ach Nebernah dienung, gun plom auf ben ere rau. führt Rechtsanwalt Rosenberg II. Gießen, Dienstag, den 9. Juni 1896. * landegzeikung. Ausgabe Gießen. Redaktion: 65 Kreuzplatz Ar. 4. 1 Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Sspaltige Petitzeile. 2 edition: 452 latz Nr. 4. Lokales und Provinzielles. W. Gießen, 8. Juni. Heute wird vor den Geschworenen die Strafsache gegen den Bergmann Peter Naumann aus Weikartsheim, unbestraft, geboren am 7. Dezember 1869, zuletzt wohnhaft in Essen, verhandelt. Der Angeklagte wird be⸗ schuldigt, am 20. Dezember 1894 vor dem Amts⸗ gericht Grünberg wissentlich falsch die Unwahrheit beschworen zu haben. Die Anklage vertritt erster Staatsanwal Dr. Güngerich. Die Verteidigung Es sind 25 zu vernehmen. Auf Antrag der Staats⸗ 1 Anale wird die Oeffentlichkeit während der Beweisaufnahme ausgeschlossen. ö Alsfeld zusammen, um zu zeigen, wie weit sie Gießen, 8. Juni. Die Turner des Gaues Hessen sie waren gestern wieder einmal in es den Winter über in der edlen Turnerei ge⸗ t. Die beiden Gießener Turnvereine waren ann stark auf dem Platz. Die Marburger Turnerschaft war über Kirchhain von dort mit Wagen mit den Kirchhainer Turnern zusammen zur Feststadt gekommen. Bürgermeister Arnold begrüßte die zahlreich aus dem Gau versammelten Turner namens der Stadt auf das Herzlichste Gauvertreter Helm⸗Gießen dankte namens der Turnerschaft Preisen erhielten: 1. Preis Hermann K „ den 10. d. N., u 10 Uhr ab, und Klee⸗Er a Adermanns Gotz schhausen gebö Ort und Shelle un chmittags von 3 ll, ger zu dem bet. Gi u Hachbom bei Ga, bt. a ih die Grundstüce röcker Gießener Turnverein, 2. Preis Ferd. Nennstiel M.⸗T.⸗V. Gießen, 3. Preis Rudolph Gießen, 1 Vöbe genf Heinrich Weigel⸗Biedenkopf, 7. Preis Heinrich n, M.⸗T.⸗V. Gießen, 4. Preis Schmidt⸗ berg, 5. Preis Adam Schäfer M.⸗T.⸗V. 8. Preis Karl Kreiling⸗Wieseck, 6. Preis 4Preise der M.⸗T.⸗V. Gießen, 5 der Turnverein Gießen. Zu den Freiübungen traten an 101 Turner. Geturnt wurde beim Wettturnen u: Stab⸗hoch⸗Frei⸗hoch⸗Frei⸗Weitsprung⸗Steinstoß u. Stemmen(75 Pfund). Gießen stellte im Ganzen 9 Preisturner. Gießen, 8. Juni. Das Sommerfest des le Fechtvereins Waisenschutz ist gestern bei denkbar schönstem Wetter auf der shöhe glänzend verlaufen. Am Mittwoch end noch war der Vorstand zusammen berufen, um über eine eventuelle Verlegung der Festlich⸗ 1 M.⸗T.⸗V. Gießen. Im Ganzen erhielten keit zu beraten, da Regenwekter zu befürchten gesammte Gut seiuste en) ausgeboten f 0 60 J „Aber einstimmig war man der Meinung, selbst bei minder gutem Wetter das Fest t würde, hatte man doch den neuen Saal Verfügung, indem mindestens 600 Menschen Antergebracht werden kounten. Gerade weil les bvorher geregnet hatte, war der Aufenthalt um ein gutes Geschäft gemacht. Es waren mindestens so angenehmer auf der reizend gelegenen Liebigs⸗ höhe. Der Verein, welcher zwar bedeutende Un⸗ kosten bei dem Arrangement hatte, hat trotzdem —— 4000 Personen anwesend. Trotz der reichhaltig geschaffenen Sitzen mangelte es an Platz. Die Illumination des ganzen Etablissements war sehr reichhaltig und schön arrangirt. Das Konzert im Garten dauerte bis 11 Uhr. Der Tanz, welcher um 8 Uhr begonnen, war erst gegen Morgen zu Ende. An Entree sind, wie wir hoͤren, über 500 Mark eingenommen, welcher Summe allerdings 250—300 Mark Unkosten gegenüberstehen. Es ist dieser Erfolg dem Hess. Fechtverein von Herzen zu gönnen, um so mehr, als im vergangenen Jahr das Sommerfest ver— regnete. * Gießen, 8. Juni. Das von den gewerk— schaftlich organisierten Arbeitern gestern abgehaltene Wald⸗Fest war sehr zahlreich besucht. Bei Volksspiel und Tanz amüsierte sich Jung und Alt auf das Beste. Zahlreiche Teilnehmer waren auch von auswärts erschienen. * Gießen, 8. Juni. Ein wahres Aus⸗ stellungsfieber ist über Europa gekommen, und besonders die Gewerbe⸗Ausstellungen schießen üppig ins Kraut. In allen Gauen des deutschen Reichs, im Norden und Süden, Westen und Osten, haben sie ihre prangenden Pforten ge⸗ öffnet: Berlin, Kiel und Stolp, Nürnberg, Dresden und ihre 5 zeigen in rühmlichem Wetk⸗ kampf, was ihre Bewohner auf gewerblichem Gebiete zu leisten vermögen, und laden mehr oder minder geräuschvoll zum Besuche ein. Auch in Ungarn, in Budapest, ist mit der Millenniums⸗ feier eine Gewerbe-Ausstellung verknüpft, und wer nach dem sonnigen Italien reist, der kann in Mailand eine weitere Gewerbe-⸗Ausstellung in Augenschein nehmen. Also Ausstellungen überall, wohin man den Fuß lenkt oder vom Dampfroß getragen wird! Es ist fast ein bis⸗ chen zuviel des Guten, aber wir müssen uns eben mit dieser Fülle abfinden, so zersplitternd sie wirken kann. Sicherlich wäre eine solche Zersplitterung nicht zu befürchten gewesen, wenn der ursprünglich gehegte Plan einer Berliner Weltausstellung sich hätte verwirklichen lassen. Aber bekanntlich dekretierte die preußische Regierung als anno 92 wegen der Weltaus⸗ stellung bei ihr angepocht wurde, kurz und bündig: „daß dem Plane einer solchen von Rechtswegen nicht näher zu treten sei“— womit natürlich das Schicksal dieser Ausstellung besiegelt war. Ob es besser ist, daß wir jetzt in Deutschland statt einer Weltausstellung sieben Lokal⸗Aus⸗ stellungen haben, das ist eine schwer zu ent⸗ scheidende Frage; begnügen wir uns damit, zu konstatieren, daß die sieben Ausstellungen wenig⸗ stens einen kräftigen Beweis dafür liefern, wie mächtig das deutsche Gewerbe seine Schwingen regt, wie heiß es sich bemüht, die Konkurrenz anderer Länder zu überflügeln. Natürlich steht es uns hier ebensowenig an, zu entscheiden, welcher — von den sieben Ausstellungen die Siegespalme gebührt. Belehrung und Unterhaltung in reichem Maße bietet so ziemlich jede; wer also vor die schwierige Wahl gestellt wird, welche von allen er am liebsten besuchen möchte, der hat eine siebenfache Qual und ist nicht zu beneiden. Wünschen wir nur, daß die Anstrengungen, die man in Berlin, Kiel und Stolp, Dresden und Leipzig, Stuttgart und Nürnberg gemacht hat, ihre Früchte in Gestalt klingender Erfolge tragen, und vor allem, daß der Himmel uns einen an⸗ genehmen Sommer und einen milden Herbst be⸗ scheert. Regen und Kälte sind nämlich die schlimmsten Ausstellungsfeinde, und wo sie auf⸗ tauchen, da folgt das drohende Gespenst des Defizits ihnen auf dem Fuße. Ein verregneter Sommer, ein kalter Herbst kaun grausamer zer⸗ stören, was der Fleiß der Besten mühevoll auf⸗ gebaut hat, kann das Ausstellungsfieber zu einer Krisis führen, die Tausende von Existenzen ge⸗ schäftlich vernichtet und unserm gesamten Erwerbs⸗ leben verhängnisvoll wird! * Darmstadt, 7. Juni. Am 10. und 11. d. M. wird hier die Jahresversammlung der südwestdeutschen Konferenz für innere Mission abgehalten. Auf der Tagesordnung der Versammlung steht für den ersten Tag: „Moderne Frauenerziehung im Lichte des Evan⸗ geliums“(Referent Gerok-Stuttgart); für den zweiten Tag:„Die innere Mission und die Ar— beitslosen“(Refer. Stöcker-Berlin); Pfarrer Naumann ⸗Frankfurt, der bekanntlich im Dienste dieser Misstousabteilung steht, wird nach dem Referat die Diskussion einleiten. Mainz, 7. Juni. Schlosserei⸗Aus⸗ stellung. Die Vorarbeiten zur Ausstellung sind nunmehr beendet. Die Erwartungen, die man in den beteiligten Kreisen an diese Ausstellung knüpfte, sind durch die erfolgten zahlreichen An⸗ meldungen weit übertroffen. Die Ausstellung zerfällt in 5 Gruppen. Gruppe X wiederum in 3 und Gruppe B in 2 Unter⸗Abteilungen. Die Eintheilung des Arrangements ist folgende: Gruppe& Abt. 1 enthält Kunst⸗Schlosser⸗ und Kunst⸗Schmiede⸗Arbeiten. Wir finden daselbst: Schmiedeeiserne Thore, Treppen-, Balkon⸗ und Grab-Gitter, Pavillons, Kreuze, Thürbänder, Luxusgegenstände aller Art, wie Leuchter, Spiegel⸗ rahmen, getriebene Blumen, Blätter u. dgl. m. Abteilung 2 dieser Gruppe enthält 7 Schlosser arbeiten, wie Kunstschlösser, Geldschränke, Kassetten, Handfeuerwaffen u. dgl. m. Die 3. Abteilung dieser Gruppe bringt ausschließlich Neuheiten in Schlosserarbeiten: Automatische Schlösser, Bohr⸗ apparate ꝛc. Gruppe B enthält in Abteilung 1 Maschinen aller Art, wie Drehbänke, Motore, Schraubenschneidmaschinen und andere Hülfs⸗ maschinen und in Abteilung 2 Werkzeuge aller Art. Gruppe C ist dem Schulwesen und den Schülerarbeiten gewidmet. Sie enthält Zeich⸗ nungen, Modelle und Arbeiten der Schulen zu Dresden, Roßwein, Worms, Wiesbaden und Mainz. Die Gruppe D enthält die für das Schlosser⸗Gewerbe vorhandene sehr umfangreiche Fachlitteratur. Gruppe E zeigt uns die im Gewerbe zur Verwendung kommenden Hülfs⸗ stoffe. Das Arrangement der Ausstellung ist Herrn Architekten Weiße übertragen. Mainz, 7. Juni. Ein schrecklich er Unglücksfall hat sich in der Nähe des Forts Karl in der Hechtsheimer Chaussee zugetragen. Eine Anzahl Militärpersonen waren damit be⸗ schäftigt, durch einen mit zwei Pferden bespannten Militärwagen eine Partie Munition fortzufahren und war dem Fuhrwerk auch ein Fortiftkations⸗ arbeiter Namens Seipert beigegeben. An dem Hechtsheimer Berg wollten die Militärpferde nicht recht ziehen und nahm ein Landwirt aus Odernheim mit Namen Jox die Gelegenheit wahr, den Soldaten die Pferde etwas anzutreiben; diese scheuten und sprangen beiseite. Der Forti⸗ fikationsarbeiter retirierte sich dabei und sprang auf einen Baum zu. In diesem Moment wurde aber der Munitionswagen gegen den Arbeiter geschleudert, so daß dieser, zwischen Baum und Wagen stehend, sofort seinen Tod fand. Die Leiche wurde nach dem Friedhof verbracht; der Landwirt Jox, der die Pferde angetrieben hatte, wurde alsbald verhaftet.— Heute Nachmittag fiel in einer Brauerei in dem Kästrich ein Pferd samt Wagen einen tiefen Schacht hinab; trotz⸗ dem gelang es, das Tier ohne schwere Beschädi⸗ gung wieder an das Tageslicht zu ziehen. Mainz, 7. Juni. Die Durchsuchung bei den hiesigen Buchhandlungen nach der in Zürich erschienenen Broschüre über den Fall Kotze, geschah auf Anweisung der Staats- anwaltschaft in Berlin, und zwar, wie wir ver⸗ nehmen, wegen einer angeblich in der Broschüre enthaltenen Majestätsbeleidigung. Es soll hier nur ein Exemplar der Broschüre vorgefunden l sein, der übrige Vorrat war bereits ver⸗ griffen. Vermischtes. — Abnahme der Geburten in Europa. Der italienische Statistiker Professor Bodio hat auf Grund einer Tabelle, in welcher er den Zustand des Jahres 1894 mit dem von 1874 vergleicht, die bemerkenswerte Thatsache festgestellt, daß in fast allen Staaten Europas die Zahl der Geburten im Verhältnis zu der Zahl der Bevölkerung mehr oder weniger abgenommen hat. Bei den meisten Staaten ist diese Abnahme freilich keine be⸗ trächtliche, z. B. handelt es sich bei Norwegen um eine Abnahme von nur 0,9 Geburten auf 1000 Einwohner (30,3 gegen 31,2). Es folgen weiter Oesterreich mit 2,2 Abnahme pro 1000, Ungarn mit 2,3, Schweden mit 2,9, Finnland 3,6, Holland, Belgien und Irland 3,8, Gerettet. Von Jenny Piorkowsky. (Nachdrudd verboten.) Erich Felsing, ein junger Mann von sechs⸗ bis . siebenundzwanzig Jahren, mit frischem Gesicht und lachenden blauen Augen, saß eines abends mit einigen Freunden im Wiener Cafe. „Erzählte ich Ihnen neulich nicht, daß Tante Marie und meine Braut einen längeren Besuch bei Frau von Wiedersli beabsichtigen?“, wendete er sich zu seinem Freund Sandor, ein ernst dreinschauender junger Mann,„heute nun erhalte ich Nachricht, daß zwei Tage nach ihrer Ankunft Frau von Wiederski ganz unerwartet nach Mentone reiste zu ührer Tochter, die plötzlich schwer erkrankt ist. Vor⸗ läufig werden Tante Marie und Irma nun dort bleiben, um nach dem Rechten zu sehen.“ „Wann gedenken Sie denn Hochzeit zu machen?“ „Vor dem Frühjahr wird es wohl kaum werden“, entgegnete Erich. 4 + „Er hat ja schon den Brautschmuck bereit“, lachte ein Dritter. „Woher wissen Sie das?“ „Ich sah ihn dieser Tage beim Juwelier“, lautete die Antwort. „Das heißt, ich habe die Familiendlamanten meu fassen lassen“, erklärte Erich⸗„und soeben noch ein Armband dazu gekauft, das hoffentlich Irmas Beifall findet, wenn es auch nicht antik ist.“ Mit diesen Worten griff er in die Tasche und zog ein Etui hervor. „Ah!— Wie schön!“ klang es bewundernd von den Lippen der Anderen, als er auf eine Feder drükte und die großen wertvollen Steine blitzten und funkelten. 5 „Sie wollen bald nach Löberitz reisen?“ „Morgen mit dem Mittagszuge.— Aber, meine Herten, Wert wir noch ins Theater wollen, ist es hohe Zeit aufzubrechen“, setzte er mit einem Blick nach seiner Uhr hinzu. Die vier Herren griffen nach Hut und Stock und verließen das Café Tags darauf reiste Erich um 12 Uhr 2 Minuten ab. Es war ein kalter, feuchter, regnerischer Tag. Eben war der Schaffner dabei, die Wagen⸗ thüren zu schließen, als am Ende des Bahusteigs noch zwei Damen, von einem Diener mit einem kleinen Handkoffer gefolgt, auftauchten. Schnellen Schrittes kamen sie herbei, und eine der Damen stieg in das Koupee das Erich allein hatte. „Nicht währ, Sie stehen ihr ein wenig bei“, wendete die Zurückbleibende sich in besorgtem Ton an Erich. Diesem blieb nur noch Zeit zu einem stummen Kopfnicken, als der Zug sich auch schon in Be— wegung setzte. Seine Reisegefährtin war atemlos in die Kissen gesunken. „Beinahe wäre ich nicht mehr mitgekommen“, bemerkte sie. Erich lächelte. „Soll ich das Fenster schließen?— Es ist kalt und Sie sind erhitzt.“ „Ich bitte,“ entgegnete die junge Dame,„das ist ja Rauchkoupee!— Das habe ich in der Eile ganz übersehen,“ setzte sie hinzu und schaute mit ihren großen braunen Kinderaugen wie sich ent— schuldigend zu Erich auf. „Ihre Frau Mutter schien besorgt um Sie?“ sprach er,„Sie sind gewiß nicht daran gewöhnt, allein zu reisen! Wenn ich Ihnen irgendwie von Nutzen sein kann, bitte ich, ganz über mich zu be— ehlen.“ 00„Ich danke Ihnen,“ versetzte sie,„doch Sie irren— ich bin schon viel allein gereist; die Dame war auch nicht meine Mutter, ich stehe schon seit vielen Jahren allein in der Welt.“ Tiefe Trauer klang aus ihrer Stimme, und ihre braunen Kinderaugen schauten unendlich traurig drein. Hierauf verging eine volle Stunde, während welcher keiner von ihnen das Schweigen brach. Sie schaute sinnend vor sich hin, während Erich sie verstohlen hinter seiner Zeitung hervor beobachtete. „Können Sie mir sagen“, hub sie endlich schüchtern an,„warn wir nach Löberitz kommen?“ „In zwanzig Minuten müssen wir dort sein. — Sie wollen auch nach Löberitz? Da haben wir ja ein gleiches Ziel. „Ja“, erwiderte sie seufzend, dann schwieg sie wieder.— „Da sind wir angelangt!“ sprach Erich, als der Zug langsamer werdend in den Bahnhof ein⸗ fuhr,„Sie werden jedenfalls von Jemand er— wartet?“ „Das hoffe ich; wenn nicht, so muß ich einen Wagen nehmen.“ „Haben Sie weit zu gehen?“ „Nein— das heißt, ich weiß nicht, ich bin ganz fremd hier. „Da kommt mein Diener, der mag sehen, ob ein Wagen da ist— für—?“ „Fräulein de Brissal.“ Doch bald kehrte Erichs Diener mit der Mel— dung zurück, daß zwar kein Fräulein de Brissal er— warte, er ihr aber einen gesichert habe. „Tausend Dank“, sagte die junge Dame, nach⸗ dem Erich ihr in den Wagen geholfen hatte, und reichte ihm schüchtern ihre kleine Hand. Kaum eine Viertelstunde später langte Erich an seinem Ziele an, von seiner Braut aufs Herzlichste willkommen geheißen. mir Kaum hatten die zwei Glücklichen sich begrüßt und teilen einander die beiderseitigen Erlebnisse mit, als heftig an der Hausklingel gezogen, und dann lebhaft im Flur gesprochen wurde. „Erwartet Ihr Besuch?“ fragte Erich. Irma verneinte.„Jedenfalls gilt es wieder Frau von Wiederski“, sagte sie„ihre Abreise kam ja so plötzlich, daß keiner ihrer vielen Freunde und Bekannte davon weiß.“ Der Diener trat ein und meldete eine Dame, die eigentlich zu Frau von Wiederski wünsche. Als die Fremde auf Irmas Geheiß eintrat, war Erich nicht wenig erstaunt, in derselben seine Reise⸗ gefährtin zu erblicken. „Frau von Wiederski ist verreist, sagt man mir? hub die junge Dame mit vor Erregung beben⸗ den Lippen an.—„Mein Gott, was fange ich da an, was soll aus mir werden!“ schluchzte sie hände⸗ ringend, als ihr erwidert wurde, daß die Betreffende nach Mentone gereist, und ihre Rückkehr vorläufig ganz unbestimmt sei. Irma bat sie Platz zu nehmen. Nachdem die junge Dame sich einigermaßen be⸗ ruhigt hatte, erzählte sie, wie alles gekommen war. Frau von Wiederski hatte sie als Gesellschafterin engagiert. „Hätte sie mir doch nach Paris telegraphiert, nicht zu kommen! sprach sie.„In der Sorge um ihre Tochter hat sie vermutlich alles andere ver⸗ gessen. Was aber soll ich nun anfangen?“ Wieder füllten ihre braunen Kinderaugen sich mit Thränen. 1 „Darum machen Sie sich keine Sorge“, tröstete Irma sie,„vorläufig bleiben Sie hier, bis Sie von Frau von Wiederski Antwort haben können, das Weitere wird sich finden.“—— (Fortsetzung folgt.) a 5,2. an der Spitze der europäischen Staaten. die Geburtenziffer aller übrigen Staaten. üble Erfahrungen haben, wie schon am ersten Pfingstfeiertag machen müssen. veröffentlicht hierüber folgende Darstellung: schellten, den Weg nicht freigaben. Bitten der ersten Fahrer, man widert. kamen mit knapper Not vorbei. nannten Personen umgeworfen und fort geschlagen. der benachbarten Häuser Angreifer herbei. fielen die Menge über die Radfahrer her. Mistgabel. durchstochen. 1 Schweiz mit 4, Deutschland mit 4,3(30,2 gegen 40,5), Griechenland 4,4, Schottland 4,8, endlich England mit Ganz außerhalb jedes Vergleichs ist der Zustand Frankreichs, dasselbe zählte im Jahre 1894 56 Geburten auf 1000 Einwohner und stand damit in dieser Hinsicht 1894 dagegen war die Geburtenzahl auf 22,5 herabgesunken, d. h. unter Die Abnahme der Geburten im Zeitraum dieser zwei Jahrzehnte betrug also nicht weniger als 28,5 pro 1000, während, wie wir gesehen haben, der demnächst schlechtest gestellte Staat, England, eine Abnahme von nur 5,2 erlitten hat. reich ist also von der ersten Stelle an die letzte gerückt und hat in dieser Hinsicht weitaus den stärksten Nieder- gang unter allen europäischen Völkern zu verzeichnen. — Mißhandlung von Radfahrern. Sehr in Kürze erwähnt, acht Mitglieder des Bergischen Radfahrer⸗Vereins(Solingen) Der Verein Von einer Tagesfahrt zurücktehrend kamen die Radfahrer Abends gegen 7 Uhr durch das Dorf Brück bei Kalk. In diesem Orte sind schon wiederholt Ausschreitungen gegen Rad⸗ fahrer und Touristen vorgekommen, weshalb der Ort auch in Radfahrerkreisen möglichst gemieden wird. größter Vorsicht fuhren daher die Solinger in größeren Abständen zu zweien nebeneinander in das Dorf, trafen aber schon am Eingange fünf Personen, einen Soldaten, zwei Zivilisten und zwei Frauen, die den größten Teil der Straße einnahmen und als die Fahrer nahten und Die wiederholten möge doch etwas Platz machen, wurden mit höhnischen Redensarten er⸗ Die Fahrer wurden aus der Fahrrichtung bis dicht an die Gosse gedrängt und die drei ersten Paare Als die zwei letzten Fahrer vorbei wollten, wurde einer derselben von den ge⸗ stürzte zu Boden. als die beiden Fahrer sich dies verbaten, wurden sie so⸗ Die übrigen Radfahrer kehrten, um die Kameraden zu befreieu, sofort zurück und gleichzeitig kamen auch aus einer nahen Wirtschaft eine Anzahl junger Leute herangestürzt, auch eilten aus allen Ecken und Enden Es entwickelte sich nun eine förmliche Schlacht; auch Weiber beteiligten sich mit am Angriffe, an 200 Personen waren zusammen⸗ geeilt. Mit Steinen Stöcken, Mistgabeln und Besenstielen Einer erhielt über den Kopf einen wuchtigen Schlag, der eine schwere Wunde und einen sehr erheblichen Blutverlust zur Folge hatte, und ein anderer Fahrer erhielt Stiche mit einer So oft die Ueberfallenen los und fortzu⸗ kommen versuchten, wurden sie wieder ergriffen und fest⸗ gehalten. Die Fahrräder wurden ihnen entrissen und zer⸗ trümmert, die Gummireifen mit Messern zerschnitten und Selbst der hinzugerufene Polizeidiener ver⸗ mochte nicht die Radfahrer vor weiteren Mißhandlungen zu schützen und die Ordnung herzustellen. Wären die Ueberfallenen zum größten Teile nicht äußerst kräftige und gewandte Leute gewesen, so hätte für sie der Ueber⸗ fall höchst verhänguisvoll werden können. Ohne Waffen und Werkzeuge, mit Händen und Füßen wehrten sie die Angreifer ab bis sie zum Umfallen erschöpft, schließlich flüchtend sich retten konnten. Kein einziger blieb unver⸗ letzt. Zwei Vorstandsmitglieder des Vereins begaben sich am folgenden Tage nach Brück, stellten den That⸗ bestand und die Namen der Hauptthäter fest und erstatteten wegen Mißhandlung und Sachbeschädigung bei der Staats⸗ anwaltschaft zu Köln Anzeige.“ Schwere Belästigungen der Radfahrer besonders an Sonn- und Feiertagen mehren sich in der letzten Zeit sehr auffällig. Es wäre dringend zu wünschen, daß die Ortsbehörden der von Fahrstraßen durchzogenen Dörfer belehrend und mahnend auf die Orts⸗ bewohner einwirkten. Anderseits sollte auch das von nicht wenigen Vergnügungs⸗Radfahrern beliebte übermäßige Schnellfahren durch bewohnte und belebte Straßen ver⸗ mieden werden. Die größern Radfahrververeine suchen ja nach Kräften diesem Unfug zu steuern, aber er kommt noch zu häufig vor. 8 — Heiratsvorschrift en in der Heils⸗Armee. Eigentümliche Vorschriften existieren in der Heilsarmee hinsichtlich der Verheiratung von„Offizieren“ derselben. wendung finden Winterkälte dienen Frank⸗ schlägt. Ferner schadeu zu schützen, Mit Hebamme mit dem Täufling auf einem Dreirad⸗Tandem und den Schluß bildeten Das Volk stand in Schaaren auf der Straße und jubelte dem Taufzuge Beifall zu. derselben Ordnung zum Hause des Herrn Gariglio zurück. — Die Presse und die französischer Journalist findet— so erzählt die„Roman⸗ wejt“— daß Zeitungspapier nicht zum Verpacken Ver⸗ sondern seiner Undurchlässigkeit für Luft kann(in Norddeutschland, man ja kann, Skandinavien verklebt mit alten Streifen Zeitungspapiers) ebenderselben Eigenschaft Eis selbst lange aufbewahren läßt, wenn man es in Zeitungspapier wirkt die Druckerschwärze auf Motten und Mieten so tödtlich wie Kampher, Kieidungsstücke, Pelze u. s. w., um sie gegen Motten⸗ nur in alte Zeitungen Schließlich gibt die Asche von Zeitungspapier wegen der darin enthaltenen Druckerschwärze ein mittel für Messer und Gabeln ab. Also wer sich Zeitungen zum Lesen nicht hält, der halte sie weuigstens— gegen den Mottenfraß und zum Messerputzen. Schlaf. 68 Personen auf Zweirädern. Nach der Taufe fuhr man in — Motten. Ein wartet. es auch, vermöge Schutz gegen die Rußland, im Winter die Fenster und daß sich wegen im warmen Zimmer daß als man braucht al so zu hüllen. vortreffliches Putz⸗ Während bei Liebesaffairen zwischen männlichen und weiblichen„Soldaten“ der Armee, so lange dieselben ihre Pflicht als solche erfüllen, keinerlei Einspruch seitens der Armee erhoben wird und ihre Vermählung keinerlei Be⸗ schränkung unterliegt, sind die„Offiziere“ einer Prüfungs⸗ zeit und gewissen Regeln unterworfen. Zunächst darf kein männlicher oder weiblicher„Offizier“ einen weiblichen oder männlichen„Gemeinen“ heiraten. Bevor die Trauung stattfinden kann, muß der oder die„Gemeine“ zum Offizier erhoben sein. Sind die Herzen eines männlichen und eines weiblichen„Offiziers“ in Liebe zu einander ent⸗ brannt und hat dieselbe zu einer Verlobung geführt, so ist dies in geschäftsmäßiger Weise den„Oberoffizieren“ zu melden und von diesen die Erlaubnis zur Verheiratung einzuholen. Bevor diese Erlaubnis jedoch erteilt wird, trennt man das Paar für ein Jahr, wobei vorausgesetzt wird, daß wähernd dieser Zeit zwischen den beiden Liebes⸗ leuten keinerlei Kommunikation, weder mündlich noch schriftlich fortbesteht. Ist die Liebe der Beiden zu ein⸗ ander nach Ablauf dieses Termins nicht erloschen, so steht ihrer Vermählung nichts mehr im Wege, und die Trau⸗ ung kann uun stattfinden. Man behauptet, daß dieses Verfahren notwendig sei, um gute Disziplin unter den „Offizieren“ zu erhalten. — Die Tauffeier auf dem Zweirad. Vorigen Sonntag früh fand in San Salvario bei Turin eine Tauffeier auf dem Zweirade statt. Der Vater des Täuf⸗ lings, der Radfahrer Gariglio, hatte zahlreiche Freunde zu der Feier eingeladen. Etwa 80 Radfahrer leisteten der Einladung Folge. Ein neuartiges Dreirad eröffnete den Zug; es folgten zwei fünfjährige Knaben und ein fünfjähriges Mädchen auf Zweirädern. Dann kam die Hd. Berlin, schädigen. Neueste Telegramme. 8. Juni. Unwetter in Berlin und Umgegend hat einen Verlust an Menschenleben oder erheblichen ma— teriellen Nachteil nicht angerichtet. Ein Blitzstrahl zersplitterte die Fahnenstange Gesandtschaft, ohne das Gebäude selbst zu be— n. Von der Ueberschwemmung infolge des heftigen Regens wurde am meisten der Westen Berlins heimgesucht. brachte das starke Gewitter, welches sich über der Gewerbeausstellung entlud, einen wolken⸗ bruchartigen Regen, der die Wege aufweichte und auch einige Gebäude beschädigte. Pavillon schlug der Blitz ein, richtete aber keinen großen Schaden an. Hd. Colmar, 8. Juni. listischen Reichstagsabgeordneten Bueb⸗ Mülhausen wurde der Zutritt zu einer gestern Nachmittag anläßlich der bevor⸗ stehenden Gemeinderatswahlen hier ab⸗ gehaltenen öffentlichen der elsaß⸗lothringischen Volkspartei poli⸗ zeilich untersagt, mit der Motivierung, daß er in Colmar nicht wahlberechtigt sei. Hd. Wien, 5. Juni. Prinzen von Cumberland ist wenig verändert. Das vorgestrige der bayerischen Auch in Treptow Er hat infolge gro einäscherten. 5 Hd. Bu dapest, 8. Juni. gierung löste in der Provinz meh National⸗Vereine auf.— Für heute ein großer Gnadenakt des Kaisers Außer der Begnadigung z reicher Verurteilter sollen auch Ausz nungen anläßlich der Millenniumsf publiziert werden. 1 Hd. Budapest, 5. Juni. 0 in Sarospanta und in Mezon Laborez ber⸗ heerende Brände, welche etwa hundert Häuser Eine große Menge von Viey ist verbrannt. In Mezon Laborez kamen auch 4 Kinder in den Flammen um. Hd. Rom, zwischen dem Papst und dem Ministerpräsidenten Rudini macht immer größere Fortschritte. in gut unterrichteten Kreisen versichert wird, soll der Papst bereits Ordre gegeben Konvenienz der Teilnahme der Katholiken an den politischen Wahlen in Erwägung zu ziehen. Die Frage der weltlichen Herrschaft des wurde bisher ganz umgangen. Hd. London, 8. Juni. Aus Kapstadt wird gemeldet, daß die Verhandlungen zwischen Trans⸗ baal und dem Oranje⸗Freistaat betreffend den Abschluß eines Defensiv⸗ und Offensiv⸗Bündnisses egen England auf Wunsch des Präsidenten Krüger wieder aufgenommen worden sind. Diese Meldung wird von der anti⸗kolonialen Pre als ein Manöver dargestellt, um die Absendu größerer Truppen⸗Abteiluungen an die Grenze der Transvaal⸗Republik zu rechtfertigen. 8. Juni. ter Die Annäherung Wie haben, die ss 1 daes 1 14 wi 8 4 7 7 en Mitel b ae des Ki l rcd un In einen Dem sozia⸗ Sterbefälle. N Am 7. Juni. Anna Theodora Braun 1¾ J. alt, Tochter Schloßgasse 9. von e ah, a uf Penttih , Venber e besrafkn. Straßenkehrer Heinrich Braun, nh 5 Die Beerdigung findet Diens⸗ Wee r Gemei Versammlung Gießen. Das Befinden des — Verdingung. Die zur Ausführung erhöbter Bürgersteige in der Garten-, Göthe-, Markt, Landmann⸗ und Schanzenstraße und auf dem Kirchen⸗ platz, sewie zur Verbesserung einer Straßen⸗ kreuzung in der Ludwigsstraße erforderlichen, nachstehend verzeichneten Arbeiten sollen Montag, den 15. Juni d. J., Vormittags 11 Ahr, öffentlich verdungen werden. Es umfassen: a) Maurer⸗(Steinsetzer⸗) Arbeit. Beseitigung abgängiger Vordsteine 2 326 lfe. Mtr., Versetzen neuer Bord⸗ steine auf Beton i Versetzen von Bandsteinen 72„„ Versetzen von Straßen⸗ sinklasten 4 Stück. p) Pflaster⸗ und Chaussierarbeit. Pflasteraufbruchh... rd. 740 qm Umpflasterungen...„ 633„ Neues Gossenpflaster..„ 240„ Chanssierung(neu)..„ 135„ Herstellung von Kiesbanketen„ 910, e) Asphaltierungen. Herstellung von 20 mm starkem Asphaltbelag auf 12 em hoher Betonschichte 1227 qm Desgleichen von 30 mm starlem Belag auf 20 em Betonschichte 80„ Pläne, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserer Amtsstube Nr. 7 zur Einsicht offen und sind daselbst Formulare für Angebote, welch letztere bis zum genannten Termin bei uns einzureichen find, zu erhalten.— Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, 1. Juni 1896. Das Stadtbauamt. Schmandt. Heugras⸗Versteigerung. Donnerstag, den 11. Juni d. J. wird das Heugras von den fiskalischen Wiesen in den Gemarkungen Watzenborn, Leihgestern und Schiffenberg, sowie das von Schneisen und Mähplatten in der Forstwartei Baumgarten versteigert. Die Versteigerung findet auf dem Rathaus zu Watzenborn statt und beginnt Vormittags 9 Uhr. Nähere Auskunft erteilen Forstwart Schlag zu Baumgarten und Güter⸗ aufseher Dern zu Hausen. Gießen, den 2. Juni 1896. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. Verdingung. Die bei den Feldbereinigungsausführungen in Gemarkung Ruttershausen erforderlichen Fuhrleistungen, veranschlagt zu Mark 354,24, Erdarbeiten, veranschlagt zu Mark 49,62, sollen Dienstag, den 9. Juni, Vormittags 9% Uhr, in mehreren Arbeits loosen durch öffentliches Ausgebot an Ort und Stelle ver⸗ geben werden. Zusammenkunft an der Blülrgermeisterei. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Ruttershausen zur Ein⸗ sicht offen. Gießen, am 5. Juni 1896. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Frau Neeb empfiehlt sich im Aus⸗ und Aukleiden von Leichen(Kinder von 1-14 Jahren filr 3 Mk., Erwachsene für 6 Mk.) 633 Frau Katharina Neeb, Lindengasse 14. Verzeichnis der bei der Tahrkarten⸗Ausgabe Gießen verkäuflichen Rundreise⸗, Sommer⸗ und Tourenfahrkarten. 1. Bei der Staatsbahn, nur in den Sommermonaten vom 1. Mai bis 30. September verkäuflich: a) Rundreise Rhein: Gießen Wetzlar-Niederlahnstein-Rüldesheim⸗Wiesbaden⸗ Frankfurt⸗Gießen oder umgelehrt. 10 Tage gültig. I. Cl. 20,60, II. Cl. 15,50&, III Cl. 10,30. b) Tour XIV B: Gießen-⸗Wetzlar⸗Limburg⸗Diez⸗Langenschwalbach⸗Wiesbaden⸗ Frankfurt Hptbbf⸗Gießen oder umgekehrt. 3 Tage gültig. II. Cl. 10,30&, III. CI. 6,90 4 e) Rundreise Gießen⸗Wetzlar⸗Betzdorf⸗Köln⸗Koblenz-Gießen oder umgekehrt. 10 Tage gültig. I. Cl. 24,80, II. Cl. 18,70&, III. Cl. 12,50 4 d) Rundreise Hessen: Gießen⸗Frankfurt a M.⸗Mainkur oder Ossenbach-Hanau⸗ Fulda⸗Bebra⸗Kassel⸗Gießen oder umgekehrt. 14 Tage gültig. I Cl. 27,60 A, II. Cl. 20,70, III. Cl. 13,80 A4 e) Sommerkarten nach Norderney über Norddeich oder Geestemünde(Bremer⸗ haven) oder Kuxhaven und zurück. Gültig 45 Tage. I. Cl. 79,60&, II. Cl. 61 AI, III. Cl. 42,40 4 f) Sommerkarten nach Borkum über Leer oder Emden oder Geestemünde (Bremerhaven) oder Kuxhaven und zurück. Gültig 45 Tage. I. Cl. 84 4, II. Cl. 66,60, III. Cl. 49,10 4 Nähere Auskunft über die Sommerkarten wird von der Fahrkarten⸗ Ausgabe erteilt. 2. Bei den Oberhessischen Bahnen während des ganzen Jahres: a) Rundreise Gießen⸗Alsfeld⸗Fulda⸗Elm⸗Gelnhausen⸗Nidda⸗Gießen oder umgekebrt. Gültig 8 Tage. I. Cl. 15,20, II. Cl. 11,40&, III. Cl. 7,70& 25 Kgr. Freigepäck. b) Touren nach dem Vogelsberg: 5 Tour 3: Gießen⸗Hungen⸗Laubach zurilck Mücke⸗Gießen oder umgekehrt. gültig. II. Cl. 2,50, III. Cl. 1,90 A Tour 4: Gießen⸗Hungen⸗Laubach zurück Grünberg⸗Gießen oder umgekehrt. 4 Tage gültig. II CI 2,30&, III. Cl. 1,70& Tour 5: Gießen⸗Hungen⸗Laubach zuriick Schotten⸗Nidda-Gießen oder umgekehrt. 4 Tage gültig. III. Cl. 2,50 Tour 7: Gießen⸗Mücke zurück Schotten⸗Nidda⸗Gießen oder umgekehrt. 4 Tage 25 Kgr. Freigepäck. 4 Tage ohne Freigepäck. gültig. III. Cl. 2,40 I. Tour 3: Gießen⸗Mülccke zurück Gedern⸗Stockheim-Gießen oder umgekehrt. 4 Tage 3 gilltig. III. Cl. 2,80 Al Zur Benutzung der in Frankfurt und Hanau aufliegenden feststehenden Rundreisekarten werden an hiesigem Fahrkarten⸗Schalter Anschlußkarten à Mk. 2 verausgabt. Diese wird zugleich mit der Rückfahrkarte nach Frankfurt(Hanau) gelöst, sindet dort auf die zu er⸗ wartende Rundreisekarte Anrechnung zum vollen Betrag, während zugleich die Rückfahrkarte gleiche Gültigkeitsdauer wie jene erhält. Wir bringen diese hier bestehenden Verkehrserleichterungen in übersichtlicher Zusammen⸗ stellung zur allgemeinen Kenntnis. Getragene Berren⸗, Damen⸗ und KNinder⸗Stiefel werden stets zu den höchsten Preisen angekauft. vom 807 Schuhmacher Groh, Gr. Mühlgasse 6. Hypothek.⸗ Kapital. Die Beleihung von Grundstücken, Häusern, Hofraiten, Gütern, Mühlen, Fabriken fülr Gießen und Umgegend bis zu 70—73 9% des ortsgerichtlichen Taxwertes zu 4%(von Seiten der Darleiher unkündbar) vermittelt unter den billigsten Bedingungen 529 H. C. Werner, Eichgärten Nr. 10. Tüchtiger Schreinergeselle und Lehrling gesucht von 798 H. Henkelmann, Schreinermstr., Lollar. Großh. Handelskammer. An- und Verkauf getragenen Kleidern zu den äußersten Tagespreisen. 765 Kaplansgasse 10. 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