5 tur um chiben efti dhe ger it lig. eitun wan und 9 Lau⸗ missonen 5 rburg, Umnberg ie Leer bringt also in anderes il bieten gen Glesen Qndes⸗ — anttw. Re⸗ Ottmann, doe 1 f alt: an, an, k an, hren a1 1 hillig. ter. E 8 — 2 — E eee eee eee A . e e eee Ließen, f Krieg usgahe 0 0 0 9 — G ießen, Sonnabend, den 11. Jannar 1896. e Landeszeitung Ausgabe Gießen. Redaktion: 4 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. 1 Expedition: Kreuzplatz Nr. 4. 8 Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die 5spaltige Petitzeile. 2 Kreuzplatz Nr. 4. . Aonmementsbesteungen „Hessische Landeszeitung“ nehmen unsere sämmtlichen Träger sowie die Expedition Kreuzplatz 4 zu jeder Zeit entgegen. Kein anderes hiesiges oder auswärti— ges Blatt bietet annähernd die Vor— teile der„Hessischen Landeszeitung“, die der Einwohnerschaft von Gießen und Nachbarorten in zwei Ausgaben an jedem Werktag ausgehändigt wird. reis nur 60 Pg. monatlich einschließlich Trägerlohn. Lokales und Provinzielles. * Gießen, 10. Jan. Bei der großherzog— lichen Zentralstelle für die Gewerbe in Darm— stadt war ein Antrag zur Aeußerung über die Vermittelung von Lehrlingen und Lehr— stellen eingelaufen, ob die Lehrverträge unter Mitwirkung der Gewerbevereine abgeschlossen werden sollen und ob etwa durch diese Vereine ein Ausschuß gebildet werden soll, durch welchen die von dem Gewerbeverein untergebrachten Lehr— linge überwacht werden können. Die Zentral— stelle hat sich u. A. auch an die Gewerbevereine der fünf größten Städte des Landes ge⸗ wendet, um ihr Urteil hierüber zu erfahren. Ihre Ansichten weichen wesentlich von einander ab. So beabsichtigt der Gewerbeverein Gießen eine Auskunftsstelle für die Vermittelung von Lehrlingsstellen in dem Gebäude der erweiterten Handwerkerschule zu er— richten. Der Verein zu Offenbach kann sich wohl für eine Stellenvermittelung unter Mit⸗ wirkung der Lehrer an der Kunstgewerbe- ꝛc. Schule aussprechen, befürchtet aber für eine ständige Stellenvermittelungs- und Beauf— sichtigungs-Kommission viele Mißhelligkeiten, ohne daß sie bei mangelnden Machtbefugnissen eine er⸗ sprießliche Thätigkeit zu entwickeln vermöchte; dagegen hält der Mainzer Verein an größeren Orten, an denen die einzelnen Arten des Ge⸗ werbes in großer Zahl vertreten sind, die Ver⸗ mittelung von Lehrstellen, die Ueberwachung der Lehrlinge, die Schlichtung etwaiger Differenzen durch eine Vereinigung der Meister gleichartiger Gewerbe für geeignet, wie eine solche in Mainz thatsächlich bereits geübt worden. In Darm⸗ stadt besteht ein Bedürfnis für eine mit dem Verein verbündete Lehrlings-Vermittelung nicht, da eine solche bereits mit der Zentralstelle für —— 5 2 Arbeitsnachweis verbunden ist und bei dieser der Gewerbeverein wie die Innungen vertreten sind. Wieder anders äußert sich der Gewerbeverein in Worms, indem er der Ansicht Ausdruck giebt, daß die in Vorschlag gebrachten Einrichtungen die erwarteten segensreichen Wirkungen nicht haben werden. * Bensheim, 9. Januar. Während des Jahres 1895 sind in unserer Stadt 40 Familien mit 153 Personen, sowie 55 alleinstehende, zu— sammen 208 Personen, gegen 197 im Vorjahre zugezogen: weggezogen sind 33 Familien mit 107 Personen und 28 alleinstehende Per— sonen. Auf dem Standesamt wurden 205 Ge— burten, 129 Sterbefälle(im Vorjahre 172) be— urkundet, 80 Paare aufgeboten und 55 Ehe— schließungen vollzogen. Bei der Bürgermeisterei, als der bestellten Meldestelllle für die versiche— rungspflichtigen Personen, gelangten zur An— meldung: 1442 kranken⸗ und 525 invaliditäts⸗ und altersversicherungspflichtige Personen. Alters— rente beziehen 32 Personen im Gesamtbetrage von 4139 Mk., Juvalidenrente 18 Personen im Gesamibetrage von 2172 Mk. In Beleidigungs— sachen haben 56 Sühneversuche stattgefunden; hiervon fanden 26 Fälle ihre Erledigung im Termin, wobei in 5 Fällen der Waisenkasse 15 Mark zugute kamen.— Aus den Schlacht— hausgebühren ist der Stadt eine Bruttoeinnahme von 3960 Mark erwachsen. Aus der städtischen Wasserleitung wurde an 300 Hausbesitzer Wasser aus Abstichleitungen abgegeben. Die Einnahme aus Wasserzins betrug 12 300 Mk. Die hiesige Naturalverpflegungsstation wurde von 2969(im Vorjahre 5090) Durchreisenden in Auspruch ge— nommen; die Verpflegungskosten belaufen sich auf 2343 Mark. Uusere Stadt zählte bei der letzten Volkszählung 6666 Einwohner. H. Aus Hessen, 10. Jauuar. Bei der Gemeinderatswahl in Mom bach(Mainz) siegten die fünf Kandidaten der Ortsfremden über die Angesessenen mit erheblicher Mehrheit. Die Wahl war s. Zt. kassiert worden, weil eine Anzahl Bayern, die bei den Kommunalwahlen in Hessen nicht stimmberechtigt sind, mitgewählt hatten. D. Z. Vom Main, 9. Januar. Von den Land⸗ wirten wird über die diesjahrige Mäuse- und Rattenplage geklagt. Die auf dem Felde eingegrabenen Vorräte wurden infolge der ge— linden Witterung dieser Tage aufgelichtet und ausgelesen. Man fand in mancher Grube ganze Kolonien von Mäusen und Ratten, die in den Vorräten bedenklich gehaust hatten. Ein Land— wirt in F. fand unter 52 Zentner eingegrabener Kartoffeln 29 durch Mäusefraß völlig unbrauch— bar gewordene. Gleich schlimme Erfahrungen macht man auch in den Hauskellern, wo be— sonders viel Ratten vorgefundeu werden. Gegen letztere ist man ratlos, da es nur wenige Katzen giebt, die Ratten fangen. Man beschränkt sich deshalb auf das Legen von Gift und Stellen von Fallen, was jedoch gegen die Unmenge dieser schädlichen Tiere von nicht großer Wirkung ist. Vermischtes. — Explosion. Ein Pulverschuppen mit 50 Zentner Inhalt ist südlich von Mehlis im Thüringerwald in die Luft geflogen. Ob— gleich der Schuppen 600 Meter von der Stadt entfernt liegt, richtete trotzdem die Explosion in Mehlis großen Schaden an Gebäuden an. — Masseuvergiftung durch Kohlen— dunst. Eine Fahrlässigkeit bei Aufstellung von Kohlenöfen hat in Wien in dem Stadtteil Land— straße die Bewohner eines ganzen Hauses in Vergiftungsgefahr gebracht. Im Hause Land⸗ straßer Hauptstraße 133 waren seit einigen Tagen die Wasserleitungsrohre eingefroren. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, hat man Sonnabend Vor— mittag in allen drei Stockwerken Holzkohlenöfen aufgestellt, um die Rohre aufzutauen. Man traf aber nicht die entsprechenden Vorsichtsmaßregeln. Das Kohlenoxydgas, welches sich bald entwickelte, drang unvermerkt in die Wohnungen, in denen sich des Werktages halber zumeist nur Frauen und Kinder befanden. Das tückische Gas wirkte bei Allen betäubend und zum Brechen reizend, doch brachte Niemand Ursache und Wirkung in Zusammenhang und überall glaubte man an ein plötzliches Unwohlsein. Nur der Zimmermann Wolf, der gleichfalls im Hause wohnt und heim⸗ kehrend seine 35jährige Gattin Marie und ihr vierjähriges Töchterchen Josepha von Erbrechen und Uebelkeiten befallen fand, ahnte sofort eine Vergiftung und eutfernte sich eiligst, um tele⸗ phonisch die Rettungsgesellschaft zu avisieren. Man öffnete die Fenster und entfernte augenblick— lich die Holzkohlenöfen. Man ging von Thür zu Thür und fand thatsächlich noch dreizehn, im Ganzen also 15 Personen unter Vergiftungs— symptomen auf. Am schwersten zeigten sich die Wirkungen des Gases bei der Schlossergehülfens— gattin Angela Sakrawa und bei deren Schwester Anna Hanuschka, die eben zu Besuch bei ihr weilte. Bei ihnen traten die Symptome so be— drohlich auf, daß sie in das Rudolfshospital gebracht werden mußten. Die anderen Ver— gifteten erholten sich unter Einwirkunz der frischen Luft bei offenem Fenster sehr rasch und waren bald außer Gefahr. — Ein heftiger Schiffs zusammen— stoß fand, wie aus Brüssel gemeldet wird, am 4. Januar abends auf der Schelde nahe bei Doel zwischen dem deutschen Dampfer„Drachen— fels“, der von Antwerpen nach Bombay ging, und dem nach Batum dampfenden belgischen Dampfer„Ural“ statt. Der letztere Dampfer erlitt so schwere Beschädigungen, daß er seine Weiterfahrt aufgeben und sofort nach Antwerpen zurückdampfen mußte. Die Schiffahrt auf der Schelde ist gegenwärtig gefährlich; dichter Nebel bedeckt oft den Fluß und hemmt stundenlang die Schiffahrt. — Ein nodernes Kind. Der Hausarzt: „Linchen, möchtest Du nicht einmal eine Frau Doktorin werden?“ Linchen: Aber, Sie schlim— mer Herr Doktor! Sie sind ja doch schon ver— heiratet! Humor vor Gericht. Es mußte gar nicht so leicht sein, sie zu putzen. Es war keine von diesen gewöhnlichen Nasen mit einer ordent⸗ lichen Spitze, die man zwischen Daumen und Zeige⸗ finger nehmen kann, nein, es waren eigentlich nur zwei kreisrunde, nicht zu kleine Löcher, welche an eine laternen⸗ lose Lokomotive erinnerten. Das gab seinem Gesicht etwas Herausforderndes, Vorlautes, und dieser Eindruck wurde noch erhöht, als er folgende Rede vom Stapel ließ: Ick möchte blos det am Sonntag sind, wat so'n Hauswirt sich uf eenen jewöhnlichen Wochendag inbildet. Die Zeiten haben wir denn doch Jott sei Dank eenmal jehabt, wo so'n Hauswirt die Mieter kujunieren kann, un womöglich verlangte, man sollte uf'n Hof ieber'n Müllkasten jehn, wenn man nießen wollte. Wir sind denn doch mit'n Zeitjeist vorjeschritten, aber wat der is, der mir denunzirt hat, der is in der Kultur zurückjeblieben un... Vo rs.: Nun hören Sie vorläufig mal auf, Sie scheinen ein Schwätzer zu sein.— Angekl.: Verzeihen Sie, Herr Jerichtshof, nach't preußische Landrecht, Paragraph sowieso, derf en Anjeklagter an die Zunge nich beschnitten wer'n. — Vors.: Ich sehe schon, weß Geistes Kind Sie sind. Aber nehmen Sie sich in Acht, daß Sie die Feiertage nicht hinter Schloß und Riegel zubringen müssen. Wer sich ungebührlich benimmt, kann sofort eingesperrt werden. Haben Sie denn etwas getrunken?— Angekl.: Ehe ick hier einjing, habe ick mir draußen den Löwenkampf an⸗ jesehen un als der Denunziante jerade vorbeijing, habe ick ihm jesagt,„hier kieken Sie mal, der Löwe, det bin ick un die Schlange, det sind Sie! Nun passen Sie mal Achtung, wie et Ihnen jehen wird.“ Un denn habe ick vor'n Termin noch so'n Paar kleene Nordhäuser verhaftet, aber von wegen anjedrunken, da is nich an zu denken. — Vors.: Nun denn, nehmen Sie sich zusammen und erzählen Sie kurz, wie Sie mit Ihrem Wirt in Streit geraten sind.— Angekl.: Also er is Meester un ick bin man Jeselle. Er hat et zu'n Haus un Vermöjen jebracht un ick habe et zu nischt jebracht, sonst sind wir aber beede Töpper. In diesen Frühjahr reitet mir det Unjlück, det ick bei ihm eene Wohnung mieten muß. Na⸗ tierlich man eene kleene uf'n Hof für 30 Mk. monatlich. Als ick ihm bei't Miethen sagte, det wäre eijentlich een Bisken dheier, da meente er, er hätte vorne im Hause nur feine Mieter un wenn sie uf Sommerwohnung wären, denn ließe er in alle Wohnungen die Oefen un Maschinen nachsehen und mit Lehm aussch mieren, un det Stück Arbeet sollte ick denn machen. Is jut, sage ick, un nehme richtig die Wohnuug. Nu hören Sie blos, wat er for eene Schlange war. Die Herrschaften sind im Aujust merschtendeels doch weg, un ick denke jeden Dag, er soll tommen un mir sagen:„hier, schmieren!“ Fällt ihm aber jar nich in. Da kriege ick eenes Morjens uf'n Hof in eene Ecke eenen Klumpen Lehm zu sehen. Nanu? denke ick, wer töppert denn hier? Ick den annern Morjen früh uf die Beene un jehe sachteken in't Vorderhaus die Treppe ruf. Mit eenem Male, wat sehen meine Oogen? Kömmt mein Wirth zu die Wohnung aus die zweete Etasche raus un hat eene blaue Schürze vor un eene Molle mit Lehm in die Hände. Denken Sie blos an, schmiert der Mann selbst! Er wurde ja so'n bisken verlejen, als ick sage;„Jut'n Morjen, Kollege,“ un meent:„Ja, ja mein lieber Meier, so'n Hauswirt muß sich quälen, aber arbeeten ist keene Schande.“„Nee, sage ick, det is es nich, aber schämen dun Sie sich doch vor mir.“ Damit lasse ick ihm stehen. An denselbichten Nachmittag schreibe ick ihm einen höf⸗ lichen Brief, un wann er denn bei mir zum Schmieren käme, der Kochmaschine d'häte det sehr nötig. Un nu schrieb er mir zurück, det er zu meine Verfüjung stehen würde, ick möchte ihm blos anzeijen, wenn ick mit meine Familie in't Bad reisen würde. Denken Sie blos an, Herrn Nepomuk Malzhubers erste und letzte Liebe. Von Gottfried König. (Nachdruck verboten.) Der Herr Oberlehrer Nepomuk Malzhuber war einer jener beneidenswerten Naturen, deren Blut nur bei außerordentlichen Ereignissen in höhere Wallung gerät, während sie auf die unbedeutenden Begebenheiten des alltäglichen Lebens mit olympischer Ruhe herabschauen. Heute aber hatten seine Sekundaner es doch gar zu schlimm getrieben! Nicht nur, daß der Se bastian Kleemeier, dieser„leidige Windhund“ in seinem lateinischen Extemporale mit eiserner Kon sequenz einen falschen Kasus zu setzen sich unterstand, nein, auch der ehrsame Primus Gottlieb Beude— mann, auf den er allezeit so große Stücke gehalten, er hatte mitten in seine wirklich prächtige Abhand— lung„Ueber den Einfluß der Reden Ciceros auf die römische Rechtspflege“ statt des wöchentlichen Klasseuberichts ein glühendes Liebesgedicht„An Elise“ hineingelegt. Das war denn doch zu bunt! Malzhubers Stirn zog sich in düstere Falten, zornig spraug er auf und durchmaß mit feierlichen Schritten das Zimmer.„Ein falscher Casus!— ein Liebes— brief,“ rief er in tiefster Erbitterung.„Ein Liebes— brief!— Ein falscher Kasus!— Es ist unglaub— lich!— Aber ich will unter Euch treten und fürch— terlich Musterung halten!“ Und die hielt er. Mit tiefem Richterernst machte er dem unglücklichen Beudemann die Ver— werslichleu seiues leachtsiaalgen Thuus klar und hielt ihm vor versammelter Sekunda eine Straf— predigt, deren sittliche Entrüstung dem zerknirschten Primus kalten Schweiß auf' die entweihte Dichter— stirne trieb. Aber herzlich sauer war dem guten Malzhuber die Musterung doch geworden; denn als er am Tage des Gerichts die heimischen Penaten wieder erreicht und seinen müden Leib in einen bequemen Lehnstuhl versenkt hatte, seufzte er tief und sprach— „Wann wird kommen der Tag, da ich freudig den lastenden Schulstaub schüttle vom wandernden Fuß badend, Natur, mich in Dir?“ Und damit griff er resiguiert zum Schopenhauer. Die Philosophie war überhaupt sein Lieblings— studium. Sie ersetzte ihm alles. Er trank nicht, spielte nicht, haßte das Rauchen und ließ die Rede— fluten seiner zungenfertigen Frau Wirtin, die ihm täglich die Annehmlichkeit eines geordneten Familien— lebens vor Augen führte, mit stolschein Gleichmut an seinem Ohre vorübersausen. Nein, wenn ihm eines zuwider war, so war es das Heiraten! Hatte er doch erst jetzt wieder an dei unglücklichen Beuda mann koustatieren können, wie weit die Liebe, diese Wahnvorstellung eines nicht existierenden Ideals, einem sonst vernünftigen Menschen das gesunde Deuk— vermögen zu rauben im staude ist und ihn ablenkt vom engen Pfade der reinen Wissenschaft. Bei dieser Lebensweise fühlte sich Herr Nepomuk Malzhuber außerordentlich wohl und war allzeit ruhigen und zufriedenen Gemütes. Man brauchte nur auf die liebliche Rundung seines nicht unan— sehnlichen Bäuchleins zu blicken, um dieses schöne Faktum zu bestätigen. Audererseits mochte das stetige Vorrücken seiner hohen Denkerstirn, die sich letzt shon beinahe bis zum Wirbel hin ausdehute, ein Zeuguis sein für die außergewöhnlich hohe Geistesthätigkeit des seltenen Mannes. Augenblicklich war er beschäftigt, mit Eduard von Hartmann au der Existenzberechtigung seines lieben Ich zu zweifeln, und es ist nicht zu ver— wundern, daß ihn bei einem derartig tiefgehenden Studium die Ferien trotz seiner Sehusucht über— raschten. Was nun thun? Schon überlegte er erustlich, ob er die begonnenen Zweifel in der Stille seines Studierzimmers fortsetzen sollte, als ihn ein Brief seines alten Freundes Heinrich Brösicke aus allem Grübeln riß. Der„lauge Hinrik“, wie er früher bei den Komilionen geheißen, hatte sich nach zehn Semestern jus als bemoostes Haupt auf die väterlichen Güter in Pommern zurückgezogen und lud nun seinen„leiwen ollen Nepomuk“ auf's Herz lichste ein, die diesjährigen Ferien bei ihm zu ver— bringen. Malzhuber dachte nach. Richtig, es ging; Brösicke war Wittwer. Nach kurzem Schwanken wanderte Schopenhauer und Hartmann in den Bücherschrank und Herr Malzhuber auf den Bahn hof, nachdem er von der liebenswürdigen Frau Hannemann einen schnellen Abschied genommen und sich in der Eile noch mit einer Reservebrille und Ovids Metamorphosen zur geistigen Nahrung ver— proviantiert hatte. * 4* „Na, n' Dag ok, min lewe olle Fruend,“ sagte Hinrik Brösicke herzlich und umarmte seinen ollen Nepomuk, daß ihm alle Rippen im Leibe krachten. Dann rief er mit Stentorstimme ins Haus:„Lise, Düwelskind, koam rut ut Din Kla— bus! Unkel Nepomuk is do un will Di go'n Dagg seg zen!“ Und ehe der bestürzte Malzhuber sich von der Umarmung seines zärtlichen Freundes er⸗ holt hatte, sah er auch schon etwas Weibliches auf sich zufliegen, fühlte zwei weiche Arme um seinen Hals geschlungen und einen herzhaften Kuß auf seinen bartlosen Lippen. „Det is Lise,“ sagte Hinrik lakonisch.„Un nu kumm un vernüchtere Dir'n beten. Du wirst woll hungrig sin vun Din grote Reis'.“ Und da⸗ mit zog er den zerschmetterten Freund ins Eßzimmer. Malzhuber trug das Unvermeidliche mit Würde. Ja, er wunderte sich im Stillen über die welt— männische Gewandtheit, mit welcher er der jungen Pflegetochter Brösickes entgegentrat, als welche sich „Lise“ schließlich entpuppte. Brösicke hatte die junge Waise nach dem Tode seiner Frau ins Haus ge⸗ nommen und hing mit rauher Zärtlichkeit an dem lieblichen Kinde, die es durch eine rührende Sorge und Anhänglichkeit vergalt. Lise mochte etwa achtzehn Jahre alt sein und schien sich durchaus nicht mit Zweifeln um ihre Existenzberechtigung zu plagen. Wenigsteus deuteten die lachenden, braunen Augen, die frischen Wangen und der kleine Mund auf alles andere, als auf Weltflucht oder philosophische Grübelei. Dieses Wesen war natür— lich für Herrn Nepomuk Malzhuber ein unerklär— lich Meerwunder, und er begnügte sich auch dem- gemäß in den ersten Tagen seiner Auwesenheit in Remblin mit wortlosem Staunen, wenn er sie über seinen Ovid hinweg durch die neue Reservebrille ansah. Nach und nach aber gewöhute er sich an das helle, fröhliche Lachen und das muntere Geplauder des Mädchens, mit dem er viel allein war, da Hinrik meist in frühster Morgenstunde auf die aus gedehnten Felder hinausritt.(Schluß folgt.] eenen Arbeeter so zu verhöhnen!— Vors.: Ja, das war nicht hübsch; haben Sie den Brief?— Angekl.: Jawohl, hier ist er.— Vors.: Das war allerdings bitterer Hohn, und wenn Sie darüber erregt wurden, ist es selbstverständlich. Wie ist es nun aber mit dem Liede, welches Ihre Kinder häufig sangen und worin der Wirt eine Verspottung seiner Person erblickte?— Angekl.: Der Mann kann mir jammern. Det is een janz bekann⸗ ter Vers: 5 Still ruht der Lehm, die Töpper streiken, Die janze Kücke is voll Rooch, Ach, Meesterherz, jieb Dir zufrieden, Det danert nicht lang', denn streikst Du ooch. Vors.: Na, das ist ja nun gerade nichts Schlimmes. Aber nun wollen wir zum Schluß kommen. Ihr Wirt verlangt Ihre Bestrafung wegen Hausfriedensbruchs. Sie sollten sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht aus seiner Wohnung entfernt haben.— Angekl.: Wenn ick Miete zahlen muß, denn muß ick ooch bei ihm rinnkommen dürfen. Er hat ja auch„herein“ gerufen, als ick an⸗ kloppte. Ick sage freindlich zu ihm:„Juten Morjen, Kollege l Na, sind die Herrschaften mit der Töpperarbeit zufrieden?“ Er brummt wat, wat ick nich verstehe, streicht aber schnell die zehn Dhaler in, die ick ufjezählt habe, quittirt in't Buch un jiebt et mir mit die Worte:„Sie tönnen ziehen, wenn Sie wollen.“„Aber, Kollege!“sage ick, da springt er ooch schon uf un schreit:„Der Deuwel is Ihr Kollege! Machen Sie, det Sie rauskommen!“ Ick erschrecke mir denn nu balbarischen, indem er doch Meester is un Eijen⸗ dümer, un frage höflich, wenn er denn bei mir zu't Ma⸗ schinenschmieren käme. Un er ruft immerzu: raus! raus! un seine Frau kömmt und sein Mächen kömmt un die wird nach'n Schutzmann jeschickt. Ick bin aber schon vor⸗ her jesangen. Det is Alles.—. Durch die Beweisaufnahme wird der Hausfriedensbruch, wenn auch nur in milder Form, für erwiesen erachtet und der Angeklagte zu einer Geldstrafe von 5 Mk. verurteilt. Letzte Nachrichten. * Giesen, 9. Januar.(Stadtverord⸗ netensitzung.) Die heutige Sitzung war fast vollzählig von den Stadtverordneten besucht. Galt es doch die am 6. November vor. Jahres wieder⸗ bezw. neugewählten Vertreter der Bürger⸗ schaft in ihr Amt einzuführen. Oberbürgermeister Gnauth eröffnete um 4 Uhr die Sitzung und teilte mit, daß weder eine Einwendung gegen die am 6. November vollzogene Stadtverordneten⸗ wahl noch eine Beanstandung derselben durch die vorgesetzte Behörde vorliege. Die neugewählten Kollegen heiße er herzlich willkommen.“ Nunmehr sei die zulässige Zahl, welche bei Städten über 20 000 Einwohner 30 Vertreter ausmachen dürfe, 15 unsere Stadt erreicht. Es sei der Zuwachs er 5 neu hinzugekommenen Stadtverordneten besonders freudig zu begrüßen, weil damit das Kollegium an sachlichem Wissen, Lebenserfahrung und Arbeitskraft zugenommen habe. Bedeutende Aufgaben, über welche die Stadtverordnetenver⸗ sammlung in allernächster Zeit zu beraten hätte, ständen bevor, z. B. die unterirdische Entwässerung der Stadt, die Vergrößerung, eventuell die Anlage eines zweiten Friedhofs. Auch das von privater Seite ins Leben zu rufende Volks⸗ bad wird die Beteiligung der Stadt in einer oder anderer Weise nötig machen. Redner streift die unhaltbaren Zustände des Viehmarkt⸗ platzes, die Schwierigkeit der Durchführung der veterinärpolizeilichen Kontrolle mache die Ver⸗ legung des Platzes notwendig. Die Versamm⸗ sammlung wird sich auch mit der Vermehrung der Realschulklassen und mit der Reform des Oktroiwesens noch in diesem Jahre zu be⸗ schäftigen haben. Mit dem Wunsche, daß alle diese Arbeiten zum Segen der Stadt ausfallen möchten, schloß Redner. Sodann schritt der Oberbürgermeister zur Vereidigung der Stadt⸗ verordneten Heichelheim, Th. Haubach, Loos, Jean Kirch und Dr. Gaffky. Das Holzversteigerungen. Allendorf a. d. da.(Stadtwald). 39 Eichenstämme mit zusammen 34,36 lm, 2 Kollegium hatte sich während der Vereidigung von seinen Sitzen erhoben. Die wiedergewählten Stadtverordneten wurden durch Handschlag neu verpflichtet.— Punkt 2 der Tagesordnung betrifft ein Gesuch des Gärtners Louis Becker um Erlaubnis zur Errichtung eines Gartenhauses auf dem von ihm erworbenen Grundstück am alten Steinbacher Weg. Die Erlaubnis wird auf Widerruf erteilt. Oberbürgermeister Gnauth teilt mit, daß mit der Regulierung der Liebig⸗ straße in gleicher Weise erteilte Bauerlaubnis für das Katzensteinsche Grundstück zurückgezogen sei und die Entfernung der dort errichteten Lagerschuppen durch Polizeibefehl angeordnet waren. Die hier⸗ gegen eingelegte Beschwerde beim Kreisausschuß bab keinen Erfolg gehabt und sei auch der Rekurs bei dem Ministerium dieser Tage abge⸗ wiesen.— 3. Den Gebrüdern Röhrle wird nach dem Vorschlag der Baudeputation die Erbauung einer Eishalle am Wißmarer Weg widerruflich gestattet. Bei dieser Gelegenheit teilt der Ober⸗ bürgermeister Gnauth mit, daß der letzte Kreis— tag beschlossen habe, den Feldweg durch die Lichtenau als Kreisstraße nach Wißmar in diesem Jahre noch auszubauen, und so den vielen Klagen über diesen Feldweg geholfen sei.— 4. Zur Fortsetzung der Steinstraße bei der Einmündung derselben in der Marburgerstraße hat sich die Stadt verpflichtet, entlang der Straßenflucht dem Anlieger des Grundstücks ein eisernes Stacket mit Thor herzustellen. Die Versammlung ge— nehmigt die hierzu erforderlichen Mark 730.— 5. Zum Ausbau der Landmannstraße werden 280 Meter gerade und 32,19 Meter gebogene Bordsteine gebraucht. Im Voranschlag sind hier⸗ für Mk. 5 bezw. Mk. 5,50 pro lfd. Meter be⸗ willigt. Es liegt eine Offerte dieser Steine in Basalt⸗Lava der Firma A. Graff u. Comp. zum Preise von Mark 4,80 bezw. Mk. 5,50 pro lfd. Meter vor bei umgehender Lieferung. Die Bau⸗ deputation empfiehlt die Annahme der Offerte. Die Versammlung acceptirte den Vorschlag der Baudeputation. Punkt 6 betrifft den Ausbau der Lonystraße. Die jüdische Gemeinde beab⸗ sichtigt hinter ihrer Synagoge auf dem Gelände längs der Lonystraße ein Gemeindehaus zu er⸗ bauen und bittet die Stadtverwaltung den Teil der Straße, längs welchem das Gemeindehaus zu stehen kommt, genau so wie beim Schwestern⸗ haus schon jetzt aufzufüllen, wozu Mk. 300 er⸗ forderlich sind. Die Versammlung genehmigt diese Summe und bewilligt für zu erwerbendes Straßengelände pro am. Mk. 1,12.— Punkt 7 betrifft die Anlegung eines neuen Grundbuches für die Stadt Gießen und wird motiviert durch die nunmehr beendete neue Parzellenvermessung. Die Kosten des Grundbuchs betragen Mk. 4000, welche die Hauptstaatskasse vorerst vurlegen wird und welche in den Jahren 1897—1900 zu er⸗ statten sind. Diese 4000 Mk. werden auf die Grundsteuerkapitalien ausgeschlagen. Stadt⸗ verordneter Wallenfels bemerkt, es sei bekannt, daß die neue Vermessung vielseitige Anstände ergeben habe und daß man mit der Anlegung des Grundbuchs so lange warten möge, bis diese Anstände behoben seien. * Gießen, 9. Jan. Wir meldeten bereits, daß am 1. Weihnachtsmorgen zahlreichen Haus— besitern dadurch die Festesfreude verdorben wurde, daß sie durch die Schutzmannschaft wegen nicht rechtzeitiger Entfernung des in der Nacht gefallenen Schnees vor ihrem Hause aufgeschrieben wurden. Heute nun erschien bei vielen der Säumigen der Gerichtsvollzieher, um die entsprechenden Strafbefehle über 1 Mk., wozu noch Mk. 1,10 Kosten kommen, zuzustellen. Es sollen, wie uns versichert wird, über hundert solcher Strafzettel ausgefertigt sein. *Gieszen, 9. Januar. Vor einigen Tagen wurde der Schuhmachermeister M., am Selters⸗ weg wohnhaft, in Untersuchungshaft ge⸗ nommen. Es soll sich um ein schon vor einem halben Jahre an einem 5jährigen Kinde begangenes Sittlichkeitsverbrechen handeln. Gießen, 10. Jauuar. Gestern Nachmittag wurde im Laden des Herrn Carl Schwan, Ecke Mäusburg und Kreuzplatz, eine große Spiegel⸗ scheibe durch einen Dienstmannskarren zertrümmert. Die Scheibe war versichert. * Gießen, 9. Januar. Am schwarzen Brett unserer medizinischen Klinik befindet sich nach⸗ stehender Anschlag:„Wenn man versuchen wird, nach Marienberg i. Westerwald wieder einen zweiten Arzt hinzulocken, so mögen folgende Angaben als Warnung dienen. In Marienberg war immer nur ein Arzt, die Gegend ist arm, das ärztliche Bedürfnis so gering, daß den größten Teil des Jahres schon ein Arzt wenig zu thun hat. Taxen: Für Verordnung inkl. Untersuchung 0,30 Mk., für einen Besuch 0,60 Mk. Praxis ohne Fuhrwerk unmöglich. Sämtliche Fixas in den Händen des Unterzeichneten. Wer vor bitterer Not sich bewahren will, möge sich bei dem Arzt Loer in Winterberg, bisher hier, des Genaueren informieren. Marienberg i. Westerwald, 23. De⸗ zember 1895. Dr. Roth, Kreisphysikus.“ Wir haben schon mehrfach ausgeführt, daß eine Re⸗ form des Aerzte- und Apothekenwesens dringend notwendig ist. Obige Bekanntmachung ist ein neuer Beleg dafür. In dem gestrigen Berichte über die Generalversammlung des Vereins für Krankenpflege muß es in der 25. Zeile der zweiten Spalte nicht„Grenzen“, sondern„Genien“ der Wohlthätigkeit heißen. Letzte Telegramme. Hd. Berlin, 10. Jan. Die von den An⸗ arch isten(Huhu!) Deutschlands geplanten Kongresse finden am 19. Januar für Baden in Karlsruhe und am 26. Januar für Rheinland und Westfalen in Elberfeldstatt. Hd. Aschaffenburg, 10. Jan. Der hier lebende 85jährige königlich preußische General- Major a. D. Freiherr v. Krane wurde durch folgendes Telegramm des Kaisers ausgezeichnet: Berlin, 9. Januar. An der Spitze der ost⸗ preußischen Landwehr gaben Sie vor 25 Jahren beim Kampf auf Schloß von Villersexel ein Beispiel glänzender Tapferkeit, dessen ich heute dankbar gedenke. Zugleich will ich Ihnen hier— durch den Roten Adler-Orden 2. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe ver— leihen. Wilhelm Rex. Hd. Metz, 10. Jan. Die gestrige Reichs- ta ꝛswahl im 14. elsaß⸗lothringischen Wahlkreise (Metz Stadt und Land) ergab für die Stadt Metz folgendes Resultat: Pierson Landes-Aus⸗ schuß⸗Mitglied(Kandidat der vereinigten liberalen undklerikalen Eingeborenen) 1849 Stimmen; Jean Martin, ehemaliger Redakteur der aufgehobenen sozialdemokratischen elsaß-lothringischen Volkszeitung in Mülhausen 1446 Stimmen, Pagenstecher(nat. deutsch) 156 Stimmen, zersplittert 59. 2 Hd. Paris, 10. Jan. Wie dem Figaro von London gemeldet wird, verlautet in gut unterrichteten Kreisen, daß die Königin Victoria ein eigenhändiges Schreiben an Kaiser Wilhelm Berichtigung. Hd. London, 10. Jan. gerichtet hat. . Aus Pretoria wird gemeldet, daß die Buren ein Ende der br itischen Suzeränität, Annullierung des Polizei⸗ Präfekten der Chatered-Company und Aufgabe der britischen Verkaufsrechte für die Delagoabai fordern. 8 Führer der Uitlander wurden in Johannesburg verhaftet und wegen Hochverrat angeklagt. Hd. London, 10. Jan. Einem Telegramm zufolge soll ein englisches Kriegsschiff und das deutsche Kanonenboot„Seeadler“ sich in der Delagoabai„gegenüberstehen“. Hd. London, 10. Jan. Mehrere deutsche und holländische Sozialisten hielten gestern im Hydepark eine Versammlung ab, in welcher gegen Dr. Jameson gesprochen wurde. Hd. Rom, 10. Jan. Mehrere Blätter teilen mit, daß der deutsche Reichskanzler sich am Weihnachtsheiligen-Abend bei Crispi erkundigt habe, welche Stellung Italien in der Transvaal⸗ Frage einnehmen werde. Hd. Venedig, 10. Jan. Infolge des Er⸗ scheinens des Deputirten Imbriani im hiesigen freisinnigen Studenten-Vereine kam es zu einer Straßendemonstration gegen Crispi und einer Manifestation gegen die Regierung. Die behördlichen Organe mußten einschreiten und viele Verhaftungen vor⸗ nehmen, um die Ruhe wieder herzustellen. Hd. Belgrad, 10. Jan. Ein bestimmt auftretendes Gerücht meldet, König Milan reise am nächsten Donnerstag nach Peters⸗ burg und werde vom Zaren empfangen werden, der ihm bereits eine Audienz bewilligt habe. Zur Beachtung. Die„Hessische Landes⸗Zeitung, Ausgabe Gießen“ wird regelmäßig sammtlieche Holzversteigerungen und Submissionen der Provinz Oberhessen(Kreise Gießen, Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Lau- terbach und Schotten) und des Kreises Wetzlar veröffentlichen Die Holzversteigerungen und Submissionen der Kreise Biedenkopf, Marburg, Kirchhain, Ziegenhain, Homberg und Frankenberg finden unsere Leser dagegen in der Marburger Ausgabe der„Hessischen Landes⸗Zeitung“. Die„Hessische Landes⸗Zeitung“ bringt diese wichtigen Bekanntmachungen also in einer Vollständigkeit, wie sie kein anderes hiesiges oder auswärtiges Blatt zu bieten vermag. Die amtl. Bekanntmachungen der Stadt und des Kreisamts Gießen werden ebenfalls in der„Hessischen Landes⸗ Zeitung, Ausgabe Gießen“ regelmäßig zu finden sein. Verleger: Paul Bader in Marburg, Verantw. Re⸗ dakteur: i. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottmann, beide in Gießen. ——— 3 Kirschenstämme mit zus. 2,03 km, 34 Nadelstämme mit zus. 48.58(m, 2 Buchen⸗Derbstangen mit zus. 0,05 km, 88 Nadel-Derbstangen mit zus. 5,95 km, 705 Nadel⸗Reisstangen mit zus. 24,07 kin, 128 rm Buchen Scheitholz, 25 rm Eichen⸗Scheitholz, 2 rm Kirschen-Scheitholz, 39 rm Eichen-Prügelholz, 18 rm Nadel- Prügelholz, 4200 Wellen Bu heu-Reisholz, 1750 Wellen Eichen-Reisholz, 6350 Wellen Nadel⸗Reisholz, 43 rm Buchen-Stockholz, 30 rm Eichen-Stockholz, 14 rm Nadel⸗Stockholz. [Mittwoch, den 15. Januar, Vorm. 9 Uhr. Zusammenkunft am Todenberg in der Wann. g 8 daß sich unter dem Bau- und Nutzholz mehrere Nadelstämme bis zu 4 lin befinden. Langsdorf(Gemeindewald). 25 JFichtenstämme von 14 30 em Durch- messer und 14—22 in Länge, enthaltend 18 km, 290 Kiefernstämme von 16 bis 30 em Durchmesser und 8—18 m Länge, enthaltend 150 km, Kiefern-Gruben— holz enthält 30 km, 850 Fichtenstangen, enthaltend 30 km. Freitag, den 17. Januar. Die Zusammenkunft sst um 9½¼ Uhr im Ort. Beuern(Gemeindewald). 8 rm Buchen Scheitholz, 28 rin Buchen- und Eichen⸗Knüppelholz, 42 Nadel-Knüppelholz, 4700 Buchen-Durchforschungswellen, 1400 Eichen Durchforschungswellen, 5000 Nadelwellen, 17 rm Eichen- und Nadel- Stock. 8 Montag, den 13. Januar l. J. Die Zusammenkunft ist im Ort Vormittags um 9 Uhr. Grünberg. Oberförsterei Nieder-Ohmen. Distrikte Beunewald und Kirschgartenzipfen der Forstwartei Merlau, sowie aus Distrikt Kratzberg der Forst— wartei Lehuheim. Stämme: 72 Eichen— 31 km, 8 Ulmen— 4 lm, 16 Ahorn= 3,5 im, 159 Fichten— 83 lm, 119 Kiefern= 60 lm, 1 Lärche== 1,22 lm, 2 Weißtannen= 0,46 fm. 6 Fichtenderbstaugen= 0,53 km. 5 45 Eichen im Distrikt Kratzberg werden nicht vorgezeigt. Donnerstag, den 16. Januar. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am Pflanzgarten bei Merlau. Städt. Schlachthaus ff. Danziger m Tafel-Liuueure ej 1 Fl. Kurfürsten, Goldwasser und Frei bank. anz. Ralsthurmbitter, bes. magen 0 e N 5 Mk. freo. Porto, Glas und Kiste. A. H. Pretzell, Danzig, Liqueur- fabrik m. Dampfbeir. Ochsenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 56 Pf. tion nicht erforderlich. Näheres zu erfragen bei C. Stiasny, Bahn⸗ hofstraße 11. Gut möblirtes Limmer mit Kabinet für sofort oder später zu vermieten. Marburgerstr. 22 II. 660 Schreib⸗ Maschinen aller Systeme zu Originalpreisen empfiehlt Wilh. Büttel, Frankfurt 8 große Sandgasse 8. —— 2——ͤ—ũf—h————ñ——————ů———— 8 Ihirtschaft a hae Distrikte Todenberg und Runde heeg. ö r i 501 5 5 Buchenstämme mit zus. 2,51 kin, tautionsfähigen Wirt zu ver⸗ pachten od. zu verkaufen Näh. Kreuzpl. 4. 3— 80) NNEREI sci Tücht. Mädchen können„ M UN REN für sogleich und später gute Stellen be— len und COGN Ac. kommen.— Gesucht ein besseres 9 5 er 5 Alleinige Niederlage in Giessen: Bemerkt wird noch, 82) 5 Neustadt 59. Carl Schaab, Mehrere jüngere Hoflieferant. 3 Hausirer Als besonders hervorragende 1 für Artikel, welche in jeder Fa⸗ 9 2 3— milie leicht verkäuflich, gegen hohe Al 1 1 ˖* 0 8 0 5 8 Arren 4 Provision sofort gesucht. Cau⸗ empfehle. 7. 75. Te ieee Heico 46 N,. A. O. hnñochf. Rust Cigu u οοαν,ꝗPy N. Gustav Sonntag, Cigarren en gros& en detail. Neuen Bäue 1. August Kilbinger, Giessen, elephon Ir. 78. Sattlerwaaren, Reise- Jagd- und Sport- Artikel, Portefeuille-Waaren, deschirr- und Wagen-Fabrikation. Eigene Werkstätten. Seltersweg 19. W