 54 Jahre alt, Bahnhofstraße 51. Am 16. August. Schuhmachermeister Ludwig Appel, 59 Jahre alt, von Gießen. Gestorben in der neuen Klinik. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. 55 Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, belde eßen. sänre, dem ee 1 * N * 901 806 E Aunsteis. Wie haben den Vertrieb uuseres Kunsteises, hergestellt aus Quellwasser unter Anwendung von eomprimierter Kohlen⸗ Herrn Gmil Sehmall in Gießen für den Kreis Gießen, einen Teil der Provinz Oberhessen und den nördlich von Gießen gelegenen Orten übertragen. Es unterhält genannter Herr Lager, übernimmt Saison⸗ und Monats⸗ lieferungen, sowie Abschlüsse größerer Lieferungen ab Werk nach Ueber⸗ einkunft zu den billigsten Preisen. Wasserwerk Bad NMaubheim. 1117177 Hochachtungsvoll Her satelre und i sse. Dieselben, bab h lach hier 4 Heßler Publtum a hen I holge hat ein hiest T urschedenen Gemeinde beltershain Vet bähnend einer Reihe beutung der in den A befardlichen Bauxitle 1 gegenwärtig sehr g binnung des Alum aße Auzahl Bewohn men Gegend fide shäftgung. Gießen, 19. Aug ür den 33, Landta iin der Weise getroffer Wählecliten Montag, oird und die Wa d köober, erfolgen, oahlen Mittwoch, 14. en acht mit besol 115 Mm in kuwablen porzunehm fehl Bunte a0 händler; Mainz: Fra chat das Nad lie uicten zu entnehmen rückebester in Of — Um e Ene Arregung Der herr Prat uduete die feinen aid dem neißen Te Ltlkelt, o daß ste nd in hanf e eee J. V.: Wolff. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß der städtische Friedhof in der udn. Der Her 5 seine 1 07 mi stahle. Er Ich nehme auf Vorstehendes Bezug und offeriere neben meinem Natureis das vorzügliche Kunsteis obigen Werkes und halte mich verehrlichen Juteressenten bestens empfohlen. 5 Hochachtungsvoll a 5 Fr. Riger, Giessen, HKreuzplatz 4. 228 8 Zeit vom 15. August bis 15. Oktober von morgens 6 bis abends 8 Uhr geöffnet bleibt und daß die auf dem Friedhof Verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam ge⸗ macht werden. Gießen, den 13. August 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V. Wolff. Bekanntmachung. Die im Gießener Stadtwald erforderlichen Wegbau- und Grabenarbeiten, als: wässerungsgräben, veranschl. zu 353 Planier⸗ und Chaussierarbeit, veranschl. zu 1924 mit Sand, veranschl. zu 193 Lieferung von Basaltsteinen, veranschl. zu 5 VVV Anfertigen von Durchlässen, veranschl. zu 58 röhren, veranschl. zu.. 28 sollen Freitag, den 21. d. Nts., im Saale des alten Rathauses öffentlich vergeben werden. Die Großh. Bürgermeistereien der um- Schelle bekannt machen zu lassen. Gießen, den 15. August 1896. Großh. Bülrgermeisterei Gießen. Anfertigen von Be- und Ent⸗ Ueberdecken der Chaussterung N 298 Aussetzen der Steine, veranschl. Liefern und Legen von Thon⸗ vormittags 10 Ahr, liegenden Orte werden ersucht, dies durch die . Wolff. l 85 NB. Wegen zu großen Jendranges bittet man oben angeführte. Ahren⸗ Kränze und Vereinsabzeichen n recht frühzeitig zu bestellen, damit eine prompte Lieferung möglich ist. 8 88 8 8 8 838.. 6...— 6—.—...— V. Marburger Fferdemarkt⸗ Lotterie. Verlosung am 15. September 1896 von Equipagen, Pferden, Fahr⸗ und Reit⸗Nequisiten, Reise⸗Utensilien ꝛc. ꝛc. Lose A Mk. 1. welche in der Expedition dieser Zeitung, 4 5 sowie in den mit Plakaten versehenen Verkaufstellen zu haben sind, empfiehlt und versendet 942 Ferd. Bang, Bankgeschäft, Marburg. Bei Abnahme von 10 Losen 1 Freilos. Porto u. Liste 20 Wextra. 7 N . Sachgemässe Untersuchung und Herstellung von Blitzableitern, Einrichtung von Telephonen und Telegraphe r 77 n übernimmt billigst 897 Max Weissbäcker, Elektrotechniker, Giessen, Seltersweg 31. Emil Schmall. * Wohne jetzt 7 Marktstraße Nr. 8 (neben Herrn Kaufmann Pistor.) Terdinand Parthier, Korb- und Stuhlflechterei. Reparaturen billigst. e 952 Erdarbeiter und Maurer finden Beschäftigung bei 949 Ernst Haubach, Westaulage Nr. 27. Tüchtige ö Austreichergehilfen Ferd. Aug, Wengenroth aiger. Suche sofort einen tüchtigen Gesellen. Phl. Klotz, Schuhmacher, e det.. 937 Einfach möbl Stube zu vermieten. Neuenweg 48. 040 Treundlich möbliertes Zimmet zum I. Oktober zu vermieten. l Mäus burg 12, III Stoc. N 0 N Ein möbliertes Zimmer(10 Mk. i Kaffee) zu vermieken. 0 Bahnhofstraße 51, III. Stock links. 4 Ein schön möbliertes Zimmer zu ven 05 mieten. 16 Mk. mit Kaffee und 8 ie Bahuhofstraße 51, III. Stoch lit Kleines Familienlogis u vermieten. 889 5 Große Mühlgasse 2 Wegen Aufgabe de⸗ Geschäft ist eine Partie Schreinerwerkzeug 0 sowie Holz e. zu verkaufen. Bahnhofstraße 13. Frau Neeb empfiehlt sich im Aus⸗ und Leichen* von 1.42 0 er fl Erwachsene. Frau Katharing Ne Lindengasse 1. g