Gießen, Dienstag, den 11. Februar 1896. n Landern. 190 dennen, pur chen pri sendet die 10 0. Garant, banbenr, roßimerelen, der(df in schuhen ihe mit eleg VBallschuhe Joßen Posten fel, von 100 tauf). Prima Marltsr. 9. hell. iidenplat 4. ell, fer Noll, urg 12. einschlagenden en von Schab⸗ verfertigt t, Grabeur, platz 4 stsköchinnen, msmädchen in i gutem Lohn. ngsbureau von 11.(430 ann, der mit 'oppelten Buch⸗ pfiehlt sich in J. 30“ an die 1 6 —n— 1 Schl) nel. Glass S0 mann, irtes ler oder späler U gerstt. 21 276% K S 8*— ——— 2 S . 2 3 0 Ausgabe andes Gießen. eitung. Aedaktion: A Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. N Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die§spaltige Petitzeile. 0 Kreuzplatz Nr. 4. r boffesmentsbestelungen auf die „Hessische Landeszeitung“ nehmen unsere fämmtlichen Träger sowie die Expedition Kreuzplatz 4 zu jeder Zeit entgegen. Kein anderes hiesiges oder auswärti— ges Blatt bietet annähernd die Vor— teile der„Hessischen Landeszeitung“, die der Einwohnerschaft von Gießen und Nachbarorten in zwei Ausgaben an jedem Werktag ausgehändigt wird. Preis nur 60 Ig. monatlich einschließlich Trägerlohn. Das neue Tanzggesetz ist im zweiten Ausschuß der zweiten Kammer recht scharf kritisiert worden. Der umfangreiche Bericht des Ausschusses über die Behandlung des gen. Gesetzentwurfs ist erschienen und ent⸗ mehmen wir demselben das Folgendes: Der Ausschuß war bei der Beratung dieser Gesetzesvorlage sehr geteilter Ansicht. Ein Mit⸗ glied— Metz(Gießen)— erachtet ein Be— Fürfnis zum Erlaß des Gesetzes als nicht erwiesen und vermag ein solches als vorliegend nicht anzuerkennen. Durch ein solches Gesetz werde in Wirklichkeit nichts gebessert, dasselbe sei nicht durchweg auszuführen, es werde bei der Ausführung zu Chikanen kommen. Er sei daher gegen Erlaß des Gesetzes überhaupt. Ein Mitglied— Metz 1(Darmstadt)— ist der— selben Ansicht, eine Verrohung der Jugend habe nicht zugenommen. Die Frage sei nicht dringend. Das Gesetz werde eine ungleiche Behandlung ergeben. Ein Mitglied— Haas(Offenbach)— erachtet das Bedürfnis zum Erlasse besonderer Bestimmungen für vorliegend, wenn auch der vorliegende Entwurf in etwas zu ändern sein möchte. Namentlich die Erfahrungen, welche man in einigen Orten des Kreises Offeubach gemacht, sprechen entschieden für die Bedürfnis⸗ frage. Ein Mitglied— Hirsch(Alsheim) ist nicht absolut gegen den Erlaß des Gesetzes, wohl aber gegen die Bestimmungen des Artikels 1 des Entwurfs. Wort„Besuch“ in„Teilnehmer an“ geändert 5 Ein Mitglied— Schmitt von Mainz— ist für das Gesetz, wünscht aber eine Aenderung des Artikels 1, der Art, daß das werde. Die Frage, ob demgemäß das Gesetz abzulehnen oder in die Beratung der einzelnen Artikel einzugehen sei, wird in letzterem Sinne mit 4 gegen 2 Stimmen bejaht.. Zu Artikel 1 ist die Mehrheit des Ausschusses der Ansicht, es möge nur gesagt werden:„Per- sonen unter 16 Jahren ist die Teilnahme an öffentlichen Tanzbelustigungen gänzlich unter— sagt“. Drei Mitglieder beantragen Streichung dieses Artikels.. Zu Artikel 2 schlagen diese drei Mitglieder folgende Fassung vor:„Personen unter 16 Jahren ist der Besuch von Wirtshäusern und öffentlichen Tanzbelustigungen nur dann gestattet, wenn sie sich unter Aufsicht ihrer Eltern u. s. w. befinden“. Die anderen drei Mitglieder des Ausschusses dagegen beantragen in Verfolg der vorgeschlagenen Fassung des Artikels 1 den Artikel 2 vielmehr so zu fassen:„Personen unter 16 Jahren ist der Besuch von Wirtshäusern und öffentlichen Tanz⸗ belustigungen nur dann gestattet, wenn sie sich unter Auffcht ihrer Eltern u. s. w. befinden“. Des weiteren möchte im 2. Absatz des Artikels das Wort„größeren“ zu streichen sein, so daß es heißen würde:„Dieses Verbot findet dann keine Anwendung, wenn der Besuch des Wirts hauses auf Reisen oder Ausflügen zur Befrie⸗ digung des Bedürfnisses einer Erfrischung erfolgt“. Zu Artikel 4 beantragen drei Mitglieder Strich des ganzen Artikels. Die anderen Mitglieder des Ausschusses Ilauben die Fassung des Artikels 4 wie folgt deantragen zu sollen:„Durch Lokal-Polizei⸗ Verordnung kann für Orte, bei welchen besondere Amstände dies angezeigt erscheinen lassen, das Verbot der Teilnahme an öffentlichen Tanzbe⸗ austigungen und des Besuchs von Wirtshäusern ohne Aufsicht der Eltern oder deren Stellver⸗ treter auf ledige Personen weiblichen Geschlechts bis zum vollendeten 20. Lebensjahre ausgedehnt werden.“ Die Minorität des Ausschusses, Metz (Darmstadt) und Metz(Gießen) beantragt Ablehnung des Gesetzentwurf aus nachstehenden Gründen: „Sie vermissen zunächst eine jede Motivierung für eine Verschärfung der bezüglichen Vorschriften des Reichstrafgesetzbuches und des Polizeistraf— gesetzes, weder der Antrag des Abg. Jöckel noch die Diskussion über denselben in beiden Kammern der Stände, noch endlich die Begründung der Regierungsvorlage enthalten außer allgemeinen Aa ngen die Angabe von Thatsachen, welche eine Stellung unserer Jugend unter eine teil—⸗ weise Polizeiaufsicht überhaupt und eine nam⸗ hafte Erweiterung der seit einem Vierteljahr— hundert bestehenden Bestimmungen gerade jetzt so nötig machen. Bei der Diskussion in der ersten Kammer wurde auf die zunehmende Verrohung der Jugend hingewiesen, aber ebenfalls nur in allgemeiner Redewendung, ein Teil des Lob— liedes auf die gute alte Zeit, das zu allen Zeiten und besonders laut in„der guten alten Zeit“ selbst gesungen worden ist und mit allen geschicht⸗ lichen Erfahrungen und statistischen Erhebungen im Widerspruch steht. Der städtischen Jugend könnte man vielleicht eher den Vorwurf einer 9 5 großen Poliertheit machen und frischeres Leben, stärkere Beteiligung an gesunden, körper— lichen Uebungen und Spielen wünschen. Der Minorität scheint die Vorlage die Frucht einer heute weitverbreiteten frömmelnden Richtung zu sein, welche jeden Jugendstreich, das Auf— wallen oder Ueberschäumen der Jugendlust, eine einzelne Ueberschreitung der von der Sitte ge— zogenen Grenzen als eine schwere Versündigung auffaßt. Merkwürdig ist nur, daß sich diese puritanische Anschauung mit besonderer Strenge gegen die ziemlich freudenleere ländliche Jugend richtet, während die städ tische Jugend sich in Theatern, Kon⸗ zerten, Tanzstunden, ja selbst schon auf Kinderbällen in Gesellschaften fröhlich herumtummelt. Leichtere Verfehlungen möge man der Jugend, die nach dem Sprichwort keine Tugend besitzt, nachsehen, gröbere Exzesse durch die Schule und deren Disziplin ahnden lassen.“ Wir haben das Gesetz in der„Hess. Ldsztg.“ vor Weihnachten einer Kritik unterzogen und seine Ablehnung verlangt. Mögen die hessischen Wirte in ihrer Agitation gegen dieses neue Fußangelgesetz nicht erlahmen. Wir brauchen keine neuen Kautschukbestim— mungen! Hessischer Landtag. Zweite Kammer. Darmstadt, 8. Februar. Die zweite Kammer beendigte gestern die General- debatte über den Gesetzentwurf betreffs Gehalte der Volksschullehrer. Staatsminister Finger nahm nochmals Gelegenheit, auf das Bestimmteste zu erklären, daß die Regierung unter keinen Umständen auf einen früheren Termin als den 1. April 1897 als Tag des Inkrafttretens des Gesetzes eingehen könne und werde. Der Artikel der Regierungsvorlage lautet: Bei gewissenhafter und tadelloser Dienstführung hat jeder definitiv angestellte Lehrer an Volksschulen nach Zjähriger Dienstzeit einen Gehalt von 1100 Mk., 75 1200 „„„ e e„„„„ 1300„ W„„„„ 1400„ „ 15„„„„„ 1500„ 8„„„ 1600„ „ 21„„„„1700„ „ 24„„„„„ 1800„ , 5„ 2000„ zu beziehen. Die Dienstzeit wird vom Tage der ersten dienst—⸗ lichen Verwendung nach bestandener Schlußprüfung gerechnet. Sofern ein definitiv angestellter Lehrer an Volks⸗ schulen die ihm nach 3, 6, 9, 12, 15, 18, 21, 24 und 27jähriger Dienstzeit zukommenden Gehaltsbeträge nicht bereits aus dem nach Maßgabe der Bestimmungen des Gesetzes vom 9. März 1877, die Gehalte der Volks⸗ schullehrer betreffend, festgesetzten Einkommen der von ihm bekleideten Lehrerstelle bezieht, wird ihm der fehlende Betrag aus Staatsmitteln als Alterszulage ausbezahlt. Der Abg. Sch mitt will die Worte der„gewissenhaften und tadellosen Dienstführung“ gestrichen haben. Er wird dabei unterstützt vom Abg. Metz-Gießen und den Sozialdemokraten. Die letzteren verlangen außerdem folgende Skala: nach Zjähriger Dienstzeit einen Gehalt von 1100 Mk. 5 5 5 5„ 1250 8 5 5 15 i . 1500 15 1 1600 18 5 1„ e 21 9 0„ 1800 1 25 75 75 7 5 2000 Erregte Auseinandersetzungen gab es, als der Präsident Weber dem Abg. Ullrich das Wort zur Entgegnung auf eine persönliche Bemerkung Osann's verweigerte. Ullrich und Wasserburg protestirten vergeblich gegen ein solches Mundtodtmachen. Erst als Osann selbst sich zu Gunsten Ullrichs ins Mittel legte, kam dieser zum Worte. Bei der Abstimmung wurde die von der Regierung vorgeschlagene Gehaltsskala angenommen, die Beschränk⸗ ung bezüglich tadelloser Dienstführung nach dem Antrag Schmitt gestrichen. Im Uebrigen wurde die Vorlage in der Fassung angenommen. Das Gesetz wird also erst am 1. April 1897 in Wirksamkeit treten. 5* Lokales und Provinzielles. Gießen, 9. Febr. In der jüngst stattge⸗ habten Ausschußsitzung des Landwirtschaft— lichen Bezirks⸗Vereins wurde mit dem Vorstand der Gießener Schlachtvieh-Ver⸗ sicherungs⸗Gesellschaft darüber verhandelt, in welcher Weise der Anschluß der Landwirte von diese Wohlfahrtseinrichtung zu ermöglichen sei. Der Vorschlag alles Vieh, welches Land⸗ wirte in dem Gießener Schlachthof einführen, als versicherungspflichtig zu erklären, fand nicht die Billigung des Vorstandes, die Herren er— klärten vielmehr entweder mit der Gemeinde als solcher auf Grund des§ 4 der Sta⸗ tuten, oder mit Konsortien in den einzelnen Ge— meinden, Abkommen treffen zu können, die eine Versicherung alles Viehes aus einem Ort ermög⸗ lichen. Auch die Frage, ob die vielfach auf dem Lande bestehenden Viehversicherungs— kassen als Kontrahenten dem Vorstand der Gesell⸗ schaft genehm sein würden, wurde debattirt. Man kam zu dem Schluß, daß in dieser für die Land— wirte wichtigen Frage weitere Verhandlungen stattfinden sollen und daß auch erforderlichen Falles eine Revision der Statuten der Ver⸗ sicherungsgesellschaft vorgenommen werden soll, wobei der Vorstand des landw. Bezirks— vereins beratend mitzuwirken hätte. Die Be⸗ teiligten hoffen in der am 10. März einzuberufenden General-Versammlung des Landwirthsch. Bezirks— vereins die Frage weiter behandeln zu können. Gießen, 16. Februar. Morgen Dienstag verhandelt die Strafkammer Vormittags 9 Uhr gegen den Schuhmachermeister Schelper von hier, wegen Gotteslästerung. Der Mann soll die inkrimirte Aeußerung im Wirtshause ge— than haben und ist sich der Tragweite seiner Handlung gewis nichl bewußt gewesen. Bad⸗Nauheim, 9. Febr. Das hiesige sogenannte städtische Kurhospital an der Usa, das zur Aufnahme unbemittelter, die hiesigen Bäder gebrauchender Kurfremden bestimmt ist, genügt räumlich nicht mehr den heutigen Anfor— derungen und wird im Laufe dieses Jahres ein neues Gebäude in wesentlich größeren Ab— messungen aufgeführt. Den Grundstock des Bau— kapitals hat, wie erwähnt, die hochherzige Spende einer Wittwe Konitzty aus Antwerpen im Be— trage von 25,000 Mark geliefert; den freilich größeren Teil des Baukapitals bestreitet die Stadt. * Darmstadt, 9. Februar. Nach Antrag Metz(Darmstadt) wurde die Regierung um eine Gesetzesvorlage ersucht, durch welche die Ruhege— hälter der vor 1870 pensionierten Volks⸗ schullehrer um/ erhöht werden. Der Finanz⸗ ausschuß beschloß, die Regierung zu ersuchen, sie möge das System der Dienstaltersklasse für alle Beamte des Großherzogtums ein— führen. h. Darmstadt, 9. Februar. Vom vierten Ausschuß der Zweiten Kammer liegen u. A. folgende Berichte vor. 1) Ueber den Antrag der Abgeordneten Wasserburg und Genossen, Ein⸗ führung der direkten Wahlen für den Landtag betreffend.— Berichterstatter Abge— ordneter Hechler. Der Ausschuß trägt darauf an, dem Antrage Wasserburg und Genossen auf Einführung der direkten Wahlen für den Land⸗ tag keine Folge zu geben. 2) Ueber den An⸗ trag der Abgeordneten Wasserburg und Genossen, die Aufhebung des Jesuitengesetzes be⸗ treffend.— Berichterstatter Abgeordneter Hechler. Es wird beantragt, auch diesem Antrage keine Folge zu geben. i. Mainz, 9. Februar. Gestern waren die Vorsitzenden der bedeutendsten wirtschaftlichen und städtischen Vereine versammelt, um gegen die Begründung Stellung zu nehmen, mit welcher das Gesuch der Stadt an die Gr. Regierung, betr. Baggerung an unserem Hafen, ab⸗ gelehnt wurde. Die Anuwesenden nahmen von den authentischen Mitteilungen Kenntnis, daß die in der Ablehnung enthaltene Aeußerung,„es sei gleichgiltig, wo die Zölle bezahlt würden“, eine unabsichtliche gewesen sei. Mainz, 9. Febr. Wie nachträglich ver⸗ lautet, wird die Militärbehörde die Fleisch⸗ lieferungen für sämtliche Truppen der Gar⸗ nison nur probeweise bis zum 1. Januar 1897 an einen Unternehmer vergeben. Sollte sich während dieser Zeit der neue Modus nicht bewähren, dann soll zu der früheren Einrichtung zurückgegriffen werden.. .. Mainz, 9. Februar. Auf Anregung ver⸗ schiedener Detaillisten⸗Vereine läßt der Verein der Kaufleute bei den ben Interessenten der Cigarren— und Tabakbranche eine Ein⸗ gabe an den Reichstag zirkulieren, worin der letztere ersucht wird, den Verkauf von Cigarren in allen Wirtschaften, Restaurants und Hotels während der Zeit zu verbieten, während welcher die Cigarren⸗ und Tabakgeschafte an Sonn⸗ und Feiertagen ihre Läden geschlossen haben müssen. i. Mainz, 9. Febr. In der gemeinsamen Sitzung des Schulvorstandes und des Finanz⸗ ausschusses wurde ein vom Herrn Stadtverordneten N. Reis gestellter Antrag, denjenigen Kindern der Volksschule, deren Eltern ein Einkommen von weniger als 900 Mk. haben, alle Lehr⸗ mittel, Schreib- u. Zeichenutensilien un⸗ entgeltlich zuüberlassen, mit Majorität angenommen. Der sozialdemokratische Antrag, den Kindern alle Lehrmittel und Schreibutensilien ohne Rücksicht auf das Einkommen der Eltern unentgeltlich zu liefern, wurde abgelehnt. Die Anträge werden noch einmal dem Plenum der Stadtverordneten-Versammlung zur Beratung unterbreitet werden. 1. Mainz, 8. Febr. Hessische Ludwigs⸗ bahn. Da man bei der Verstaatlichungs⸗Frage genannter Bahn häufig über den Umfang im Unklaren ist, dürften folgende Angaben von Interesse sein. Die älteste aller Ludwigsbahn⸗ strecken ist die Linie Mainz⸗Worms, 1854 eröffnet. Die zweitälteste Linie ist Mainz ⸗Aschaffenburg, eröffnet 1858. Die übrigen Strecken sind in nachfolgender Reihenfolge in Betrieb genommen worden: Mainz⸗Bingen 1859, Mainz⸗Frankfurt und Goldstein⸗Sachsenhausen 1863, Worms⸗Alzey 1864, Darmstadt⸗Worms 1869, Worms⸗Bens⸗ heim 1869, Alzey⸗Bingen 1870, Babenhausen⸗ Heubach 1870, Darmstadt⸗Erbach 1870, Mainz⸗ Alzey 1871, Armsheim-Flonheim 1871, Mons⸗ heim⸗Wachenheim 1872, Monsheim-Hohensülzen 1873, Alzey⸗Landesgrenze 1873, Frankfurt⸗Lim⸗ burg 1875, Rosengarten-Lampertheim 1877, Lampertheim⸗Maunheim und Waldhof⸗Mannheim 1879, Goldstein-Erfelden und Verbindungsbahn Groß⸗Gerau 1879, Niederrad⸗-Griesheim 1883, Erbach⸗Eberbach 1883, Babenhausen⸗Hanau 1882 und Frankfurt Ostbahnhof-Griesheim 1888. Vermischtes. — Der Landesverrat im Schnupf⸗ tuch. Ueber die Veranlassung zur Verhaftung des inzwischen wieder in Freiheit gesetzten Oberseuer werkers Nürnberg in Siegburg, meldet die„Honnef. Ztg.“: Herr Schnickmann aus Seligenthal ver⸗ mittelt schon seit Jahren im Namen seiner Tochter den Verkauf von Taschentüchern, auf denen sich zur Belehrung der Soldaten Zeichnungen von Gegenständen der betreffenden Truppengattung befinden. Diese Idee geht von der Tochter Schnickmann aus und hat auch schon viele Aner⸗ kennungen höherer Militärpersonen gefunden. Auch das„Mil.⸗Wechbl.“ hat schon wiederholt sich mit den Soldatentaschentüchern beschäftigt und dem Fräulein für die erdachte Neuerung lobende Anerkennung gespendet. Die Zeichnungen seien für das praktische Militärleben von Wichtig⸗ keit, indem sie die Soldaten über die einzelnen Bestandteile der Waffen, Geschosse ꝛc. eingehend unterrichten. Mit dem Fortschritt der mili⸗ tärischen Technik sollte auch mit den Zeichnungen auf den Soldatentaschentüchern fortgeschritten werden. Einzelne Zeichnungen wurden nun von dem Oberfeuerwerker Nürnberg hergestellt. Daß dies ohne Erlaubnis des Vorgesetzten geschehen, war natürlich unrichtig und wird auch wohl nicht unge⸗ ahndet bleiben. Von Landesverrat dürfte schwerlich die Rede sein, davon scheinen auch die Behörden, die die Haftentlassung Nürnbergs verfügt haben, sich 3 überzeugt zu haben. e von Teilen odell 71 wurden schon in den 70 er Jahren bei einzelnen Truppenteilen des Gardekorps als Weihnachtsgeschenke von den Kompagnien verteilt.) — Der Vulkan Kilaura auf den Sand⸗ wichinseln befindet sich seit dem 3. Januar wieder (Solche er mit des Mausergewehrs in Thätigkeit. Der berühmte Feuersee in seinem Krater stieg um 60 Meter hoch empor und nahm auch an Umfang beträchtlich zu. 5 5 — Ein neues Nahrungsmittel wird demnächst in Paris auf den Markt gebracht werden. Wie der„Köln. Ztg.“ aus Tunis ge⸗ 1 0 wird, hat eines der größten Geschäfte, ie Paris mit Nahrungsmitteln versorgen, einen Mozabit⸗Fleischer von Algier mit der Lieferung einer großen Menge von Kamelfleisch beauftragt. Das Fleisch des Dromedars, wie es heißen muß, leicht sehr dem Rindfleisch, doch ist seine Faser fürzer und weniger dicht. Junges Kamelfleisch ist zarter als Kalbfleisch. Das beste Stück ist der Höcker, er muß aber länger gekocht werden. Die Händler hoffen nach Ueberwindung des Vor⸗ urteils auf glänzende Geschäfte, zumal auf der nächsten Pariser Weltausstellung. f 5 — Die Kirche auf der Axe. Wie unsere Eisenbahndirektionen es sich angelegen sein lassen, den leiblichen Bedürfnissen der Reisenden durch Einrichtung von Schlaf-, Restaurations⸗ und Heiz⸗ wagen zu genügen, ist nunmehr das heilige Ruß⸗ land in löblicher Weise dafür eingetreten, auch ür die geistigen Bedürfnisse seiner Reisenden und sibirischen Bahn nämlich hat die heilige Synode es schmerzlich empfunden, daß die in den unwirt⸗ lichen Gegenden Sibiriens beim Bau der Bahn beschäftigten Arbeiter u. Ingenieure keine Gelegen⸗ heit haben, ihren religiösen Bedürfnissen nachzukom⸗ men, welchen Mangel die griechisch⸗russische Kirche nun durch Vorstellungen beim Zaren bekannt gegeben, und einen Befehl desselben ausgewirkt hat, daß die jetzt schon auf den fertigen Strecken verkehrenden Züge mindestens wöchentlich einmal einen als Ka⸗ pelle nach russisch-orthodoxem Ritus eingerichteten Waggon mitführen wollen, in welchem ein Pope den Gläubigen die Heilsmittel der Kirche spendet. — Offenherzig. Patientin:„Sie sind der einzige Arzt, der mir ratet, hier zu bleiben; alle Ihre Kollegen sind dafür, daß ich in's Bad gehe!“— Arzt:„Ja, die haben auch jedenfalls mehr Patienten, als ich!“ — Ländliches Feuerzeug.„Geh' Sepp, steh' auf und mach' Licht— es klopft wer am Thor!“— Gleich, gleich!.. Ich zieh' nur m'e Hos'n an, daß ich's Streichhölzl anreib'n kann!“ — Zeitbild.„Haben Sie schon den neuesten Roman vom Realisten Schmirgel gelesen?“— „Na, es kann uichts Hervorragendes sein: er hat blos drei Monat Gefängnis dafür bekommen!“ Hd. Wien, 8. Febr. Die„Wiener Ztg.“ publiziert ein kaiserliches Handschreiben, nach welchem der Reichsrat auf den 15. Mai ein⸗ berufen wird. — Zurücksetzung. ihrem Gatten, der mit ihr wegen des verun— Frau Justizrätin(zu eine Entschul⸗ (Flieg. Bl.) — Auf der Treibjagd. Förster Gum Jagdgast, auf den man noch gewartet):„Sie lassen lange auf sich warten, Herr Baron! Es ist hohe Zeit, daß wir mit der Jagd beginnen — die Hasen werden schon ungeduldig!“ sonst für jeden— Raubmörder digung!“ Letzte Telegramme. Hd. Berlin, 10. Februar. Die Schneider uud Schneiderinnen der Lokal⸗Organisation hielten gestern Vormittag 8 öffentliche Versammlungen ab, in denen es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Angehörigen der hier bestehenden beiden Gewerkschafts⸗Organisationen kam. Die Forderung nach Errichtung von Betriebswerk⸗ stätten wurde als unerfüllbar anerkannt und fallen gelassen. Eine Resolution, die sich für den Lohntarif der Zentral⸗Organisation aus⸗ spricht und die Beschlüsse der heute Abend statt⸗ findenden 14 Versammlungen im Voraus gut heißt, wurde von der Versammlung angenommen. Hd. Berlin, 10. Febr. Die Zimmerer beschlossen gestern, von heute, Montag an, auf allen Plätzen und auf der Berliner Gewerbe⸗ Ausstellung die Arbeit niederzulegen, falls die Zimmermeister die Forderungen, nämlich 9 stündige Arbeitszeit, 60 Pfennig Stundenlohn, Abschaffung der Sonntagsarbeit u. s. w. nicht bewilligen. Hd. Berlin, 10. Febr. Die Brauerei⸗ chener Brauhaus verhängt, falls das Brau⸗ haus die entlassenen Arbeiter nicht wieder einstellt. Hd. Berlin, 10. Febr. Etwa 2000 Hut⸗ macher hielten eine Versammlung ab, in welcher der am letzten Samstag begonnene Streik be⸗ sprochen wurde. Es wurden verschiedene For⸗ derungen aufgestellt. Hd. Paris, 10. Febr. In einem Schreiben an seinen Vertheidiger erklärt Arton, er werde 1 in einem eventuellen Prozeß als Zeuge oder An⸗ geklagter jeden Aufschluß betreffend die compro⸗ mittirten Parlamentarier verweigern. Er wolle lieber den Verdacht auf sich nehmen, die Summe von 1300000 Francs, welche ihm Reinach ge⸗ geben, für sich allein behalten zu haben, als vor der französischen Justiz als Denunciant aufzu⸗ treten. Sein Entschluß sei unerschütterlich. Hd. Paris, 10. Febr. Entgegen der Mel⸗ dung des Echo de Paris soll die Auslieferung Artons am nächsten Samstag zu erwarten sein. Die Justizbehörden halten den bestimmten Zeit⸗ punkt des Eintreffens Artons geheim, um einen Volksauflauf zu verhindern. In Voraussicht der Auslieferung sind bereits mehrere compro⸗ mittirte Parlamentarier abgereist und haben sich teils nach London und teils nach Brüssel begeben. Hd. Wien, 10. Februar. Gegen den unter Kuratel stehenden Grafen Wladislaus Bathgani den Jüngeren ist wegen Aufnahme eines Wech⸗ seldarlehens die strafrichterliche Untersuchung eingeleitet worden. Verleger: Pau Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, 1 005.. g 0 0 5 hliehim. ahnbeamten durch Einrichtung von Kapellen⸗ glückten Mittagessens zankt):„Mußt Du mir denn 0 10. Febr. 2. kteur: i. I ak wagen zu sorgen. Bei dem Bau der großen trans- immer Vorwürfe machen... Du hast doch arbeiter wollen die Sperre über das Mün- beide in Gießen. I e 0 . eee 1————*———* 1 1 je 8442 E—Eʃr!. Tf::!:! ö Holzversteigerungen.— fel 2 D 1 3 i 2 Werdorf.,(Gemeindewald). Distrikt Fichten, Preußkopf und Hundsgräben. 87 sollen die an r abgeholten 1 ö ges 5 i a it 53,99 fm, 385 Kiefernstämme mit 118 fm, 80 Kiefernstangen mit 8 km, 3 8 3 e 59 nd— 8 9 i ö e 15 105 1„Mittwoch den 478. Februar, Morgens 9 Hur Zifammen⸗. darunter 1 1 Silbersachen, Sonn- und Regenschirme, Kleidungs⸗ feile „03 fm.„ 2. 90 ö 3 9 stücke, Bri ꝛc. te thause z sten der Ar 9 2 igert kunft: Beim Ortsvorsteher. 1 rillen ꝛc. im alten Rathause zu Gunsten der Armenkasse gegen Baarzahlung versteiger dr 0 Oberscheld.(Gemeindewald). Distrikt Lehrthal. 217 Nadelholzstämme, worunter 7 Lärchenstaämme sind, mit 128 fm, 11 xm Nadelholzknüppel. Dienstag, den 11. Februar, Vor⸗ mittags 10 Uhr. Ehringshausen. Forst Heisterberg. Forstorte Kesselbergstreiben, Nod und Aspau, Abfuhr nach der Lahn möglich. 23 Stück Eichenstämmchen und Stangen mit 1,66 fm, 163 rm Buchenscheit⸗ und Knüppelbolz, 2000 Stück Bucheuwellen, 200 rm Buchenscheit- und Knüppel holz, 3000 Stlick Buchenwellen. Dienstag, den 11. Februar, Vormittags 10 Uhr. Zusommen— kunft auf der Dianaburg. Nabenscheid.(Gemeindewald). Distrikt Hübelheck und Wolfstück. 190 Fichtenstämme zu 102,93 fm, 200 Stück Fichtenstaugen 1., 198 Stück Fichtenstangen 2. 62 Stück Fichten⸗ stangen 3. Kl.(zu 31,68 fm). Das Holz liegt auf guter Abfahrt und sind Stämme dabei, die über 1 fm halten. Dienstag, den 11. Februar, Vormittags 10/ Uhr. Steinbach.(Gemeindewald). Distrikt Emba b und Todtenzipfen. 47 Nadelstämme von 1330 em Durchm., 7—15 m Länge, 362 Nadelderbstangen von 7—12 em Durchm, 7 bis 12 m Länge, 140 Nadelreisstangen von 5—6 em Durchm., 5—7 m Länge, 15% Buchen- inüppel, 1300 starke Buchen. und Eichendurchforstungswellen, 6700 Buchen-, Eichen, u. Nadel⸗ erste Durchforstungswellen, 2 1m Eichenscheit, 10 rm-Knüppel, 100 Eichenwellen, 9 rm Eichen⸗ stöcke. Sodann kommen an demselben Tag, von Nachmittags 2 Uhr an, im Distrikt Gesäng zur Versteigerung: 60 Eichenstämme von 13—38 em Durchm., 4—10 m Länge, 11 Nadel⸗ stämme von 13-20 em Durchm., 5—13 m Länge, 83 xm Buchenscheit, 31 xm-Knüppel, 1100 Im ⸗Wellen, 26 rm Stöcke, 20 rm Eichenknilopel, 700 Eichenwellen, 12 xm Eichenstöcke, 8 rm Nadelknülppel, 50 ⸗Wellen, 3 rm Stöcke. Wiktwoch, den 12. Februar, Vormittags 9 Uhr Ettingshausen. Distrikt Sandheck. 190 rm Buchenscheitholz, 460 rm Buchen⸗Stamm⸗ Knüppel, erster Sorte, 900 rm Buchen-Ast⸗ und Durchforstungsreiser, 110 rm Buchenstöcke, 20 im Fichtenderbstangen und Reisstongen. Mittwoch, den 12. und Donnerstag, den 13. Februar, Vormittags 9¼ Uhr. Zusammenkunft an jedem Tag am Pflanzgarten in der Sandheck. Oberförsterei Herborn. Distr. 58, 57,(Kohlbeck) und Distr. 56(Mauerwerk), Schutzbez. Bicken. Eichen: 8 rm Scheit und Prilgel, Buchen: 1034 rm Scheit(größtenteils sehr gut), 250 rm Prilgel, 8000 Stück Wellen, Kiefern: 19 xm Nutzscheit, 116 rm Brennscheit, 50 rm Prilgel, 70 rm Stöcke, 1200 Stück Wellen. Mittwoch, den 12 Februar, Morgens 10 Uhr, mit Nr. 587 beginnend. Zusammenkunft am Theerofen. Leun.(Gemeindewald). Distr. Lohnmühle und Trostmichel. 3,71 km Eichenstämme 4. Kl., 21,5 rm Eichen-Rundnutzholz, 130 m ⸗Scheit- und Knüppelholz. 2000 Wellen, 0,95. im Kiefernstämme 3. und 4. Kl, 7 Stück Nadelholzstangen 1 und 2. Kl. Mittwoch, den 12. d. M, Vormittags 40 Uhr. Zusammenkunft an der Lohmühle. Philippstein.(Gemeindewald). Kirschbach, an der Wetzlar⸗Weilburger Straße 45 rm Eichenscheit und Knüppel, 380 rm Buchenscheit und Knüppel und 4475 Wellen. Mitt⸗ woch, den 12 Februar, Morgens 10 Uhr.— Im Distr. 19b und 20a Schwadrich. 301 rm Buchenscheit und Knilppel, 2000 Stück dergl. Wellen, 91 rm Kiefernscheit und Knüppel und 275 Ausbuschreiser. Donnerstag, den 13. Februar, Morgens 10 Uhr. Braunfels. Distr. Ottilienböhe, Wasserstück und Scholseite. 2670 Fichtenstangen mit 10,15 fm, 108,5 rm Buchen⸗Scheitholz, 84,5 rm-Prügelholz, 51 xm Stockholz. Mittwoch, den 12. Februar, Vormittags 10 Uhr. Zusammenkunft: Leunerweg am Braunfelser Feld vor der Winkersburg. Gambach. Gemeindewald. 25 rm Buchenscheiter, 33 ri Eichenscheiter, 8 m Buchen- knüppel, 22 rm Eichenknülppel, 18 rm Nadelknisppel, 700 Stück Buchenwellen, 3800 Stilck Eichenwellen, 1600 Stück Nadelwellen, 3300 Stück Weichholzwellen, 138 rm Buchen-, Eichen- und Nadelstöcke. Mittwoch, den 12. Februar.— 5 Buchenstämene 33—68 em Durchmesser, 78 m Länge mit 5,96 km, 127 Eichenstämme, 20—52 em Durchm., 6—14 m Länge mit 130 fm, 153 Nadelstämme, 15 30 em Durchm., 6—21 m Länge mit 51,97 fm,(hierunter schönes Kiefernschnittholz), 15 rm Nadelruudscheit zu 3 m Länge. Donnerstag, den 13. Jebr — 12 rm Eichen- und Birken ⸗Knülppel, 1700 Stllck Buchenwellen, 5000 Stück Eichenwellen, 1500 Stilck Nadelwellen, 300 Stück Weichholzwellen, 214 Stück Nadelderbstangen mit 14,85 im, meistens zu Sparren sich eignend, 245 Stllck Nadelreisstangen mit 4 fm. Freitag, den 14. Februar. Die Zusammenkunst ist an den beiden ersten Tagen Vormittags 9 Uhr am Pohl⸗ gönser Weg am Eisenbahnübergang, den dritten Tag ebenfalls um 9 Uhr Vormittags am Kirchgönser Weg. Die Stämme sind sämmtlich Ia. Qualität und eignen sich durchgängig zu Schnittholz. Griedelbach.(Gemeindewald). Distrikte Heide und Raubehein. Kiefernstämme 3. und 4. Kl. von 70,00 fm, Kiefernstangen 1. Kl. von 21,15 fm, Kiefernstangen 2. u. 3. Kl. von 19,26 fm. Distrikt Neuwaldsheck. Eichenstämme 3. u. 4. Kl. 51,00 km, Eichenscheit und Knilppelholz 10 rm. Distrikt Fürst. Buchenscheit- und Knüppelholz 90 rm. Das Buchenholz liegt an einer guten Abfahrt. Dienstag, den 11. Februar, Vormittags 9 Uhr. Zu- sammenkunft im Distrikt Heide. Dreihausen.(Interessentenwald). 270 Eichen⸗Bauholzstämme von 4—15 m Länge, 30 bis 60 em Durchmesser, mit 218 fm Inhalt; größtenteils zu Streckholz geeignet. 530 Fichten⸗ stangen von 1. bis 4. Kl., sowie einige stärkere zu Dachsparren geeignet. Dienstag, den 11. Februar, Morgens 9 Uhr. Zusammenkunft am Santkamm bei Nr. I. Allendorf a. d. Lumda.(Gemeindewald). Distrikte Läusköppel, Langebruch, Lehm— grube u. s. w. 4 Eichenstämme mit 1,83 fm, 131 Nadelstämme mit 53,70 fm, 2 Aspenstämme mit 1,91 fm, 128 Nadelderbstangen 9,79 km, 130 Nadelreisstangen 2,56 tm, 67 rm Buchen⸗ scheitholz, 13 rm Nadelscheitholz, 8 xm Eichenprügelholz, 322 xm Nadelprügelholz, 6rm Aspen⸗ prügelholz, 10625 Nadelwellen, 19 rm Buchenstockholz, 30 rm Nadelstockholz, 3 rm Aspen— stockholz. Dienstag, den 11. d. M, Vormittags 9 Uhr. Zusammenkunft im Distrikt Läusköppel bei Holzuummer 1. Grüningen.(Markwald). 73 Eichenstämme von 68 em Durchm., 90 fm haltend, 37 fm Kiefern- und Fichtensämme, 11 km Buchenstämme, 178 Eichenderbstangen(Wagner holz), 834 Fichtenderbstangen bis zu 16 m Länge, zu Sparren und Gerüststangen sich eignend. Dienstag, den II. d. M., Morgens 9 Uhr. Die Zusammenkunft ist am Weg von Dorf gill nach 0 Wieseck.(Gemeindewald). In den Distrikten Kornberg und Essigpfad am 13. d. M. 30 Eichenstämme mit 13,05 fm, 1 Nadelstamm mit 0,48 m, 232 rm Buchenscheitholz, 49 xm Eichenscheitholz. 40 rm Buchenknöppelholz, 29 rm Eichenknüppelholz, 3300 Wellen Buchenreisig, 1650 Wellen Eichenreissg, 33 rm Buchenstockholz, 7 xm Eichenstockholz. In dem Distrikt Hundskopf am 14 d. M. 117 Nadelstämme mit 22,71 km, 174 Nadelstangen mit 3,20 fm, N rm Nadelscheitholz, 50 rm ⸗knüppelholz, 2986 Wellen-Reisig, 2 rm⸗-Stockholz. Donners tag, den 18. und Freitag den 14. d. M, Vormittags 10 Uhr. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen zur angegebenen Stunde in den genannten Distrikten. Mainzlar.(Gemeindewald). Distrikte Zippen und Schabenberg. 61 Eichenstämme 59,25 fm, 20 Nadelstämme 8,04 fin, 3 Buchenstämme 2,08 km, 141 Nadel-Derbstangen 7.98 tm, 850 Nadelbohnenstangen 2,35 fm, 20 Pappelstämme 21,36 fm. Montag, den 10 d. M., Vormittags 9 Uhr. Zusammenkunft in der Mockenhohl.— 323 Buchen-, 121 Eichenscheit, 56 Buchen-, 17 Eichen-, 8 Nadelknüppel, 51˙ Buchen-, 21¼ Eichen-, 18¼ Nadelwellen, 120 Buchen-, 60 Eichenstöcke. Dienstag, den 11. Februar, Vormittags 8 Uhr. Zusammenkunft an der Straße nach Treis an der Waldecke. Bemerkt wird, daß die Pappelstämme den ersten Tag zuerst zur Versteigerung kommen und daß sich bei den Eichenstämmen 14 Stück schöne reife Schnitthölzer befinden. Gießen, den 8. Februar 1896. Die Armen⸗Deputation der Stadt Gießen. Bekanntmachung. Die Lieferung des Armenbrodes und des Bedarfs des Bürgerhospitals an Brod, Wecken, Kuchen, Mehl, Milch, Fleisch, Schmalzfett, Colonialwaaren und Hülsenfrüchten, Seife, Petroleum, Butter, Eier ꝛc, sowie die Fertigung der Schuhe und Särge für Arme pro 1896/97 soll im Wege der Submission vergeben werden und sind Offerten hierauf verschlossen unter Bei⸗ fügung von Mustern bis zum 1. März d J. bei dem Armenamte. bei welchem auch die Bedingungen eingesehen, sowie die zur Submission auf Colonialwaaren ꝛc. zu verwendenden Formulare bezogen werden können, einzureichen. Gießen, den 6. Februar 1896. Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Wolff. Der nächste Fröbe Stenoggapden-Veren biessen. Unterrichis-Cursus in der Stolzeschen Stenographie beginnt am Freitag, den 14. Februar, Abends 8 Uhr, im Restaurant„Zum Andres“(Weidig), Sonnenstrasse. Anmeldelisten liegen in der Rickerschen Buchhandlung und im Vereinslokal offen* Der Vorstand. 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