cg, Verantw. Arenhaus. 0 rbuschen leperson das Plac irung Asterweg h. — ahrs⸗ lussagt mereien orte zu haben str. 57. Gießen, Sonntag, den 12. April 18 0 Ausgabe Gießen. andeszeitung. 118 Redaktion:. Kreuzplatz Nr. 4. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. — Expedition: 24 Kreuzplatz Nr. 4. 13— Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. Die Gabriel'sche Lahnkalk⸗ und Marmorindustrie. 6 W. Gießen, 11. April. Unsere Leser erinnern sich gewiß von der Ge— berbe⸗Ausstellung Alsfeld und der Landwirt⸗ shaftlichen Ausstellung Gießen her noch des dabillons der Lahnkalk- und Marmor⸗ undustrie Aug. Gabriel jr. Gießen, be⸗ sonders der dort zum ersten Mal präsentierten Narmorfabrikate. Einer Einladung des In⸗ fabers der Firma folgend machten wir gestern gem bei Heuchelheim liegenden Werk unsern Be⸗ uch. Langgestreckte Gebäude und Schuppen um⸗ lumen einen geräumigen Hofraum, welcher nach er Straße zu durch ein schmuckes Wohnhaus, in lessen Erdgeschoß sich Büreauräume befinden, einen Abschluß findet. Machen wir mit unserem leser eine kurze Wanderung durch das Werk. Da ist zuerst das Kesselhaus mit seiner ca. 32 ferdekräftigen Dampfmaschine. Der Mann, velcher diese bedient, hat gerade die Feuerung eöffnet, um Kohlen in dieselbe zu befördern. agnügt wünscht uns der Arbeiter einen guten Tag. Wir treten durch eine eiserne Thür in benjenigen Raum, welcher zur eigentlichen Ver⸗ irbeitung des rohen Gesteins dient, auf dessen en wir zum Schluß zurückkommen werden. Ein Steinbrecher, der von einem Mann bedient bird, dient dazu Stücke von Kopfgröße zu Terazzosteinen in den verschiedensten Körnungen zu zerkleinern, daneben arbeitet, ebenfalls unaus⸗ gesetzt von 1 Arbeiter bedient, die Marmorsäge, belche Steinblöcke von circa 2 Kubikmeter in Platten zerlegt. In einem daneben liegenden Naum befindet sich die Kugelmühle, welche nicht nur zur Vermahlung von Rohmaterial, sondern zur Zubereitung von gemahlenen Kalken für Dung und Maurerzwecke Verwendung findet. Daneben steht der 20kämmerige Ringofen, welcher pährend des Sommers durch Tag- und Nacht⸗ schichten unausgesetzt bedient werden muß, um alle Aufträge erledigen zu können. Wie bei 1 Saison⸗Geschäft, so ist es auch hier, wozu noch kommt, daß gleichzeitig mit dem Beginn der Bauthätigkeit auch der Bedarf für die Land⸗ wirtschaft an Dungmitteln, zu deren vielge⸗ brauchten der Kalk gehört, gedeckt werden soll. Jenseits des Ofens unter einer gewaltigen Trockenhalle sind Lippe'sche Ziegelarbeiter dabei, Gachteine zu formen, damit auch im Winter, wo die Nachfrage nach Kalk nicht so stark ist, die Thätigkeit der Arbeiter, die den Ringofen be⸗ —— hchen g und Ei Cich gärten ner du vermen 1 serfede wie eine gewisi b J mul e reis 3 M. u meisen 1 lier uit 1 Württem⸗ hatzwalb. dienen, ihren Fortgang finden kann. Es ge⸗ hügen zu diesem Zwecke ca. Million Back⸗ steine, die hergestellt werden, um den Sommer über auszutrocknen und den Winter zwischendurch den Ofen zu füllen. Betreten wir nun den aum, in welchem die rohen Marmorplatten durch Poliren erst den nötigen Schliff bekommen, um als Fabrikat die verschiedenartigste Verwen⸗ dung zu finden Fleißig schaffen hier unter der Leitung eines Meisters die Arbeiter an den ver— schiedenen Stücken, welche in einem Nebenraum als fertige Fabrikate unser ganzes Interesse in Anspruch nehmen. Eine größere Kollektion egen Waschtischaufsätze und Fensterbänke in iversen Größen ziehen unsere Aufmerksamkeit durch ihre farbenprächtige Maserirung auf sich. ö Der Blinde. Von Felix von Stenglin. 1(Fortsetzung.) 1 Ein Mädchen, wie eine Elsasserin gekleidet, 1 king mit Rosen vorüber.„Rosen gefällig, mein Herr?“ sagte sie und hielt dem jungen Maun ihr Teoörbchen hin. 0„Geben Sie her!“ sagte dieser eifrig und holte sein Portemonnaie aus der Tasche.„Eine recht schöne Rose für meine Nachbarin.“ Dann wandte er sich mit feinem Lächeln zu der alten Frau und ae„Eine Knospe oder eine bereits aufgeblühte Rose?“ 5 Knospe! Ganz Knospe!“ erwiderte sie scherzend. Der Blinde spürte aus dem Lachen seines Schwiegervaters und des Blumenmädchens, daß seine Freundin— wie er auch angenommen hatte — eine ältere Frau sein müsse. Doch ging er auf den Scherz ein und ließ sich eine Knospe geben, die er der Dame galant über⸗ veichte. Ich bin glücklich“, erwiderte sie,„auf solche Weise von einem charmanten jungen Herr ausge⸗ zeichnet zu werden.“ „Der charmante junge Herr hält es bei so vor⸗ 0 gerückter Bekauntschaft für seine Pflicht, sich Ihnen U Vorzustellen. Mein Name ist Boie, Druckereibesitzer Fertige Platten in verschiedenen Größen, Stärken und Formen beweisen uns die mannigfache Ver— wendbarkeit des Materials Da auch das Zer⸗ legen der Blöcke ꝛc., um die Betriebseinrichtung auszunutzen, durch Tag und Nachtarbeit geschehen muß, ist das ganze Etablissement mit elektrischem Glühlicht(65Lampen) versehen. Wir verlassen dieses Werk, welches aus kleinen Anfängen entstanden, sich von Jahr zu Jahr vergrößerte mit auf⸗ richtiger Befriedignng. Eine halbe Stunde von diesen Anlagen entfernt, direkt bei dem Dorfe Bieber belegen, befin den sich die Steinbrüche, aus denen das zur Verarbeitung für das Gabrielsche Werk benötigte Gestein gewonnen wird. Der Transport des rohen Materials vom Bruch zum Werk geschieht per Achse. . 1„oa Lokales und Provinzielles. * Gießen, 11. April. Die Frage, ob der Heimarbeiter im Schuhmachergewerbe versicherungspflichtig ist, ist jetzt durch das Ministerium in bejahendem Sinne entschieden worden. Anlaß gab ein in Alzey über diese Frage entstandener Streit, der auf dem Ver⸗ waltungswege bis zum Ministerium kam und wie oben gesagt, entschieden wurde. Das Mini⸗ sterium erblickt die bestimmenden Gesichtspunkte dafür, daß der Haus arbeiter während seiner Beschäftigung in eigener Behausung in einem seine Versicherungspflicht begründenden Arbeits⸗ verhältnisse gestanden habe, im Wesentlichen darin, daß er, während der Haus in dustrielle zu keinem bestimmten Arbeitgeber in einem festen Arbeitsverhältnis rechtlicher Art stehe, zu seinem Arbeitgeber in einem festen Arbeitsverhältnisse stehe, das sich von demjenigen der anderen von demselben Fabrikanten beschäftigten Arbeiter nur dadurch unterscheide, daß er in seiner eigenen Wohnung zu arbeiten hat. * Gießen, 11. April. Den Beamten der Direktion der Oberhessischen Bahnen ist vertraulich angedeutet worden, daß ihnen wahrscheinlich in kürzerer oder längerer Frist eine Versetzung bevorsteht. Jedenfalls hängt diese Maßnahme mit dem Uebergang der Ober⸗ hessischen Bahnen an den preußischen Staat zu⸗ sammen, wodurch der Stadt Gießen die Direktion verloren geht, welche wohl nach Frankfurt verlegt werden wird. Es dürfte wohl an der Zeit sein, Schritte zu thun, um nach Gießen an Stelle der aufgehobenen Direktion eine Bau⸗ Inspektion zu verlegen und dadurch den Be⸗ amtenabgang wieder auszugleichen. Durch die Verlegung der Direktion werden hier mindestens 20 große Wohnungen leer werden. Gießen, 11. April. Nathan Sommer II. von Crainfeld hat die Revision gegen das ihn wegen Meineids verurtheilende Erkenntniß des Schwurgerichts vor einigen Tagen zurück- genommen. * Bad⸗Nauheim, 10. April. Mit der von Frau Sanitätsrat Dr. Müller vor einigen Jahren gegründeten Kin derheilstätte Emmaheim für Kinder„besserer Stände“ ist ein Justitut verbunden worden, das unseres Wissens bis jetzt in Deutschland sich noch nicht vorfindet: ein In⸗ stitut zur Ausbildung von Töchtern„guter Fa⸗ milien“ in der Krankenpflege und eventuell in der Kinderpflege. Frau Dr. Müller hat während mehrerer Winter die Kurse des Herrn Geheimrats Dr. von Bergmann in Berlin besucht. Eine durch langjährige Thätigkeit erfahrene Ober⸗ schwester aus Frankfürt a. M. ist engagiert worden, die im Verein mit der Vorsteherin Frau Dr. Müller für die praktische Ausbildung der Elevinnen be⸗ sorgt ist, während die Herren Oberstabsarzt Dr. Steinberg und Dr. med. Hirsch den theoretischen Unterricht übernommen haben. Vorige Woche wurde das Institut, in das drei Schülerinnen bereits eingetreten sind, feierlich eingeweiht. *Darmstadt, 10. April. Der Schaden, den gestern die Feuersbrunst in der Gries⸗ heimer Kunstdüngerfabrik von Dietsch, Kellner und Comp. angerichtet hat, soll sich ins- belaufen. Die Arbeiter der Fabrik sollen, soweit thunlich, bei den Aufräumungsarbeiten und bei der Errichtung eines Neubaues beschäfligt werden. * Darmstadt, 10. April. Der hiesige Damen⸗Turn verein veranstaltete diese Woche sein erstes Schauturnen, das von Eltern, Aerzten und Turnlehrern gut besucht war. Nach⸗ dem die Damen unter dem Spiel eines Marsches eingezogen, vollführten sie einen aumutigen Ketten⸗ reigen, zu dem sie das frische Marschlied„Hand in Hand, mit Sang und Klang, kommt zum heit' ren Tanz“ sangen. Unter dem Kommando der Vorturnerinnen Fräulein Müller und Fischer wurden Frei- und Stabübungen mit Sicherheit und Eleganz ausgeführt. An die letzteren Ueb— ungen schloß sich ein dreiteiliger Reigen an, den die Damen wiederum unter Klavierbegleitung und mehrstimmigem Wechselgesang in gelungenster Weise ausführten. Die Uebungen, die am Barren, den Streckringen, den graden und schrägen Lei— tern, sowie an den Kletterstangen vorgeführt wurden, verdienen alles Lob; dieselben zeug⸗ ten dafür, daß das Turnen von den Damen nicht zum Vergnügen, als ein Zeitvertreib, sondern als ein den Körper kräftigendes und die Nerven stählendes Mittel betrachtet und behandelt wird. Eine interessante Uebung ferner war der zu vieren und zu zweien ausgeführte Rundlauf, die Glocke und Fische darstellend; die⸗ selbe wurde durch lebhaften Beifall ausgezeichnet. Die Schlußnummer des interessanten Schau⸗ turnens bildete ein gut arrangierter Reigen in Carré(à la lancier). Die Oberleitung ruhte in den bewährten Händen des Herrn Turnin⸗ spektor Marx, der dem Verein seit seiner Grün⸗ dung treu zur Seite steht. Der Damen-Turn⸗ verein darf mit Stolz auf sein erstes öffentliches Auftreten zurückblicken. Offenbach, 10. April. Gestern Nachmit⸗ tag geriet in der Maschinenfabrik von Flinsch ein Arbeiter mit der rechten Hand in die Kreissäge, wobei ihm ein Finger ganz und an zwei Fingern das erste Glied abgeschnitten wurde. Der Schwerverletzte wurde ins Kranken— haus verbracht. Mainz, 10. April. Der juristische Aus⸗ schuß hat beschlossen, die Bla d'sche Erbschaft anzunehmen. Nach Rückzahlung der der Stadt auferlegten Verpflichtungen verbleibt ein Fonds von 300000%— Nachdem im Laufe des gesamt auf nahezu eine halbe Million Mark: gestrigen Tages zwischen dem Schuhfabrikanten Eichbaum und dem Ausschusse der streikenden Schuhmacher von dem Vorsitzenden des Ge⸗ werbegerichts, Rechnungsrat Amend, Verhand⸗ lungen zur Beilegung des Streiks staltgefunden, ohne zu einem Resultat zu führen, veranlaßte heute Oberbürgermeister Dr. Gaßner eine Kon⸗ ferenz der streikenden Teile in seiner Gegenwart. Herr Eichbaum erklärte sich nach längerer Be⸗ ratung bereit, die Erklärung abgeben zu wollen, seine Akkordarbeiter und Arbeiterinnen ordnungs⸗ gemäß und gleichmäßig beschäftigen zu wollen. Bei verminderten Aufträgen soll die Arbeitszeit gleichmäßig verkürzt und sämtliche am Ausstand Beteiligten, 34 an der Zahl, wieder in Beschäf⸗ tigung genommen werden. Heute Nachmitta soll der Vertrag durch Unterschrift anerkannt 190 der Streik für beendigt erklärt werden. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. 30. März. Dem Restaurateur Anton Koch 1 Tochter. 1. April. Dem Hausirer Konrad Jäger 1 Sohn, Ernst Ludwig. 2. April. Dem Schlosser Adolf Scheld 1 Tochter, Emma Henriette. 2. April. Dem Professor Dr. Alexander Leist 1 T., Margarethe Pauline Marie. 3. April. Dem Kaufmann Heinrich Göhcke 1 Tochter. 3. April. Dem Händler Louis Frees 1 Tochter, Sophie Wilhelmine. 4. April. Dem Wiesenwärter Wilhelm Bellof 3. 1 T. 4. April. Dem Stations-Assistent Karl Wagner 1 T. 5. April. Dem Bierbrauer Johann Sommer Zwillings⸗ söhne, Karl und Heinrich. 5. April. Dem Uhrmacher Carl Stöver 1 Tochter, Clara Anna. 5. April. Dem Lokomotivführer i. P. Ludwig Wag⸗ ner 1 Sohn, Rudolf Emil. 6. April. Dem Bremser Wilhelm Schneider 8. 1 S. 7. April. Dem Postassistent Philipp Bausch 1 Tochter. 7. April. Dem Flaschenbierhändler Ludwig Wagner 2. 1 Sohn. 7. April. Dem Eisenbahnschaffner Konrad Kircher 1 todtgeborenes Kind männlichen Geschlechts. 7. April. Dem Kaufmann Louis Reitz 1 Sohn, Julius Wilhelm. Aufgebote. 4. April. Heinrich Umbach, Schneider dahier, mit Katharine Luh zu Wieseck. 4. April. Friedrich Will, Schueider zu Babenhausen, mit Magdalene Felsenheimer daselbst. 4. April. Wilhelm Peter Forbach, Metzger zu Launs⸗ bach, mit Marie Elisabeth Blum zu Grünberg. 9. April. Friedrich August Zimmermann, Staatsan⸗ walt dahier, mit Anna Marie Ottilie Lawall zu Osthofen. 9. April. Albrecht Schulte, Stadt-Ingenieur zu Brühl, mit Christine Sophie Wilhelmine Heckeroth zu Cassel. 9. April. Heinrich Keßler, Metzgermeister zu Frank⸗ furt a. M., mit Marie Luise Karoline Friederike Schnecko hierselbst. 9. April. Jakob Reh, Schmied zu Hermannstein, mit Katharine Hedderich daselbst. Eheschließungen. 4. April. Franz Joseph Ganß, Schmied dahier, mit Johanna Christine Luise Mathilde Elisabeth Rinn hiers. 4. April. Johann Schneider, Schlosser dahier, mit Maria Magdalena Heß, geb. Brugger, Wittwe von Schuh⸗ macher Heinrich Heß dahier. 4. April. Emil Heinrich Aubel, Kaufmann dahier, mit Katharine Henriette Schwarz hierselbst. —— meines Zeichen, und dieser Herr— erhebe Dich von den Sitzen, Papa— ist mein armer, aber ehrlicher Schwiegervater, früher in Wein und Deli— katessen, was man ihm allerdings nicht ansieht, jetzt Rentier, Kindermädchen und Bärenführer. Das Kind ist mein Sohn, der Bär bin ich.“ „So lieb' ich Sie!“ rief die alte Frau be— lustigt aus.„Im Uebrigen ist mein Name Lemke.“ „Sehr schöner Name“, sagte Boie,„Frau oder Fräulein?“ „Sie beleidigen mich! Für wie alt halten Sie mich denn eigentlich?“ „Ja, das ist eine heikle Frage dreißig zu hoch gegriffen?“ „Sehr! Ich bin vor vier Wochen geworden.“ Boie faßte ihre Hand. schon recht rauhe Hände.“ „Ja, ich habe früh anfangen müssen, zu ar— beiten, und helfe meiner Mutter in der Wirtschaft.“ „Ihre Mutter lebt auch noch? Muß das eine steinalte Dame sein!“ „Sie sind ungezogen. Ich habe noch gar keine Falten, bin schlank wie eine Tanne und tanze leidenschaftlich.“ Der Blinde beugte sich zu seiner Nachbarin herüber und umfaßte schnell ihre Taille, so daß sie leise aufschrie. Hab' ich mit achtzehn „Dafür haben Sie aber „Ich wollte nur untersuchen,“ sagte er„wie sich beim Tanzen Ihre Taille anfaßt.“ „Sie finden sie etwas stark, meine Taille? Das kommt, weil ich so vernünftig bin, mich nicht zu schnüren.“ Die Wangen des Blinden hatten sich gerötet, seine Augen hatten einen übermütig heiteren Ausdruck. Jetzt stand der Schwiegervater auf und sagte, er wolle den Kellner suchen, da es wirklich Zeit sei, nach Hause zu gehen. Kaum hatte er sich entfernt, als der junge Mann sich zu seiner Nachbarin herüberbeugte und hastig fragte:„Ist er fort?“ Der Ausdruck seines Gesichts war ein völlig veränderter, er drückte Angst und Hast aus. Als Frau Lemke seine Frage be— jahte, fing er in heftiger Sprechweise und mit leb⸗ haften Geberden an zu reden. „Er gönnt mir nichts,“ sagte er von seinem Schwiegervater. Er hält mich gefangen und ty— ranisiert mich, wie Alle. Das mußt Du so machen, das mußt Du so machen,— heißt es den ganzen Tag, als wenn ich ein unvernünftiges Kind wäre. Ich bin kein Kind. Ich weiß recht gut, was ich will. Anstatt daß sie mir Ihren Arm leihen, wollen sie meine Seele bedrücken, mich unterdrücken. Und wenn ich dann heftig werde und es Ihnen gerade heraus ins Gesicht sage, dann sagen sie, ich sei krank und man müsse auf mich Rücksicht nehmen. ——— Das empört mich am meisten. Was fehlt mir denn? Ich kann nicht sehen, das ist Alles. Aber weil ich sie brauche, darum denken sie Alles mit mir machen zu können. Meine Frau, wie hab ich sie geliebt!— sie will nichts mehr von mir wissen. Sie geht nicht mit mir aus, weil ich zu launisch wäre, wie sie sagt. Sie liest mir auch nichts vor. Ich habe sie mauchmal gebeten. Sie ist immer nicht aufgelegt dazu. Sie thut ihre Pflicht, o, ge⸗ wiß, sie füttert mich wie ein Kind,— aber— liebe Frau, ich fürchte mich, es zu sagen, was ich so lange schon denke— sie liebt mich nicht mehr. Sie liebt mich nicht mehr! Ist das nicht furchtbar? Und nicht sehen zu können,— nicht zu wissen— wenn sie nun vielleicht einen Anderen— mit mir können sie ja Alles machen, Alles!“ Die alte Frau legte dem Blinden beschwichtigend die Hand auf den Arm; der Schwiegervater war wieder an den Tisch getreten. Er hatte die letzten Worte gehört, machte der alten Frau abwehrende Zeichen und schüttelte mit dem Kopf. „Herr Boie,“ begann die Alte nun,„haben Sie Lust, noch eine kleine, recht scherzhafte Geschichte mit anzuhören?“ (Schluß folgt.) 4. April. Friedrich Christian Marx, Bauaufseher⸗ Aspirant dahier, mit Karoline Auguste Brühl hierselbst. 4. April. Heinrich Westmeier, Schneider dahier mit Anna Elisabeth Wicke hierselbst. Sterbefälle. 3. April. Johannes Trill, 35 Jahre alt, Bergmann von Klein⸗Linden. 4. April. August Mühleisen, 40 Jahre alt, Gastwirt dahier. 4. April. Friedrich Hansmann, 1 Jahr alt, Sohn vom verstorbenen Rangierer Wilhelm Hansmann dahier. 5. April. Barbara Roth, geb. Gontrum, 76 Jahre alt, Wittwe von Lehrer Christian Roth dahier. 7. April. Karoline Katharine Sahlfeld, geb. Mann⸗ hardt, 49 Jahre alt, Ehefrau von Hochbauaufseher Johann Peter Sahlfeld dahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde. Matthäusgemeinde. Taufen. Den 5. April dem Schreiner Ernst Falkenheiner ein Sohn, Ernst Peter, geb. den 23. Dezember 1895. Denselben dem Taglöhner Philipp Weiß ein Sohn, Karl, geb. den 7. Februar. Denselben dem Friseur Philipp Lehrmund eine Tochter, Marie Katharine, geb. den 9. Februar. Denselben dem Fuhrmann Heinrich Haas eine Tochter, Anna, geb. den 25. Februar. Denselben dem Arbeiter Heinrich Schmidt eine Tochter, Margarethe, geb. den 1. Februar. Denselben dem Schlosser Hermann Pröschold ein Sohn, Willy Heinrich Richard Jakob, geb. den 11. Februar. Denselben dem Schneider Adam Volz eine Tochter, Lina Marie Elisabethe, geb. den 13. Januar. Denselben dem Fuhrmann Philipp Hillgärtner ein Sohn, geb. den 22. Januar. Denselben ein unehelicher Sohn, Ernst Karl Kaspar, geb. den 23. November 1895. Denselben dem Buchhändler Karl Krebs eine Tochter, Margot Wilhelmine Liddy, geb. den 8. Februar. Den 6. April dem Schreiner Konrad Drescher ein Sohn, Karl Ludwig, geb. den 22. Dezember 1895. Denselben dem Taglöhner Heinrich Braun eine Tochter, geb. den 9. März. Denselben dem Bahnarbeiter Heinrich Lotz eine Tochter, Karoline Elisabeth, geb. den 29. Februar. Denselben dem Maurer Andreas Krug ein Sohn, Karl Wilhelm, geb. den 5, November 1895. Denselben dem Landgerichts-Registrator Ludwig Jäger ein Sohn, Otto Karl Heinrich Peter, geb. den 16. Febr. Den 9. April dem verstorbenen Privatmann Wilhelm Jochum ein Sohn, Friedrich, geb. den 17. März. Beerdigte. Den 6. April August Mühleißen, Wirt, 40 Jahre alt, starb den 4. April. Marcusgemeinde. Taufen. Den 5. April dem Kaufmann Gerhard Bötz eine Tochter, Margarethe, geb. den 17. Februar. Denselben dem Schlosser Carl Struth ein Sohn, August, geb. den 7. Januar. Denselben eine uneheliche Tochter, Marie Johanna Antonie Henriette, geb. den 20. November. Denselben dem Bäcker Ludwig Weber eine Tochter, Hedwig Margarethe Bertha Elisabeth Johanna, geb. den 7. März, Denselben dem Schreiner Wilhelm Wacker ein Sohn, Heinrich Jakob, geb. den 30. Januar. Denselben dem Kutscher Christoph Metz ein Sohn, Johann Ludwig, geb. den 24. Februar. Denselben dem Taglöhner Johannes Becker eine Tochter Luise, geb. den 20. Oktober. f Denselben dem Taglöhner Heinrich Schomber ein Sohn, August, geb. den 3. Februar. Denselben dem Fuhrmann Johann Wagner Sohn, Karl, geb. den 26. März. Denselben dem Heizer Otto Arnold eine Tochter, Ka— roline Henriette Käthchen, geb. den 18. März. Trauungen. Den 6. April. Johann Schneider, ein Wittwer, Schlosser zu Gießen und Marie Magdalena Heß, geb. Brugger, Wittwe des Schuhmachers Heinrich Heß. Lukas gemeinde. Taufen. Den 5. April dem Bierbrauer Karl Zimmer ein Sohn, Karl, geb. den 1. März. Denselben dem Dachdeckermeister Heinrich Schmall ein Sohn, Rudolf Erich Hans, geb. den 5. März. Denselben dem Bautechniker Karl Schupp ein Sohn, Wilhelm, geb. den 16. März. Den 6. April dem Schlosser Heinrich Pfeußer ein Sohn, Eberhard Johann Jakob, geb. den 28. Sept. 1895. Trauungen. Den 6. April Emil Heinrich Aubel, Kaufmann, mit Katharine Henriette Schwarz, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Wilhelm Schwarz zu Frankfurt a. M. Militärgemeinde. Taufen. Den 5. April dem Fußgendarmen Johann Heinrich Hamel eine Tochter, Käthe Luise Wilhelmine, geb. den 7. Februar. Denselben dem Vizefeldwebel Heinrich Flach ein Sohn, Max Friedrich Louis Heinrich, geb. den 14. März. Denselben dem Vizefeldwebel Heinrich Jäger ein Sohn, Karl August Friedrich, geb. den 15. Februar. Johannes gemeinde. Taufen. Den 5. April. Dem Steinmetz Albert Lentz eine Tochter, Martha, geboren den 11. März. Denselben. Dem Schlosser Wilhelm Hartmann eine Tochter, Mathilde Wilhelmine, geboren den 3. Februar. Denselben. Dem Gärtner Wilhelm Gerhard ein Sohn, Karl Anton, geboren den 27. Januar. Den 6. April. Dem Glaser Johann Wilhelm Rauber eine Tochter, Johannette Elise Margarethe Henriette, ge⸗ boren den 11. Februar. Trauungen. Den 6. April. Franz Josef Ganß, Schmied zu Gießen, und Johanne Christine Luise Mathilde Elisabeth Rinn, Tochter des Lohnarbeiters Wilhelm Rinn zu Gießen. Denselben. Friedrich Christian Marx, Bauaufseher⸗ Aspirant zu Gießen, und Karoline August Brühl, Tochter des Sattlermeisters Auguste Brühl zu Gießen. Beerdigte. Den 8. April Barbara Roth, geb. Gontrum, Witwe des Lehrers Heinrich Christian Roth, 75 Jahre alt, starb den 5. April. Den 10. April Dr. med. Hermann Stieda, Sohn des ein Den 6. April dem Kutscher Johannes Erb eine Toch⸗ ter, Johanna, geb. den 26. Februar. Geh. Medizinalrats Professors Dr. Ludwig Stieda zu Königsberg, 28 Jahre alt, starb am 3. April zu Königsberg. Neueste Telegramme. Hd. Kiel, 11. April. Gestern Nach⸗ mittag sind in Friedrichsort bei einer Uebung der Matrosen⸗Artillerie⸗Abtei⸗ lung durch Explosion einer Kartusche der Vize⸗ Feldwebel Rühl, der Matrose Artillerist Paul Schulze und der Maschi⸗ nisten⸗Maat Sochek ziemlich schwer verletzt worden. Ferner wurde der Artilleristen⸗ Maat Schwon an Augen und Händen schwer verletzt. Hd. München, 11. April. Gestern Abend stürzte bei der Aufführung von Goethes Faust im hiesigen Hoftheater die Hofschauspielerin Fräulein Borchers in der Rolle des Euphorion von einer einen Felsen vorstellenden Erhöhung aus beträchtlicher Höhe herab und erlitt anscheinend schwere innere Verletzungen. Hd. Bu dapest, 11. April. Der Bankier Hammer in Groß-Kikinda erschoß sich wegen unlauterer Geldmanipulationen. Hd. Graz, 11. April. Bei der gestriqen Uebung des 31. Jägerbatillons erschoß ein Jäger einen seiner Kameraden und feuerte dann auf einen Oberlieutenant, ohne diesen zu treffen. Man fand noch sieben scharfe Patronen bei ihm vor. Hd. Venedig. 11. April. König Humbert, die Königin und der Kronprinz kamen um 8 Uhr Abends an. Der Kanal Grande erglänzte in bengalischen Flammen. Der St. Markus⸗ platz strahlte von Licht. Der Enthusiasmus der Bevölkerung ist infolge der Nationaltrauer ge— dämpft. 5 Hd. Rom, 11. April. Wie„Tribuna“ aus Massaua meldet, steht Osman Digma mit 3000 Mann bei Tokal. Ras Makonnen schrieb an Major Salsa, den Friedensunterhändler Bal⸗ disseras, sich zu beeilen, Menelik zu erreichen. Inzwischen sandte Baldissera Medikamente, Lebens⸗ mittel und Kleider in das abessynische Lager, um dieselben an die Gefangenen und Verwundeten verteilen zu lassen. Hd. Paris, 11. April. Prinz von Wales ist gestern Abend hier eingetroffen und wird eine Woche hier verweilen. Hd. Paris, 11. April. Der Figaro mißt der Anwesenheit des deutschen Reichskanzlers in Paris keinen poli⸗ tischen Charakter bei. Eine Unterredung mit Bourgeois hat der deutsche Reichs⸗ kanzler nicht gehabt, dagegen sei er mit Lord Dufferin zusammen gekommen. Der Fürst ließ alle Interviewer ab⸗ weisen. Hd. London, 11. April. Wie aus Simla gemeldet wird, nimmt die Hungersnot in Indien eine große Ausdehnung an. 100 000 Arme sind an öffentlichen Bauten beschäftigt, aber trotzdem scheint das Elend nicht abnehmen zu wollen. Hd. London, 11. April. Der armenische 1 Hilfs⸗Verein beabsichtigt, die Regierung zur Ver mehrung der Vice⸗Konsulate in der asiatische Türkei aufzufordern. 1 Hd. Nizza, 11. April. Schweden ist hier eingetroffen. Privattelegramme 1 der„Hessischen Landesztg.“ 0 Hd. Darmstadt, 11. April. 2.20 nachm Der König un Der Großherzog und die Großherzog werden am 16. Mai über Warschau nag Moskau zur Kaiserkrönung reisen, wo s am 18. Mai abends eintreffen werden Hunderttausende werden weggeworfen durch unzweckmäßige Abfassung von Annoncen und dur“ Benutzung ungeeigneter Zeitungen. Ein Inserat muß nich allein sachverständig und treffend abgefaßt sein, sondet es ist auch der Leserkreis der Zeitungen in Betracht z ziehen. Auf dem weiten Felde des Zeitungswesens wu sich der Laie nicht leicht orientieren und deshalb eig erfahrenen und zuverlässigen Rathgebers be dürfen, um sein Geld nutzbringend anzulegen und m einiger Sicherheit Erfolge zu erzielen. Ein berufeng! Führer ist die älteste Annoncen⸗Expedition Haasenstei u. Vogler, A. G., Frankfurt a. M. Vertreten Gießen durch Gust av Wohlmuth, Selterswe⸗ Durch 40 jährige Praxis, welche zu den intimsten Wet bindungen mit allen Organen der Zeitungspresse des und Auslandes geführt hat, ist sie mit ihren zahlreiche Zweighäusern und Agenturen vorzugsweise in der Ln ed uc 0 Reba Kreuibl N falls l 1 gießen 8 bh 0 len 8 aa. Gß bl del! 3 dem inserirenden Publikum sich in jeder Weise nü lich f 1 machen. Alle Aufträge werden prompt und du! st geführt, da nur die Originalzeilenpreise der Zeitung e alt 1 der berechnet werden, und kommen auf diese Preise bei bel! fle Melone 0 reicheren Aufträgen noch die höchsten Rabatte in Abu let nung. Man versäume deshalb nicht, sich bei obig Fänger au Firma vor Vergebung eines Annoncen⸗Auftrages erst g, Gießen, nau zu informiren. N 00 f del. N. 5 A dalbersal Sterbefälle. Is bießen f Am 10. April. Katharina S. 68 Jahre alt, von Höchst in der alten Klinik. Am 10. Luise Neeb, 2 Jahre alt, Tochter von Taglöhner Johannes Neeb dahier, Lindengasse 14. Die Beerdigung findet Montag, den 13. d. Mis. Nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause aus statt. chäfer, geb.(unbekannt), I 3 f Marktprelse. 5 Gießen, den Auf dem heutiger 10. April. llt erluttte a. d. Nidda. Gestorben Il aaa Ia Fh Ali . des Ve . a an al alen werden Wochenmarkte kostete: Butter per Pfund 95— 100, Hühner„lh cheter fre eier per Stück 5, Enteneier 6, Gänseeler 1910 9 i 5 10, Käsematte 3, Erbsen per Liter 17, Linsen 30 Pfg. 10 tand.— Tauben per Paar 0,30—1 Mt. Hühner p. St. 1.201, 0% J basches Hahnen 1,30— 1,70, Enten 2,—2,20 Mk., Gänse per Pfunde ö 46—54, Ochsenfleisch 70—74, Kuh- und Rindfleisch 6 i Schihen. bis 68, Schweinefl. 50—66, Schweinefl., gesalz. 707. Kalbfleisch 60 00, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln pe 100 Kilo 4,50—5, Zwiebeln per Zentner 5 0,00 Mt, Milch per Liter 16 Pfg. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Ne 00 5 Aaeserkatten e Algen, währe A de Hebung A den Schützen, Hale, foulante dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann Se eide in Gießen. befindet. Hierdurch beehre ich mich, meiner geschätzten Kundschaft sowie einem Publikum ergebenst mitzuteilen, dass sich mein Geschäft wegen Errichtung geehrten hiesigen wie auswärtigel eines Neubaues bis auf Weiteres Seltersweg 2, neben Herrn Kaufmann Adolf Geisse Carl Bruck, Gold. und Silberarbeiter. 4 Bekanntmachung. Für die neu zu errichtende städtische Haus⸗ 0 wird zur Erteilung des Hand⸗ arbeitsunterri tes während der Monate Mai und Juni d. J. eine, im Weißnähen, Flicken und Bügeln erfahrene Lehrerin gesucht. Bewerberinnen wollen ihre Meldungen mit Angabe der Gehaltsansprüche bis spätestens 15. d. M. hierher einreichen. Gießen, den 7. April 1896. Großh. Bülrgermeisterei Gießen. Gnauth. Vereinigung der Maler, Anstreicher, Lackierer, Weißbinder und verw. Berufsgenossen Deutschlands. — Filiale: Gießen. Mitglieder-versammlung am Sonntag, den 12. April. Nachmittags 3 Unr. im Lokale des Herrn J. Arnold, Bahnhofstraße. Erscheinen sämmtlicher Kollegen dringend notwendig. Der 495 Vorstand. Bekanntmachung. Die Rechnung der Gemeindekrankenversiche⸗ rung pro 1895 liegt während 8 Tagen, vom Erscheinen dieser Bekanntmachung an gerechnet, zur Einsicht der Beteiligten auf dem Bürger- meisterei⸗Bureau— Zimmer Nr. 15— offen. Bemerkungen zu derselben können in der genannten Zeit bei der unterzeichneten Behörde erhoben werden. Gießen, den 8. April 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über die zur Unterhaltung der städtischen Ge⸗ bäude und Straßen im abgelaufenen Rechnungsjahr f April 1895 bis 31. März 1896) ausgeführten Arbeiten und Lieferungen sind, bei Meidung der Nicht⸗ berücksichtigung, bis längstens 1. Mai d. J. in doppelter Ausfertigung bei uns einzureichen. Jubiläum- Sttipencien-Stsstung zu Ehren der 25j;jährigen Regierung des höchstseligen Großherzogs Tudwigs lll. Aus obiger Stiftung, welche bezweckt, daß aus den Kapitalzinsen drei junge Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen Einer, eine gleichmäßige Subvention zu den Kosten ihrer Ausbildung auf einer höheren Bildungsanstalt erhalten sollen, sind für das Jahr 1896 drei Stipendien zu vergeben. Das Stipendium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es können jedoch nur Angehörige solcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Beiträge zu dieser Stiftung geleistet haben. Hiernach berechtigte und qualificierte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanstalt besuchen oder besuchen wollen und sich um das Stipendium zu be— werben beabsichtigen, sind eingeladen, ihre Gesuche, mit den nötigen Zeugnissen belegt, durch ihre betr. Bürgermeisterei an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus Orten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, aus Oberhessen an die Bürger- meisterei Gießen, aus Rheinhessen an die Bürgermeisterei Samstag, den 25. April d. J. gelangen zu lassen. Darmstadt, Gießen, Mainz, den 4. April 1896. Das Curatoerium: Mainz bis längstens zum Georg Koch, 2 „Uhrmacher, Neue Bäue 5(Kühlen Grund) offeriert goldene Herren- Remontoir- Uhren 50 Mark an, goldene Damen-Remontolr. Unren von es Mark an, silberne Herren. Remontolr-Unren zuit Goldrand von 16 Mark an, Silberne Danzen- Remontolr- Lem mit Goldrand von 1s Mark an, Stahl. Remontoir-Uhren von 15 Mark an, Niekel-⸗ n Remontoir-Uhrem von 10 Mark an, Wecker, in allen Lagen gehend, von à Mark au, D Regulateure mit Schlagwerk von 12 Mark an. Fügen guten Gang einer Uhr leist ich 2 Jahre reelle Garantie. Reparaturen werden nur auf das beste und billigste unter Garantie ausgeführt. 401 1. f 5 Marktstrasse gu. Wettergasse. Die besten und billigsten Photogi— : 5 aphie. Konfirmandenstiefel“Lehrling kann eintreten. 50ʃ kauft man nur bei 483 Gust. Röder, Louis Süss, Diezstr. A. Ver⸗ kaufe 461) Pein woll. Cherlotreste für eine rheinische Fabrik. Veter Leppla, Neustadt 79. Ein runder Tisch billig zu verkaufen. 500 Neueuweg 48. vatorium in Der Unterzeichnete, welcher das Konser⸗ Sondershausen Haltbarkeit, 12 Paßform, FCEleganz, (unter Gießen, den 8. April 1896. Morneweg, Gnauth, Dr. Gaßner, Das Stadtbauamt. Oberbürgermeister Oberbürgermeister Oberbürgermeister Schmandt. von Darmstadt. von Gießen. von Mainz. 2 2 E Städt. Schlachthaus Photographie. F re i b a n FE. Meiner verehrl. Kundschaft zur gefl. Nachricht, dass ich mein photo- Heute Schweinefleisch, uicht ladenrein, pr. Pfd. 45 P Ochsenfleisch — 1234 Fraphiseches Geschäft seit 1. April Ateller, Dietzstrasse 4 ausübe, sondern in Grünbergerstrasse No. 10. Aufnahmen finden zu jeder Tageszeit von Morgens 9 Uhr bis Nachm., 5 Uhr statt Hochachtungsvollst G. Mook, Photograph. Leitung des Herrn Professor Karl Schröder) besucht hat, empfiehlt sich den geehrten Herr- schaften, sowie Vereinen bei vorkommenden d. J. mielat mehr in meinem Trüheren em neuerbauten Atelier Jestlichkeiten im Violin. und Clavierspiel. Auch erteilt derselbe gründlichen Unterricht in beiden Fächern.(291 Ehr. Hüttenberger, Musiklehrer, Seltersweg 67. Ein moblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermieten. Preiswürdigkeit sind die Schuhwaaren von 47 9 Louis Süss, Gießen, Aaufmännisch n, Stein un n efler neuet es zu erhaue dat zu beteili Lalfundes heißt Nabe Jury di duellen wird, uu hut es ab ng eig cn weg Lusen wi Aanäpasten gehabt. hießen, konzert in t hesucht. D 1 ghaltend Sobaden noch La e Heralds rom Publikum be ferschaar kon Vun gang Obersteiger Von „Tausend ö ch will Ian Ihnen 11 schlk mir denn sheint, Gee Unerreicht in ben, Reer 0 Geschchte 8 Shih haben maln dickn z U ai vs. Hang, 0 9 i Seldscen aer 50 Jh unt war nicht ladenrein, pro Pfund 56 Pfg. Empfehle mich hiermit in allen in mein Fach einschlagenden Schuhmacherarbeiten und sichere nur reelle Bedienung zu. Herren⸗Sohlen und Fleck 2,70 Mk., Pa. Sauerkraut. p. Pf. 10&, „„ Speise- und Salat- Kartoffeln, Alle Sorten Setz kartoffeln in grosser Aus- wahl zum billigsten Tagespreise. 443 Grünbergerstraße, Bleiche. Zur Frühjahrs⸗ — Aussaat. für leichte Arbeit gesucht. Erfurter Sämereien Laufbürschchen H. Kühn, Seltersweg 36. Damen-„ 5 95 5 Hartig, Gießen, Münsburg 12, Il. 400 J. Hankel. Schlossgasse 6. 4⁴⁵ in nur bestkeimender Sorte zu haben Walltnorstr. 52. Ein Wagen, zu verkaufen. Pflug und Egge Eichgärten 1. 494 Christian Groh in Wißmar. 10„ i e d l a Marktstr. 9 und Wettergasse 0 5 (Lutz n graf Neklamationen und 5 Gesuche a fertigt an* 0 bun freu Löberich, Brandgasse 8. 0 erg 5 Ein junger 174 0 aan 0 2 2 e Treibviehhund 2 alte billig zu verkaufen durch. hun