7 5 0 — f 30 Uhr, grifterklam 1 „ Juhte alt log, Kies Siegel — burg, Verautw, f von E. Oi. jahrs⸗ Aussag zämereien r Sorte zu haben horstr. 57 —— ——— Neu eröffse erk lle wlatz! preiswert: ö 2 Pd. M. se ulli Pd. Mö a 10 A.„ 0 ohnen, 2 Pfd. U ö a„ N 0 atwurst A Pfd.. rvelat⸗ a Pp. ö t d 14 0 sta. 1 —— „ 150 2— 1% 1 H, 95 bug“ — 1896. Gießen, Sonnabend, den 11. April andeszeitung. Ausgabe Gießen. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. 2 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. 2 2 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die§spaltige Petitzeile. Lokales und Provinzielles. “Gießen, 10. April. In der gestern Abend im Frankfurter Hof stattgehabten General⸗ versammlung des astwirt⸗Vereins Gießen und Umgegegend wurden folgende Herren wieder gewählt: Karl Hein(Prinz Karl) 1. Vorsitzender, Riegelmann(Hotel Weber) 2. Vors., M. Jaskowsky(Aquarium) Schrift⸗ führer, Roth Rechner, Ph. Bauer, H. Meyer, Konrad Heuser, J. Stein und Peter König Beisitzer. Neugewählt wurde als Kontrolleur Prokop Schadeck. * Gießen, 10. April. Das Frankfurter Dialekt-Ensemble brachte gestern Abend im Leib'schen Festsaale die beiden Stücke„Frank- furt im Feindesland“ u.„Verspekulirt“ zur Aufführung. Der reiche Beifall, welchen die Künstler ernteten, war ein wohlverdienter. Be— dauerlich war es nur, daß das Theater nicht sonderlich gut besucht war. Herr Strohecker war sowohl als Dragoner Müller wie auch als Rentier Knoblauch vorzüglich. Aber auch die übrigen Künstler waren am richtigen Platz. Vor Allem gilt das von Fräulein Mühlbach. Herr Hofmann war ein etwas korpulenter Lieb— haber für das zarte geschmeidige Leuchen. Frau Schöning spielte ihre Obsthändlerin Schnatter recht gut. Alles in allem war es ein genuß⸗ reicher Abend. Auf Wiedersehen! * Gießen, 10. April. Es soll die Absicht bestehen, das Bureau der Firma Buderus von Gießen wieder nach Wetzlar zu verlegen. Es wäre das im Interesse der Beamten, welche sich hier wohl fühlen und mannigfache Bezieh⸗ ungen angeknüpft haben, recht zu bedauern. Gießen, 10. April. Der Gärtner Karl Becker, Schiffenbergerweg, versichert, durch ein von ihm erprobtes Verfahren es fertig zu bringen, den Blumenfreunden Maiblumen im Sommer und Lilien im Winter zu bringen. Die Pflanzen werden angeblich längere Zeit der Kälte aus⸗ gesetzt, dadurch im Wachstum behindert und dann zu geeigneter Zeit ins Treibhaus gebracht, wo sie zum Blühen kommen. Gießen, 10. April. Heute Morgen stürzte ein 2jähriges Kind beim Spielen auf Oswalds Garten in den Stadtbach. Das kleine Wesen wäre unrettbar ertrunken, wenn nicht zufällig ein Metzgerbursche den Vorfall wahrgenommen und herbeigeeilt wäre, um das Kind aus dem nassen Element herauszuziehen. * Gießen, 10. April. Schulnervosität und Turnen. In einem Aufsatz über:„Schul⸗ nervosität und Schulüberbürdung“ spricht sich der bekannte Nervenarzt Dr. Eulenburg über die Wirkung des Turnunterrichts bei geistiger An⸗ strengung aus und bekämpft die Meinung, daß diese Wirkung auf die Schüler eine wohlthätige sei. Eine Anordnung, welche den Turnunterricht als Gegengewicht gegen die Anstrengung des Gehirns empfehle, sei verderblich, wie der be⸗ rühmte Turiner Physiologe Maffo bewiesen habe. Der Turnunterricht biete weder eine Vorbereitung für die geistige Thätigkeit noch eine Erholung nach derselben, er dürfe also weder an den An— fang, noch an das Ende der Lehrstunden gestellt werden. Auch die Ausfüllung der Pausen durch Der Blinde. Von Felix von Stenglin. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Der junge Mann lachte. „Aber hören Sie mal,“ sagte nun die alte Frau,„das junge Mädchen geht schon zum dritten Mal vorüber und blickt sie ganz verliebt an—“ „Wie schaut sie aus?“ „Semmelblond, blaue Augen, weißes Kleid. Wenn sie wieder zurückkommt, werfen Sie ihr eine Kußhand zu, ich werde Ihnen sagen, wenn's Zeit ist.“ Jetzt lächelte auch der Alte.„Sie verführen meinen Schwiegersohn zu allerhand Streichen—“ „Nun, er wird doch ein junges Mädchen hübsch finden dürfen, und noch dazu ein so sauberes, dem die Herzensgüte aus den Augen strahlt—“ „Ach, die Herzensgüte!“ meinte der Blinde seufzend. „Sie meinen, sie kann auch zu weit getrieben werden, die Herzensgüte? Ohne Zweifel. Da muß ich Ihnen mal die Geschichte von dem guten Fritz erzählen, der bei meiner Nachbarin mit verschiedenen anderen jungen Herren zur Miete wohnte.“ Und sie berichtete, wie der gute Fritz in seiner Herzens— güte kurz vor Pfingsten all sein Geld an die Pen⸗ sionsgefährten verborgt habe, so daß er seine Stiefel nicht vom Schuhmacher abholen konnte und als turnerische Uebungen, als Springen, Gerwerfen, sei zu verwerfen, weil dieselben eine Anstrengung der Muskeln zu der Anstrengung des Gehirns noch hinzufügen. Die einzige Erholung nach angestrengter geistiger Thätigkeit bestehe in Ruhe des Körpers und Nahrungsaufnahme. Die wesentlichste Anforderung der Schulhygiene müsse also darin erblickt werden, die dem jugendlichen Alter entsprechende Befriedigung des Schlaf- wie des Nahrungsbedürfnisses in ausgiebigem Maße zu sichern; nur hierdurch würden Arbeitskraft und Gesundheit der Jugend dauernd erhalten. Das Erfordernis von Ruhe und Nahrungszufuhr nach geistiger Arbeit sei übrigens eine physio⸗ logische Thatsache, die neuerdings durch Kraepelin wieder eingeschärft sei. * Darmstadt, 9. April. Das Regierungs⸗ blatt veröffentlicht soeben folgende gesetzliche Be— stimmungen für die Provinz Rheinhessen: Die Bestimmung in S 15 des Gesetzes vom 4. Juni 1849, die Ausführung der allgemeinen Deutschen Wechselordnung im Großherzogtum betreffend, wird aufgehoben und durch folgende Vorschrift ersetzt:„Allgemeine Feiertage sind: der Neujahrs⸗ tag, Charfreitag, Ostermontag, Christi Himmel⸗ fahrtstag, Pfingstmontag, Frohnleichnamstag, Mariä Himmelfahrtstag, Allerheiligentag und der erste und zweite Weihnachtstag.“ * Darmstadt, 9. April. Heute Vormittag fand der Einweihungs-Akt des neuen Dienst⸗ gebäudes für die Großh. Zentralstelle für die Gewerbe statt. Der bauleitende Architekt, Herr Baurat Wiessell, überreichte den Schlüssel des Neubaues an Herrn Staatsminister Dr. Finger Exz., der einen Rückblick auf die Ent⸗ wickelung desLandesgewerbvereins warf u. allen am Neubau beteiligten Faktoren Dank sagte. Darauf hielt der Vorsitzende der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe, Herr Geh. Baurat Sonne, die Fest⸗ rede, worin er die Gäste mit den Einrichtungen des Neubaues bekannt machte, alte und neue Auf—⸗ gaben des Landesgewerbvereins betonte und auf die ad hoc veranstalteten Ausstellungen einen Blick warf, auch das Verhältnis zwischen dem Landes⸗ gewerbverein und den neuen Innungen berührte, die beide, jeder in sachgemäßer Erfüllung seiner Obliegenheiten, neben einander wirken könnten. Daran schloß sich eine Besichtigung des Gebäudes und der Ausstellungen. * Darmstadt, 9. April. Verstgatlich⸗ ung der Hessischen Ludwigsbahn. Die Bank für Handel und Industrie zu Darmstadt und das Bankhaus Arons und Walter zu Berlin sammeln Vollmachten von Aktionären, um diese in der bevorstehenden Generalversammlung zu vertreten, obgleich die Verstaatlichung der Lud— wigsbahn bekanntlich nicht auf der Tagesordnug steht und bindende Beschlüsse in dieser Richtung nicht gefaßt werden können. Es sollen jedoch Erklärungen abgegeben werden, daß die Aktinäre das jetzige Regierungsangebot anzunehmen nicht gewillt sind. * Mainz, 9. April. Eine heute Vormittag abgehaltene Versammlung der Interessenten des Weinbaues und des Weinhandels, einberufen von den Handelskammern zu Mainz, Wies⸗ baden und Koblenz, war sehr gut besucht. Es —— ä————— wurde u. A. Verwahrung dagegen eingelegt, daß durch den, dem Reichstag vorliegenden Artikel 88 der Gewerbeordnungsnovelle, dem Weinhandel, das sogenannte Detailreisen d. h. das Aufsuchen von Privatkundschaft unter⸗ sagt werden soll. * Mainz, 9. April. Der Pyrotechniker Wilh. Hager aus Bonn, der beschuldigt ist, beim Rochusfeste in Bingen durch die Explosion von Feuerwerkskörpern den Tod eines mit dem Abbrennen derselben betrauten Schuhmachers ver— ursacht zu haben, wurde heute von der Straf— kammer zu einer Geldbuße von 100, verur- teilt. Der Staatsanwalt hatte 4 Wo hen Ge⸗ fängnis beantragt.— In der heutigen Sitzung der Strafkammer wurde ferner ein Radfahrer, der vor einiger Zeit im Gartenfelde durch Ueberfah— ren mit dem Rad den Tod eines Mannes verursacht hatte, zu einer Gefängnisstrafe von 3 Wochen verurteilt.— Mit dem Wiederaufbau des im vorigen Herbst in der Wallaustraße zusammen⸗ gestürzten Berle'schen Hauses wurde begonnen und sind die Arbeiten desselben dem Bauunternehmer Herrn Suder, der auch das eingestürzte Haus errichtet hat, nachdem eine Einigung zwischen den Parteien zu Stande gekommen ist, wieder übertragen worden. Die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen Herrn Suder wegen Körperverletzung mit tötlichem Erfolg ist nun⸗ mehr vor die Strafkammer des Landgerichts ver— wiesen; sie stützt sich darauf, daß derselbe durch den Zusammensturz des Hauses den Tod des damals verunglückten Dachdeckers verschuldet habe. Mainz, 9. April. In einer gemein⸗ schaftlichen Sitzung der Armendeputation und der Kommission für Stellenbesetzung kam man zu der übereinstimmenden Ansicht, das jetzt bestehende Institut der Armenärzte auf⸗ zuheben und dafür die freie Aerztewahl für die Stadtarmen einzuführen.— Der Polizei gelang es gestern, einen Kellner zu ver— haften, der die Masseneinbrüche hier verübt haben, soll; sieben Einbrüche hat der Verhaftete bereits eingestanden. Vermischtes. —„Siehste wohl, da kimmt er schon, der verliebte Schwiegersohn!“ Aus Hirschhorn in Baden wird folgendes Stückchen berichtet: Auf einem be⸗ nachbarten Dorfe konnte letzte Woche eine auf 10 Uhr früh angesetzte Hochzeit nicht stattfinden, weil der aus der Eberbacher Gegend stammende Bräutigam auf seinem Wege zu viel Haltestationen gemacht hatte und erst nach— mittags 3 Uhr, stark berauscht, ankam. Hierüber geriet die Braut in so gerechte Aufregung, daß sie dem flehent⸗ lichst bittenden Bräutigam auf Nimmerwiedersehen die Thüre wies. Beherzte Hochzeitsgäste nötigten mit Gewalt das Fuhrwerk zur Umkehr und selbst die dringende Bitte: man möge ihm doch nur einmal gestatten, mit der Braut „Gesundheit“ trinken, wurde zurückgewiesen. Die Hochzeit soll alsdann ohne den Bräutigam in ganz heiterer Weise zu Ende gehalten worden sein. Wie die Fama weiter erzählt, sei der Bräutigam anderen Tages in ganz nüch⸗ ternem Zustande zur Kopulation erschienen; aber die Braut hat derart den Geschmack an ihm verloren, daß der Herr Bräutigam hoffnungslos abziehen mußte. — Wozu sind die Notbremsen da? Der un⸗ befangene Leser meint sicherlich, daß sie den Zweck hätten, bei eintretender Gefahr in Thätigkeit gesetzt zu werden. Die Eisenbahnverwaltung aber ist der Ansicht, daß die Notbremse dazu da sei, nicht benutzt zu werden und daß man lieber im Waggon verbrennen solle, als die Bremse ziehen; thut man dies doch, so soll man wenigstens Strafe zahlen. Vor dem Schöffengericht in Düren(Rheinprovinz) stand in voriger Woche ein Herr unter der Anklage, die Eisenbahn-Notbremse, ohne daß hierzu Veranlassung vorlag, benutzt zu haben. Der betreffende Herr benutzte am Fastnachts-Montag den vor dem fahrplanmäßigen Abend⸗ persouenzug von Köln abgelassenen Extrazug. Als der Zug die Station Horrem verließ, machte der Wagen, in welchem der Herr saß, verdächtige Bewegungen. Ihm und den übrigen Reisenden wurde es unheimlich, und als sie beim Hinausblicken aus dem Fenster sahen, wie wahre Feuergarben von den Rädern des Wagens aus⸗ schossen, zog der Herr die Karpenterbremse, worauf der Zug zum Stehen kam. Das Zugpersonal versicherte sich des Namens des„Uebelthäters“. Einige Zeit nachher erhielt der betreffende Herr einen auf 20 Mark lautenden Strafbefehl. Das Schöffengericht erkannte aber auf Frei⸗ sprechung, was allerdings der Eisenbahnverwaltung nicht gefallen wird, desto mehr aber dem Publikum. — Der größte und schönste Bahnhof der Welt für Personenverkehr ist der neue Union-Bahnhof in St. Louis. Das Gebäude ist 700 Fuß lang und 606 Fuß breit. Die Fläche vor dem Bahnhofsgebäude ist 42 Akres groß. 26 Geleise laufen in den Bahnhof ein. Der zweitgrößte Eisenbahnhof ist der in Frankfurt a. M. Dieser hat 18 Geleise. Diesen Prachtbauten reiht sich würdig an der berühmte Klosterthorbahnhof in Hamburg. — Immer im Beruf. Gerichtsrath(zu seiner Tochter):„Wenn Du Dein Benehmen gegen die Herren⸗ welt nicht änderst, so wirst Du in erster, zweiter und dritter Instanz sitzen bleiben!“(Fl. Bl.) — Genügend.„.. Den berühmten Professor soll ich heirathen?.. Aber, Papa, ist für den großen Ge— lehrten mein Wissen nicht zu gering?“—„Wie heißt, Dein Wissen zu gering— wo Du weißt, daß Du kriegst eine Million!“ Naturgeschichte des Mannes, dessen Fang, Zähmung und Dressur. Das Jagd-Fachblatt„St. Hubertus“ bringt folgende im Jäger⸗Jargon geschriebene naturwissenschaftliche Be⸗ lehrung, die wir mit kleiner Aenderung zum Abdruck bringen: Das nützlichste Hauswesen, das für die Frauen⸗ welt von großer Bedeutung ist, bleibt in seinem akkli⸗ matisierten Zustande der Mann— homo sapiens mas- culinus. Im wilden Zustande heißt er Junggeselle— gefangen, gezähmt und dressiert jedoch nennt man ihn— Ehemann. Im wilden Zustande, in dem ihm noch die Fesseln der Natur, gewöhnlich Ehejoch genannt, unbekannt sind, lebt er meist in Rudeln, die gewöhnlich des Abends zur Tränke ziehen.— Diese Tränken sind überhaupt sein Lieblingsaufenthalt, und dort schöpft er mit Vorliebe Bier. Es giebt Exemplare, deren Durst unergründlich ist, sie sind leicht erkennbar an der rötlichen Färbung des Wind⸗ fanges; wir haben es jedoch hier nicht mit einer be⸗ sonderen Art, sondern mit einer Farbenvarietät zu thun. Nebenher schlagen diese Individuen die Zeit mit allerlei Kurzweil tot, wobei sie oft große Ausdauer an den Tag legen. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist Karten-, Kegel-, Würfel⸗ oder Billardspiel. Dabei lärmen sie oft viel und blasen Rauchwolken aus dem Geäse, sodaß sich Zimmer⸗ decke und Gardinen ihres Baues verfärben. Ein hohes Interesse bringen sie den jungen Damen entgegen, zeigen jedoch große Abneigung und bodenlose Angst, sobald ihnen ältere Damen und Schwiegermütter nahe kommen. Ihr Benehmen bei jungen Damen ist sehr verschieden und hängt von der Körperformation des betreffenden Stückes ab. Diesen gegenüber bemühen sie sich, von einem inneren Drang getrieben und in der Absicht, näheren Anschluß zu gewinnen, im besten Lichte zu erscheinen. Hat ein solches Individuum diesen Zweck erreicht oder glaubt ihn erreicht Einziger zu Hause bleiben mußte. Anstatt aber den anderen jungen Leuten zu zürnen, habe er, als die Langweile ihn in seiner Einsamkeit plagte— ihr Kammzeug gereinigt. Mehr kann man doch nicht verlangen, wie?“ Die beiden Mäuner stimmten la hend zu. Dann mahnte der Schwiegervater zum Aufbruch. „Wo denkst Du hin, Papa! Ich bleibe!“ sagte der Blinde abwehrend.„Noch mehr erzählen liebe Frau, ja?“ bat er. Und sie ließ sich nicht lange bitten. Sie schwatzte über alles, was ihr gerade in den Sinn kam, er— zählte von der geizigen Professorsfrau, die sich, als der Mann auf der Reise fünfzig Pfennige Trink— geld gegeben, fünfundvierzig habe vom Kellner herausgeben lassen,— von dem Thüringer Bauern, der die Stadtleute mit nachgemachten Truhen an— führte, indem er diese als Futterkisten in seinen Stall stellte und von Reisenden„entdecken“ ließ, berichtete von einer Einzugsfeierlichkeit Unter den Linden, wobei man eine dicke Dame zuvorkommend auf eine Tonne gehoben, sie nachher aber habe dort stehen lassen und trotz ihrer flehenden Bitten ihr zugerufen habe:„Du Dicke, bleib man oben!“ Und all' das schilderte sie in ihrer naiven Weise mit mancherlei humoristischen Randbemerkungen. Plötzlich aber unterbrach sie sich und rief: Halt, da kommt Ihre Anbeterin! Nun aufgepaßt—7, elne „Ei freilich! Ich zähle bis drei. Wenn Sie die Kourage nicht haben, bin ich Ihnen ewig böse. Eins— zwei— drei— Jetzt! Ach, Du gütiger Himmel, was haben Sie gemacht! Einen Posttag zu spät. Der alten Schreckschraube da haben Sie die Kußhand zugeworfen. Das wütende Gesicht hätten Sie sehen sollen. Aber die Nacht kann sie nicht schlafen. Nein, Sie sind doch wirklich ein gefährlicher junger Mann!“ Die alte Frau bekam fast einen Lachkrampf. „Ach, und Sie sind Balsam für mich!“ rief der Blinde lachend aus. Doch der Erust kam gleich zurück.„Wenn die Stimmungen nicht wären!“ „Stimmungen! Ei ja, die hat wohl Jeder. Stellen Sie sich vor: Eine sonnige Vormittags— stunde im Winter, der Schnee liegt auf Gesimsen und Dächern, und in seinen Kristallen glitzert die Sonne. Im Zimmer ist's warm und hell. Da ist die Stimmung fertig: Sonntag in der Seele. — Und dann wieder: Ein trüber Nachmittag im Herbst. Ein Dauerregen kommt vom Himmel. Dazu die Dämmerung. In den Winkeln und Ecken ist's finster, Unholde können jeden Augenblick daraus hervorspringen. Kalt ist's nicht gerade, aber warm auch nicht. Man nimmt sich ein Tuch um die Schultern und kauert sich im Sessel nieder. Und dann seufzt man tief: Ist das ein elendes Leben! Schon wieder eine Stimmung und eine ganz andere. So wirkt es von überall her auf uns ein. Am Morgen blüht die Seele nach dem stärkenden Schlaf der Nacht auf wie eine Knospe; am Mittag gleicht sie der reifen Blume, die Frische ist fort, aber noch freut man sich des Lebens; der Nach- mittag ist das Absterben,— das ist immer unge⸗ mütlich; der Abend ist sanft und wohlthuend wie die ewige Ruhe. Stimmungen überall. Einer neigt mehr nach Weiß, ein Anderer mehr nach Schwarz, manche lieben das Grau in Grau.... Ich seh's Ihnen an, wenn Sie lachen, daß Sie eigentlich einen Schelm im Nacken haben. Unter- drücken Sie den armen Kerl nicht so; passen Sie auf, dann wird's besser mit den Stimmungen.“ „Ja, ja,— aber es giebt Dinge—— Wenn ich zum Beispiel meinen Jungen auf dem Schoß habe, und ich kann ihn nicht sehen——“ „Lassen Sie nur! Sie stellen ihn sich ja viel hübscher vor als er ist. Und es wär manchmal ganz gut, wenn die Männer nicht sehen könnten, daß ihre Frauen altern.“ „O, meine Frau ist schön, das weiß ich. Und jung. Erst 21 Jahre alt.“ „Die arme Frau!“ entfuhr es der Alten. Der Blinde hob schnell den Kopf.„Nun ja“, meinte er dau! zögernd. (Fortsetzung folgt.) 0 Sophas und Matratzen, G zu haben, so zeigen sich weitere Tugenden an ihm. Es kommen dann die sogen. Naturanlagen zur Geltung und er apportiert Dinge, die man fallen läßt, trägt ohne Murren Mäntel und Schirme und zeigt sich noch in jeder Beziehung als treuer und ergebener Beschützer. In be⸗ sonders hartnäckigen Fällen schwärmt er plötzlich für Blumen ꝛc. Alsdann tritt die für seinen Fang geeignete Zeit ein; jetzt muß die künftige Herrin trachten, ihn durch alle ihre Verführungskünste mit allmählich festerem Bande an fich zu knüpfen— und wenn er dauernd gefesselt ist, kann ihm ein Ring als Zeichen seiner Zähmung an die Branke gesteckt werden. Trotzdem sich der Mann in der Gefangenschaft scheinbar wohl befindet, verwildert er doch oft wieder, das heißt, seine Dressur geht zurück, sobald die Gebieterin ihn aus den Augen läßt. Dieses Stadium zwischen Wildheit und Zähmung ist entschieden das wichtigste. War die Parforce⸗ dressur eine gute und stetige, so muß ein Blick ge⸗ nügen, um ihn gefügig zu machen, es bedarf aber dabei großer Geschicklichkeit, denn oft im entscheidenden Augen⸗ blicke drückt er sich und wird plötzlich flüchtig. Es giebt aber Fälle, wo sich dieser männliche Mensch so weit zähmen läßt, daß er aufs Wort unter den Tisch kriecht, tout beau macht und den Pantoffel fürchtet. Hierzu ge⸗ nügt schon mitunter das Aeußere der Frau. Sind mehrere Männer angelockt, so entstehen häufig Reibereien unter ihnen und das Beißen und Forkeln scheint kein Ende zu nehmen. Oftmals kirrt man sie durch kräftige gute Kost an und legt ihnen Brocken auf den Wechsel. Am besten aber fängt man sie in Kesseltreiben, auch Gesellschaften, Kränzchen und Bälle ꝛc. genannt. Bei gezähmten Männ⸗ chen thut körperliche Züchtigung selten gut, sie werden hierdurch leicht handscheu. Es wirkt daher ein gutes Wort weit besser und man erzielt, wie bereits gesagt, die besten Resultate durch gutes Futter und zärtliche Behand— lung. Kehrt jedoch ein Exemplar in die Wildniß zurück, so ist alle Mühe für das Wiedereinfangen vergebens, was sich hauptsächlich bei den älteren Exemplaren bemerkbar macht, jüngere sind überhaupt leichter einzufangen und zu zähmen. Ganz eigenthümlich ist der Umstand, daß man im Gegensatz zu allem andern Wild beim sogenannten männlichen Menschen das Alter leicht erkennen kann. Obgleich die Endenzahl des Geweihes, das der gezähmte homo sapiens masculinus zuweilen schiebt, keine Anhalte⸗ punkte giebt, so documentirt sich doch im Haarwechsel eine ganz eigenartig auffallende Alterserscheinung und dieser Umstand ist es, der ihn als eine besondere Specialität in der Naturgeschichte unseres Wildes graniren läßt. Neueste Telegramme. Hd. Berlin, 10. April. Die Polizei ist in Süddeutschland einer geheimen anarchistischen Organisation auf die Spur gekommen.(Huhu)! In den ersten Tagen dieses Monats haben in München wiederholt Haussuchungen bei Anarchisten stattgefunden. Bei dem Vertrauensmann Linde— mann wurden 1000 Sammelmarken, bei dem Anarchisten Huber verbotene Broschüren beschlag— 2— nahmt, sowie mehrere Nummern des„Sozialist“. Ferner wurden verschiedene Mitglieder des auf⸗ gelöstenelnarchisten-Klubs:„Freies Wort“ darüber vernommen, ob der Klub etwa noch im Geheimen weiter besteht.(Die letzten Münchener Mord⸗ thaten sind noch nicht aufgeklärt.) Hd. Frankfurt a. M., 10. April. Gestern Abend starb nach kurzem schwe⸗ rem Leiden der Nestor des hiesigen Schau⸗ spiel⸗Ensembles, Herr Emil Schneider. Derselbe feierte am 14. November v. J. das Jubiläum seiner 40 jährigen Thä⸗ tigkeit an der hiesigen Bühne. Zuletzt trat er am 15. März auf. Schneider ist 60 Jahre alt geworden. Hd. Halle, 10. April. Auch das Ober- landesgericht in Naumburg hat die von der „Saale-Ztg.“ eingelegte Beschwerde gegen das Zeugnis-Zwangsberfahren abgewiesen. Hd. Amsterdam, 10. April. Die aus⸗ ständischen Diamantschleifer veranstalteten gestern große Straßenkundgebungen, bei welchen die Polizei mit Steinen beworfen wurde und diese mehrmals von der blanken Waffe Gebrauch machen mußte. Ein gefährlicher Anarchist wurde verhaftet(schwerlich!) und ins Gefängnis ge⸗ bracht. Das Publikum ergreift für die Aus⸗ ständischen Partei.(Das klingt verdächtig.) Hd. Prag, 10. April. In der gestrigen Versammlung des sozialistischen Parteitages wurde die Debatte über die Organisationsfragen fortge— setzt. Frau Popp⸗Worczak beantragte, die Ar— beiterinnen sollten selbständige politische Organi— sationen bilden, weil sie bei der Organisation der Genossen keinen Einfluß gewinnen könnten. Nachdem noch von einem Redner heftig gegen den allgemeinen Branche-Streik gesprochen, nahm der rößte Teil der Delegierten folgende modifizierten Anträge an: 1. in die Partei-Vertretung werden Genossen der verschiedenen Nationalitäten gewählt, um eine ständige Fühlung zu vermitteln. 2. Die politische Zeitung der Gesamtvertretung der Sozial—⸗ demokratie in Oesterreich soll sich aus Vertretern des Exekutious-Komitees der Deutschen, czechischen und polnischen Organisationen zusammensetzen. 3. Die Gesamt⸗Vertretung der Sozialdemokratie in Oesterreich tritt in Fragen der Organisation zu gemeinsamen Beratungen nach Erfordernis zusammen. Hd. Rom, 10. April. Aus Cagliari wird einem hiesigen Blatte gemeldet, daß infolge der Zerstörung der Saaten die ganze Insel Sardinien durch eine Hungersnot bedroht sei. Das Elend sei bereits jetzt unbeschreiblich. Zahl⸗ reichen hungernden Frauen und Kindern begegnet man auf den Straßen. Männer und Frauen bieten ihre Arbeitskräfte für Brot an. Ganze Familien müssen sich von Kräutern nähren. Hd. Rom, 10. April. Der Kriegsminister verfügte die Herstellung von 70000 neuen klein⸗ kalibrigen Gewehren, da infolge der Aus— rüstung der Afrika-Truppen mit dem neuen Mo⸗ dell die Armee von jenem Gewehr entblößt ist. Hd. Paris, 9. April. Der Matin glaubt, daß Reichskanzler Fürst Hohen⸗ lohe eine Zusammenkunft mit Bour⸗ geois hatte oder noch haben werde, um über die ägyptische Angelegenheit zu be⸗ raten. Die deutsche Regierung soll mit dem Gedanken umgehen, ihre Haltung in der ägyptischen Frage zu ändern. Lord Dufferin sei hiervon unterrichtet worden und schleunigst nach Paris zu⸗ rückgekehrt. 5 Hd. Paris, 10. April. Der Eclair ver⸗ sichert, daß das Kabinett entschlossen ist, zu rück⸗ zutreten, wenn nach den Ferien der Konflikt mit dem Senat fortdauert. Privattelegramme der„Hessischen Landesztg.“ Hd. Berlin, 10. April. 3.10 Uhr nachm. Das Duell zwischen Kotze und Schrader fand heute früh nächst Pots⸗ dam statt. Schrader erhielt einen Schuß 110 ift Leib, welcher anscheinend gefähr⸗ li 8 Hunderttausende werden weggeworfen durch unzweckmäßige Abfassung von Annoncen und durch Benutzung ungeeigneter Zeitungen. Ein Inserat muß nicht allein sachverständig und treffend abgefaßt sein, sondern es ist auch der Leserkreis der Zeitungen in Betracht zu ziehen. Auf dem weiten Felde des Zeitungswesens wird sich der Laie nicht leicht orientieren und deshalb eines erfahrenen und zuverlässigen Rathgebers be⸗ dürfen, um sein Geld nutzbringend anzulegen und mit einiger Sicherheit Erfolge zu erzielen. Ein berufener Führer ist die älteste Annoncen-Expedition Haasenstein u. Vogler, A. G., Frankfurt a. M. Vertreten in Gießen durch Gust av Wohlmuth, Seltersweg. Durch 40jährige Praxis, welche zu den intimsten Ver⸗ bindungen mit allen Organen der Zeitungspresse des In⸗ und Auslandes geführt hat, ist sie mit ihren zahlreichen Zweighäusern und Agenturen vorzugsweise in der Lage, dem inserirenden Publikum sich in jeder Weise nützlich zu machen. Alle Aufträge werden prompt und billigst aus⸗ geführt, da nur die Originalzeilenpreise der Zeitungen nung. berechnet werden, und kommen auf diese Preise bel bel reicheren Aufträgen noch die höchsten Rabatte in Abr Man versäume deshalb Firma vor Vergebung eines Annoncen-⸗Auftrages erst nau zu informiren. nicht, sich bei ob Vormittags erhoben. Vormittags gemeinde. gemeinde. Sonntag, den 12. April, Quasimodogeniti. Vormittags halb 10 Uhr, Pfarrer Dr. Grein, Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser. Prüfung der Confirmanden aus der Matthäusgemeinde Abends 8 Uhr, Konfirmandenvereinigung in der Herberge. Sonntag, den 19. April, findet die Konfirmation de Kinder aus der Matthäusgemeinde statt, verbunden der Feier des hl. Abendmahls. Beichte: Samstag, den 18. April, Nachmittags 2 Uhr. Bei der Confirmation wird eine Kollekte für die Arm Samstag, den 11. April, Nachmittags 2 Uhr, Beich 0 Pfarrer Dingeldey. 2 Sonntag, den 12. April, Quasimodogeniti. mation der Kinder aus der Lukas⸗ und der Milltär⸗ Nachmittags halb 3 Uhr, Kindergottesdienst der Jo hannes Abends 6 Uhr, Pfarrer Dr. Naumann. Nach allen Gottesdiensten Kollekte für die Armen. Am künftigen Sonntag, den 19. April, findet Nachmit⸗ tags 2 Uhr Vorstellung und Prüfung der Kinder auz der Johannesgemeinde statt. 4 Kirchliche Anzeigen.. Evangelische Gemeinde. 1 In der Stadtkirche. 11 Uhr, Kinderkirche, Pfarrer Dr. Grein. Vorstellung und In der Johanneskirche. halb 10 Uhr, Pfarrer Dingeldeh. Confix⸗ Heiliges Abendmahl. Pfarrer Dr. Naumann. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 11. April 1896. Vorabend: 6.45 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Sabbathausgang: 8.00 Uhr. Gottes dienst der isr. Religionsgesellschaft, Freitag Abend 6.40 Uhr. Samstag Vormittag 8.00 Uhr. Nachmittag 4.00 Uhr. Sabbathausgang 8.00 Uhr. Wochengottesdienst Morgens 6.30 Uhr. Abends 8.00 Uhr. Samstag Nachmittag 3.00 Uhr Schrifterklärung 1 Wetzsteingasse 8. 0 Ter diese 10 F eiffnet, um 15 wünscht Tag. Wir tele enfenigen Naum beitung dez kl Aawinnung wil g Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: i. V. A. Kleinschmit, beide in Gießen. i Steilblecher, A, dient daz Tuczzosteinen in, Druck von E. Ottmann, i einern, da Für die neu zu errichtende städtische Haus⸗ haltungsschule wird zur Erteilung des Hand⸗ arbeitsunterrichtes während der Monate Mai försterei Schiffenberg ist genehmigt. —. 2 Holzversteigerungen. Oberförsterei Schiffenberg. Die Holzdersteigerung vom 7. d. M. in der Ober— Die Abfuhrscheine können vom 17. d. M. an bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Samstag, den 18. d. Mts, Morgens 8 Uhr. 5 Freibank. und Juni d. J eine, im Weißnähen, Flicken und Bügeln erfahrene Lehrerin gesucht. Bewerberinnen wollen ihre Meldungen mit Angabe der Gehalts ansprüche bis spätestens 15. d. M. hierher einreichen. Gießen, den 7. April 1896. Nieder⸗Ofleiden. Jagd⸗Verpachtungen. 5 Donnerstag, den 16. April, Nachmittags 1 Uhr, soll die hiesige Feld- und Waldjagd auf weitere 6 Jahre nochmals auf dem Bürgermeisterei— Bureau verpachtet werden Heute f Schweineflei uicht ladenrein, pr. Pfd. 4 Och Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Die Rechnung der Gemeindekrankenversiche— rung pro 1895 liegt während 8 Tagen, vom Nöthges. Submissionen. Mittwoch, den 13. April, Nachmittags 4 Uhr, sollen am Bureau Gr. Bürgermeisterei Röthges die zur Einfriedigung des Friedhofs nötigen Maurerarbeiten mit Mörtellieferung, sowie die Anfuhr von Mauersteinen und Abdeckplatten durch Versteigerung in Accord gegeben werden. Städt. Schlachthaus sch 5 Pf. senfleisch nicht ladenrein, pro Pfund 54 Pfg. Marke Erscheinen dieser Bekanntmachung an gerechnet, zur Einsicht der Beteiligten auf dem Bürger- meisterei⸗Bureau— Zimmer Nr. 15— offen. Bemerkungen zu derselben können in der genannten Zeit bei der unterzeichneten Behörde erhoben werden. Gießen, den 8. April 1896. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen uber die zur Unterhaltung der städtischen Ge⸗ bäude und Straßen im abgelaufenen Rechnungsjahr(1. April 1895 bis 31. März 1896) ausgeführten Arbeiten und Lieferungen sind, bei Meidung der Nicht⸗ berllcksichtigung, bis längstens 1. Mai d. J. in doppelter Ausfertigung bei uns einzureichen. Gießen, den 8. April 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. Tnusende und aber Tausencle von Wäscherinnen gebrauchen heute nur Luhn's Stipendien zu vergeben. Morneweg, Oberbürgermeister Jubiläums- Stipendien- Stiftung zu Ehren der 25 jährigen Regierung des höchstseligen Großherzogs Tudwigs lll. Aus obiger Stiftung, welche bezweckt, daß aus den Kapitalzinsen drei junge Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen Einer, eine gleichmäßige Subvention zu den Kosten ihrer Ausbildung auf einer höheren Bildungsanstalt erhalten sollen, sind für das Jahr 1896 drei Das Stipendium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; es können jedoch nur Angehörige solcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Beiträge zu dieser Stiftung geleistet haben. 5 Hiernach berechtigte und qualifieierte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsaustalt besuchen oder besuchen wollen und sich um das Stipendium zu be— werben beabsichtigen, sind eingeladen, ihre Gesuche, mit den nötigen Zeugnissen belegt, durch ihre betr. Bülrgermeisterei an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, also aus Orten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darmstadt, aus Oberhessen an die Bürger⸗ meisterei Gießen, aus Rheinhessen an die Bürgermeisterei Mainz bis längstens zum Samstag, den 25 April d. J. gelangen zu lassen. Darmstadt, Gießen, Mainz, den 4. April 1896. Das Curatorium: Gnauth, Oberbürgermeister von Darmstadt. von Gießen. Dr. Gaßner, Oberbürgermeister von Mainz. Epernay, Zollersparnishalber in Luxemburg Franz. Champagner Foucher& Cie., — gegründet 1828.?ç auf Flaschen 0 ö „ a bun 1 Ach Joche Stenblöc ten zerlegt. Hau befindet si ii zur Vermah r Zubereitung Dung und Ma Autben steht der Ahrend des So 5 Möbel, Spiegel, Betten billigst.(421 Werner's Waarenhaus. cen unausge Haus- und Fahrburschen 5 ale Aufträge e sowie Oeconomiepersonal nt empfiehlt zu jeder Zeit das Plac irungs- 115 bureau von C. 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