1 Nr. 115 Gießen, Sonntag, den 17. Mai 1896. 0 Ausgabe Gießen. uldeszeikung. 4 Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. 5 2 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. — 8 Lokales und Provinzielles Gießen, 16. Mai. Dem Oberst a. D. b. Rosenberg, seither Kommandeur des In⸗ fanterie⸗Regiments Kaiser Wilhelm(2. Großh. Hess.) Nr. 116 ist das Komthurkreuz 2. Klasse und dem Major Weimer, seither demselben Regiment aggregiert, wurde die Krone zum Miterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipp des Großmütigen verliehen. * Gießen, 16. Mai. Demnächst werden Professor⸗Schaper⸗Berlin, Baurat Stübben⸗Köln und Geheimer Baurat Wagner-Darmstadt hier erwartet, um gemeinsam mit den Herren des Denkmal⸗Komité's den Platz fu bestimmen, auf welchem unser Kriegsdenkmal errichtet werden oll. Gleichzeitig wird über ein Konkurrenzaus⸗ chreiben für Entwürfe zu diesem Denkmal be⸗ raten werden. * Gießen, 16. Mai. Vor dem nächsten Schwurgericht werden voraussichtlich 8 Fälle zur Verhandlung kommen. Bei den meisten Sachen handelt es sich um Meineid. Auch der Fall Wittmann wegen Kinds mord wird busen schon bei dieser Tagung zur Ab⸗ 1 gelangen. f i * Gießen, 16. Mai. In der Gießerei von Heyligenstädt, verunglückte gestern Nachmittag der ledige Arbeiter Heinrich Sehneider von hier. Beim Aufziehen eines ca. 24 Zentner schweren ußstückes brach die Kette und der bereits auf fanneshöhe aufgezogene Guß fiel auf den darunter stehenden Schneider. Er war sofort lot. Die Leiche wurde in das Leichenhaus am Friedhof gebracht. 5 Gießen, 16. Mai. Zum Zwecke der chemischen Untersuchung entnahm gestern die Polizei in verschiedenen Kaufläden Proben von Chokolade und Himbeersaft. 8 Gießen, 16. Mai.(Wieder ein Kinds⸗ mord.) Gestern Nachmittag fand man unter⸗ halb der Lahnbrücke die Leiche eines neu⸗ geborenen Kindes. Dieselbe befand sich in einem Sack, der mit Steinen beschwert war, an einer verhältnismäßig flachen Stelle der Lahn. * Gießen, 16. Mai. Es wird uns mit⸗ eteilt, daß sich Marburger und Gießener Stu⸗ 5 en am Himmelfahrtstage auf dem Staufen⸗ mit den Burschen von Daubringen und Mainzlar tüchtig gerauft haben. Doch wird uns versichert, daß die Daubringer und Mainz⸗ larer bei dieser Rauferei gut abgeschnitten haben. * Gießen, 16. Mai. Mit Rücksicht auf die zur Zeit bestehende Gefahr der Entstehung von Waldbränden erläßt das Großh. Kreis⸗ amt folgende Bestimmung: 1. Bis auf weiteres ist das Rauchen von Zigarren, Cigaretten und ungedeckelten Tabakspfeifen in Waldungen und auf Heiden außerhalb der chaussierten Ortsver⸗ bindungswege verboten. 2. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 90. bestraft. * Gießen, 16. Mai. Eine der ältesten Gast⸗ wirtschaften Gießens, der„Schipkapaß“ in der Bahnhofstraße, ist durch Herrichtung eines neuen, geschmackvoll ausgestatteten Gast⸗ und Familienzimmers vergrößert worden. Die Er⸗ öffnung desselben findet heute Abend statt. Die Einrichtung bietet bei der bewährten Leitung des Herrn Arnold und dem vorzüglichen Bier aus der Brauerei Ihring einen recht gemütlichen Aufenthalt. Gießen, 16. Mai. Die Restauration „Schöne Aussicht“, wird heute von Herrn A. Kuhnd aus Frankfurt a. M. übernommen. Derselbe gedenkt sein Etablissement bedeutend zu vergrößern. Der Tierpark soll, um eine bessere Aussicht zu gewinnen, verlegt werden und hierbei eine entsprechende Vergrößerung erfahren. Ferner wird eine Kegelbahn und ein Kinderspielplatz er⸗ richtet. Der Beifall des Publikums dürfte Herrn Kuhnd gesichert sein. Gießen, 16. Mai. Am Himmelfahrtstage unternahmen die„Wanderer Gießener Rad⸗ fahrer-Geselschaft, 19 Personen stark, eine Tour nach Homburg v. d. Höhe. Man brach um 5 Uhr von hier auf und kehrte in Bad Nau⸗ heim im Bundeshotel Schützenhof ein, von wo nach längerer Rast 10 Fahrer die Rückfahrt an⸗ traten. Der Rest fuhr bis Homburg v. d. Höhe und zurück bis Butzbach von wo 7 der Herren zur Rückreise nach Gießen die Bahn benutzten, während 2 von ihnen selbst den Rest des Weges vollständig per Rad zurücklegten.— Karl Duilll, der junge Gießener Rennfahrer, wird sich am Sonntag in Darmstadt beim Rennen beteiligen und ist seit gestern Morgen in Begleitung des Ersten Fahrwarts der„Wanderer“ nach dort abgereist. Wir wünschen unserem jugendlichen Landsmann viel Glück. * Gießen, 16. Mai. Die Anfuhr von Weidauers Menagerie erregte heute das Interesse der Straßenpassanten. Der erste Wagen war mit einem afrikanischen Elephanten bespannt. L. Gießen, 17. Mai. Schaustellungen absonderlicher Art werden von Zeit zu Zeit aus Amerika, Frankreich und England, neuer⸗ dings auch aus Ungarn berichtet. So fand in New⸗York vor kurzem ein Ball statt, auf welchem sich alle Mißgeburten ein Rendezvous gaben, die in den verschiedenen Tingeltangeln der Riesen⸗ stadt zu sehen sind. Da tanzten ste bunt durch⸗ einander: das„lebende Skelett“, ein hagerer Geselle, der kein Loth Fleisch auf den Knochen hat— der„Oelmensch“, der über die Fähigkeit verfügt, zu schwitzen, so oft er will— der „Tätowierte“, dem Indianer die Haut mit den wunderlichsten Zeichnungen geschmückt haben— die„bärtige Dame“— der„Schlangenmensch“ und das„Albino⸗Fräulein“ mit roten Augen und weißen Haaren— von sonstigen Abnormi⸗ täten, wie Riesenweibern und Zwergmännchen, garnicht zu reden. Und zu diesem Ball, der eine Fülle der widerlichsten und ekelhaftesten Eindrücke bot, drängte sich die gesamte vornehme Welt New⸗Yorks!— Nicht minder besucht sind gegen⸗ wärtig in Budapest die Produktionen der indischen Fakirs, die dort unter ungeheuerem Zulauf der Menge sich einschläfern, regelrecht begraben und nach acht Tagen wieder aufwecken lassen. Ein Schauspiel, das reich an grauenhaft-unheimlichen Momenten ist, und das, je aufregender es ver⸗ läuft, desto gieriger genossen wird. Welche Wollust, zu beobachten, wie der Fakir unter hypnotischem Einfluß in totenähnlichen Schlaf versinkt, wie seine Glieder die Leichenstarre an⸗ nehmen! Wie dann beim Erwachen die Brust⸗ und Bauchmuskeln sich krampfhaft bewegen, die Herzthätigkeit stoßweise wieder beginnt und die Augen sich unnatürlich verdrehen, bis endlich, endlich das Bewußtsein in den schlaffen, ver—⸗ trockneten Körper zurückkehrt, der Wiedererweckte sich langsam aufrichtet und heißhungrig Trank und Speise begehrt. Dies alles geht unter feier⸗ lichen Zeremonien, unter brünstigen Gebeten vor sich, die dem grufligen Humbug eine Art religtöse Weihe geben sollen. Die Haußtsache bleibt natür⸗ lich, daß möglichst viel Geld in die Kasse der spekulativen Köpfe fließt, die so gepfefferte Reiz⸗ mittel für das abgestumpfte Empfinden moderner Genußmenschen geschickt ersonnen haben. In Deutschland ist noch kein rechter Boden für solche Schaustellungen, auch dürften sie bei unserer Polizei wenig Anklang finden. Unsere Polizei faßt eben ihre erzieherische Aufgabe verteufelt ernst auf. Mag jeder Nervenkitzel, der unsere Lust am wahrhaft Reinen und Schönen auf Ab⸗ wege lockt, uns dauernd erspart bleiben und unser Volk sein gesundes Fühlen und Denken sich glück⸗ lich bewahren! Das ist ein Wunsch, der gerade am Sonntag vor Pfingsten, dem lieblichen Früh⸗ lingsfest, dem Fest der geistigen Erweckung, wohl am Platze ist. *Alten⸗Buseck, 16. Mai. Von unseren 6 Kirche nältesten feierten am Sonntag 4 ihr 25 jähriges Dienstjubiläum, ein gewiß nicht häufig vorkommender Fall. Herr Prälat D. Habicht, welcher die Kirchenvisitation ab⸗ hielt, überreichte den Jubilaren je ein neues hessisches Landesgesangbuch. * Darmstadt, 15. Mai. Die zweite Kammer wird erst nach Pfingsten und zwar anfangs Juni wieder zusammentreten. Der Schluß des 29. Landtags soll vor August nicht zu erwarten stehen. Hiermit dürfte die Ver⸗ staatlichung der Ludwigsbahn zusammenhängen. Danach würde die Landtags⸗Wahl nicht vor Spätsommer stattfinden. * Darmstadt, 16. Mai. Den Landständen ist ein zwischen Baden und Hessen vereinbarter Staatsvertrag über Erbauung und Betrieb einer Nebenbahn Weinheim⸗Lampertheim zugegaugen. Der Vertrag stimmt im Wesent⸗ lichen mit dem 1890 für die Erbauung der Linie⸗Weinheim⸗Fürth abgeschlossenen Vertrage überein. *Darmstadt, 15. Mai. Der Bericht des ersten Ausschusses der Zweiten Kam mer über die Vorlage Großh. Staatsministeriums sowie des Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, den Gesetzentwurf, die Herstellung einer Nebenbahn von Friedrichsdorf nach Friedberg betreffend, und den hierüber abge⸗ schlossenen Staatsvertrag betreffend— Bericht⸗ erstatter Abg. Möllinger— gipfelt in dem Vor⸗ schlage, die Kammer wolle dem abgeschlossenen Staatsvertrag, soweit erforderlich, sowie dem darauf bezüglichen Gesetzentwurf die Zustim⸗ mung erteilen. Der Bericht desselben Aus⸗ schusses über die Vorstellung der Stations ⸗ Assistenten 1. Klasse der Main⸗Neckar⸗Eisen⸗ bahn, Gehaltserhöhung betreffend.— Be⸗ richterstatter Abg. Wolfskehl kommt zu dem Au⸗ trage, die Zweite Kammer wolle das vorliegende Gesuch der Stations⸗Assistenten 1. Klasse, der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn für zur Zeit erledigt erklären.— Bei der am Mittwoch Nachmittag vorgenommenen Verlosung fielen folgende Los⸗ nummern der Reihe nach auf die ersten(lebenden) Gewinne: 29 150, 38071, 20844, 3816, 33 503, 39823, 924, 30 748, 34 927, 20 972, 33 493, 25392, 34 515, 36 013, 27 184, 35 864, 34 452, 17 111, 10 245. * Aus Rheinhessen, 16. Mai. Wie sehr man hier unter der Maikäferplage zu leiden hat, dürfte folgendes Beispiel zeigen: In Bens⸗ heim wurden am Dienstag Abend zwischen 7 und 8 Uhr und am nächsten Morgen zwischen 8 und 9 Uhr 167 Eimer voll Maikäfer ab⸗ geliefert, etwa 375000 Stück der gefährlichen Nimmersatts. Nimmt man nun an, daß die Hälfte dieser Käfer Weibchen sind und jedes der— selben 10 Eier legen sollte, aus denen wieder die verderblichen Engerlinge entstehen, so läßt sich unschwer begreifen, wie sehr es sich lohnt, das Einsammeln der Käfer auf Gemeindekosten vor— nehmen zu lassen. Für jeden Eimer voll Mai⸗ käfer werden 10„ gezahlt. 4 Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 5. Mai. Dem Glaser Konrad Läufer 1 Tochter. Denselben dem Buchhalter Georg Martini 1 Sohn, Erwin Ludwig Friedrich. Am 6. Mai. Dem Bremser Heinrich Volk 1 Tochter. Denselben dem Fuhrmann Christian Bepperling 1 Sohn, Christian Karl. Am 8. Mai. Dem Buchbinder Johann Heinr. Karl Noll 1 Sohn, August Philipp Heinrich. Am 9. Mal. Dem Küfermeister Wilhelm Kohlermann 1 Tochter. Denselben dem Elfenbeinschnitzer Karl Schwan 1 S. Denselben dem Heizer Georg Christ 1 Tochter, Frleda Eva Luise Marie Elisabeth. Am 12. Mai. Dem Taglöhner Wilhelm Ude 1 S. Denselben dem Metzger Friedrich Bortt 1 Sohn. Denselben dem Institutsdiener Theodor Philipp Klös 1 Tochter, Luise Elsa Antonie Minna. Denselben dem Weißbinder Wilhelm Klappert 1 Toch⸗ ter, Bertha. Aufgebote. Am 7. Mai. Philipp Karl Mecks, Sergeant dahier, mit Elisabeth Arnold zu Rödgen. —— Taute Doris. Novelle von Cethegus. (Schluß.) „Es paßt so richtig für die Beiden“, meinte mein Vetter. Tante Doris war auch auf der Hoch⸗ zeit und wußte in ihrer bekannten Art verschiedene sinnige Parallelen zu ziehen zwischen ihrem„kleinen Heimatsstädtchen“ und dem Flecken, in welchem der junge Ehemann sich als Landarzt. niederlassen wollte. Als Hochzeitsgeschenk verehrte sie den Beiden eine schöne Familienlampe; nebenbei aber hatte sie die bescheidene, selbstverdiente Aussteuer Martha's um eine ganze Anzahl altmodischer Möbelstücke ver⸗ mehrt; sie besaß deren so viele, daß man den Ab⸗ gang in ihrer Wohnung kaum bemerkte. Ich war als Brautführer herübergekommen aus einer Nachbarstadt, wo ich seit einem Vierteljahr wohnte; und es vergingen nun drei Jahre, ohne daß ich Gelegenheit fand, im Hause meines Vetters wieder vorzusprechen. Dagegen war ich während dieser Zeit verschiedene Male bei dem jungen Doktorspaare zu Besuch, und jedesmal verließ ich ihr Haus mit dem Gefühle herzlichster Erquickung. Das blonde Pusselchen Martha hatte sich zu einer prächtigen Frau entwickelt, welche die ihr gebührende Heerschaft im Hauswesen tadellos verwaltete und daneben doch reichlich Zeit fand, dem vielbeschäf⸗ tigten Gatten auch in geistiger Hinsicht der nächste und beste Kamerad zu bleiben. Ihr Dienstvolk, be⸗ stehend aus einer von ihr selbst geschulten länd⸗ lichen Magd, vergötterte sie, die Kranken und Elenden rühmten ihre milde und im Notfalle auch zur ärztlichen Assistenz sichere und geschickte Hand, und der Gatte war unter ihrer Pflege aufgeblüht wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen; die größte Freude aber fanden Beide wie billig in dem Gedeihen ihrer Kinder, eines köstlichen Zwillings— pärchens, welches wesentlich dazu beitrug, meine junggesellenhafte Angst vor dem näheren Verkehr mit kleinen Kindern zu entkräften. Merkwürdiges Spielzeug hatten sie, diese beiden Pummelchen Paul und Doris! Handfeste Sachen aus der Zeit, als man noch im Spielzeug nicht die Erschöpfung, sondern die Anregung der kindlichen Phantasie er— strebte. Ich ahnte, woher diese Dinge stammten, noch ehe mir der kleine Paul versichert hatte, daß die„dute Tante Dojis“ sie gestiftet habe. Gelegentlich sprach ich auf der Heimkehr von einem dieser Erholungsbesuche auch einmal bei Helene und ihrem Manne vor. Sie waren mittler— weile Regierungsrats geworden und wohnen in der Provinzialhauptstadt, recht nobel und standesgemäß, wenn auch für meinen Geschmack nicht besonders gemütlich. Auch ein Töchterchen hatten sie, welches ich aber nur flüchtig zu sehen bekam, da es just von der Bonne spazieren geführt werden sollte. Die silberne Vase sah ich hier wieder, sie stand auf einem Tisch im Salon und diente jetzt einem höchst stylvollen Makartstrauß als Behälter. Als ich mich verabschieden wollte, traf ein Telegramm von Helene's Vater ein, welches die Beiden in große Aufregung versetzte: Tante Doris war plötzlich schwer erkrankt. Sie beschlossen noch selbigen Tages hinüberzureisen und auch das Töchterchen mitzu⸗ nehmen.„Dann vergiß aber auch nicht, daß sie die letzte Puppe mitnimmt, die ihr Tante Doris geschickt hat“, meinte der umsichtige Gatte.„Ja, wo ist die nun aber?“ fragte Helene und klingelte. „Hanna,“ wandte sie sich zu dem eintretenden Mädchen,„wo ist Sofie's Puppe, die rote, wissen Sie, vom vorigen Weihnachten, die von der Tante?“ „Ach Gott, gnädige Frau“, meinte das Mädchen, „die haben wir ja gleich den Portierskindern unten geschenkt.“ Ich empfahl mich und bat nur noch, der Kranken meine herzlichsten Wünsche zu übermitteln. Aber diese Wünsche haben Tante Doris nicht mehr erreicht. Als Regierungsrats anlangten, war sie bereits tot. Dies erfuhr ich aus einem Briefe des Doktors, dessen Frau ebenfalls zu dem Sterbelager geeilt war. Auch sie war spät gekommen und konnte mir keine Grüße von Tante Doris mehr ausrichten. Dagegen erfuhr ich aus dem Briefe Näheres über das Testament der Entschlafenen. Die Eröffnung dieses wichtigen Aktenstücks, welche am Tage nach der feierlichen Beerdigung stattfand, muß ein aufregendes Ereignis gewesen sein. Denn vor Allem ging aus dem Testament hervor, daß Tante Doris bereits vor vielen Jahren gleich nach dem Tode ihres Mannes, ihr ganzes Baarvermögen zum Ankauf einer steigenden Leib⸗ rente verwandt hatte. Die letzte Rente, zahlbar für das Sterbejahr, fiel ihrer alten masurischen Magd zu, ebenso ihr kleines, allmählich wieder aufge⸗ spartes neues Baarvermögen und der größte Teil ihrer Möbel; die übrigen waren sehr methodisch auf Martha und Helene verteilt. Erstere erhielt, was nützlich war, und Letztere, was lediglich nach etwas aussah. Dem Doktor vermachte Tante Doris zwei Stücke mit getrockneten Pflaumen, sowie ein Fläschchen Medizin, welches sie damals nach seinem Rezept machen lassen, aber nie benutzt hatte; dem Regierungsrat einen alten, schön mit Silber eise— lierten Galantriedegen, und so noch vielen Be— kannten und Verwandten irgend eine behaglich aus— gewählte Kleinigkeit. Auch für mich fiel etwas dabei ab: ein altes, in Schweinsleder gebundenes Erbauungsbuch mit biblischen Losungen für alle Jahrestage und Lebenslagen, und zwar, wie es in dem Testament hieß,„weil dieses Buch auch heut zu Tage noch, sonderlich für einen Schriftsteller oft gut und nützlich zu lesen ist.“ Ich habe diese Begründung nochmals mehr und mehr als sehr zutreffend erkannt und halte das alte Buch nicht blos in Ehren, sondern auch in Ge⸗ brauch. Viele Sprüche sind darin von Tante Doris' Hand mit Bleistift angestrichen, und es sind nicht die schlechtesten. Einen aber hat sie sogar mit Blaustift dreifach umrahmt, auch noch auf dem inneren Titelblatt in großen, etwas zittrigen Schrift⸗ zügen ausdrücklich auf ihn verwiesen. Es scheint, daß dieser Spruch ihr besonders viel Freude machte. Er steht in den Sprüchen Salomonis, Kapitel 20, Vers 21, und lautet: „Das Erbe, danach man zuerst sehr eilet, wird zuletzt nicht gesegnet sein.“ Am 9. Mai. Johann Heinrich Uhl, Maschinenheizer dahier, mit Anna Katharina Schmidt zu Gelnhausen. Am 11. Mai. Georg Paulus Glungler, Cigarren⸗ händler zu Frankfurt a. M., mit Marie Dorothea Herbert hierselbst. Am 12. Mai. Johannes Peter Balser, Taglöhner zu Reiskirchen, mit Christine Pfannmüller hierselbst. Am 13. Mai. Max Adolph Robert Helleweg, Kauf⸗ mann dahier, mit Susanna Schnorr hierselbst. Am 13. Mai. Julius Hans Ernst Rießen, Metzger dahier, mit Anna Margarethe Rückerich hierselbst. Am 15. Mai. Karl Becker, Musketier dahier, mit Katharine Reusch zu Lang-Göns. g Am 15. Mai. Johannes Schäfer, Kaufmann dahier, mit Anna Margarethe Weller hierselbst. Am 15. Mai. Adam Allendorf, Metzger zu Nerlos, mit Johanna Greth dahier. Eheschließungen. 5 Am 11. Mai. Ludwig Zutt, Friseur, dahier, mit Katharine Robertine Langsdorf hierselbst. n Am 15. Mai. Heinrich Gustav Neid, Bäcker dahier, mit Auguste Reichwein hierselbst. Sterbefälle. Am 9. Mai. Georg Gräf, 67 Jahre alt, städtischer Vorarbeiter dahier. Am 9. Mai. Karl Jung, 2 Jahre alt, Sohn von Taglöhner Balthasar Jung dahier. Am 10. Mai. Adolf Felchner, 64 Jahre alt, Uni⸗ versitäts⸗Musikdirektor dahier. Am 11. Mai. Elisabeth Stock, geb. Weller, 32 Jahre alt, Ehefrau von Bremser Johannes Stock dahier. Am 11. Mai. Lina Deckmann, 3 Jahre alt, Tochter von Kutscher Heinrich Deckmann dahier. Am 12. Mai. Karl Schütz, 2 Jahre alt, Sohn von Schneider Georg Schütz dahier. Am 12. Mai. Otto Möhl, 1 Jahr alt, Sohn von Weißbinder Friedrich Joseph Möhl 2 dahier. Am 13. Mai. Karl Friedrich Semmler, 80 Jahre alt, Privatier dahier. Neueste Telegramme. Hd. Frankfurt a. M., 16. Mai. Heute Vormittag wurde in dem bekannten Schaff⸗ nerprozeß das Urteil gesprochen. Es wurden verurteilt: Die Schaffner Müller und Schmidt zu je 14 Monaten Gefängnis, der Schaffenr Heimlich zu 10 Monaten Ge⸗ fängnis, der Schaffner Burkhard zu 6 Mon. Gefängnis, der Perronwärter Preßz 2. zu drei Tagen Gefängnis. Teilweise wurde die erlittene Untersuchungshaft in Anrech⸗ nung gebracht, die übrigen 10 Angeklagten wurden von der erhobenen Anklage der Be⸗ stechung und Unterschlagung im Amt frei⸗ gesprochen. Für die Begründung des Urteils war der Gesichtspunkt maßgebend, daß die meisten Angeklagten Angestellte der hessischen Ludwigsbahn und im Sinne des Gesetzes nicht als Beamte anzusehen seien. Hd. Wien, 16. Mai. Die hiesigen Klempner⸗ gehilfen streben eine Lohnerhöhung an. Falls dieselbe nicht bewilligt werden sollte, ist ein all- gemeiner Streik in Aussicht genommen. Hd. Reichenberg i. P., 16. Mai. Die Spinnerei von Gust. W. Hoffmann und Comp. in Rothenthal ist total niedergebrannt. Hd. Olmütz, 16. Mai. Gestern Nachmit⸗ tag stürzte unter großem Getöse der Giebel eines Hinterhauses in der Theresienstraße ein. Die Einwohner konnten sich rechtzeitig retten. Hd. Paris, 16. Mai. Der Präsident der Republik wird heute Vormittag um 10 Uhr 40 Minuten in Begleitung der Generale Bois, Deffre und Fournier nach Pany abreisen. Die Zusammenkunft mit der Kaiserin-Wittwe von Rußland wird einen durchaus privaten Cha- rakter besitzen. Derselben wird kein Minister beiwohnen. Nach der Zusammenkunft, welche um 5 Uhr stattfinden wird, reist Präsident Faure Hd. Amsterdam, 16. Mai. Die Nachrichten aus Atjeh bestätigen, daß die Feindseligkeiten, welche während der Regenzeit unterbrochen waren, demnächst wieder aufgenommen werden. Die Holländer bereiten augenblicklich ein Manöver vor, um die Rebellen zu umzingeln. Der General⸗ stab hofft in kürzerster Zeit mit den Aufstän⸗ dischen fertig zu werden. Hd. Madrid, 16. Mai. Die überheben⸗ den Artikel der amerikanischen Blätter, welche behaupten, die Verurteilung der an Bord des Competitor verhafteten Amerikaner würde auf alle Fälle einen Krieg mit den Spaniern veranlassen, ruft in ganz Spanien die größte Erregung hervor. In hiesigen diplomatischen Kreisen ist man jedoch davon überzeugt, daß die Angelegenheit ohne jeden größeren Zwischenfall erledigt werden kann. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 17. Mai Exaudi. In der Stadtkirche. Vormittags halb 10 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesd ienst. Feier des heil. Abendmahls: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags halb 3 Uhr Kinderkirche: Pfarrer Dr. Grein. Abends 6 Uhr: siehe Johanneskirche. Am nächsten Sonntag, 1. Pfingstfeiertag wird im An⸗ schluß an den Hauptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für Mathäus- und Markusgemeinde ge⸗ meinsam gehalten werden. Anmeldungen bei dem! Pfarrer der Gemeinde zuvor erbeten. In der Johanneskirche. Vormittags halb 10 Uhr Pfarrer Dingeldey. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde: Am ersten Pfingstfeiertag wird in beiden Kirchen nach, den Gottesdiensten eine Kollekte für die hessische Lutherstiftung, am zweiteu eine solche für die Armen erhoben. Gottesdienst in der Synagoge. Montag, den 18. und Dienstag, den 19. Mai: Wochenfest. 1. Tag: Vorabend 7.80 Uhr. Morgens 8 Uhr. Die Konfirmation findet nach! Been⸗ digung des Morgengottesdienstes statt. Nachmittags 4.00 Uhr. 2. Tag: Morgens 8.00 Uhr. Festesausgang 9.00 Uhr. Abends 9.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sterbefälle. Am 15. Mai Heinrich Schneider, 40 Jahre alt, Taglöhner dahier, Löwengasse 13. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. d. M., nachmittags von der Leichenhalle des Friedhofs aus statt. Am 15. Mai Wilhelm Gerber, 6 Monate alt, Sohn vom Schuhmacher Peter Gerber dahier, Katharinengasse 11. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. d. M., nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause aus statt.. 1 Marktpreise. Gießen, den 16. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 90— 1,10, Hühner⸗ eier 2 Stück 9— 11, Enteneier 6, Gänseeier 14—00, Käse 5 11, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 30. Pfg., Tauben per Paar 70— 90 Pfg., Hühner p. St. 1.301,50, Hahnen 1,40— 1,80, Enten 1,80,—2 Mk., Gänse per Pfund 00—00, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh- und Rindfleisch 66 bis 68, Schweinefl. 50— 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, direkt nach Paris zurück. Hd. Paris, 16. Mai. Die Spaltung zwi⸗ schen den Royalisten erregt großes Aufsehen. Man versichert, daß sich eine neue Partei mit dem Prinzen Henry von Orleans als Chef ge— bildet hat. Abends 6 Uhr: Geh. Kirchenrat D. Köstlin. Pfarrer Dr. Naumann. Am zweiten Pfingstfeiertag heil. Abendmahl für die Lukas- und Johannes⸗ gemeinde gehalten werden. den Pfarrern erbeten. Kalbfleisch 54 56, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln per 100 Kilo 5,00, Zwiebeln per Zentner 6 8,00 Mk., Milch per Liter 16 Pfg. wird Beichte und Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ 1 Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in ießen. Anmeldungen vorher bei r—— 75————̃————— 9———— N* Bekanntmachung. 2 9 Submissionen. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis, daß I E II— 8 Die nachstehenden Arbeiten sollen im Submissionsweg vergeben werden und sind Auge⸗ das Freibadzin der Lahn fertig gestell bote bis Dienstag, den 19. Mai, Vormittags 9 Uhr, im Amtszimmer des Kreisingenieurz und von jetzt ab an Wochentagen von Morgens— Stahl zu Gießen woselbst die Voranschläge, Pläne und Bedingungen zur Einsicht offen 5 Uhr bis Abends 9 Uhr, an Sonn. und liegen, abzugeben. 1. Umbau der Brücke über den Roßgraben im Kreisstraßenzug Feiertagen von Morgens 5 Uhr bis Mittags 182 NMWer— Beuern⸗Bersrod. Maurerarbeiten 58,78 Mk., Steinhauerarbeiten 193,84 Mk., Chaussterungs⸗ 12 Uhr zur Benutzung geöffnet und daß arbeiten 54,50 Mk., Pflasterarbeiten 12,.— Mkt. 2. Umbau eines Kanals in Großen Albert Weidtmann als Wärter in dem⸗ liefern: Buseck. Maurerarbeiten 75,88 Mk., Steinhauerarbeiten 20,80 Mk., Fuhrlohn 18,.— Mark. selben bestellt worden ist. 5 N 5 3. Desgleichen im Straßenzug Gießen⸗Daubringen. Maurerarbeiten 30,52 Mark, Wir erwarten, daß den Anordnungen des Scl 1 ck t zu jedem Bau, besonders zur Erbauung Steinhauerarbeiten 10,08 Mk., Fuhrlohn 5,60 Mk. 4. Desgleichen im Straßenzug Wärters allenthalben nachgekommen wird und 2 0 0 en eine, gesunder trockener Wohnhäuser zu 500 Maurerarbeiten 25,93 Mk., Steinhauerarbeiten 16,64 Mk., Fuhrlohn „ 5,60 Mark. empfehlen im Uebrigen die Einrichtungen des Freibades dem Schutze seiner Besucher. Gießen, den 13. Mai 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. — Schlackenmehl, empfehlen. Format 250, 120 100 mm zur Ausmauerung von Fachwerk; Normalformat 250„ 120 65 mu für Massivbauten besonders passend. Ersatz für Cement, Graukalk und Weiß⸗ kalk, zur Herstellung von Fruchtböden Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß der städtische Friedhof von jetzt ab bis zum 15. August d. J von Morgens 6 bis Abends 9 Uhr geöffnet bleibt, und daß die auf dem-Friedbof Verweilenden eine Viertel- und ähnlichen Räumen geeignet. 628 Schlackensand, bestes Material zur Mörtelbereitung. stunde vor Schluß desselben auf diesen durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden. E Gießen, den 11. Mai 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Marg Weitere Auskunft erteilen und Bestellungen nehmen entgegen: arethenhütte-Giessen. Sophienhitte-Wetzlar. Ftädl. Schlachthaus Freibank. Heute und Montag Ochsenfleisch nicht ladenrein, pro Pfund 56 Pfg. Schweinefleisch nicht ladenrein, per Pfund 45 Pfg. Die Freibank ist Samstag Abend bis 10 Uhr geöffnet. Versiehrserleichterung zum Gebrauch der Badekur in Salzhausen. Die Oberhessischen Eisenbahnen geben Abonnementskarten zur Fahrt in 2. und 3. Wagenklasse mit 50% Fahrpreisermäßigung aus, welche zu 12, bezw. 20 einzelnen Fahrten zwischen der auf der Fahrkarte bezeichneten Abgangsstation und der Station Nidda an be⸗ liebigen Tagen während der Dauer der Bade⸗ saison, bezw. vom 15. Mai bis zum 15. Septbr. d. J. berechtigen. Salzhausen, den 15. Mai 1896. Großh Badedirektion Salzhausen. 96%%%%%%%, 290%%%%%%%%%%%%%%%%%, 9 Tentral-Vierhalle zum Sehipkapaßz. Eröffnung: Samstag. 12. Mai. JIhringsbier im Zapf. J. Arnold. 632 9%%%% 0%%%%, Zee eee 5 Aepfelwein 411 verzapft J. Arnold, zum Schipkapass, Bahnhofstrasse No. 2. Sees Spott- billig! Wer kauft einen großen Posten Knaben- und Tadchenr Sirohmüte. Zu erfr. in der Exped. d. Ztg. Frau Neeb empfiehlt sich im Aus⸗ und Aukleiden von Leichen(Kinder von 1— 14 Jahren für 3 Mk., Erwachsene für 6 Mk.) 633 Frau Katharina Neeb, Lindengasse 14. 610 503 Herren- und Knaben- feste in Confection. Tuch, 3 Guckskin in deutschen und englischen Fabrikaten. Anfertigung Preise! von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung in Sammt, Plüsch, Tuch und Buckskin. dem Bezirksbaumeister Listmann in Hungen und Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen sollen im Submissionswege vergeben werden und sind Angebote bis Dienstag, den 19. Mai l. J., Nachmittags 3 Uhr, bei dem Bezirksbauaufseher Listmann in Hungen, bei welchem Voranschläge und Beding ungen zur Einsicht offen liegen, abzugeben. 1. Röhrenkanal in Bellersheim. Lieferung don Portlandzementröhren 48 Mk., Maurerarbeiten 41 Mk. 2. Röhrenkanal bei Arnsburg. Lieferung von Portlandzementröhren 55,50 Mk., Erd- und Maurerarbeiten 47,11 Mk., Stein⸗ hauerarbeiten 17,28 Mk., Chaussierarbeiten sammt Steinlieferung 37,— Mk. Die bei dem Umbau der Brücke über den kleinen Bach im Straßenzug Treis⸗Horloff Steinheim nötigen Arbeiten und zwar: Maurerarbeiten veranschlagt zu 1051,59 Mk., Steinhauerarbeiten veranschl. zu 303,80 Mk., Chaussier⸗ und Pflasterarbeiten veranschl. zu 189,40 Mk sollen im Submisstonswege vergeben werden und sind Angebote bis Dienstag, den 19. Mai l. J., Vormittags 11 Uhr, im Amtszimmer des Kreis⸗ ingenieur Stahl in Gießen abzugeben. Pläue, Voranschlag und Bedingungen liegen bei im 3 isi i Sta zur bi offen Amtszimmer des Kreisinge nieurg Die Stellung der zum Wasserfahren beim Einwalzen der Kreisstraßen Langsdorf Bettenhausen, in Bettenhausen und in Bellersheim nötigen Gespanne soll 125 5 missionsweg vergeben werden. Angebote sind bis Dienstag, den 19. Mai l. J., Nach⸗ mittags 3 Uhr, bei dem Bezirksaufseher Listmann in Hungen, bei welchem die Be⸗ dingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen. 5 (Geschäfts⸗Ulebergabe. Dem geschätzten Publikum von Gießen und Umgegend, sowie meiner werten Kundschaft die ergebene Mitteilung, 1 i i Otto Wilhelm Schmidt mein Uhren-Geschäft überfragen habe. Für das mir geschenkte Wohlwollen bestens dankend, bitte ich, dasselbe auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. 5 Achtungsvoll 145 Wilhelm Schön. rr Bezugnehmend auf Obiges werde ich unter meiner Firma: Otto Wilhelm Schmidt das Geschäft. Neustadt s weiter führen, und empfehle i dem geschätzten Publikum von Gießen und Umgegend, sowie 97 1 we alten Kundschaft mein in allen Arten von Uinren und Goldwaaren aufs Beste assortirte, Lager zu streng reellen Preisen, in nur prima Qualität. 111 eine e dee in der Schweiz stehe ich mit den ersten sabriken meiner Branche direkt in Verbindu in ich i 8 Munschen des mich dec ng und bin ich in der Lage, den beamten die berühmte 1 „- Railway-Präzisions- Uhr“ 11 7 19 1 5 0 7 abe 0 ist. Sämmtliche Uhren werden t tiftlicher Garantie abgegeben. Reparat r 50 aufs Gewissenhafteste ausgeführt.—. Mit aller Hochachtung Otto Wilhelm Schmidt, 92 s Neustadt 8. NN NE 5 Ver⸗ j f 8 eee eee, e Tell Poll. Cherioregte 82 Sur Confirmation für eine rheinische Fabrik. 88 empfehle: 2 461) Veter Jeppla, Neustadt 79. 828 pfehle: 5 Teter Ley U 2 Silberne f Der Unterzeichnete, welcher das Konser⸗ Herrenuhren Rt. vatorium in Sondershausen(unter 8 von 16 Mk. an, Leitung des Herrn Professor Karl Schroder) 82 Silberne besucht hat, empfiehlt sich den geehrten Herr⸗ 82 8 schaften, sowie Vereinen bei vorkommenden E Damenuhren Jestlichkeiten im 5 von 19 Mk. an, VNickeluhren Rt. von 12 Mk. an. Uhrketten, Halsketten, Kreuze, Ninge, Brochen, Ohrringe de. in größter Auswahl billigst. Zwei Oahre Garantie.. Wil. Hause. Marütstr. 32. Seen SN Nen a eee 25 Violin- und Clavierspiel. Auch erteilt derselbe gründlichen Unterricht in beiden Fächern. 291 Ehr. Hütteuberger, Musiklehrer, Seltersweg 67. sich im„Garten- und Feld⸗ Arbil u Putzen, Garten- un 90650 Wolkengasse 10, Hinterhaus. 1 8 0 daß ich mit dem Heutigen Herrn wünschen des mich beehrenden Publikums in jeder Weise gerecht zu werden. Als Spezialität führe für die Herren B Post⸗ und Tetear a 1 Ein alteres zoverlessges Madchen eme 1 eu — les gießen de de 1 10 i Da! 1 7 1 M 10 10 N. Jchungel ih u auf 5 flache G 10 die Ag 4 hlechenle Aalen a 5 10 8 deeiöhri In Neu Augen 0 Alen bis schen deut, Gießen Aalnnage 0 aul se bon fach, bobo bablchen u Aa Mohl! e, ihm cben. 6 in Meister, Ahlen und 11 4 Aung, n. Aschmen daher Gene Haggermeiste Ahle Abesundt. Mmaschtft Har Hilgar dahin bei 9% zu biel 5 —.— A ih zuhaf i mals ausge Aan nun 5 4 ft f ö dar hilga Hage. ie d Höft Peivatder Pod do daten 9 Desiger N seines 5 6 im Altet — 6 in t riedrichst r i en Schlage, mit Nach wähungen vorüberge ua er da Gu, in rial, N uclundzw Früh wort ar sener (lit das iu gest kanne, Fan G 10 der ane ge lichen g Fin, aß