Gießen, Donnerstag, den 9. April 1896. iche Aandeszeilung Ausgabe Gießen. Redaktion: Kreuzplatz Nr. 4. Erscheint täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen. Preis der Anzeigen: 10 Pfg. für die Ispaltige Petitzeile. — N Expedition: 24 Kreuzplatz Nr. 4. 6% Lokales und Provinzielles. Gießen, 8. April. mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rembrücken, Kr. Offen⸗ hach, mit einem jährl. Gehalt von 900% Mit er Stelle ist Organisten- und Kirchendienst ver— unden; die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rohrbach, Ar. Erbach, mir einem jährl. Gehalt von 900 Dem Herrn Grafen von Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Gießen, 8. April. Ein neues Feuer— wehr-Sprungtuch. Unter den Geräten der Erledigt sind: die probt zu werden verdient. kühere Sprungtuch allgemein bei dem Rettungs⸗ erk von den Feuerwehrmännern wagrecht ge⸗ alten wurde, eine Lage, in der es aber nicht enügenden Widerstand gegen das Gewicht der ispringenden Person gewährte, wird bei dem euen Springtuch das eine Ende in schräger Lage ehn Fuß hoch an das gefährdete Gebäude mit hitzen Ständern angelegt und das andere Ende on Feuerwehrleuten festgehalten, so daß die aus em brennenden Hause abspringende Person wie uf einer schrägen Rutschbahn gleitend bei den altenden Feuerwehrmännern anlangt. Ein aus em dritten und vierten Stockwerk des Uebungs⸗ sebäudes auf dem Feuerwehrhof in Königsberg biederholt probeweise unternommener Einsprung i 11 Tuch hat sich jedesmal bestens Gießen, 8. April. Bohnung vom bergeben werden? cheidung setzt folgendes fest: Nietsverträgen heißt:„M u übergeben, wie er st dies imm soweit sie nicht durch ordnu bbgenutzt oder abgewohnt ist unpflegliche“ Benu at er zu ersetzen. Schmutzflecken besudelt Ktochene Fensterscheiben wie und verlorene Schlüssel klaufene Dielen, bprungene Ofenplatten, Während das 5. Hartig, Ge 2 ausziehenden Reichsgerichtsent⸗ Wenn es in den ieter hat die Wohnung sie übernommen hat“, so Zusatz zu verstehen: gsmäßigen Gebrauch Nur allen durch tzung entstandenen Schaden Er hat abgerissene, mit peten reparieren, zer⸗ der herstellen zu lassen zu ersetzen. durchgebrannte Ofenrohre, schadhafte Schlösser, Thür⸗ er mit dem sser fill ist beschädigt worden sind, Stand setzen. vollständig zu räumen eben; so lange letzteres ietsvertrag fort gat die Mietslokalitäten ind die Schlüssel zu überg icht geschehen, setzt er den M d muß den Mietszins weiter baupague' fieter hat beim Auszuge die Woh nung außerdem zu reinigen, das heißt„besenrein“ dem Wirt zu übergeben. Gießen, 8. April. Wie die liebe Weih⸗ nachtszeit, so ist auch die Osterwoche ein Fest für die Kinder. Zwar fehlt diesem Fest der süße, e e Reiz des Christkindleins in der rippe, der grünen Tanne, die im Kerzenglanz strahlt, und all der übrigen Dinge, welche den heiligen Abend unsern Kleinen so lieb und wert machen; aber es bleiben der Freuden genug, um auch die Ostertage jugendlichen Gemütern in be⸗ sonders freundlichem Lichte erscheinen zu lassen. Uebt doch das Erwachen der Natur, das mit der Osterfeier so eng verknüpft ist, seine beseligende Kraft vor allem auf die lenzfrohe Jugend aus, die so ganz nur der Gegenwart lebt und so recht von Herzen den hohen Genuß zu würdigen weiß, nun endlich vom Zwange der dumpfen Zimmer, der winterlichen Gebundenheit in engen Räumen, befreit zu sein. Unsern wackern ABC-Schützen beiderlei Geschlechts ist denn auch, soweit wir die Sachlage zu beurteilen vermögen, das diesjährige Osterfest trefflich bekommen; sie haben in ver⸗ gnügtester Laune, ohne auf gelegentliche Regen⸗ schauer und frostige Winde sonderlich zu achten, sich im Freien getummelt, haben ihr Examen im Eiersuchen vorzüglich bestanden und im Verspeisen von Osterhasen von Chokolade und Marzipan eine Virtuosität entwickelt, die alle Anerkennung verdient. Nur wenige standen abseits der all— gemeinen Lust. Wir meinen die armen Opfer väterlicher Strenge, die wegen schlechter Schul— zeugnisse zur Strafe des Stubenhockens oder gar noch schlimmerer Qual verurteilt waren. Zu Ostern nämlich giebts nicht nur Ferien für unsre lernende Jugend, sondern auch Zeugnisse über deu Fleiß und die Fortschritte im letzten Quartal. Mit beiden ist es bei vielen oft arg bestellt, so daß so manches liebe Jungchen mit Zittern und Zagen dem bedeutungsvollen Tage der osterlichen Zensurverteilung entgegensieht. Weiß es doch leider nur zu genau, was ihm bevorsteht, wenn es mit Nummer 2 oder 3 nach Hause kommt. Harte Väter begnügen sich häufig nicht einmal mit einer Züchtigung, sondern sie verdammen die kleinen Sünder unerbittlich zu langem Stuben⸗ arrest während der Festtage, sie entziehen ihnen die üblichen Ostergeschenke und ihren Auteil am Osterkuchen, und was dergleichen schreckliche Bußen mehr sind. Wir bekennen offen, daß wir der⸗ artige rigorose Mittel aufs schärfste mißbilligen. Sie vergällen und verbittern den Kindern unnütz das Leben, und sie erreichen meist nicht einmal den beabsichtigten Zweck. Durch übermäßige Strenge werden jugendliche Herzen nur verhärtet, nicht gebessert. Strafe muß sein, aber sie wird sich um so wirksamer erweisen, je schneller ihr das Verzeihen auf dem Fuße folgt. Und ist denn wirklich ein Schulzeugnis es wert, so viel Auf⸗ hebens davon zu machen? Wie häufig erleben wir's, daß gerade mittelmäßige Schüler sich zu tüchtigen und nützlichen, ja hervorragenden Mit— — gliedern der Gesellschaft emporarbeiteten, während denen man eine glänzende Zu⸗ kunft prophezeite, die Hoffnungen ihrer Lehrer . wollen Lanze für allzu große Nachsicht kindlicher Trägheit gegenüber brechen. Wir möchten nur unsern väterlichen Erziehern dringend ans Herz legen, es bei mäßigen Strafen bewenden zu lassen und ihre Sprößlinge nicht der spärlichen Festtage, die ihnen im Laufe des Jahres vergönnt sind, graufam zu berauben. Durch Milde und Sanftmut erreicht man bei Kindern mehr, als durch Strenge und Härte, die vielfach zu Trotz und Heuchelei führen, statt fleißige Streber, und Eltern keineswegs erfüllen. 1 1 Wir hiermit nicht etwa eine sogenannte Musterkinder heranzubilden! Seligenstadt, 7. April. Der Bürger unsrer Sebastian Stadler, feierke gestern in Ehrungen bereitet. Darmstadt, 7. April. Reiters mindestens 4 Meter zu messen. 18. August 1896 10 dem Paradeplatz aufgestellt zu übergeben. Abschlagszahlungen entrichtet. *Darmstadt, 7. April. Die tiger Fragen zu befinden. älteste Stadt, Herr Schreinermeister voller Körperrüstigkeit und Geistesfrische seinen 90. Ge⸗ burtstag. Dem mit Glücksgütern wenig ge⸗ segneten Jubilar wurden aus dieser Veranlassusig von seinen Freunden und Gönnern mehrfa che Unserer gestrigen Nachricht, daß dem Professor Schaper die Aus⸗ führung des Reiterstandbildes Ludwigs IV. übertragen wurde, können wir heute auch die Bedingungen hinzufügen, unter denen Schaper die Ausführung übernimmt. Das Reiterstand⸗ bild hat von Oberkante Plinthe bis Scheitel 97 er Künstler verpflichtet sich, das Hilfsmodell in halber Größe des Ausführungsmodells bis zum an Ort und Stelle auf Das Hilfsmodell für Postament und Reiter unterliegt nach seiner Fertigstellung der Genehmigung des Landesausschusses. Die vertragsmäßige Honorar⸗ summe von 150000. begreift sämtliche für das Deukmal zu leistenden Arbeiten und Liefe⸗ rungen in sich und zwar I. Ausführung der Modelle in halber und ganzer wirklicher Größe, 2. Erzguß mit Materiallieferung und Ziselierung, 3. Ausführung des Unterbaues in seinen Haupt⸗ teilen aus fein poliertem schwedischem Granit, samt den daran anzubringenden Schmuckstücken, Inschriften und dergl. Für die Fundamentierung, deren Herstellung und Kosten dem Landesaus⸗ schuß zufallen, liefert der Bildhauer die betreffende genaue Zeichnung und unterzieht vor Aufstellung des Postaments die Fundamente bezüglich der guten und richtigen Ausführung einer Prüfung. Das Honorar wird je nach dem Voranschreiten der Arbeit in— der Größe nach bestimmten— neuliche Voraussage, daß der hessische Landtag dies⸗ mal ausnahmsweise nicht vor Hochsommer ge⸗ schlossen werde, darf jetzt als Thatsache gelten. Die Kammern haben noch über eine Reihe wich⸗ Dahin gehören in schen Ludwigsbahn und das desfallsige Abkommen mit Preußen wegen Ordnung der künftigen Eigentums⸗ und Betriebs⸗Verhältnisse, ferner der Gesetzentwurf über die Verstaatlichung der Polizei in den größeren Städten, insofern die Regierung nicht vorzieht, dieses auf allen Seiten ungünstig aufgenommene Projekt, das jedenfalls außerhalb der rot-weißen Grenzpfähle entstanden ist, als aussichtslos eee „ Darmstadt, 7. April. Medizinalrat Küchler wollte heute in feinem Wagen einen Schluck Sherry nehmen, vergriff sich aber in der Flasche und nahm Karbol. Sein Zustand ist gefährlich, aber nicht hoffnungslos. Herr Küchler ist eiuer der meistbeschäftigten hiesigen Aerzte und seit Jahren Stadtverordneter. Darmstadt, 7. April. Als Ergänzung unserer Notiz über die ablehnende Haltung der hessischen Städte gegenüber dem Gesetzentwurf über die Verstaatlichung der Polizei können wir noch mitteilen, daß sich die Vertreter der größeren hessischen Städte dahin einigten, von demGesetzentwurf vollständig abzusehen, dafür aber das Verlangen hei der Regierung zu stellen, daß 1. eine vollständige Neuregulirung der bestehenden Polizeiverhältnisse eintrete, u. daß für die Folge die städtische Polizeiverwaltung nicht mehr wie seither den Kreisämtern sub- sondern coordinirt werde, die Instanz der Kreisämter also in Wegfall komme, 2. daß die zwischen Staat und Stadt zu verte ilenden Kosten der Polizeiverwaltung nach den wirklichen Leistungen geschehe und 3. daß sich die Städte für einen Uebergang der Kriminal⸗ und Sicherheitspolizei an den Staat bereit finden lassen. Bezüglich des letzten Punktes erklärte der Vertreter von Mainz, daß es sich demselben nicht anschließe, sondern daß die Stadt Mainz nicht gewillt sei, auch nur einen Teil ihrer po⸗ lizeilichen Selbstständigkeit aufzugeben. Mainz, 7. April. Zur Verstgatlichung dergudwigsbahn. Gegenüber der Meldung, daß die Verwaltung der Bahn das neueste Angebot der Regierung nicht ablehnen, sondern vielmehr den Aktionären mit einigen Verbesserungen zur Annahme empfehlen werde, wird mitgeteilt, daß die maßgebenden Kreise der Verwaltung der Bahn zu dem Entschlusse gekommen sind, vorerst jede Kundgebung gegenüber dem Regierungsvorschlag zu unterlassen und zunächst abzuwarten, welche Haltung die Majorität bei der bevorstehenden Generalversammlung einnehmen wird. Mainz,. April. Schon wieder wurde in einem Hause der Schollstraße ein Einbruch verübt und dabei verschiedene Mansardenthüren in derselben Weise erbrochen, wie dies in der letzten Zeit wiederholt geschah; auch die in den, Zimmern befindlichen Koffer und Kisten waren in der gleichen Weise geöffnet worden, so daß wohl kaum ein Zweifel besteht, daß der seitherige Einbrecher auch diese That verübt hat. Ge⸗ erster Linie die Verstaatlichung der Hessi— stohlen hat der Dieb wieder eine ganze Anzahl von Schmuckgegenständen, während er sämtliche & Cie, Wie Onkel Johnny zu seiner f Frau kam. „ rng) Erzählung von O. Sandor. Als ich in einem Briefe an meine Mutter ge⸗ ntlich einmal auf den Busch klopfte, erfuhr ich, aß die beiden Damen wirklich noch dort wohnten, fiekchen aber anscheinend ebenso menschenscheu ge— dorden sei als ihre Tante. lan sie nie und nirgends als höchstens bei ihrer heschäftigung im Garten. Nichts war mir angenehmer zu lesen als diese Nach kurzem Zaudern entschloß ich echt amerikanisch diekchen ohne weitere Umstände meine Hand anzu⸗ Denn wie diese sähe Ich schrieb ihr also eines Tages einen langen ief, worin ich ihr meine lauge gehegte Neigung fr sie gestand, ihr meine Verhältnisse darlegte und bat, hierherzukommen und meine Frau zu werden. 1 Jenn sie die Einsamkeit der langen Reise scheute, dollte ich auch kommen und sie holen. Nach vier Wochen kam die Antwort— und elche Antwort: Eine glückstrahlende, überschweng⸗ he Epistel, in der sie mir schrieb, daß sie, sobald e Sachen drüben geordnet wären, mit dem lüchsten Schiff käme. Ich muß gestehen, daß ich diese Bereitwilligkeit is Eingehens auf meine Wünsche von dem stillen ädchen, das mich kaum dem Ansehen nach je ge— nicht erwartet hatte— ja, daß sie Viel eher hatte ich eine keine Antwort befürchtet. entlich habe ledig bleiben lehnende oder auch gar Sie schrieb, daß sie eig wollen; die Treue, die Selbstlosigkeit und die Glut meiner Liebe habe sie aber gerührt, und so hoffe sie auf ein wahres, reines Glück an meiner Seite. Ich weiß nicht, wie mir in den nächsten Wochen und Monaten zu Mute war. Zuweilen stieg etwas wie eine Ahnung in mir auf, daß ich einen dummen Streich begangen habe, und dann mußte ich mir erst Riekchens Bild vor das Gedächtnis zitteren, um dieser Gedanken Herr zu werden. Ich hatte weder meinen Eltern etwas von meinen Entschlüssen geschrieben, noch Onkel Johnny in meine Pläne eingeweiht. Nach etwa zwei Monaten teilte mir Riekchen oder wie sie sich immer unterzeichnete„Friederike“ mit, daß sie sich nunmehr einschiffen werde, und nach einigen Wochen meldete mir unser Clerk eines Morgens, daß im Komptoir eine Dame auf mich warte, die sich Friederike Wallau nenne, und die mich zu sprechen wünsche. Ich stürze, fliege vielmehr die Treppe hinunter. Bei meinem Eintritt erhebt sich eine Dame vom Stuhl und geht mir entgegen. Erschrocken pralle ich zurück, denn trotzdem sie verschleiert ist, sehe ich, daß diese untersetzte, korpulente Gestalt nicht dem Bilde entspricht, das ich von dem schlanken, zarten Riekchen vor Augen habe. Jetzt lüftet sie den Schleier, und ich blicke in das behäbige, freundliche Gesicht einer etwa fünfundvierzigjährigen Frau, das mir in diesem Moment eher wie ein Medusen- als wie ein menschliches Antlitz erscheint... „Sie sind Fräulein Riekchen Wallau aus B.? stottere ich. „Natürlich— ja,“ erwidert sie,„und Sie.. haben uns soeben verlobt.. verzeihen Sie, ich hätte mir Sie ein wenig älter vorgestellt...“ Ich murmele etwas Unverständliches und denke im Stillen, daß ich mir lieber eine Kugel in den Mit dreiundzwanzig Jahren ist man noch leicht zu tra⸗ gischen Entschlüssen geueigt, selbst wenn man akkli⸗ Kopf jage als diese alte Schachtel heirate. matisierter Amerikaner ist. Dann stottere ich plötzlich eine Entschuldigung, renne aus dem Zimmer und komme wie ein Ra— sender in Onkel Johnny's Komptoir gestürzt. Onkel Johnny hörte sich meine konfuse Beichte ruhig an. „Scheint ein Irrtum vorzuliegen,“ sagt er, als ich geendet.„Mißverständnis!— Ruhig Blut, old boy! Zum Totschießen hat's noch immer Zeit. Schlimmsten Falls opfere ich mich und hei⸗ rate die Alte, das heißt, wenn sie den Stellver— treter annimmt. Werden gleich sehen...“ Damit ist er auch schon zur Thür hinaus. Ich bleibe mit gemischten Gefühlen zurück. Nach einer Stunde öffnet sich die Thüre wieder, und herein tritt—— Onkel Johnny, Arm in Arm mit der Alten.. „Meine Braut, Deine zukünftige Tante,“ stellt Onkel Johnny vor.„Fräulein Wallau und ich Tableau! Fräulein Friederike macht noch ein etwas ver⸗ legenes Gesicht, scheint aber nicht unzufrieden mit dem Personenwechsel, und Onkel Johuny sieht auch nicht so aus, als ob ihm das Opfer große Schmerzen bereite. Aufrichtiger ist sicher nie ein Glückwunsch gesprochen als der meine. So nach und nach er⸗ kundige ich mich so um den Busch herum nach dem jüngeren, dem„rechten“ Riekchen. Da wird Fräulein Wallau plötzlich ganz ver⸗ wirrt. Das sei der wunde Punkt, meint sie, zwar sehne sie sich sehr nach dem Schutze und der Liebe eines Lebensgefährten; aber das Riekchen, ihrer verstorbenen Schwester einziges Kind. könne sie darum nicht verlassen. Und darum habe sie es mitgebracht; es warte im Hotel auf ihre Rückkehr. Hoffentlich habe ihr lieber Bräutigam uichts da⸗ gegen, daß ihr stilles, bescheidenes Nichtchen bei ihr bleibe. Nein, Onkel Johnny hatte nichts dagegen und ich auch nicht. Mir wurde plötzlich ganz schwim⸗ melig und konfus vor lauter Freude. Ich erfuhr noch, daß das rechte Riekchen mit Vatersnamen nicht Wallau, sondern Petersen heiße(daher die Adressenverwechselung und der heillose Irrtum, dann war ich auch schon auf dem Wege zum Hotel, zu ihr, der einzigen— Rechten. Sieben Jahre sind seitdem vergangen. Tante Rieke ist meine mütterliche Freundin geworden. 8“ ist aber auch eine liebe verständige Frau; daß ihr damals— auf ihre alten Tage der Heiratsteufel zu Kopf gestiegen, ist ihr weiter nicht zu verübeln und ist uns Allen zum Glück geworden. Denn Riekchen, die jüngere, mein liebes Frauchen, der ich später die komische Verwechflung beichtete, versicherte mir, daß sie auf den schriftlichen Heirats⸗ antrag des unbekannten Amerikaners sicher nicht so nolens volens reingefallen wäre, und das glaube ich ihr ohne weitere Beteuerungen. K ist ein herziges Weibchen— mein Rielchen! So ist Onkel Johnny zu seiner Frau gekommen und ich zu meiner. —..————̃— 1 1 1 Kleider durchsuchte, aber keines derselben ent⸗ wendete. Es gelang dem Dieb, die gestohlenen Gegenstände noch zeitig zu versetzen, ehe die Polizei überhaupt Kenntnis von dem Einbruch erhielt. Vermischtes. — Humor vor Gericht. Berlin, 8. April. Der Herr Kataster.„Das ist ja eine kaum glaubliche Geschichte, die hier in den Akten steht, danach müssen Sie ja einer der geriebensten Hochstapler sein, die mir je vor⸗ gekommen sind,“ äußerte der Vorsitzende des Schöffen⸗ gerichts zu einem etwa 40jährigen Angeklagten, der den Eindruck eines arg herabgekommenen Mannes machte. „Det Papier is jeduldig, Herr Jerichtshof,“ entgegnete er;„natierlich wenn so eener als wie ick un ick werde von eenen mißbraucht un der andere macht lati, det sie ihn nich kriejen, denn krieger sie mir beit Slafittchen un ick Unjlückswurm muß die Jerechtigkeit fiehlen, damit et ooch eene jiebt, objleich ick unschuldig bin, wie Abrahams Schooß. Die Sache liegt so klar wie Hiob.“— Vorf.: Aus Ihrer konfusen und bilderreichen Entgegnung versteh ich nur soviel, daß Sie sich an dem Betrug nicht bethei⸗ ligt haben, sondern selbst getäuscht worden sind. Das werden Sie nach der Zeugenvernehmung kaum aufrecht halten. Ich denke, es ist am besten, Sie erzählen uns kurz die Geschichte, wie Sie sie sich zurecht gelegt haben. Wir kommen doch wohl nicht um Ihren Vortrag herum. Aber kurz:“ Angeklagter: Allemal. Denken Sie, Herr Jerichtshof, am 15. Februar bin ick in die Wärme⸗ hallen. Wie ick da so sitze un ieber die Arbeit nachdenke, fällt mir een Mann uf, der mir bekannt vorkam. Er war feiner gekleidet wie die anderen Wärmebrieder, denn uf'n Ueberzieher hatte er eenen Krajen mit Krimmer un die Hosen hatte er ordentlich ufgekrämpelt wie die feinen Leite. Er kiekt mir boch an un richtig, det kömmt raus, det wir uns kennen. Un er meent, det wäre jut, det wir uns jetroffen hätten, er suchte jerade eenen Jehülfen, der wie ick dazu jeschaffen wäre, denn er wüßte, ick wäre ehrlich, arbeitsam un könne ooch een Amtsjeheimniß be⸗ wahren. Wir wollten uns det in eene Destille besprechen, wenn ick een paar Iroschen bei mir hätte, denn er hätte sich in der Eile nischt injestochen. Is jut, wir jehen. Er erzählt mir denn, det er immer noch bei't Kantaster⸗ amt anjestellt wäre, und er hätte draußen in der Trift⸗ straße een Stück Land zu vermessen un dabei jebrauche er eenen Jehülfen. Ob ick mit J, 2,50 täglich un freie Kost zufrieden wäre? Det war ick ja nu sehre. Wir waren also eenig un von diesen Oogenblick muß ick „Herr Kataster“ un„Sie“ zu ihm sagen, während er zu mir blos Schulz sagt. Denn holt er sich aus een Haus eene Meßstange heraus un eenen langen uffjerollten Bind⸗ faden un een Stück Kreide. Diese Sachen muß ick ihm nachdragen. Un denn holt er noch eene Kokarde aus die Tasche raus un macht die vorn an meine Mütze fest. Du Dir jut führst, verschaffe ick Dir boch mal eene kleene Pension.“— Vorsitzender: Aber Angeklagter, lassen Sie doch diese thörichten Geschichten weg. Sie gingen nun also zusammen nach der Triftstraße.— Angekl.: Jawohl, un als wir dort angekommen sind, zeigt der Herr Kataster auf ein Stück Kartoffelland von son Morjener zwee un sagt;„Dit is et, det wollen wir mal auskatastriren.“ Und denn sieht er sich um, un als er in die nächste Nachbarschaft eine Kneipe entdeckt, meent er:„Wir wollen man erst een bisken zu Middag essen.“ Also wir rinn in die Bude, wo ick mir mit meine Jeräthschaften be⸗ scheiden in ene Ecke setze, während der Herr Kataster sich bramsig vorne hinsetzt, un den Wirth fragt, ob er für sich un seinen Jehülfen wat zu Middag bekommen könnte. Wir essen sehr jut, Allens wat recht is. Dann drinkt der Herr Kataster noch seinen Kaffee, läßt sich een halbet Dutzend Ziehjarren geben un flüstert immerzu mit dem Wirth, den er janz wat Schönet erzählen muß, denn er kömmt aus dat freindliche Jesicht gar nich mehr heraus. Un ick höre man, wie mein Prinzipal erzählt, det neben det Irundstück von den Wirth, da sollte een jroßet Jebäude ufgeführt werden, ick jlobe er sagte een Findelhaus, un denn würde der Wirth een reicher Mann, erst durch den Neubau, un denn weil sein Irundstück ville mehr werth dadurch würde un er sollte det blos nich verkoofen. Un er, der Herr Kataster, sollte det nu vermessen un uf ihn käme det an, ob fich det Irundstück ooch dazu eignen dhäte. Un der Wirt freut sich und ruft seine Frau, un flüstert ihr det zu und sie freut sich ooch und der Herr Kataster ermahnt sie noch, det sie nicht darüber sprechen dürfen, indem et noch een Staatsjeheimnis is. Un die ver⸗ sprechen det ooch. Un denn ruft er:„Schulz! komm raus mit de Meßapparate!“ un ick nehme meine Stange, meine Strippe und meine Kreide un folge ihm. Nu, draußen exerzieren wir beide auf det Kartoffelfeld rum. Ick muß die Stange hierhin und dahin stecken und den Bindfaden anbinden und een Ende weit wegjehen. Mein Prinzipal bückt sich denn und kiekt mit een Ooge an den Bindfaden lang und schreibt denn wat in sein Notizbuch und so jeht et denn an eener andern Stelle wieder. Un der Wirt und die Wirtin stehn an't Fenster un kieken zu. Un— Vors.: Den Rest der Geschichte kann ich schneller erzählen. Ihr Herr Kataster und Sie haben an dem Abende bei dem Wirte noch eine tüchtige Zeche gemacht. Ihr Komplize hat ihn dann noch um Mk. 10 angepumpt, indem er am folgenden Tage zur Fortsetzung der Arbeiten wiederkommen und seine Meß⸗ apparate so lange dort lassen wollte. Natürlich hat sich Keiner von Ihnen wieder blicken lassen und der Wirt ist um Mk. 20 geschädigt worden. Die Meßstange hat nicht viel mehr Wert wie das Ende Bindfaden.— Angekl.: Die Kreide kann dee Wirt aber jut jebrauchen.— Vors.: Na, warten Sie nur. Sie behaupten nun, daß Sie den „So“, meent er,„nu bist Du ooch Beamter, un wenn verübter ganz raffinierter Schwindel vorliegt, den der An⸗ geklagte für seinen Teil mit zwei Monaten Gefängnis büßen soll. 2 Neueste Telegramme. Hd. Antwerpen, 8. April. Die Leichen der 12 bei der Katastrophe an Bord des Schleppdampfers„Virginie“ umgekommenen Personen sind noch nicht geborgen. Die Verantwortlichkeit für die Katastrophe fällt auf den Maschinisten, dessen Unerfahrenheit durch Zeugenaus⸗ sagen festgestellt worden ist. Hd. Mailand, 8. April. Der Corriere della Sera meldet aus Massaua, daß angesichts der unerfüllbaren Forderungen Meneliks die Friedenshoffnungen auf Null gesunken sind. Man glaubt in Massaua, General Baldissera werde zum Entsatz Adigrats einen Vorstoß wagen. Der Prozeß gegen Baratieri soll Ende April in Massaua verhandelt werden. In Massaua hält man dies für einen Fehler, da die gerichtliche Verfolgung des gewesenen langjährigen Gou⸗ verneurs auf die Eingeborenen einen schlechten Eindruck machen dürfte. i 5 Hd, Paris, 8. April. Die Blätter kon⸗ statiren eine plötzliche Aenderung in der äußeren Politik Frankreichs, seitdem Bourgeois das Aeu⸗ ßere übernommen hat. Auf Bourgeois Anraten sei Cavaignac den militärischen Kundgebungen in Belfort ferngeblieben, um einen Anstoß bei der deutschen Regierung zu vermeiden. Der Unter⸗ richtsminister hat seinerseits eine überraschende Lobrede auf Leo XIII. und Kardinal Lavigerie ehalten. 5 5 Hd. Paris, S. April. Die sozialistische Petite Republique, welche Liebknecht zu dessen 70. Geburtstage ihre Glückwünsche übersandte, hat von diesem eine Antwort erhalten, in der es unter Anderem heißt: Dem Sozialismus wird die Aufgabe zu⸗ fallen, die schweren Wunden zu heilen, welche der Bruderkrieg von 1870 71, dessen Folgen für Deutschland noch verhängnis⸗ voller gewesen seien, als für Frankreich, geschlagen hat. 5 Hd. Prag, 8. April. Bei den gestrigen Verhandlungen des sozialistischen Parteitages wurde der Antrag angenommen, die Partei solle, direkte Wahlrecht reklamieren, solar allgemeine t Forderungen erfüllt werden. Weit bis ihre wurde ein Antrag angenommen, nach welchem Versammlungen einberufen werden sollen, welch die Festsetzung langen. Hd. Belgrad, am ersten Osterfeiertag in der Metropolitankirche ein griechischer Gottesdienst statt. Derselbe wurd plötzlich von Serben unterbrochen, welche slavisch Gesänge anstimmten. Griechen entstand eine furchtbare Schlägerei, f. daß die Gendarmerie einschreiten mußte. Al Haupträdelsführer wird ein serbischer Schullehre und der Dragoman des russischen Konsulats be— zeichnet. 1 Zwischen Serben und Hunderttausende werden weggeworfen durch unzweckmäßige Abfassung von Annoncen und durch Benutzung ungeeigneter Zeitungen. Ein Inserat muß nic allein sachverständig und treffend abgefaßt sein, sondert es ist auch der Leserkreis der Zeitungen in Betracht ziehen. Auf dem weiten Felde des Zeitungswesens wird sich der Laie nicht leicht orientieren und deshalb ein erfahrenen und zuverlässigen Rathgebers be dürfen, um sein Geld nutzbringend anzulegen und m einiger Sicherheit Erfolge zu erzielen. Ein berufen Führer ist die älteste Annoncen⸗Expedition Haasenstei u. Vogler, A. G., Frankfurt a. M. Vertreten Gießen durch Gust av Wohlmuth, Selters Durch 40 jährige Praxis, welche zu den intimsten Ver⸗ bindungen mit allen Organen der Zeitungspresse des und Auslandes geführt hat, ist sie mit ihren zahlreich Zweighäusern und Agenturen vorzugsweise in der La dem inserirenden Publikum sich in jeder Weise nützlich machen. Alle Aufträge werden prompt und billigst auz geführt, da nur die Originalzeilenpreise der Zeitung berechnet werden, und kommen auf diese Preise bei belang, reicheren Aufträgen noch die höchsten Rabatte in Ab nung. Man versäume deshalb nicht, sich bei obig Firma vor Vergebung eines Annoncen⸗Auftrages erst g. nau zu informiren. Sterbefälle. Am 7. April. Karoline Katharine Sahlfeld, geb. Manhardt, 49 Jahre alt, Ehefrau v. Gr. Hoch⸗ bauaufseher Johann Peter Sahlfeld dahier, Lud⸗ wigsplatz 15. Die Leiche wird Mittwoch, den 8. ds. Mts., Nachmittags halb 4 Uhr nach dem Bahnhofe vom Sterbehause aus übergeführt. 0 ——̃̃̃ͤ ͤsꝗßꝑñ—ß—ß—p— — h ͤ— ——— N 5 8 8. Bekanntmachung. Die Mannschaften der Pflichtfeuerwehr werden hierdurch, auf Grund der Ortsfeuer⸗ löschordnung für Gießen, zu folgenden Honder- übungen geladen: die 6. Rotte auf Mittwoch, d. 8. April, 7. VVdKBFreitag, 10. „ 8.„, Mittwoch,„ 19.„ F l i NMittwocß, 2 Die Sonderübungen finden sämtlich im Hofe des„Jurmhauses am Brand“(Eingang: Marktlaubenstraße) statt, Und ist pünktlich um 8½ Uhr Abends anzutreten. Die Binde ist um den linken Ober⸗ arm anzulegen. Gießen, den 12. März 1896. Der Branddirektor Schmandt. Großh. Realgymnasium, Keal⸗ schule und Vorschule zu Gießen. Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Samstag, den 11. April, Vormittags von 9—12 Uhr, in dem Schulgebäude entgegen genommen. Vorzulegen sind Geburtsschein, Impfschein und ein Zeugnis der zuletzt be⸗ suchten Schule. Die Aufnahmeprilfungen finden Montag, den 13. April, Vormittags von 8 Uhr an, statt. Der Unterricht beginnt Dienstag, 14 April, Vormittags 8 Uhr. Großh. Direktion. Dr. Rausch Höhere und erweiterte Mädchenschule zu Gießen. Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 13. April, Morgens 8 Uhr. Tie An⸗ meldungen für die höhere und die erweiterte Mädchenschule erfolgen Montag, den 13. April, Morgens von 10—1 Uhr; die Kinder, die noch keine Schule besucht haben, werden für Klasse 10 der höheren und Klasse 8b der erweiterten Mädchenschule im unteren Stock angemeldet. Erforderlich ist die Beibringung des Impfscheins, sowie die genaue Angabe der Taufnamen und des Geburtstages des Kindes, wie des Namens des Vaters oder Pflegers, bei auswärts ge⸗ borenen Kindern die Vorlegung des Geburts— scheines. Kinder, die schon eine Schule besucht haben, bringen ein Zeugnis über den seitherigen Schul- besuch bei und, wenn sie über 12 Jahre alt sind, eine Bescheinigung über geschehene zweite Impfung. Ihre Anmeldung erfolgt im Zimmer des Unterzeichneten im zweiten Stock. Der Unterricht beginnt Dienstag, den 11. April, für die Klassen 1—7 der höheren Schule und 1b—5b der erweiterten um 8 Uhr, für sämmtliche Vorschulklassen um 9. Uhr. Gießen, den 7. April 1896. Großherzogliche Direktion Dr. A. Stoeriko. Tin möblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermieten. 4⁴3 Grünbergerstraße, Bleiche. Din Wagen, Pflug und Egg verkaufen. 5 Eichgärten 1. befindet. 2 2 Großzh. Gumnasium 2 2 zu Gie zen. Anmeldung neuer Schüler: Montag, den 13. April, Vormittags 9 bis 11 Uhr, im Conferenzzimmer des Gymnasiums. Nachprüfungen: Montag, den 13. April, von 8 Uhr ab, in den Klassenzimmern. Schulanfang: Dienstag, den 14. April, früh 8 Uhr. Die Direktion. Chr. Arnold, Spenglermeister, Wolkengasse 13 empfiehlt sich bei allen vorkommenden Spenglerarbeiten. insbesondere Neubauten.(134 Reparaturen gut und billig. Empfehle meine Korb⸗ und Stuhl⸗ flechterei zu soliden Preisen. Aug. Werner, Korbmacher, Gießen, Weidengasse 8. 226) ff. Hannsmanns Hava-Kaffee, pr. Pfd. 1,80 M., a. i. Büchs. z. 1,90 u. 2 Mk., mehrere Sort. Ge- müse u. Huppenundeln, v. d. bill. bis z. d. feinst., franz Maccaroni, Nostnen u. Sultaninen, Man⸗ deln, auch geröstete, Wall- u. Haselnüsse, ff. Cog- nac u. Num, Bücklinge, Heringe, Hardellen, Wismarcksheringe, ff. Cigarren, Tabaft, 1 Einasblätter, ff. Kanaster u. vorzügl. Hülsen- früchte empfiehlt 223 Ecke der Schott⸗ u. Steinstr., Ar. 78. Reklamationen und Gesu ehe fertigt an 473 Löberich, Brandgasse 8. Haus- und Fahrburschen sowie Oeconomiepersonal empflehlt zu jeder Zeit das Plac irungs- bureau von C. Stiasny, Asterweg 6. 90 Möbel, Spiegel, Betten billigst.(121 Werner's Waarenhaus. EV D G Nur natürliche Fla g. Bezug durch alle Weinhandlungen. Anerkannt sehr preis werth. i Hierdurch beehre ich mich, meiner geschätzten Kundschaft SOWI Publikum ergebenst mitzuteilen, dass sich mein Geschäft wegen Errichtu Seltersweg 2, neben Herrn Kaufmann Adolf Geisse Carl Brück, Gold- und Silberarbeiter. Submissionen. Gießen. Die für den Neubau des hygienischen Instituts zu Gießen erforderlichen Schreinerarbeiten sollen zusammen, oder in 5 Loose geteilt, auf dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Der Hauptsache nach enthält: Loos 1: 126 qm Riemenfußböden aus piteh-pine auf Gebälk und Lagerhölzern, 214 qm Buchenparket in Asphalt, 34 qm Eichen ⸗ parket in Asphalt, 18 qm Bohlenboden auf Lagerhölzern. Loos 2: 4 Hausthüren und 6 Glas- abschlüsse. Loos 3: 25 Zimmerthülren, 16 Rollladenkasten und Fußsockel für das Sockelgeschoß des Hauptgebäudes. Lods 4: 19 Zimmerthülren, 29 am Wandvertäfelung und Fußsockel für das Hauptgeschoß des Hauptgebäudes. Loos 5: 4 Außenthüren für das Nebengebäude und außerdem zusammen 9 innere Thilren für das Obergeschoß im Hauptgebäude und für das Nebengebäude, außerdem Fußsockel Bezilglich der Bedingungen für die Bewerbung um diese Arbeiten und ibre Ausführung wird auf den Erlaß Großh. Ministeriums vom 16. Juni 1893 verwiesen. Die Angebotsunterlagen können in dem Amtslokal der Baubehörde für die Univer⸗ sitäts⸗Neubauten zu Gießen, Goethestraße 52, eingesehen werden, woselbst auch das Angebot⸗ formular abgegeben wird. Die Angebote sind bis Montag, den 27. April, Vormittags 11 Uhr, einzureichen, zu welchem Termin deren Eröffnung erfolgt. Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Gießen. Die Ausführung der Schreiner-, Schlosser⸗ und Weißbinderarbeiten für den Hauptbau der neuen Werkstättenanlage am Rlegelpfad dahier soll vergeben werden. Die Bedingungen nebst Arbeits- und Lieferungsverzeichnis, sowie die Zeichnungen sind auf dem Baubureau am Riegelpfad einzusehen, erstere auch gegen Erlegung von je 50 Pfg. pro Exemplar durch das Sekretariat zu beziehen. Augebote, versiegelt und mit bezüglicher Aufschrift versehen, sind bis zum 15. April, Vormittags 10 Uhr, an die Direktion der Oberhess. Eisenbahnen einzureichen. Zuschlagsfrist 10 Tage. 777%%%„„ Einem geehrten biesigen und auswärtigen Publikum hierdurch die ergebene Mit⸗ 2 Gießen, den 27. März 1896. 475 2 teilung, daß ich die in meinem Hause, Liebhigstrasse 71, befindliche wirtsehaft 2 E F———.—— nach vorausgegangener Renovierung von heute an für eigene Rechnung betreibe, und Habe mich hier als bitte um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll prakt. Tierarzt Chr. Bischoff. niedergelassen. Aeine Wohnung befindet sich Kirchenplatz 11, 1(Ferber'sche Buch⸗ 404 dl.. handlung) J. Seiderer, appr. Tierarzt. Gießen, den 11. März 1896. Maur big u. d. Laim. „KAI SERHIO F“. D Ilotel I. Ranges. In, nächster Nähe des Bahnhofes, gegenüber der Post. Vorzügliche Betten. ff. Küche. — Dolide Preise. Hausdiener zu jedem Zug am Bahnhof.(125 Inhaber: Julius Böminghaus. — — Zur Ausführung von Wandbekleidungen aus Zinkblech empfehle ch A. Wegerieh, Büpstedt i. Ch. Die in Thüringen schon seit 20 Jahren so beliebten und bewährten Zi 5 gen Ja en Zink⸗ schindel haben auch in Marburg a. d. L. Eingang gefunden, wie die vielen von mir ausgeführten Arbeiten, u. A. bei den Herren H. Spruck und Leipoldt, Marktplatz 9 und 3 beweisen. Wei guter Nusführun ine 2„kei e Bei g Ausführung feine Aeparatit, zei Stüdt Schlachthaus Ochseufleisch nicht ladenrein, pro Pfund 51 Pfg. e einem geehrten hiesigen wie auswärtigen ng eines Neubaues bis auf Weiteres 1 Klim. Kurort Schömberg bei Neuenbürg im Württem⸗ bergischen Schwarzwald. Heilanstalt für Lungenkranke. Sommer- u. Winterkur. Beste“ Verpflegung. Mäßige Preise. Leit. Arzt: Dr. Baudach. Prosp. frei durch d. Direktion. Schlagen's x W Dauerfedet hält ca. Emal mehr Tinte wie eine gewöhnl Schreibfeder, ist 2 bis 3 mal so dau haft und kleckst nicht. e Preis 3 Mk. Groß. Zu haben in den meisten Schere waarenhandlungen, wo nicht, liefern wir dit Surtscheid-Aachen. Schlagen& Co, 232 Tamilien-Wohnunge in allen Größen und Lagen weist au führlich nach der Gießener Wohnung nachweis, Asterweg 6, part. Tägl geöffnet. Lotkomabilen Centrifugal- Pumpen verkaufen und vermieten Robey ck Comp. Maschinenfabrik und Kessel- schmiede in Breslau. London. Englisch in drei Monate Erfolg garantirt Familienleben. Freu Aufn. Mäß. Honorar, Zahlr. Nef.⸗Ste vermittelt Prof. Mendel, Lee. Londen des Sonntags als Wahltag ver⸗ 8. April. In Ueskueb fand dutgchabten 5 Fecht Jaltkeker 1 1 2 S — Maeialen Aeredung 0 Ahe 900 Aulen Jubel bur Wese schterei beabsie fiber zu komm im die Erba Feagtum Hess le Lotter handen, daß „beasehmigung e uh während A dem Probl wech und uur liebenswür ngen des Vel Gießen, nicht ermittelten„Herrn Kataster“ nicht einmal dem 5 0 i Namen nach, 7 5 nur 7 Ausehen ae wenn ihr Badenis Wahlreform⸗Entwurf auf⸗ Verleger: Paul Bader in Marburg, Deranto, Aucheckmeise Angekl.: Dabei bleibe ick.— Durch die Beweisauf-J gezwungen werden sollte, Kandidaten aufstellen.] dakteur: t. V. A. Kleinschmit, Druck von E. Ottma um fil Hofmannst nahme wird außer Zweifel gestellt, daß ein gemeinsam] Die Gewählten sollen dann im Parlament das! beide in Gießen. J et bon 330 —— Schön von St Gießen, shobme Vor! Nalekt⸗Eus Strohecker fi dad der allgen Halffurter Kü aß die heutige Gießen, Aan bon Wiese dchier wegen! Hießen, U ad⸗Raul Lahrerkag ko dug des Fer lt de Mitglied A cal Mögen und g 91 bel den anten zi 50 1 4750 aer „ien, ln L Hahl borzun ac 50 Abgeot dug und zwar uelcen die air in Parent cd sadt Darm Alsfeld et Heerungsrat. 10 g es Nerhan Darmstadt uc—Füth — Von An einem 1 1 großen 90 N n Besucher phelte 1 u zwei aßen, trat 0 u n f When n fen e