Verantw. Gießen, Mittwoch, den 15. Juli 1896. e Landeszeitung. Ausgabe Gießen. 1 Redaktion: I Krenzplatz Nr. 4. 8 1„ Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die öspaltige Petitzeile. 0 Expedition: 2 Kreuzplatz Nr. 4. Hessischer Landtag. Darmstadt, 13. Juli. (Erste Kammer.) Die erste Kammer ist heute Vormittag zur Er⸗ Agung einer großen Zahl spruchreifer Gegenstände zu⸗ amengetreten. Sie nahm zunächst den Gesetzentwurf greffend Herabsetzung der Tilgungsnote für furlehen aus der Landeskreditkasse auf/ pCt. ohne teres an, nachdem Herr v. Heyl angeregt hatte, die fische Regierung möge sich im Bundesrate für die fündung von Depositenbanken im Interesse der Ver⸗ dlenng des landwirtschaftlichen Kredits verwenden, wie un auch die Verstaatlichung der Reichsbank geeignet sei, i Zinsfuß einheitlich zu regeln. Das neue Ku nst⸗ faßengesetz, das das gesamte Straßenwesen in Hände der Kreise legt, wurde im einzelnen durchbe⸗ ien und im wesentlichen in Uebereinstimmung mit den bchlüssen der zweiten Kammer erledigt. Nur die Frage, bewährte Kreistechniker bei der erstmaligen Beisetzung * Straßeninspektorstellen aufrücken können, wie das if Solms-Laubach beantragt hatte, blieb offen; an verwies diesen Gegenstand an den Ausschuß zurück, ühdem die Regierung den Antrag Laubach für unzu⸗ ig und als dem Sinn der Neuorganisation zuwider⸗ fend widersprochen hatte. Die Vorlage auf ander⸗ seitige Orga nisation des obersten Verwaltungs⸗ ütschts kam mit einem von Geh. Kommerzienrat. schel beantragten Zusatz zur Annahme, wonach auch keuerbeamte als Mitglieder des obersten Verwaltungs⸗ hichtes berufen werden, bei der Entscheidung über Steuer⸗ ichen aber die mit richterlicher Qualität ausgestatteten Altglieder in der Mehrzahl sein müssen. Den Gesetzent⸗ uurf, betreffend den Schutz der Heilquellen im unde, nahm das Haus en blok an und stimmte auch i Gegensatz zu dem ablehnenden Beschluß der hpbelten Kammer dem Gesetzentwurf zu, der een Besuch von Tanzbelustigungen und Wirt- haften durch jugendliche Personen unter bztrafe stellt. Die Altersgrenze wurde dabei auf das J. Jahr festgesetzt. Eine außerordentlich lebhafte debatte entspann sich zu dem Antrag Wasserburg auf lufhebung des Jesuiten gesetzes; sie brachte indeß In. früheren Verhandlungen gegenüber wenig Neues und digte mit der Ablehnung des Antrags gegen 4 Stimmen. Andere zur Verhandlung gelangte Gegenstände hatten kein Mteresse. Nächste Sitzung morgen Vormittag 10 Uhr. Re⸗ Im eRH an, bebe f. und eren Nu 8⁴⁰ ö mein photo- em früheren lier u. 5 Uhr statt. b ruph. grüß 10 J ffeln. ile ee und Lokales und Provinzielles. * Gießen, 14. Juli. Spiele aller Art zu ben und zu pflegen, ist nicht nur ein Vorrecht der jugend; auch die Alten erfreuen sich weidlich am Spiel — und wer es tadelt oder gar verächtlich die Nase da⸗ über rümpft, der muß schon ein verknöcherter Pedant ber ein unverbesserlicher Griesgram sein. Jede Jahres⸗ eit hat ihre besonderen Spiele, die teils in der warmen Stube, teils in der frischen Luft gespielt werden, je nach⸗ ern die Temperatur oder Witterung es erlaubt. Puff, lotto, Domino, Schach, Mühle und Billard zum Bei⸗ hel sind ausgesprochene Winterspiele, während die große gahl der Kartenspiele: Skat, Schwarzer Peter, Sechs⸗ undsechzig, Pikett, Whist und dergleichen, allen vier Jahres⸗ aten gemeinsam sind und eben so gern auf der Bierbank un Ofen wie iu der mailich duftenden Gartenlaube ge⸗ plelt werden. Sehr reichhaltig ist die Liste der sommer⸗ llschen Spiele, die Groß und Klein zu froher Geselligkeit deinen. Die Männer erproben mit Vorliebe ihre Kraft lud ihr Geschick im Kegelspiel, die Frauen und Mädchen r Aufebthal, verfen einander anmutig Bälle und Reifen zu, und die ringen iuseren auch 1 muntere Jugend ergötzt sich am Ringelreihen, am Topf⸗ scllagen, und Sackhüpfen, womit natürlich die schier end⸗ lise Menge der Spiele im Freien noch lange nicht er⸗ scöpft ist. Welche stattliche Reihe entzückender Pfänder⸗ ziele wäre da noch zu nennen, wieviel ließe sich allein über die zwei beliebtesten sommerlichen Gesellschaftsspiele, über Krocket und Lawn Tennis, plaudern! Unsere Feder fühlt sich wahrlich zu schwach, um all' diesen mannig⸗ fachen Erfindungen des menschlichen Geistes, der auch im Austüfteln neuer Spiele seine stolzen Triumphe feiert, völlig gerecht zu werden. In der That sind die Spiele und besonders die Jugendspiele ein wahrer Segen für die erholungsbedürftige Menschheit, wenn sie— mit Maß ge⸗ übt und gepflegt werden. Ernste Arbeit und Spiel müssen harmonisch miteinander abwechseln, nicht aber gegenseitig in Konkurrenz treten. Die Arbeit soll reif und“ tüchtig für die ernsten Aufgaben der Zeit machen, das Spiel soll den Körper stählen, die Sinnesorgane schärfen und ausbilden, im Gemüt Frohsinn und Zufriedenheit wecken. Beide sollen nicht ausarten, weil jedes„Zuviel“ gleich schädlich für Seele und Leib ist. Auch sollen Arbeit und Spiel nicht als Mittel zum Zweck materiellen Gewinnes dienen. Eine Arbeit, die nur dem niedrigen Triebe dient, Schätze zu sammeln, welche Motten und Rost zerfressen, ist nicht minder verwerflich, wie das frevelhafte Glücksspiel in Monte Carlo, wo der rollenden Roulettekugel schon man⸗ ches blühende Leben zum Opfer fiel. Es ist eine schöne Pflicht für verständige Pädagogen, die Liebe zur Arbeit und die Lust am Spiel in empfäugliche Kinderherzen zu pflanzen; nur mögen sie zeitig mit sorglicher Hand alle Auswüchse wegschneiden, daß die keimende Saat nicht vom wuchernden Unkraut erstickt werde! * Gießen, 14. Juli. In den Ruhestand versetzt wurde am 7. Juli 1896 der Steuer- aufseher Johann Daniel Faust zu Butzbach auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 15. dieses Monats an. Gießen, 14. Juli.(Postalisches.) Wer seine Wohnung oder Geschäftsräume im Lauf dieses Jahres mit der Stadtfernsprech⸗ einrichtung verbinden lassen will, muß seine Aumeldung baldigst, spätestens bis an⸗ fangs August d. J., an das hiesige kaiserliche Postamt einsenden. Spätere Anmeldungen können erst im ersten Bauabschnitt des nächsten Jahres zur Ausführung kommen. Außer dem bereits bestehenden Fernsprechverkehr zwischen Gießen⸗ Bad⸗Nauheim, Friedberg(Hessen) und Frankfurt (Main) wird vom 14. d. M. ab auch der Fern⸗ sprechverkehr zwischen den vorgenannten Orten und Marburg und Cassel eröffuet. * Gießen, 13. Juli. Am Samstag Abend hatten sich die„Wanderer G. R.⸗G. im Garten des Restaurant Busch eingefunden, um einer Einladung der Fahrrad⸗Fabrik Ada m Opel, Rüsselsheim bei Mainz, zu einem Banket, Folge zu leisten. Bekanntlich erfolgte die Ein⸗ ladung als Anerkennung für den von der Mannschaft dieses Vereins in Dillenburg ge— holten 1. Preis im Maunschafts rennen, bei welchem dieselben uur Opelräder benutzlen. Zahlreiche Freunde des Radfahrersports hatten sich zu dieser Veranstaltung eingefunden. Herr Wilh. Homberger begrüßte die zahlreich er— schienenen Damen und Herren als Freunde der Wanderer und als Gäste der festgebenden Firma und brachte das erste„All Heil“ der Firma Adam Opel. Viele Reden wurden noch ge— halten auf den Vorsitzenden der Wanderer, die Damen, den besten Fahrer des Nordbezirks, Karl Duill. Der Kommers verlief in der ani⸗ mirtesten Stimmung, wozu die Bauer'sche Ka— pelle mit ihren Weisen sehr viel beitrug. * Gießen, 14. Juli. An dem nächsten Sonutag stattfindenden 50-Kilometer— Straßenrennen zu Aschaffenburg werden sich unsere Gießener Radfahrer voraussichtlich stark beteiligen. Gießen, 14. Juli. Gestern wurde in unserer Gegend das erste Korn(Roggen) ge⸗ schnitten. Die Aehren sind stellenweise sehr körnerreich. Gießen, 14. Juli. Am Sonntag rettete der Kaufmann W. Nagel, Sohn des 2 meisters M. Nagel, den Uhrmacher Pfaff vom Tode des Ertrinkens. Letzterer war im Boot ge— fahren und mit demselben umgeschlagen. Nagel sprang im letzten Moment hinzu und hielt den schon halb Bewußtlosen mit ganzer Kraft über Wasser, bis Hülfe herbeikam und man den Ge⸗ retteten in ein herbeigeschafftes Boot heben konnte. Dem mutigen Retter sei an dieser Stelle öffent— licher Dank gezollt. Gießen, 14. Juli. Ein lebensmüder Deserteur. Der von dem 116. Jufanterie⸗ Regiment in Frankfurt desertierte Musketier Häfner machte den Versuch, sich im Nizza in den Main zu stürzen. Er wurde von seinem Vorhaben durch einen Herrn abgehalten, der ihm in Gemeinschaft mit einem Schutzmann vom Hauptbahnhof aus gefolgt war, wo sich Häfner verdächtig gemacht hatte. Der Deserteur wurde zunächst in der Frankfurter Infanterie-Kaserne untergebracht. Gießen, 14. Juli. Heute Vormittag wurde ein Deserteur vom hiesigen Infanterie⸗ Regiment in Begleitung z beier Soldaten aus Frankfurt a. M. nach hier zurückgebracht. Derselbe hatte sich Zivilkleider verschafft, in einer Wirtschaft zu Frankfurt sein Seitengewehr hängen lassen und dann versucht, sich in einem Abort in der Nähe der sogen. Nizzaanlage umzukleiden, woselbst er jedoch entdeckt und verhaftet wurde. Wieseck, 14. Juli. Bei dem am ver⸗ gangenen Sonntag in Rödgen stattgehabten Sängerfest erhielt der hiesige Gesangverein „Jugendbund“ den ersten Preis(Kranz mit Schleife). Lich, 14. Juli. Gestern wurden auf unserem Festplatz wiederum ca. 40 Hektoliter Bier verzapft. Unter den Besuchern des Fest⸗ platzes bemerkte man zahlreiche Gießener Rad— fahrer, überall gern gesehene Gäste, welche guten Durst und frohe Laune mitbringen, wo sie auch hinkommen. *Berstadt in der Wetterau, 13. Juli. Gestern und heute feierte unser Gesangverein sein Stiftungsfest. Es wurde dabei ein riesiger Durst entwickelt. Trotzdem unser Fest nur kleineren Umfangs war, verzapfte man an beiden Tagen 70 Hektoliter Bier. Dasselbe mundete auch vorzüglich, denn es war von der Aktienbrauerei Gießen geliefert worden. Bad⸗Nauheim, 13. Juli. Die Regie⸗ rung hat, wie wir hören, von den Ständen die Mittel zum Neubau eines sechsten Bade⸗ hauses angefordert. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer beantragt Verwilligung. Romrod, 13. Juli. Schwere Gewitter zogen vergangenen Freitag Nachmittag über unsere Gegend, vielfach Schaden anrichtend. In Ober-Gleen schlug der Blitz in die Kirche, in Kirtorf tötete ein Blitzstrahl 27 Schafe, in Schrecksbach(Preußen, nahe ab und richteten die eindringenden Wassermassen beträchtlichen Schaden an den Häusern und Mobilien an. Auch sonst waren noch Blitzschläge in Wäldern u. s. w. bemerkbar. Der lang ersehnte Regen war in einzelnen Gemarkungen mehr wie ausgiebig, in anderen dagegen nur mäßig. * Darmstadt, 13. Juli. Nach dem in Kürze zur Ausgabe gelangenden Programm für das Schuljahr 1896/97 der Großh. Landes-Baugewerkschule dauert der Unter— richt, der an allen Wochentagen vor- und nach⸗ mittags stattfindet, im Winter vom 1. November bis zum 15. März, im Sommer vom 1. Mai bis 31. August. Die Anstalt umfaßt 4 Abtei⸗ lungen für Bauhandwerker und 2 Abteilungen für Maschinenbauer und Schlosser. Die An⸗ meldungen zur Aufnahme in die Winterkurse haben längstens bis zum 1. September bei der Direktion der Landes⸗Baugewerkschule, Neckar⸗ straße 3, schriftlich zu geschehen. Das Unter⸗ richtsgeld beträgt für die Dauer eines Unter⸗ richtskurses 40 A. Bedürftigen und fleißigen Schülern kaun dasselbe teilweise oder ganz er⸗ lassen werden. Als Lehrer sind an der Anstalt thätig: die Herren Direktor Professor Müller, dessen Stellvertreter Professor Esselborn, die beiden fest angestellten Hauptlehrer und Ingenieure Alberti und Ackermann, zwei provisorische Hauptlehrer, 8 Reallehrer, 7 Volksschullehrer, 2 Geometer, 1 Bildhauer, 1 Buchhalter und 1 Stenograph. Die Haupt⸗Unterrichts⸗ fächer bilden die Zeichenfächer: Freihand- und Ornamentzeichnen, Darstellende Geometrie, Schat⸗ tenkonstruktionen, Perspektive, Baukonstruktions⸗ lehre, Bauzeichnen, Maschinenzeichnen, Entwerfen und kunstgewerbliches Zeichnen, sowie Straßen-, Wasser⸗, Eisenbahn- und Brückenbau. Von den Nebenfächern sind hervorzuheben: technisches Rechnen, Buchstabenrechnung, Geometrie, Physik und Mechanik, chemische Technologie, Stabilitäts⸗ und Festigkeitsberechnungen, Feldmeßkunde, ge⸗ werbliche Buchführung u. s. w.— Von den Schülern der Anstalt können die Bibliothek der Landes-Baugewerkschule, sowie die technische Mustersammlung des Landesgewerbvereins unent⸗ geltlich benutzt werden. In jedem Jahr werden einige Exkursionen zur Besichtigung inte⸗ ressanter Gegeustände und gewerblicher Etablisse⸗ ments unter Leitung der Lehrer unternommen. (D. Ztg.) * Mainz, 13. Juli, Wegen Ausbaues des Schlachthofes ist den Stadtverordneten eine neue Vorlage zugekommen. Es werden folgende Kredite gefordert: für die Erbauung der Schlachthalle für Groß- und Kleinvieh 118 700, wozu später noch 42 666 K für die innere maschinelle Einrichtung kommen, für die Schlachthalle für Schweine, ebenfalls ohne maschinelle Einrichtung, die noch etwa 29 116 K kosten wird, 97 500, endlich für Ausbau der Straßen und Wege im Vorhof und dem Viehhof 96000. Die Befestigung der Fahrstraßen soll in Mansfeldschen Schlacken-Pflastersteinen, gegossen aus feuerflüssiger Kupferschiefer-Schlacke, ausgeführt werden.— Der Hilfsrangierer bei der hessischen Ludwigsbahn, Johann Weinerth aus Guntersblum, hat im März dieses Jahres beim Rangieren im hiesigen Zentralbahnhof aus der hessischen Grenze) deckte der Sturm Dächer Fahrlässigkeit eine Entgleisung herbei⸗ — „Sapperment!“ rief Nazi bewundernd.„So vas hab' ich seit München, wo ich ein paar be⸗ rühmte Künstler zu barbieren hatte, noch nicht gesehen.“ 5 f Er folgte der Zofe mit den Blicken nach dem Feult hing in bbensgroßes Damenbildnis, jetzt gerade von der 1 Schreibtisch an der einen Zimmerwand, wo sie das Jacket niederlegte. Ueber dem breiten Renaissance⸗ reichgeschnitztem Goldrahmen ein Bormittagssonne beleuchtet. „Ist dies vielleicht das Portrait Ihrer Baro⸗ esse?“ fragte Ignaz mit begreiflicher Neugier und vat näher. „Nein, das ist eben— die erste Gemahlin des Brafen Degenstein, die Freundin Thekla; mein Fräulein malte sie, wenn ich mich recht erinnere, Als sie auf der Rückkehr von ihrer Hochzeitsreise nit dem Grafen hier Besuch machte. Seit der Zeit, aub' ich, haben sich die beiden Schulfreundinnen icht mehr gesehen.— Aber was haben Sie denn?“ Ignaz stand am Schreibtisch, ganz in den An⸗ lick des Portraits versunten. Es war ein Knie⸗ kück, buchstäblich genommen, denn die Dame war rgestellt, wie sie in graziöser Pose auf einem noten Plüschfauteuil halbk niete, dem Beschauer das Das blaue Herz. nn lächelnde, kindlich zarte Antlitz voll zu— ..„Dieses eigentümlich blonde Haar“, murmelte (Fortsetzung.) Ignaz gedankenvoll,„diese reizende Haltung des Kopfes „Schau, schau! Der Herr Ignaz scheint ja bei hellichtem Tage zu träumen“, bemerkte das Mädchen mit pikiertem Lächeln.„Die Frau Gräfin war freilich eine Schönheit, das muß wahr sein, AB Da wurde sie von einem Ueberraschungsruf des jungen Menschen unterbrochen. Ignaz hatte zuerst nur allein den Kopf des Portraits fixiert, jetzt hatte er aber eine nach seiner Meinung sehr interessante Entdeckung gemacht. „Da sehen Sie einmal her!“ rief er, ganz blaß vor Erregung, und deutete auf die Hände des Portraits. Sie ragten, leicht gefaltet, scheinbar aus dem Bilde heraus; die Unterarme, von den lofen Aermeln des duftigen, hellen Sommerkleides um⸗ geben, waren auf die Fauteuillehne gestützt, so daß man noch die Armbänder an den Handgelenken sehen konnte. Am linken Arm trug die Dame ein blauemailliertes Bracelet mit einem Berlok— einem kleinen blauen Herzen. „Sie meinen— das Anhängsel da an dem ge—⸗ malten Armband?“ fragte Wetti erstaunt.„Ach ja, das erinnert Sie wohl an ein ähnliches Ding, wie Sie es zu besitzen behaupten?“ ———— „Ein ähnliches?“ rief Ignaz, griff in die Westentasche, holte daraus ein winziges Pappschäch⸗ telchen hervor und wickelte aus einem Stück Rosa⸗ Seidenpapier seinen—„Talisman“.„Es ist— dasselbe! Vergleichen Sie nur und überzeugen Sie sich!“ Mit dem ganzen Eifer der Evastochter in solcher Lage nahm Wetti den kleinen Gegenstand entgegen und betrachtete ihn von allen Seiten. „Nun— hab' ich nicht Recht? Da, da sehen Sie's deutlich! Das sind die kleinen Perlen am Rande— die erkennt man auch auf dem Bilde ziemlich genau. Und die zarte Goldschrift„Napoli“ unter dem Mittelstern, sie ist dort auf der Leinwand nur angedeutet, aber immerhin zu erraten. Vor allem sehen Sie doch, daß die Größe genau über⸗ einstimmt, auch die Farbe.“ „Es scheint so“, gab Wetti zurück und ver— suchte das Berlok wie ein gewöhnliches Medaillon zu öffnen; aber da entriß es Nazi ihr wieder. „Es geht nicht auf, es ist massiv.— Daß Ihr Frauensleut' bei Allem ein Inwendiges auszu— forschen sucht!— Sie wären imstande, mir das Ding zu ruinieren.“ „Nein, nein, ich will nichts daran thun. Lassen Sie mich's nur noch einmal genau ansehen. Bitte, bitte!“ Die Neugierige bat so nett, daß Nazi nicht „Nehmen Sie sich in Acht, daß Sie mir keine Perle ausbrechen!“ „Aber— Sie kindischer Mensch“, meinte Wetti, während sie den Gegenstand auf's Neue drehte und wendete und immer mehr Gefallen dran fand,„Sie werden doch nicht behaupten wollen, daß es diese Dame, die Gräfin Thekla Degenstein war, die die Ehre hatte, von Ihnen als— Jugendideal ange— betet zu werden?“ „Unmöglich wär' es nicht“, sagte Ignaz, wieder das Bild betrachtend.„Diese Haare— und wie gesagt, die graziöse Kopfhaltung, der Nacken Hatte die Gräfin nicht einen Bruder?“ „Nein, das weiß ich gewiß. Sie war das einzige Kind eines Fabrikanten, eines Millionärs. Boshafte Leute behaupten, eben deßwegen— weil sie die Universalerbin des Riesenvermögens ihres Vaters war— hätte sie der Graf geheiratet.“ „So so.— Und wie sieht denn der Graf aus? Hat er nicht ein gelbliches Gesicht, kohlschwarzes Haar und einen ebensolchen Schnurrbart?“ „Nein, er ist dunkelblond oder hellbraun.“ Ignaz dräugte weitere Fragen zurück, da ihn der spöttische Ton der Zofe ärgerte. Sie sah in ihm offenbar nur einen komischen Phantasten. Plötzlich hob er das Knie und schwang sich auf die Platte des Schreibtisches hinauf. (Fortsetzung folgt.) widerstehen konnte. Er reichte ihr das Berlok wieder. geführt und einen Materialschaden von 450. Die Strafkammer des Landgerichts verurteilte ihn heute wegen Gesährdung eines Eisenbahnzuges zu drei Tagen Gefängnis. Mainz, 13. Juli. Der Landwirt Philipp Nun kel II. von Paxtenheim wurde auf seinem Felde mit einer klaffenden Kopfwunde und ab⸗ geschuittener linker Hand tot aufgefunden. Man verursacht. spricht von einem Mord. *Wörrstadt, 12. Juli. Neger Vilo Zamba, Gebräuche in Afrika. bracht. Europa gebracht wurde. Mit i andere Neger das gleiche Schicksal. borenen Afrikas. Besonders betonte zivilisiren und nicht durch Gewalt. Heute hielt der genannt Othello von Robinsohn, einen Vortrag über Sitten und Zamba wurde als 13jähriger Knabe bei einem Kriege, den sein Vater, der Häuptling des Stammes Ovambo, führte, gefaugen und auf den Sklavenmarkt ge⸗ Durch die Flucht rettete er sich an die Ostküste von Afrika, von wo aus er dann nach Mit ihm teilten fünf Inu seinem Vortrage schilderte er die Lebensweise, Sprache, Religion, Jagd und Kriegskunst der ie er die Thätigkeit der Mission, der auch er seine Zivi— lisation zu verdanken hat, indem er behauptete, daß nur durch erstere es möglich sei, Afrika zu Vermischtes. — Die neuesten Pariser Jurxartikel sind reizende kleine Laternchen, die außerordentlich nett ge⸗ arbeitet sind, auch prächtig brennen und leuchten. Nicht etwa Kerzchen befinden sich in diesen kleinen Laternen, sondern sie sind mit einem regelrechten kleinen Oelbehälter ausgestattet, aus dem der Docht, der augenblicklich in Das Lämpchen Die Brenndauer Die Form der Laternchen ist gotisch, ganz wie Kunstschlosserarbeit, natürlich nur aus Blech ausgeführt, jedoch genügend solid und mit gut ein⸗ Das Ganze hat die Größe Auf dem Jahrmarkt von Neuilly, der am Sonntag eröffnet wurde, ist diese Neuheit ins Pariser lanterne Brand gesetzt werden kann, herausragt. strahlt sodann ein hübsches Licht aus. beträgt mehrere Stunden. gefügten kleinen Glasplatten. einer Walnuß. Publikum gebracht worden. Eine petite (sprich ptit lahngtern, kleine Laterne) kostet 6 Sous; keine übermäßige Ausgabe, zumal für solche Republikaner, die etwas angeheitert vom Jahrmarkt heimkehren und das Schlüsselloch nicht finden zu können befürchten. Doch auch die Damen kaufen gern solche Laternchen und stecken sie zu dem Sträußchen an die Brust. Die Männer und Knaben befestigen das leuchtende Ding oben auf dem Hut. Auf der Heimkehr von der Foire, also auf dem Wege über die Champs Elysées, sehen die Pariser jetzt allnächt⸗ lich aus wie lauter Johanniswürmchen. — Eine dreistöckige Straßenbahn wird demnächst die Riesenstadt New⸗Hork erhalten. Die dortige Manhattan⸗Hochbahn beabsichtigt nämlich, ihre Stadtbahn⸗ Anlage um weitere zwei Stockwerke zu vermehren, von denen das zweite zur Erleichterung des bisherigen enorm gestiegenen Verkehrs, das dritte oberste Stockwerk aber für— Radfahrer dienen soll. Die Breite dieser Rad⸗ fahrer⸗Stadtbahn ist auf 22 Fuß berechnet, von denen die mittelsten 20 Fuß mit gutem Tannenholz belegt sind und eine Mittel⸗Barriere zur Teilung des Verkehrs auf— weisen, die in gewissen Abständen Durchgangsthüren hat. Damit die Hochbahn-Gesellschaft auf ihre Kosten kommt, sollen nach einer Mitteilung des Patent- und technischen Bureaus von Richard Lüders in Görlitz die die Bahn benutzenden Radfahrer eine Gebühr von 3 Cents für die halbe Fahrt und 5 Cents für die ganze Fahrt entrichten. In gewissen Entfernungen sind Aufzüge angebracht, welche die Radfahrer von unten zur Bahnhöhe oder umgekehrt befördern; hierbei rechnet die Gesellschaft auf eine Be— nutzung der Bahn von täglich durchschnittlich 50 000 Radfahrern. — Gefährliche Fahrt in einem Fessel⸗ ballon. Der Fesselballon„Formidable“, der Montag Abend mit fünf Personen, darunter zwei Damen, in Montpellier aufgelassen wurde, hatte ein recht unange- nehmes Abenteuer zu bestehen, von welchem bereits kurz Mitteilung gemacht wurde, die indeß durch den ausführ⸗ lichen Bericht in manchem Punkt richtiggestellt wird. Der Ballon wurde durch den starken Nordwestwind fortge⸗ rissen und dabei rollte sich sein Kabel um den Schorn⸗ stein der in der Nähe liegenden Eiswerke. Eine halbe Stunde hindurch wurden die halsbrecherischsten Versuche gemacht, um den Ballon loszubekommen; ungefähr 20 000 herbeigeströmte Personen schauten angstvoll zu. Um sieben Uhr endlich, als sich alle Bemühungen als vergeblich erwiesen hatten, gab der Schornstein nach und während seine Steinmassen herunterpolterten, stürzte der Ballon in den Geniepark herab, wo er glücklicher Weise von Soldaten festgehalten werden konnte. Das gestattete den vor Schreck halb wahnsinnig gewordenen Passagieren endlich, den Ballon zu verlassen. Kaum war der letzte derselben herausgehoben und in Sicherheit gebracht worden, als der Ballon sich wiederum losriß und mit rasender Schnelligkeit in die Höhe schoß. Bald erfolgte ein scharfer Knall und das Luftschiff schrumpfte herabfallend immer mehr zusammen, um in tausend Fetzen zerrissen, die Erde wieder zu erreichen. — Alles umsonst!„Nun, Ella, hat sich Dein schüchterner Assessor endlich erklärt?“—„Ach, das letzte Mittel, welches Du mir geraten, hat auch fehlgeschlagen! Als er vorgestern abends von uns wegging, begleitete ich ihn mit einer Kerze über die Treppe. Plötzlich verlöschte — wie Du richtig vorausgesagt hattest— das Licht.— Ich schmiege mich zitternd an ihn und sage:„Ach, wie ich mich fürchte, Herr Assessor— nun stehen wir im Finstern da!“—„Was glaubst Du, was der ungeschickte Mensch thut? Er greift in die Tasche und sagt: Ich habe ja Streichhölzer bei mir, Fräulein Ella!““(Fl. Bl.) Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten⸗ Versammlung, Dunnerstag, den 16. Juli 1890, nachmittags 3½ Uhr pünktlich. Ausgaben des Realgymnasiums und der Realschule Gießen für 1895/96. 2. Gesuch der Gr. Direktion der Oberhessischen Eisen⸗ bahnen wegen Entwässerung. 3. Gesuch des Emil Schmall um Erlaubuis zur An⸗ bringung eines Firmenschildes. 9 4. Desgl. des Otto Schmidt zur Anbringung einer elektrischen Uhr am Hause Marktstraße 1. 5. Baugesuch der Firma Heyligenstaedt u. Co. für die proj. verlängerte Liebigstraße. 6. Desgl. des Heinrich Winn für die Hofmannstraße, Ecke der Hollergasse. 7. Ausbau des Riegelpfades. 8. Beschaffung von Zeichenschränken für den Stadt⸗ geometer. 9. Wirtschaftsplan über die Waldungen der Stadt Gießen für 1897/98. 10. Gesuch der hiesigen Ziegenbesitzer betr. das Halten eines Ziegenbocks; hier: Gewährung eines Zuschusses. 11. Einrichtung eines städtischen Arbeits nachweises. 12. Die Ferien der Stadtverordneten-Versammlung. 13. Gesuch des Karl Euler um Erteilung der Er—⸗ laubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Hammstraße 16. 14. Desgl. des Daniel Wichard im Hause Hamm⸗ straße 14. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 14. Juli. Vom 18. bis 20. September findet hier ein deutscher Sama⸗ ritertag statt. Hd. Halle a. S., 14. Juli. Gestern be⸗ begann hier unter Anwesenheit von 68 Dele— gierten und zwei Wienern als Gästen die außer⸗ ordentliche General-Versammlung des Verbandes deutscher Buchdrucker. Der Verbands⸗Vorsitzende Döblin-Berlin referierte über die Stellungnahme zu dem neuen Tarif und kritisirte dabei scharf die in der letzteu Zeit unter den Verbands-Mitgliedern ausgesprochenen Meinungsverschiedenheiten. Hd. Bonn a. Rh., 14. Juli. Der Uni⸗ versitätsprofessor der Chemie Kekulé von Stradonitz ist gestor ben. Hd. Arco, 14. Juli. General Bara⸗ tieri erklärte einem ihn interviewenden Journalisten, Niemandem gegenüber über die unglückliche Schlacht und über die eigentliche Ursache der Kata⸗ strophe Mitteilungen zu machen. Sollte er aber doch dazu gezwungen werden, so werde er dies nur der italienischen Kammer gegenüber thun. Hd. Athen, 14. Juli. Der Gouverneur von Kreta verpflichtete sich den Konsuln gegenüber, für die Ruhe Kan eas und für die Sicherheit der christlichen Abgeordneten während der Dauer 1. Die Uebersicht über die wirklichen Einnahmen und der National⸗Versammlung einzutreten. Letztere — Bekanntmachung. Außer dem bereits bestehenden Fernsprechverkehr zwischen Gießen⸗ Bad Nauheim, Friedberg(Hessen) und Frankfurt(Main) wird vom 14. d. Mts. ab auch der Fern— sprechverkehr zwischen den vorge— nannten Orten und Marburg und Kassel eröffnet. Gießen, 13. Juli 1896. Kaiserliches Vostamt. Ritsert. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur Kenntnis gebracht, daß Mittwoch, den 15. Juli l. J., nachmittags von 2— 3 Uhr, im alten Rathause dahier, der letzte öffentliche Impf⸗ 1 für die Stadt Gießen abgehalten wird. Gießen, den 14. Juli 1896. Großh. Bülrgermeisterei Gießen J. V.: Wolff. Städt. Schlachthaus Freibank. 867 eute und morgen Schweinefleisch nicht ladenrein, pro Pfund 45 Pfg. 5 Neuenweg 5 übernommen habe. Neuherg Wirtsehafts⸗E Beehre mich einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Mitteilung zu machen, daß ich die Gastwirtschaft Zum deutschen Hof“ GIESSHN ⸗Eroffnung. Reingehaltene Weine.— Auerkannt gute Küche. We, J 0 Mittagstisch in und außer Abonnement. Speisen à la carte zu jeder Tageszeit zu eivilen Preisen. Samstag, den Im Ausschank die beliebten Um recht zahlreichen Besuch bittet und zeichnet „Zum deutschen Hof“, Neue erichtete Fremdenzimmer. Vorzügliche Betten. ie Eröffnung findet in den gänzlich renovierten Räumen 11. Juli statt. Pilsener und Export-Biere der Aktien-Brauerei Ciesseh. prämiiert mit der goldenen Medaille auf der internationalen Bieraus Hochachtungsvoll Franz Deter, hat sich gestern konstituiert, ist aber no in die Verhandlungen eingetreten. Hd. Athen, 14. Juli. Infolge einez zufälligen Schusses in der Na des englischen Konsulats entstand am Sonnabend in Rethymo eine Straßen, panik. Ein Polizist und zwei borene Muselmanen wurden getö Darauf versuchten die Muselmanen d Christenviertel zu stürmen, wurden doch von der Polizei zersprengt. In der Nähe von Heraklion wurden mehrere Christen ermordet. Am Son beschoß ein türkisches Schiff ein Ch dorf bei Kalyves. Hd. Brüssel, 14. Juli. Die katho⸗ lischen Blätter verlangen in heftigen Artikeln die Demission des Bür⸗ germeisters Buls, Liberalen aufgefordert hatte, für die Sozialisten zu stimmen. Hd. Antwerpen, 14. Juli. Agitatoren, welche unter den Hafen-Arbeitern einen Ausstand heraufheschwören wollten(2), um sten Englands zu stören, wurden gestern aus Belgien ausgewiesen. Hd. Newyork, 14. Juli. tief gehenden Zwiespalts im Lager der Demokraten und Republikaner betreffend die Silberfrage ist der Newyork-Herold der Meinung, daß weder Mac Kinle sondern Cleveland als Sie dentenwahl hervorgehen werde. den Verkehr zu Gun ch nice he . 0 nt risten welcher die 30 englische Angesichts dez y noch Bryon ger aus der Präsi⸗ Gießen, den 11. Juli. Wochenmarkte kostete: Butter p. Pfd. 80— 90, Hühner⸗ eier 2 St. 11— 12, Enteneier 6, Gänseeier—, Käse 5— 10, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 60— 90 Pfg., Hühner p. St. 90— 1,20, Hahnen 60 1,00, Enten 1,60,—2 Mk., Gänse per Pfund 00—00, Ochsenfleisch 70— 74, Kuh⸗ und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 50—66, Schweinefl., gesalz. 70—72 Kalbfleisch 50—, Hammelfleisch 6070, Kartoffeln per 100 Kilo 0 5,00, Zwiebeln per Zentner 0,7 0,8 Mk., Milch per Liter 16 Pfg., Kirschen per Pfd. 15—25 Pfg. Marktpreise. Auf dem heutigen Am 13. Juli. Katharina Hering, geborene Sander, 64 Jahre alt, Witwe des Tuchfabri⸗ kanten Christoph Hering dahier, Seltersweg Nr. 26. Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. d. M., nachmittags 6 Uhr, vom Sterbehause aus statt. 5 Neuenweg 5 stellung in München 1895. nweg 5. 8 Sterbefälle. f Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Ne⸗ dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in 9 Prima Aepfelwein verzapft 41¹ 3 J. Arnold, zum Schipkapass, Bahnhofstrasse No. 2. 88 Gründliche Reparatur einer Taschenuhr 2 A, Reinigen einer Taschenuhr 1,30 A., uhr 1,30, Brillenglas 0,30 4 Garantie. Georg Koch, Alhrmacher, 579 Neue Bäue 5. Reklamationen und Gesuehe ferügt an 473 Löberich, Brandgasse 8. Junge Leute, die gesonnen sind, sich Abends an Kursus im Schnell-Schönschreiben zu beteiligen, wollen sich melden unter P. G. Ss postlagernd Gießen. 851¹ Jede noch so schlechte Schrift wird in wenigen Stunden tadellos. An- und Verfauk getragenen Kleidern einem zu den äußersten Tagespreisen. 765 Kaplansgasse 10. Ein junger Zuchteber zur Einsicht offen. (englische Rasse) zu verkaufen. 874 Ph. Wolf, Treis an der Lumda. Eine Last Wäsche zur Bleiche(auch Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während d Verdingung. Die zur Verbreiterung des Gäßchens„Auf der Bach“ Und Höherlegung des Straßen— kreuzes der Wetzsteingasse erforderlichen Erd-, Maurer⸗ und Pflaster arbeiten, von welchen die wichtigsten nachstehend verzeichnet sind, sollen Mittwoch, den 22. d. Mts., vorm. 11 öffentlich verdungen werden. a) Erd- und Maurerarbeiten. 1) Erdaushub und Transport 2) Abbruch alten Mauerwerks 37,30 ebm 29,26 N N Uhr, „ Cee in, l Lager fertiger Herren- und Knaben- Kleider. 3) Bruchsteinmauerwerk. 39,75 4) Gewölbemauerwerk 5 8 ca. 6,00 5 0 Tuch, Bukskin und 5) Verlegen von Steinzeugröhren. 5 8 50,00 lfde. m 2 6) Versetzen von Bordsteinen auf Zementbeton 10250 7) Versetzen von Treppenstufen, Rahmen, Hourdis, Thürschwellen pp. 8 8 5 b) Bflasterarbeit. 8) Aufbruch alten Pflasters 9 8 0 9) Herstellung von neuem Pflaster. 10) Herstellung von Kiesbanket Das Stadtbauamt: Schmandt. nach Angabe. 995,00 qm, 550,00„ 30,00„ er Vienststunden bei uns Angebote auf Vordruck sind bis zum genannten Termin bei inzu⸗ reichen.— Zuschlagsfrist 14 Tage. 5 0 e Gießen, den 10. Juli 1896. andere Körbe) zu je 8 Pfg., sowie andere Besorgungen zu billfgen Preisen übernimmt 773 W. Stein, Große Mühlgasse 14. 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