Gießen, Donnerstag, den 16. April 1896. Ausgabe ische Landeszeilun Gießen. Redaktion: . Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. 24 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 15. April. Steckbrieflich ver⸗ folgt wird von der hiesigen Staatsanwaltschaft 13 wegen Betrugs der Weber Joseph Büller use, aus Kubel in der Schweiz. 5 5 . St. 1201 Gießen, 15. April. Als erstes Gastspiel t., Gänse bet, und Mnösesg, fl, ges 700 . 0, Kartofsgg, et 5000 1 des Baseler Operettenensemble ging gestern Abend im Leib'schen Saale„der Ober⸗ steiger“ war M. West und L. Held in Szene. Die Musik ist von Carl Zeller. Das Orchester war von der Kapelle des hiesigen In⸗ fanterie⸗Regimets gestellt. Die Leistungen der Gesellschaft waren recht anerkennenswert, wenn im Zuschauerraum auch erst im zweiten und dritten Akte etwas mehr Wärme wahrnehmbar war. Zu lebhaftem und allgemeinem Applaus regten namentlich die Duetts und Terzetts in die beiden letzten Akten an. Das Zusammenspiel darf als ein recht gutes bezeichnet werden. Die Herren Liebert, Bömly und Horwitz, sowie Fräulein Durand brachten ihre Rollen recht lebendig und flott zur Darstellung. Die Kapelle erfüllte ihre Aufgabe mit wol rer Präzision. Saal und Gallerie waren gut besetzt. * Gießen, 15. April. Der wegen Gottes⸗ lästerung verurteilte Schuhmachermeister Schelper von Gießen, für dessen Begnadigung man sich in weiten Kreisen s. Zt. interessierte, hat vor 14 Tagen 1110 Strafe im Provinzialarresthause antreten müssen. 1 Gießen, 15. April. Die Gail'sche Dampf⸗ legelei und Thonwarenfabrik ist mit lustragen so überhäuft, daß sie größere Liefe⸗ rungen von Material zur Ausführung nicht mehr annimmt. Um für die Folge den gesteigerten Anforderungen gerecht zu werden, wird das Werk einen weiteren Ringofen erbauen. Gießen, 15. April. Die zwischen Moltke⸗ straße und Gasanstalt geradegelegte Wieseck fließt nunmehr in ihrem neuen Bett. * Gießen, 15. April. Der gestrige erste Viehmarkt in diesem Jahre am Platze hatte wieder Leben in die Neustadt gebracht. Da .d 15.0. l. chause aus stat urg, Veranty, don E, Ottan ung. stellung der Geh iuses erfordern Schreiner- und d 22, d. M. II Uhr, den. d Bedingungen Angebote aut, sind bis zum dez g einzureichen. 5 1896. Das Stadtbau — nur einheimisches Vieh zum Markt zugelassen lachthal wurde, war der Auftrieb ziemlich gering. Schon vor dem Morgengrauen war das zum ank. Auftrieb bestimmte Vieh in langen Reihen längs der West⸗ und Nordanlage aufgestellt und wurde vom Prof. Winkler und dem Kreistierarzt Dr. Neuenhagen⸗Grünberg untersucht, wobei sich im Ganzen 6 der Seuche verdächtige Stück Vieh vorfanden, die sofort isoliert gestellt werden mußten und unter polizeilicher Kontrolle in die Heimat zurückgeschafft wurden. Das so untersuchte Vieh fich Pfund 56 Pfg. auf dem sich sofort ein flotter Handel entwickelte. Der Auftrieb bestand aus ca. 400—450 Kühen und etwa 100 Kälbern mit verschwindender Aus— nahme tt Rasse. Trotzdem Fettvieh wenig am Markt, waren die Preise dafür doch sehr gedrückt, während die Preise für Zuchtvieh verhältnismäßig gute waren. Man zahlte für Milchkühe 2. Qualität 250-350 K per Stück. Bessere Ware, die aber nur sehr spärlich vor⸗ handen war, wurde bis 450*. per Stück bezahlt. Die Nachfrage nach schweren teueren Milchkühen war sehr groß und verließen viele Reflektanten, ohne kaufen zu können, den Markt. Kälber kosteten 55—60„ pro Pfund Schlachtgewicht. Fremde Einkäufer waren nicht erschienen. Bei dem kleinen Auftrieb war der Markt um 10 Uhr bis auf wenige überständige Stück geräumt. Der Vormarkt, bei dem sonst erhebliche Umsätze vor sich gingen, war wegen der Seuchengefahr polizei— lich diesmal nicht gestattet worden. *»Gießen, 15. April. Die Verwaltungs⸗ behörde des Kreises Offenbach hat anläßlich eines Spezialfalles entschieden, daß die Bürger- meister bei Erteilung von Erlaubnisscheinen zu musikalischen Produktionen zur Berechnung von Gebühren nicht berechtigt seien. Gießen, 15. April. Der„Kl. Pr.“ wird aus Hessen geschrieben: Aehnlich wie in Württem⸗ berg, Baden und Preußen greift man neuerdings auch bei uns die Idee auf, mit den Gewerbe— 11 den Arbeitsnachweis zu ver⸗ inden. Hatten diese Idee seither nur die Groß städte sich zu eigen gemacht, so zeigt sich neuer⸗ dings auch in kleineren Industriestädten das Be⸗ streben, eine zentralisierte städtische Arbeitsver— mittelung in Durchführung zu bringen. Aehnlich wie in Württemberg plant man eine Landes⸗ zentrale für Arbeits nachweis. Die Arbeitsämter der verschiedenen Städte sollen telephonisch mit einander verbunden werden und jedes Arbeitsamt soll mehrere Male wöchentlich alle Arbeiten und Arbeitsangebote der Zentrale mitteilen, die schnell⸗ stens eine Zusammenstellung anzufertigen und diese an alle Arbeitsämter und Gemeindebehörden zum öffentlichen Aushang zu versenden hat. Die Kosten des Unternehmens trägt der Staat. In Preußen ist bekanntlich schon in der zweiten Hälfte des vorigen Jahres durch einen Erlaß des Mi⸗ nisters für Handel und Gewerbe den Gemeinden nahegelegt worden, für die Einrichtung von kom⸗ munalen Arbeitsnachweisstellen Sorge zu tragen. Vielfach ist der Anregung des Ministers ent⸗ sprochen worden, doch bleibt noch viel zu thun übrig. Bezüglich der Arbeitslosigkeit kann kon⸗ statiert werden, daß infolge der berhältnismäßig ssen suls 14 5 nach 6 Uhr den Marktplatz betreten, gelinden Witterung des letzten Winters die Zahl der Arbeitslosen bei Weitem geringer war, als in früheren Jahren. Besonders gilt dies von den Bauarbeitern. Gießen, 15. April. Sechs weibliche Abiturienten, wohl überhaupt die ersten sechs in ganz Deutschland, haben in Berlin mit Glanz ihr Examen bestanden. So wirds, mit allem schuldigen Respekt, von den Zeitungen gemeldet. Man ersieht hieraus wieder einmal: die moderne Frauenbewegung zieht immer weitere Kreise und fördert immer neue erfreuliche Resultate zu Tage. Man hat auch bereits das Lächeln und Spötteln, das früher bei allen höheren Bestrebungen unserer Frauenwelt männlicherseits gang und gäbe war, recht gründlich verlernt. Man verfolgt im Gegen⸗ teil ernster und wohlwollender, als jemals zuvor, das heiße Bemühen unserer wackeren jungen Damen, sich wissenschaftlich zu bethätigen und neben den Herren der Schöpfung ein bescheidenes Plätzchen im öffentlichen Leben sich zu erobern. Ein Teil der sechs weiblichen Abiturienten will, wie verlautet, Medizin studieren, der andere das Lehrfach für höhere Schulen ergreifen. Nur eng⸗ herziges, kleinliches Philistertum wird an dieser lobenswerten Absicht herumnörgeln und dahinter allerlei umstürzlerische Gelüste wittern können. Denn wir haben es hier in der That nicht mit schwärmerischen Backfischen oder blaustrümpfigen alten Jungfern zu thun, sondern mit denkenden Mädchen, die genau wissen, was sie wollen. Sie haben sich dem Studium nicht gewidmet, um eine Rolle zu spielen und eine vorteilhafte Stellung zu ergattern oder weil sie etwa keine Aussicht mehr hatten, einen Mann zu erjagen und unter die Haube zu kommen, sondern sie sind aus innerem Triebe, aus einem unwiderstehlichen Herzensbedürfnis heraus, dem lockenden Rufe der Wissenschaft gefolgt. Sie haben durch das so überaus glänzend bestandene Examen hin— länglich bewiesen, wie eifrig und ehrlich es ihnen um die Sache zu thun ist, was man von unsern männlichen Abiturienten, bei denen die Durch- fallsziffer von Jahr zu Jahr größer wird, nicht immer behaupten kann. Die Berufsarten, die sie nach abgelegter Prüfung wählten, bezeugen durchaus, daß sie sich in den Schranken weiser Mäßigung halten und die Grenzen, die vorläufig dem öffentlichen Wirken der Frau gesteckt sind, nicht überschreiten wollen. Denn mehr und mehr macht sich einerseits der Mangel an tüchtigen weiblichen Aerzten geltend, die bei Frauenkrank⸗ heiten in weit höherem Maße als ihre männlichen Kollegen das Vertrauen schüchterner Patientinnen zu erwerben verstehen, und andererseits fehlt es uns nur zu sehr an wissenschaftlich gebildeten weiblichen Lehrkräften in der Schule, wie über⸗ besuchen brauchen. haupt unser höheres Töshterschulwesen noch recht im Argen liegt. Hoffen wir, daß der preußische Kultusministers nun ein übriges thut und den strebsamen Damen die Berechtigung zum Studium auf deutschen Universitäten nicht länger versagt. Hoffen wir, daß die anderen deutschen Kultus⸗ minister ihm folgen, sodaß unsere deutschen Studen⸗ tinnen, um ihren Bildungsgang zu vollenden, nicht erst fremde, auswärtige Universitäten zu u b Die deutschen Professoren stehen in ihrer Mehrzahl schon heute auf Seiten der deutschen studierenden Jungfrauen. Mit der Zeit werden sich ja selbst die erbittertsten Gegner der modernen Frauenbewegung zu der Einsicht bekehren, daß Bildung nicht nur den Mann, sondern auch die Frau„frei“ macht und ihr zur gleichen Zierde gereicht wie die sonstigen weib⸗ lichen Tugenden, die wir so ritterlich zu verehren pflegen! Nidda, 13. April. Gestern wurde in dem be⸗ nachbarten Michelnau die Bürgermeisterei⸗ wahl vollzogen. Der frühere Großh. Bürger⸗ meister Diehlmann wurde einstimmig wiederge⸗ wählt, ein ehrendes Zeugnis für den Gewählten wie für die Gemeinde, in der vorher nichts Trinkbares gespendet wurde. Dagegen vereinigten sich nach der Wahl Wähler und Ge⸗ wählter einträchtig zu einem Glase Bier.— Es klingt recht vielsagend, wenn besonders betont wird, daß vor der Wahl nichts„Trinkbares“ gespendet werde. Aus dem Nidderthale, 18. April. Verschiedene Distrikte unserer Waldungen sind gegenwärtig von einer bösartigen Krankheit heimgesucht. Gegen Ende des vorigen Jahres konnte man beobachten, wie an manchen Stellen des Waldes die Nadeln einzelner, hauptsächlich junger Fichten anfingen gelb zu werden und sich allmählich zu beiden Seiten der Zweige ab⸗ wärts richteten. Diese Erscheinung verbreitete sich bald auf immer mehr der benachbarten gleichartigen Bäume, und in verhältnismäßig kurzer Zeit waren ganze Schläge, selbst auch ältere Fichten von derselben Krankheit befallen, so an der gen Höchst gelegenen Ecke des Oberauer Waldes, sowie in einem Waldteil unweit Rommelhausen, und schon im Laufe des letzten Winters haben viele Bäume ihr freudiges Grün mit einem rost⸗ farbenen Gelb vertauscht. Mit Eintritt des Frühlings begannen die Nadeln abzufallen, und heute stehen bereits manche Fichtenbäumchen ganz oder teilweise entblättert da. Die Ursache dieser Krankheit, die als Fichtenrost oder Gelbsucht der Fichten bekannt ist, ist ein Pilz, den die Wissen⸗ schaft mit dem Namen Chrysomyxa abietis be⸗ zeichnet. Dieser Pilz, der in die Familie der —ͤñqůp—— E, Or. Mill imer mit Kal, Der Käfer. Von Cethegus. Webel(Schluß.) sing und 6 Mit kühnem Griff faßte Fritz Werder die Ge⸗ ichlättenll legenheit bei der Stirnglocke. Er drängte dem Ee freudig überraschten Schriftsteller sein Instrument N zur leihweisen Benutzung ordentlich auf und notierte neiden von? sich nicht einmal die derzeitige Wohnung des Ent— uuns beisell leihers, wie er dies in solchen Fällen sonst stets üger, Gro, zu thun pflegte. Dann, sobald Jener mit der Krelzplut? Flöte abgezogen war, verriegelte er die Thür und A machte sich mit erleichtertem Gemüte an seine Abhandlung. Das Thema lautete:„Die Meinungen der jüngsten Philosophen über Tod und Unsterblichkeit, lritisch beleuchtet.“ Es war ein sehr schönes 00. Thema, aber auch sehr schwierig, und als Fritz Werder den Punkt hinter den letzten Satz seiner ei, umfänglichen Arbeit gesetzt hatte, waren die Ferien glücklich bis auf einen Tag herum. Er hatte pährend dessen das Haus nur zu den nötigsten Ausgängen verlassen. Drei oder vier dringende Einladungsbriefchen der Tante zu musikalischen Abenden hatte er mit einer kurzen Bitte um Eut— schuldigung beantwortet, da seine Flöte zur Zeit och in Reparatur sei. Nun aber beschloß er, für Die letzten anderthalb Tage der Ferien sich methodisch und ausschließlich der Geselligkeit und dem Natur— zenuß zu widmen; denn wie er sich nach Vollendung eines Werkes zufrieden aufatmend zum Fenster hinauslehnte, bemerkte er, daß die Kirschbäume raußen in voller Blüte standen, und hörte die mseln singen. Daraus schloß er, daß es völlig Frühling geworden sei, und daß es ihm nicht zu berwehren sein werde, wenn er sich nun auch ein⸗ mal frühlingsmäßig fühle, und benehme. Zunächst machte er den Anfang mit einem leinen Spaziergang. Nicht ohne Vergnügen stellte 75 fest, daß die Nachmittagssonne schon recht warm schien und die Winde weich und lind wehten, und als er in den Vorgärten überall Stiefmütterchen und Crocus unter den roten Blütenzweigen der japanischen Quitte und den knospenden, duftigen Syringen heraufgrüßen sah und immerfort die ver— liebten Lieder der Finken und Amseln hörte, ward es ihm ordentlich liebeslustig zu Mute. In einem bescheidenen Vorgärtchen, ziemlich am Ende der Straße, die er sich als letzten Abschnitt seines Spazierweges vorgenommen, fiel ihm eine seltsame Anlage in die Augen. Es war da ein ganz winziger Hügel aufgebaut aus feuchter Gartenerde und bunten Kieselsteinchen; davor kauerte ein kleiner Bursche von acht Jahren höchstens, dem Zu— stande seiner Hände und Kleider nach der eigen— händige Baumeister jenes Kunstwerks, eben be⸗ schäftigt, mit dem Griffel auf ein Stückchen Schiefer die letzten Züge einer Inschrift zu kritzeln;„Hir liegt ein Kähfer.“ „Es heißt„Hier“ mit e, Kleiner“, bemerkte Fritz Werder in pädagogischem Pflichtgefühl.„Und Käfer schreibt man ohne h. Was machst Du denn da überhaupt?“ fuhr er etwas minder ernst fort, da er mit Befriedigung wahrnahm, wie der Kleine wenigstens das verpönte Dehnungszeichen sogleich mit dem nassen Finger wegwischte. „Ich mache ihm seinen Grabstein“, berichtete der Junge vertraulich-wichtig und deutete mit dem schmutzigen Pfötchen auf den kleinen Hügel:„Das ist sein Grab. Er war ganz golden und so— so lang. Und sechs Beine hatte er, und Flügel. Kann er nun damit aus der Erde wieder heraus— fliegen?“ „Nein, mein Sohn“, erwiderte Fritz Werder milde lächelnd,„wenn Dein Käfer tot ist, so kann er nicht mehr fliegen.“ „Ohh!“ machte der Junge betrübt.„Kann er denn in der Erde noch wachsen? Wie alt wird er denn in der Erde?“ „Das hört alles auf, wenn er tot ist“, entschied Fritz Werder. Aber der jüngere Philosoph war nicht so rasch befriedigt. „Großmama sagt, wenn Einer tot ist, dann wird er ein Engel und kriegt Flügel,“ erklärte er. „Und der Käfer hatte die Flügel schon so. Das wird jetzt ein Käferengel. Er ist ja auch tot!“ „Tod und Tod ist ein Unterschied, mein Sohn. Der Tod ist ein Rätsel,“ erwiderte Fritz Werder. Bei dem letzten Worte erhellte sich das Gesicht des Jungen, der deu ersten Sprecher eben noch mit ziemlich hoffnungsloser Verwunderung angestarrt hatte.„Rätsel weiß ich auch,“ rief er eifrig. „Was ist das:„Ich werfe es rund auf's Dach, und lang kommt's wieder herunter? Aetsch, das weißt Du aber nicht!— Und übermorgen fängt die Schule wieder an, da lernen wir noch mehr so Sachen.“ Die Erwähnung des Ferienschlusses erinnerte Fritz Werder daran, daß seine Zeit kurz bemessen sei. Es wurde ihm ohnedies ungemütlich in der Unterhaltung mit diesem naseweisen Schlingel. Somit wandte er sich ab mit den freundlich-ernsten Worten:„Nun, adieu, mein Junge und ruinire den schönen Garten nicht mit Deiner Käfergräberei,“ und stiefelte langsam nach Hause. „Ich trat gerade aus dem Café, als er vor— beikam, und da wir den gleichen Weg hatten, so gingen wir eine Weile zusammen. Es fiel mir so— gleich auf, wie blaß und wenig erholt er nach den Ferien aussah. Das war aber noch gar nichts gegen die Unkenntnis, in der sich dieser philosophische Mensch über Dinge der Welt befand, die ihn doch auch mittelbar angingen. Er wußte zum Beispiel noch gar nicht,— und ich mußte ihn erst darüber aufklären— daß sein Bäschen Elsbeth sich zwei Tage zuvor mit dem Schriftsteller Karl Seimper verlobt hatte. Es war eigentlich eine recht romantische Ver⸗ lobung, das hatte ich gerade im Café mit ein paar Bekannten festgestellt. Zuerst hatte sich das hübsche Blondinchen in das Flötenspiel verliebt, welches die linden Lüfte ihr allabendlich aus der gegenüber liegenden Wohnung Sempers— er hatte sie erst vor acht Tagen bezogen— hinübertrugen. Dann hatte er sich vom Fenster aus in ihr Blondköpfchen verliebt, hatte sich persönlich mit der eigenen Leich— tigkeit bei der Tante eingeführt, war bei dieser als bald zum angenehmen Nachbarn und schließlich bei Elsbeth zum Bräutigam vorgerückt. Als ich Fritz Werder diese einfache Herzens— geschichte mitteilte, fiel mir zuerst auf, daß er sie nicht ganz so ruhig aufnahm, wie er sich sonst in allen Lagen seines philosophischen Daseins zu geben pflegte. Nachdem ich aber aus einigen Andeutungen seinerseits die Nebeuumstände erfahren, mußte ich gestehen, daß er sich nach Maßgabe der Dinge noch sehr ruhig verhielt. Nur daß es gerade seine Flöte sein mußte,— dieser Umstand schien ihn etwas peinlich zu berühren. Im Uebrigen war er sogar im Stande, eine gute Seite von der Sache zu gewinnen.„Ich hätte sonst morgen einen Be— such bei meiner Tante gemacht,“ meinte er,„und hätte den Damen womöglich den ganzen Tag opfern müssen. Nun habe ich den Tag für mich und kann in Ruhe noch eine Anmerkung zu meiner Arbeit abfassen,— über die Vorstellungen der Kinderseele vom Tode. Es ist mir da eben eine wunderliche Anregung gekommen.“ Er berichtete mir in seiner Weise von dem Gespräch mit dem kleinen Jungen da draußen. Wir waren unterdeß vor seiner Wohnung an⸗ gelangt.„Hör' mal,“ sagte ich,„willst Du nicht lieber morgen mit auf einen Ausflug mit obligater Bowle? Es ist jetzt Frühling, wer weiß, wie lange dieses prächtige Wetter noch vorhält, und morgen ist der letzte Ferientag. Wie wäre es, wenn Du auch einmal wenigstens für diesen Tag Deinen Käfer begraben sein ließest. Fritz Werder sah mich erstaunt⸗mißbilligend an. „Ich verstehe Dich nicht!“ sagte er, und mit kurzem Gruße verschwand er hinter der Hausthür. 22 an Mittwwoch, den 22. d. Mts., Rostpilze(Uredineae) gehört, entwickelt sich un⸗ mittelbar unter der Oberhaut der Blätter und bildet hier ein zwischen den Zellen der Nähr— pflanze wucherndes, aus fest zusammenhängen⸗ den Fäden bestehendes Lager von rotgelber Farbe. * Darmstadt, 13. April. Zur Frage der Regulirung der Usa auf hessischem Gebiet schlägt der Finanzausschuß der zweiten Kammer Bewilligung eines Staatszuschusses bis 32100 vor. er Abg. Vogt will den Kurfond zu Bad⸗Nauheim mit 10000% für gedachten Zweck mit herangezogen wissen. Das Dorf Rödgen an den oberhessischen Bahnen soll nach dem Be⸗ schluß des Finanzausschusses eine Haltestelle erhalten. Der Abg. Köhler stellte einen Antrag, der die Beseitigung der Wasserpest in der Horloff und ihren Nebenflüssen anstrebt. 5 5 * Mainz, 14. April. Die Vorarbeiten für die vom 13.21. Juni l. J. in der Stadthalle stattfindende Schlosserei-Ausstellung wer⸗ den auf das Eifrigste betrieben. Der Voran⸗ chlag für die Einnahmen und Ausgaben ist fert estellt und lassen dessen Zahlen einen Schluß auf die Ausdehnung und Bedeutung des eplanten Unternehmens zu. Die Ausstellung findet mit Rücksicht auf den hier tagenden XI. Ver⸗ bands tag der deutschen Schlosser⸗In⸗ nungen statt, der nach den bereits vorliegenden Anmeldungen stark besucht werden wird. Um den Theilnehmern die nötige Erholung von den Arbeiten der Sitzungen zu gewähren und den— selben die Schönheiten unserer Stadt und ihrer Umgebung zu zeigen, wurde die Abhaltung von Konzerten im Garten der Stadthalle, die Ver⸗ anstaltung eines Abendfestes in der neuen An⸗ lage, eines Festessens im Konzerthaus und einer Rheinfahrt nach Rüdesheim in Aussicht genommen. Vermischtes. — Eine Hose für 1000 Mark. Mit der Wette um Mk. 1000 wegen„einer“ Hose hatte sich der 6. Civil⸗ senat des Kammergerichts zu Berlin der„N. A. Z.“ zu⸗ folge in seiner letzten Sitzung zu beschäftigen. Der Hand⸗ lungsreisende W. aus Berlin hatte als Vertreter einer großen Tuchfabrik dem Schneidermeister S. zu Hannover einen bedeutenden Posten Waare verkauft, als er ihm dann noch sehr auffallende Muster von Hosenstoffen vor⸗ legte, bezüglich deren S. die Vermutung äußerte, daß sie in Hannover schwer verkäuflich, als Schmuck für sein Schaufenster aber sehr geeignet sein würden. W. möge ihm deshalb von jedem dieser Muster nur„eine“ Hose verkaufen. Diese Bestellung lehnte W. als zu gering ab und erklärte:„Ich wette Mk. 1000, daß mein Haus noch nie„eine“ Hose verkauft hat.“—„Ich wette gegen— es gilt!“— erwiderte S.— Ein Handschlag der Par⸗ teien besiegelte die Wette.— S. war nun aber in der Lage, den W. sofort des Irrtums zu überführen, denn aus seinen Büchern konnte er feststellen, daß er selbst im Jahre 1894„eine“ Hose in Nota genommen hatte, die dann auch von seinem Hause geliefert worden war.— — W. erklärte sich hierauf mit der resignirten Bemer⸗ kung:„Ja, man sollte doch vorsichtiger sein!“— für „geschlagen“, reichte S. die Hand und sagte ihm:„Ich werde Ihnen einen Check anf die Deutsche Bank schicken.“ — Diese Sendung wurde aber nicht ausgeführt, so daß S. schließlich wegen des Wettbetrags von Mk. 1000 die Klage einleitete, worauf er denn auch bei dem Berliner Landgericht 1 ein obsiegendes Erkenntnis erstritt, indem angenommen wurde, daß der Verklagte selbst von seiner Verpflichtung überzeugt gewesen sein müsse. W. legte hier⸗ gegen Berufung bei dem Kammergericht ein, wo sein Mandatar ausführte, daß die Wette nur als Scherz ohne rechtsverbindliche Folgen aufgefaßt werden dürfe, während sein Gegner hervorhob, daß es sich für beide Geschäfts⸗ leute um eine wichtige geschäftliche, also durchaus ernst⸗ liche Frage gehandelt habe. Das Kammergericht gelangte indeß zu der Ueberzeugung, daß die Wette, der ein so geringfügiger Anlaß zu Grunde gelegen, nur eine prahle⸗ rische, nicht ernsthaft zu nehmende gewesen sei, hob des⸗ halb die Vorentscheidung auf und wies die Klage ab. — Die Katze im Passionskonzert. In dem in der Charwoche in einer Kirche einer mitteldeutschen Residenz abgehaltenen Passionskonzert, welchem auch der betreffende Hof beiwohnte, kam nach der„Frankf. Ztg.“ ein eigenartiges Intermezzo vor. Während der ersten Nummer, einer Bachschen Motette, ertönte es zum Ent⸗ setzen des Dirigenten bei einer Pianostelle plötzlich da⸗ zwischen:„Miau, miau!“ Man glaubte erst nicht recht gehört zu haben, doch bald darauf ließ ein drittes„Miau“ es zur Gewißheit werden, daß sich eine Katze in die Kirche eingeschlichen hatte. Was für einen Erfolg die uner⸗ betene Solistin erzielte, kann man sich denken! Eine 12. Neubau Stadtmädchenschule. 13. Baugesuche Arbeitervereins für die Landmannstraße. 14. Errichtung einer kaufmännischen Fachschule; hier Gesuch um Schenkung eines Bauplatzes. eines der 3. Gesuch des Georg Bichler um Erlaubniß zur Er⸗ bauung einer Waschküche. 4. Desgl. der Jakob Helfenbein Wwe. zur Errichtung einer Eishalle. 5. Errichtung eines Arbeiterhäuschens im Neustädter⸗ feld seitens des Heinrich Rinn 5. 6. Gesuch des Georg Troß um Exlaubniß zur Er⸗ richtung eines Häuschens am Krofdorferweg. 7. Baugesuch der Joh. Gg. Weber Söhne für Neuenbäue. 8. Gesuch des Bleichers W. Schmall wegen Anlage von Treppen auf der Böschung des neuen Wieseckbettes. 9. Gesuch des Gabelsberger Stenographenvereins um Ueberlassung des Saales im alten Rathhause. 10. Die im Jahre 1895 abgehaltene landwirthschaft⸗ liche Ausstellung; hier: die dabei verwendeten Fahnen. 11. Die Errichtung eines Rettungshauses für das Großherzogthum Hessen und die Provinz Hessen⸗Nassau. Schuldienerwohnhauses Baugenossenschaft bis an das Palais und fuhr sodann in die Nach Schluß der Frühjahrsparade wird K die dann dürfte der Kaiser einen Be 5 such in Kapuziner-Gruft machen. g ment behauptet, daß trotz aller ofsszie Preß⸗Dementis Fürst 12 ihrer politischen und litterari tigkeit bekannten Dame. Hd. Paris, 15. April. bei der des evangel. der Affaire Ende zu machen. Katzenjagd konnte man aber in der gefüllten Kirche doch nicht gut veranstalten, und so mußte man das Thier dulden, welches erst im letzten Drittel des Konzerts ver—⸗ schwand. Im Uebrigen benahm sich die Katze noch ver—⸗ hältnißmäßig anständig und hörte meist schweigend zu. Aber die Celli schienen es ihr angethan zu haben, sobald sich diese hören ließen, klang es stets:„Miau, miau!“ Was für eine Stimmung trotz der ernsten Aufführung entstand, ist erklärlich— die Gesichter der Hörer ver⸗ schwanden vielfach hinter den Konzertprogrammen. Wie die Katze in die Kirche hinein- und wieder hinausgekom⸗ men, ist nicht bekaunt geworden. — Eine neue Beleidigung. Die Bezeichnung eines Barbiers als„Schaumschläger“ enthält eine Be⸗ leidigung, wie dieser Tage vor eiger Abteilung des Ber⸗ liner Schöffengerichts festgestellt wurde. Der Berichter⸗ statter Ostermann hatte einen Bericht verfaßt, wonach dem Heilgehülfen Rehberg in der Hauptstraße zu Reinicken⸗ dorf, während er bei einem Kunden eine Zahnoperation vorgenommen, sein an den Vorgarten gestelltes Fahrrad gestohlen worden sei. Der kleine Artikel trug die Spitz⸗ marke:„Der Schaumschläger von Reinickendorf auf dem Fahrrad“. Herr Rehberg strengte die Privatklage an. Der Beklagte bestritt die Absicht der Beleidigung und behauptete, daß die Bezeichnung„Schaumschläger“ für Barbiere in Berlin gang und gäbe sei und wohl von ziehen. einiger nung. machen. Sicherheit durch Man versäume Gust av Hunderttausende werden weggeworfen durch unzweckmäßige Abfassung von Annoncen und durch Benutzung ungeeigneter Zeitungen. Ein Inserat muß nicht allein sachverständig und treffend abgefaßt sein, sondern es ist auch der Leserkreis der Zeitungen in Betracht zu Auf dem weiten Felde des Zeitungswesens wird sich der Laie nicht leicht orientieren und deshalb eines erfahrenen und zuverlässigen Rathgebers be—⸗ dürfen, um sein Geld nutzbringend anzulegen und mit Erfolge zu Führer ist die älteste Annoncen⸗Expedition Haasenstein u. Vogler, A. G., Frankfurt a. Gießen deshalb erzielen. Wohlmuth, Durch 40 jährige Praxis, welche zu den intimsten Ver⸗ bindungen mit allen Organen der Zeitungspresse des In⸗ und Auslandes geführt hat, ist sie mit ihren zahlreichen Zweighäusern und Agenturen vorzugsweise in der Lage, dem inserirenden Publikum sich in jeder Weise nützlich zu Alle Aufträge werden prompt und billigst aus⸗ geführt, da nur die Originalzeilenpreise der Zeitung en berechnet werden, und kommen auf diese Preise bei belang⸗ reicheren Aufträgen noch die höchsten Rabatte in Abrech⸗ nicht, Firma vor Vergebung eines Annoncen-Auftrages erst ge⸗ nau zu informiren. Hd. Nizza, 15. April. land seine Aufwartung. deutschen Votschaft begeben, woselbst er den T. einnahm. Der österreichische Kaiser begleitete ihn of⸗ burg zurück. Heute Vormittag findet die 9 0 Frühjahrsparade statt, der Kaiser Wilhelm be wohnen wird. Das Wetter ist kalt und stürmif Wilhelm das Frühstück bei den 7. Husaren der Josephstädter Reiter-Kaserne einnehmen. So⸗ der Hd. Paris, 15. April. Der Epene t Hohenlohe m Bourgeois eine Unterredung gehabt hab und zwar in dem Hause einer wege schen Tha 5 Pari a Dem„Gaulois“ zufolge ist die englische Regierung entschlossen, Cornelius Herz endlich ein 1 5 Herz wird am 14. ds. in seiner Villa zu Bornemouth abgeurteilt werden. General Boisde machte gestern der Kaiserin Witwe von Ruß 0 f U Der Besuch dauerke über eine Stunde. Die Kaiserin lud den General und die Abordnung ein, auf der Fahrt nach Moskau zu den Krönungsfeierlichkeiten ihren . greuzb r Gafales gießen,! 1. Bibi Jubi bei 110 worden. gießen, 2 ae 16 malie 75 ane lug d. Ei r„ zustand de roßfürsten-Thronfolger hat sich] Wlan Ein berufener verschlechtert. 5 ee e ee M. Vertreten in Hd. Dover, 15. April. Gestern Na e. Machts Seltersweg. von 6 Mann in den Wellen umkam. sich bei obiger drei Meilen von Ephesus entfernt. ein großes Interesse. Niemand als Beleidigung anfgefaßt werde. Dieser Be⸗ hauptung widersprach der Vorsitzende nachdrücklichst und meinte, daß das Schöffengericht wohl keinen Zweifel darüber haben dürfte, daß in jener Bezeichnung eine Herabsetzung des Klägers zu erblicken sei. Er riet dem Beklagten dringend zu einem Vergleiche, und dieser kam auch schließlich auf der Grundlage zu Stande, daß der Angeklagte erklärte, daß er den Kläger nicht habe belei⸗ digen wollen, und die Kosten in Höhe von etwa 50 Mark übernahm. Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten— Versammlung, Donnerstag, den 16. April 1896, 2. Gesuch des C. Stiasny wegen Belassung eines Firmenschildes an seinem Geschäftslokal, Asterweg 6. 2* „Voss. Ztg.“ Hd. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 15. April. wird Zeremonienmeister von Koße dem Kaiser ein Gesuch um endgültige Enthebung von seinem Amte bei Hofe einreichen. Frau von Schrader gedenkt nach Wien e April. Korrespondenten des„Berliner Tageblatts“ er⸗ klärte ein hervorragender Staatsmann, daß weder in Venedig noch in Wien formelle politische Verhand⸗ lungen über besondere Fragen stattgefunden haben 9 oder noch bevorstehen, da für irgendwelche neue Abmachungen keine Veranlassung vorhanden sei. Berlin, 15. Hd. Wien, 15. April. Der deutsche Kaiser hat sich nach der Abreise der Kaiserin nach der Hd. Rom, 15. April. Nach der läßt. scheiterte beim Einlaufen in den Hafen eine au i Calais kommende Fischerbarke, deren Besatzung 15 gerade f Hd. Rom, 15. April. Der Pater Eustach entdeckte während seiner jüngsten Reise im Orie die Ruinen desjenigen Hauses, welches die hei lige Jungfrau und der heilige Johannes na der Himmelfahrt Christi bewohnten. Das Haus stand nicht in Jerusalem, sondern in einem Ort 0 bon Der Papst und die Kardinäle nehmen an dieser Endeckung 5 2 Der Minister des Innern hat allen Präfekten ein Rundschreihen gesandt, worin er alle Versammlungen unter freiem Himmel anläßlich des 1. Mai verbiete Peesten da 117 werden. ahb der Gegend o der alt Ah ale borgebl Aale Leicht dag 0 de Wechtal In Eldende de 000 ird g handels dort Gießen, obenmarkt dagechen, dat Jade, in de I Der Handel geh daß der Markt Ahe der fark ch waren die d Sterbefälle. Dem Elisabethe Wolf, Wiener Am 14. April. Georg Wolf dahier, Neustadt 55. mittags 2 Uhr, vom Sterbehause aus statt. geb. Schnorr, 70 Jahre alt, Ehefrau von Stations-Assistent Die Beer⸗ digung findet Freitag, den 17. d. M., Nach⸗ 0 daß mit den. den Einkäu n. 6s Wurd al 900-1000 aal. 450— i um 11 Uh f dem Sch w. ot die für die Nachmittags halb 4 Uhr. Hd. Kassel, 15. April. Gestern Nach⸗ Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Ne. 1. Versetzung eines Briefkastens vom Brückschen nach mittag sind hier tausend Maurer in den Streikf datteur: i, V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, dem Zimmerschen Hause am Kreuzplatz. eingetreten. belde in Gießen. marin verhältnis ich auf 11—1. d Mittel⸗Läuf at: Ferkel, ö Voce alt, bis Verdingung. Die zur äußeren Herstellung der Gebäude des alten Arresthauses erforderlichen Dachdecker⸗, Spengler⸗, Schreiner- und Weiß⸗ binderarbeiten sollen leinenen offen. Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Gießen. Vormittags 11 Uhr, auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Submissionen. und wollenen Lumpen ꝛc— Für die chirurgische und ophthalmologische Universitäts-Klinik sollen für das Rechnungsjahr 1896—97 auf dem Submisstonswege vergeben werden: 1. Die Lieferung von Weißzeug⸗ und Kleidungsstücken, 2. Die Lieferung von ca. 2400 Ctr. Anthraeitkohlen, 3. Die Lieferung von ca. 2400 Ctr. mel. Kohlen, 4. Die Lieferung von ca. 500 Ctr. Hülttencoaks, 5. Die Lieferung von 60 Raummeter Tannenscheitholz, 6. Die Abgabe von eisernen Bettstellen, Die Bedingungen liegen auf dem Verwaltungsbuxeau Offerten, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 25. d. M., Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. 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