Gießen, Sonntag, den 19. Juli 1896. Ausgabe hessische Landeszeitung Gießen. Redaktion: 68 Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile. 2 2 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Arbeits⸗Nachweis der Provinzialhauptstadt Gießen. Der in der Stadtverordnetenversammlung am 16. d. M. angenommene Entwurf der Sta⸗ uten eines städtischen Arbeitsamtes hat solgenden Wortlaut: Auf Grund der Art. 52 und 53 des Gesetzes be⸗ reffend die Städteordnung für das Großherzogtum Hessen om 13. Juni 1874 wird durch Beschluß der Stadt⸗ verordnetenversammlung vom 16. Juli 1896 nach An⸗ sörung des Kreisausschusses und mit Genehmigung des Hroßh. Ministeriums des Innern und der Justiz...... iter Nr. M. für den Bezirk der Provinzial⸗ gauptstadt Gießen ein Arbeits nachweis errichtet, für helchen folgende Bestimmungen maßgebend sind. § 1. ö Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeit⸗ kaum mit bn bern und Arbeitnehmern(Arbeitern jeglicher Art, Dienst⸗ boten und Lehrlingen) Arbeit zu vermitteln. 82 s arerhun er Reit u Die Leitung und Verwaltung des Arbeitsnachweises t einer städtischen Deputation übertragen, welche besteht: 1. aus dem Bürgermeister oder dem von ihm dau beauftragten Beigeordneten als Vorsitzendem, „aus acht von der Stadtverordneten⸗-Versammlung gewählten Beisitzern des Gewerbegerichts. Gemäß Art. 52 der Städteordnung müssen aber auch mindestens zwei Mitglieder Stadtverordnete sein; es ist daher, soweit zur Deckung dieser Mindestzahl erforderlich, die Wahl nicht auf die Beisitzer des Gewerbegerichts beschränkt. Sämtliche Mitglieder der Deputation müssen nach Art. 13 u. ff. der Städteordnung stimmberechtigte und wahlfähige Mitglieder der Stadtgemeinde sein. Die Amtsdauer erlischt a) für diejenigen Mitglieder, welche Stadt⸗ verordnete sind, mit der nach der regel⸗ N mäßigen Ergänzung der Stadtverordneten⸗ 1— 7 Versammlung stattgehabten Einführung n Stube): 1 der neu gewählten Mitglieder derselben. sch ich Sie Po b) für die übrigen Mitglieder mit dem Ab⸗ tudiofrs:„Daß ug lauf der Zeit, auf welche die Beisitzer dem Wittzhagg!“ des Gewerbegerichts gewählt waren. Gel. Al) 8 8. bung, Jannu. f. Die Sitzungen der Deputation werden von dem Vor⸗ 0 1 0 Fal sechhigs Uhu 2 liele Nin lge theilnahne Die Bo gls en, bei den u ahlbünd uf attirungen abzulehnen, In einem Hol den Erwräsdeu elbe blich un chaftet. 1 1„habe l genden nach Bedarf oder auf Antrag von fünf Mit⸗ i Hünen llledern, jedoch mindestens alle drei Monate einberufen. — die Deputation ist beschlußfähig, wenn alle Mitglieder geladen und einschließlich des Vorsitzenden sieben Mit⸗ E Illeder, und zwar wenigstens drei Arbeitgeber und drei Arbeitnehmer versammelt sind. Ist die Deputation zum zweiten Male zur Verhandlung über denselben Gegenstand einberufen, aber danach nicht in genügender Zahl er⸗ schienen, so sind die Erschienenen hierüber unter allen Umständen beschlußfähig. Die Beschlüsse der Deputation werden nach Stimmen⸗ mehrheit gefaßt; sind bei der Abstimmung Arbeitgeber und Arbeitnehmer in gleicher Zahl anwesend, so hat sich der dem Lebensalter nach jüngere Arbeitgeber bezw. Ar⸗ beitnehmer der Abstimmung zu enthalten. 8 4. Alle Kosten für Errichtung und Unterhaltung des Arbeitsnachweises trägt die Stadt Gießen. Die Arbeits⸗ vermittelung selbst erfolgt unentgeltlich. § 5. Die für den Arbeitsnachweis erforderlichen Beamten werden nach Anhörung der Deputation auf Beschluß der Stadtverordneten⸗Versammlung durch die Großh. Bürger⸗ meisterei Gießen auf Widerruf angestellt und entlassen. § 6. Die Mitglieder der Deputation erhalten, soweit sie nicht zugleich Stadtverordnete sind, für jede Sitzung, welcher sie beiwohnen, eine Entschädigung von zwei Mark und, falls die Sitzung einen ganzen Arbeitstag in An⸗ spruch nimmt, eine solche von vier Mark. 8 Bei Streitigkeiten, welche zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern über die Bedingungen der Fortsetzung oder Wiederaufnahme des Arbeitsverhältnisses entstehen und zu Ausständen oder Aussperrungen führen, stellt der Arbeits⸗ nachweis seine Thätigkeit für die Beteiligten ein, sobald das dafür zuständige Gewerbegeeicht oder im Falle der Unzuständigkeit des Letzteren die Deputation für den Arbeitsnachweis auch nur von einem der streitenden Teile als Einigungsamt angerufen wird. Sofern vor diesem Einigungsamt weder eine Vereinbarung noch ein von beiden Teilen anerkannter Schiedsspruch zustande ge⸗ kommen ist, beschließt die Deputation, ob der Arbeitsnach⸗ weis für die Beteiligten wieder aufgenommen oder bis zur Beilegung des Streites eingestellt bleiben soll. 2 Die Geschäfte des Arbeitsnachweises werden nach einer Geschäftsordnung, die von der Stadtverordneten⸗Versamm⸗ lung nach Anhörung der Deputation erlassen wird, ge⸗ führt.— Die Vertretung der Anstalt erfolgt durch den Vorsitzenden der Deputation. 8 9. Der Arbeitsnachweis tritt mit dem 1. November 1896 in Wirksamkeit. Da in diesem Entwurf alle Einwendungen berücksichtigt sind, die das Ministerium bei dem Entwurf der Stadt Mainz s. Z. erhob, so ist anzunehmen, daß die ministerielke Genehmigung bald eintreffen. Daß der Arbeitsnachweis auch in unserer Stadt recht segensreich wirken wird, ist zweifellos. 5 7 7 7 5 Lokales und Provinzielles. Gießen, 18. Juli. Ernannt wurden am 7. Juli 1896 der Heizer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Friedrich Posse zum Lokomotiv⸗ führer bei den Hessischen Staatseisenbahnen, die Ku 0 r bei den Oberhessischen Eisenbahnen Karl Gräber aus Lich und Georg Schardt aus Hausen zu Heizern bei den Hessischen Staatseisenbahnen, die Bremser bei den Ober⸗ hessischen Eisenbahnen August Eifert und Kaspar Göbel zu Schaffnern bei den Hessischen Staatseisenbahnen, sämmtlich mit Wirkung vom 1. August l. J. an. * Gießen, 17. Juli. Rudersport. Seit acht Tagen sind unsere Ruderer fleißig bei der Arbeit, sich zu dem bevorstehenden Wettkampf zu trainieren. Sie haben es aber auch mit keinen geringen Gegnern zu thun und da heißt es die ganze Kraft einsetzen, wenn unsere Mann⸗ schaft mit Ehren den Kampf bestehen will. Welches Interesse besonders die Jugend an dem Wassersport nimmt, beweist die allabendlich vorhandene Zuschauerschaft, welche sich regel⸗ mäßig am Bootshaus einfindet. Die Mannschaft der Gießener Rudergesellschaft befindet sich in unstreitig bester Rennverfassung, soweit sie sich an der Regatta betheiligt. Auch der Junior Skuller, der leider heuer bis jetzt Pech gehabt hat, liegt fleißig dem Training ob, er wird be⸗ kanntlich gegen Würzburg starten und hat einen nicht zu unterschätzenden Gegner. Möge es ihm und der übrigen Mannschaft der G.⸗R.⸗G. ge⸗ lingen in dem bevorstehenden friedlichen Kampfe die Palme des Sieges zu erringen. Gießen, 18. Juli. Die heute Morgen iu der Stadt kursirenden Gerüchte über ein Familiendrama sind derart widersprechend, daß wir für heute darauf verzichten, irgend welche Angaben zu machen. So viel dürfte fest⸗ stehen, daß es sich um ein Bild des Elendes und Jammers handelt, wie es in kleinen Städten recht wenig, in unseren modernen Großstädten leider nur zu oft zu Tage tritt. * Gießen, 18. Juli. Berichtigung. In unserem gestrigen Bericht über die Stadtverordneten⸗Versammlung hat sich insofern ein Irrtum eingeschlichen, als der Zu⸗ schuß an den Ziegenzüchterverein für dessen Bockhaltung nicht auf Antrag des Landw. Vereins, sondern auf An⸗ trag der Landw. Kommission bewilligt wurde. * Mainz, 17. Juli. Die Strafkammer verurtheilte den 15jährigen Heinrich Litzius und den 17jährigen Lorenz Klumb aus Gaualgesheim, die am 7. Mai im Ingelheimer Wald durch Anzünden eines Eichhornnestes einen umfang⸗ reichen Waldbrand verursacht hatten, wegen fahrlässiger Brandstiftung zu 5 Tagen Gefängniß. * Mainz, 17. Juli. 98 000 Kinder hat der gestern pensionierte stellvertretende Stan⸗ desbeamte, Herr Johann Michael Schmitt II., während seiner über 50jährigen Thätigkeit in die Standesregister der Stadt Mainz eingetragen. Wohl auch auf eine fast gleiche Anzahl Löschungen bei Todesfällen wird Herr Schmitt zurückblicken können.(Mzr. Tgbl.) * Mainz, 17. Juli. In geheimer Stadt⸗ verordnetenversammlung wurde der seit 1881 in den Diensten der Stadt Mainz stehen de städtische Tiefbauinspektor Ferdinand Kuhn unter 71 Bewerbern zum zweiten besoldeten Bü r⸗ ermeister⸗Beigeordneten einstimmig gewählt. 5 wurde 19 Joh. Mich. Schmidt nach 50% jähriger Dienstzeit mit vollem Gehalt in den Ruhestand versetzt, unter dem Ausdruck des Dankes für seine lange, ersprieß⸗ liche Wirksamkeit.— Der heute früh im ledigen Stande verstorbene Rentier L. Becker hat sein beträchtliches Vermögen der Stadt, hiesigen Kirchen und gemeinnützigen Vereinen vermacht. Die Leiche wird zur Verbrennung nach Heidelberg überführt. Briefkasten. Leihgestern. Ihr Artikelchen, welches einige Tage früher hätte Verwendung finden können, kommt leider so spät, daß es sich zur Veröffentlichung nicht mehr eignet. Weitere Mitarbeit stets willkommen. Bei vorkommenden Fällen bedienen sie sich bitte der Post, über Honorar und event. Portoauslagen werden wir uns schon einigen. — uche 1 Gießens Kriegsnot 1 und seine 1 Beschiessung im Sommer 1796. nreiner,] Mehrmals hat Gießen in früheren Zeiten die ata 4. 8 Stürme des Krieges über sich ergehen lassen müssen: 5600 dor fast sechshundert Jahren schon, 1100 es im Jahr 1311 unter Otto von Hessen gelegentlich der Mainzer . ßehde erobert wurde und durch heldenmütige Aus⸗ iner keibung des sieghaften Erzbischofs der zugedachten i 3 ABrandschatzung entging; weiterhin im Jahre 1548, iu ee no es von Reinhard, Grafen von Solms, mit spanischen Truppen zerstört wurde; es mußte während der Jahre 1631 bis 1646 die Schrecken des dreißig⸗ jährigen Krieges wiederholt an sich erfahren und tt im siebenjäbrigen Krieg vieles durch die Ver⸗ lündeten wie durch die Franzosen. Nach der fran⸗ zösischen Okkupation im Jahr 1759 begann seitens ter Alliierten die durch das starke Auschwellen der ahn wieder aufgehobene Belagerung; 1761 war es inch der Schlacht bei Grünberg beim Rückzug der Verbündeten den Verheerungen beider Armeen preis⸗ 1 geben, und 1762 brachte ein wiederholtes Ein⸗ 15 ringen der Franzosen erneute Not und Uubill. eb eee N Es sind in diesen Tagen hundert Jahre, seit agel, in daß unsere Stadt samt der ganzen weiten Umgebung — en zum letztenmal die Schrecken eines auf dem ein⸗ nädch 1 Fünen und der Gesamtheit durch Konmibutionen euch. aul ler Art schwer lastenden, durch des gefürchteten deindes herrische Willkür verhängnisvollen und turch das Feuer seiner Geschütze ängstigenden 5 grieges an sich erfahren mußte. e.„ An Abend des IJ. Ou 1706 war Gießen von e, hiserlichen Truppen unter dem Befehl des Generals e, 1 55 unvermutet besetzt worden. Am 15. zog an A be Besatzung bis auf zwei Kompagnieen wieder aus, . N o. um sich mit dem Korps des Erzherzogs Karl zu 15 1 eereinigen, der am gleichen Tag bei Wetzlar über mene l. ern französischen Divisiousgeneral le Febre so ent⸗ heidend siegte, daß dieser zum Rückzug nach dem hein genötigt war und man sich in Gießen keiner zedrängnis durch die Franzosen versah. Doch schon 4 977%, E% ien 7. Juli kam es zwischen den beiden zurückge⸗ 0 7 liebenen Abteilungen, die inzwischen durch zwei 20 Hataillone verstärkt worden waren, und französischen Ic 905 orposten vor der Stadt zu einem Gefecht, das g 6, um Nachteil der Kaiserlichen ausfiel, sodaß die 110 bu? kranzosen den Hardberg besetzen konnten. Man fende bat seitens der Stadt und der kaiserlichen Truppen, len · um, Vas für den Augenblick geboten schien: man ver⸗ rammelte die Zugänge zur Lahnbrücke und die Brücke selbst durch Verhaue, spanische Reiter und Fuhrwagen. Noch abends um neun Uhr traten die Glieder der fürst— lichen Regierung, die Spitzen der Behörden und die Vertreter der Universität zusammen, um die der drohenden Gefahr gegenüber zu ergreifenden Maß— nahmen zu beraten. Zu einem weitergehenden Be— schluß, als daß nach dem bevorstehenden Abzug der kaiserlichen Besatzung die Zugbrücke aufgezogen und unter allen Umständen nur einem ordnungsmäßig befehligten Korps geöffnet werden sollte, kam man nicht. Dem Beschluß gemäß wurde zwei französischen reitenden Jägern am Neustädter Thor mit der ent⸗ sprechenden Weisung der Zutritt verwehrt; der bald darauf mit der Avantgarde anrückende Kommandeur Mortier erhielt dagegen Zulaß und nahm mit einer kleinen Abteilung in der Stadt Quartier. Ziemlich bedeutende Requisitionen an Eßwaren, Branntwein, Hufeisen, Tuch und dergleichen machten der Be— wohnerschaft schon Sorge genug; mehr noch setzte die Beschaffung von Pferden in Verlegenheit. Im übrigen wehrte Mortier allen Übergriffen seiner Soldaten. Unter dem nach seiner Abkommandierung in Gießen einziehenden Geueral le Fébre wurden neue Requisitionen betrieben; man reizte unnötiger⸗ weise die üble Laune des noch von seiner Wetzlarer Niederlage verstimmten Mannes, als man sich statt der Pferde zu einem Geldäquivaleut erbot: die Pferde mußten um jeden Preis und mit unendlichen Schwierigkeiten herbeigeschafft werden. Die Ein— quartierung hatte inzwischen zugenommen, und dazu waren die durch anstrengende Märsche abgematteten Soldaten selbst mit der besten Kost kaum zufrieden⸗ zustellen. Die Schwierigkeiten minderten sich nur wenig, als nach dem Abzug le Febres und seiner Soldaten der Hauptmann Iven mit 60 Mann In⸗ fanterie und 60 Dragonern die Stadt von neuem besetzte: namhafte Geldbeträge und sonstige Lieferungen waren, wenn auch unverlangt, zur Gewinnung und Erhaltung des nötigen Wohlwollens unerläßlich. Be⸗ sorgnis machte den Gießenern die Beschlagnahme aller Feuer- und Seitengewehre; das strenge Verbot eines brieflichen Verkehrs mit der österreichischen Armee folgte als weitere Maßregel. Dieser Zustand einer gegenseitigen, durch den Mangel an Vertrauen und die für nötig befundene Sicherstellung den Bürger in seinem freien Stolze demütigenden Ruhe dauerte über die Tage des Augustmonats hinaus. Als nach der gegen den Erzherzog Karl am 3. — ——— September bei Würzburg verlorenen Schlacht der französische Oberbefehlshaber Jourdan seinen Rück⸗ zug in die Lahngegend nahm, brach für Gießen die schwerste Zeit an. Etwa 400 Verwundete nebst 600 Mann Bedeckung wurden am 9. September in die Stadt gelegt; zu gleicher Zeit langte General Ney an. Zwischen österreichischen Scharfschützen und Husaren und den französischen Vorposten kam es schon am 10. September beim Buschischen Garten zum Kampf; tags drauf legten sich weitere Kaiserliche Trupps in die Gärten am Nahrungsberg. Das Plänkern nahm an diesem Tag, einem Sonntag, seinen Fortgang. Vom Neuenweger Thor her flogen die Gewehrkugeln bis in die Neuen Bäue. Die Franzosen waren vor die Stadt gerückt; eine wieder in die Stadt zurückgekehrte und von dem Wall aus auf die Kaiserlichen, die auf dem Selters— berg ein Feldstück aufgeführt hatten, feuernde In— fanteriekompagnie wurde von hereinsprengenden Husaren und Ulanen samt ihrem Hauptmann ge— fangen genommen. Nun begannen die Franzosen von der Pulver⸗ mühle her— wo noch am gleichen Tage der Sohn des Bleichers Hillgardt von vierzehn Kugeln tückisch getroffen sich in seinem Blute wälzte— mit einer achtpfündigen Kanone und drei Haubitzen die Be⸗ schießung der Stadt. Schon die zweite Granate hatte ihre Wirkung: sie zündete, in ver Neustadt niederfallend, in der Stallung des Schuhmachermeisters König. Überall erscholl der Feuerruf, die Sturm⸗ locke wurde geschlagen, der Schrecken war allgemein. Mütter verkrochen sich mit ihren Kindern in die Keller, viele flüchteten zur Stadt hinaus. Die angst⸗ volle Lage währte etwa zwei Stunden; es mögen etwa fünfzig Kanonenkugeln und Granaten in die Stadt geflogen sein. Die Fürsprache des kaiserlichen Obristen von Goddesheim, der sich mit einem Trompeter zu Ney begab und ihn um Schonung der Stadt anging, erwirkte das Einstellen der Be⸗ schießung; Gegenbedingung war die Auslieferung der Gefangenen. Es wurde ein Waffenstillstand bis zum folgenden Morgen abgeschlossen, und die Nacht vom 11. auf den 12. verlief ruhig. Am Abend des 11. langten 4000 Mann kaiserliche In— fanterie an; sie marschierten vom Seltersthor zur Neustadt hinaus und besetzten das diesseitige Lahn— ufer nebst der Brücke. Die Franzosen hatten mittlerweile den Hardberg besetzt und gaben nach Ablauf des Waffenstillstandes, — holt werden mußten, bis zur Stunde noch nicht zurückerhalten hatten, von der Berghöhe drei Ka⸗ nonenschüsse auf die Stadt ab; doch erreichte die eine Kugel die Festung nicht, und die beiden andern prallten am Neustädter Thor ab. Nach Über⸗ lieferung der Gefangenen hörten die Franzosen mit dem Beschießen auf, und es blieb bis zur Mitte der Woche ruhig. Erst Freitag den 16. September kam es nach neuem Zuzug der Osterreicher vor der Stadt bis in eine Entfernung von zwei Stunden zu weiteren Gefechten. Eine Haubitzgranate zündete im Ecksteinschen Haus in den Neuen Bäuen, das Zeughaus und das Universitätsgebäude auf dem Brand wurden erreicht, verschiedene Häuser und Scheunen beschädigt. Die Keller boten wieder die gewöhnliche Zuflucht; außerdem nahm das bomben— sichere Zeughaus eine Menge Schutzsuchender auf; viele flüchteten wieder aus der Stadt. Der Kampf dauerte unentschieden bis in die Nacht. Mitleids— wert und schaudererregend war der Anblick der zum Teil gräßlich Verwundeten, die am folgenden Tag deutscherseits in die Stadt eingebracht wurden: es waren im ganzen 344, darunter 3 Offiziere. Kein Gefecht, keine Kauonade störte die Ruhe des Tages. Die gefürchteten Tage waren vorüber, ehe man sich dessen versah: noch in der Nacht traten die Franzosen, durch die neuen Siege des Erzherzogs Karl bei Limburg und Weilburg dazu genötigt, den Rückzug an. Es sind nur die Hauptzüge aus dem Drama des Krieges, der sich vor hundert Jahren auf unse⸗ rem heimischen Boden abspielte, im Vorstehenden berührt. Alle Einzelheiten und eine Menge be— gleitender Umstände nebst dem verschiedenen, was die nähere und fernere Umgegend betrifft, findet sich in frischer Anschaulichkeit in einem gleichzeitigen für die Geschichte unserer Stadt überaus wert⸗ vollen Quellenwerk:„Kriegsgeschichte der Stadt“ und Vestung Gießen und deren umliegenden Gegen⸗ den vom 7. Juli bis zum 19. September 1796,“ das unseres Wisseus nur noch in zwei Exemplaren erhalten ist. Der Ottmaunsche Verlag hat sich ein unbestreitbares Verdienst erworben, daß er durch einen Neudruck in sehr gefälliger Ausstattung das einer Mehrheit unzugängliche Werkchen jedermann für den billigen Preis von einer Mark(General— vertrieb: Frees und Tasché) zugänglich gemacht hat. Wir verweisen den Leser auf diese Schrift und wünschen, daß das bei jedem Einwohner unserer da sie die Gefangenen, die von Reiskirchen herge— Stadt vorauszusetzende Lokalinteresse dem Werkchen einen reichen Absatz schafft. 1 Sohn. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 10. Juli. Dem Univerfitäts⸗Gärtner Friedrich Rehnelt, 1 Sohn. Denselben. Dem Kaufmann Wilhelm Haas 1 Tochter. Am 12. Juli. Dem Bäcker Franz Henn 1 Tochter. Am 12. Juli. Dem Lokomotivheizer Karl Orbig 1 Sohn. Am 13. Juli. 1 Tochter. Denselben. Dem Spenglermeister Georg Appel 1 Sohn. Denselben. Dem Spenglermeister Rudolf Rödiger 1 Tochter, Anna Katharine. Am 15. Juli. Dem Lokomotivheizer Heinrich Dem Taglöhner Justus Wenzel Luft Denselben. Dem Kaufmann Richard Buchacker 1 Tochter. Am 16. Juli. Dem Taglöhner Heinrich Malkemus 1 Sohn. Denselben. Dem Lokomotivheizer Karl Albrecht 1 Sohn, Hans. Aufgebote. Am 11. Juli. Carl Eduard August Bommert, Kauf⸗ mann dahier mit Katharine Gertraud Reding zu Frank⸗ furt a. M. Am 13. Juli. August Braun, Bitterfeld mit Marie Jungbl ut hierselbst. Denselben. Johann Georg Michael Treiber, Bier⸗ brauer dahier mit Marie Margarethe Mohr hierselbst. Am 14. Juli. Wilhelm Albert Strauß, Werkführer zu Aalen mit Therese Seitz hierselbst. Eheschließungen. Am 11. Juli. Carl Berthold Langhammer, Chemiker zu Klein⸗Algermissen mit Christine Ferdinandine Wil⸗ helmine Fürnrohr hierselbst. Denselben. Christian Karl Otto Stammler, Apotheker zu Wiesbaden mit Eleonore Anna Elise Schönebeck da— selbst. Am 17. Juli. Franz Jakob Szeozodrowski, Tag⸗ löhner dahier mit Elisabeth Hofmann hierselbst. Sterbefälle. Kaufmann zu Am 11. Juli. Heinrich Karl Martin Walter, 10 Monate alt, Sohn von Schreiner Wilhelm Walter dahier. Denselben. Erich Karl Gustav Wilhelm Otto Fre⸗ senius 5/ Jahre alt, Sohn von Steuer⸗Kommissär Karl Fresenius zu Höchst i. O. Am 12. Juli. Johannes Schmalz, 40 Jahre alt, Briefträger i. P. dahier. Denselben. Elisabeth Alt, geb. Lang, 47 Jahre alt, Ehefrau von Schuhmacher Konrad Alt dahier. Am 13. Juli. Katharine Hering, geb. Sander, 64 Jahre alt, Wittwe von Tuchfabrikant Christoph Hering dahier. Am 15. Juli. Adam Fay, 18 Jahre alt, von Grüningen. Denselben. Wilhelm Bollmann, 76 Jahre alt, Skribent dahier. Am 16. Juli. Ein Kind männlichen Geschlechts —.——— — i 7/ Stunden alt, Sohn von Taglöhner Heinrich Mal⸗ kemus dahier. Am 16. Juli. Ferdinand Merten, 14 Jahre alt, von Elsoff, Amt Rennerod. Auszug aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde. Matthäusgemeinde. Taufen. Den 12. Juli. Dem Wirt Konrad Schomber ein Sohn, Friedrich, geb. den 15. Mai. Denselben. Dem Küfer Georg Schmidt, ein Sohn Friedrich Georg, geb. den 22. Juni. Am 13. Juli. Eine uneheliche Tochter, Minna Georgine, geb. den 19. Mai. Beerdigte. Den 14. Juli. Johannes Schmalz, Briefträger P. verheiratet, 40 Jahre alt, starb den 12. Juli. Marcusgemeinde. Taufen. Den 12. Juli. Dem Bureauvorsteher Ludwig Hanstein eine Tochter, Henriette Paula Marie, geboren den 14. Juni. Denselben. Dem Schlosser Ludwig Zöll ein Sohn Wil⸗ helm Jakob Christian Berthold Philipp Willi, geb. den 2. Juni. Denselben. Dem Installateur Wilhelm Wehn eine Tochter Frieda, geb. den 4. Juni. Denselben. Dem Dachdeckermeister Philipp Kröck ein Sohn, Wilhelm Herrmann, geb. den 3. Juni. Beerdigte. Den 13. Juni. Elisabeth Alt, geb. Lang, Ehefrau von dem Schuhmacher Konrad Alt, 47 Jahre alt, starb den 12. Juni. Lukasgemeinde. Trauungen. Den 11. Juli. Karl Berthold Langhammer, Chemiker in Klein⸗Algermissen und Christine Ferdinandine Wil⸗ helmine Fürnrohr, Tochter des Bahnmeisters Rein⸗ hold Theodor Fürnrohr zu Gießen. Denselben. Christian Karl Otto Stammler, Apotheker zu Wiesbaden und Eleonore Aung Clise Schönebeck Tochter des verstorbenen Baurats Rudolf Schönebeck, zu Wiesbaden. Johann Taufen. Den 12. Juli. Dem Schlosser Josef Illenhöfer eine Tochter, Marie, geb. den 19. Juni. Denselben. Dem Rangierer Heinrich Biedenkopf ein Sohn, Heinrich Gustav Karl Jakob, geboren den 4. Juni. Johannes gemeinde. Taufen. 12 Juli. Dem Postschaffner Wilhelm Dietrich ein Sohn, Carl Rudolf, geboren den% Ine Trauungen. Den 17. Juli. Franz Jakob Szezodrowski, Taglöhner zu Gießen und Elisabeth Hofmann, Tochter des ver⸗ storbenen Taglöhners Konrad Hofmann zu Nonnenroth. Den des Peter Erb III zu Geilshausen, 66 Jahre alt, starb den 9. Juli. Den 14. Juli. Katharina Hering, geborene Sander, Wittwe des in Marburg verstorbenen Tuchfabrikanten Christoph Hering, 64 Jahre alt, starb den 13. Juli. Vereins⸗Kalender. Sonntag, den 19. Juli. Zitherverein„Alpenröschen“. Familien- Abend im Vereinslokal(Schipkapaß.) Bürger⸗Gesellschaft. Ausflug nach der Baden⸗ burg. Fahrgelegenheit mit der Bahn 2 Uhr 10 Min. Abmarsch 3 Uhr, Ebderstraße. Bei ungünstiger Witterung in Steins Garten von 5 Uhr ab. Gesangverein Eintracht. Samstag, den 25. Juli, abends 9 Uhr: Generalversamm-⸗ lung bei Orbig, Rittergasse 17. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 18. Juli 1896. Vorabend: 7,30 Uhr. Morgens; 8,30 Uhr. Nachmittags; 4 Uhr. Sabbathausgang: 9,25 Uhr. Marktpreise. Gießen, den 18. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter p. Pfd. 80-90, Hühner⸗ eier 2 St. 1112, Enteneier 6, Gänseeier———, Käse 5— 10, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 60— 90 Pfg., Hühner p. St. 90— 1,20, Hahnen 601,00, Enten 1,60,—2 Mk., Gänse per Pfund 0000, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh⸗ und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 50—66, Schweinefl., gesalz. 70— 72 Kalbfleisch 50—, Hammelfleisch 60 70, Kartoffeln per 100 Kilo 05,00, Zwiebeln per Zentner 0,7 0,8 Mk., Milch per Liter 16 Pfg., Kirschen per Pfd. 15— 25 Pfg. Sterbefälle. Juli. Wilhelm Bollmann, 73 J. Scribent dahier. Die Beerdigung findet von der psychigtrischen Klinik aus statt. Am 15. Juli. Adam Fay, 18 J. alt, Sohn v. Ackerer Heinrich Wilhelm Fay zu Grüningen. Gestorben in der neuen Klinik. Am 16. Juli. Heinrich Hopp, 38 Jahre alt, Taglöhner dahier, gr. Mühlgasse 21. Gestorben in der alten Klinik. Am 17, Juli. Bertha Wigandt, 15 J. alt, T. v. Schlossermeister Carl Wigandt dahier, Löberstr. 5. Die Beerdigung findet Sonntag, den 19. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause aus statt. Am 15. alt, Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 18. Juli. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ hört, daß die Bewilligung aus dem zur gestellten Fonds von 50000. für die Rhein. bereits im Mai erfolgt ist. 3 provinz Hd. Berlin, 18. Juli. In der Nordd. Allg. Ztg.“ wird konstatiert, daß die Ermitte⸗ lungen ergeben haben, daß dem kaiserlie Konsul in Guayaquil, der sich bei dem Se Unfall der Mitte Juni v. J. an der Santa Clara in Süd⸗Amerika gestrandeten Barke „Bertha“ seiner Reichs⸗ Angehörigen nicht ge⸗ nügend angenommen haben soll, kein Vorwiff gemacht werden könne. dem Steuermann der„Bertha“, der um Geld⸗ mittel bat, habe der Konsul aus dem Grunde nicht mehr beantworten können, weil am Sonn⸗ tag eee das Telegraphenamt in Guaya⸗ quil nur bis 4 Uhr nachmittags geöffnet ist und der Steuermann bereits am Montag früh wohl⸗ behalten mit der Mannschaft eingetroffen war. Der Konsul habe hierauf den Schiffbrüchigen ein Unterkommen angeboten und sich derselben auch im Uebrigen kräftig angenommen. Hd. Paris, 18. Juli. Der in Algier in Gefangenschaft zurückgehaltene frühere Premier⸗ Minister von Madagaskar hat eine Audienz Friedens und der Ordnung auf Madagaskar anzubieten. Er beabsichtigt ein Manifest an die Eingeborenen zu erlassen und in demselben diese aufzufordern, seinem Beispiel nachzufolgen und sich der französischen Herrschaft zu unterwerfen. Hd. Rom, 18. Juli. Wie bestimmt ver⸗ lautet, hat Visconti Venosta das Porte⸗ feuille des Aeußeren angenommen. Alle Schwierigkeiten sind auf freundschaftliche Weise behoben. Die Vereidigung seitens des neuen Cabinets wird erst nach der Rück⸗ kehr des Königs erfolgen. Hd. Rom, 18. Juli. Aus Massauah wird gemeldet, daß Menelik sich bereit erklärt hat, auf die Intervention des Papstes einen größeren Teil der noch zurückgebliebenen Gefangenen in Frei⸗ heit zu setzen. Hd. Constantin opel, 13. Juli. Der Commandant des türkischen Kriegsschisses Iskender wollte einige Barken, welche Muni⸗ tion und Waffen nach Kalyos transportirten, kapern, wurde jedoch zurückgeschlagen, wobei ein Boot des Kriegsschisfes mit dem Kapitän und 9 türkischen Matrosen von den Auf⸗ ständischen gefangen genommen wurde. Die Mannschaft wurde erschossen. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantio, Re⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Beerdigte. 1 8 7 Den 12. Juli. Christine Erb, geborene Berger, Ehefrau vorläufigen Umwandlung von Hilfslehrerstellen J Gießen. 2———— Hierdurch beehre ich mich, meiner Publikum ergebenst mitzuteilen, dass sich mein Geschäft wegen f Seltersweg 2, Carl Bruce befindet. geschätzten Kundschaft sowie einem geehrten hiesigen wie auswärtigen Errichtung eines Neubaues bis auf Weiteres neben Herrn Kaufmann Adolf Geisse k, Gold- und Silberarbeiter. 449 Bekanntmachung. Wegen Ausführung asphaltierter Bürgersteige wird die Marktstraße vom 20. Juli l. J. ab bis auf Wei⸗ teres für den Verkehr mit Fuhrwerken 2 aller Art, Reiter und Viehtrausporte Mittwoch, den 22. d. Mts., vorm. 11 Uhr, gesperrt. 5 öffentlich verdungen werden. Gießen, den 14. Juli 1896. a) Erd- und Maurerarbeiten. Großberzogliches Polizeiamt Gießen. 1) Erdaushub und Transport 0 en J. V.: Roth. 3 Abbruch alten Mauerwerks 29,26„ ) Bruchsteinmauerwerk 395 Bekanntmachung. 4) Gewölbemauerwerk 5 e e 5) Verlegen von Steinzeugröhren 50,00 lfde. m Zufolge gestrigen Beschlusses der Stadt⸗ verordneten⸗Versammlung wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß in der Zeit vom 1. August bis 1. September voraussicht⸗ lich teine Sitzungen der Stadtverordneten-Ver⸗ sammlung abgehalten werden. Dringliche, die Beschlußfassung der Stadt⸗ verordneken⸗Versammlung erfordernde Ange⸗ legenheiten sind daher behufs vorgängiger Er⸗ ledigung unverzüglich bei uns anzubringen. Gießen, den 17. Juli 1896 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Die zur Verbreiterung des Gäßchens treuzes der Wetzsteingasse erforderlichen Erd⸗ die wichtigsten nachstehend verzeichnet sind, sollen Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin bei uns einzu⸗ reichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 10. Juli 1896. Verdingung. „Auf der Bach“ und Hö 6) Versetzen von Bordsteinen auf Zementbeton 7) Versetzen von Treppenstufen, Rahmen, Hourdis, Thürschwellen pp. 9 b) Pfsasterarbeit. Maurer⸗ und Pflasterarbeiten, von welchen 102,50„„ herlegung des Straßen⸗ nach Angabe. Lenz'scher Felsenkieller. 5 Sonntag, den 19. Juli er,, Eröffnung des Sommertheaters. Die Lieder des Musikanten. Volksstück in 5 Akten von Kneisel. Anfang 8 Uhr. (Alles Nähere besagen die Zettel). Anfang 8 Unr. Die Direktion. 8) Aufbruch alten Pflasters 8 6 9 995,00 qm, 9) Herstellung von neuem Pflaster. 550,00„ 10) Herstellung von Kiesbanket 30,00„ 7 liegen während d Das Stadtbauamt: Schmandt. er Vienststunden bei uns Kleines Familienlogis zu vermieten. 889 Große Mühlgasse 3. Per 1. August oder später 2 möblierte Zimmer für einzelne Personen zu vermieten. 882 Kreuzplatz 4. Neues Sauerkraut sp an das Bekanntmachung. Damit die zum weiteren Aus bau der Stadtferusprecheinrichtung in Gießen erforderlichen Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig in Angriff ge⸗ nommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen oder Geschäftsräume im Laufe dieses Jahres mit der vorbezeichneten Stadt⸗ Nalbdß verbinden lassen wollen, ersucht, ihre Anmeldungen re a ätestens bis Anfangs August d. J. Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden. Täglich für 8 Kinder. guten Aaffee und frisehe Waffeln. Angenehmer schattiger Aufenthalt. 6 Niesenschau Gnsthaus„Zum deutschen Hof“ Vereinszimmer n feel, Mittagstisch im Abonnement. Vicbigshöhe. Von jetzt ab bringen wir neben unseren anderen Bieren auch orter in Flaschen zum Ver⸗ kauf und empfehlen dies Bier als ein Genuß⸗ und Stärkungsmittel ersten Ranges. Hat wenig Alkohol, da⸗ Neu! kel 482 in Oberlehrerstellen in den laufenden Etat ein Das Telegramm von . und frisch eingemachte 8 Gurken empfiehlt 885 Joh. Hankel, Gemüsehändler, Schloßgasse. * Prima Aenfelwein 411 i 0 verzapft J. Arnold, dzum Schipkapass, Bahnhofstrasse No. .— ohn von achtbaren Eltern kann in die Tehre treten. Georg Koch, Uhrmacher, Cießen. E 7. 2 83⁴ die Herstellung der Anschlüsse können erst im 1. gelangen. Darmstadt, 4. Juli 1896. Rechnungsjahres in Aussicht gestellt werden. Clavel. Der Kaiserliche Ober⸗Postdirektor, Geheime Ober⸗Postrat Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann für den zweiten Bauabschnitt des laufenden icht Verspätet angemeldete Anschlüsse Bauabschnitt des nächsten Rechnungsjahres zur Ausführung unge * 3 5 Riesenkaninchen u verkaufen bei 862 J. Boller, Bahnhofstraße. Frau Neeb empfiehlt sich im Aus⸗ und Ankleiden von Leichen(Kinder von 1— 14 Jahren für 3 Mk., Erwachsene für 6 Mk.) 633 Frau Katharina Neeb, Lindengasse 14. S Seas Iwiebelkuchen Dienstag, Donnerstag und Samstag. Fritz Schreiner, Lindenplatz 4. 877 i i 2 eee, 887) Schöne junge und alte Hasen Große Mühlgasse 5. zu verkaufen. Getragene BHerren⸗, Damen⸗ und Telephon Nr. 47. gegen hohen Malz- extrakt-Gehalt, fördert die Ernährung des Körpers und be⸗ kommt gut. In Origingl⸗Porter⸗ Kinder⸗Stiefel flaschen, à Flasche werden stets zu den höchsten Preisen angekauft 25 Pfg. Jedes Ouau⸗ vom 807 tum frei in's Haus. Schuhmacher Groh, Gr. Mühlgasse 6. 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