can 2 5 18 inder hen 15 liert. Ich W ufenthaltz a i burde cgerung ff Dr en 0 7 gestern lug aan einschaftls englischen 3 lte, wurde ih eiter, dem nz tet und yal, siesen. Nel ausgewiesen and 1 u eingescuff, der Agila fbr. Die Ei, erten gegen ge augwärtign teres 400 cg, Verantw. d Ottmann, belbe l 1 he 13 zur Erbaut Wohnhäuser 1 umauerung l für Masstbauk allt und We un grahchüh felbereitung. eulgegen⸗ „ Tetzlan 1 uche nerbtag 10 weilen sogar ganz aufhörte. kaltem 0 Gießen, Freitag, den 18. September 1890. Ausgabe Gießen. ische Landeszeitung, Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile. Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 2 Lokales und Provinzielles. * Gießen, 17. Sept. Dem Vernehmen nach wird die Gewerbebank binnen kurzem den Zinsfuß für bei ihr deponierte Kapitalien, so⸗ bald der Betrag 500 Mark übersteigt, von 3¼ auf 3 Proz. heruntersetzen. * Gießen, 17. September. Die demnächst zu ihren Truppenteilen abgehenden Rekruten seien darauf aufmerksam gemacht, daß sie, sofern sie der Invaliditäts- und Altersversicherung unterliegen, ihre Quittungskarten gut aufzuheben haben, da sie diese beim späteren Wiedereintritt in eine versicherungspflichtige Be⸗ niere wieder haben müssen. Wer dies Hunterläßt, hat sich entstehende Nachteile selbst zuzuschreiben. Gießen, 17. Sept. Im Monat August dieses Jahres kamen im Bereiche des Oberpost⸗ direktionsbezirks Darmstadt 11139 4 90„ an Wechselstempelsteuer zur Vereinnahmung, zusammen mit der Einnahme in den Vormonaten des Rechnungsjahres 1896/97(April bis April): 63 326. oder 877 A 80& weniger als im entsprechenden Zeitraume des vorhergegangenen Berichtsjahres. Gießen, 17. Sept. Ver haftet wurde gestern Nachmittag ein dem Arbeiterstande ange⸗ höriger Mann, welcher sich eines Verbrechens im Sinne des§ 176 ps. 3 des Reichs⸗Straf⸗ gesetzes schuldig gemacht hat. 5 * Gießen, 17. Sept. Der Frankfurter „Kleinen Presse“ geht von hier folgende Mel⸗ dung zu:„Vor etwa sechs Monaten erhielt der frühere Oberst des hiesigen 116. Infanterie⸗ Regiments von Rosenberg seinen Abschied und jetzt hat, wie man vernimmt, sein Nachfolger, Oberst von Ma dai, der sich in den Manövern befindet, einen längeren Urlaub erbeten und er⸗ halten, gleichzeitig soll der Offizier sein Ab⸗ schiedsgesuch eingereicht haben. Man spricht hier überhaupt von einem größeren Wechsel der Offiziere des Regiments nach den Manövern.“ — Mit dem„man spricht“ ist es so ein eigen⸗ artig Ding. Wer ist dieser„mau“, der von 4 1 einem bevorstehenden Wechsel im Offizierskorps unserer Garnison spricht? * Gießen, 17. September. Eine neue Behandlung des Kopfschmerzes hat man in Berliner medizinischen Kreisen gefunden, nach⸗ dem die erste Veraulassung dazu von London 0 Ars pe ist. Daselbst machte nämlich ein Arzt die Beobachtung, daß sich sein Kopfschmerz, der, wie bei so vielen Menschen, seine Ursache in zu starkem Blutandrang hatte, beim Schlürfen bon kaltem Wasser milderte und bis⸗ Es hat ein deut⸗ scher Arzt namens Kronecker die physiologische 0 en e emacht, daß das Schlürfen von affer den Puls beschleunigt. Diese beiden Thatsachen veranlaßten nun, weitere Beo—⸗ bachtungen und Untersuchungen in Bezug auf den Zusammenhang zwischen Blutdeuck und Kopfschmerzen anzustellen, wobei man zu dem merkwürdigen Resultat kam, daß unter 200 Fällen von Kopfschmerzen ein großer Teil sich nach dem Schlürfen von kaltem Wasser besserte, ein anderer kleiner Teil unverändert blieb und der Rest sich sogar verschlimmerte. Da es keine billigere und andererseits sicherlich keine unschäd⸗ lichere Medizin geben dürfte, so kann Jeder, der mit Kopfschmerzen behaftet ist, die Wirkung des kalten Wassers an sich selbst probieren. * Gießen, 17. Sept.„Die Lampe brennt nicht hell“, das ist eine beständige Klage und doch fehlt es dabei meist nur an Kleinigkeiten und an Sorgfalt. Die Lampe ist der Mittelpunkt abends im Zimmer, der einer angemessenen Berücksichtigung bedarf. Mit einer Mischung von Soda oder Pottasche, Seife und heißem Wasser reinige man alle 3 bis 4 Wochen die Bassins sorgfältig, lasse sie gründlich trocknen und fülle sie hierauf erst mit Petroleum. Für den frischen Docht und für den gebrauchten, an welchem sich Unxeinlichkeiten festgesetzt haben, em⸗ pfiehlt es sich, ihn tüchtig zu waschen, zu trock— nen und dann ungefähr eine Stuude lang in Essig zu legen, um ihn schließlich, abermals ge⸗ trocknet, wieder in die Lampe zu ziehen. Auch die Petroleumkannen müssen wie oben gereinigt werden. Dann wird man au der Lampe seine Freude haben. * Butzbach, 16. September. Nachdem die Nationalliberalen für die demnächstige Landtagswahl wieder ihren früheren Vertreter, Herrn Apotheker Dr. Vogt-Butzbach aufge⸗ stellt haben, wurde, in der am Sonntag zu Ost⸗ heim abgehaltenen Vertrauensmänner-Versamm⸗ lung der deutsch⸗sozialen Reformpartei der langjährige Vertrauensmann und gleichzeitiges Vorstandsmitglied der deutschfreisinnigen Partei Oberhessens, Herr Bürgermeister Jo utz von Butzbach, als Kandidat nominiert.„Der Kandidat soll sich zwar,“ so schreibt ein Gewährsmann der„Kl. Pr.“„nicht vollständig auf das antisemitische Programm eingeschworen, aber jedoch zugesagt haben, sich von der freisinnigen Partei loszusagen und im Falle seiner Wahl parteilos zu werden.“ Dem Parteiorgan der Reformer zu⸗ folge„währten die Debatten über die Kufstellung eines Kandidaten sehr lange und wurden zum Teil sehr erregt, hatten aber dafür das Gute, daß ste eine nach allen Seiten hin klare und offene Aussprache mit sich beachten. Folgende Erklärung wurde protokolliert:„Die Vertrauens⸗ männerversammlung des Mitteldeutschen Bauern⸗ bundes, versammelt zu Ostheim bei Butzbach, stellt für den Landtagswahlbezirk Butzbach den in ihrer Mitte erschienenen Herrn Bürgermeister Joutz zu Butzbach als Kandidat zur Wahl auf, nachdem derselbe erklärt hatte, daß seine Kan⸗ didatur mit der freisinnigen Partei nichts zu thun habe. Derselbe erklärte sich mit den Fordernngen und dem Vorgehen des Mitteldeutschen Bauernbundes einverstanden.“ Demnach hat Herr Joutz dem Freisinn endgültig Adieu gesagt. * Bad Nauheim, 16. Sept. Das neu erbaute städtische Krankenhaus wurde am Bir Ba Tage in feierlicher Weise eingeweiht. Der Bau des Krankenhauses kostete 33000 l., das Wirtschaftsinventar etwa 10000 Mark, der durch Tausch erworbene Bauplatz ist auf 10000 al, zu schätzen, der erst begonnene Isolierbau wird auf 7000 kommen. Die ganzen Bau⸗ kosten mit Gartenanlagen werden sich auf etwa 62 000* belaufen, von denen 20000*. durch Stiftung und Schenkung aufgebracht wurden. Der Bau des Hauses ist als eine große Wohl⸗ that für die Stadt anzusehen, indem bisher vor⸗ kommenden Falles Erkrankte oder Verletzte, denen häusliche Pflege mangelte, in das städtische Hospital in Friedberg oder in das Johanniter⸗ hospital in Nieder⸗Weisel oder in die Universi⸗ tätsklinik nach Gießen verbracht werden mußten. Ulrichstein, 16. Sept. Unser Michaeli⸗ markt sollte nicht ohne einen schweren Un⸗ fall endigen. Der Landwirt Geiß von Klein⸗ Felda befand sich mit seinem von zwei Pferden gezogenen Wagen, auf dem sich die zwei Kinder des Besitzers befanden, auf dem Heimwege. Auf der steil abfallenden Staatsstraße beauftragte er einen Mitfahrenden, das Hemmwerk anzuziehen. Noch ehe dieser Auftrag ausgeführt werden konnte, gingen plötzlich die beiden Pferde durch. In rasendem Lauf stürmten sie die steile Straße herunter. An einer scharfen Biegung des Weges wurde der Wagen wider einen Baum geschleu⸗ dert und ging in Trümmer. Die beiden Kin⸗ der flogen auf eine die Straße säumende Wiese und nahmen glücklicherweise keinen Schaden. Schwer verletzt wurde dagegen ihr Vater. Jedenfalls wurde er mit dem Kopfe gegen einen Baumstamm geschleudert, denn er erlitt an der einen Kopfseite so schwere Verletzungen, daß er bewußtlos nach Ulrichstein getragen werden mußte. Hier befindet er sich in ärztlicher Be⸗ handlung: die erhaltenen Wunden sind bedenk⸗ licher Art. Die vom Wagen losgerissenen Pferde legten noch eine Stunde Wegs auf ihrer Flucht zurück und konnten erst bei Unter⸗Seibertenrod gestellt werden.— Ein andrer Unfall der sich ebenfalls auf dem Markte ereignete, lief glimpflicher ab. Ein Landwirt von Ruppertenrod hatte ein Rind gekauft und wollte es vom Markte bringen. Das Tier wurde wild und ging durch. Der es am Halse haltende Besitzer fiel zu Boden, wurde mit fortgerissen und durch ein in der Nähe befindliches Wasser geschleift. Mit dem Schrecken und einigen leichten Verrenkungen nebst gründlichem Wasser⸗ bad kam er davon.(D. Ztg.) Mainz, 16. Sept. Wie die„Frkf. Ztg.“ zuverlässig erfährt, nimmt die preußische Regie⸗ rung, nachdem die Hessische Ludwigs⸗Eisenbahn verstaatlicht worden ist, zu dem Projekte der Errichtung einer elektrischen Straßenbahn⸗ Verbindung zwischen Mainz und Wiesbaden eine ablehnende Haltung ein. Sie ist der An⸗ sicht, daß der Verkehr zwischen beiden Städten ein zu bedeutender sei, als daß eine Straßen⸗ bahnverbindung dafür genüge und soll auch darauf hingewiesen haben, daß sie in absehbarer Zeit eine Bahnverbindung zwischen Mainz und Wiesbaden mit Ueberbrückung des Rheines her⸗ stellen werde. Worms, 16. Sept. Wegen„Wässerus der Milch“ wurden von dem hiesigen Schöffen⸗ gericht in seiner gestrigen Sitzung drei Frauen aus unseren Nachbarorten zu 100, 150 und 300 aal. Geldbuße verurteilt. Vermischtes. — Ein„dummer“ Junge. Große Heiterkeit erregte eine Szene, die sich nach dem„Kl. Journal“ kürzlich im Sitzungssaale der zweiten Strafkammer am Berliner Landgericht II abspielte. Ein achtzehnjähriger Schlossergeselle war wegen Hehlerei angeklagt. Sein Ver⸗ teidiger suchte die That als„Dummen⸗Jungenstreich“ dar⸗ zustellen und ging so weit, zu behaupten, der Angeklagte sei nicht als ein reifer, überlegungsfähiger Mensch zu be⸗ trachten, derselbe sei lediglich noch ein„dummer Junge“. Als das Plaidoyer des Verteidigers zu Ende war, stellte der Vorsitzende die übliche Frage:„Angeklagter, was haben Sie noch anzuführen?“— Der Angeklagte schweigt und blickt hilflos seinen Verteidiger an.— Vors.:„Ste schließen sich wohl den Ausführungen Ihres Herrn Ver⸗ teidigers an?“— Angeklagter:„Ja!“— Vors.:„Auch bezüglich der Ihnen seitens Ihres Herrn Verteidigers zu Teil gewordenen Titulatur?“— Angekl.:„Ja!“ Dieses „Ja“ erregte beim Gerichtshofe wie im ganzen Saale allgemeine Heiterkeit, der Angeklagte gab damit zu,„ein dummer Junge“ zu sein, aber vielleicht hat ihn diese Be⸗ stätigung vor der Bestrafung gerettet, denn der Gerichts⸗ hof nahm an, daß der Angeklagte nicht das Bewußtsein von der Rechtswidrigkeit seiner Handlung gehabt habe. — Der größte aller bisher in Deutschland gebauten Dampfer, der Schnelldampfer„Barba⸗ rossa“, lief Sonnabend Nachmittag in Hamburg auf der Werft Blohm und Voß vom Stapel. Der Dampfer hat 525 Fuß Länge, 60 Fuß Breite und 38 Fuß Tiefe. Er ist noch 25 Fuß länger, als der Typ der Schnell⸗ dampfer der Amerikalinie, der„Fürst Bismarck“. Er hat zwei Promenadendecks unter den überhaupt sieben Decks. Das Mittelschiffshaus(auf dem Oberdeck) hat eine Länge von 256 Fuß. In den Kajüten haben 280 Passagiere Platz; allenfalls können insgesamt 2300 Personen mit dem Schiffe befördert werden. Es hat 28 Tanks, von denen ein Teil zur Aufnahme von je 250 Kubikmetern Trinkwasser dient. Der Destillierapparat kann in 24 Stunden 18 000 Liter Trinkwasser herstellen. Der Marja, das Heldenmädchen von Transvaal. Zeitroman von Pieter Vryburg (Fortsetzung.) 1 „Mein Bruder, der Oberst— ja ja“, sagte er, um seine Verlegenheit zu verbergen. Wen kannte dieser Deutsche nicht bereits; und wie es schien, hatte er gerade die Ansichten derjenigen Persönlich⸗ leit erforscht, welche für die Lage in Transvaal die maßgebenden waren. Er zwirbelte mit nervös zuckenden Fingern seinen kurzgeschnittenen Schnurr⸗ bart.„Wo trafen Sie meinen Bruder?“ orm Rand- Club, welcher mit aller Gediegen⸗ heit die Pracht eines orientalischen Fürstenhofes vereinigte. Uebrigens haben Sie in den Trans⸗ vaalstädten und hier recht gefällige und beachtens⸗ werte Architekturen.“ 098 ö Kurt gab hiermit dem intimen Gespräch eine allgemeine Wendung und Rhodes verstand den Wint. Er überließ den gefährlichen Deutschen bald sich selbst und seiner verführerisch schönen Bundes⸗ gzenossen Bianca Capella. 8 5 „Warum sagten Sie mir nicht, daß der Graf meinen Bruder kenne?“ wandte er sich ziemlich schroff an seinen Vertrauten Dr. Jameson. „Ich wußte es selbst nicht“, entgegnete jener betroffen. „Woher hatten Sie denn Ihre Informationen über diesen Deutschen?“ Jameson näherte seinen N ö allmächtigen Gönners und flüsterte ihm einen zu, der den Lord staunen machte. g „Dem?!“ sagte er.„Jameson, wenn Sie sich da nur nicht eine Falle haben stellen lassen! Warum machte Ihnen aber mein Bruder nicht diese Mitteilung?“ Der Gouverneur zog die Brauen zusammen. Mund dem Ohre seines Namen „Ihre Thätigkeit als Ministerpräsident in Cap⸗ stadt, Mylord, hat Ihnen keine Zeit gelassen, den diesseitigen Vorgängen wie früher volle Aufmerk⸗ samkeit zu schenken. Der Herr Oberst hat zwar nur geraten, den Zeitpunkt des geplanten Ein⸗ falles in Transvaal zu verschieben, von meinen Emissären weiß ich aber, daß er ein Gegner des ganzen Plaues ist und eine Reform der Revolution vorzieht. Man sagt—“ „Nun was? Reden Sie!“ 5 „Der Herr Oberst verfolge Sonderinteressen, welche als höchstes Ziel die Befriedigung seines Ehrgeizes hätten. Ich mochte Ihnen das nicht sagen. Wenn Sie mich darnach fragen, muß ich reden.“ Der Lord stampfte mit dem Fuße auf. „Die Befriedigung seines Ehrgeizes im Boeren⸗ staate?“ fragte er scharf. „So scheint es.“ 5 „Hölle und Teufel! Und ich das nicht sehen, nicht wissen—! O, ich werde ihn anderen Sinnes machen. Ich werde die Rückreise nach Capstadt über Mafeking und Johannesburg autreten.“ „Wird das nicht später zu gewissen Deutungen Anlaß geben?“ warnte Jameson.„Ich meine, Sie wollten den ganzen Vorgängen mit Ihrem Namen fern bleiben. Und Ende des Monats geht der Sturm los.“ ö „So machen Sie mir einen anderen Vorschlag. Sprechen muß ich meinen Bruder. Ich habe Ein⸗ fluß auf ihn und werde seinem Streben mit wenigen Worten einen höheren Flug geben.“ „Treffen Sie Nachts in Mafeking außerhalb Transvaalischem Boden zusammen und reisen Sie über Kimberley nach Capstadt weiter. Es wird dann niemand sagen können, daß Sie in dieser Zeit in Trausvaal gewesen seien. „Die Idee ist gut“, sagte Rhodes nach kurzer Ueberlegung.„Soll ich ihm schreiben?“ „Ueberlassen Sie das mir. Ich werde ihm durch Dritte Ihren Wunsch zu erkennen geben.“ Rhodes nickte und wendete sich wieder seinen Gästen zu. Bewundernde Blicke folgten jeder seiner Bewegungen, und wo er geruht, ein Wort zu sprechen, lauschte man demselben wie einer höheren Offenbarung. Er war in der That der erste Mann in Süd⸗Afrika. Auch auf Jamesons unheimlich düsteren Zügen lag noch verklärendes Lächeln, als sein großer Freund und Gönner ihn verlassen hatte. Freilich, wenn Rhodes, der eben nach ihm hinblickte, seine Gedanken hätte lesen können, würde er jählings erschrocken sein. „Das habe ich gut gemacht“, dachte er.„Der Keim der Feindschaft zwischen den beiden Brüdern ist gelegt, und ich brauche nur den Oberst nicht von der Begegnung in Mafeking zu benachrichtigen, um eine ernste Scheidung herbeizuführen. Ich weiß schon, was Mylord plauen: Ihren Bruder zum Gouverneur des durch mich zu erobernden Staates machen. Ich könnte dann die Administration in Betschuanaland weiter führen. Das liegt nicht in meinem Plan. Ich werde, wenn es so weit ist, die Diktatur ergreifen und mich zum Herrn des Gold— landes machen. Mir genügen keine elenden Hundert⸗ tausend aus Sir Cecils Millionenschatz. Ich will selber Millionen erwerben, wie er, und mich adeln lassen, wie er. Mag er die Mittel zur Ausfüh⸗ rung hergeben, die Idee des Einfalles in Transvaal ist die meine, und ich werde nicht der Narr sein und für andere die Kastanien aus dem Feuer holen.“ 14. Kapitel. Liebe und Eifersucht. Marja war in Buluwayo angekommen. So lange hatte sie ihre Verkleidung verheim— lichen können, da sie absichtlich jede Begegnung auf ihrem Wüstenritt mied. Nun galt es, auch au dem Verdacht zu erwecken. Zu diesem Zwecke war sie erst Abends in die Stadt geritten. Sie suchte den erstbesten, größeren Gasthof auf. Ihre Kenntnis der englischen Sprache und eine auf dem langru Ritte durch die Einsam⸗ keit geübte Verstellung ihrer Stimme, sowie das hier herrschende rege Leben und Treiben machten es ihr möglich, unerkannt zu bleiben. Sie sagte, daß sie übermüdet sei und allein auf ihrem Zimmer zu, speisen wünsche. An Entbehrungen gewöhnt, genoß sie nur wenig. Dann warf sie sich auf ihr Bett, um auszuruhen und ihre Lage zu überdenken. Sie mußte zunächst Näheres über den Deutschen zu erfahren suchen, und das konnte sie am unauf⸗ fälligsten auf der Straße unter dem Schutze der Dunkelheit. Marja's nächste Sorge war, ihr sehr reiches, seidenweiches Blondhaar, das sie nicht gern opfern wollte, so zu frisieren, daß es nicht zum Verräter an ihr würde. Sie bewies darin ein recht weib⸗ liches Geschick, obwohl sie bisher diesem Teil ihrer Toilette wenig Aufmerksamkeit zugewandt hatte. Von einem unterwegs angetroffenen Hausierer batte sie in dieser Vorsicht ein paar Päckchen Haarnadeln, Band und dergleichen erstanden, und bald war das gut befestigte Haar mit einem Gewirr kurzer Locken verdeckt, so daß sie selbst den Hut hätte abnehmen können, ohne sogleich als Mädchen erkannt zu werden. Ihre zarte Gesichtsfarbe verdeckte sie mit dem Saft einer wildwachsenden Beere, welche sie diese für unschädlich erkannt hatte. schönen Mädchen ward so mit einem Kuustgriff ein bildhübscher Junge, ein Geständnis, das sie sich, vor dem Spiegel stehend, selost errötend machte. (Fortsetzung folgt.) bevölkerten Orte unbemerkt zu bleiben, um keinen 1 ebenfalls auf ihrem langen Wüstenritt gepflückt und N Aus dem 0 * 1 15 10165 Dampfer hat zwei vierfache Expansionsmaschinen, jede von 3500 Pferdekräften, um eine Geschwindigkeit von 14 Knoten zu ermöglichen. Zur Beleuchtung dienen 650 elektrische Lampen von je 25 Normalkerzen Stärke, deren Speisung 3 Dynamomaschinen bewirken. — Der Unfall des kaiserlichen Sonder⸗ zuges. In Bezug auf den Unfall, der am Sonnabend dem Sonderzuge des Kaisers in Löbau zustieß, ist es, nach der„Bresl. Ztg.“, sehr wahrscheinlich, daß der Un⸗ fall daraus hervorging, daß das Kommando im Bahn⸗ hof Löbau zur fraglichen Zeit nicht in einer Hand lag. Der dienstthuende Bahnhofsvorsteher hatte persönlich die Abfertigung des Kaiserzuges übernommen; durch das Gespräch Kaiser Wilhelms II. mit König Albert ver⸗ zögerte sich die Ausfahrt des Kaiserzuges und der Vor⸗ steher wagte nicht den Kaiser zu unterbrechen und sich den Befehl zur Abfahrt zu erbitten. Der Assistent hin⸗ gegen, der die Abfahrt des Kaiserzuges als pünktlich er⸗ folgend ansah, dürfte das Gleis frei geglaubt und dem Dresdener Schnellzug das Einfahrtssignal gegeben haben. Die Maschine des Kaiserzuges stand mit dem Tender nach vorn und dadurch wurde ihr Tender durch die Maschine des Dresdener Schnellzuges zerschnitteu. Den Zugführer des Dresdener Eilzuges, der Ordre hatte, Löbau schnell zu passieren, um die Strecke für den Kaiserzug freizustellen, trifft keine Schuld; er hat im Gegenteil durch Bremsen und Kontredampf im letzten Augenblick das Möglichste gethan, um den Anprall zu hindern oder doch zu mildern. — Ein Mordanschlag auf der Jagd. Polnische Blätter meldeten jüngst, daß der Sohn des Gutsbesitzers von Zubrzee, Ritter v. Myslowski, nach seiner Rückkehr von Wien infolge eines Jagdunfalles sein Leben eingebüßt habe. Nun erschien der Vater des Ber⸗ unglückten, wie aus Lemberg vom 14. Sept. berichtet wird, in der Redaktion des„Kuryer Stanislawowski“ mit der Bitte, jene Mitteilung dahin zu berichtigen, daß sein Sohn auf der Jagd nicht durch einen Unfall, sondern infolge eines wohlberechneten Mordanschlages ums Leben gekommen sei. Hiervon wurde die Staatsanwaltschaft bereits in Kenntnis gesetzt. Man sagt, der hoffnungs⸗ volle junge Mann, der ein Adoptivsohn des Gutsbesitzers war, sei ermordet worden, weil er als einziger Erbe Myslowskis angesehen wurde. — Ein elektrisches Phänomen. Eine sehr merkwürdige Wirkung der Elektrizität hat sich am 9. Sept. gleichzeitig in vier Gemeinden der belgisch⸗französischen Grenze gezeigt: in Neuville, Wattrelos, Roubaix und Pecg. Der Branntweinbrenner Droulers⸗Prouvost besitzt zwei Brennereien, die unter sich durch den Fernsprechdraht verbunden find; die Hauptbrennerei ist in Wattrelos und die andere in Neuville. Diese Fabriken sind aber auch durch einen Fernsprechdraht mit dem Hause des Besitzers in Roubaix und seinem Landhause in Pecg bei Tournai verbunden. Am 9. d. M. gegen Abend bemerkte die Pförtnerin der Brennerei in Neuville durch die Fenster⸗ scheiben des Bureaus Flammen, welche die Mauer be⸗ leckten; sie eilte in die Bureauräume hinein und sah, daß der ganze Fernsprechapparat in Feuer stand. Der Holzrahmen des Apparats war bereits von den Flammen verzehrt, die Drähte waren verbrannt und der Fußboden, auf dem der Apparat stand, brannte. Die⸗ selbe Erscheinung wurde zu gleicher Zeit in Wattrelos, Roubair und Pecg festgestellt; alle vier Fernsprechapparate sind zerstört und müssen ganz erneuert werden. Die Ur⸗ sache ist noch nicht aufgeklärt, man vermutet, daß die elektrische Trambahn, die von Wattrelos nach Neuville führt und auf der Place de la Croix Rouge in Tourcoing unter dem Fernsprechdrahte der Brennerei geht, den Unfall herbeigeführt hat. — Unglückschronik aus den Alpen. In Folge des Bruches einer Schneebrücke ist bei der Be⸗ steigung des Wetterhorns in der Schweiz der Eng⸗ länder Bethyeham, der sich in Grindelwald aufhielt, zu Tode gestürzt.— Eine genauere Darstellung des Un⸗ glücksfalles, durch den Dr. Fritz Drasch bei der Besteigung des Mörchner in den Zillerthaler Alpen ums Leben ge⸗ kommen ist, läßt erkennen, daß der Tod des Touristen, der seine waghalsigen Kletterpartien ohne Führer zu unter⸗ nehmen pflegte, nicht direkt durch den Absturz, sondern durch einen anderen Umstand eingetreten ist. Dr. Drasch unternahm die Tour von Dornauberg aus gemeinsam mit Dr. med. Hermann Sirk aus Graz, aber— wie er gewohnt war— ohne Führer. Beide Touristen waren aneinander geseilt. An einer gefährlichen Stelle, wo Dr. Drasch seinem Begleiter um etwa dreißig Schritte nach oben voran war, teilte er demselben mit, daß der weitere Aufstieg durch loses Gerölle sehr erschwert werde. In Folge dieser Aeußerung wand Dr. Sirk das Seil um einen vorspringenden Stein, um Dr. Drasch gegen einen Absturz zu sichern. Aber in demselben Augenblick stürzte auch schon Dr. Drasch ab und flog im Bogen über den unten stehenden Dr. Sirk hinweg. Dabei legte sich un⸗ glücklicherweise das Seil in einer Schlinge um seinen Hals, und diese Schlinge wurde durch die Wucht des abstürzenden Körpers, als derselbe an dem straff gespannten Seile hängen blieb, fest zugezogen. Dadurch wurde Dr. Drasch entweder erwürgt oder durch den Bruch eines Hals wirbels getötet. Er mußte sofort tot geblieben sein. Dr. Sirk war, als der Absturz erfolgte, noch mit dem Versichern des Seiles beschäftigt, und durch das plötzlich straff gespannte Seil wurde ihm ein Finger ein⸗ geklemmt und verletzt. Dr. Draschs Leiche konnte erst am Dienstag geborgen werden. — Brasilianisches Reiseabenteuer. Fol⸗ gende hübsche Geschichte findet sich in der foeben hier ein⸗ getroffenen neuesten Nummer der„Germania“ von Sao Paulo:„Von Campinas wird uns mitgeteilt: Eine hiesige junge deutsche Dame erhielt kürzlich von ihren Verwandten in S. Paulo eine Einladung zu einem mehr⸗ wöchigen Besuch. Da die junge Dame noch nie gereist war, so holte sie sich vorher Rat bei einer Freundin, die in dieser Beziehung viele Erfahrung besaß. Die Freundin warnte sie besonders vor auffallend gekleideten Herren, die es meistens darauf absehen, neben arglos jungen Mädchen einen Sitz im Eisenbahnwagen zu bekommen, um dieselben durch Artigkeit zu überlisten und sie dann zu bestehlen. Besonders müsse sie vorsichtig sein, wenn der Zug durch einen Tunnel fahre und ihre Taschen dann gut verwahren. Die junge Dame reiste also ab und hatte kaum im Wagen Platz genommen, da näherte sich schon ein schöner und äußerst elegant gekleideter junger Mann und setzte sich neben sie. Er suchte einige Mal mit seiner Nachbarin ein Gespräch anzuknüpfen, erhielt aber jedesmal so kurzen Bescheid, daß er den Plan einer näheren Bekanntschaft aufgab und sich in ein Buch vertiefte, das er bei sich führte, Die Reise ging s mit zwischen Beiden still von statten, bis auf einmal der Zug hinter Campo Limpo in den Tunnel einfuhr. Die junge Dame steckte sofort, der Warnung ihrer Freundin eingedenk, die Hand in die Tasche; aber, o Schrecken, als sie in die Tasche fuhr, ———— fühlte sie die Hand ihres Nachbarn in derselben. Sie erfaßte dieselbe und preßte sie krampfhaft mit dem Ge⸗ danken:„Warte nur, Dieb, diesmal bist du an die Un⸗ rechte gekommen!“ Sie hielt die Hand, die sich sonder⸗ barer Weise nicht sträubte, mit ihrer ganzen Kraft fest, bis der Zug das Ende des Tunnels erreichte und der Wagen erhellte. Mit zornglühenden Blicken sah sie ihren Nachbar an und erstaunte nicht wenig über die Unver⸗ schämtheit desselben, da er den Blick mit einem liebevollen Lächeln erwiderte. Schon war sie im Begriff, den Kon⸗ dukteur herbeizurufen und den frechen Burschen verhaften zu lassen, als sie zu ihrem Schrecken gewahr wurde, daß sie in der Eile statt in ihre Manteltasche in die Rock⸗ tasche des jungen Mannes gefahren war. Ihre Ver⸗ wirrung war grenzenlos; sie mußte jetzt dem jungen Manne Alles beichten, was sie zu dieser Vorsichtsmaß⸗ regel geführt, durch welche das schmähliche Versehen ent⸗ standen war. Die Absolution blieb nicht aus, denn Beide kehrten vorgestern als Braut und Bräutigam nach Cam⸗ pinas zurück. — Trinker⸗Monolog:„Da steht in der Zei⸗ tung, daß in Amerika drüben eine Wasserhose drei Schiffe und siebzig Menschen vernichtet hat... Was ich halt immer sag': Das Wasser bleibt ein feindliches Element! Hat vielleicht je Einer schon einmal was von einer Schnapshose gehört?“ — Auch eine Abbitte. Aus Mönchberg im Oberamte Herrenberg lasen wir dieser Tage in einem Blatt des Oberamts folgende Annonce: Mönchberg. Abbitte. Der Unterzeichnete, Gottlob Brenner, Bauer, nimmt die gegen den Ortsvorsteher und Gemeinderat be⸗ leidigende Aeußerung am 11. Juni d. J. als unwahr zurück und leistet hiermit öffentlich Abbitte. Es thut mir leid, dieselben beleidigt zu haben, und werde ich mich künftig hüten, mein ungewaschenes Maul zu halten. Den 16. Juni 1896. t. Gottlob Brenner. dt. Schultheißenamt. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 17. Sept. Der Verband der Handlungsgehilfen Deutschlands stellt an den diesjährigen Parteitag in Gotha eine Resolution, die demnächst in allen Partei⸗ Versammlungen zur Abstimmung gebracht werden soll. Sie ersucht den Parteitag, als 5. Punkt auf seine Tagesordnung zu setzen: „Stellungnahme zum 3 Uhr⸗Laden⸗ schlußß“. Der Abgeordnete Molkenbuhr, Mitglied der Kommission für Arbeiter⸗ statistik, hat erklärt, daß er das Referat zu diesem Punkte auf dem Parteitage über⸗ nehmen wolle. g Hd. Berlin, 17. Sept. Heute Abend finden hierselbst sechs öffentliche sozialistische Partei⸗ Versammlungen statt, auf deren Tagesord⸗ nung der bevorstehende Parteitag in Gotha steht. Hd. Paris, 17. Sept. Der Jutransigeant behauptet, das Befinden des russischen Thron⸗ folgers sei ein höchst un befriedigendes. Hd. Paris, 17. Sept. Libre Parole antwortet auf den heftigen Artikel der „Frankf. Ztg.“, worin die deutf schaft aufgefordert wurde, eine 0 über die Rolle, welche man dem deutsa Botschafter in der Affaire Dreyfus zug schrieben hatte, zu fordern und verlangt die Aus weisung des Pariser Ke spondenten der„Frankfurter 3 Dr. Paul Goldmann. ö Hd: Udine, 17. September. Die große Baumwollenwarenfabrik Ammant Co. in Por⸗ denone ist niedergebrannt, wobei das ver⸗ sicherte Warenlager im Werte von einer Million mitverbrannte. 1500 Arbeiter sind brotlos. Hd. Kopenhagen, 17. Sept. In hiesigen Hofkreisen spricht man von einer bevorstehen⸗ den Verlobung der zweitältesten Tochter dez Kronprinzen, Prinzessin Ingeborg, mit den b 951 ich Wied, a Ulanen⸗ izier, welcher sich gegenwärtig in Bernstorff aufhält. 1 In der d. London, 17. September. 0 öffentlichen Meinung ist eine große Ent. Freud täuschung in Betreff des angeblich großen 5 Komplotts eingetreten. Man findet, daß 6 viel unnützer Lärm gemacht worden ist. Aus dem Hd. Konstantinopel, 17. Sept. Ein an⸗ getrunkener hoher türkischer Offizier ver Du. pegel ursachte in einem Restaurant in der Nähe des ile ih I Bahnhofs in Stambul eine Panik, indem er 5 en abt gl einem armenischen Kellner mit dem Säbel ein f t 0 Ohr abhieb und ausrief, man muß die Giaueß dee 115 umbringen. Der Offizier wurde sofort verhaftet. 500 über 1 Eis Gottesdienst in der Syna 2 Don 1 175 ee„Jm, N11 Versöhnungsfest. schen fir 1 Festesausgang: 7.15 Uhr. A n lfte a Marktpreise. aan 00 1 der ga be 9 Gießen, den 17. September. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1,05 1,15, Hühner⸗ eier per Stück 6—7, Enteneier—, Gänseeier——, Kue 5—8, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 50— 70 Pfg., Hühner p. St. 90— 1,90, Hahnen 50— 75, Enten 1,60 1,80, Gänse per Pfund 00 00, Ochseufleisch 70— 74, Kuh- und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 56 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72 Kalbfleisch 50—, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 5,00—6,00, Zwiebeln per Zentner 3,50— 4,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Zwetschen 7,—8,00 del ußsuff in gle ug nic berlannt dle Besserung ie auf dem Roh. d Dnlende Gel lag, die jebt auf Telsen, Syndikat betrwirklichen. dab alle Rohmat Justi verbaut 6 fis ein Alt d helden, auch de. Syndikat eine be Sterbefälle. Am 16. September. Friedrich Siebert, 1% Jahre alt, Sohn des Lokomotivheizers Eduard Siebert dahier, Westanlage 27.: Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ 1 Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in ießen. D Obstversteigerung. Das Spätobst von den staͤdtischen Bäumen am Krofdorferweg, Hardtberg, in den Friedbofs⸗ anlagen, am Lutherberg, an der Licherstraße, am Anneröderweg und im Lärchenwäldchen, sowie die Kastauien an der Licher- und Grün⸗ bergerstraße sollen Freitag, den 18. September, nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Schlachthaus. Gießen, den 15. September 1896. Großh. Bülrgermeisterei Gießen. Gnautb. Bekanntmachung. Zur diesjährigen Ausführung der Ebel ⸗ stiftung werden u. A. erforderlich und sollen auf dem Submissionswege bezogen werden: Ca. 25 fertige Anzüge für Knaben, 60—80 Meter Stoff zu Winterkleidern für Mädchen,* ca. 150 Meter Baumwollflanell, bezw. Halbleinen zu Hemden. Leistungssähige Geschäfte wollen ihre Ange⸗ bote nebst Mustern bis spätestens Samstag, Bekanntmachung, die Wahl der Beisttzer für das Gewetbegericht der Stadt Gießen betr. Für das Gewerbegericht der Stadt Gießen sind auf die Dauer von drei Jahren, beginnend am 1. November 1896, 24 Beisitzer zu wählen und zwar die eine Hälfte aus der Zahl der wählbaren Arbeitgeber von den wahlberechtigten Arbeitgebern und die andere Hälfte aus der Zahl der wählbaren Arbeiter von den wahlberechtigten Arbeitern. Zum Beisitzer eines Gewerbegerichts kann nur berufen werden, wer das dreißigste Lebensjahr vollendet, in dem der Wahl vorangegangenen Jahr für sich oder seine Familie Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln nicht empfangen, oder die empfangene Unterstützung erstattet hat und in dem Bezirk des Gewerbe⸗ gerichts seit mindestens zwei Jahren wohnt oder beschäftigt ist. Personen, welche zum Amt eines Schöffen unfähig sind, können nicht berufen werden. Die Wahl findet Samstag, 19. September 1896, von mittags 12 bis abends 6 Uhr, im Sitzungssaale des Bürgermeistereigebäudes statt. Die wahlberechtigten Arbeitgeber und Arbeiter werden daher eingeladen, in der angegebenen Abstimmungszeit sich persönlich einzufinden und ihre Stimme abzugeben. Gießen, den 10. September 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Georgi. Lieht Lich geöffnet. οοοο οοοοο 20 Weit über 100 Kerzen; strahlen die neuesten Glühstrümpfe für Gas⸗ glühlicht aus. solche zu haben bei Jesse Städt. Schlachthaus Freibank. Heute und morgen Schweinefleisch nicht ladenrein, pro Pfund 48 Pfg. Nindfleisch, nicht ladenrein, pro Pfund 52 Pfg. Die Freibank bleibt bis 10 Uhr Abends chen. Wir l a daß wir ung bon S egenüber stehe AN Ju J dusichsen eines u Gegengewicht! Hat mit dem P fechten hat, säct, den Petbr e nt der Murk In lahnigen fol daß dale, und igen det des A Mülhung sud, g duese ürbrehti u Stick 1 Mk. 20 Pfg. sind 1039 A. Gretscher, Neustadt 78. Von jetzt ab bringen wir neben unseren den 26. d. M., nachmittags 5 Uhr, bei unserem Armenamt e nreichen, woselbst auch die näheren Bedingungen, Stoffmuster einzuseben sind. Gießen, den 12. September 1896 Die Armen-⸗Deputation der Stadt Gießen. verlegt habe. 100⁵ JV: Georgi. l 5 ich„ 95 5 geschenkte e bestens dauke, bitte 7 mir dasselbe au r die Zukunft bewahren zu wollen. Versteigerung Achtungs voll von Graben⸗ und Wegebauarbeiten in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. Geschäfts- Verlegung. Meiner werten Kundschaft zur gefl. Nachricht, daß ich meine Wohnung und mein Geschäft nach Gießen, Asterweg 23, Heinr. Kleinhenn, Schuhmacher, Asterweg 23. Samstag, den 19. September l. J., nachmittags 5 Uhr, sollen die nachstehenden Arbeiten, als: 1. Basaltstein⸗Lieferung, veranschl. zu 645 Ml, UNasthaus„Zum deutschen IIof“ e geben, Jr;. Vereinszimmer zu kagben Mittagstisch im Abonnement. 2. Aufsetzen derselben, veranschl. zu 37 Mk. 50 Pf. 3. Chaussteren, veranschl. zu 375 Mk., 4. Ueberdecken, 5„ 50% 5. Grabenaufräumen, veranschl. zu 97 Mk. 10 Pf auf hiesigem Rathaus versteigert werden. Wieseck, am 14. September 1896. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. Wohnung und Bureau befindet sich Bahnhofstrasse 27, III. bei Kaufmann Jony. 1066 In Original⸗Porter⸗ Aude sie nun anderen Bieren auch en 10 b 0 ig zu herz I elne 2 Srter in Flaschen zum Ver⸗ Marja, de kauf und empfehlen dies v Bier als ein Geuuß⸗ f on und Stärkungsmittel Vino 8 er sten Ranges. U 7 Hat wenig Alkohol, da⸗ 4055 15 E Iagegen hohen Malz- 1 Spur i 155 extralt-Gehalt, ar, verlit 2 J bördert die Ernährung Wan ln J des Körpers und be⸗ 1 e mme gut. Nachzeilg flaschen, à Flasche* Kamp 25 Vg. Jedes Ouan-⸗ br u Gun tum frei in's Haus. ö 2 0 wer e und Gebr. NRöhrle, 10 de ame 10 Exportbier-Brauerei, n u ud Pflichtfeuerwehr Montag, den 21. Sept., abends 8/ Uhr, Uebung saͤmtlicher Rotten. Der Branddirektor: Schmandt. 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