Nncte al, Gestotben a dug, ir rich 1 amstag, du om Stetbe⸗ Mealssw mann, bebte 5 knbben Gichgätten I ds. che Billard, ebten ards runtie hätte, und diese Frage möchte ich nicht bejahen. Man vergegenwärtige sich nur die Situation Gießen, Sonntag, den 11. aber 1896. ische Landeszeitung. Ausgabe Gießen. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Zspaltige Petitzeile. 5 2 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Andrees Mißerfolg. Im neuesten Heft von Dr. Mitteilungen aus Justus Perthes' Geographischer Anstalt bespricht der Herausgeber Professor Dr. A. Supan die Ergebnisse der jüngsten Polar⸗ gelangt dabei bezüglich der forschungen un pedition Andree zu folgenden Die allgemeine Freude über Sverdrups Heimkehr wird durch einen Mißton Andree hat Hoffnungen und Befürch⸗ in gleicher Weise enttäuscht. Der Ballon ist aber nicht aufgeflogen, und die Expedition hat erfolglos ihre Heimreise angetreten. gestört: tungen war gefüllt, Natürlich wird kein denkender den Schluß ziehen, daß das Ballonprojekt damit überhaupt ad absurdum geführt ch doch deutlich gezeigt, wie mißlich es ist, in den Polargegenden, wo das unperiodische Witterungselement Rolle spielt, seinen Plan ganz auf kurze zu egen um so Spitzbergen nicht auf telegraphischem Wege über die all Beobachtungsreihen mehr, als man sich in rungslage unterrichten kann. das Unternehmen zur Ausführung gelangt, hätte gestanden. Das hätte eblich vermehrt; aber mehr Zeit zur Verfügun natürlich die Kosten 55 man wird, wenn man das Pro haupt aufgiebt, damit rechnen müssen, Andree will, wie verlautet, im nächsten Früh⸗ sommer noch einmal einen Versuch wagen, und es wäre ihm nicht zu verdenken, wenn er gewissermaßen für eine Ehrenpflicht hielte. Eine ob eine arktische andere Frage ist aber die, Ballonfahrt jetzt, nach Nansens eine so große wissenschaftliche wie man ihr bisher zu im vorigen zum erstenmal auftauchte. Mittel, Schiff und Schlitten, mit ihrer Hilfe in die innerste Polarwelt einzu⸗ der nur noch wenige dringen, war ein Gedanke, Gläubige fand. Nansen war mag wohl nicht unentwegt auf seine Wiederkehr solchen Umständen mußte man mit Freuden willkommen heißen, auch nicht verhehlen durfte, meinem Berichte über den welt immer nur die Sachlage doch etwas veränd blem eines widerstandsfähigen Polarschiffes kann als gelöst betrachtet werden. All es der freien Beweglichkeit, es fäh wird getrieben. Nun entspricht die Trift des„Fram“ ahre, als das Andreesche Projekt Die mehr Viele gegeben haben, die daß— wie ich in Londoner Kongreß sagte—„der Ballonfahrer auch in der Polar⸗ Pionier sein wird“. Jetzt ist zwar nicht ganz der ursprünglichen Voraussetzun Nansens, indem sie nicht über den pol 199 Grönland, sondern östlich vom Pol nach Spitz⸗ bergen ging. Aber dieser Widerspruch kann auch nur ein scheinbarer sein. Der„Fram“ kann in den östlichen Rand der Strömung gelangt sein, N und es ist fraglich, ob er nicht mitten in dieselbe Schlüssen: e wäre, hätte Nansen seine ursprüngliche Nansens und Absicht, von der Beringstraße aus zu fahren, ausgeführt. Allerdings erscheint mir eine baldige Wiederholung dieses Experiments zweifelhaft; aber man darf nicht vergessen, daß jetzt auch Schlittenreisen nicht mehr für aussichts los gelten dürfen, und es wäre jetzt wohl an der Zeit, dem Projekt Ekrolls, über das ich vor fünf Jahren berichtet habe, näher zu treten. Neben Schiff und Schlitten mag man den Ballon noch immer als drittes Bewegungs⸗ mittel gelten lassen, vorausgesetzt, daß seine nautische Leistungsfähigkeit wirklich den Erwar⸗ tungen Andrees entspricht, worüber wir uns kein Urteil anmaßen. Er hat vor jenen den Vorzug großer Beweglichkeit, ist aber, wie sich gezeigt hat, viel mehr von günstigen Umständen abhängig. Auch wenn Schiff und Schlitten ihr Ziel nicht erreichen, so werden doch selbst ganz mißlungene Versuche wissenschaftlich nicht n nißlos verlaufen, während der Ballon bei kon⸗ trärer Windrichtung es nicht einmal zu einem Versuch bringt. Aber auch unter den günstig⸗ sten Verhältnissen ist seine wissenschaftliche Lei⸗ stungsfähigkeit eine sehr beschränkte. Alles, was er feststellen kann, ist die Verteilung von Wasser und Land. Das ist natürlich immerhin wichtig genug, und solange man die arktische Kalotte für inselreich hielt, konnte man sich auch von einer flüchtigen Ballonfahrt bedeutende Ent⸗ deckungen versprechen. Nun sind aber auch diese Erwartungen etwas herabgestimmt. Die Tief⸗ see hat hier eine viel größere Ausdehnung, als man bisher annahm, und es gewinnt dadurch an Wahrscheinlichkeit, daß— wie Krümmel es schon 1879 aussprach— die Depressionen westlich von Spitzbergen und westlich vom nord⸗ amerikanischen Archipel zusammenhängen. Zwar schließen sich Tiefsee und Inselreichthum an und für sich nicht aus, aber soweit unsere Erfahrungen reichen, tritt diese Kombination— abgesehen von bauten. Unter den tropischen Korallenmeeren— nur im ge⸗ Andrees Plan brochenen Faltenlande auf, und nichts weist in wenn man sich der arktischen Welt auf das Vorkommen dieses Typus hin. Das spricht für die Annahme, daß hier nicht mehr viel unbekanntes Land zu finden sein wird, wie ja auch Nansens Fahrt mit Aus⸗ nahme von Franz Joseph⸗Land das Kartenbild nicht erheblich bereichert hat. Und nun überlege man, wie dürftig das Resultat gewesen wäre, hätte Nansen seinen Weg im Ballon durchflogen! A. Petermauns Mensch daraus sei, aber es hat außerordentlich eine so wichtige emeine Witte⸗ ielleicht wäre jekt nicht über⸗ das Rückkehr, noch Bedeutung geschrieben hat; mehr unbedingt bisherigen hatten versagt; verschollen, es ert. Das Pro⸗ erdings entbehrt rt nicht, sondern Lokales und Provinzielles. Gießen, 10. Oktober. Personalver⸗ änderungen im Bezirke der Ober-Post⸗ direktion Darmstadt. Ernannt sind zu Ober⸗Postdirektionssekretären die Postsekretäre Fritzel und Leser in Darmstadt. Angestellt sind als Postsekretär der Postpraktikant Herdt von Darmstadt in Offenbach, der Postpraktikant Fuhr von Mannheim in Mainz; als Post⸗ assistent der Postanwärter Straßer in Lauter⸗ bach. Versetzt sind der Postassistent Fuchs von Friedberg nach Gießen, die Postverwalter Fischer von Klein⸗Krotzenburg nach Ortenberg, Fleckenstein von Wald⸗Michelbach nach Neu⸗ Isenburg, Preßer von Ortenberg nach Wald⸗ Michelbach und Spilger von Neu⸗Isenburg nach Klein⸗Krotzenburg. Angenommen sind zu Postagenten der Gastwirt Flick in Bechtols⸗ heim und der Beigeordnete onder in Obertshausen. Gestorben ist der Postverwalter Fischer in Groß⸗Steinheim. Gießen, 10. Oktober. Die Aktien⸗ Brauerei Gießen hat der großen Zahl ihrer Abnehmer eine Aufmerksamkeit dadurch erwiesen, daß sie denselben ein Fahrplanheftchen übersandt hat, welches die Fahrpläne aller für die Provinz Oberhessen in Frage kommenden Routen enthält. Der zierliche Umschlag des Heftchens bringt Auszüge amtlicher Gutachten, welche ein überaus ehrendes Zeugnis ablegen von der ungewöhnlichen Güte aller Erzeugnisse der Brauerei. * Gießen, 10. Oktober. Am Sonntag den 18. d. Mts. wird der Reichstagsabgeordnete Eugen Richter in Steins Saalbau hierselbst sprechen. Dem Vernehmen nach wird die Ver⸗ sammlung um 11 Uhr Vormittags einberufen werden. * Gießen, 10. Okt.(Stadttheater.) Wie bereits an dieser Stelle bemerkt, sindet Sonntag Nachmittag 4 Uhr eine„Kinder vor⸗ stellung“ zu kleinen Preisen statt. Billets für dieselbe sind im Vorverkauf ebenfalls bei errn Ernst Challier zu haben. Abends 8 hr geht Adolf L' Arronges beliebtes Volks⸗ stück„Nein Leopold“ in Szene.— Mon⸗ tag wird das Lustspiel Mauer blüm ch e n“ wiederholt, welches bei der ersten Aufführung hier einen durchschlagenden Erfolg erzielte. Gießen, 10. Okt. Die neueren Nach⸗ richten über den Ausfall der Landtags wahlen melden, daß die Nationalliberalen den Wahlkreis Butzbach verloren haben, da auf dem Lande die Wahlmänner des ehemals freisinnigen, jetzt aber zu den Reformern über⸗ egangenen Bürgermeisters Joutz gesiegt 1 Vogt, der bisherige nationalliberale Vertreter, hat nur in Butzbach selbst die Mehr⸗ heit erhalten. „Gießen, 9. Oktober. Auf unserem dies⸗ jährigen zweitägigen Michgeli⸗ Markt war auch nicht ein einziges Stück Rindvieh aufgetrieben. Die Zahl der Schweine war sehr gering; im Ganzen waren aufgetrieben 94 Stück welche, durch die große Nachfrage und Kauflust raschen Absatz fanden. Der arkt war infolgedessen sehr schnell geräumt. Nächster Markt, Dienstag den 27. und Mittwoch den 28. d. M., am letzten Tage auch Krämermarkt(Zwiebelmarkt). Das Verlesen der Krämerstände findet Morgens acht Uhr statt. * Bad Nauheim, 8. Okt. Ein wun⸗ derbares Schicksal haben am Montag drei Arbeiter der Baufirma Morschel erlitten. Sie saßen auf der bretternen Bauhütte des hiesigen Zimmerplatzes, um das Dach zu verschalen, als der Sturm sich in den teilweise noch offenen Wänden verfing, das Dach abhob und einige Meter weiter auf den Boden absetzte. Die Arbeiter kamen un verletzt davon.— In unsrer Nachbarstadt Friedberg scheint das Bierbrauere igewerbe thatsächlich monopo⸗ lisiert werden zu sollen. Brauereibesttzer Ernst Windecker hat jetzt die dritte Brauerei inner⸗ halb weniger Jahre käuflich, und zwar die von der Firma Henn u. Jamin zu 120 000& er- worben.(D. Ztg.) * Darmstadt, 9. Okt. Ein raffinierter Schwindel wurde unlängst hier ausgeführt. In der Wohnung eines im Manöver abwesenden Hauptmanns erschien ein Unbekannter und ver⸗ anlaßte dessen Gattin— unter dem fälschlichen Vorgeben, er komme im Auftrage eines hier wohnenden Büchsenmachers, um das, genau be⸗ schriebene, Jagdgewehr des Herrn Hauptmanns zur Reparatur abzuholen— zur Einhändigung es Gewehrs. Das hiesige Polizeiamt bittet um Nachforschungen und eventuell um Festnahme des Schwindlers. * Darmstadt, 8. Oktober. Man hat hier fleißig an der Errichtung von Ehren pforten für den Empfang des Zaren gearbeitet. Die lange Rheinstraße ist zu beiden Seiten mit Tannenbäumchen bepflanzt, deren dunkles Grün mit dem herbstlichen Goldton der Lindenbäume wohlthuende Farbenkontraste erzielt. Das Bild der zum Empfange des Zaren feslich geschmückten Stadt wird einen ganz ähnlichen Charakter tragen, wie im Frühjahr 1894, als das neu⸗ vermählte Großherzogliche Paar seinen Einzug hielt und einige Tage darauf auch der Großfuͤrst Nikolaus als Bräutigam unserer Residenz seinen Besuch abstattete.— Sechzig russische De⸗ tektives sind bereits eingetroffen. ist Befehl gekommen, daß an allen Fenstern des Bahnhofsgebäudes die Rouleaux n 95 müssen und an ihnen eine Schaulustigen Posto fassen dürfen. Absperrungsmaßregeln verlautet — Von weiteren — Jwischen Siebe und Pflicht. Roman aus dem australischen Buschleben von G. Löffel. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Einer allein wuß vorgehen un schaften. ist es auch besser, Jemanden zu ge als Geheimpolizist gearbeitet hat. rüber nach Melbourne berichtete, sicher einen geeigneten Sein Blick ruhte, und zweifelnd auf mir „Aber das wäre wider die Korps⸗Ehre. „Was die in Mel⸗ hier auch. Teilen geant!“ rief ich erglühend. bourne können, das können wir Sie mir die Aufgabe zu, und ich reit, sie zu lösen.“ „Sie wagen Ihr warnend der Sergeant. Ich weiß es,“ entgegnete ich,„die Pflicht vor Allem und die Korps⸗Ehre über Alles!“ „Gesprochen wie ein Mann u sprach beifällig der Sergeant. Er den Tisch die Hand hin und warm.„Ihren fluß bleiben. „Sie werden mir eine Bescheinigung geben, die mich als Polizist ausweist?“ Ich etwas Selbstverständliches an. „Ich werde lächelnd der Sergeant.„Stecken volver zu sich, das ist in Ihrer Lage der beste Ausweis. Werden Sie überrump Die Aufgabe ist keine leichte und vielleicht Mann schicken.“ als er das sagte, fragend Leben, Deutscher,“ drückte die meinige Urlaub haben Sie. wandeln Sie Ihren äußeren Menschen, zeigen Sie, was Sie leisten können. a niß kann auf Ihre Amts⸗Laufbahn nicht ohne Ein⸗ mich hüten, Deutscher,“ —— besser, man findet den bei Ihnen, als einen Aus⸗ weis über Ihre amtliche Stellung. Lassen Sie die ganz aus dem Spiel. Seien Sie schlau, kühn und beharrlich, dann werden Sie siegen.“ Ich war entlassen. Noch ehe die Anderen zurückkehrten, war ich unterwegs nach dem Norden. Aus dem schneidigen Reiter in der kleidsamen Uniform der reitenden Polizisten war ein richtiger Buschmann geworden. Die zusammengerollte und vorn am Sattel be⸗ festigte wollene Schlafdecke enthielt Alles, was ich an Kleidungsstücken und Nahrungsmitteln mitnahm. Am Sattelknopf hing das Blech-⸗Eimerchen zum Theekochen. Der Kalabreser auf meinem Kopf wies einige, vom Hutmacher nicht geschaffene Luftlöcher auf, mein vorn offenes Buschhemde war nicht ganz sauber und meine langen Schaftstiefel hatten schein⸗ bar lange keine Wichse gesehen, aber im Gurt steckten Revolver und Bowiemesser und zwischen den Zähnen der unvermeidliche Thonstummel. So ritt ich gegen Abend in nicht gerade froher Stimmung von der Polizeistation. Diese lag mitten im Urwald. Kein Weg führte zu derselben hinan, und Nie⸗ mand würde in der elenden Blockhütte das gesucht haben, was sie war. Bei einem letzten Rückblick auf das stille Haus mit den beiden dunklen Fensterhöhlen, welche wie zwei schwarze Riesen⸗Augen in den Wald hinaus⸗ lugten, kam mir unwillkürlich der Vergleich mit einer in ihr Netz eingerollten Spinne. Geheime unsichtbare Fäden erstreckten sich von hier aus nach allen Richtungen über den ganzen Distrikt hin, nud schon manche dumme Fliege war uns ins Garn gegangen. Würde es mir gelingen, neue Maschen zu knüpfen d Alles auskund⸗ winnen, der schon Wenn ich da⸗ würde man mir Ser⸗ erkläre mich be⸗ sagte ind ein Soldat,“ reichte mir über Nun ver⸗ und dann Das Ergeb⸗ nahm das als sagte Sie Ihren Re⸗ elt, dann ist es und die unbekannten Bewohner der toten Schlucht mit unzerreißbaren Fäden in unser Polizeinetz zu verstricken. Ich wollte es versuchen. Wir waren im Januar, heißeste Jahreszeit. Ueber dem Himmel war ein fast undurchsichtiger Schleier hingeweht, welchen die tief im Westen stehende Sonne wie ein blutroter Feuerball durch⸗ leuchtete. Das war aber kein Wolkenschleier, sondern Rauch von riesigen Waldbränden, welche weit im Innern wüteten und neue Wüsten schufen. Der Wald war hier, wie fast überall in Australien, ein offener. Um mich her ragten die Urwaldriesen, die blatt⸗ armen Eukalypten oder Gummibäume, welche drei Vierteile des australischen Baumbestandes aus⸗ machen. Die vereinzelt auftauchenden Kasuarinen Banksien, Akazien und wilden Kirschbäume brachten nur wenig Abwechselung in das ziemlich ode Waldbild. Farnkraut wucherte am Boden und verdeckte mit seinem zarten Grün die herrschende Dürre. Außer dem zirpernden Zwitschern der pfeilschnell dahinschießenden, kleinen grünen Muschel-Papageien, war fast kein Laut vernehmbar. So ritt ich still fürbaß und sann über meinen Feldzugsplan nach. Der Sergeant hatte mir vollständig freie Hand gelassen. Ich rief noch einmal Alles in mein Gedächtnis zurück, was er und Andere mir über die tote Schlucht mitgeteilt hatten. Das klang Alles wenig ermutigend. Andererseits konnte ich mir mit wahrer Genug⸗ thuung sagen, daß mir hier endlich einmal eine in Australien die die nicht nur Unerschrockenheit Aufgabe erwuchs, auch Kopf und Spürsinn und Kraft, sondern erforderte. Der Sergeant hatte Recht, was ich in der toten Schlucht zu thun hatte, war der leichtere Teil meiner Aufgabe. Da gab's Verstecke genug— auch für mich. Wie aber auf die Milton ⸗Park⸗ Station gelangen? Da sah man mich, da brauchte man mich nicht zu dulden, und mit dem Recht des Polizisten durfte ich in das Herrschaftshaus gar nicht ein⸗ dringen. Das verbot schon das Gesetz. Konnte ich hier aber nicht Fuß fassen, dann wurde doch noch ein Anderer vorgeschickt, um den interessanten und schwierigeren Teil meiner Aufgabe zu lösen. Ich konnte auf der Milton⸗Park⸗Station nur um Arbeit ansprechen, was hundert Andere auch thaten, und von diesen hundert wurden neunund⸗ neunzig immer abgewiesen. Würde ich der auserlesene hundertste Mann sein? 05 Wahrscheinlich nicht. Und was dann?— Als die Sonne unterging, war ich am Rande des Urwaldes angelangt. Vor mir lag eine im Abendrot erglühende Sand⸗ und Strauchwüste. Ueber derselben brütete die Stille des Todes. ö Es war das der gefürchtete„Scrub“ und die eigenartigste aber auch unheimlichste Erscheinung im ganzen australischen Landschaftsbild. Ich beschloß hier Station zu machen und abzu⸗ kochen für die Nacht, denn sobald in Australien die Sonne unter dem Horizonte gesunken ist, wird es 5 9 dunkel; eine eigentliche Dämmerung, wie wir sie in Deutschland kennen, giebt es dort nicht. Eine Stunde später stieg der Mond herauf. e — % Nr ——-= n ———— F — — —.———8 zur Stunde noch nichts.— Die Darmstädter werden ihr blaues Wunder erleben. * Mainz, 9. Oktober. Wie bestimmt ver⸗ lautet, wird die definitive U bernahme der Hessischen Ludwigseisenbahn in Staats⸗ betrieb nicht schon am 1. Januar 1897, sondern erst am 1. April 1897 stattfinden.— Die Wahl der Landtagsabgeordneten durch die Wahlmänner wird künftigen Mittwoch vor⸗ mittags 11 Uhr in dem Stadtverordnetensaal vorgenommen.— Gestern Mittag ist der Tage⸗ löhner Michael Kir sch fünf Stockwerk och von einem Neubau Ecke der Kurfürsten⸗ abe und des Frauenlobplatzes abgestürzt. Er erlitt einen doppelten Schädelbruch und sonstige Verletzungen und blieb auf der Stelle tot. Die Mutter hatte dem Sohn den Vieruhr⸗ kaffee gebracht und rief ihm„Michel“ zu, in diesem Augenblick drehte sich der Sohn, that einen Fehltritt und stürzte in die Tiefe. Ein jüngerer Bruder des Verunglückten hat in der letzten Woche in einer hiesigen Fabrik drei Finger verloren. 5 5 5 * Mainz, 9. Okt. Die Errichtung eines städtischen Arbeitsamtes beschäftigte gestern den juristischen Ausschuß. Die Regierung in Darm⸗ stadt hatte dem von hier eingereichten Statut die Ge⸗ nehmigung versagt, während inzwischen die Statuten der Städte Worms und Gießen genehmigt wurden, obgleich das Gießener Statut den sogen. Streikparagraphen enthält, der in dem Mainzer Statut fehlte. Der juristische Ausschuß will nun das Gießener Statut auch für Mainz acceptieren und es dem Ministerium zur Genehmigung empfehlen. Schwurgericht. W. Gießen, 10. Oktober. (Fortsetzung.) Die den Geschworenen vorgelegten Fragen lauten, für jeden Angeklagten einzeln formuliert: Ist der Ange⸗ klagte schuldig: 1. des Aufruhrs? 2. des Landfriedens⸗ bruchs? 3. des Widerstandes gegen die Staatsgewalt? 4. einen Gefangenen befreit zu haben? Bei jeder Frage ist die Hilfsfrage nach mildernden Umständen gestellt. Nach Beendigung der Mittagspause nimmt der Ver⸗ treter ber Staatsbehörde, Gerichtsassessor Dr. Friedrich, das Wort zur Begründung der Anklage. Er ist der Meinung, daß sich die That der Angeklagten nach der Beweisaufnahme als Aufruhr qualifiziert. Zwar wolle er von vornherein gestehen, daß die Staatsbehörde auf Zubilligung mildernder Umstände plaidieren werde. Dr. Friedrich geht nun dazu über, die rechtliche Seite der Fragen, welche zur Beurteilung den Geschworenen gestellt sind, zu erläutern, wobei er die Unterschiede zwischen dem Aufruhr und dem Landfriedensbruch scharf von einander abgrenzt. Nach der Beweisaufnahme waren es mehrere, die die Angriffe gegen die Gendarmen machten, es genügt dies, um eine Zusammenrottung anzunehmen, wenn die Gefahr für die Angegriffenen eine hochgradige gewesen sei, und daß dies der Fall, davon ist wohl jeder überzeugt. Der Staatsanwalt ist der Meinung, daß die Frage des Aufruhrs zu bejahen sei. Der Verteidiger des Angeklagten Vitt, Rechtsanwalt Dr. Fuhr, nimmt hierauf das Wort, um an Hand des Strafgesetzes nachzuweisen, daß, wenn Mehrere eine That begehen, noch lange keine Zusammenrottung von Menschen vorhanden ist. Warum klagt man die Leute nicht an wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, warum stempelt man deren Thun zum Verbrechen? Es sei nicht zu verkennen, daß die Gendarmen den verhafteten Schade nicht sehr zart behandelt haben, als sie ihn am Festplatze vorbeiführten, um ihn nach Butzbach zu bringen. Und nur aus menschlichem Gefühl, aus Mitleid mit dem Ge⸗ fangenen haben sich die Leute hinreißen lassen, sich mit den Beamten anzulegen. Nie und nimmer, meint der Verteidiger, können nach Lage der Sache die beiden ersten Fragen bejaht werden, und daher bitte er die wegen seines Klienten Vitt an die Geschworenen gerichteten beiden ersten Fragen zu verneinen. Wenn sein Klient schuldig sei, so könne das höchstens ein Widerstand gegen die Staatsgewalt sein. Der Verteidiger bittet, dem Vitt auch mildernde Umstände zu bewilligen. Die Rechtsanwälte Rosenberg II, Hirschhorn und Metz sprechen sich in ähnlicher Weise zu Gunsten ihrer Klienten aus. Herr Metz weist darauf hin, daß sich die Gendarmen ganz und gar nicht in berechtigter Ausübung ihres Dienstes befanden, als sie den Schade nach Butzbach schaffen wollten. Nicht mit kalter Ueber⸗ legung, wie der Staatsanwalt behauptet, haben die Be⸗ amten gehandelt, die am 12. Juli den Schade geschlossen am Festplatze vorbei nach Butzbach schafften. Als be⸗ sonnene, überlegte Männer hätten dieselben das Rekontre voraussehen müssen und mit dem Gefangenen⸗Transport um das Dorf herum einen anderen Weg einschlagen sollen. Soviel stehe fest, daß Beweise für die Schuld seines Klienten Stein nicht erbracht seien, weshalb er um dessen gänzliche Freisprechung bitte. Auch Rechtsanwalt Kraft plaidiert für die Frei⸗ sprechung des Häde, der als harmloser Zuschauer bei der ganzen Affaire dabei gewesen. Der Staatsanwalt tritt selbst dafür ein, daß den Angeklagten mildernde Umstände zuzubilligen seien. Das Verbrechen, welches diese begangen, sei zwar schwer, aber die Leute waren angetrunken. Rechtsanwalt Dr. Fuhr sprach noch namens aller Verteidiger, worauf nach geschehener Rechtsbelehrung die Geschworenen sich zurückzogen. Nach„ stündiger Beratung verkündete der Obmann, Georg Steinhäuser von Friedberg, den Spruch der Ge⸗ schworenen. Er lautete für sämmtliche Angeklagte auf nichtschuldig weder des Aufruhrs, noch des Landfriedens⸗ bruchs, dagegen auf schuldig des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der Gefangenenbefreiung, begangen als eine einheitliche Handlung. Die Frage nach mildern⸗ den Umständen wurde für Vitt und für Ferdinand Joh. Fischer verneint, für die 3 anderen Angeklagten bejaht. Der Staatsanwalt beantragt darauf gegen Vitt ein Jahr, gegen Ferd. Joh. Fischer acht Monate, gegen Friedrich Fischer 2 Monate, gegen Stein 3 Monate und gegen Häde 5 Monate Gefängnis. Dr. Fuhr bat um Herabsetzung der Strafe, dem schloß sich sein Kollege Rosenberg II an, Rechtsanwalt Hirschhorn bat, die Angeklagten milder anzusehen, als es die Staatsbehörde gethan, ihnen aber besonders die Unter⸗ suchungshaft anzurechnen. Besonders für die verheirateten Leute wäre eine lange Strafe doppelt hart, denn deren Familien müßten schwer darunter leiden, wenn der Er⸗ nährer fehle. Rechtsanwalt Metz sprach sein Erstaunen aus, daß die 3 Angeklagten, denen die Geschworenen mil⸗ dernde Umstände zugebilligt, nicht von der Staatsbehörde mit gleichem Maße gemessen worden seien. Der Gerichts⸗ hof verurteilte den Vitt zu 9 Monate Gefängnis, den Ferd. Joh. Fischer zu 6 Monate Gefängnis. Beiden werden 2 Monate der verbüßten Haft auf die Strafe an⸗ gerechnet. Die 3 anderen Angeklagten wurden zu je 2 Monate Gefängnis verurteilt, unter Anrechnung, von ein Monat der Untersuchungshaft für jeden Angeklagten und aus der Haft vorläufig entlassen. Um 9½ Uhr war die Verhandlung zu Ende. Vermischtes. — Der verratene Frühschoppen. Ein Münchener Geschäftsmann hatte kürzlich auf dem Viktua⸗ lienmarkt seine Einkäufe gemacht, darunter auch 100 Stück Eier, die er in einem Netz nach Hause bringen wollte. Unterwegs begegnete ihm, wie die„M. N. N.“ erzählen, ein alter Bekannter, und man verfügte sich ins Gasthaus, um einen kleinen Frühschoppen zu halten. Dort befanden sich auch noch andere Geschäftsfreunde, von denen einer das Netz mit Eiern, das unter der Bierbank vorsichtig verwahrt war, hervorzog und in die Küche verbrachte, um es in einen bereit gestellten Hafen mit siedendem Wasser zu setzen, bis die Eier hart waren, worauf er sie unbe⸗ merkt wieder an ihren früheren Aufenthaltsort verbrachte. Kurz darauf brach unser Geschäftsmann auf, um seine Eier nach Hause zu bringen. Die Ehefrau wartete bereits auf den etwas über die Zeit ausgebliebenen Ehemann, da sie die Eier zur Bereitung des Mittagsmahls benötigte. Groß war ihre Ueberraschung, als sie vier bis fünf Eier, die sie aufgeschlagen hatte, bereits gekocht fand. Schleunigst rief sie zur Aufklärung des Räthsels ihren Ehemann her⸗ bei, der selbstverständlich nicht weniger erstaunt war, bald aber die natürliche Lösung fand, denn er kennt seine „Pappenheimer“. Wohl oder übel mußte er jedoch bei der Erklärung seiner Ehegesponsin ein Geständnis über den abgehaltenen Frühschoppen ablegen, was er natürlich gerne verheimlicht hätte. — Der bestohlene König oder die echte Patriotin. Der im königlichen Palais in Kopenhagen bedienstete Hoflakal Oxenböll stahl aus den königlichen Zimmern 80 000 Kronen, damit seine Familie„herrschaft⸗ Der sollte mir dann weiter leuchten auf meinem einsamen und gefahrvollen Weg. Mit dem Sinken des Tagesgestirns trat in der Natur vollständige Ruhe ein. Nach genossenem Abendbrot streckte ich mich neben meinem Lagerfeuer auf die wollene Decke, nicht ohne zuvor den Platz nach Schlangen und Skorpionen abgeleuchtet zu haben. Den Kopf auf den untergeschobenen Sattel ge⸗ bettet und die Pfeife im Munde, fühlte ich mich ungeheuer behaglich. In solchen Stunden denkt man gern über Ver— gangenes nach. Alte und neue, angenehme und traurige Erinnerungen stiegen in mir auf. Australien war immer das Land meiner Sehn⸗ sucht gewesen. Nach beendetem Krieg, der in meine Dienstzeit fiel, wanderte ich aus. Ich war eigentlich herübergekommen, um Gold zu graben, aber die Arbeit war mir denn doch zu schwer gewesen, und ich teilte das Schicksal der Mehrzahl der Goldgräber, ich machte nur unbe⸗ deutende Funde, kaum genug zum Leben, aber zu viel zum Sterben. Damit fertig, wollte ich mich für das Militär anwerben lassen und fand zu meiner Ueberraschung, daß Australien gar kein stehendes Heer hat, sondern nur Freiwilligen⸗Korps. Ich machte zwar einen kurzen Versuch, einer Ab⸗ teilung dieses Bürgerheeres etwas vom militärischem Drill beizubringen, aber natürlich ganz vergebens. Die Leute wollten nur gelegentlich im roten Rock vor ihren Mitbürgern herumstolzieren, sonst nichts. Meine Verweise wurden mit Grobheiten heim⸗ gezahlt. Nun ließ ich mich für die reitende Polizei ein⸗ schreiben, und nach mehrmonatlichem Warten ward ich denn auch glücklich eingestellt. Die australische reitende Polizei ist und war immer eine Elite-Truppe, schneidig, todesmutig und in einem beständigen Kampf mit gewalttbätigen Ver⸗ brechern begriffen, au denen Australien überreich ist. Nachdem ich meine Probezeit mit dem Prädikat „ausgezeichnet“ bestanden hatte, ward ich bierher⸗ geschickt, auf eine Stelle, die mein Sergeant selbst als einen„verlorenen Posten“ bezeichnete. Es war eigentlich zu verwundern, daß wir noch nicht von einer Uebermacht überfallen oder Einzelne aus dem Hinterhalt niedergeschossen waren. Dieser Gefahr waren wir beständig ausgesetzt, um so mehr, als immer drei von der vier Mann starken Besatzung unterwegs waren. Wir hatten es also auch verstanden, uns„ge—⸗ fürchtet“ zu machen. Wir hatten bier aber nicht nur mit den Busch⸗ räubern selbst, wir hatten auch mit den Sym⸗ pathien zu kämpfen, welche dieselben bei dem ärmeren Teil der Bevölkerung, das heißt, bei den Arbeitern genossen. Besonders feurig in ihrer Bewunderung für die großen Räuber, welche, wie der schon erwähnte Morgan, die Reichen plünderten und das Gestohlene den Armen gaben, waren die Irländer, und jrische Arbeiter gab es sehr viele in unserem Distrik. Diese Leute unterstützten die Räuber gegen uns, leisteten ihnen Kundschafter-Dienste und hielten sie verborgen, wenn Zeit und Umstände es erforderten. So nur war es zu erklären, daß ein Räuber ganz allein zwanzig waffenfähigen und vielleicht heimlich Waffen tragenden Männern gegenüber treten konnte, ohne den geringsten Widerstand zu finden. Auch mit dieser beklagenswerten Verirrung hatte ich zu rechnen. Ich durfte mich Niemandem anvertrauen, aus Furcht, meinen Feinden verraten zu werden. (Fortsetzung folgt.) lich“ leben könne; und zwar war es seine Frau, welche ihn zu den Diebstählen bewog, und um den plötzlichen Wohlstand zu rechtfertigen, überall in der Nachbarschaft von einem großen Loos erzählte, das sie gewonnen hätte. Der Mann wurde zu zwei Jahren, die Frau zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Der König erklärte, er wolle Beide begnadigen, wenn sie sich verpflichten würden, gleich das Land zu verlassen. Darauf ging aber die Frau nicht ein; sie lehnte vielmehr den Begnadigungsan⸗ trag ab und rief:„Lieber im Kerker, als das Vaterland verlassen!“ In den dänischen Kerkern muß es schöner sein, wie in deutschen, oder die Vaterlandsliebe der Diebin ist unverwüstlich. — Für die Frage nach der ursprüng⸗ lichen Heimat des Menschengeschlechts und der anfänglichen Einheit der Menschenrassen sind die Ent⸗ deckungen nicht ohne Bedeutung, die der Engländer H. W. Seton⸗Karr vor einiger Zeit im Somaliland gemacht hat. Seton⸗Karr hatte bei mehreren Besuchen, die er diesem Lande zu Jagdzwecken abstattete, eine Anzahl be⸗ arbeiteter Feuersteine gefunden; er brachte sie mit nach England und legte sie den Anthropologen auf der letzt⸗ jährigen englischen Naturforscherversammlung zu Ipswich vor. Aber obgleich die Form dieser aus breiten, flachen, an den Rändern bearbeiteten Feuersteinsplittern bestehenden Werkzeuge darauf hindeutete, daß sie der sogenannten älteren Steinzeit(dem„paläolithischen Zeitalter“) ange⸗ hörten, so konnte doch kein völlig sicherer Beweis dafür gegeben werden. Ehe nun Seton⸗Karr nach Somaliland zurückkehrte, besuchte er die vorgeschichtliche Sammlung des Anthropologen Sir John Evans und studierte hier die verschiedenen Formen der in den diluvialen Ab⸗ lagerungen verschiedener Erdgegenden aufgefundenen Stein⸗ geräte. So mit deren Kennzeichen vertraut geworden, vermochte er bei einem neuen Aufenthalte in Somaliland während des letzten Winters eine große Anzahl von Steinwerkzeugen aufzufinden, die in ihrer Gestalt durchaus mit jenen der berühmten Fundstelle in Sommethale und anderen Oertlichkeiten übereinstimmten. An dieser Ueber⸗ einstimmung kann, wie Sir John Evans uunmehr be⸗ stätigt, kein Zweifel sein, und obwohl gegenwärtig keine fossilen Säugetierknochen oder andere Ueberreste, die das Alter der Steingeräte bezeugen könnten, mit diesen zusam⸗ men gefunden wurden, darf man nach Evans nicht zögern, sie für paläolithisch zu erklären. Sie scheinen über das ganze Land verstreut vorzukommen und aus sandigen oder lehmigen Ablagerungen durch die Wirkung des Regens ausgewaschen oder, in einigen Fällen, durch den Wind bloßgelegt worden zu sein. Sie sind zum Teil aus Feuerstein, zum Teil aus Quarzit; die meisten haben Lanzettegestalt, doch auch eiförmige und andere Formen kommen zahlreich vor. Jeder, der diese Steingeräte mit den europäischen vergleicht, muß, so versichert Evans, die Ueberzeugung gewinnen, daß, wenn sie nicht wirklich von derselben Menschenrasse angefertigt worden sind, doch eine sehr nahe Berührung zwischen den Rassen, die Werkzeuge von so übereinstimmender Form herstellten, bestanden haben muß. Wenden wir uns von Somaliland west⸗ wärts, so begegnen wir Feuersteinwerkzeugen von derselben Beschaffenheit in den Funden, die Flinders Petrie iu einer Höhe von vielen hundert Fuß über dem Nilthale gemacht hat. Einige wenige sind in Nordafrika gefunden worden; sie kehrten wieder im Manzanaresthale in Spanien, in einigen Gebieten von Mittel-Italien, und sind reichlich vorhanden in den Flußthälern Englands und Frankreichs. Gehen wir dagegen ostwärts, so haben wir einige Werk⸗ zeuge von entsprechender Form, die Chantre im Thale des Euphrat gefunden hat, und viele aus Quarzit in den Lateritablagerungen Indiens. Auch in Süd⸗Afrika treten sehr ähnliche Formen auf, obwohl deren Alter etwas un⸗ gewiß ist. Die reichen Funde sind sehr geeignet, neue Betrachtungen und Mutmaßungen über die ursprüngliche Heimat des Menschengeschlechts anzuregen, die ja doch höchst wahrscheinlich in einem Gebiete zu suchen ist, wo das Klima mild und der Lebensunterhalt leicht zu erlangen war; jedenfalls tragen sie sehr wesentlich dazu bei, den Raum zwischen dem paläolithischen Menschen in Britannien und in Indien zu überbrücken. — Kein Havannatabak mehr. Aus Kuba wird berichtet: Es giebt dieses Jahr fast keine Tabak⸗ Ernte auf der Insel. Die Pflanzer schicken die auf⸗ gehobenen Reste früherer Ernten, die sie bisher nicht gut genug zum Verkaufe fanden, nach Europa. Es giebt noch Zigarren von der Ernte des Jahres 1894. Aber der Vorrat ist gering. Ist er zu Ende, so werden die Raucher ein oder zwei Jahre Borneo- oder indische Zi⸗ garren rauchen müssen. Die Yankees sind wieder einmal schlau gewesen. Die Bostoner Tabakhändler haben sich einen Vorrat von Tabak angelegt, der auf zwei Jahre ausreicht. Kuba produziert in normalen Jahren ungefähr 200 000 Ballen. Dieses Jahr beträgt die Ernte nur 20 000 Ballen, die längst verkauft sind. Die Aufständischen be⸗ finden sich im Besitz der Distrikte, welche den besten Tabak liefern. — Ueber die Stellung der Frau in den Vereinigten Staaten von Nordamerika sprach auf dem internationalen Frauenkongreß in Berlin Fräulein Frances Graham aus Washington, welche im Auftrage der Regierung am Kongreß teilnahm. Ihren Ausfüh⸗ rungen entnehmen wir das folgende: Auf Grund des Ergebnisses der Volkszählungen in den Jahren 1880 und 1890 sagte Fräulein Graham, daß von den 30 554 370 Frauen, die im Jahre 1890 in den Vereinigten Staaten lebten, 3 9147711 in verschiedenen Berufen thätig sind, um 47 vom Hundert mehr als im Jahre 1880. In den höheren Berufszweigen waren im Jahre 1880 177255 weibliche Personen thätig, im Jahre 1890 waren es 312 682, d. h. in zehn Jahren eine Zunahme von 75 v. H. In der Gewerbsthätigkeit, Fabrikgeschäften und anderen Industrien befanden sich 1027 525 Frauen im Jahre 1890, als Dienstleute in demselben Jahre 1667686 thätig, 1235 Frauen waren im Predigeramt thätig, 888 als Zeitungsberichterstatterinnen, 208 als Advokatinnen, 735 als Professorinnen, 4555 als Aerzt⸗ innen, 337 als Zahnärztinnen, 219 als Verlagsbuch⸗ händlerinnen, 25000 im Handel, 306 als Erfinderinnen und Musterzeichnerinnen, 34517 als Musiklehrerinnen, 4875 im Dienst der Regierung. In den amerikanischen Hochschulen gab es im Jahre 1892 140 053 Student⸗ innen, und 23,5 v. H. davon waren Frauen. In den Frauenkolleges waren im Jahre 1894 nicht weniger als 22 949 Studentinnen. Im Jahre 1894 bis 1895 er⸗ hielten 1609 den Baccalaureatsgrad der freien Künste, 454 denselben Grad für Wissenschaften, 678 den Bacca⸗ laureatsgrad der Litteratur, 161 den Magistergrad der freien Künste, 166 den Baccalaureatsgrad der Musik und 207 andere akademische Ehrentitel. Es gab in den öffentlichen Schulen etwa 250 954 Lehrerinnen. Durch⸗ schnittlich erhalten die Lehrerinnen 37 Doll. 56 Cts. monatlich, jedoch giebt es auch solche, die 1200 Doll. und mehr jährlich erhalten. Als Redakteure und Schrift⸗ stellerinnen bekommen sie noch höhere Salaire. In Regierungsstellen erhalten die meisten Damen etwa 900 5 5 Bund Dollars jährlich. Vor sechs Jahren wurde ein der amerikanischen Frauenvereine gebildet. Diesem Bunde eghören 478 Vereine an, und 20 Staaten haben Staats⸗ verbände mit 947 Vereinen, die 100 000 Müglieder zählen. In 36 Staaten haben die Frauen das sich an Erziehungsangelegenheiten zu beteiligen und Schul⸗ ämter zu bekleiden. — Hinrichtung eines Unschuldigen. Aus Omsk in Sibirien wird gemeldet, es habe sich herausge⸗ stellt, daß das dortige Militärkreisgericht vor einigen Jahren einen ganz Unschuldigen zum Tode verurteilt habe, welche Strafe am folgenden Tage vollzogen wurde. Von den oft mehrere Hunderte von Gefangenen zähleuden Trans⸗ porten, die sich auf dem Wege nach einem Verbannungs⸗ ort in Sibirien befinden, versuchen häufig Einzelne zu entkommen. Diese Versuche mißlingen meist und ziehen den Beteiligten schwere Strafen zu, abgesehen davon, daß bei solchen Fällen immer mehrere der Gefangenen von den eskortierenden Soldaten erschossen oder erstochen werden. Dann und wann gelingt es einem oder mehreren Ge⸗ fangenen, wenn sie bei solchen Gelegenheiten vor Blutver⸗ gießen nicht zurückschreckeu und sich plötzlich auf die ihnen zunächst stehenden oder gehenden Soldaten stürzen. während des darauf folgenden allgemeinen Kampfes zu entkommen, aber nur äußerst selten gelingt es den somit Entsprungenen über die Grenze zu kommen; gewöhnlich treiben sie sich so lange in den weitausgedehnten Wäldern umher, bis sie durch Zufall— wieder eingefangen wer⸗ den oder aber vor Hunger und Kälte sterben. In dem vorliegenden Fall, der sich vor ungefähr drei Jahren er⸗ eignete, kam es zu einem sehr harten Kampf zwischen einem größeren Transport von Gefangenen und den es⸗ kortierenden Soldaten; das Blut floß in Strömen und es gelang mehreren der Gefangenen zu entkommen, u. A. auch einem gewissen Losow, der zwei von den Soldaten erschlug. Nach Verlauf einiger Monate wurde indessen von der Omsker Landpoltzel ein Mann eingebracht, in dem sie mit aller Bestimmtheit den entsprungenen Losow zu erkennen meinte; er nannte sich Schukkin und seine Papiere waren anscheinend in guter Ordnung, die Poll⸗ zisten beharrten aber bei ihren Aussagen und Losow⸗ Schukkin wurde dem Militärgericht übergeben, das ihn, wie eingangs erwähnt, zum Tode verurteilte. Jetzt hal man aber den wirklichen Losow gefunden; er befindet fi zur Zeit im Zentralgefängnis und wurde vor Kurzem als Landstreicher aufgegriffen. Anfangs sagte er aus, er heiße Varontschuk, wenige Tage später aber legte er ein umfassendes Bekenntniß ab, aus dem hervorging, daß er eine ganze Reihe von Missethaten verübt hatte, daß sein wirklicher Name Losow und daß er es war, der während des Gefangenentransportes zwei Soldaten ermordet hatte. — Eine Tragödie zur See. Ueber die Kata⸗ strophe des versunkenen italienischen Segelschiffes„Monte Tabor“ werden dem„Pester Lloyd“ die folgenden er⸗ schütternden Details gemeldet: Es war stürmisches Wetter und der Segler scheiterte bei dem Eingange zum Hafen von Boston, bekam ein riesiges Leck und der Untergang war unvermeidlich. Kapitän Dellacasa sah kein Ent⸗ rinnen und in seiner Verzweiflung stürzte er in seine Ka⸗ bine und schoß sich eine Kugel in die Schläfe. Als der zweite Kapitän den Tod seines Kommandanten sah, durch⸗ schuitt er sich mit einem Rasiermesser die Kehle und starb auf der Stelle. Vier Personen von der Mannschaft wurden von den hochgehenden Wellen über Bord geworfen, den anderen sechs Personen gelang es, im Rettungsboot das Land zu erreichen. — Neunzehn Jahre unschuldig im Kerker. Wiener Blätter berichten: In der Strafanstalt zu Kart⸗ haus befindet sich seit 19 Jahren ein Kerkersträfling, der Mauer Joseph Mayer, der im Jahre 1877 wegen Raub⸗ mords an der Häuslerin Franziska Leidwein in Walden⸗ dorf vom Schwurgerichte Kronenburg zum Tode verurteilt und dann zu lebenslänglichem Kerker begnadigt wurde. Mayer beteuerte seit jeher in mehr oder minder heftiger Weise seine Unschuld. Vor einigen Tagen ist nun dem Kriegsgerichte Kronenburg ein Brief aus New⸗Pork zuge⸗ kommen, in welchem sich der Absender, der sich nur Wenzel unterschreibt, als der Mörder der Häuslerin be⸗ kennt. Dieses Schreiben wurde dem wegen dieses Mordes eingekerkerten Mayer vorgelesen und ihm erlaubt, selnen in Wien wohnhaften Bruder schriftlich zu bitten, um Wiederaufnahme des Prozesses einzuschreiten. Der Bruder wendete sich nun an den Vertheidiger Dr. Pupovac, der auf Grund des wenn auch anonymen Briefes aus New⸗ York um Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Joseph Mayer einkommen wird. — Aussatz in Kolumbien. Im troplschen Amerika, besonders in Kolumbien, sind furchtbare Haut⸗ krankheiten, auch Aussatz(Lepra) und Elephantiasts ziemlich verbreitet. Da in jenen dünn bevölkerten, mangel⸗ haft regierten und verwalteten Gebieten und bei der halb⸗ kultivierten Bevölkerung an eine Absperrung und ordent⸗ liche Behandlung und Pflege der Aussätzigen nicht zu denken ist, breitet sich die grauenhafte Krankheit aus. So schreibt die Zeitung„El Porvenir“ von Karthageno Ende August: Im Jahre 1882 gab es nach unseren Erkun⸗ digungen im Orte Cienaga de Oro nur zwei Aussätzige und heute 97, wenn die in der nächsten Umgebung wohnenden mitgerechnet werden. Wenn nicht Maßregeln zur Absperrung der Kranken getroffen werden, dürfte sich die ganze bedeutende Ortschaft bald in ein Lazarett für Aussätzige verwandeln. Letzte Nachrichten. * Gießen, 10. Okt. Im Gartfeld brann⸗ ten heute Vormittag 2 Strohdiemen, dem Oekonomen Puth gehörig, nieder. Das Feuer soll durch Kinder angelegt worden sein. Der Strohhaufen ist versichert. Gießen, 10. Okt. Der gestrige Theater⸗ abend hatte unserem Stadttheater ein volles Haus geschaffen. War es das Gastspiel der königl. bairischen Hofschauspielerin Bertha Gieseke, oder war es das Lustspiel Tilli von Stahl, welches seine Wirkung nicht verfehlte und der Direktion eine gefüllte Kasse schaffte? Jedeufalls wirkte beides zusammen und die Theaterbesucher hatten sich sicher nicht zu beklagen. Nicht nur häufige Lachsalven begleiteten den Gang der Handlung, sondern auch reicher Beifall lohnte die wackere Künstlerschaar, die es meisterlich ver⸗ stand, den humorvollen Inhalt des Lustspiels lebenswahr zur Darstellung zu bringen. Neben Fräulein Bertha Gieseke, welches in der Titel⸗ rolle ein wahres Meisterstück vollführte, waren es besonders Herr Kunert als Bankier Rebus und Frau Helm, dessen Frau, welche fein ppin tiert die Partien durchführten und viel zum Er⸗ Aufsteriung von 9. 2 wabrdnet wie falgt: bümmobn gungen, Versammluf 1 05 dienen, dürfen Tuimihmebestimmungen agtsänlen und angeb Jußberzogl. Bürgerme Aubnis Großherzogl. sapglihem Polggeumt Im Uebrigen ist Auinmung des Eigen Ai die Plakate auf ein Aschlagstasel besesigt! Die Bestimmung Inn Orundflckseigentll nen Grundstlcen, Zuwiderhandlun, nutzung und widerre Hazen von denselben, Hahstrafe bis zu 30 Lorsehendes bol Oießen, den — 7 Leiner Fraphlsehes Ge Beller, Dletzst 1 aba —ů——k—— d 5 7 Z 2* 3 S . — 2 . olge des Abends beitrugen. Auch das übrige Bsentble schloß sich mit guten Leistungen 155 * Gießen, 10. Oktober. Ein Einbruchs⸗ diebstahl wurde vergangene Nacht in dem am SOswalds Garten belegenen Wasserhäuschen aus— geführt. Durch Ausheben der Thür gelangten die Diebe in's Innere und stahlen mehrere Kistchen Zigarren. Standesamtliche Nachrichten. Geburten. Am 23. September. Dem Professor Dr. Gustav Krüger 1 T., Helene Elisabeth Toni.— Am 29. Sept. Dem Tagelöhner Konrad Balser 1 Sohn, Konrad.— Am 3. Oktober. Dem Gerichtsaccessisten Dr. Nikolaus Reinhart 1 S., Nikolaus Andreas Friedrich Joseph Heinrich.— 3. Dem Schlosser Konrad Heisen 1 T., Martha Elise.— 3. Dem Spengler Christian Arnold 1 S.— Am 4. Oktober. Dem Kellner Heinrich Grün 1 T., Emilie An⸗ tonie Marie. Aufgebote. Am 3. Oktober. Johannes Peter Krauskopf, Bürsten⸗ macher dahler, mit Maria Peter hierselbst.— Am 6. Oktober. Heinrich Steuernagel, Sergeant dahier, mit Marie Gebauer hierselbst.— Am 8. Oktober. Emil Adolf Stieber, Viehtransporteur dahter, mit Katharine Elisabethe Frischholz hierselbst.— 8. Wilhelm Hoffmann, Schneider zu Gießen, mit Elisabethe Prophet hierselbst. — 8. Ferdinand Theodor Rudolf Wilhelm Freiherr von Kittlitz, Premier⸗Lieutenant zu Bernburg, mit EClisabeth Hedwig von Madai hierselbst.— Am 9. Oktober. Julius Bär, Kaufmann dahier, mit Olga Walther zu Themar. Eheschließungen. Margaretha Dorothea Maria Spie erselbst 6 Philipp Heinrich Meisenzahl, Lauma zu N a. M., mit Marie Louise Rühl daselbst.— 115 7. Oktober. Johannes Stock, Bremser dahier, mit argarethe Wenzel hierselbst.— 7. Heinrich Karl Jakob Baum, Dmnibuskutscher dahier, mit Luise Horst hierselbst. 15 Am 9. Oktober. Adolf Bamberger, Kaufmann zu eustadt a. H., mit Pauline Goldenberg hierselbst.— 9. Ludwig Adam Schreher, Forstasse i it Eli Wilhelmine düübsamen 1 e Sterbefälle. Am 4. Oktober. Marie Kranz, 18 Jahre alt, ledig, von Friedberg.— 4. Walter Karl Friedrich Philipp Jo⸗ hann Schäffer, 7 Monate alt, Sohn von Kalkulator Karl Schäffer dahier.— Am 6. Oktober. Wilhelm Fis, 2 Monate alt, von Linkenheim.— Am 8. Oktober. Bar- bara Opper geb. Roth, 68 Jahre alt, Witwe von Tage⸗ löhner Friedrich Opper II aus Trebur. 5 Neueste Telegramme. Das Zarenpaar in Darmstadt. Hd. Darmstadt, 10. Okt. Der Festta hat das herrlichste Wetter gebracht. Ju en Straßen herrscht ein bunt bewegtes Leben. Von dem Bahnhofe strömen die Fremden, welche in großer Anzahl fortgesetzt ankommen, nach der Stadt. Die Ausschmückung der Stadt ist vollen⸗ det. Die am ehemaligen Rheinthor errichtete Ehrenpforte besteht aus einem die Fahrbahn⸗ Breite beanspruchenden, imposanten Bau. Die Mittelpartie, als Durchfahrt gedacht, wird von sind in Marmor imitirt, sodaß der ganze Bau als ein solides Ganzes sehr geschmackvoll zur Erscheinung gelangt. Die Ehrenpforte ist zur Beleuchtung mittelst elektrischen Lichtes eingerichtet. Auf dem Pexron hatte die Ehren⸗Kompagnie vom hiesigen Leib⸗-Regiment Nr. 115 mit Fahne und Regim s'ntsmusik Aufstellung genommen. Punkt 9 Uhr lief der aus 11 Wagen bestehende russische Hofzug ein. Derselbe wurde gezogen durch zwei hübsch geschmückte Lokomotiven der 0 Ludwigsbahn. Beim Herannahen des zuges intonterte die Musik der Ehren⸗Kompagnie die russische Nationalhymne. Das russische Kaiser⸗ paar entstieg dem Zuge; zuerst die Kaiserin, welche sichtlich erregt war, dann der Zar, welcher sehr wohl aussah. Die Zarin trug eine Robe aus weißem Wollstoff, ebensolches Cape und einen Hut mit weißen Federn. Der Zar trug russische Dragoner⸗Uniform und hatte Kette und Band des hessischen Ludwigordens angelegt. Der Empfang war äußerst herzlich. Alsdann schritt der Zar die Ehren-Kompagnie ab und nahm den Vorbeimarsch entgegen. Hierauf begaben sich die Herrschaften ins Fürstenzimmer, von wo aus die Abfahrt nach dem Schloß erfolgte. Voraus fuhr in einem Wagen Regierungsrat Fey, Chef der Polizei. Dann folgte als Ehren-Eskorte eine Schwadron des Garde-Dragoner Regiments Nr. 23. Der Zug wurde durch brausende Hochrufe be⸗ 3 5 Er dankte militärisch, grüßend nach allen eiten. Zaren die endgültige Besiege⸗ lung der französisch⸗russischen Allianz. Hd. Paris, 10. Oktober. Der russische Hof⸗ zug ist um 11 Uhr 50 Minuten in französisch Abricourt eingetroffen. Das Bahngeleise war militärisch bewacht. Hd. Paris, 10. Oktober. Dem„Temps“ zufolge hat der Zar von Versailles aus an seine Mutter ein Telegramm geschickt, in dem er seine dect Freude über den warmen Empfang aus⸗ rückt. Hd. Kopenhagen, 10. Okt. Die russische Kaiserin Witwe sandte dem Präsidenten Faure telegraphisch ihren Dank für den warmen Em⸗ pfang ihres Sohnes. Marktpreise. Gießen, den 10. Oktober. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1— 1,10, Hühner⸗ eier 2 Stück 13— 15, Enteneier—, Gänseeier——, Käse 5-7, Käsematte 3, Erbsen per Liter 16, Linsen 28 Pfg., Tauben per Paar 50—60 Pfg., Hühner p. St. 901,00, Hahnen 50—80, Enten 1,60 2,00, Gänse per Pfund 45— 55, Ochsenfleisch 7074, Kuh- und Rindfleisch 64 bis 68, Schweinefl. 56— 66, Schweinefl., gesalz. 70— 72, Kalbfleisch 50— 54, Hammelfleisch 60— 70, Kartoffeln pro 100 Kilo 4,50- 6,00, Zwiebeln per Zentner 4,00— 5,00 Mark, Milch per Liter 16 Pfg. Zwetschen 8,— 10,00 p. Ztr. Sterbefälle. 5... 2 Am 3. Oktober. Johannes Feußner, Schriftsetzer da⸗ hier, mit Emma Gertrude Elise Christine Heil hierselbst. — 3. August Konrad Christian Lind, Schreiner dahier, mit Helene Margarethe Karbach hierselbst.— 3. Wilhelm Balthasar Bergen, Schlosser dahier, mit Susanne Luise Katharine Henriette Weller hierselbst.— 3. Ernst Fleck, Metzger dahier, mit Marie Anna Zimmermann hierselbst. — 3. Adam Zimmermann, Sergeant dahier, mit Louise Keiner hierselbst.— Am 6. Oktober. Hermann Georg Heinrich Erb, Gutsinspektor zu Bernsfeld, mit Johanna gebreiteten Schwingen. gehalten. Die Durchgänge einer Kuppel als Bedachung überragt. kupferähnlicher Art gedeckte Kuppel trägt eine große Krone, die Verdachung unterhalb der Kuppel ist geschmückt mit dem russischen Wappen und darüber mit dem russischen Adler mit aus⸗ 0 Die beiden Seitenteile sind am Sockel in den hessischen Landesfarben zu beiden Seiten sind mit Pflanzen⸗Dekorationen geschmückt, die nicht von Dekorationen bedeckten äußeren Flächen Die in Hd. Berlin, 10. Oktober. Wie das„Kleine Journal“ aus bester Quelle erfahren haben will, werden die Kaiserzimmer im ersten Stock⸗ werk des russischen Botschafts-Hotels zum 1 Empfang des Zaren in Bereitschaft gesetzt. Hd. Paris, 10. Oktober. Blätter erblicken in den gestern in Cha⸗ lons ausgebrachten Trinksprüchen des Präsidenten der Republik und des Am 10. Oktober. alt, Schlosserlehrling dahier, Kaplansgasse 10. Die Beerdigung findet Montag, den 12. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause aus statt. Friedrich Kratz, 14 Jahre Sämtliche Gießen. Verleger: dakteur: Wilhelm Sell, Druck von E. Ottmann, beide in Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ . —— Lokal⸗Polizei⸗Reglement, betr. den öffentlichen Zettelanschlag in der Stadt Gießen. Nach Anhörung der Stadtverordneten ⸗Versammlung wird mit Genehmigung Großh. Ministeriums vom 9. September l. J. zu Nr. M. J. 25073 für den Bezirk der Stadt Gießen verordnet wie folgt: 1 8 Bekanntmachungen, gewerbliche Anzeigen, öffentliche Ankündigungen, inabesondere von Be⸗ lustigungen, Versammlungen und Aufführungen, soweit dieselben nicht den öffentlichen Verkehrs⸗ interessen dienen, dürfen innerhalb der Stadt Gießen und deren Gemarkung, vorbehältlich der Ausnahmebestimmungen in§ 2 und 8 3, nur an den von der Stadt Gießen errichteten An⸗ schlagsfäulen und angebrachten Tafeln angeschlagen werden und zwar nur durch die seitens Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen dazu berechtigten Personen. Diese bedürfen hierzu der Erlaubnis Großherzogl. Polizesamts Gießen und haben einen auf Namen lautenden von Groß⸗ herzoglichem Polizeiamt Gießen auszustellenden e bei sich zu führen. 8 2 Im Uebrigen ist die Anbringung der in 8 1 erwähnten Bekanntmachungen ic. nur mit Zustimmung des Eigentilmers des betr. Gebäudes zc. und unter der Voraussetzung zulässig, daß die Plakate auf einer, von Großherzoglichem Polizeiamt Gießen hierzu für geeignet erklärten Anschlagstafel befestigt werden. 3 9 3. Die Bestimmungen der 88 1 und 2 beziehen sich nicht auf Bekanntmachungen, welche von Grundstückseigentümern oder Mietern ausschließlich in ihrem Privatinteresse an ihren eigenen Grundstücken, Häusern oder Mietsräumen ausgehängt oder angeschlagen werden. 4 Beschädigung, Be⸗ schmutzüng und widerrechtliche Benutzung der Anschlagstafeln und Säulen, Abreißen von An⸗ schlägen von denselben, werden, unbeschadet höherer allgemeiner Strafbestimmungen mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark bestraft. 5 8. Vorstehendes Lolal-Polizei⸗Reglement tritt am 15. Oktober l. J. in Kraft. Gießen, den 6. Oktober 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Photographie. Meiner verehrl. Kundschaft zur gefl. Nachricht, dass ich mein photo- graphisches Geschäft seit I. April d. J. nieht mehr in meinem früheren Ateller, Dletzstrasse 4 ausübe, sondern in dem neuerbauten Atelier Grünbergerstrasse No. 10. Aufnahinen finden zu jeder Tageszeit von Morgens 9 Uhr bis Nachm. 5 Uhr statt Hochachtungsvollst G. Mook, Photograph. Bei meiner diesjährigen Inventur habe ieh einen großen Posten in aletots⸗Habelocks für Herren und Knaben zurückgesetzt, welche zu sehr billigen Preisen ausver⸗ kauft werden. a 1147 Carl Frensdorf, Bahnhofstr. Gießen Ecke Neustadt. dn Stadt. Schlachthaus 170 die Großh. neuen Kliniken in Gießen * Freibank. die Lieferung von: Heute und Montag 600 Zentner Speisekartöffeln und Rindfleisch, 20 Zentner gebrochener Aepfel nicht ladenrein, pro Pfund 50 Pfg wiederholt auf dem öffentlichen Submisstons⸗ Sehweinefleisch wege vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können auf dem frisch und gesalzen, nicht ladenrein, pro Pfund 48 Pfg · Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen vormittags von 10—12 und nach mittags von 3—5 Uhr eingesehen werden. Offerten sind verschlossen mit entsprechender N versehen, bis unn 8 42 9, 8 Aer eehte, Bae. Die Freibaut bleibt bis Abends 10 Uhr geöffnet. Kleines Familienlogi vermieten. 1070 per 1. Oktober zu ve 8 Zuwiderhandlungen gegen obige Bestimmungen, sowie absichtliche 23 un auf dem oben erwähnten Bureau einzuceichen. Zuschlag erfolgt am 20. Oltober 1896. Bießen, den 9. Oktober 1896. Großh. Verwaltungs⸗Direktion der Neuen Klinilen. wei ordentliche Arbeiter erhalten reine Schlafstelle. 1072 A. Weber, Liebigstraße 55. Möbliertes Zimmer iu vermieten. Liebigstraße 63. Einfach möbl. Zimmer, event. mit Mittagstisch, billig zu 158 Hammstraße 12 II, links. 2601 mieten. f 5 Operationskittel für Mediz 9 Seltersweg 9, Den Empfang sämtlicher Saison-Meuheiten Herren-, Knaben- und Kinder-Anzügen zeige ergebenst an. Marlus Bauer GIESSEN Spezialität: inder- Anzüge. 9 Seltersweg 9. % Anfertigung vuqο Muss. 60 — 8 2 e N Les 2 n 1096 — * 20 2 — e l r eee an neee — 5 e J* 5 * D Bekanntmachung. Auf Verfügung Großh. Kreisamtes bringen wir Nachstehendes zur allgemeinen Kenntnis: Der sogenannte Frostnachtspanner richtet an den Obstbäumen(insbesondere an Aepfel⸗, Kirschen⸗ und Mirabellenbäumen) den größten Schaden an. In der Zeit von Mitte Oktober bis Dezember entschlüpft der Frostnachtspanner seiner Puppe und klettert der weibliche Schmetter⸗ ling an den Stämmen der Obstbäume empor, um in die Knospen seine Eier abzulegen, welchen im nächsten Frühjahr kleine Räupchen entschlüpfen, die sofort an den Blilten zu fressen anfangen und alle Bemühungen zu ihrer Vernichtung zu Schanden machen. Es ist deshalb von Wichtigkeit, den Schmet⸗ terlingen den Zutritt zu den Zweigen und Knospen zu verwehren, was am Gründlichsten durch Anlegung von sogenannten Kleberingen (Klebegürteln) erreicht wird. Zur Herstellung von Kleberingen ist Brumataleim oder auch folgende Masse geeignet: 5 kg Rülböl und 1 kg Schweinefett tüchtig gekocht; 1 kg dicker Ter⸗ pentin und die gleiche Menge Kolophonium für sich zusammengeschmolzen und dann unter fleißigem Umrühren der ersten Mischung zu⸗ gesetzt. Diese so erhaltene sehr klebrige Masse wird auf 10 em breite Papierstreifen, welche fest um die Bäume zu binden sind, aufgetragen und muß, falls sie nach einigen Monaten zu zähe geworden ist, erneuert werden. Wir fordern hiermit die Baumbesitzer zur Vertilgung des Frostnachtspanners durch An⸗ legung von Kleberingen unter dem Anfügen auf, daß der Stadtgärtner und das Feldschutz⸗ personal zur Erteilung jeder gewünschten Aus- kunft angewiesen sind. Gießen, den 8. Oktober 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth, Oberbürgermeister. Ein schön möbl. Zimmer zu vermieten. Näheres Wetzsteinstraße 43, Dr. Webers Mittelhaus, 2. St. 1159 t in Rechtssachen, sichere Aus⸗ a kunftserteilung über alle an Berufsgenosseuschaften zu bildende Ansprüche aus Unfällen pp., Fertigung von Gesuchen jeder Art, Beitreibung von Forderungen, unter Zusicherung strengster Diskretion Sprechstunden: Täglich von 8—12 Uhr Vormittags und von 2—4 Uhr Nach- mittags; Sonntags von 9—1 Uhr. 1003 Ed. Rotté, Bahnhofstr. 51, II, I. Beute Sonntag: Tanzmusik „Zur Stadt Marburg“, wozu höflichst einladet 1184 Peter Berg. Tanzuntefficht, Anmeldungen zu den Winter-Tauz-Rursen werden zu jeder Zeit entgegen— genommen. f 1185 J. Möhl, Sonnenstraße 5. Friedrichsdorfer 2 Zwieback: hier zu haben. 850 Steinstrasse 78 (Ecke Schottstraße). Haus⸗ und Fahr burschen, Oekonomieknechte ꝛc. finden stets Stellung durch das 1128 Lentral-Placierungsbureau Kaplansgasse 4 ll. Frau Neeb empfiehlt sich im Aus⸗ und Ankleiden von Leichen(Kinder von 1-14 Jahren für 3 Mk., Erwachsene für 6 Mk.) 633 Frau Katharina Neeb, Lindengasse 14. 122 Wohne jetzt Marktstraße Nr. 8 (neben Herrn Kaufmaun Pistor.) Terdinand Parthier, Korb- und Stuhlstechterei. Reparaturen billigst. a 952 Köchinnen, Haus-, Küchen⸗ und Kindermädehen, Mädchen für Oekonomie ꝛc. erhalten sofort Stellung. 1122 Lentral-Placierungsbureau Kaplansgasse 14. Ofenputzer Busch wohnt Rittergasse 19. 1160 Klim. Kurort Schömberg bei Neuenbürg im Württem⸗ bergischen Schwarzwald. Heilanstalt für Lungenkranke. Sommer- u. Winterkur. Beste Verpflegung. Mäßige Preise. Leit. Arzt: Dr. Baudach. Prosp. frei durch d. Direktion. 2 —— Herren⸗Unterhosen Herren⸗Unterfacken 6 Stück Herren⸗Taschentücher 6„ Herren⸗Kragen 6 Paar Herren⸗Socken Damen⸗Unterröcke Gestrickte Damen⸗Strümpfe 6 Handtücher g Schwarze Damen⸗Schürzen Damen⸗Corsets v. 28„ an 6 Stück Eßlöffel v. 20. an Schürzeustoffe, per Meter v. 35 4 an 3,„ Wollene Kinder⸗Strümmpfe, Paar, 24 1 Paar Messer nu. Gabeln„ 18,, Bettzeuge, 2 1„ 28 60„„ Betttücher, per Stück„75%, Molkene Waffel Kopftücher„35„„ Handtuchstoffe, per Meter„ 11„„, 72„„ Damen ⸗Schürzen„ 5„ 22,„ Wollene Kinder⸗Jäckchen„ 32„„ utterstoffe,„„„% 18 1 72„ Nachtjacken f. Damen, pr. Stck., 35„„ Wollene Kinder⸗Häubchen„ 50„„ hirting, 5„„ eie 90„„ Kinderkragen,„en 5„„ Eleg. gekl. Gelenkpuppen„ 22% Femdeustoffe, Barchend„„ 30% 85,„ 12 Stück Damen⸗Tascheutücher„ 60„„ Erstlingshemden„ 10„„ Gardinen,„ e 33„„ Kinder ⸗Schlabber„ 4„ Gestrickte Barchend⸗„ 25„„ Häkelgarne, Knäul n „ 66„„ Vorgezeichnete Tablettdeckchen„ 5„„ Bamen Barchend⸗ lousen 75„„, ephir⸗Wolle, per Lage i e e 65„„ Gestickte Paradehandtücher 76,„ Weiße Waffel⸗Bettdecken„120„„ Strickwolle, alle Farben, Pfd.„190„„ 65„„ Gestrickte Kinder⸗Faust⸗Handschuhe 11 Scheuertücher e. Doppellage„ 88„ „ FF Richard Loewen Bahnhofstrasse 1 Mielseiligstes 2h leistung sfciltigsles Wir empfehlen dem geehrten Publikum zum Normal⸗Herren⸗Hemden v. 65„ an Kiuder⸗gleidchen et 1 8 Vergleich: 1 en GIESSEN Große Schirme, Cravatten etc. Wir bitten auf unsere Schaufenster zu achten. YYY1TvT1:b!b..b..ͤ ĩ² KVTudTkTVTTTVTTTVT7T½TCT(TVTV7T7TVT7TVTVTVT—TVTTVTV— c n Earl Frensdorf Bahnhofstraße Gießen Hiermit beehre ich mich den Empfang Sämtlicher Neuheiten in Herren- und Knaben⸗Garderoben für die bevorstehende Saison anzuzeigen. Für Anfertigung eleganter IHIlerren-Garderobhe nach Mass halte ich mein grosses Stofflager bestens empfohlen und mache noch besonders darauf aufmerksam, dass ich jetzt ein eigenes Zuschneide- Ecke Neustadt. Atelier im Hause eingerichtet habe. 1151 abager Fgros-Lager— Aeetander Sonam& Co. empfehlen zur Jahreszeit 1155 Feberbesätze, Plüsch, Sammt, Seidenstoff waer wahl ———.— Unterzeuge, Schulterkragen, Capotten, Strümpfe, Handschuhe, —————————— Krimmer, Astrachan, Wollplüsch für Capes und in Streifen, Damen⸗ und Kinderröcke, Schürzen, Damen⸗ und Herrenwäsche, Cravatten Tanz⸗Unterricht. Mein ee beginnt wieder ontag, den 19. Oktober. Gefällige Anmeldungen erbitte ich vorher in meiner Wohnung. Weidengasse Nr. 7. Roese, Univ.-Tanz- und Fechilehrer. 1134 eee 1086 Einem geehrten empfehle außer meinen Dürkopp-& Adler- F A HR R AD E RN hochfein ausgestattete . Dür kopp haltungen und Bandwerker von Mk. 62 und höher. Sämtliche Zubehör⸗ und Ersatzteile stets vorrätig. Lollar, im September 1896. f A. Simon. „%%%%%%%%%% eee Publikum %%%%%%%%,ç“ e eee Nebenverdienst können sich Leute jeden Standes und Gewerbes verschaffen, durch Uebernahme einer Agentur einer Lebens⸗ und Kinderversicherung gegen wöchentliche Zahlungen von 10 Pfg. ab. Hohe Provisionen, ev. auch sofort beginnender, sester Gehalt unter Weiterbetreibung des seit⸗ herigen Geschäfts. Off. unter Z. 84 an die Expedition d. Bl. 1178 Mobl. Zimmer zu vermieten 1177 Sandgasse 12. Regulier-Tüflolen (Reuter A. B.) zbillig zu verkaufen. 1069 Hreuzplatz 4. werden gut und billig gereinigt. 1166 Bettfedern J. Arnold Wwe., 23 Asterweg 23. 8 Für Radfahrer. Holl. Emaille-Glanz- Politur. Neu! Anübertroffen! Garantiert einziges Mittel zum Justandhalten des Emaille⸗Glanzes. — Chemisch geprüft.— Allein zu haben in Flagon Mk. 1.— bei Wilh. Ziegler, 1142 Bahnhofstr. 24. Fachgemäße Fahrrad⸗Reparatur⸗Werk⸗ stätte.— Sämtliche Zubehörteile stets vorrätig. E E Clessenel Sadttpeates Sonntag, den ll. Olctober 1896, Nachmittags 4 Uhr, Kinder vorstellung. Wahrheitsmündchen und Lügenmäulchen. Kindermärchen in 3 Akten von Sommer. Hierauf: 5 Das Iauberglöckchen im Walde. Komische Zauberpantomime in 1 Akt Abends 8 Uhr: Mein Leopold. Volksstück mit Gesang in 5 Akten von A. L'Arronge. Vorverkauf bel Herrn Ernst Challler. Sonntags von 3 Uhr ab im Theater. Montag, 12. Oktober, Zum zweiten und letzten Male: Mauerblümchen. 3 vormals Frau Mahla, geb. Wagner. 88888586 thal& Co. Sor limentsgeschiisßt um Nute. Auswahl in: Posamenten und Besatzartikeln, Seidenstoffen, Sammeten und vorgezeichneten Waaren. Bahnhofstrasse 1. Spitzen, Stickereien, Wäsche. 1172 B ³»¹ 9 4 besangverein Harmonie. Giessen. f Sonntag. den 11. Oktober er., Nachmittags 4 Uhr, Feier des hof, Stftungsfestes verbunden mit AHNENWEIHE in Steins Saalbau. Programm. eee 2 . Weihe der neuen Fahne. TCC 10. 21 Falnennie!!!!! Santner. 25 11. Sänger lasst die Fahnen wehen! Gesamtchor mit Orchester,, Lichner. (Gesungen von Mitgliedern des Lahnthalsängerbundes). 12. Ich bin ein Kind vom Rhein, Walzer Zeller. 8 13. Maientag„„ Kewitsch. 2(Liederkranz Marburg) 0 14% Veriessensn Koschat. (Sängervereinigung Giessen). — 15. Erinnerung an Tannhäuser, Fantasie Hamm. 16 Dem PFate rens Tietz. W 17. Hurrah, Germania! Chor mit Orchester Santner. 2 5 5(Harmonie Giessen). 18. Lieblings- Melodien aus Lortzings Opern, . Potpourri%%% K 2 Abends 8 Uhr: 1182 3— k. 8 ! Geselligʒieilsrerein Giessen. Samstag, den 24. Oktober 1896: Feier des 10. Stistungsfestes verbunden mit Theater, Konzert und Ball im Saale des Café Leib. Eintrittskarten, im Vorverkauf à 60 Pfg., bei Friseur Wahl-Neustadt, Friseur Balser-Grünbergerstrasse und Gastwirt Wellnöfer-Kaplanelgasse.— An der Kasse 25 Pfg. 1170 FEE Franz. Champagner adfahrer- Marke Foucher& Cie., Hunde- Schutz. Epernay, Fr. Rüger. — gegründet 1828.:? Zollersparnishalber in Luxemburg auf Flaschen gefüllt. Depot bei: J. Bockenhelmer, Ver⸗ —— Teil Fall. Cberiotreste für eine rheinische Fabril. 2 kaufe Frankfurt a. M. 461) Deter Keppla, Neustapt 78, N aid zur Beantwort die Regierung 1 und zuberläs anlage haben. 1. Stiftungs mars Krausse. 2.„Hymne“, Gesamtchor mit Orchester E. H. z. S.-C.-G. (Gesungen von Mitgliedern des Lahnthalsängerbundes). 3, Fest-Ouvérture über das Thüringer Volkslied Latann. 4. O Lieb' nun kommt die Rosenzeit. Kern. (Harmonie Giessen), 5. Der Nachtigall Antwort Keller. (Liedertafel Marburg). 6. Silver Stream, Solo für Trompete Rollinson. (Herr Schwarz). 7. Schottischer Barden chor Silcher. (Sängervereinigung Giessen). 0 8. Jus der ugendzef tf Hauptmann. GBauerscher Gesangverein Giessen). 9. Fest-M arsch Ehrlich. 5 T esten Firmen, gachiftsgeheimuse el. n Gießen, 12. Harmonie“ zn de e, känflersch! u Schul zeschen ngsferigt hoden. Gießen, 12. a des Kütscherb gut besact. N. Asche und zweier fade Herr Stei i Theaterstück wu cat gespielt, und hen Beifall. Gießen, 12. uh des guten Wet Adervorstellul Ia Kindermärchen Julberpantomime k en und bewirkte Ammung zu berse ige Bolksfücke Stele. Das Sti 1 e desselbe ts gern geseh hach der gestrigen Aer ganz borzüs Ahrend den drei wahermeiter Weig l, Er nahm den delen Beifalls f lame keinen würd dam Schaller, dultschler alz liger⸗Autong; Ian den Damen dan Weigelt un Aang Zernicow f * 00 sugzeinlage der g 0 Ages gefallen ha dupetenundletzt ehen,— Morgen e ut Auffl „ Gießen, 12. ö de am 13. A fattfnden — Jochen Ronan aus de vor